H 25| |w- SSf^i s-tztz,* rZL^ «Uutin^« e ^kizeigen. Tagung, r te,Ü,6m«i-i M.« -Gleiberg 66, ' rste ~ 5L__M*16on. und Handlang n ^ohn dauernde Li- Juhl.Weißbinder, vteinbach. lssiger gewandter Backer- 2 b°ben Lohn sofm 'Theres bei der tzxpedi' Mfohlener Hausbuch« ohen Lohn in die Hich J1J8 Mädchen, das bn vorjuslehen und alb ju verrichten im Stand! kleinen Haushalt gegen Näheres bei Gebr. Landauer. res Di.'nslniädchen auf Ubnnadifr Sdmibt. cn turyauß unbjiüfr chl von gtr, Enorlavvtheke. - Mädchen für Haus- iowit ein erfahrenes den gegen hohen Lohn ju on wem? sagt die Ergeb. -tegmlchnme sind sichen m abgeholt werden bd Zb. M W'llwe. zy bat d 5 LintM einig. Volijribitnfr. öäö । MddeutschlN kloyd rntr- und Judustln Snitije, Uh M tiC etctioiun vtnidirpfaljische« CwfMlw tnN Zu ßrcffnung fwtet ,mrn>- ß «“f12 fc OTtti: , Cointte V ritz Vitmelj&^Ttg 1 st. !2 kr. mit Brjngerlvhn. Durch die Poft bezogen viertes ährio 1 ff. 29 fr. Eichener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Auö- ' nähme Sonntags. ExpeditionCanzleibera, Lit. B. Nr. 1. K872. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. dtp» 212. Dienstag del? 10. September äaBMawMwmeMMMMMMM«»»»«———_—— ------ ... r_____ Bekanntmachung. welche kein^RcheLel mrk^^amt Brückenau eine unbekannte taubstumme Mannsperson aufgegriffen lebhafte Augen, eine spitze ^Nase^ h^ohe Stttn^'kleinen^Mu^^und' breites D^ääbn^^ Haare, röthlichen kleinen Backenbart, hellbraune Die abgetragene Kleidung bestand in einer arauen Kavve von Rudkin Pm -m . ^a^ne fc$Jen am Oberkiefer gänzlich, am Unterkiefer sind solche defekt. Bukskinhose, einem blauen, weißcarrirken Halstuche und alten geriesterten Stiefeln ' <3Cmmerroct' clner 0rttl1«’/ brauncarrirten Weste und brauner gerippter stellt, NachfkrschmKn pflegen 'zulIn' Den^emäß weL NieLen^welche'°etnaia? A ?-Y-rische Regierung auch an uns das Ersuchen ge- theilen können, ersucht uns solche baldigst nützucheUern Diejenigen, welche etwaige Aiifschlusse über die He.math der vorstehend beschriebenen Person er- Gießen, den 4. September 1872. ' Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______ v. Röder. Politischer T h e i l. Die Drei-Kaiser-Zusammenkunft und der Weltfrieden. Wenn man in Frankreich, nachdem die Franzosen die Hoffnung aufgegeben hattrn, aus eigener Kraft sich d>s frevelhaft herauSgefordertcn Gegners zu erwehren, sich der Reihe nach an alle Cabinette Europas mit der Bitte um Hülfe oder Vermittelung wandte, so ging man dabei von der Voraussetzung aus, daß ganz Europa in Sorgen uno Aengsien schwtbe wegen der deutschen Stege und von der Wiederherstellung des deutschen Reiches eine völlige Verschiebung der Machtoer^ hältnisse, eine Störung des Gleichgewichts, eine beständige Bedrohung der Sicherheit aller Verhältnisse des Continints durch den in Deutschland vermeintlich erweckten EroberungSirieb erwarte. Diese Voraussetzung war irrig. Europa erkannte wohl, baß eine Verschiebung der Machtverhältmffe zwischen Deutschland und Frankreich eine nothwendige Folge dis Krieges sein werde. Aber fein Staat fürchtete einen Uebergeiff in die eigene Machtsphäre von Seiten des geeinigten Deutschlands; und daher dachte auch kein Staat daran, in die Aus. einandersttzung zwischen Deutschland und Frankreich oder in die innere Consolidirvng des im Kampfe gebornen deutschen Reiches hindernd oder hemmend einzugreifen. Die Art, tote die deutsche Staatskunst die kriegerischen Erfolge zu politischen Ergebnissen vertoerthete, galt überall als selbstverständlich, in ter Natur der! Dinge begründet, als vollkommen gerechtfertigt und in keiner Weise für die Sicherheit ter Nachbarn bedrohlich. Noch wahrend die Kriegsstürme tobten, bahnte sich zwischen dem neuen Deutschland und dem mächtigen Donaureiche ein Verhältniß gegenseitiger Anerkennung, gegenseitigen Vertrauens an, bissen erste Spuren in beiden Landern mit warmer Begeisterung begrüßt und von der Gunst ter öffentlichen Meinung gehegt und gepflegt wurden. StammeSsympathien und politische Interessen reichten sich die Hand. Die Herrscher und ihreRäthe begegneten und begrüßten sich mit den Gefühlen VeS Wohlwollens und in der Ueberzeugung, baß kein feindlicher Gegensatz zwischen ihren Reichen bestehe, daß vielmehr dir zwischen ihnen obwaltende Intereffengemeinschast Die sicherste Grundlage einer ausrichtigen Freundschaft, eines Zusammenhaltens in den großen Fragen der europäischen Politik bilden. Dies vor anderthalb Jahren angebahnte VertrauenSverhältniß hat sich seitdem immer kräftiger entwickelt; die öffentliche Meinung ist ter Entwickelung mit warmer Theilnahme gefolgt und hat jeden sichtbaren Fortschritt in derselben mit aufrichtiger Zustimmung begrüßt. Die Politik der Eabinctte bewegte sich genau in der den Stimmungen der Völker entsprechenden Richtung. Die Frauzosen, die in ihren Revancheplänen sich aus Oesterreichs Mitwirkung Rechnung gemacht hatten, verfolgten natürlich mit offenkundigem Verdruß die Entwickelung der zwischen ten betdin Kaistrhöfen angebahnten guten Beziehungen: aber in ihrer leichtfertigen Weise trösteten sie sich mit der Hoffnung, daß das zwischen Deutschland und Oesterreich hergestellte gute Einvernehmen die alten freundschaftlichen Beziehungen lösen werbe, die Rußland und Preußen verbanden. Die russisch - französische Alliance wurde das Pyantasiegebilo, mit dem die kifinderischen französischen PubUristen ihr