Wchemr Anzeiger. DreiS vierteljährig 1 fl. 12 ft. mir Bringerlohn. Durch die >Nö. Erscheint täglich, mit ÄuK ; nähme Sonntags. Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Hr. !- Wahi Ölungen Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. - Jj11! Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. eistns, Ida. Frankfurt. bei Karte. )eif versehe- c t ! v außerdem iger Wagen. laden erge- i chter r Mchner rjt, wozu va!d. '•u .xi «ernt M not« -SS« Sit. 109. Frritag atu 10. Mai 1872. Amtlicher TSeiS. Betreff end: Feuervisitations-Protocolle von 1872. - . » < Gießen^ am 7. Mai 1872. Das Groß!)erzogt,che Kreissmt Gießen an die Großherzoglrchcn Bürgermeistereien zu Albach, Annerod, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Garbenteich, Groß-Linden Holzheim, Lollar, Mainzlar, Ruttershausen, Treis a. d. Lda. und Wieseck. .. .. ®ir alsbaldige Rücksendung der Ihnen mit Verfügung vom 16., bezw. 28. März l. I., zugegangenen Protocolle über die diesiahrige Feuerstattenbesichtigung mit Bescheinigung über den Vollzug der betreffenden Verfügung. In Verhinderung des Kreisraths: Kekulä, Kreisassessor. Politischer Theiß. Deutschland. Darmstadt, 6. Mai. Es werden gegenwärtig falsche österreichische Guldenstücke in den Verkehr gebracht, die sich durch schlechten Klang und schwache Prä- gung kenntlich machen. Darmstadt, 7. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 24 enthält: 1) Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Justiz, die Bestätigung einer Stiftung betreffend. 2) Bekanntmachung Großh. Commission für Postangelegenheiten, die dermalen bestehenden Bestimmungen über Portosreiheiten, welche auf Vereinbarungen mit außerdeutschen Regierungen oder Postverwaltungen beruhen, betreffend. 3) Ucbersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfni'ssen in den Gemeinden des Kreises Dieburg. 4) Ukbersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur von Communalbedürfni'ssen in den Gemeinden des Kreises Neustadt. 5) Ueberflcht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Ccmmunalbedürfniffe in den Gemeinden des Kreises Mainz. 6) Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfniffe in den Gemeinden des Kreises Alsfeld. 7) Ordensverleihungen. 8) Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens, 9) Ertheilung eines Erfindungspatents. 10) Dienfinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben ollcrgnädigst geruht: am 13. April dem Unterrechner Philipp Fink zu Salzhausen die Stelle des Unterrechner« auf dem Dorheimer und Melbacher Braunkohlenbergwerke unter Verleihung des Amtstitels „Bergkassier"; — am 18. April dem evang. Pfarrer zu Nieder-Weisel, im Dekanate Butzbach, Wilhelm Kayser, die evang. Pfarrstelle zu Flonheim, im Dekanate Alzey; — den in den Ruhe- stand versetzten DistrictSeinnehmer Christoph Kraft zu reoctiviren und demselben die DistrictSeinnehmerei Oppenheim — und am 19. April dem Echulamtsaspiranten Johannes Nehcr aus Unter-Hambach, im Kreise Heppenheim, die zweite katholische Schulstelle zu Ober-Erlenbach, im Kreise Vilbel, zu übertragen; — an demselben Tage dem Geometer 3. Klosse Karl Ludwig Lautz aus Groß-Umstadt für den Kreis Dieburg, — und dem Hermann Helferich aus Bredeukirchen für den Kreis Bensheim das Patent als Geometer der 1. Klasse zu ertheilen;— am 20. April dem Schulamts-Aspiranten Friedrich Mörschel aus Büdesheim, im Kreise Vilbel, die 1. evang. Schulstelle daselbst zu übertragen; — am 24. April den Reservegefreiten Franz Adam Witt von Semd zum Saalwärter zu ernennen. 11) Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. April l. I. den Großh. Consul Johann Wilhelm Honß in Algier unter Bezeugung der vollen Zufriedenheit mit den von ihm geleisteten Diensten seiner seitherigen Stellung zu entheben. 12) Concurrenzcröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Kirchberg, im Dekanate Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 1750 fl. nebst freier Wohnung und Bezug der zu 192 fl. veranschlagten Aecidenzien; — die 2. evang. Schulstelle zu Wallenrod, im Kreise Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. 30 fr; — die evang. Schulstelle zu Appenrod, im Kreise Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. Mainz, 5. Mai. Gestern hat der hiesige Gemeinderath durch Mehrheitsbeschluß das directe, active und passive Wahlrecht für alle Ortsbürger angenommen. Armenunterstützung und Steuerrückstaud von mehr als einem Jahre lassen das Wahlrecht ruhen. Berlin, 6. Mai. Die „Nat.