Mr. LS« Dienstag den 10. Dcccmber }u Columbien in Berlin, den Consul derselben Staaten in Frankfurt Innen hiirri. u ‘ Gießen, den 4. December 1872. , als wäre die wirkiiae Welt sammt ihrer Cultur nur •) S. Nr. 283 dss. Bl. 4, 19), kann nicht von einer Behörde (der Kirche) gegen eine andere (des Staates) angewendet werden, die beide ihr Ansehen auf die Anordnung Gotte« zurücksühren. dem Staat em Urtherl ab und zu; entweder irren sie in dem einen Punkt oder in dem andern. Der Staat als solcher kennt weder Göttliches noch Uedcr- »atürliches, er lebt und webt nur in dem Menschlichen und Natürlichen; wo iine Religionsgesellschaft in seine Rechtssphäre hcreinrogt, kann er sie nur ton fernem eigenen Erktnntn'ßpruic p aus beurtheilen, nur als menschliche Er- fihcinung, und er darf ihr deshalb keine ondcre freie Bewegung gestatten als die vierteljähris, 1 fl. 12 k. flti lSrin^erlshrr- B'-rrch die Pvft tziertelMrig 1 n. 29 h Dies ist ein ganzes Netz von Irrthümern: theils sind die Bischöfe selbst darin gefangen, theils wollen sie die Staatsregierung damit fangen; jedenfalls wird das in blinder Gläubigkeit ihnen folgende Volk mit dadurch irregeleitet und gegen den modernen Staat erbittert. Der Hauptirrthum der Staatsregierung aber besteht darin, daß sie in unendlicher Langmuth und unerschöpflicher Gutwüthigkeit immer noch einen modus vivendi, eine Art und Weise mit ihrem Todfeinde sich zu vertragen, finden zu können meint. PiuS IX. hat die klare Erkenntniß, daß sein von ihm für Gotte- Wort ausgegcbenes kirchenpolitisches Lehrsystem sich mit der modernen Weltanschauung in einem unüberwindlichen Widersprach befindet. Er sucht daher keinen modus vivendi mit unserer Cultur, sondern besteigt seine Kathedra und spricht es feierlich aus: der Papst kann und darf fich nicht mit dem Fortschr tt, dem Liberalismus und der modernen Civilisation versöhnen oder vergleichen. (Syll. 80). Und nun erklärt er fremde Landekgtsetze für null und nichtig, belobt die Presse, welche sich die Aufgabe stellt, die moderne Cultur zu verwüsten, ermuntert die Vereine, welche die Staatsauctorität untergraben, gießt der Reihe nach über alle modernen StaatSregierungen die Schale seines Zornes aus, und weissagt dem Deutschen Reiche, als dem Hort der modernen Civilisation, den Untergang. Dem gegenüber spräche fich die richtige Erkenntniß der Situation seitens des Staates also aus: der moderne Staat kann und darf fich nicht mit dem kirchenpolittfchcn System des Ulttamontanismus versöhnen oder vergleichen. Und demgemäß hätte die Staatsregierung allen Trägern desselben innerhalb des Staatsgebietes jeden Einfluß auf das Volk zu nehmen, und alle Parteien, welche jenes die moderne Cultur vernichtende System ernstlich bekämpfen, in diesem Kampfe zu unterstützen. Aber die Staatsregierung sucht statt dessen fortwährend mit ihren Totfeinden Versöhnung und Ausgleich. Da wird mit der römischen Curie verhandelt über die Besetzung der DiSrhümer Würzburg, Speyer, Münster, Hildesheim re., und nachdem die „milden" wohlmeinenden Männer — durchaus keine Fanatiker — durchgesetzt sind und man sich eben vergnügt über die staatsmännische Klugheit die Hände gerieben hat, liest man die Namen der Guten unter — der Fuldaer Aufretzunpsschrist. Bekanntlich kann man dadurch, daß man für die Praxis biblische Sätze allzu wörtlich nimmt, dem christlichen Geist entgegen handeln. E» nb mir «Ä zur Aufklärung t ?c6rv Abends 8 Uhr, g: s. - s Gießen empfehlen jub wendiges AusMMiirl Srnteerzeugniffe» vottbeilhasten, liberales! perten mehr! Gießen. ff in Lich-___ - -r -’x-..->« ^«nv.w.f, den Generalconsul a M, den Komgl. dänischen Conful zu Breslau und den Königl. schwedisch- Fillstrrmß und da- Böse, der Papst aber nur Licht und das Gute. Es ist ein Wthum, wenn sie wähnen: mit Berufung auf ihr vermeint! ch ideales Recht dürften sie sich über positive- Richt und Gesetz hinwegsetzin. Wenn der Bischof Slaritn von Paderborn behauptet, die innerhalb seiner Diöcese lebenden gültig getauften Protestanten seien seiner Jurisdiction unterworfen, so ist da« nur eine tlscheidcne, aber bei alledtM völlig trrthümliche Anwendung der päpstlichen Die preußische Staatsregierung und -ie Bischöfe. Bemerkungen von Jos. H. Reinten«. IL*j Jrrthum auf beiden Seiten. Kathedral-Behauptung, daß es jeder Creatur zur Seligkeit nothwendig sei, dem Papst unterwo'sen zu sein. Auch das ist e n Jrrthum, daß die Ideen, auf welchen tu moderne Rechtsstaat beruht, unchristllch fei.n; unrömisch sind sie, aber echt christlich. Man meß sie nur verstehen und, um das Verständniß zu erreichen, fit nicht durch eine von der römischen Curie aufgesthte Brille lesen. Die Bischöfe fugen: „Gebet dem Kaiser wa« de-Kaisers ist!" Aber sie irren weit ab in der Bestimmung dessen, was des Kaiser- ist. „Ich gebe meiuem Nachbar die Ehre die ihm gebührt." Welche gebührt ihm denn? Antwv't: „Keine." So ungefähr ist die Sache. Wa- ist des Kaisers auf souveräne Art? Antwort: Nicht«. Nach der hierarchische» Theorie soll der Kaiser sich mit dem Leib, mit der Materie beschäftigen, die Behandlung des Geistes abek soll der Papst mit seinen Vasallen den Bischöfen, besorgen; und da sie den Geist, statt mit Liebe, mit Gewalt behandeln, und die Vernunft, statt zu erleuchten, durch widersinnige Lehren blenden v yllen, die vernünftige Natur des Menschen aber sich dagegen sträubt, so soll des Kaisers auch noch als schönste Aufgabe der Gehorsam gegen den Wink der Hierarchen sein das Schwert zu ziehen, um die