leichtgläubiges Publikum ergötzten, und an dem auch Personen, die für ernsthafte Staatsmänner gelten wollen, ihre Freude hatten. Wiederum hatte man sich einer Illusion hirigegeben. Die Freundschaft zwischen dem Berliner und Wiener Kaiserhofe hat nicht zu einer Erkaltung der deutsch.rufsifaen Freundschaft geführt: sie hat im Gegentheil die W rkung gehabt, eine Versöhnung zwischen Rußland und Oesterreich anzubahnen. DaS ist das große Ergedniß der politischen Arbeit des letzten Jahres. Oesterreich und Deutschland haben auf dem Boden der vollzogenen Thatsachen Stellung genommen unv sich die Hand gereicht, und die unmittelbare Folge davon ist die Versöhnung Rußlands und Oesterreichs gewesen. Die Dinge haben sich also im graben Gegensatz zu den Berechnungen ber französischen Polirrk entwick.lt. Die falschen Bemühungen der Franzosen erklären sich daraus, daß sie selbst ihre Macht stets gemißoraucht haben und nun glauben, Europa werbe bei Deutschland die Neigung zu einem gleichen Mißbrauch voraussetzen. Die weiten >n denen Frankreich das Uebergetoicht in Europa gehabt hat, sind stets Seiten des allgemeinen Mißtrauens und der Unruhe gewesen Unter Ludwig XIV., während der ersten Republik, unter Napoleon I. und Napoleon III. mußten sich die Staaten Europas zu ihrer Sicherheit in steter Kriegsbereitschaft halten. Und jetzt, wo Frankreichs politisches Uebergewicht gebrochen ist, verwendet es alle feine Mittel ju neuen, maßlos gesteigerten Rüstungen und sucht durch Drohungen mit Rache- p-anen die Welt tn Unruhe zu erhallen, wahrend der Staat, welcher Frankreich seiner leitenden Stellung beraubt hat, fein höheres Ziel seiner Politik als die Eonsol.brrung des Weltfriedens auf Grundlage der bestehenden Zustände kennt und in dieser Richtung mit glänzendem Erfolge thätig ist. Es ist ber schönste Ruhm der deutschen Staatökunst, daß Europa ernstlich die Überzeugung von ihrer Friedensliebe nach glänzenden Erfolgen gewonnen bat, M bas Dasein eines starken deutschen Reiches für ein sicheres Friedenspfand flilt, »nb baß die mächtigsten Staaten Europas grade durch die Verbindung mit Deutschland den Weltfrieden zu sichern und Europa bas lange vermißte Gleich- gewicht witderzugeben hoffen. Das Einvernehmen Deutschlands, Oesterreichs Rußlands ist eine Bürgschaft für die Ruhe der Welt, eine ernste Mahnung trachtet ßU* öcfrflnfhr eücIfdt oder Rachsucht die Kriegefurie zu entfesseln Und deshalb blickt die Welt mit Vertrauen und wohlwollender Theilnahme auf die Begegnung der drei hohen Herrscher in der Hauptstadt des deutschen Reiches, am Hose unseres ehrwüdigen Hcldenkaisers. Europa weiß sehr wohl baß in diesen Tagen Berlin nicht blos ber Schauplatz glänzender Feste sein wirb, sondern daß während ter Festesfreuden auch die ernste Arbeit der Staats- tunst nicht ruhen wirb. Aber es sieht dieser Arbeit nicht mit Sorgen, sondern mit vollem Vertrauen entgegen. Es weiß, daß man in Berlin nicht über Welt- berrschastspiane brüten, sondern Mittel erwägen wirb, burch die sich eine neue Unterbrechung der mächtig sich entfaltenden Culturarbeit der Gegenwart hindern laßt. Und künstlicher Mittel zur Erreichung dieses Zweckes wird es nicht einmal bedürfen: die große Thatsache, baß die drei mächtigen Herrscher, die über uner- lcbopfl'che Strnikrafte gebieten, sich die Hand zum Friedesbunde reichen, diese Thatsache genügt, um einen jeden Staat, der die Pforten des Janustempels tu offnen haben sollte, an die Gefahren zu erinnern, die er dadurch über sich selbst heraufbeschwören würde. Deutschland. Berlin, 7. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute Nachmittag einen Erlaß des Kaijcrs, worin derselbe für dic von Privatpersonen, (Korporationen unt> Beho.d.n ihm vielfach zugegangenen Zeichen der Theilnahme anläßlich der Wtedirk.hr der Tage von Gravelotte und Sedan seinen Dank ausspricht — Die Norddeutsche Allg. Zig." schreibt: Der Bischof von Ermland, welcher'auf b.e Aufforderung, ein ausdrückliches Anerkenntniß der vollen Souverainität des Staates in zweifelloser Gestalt abzugeben, wiederholt mit der Erklärung geantwortet hatte, baß er Die staatliche Souverainität des Staates anerkenne, richtete an den Kaiser bas Gesuch, allerhöchftdewselden in Marienburg mit Den Eapitels- Dlputirten eine ErgebenheitsaDresse überreichen zu dürfen. Der Kaiser, außer Stande, einen Die Verbindlichkeit der Staatsgesetze in Frage stellenden Unterthan amtlich zu empfangen, antwortete, baß er eine solche Adresse nur bann entgegen- n^men werde, wenn Der Bischof sich Den Staatsgesetzen in allem Umfange gehorsam, erklärt habe. — Bei Der heutigen großen Parade auf Dem Tempelhofer ÖelDe führte Kaiser Wilhelm tn Person seinen hohen Gästen Die Truppen zwei Mal vorüber. Die beiden kaiserlichen Gäste traten in die Front ihrer Regimenter und führten dieselben ebenfalls zwei Mal bei Kaiser Wilhelm vorüber. Die Kaiserin, Die Kronprinzessin, sämmtliche Prinzessinnen, alle hier anwesenden Deutschen Fürsten wohnten Der Parade bei. Enorme Menschenmaffen auf allen Fahrwajstc ma/ler Still unbelebt. L Wtti, avanmtm. 