t* Provision n<4 H/n Mitte 5'"° mvq„ Ä" 1,8 kund- n°e Darlehen. Preis vierteljährig 1 fi. 12 h. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Exvedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. io, Donnerstag den 11. Januar 1872. rr» r-1 fiL« werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- xj£|tclluitflpri (IU| VCll \5)ieyeiier -Zlll^etQtl Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben pro 1. Quartal zu 1 fl. « 1871. rcrtion. hmmenen Brand- 'llfdjaft on Mobiliar- unD Tjlen Prämien zu >er 1870: 5,250,000. 2,309,774. 3,563,791. 11,123,565. 1,692,530. W0J53J04. Carl Löffler J-ÖUIIÖS l-ÖUllllö ?? ,-Poss __M tu Gotha. sür Deutschland zu ern für 1871 der M f-«"« , dis iWt5 | gäbant bm Ä *’ HUP* Illsträllll arides Ä m t l i eh e r Thei Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des K'reisraths: K e k u l 6 *, Kreisassessor. kannt machen zu lassen. Gießen, 3. Januar 1872. Bekanntmachun g. Betreffend: Das Kreis-Ersatz-Ge-chäft für 1872. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Militär-Ersatz-Instruction für den Norddeutschen Bund fordern wir alle im Jahr 1852 gebornen Militärpflichtigen sowie die in frübercn Jahren gcbornen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder' ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamre, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrbursche, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aushalteu, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vorn 15. Januar bis zum 1. Februar l. I. bei.der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Mnsternng concurrirt haben, ihren LoosungS- und Gcstellungsschein vorzulegen. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 10 Thaler bcl gt von der Theilnahmc an der Loosung ausgeschlossen und ihre etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung K. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen An- meldungen^verMchtet^^^lichE^ Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bc- MW iWHWWMBMMHBWWMHBWMMWWBWWWWWMiWI WO « !L Politischer Theiß. Deutschland. Berlin, 8. Jan. Die möglichst eingehende Antwort des Kriegsministers auf die Anfrage des Abgeordneten Richter in Betreff der „Vermißten" des letzten Krieges wird überall im Lande mit Theilnahmc gelesen werden. (S. Anzeiger Nr. 9.) Die Anzahl derselben ist unerwartet groß für die in unserem deutschen Heerwesen getroffenen sehr sorgfältigen Einrichtungen. Die Ausdehnung des französischen Franctireurkrieges, dessen Opfer sich der Aufsuchung und Rkcognoslirung entziehen, bot dazu beigetragen und weiterhin besonders die Mangelhaftigkeit der französischen Listensührung über die Verwundeten und sonstigen Gefangenen. Graf Roon erzählte, wie er sich vor einigen Monaten persönlich an den französischen^ Geschäftsträger gewendet und inständigst und nachdrücklichst der französischen Regierung ans Herz gelegt habe, sie wöge Nachweise der deutschen Verwundeten, welche sich in den französischen Krankenhäusern brsinden, oder Gefongene, die noch wider ihren Willen zuruckgehalten werden, unseren Behörden zukommen lassen. Die Zusagen der französischen Regierung ließen nichts zu wünschen übrig, dae Resultat aber blieb ziemlich null. Die Regierung hat nichts versäumt, um über das Schicksal der Vermißten Auskunft zu erhalten. Der Minister zeigt mehrere dicke Actenbände, welche sich mit den Nachforschungen in Betriff der Vermißten beschäftigen, und es sind überall Agenten an die in den Zeitungen angegebenen Detentionsorte gesandt, um nachzuforschen, und überall war das Resultat null. In Frankreich, wo der einzelne Soldat mehr nur als Nummer gilt, mögen die dortigen Behörden sich wundern über das zähe Forschen der deutschen Militärbehörden nach jedem einzelnen Manne. Diese ausdauernde Nachforschung nach jedem Einzelnen ist eben auch eine Folge unserer deutschen allgemeinen Wehrpflicht. Von denen, die jetzt noch zu den „Vermißten" des deutschen Heeres zählen, d. h. über welche die seitherigen Nachforschungen ohne Ergebniß geblieben sind, werden nur noch überaus wenige am Leben sein und wiederkehren. „In Frankreich", so schloß der Kriegsminister seine Mittheilung, „liegen noch etwa 100 nicht transportable Verwundete. Diese sind wohl versorgt, wohl gepflegt; die Zahl verringert sich auch jeden Tag, denn einige sterben, andere können zurückbesördert werben. Diese Leute sind alle gekannt. Allen denen aber, die jetzt noch nicht wissen, ob sie einen gestorbenen Sohn beweinen oder auf einen Vermißten noch warten, kann ich keine Aussicht auf Wiedersehen machen. Ich muß dies erklären, um Täuschungen vorzubeugen, die noch versucht werden könnten und vermieden Verden müssen. Andererseits würde ich mich ja recht freuen, wenn noch der oder jener der Vermißten wieder zum Vorschein käme, aber ich glaube es nicht." Berlin, 10. Jan. Anläßlich der Ueberreichung der Beglaubigungsschreiben Gontaut-Birons und