-Ztg." hat den Versuch gemacht, die diploma- tische Ehre des Fürsten Bismarck zu retten, welche nach überwiegender Auffassung durch die Ablehnung des Cardinals Hohenlohe als Botschafter einen Stoß erlitten hat. „Der Fürst Bismarck wird den Verlauf dieses Impromptus kaum als eine Schlappe empfinden — schreibt sie — um so weniger, als der Reichskanzler gar nicht die Absicht gehabt hat, durch Verhandlungen mit der Curie den principiellen Conflict mit der die katholische Kirche vertretenden ultramontanen Partei noch einmal hinauszuschieben." Ein bekannter Officiöser aber weiß selbst diese Krücke zurück, welche das wohlmeinende nationcrlliberale Blatt dem Fürsten Bismarck darbietet. „Hätte der Reichskanzler — so schreibt man der „Straßb. Zeitung" — diese Absicht gehabt, so würde er doch wohl nicht umhin können, die Ablehnung des Papstes als eine Schlappe zu empfinden^ Wenn aber, wie wir annehmen, die Bemerkungen ter „N. A. Z." der Auffassung des Reichskanzlers entsprechen, lo ist es nicht wahrscheinlich, daß Fürst Bismarck in Folge der Antwort Antonellas die jetzt bestehende interimistische Vertretung bei dem römischen Stuhl einziehen und die Vertretung des deutschen Reiches bei der Curie dem Gesandten bei dem italienischen Hose Grafen Braffler de St. Simon übertragen werde; ein Schritt, der dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu dem römischen Stuhl gleichbedeutend sein würde; die Vertretung wird vorläufig bleiben, wie si- ist." Berlin, 6. Mai. Don allen weiten wirv orssae^t, wiv der Sache liegt, daß nach der staltgchabten päpstlichen Ablehnung des Cardinals Hohenlohe als deutschen Botschafters die Ernennung eines diesseitigen Gesandten beim heiligen Stuhle vorerst nicht zu erwarten ist, wenn auch ein Geschäftsträger wohl bleiben wird. Ein derartiges Verhältniß ist nicht ohne Präcedenz. Um die Zeit der Februar-Revolution hatte die Curie einen belgischen Gesandten nicht angenommen, woraus selbst das katholische Belgien längere Zeit nur durch einen Geschäftsträger in Rom vertreten war. In der Zwischenzeit hatte nur einmal eine außerordentliche belgische Mission, mit welcher der Fürst v. Ligne betraut war, bei rem Papste in Gaeta stottgefundcn. Der zurückgewüsene Gesandte, Herr Declerc, war ein gläubiger Katholik, aber bei dem belgischen EpiScopat nicht beliebt. Dies genügte, um ihn zurückweisen zu lassen. Cardinal Hohenlohe, der heute in längerer Audienz rom Kaiser empfangen wurde, hat ein ähnliches Schicksal. Seine Stellung in Rom dürfte übugens in Folge des Vorganges etwas schwierig geworden sein. — Das sehr energische Dementi, welches der Reichs- anzeiger heute Abend der Behauptung eines süddeutschen Blattes ertheilt, nach welcher das Berliner Cabinet in der Zworniker Angelegenheit für die Serben Partei genommen habe oder Partei nehmen wolle, kann nicht unbemerkt bleiben. Die entgegengesetzten Ausstreuungen aus Belgrad wollen ersichtlich Unfrieden zwischen Preußen und Oesterreich stiften. Die Angelegenheit liegt der Reichsregierung augenscheinlich fern. Die osficielle Erklärung des Reichsanzeigers in diesem Sinne beweist übrigens, daß die Sache noch nicht ganz erledigt ist, wie vor einigen Tagen in etwas verfrühter Weise hier und da gemeldet wurde. Man glaubt indessen bekanntlich nicht, daß daraus irgend eine ernstliche Schwierigkeit entstehen könnte. Berlin, 7. Mai. Für diejenigen Invaliden aus dem Kriege 1870/71, welche nur als temporäre Invaliden erkannt sind und deren Pensionsbewilligung abläuft, ist ein von dem Departements-Erfatzgefchäft getrenntes Jnvalidenprüfungs- verfahren angeordnet; desgleichen für solche Mannschaften, die neue VersorgungS- anfprüche erheben, oder mit der ihnen gewordenen Entscheidung unzufrieden sind. Diesen Mannschaften darf nach einer seitens des Krieg-Ministeriums ergangenen Genehmigung, wenn sie nachweislich bedürftig sind, für die gemachte Reise Marsch- ic. Geld nach den Bestimmungen des Rekruten-, Reservisten- k. Verpflegungs- Reglements gezahlt werden. Gleichzeitig ist ferner genehmigt worden, daß die unvermeidlichen Kosten für die zum Zweck der Untersuchung der Invaliden her- gegebenen Locale und die etwaigen Ausgaben für Reinigung ic. derselben angewiesen werden dürfen, es ist jedoch in Verbindung mit den Civilbehörden aus die unentgeltliche Hergabe der nöthigen Untersuchungslocale hinzuwirken. „Saling's B. Bl." bringt folgende ihr als „verbürgt" mitgetheilte Nach- richt: „Der Reichskanzler Fürst Bismarck hat von Sr. Majestät dem Kaiser einen siebenmonatigen Urlaub erbeten und erhalten. Der Reichskanzler begibt sich von hier nach Varzin und von dort nach dem Seebave Ohm bei Danzig." Diese Nachricht wird von der „D. R.