6ub(ni$lio waren Amsterdam umgesetzt. bi- 1173 4 worfene M '■tiefonb 4208) T Mbers, wj öORthlr.u von circa anderweitig Oualificl von der Go au5 der jährliche E nächst, tv unter Vorle Metzlar, Ä Bk & sowie Lrz Frl 5f »n Uni, b( w er ei 4 bei D de ge ur R G S Uk V k e b ( Hl ff ei lA K I r,S Sß ist nc r er vl T bc L. dei rv Kr. k Fn Inn Sy? dai L Gen , sii 81 U. er Ai ho D Frankreich. die itn $üh Cubaiternel Waffen, erg, meinen die Kenntniß gl Versicher neral^Agente treffenden $ btt AuSzahl gewbhrt. ' WM ihre ausget aufgeforder Regierung stbtt, rin« n Herr Desonnaz: Welche Bedeutung hat es in der That für die Welt, ob Herr Hyacinthe Loyson sich verheirathct oder nicht verheirathct? Man könnte ebenso gut von der Hochzeit des Panurge (bei Rabelais) sprechen, die wenigstens durch einige Späße erheitert wurde. Seit dreißig Jahre haben sich Hunderte von Priestern verheirathct, ohne darum in die Posaune zu stoßen, wie Herr Loyson, und warst daraus für Vie Welt Gutes ober Schlimmes erwachsen? Von Wichtigkeit wäre nicht ein vereinzelter Act der Empörung gegen eines der bedeutsamsten Gesetze der Kirche, sondern wenn ein bevorzugter Geist sich zu den Grundsätzen bekannte, welche Vie moderne Welt regieren sollen. Zu welchem Grundsätze bekennt sich aber Herr Hyacinthe Loyson, der seinen Charakter als Katholik und Priester aufrecht erhält? Ist er, wie die Protestanten, für die freie Forschung? Ran. Ist er, wie die Philosophen, für die Gedankenfreiheit? Nein. Ist er ein Mann des Glaubens oder ein Mann der Wissenschaft? Kems von Beiden; er verheirathct sich und das ist Alles. Aufrichtig, w'.r können nicht 400 Jahre nach Luther eine neue Religion auf die Heirath des Herrn Loyson gründen und wenn derselbe und zu Rathe gezogen hätte, so hätten wir ihm nur eine jener Antworten geben können, welche Panurge auf die nämliche Frage erhielt: „Meiner Treu, heirathen Sie, wenn es Ihnen gefällt und heirathen Sie nicht, wenn es Ihnen mißfällt, der Welt wacht das keinen Kummer." Paris, 5. Sept. Im April d. I. erhielt Fürst Bismarck mit dem Post- Italien. Rom, 3. Sept. Die „Gazzetta Piemontese" erzählte dieser Tage nach 93c- richten von Reisenden, welche von Modane gekommen waren, daß die französischen Militärbehörden der Ober-italienischen Eisenbahngesellschaft mitgetheilt haben, sie wollten am Nordausgange der großen Frejus-Galerie unter dem Geleise acht Minenkammern anlegen. Die Arbeiten sollten sofort in Angriff genommen werden. Die „Gazzetta" sagt, es sri ihr unzweifelhaft, daß Vie französische Regle- rung, mit welcher Italien in Frieden lebe, keine Minen in der FrejuS Galerie anlegen dürfe. Der „Fanfulla", der seiner ganzen Tendenz nach nicht geneigt ist, derartigen Nachrichten zu leicht Glauben zu schenken, wagt eS nicht, einen entschiedenen Zweifel an ihrer Richtigkeit laut werden zu lassen, und eine Turiner Corresponvenz des „Diritto" bestätigt die Nachricht und fügt hinzu, daß Frank» «reich auf dem Berge St. Michel, dem NordauSgange des Tunnels gerade gegen- Am 18. April 1874 zahle ich an die Ordre Seiner Durchlaucht des Für- Bismarck, deutschen Reichskanzlers, die Summe von 40,000 Francs. Werth baar empfangen. Louis Jourdan. (Und darunter die unleserliche Unterschrift wie oben.) Die deutsche Reichskanzlei ließ diese beiden Schriftstücke vurch Vie kaiserliche Botschaft dem französischen Minister des Aeußern mittheilen und dieser leitete sie an seinen Kollegen von der Justiz, welcher gerichtliche Erhebungen veranlaßte. Dieselben ergaben, daß jener plumpe Erpressung-Versuch in der That von einem Pharmacie-Eleven Namen- Louis Jourdan ausgegangen war. Louis Ferdinand Jourdan erschien demnach gestern vor der 8. Kammer des Pariser Zuchtpolizeigerichts. Er ist 24 Jahre alt, aus Savoyen gebürtig, gehörte während des Krieges einem savoyischen Bataillon der Mobilgarde an und betrieb seitdem phar» maceutische Studien; er beschäftigte sich, wie da- Zeugenverhör ergibt, viel mit Spiritismus und hat auch schon von geistlichen Congregationen bald durch die demüthigsten Bitten, bald durch die kühnsten Drohungen Geld zu erpressen gesucht. Der auf Veranlassung de- Verthetdigers vorgeladene Sachverständige Dr. Blanche will entdeckt haben, vaß der Angeklagte sich nicht im Vollgenuß seiner geistigen Facultäten befinde; der Gerichtshof schenkt aber diesem Gutachten keinen Glauben und verurtheilt Jourdan zu einem Jahr Gesängniß. Paris, 4. September. Bisher hat der Herr Hyacinthe mit seinem Manifeste zu Gunsten der Priesterehe in der Presse wenig Glück. Die ultramontanen Blätter fertigen es meist mit einigen wegwerfenden Worten ab und unter den lichtfreundlichen Organen zollt auch nur der „National" dem Plaidoyer des Expaters eine gewisse Anerkennung: die anderen, als „Siecle," „Republique francaise," „Avenir national" (welcher letztere wieder ein fortgeschritten republi- kanische- Blatt geworden ist) finden, daß Herr Loyson mit einer Bagatelle, wie seine Verheirathung, viel zu viel Lärm mache. In dem „Avenir" schreibt Straßen, die zum Paradeplatz führen. Festlicher Flaggenschmuck und Vorbereitungen zur Illumination. Die beiden ältesten Söhne des Kronprinzen waren bei der Parade mit in ver Front gestanden. Sie trugen ven ihnen vom Kaiser Alexander heute verliehenen St. AndreaS-Ordcn. ; Berlin, 7. Sept. Mr. Arthur Kinnaird, Mitglied des englischen Unter* 1 Hauses, ist, wie die „Spen. Zlg." berichtet, am Donnerstag von Sr. Durchlaucht dem Reichskanzler empfangen worben und hat demselben im Auftrage der Unterzeichner eine mit vielen gewichtigen Namen bedruckte Adresse überreicht welche in deutscher Uebersctzung lautet: An Se. Durchlaucht, den Reichskanzler, Fürsten Bismarck rc. Wir, die Unterzeichneten, welche als Bürger