Arnims schreibt die „Provinzial-Correspondenz" : Die Wiederherstellung des früheren diplomatischen Verkehrs zwischen Deutschland und Frankreich Dorf als ein neuer Beweis dafür gelten, daß die beiderseitigen Regierungen nicht bloß den Wunsch, sondern auch die Hoffnung hegen, daß es mehr und mehr gelingen werde, auch die Beziehungen zwischen den beiden großen Nachbarstaaten wieder zu befestigen. „ Breslau, 6. Jan. Der katholische Pfarrer Haßler hat nach der „N. A. Z. an den Fürstbischof Förster hier folgende Erklärung gerichtet: „Ew. fürstbischöflichen Gnadcn ist meine Stellung gegenüber der vatikanischen Irrlehre von der päpstlichen Gewaltsülle und Unfehlbarkeit zur Genüge bekannt worden. „Fromme" Denunciotioncn, kleinliche Anfeindungen ohne Maß und Zahl sind ja heute das unvermeidliche Loos des Priesters, der sich nicht intschließen mag, über der Stimme der »Kirche", d. h. des von Jesuiten inspirirten Papstes, die Stimme Gottes im Gewissen zu überhören. Eine Zeit lang freilich hatte ich geglaubt, Angesichts der päpstlichen Juli-Revolution eine bloß passive Haltung beobachten zu dürfen. Die Anhänglichkeit an meinen bisherigen Wirkungskreis ließ mich — ich gestehe es — ein wenig den Umstand verkennen, daß der dogma- tisirte Absolutismus jeden Priester, der ihn nicht rückhaltlos bekämpft, nothwendig zuletzt zu seinem blinden Werkzeug herabwürdigt. Nunmehr ist auch die Hoffnung geschwunden, daß die durch den Hochmuth kirchlicher Machthaber verschuldete Krisis rasch vorübergehen werde. Die Hierarchie, untreu ihrem apostolischen Berufe, fährt fort, Die katholische Wahrheit der römischen Einheit preiszugeben. Sie selbst, Herr Fürstbischof, nehmen Theil an diesem Werke. Wollte ich auch jetzt noch fchweigen, so müßte ich Ihr Mitschuldiger werden. So zwingt mich denn meine Pflicht, hiermit offen für Christus und sein Werk gegen einen irrenden Papst und dessen Anhang Partei zu ergreifen und auf eine seelsorgliche Thätigkeit zu verzichten, die ohne GlaubcnSverläugnung fortzusctzen der „unfehlbare" Papst durch seine Diener mir nimmermehr gestattet. Sonach könnte weine Zukunft mir allerdings dunkel erscheinen, würde sie nicht erhellt durch die Wahrheit. Dafür, daß ich ihr treu bleibe, werden Sie wichtige Censuren über mich verhängen, mein Lohn aber wird ein ruhiges Gewissen sein. Epiphanie 1872. Otto Haßler." Tübingen, 10. Jan. Der Professor der Geschichte Weißbäcker hat einen Ruf an die neu zu gründende Universität in Straßburg angenommen. Kiel, 6. Januar. Die Admiralität hat die Indienststellung der Panzer- fregatte „Friedrich Karl" und des Avisos „Albatroß" sistirt, so wie die Aus» rüstung der bereits in Dienst befindlichen, für die atlantische Expedition bestimmten Schiffe und die Entlassung der eingezogenen Marinercserven, soweit solche nicht unumgänglich für die in Dienst befindlichen Schiffe erforderlich, angeordnet. Oesterreich. Wien, 7. Jan. Der Rechtsprofeffor Jhering wird zu Ostern von Wien, wohin er 1868 aus Gießen berufen wurde, nach Göttingen übersiedeln. An seine Stelle soll Prof. Brinz aus München berufen werden. (Fr. Ztg.) Wien, 8. Jan. Ein Ministerialerlaß an Den Statthalter erklärt alle von altkatholischen Geistlichen eingesegneten Ehen für ungesetzlich. Die Altkatholischen verweigern nämlich, sich als neue RcligionSgcsellschaft zu constituiren, behauptend, sie seien die wahre katholische Kirche, während das Ministerium die Anhänger der Unfehlbarkeit für die wahre Kirche erklärt. (Fr. Ztg.) Wien, 9. Jan. Sicherem Vernehmen nach steht demnächst ein umfassender Personenwechsel in der diplomatischen Vertretung Orsterreichs im Auslände bevor. Schweiz. Bern, 10. Jan. Ende Februar wird in Wien eine internationale Con- ferenz zusammentreten, um gemeinsame Schutzmaßregeln gegen die Rinderpest zu berathea. Belgien. Brüssel, 8. Jan. Wie aus Charleroi gemeldet wird, gewinnt der Strike der Grubenarbeiter zu Dezin und Sclaigneaux an Umfang. Die Anstifter suchen die sämmtlicheu Arbeiter des Kohlenreviers von Charleroi zur Arbeitseinstellung zu bringen und sie zu Gewaltthätigkeiten zu verleiten. Bisher sind noch keine Unordnungen vorgekommen, außer daß GenSdarmen von Namur bei der Verhaftung einiger Individuen mit Steinen geworfen wurden, wobei einige leichte Der- wunduugen vorkamen. Es ward auch geschossen, aber Niemand getroffen. Ein Bataillon Infanterie befindet sich am Orte. Brüssel, 10. Jan. Man schreibt der „Jnvcp." aus Versailles: Bezüglich des Besuchs, den Graf Arnim dem Herzog v. Aumale gemacht, behauptet man im deutschen Botschaftshotel, derselbe sei kein politischer Besuch gewesen, sondern habe nur die Beglückwünschung des Herzogs wegen der Ernennung zum Mitglied der Scadewie bezweckt. Italien. Rom. lieber den famosen Neujahrsewpfang in Rom kommen nun ganz andere Versionen. Freilich zunächst von einem fanatisch ultramontanen Organ. Die Pariser „Union" hat einen längeren Brief aus Nom, der folgende