Geister zu vergewaltigen. Nicht- von Souveränetät der Gesetzgebung auf staatlichem Gebiet! Für alle legislatorische Thätigkeit im Reiche de- Kaisers soll es nach der vfficiösen päpstlichen Presse ein durch die Nuntien auszuübendes „kirchliches Placet" geben, welches der Papst, wenn es ihm so gefällt, allergnädigst verleiht: wo nicht, so find die Unterthanen auf des Kaisers Gesetze nicht verpflichtet. Endlich sind die Bischöfe in einem verderblichen Jrrthum in Bezug aus da- vielmißbrauchte Wort: „Man muß Gott mehr gehorchen al- den Menschen." Dieser Ruf Erscheint täglich, mit Äu» nähme Sonntags. Expedition: Canzletberg. Lit. B. Nr. 1. Die Weltanschauung, welche die Bischöfe zur Geltung zu bringen von Rom gyz gezwungen waden, gcbört unstreitig in da- Gebiet des Idealen, und wenn in.r H ihr Universulbischof mit Allwissenheit und Weisheit auch absolute Heiligkeit und , 1.1}. Gott selbst wäre, w ....... .„w Kertsch, La Cibertaö (©an1©aYont™)6^ iU ^uert0 Plata, Sydney, Christchurch (Neuseeland), Panama, Colon, (Aspinwall), lrnsubervng, -n- - 'ääS» \ t k nni i° i im 'ehlar ^2 üf,"ct der tzft, M* 3ägEt. R- - ’”n Itzt ab ' ' Wb -Hschl- ich 7— «it seiner Existenz und gesunden Entwicklung verträgliche, d. y. als die dcs Älacn!! fI,'cn Bürger- überhaupt. Die richtige Freiheit der Kirche ist die Freiheit tt< Gewissens, wie es aus der vernünftigen Natur des Menschen als Stimme nnrrcin. ingeren Mitglieder habak i) den 11. d. M-, dtz r Uhr, Ter Turnwart. ^mpfanmabme unb leidrmMwcken für bit rbten ^üstendmshnn «’ o ch am Nahrungtterg. weiten Gehülfen sucht Dr. Reah. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v- Röder. re ™. . ®efnnl>ette ©ettenftanfce: ein Nähkissälen^o^ ^'onnaie mit kr- 3 Psg., em Beutelchen mit 2 fl. 8 kr., zwei Schlüssel, ein Federmesser mit 4 Klingen, ein Bleistiftkästchen, ein Gummischuh und späterwerben.3 2Ö0C^Cn bei 3U mcIbcn' widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder Gießen, den 10. December 1872. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. ~ ------------------—--------------------------- Nover. MM« l’l bitbt verbände, oder die ab-olutc Gerlchtigkeit und Güte, Lr* 'rrcli nui unb alle Menschen solcher Vollkommenheit durch die bequeme Verzichtlcistung auf ' dock tun Glbrauch von Vernunft und freiem Willen sich aneignen könnten, so wäre ,‘^!erantroorth®, i bnfclben eine Berechtigung nicht obzusprechen. Nun aber ist ihr absoluter Herr unb ir$ sc - Dissen und Können notorisch schwach, und daran« ergiebt sich der unheilvolle Qcnflict mit der realen Welt, und es ist an schwerer Jrrthum, wenn die Bischöfe _ daß ich Innttln und schreiben, als wäre die wirkliche Welt sammt ihrer Cultur nur ' Rinätinife unb do« Böse, der Papst aber nur Licht und das Gute. C Bei der Beurteilung des Vahältniffes von Kirche und Staat sind zunächst die Bischöfe in mehreren Irrthümern befangen oder, richtiger gesagt, die Forderungen, welche sie an die Stoatsregierungen zu stellen von Rom aus genöihigr werden—da selbstständige-Denken hierüber nach der Unterwerfung unter tto Unfehlbaren ihnen versagt ist — beruhen auf mannichfachen Irrthümern. Es ist eine in den gegenwärtigen Wirren von osficieü - kirchlicher Seite tausendmal betonte römische Lehre: daß da-U.-theil über alles, was zur göttlichen Lffenborung gehöre, nicht dem Staate, sondern der Kirche allein, d. h. im römischen Sinne der Hierarchie in ihrer Spitze, in dem Papste, zustehen. Ob also die römische Hierarchie (welche jene ^dre Kirche" nennen) eine göttliche Institution sei, göttliche Auctorität und göttliche« Recht auf Erden habe, kann sie nur selbst beurtheilen. Wenn nun die Bischöfe, obgleich sie diese Lehre immer und immer wieder vortragen, trotzdem behaupten: der Staat könne und müsse ccr inneren Auctorität GotttS^'i/ d^'i'ndiv'iduelle'n Gewissen gegen^d'e"äußere die Göttlichkeit ihrer Institution, ihrer Auctorität und ihrer Rechtsansprüche Auctorität, der zuerst gegen die geistliche Behörde zu Jerusalem erscholl (Apgefch °uf Schule, Che, Immunitäten rc. anerkennen, so sprechen fie in einem Athem 4, 19), kann nicht von einer Behörde (der Kirche) aeaen eine andere (de- Sils •»«SÄ.* **w-«*w C°nsuls in Pn-rt-P,a,° ,ur V°.n°hm- bürgerlich gültiger Eh-schlichung-n und Beurkundung non Geburten, ^iruthen .Don H. S- - Parls-rl ? m Ludwig Kalisch. - a jetzt! Mit AbbilduniÄ ‘ nunfl non L. Löffler- - - Aleine Sammlung di:- - kleiner Briefkasten. de. scheint, daß die Staatsregierung den Bischöfen gegenüber das Gebot der Schrift, die andere Wange darzuhalten, wenn man auf die eine geschlagen worden, zu wörtlich nimmt. Während die Bischöfe über jede Schranke, welche die Ges.tzgebung ihrer Willkür stelle, unter schmähenden Reden gegen die gesetzgebenden Factoren und gegen die ausführenden Behörden bisher unbeschadet ihrer vollen Amts- thäiigkeit hinwegschreitcn, bemüht sich die Staatsregierung mit beispielloser Hingebung und Treue ihnen alle Bortheile zuzuwenden, welche die Lanoesgesetze für sie zu enthalten auch nur scheinen. Mit unerschöpflichem Entgegenkommen vereinbart man noch fort und fort mit den Bischöfen, deren Gesinnung gar nicht mehr in Betracht kommt, da sie nur römische Befehle auSsühren, die Besetzung von Staatsämtcrn durch Geistliche, die „unterworfen" sein muffen, ehe die Hierarch'N sie genehmigen; man läßt den drückenden Einfluß des Bischofs von Münster auf die Akademie fortbestehen; man läßt Staatsprüfungen durch officiell als selche erklärte Infallibilisten