eines,schon lange mit bürgerlicher und Religionsfreiheit gesegneten Lande-, Zeugen sind de- Kampfes, welchen Ew. Durchlaucht als Kanzler Sr. Majestät de« deutschen Kaisers für rin freie- und geeinigtes Vaterland gegen die päpstliche Curie führen, bitten um Er- laubniß, Ew. Durchlaucht mit dem Ausdrucke unserer Ueberzeugung zu nahen, daß es ein Kampf ist von der tiefsten Bedeutung für Europa und von besonderem Interesse für England, welches vor 300 Jahren einen ähnlichen vurchzumachen hatte. Der Anspruch, nicht nur die christliche Wahrheit zu lehren, wie sie in der Bibel nievergelegt ist und von den Aposteln gelehrt wurde, sondern auch ausschließlich im Besitz der Vorrechte und Gaben Der Apostel und Christi selbst zu sein und darum eine unfehlbare und höchste Autorität zu haben in allen geistlichen Dingen und in allen weltlichen Angelegenheiten, welche, die geistlichen Dinge verühren oder von ihnen berührt werden, greift sowohl die Unabhängigkeit jeder nationalen Regierung wie die Freiheit des Gewissen- der Einzelnen an und wurde ,ur Zeit der Reformation von unserem Lande bekämpft, al- im Widerspruch mit der Lehre der heiligen Schrift, al- die Rechte und Würde des einzigen Hauptes der Kirche beeinträchtigend und als unvereinbar mit der gesellschaftlichen Ordnung. Sollte e- in England wieder einmal nothwendig werden, gegen die absolute Suprematie des Papstthums anzukämpsen, welche eine kleine Partei unter uns anerkennt, so wird da- von Ew. Durchlaucht gegebene Beispiel uns crmuthigen, an den Grundsätzen wahrer Freiheit festzuhalten, im Gegensatz zu solchen Ansprüchen. Aber Ver Hauptzweck dieser Adresse ist, Ew. Durchlaucht zu versichern, daß, indem wir die schwierige Natur diese- Kampfes anerkennen, welcher viel Geduld, Weis* heit, Ausdauer und Sinn für wahre Freiheit erfordert, wir bewundern, bis zu welchem Grade es Ihnen möglich gewesen ist, diese Eigenschaften in Ihrer Leitung de- Kampfes an den Tag zu legen, und daß wir mit Ihnen in Ihren edlen und großen Zielen sympathisiren. Wir möchten auch zum Schluß unsere innige Hoffnung ausdrücken, daß der allmächtige Regierer der Menschen bald Europa von dem verderblichen Einfluß des Ultremontanismus befreie und daß durch Ihre Wirksamkeit Deutschland einen vordersten Platz einnehmen möge in Der Aufrecht- erhaltung jener Principien, welche DaS einzig unfehlbare Haupt Der Kirche ehren und Frieden und Eintracht unter den Völkern verbreiten. Etwa eine halbe Stunde nach Rückkehr von der Parade erschien gestern der Reichskanzler Fürst Bismarck beim Kaiser Alexander und wurde von demselben in besonderer Audienz empfangen. Die Unterredung mit dem Fürsten dauerte längere Zeit; nach ihrer Beendigung begab sich der deutsche Reichskanzler noch zu dem russischen Reichskanzler Gortschakoff, mit welchem derselbe gleichfalls eine längere Unterredung hatte. Wie die „D. ReichSztg." nachträglich meldet, haben die Studenten der katholischen Theologie an der Universität Bonn sich nicht damit begnügt, bei dem Curator der Universität ihre Klagen über Vie theologische Facultät anzubringen, sondern gleichzeitig eine Petition an Den Erzbischof von Köln um „Beseitigung der Uebelstände" gerichtet. Die Antwort des Erzbischofs lautet dahin, daß er bereite zu wiederholten Malen die geeigneten Schritte gethan habe, um die schweren Uebelstände, an welchen die hiesige katholisch-theologische Facultat zu seinem schmerzlichsten Bedauern laborirt, zu beseitigen, daß solche aber bis jetzt ohne Erfolg gewesen seien. — Auf die am 2. August von den Studirenden an den Cultusminister gerichtete Eingabe ist bis jetzt noch keine Antwort erfolgt. Huldigung meiner Hochachtung- Paris, 18. April 1872. (Unterschrift unleserlich) angehender Pharrnaceut bei Herrn Bouillon, 78 Rue Du Four St. Germain in Paris. Diesem Briefe war folgenDer Wechsel beigeschlossen: Paris, 18. April 1872. Berlin, 8. September. Fürst Gortschakoff hat heute längere Zeit tm aus- »artigen Amte mit dem Fürsten Bismarck conferirt. Der Kaiser von Oesterreich wohnte Vormittags in der Hedwigskirche einer stillen Messe bei. Um 1 Uhr besuchten die Monarchen und übrigen Fürstlichkeiten den zoologischen Garten. Berlin, 9. Sept. Das ganze Gefolge des Kaisers von Rußland verläßt Berlin am Mittwoch Abend. Der Kaiser von Rußland reist mit dem Groß- fürsten am Donnerstag, gleichzeitig mit dem Kaiser Wilhelm ab, begleitet Den Letzteren bis Marienburg unD kehrt von Dort direkt nach Livadia zurück. Kaiser Franz Joseph wird, soweit bis jetzt bestimmt, am Mittwoch noch hier verbleiben. Berlin, 9. Sept. Prinz Albrecht von Preußen Vater ist erkrankt. Die Herrschasten fuhren an seinem Palais nach der Rückkehr von dem Manöver vor, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Breslau, 8. September. Die Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands wird morgen früh 10 Uhr eröffnet werden. Vorher wird durch den Fürstbischof ein Hochamt im Dome abgehalten. Bisher sind etwa 400 Theil- nehmer aus allen Gegenden Deutschlands angekommen, darunter Die Grafen Ballestrem, Henckel von Donnersmarck (von Der katholischen Linie), Saurma und LegationSrath Kehler. Von den deutschen Bischöfen erscheint feiner. Berichterstatter der hiesigen Zeitungen werden zu den Verhandlungen nicht zu- gelassen, nur einzelnen Mitgliedern De« stenographischen Vereins ist Der Zutritt ^""Mjmchen, 3. September. Die Den Vollzug Des