lger ^»fehle JJBiftor. ßti8 vierteljährig 1 fL 1-^r. Att Brtngerlohn. Durch Ätz Kost bezogen vierteljährig 1 fL 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. LI Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. ’ft gemacht itveg. daueret —-- ite-'M: t bei l f e t. non ton mb biüigft ii 9. n gutes Glas Bier eller. i Lager von 1872. Mittwoch den 9. October Mr. 237. .__ ■SÄ ftitoßorror SMniotnov werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestellungen auf Sen vs-leßener /tuzelger- Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal zu 1 fl. Amtlicher L h - i l. Gießen, sm 24. SepteMer 1872. Betreffend: Handbuchsauszüge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1872. Das Groh her)» gliche Kreis« mt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda>, Annerod, Ettingshausen, Garbeuteich, Hausen, Heuchelheim, Mainzlar, Münster, Trohe, Watzenborn und Wieseck. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 6. August, l. I. binnen 8 Tagen bei Meldung von 3 fl. Strafe. v. Röder. benbier ' u't der Bein. Quantum liefere, lgegensehend, kber, a Felitnkeller. bei noch gu! zu verkaufen tts. kUttttli D. Baost. f)(t6ürtelk idcii und vtP f Bekanntmachung. Betreffend: Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des landw. Vereins. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des landw. Vereins von Oberhessen soll am Montag den 21. d. M., Vormittags 12 Uhr, — im Weinhaussaale zu Alsfeld abgehalten werden. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Erstattung des statutenmäßigen Rechenschaftsberichtes. 2) Die Frage: Welche Mittel empfehlen sich, um nicht nur den Verheerungen genügend zu steuern, welche der diesjährige außerordentliche Mäusefraß noch zu bringen droht, sondern auch zu verhüten, daß diese Calamität uns wiederum in solchem verheerenden Grade treffe? 3) Wie hat sich die vom landw. Verein von Oberhessen angebahnte Abhaltung belehrender landw. Vorträge bis jetzt bewährt und empfiehlt es sich, auf dem begonnenen Wege fortzufahren? L 4) Empfiehlt sich bei den jetzigen hohen Preisen des schwedischen KleesameliS dessen Altbau zur Samenzucht, namentlich der nördlichen und hoher gelegenen. Theilen der Provinz als eine einträgliche Erwerbsquelle? 5) Empfiehlt sich die Einführung von Bullen Berner Race zur Kreutzung mit dem Vogelsberger Viehschlage? 6) Wahl des nächsten Versammlungsortes. Nach § 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht, diese Absicht vor Beginn derselben dem Präsidium anzeigen; schriftliche Mittheilungen für dieselbe müssen mindestens einige Tage vor der abzuhaltenden Versammlung bei demselben eingereicht ^^Unterzeichnete ladet die Mitglieder des Vereins, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu dieser Versammlung hiermit ergebenst ein. Friedelhausen, am 1. October 1872. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen: A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. Ausschußsitzung des landw. Vereins von Oberhessen. Der auf den 21. l. M. nach Alsfeld anberaumten Generalversammlung soll eine Ausschußsitzung um H1/» Ufyr vorausgehen, wovon die verehrlichen Ausschußmitglieder hiermit in Kenntniß gesetzt werden. , Friedelhausen, am 1. October 1872. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen: A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. ariö. Zeitung ecken, dle t"> ■moNg icilt n’tri»1 tlV« . norm«« i tie He""' Wie °l>- ® fillung. Politisch Deutschland und die Ultramontanen. Es kann sich wohl ereignen, daß bei einem sich in die Länge ziehenden Kampfe, über den einzelnen Momenten desselben, der eigentliche Ausgangspunkt in den Hintergrund tritt, und es ist nicht zu erwarten, daß in der Hitze des Kampfes, wenn erst die Leidenschaften in Aufregung gekommen sind, die Angriffs- oder Vertheidigungsmittel lediglich nach Maßgabe ihrer sachlichen Beziehung gewählt und angewendet werten. Wir dürfen daher