abhalten, weil es die Bischöfe so wollen; man reservirt mit der äußersten Zähigkeit dem Staate gehörende Gymnasial- und Seminarkirchen ausschließlich infallibilistischem Gebrauche; man kommt noch immer auf die Circum- scriptionS'Bull, „De salule animarum“ zurück, obgleich die römische (Sunt nun oft genug officio- erklärt hat: daß der Papst in einer Convention keine Der- Pflichtung für seine Amtsperson sehe, sondern nur einen Intult, den er jeden Augenblick einseitig zurücknehmen könne; man komme darauf zurück, um der Hierarchie mehr Borthule zu gewährrn als darin enthalten sind. Noch zahl' man fortgesetzt die SiaatSgehalte der Domherren an die BisthumScaffe in Fülle, obgleich der Fürstbischof von BreSlau gegen seinen früheren Freund Baltzer einen durchaus unstatthaften Gebrauch von diesem Mandatarverhaitnisse jahrelang machte, während das CultuSmin sterium dem durch Vorenthaltung von Staatögehalt schwer Geschädigten die Hülfe versagte; und über'S Grab hinaus dauert der unerquickliche Streit, indem der Fürstbischof sich geweigert hat, den Erben des verstorbenen Dulders die Zinsen des widerrechtlich zurückbehaltenen Gehaltes aus- zuzahlen. Es könnte noch lange in dieser Aufzählung fortgesahren werden; doch genug davon. Der Irrthum, welcher dem Verfahren der StaatSregieruvg zu Grunde liegt, ist ein doppelter; sie meint: entweder sei cS noch möglich, ohne daß der Staat sich selbst aufgebe, die Ultramontanen zufrieden zu stillen, oder dock ihnen das Bekenntniß abzuringen, daß der Staat gerecht gegen sie sei und sogar den Schein der Ungerechtigkeit vermieden habe. Unter dem Ministerium v. Raumer hatte ein Bischof so unausgesetzt über ungerechte Behandlung geklagt, amtlich und vertraulich sich beschwert, daß eine gewisse Verstimmung zwischen ihm und dem Minister einlrat. Da traf es sich, daß der Bischof nach Berlin kam und den Minister besuchte. „Nun," Hub jener an, nachdem beide Platz genommen, „jetzt sitzen wir einmal einander gegenüber; was haben Sie denn eigentlich zu klagen? Habe ich Ihnen nicht jeden Geisil chen zum Domherrn, jeden zum Prof ffor gegeben, den Si: ausdrücklich haben wollten?" Der Bischof wurde durch einen Anflug von deutscher Ehrlichkeit so verlegen, daß er einige Augenblicke brauchte, um sich wieder in das römische Bewußtsein unersättlicher Ansprüche „der Kirche" hinein zu verätzen. Liberatore, einer von den begnadigten Jesuiten, welche die Gedanken GottrS in Pins IX. vernehmen und verstehen noch ehe er sie ex cathedra, ja selbst bevor er sie vertraulich ausgesprochen bat, sagt in der Vorrede zur Sammlung seiner Aufsätze aus dem officiösen päpstlichen Organ „Äiviltä Cattolica" genannt: es seien in seinem Buche sehr viele Rechte der Kirche (d. i. des Papstes) besprochen, aber noch lange nicht alle; und doch sind darin schon so viele enthalten, daß, wenn sie auch nur zur Hälfte verwirklicht würden, von dem modernen Rechtsstaat nicht ein Schatten übrig bliebe. Durch Freundes Hand wird diese abgründliche Fundgrube päpstlicher Rechte in dem Luche Lrberatore's, welches der Mainzer „Katholik," das Hauptorgan des Hrn. v. Ketteler, so warm dem deutschen Volk empfohlen hat, dem Publikum bald geöffnet werden. Dann wird es heiße«: Komm, begreife und staune! Dr. Ward, ManningS Vertrauter, hat Recht, wenn er schreibt (Dublin Review, Jan. 1871, S. 223): die Päpste hat-^n selbst im Mittelalter nur „einen verhältnißmäßig kleinen Theil der lhn-n von Gott gegebenen Auctoritä't zur Ausführung bringen können." Und da glaubt die Staatsregierung: sic könne die ultramontanen Bischöfe in Deutschland jemals zufrteccn stellen? Welch' ein Irrthum! Niemals werden auch die von dem rnf.illiblen Papste entsandten Bischöfe die Gerechtigkeit anerkennen, wilche eine Staatsregierung übt, es sei denn, daß diese alle Rechte der Krone preisgebe, „die Fülle der Gewalt" des Statthalter Gottes praktisch in alle Gebiete des geistigen Lebens der Staatsbürger eingreifen lasse, und den Kaiser inducire vor dem Throne des Papstes niederzuknieen und die Krone zu dessen Füßen zu legen, um sie von seiner Hand mit der Salbung als Lehen wieder zu empfangen, und zu geloben, das Schwert nur auf seinen Wink zu ziehen und Gesetze nur mit dem päpstlichen Placet zu verkünden. Deutschland. Darmstadt, 8. Decbr. 301 Landwahlbeztrk Darmstadt hat in Bcssungen der konservativ-liberale Candidat Kolbe mit 255 gegen 134 Stimmen über den Candidaten der Fortschrittspartei Schmidt gesiegt. Auch im übrigen Wahlbezirk scheint die Wahl Kolbe'S gesichert. Berlin, 7. Decbr. Obgleich der kürzlich unter Protection des Kronprinzen gegründete „Deutsche Hülfsverein für die Nothleidenden an der Ostseeküste" im Lande noch wenig bekannt geworden, und seine Thätigkeit eigentlich fast noch gar nicht entfalten konnte, findet derselbe dennoch schon einen höchst bedeutenden Anklang und lebhafte Unterstützung in allen Theilen Deutschlands. Zahlreiche und namhafte Geldsummen sind demselben bereits aus allen Gegenden zugegangen, so u. A. über 5000 Thlr. aus Dresden (darunter beträchtliche Beiträge von der königl. sächsischen Familie), 1000 Thlr. als erste Rate von der deutschen Gar- nison zu Belfort, ferner erhebliche Summen aus Leipzig, Mannheim, Aschaffenburg, München rc. Wir bemerken hierbei gleichzeitig im Inter.sse der zu übersendenden Sammlungen der Local- und Spscial-Comite's, daß Sendungen für den „Deutschen Hülfsverein" an den Schatzmeister des Vereins, Gch. (Sommer- ctrnr td v. B eichröder, zu richten sind. Berlin,' 