Jesuitengesetzes in Bayern betreffende Ministerial-Entschließung ist heute an die betreffenden Kreisregierungen ergangen. München, 7. Sept. Der Finanzminister v. Pfretzschner, welcher sich mit Urlaub in Der Schweiz aushält und Der, wie fortgesetzt versichert wird, mit Der Vorlage einer neuen Ministerliste beauftragt fein soll, trifft in diesen Tagen hier ein. Die Anwesenheit des Regierungs-Präsidenten von Pracher aus Regensburg, welcher dieser Tage hier verweilte, hing gutem Vernehmen nach nicht mit Der Minifterkrifis, sondern mit Der Ausführung Des Jesuitengesetzes zusammen, welche in nächsier Zeit beginnen soll. Holland. Haag. 7. Sept. Heute hat die letzte Sitzung der „Internationalen" statt- gesunden. Der nächste Congreß soll in der Schweiz abgehalten werden. Morgen findet eine Volksversammlung in Amsterdam statt. stempel Paris folgendes Schreiben: An Seine Durchlaucht den Fürsten von Bismarck, Deutschen Reichskanzler zu Berlin. Preußen. (Privatsache.) Fürst! Eines Tages erschien einer meiner Altvordern bei Herrn v. Cavour und fragte ihn, welche Strafe er über die Person verhängen würde, Die ihn in’« Elend gebracht hätte. „Ich würde sie tobten", erwiderte kalt Der Minister. — „Nun Denn", entgegnete Der Andere dem berühmten italienischen Staatsmann, „ich werde Sie nicht tobten, wenn Sie mir 40,000 Francs leihen, um mein durch Sie zu Grunde gerichtetes Vermögen wieder herzustellen." Man setzte sich auseinander und Herr v. Cavour zahlte die verlangte Summe dem Bittsteller, Der sie ihm nach einiger Zeit vollständig zurückerstattete. Heute folge ich dem Beispiele meines Ahnherrn und wende mich an den berühmten Fürsten Bismarck mit der Bitte, mir 40,000 Francs zu leihen, um meinen Geschäften aufzuhelfen. Der französische Krieg hat meine Zukunft unrettbar vernichtet. Ich werde Sie also tobten, wenn Sie nicht wie Herr v. Cavour handeln. Wa« ich sage, werbe ich auch ausführen unb um Ihnen einen Begriff von meiner Verwegenheit zu geben, brauche ich Ihnen nur zu sagen, daß ich am 17. Februar 1871 gegen 2 Uhr Nachmittags das Leben Sr. künftigen Majestät des Prinzen Fritz in meiner Hand gehabt habe; ein Wort von mir und er war nicht mehr; ober heimtückisches Blutvergießen ist mir zuwider; ich lasse dem Feind, welchen ich treffen will, lieber eine Warnung zugehen. Sie sind die Ursache meines Unglücks; seien Sie also so großmüthig, mir die Reise von Paris nach Berlin zu ersparen. Ich frage mich nur, ob der Fürst Bismarck weniger Seelengröße zeigen wird, als Cavour. Sein Ruf bestreitet es einstweilen; wir wollen sehen, ob seine Acte diesen Ruf rechtfertigen. Empfangen Sie, Fürst, in Erwartung Ihrer Antwort ird mit ttm Post« ufaijt.) bri Herrn v. Lavour würbe, die ihn in'- ilt der Minister. — 'Nischen Staatsmann, i- leihen, um mein en." Man setzte stch amt dem Bittsteller, heute folge ich dem na Pisten LiSrnaick Seschaftrn aufjuhelsen. tet. Ich werde Sie Wa- ich fügt, »erde ntr Stratgtn^it jb sedroar 1871 gegen i Prin^n w i nicht wch ', alrer n Pind, welchen ich acht weine-Unglücks; ) Berlin zu ersparen, rotze zeigett wird, als seh», ob seine Alte rtung )hrer Wit unleserlich) br, Herrn Bouillon, @(reaiB in »arie. S April 1872. KL'« ,*.,:**....... »;•$ “*» L jjgs 9'6 I, fcitw» » b"'" . ’el ui««« ‘“L ml ilt I“1,6 L 0|4«4( l,,rili?1 ftl«« 9'iN‘e . ,g ,u#i» >i< Z. * ob «*•*« tu 3 rtpubii. ,,een"r* ftrelbf * M tigfgt 8« Wichlizlch ttr bedeutsamsten Lh| Zündsätzen Bt^tB Grundsätze r °l« Katholik und le We Forschung? •^’n' 3st er ein " von Beiden; er chi W Zahee nach gründen und wenn ine jrnrr Antworten lt: „Meiner Treu, ’A. wenn es Ihnen .r-i A'hM pi< -I ' Siliij-«»' gut H 9 .-.(d|( Ü1!11,' ■-5*4*5! :,%i ,j *. •" clj 8'«« über, eine Batterie anlegen wird, um ihn zu bestreichen; lauter Beweise von der neuen gegenseitigen Annäherung beider Länder. Man schreibt der „Gazzetta d'Jtalia" aus Rom, dah sich viele französische Abbes in Rom Herumtreiben, die nichts mehr und nichts weniger als französische Genie-Osfiziere sind, welche sich der Verkleidung bedienen, um die strategischen Punkte Italiens, und namentlich Roms, zu studiren. So wurde ein Genie- Hauptmann, welcher der französischen OccupationSarmee angehört hat, vor einigen Tagen gesehen und wieder erkannt, als er eben die Positionen des Monte Mario aufnahm. Diese Herren gehen im Vatikan aus und ein und werden mit offenen Armen daselbst ausgenommen. Amerika. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika werden nun doch wohl wieder Grant zu ihrem Präsidenten erhalten, weil die Demokraten nicht mehr einig in Bezug der Candidatur Greeley'S sind, sondern in LouiSville O'Connor trotz seiner Weigerung jenem al« Concurrenten hingestellt haben. Diese Fraktion denkt natürlich kaum an einen Sieg, doch erhalten einige ihrer Mitglieder jetzt die Möglich- keit, sich im letzten Augenblick noch Grant anschließen zu können. Reden und Hetzereien dauern fort. Liebenswürdigkeiten werden ausgetauscht und eine Sprache gebraucht, die wieder zu geben eine deutsche Feber stch nicht wenig sträubt. Bisher ist Greeley nur dreier Verbrechen nicht angeklagt worden, nämlich des Diebstahls, des Ehebruchs und der Trunksucht. Sonst ist das Sündenregister Greeley's alle Tage in den Blättern ausgetischt und je stärker der Ausdruck, desto besser. Aber auch Grant wird keineswegs geschont. Beide Parteien sprechen von ihren Opponenten als Lügnern, Verräthern, Baumwollenspitzbuben, Narren, Feiglingen, Re- bellen, politischen Bummlern, blaSphemirenden Atheisten u. s. w. Diese Sprache muß man sich schon bis November gefallen lassen und dann hat man vier Jahre wieder Ruhe. Buschterader und Donau-Drau. Bon deutschen Linien waren alte Ostbahn und Berbacber g« fragt. Prioritäten eher angeboten. Donau Loose und Köln-Mindener erfuhren einige Nachfrage. Oesterreichische Renten und sonstige Staatspapiere ohne Veränderung. Eontinentalbaugesellschaft ziemlich lebhaft und mit 1241 /2 bezahlt. Börsennacbrlcblcn. 