merk- würdige Einzelheiten über den Empfang enthält, den der Adjutant des Königs Victor Emanuel im Vatican gehabt, als er dem Papste die Neujahrsgratulation seines Souveräns überbringen wollte: Als der Abgesandte des Königs sich in militärischer Uniform am Thore des Vatikans zeigte, weigerte ihm die schweizerische Schilvwache den Durchgang; er mußte daher warten, bis der Cardinal Antonelli die Eintrittserlaubniß ertheilt hatte. Der Cardinal empfing jedch nur den Generaladjutanten des Königs, General Pralormo, und nicht das ihn begleitende Gefolge. „Se. Majestät, sagte der Abgesandte zum Cardinal, hatte beabsichtigt, mir ein Schreiben zu geben, um Sr. Heiligkeit die herzlichsten Wünsche zum Jahreswechsel zu übermitteln; aber der König fürchtete, daß sein Brief nicht in die Hände des Papstes gelangen könne. Se. Majestät hat mich daher beauftragt, mündlich Ew- Eminenz die Glückwünsche zu überbringen, welche der König für den Papst formulirt." Der Cardinal Antonelli erwiderte dem General: daß es unnütz sei, sich so heuchlerisch einzufinden, um Denen Glückwünsche auszusprechen, die man vorher beraubt habe. Wenn unser heiliger Vater, der Papst, Gefangener ist, und sich zu einem elenden Zustande verurtheilt sieht, so trägt der König allein die Schuld daran, und nach solcher Unbill ist es daher eine Schmach und Schande, wenn man es wagt, ihm noch mit Glückwünschen zu kommen. Ich habe übrigens, fügt der Cardinal hinzu, einen Pralormo gekannt. Es war der letzte Gesandte Piemonts in Rom. Ich weiß nicht, General, ob cs ein Verwandter von Ihnen war, aber das weiß ich, daß er sich nicht, wie Sie, zu einer derartigen Commission hergegeben haben würde. Rußland. Warschau, 4. Jan. In Rußland wird die Körperstrafe gegen die zu schwerer Strafarbeit und zur Ansiedelung in Sibirien Verurtheilten noch immer in Anwendung gebracht. Ein kaiserlicher Ukas bestimmt jetzt, daß gegen die Kategorie von Verbrechern statt des bisherigen SpießruthenlaufenS die Züchtigung mit dem geflochtenen Kantschu in Anwendung kommen soll, und hebt zugleich das Gesetz auf, das die Verfügung von Körperstrafen nur dem Kriegsgericht gestattet. Griechenland. Athen, Ende December. Das Räuberunwesen hat auf's Neue begonnen. Der in Athen wohlbekannte Räuberhauptmann Spanos, dessen Heerden auf dem Berge ParneS weiden, ist der Führer, der durch sein plötzliches Wiederaustauchen in seinen alten Schlupfwinkeln bei Oropos uns aus dem Traum der Sicherheit aufgestört hat. Die Bande soll aus sieben erfahrenen und abgehärteten Räubern bestehen, und wie es heißt, hat Sponos selbst sich schon geraume Zeit in Griechenland verborgen gehalten und inzwischen seinen Plan für den Winterfeldzug vorbereitet. Seine Kühnheit, welche sich in der Thatsachc ausspricht, daß er gleich sein Hauptquartier nach Oropos verlegte, um Attika unsicher zu machen, ist geradezu wunderbar. Die neuesten Blätter bringen einen seltsamen Bericht über den ersten Zusammenstoß zwischen den zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit verwendeten Truppen und der Bande Spanos. Die Geschichte ereignete sich bei Sphendale, wo der Perserfeldherr MardontuS auf seinem Marsche von Megara nach Tanagra vor der Schlacht bei Plataeae Rast hielt. Die Räuber hatten in einem Schäferlager unfern Tanagra Contribntionen erhoben und man verfolgte sie von dort bis zu dem Orte Paleomilifi in Attica. Eine Abtheilung von dreißig Schützen wurde ausgesandt, die Banditen zu umzingeln. Man fand sie alle um ein Feuer herum schlafend, ohne einen Wachtposten und, wie es heißt, näherten sich die Soldaten auf fünfzig Schritte und gaben dann auf die Schläfer Feuer. Auf diese Weise allarmirt, waren die Räuber im Augenblick auf den Füßen und gaben Fersengeld mitten durch ihre tapferen Verfolger hindurch. Dic Flucht gelang vollständig. Ein Untersuchungsgerichtshof ist niedergeietzt worden, um ausfindig zu machen, wie es kam, daß die Schüsse auf fünfzig Schritte Entfernung fehlten und daß es den Räubern gelang, ohne Nebelkappe aus dem Kreise der Soldaten zu entkommen. (Times.) Amerika. Newyork erfreut sich gegenwärtig einer überaus fleißigen und tugendhaften Grand Jury. Dieselbe hat beschlossen, den städtischen Mißbräuchen auf den tief- sten Grund zu gehen. Die erste Frucht ihrer Arbeiten war, wie die „Newyorker HandelSzeitung" berichtet, eine Anklageakte gegen William B. Tweed wegen gemeiner Fälschung. DaS hatte er nicht erwartet und fühlte sich sehr unangenehm berührt, als der Sheriff ihm in bekannter Weise die Schulter betastete. Er mußte sich mit dem, dessen Gefangener er war, nach dem Metropolitan-Hotel verfügen, wo er unter Bewachung gestellt wurde. Alsdann ging es in den Gerichtssaal, wo ihm ein Freisitz auf der Anklagebank eingeräumt wurde. Der Richter Bedfort weigerte sich, Bürgschaft für ihn anzunehmen, und er wußte wie andere Verbrecher den Passion-gang nach den Tombs antreten. Unterwegs aber traf ihn