-C." insoweit bestätigt, daß der Reichskanzler nach 'i ei e i i x '! 1 ) t Ü Es ist, als wenn geeichte zu drücken. Es Das in Bucharest erscheinende Blatt „Poporul" läßt sich über den „Wahrspruch" der Geschworenen von Buzeu, von denen nur drei lesen und schreiben onnten, und über den Protest des diplomatischen Corps vernehmen, wie folgt: Ist die Jury zu tadeln, daß sie die Christen freigesprochen hat? Ist eS denn nicht wahr, baß der Angriff von Seiten der Juden ausging? Ist es nicht wahr, daß die in Ismail begangene That kein einfacher Diebstahl, sondern eine revelhafte Entheiligung der christlichen Religion tst? Warum werden also die Herren Consuln so ungehalten? Das Volk von Ismail hat in „gerechter sittlicher Empörung gehandelt", als es gegen die Juden einschritt. Wir geben unsere volle Zustimmung zu dem Verdikte der Jury zu Buzeu. Wir wollen damit der Rebellion, der Barbarei und den religiösen Verfolgungen durchaus nicht das Wort sprechen. (!) Gibt es eine größere Rebellion, als die herrschende Religion zu ent- heiligen? Gibt cs eine größere Barbarei, eine größere religiöse Verfolgung, als Der ismailer Diebstahl? Kein Christ hat noch eine Synagoge so geschändet. Die religiöse Verfolgung geht also von den Juden aus! Uebrigens läßt sich „Poporul" herbei, zuzugestehen, daß die Schwurgerichts- Institution ihre Fehler habe, da sie bet Verurtheilung gemeiner Verbrechen „zu nachsichtig" sei, und hält eine Reorganisation derselben für zeitgemäß. Außer der in deutscher Sprache zu Bucharest erscheinenden „Rumänischen Post" , welche das ganze Gaukelspiel gebührend gebrandmarkt hat, hat nur noch ein rumänisches Blatt, Die „Presse", sich offen gegen „die schlechte That der Geschworenen" ausgesprochen; alle übrigen sind so schamlos, zu erklären, daß „den verfluchten Juden" Recht 1 geschehen ist. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 8. Mai. Ohne bestimmter präcifirte Gründe als schlechte auswärtig« Notirungen trat gestern Abend eine weitere Abwärtsbewegung ein, welche für einzelne Specula- tionSeffecten gleich mehrere Gulden betrug. Heute Mittag hatte sich darin noch nichts geändert, im Gegenthcil machte sich Tendenz zu noch weiterem Sinken bemerkbar. Und das alles warum? Bestimmte Gründe lassen sich, tute gesagt, nicht angeben; man muß nach wie vor die allgemeine Lage dafür verantwortlich machen, welche sich so gestaltet hat, daß, sobald für irgend ein Effect sich Käufer zeigen, von anderer Seite gleich anö Nealistren gegangen wird und daß wo Verkäufer stärker sich zeigen, die Käufer mißtrauisch zurückhalten. So kommt natürlich kein oder nur sehr wenig Geschäft zu Stande und diese Leblosigkeit des Verkehrs schadet natürlich zunächst den Coursen. Namentlich die internationalen SpeculationSwerthe müssen dies in erster Linie empfinden und Eredttactien wurden heute bei 3393/4—340, Staatsbahn bei 369, Lombarden bei 2033/< bis 204, Nationalbank bei 855 gehandelt. Die übrigen Werthe konnten sich natürlich der allgemeinen Deprimirung auch nicht entziehen und so verzeichneten heute selbst die in den letzten Tagen so feste Silberrente eine kleine Einbuße wie ihre Schwester Papierrente. Bahnen, Banken größtentheilö offerirt, ohne Abnehmer. Prioritäten relativ fest, aber auch still. Von Loosen waren österreichische 1860er und Raab-Grazer mehrfach gefragt, ebenso Köln-Mindener. Mehr Geschäft als sonst machte sich heute in amerikanischen 1881er Staatenbonds geltend, welche ziemlich stark für Private gekauft wurden, was auch von Central-Pacific-BondS gilt. Im Uebrigen war aber auch das transatlantische Gebiet flau. Türkei. Konstantinopel, 4. Mai. Ein Correspondent der „A. Z." sieht sehr düster in die Zukunft des osmanischen Reiche. Er meint, daß sich aus Anlaß der beabsichtigten Aenderung der Thronfolgeordnung eine Katastrophe vorbereitet. Alles, was auf irgend eine Weife mit der Dynastie in Verbindung steht, theile sich naturgemäß in zwei Parteien. „Hie Welf! Hie Waiblingen!" „Hie Murad Efendi! Hie Jussuf Efendi!" Für Murad Efendi spreche das bisher in Geltung bestehende Erbrecht in der Dynastie, vermöge dessen eben Sultan Abdul Aziz seinem Bruder auf den Thron folgte, und Alles, was man bisher über Murad Efendi erfahren, scheine danach angethan zu sein, in ihm den künftigen-Retter des Reiches zu sehen. T)U Art und Weise der Erziehung dagegen, welche dem Prinzen Jussuf Jzzeddin ertheilt wird, lasse für die Zukunft des Reiches das Schlimmste fürchten. Dabei sei es ein öffentliches Geheimnlß, daß der Sultan zeitweise an Geistesstörung