9. September 1872. Preuss. 4%% Oblig. 102% Frankf. 3%% Obi. 87% Nass. 4i/,o/g Obi. 99% Kurhess. 4% „ 94% Gr. Hess. 5% Obi. — » n 4% n » n 3%% n 93 Bayer. 5% „ 100% * 4% 0/0 1jährige 100% » 4% 1jährige 94% Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. o. E. L. — Oesterr. Silberrente 65% „ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3% 30 Amerik. Bonds 1881r 99 n „ 1882r 96% „ „ 1885r 97 n n 1887r 97 A eilen. Frankf. Bank 145 Frankf. Vereins-Kasse 158% Darmst. Bankaot. 523% Wien Bankaotlen 945 Oest. Creditaot. 367 Galizien 260 Aetien. 50/g östr. F. St. E. B. 361% Lombard. Bahn 231 Lud wigah.-Bexbach 203% Max bahn 146 Bayer. Ostbahn 137 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigeb.-Aot. 185 OberhesBen w 82% Prioritäten. 3% Öster. Stsb.-Prior. 58% 30/o öst. s. Lombard 52 3% Llvorneser 39% 50/o Tosoaner 61% 5% Ellsabeth.-Prior. 85% do. H. Emlss. 84% Anleheneloowe. Darmstädter fl.50Loose 199 n »25 n 55% Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 21% 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 38% 4% bayr. Präm.-Anl. 113% 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloope — 1860r Loose 96 1864r - — Wechsel. Amsterdau k. 8. 97% Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 104% Bremen k. 8. 175% Brüssel k. 8. 93 Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. H8% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92% Wien k. 8. 107% ditto m. 8. 107 ditto Disconto 1. 8. 4% 106% Geldgorten. fl. kr. Pr. Frledrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 19%—20% Engi. Sover. 11 47—49 Buss. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 25—26 Vermischtes. Von der Königlichen Regierung zu Posen ist ein Erlaß an sämmtliche Mitglieder, Subalternen und Unterbeamte, einschließlich der RegierungS-. Haupt- und Provinzial-Justituten- Kaffen, ergangen, in welchem auf die Vortheile hiugewiesen wird, die den Beamten im Allgemeinen die Lebensversicherung behufs Sicherstellung ihrer Familien bietet, und zugleich davon Kenntniß gegeben wird, daß es der Negierung gelungen ist, mit der Germania, LebenS- VerficherungS-Actien-Gesellschaft zu Stettin, durch Vermittelung von deren General-Agenten, Herrn Leopold Goldenring in Posen, ein Abkommen zu treffen,, welches den betreffenden Beamten bei der Aufnahme der Versicherung sowohl, als bei der Prämienzahlung und bet Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfälle wesentliche Vortheile und Erleichterungen gewährt. Es ist in dem Erlasse hervorgehoben, daß die Germania unter den soliden größeren Gesellschaften die niedrigsten festen Prämtensätze hat und durch ihre Einrichtungen sowohl, als ihre auSgebreitete Thätigkeit eine vorzügliche Sicherheit bietet und werden demgemäß die Behörden vufgefordert, die Anmeldungen der Beamten ihres Ressorts zu vermitteln und der Königlichen Regierung einzureichen. (Pos. Ztg.) Börsenberichte. Frankfurt a. M., 9 September. Obwohl Berlin und Wien letzten Samstag stark im Fahrwasier der Hausse sich bewegt»», eröffnete die hiesige Börse heute für Cpielpapiere doch bei matter Stimmung und das Geschäft in selben blieb, mit Ausnahme von Lombarden, ziemlich onbelebt. Lombarden wurden bis 230% bezahlt. Dagegen warf man sich wieder mit Vorliebe auf Banken, von denen heute Frankfurter Bankverein am meisten begehrt waren und bis 158 avancirten. Die Börse bezahlt damit im Voraus den guten Erfolg der am Mittwoch erfolgenden Subscription auf die Actien deS Schlesischen Bankvereins. Lebhaft gesucht und 1% Proc. höher waren Baubankactien. Darmstädter gingen wieder bis 525 und Wechslerbank, ProvinzialdiSconto, Amsterdamer, BaSler behaupteten feste Preise. Deutsche Handelsgesellschaft bei 109 in Posten umgesetzt. Brüsseler waren anfänglich durch Realisationen gedrückt, erholten sich aber rasch wieder bis 1 173 4-li8. Deutsche Gffectenbank sehr beliebt und höher, Berlin kauft daS hierher geworfene Material wieder zurück. Von Bahnactien gingen Elisabeth höher, ebenso Franz-Joseph, Allgemeine Ti—ns ih 111 um 111111— 1 ■! 1—iiii ■mieiMMMMWMMSirian—ffiii—rTrTnwiiiTTi— Von Frankfurt a. M. direct I mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitnngen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Irankfurt a. M. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zürich, Straßburg, BrcSlau, Halle a. d. S , Leipzig, Stuttgart, Prag. Alleinige Inseraten - Pacht : „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." t Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. 4208) Die Stelle des städtischen Todten- träbers, mit welcher ein baares Gehalt von 0 Rthlr. und der Bezug der Grabgebühren von circa 120 Nthlr. verbunden ist, soll anderweitig besetzt werden. Qualificirte Bewerber, welche Kenntniß von der Gärtnerei besitzen müssen und denen aus der Unterhaltung der Gräber eine jährliche Einnahme von 1—200 Nthlr. erwächst, wollen sich bis zum 1. October c. unter Vorlegung ihrer Zeugnisse hier melden. Wetzlar, den 9. September 1872. Der Bürgermeister: Brettschneider. Versteigerungen. Bekanntmachung. 