ein HabeaS- CorpuS-Befehl feines Freundes, des Richters Barnard, welcher ihn im Interesse der bürgerlichen Freiheit gegen eine Bürgschaft von 5000 Dollars entließ. Eine Bürgschaft toll bekanntlich bürgen, nämlrch dafür, daß der Angeklagte sich nicht absentire. Der Richter Barnarv kann wohl kaum glauben, baß Herr Tweed lieber auf drei Jahre ins Zuchthaus wandern und sich von 5000 Dollars, welche für ihn so leicht zu realisiren waren, trennen würde; so bestätigt sich die alte Regel, daß in Newyork stets ein Richter zu finden ist, welcher das wieder verpfuscht, was einer seiner Collegen gut gemacht. Eine ähnliche Anklage wurde gegen Connolly erlassen, welcher noch im Civilgesängniß sitzt und bei dem also feine Verhaftung nothwendig war. Gegen Tweed soll noch ein ganzes Bündel ähnlicher „süßer Blllets" bereit sein, und werden überhaupt noch mehrere Anklageakte von dieser Grand Jury erwartet. Tweed befindet sich, beiläufig bemerkt, durchaus ungesetzlicher Weise auf freiem Fuße, da in der Civilsache nur eine Strohbürgschaft für ihn geleistet und vom Gericht in Albany das Gesuch, die geforderte Caution von einer Million herabzusetzen, abgeschlagen wurde. Connolly'S Bürgschaft ist auf eine halbe Million revucirt, aber auch diese kann er nicht aufbringen. Für ihn und hoffentlich auch für Andere sind die schönen Tage von Aranjuez vorüber. Aber dürfen wir uns der Hoffnung hingeden, einen von diesen Ehrenwerthen wirklich im Zuchthause zu sehen? Für Tweed hat Die Criminal- klage wenigstens die Folge, daß er seinen ihm vom Pöbel seines Distrikts verliehenen Sitz im Senat zu Albany nicht wird einnehmen können. Vermischtes. Das Großherzogthum Hessen besitzt nach den neuerdings stattgehabten Ermittelungen im Ganzen etwa 400,Ul>0 Morgen Wiesen, Grasorten und Weiden, welche ein Steuerkapital von nahezu 1,200,000 st. repräsentiren. Am wiesenreichsten erscheint die Provinz Oberheffen, während Rheinhessen bekanntlich nur sehr wenig Wiesengelände aufzuweisen hat. Hingegen ist der Ertrag der oberhessischen Wiesen im Durchschnitt bedeutend geringer, als derjenige der anderen Provinzen, und es beruht dies wesentlich daraus, daß Obechessen viele hochgelegene einschürige Waldwiesen und ausgedehnte wenig fruchtbare Waldweiden im Vogelsberg besitzt. Büdingen. Das Äroßherzogliche Gymnasium dahier begeht am 1. Mai d. I. die Feier seines fünfzigjährigen Bestehens. Anläßlich dieser Feier beabsichtigt die Direction desselben in dem zu Ostern erscheinenden Programm unter Anderem auch eine Mittheilung zu machen über die Lebensstellung, in welcher sich jetzt die einzelnen ehemaligen Schüler der Anstalt befinden und richtet deshalb öffentlich die Ditte an dieselben, der Direction gefälligst bald Kenntniß von ihrer jetzigen Lebensstellung geben zu wollen. Vom Vogelsberge. Es wird von der deutschen Reichsregierung beabsichtigt, ein neues Remontedepot aus dem Selgenhof bei Ulrichstein anzulegen, und zwar in einem so großartigen Umfang, wie noch keine solche Anstalt in Südbeutschland besteht, und nur 12 in dem ganzen Königreich Preußen vorhanden sind. Nach der Berliner „Kceuzzntung" und der „Allgemeinen Militärzeitung" sind zur Errichtung dieser Anstalt bereits im Reichsetat für 1872 100,000 fi. vorgesehen. Das Zustandekommen derselben ist für den Vogelsberg von höchstem Interesse und beschäftigt aufs Lebhafteste die Bevölkerung unserer Gegend. Um nun über den Stand dieser Sache zu berichten und zugleich über die Mittel und Wege ihrer Förderung zu berathen, soll Montag den 29. Januar, des Morgens 10 Uhr, in dem Pfannstiel'schen Gast hause zu Ulrichstein eine Versammlung ans allen Gemeinden des nordwestlichen Vogelsberges staltfinden und dürfte eS für Alle, die ein Herz für unser vom Handels- und Weltverkehre isolirtes Gebirg haben, eine heilige Pflicht sein, dahin zu wirken, daß die Versammlung von Vertrauensmännern aller Gemeinden, besonders von Bürgermeistern, Beamten, Geistlichen, Lehrern, Geschäftsleuten ?c. recht zahlreich beschickt werde. Berlin. (Ein betrogener Ehemann.) Dem Chef eines Bankgeschäfts, der di» üble Gewohnheit hatte, Geld, besonders Papiergeld stund nlang, ja den ganzen Tag über auf feinem Pulte liegen zu lassen, verschwanden zu verschiedenen Malen einzelne Scheine in Coupon-, ohne daß er ei.r Ahnung hatte, wer wohl der Dieb sein könne. An einem Tage dieser Woche nun hatte er wiederum eine Summe Geld in Coupons auf seinem Pulte niedergelegt, als er ab gerufen wurde. Schon nach wenigen Minuten zurückkehrend, bemerkte er, daß von den Coupons inzwischen einer verschwunden war. Im höchsten Grabe aufgebracht, erklärte er seinem aus sechs Personen bestehenden Personal, daß, wenn er sie nicht Alle für Diebe halten solle, sie sich einer Visitation unterwerfen müßten. Keiner wagte sich einer solchen zu entziehen und die Durchsuchung begann. Bei den ersten Beiden war nicht- gefunden worden, als der Principal, an den Dritten