auch nicht verwundert sein, daß in dem gegenwärtigen Kampfe, in welchen der Staat eingetreten ist, um seine Souveränetät gegen kirchliche Anmaßungen sicher zu stellen, von Seiten der Ultromontanen jede Position für gut befunden und mit Eifer ergriffen wird, welche ihnen Gelegenheit zu bieten scheint, die Angriffskraft des Gegners zu lähmen; aber wir wundern uns, daß sie in der Wahl dieser Positionen ein so großes Ungeschick zeigen. , Nicht als ob wir ihnen zumuthen könnten, den gegenüberstehenden — oder den Regierungen, welche jene Ansprüche vertreten — Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sie würden ja damit auf die eigene Sache verzichten; wir wundern uns aber, daß sie sich von der Leidenschaft so weit verblenden lassen, daß sie um einer vermeintlichen Revanche willen die eigene Sache compromitttren. Im eigenen Heerlager der Ultromontanen find deshalb schon Spaltungen entstanden, welche fich in der Polemik der „Schles. Volks-Zeitung" gk'gen „Germania" und die in< Bonn erscheinende ultrawontane „Deutsche Reichs - Zeitung" ad- spiegelten. Diese „Schlesische Volkszeitung" mußte der blinden Leidenschaftlichkeit unterliegen; ihr Versuch, das nationale Interesse mit dem ultramontanen zu versöhnen, wurde Mit Entrüstung zurückgewiesen, und die „Deutsche Reichozeitung" wetteifert mit den Blättern Frankreichs in Ausbrüchen giftigen Hohnes zur Ver- er L h e iL ungltmpsung Deutschlands. Die angeblichen Ergebnisse der Option in Elsaß. Lothringen geben ihr dazu die erwünschte Gelegenheit. Mit sichtlicher Uebertreibung schildert sie (in Nr. 270) das Ergebniß der Option: „mit wenigen Ausnahmen stehen alle bedeutenden Häuser in großen und kleinen Städten leer ... nur einzelne protestantische (!) Dörfer liefern einen Bruchtheil zum Militär... 90,000 Elsässer emigrirten im Jahre 1792, als man vor den Bluturtheilen der Jacciristen floh. Diese Zahl ist jetzt 1872 wohl schon überstiegen u. s. w." — In metodramischer Weise malt sie die Scenen des Abschiedes und instnuirt der deutschen Regierung die Absicht — „das Land zu entvölkern." „Man sagt, die Rothhäute Amerikas seien ähnlich durch die amerikanischen Culturwenschcn verdrängt und ausgerottet worden. Der Vergleich paßt nun aber nach allen Seiten schlecht; sind wir doch Culturmenschen, die anSgewandert werden, und diese AuSgewanverten sind nach des Reichskanzlers offenem Zeugniß einer der fortgeschrittensten Stämme Europas. Nicht'Absicht, nein, aber kolossales Ungeschick scheint vorzuherrschen, so großes Ungeschick, daß man glauben möchte, die Verwaltung suche grade das Gegentheil von dem, was sie anstrebt. Fürwahr, Blut und Eisen, so scheint es, sind ein herzlich schlechtes Material zum Aufbauen." Und in einer Eorrespondenz desselben Blattes heißt eS: „Seit zwei Jahren hing das Damoklesschwert der Auswanderungsfrage über den Häuptern. Anfänglich hatte Niemand Angst.davor; gleichwohl suchten Einige gleich einen Aufenthalt in einer frtzmdlicheren Umgebung. Die große Mehrzahl dagegen sah den Dingen ruhig zu, A)iS endlich^langsam aher sicher das Gespenst des 1. Oktober sich in der ganzen grinsenden Mhe bemerkbär machte... Das grinsende Gespenst des 1. Oktober!^ Man muß sich an den Kopf fassen, um betHsen Darstellungen und bei diesen Insinuationen nicht den Verstand zu verlieren. Deutschland. Frankreich. enttäuscht und cnlnüchtcri nach Mülhausen, Straßburg, Mctz u f B> wrütff hr. । ftin ®ct,auern ausgesprochen haben, ihr Gesuch nicht unter- ten, die Ligue d'-Usare und deren Emissäre verwünschend ^ *'> *3J!!Ä"' bemerkte, daß Rochefort ohnedies schon mit Frankfurt, 7. Oktober. Im .Land-bera" sand beute snn*m(,^ .. . außergewöhnlicher Melde behandelt werde. jahlreiche au» c.n drei Provinzen des Großhcrzogihums Hessen besuchte Landes bdnnbTT '.'3<’u.'