7. Decbr. Die Vor änge in der Freitagsftzung dcs Herrenhauses Haden den Btwris gegeben, daß die äußerste Rechte keineswegs beabsicht'gt, das Gewehr zu strecken. Vielmehr scheint die Hartnäckigkeit noch im Wachsen zv fein, denn neuerdings schloßen sich selbst solche Mitglieder des Herrenhauses den Bestrebungen der Ultras an, welche sonst im Großen und Ganzen mit der Regierung zu gehen pflegten. So findet man z. B. unter den Unterzeichner« der neu eingebrachten Amendements such den Herrn v. Frankenberg - LudwigSdorf. Dieser Name überrascht um so mehr, al«, wie man hört, die Mitthcilungen de« „Franks. Iourn." über einen Brüfwechsel zwischen dem Genannten und dem Kai« ser sich bestätigen. In der That ist der Monarch in seinem eigenhändigen acht Seiten langen Briefe mit einer Grüntlichkeit und Genauigkeit auf die Reformfroge eingegangen, wie es selbst der mit der Sache besonders vertraute Regierungs-Comwiffär nicht besser hätte thun können. Der Kaiser hat feinen Brief mit der Mahnung ge- schlossen, daß nach seiner Überzeugung die Loyalität und Pietät den monarchisch glsinnten Mitgliedern des Herrenhauses die Pflicht aufcrlegen müsse, wenigstens durch Enthaltung von dem activen Widerstande gegen die von Seiten der Regie- rung als nothwendig erkannte Reform zurückzutreten. Herr v. Frankenberg und seine Freunde scheinen diese Mahnung nicht beherzigt zu haben. Um so mehr aber tritt jetzt die Nothwendigkeit derjenigen Maßregel in das hellste Licht, welche von der Regierung des Königs in durchaus verfassungsmäßiger Weise zur Sicherung ihrer Autorität ergr-ff n worden ist. Der Sinn und die Tragweite der Acußerung, welche der Minister des Innern in Betreff der Forderung einer unveränderten Annahme der Vorlage in der gestrigen Sitzung machte, wird wohl in den Reihen dec mit Erbitterung weiter kämpfenden Opposition nicht mißverstanden sein. Mit der vorläufigen Ernennung der 24 PairS ist das Maß der Rechte, welch? die Verfassung dcr Regierung gegenüber dem Herrenhaufe gewährt, noch keineswegs erschöpft. Berlin, 7. Decbr. Der „Ostsee-Ztg." wird aus Stettin unterm 6. De- cember geschrieben: Fast alle hier vom Sunde ankommenden Capitäne berichten, daß in Ur Nähe der Insel Rügen noch immer eine Menge Wracks (ßefenterte und entmastete Schiffe) umhertreibcn, welche hauptsächlich zur Nachtzeit für unsere Schifffahrt gefährlich sind, und kann, wenn nicht schlunigst ihre Hinweg- räumung erfolgt, noch manchcm Schiffe dadurch der Untergang bereitet werden. Die dänische Regierung hat zur Wegräumung der in ihren Gewässern treibenden Wracks Dampfschiffe ausgeschickt, und wäre es im höchsten Grade erwünscht, daß die unserige diesem Beispiele folgt und einige Kanonenboote ausscndet, um die in unseren Gewässern treibenden Wracks aufzusuchen und wenn möglich nach einem Hafen, sonst auf den Strand zu bugsiren. Dadurch würde nicht allein die Fahrstraße von gefährlichen Wracks befreit, sondern auch noch manche« Schiff mit seiner Ladung gerettet werden können. Die entmasteten Schiffe in Sicherheit zu bringen, wäre nicht schwierig, und ein gekenterte« Schiff läßt sich durch ein Dampfschiff auf flottem Wasser, ohne m.t demselben in nahe Berührung zu kommen , sehr leicht aufrichten und dann weiter bugsiren. Don Seiten unserer Marine könnte eine solche Expedition als eine Uedungsfahrt benutzt werden und sie würde wenig mehr Kosten verursachen, als der Kohlenverbrauch erfordert. Oesterreich. Wien, 4. Decbr. Auch Wien hatte feine Iesuiten-Debatte, auch der nie- derösterreichi che Landtag besitzt ft ine Ketteler und Mallinckrodt, wenn die letzteren auch vielleicht weniger talentre'ch sind, als die in Deutschland heimischen ex cfficio- Vertheidiger der Gesellschaft Jesu. Gestern kam im niedtrösterreichlschen Landtag der von den Abgeordneten Stendel und Genossen cingebrachte Antrag auf Erlaß eines Gesetze«, durch welches der Jesuitenorden für den ganzen Umfang der im Reichsrathe vertretenen Länder verboten werde, zur Verhandlung. Der Ausschuß hatte durch seinen Rcfercnten sich mit dkm Verlangen der Antragsteller identificirt und zwei geistliche Herren, der Beneditiner-Abt Moser und der Dechant Pater Renk, ein Weltgeistlicher, hielten es für ihre Pflicht, für den angefeindeten Or- den nach Kräften einzutreten. Von Seiten des Elstgenannten war dies mit einer Ruhe und Mäßigung der Fall, welche ihm von den Eife.vollen im ultramontanen Lager leicht als sonstige Lauheit aufgelegt werden tonnte, dafür entschä» digte aber Pater Renk durch eine Fülle zelolischer Ausbrüche, die freilich in dieser „gottverlassenen" Landtags - Versammlung nur den mehrmaligen Ausbruch „stürmischer Heiterkeit" zur Folge hatte. Von Pater Renk'S Ausführungen verdient viclleicbt nur die eine besonders erwähnt zu werden, diejenige, in welcher er die Jesuiten in Oesterreich durch Ausspielung eines antipreußischen Trumpfes zu retten sucht. Ihm müsse es, sagte der Redner, als ein plattes, unbegründetes Nachahmen Preußens erfcheincn, wolle man jetzt in Oesterreich denselben Weg einschlagen, wie die Berliner Regierung. Preußen habe es schon von je her verstanden, Oesterreich zu übertölpeln, und so habe auch Friedrich der Große, der selbst die Jesuiten bei sich aufnah cS wohl verstanden, Io. seph II. zur Aufhebung der Gesellschaft Jesu zu veranlassen. „Freilich", fügte er hinzu, „man wisse ja, daß Io eph II. nur ein Schwachkopf gewesen!" Auf diese Verunglimpfung des allgemein verehrten Gedächtnisses eines so beliebten Fürsten