leidet, so daß die Eunuchen- und HaremSwirthschaft ungehindert walten könne.' Andererseits habe der Großvezier sich durch sein rücksichtsloses massenhaftes Absetzen von Beamten eine Unzahl von Feinden gemacht, die gewiß nicht alle sich mit geduldiger Resignation dem Factum unterwerfen, wodurch eben der Großvezier genöthigt sei, alle seine Energie aufzuwenden, um sich auf seinem Posten zu erhalten. Der Correspondent schließt mit den Worten: „Daß eine Aenderung der Thronfolge nicht so glatt ablaufen wird, begreift hier Jedermann; es macht sich im Publikum bereits die Furcht vor einer Revolution bemerklich, und man ist nicht ohne Besorgniß vor einer Wiederholung der Auftritte von Dschedda und Damaskus." Konstantinopel, 7. Mai. Türkische Truppen haben von Sana, einer befestigten Stadt Arabiens, Besitz ergriffen. Konstantinopel, 7. Mai. Die Königin von Württemberg ist hier einge- troffen und im russischen BotschaftShotcl abgestiegen. Der Sultan stattete ihr so- fort einen Besuch ab. gona ist geschlagen worden. — Der Gouverneur von Pamplona meldet, Don Carlos sei, nur von einem Geistlichen begleitet, nach Frankreich entkommen. England. London, 8. Mai. Die Kaiserin Augusta besuchte gestern den Columbia- Fischmarkt, woselbst sie vom Lord Mayor und dessen Gemahlin empfangen wurde, sodann das Thomas-Hospital und andere Sehenswürdigkeiten und wohnte Nachmittags dem Gesellschaftsempfang im königlichen Schlosse an. Ihre Majestäten kehren heute nach Windsor zurück. Der Herzog von Broglie hat gestern der Königin sein AbberufungSfchrelben überreicht. Bombay, 8. Mai. Man schätzt die Zahl der durch die Ueberschwemmun- gen von Vellore Umgekommenen auf 1000; 12,000 Personen sind obdachlos, 3000 aller Mittel entblößt. 40 Reservoire sind geborsten. Rumänien. Pans, 8. Mai. Der Einfluß des radikalen Elements auf die Regierung und besonders auf die militärischen Kreise zeigt sich neuerdings immer unverschleierter in den Maßregeln gegen die Capitulanten. Die Sprache der Blätter, von den DebatS bis zum Siecle und von ihm bis zum Radikal herab, wird mit jedem Tage schärfer und drohender und verräth die Absicht, auf die Beschlüsse der Kriegs- Gambetta aus allen Ecken und Enden spräche, und die große Nation ist nur zu geneigt, diesen Anklagen auf Verrath ein williges Ohr zu leihen; denn: „Es will der See sein Opfer haben." Und wie diese Ankläger schon deutlich genug zu verstehen geben: Bazaine's Verurteilung ist eine Ehrensache oder, wie man sich hier ausdrückt, ist „die Ehre der Armee". Beendigung der Reichstagssesston einen meyrmonangen uhu v fein Körperzustand dringend der Ruhe bedarf. . Die Pariser Blätter bringen ein Telegramm aus Rom vom 5., wonach das .Journal von Rom" meldet, der Papst habe Anfangs die Ernennung des Cardinal Hohenlohe zum Vertreter des Deutschen Reichs acceptirt, aber auf d,e Borstelluna der Jesuiten, die hierin mit den Ultramontaneu Frankreichs ubere n° stimmten, und im Widerspruch mit den Rathschlägen des Cardinals Antonelli, feine ,»<... ™ füflt aber hinzu, daß der Papst noch keinen definitiven Beschluß gefaßt habe^ jedoch ist dieser Auffassung nach dm in Berlin eingeiroffmm Telegrammen schwerlich noch btiju Von einer in diesem Jahre bevorstehenden Monarchen- .usamm-nlunf. b.rlchlet der Karlsbader „Sprudel" in solgend.r bestimmter W-l e- Der Kaiser von Deutschland begibt sich Ende Mai zur Kur nach Nach Beendigung derselben wird sich der Kaiser, wie alljährlich, nach Gastein begeben, und bei dieser Gelegenheit wird, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, nicht nur eine Zusammenlunst mit dem Kaiser von Oesterreich stattsinden, sondern auch der König von Italien dürfte, der von dem Erzherzog Johann überbrachten Einladung des diesseitigen Hofes folgend, zu dieser Zeit dem Kaiser Franz Joseph seinen" Besuch machen, und werden in den kaiserlichen Jagdgehegen zu Ehren der hohen Gäste grob- Jagden und andere Feste abgehalten werden." Aus Baden schreibt man der „D. A. B-", M b'e seit einiger Zeit so »ahlreich vorkommendcn Pensionirungen badischer Offiziere, und zwar solcher, die noch keineswegs in pensionsfähigem Alter stehen, „einigermaßen befremde''. General v. Werder halte sehr strenge Jnspeclionen ab. Straßburg, 6. Mai. Nachträglich erfährt die „Elbs. Ztg.', daß die von der Frkf Pr." und auch von anderen Blättern gebrachte Nachricht bezüglich einer Schlägerei, welche am Abend des 1. Mai in der Taverne Alsacienne stattfand, nicht ganz tontet ist. Deutsche Studenten haben daran in keiner Weise Th-il genommen. Im Lauf- de« Abends waren zwar einige