herartretend, bemerkte, wie dieser bleich und verwirrt wurde. Doch trotz dieser bösen Zeichen fand sich auch hier der Coupon nicht, und schon wollte der Visitator sich zu dem nächsten der Herren wenden, als ihm einfiel, daß sich auch zuweilen im Innern der Weste eine Tasche befände und er batte sich nicht geirrt — eS war wirklich eine solche da und darin ein zusammengefalteter Brief. Diesen auseinanderschlagend, um nachzusehen, ob nicht hier auch vielleicht der Coupon verborgen sei, wurde sein Gesicht kreidebleich — er wankte und brach ohnmächtig zusammen. Der Coupon war freilich nicht in dem Briefe, aber dieser selbst war ein Liebesbrief seiner jungen Frau an den Commis. Wie wir hören, soll die treulose Frau bereit- da- Hau- ihres Gatten verlassen haben. Der Arme! er suchte den Dieb des Geldes und fand dafür den Räuber feine- Lebensglücks. Handelsberichte. Frankfurter Wechslerbank. Wie wir hören, ist Herr Hermann Willstädter zum zweiten Director der Wechslerbank ernannt worden. Rückzahlung der verloosten württembergischen A n l e h e n S o b l i g a t i o n en. Die am 29. December 1871 verloosten Obligationen sind bis zum 5. April d. I. nach Wahl des Gläubigers bei der Staatsschuldenzahlungskasse in Stuttgart oder in Frankfurt a. M. bei dem Hause Rothschild zu erheben. Bei erfolgender Einlösung in Stuttgart vor dem 15. Febr. erhalten die Gläubiger die Zinsen bis zum 15. Febr. vergütet, wogegen bei allen übrigen, vordem 5. April 1872 zur Ablösung kommenden Capitalien der Zins nur bis zum Tage des Empfanges ausbezahlt wird. Bergisch-Märkische Bank. Am 11. dS. MtS. wird die DiScontogesellschaft die Aktien der Bergisch-Märkischen Bank, an welche bekanntlich die ProvinzialdiScontogeiellschaft mit einem namhaften Capitale participirt, an der Berliner Börse einführen. Außer Cours gesetztes Papiergeld. Anbalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859. Anhalt Köthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Köthen Bernburger Eisenbahufcheine ä Thlr. 1, 5 und 25. Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. Oktober 1855. Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847. Bautzener jlaufitzer landständischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850. Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten ä fl. 10 von 1859, 1850. Braunschweigische Bank- und Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842. Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856. BreSlauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848. Dänische 5-ReichSbankthalerzettel älterer Emission von 1835, und auf einer Seite blau bedruckt. Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 30. September 1848. Holsteinische Kassenanweisungen von 1854. Kurhessiscke Leih- und Commerzbanknoten. Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen. Oesterreichische Banknoten, auf Cor.ventionSmünze lautend und die in Österreich. Währ, ä fl. 10 vom 1. Januar 1858, ä fl. 100 vom 1. März 1858. Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 Silberrubel. Posener Provtnzialbanknoten vom 1. December 1857. Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1849. Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858. Reuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. März 1849. IJ.*«**. 4 * M ni t welche W die alte ,,?"ber ver. lnJIfl8t wurde bn dem also R«« Bündel Anklage. flufa bemttlt, ad)t nur eine 16 besuch, die Ie* ^onnolly'- n er nicht auf, ‘nen Tage von '"en von diesen M Criminal, Dißricts ver- Ermittelungen Stm-rkapital von ^rheffkn, während >en ist der Ertrag “oberen Viaviozen, lürijje Waldwiesrv “i b. 3. die Feier b desselben in dem _ machen über oie stall d Hnden und ienotniß von ihrer Nchtigt, ein neutj m so großartigen 2 in dem ganzen »er „Allgemeinen 872 100,000 st. lern Interesse und den Stand dieser zu berathen, soll lüLuse zu Wrichsseiv Men und dürste d Aebirg haben, eine !männern aller iü'i’ltuttn ic. recht lgeschäftt, der die zen Tag über aus cheine in Couvon-, Tage dieser Woche irgelegt, als er ab ■ von den Coupons er seinem aus sechs solle, sie fick einer nd die Turchsuchung ■al. an den Dritte« dieser bösen Zeicher u dem nächsten der ■fit eine Tasche be- arin ein zusammen^ auch vielleicht der ohnmächtig zusam- ein Liebesbrief seiner itt das Han- ihre« x, dafür den Räuber anD Willss-dter zum ■, m* W»bl111 .tiiit «• « d-> “ n -.-or de« 3- 9,1 • tti Empfanges aus- . ■ntoaesellscha't die Mschastm« $56 "nd 18. ., «h-10 ** „ 1812. a 10 T,ld) W9 *' Weehsel k. k. Oberhessen 823/4 Bayer. 5% 1005/8 8. k. 8. k. 8. 3% 3% 3% 5% 5% 955/8 93 87 104’/8 H73/4 Prioritäten. öster. Stsb.-Prior. 60 öst. s. Lombard 85 Livorneser 40 Tosoaner 61 Elisabeth.-Prior. 83 8. 995/8 8. 993/4 8. 105 Bflrsennachrichteii. 10. Januar 18*72. k. k. k. i k. m. 1. 4% Aetien. Frankf. Bank 1363/« Frankf. Vereins-Kasse 1281/z Darmst. Bankaot. 445 Wien Bankaktien 85 6 Vs Galizien 262 Oest. Creditaot. 