folgte natürlich fürchterliches Halloh und der kecke Pater mußte ob solcher Invective manch hartes Wort hören. Der Antrag des Ausschusses wurde darauf, nachdem vorher schon Giskra eine längere Rede zu seinen Gunsten gehalten, mit allen gegen fünf Stimmen angenommen, und es bleibt nun abzuwarten, wie sich die cisleithanische Regierung diesem LandtagSbeschluffe gegenüber zu verhalten ge- denkt. Giskra gab deutlich genug zu verstehen, daß in diesem Punkte die Ver- fassungöpartei mit der ministeriell so gehätschelten FabiuS-Eunctatur-Politik durch, aus gebrochen habe. Frankreich. Paris, 7. Decbr. Das Ministerium ist definitiv constituirt. Goulard zum Minister des Innern, Leon Say zum Finanzmimster, de Fourtou zum Brutenminister, der Unter-StaatSsccrktär Calmon, dessen Entfernung au« dem Ministe- rium des Innern von der Richten so entschlossen verlangt wurde, zum ©eine* Präfecten ernannt worden. In Versailles rief diese Nachricht große Erregung hervor. Die Vorstände der drei Gruppen der Linken traten sofort zu einer Sitzung zusammen. Daß die Rechte Unterhandlungen mit Thiers ongeknüpft Hobe, wird vom Bien Public heute zugegeben, indem es an da« Zustandekommen einer U.berkinst-mmung die Bedingung knüpft, daß die Commission sich auf das Terrain der Botschaft stelle. Es sagt sodann: „Wir werden bald erfahren, worauf man sich zu halten haben wird; einstweilen glauben wir, d^ß dic effmt- l-che Meinung Grund hat, sich zu beruhigen. Die feindlichen und drohenden Gesinnungen der letzten Woche sind verschwunden; wenn es noch keine Gewißheit g'bt, so liegt ein günstiges Anzeichen vor, und wir halten es für unsere Pfl cht, cs zu bezeichnen." Die Gonctfilon, welche bis j tzt die Rechte Hrrrn TH:erS machte, ist die, daß sie ihre Zustimmung dazu gegeben hat, die ministerielle Vcrantwortlichk-it zugleich mit den übrigen R-formen abzumachen. Was Thiers anbelongt, so sind die Ernennungen de Goulard's, der mährend der Krisis zur Rrchten hinneigtc und dem Ptäsidenten den Rücktritt anrieth, zum Minister des uroiti M Ww M, »,r5 Lttlsthe, 6a; t>Mtigtt-i < (ei Ml ®fn' stt uns still 91oni/ 1 SllMng vi UajoM tki Sicgie.us!g"n» Die 8W Roin schrot, Mch rsS fre ginuvg rtivas zu suctziN, wtl ur.d die mit c ih« munden is« seitdem ' U-cklMe, t , „-eicht dc» Ne Ei/i furd । llaiWnd gewi trchm im n'ö tvächst aus'S N ' btne Gemeinde- treten und Hal London, Drfan hmngch Zlhornßeine si \ hn ©tragen, schädigt. Der Nmyorl suildeu. Der l dae Geschäl s de« Lkichealvilg Herr Cvlsop i Mfaftbiirnt, he ÄchMn $ Bcki I . 5"' den bei ber incs Wen Wet fällig a i!"2^eseht, P Mittwoch Donnnsta 1! Z^'ltag f) Dienstag Mittwoch 7 rnnrer|^( » ®ainf‘ag 10 ä"'1?« Sa? i I die üqm, ^.oUgleich . sgä-s1 1*^5“' l,,i®«inTn5Bür( —a »ÄM, j'ltitt £- lulktz 5tt tu«l' -«Si-tz nnb kß'n M es* t »• ; Witte d„ A?"8 e,Drr ««’ v'td M ! «ijver. ' " M der W Otoalrt, 1 unltrm ß. •W«e berichten, DröJ (sekenterte für nn. ihre Hiniveg. hrtittl lutAtn. '^rr° treibend» r »teünföt, datz ridek, um die in ’flW lisch einem t üllkin die Fahrers SG mit in Sicherheit zu 1 ßch durch ein rruhrung p (cm, tcn unserer Na- I »erben und fit nsvrdnt. tte, auch der nie- veno die letzteren ischev ex cfficio- richischen Lanctag Intrag auf örlflj ; Umfang der im . Der Ausschuß Kelln identifilirt i Dechant Pater ingkfeindltev Or« at drei mit einer len im ultranioll- k, desür entschä' , rie freilich in nal-gen Ausbruch usfuhrungen »fr* mitzt, in velcher lachen Xtumpftl r-, vabttzenndelti ch kenfelben Weg (I sLon »»" je uch znedrich der verstanden, 3o* tflepi eines so briubtea nujit °d h* [(J ritt« ' mit N g^ stell geyaurn, -uralten, W iu verhalten । Punkir die! jiupjelitif dl Goulard iO® li-y; '•j. 4 aef «' »i- iß" 1E-'iih'" d!'1(l xßlti, int »toi , WThier® 8t vel b-stä.'g. Dat. ‘i, L 2)‘“mbtr "Us f“«« G°l-nd-schaf.-p°st.n in Dem „Temps" wird aus London mitgetheilt, daß der oanie dortiae Bie> a n $m , ' . , _ »°»st°ck ber Bonapaüifikn ju schwärmtobeglrine und in Shifeihurst gfotze Austegunp anaeiowsen nn'b ernlM,r Livingstones, ist in Nrwhork herrsche, gon, ->I-gchh-n von deir J-uch,rn tert^iner $>./<„{,,, In b / /b.l »irb ,r , ™ h m* L,"?"' «MPf-ng-n word.n. In der nächsten Zeil brrüchNgten Slndllh-ii-n. Das bonopartistjsch! Ghmnft, seht der TevS bimu s br vt,n ^“fwciffoin-eiffn, die von den in dieser Bejahung se. zwar wenig zu ii-.chten, aber Borstchi w rde n ch7 ch d n da« ökomwen "nd saben^wo-oo e " ang.stisM werden, zu nnleziehen M- -■ - Ä ÄÄÄISXÄ« aDr ?nm- -geI>t /?>arau6 ^"vor, daß sie ihren berühmten Landsmann stets „Stanley A ricanuS" nennen. Für die Ueberschwemmten der Ost- und Nordsee ^/ngegangen: Hofg-Rath Hofman 3 fl.; Georgi & Klingspor 10 fl.; I L.N- jiüubacn 2 rl. ^c. xfi fr • tl A TT O t TT «PT- Ff n» vi n v* /XX .. f X . f J t * cta • « r ' • — < . Di« Beziehungen zwilchen Jlaiien und Frnnireich haben sich, wie man aus ?6fr ?-b 30 ,fr'; £inXr kleinen Gesellschaft bei Wirth Louis Lony Rom schrei»., in letzterer Zett ein wenig gebesseri, dagegen ha. flch in dems.lben glL?e/Ft°bsin^^'iü\°FÄttÄftotE das freundliche Verhaltmß zwischen dem Vatikan und der Versailler Re- in der I. (Llasse der höheren Töchterschul? 10 fl. 19 kr.; ^Ung^. Mfr -2 Ä? ßferung etwas odgekühlk. Der Grund hiervon ist in den neuliLen Erklärungen ^useck 2 fl. = 45 fl., mit früherer Quittung 837 fl. 18 fr° ' r» suchen, welche Herr ThierS zu Gunsten der Beibehaltung der Republik machte, Um weitere Gaben bittet dringend Die Exped. des Gießener Anzeigers. Die Exped. des Gießener Anzeigers. L. 8. 