Eorpsstudenten heremge. kommen, hatten aber, nachdem die französischen Anwesenden gepfiffen, das Local wieder veriaffen. Als später zwei Schutzleute das Local betraten, wurden diese auch durch fürchterliches Pfeifen und Schreien empfangen und erftreckle sich dieses auch später auf die anwesenden zehn Militärs. Nachdem diese lange ruhig auS- aehalten, riß einem Ulanen die Geduld, er gab dem Hauptschreier eine kernige deutsche Ohrfeige und war dies das Signal zum Kampf. Gläser und Stuhle flogen, doch war die Vertheidigung seitens der Elsässer eine äußerst geringe. Innerhalb dreier Minuten war der Saal, besonders als die zehn Soldaten schließlich von der Waffe Gebrauch machten, von den Hunderten tapferer Schreier geräumt. Gerade nach Beendigung des Kampfes rückte das requirirte Militär heran und sperrte für die Nacht das Local und die Straße. Frankreich. Petris, 8. Mai. Nationalversammlung. Chanzy verlangt, daß der gestern eingebrachte Entwurf (bezüglich der Zusammensetzung der Kriegsgerichte) an die Commission verwiesen werde, welche den Vorschlag Bamberger's zu prüfen hat. Er sagt, die Commission habe mit schmerzlicher Erregung gehört, daß bei den Motiven auf den Bries Bazaine's Rücksicht genommen sei. Die Worte Chanzy's finden lebhaften Beifall und die Verweisung an die Commission wird mit Ein- fttmmigkeit beschlossen. Der „Courrier de France" bringt Soloenbcd über vle Ve- schiüff- ".<> n..»criuchungvraryes der Eapltulatton von Metz: In Erwägung, da Bazaine durch seine Schuld eine Armee von 150,000 Mann verloren hat, daß er ebenso durch sein Verschulden den Fall von Metz zu verantworten hat; in Erwägung, daß er gegen alle Regeln der Ehre gefehlt hat, ist die Commission der Ansicht, daß derselbe vor ein Kriegsgericht zu stellen ist. Paris, 8. Mai. National-Versammlung. Der Kriegs-Minister reicht einen Entwurf ein, betreffend die Bildung des KrtegSratheS, der über Bazaine richten soll. Die Dringlichkeit desselben wird angenommen. Rouher verlangt, die Regierung zu tnterpelliren über die Maßregeln, welche sie gegen die vom Commission«- bericht als Betrüger bezeichneten Individuen zu ergreifen gedenke. Der Kriegs- Minister sagt, daß die Interpellation nach zwei Wochen zur Verhandlung kommen könne. Heute greift der Radikal nun schon über Bazaine hinaus und fragt, warum man nicht den Hauptschuldigen in Anklagestand versetze, den Mann von Sedan? Hier ein Pröbchen dieser Sprache: „Es ist", fährt der Radikal fort, „nicht genug, ihn (Napoleon III.) theoretisch für die Unglücksfälle, welche Frankreich betroffen haben, verantwortlich zu machen. Die unparteiische Gerechtigkeit, sagt man, ereilt alle Schuldigen. Es liegt wenig daran, ob man ihn als Souverain oder als General verurtheilt. Eine Kugel durch den Kopf ist alles, was wir für ihn verlangen; das Warum ist uns gleichgültig. Es ist Zeit, daß die Negierung endlich aus dieser unbegreiflichen Apathie in den Capitulations - Angelegenheiten heraustrete. Frankreich hat moralisch und physisch nöthig, diejenigen zu kennen, die ihm gedient, und jene, welche es verrathen haben. Man spricht uns von Gesetz und Gerechtigkeit. Möchte man doch diese schönen Theorieen auch auf andere als die Anhänger der Commune anwenden! Empfindsame Seelen können sich übrigens beruhigen. Sollte Bazaine verurtheilt werden, so ist ja die Gnaden-Commission da, um ihm das Leben zu retten." Spanien. Madrid, 8. Mai. Nach officiellen Nachrichten befindet sich keine Carlistenbande mehr in der Provinz Guipuzcoa. Recondo ist bei Segura vollständig ge- schlagen worden und mit 300 Mann nach Navarra gegangen; der Nest der Bande hat sich in der Provinz Alava verzogen. 429 Insurgenten haben in Navarra wieder ihre Unterwerfung angeboten, der Rest löst sich auf. Eine kleine Bande preußs- 4 Frank1-; Naas- <7 KurbeflS- Gr- B086 ; 4% Würtamb- Baden 41/; Gestern 8 i Spanier» J Aznerik. l Frankf I I Frankf- ' I Darmst. I I Wien Ban lOeet. Cred I Galizien 2 ME Holzvech 2328) Mo Dberl) 2331) Es Kenntniß ge eine Dimin ntn mit ben leit getreten Gießen, Besondi OcfM 2332) D Johanne- Lang'Gon- des Johan zeiten zur i eursverfahi Gläubigen' dessen Eins Negistralur fteisieht. E> bigcr werdei ihre Förden anzuzeigen i das abgesch! gen, widrig- Vollzug gest Gießen, i Großherz Dr. 'J Stad soll nachver, flert werden 32 R.Me 136 130 " 60 " 132 " Bau- 23 Eichet 12 Nadel ».Die Zus. stembergwe! Groß-Lin E total in be ntUe„ Muhen !g, Ä '? 8,1 eitei N-'er«ri Knterarb gebeten ZAeinerar Vorbei 3% 1 BSrsennachrlchten. 7. Mai 1872. Artivu. 5% östr. F. St. E. B. 370 Lombard. Bahn 205 Preuss. 4%% Obllg. 