4202) Die Ende 1872 leihfällig werdenden, sowie die der Stadt heimgefallenen Bürgertriebviertel, sodann ein Acker auf der Hohleiche, 292 Klftr. Wiese am Wismarer Weg und 297 Klftr. Acker in der Schwarzlach, sollen Freitag den 13. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, anderweit öffentlich verpachtet werden- Zusammenkunft am Nassauer Hof, Gießen, den 9. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt._____________ Die Versteigerung eines städtischen Grundstücks. 4204) Das nachbeschriebene Grundstück der Stadt Gießen: Flur XXVII. Nr. 153a. %o Wiese zwischen dem großen und kleinen Stetnweg, 186 lDKlafter Fläche enthaltend, wird, in zwei Bauplätze getheilt, Donnerstag den 12. September 1872, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert- Gießen, den 8. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Holzoersteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 16. September 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrtc- ten Stolzenmorgen, Langetrift, Rehschlag, Lichteneiche und Ursulum nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: 186,5 R.-Meter Nadel-Prügelholz, 1,7 „ Eichen-Stockholz, 58,7 „ Nadel- 1450 Wellen Eichen-Reisholz, 16,620 „ Nadel- „ 350 „ Aspen- „ 20 „ Weiden- „ 260 „ Dornen- „ II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 2617 Nadel-Stangen mit 38,54 Cub.-Meter, Bemerkt wird, daß unter dem Neisholz 9370 erste Durchforstungswellen und unter dem Baur, Werk- und Nutzholz eine große Anzahl Fichtcn-Stangen sich befinden. Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Februar 1873 ge- ^Die Großherzoalichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu ^(SMen, am 9. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. (4200) Vogt. Lieferung von Victualien rc für das Landes-Zuchthaus Marienfchlost. 4201) Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur Lieferung versteigert: 1) 725 Malter Kartoffeln, 2) 8 Centner Zwiebeln, 3) 25 „ untererdige Kohlraben. Freitag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird für 1873 im Soumissionswege ver- geben die Lieferung von: 1) circa 20 Centner Reis, 2) 5 „ geschälter Gerste, 3) 15 „ Kaffee, 4) 5 „ Nudeln, 5) 22 „ gedörrten Zwetschen, 6) 20 Maaß Mohnöl, 7) 6 Faß Essig (ä 100 Liter), 8) 45 Pfund Pfeffer, 9) u 37 Faß Petroleum, 50 Centner Bohnen, 10) 11) 50 „ Erbsen, 12) 30 „ Linsen, 13) 11 „ Kernseife I. Qualität, weiße, (sind Muster einzusenden), 14) 1% „ Schmierseife, 15) 45 „ Salz, 16) 100 Liter Leinöl, 17) 50 „ Nüböl, 18) 100 „ Hellthran. Die unter pos 1 bis 8, unter 13 und 14 und unter 16 bis 18 aufgeführten Gegenstände werden zusammen, die unter 9, 10, 11, 12 und 15 aber einzeln vergeben. Schriftliche Offerten sind bis zu dem obigen Termin, und zwar getrennt für die zusammen und für die einzeln zu vergebenden Gegenstände, in den vor dem Directions- Büreau aufgehängten „Soumissionskasten" einzulegen und die Lieferungsbedingungen Uäglick von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags bei unterzeichneter Direction einzusehen. Marienschloß, am 6. September 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. I. V. d. D-: Dr. Fritzel. Die Vergebung der Holzhauer- und Culturarbeiten im Gießener Stadtwalde für das Erndtejahr 1873. 4203) Samstag den 14. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen die vorbemerkten Arbeiten im hiesigen Rathhaussaale öffentlich versteigert werden. Gießen, den 9. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Jagdverpachtung. Freitag den 20. September l. I., des Nachmittags um 1 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei zu Ober- Hörgern die Ausübung der Jagd in bei Gemarkung Ober - Hörgern auf weitere 9 Jahre meistbietend verpachtet werden. Ober-Hörg-rn, am 7. September 1872- Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Hörgern. (4207) Alles. Feilgebotenes. 4172) Neue Bückinge zum Nohessen, pr. Stück 4, 5 u. 6 kr., empfehlen I. A. Busch Söhne. August Kröll. in Steinbach. ti und jk di W (66/IX.) ci Sir QO mielhet G- Todt, Briefträger. Vcrmlethuugen 3586) Das seither von Herrn Lehrer miethen- III. straße ist dmchden Wegzug desHrn. Schrei- am 1. Viooember zu beziehen. frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Walzen Spelz. Erbsen. | Linsen. Hafer. Wicken Kartoffeln. Mit.- Mit.- Äuf dem Auf dem Sept. q 2 Fruchtmiirkte. Markt preis Markt preis ft.jfr fl fr. fl. fr. fl- fr. fl. fr. ff fr. fl. fr. fr. p p M. M- M. M M. M- M. M. M. M. M. M. M. M. 7. 31 22 89 12 12 48 6 6. 194 9 3 8 24 1 Normalgewicht ver Malter: 2ßatjen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redactwn, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gteßw Gerste. 21 517 2 2 ao CO Auf dem Marft Auf dem Marft 89 218 4 4 4 8 31 187 Mlt.- preis Auf dem Marft von Mol anstaltet 3) (Sollet durch Die des ganze bau- und Mineralqr jchch; mit frühe ragend v bedeutend mi? 10 57 Auf dem Markt Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz j)C dei ru Vr ne n vt T stc S Uk D de ge ur K G Mir- preis Ms- preis Mit.