100 «. 2. k. 3V»% B 94 ditto 5% To^caner 58'/4 do. H. Einige. 82 Dncaten . . 5 34- 36 n 4% bayr. Främ.",^nl. 112 ! Dannst. B&nkact. 536 s Wien Bankaotfen 1030 O C*d Uaa« O 4 1864t 1551/3 1 8. 8. 3. 8. S. k. ß. Jk. 3. k. 8. k. 8. 1882? 961/2 1885? 971/3 1887? 97i/4 93% 86% 105 5187/s 823/4 107 1067/g 1061/2 k. a?„ Darmstädter fl.50Loose 2063/4 » »25 n — Kork. -#> Thir. Loose — Naeean 25 fl, 48% _ öiauB'iohweiger 23 3% Oldenburg, i 401 hlr. 37 England. London, 9. Dkkbr. Seit gestern wird England von einem furchtbaren Orkan hermg^sucht. Aus den Häfen werden zahlreiche Uufälle gemeldet. Viele Schornsteine sind ymgemorfen, viele Fenster zertrümmert. Pcrsvnln werden in den Straßen, auch in London, vielfach umgewo.fen und zum Theil schwer bt- schädigt. Der Orkan hat noch nicht nachgelaffcn. Amerika. Nom, 8. D'kdr. Die auf die Einladung des Minister. Präsidenten zu, Berathung des Gesetzentwurfes über die religiösen Körperschaften vcrsamweitc Majorität der Deputirtenkammer hat sich im Principe für die Annahme dcS Regie. ung-entwurfeS ausgesprochen. fl. kr. U < Hl U I4y l v / und dre mit einem Male den Enthusiasmus, welchen die Elericalen bisher für ihn empfanden, nicderschlugen. Die italienischen cleriealen Journale behandeln tön seitve« in derselben Weise, wie den Fürsten Bismarck, nur mir dem Unterschiede, daß man Thiers gradezu des TreubruchcS beschuldigt, eine Anklage, welche de« Reichskanzler gegenüber nicht erhoben werden kann. Ein furchtbarer Wettersturm hat in der Donnetstsgsnacht in Neapel und Umgegend gcwüthet unv großen Suaden anZerichtet. Schlimmeres Unheil aber drohen im nördlichen Italien wieder die fortwährenden Regengüsse. Der Po wächst auf's Neue zum Er chrecken; er hat mehrrre Brücken zerstört und verfchie- Vene Gemeinden überschwemmt. Auch Tanaro und Arno fhö über ihre Ufer getreten und haben mehrere Hauser sortgeriffen. Herr Eolfox und General Babcock folgten in einem offenen Wagen. — Herr Oeat. OredMact. 364 Washburne, den Frau Fama bereits zum amerikanischen Premier-Minister gemacht ! 246 Aetlen. \ Prankf. Bank 145 j Erankf. Vereins-Kaste 1673/4 r- 8. lO47/0 - » 175i/a Newyork, 4. Decbr. Das Leichenbegängnis Greeleys hat heute stattgefunden. Der Tag war düster unv feierlich. Alle Kirchenglocken lauttten und das Geschäft stockte gänzlich. Ofsiciere und Beamte in Staatscarossen umgaben den Leichenwagen. Der Präsident Grant, der gewählte Vice-Prästvent Wilson, Herr Colfox und General Babcock folgten in einem offenen Wagen. — H ditto i. 5% ELSsabeth.-Pri'v 831/3 jDiaoonto 5 % rin SV Ti’rv'Snfl OO |3% öster. Stsb.-Prlor. 5 81/4 W82'^ 3% öat. s. Lombard 9 81/4 JWien 3% Livorneser 37 20 Frankenst. 9 211/2—22i/2 L - - jEngl. 8o?er. 11 51—53 t p% badische b.oose 1091/2 jEiisß. Iznper. 9 43—45 Badische fl. 35 Loose 68?/g iDciJsripqoId 2 25V?—26V» Jo:5tr. fl. 250 V. 1854 921/2' - 1858r -PriorltätsjiGone 208 g k 1860r Loose 94V4 f i, 5 Bayer. 5«/0 „ 100'/2 3 ?, ^i/a °/0 ijährlge 100 „ 40/g 1jährige 92'/, Wörternb. 41/9 % ObL 9 P/2 Badea 4i/ao/o Obi. 0. F. L. 99 Oesterr. Bilberrente 64^'8 „ Papienento 6O7/8 Spanier, neaest. 3«/0 28 V4 Amerlk. Bonds 188ir 987/a AA _. v II * ■ ... . - ;-**»* .. "A-rv-4A.1V. -n/ ö , "i**®®6” i WefcUÄ&Ee 5% Setr. F. St. E. B. 364i/g’Anisto?d&ra k. 8. §81/« Loli baxd. Bahn 2131/3 ?AngtiDuzg Ladwlgsh.-BAY;aoi 200 $Berllr. Max bahn 147*/4 j Bremen (Bayer. Ostbahe 1325/s iBrüssel iBhein-Nahebahi -Act. — IHamburg [Hess. Ludwigsb.-Z — 6Leipzig ° Oberhepsea 77 J London jPrloe-it&SeEt« 8 Lyon K^ennachricfeteik. 9. Dccember 1872. treues. 41/,0/q Qblif. 1021/2 Frankf. 31/3% Ob! 87 Nass. 41/8% Obi. 99 Kurhess. 40/0 „ 93 V, Sr. Hess. 50/0 Obi. 102 a » 40/g „ 981/j Pr. f riedrdor 9 571/,—58 Vr P.istoiati . . 9 42—44 doppelte 9 43—45 Holi. fl. lOSt. 9 53—55 M ^gemeiner Arrzeiger. 11. December ff it u von daher aufge- Emil Fisclibacli in Reisstärke 5475) / Kehr. empfiehlt sich einem 5 5678) (5191) 5661) ein. geehrten Publikum bestens. an der Lumda. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufsehcr. Oeffentliche Aufforderung. i Dem unbekannt wo? abwesenden Philipp Jahres, Sohn des Jost Jahres oon: | Dallbrinqen, zuletzt in Gießen, wird auf; ^diesem Wege eröffnet, daß auf Antrag der) »Ehefrau des Philipp Schwan von Gießen! Kinn Dehuie deren Befriedigung wegen der, 5auf dem Rechtswege gegen ihn liquid ge-! stellten Forderung von 120 fl. 16 fr. nebst poften der ihm als Miterben seiner Mutter( h.öora seinem 23. ter und seinen Geschwistern! 1) Mittwoch den 2) Donnerstag „ 3) Samstag „ 4) Dienstag „ 0) Mittwoch „ 6) Donnerstag „ 7) Samstag „ 8) Dienstag „ 9) Freitag 10) Samstag „ 11) Montag „ 12; Dienstag „ Bad-, Fenfier- und Pferdeschwämmc. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche > Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. November 1872. I Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Thee, Vanille, Ehocolade; Num, Arrac und Cognac. Malaga, Madeira und Sherry, Punsch-Essenze und seine holl. Liquen re. Eingemachte Früchte, als: Annanas, Iohann-'sbeeren, Apricosen, Nüsse, Neincclanden, Pfirsiche. Condensirte Milch. LicbigS Fleischextract. Caviar, A Sardine« a riiiiile, Rufs. Sardinen, S Sardellen, Nennaugen, Hummer in Dosen, I Cervelatwnrfi. Emmenthaler und Parm esankäse. Ital. Maccaroni, Eiergemüsenudeln. Die "Material-. Iarb- und Colonialwaaren- Handlutig und Niederlage natürlicher Mineral- brunncn Ketigebotenes. Hetlte treffen frische Srhellfisck'e I. A. Busch Söhne. fr Seltersweg, 12. 