102% Frankf. 3%0/0 Obi. 877/8 Nass. 4%% Obi. 99% Kurhcss. 4% „ 94% Gr. Hess. 5«% Obi. 103% . » 3%% n 92% Bayer. 5% „ 1003/8 n 41/a °/o 1jährige 100 „ 4% 1jährige 94'/2 Würtemb. 4% <% Obi. 993/8 Baden 4%<% Obl.o. E. L. 100'/b Oesterr. Silberrente 635/q „ Papierrente 573/8 Spanier, neuest. 3% 29 Amerik. Bonds 1881r 99 1882r 96V2 1885r 97 1887r 97 JLetlen. Frankf. Bank 142 i/2 Frankf. Vereins-Kasse 135 Lärmst. Bankaot. 459% Wien Bankactien 861 Oest. Creditac.t. 341 Galizien 263*/3 Ludwigsh.-Bexbaoh — Maibahn 146% Bayer. Ostbahn 147 Rhein-Nahebahn-Act. 48 % Hess. Ludwigsb.-Aot. 178% Oberhessen „ 82% Prioritäten« 3% öster. Stsb.-Prior. 59V2 3% öst. s. Lombard 50% 3°/q Livorneaer 39% 5°/q Tosoaner 61% 5% Elisabeth.-Prior. 82% do. II. Emiss. 823/Q Anlehensloone. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 43% Braunschweiger 20% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39% 4°/q bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose 111% Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 91% 1864r „ — Stadt Floren» — Mei« Amsterdam k. 8. 98% Augsburg k. 8. 99% Berlin k. 8. 104% Bremen k. 3. 96% Brüssel k. S. 93% Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93% Wien k. 8. 103% ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 4 % €leld*orten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57 %—58% Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 49—51 Buss. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 26—27 - Annoncen - Bureau von Th. Dietrich Cornp. in Cassel. Dorio- u. spesenfreie Besorgung von Inseraten in sämmtliche Zeitungen des In- und Auslandes zu Original-Zeitiingspreisen. (Zeitungsv er zeichn iss auf Verlangen gratis und franco.) Bei grösseren Aufträgen angemessenen Rabatt. Frankfurt a. M. — Reben einer großen Anzahl der renommirtesten in - und ausländischen Zeitungen, als deren bedeutendste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frankfurt a. M- erscheinende „Frankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt a. M. domicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse übergegangen. Es darf dieses als neues Aequioalent für das der genannten Firma allgemein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden. AlEgeMeirrse Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. FeilgeboteueS. Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor 2176) Die erwartete Sendung von Herren-, Damen- und Kinder-Sommerfehuhen in Plüsch und Stramin ist wieder eingetroffen und empfehlen wir dieselbe billigst. Nntliche Bekanntmachung. Jeder Zahnschmerz, Johann® SimmeT I EhL° v°n °hn° Unterschied ^wirb U« mein innllcn Lana-Göns ist überschuldet Die Wittwe deutschen Staaten rühmlichst bekanntes de^^obannes wimmer bat zu ihren Leb-3nhn-Mundwasser binnen einer Minute reiten zur Abwendu^a des förmlichen 6on-! ^er und schmerzlos vertrieben, was unzah- cursversahrens mit ihren gerichtsbekannten * ^cr ^^ten Personen Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen, ^erunoen. dessen Einsicht allen Interessenten in der. - ftatt tn Registratur des unterzeichneten Gerichts! o Q1 amenstraße 57, am Marktplatz. frefftUt- Etwaige «eriSsunbekannte Gläu- .Fu h°bm m Flaschen i>18 unt36 kr, be. biger werden aufgefordert, binnen 3 Wochen ___________s a 11 ^lid) in ^ie|3cn' ihre Forderungen bei unterzeichnetem Gericht anzuzeigen und etwaige Einwendungen gegen das abgeschlossene Arrangement vorzubrin- aen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt würde. Gießen, den 4. Mai 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. vr. Muhl, Scriba, Oberhessische Eisenbahnen. 2331) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß mit dem 1. I- Mts. eine Direction der Oberhessischen Eisenbahnen mit dem Sitze in Gießen in Wirksamkeit getreten ist. Gießen, den 7- Mai 1872. Die Direction. Mohn. Dörr. Versteigerungen. Holzversteigerung im Groß-Lindener Gemeindewalde. 2328) Montag den 13. Mai 1872, Vormittags 8 Uhr, soll nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 32 R.-Meter Eichen-Scheidholz, 136 „ „ Prügelholz, 130 „ ’ „ Stockholz, 60 „ Radel-Prügelholz, 132 „ „ Stockholz; Bau-, Werk- und Nutzholz: 23 Eichen-Stämme mit 7 Cubikmeter und 12 Nadel- „ „ 4 Die Zusammenkunft ist auf dem Braunsteinbergwerk. Groß-Linden, am 7. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Linden. Zörb. Arbeitsversteigerung. 