346t/z Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto ' Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Buss. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24—25 Aetien. 5% 3str. F. St. E. B. 405% Lombard. Bahn 2183/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 193 Maxbahn 142*/z Bayer. Ostbahn 149‘/z Rhein-Nahebahn-Act. 39 Vz Hess. Ludwigsb.-Act. 182 8. 8. o 91°/8 8. 915/8 8. 10D/g 8. — 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 37^4 Oestr. fl. 250 v. 1854 81V8 1858r Prioritatsloose 193 1860r Loose 921/4 1864r „ 147 Braunschweiger 20 Stadt Florenz 83 Pretiss. 41/, 0/0 Oblig. 102 /z M.j vom 31. Juli 1848. Schwariburg-Rudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 von 1848. Schwarzburg-Sonderöhausener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11. März 1854, vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859. Württembergische 2-, 10- und 35-Gulbenscheine von 1849 und 1850. Gesuche und Offerten, Engagements rc ohne Provisionsantheil und unter alleiniger,! Anrechnung der Original -Jnsertionsgebühren. iL do. H. Emiss. 82Vz Anlehenalooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 69 Nassau 25 fl. 44 4o/o bäyr. Ptäm.-AnL 114 Ansbäoher 7 fl. 12 40/0 badische Loose 112 Badische fl. 35 Loose 70 Allgemeiner Anzeiger» Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. 144) Die auf den 11. November v. I. (Martini) an die Fürstlich Solmsische Renteikasse zu Hohensolms fällig gewesenen Holz- und Pachtgelder rc. müssen bei Vermeidung gerichtlicher Schritte innerhalb 14 Tagen bezahlt werden. Zahltage sind Dienstag und Donnerstag. Hohensolms, am 9. Januar 1872. Fürstlich Solmsische Rentei. D ö r m c r. Versteigerungen. Main - Weser - Bahn. Bekanntmachung. 43) Der diesjährige Bedarf an Bahn- und Weichenschwellen von Eichenholz soll im Wege der öffentlichen Submission beschafft werden. Die Lieferungsbedingungen hierfür liegen bei unserer Centralmaterialien - Controle Hierselbst zur Einsicht aus und können gegen portofreie Einsendung des Betrags von 5 Sgr. pro Exemplar von der genannten Dienststelle bezogen werden. Die Offerten sind den Bedingungen gemäß zu formuliren, versiegelt und portofrei mit der Aufschrift: „Submission aus Lieferung von eichenen Bahn- und Weichenschwellen für die Feilgebotenes. 115) Neue Gewichte, Maaßstäbe, Ellen und Waagen bei Emil Pi stör. Z Kisten, circa 100 Stück, habe zu verkaufen. H- E. JugHardt. 116) Ein kleines Wohnhaus am Wall- thor, noch in bester Lage, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Abr. Bey fuß. 114) Sehr schöne Kapaunen verkauft Ehr. Lony, Bierbrauerei. 15120) Als neueste Husten-Bonbons sind CoefCunb’s Mah-Effract-Bonlwns vor allen bisher bekannten Malz-Bonbons zu empfehlen. Sie enthalten eine starke Beimischung von achtem Loef- lund'schem Malz - Extract und sind deßhalb von äußerst angenehmem, kräftigem Malzgeschmack und augenblicklich fühlbarer, auflösender Wirkung. In Paketen zu 9 kr. vorräthig in Gießen bei Herrn Emil Fischbach. Holz OKlftr. 1115 3/2b8 4%8&i$70 567 122 Eichen-Stämme mit 33,92 Cub.-Meter,! 892 40/63 4897) in b. der Gemarkung Wieseck: er Wortmann. Prügelholz Wellen. 100 t e Meter Länge, 8 2 Stück von 28 und Cent. Durchm. 29 bis 13 Meter 5 bis 10 Meter 190 93 Acker auf der Rothhohl, Acker am obersten Riegelpfad, Acker, links am Wiesecker Weg, Wiese in der Schwarzlach, an der Leimenkaut, Acker, links am Schwarzlachweg ; lUKlftr 636 Wiese an den Herrnwiesen, 60-Vi 201/z und 6 und Flur Nr. 25/128 25/27 in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 4. Januar 1872. Gießen, den 9. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Holzart: Eichen Nadelholz Dorn rc. Eichen-Stämme = Main-Weser-Bahn" bis zum 22. Januar d. I., an welchem Tage die eingegangenen Offerten in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten Vormittags 10 Uhr geöffnet werden, an die unterzeichnete Direction einzusenden. Cassel, den 2. Januar 1872. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 57) Donnerstag den 11. Januar 1872, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachbenannte, den Rentamtmann Bolt's Erben gehörigen Grundstücke, als: a. In der Gemarkung Gießen: 10 224 und Faulerboden, nachverzeichnetes öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 9 R-Meter Buchen-Scheidholz, Scheidholz Rau IKjr' Durch Mithülfe meines Sohnes, welcher nach vieljähriger Thätigkeit in Stuttgart, Paris u. s. w. sich ausgebildet, bin ich in den Stand gesetzt, allen neuen Anforderungen zu genügen. (5449) Specialität für Futterschneid-Maschinen en. Stück Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 122) Montag den 15. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Wanne, Brauhof, Annaberg, Oberwald werden jährlich von mir abgesetzt, wodurch billigste Preise ermöglicht und Garantie für beste Construction gegeben ist. Auf schriftliche Anfragen prompte Auskunft und illnstrirtes Preisverzeichnis;. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik. Mannheim. Von diesen Maschinen halten Lager und liefern zu Fabrikpreisen: bi? Herren Mick 86 Kröll in Gießen. m m 2 1158 e r. 4 398 Jean Iflargnth, Instnimentemncichi'r in Butzbach, Niederlage und Leih-Anstalt in Bad Nauheim, empfiehlt sein Lager in Pisniiw's und Laset - Clavieren verschiedener Arten Stuttgarter, Berliner und ausländischer Fabrikate, unter 2jähriger Garantie. Weitere Instrumente werden zu höchsten Preisen in Zahlung genommen. Uebernimmt ferner alle Reparaturen und Stimmungen. Der Transport der Instrumente wird durch ein zu diesem Zwecke eingerichtetes Fuhrwerk besorgt. Eichen- „ Nadel- Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Nadel- „ Werk- und Nutz Holz: 8,4 2 4 43 „ 3 4 24,4 22,8 0,75 „ 9,75 „ 6,85 „ II. Bau-, Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg 147) Mittwoch den 17. und Donnerstag den IS. d. MtS. soll in dem Domanialwald-District Tempel nachverzeichnetes Holz versteigert werden: ' ' ' ' ..... Stockholz Reis holz mit = 0,89 Festmeter, Nadelholz-Stämme = 224 Stück von 15 bis 28 Cent. Durchm. und Länge, mit = 51,54 Festmcter, Nadelholz-Stangen = 219 Stück von 5 bis 14 Cent. Durchm. und Länge, mit = 12,26 Festmeter. Mittwoch kommt nur Brennholz zum Ausgebot, Donnerstag dagegen sämmt- liches Stamm- und Stangenholz, sowie noch ein Theii des Brennholzes, hierunter namentlich inehrere Schichten Nadel-Prügelholz von 2,5 und 3 Meter Länge. Die Versteigerung beginnt an beiden Tagen Vormittags präciS 9 Uhr. Zusammenkunft auf dem Vicinalweg von Gießen nach Schiffenberg an der Sand- kautenschnetße. Gießen, den 10. Januar 1872. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. 82 Nadel- „ „ 29,70 27 Eichen-Stangen „ 1,87 „ > 40 Nadel- „ „ 2,01 „ , Flur Nr. Die Zusammenkunft ist auf der Licher 27/zs Straße an der 6. Schneiße (links). !zum Letztenmale an den Meistbietenden mit Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird dem Bemerken versteigert werden, daß bei Zahlungsfrist bis I. Mat 1872 gestattet.! annehmbarem Gebote mit dem Zuschlag Die Großherzoglichen Bürgermeistereien! die Genehmigung ertheilt wird. Nackgebote der umliegenden Orte werden ersucht, dies werden nickt angenommen. 50) In der Nähe von Gießen ist ein sehr geräumiges Hans mit Nebengebäuden, welches sich zu einer Fabrik, besonders zur Cigarrenfabrik wegen der daselbst befindlichen Cigarrenarbeiter vor* trefflich eignet, zum Verkauf oder auch zur Vermiethung, billigst abzugeben. Neflectanlen können bei der Crped. d. Bltts. das Nähere erfahren._____________________________________________________________________ Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Wilhelm Balser, Porzellan-, Glas- und Krystall-Waaren-Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, empfiehlt in reichhaltiger, schöner in feinem Porzellan: Tafelservice, Kaffeeservice, Kuchen- u- Deffert- teller, Waschgarnituren, Trag- Eßgeschirre, Tassen rc. rc. in Weiß, Gold und Farbig decorirt; Auswahl: in Glas und Crystall: Blumenvasen, Punschbowlen. Wasser und Weinflaschen Butter- und Käsestützen, Bierkrüge, Wirthschafts-Gläser und Flaschen z in broncirten Thonwaaren: Fischglocken, Figuren, B Uimentöpfe, Blumenampeln; in lackirten Blochwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodkörbe, Zuckerdosen rc. Ordinäres Steingut. — Gypsfiguren. — Wärmsteine. (5016) 101) Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer bei Fr. Schwaab. 5575) Die Immobilien des Herrn Gasmeisters Wolf, als: 1) Haus in der Marktstraße, 2) Garten mit Gartenhaus am Kirchhof, IV4 Morgen haltend, und 3) zwei Grundstücke am alten Steinbacher Weg sind aus freier Hand preiswürdig und unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Herrn Wolf und der Familie desselben, sowie bei Christian Vix, Neuenweger Thor. 132) Mein am Wismarer Weg gelegenes Grabstück bin ich Willens zu verkaufen. Friedrich Schürz. Vermiethmtgen. 49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver- miethen. Dr. Weichei. 148) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und Anfangs März zu beziehen. Knoll, Kirchendiener. 70) Ein möblirtes und zwei unmöblirte Zimmer auf dem Bahnhof zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 145) Das von uns seither bewohnte Logis in Lit. C. Nr. 1 ist anderweitig zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gebr. Stamm. 80) EineWohnung von 4Zimmern, Küche, Speisekammer und sonstigem Zubehör zu vermiethen bei Heinrich Möser H., _________________________Alicenstraße._______ 141) Das seither von den Herren Müller & Kauffm ann innegehabte Coinptoir ist vom 1. April an, auf Verlangen auch früher, zu vermiethen. Wittwe Hanitsch, Kirchenplatz. Vermischte Anzeigen. 136) Gründlicher Unterricht in der Mathematik wird ertheilt. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 127) Ein braver Zapfjunge wird gesucht in's „Gasthaus zum Löwen." Wilh. Krämer. 