14. 17. 18. 19. 21. 24. 27. 28. 30. 31. Zesondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von I den bei der hiesigen Spar- und Lethkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses | Jahres fällig werden, sind nachstehende | Termine festgesetzt, und zwar: Die Interessenten werden fordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren- Würfelzucker und seinst gest. Raffinade. Korkstopfen in allen Sorten. Brünellen, Kirschen, Aepfelfpalten, W Catharina-Pflaume NM und bamb. Zwetfchen. Erbsen-, Bohnen- und Linfenmchl. Taselmandeln, H Tafelrosinen, ital. Haselnüsse, Citronen, ® Orangen, Oliven, Champignons und H Trüffeln. Mnizena. aL j§ Damenmantei und Jacken ^werdl>n wegen vorgeschrittener Saison zn jedem Preis verkauft. ! Wolters ßi Leo, am Kreuz. Julienne (getrocknete Franzosensuppen- krauter). JohanniSbecrcn- und Htmbeercn-Gelee. an seine Schwester Elisabethe Jahres für den Preis von 350 fl. unter der Bedingung verkauft worden, daß von dem Kaufgelde der Vater Jost Jahres 100 fl. und jedes der Geschwister 62 fl. 30 kr. erhält, und ; wird derselbe auf Antrag der Schwans Ehefrau hiermit aufgefordert, sogewiß binnen 3 Monaten von heute an bei dem unter zeichneten Gerichte Erklärung über Genehmigung dieses Kaufvertrags abzugeben, widrigenfalls Genehmigung desselben von seiner Seite unterstellt, der Kaufvertrag selbst gerichtlich bestätigt, die Ueberschreibung der verkauften Parzellen auf den Namen der Käuferin verfügt und diese angewiesen werden wird, den ihm ertragenden Antheil am Kaufgelde an die Ehefrau des Philipp Schwan zu bezahlen. Gleichzeitig werden alle diejenigen, welche Eigenthums- oder sonstige Ansprüche an vorgedachte Parzellen, von welchen 1 275. dem Jost Jahres und 1/254. 11/436. V/259. der Elisabethe Kraushaar von Daubringen im Grundbuche zugeschrieben sind, zu bilden haben, hiermit aufgefordert, diese Ansprüche sogewiß binnen 6 Wochen von heute an bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden,! widrigenfalls ohne Rücksicht auf solche die Bestätigung des Kaufvertrags erfolgt. Gießen, den 28. November 1872. Großherzogliches Landgericht Gießen. ; 5687)Bötticher.! Arbeitsversteigerung. Die zu 77 fl. veranschlagte Dachdeckerarbeit an dem II. Schulhause zu Allen- dorf a. d. Lumda soll Freitag den 13. d. M-, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause daselbst öffentlich in Ac^ord gegeben werden. Allendorf a. d. Lda., 6- Decbr. 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf 5653) W e Photographie - Albums, Schreib-Albums, Briefmappen, Kollegmappen, Portemonnaies, Cigarren-Etuis, Feuerzeuge, Pbotographieen, Photographie-Rahmen in verschiedenen Sorten, Wandtafohen, Damen - Necessaires, Papeterien, gemalte u. ungemalte Bilderbogen, ! Münchener Bilderbogen, Modell-Cartons, Laubsäge-Muster, Ankleide Puppen, Farbekasten, in empfehlende Erinnerung zu bringen. S e r Reißzeuge, Schreib- und Zeichnenkästcheu, Schulmappen, Zeichnen-Vorlagen, Etuis mit Faberstiften, Etuis mit färb. Stiften, Lampenschirme, Brieftaschen imd Notizbücher, Schmuckkästchen, Gesangbücher sowie sämmtliche Schul- und Büreau-Bedürfnisse, erlaube ich mir Ferner empfehle noch eine Au wähl von geschnitzten Holzwaaren, als: Wandtaschen, Schreibzeuge, Uhrenhalter, Kleiderhalter, Feuerzeuge re. re., mit und ohne Einrichtung zu Stickereien. NB. Trotz der bedeutenden Anfschläge der Fabriken rc., bin ich durch vortheilhaste Einkäufe in den Stand gesetzt, zu den früheren Preisen zu verkaufen. Wilhelm K l e e, neben dem Rathhaus. Mein hnaclits-La in reichster Auswahl, enthaltend: I Bilderbücher, J. Buch, Seltersweg Lit. C. Nr. 194, empfiehlt sein reichhaltiges Pelzwaaren-Lager in Garnituren und Mützen, als: Iltis, Fee, Biber, Bisam, Astrachan, russische Kanin rc. rc., sowie eine große Auswahl in Kinder-, Jagd- und R e i se. M ü tz e n. (52691 5588) Hiermit die ergebene Anzeige, daß mein Spielwaarenlager aus's Reichhaltigste assortirt ist, und bitte um geneigten Zuspruch. ___*_________________M. Weifibäcker, Wallthorstraße. -a 4K verschiedene illnstrirte Jugendschriften und Bilderbücher für das Alter von 3—14 Jahren für nur 1 Thlr. — F^^dto. feinere Auswahl für das Alter von 3—16 Jahren 6 Ti für nur 2 Thlr. liefert, um mit den collossalen Vorräthen zu räumen, Je*™ 5675) ______ Carl Minde in Leipzig. Z Mein Tuch- und Bukskiu-Lager für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste sortirt, emufthle ich hiermit angelegentlichst. Ludwig Lang^ Marftstraß«'25, gegenüber bnn .tfnui; ann -v'l'u l?mil %i or. in 5664) Große Auswahl Portefcuille- waaren, als: Damcntaschcn,Cigarrcrr«'tuis, Portemonnaies«, mit und ohne Stickerei, genickte Feuerzeuge; ferner geschnitzte Holzwaareu, als : Wandtaschen, Kalender, Feuerzeuge, Toilettenspiegel rc. cmpftehlt zu billigen Preisen. I. H- Fuhr, Sonnenstraße, 104. Füll-llegeaiiröfeii, sowie sonstige Holz- und Steinkohlen- Oefen, Herde und Feuerungsutensilicn (4560) empfehlen Flick . Oppermann, Seltersweg. " General-Depüt bei G. L. Heuling’* j Nachfolger in Frankfurt a. M. | Friedr. Uührich's ärztlich empfohlener und geprüfter Arrowroot- Kinder-Zwieback, I erfunden und mit dem besten Erfolg angewendet von der berühmten Geburtshelferin und promovirten Doctorin, Frau! Professor Hcidenreich, geb. v. Sie-! b o l d, ersetzt die Muttermilch vollständig. Zu haben ä 12 fr. pr. Paquet bei I General-Depüsiteur: G. Ij. Reuling’s Nachfolger in Frankfurt n. M. In Gießen zu haben bei Julius Wallach, am Markt. | Sämmtliche Maschinen und Werkzeuge 5695) zur Schuhleisten-Fabrikation und ähnlicher Gegenstände, nach ben neue- y m Erfahrungcn gebaut, nebst guter Kundschaft, stehen veränderungshalber billig zu vcrfaufen. Die Aufstellung kann besorgt, sowie Anleirung gegeben werden. 