2322) Samstag den 11 d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Fabrik des Herrn Adolph No ll zu Wieseck nachfolgende zur Erbauung eines neuen Fabrikgebäudes daselbst erforderlichen Bauarbeiten öffentlich wenigstneh- Erdarbeiten, veranschl. zu tr 4086 939 1927 65 660 ii » Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Steindeckerarbeiten, Schreinerarbeiten, Schlosserarbeiten, Glaserarbeiten, Weißbinderarbeiten, „ „ ™ « Ueberschläge und Bedingungen werden im Termin eröffnet Rödgen, den 7. Mai 1872. In Auftrag: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. mend in Accord gegeben werden, als: 263 sl. 20 kr. 3854 „ 18 „ B: 42: .. 48 „ 955 „ 13 „ I. A. Busch Söhne. I Bierpu/mpew neuester Art offeriren billigst Rivoir 8» Börner, Maschinenfabrik, (2582)_______in Frankfurt a. M. 2141) Frische Citronen und Apfelsiyen sind wieder eingetroffen bei 3- A. Busch Söhne. Königs Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt Emil Fischbach, (1787)__________________Seltersweg. 1660) Asphaltmastic-Dachpappe, 1870 zu Cassel prämiirt, liefert billigst Lentze's Leucht-Gas- und Dachpappen-Fabrik in Einbeck, Prov. Hannover. Geschäfts-Anzeige. 2305) Unterzeichneter empfiehlt eine große Auswahl von Fuchsien, Geranien, Heliotrops, Verbenen u. f. w. Georg Roll, Handelsgärtner, wohnhaft am Friedhof. 685) Liebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne. 2310) Einige Centner Heu sind zu verkaufen bei__________Georg Herbert- 2142) Borsdorfer Aepsel- tvcitt in bekannter Güte bei Z. A. Busch Söhne. 2319) Die diesjährige Erndte von 1% Morgen ewigen Klees, von einem Acker auf der Weißerde, ist aus freier Hand zu verkaufen. Schwarz. Rascher Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 2336) Im Laden des Carl Fuhr am Kirchenplatz dahier beginnt von heute an bis 30. Juni l. I. der Ausverkauf des Waareulagers, zu herabgesetzten Preisen, bestehend in Poreellain- und GlaSwaaren, Figuren, Toilettengegenständen und dahin einschlagenden Artikeln. Außerdem wird eine Partie Fußbodenschiefer käuflich abgegeben. Der Laden ist von Morgens T Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet. — Gießen, den 11. Mai 1872. Der Masseeurator: M. Pilger. | Haar-Arbeiten werden stets angefertigt und sind vorräthig zu haben bei Georg Petri, Neuenweg. 2330) Meine reichhaltige Auswahl Cachemir-, Tuch- Jaquettes und Talmas empfehle. Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185. 2339) Eine große Auswahl schwarzer Schmucksachen in geschmackvollen Dessins empfiehlt zu billigen Preisen Georg Petri, Neuenweg. 2U2) I. H. jFllljt 1 Sonnenstraße 1041, empfiehlt für die Sommersaison sür Kinder: Garten- geräthe in Eisen und Holz, Botanisir- und Brodbüchsen, Schmetterlings-Netze und verschiedene Spiele für's Freie, als: Federball, Reise, Bommrang k. Franzensbader Mineralmoor aus eigenen äußerst gehaltvollen Lagern Eisttt-Moorsirl) (trockenes Moor - Extract), Moorlauge (flüssiges Moor-Extract), aus eigenem Sudwerke. Zum Hausgebrauch die einzigen natürlichen Ersatzmittel für die berühmten Mineralbädcr für Franzensbad, in jeder Menge zu beziehen durch das Miiieralmoorwerk W: von Franzensbad, und Julius Wallach, in Gießen. (20is) Emil Fischbach Seltersweg. Nr. ODO- Ans $ Thlr. = s6 Lr. (2316) ■e t-e um am halb 11 Uhr Vormittags. Redaction, Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Vietsch) in Gießen. ausgestatkek, erscheint soeben die zweite Juflaae von Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, gbgeseyt. Korräthig bei Hon der ersten Jullagr wurden binnen Aahreskriff CO en K KktiSvltttk mit W Post W' Misfionsfest zu Waid-Girmes dritten heil. Pfingsttage. Beginn HAASENSTEIN& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, Leipzigerstrasse, 46; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzutrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Plac den Molard, 2. 1967) Ein freundliches Zimmer zu vermieden. Kanzleiberg B. 72. Carl Jughardt. 2293) Sonnenstraße Nr. 73 ist der dritte Stock zu vermiethen und sogleich zu beziehen E. Pitthan- 2344) Gestern wurde in der Wirthschaft des Philipp Rinn jun. zu Klein-Linden ein goldener Ring verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung an die Exped. d. Bltts. oder bei Herrn Rinn abzugeben. Ein Blick durch's Eckfenster des Kaisers. Mit Originalzeichnung von H. Lüders. — Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert. (Fortsetzung.) — Das grobherzogl. Schloß zu Schwerin. Mit Abbildung. — Tausend Flammen mit einem Schlag. Mit 4 Illustrationen. — Aus den Schreckenstagen der Pariser Commune. H. Die Frauen der Commune. — Die Masuren in Ostpreußen und die deutschen Erziehungshäuser. — Am Familientische: Folgen des Nachsitzens. Zu dem Bilde von Geertz. — Astrild und Tigerfink. Ein Vogelfamilienbild. — Deutschlands Bierbrauerei und Bierverbrauch. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung E. Heinemann, I. Ricker. Er» H 3 äc c -.a (Eingetragene Genossenschaft.) Ä Henrich, Director. 2327) Frühpftanzen, im Freien gewachsen, sowie Radieschen, verkauft Th. Rauten st rauch, an der Schoor. 2213) Zwei ineinandergehende Stuben sind zu vermiethen in Lit. A- Nr- 130, Asterweg. Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaftnchrnen, Zuschneiden und Anfcr- tigen von Damcnkleidern hat wieder ein neuer Eursus begonnen. Eintritt jede Zeit Rosa Rothenberge r, Lindenplatz. 2296) Ein Schreiner-Gehülfe wird gesucht von Adolf Hoß. Spar- und Leihkasse zu Lang-Göns. General - V e r s a m m l u n am 3. Pfingsttag, den 22. d. Mts, Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung': Mittheilung der Jahresrechnung und Geschäfts- Bilanz; die dem Vorstande zu ertheilende Seebarge; Wahl der Vorstände und sonstige statutenmäßige Verhandlungen und Beschlußfassung. Lang-Göns, am 6. Mai 1872. Der Vorstand der Spar, und Leihkasse. 2335) Ein Junge kann in die Lehre treten bei Th. Schneider, Schuhmacher. Di ch-r ab» Betel SetlsscMirf (Station der Giefien - Fuldaer Cisenbahn.) 2045) Eröffnung des Bades den 15. Mai. — Füllung und Versendung der als die mächtigsten aller Jad, Brom und Lithion enthaltenden salrnischen Sauer- linge bekannten Kurbrunnen zu jeder Zeit. — Prospecte gratis. Königliche Badeverwaltung. Vermischte Anzeigen. Bürger-Club. 2338) Samstag den 11. Mai: Tanzunterhaltnng ui Wenzel s Garten. Anfang Abends 8 Uhr. Der Vorstand. Daheim Die soeben erschienene Rr. 32 enthält: Del von Stifaui t ist am 21 raum beh das auf i 2)C1 der neue inutzn. 1 reich tzüv kn3, bis Krieges 0t gebnitz v fstfftNttN dev. Ne! Eintvohnr fallt in f Lavdgerne Wohnhäu Haushalt volkrrung kerung vo absolut u Bel Bericht ia ihn ßtfat ernannt i nicht zur nuntz de laut dr s Mehna Peinliche kennbare narchen, T Rkichsta Verwahr billigt en Und trbii dinmun- VlUn $ ßuhle ei durch dk abgehalt B der HÜfi, des deut v- d. Soldaten die ®eai( St iT.Wrl «tittierOh L'° Ch R i« s »i» nit lit Ichen * »Ci ,t" f.« Mr Lousirmundkn! 2326) Weifte Unterrocke, Beinkleider, Corfetten, Kragen und Manschetten, Braches und Ohrringe, Haarnadeln rc. für Mädchen, sowie Halsbinden, Shlipfe, Kragen- und Manschettcnknöpfe rc. für Knaben, offerirt zu billigen Preisen Emil Dörr, Sonnenstraße. grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50 ; B Für Auswanderer. -x 744) Die Haupt-Agentur von C- W. Dietz am Markt •- in Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten . MA Post-, Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Häfen von Amerika und Australien Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Küchenmag d. 2342) Für das academische Hospital dahier wird eine Küchenmagd gesucht; dieselbe kann sogleich eintreten.__ 2291) Ein Kellner-Lehrling aus guter Familie und ein sauberer, gewandter Kellner finden im Rappen sofort Stelle. Bürger - Club. 2320) Die aufter ordentlichen Mitglieder werden hiermit auf Freitag den 10. Mai, Abends 8 Uhr, bei Herrn Röder im Stern zu einer Versammlung eingeladen. Tagesordnung: Wahl des Vergnügungs- Comitös u. s. w.________________ 2325) Ein tüchtiges Mädchen für Hausarbeit zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermiethungen. 2154) Eine geräumige Fgmilienwohnung, den 1. Juli beziehbar, ist zu vermiethen. Kanzleiberg Lit. B. Nr. 68. 1824) Ein möblirtes Mansarden-Zim- mer zu vermiethen. Marburger Straße Nr. 161.__________________________________ 2304) In Lit. A. Nr. 199 ist ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern und 2 Cabineten nebst Zubehör, zu vermiethen. 1621) Der von Herrn Dr. Brüel bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. I. G. D. Bapst. 2329) Ein braves, reinliches Mädchen wird auf Johanni zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2277) Zwei junge Herren können Wohnung und Mittagstisch erhalten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Ner ♦ lMgeAntomü von Lehrlings - Gesuch. 2343) Für ein gemischtes Waarenge- schäst, welches Samstags und die Feiertage geschlossen ist, wird ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. auf frankirte Anfragen.___________________ 2174) Eine kleine Familie sucht ein freundliches Familienlogis von 3 Zimmern nebst Zubehör. Offerten unter II II. besorgt die Exped. d. Bltts. Kunst-AMM. 2341) Das große Cyclorama und anatomische Museum ist täglich bis Sonntag den 12. 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