- preis Da M neider, Schubinacher. Fr; Ini| JSyp dai Gen in 1 4 bei Adelheidsquelle, Appolinarisbrunnen, Carlsbader Scklofi- und Mühlbrunnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Friedrichshaller Bitter- waffer, Homburger Elisabethen- brunnen, Kissinger Rakoczy, C. Iughard, Wallthorsiraste Lit. A. 137. 4187) Ein Mädchen für Haus und Küche wird zu sogleich gesucht von Dr. Laubinger, Engelapotheke. 13 13 12 2027) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischen Füllungen: । 4220) Ein auch zwei Arbeiter können Schlafstelle erhalten bei Dienstmann Müller, Löwengasse. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3>/r ° o und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. 9 5 e {’ t jLcimpettfalirili ÄaiBHinanii Zwei Dei barreichrö Dtctnriieri, der ptiti örOnung dieser Zr gen, ubti Monarch! denn fme des gritbi Voikts ge, unt> Die A legt in die aneikenni i blicke als heule seine! Häupter z ßen nur t Herrscheih eine frieti ^iistschkn bunDen siri M N,em ^aifils tit Serben in t,n "'S'", 6lü ’hon 4c xUom 3 i Tüchtige Sandformer K l&SK Ä eiWrd ”on Arnold & Heuling, in Darmstadt. , uupi i i vuiu/uiu cuiHjuu viSdJUl. U) l t 15 4148) In meinem neuer bauten Wohn- jjer Don hier anderweit zu vermiethen und Haus an der Schoor t)t ein Znnmer mit ..... - 4196) Ein braves Mädchen für Hausund Küchenarbeit, sowie ein erfahrenes Kindermädchen, werden gegen hohen Lohn zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts-________________________________________ 4219) Es können mehrere Dienstmäd- 4214) 2 Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen in Lit- C- Nr. 144, am Ti'fenweg.________________________________ 4211) Zwei Böden zu vermiethen. H. M. I u g h a r b t, Marktstraße D- 219 4097) Ein gut empfohlener Hausbursche kann sofort gegen hohen Lohn in die Hirsch- Apotbeke eintreten.__________________________ 4117) Die Unterzeichnete sucht zum baldigen Eintritt einen jungen Mann aus braver Familie als Lehrling. Actien-Brauerei Gießen. Cabinet (ohne Möbel) vom 1. Oct. d. I.; an zu vermiethen. H I. Köhler. 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Piöcen und Kucke ?c. bestehend, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Earl Em melius. , . cheu, welche im Kochen und allen häuslichen 4218) Für em Comptoir dahier wird Arbeiten erfahren sind, sowie auch Kinder- em Commis zum sofortigen Eintritt gesucht mädchen, Stelle erhalten. Zu erfragen bei Näheres bei der Exped. d. Bltts. i Frau Dienstmcmn Müller, 4217) In unserer Fabrik können emige ——————— gQ?e^Qffe: . junge Mädchen und Jungen Arbeit erhalten. 4197) Mehrere Regemchirme sind stehen Gebr. Hornberger & Söhne. geblieben und können abgeholt werden bei ------------------------------------------------- --------T h. Lotz W i 11 ro e. 4210) Wegen Aufgabe des Geschäfts ist! 4221) Ein Zimmer mit zwei Betten auf ein vollständiges, sehr gutes Buchbinder- fofort zu vermiethen. Werkzeug zu verkaufen und kann zu jeder ~ ~ - Zeit eingesehen werden. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 4125) Eine Wiese im Heegstrauch, 900 Klafter mit Grummet - Erndte, ist mit öjähriger Abzahlung preiswürdig zu rer^ kaufen. Näberes bei Elias Meier. 4193) Ein Kinderwägelchen ist zu ver- ; kaufen. Wallthor Nr. 146._______________ | Eingemachte Gurken empfehlen "_____I A. Busch Söbne. 4210) Verschiedene Sorten Aepfcl ver- kauft C-Schwalb Wiitwe, Selterstbor. 4209) Es sind 3 Ctr. gute, glatte, graue und 1 Ctr. weiße feine Pappdeckel abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. (4112) Koch & Patz. ________________________________________ ------------------------4213) Eine Damen - Manchette mit zwei 4205) Es wird eine tüchtige Köchin, kleinen goldenen Knöpfen ist verloren ge- welche sich auch der Hausarbeit unterzieht, gangen. Der Finder erhält den Werth der gegen einen Lohn von fl. 80—100 gesucht, Knöpfe als Belohnung bei Lit. B. Nr. 17. Stadt.ichter.Muhl. Local-Gewerbe- u. Inbustrle-AuofieUuna in Worms. 4178) Den verehrlichen Besuchern der localen Gewerbe- und Industrie- Ausstellung zu Worms machen wir hiermit die ergebene Anzeige, daß sämmt- liche Stationen der hessischen Ludwigsbahtt, sowie die Stationen Boben- heim, Frankenthal, Oppersheim, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt, Türkheim, Landau, Weißenburg, Lambrecht, Kaiserslautern und Zweibrücken der pfälzischen Eisenbahnen, bei gleichzeitiger Lösung von Ausstellungsbilleten einfache, Fahrkarten ausgeben, die zur freien Rückfahrt berechtigen. Die Eröffnung findet statt am 11. September, Morgens 11 Uhr. Der Eintrittspreis ist auf 12 kr> ä Person festgesetzt. Einem zahlreichen Besuche sieht entgegen: JDcis Gesummt - Comite __________________der localen Gewerbe- und Jndustrie-Ausstellnnq. Das September-Heft der „Musikalischen Welt" (vierteljährlich 15 Sgr.) enthält: Ausgabe Clavicrstücke. Clemens Schultze, Mazurka brillante. — F. 3c. Chwatal, Abelard und Heloise III. — Vinzenz Lachner, Freud' nach Leid. — D. Krug, Une Avcnture d’Amour. Poesie. — Albert Jungmann, Im Mondenschein. Nocturne. — Josef Löw, Der lustige Stieglitz. — Musikalischer Scherz. Musikalische Rundschau. AusgabeZ» unb O. Lieder für hohe resp tiefe Stimme. C. Jos. Brum- bach, Ich stand an Flusses Rand allein. — Franz Behr, Canzonetta. — Graben- Hoffmann, Vergiß mein nicht. — V. E. Nessler, Abschied. — Wilhelm Franz, Geh' zur Ruh'. — Franz Kullak, Sehnsucht. — F. Gustav Jansen, Serenade des Trompeters von Säkkingen. 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