2'3 des Kaufpreises können bei genügender Sicherstellung flehen bleiben. Franco Offerten sub La. P. V. 984 nehmen die Herren Haascnsteln Vogler, An- nonceu Expedition in Köln, entgegen. 5689) Wegen Aufgabe der Ökonomie b>n ich gewillt, meine sämmtlichen Aecker zu verkaufen oder zu verpachten. Liebhaber wollen sich bei mir melden. Heinrich Simon II. § Maronen (Italien. Kastanien) empfiehlt___________Emil Fischbach. Fichtenstangen zu Spalieren, Baumstangen, Zimmcrspäne, Tanncn-Prügclholz, verkauft H. I. Köhler, ; 5469) _________________Gartfeld. i 5399) Eine Schrnetterling- fammlung, bestehend in 24 Glaskasten, (Prachteremplar), nebst Mei gen's Schmetterlingsbuch, ist billig abzngeben. Bei wem? sagt die Erped. dieses Blattes._________ Feinste gestoss. Raffinade, gestos*. Zimmet, Annissainen, Citronen, Mandeln, grosse süsse, Citronat, Ponimeranzenscliaalen, Ammonium empfiehlt Emil Eise hbach, (5548) Seltersweg. . 5665) Wärmflaschen, Würmsteine, Anisformcn, empfiehlt I. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. Turnverein. 5683) Die jüngeren Mitglieder haben Versammlung Mittwoch den 11. d. M-, Vermiethungen. 5644) Eine Wohnung aus 2 Stuben, Küche und Speisekammer bestehend, ist zu vermiethen bei I. Haggenmüller, Frankkurterstraße. Abends 8* 2 Uhr, in der Turnhalle. Der Turnwart. 5547) Zur Empfangnahme und Versendung von Kleidungsstücken für die ihrer Habe beraubten Küstenbewohner erklärt sich bereit Fabrikant Koch am NahrungSberg. 5263) Ein Logis im Vorderhause zu vermiethen. Pitthan. 4463) Unterzeichnete empfiehlt fich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pclzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegenständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Katharina Beiz, wohnhaft bei Herrn Mufiklehrer Geller auf dem Rcichensund. 5615) Ein Familicnlogis ist zu vermiethen: auch ist in meinem Hause eine Werfstätte, zu jedem Geschäfte geeignet, ab- zugkben. H. Werner, Kaplansgasse. 5013) Ein kleines Logis in meinem Nebenhause, 3 Zimmer, Küche u. s. w. enthaltend, zu vermiethen. H. Becker, Anlage. 5692) Bei Dr. H. Weber ist ein kleineres oder größeres Familienlogis zu vermietben. 5693) Ein möb'.irtes Zimmer zu ver- miethen. Löwkngasse C. 150. Vermischte Anzeigen. Schutt kann auf meinen Bauplatz, (Ecke der Gartenstraße) gegen Vergütung abgeladen werden. 5696)_______________Louis Petri II. 5667) Ein Dienstmädchen wird auf Weihnachten gesucht. B. 67._______________ Stelle-Gesuch. 5657) Für einen tüchtigen jungen Mann wird in einem hiesigen Geschäft eine Buchhalterstelle gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. Gießen, im December 1872.____________ 5676) Man sucht einen jungen Mann, welcher in Comptoir-Arbeit gründlich. Näheres in der Exped. dieses Blattes. 5685) Ein Mädchen, welches kochen, kann, in den häuslichen Arbeiten hewandert und mit guten Zeugnissen versehen ist, wird auf Weihnachten in Dienst gesucht. I. Zurbuch. 5365) Für eine stille Familie wird ein Logis im Freien von 4—5 Stuben auf den 1. April zu miethen gesucht. Ebenso ein Laufmädchen auf Weihnachten. Näheres bei der Expedition. 5611) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. N r 194. 5688) Der Vertreter eines der größten Häuser Deutschlands in feineren Cigarren sucht eine leistungsfähige Fabrik in gewöhnlichen Cigarren bis zu 10 Thlr. per Mille. Prima-Referenzen. Offerten sub. A Z. Nr. 1990 an die Exped. der Crefelder Ztg. 5690) Eine geübte Wcißzcugnäherin sucht noch Beschäftigung. Näheres bei Emil Junker, Asterweg. 5691) Eine ruhige Familie sucht auf Weihnachten ein braves Mädchen. Näheres in Lit. A. 133. Zufriedenheit! Heute, Dienstag Abend: Generalversammlung auf der Kneipe. (5694 5612) Verlag von F. A. Brockhaus in Leipzig. Shakespeares Dramatische Werke. Uebersetzt von Godenstedt, Delius, Gildemeister, Herwegh, Hcyse, Kurz, Wtlbrandt. Mit Einleitungen und Anmerkungen herausgegeben von Friedrich Bodenstedt. Neun Bände. 8. Geh. 6 Thlr. 10 Ngr. Geb. 9 Thlr. Diese von Friedrich Bodenstedt herausgegebene neue Shakespeare-Uebersctzung, mit Einleitung und erläuternden Anmerkungen zu jedem Stück und einer Biographie Shakespeare's vom Herausgeber, vor Kurzem erst vollendet, hat sich so großer Theilnahme zu erfreuen, daß bereits ein neuer Abdruck nöthig geworden ist. Jedes Drama kann auch einzeln zu 5 Ngr. geheftet, 7Vr Ngr. cartonnirt bezogen werden. Ferber'sche Univ-Buchhandlung (W. Ferber) Gießen. Für die Wasserbcschadigten an der Nord- und Ostsee waren bis zum 8. d. M. von den Herren Cloos und Schmidt bei mir deponirt ...... 560 fl. 15 fr. Zugleich stellte mir die Expedition des Gießener Anzeigers den bei ihr eingegangenen bedeutenden Betrag zu mit....... 800 fl. — fr. Summa . 1360 fl. 15 fr. Aus diesem Betrage ging heute die erste Sendung mit 750 Thaler = 1312 fl. 30 fr. an das Central-Comite in Berlin ab. Die Sammlungen durch die Herren Cloos und Schmidt sind noch im Gange, auch nimmt die Expedition dieses Blattes noch bereitwilligst Gaben entgegen, so daß also in aller Kürze eine zweite Sendung wird abgehen können. Gießen, den 9. December 1872. L. Jost. ^bactron, Druck und ® erlag der Brühl'schev Unio«-Druckeret (Fr. Ehr. Bietsch) tn Gieße».