146) An meinem eröffneten Cursus im Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern können noch einige Damen Theil nehmen und sehe ich etwaigen Anmeldungen entgegen. Frau R. Rothenberger, ________________ Lindenplatz.___________ Turnverein. 140) Freitag den 12. d. Mts., Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Darmstädter Haus. Tagesordnung: 1) Berichterstattung über die Vereinslage. 2) Antrag auf Revision der Statuten. Der Vorstand. 143) Ein anständiges, sauberes Mädchen wird für einen kleinen Haushalt gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 142) Vor ungefähr 14 Tagen ist mir ein Schiebkarrn abhanden gekommen. Wer über den Verbleib desselben Auskunft geben kann, erhält eine Belohnung. Moses May, Wallthor. (1366) (a. 40/1V.) W0Y ein Gut, ein Haus, Hotel rc. Wh l kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat WH V oder einen solchen sucht, I Iller irgend etwas in eine beliebige WHL Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen - Expedition von Rudolf Messe, officiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankftii’t a. RI. Zeil 43. $ Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. Yi 21falb ft wird Jedermann Rath $ ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: y TL-tfrti werden alle Annoncen | sorgfältig abgefaßt und für einM augenfälligen Druck bergerichtet; kosten die Inserate nur Ä dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da ja dieses Institut als Central-Stelle | aller existirenden Zeitungen besondere 8 Vortheile von denselben genießt. Das I Renomme der Firma bürgt für solide I Bedienung. JDiscrelion g wird auf das strengste beobachtet, die | einlaufenden Offertbriese werden uner- I öffnet an die betreffenden Reflectanten, | ohne deren Namen preiszugeben, pünkt- ;| lichst und ohne Provisionsberechnung übermittelt. Bekanntmachung. 149) Unterzeichneter veröffentlicht hiermit, daß er das Wirth- schaftsgebände zu Kloster Arnsburg bei Lich gepachtet, in demselben wie seither Wirthschaft, Krämerei und Färberei betreibt und um ge- neigtesten Zuspruch bittet. Kloster Arnsburg bei Lich, den 9. Januar 1872. Fritz Rnpp, (früher Bürgermeister in Pfaffenwiesbach bei Ufingen.) 7proc. Oregon- und California-Bonds stehen heute 75—76, 6pror. California- und Dregon-Kunds stehen co. 84 pCt., warum dieser ungerechtfertigte Unterschied?? Tpror. Oregon- und üidliionüd-öinihü | müssen steigen! (107) | Hill M 1'1 IM III 'I II i ilM ■ Die GnrtenlanÄe. Die Nr. 1 bringt folgende Beiträge: Zum neuen Jahr! Gedicht von Emil Rittershaus. — Am Altar. Erzählung von E. Werner, Verfasser des „Helden der Feder." — Ein Stillleben in der Havel. Von Georg Horn. — Der Wundermann auf der «-Saite. Musikalische Erinnerungen aus Weimar von I. C- Lobe. — Der Landwebr blutigster Tag vor Metz. Mit Abbildung: Die preußische Landwehr am 7. October 1870 vor Metz. Für die Gartenlaube gezeichnet von Otto Fikentscher. — Im Palmengarten eines Depossedirten. — Für einen deutschen Geisteskämpfer. Mit Ludwig Feuerbach's Portrait. — Die barmherzige Schwester. Gedicht von Hermann Oelschläger- Mit Abbildung: „Fremde Leiden, fremde Sorgen." Nach dem Oelgemälde von B- Szekely in Pesth- — Blätter und Blüthen: Französische Wissenschaft. Von Dr. W- Grün in Lüttich. — Jnstinct oder Ueberlegung? — Heinrich Kruse. — Für unsere abgebrannten Landsleute in Chicago. Die (4661) Hessische Bank in Cassel empfiehlt sich zur Ausführung aller Börsen-Commissionen, zum An- und Verkauf von Staatspapieren und Actien zur Dis- | contirung von Wechseln, zur Errichtung von Conto-Correnten, sowie zur Verzinsung von Depositen-Capitalien. Mcrhessische Gesellschaft für llatur- und Heilkunde. 150) Die Generalversammlung findet nicht Samstag den 13. Januar, sondern 8 Tage spater, Samstag den 20. Januar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula statt. Z Z u m A n z e i g e n von gutem Erfolge empfehlen wir das Kreisblatt für -en Dillkreis (Amt Dillenburq.) Bei einer Auflage von 600 beträgt die Einrückungsgebühr 1 Sgr. für die kleine Zeile, wovon wir bei 3 und mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechenden Rabatt gewähren. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß in dem Kreisblatt die sehr zahlreichen Holrversteigerungen im Dillkreise veröffentlicht werden, und laden zum Abonnement auf das Blatt (Preis pro Quartal 10 Sgr ) ergebenst ein. Alle Postanstalten nehmen Bestellungen darauf an. Dillenburg. Die Redaction. 138) Unser Comptoir und Lager befindet sich von heute an in unserem Reubau, Alicenstraße. Müller Lt Kauffmann. Von Franlrsurl a. 111. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Budolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 Zeih Frankfurt a. W. Z«c 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Unim-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.