.naI b'« Debais", da« sich gern den Schein gibt, als sei e« Versammlung in Sachen des zum Andenken der "letzten Kriege gefallenen Lessen dr.ssn^i über Oesterreich unterrichtet, findet e» sonderbar, daß Gras An- ,u errichtenden Denkmals statt. Eine ähnliche Versammlung hatte bereits « ^ankreech« mit keinem Worte erwähnt habe; e« hofft jedoch, dcs MonumcntS an Darmstadt seine Stelle finden. Also die FrtedenSbestiwmung, welche als eine der Humanität unserer Zeit dargebrachte Huldigung gelten sollte und gelten mutz, weil sie ein Eroberungsrecht nur bezüglich des Territoriums und nicht auch der Bewohner desselben geltend macht — es ist ein Schreckgespenst: die Freiheit, welche den Bewohnern des Reichslandes gelassen ward, entweder mit ihren deutschen Brüdern brüderlich in gleichen Rechten und in gleichen Pflichten zu leben oder anderen Neigungen zu folgen, ist ein barbarischer Zwang, welcher so viele Taulenve zur Auswanderung drängt; die Gerechtigkeit, welche die deutsche Regierung den französischen Sympathien Widerfahren läßt, steht auf gleicher Stufe mit dem gegen Rothhäute geübten Ausrottungssystem! Doch — warum die unsinnigen Insinuationen der „Deutschen Reichs- zettung" (!) illustriren, da deren Bosheit so offen am Tage liegt? Denn eben die Bosheit dieser Insinuationen, die boshafte Schadenfreude, welche sich hinter einem heuchlerischen Mitleid verbirgt, die Gehässigkeit in der Charakteristrung des Deutschthums und die brennende Sucht, cs im gehässigen Lichte darzustcllen, alle diese Merkmale einer wilden Revanchelust, welche die Darstellung des ultramontanen Blattes charakterisiren, erläutern unsere obige Bemerkung über die Wahl falscher Positionen, zu welchen sich der Ultramontanismus, bet aller seiner Klugheit, durch seine Leidenschaft verlocken läßt. tiV ' W Verlocken läßt — denn in der Leidenschaft wird er an sich frlbst zum Ver- räther! Nicht die Reichsregierung hat es zu beklagen, daß das ultramontaue Blatt seine giftigen Pfeile gegen Deutschland schleudert und alle seine Sympathien Frankreich zuwendet, weil Deutschland sich der Prätenstonen des Ultramontanismus zu erwehren entschlossen ist; die deutsche Rcichsregterung muß die freiwillige Blos stellung des Ultramontanismus mit Genugthuung acceptiren; denn die „Deutsche ReichSzeitunF" und ihre Colleginnen im Reich beweisen durch ihre Revanchepolitik ja nur zu deutlich, wie nothwendig cS für jeden Staat geworden rst, feine Souveränität gegen Tendenzen sicher zu stellen, welche, weil sie vaterlandslos gegen jeden Staat Partei nehmen, der sich ihnen unterwirft, und sich mit Jedem gegen das Vaterland verbinden, von welchem sie eine ausgiebigere Förderung ihrer Interessen hoffen, als in dem Heiwathlande. _ ,, 1" Matthias, Bischof von Trier. h fr ..$e „Elsässische Corrcspondenz" meldet: Bei den clsaß.lotbnng schen Behörden erfolgten OpttonSerklärungen für die französische k”0* 164,633 Pionen. Nach unsicherer Schätzung ist dieselbe wirk- sam durch Auswanderung für 38,800 Personen. Es wanderten ferner aus von am 2. Marz 1871 in Elsaß-Lothrtngen domiciltrten Franzosen ungefähr 12,000. ^gen Zahlen kommen auf den Ober-Elsaß 92,662 Optanten, aber nur 7450 Auswanderer; für den Unter-Elsaß 42,394 Optanten und 10,200 Aus- »««ber«. Die Behörden stellen noch die Zahl der wirklichen Auswanderer fest. Es sind Anzeichen vorhanden, daß Viele zurückzukehren wünschen, was ihnen als deutsche Staatsbürger mit allen Verpflichtungen möglich ist. Straßburg, 8. Oct. Auch die „Straßburger Zeitung" erfährt, daß die Einführung des Paßzwangcs mit dem deutschen Visum an der französischen Grenze demnächst bevorstehe. Die Maßregel werde dadurch motivirt, daß Frankreichs P^bmaßregekn nur gegen Deutschland noch mit voller Schärfe aufrecht erhalten ' . , dari-, 5. Oct. Die französische Presse, welche das Mitleid französischer Patrioten für die elsässische Einwanderung mit den wärmsten Worten in Anspruch ' nimmt, beweist nunmehr zur Genüge, aus welchen Elementen diese „Getreuen" der überwiegenden Mehrzahl nach bestehen. Die Zahl der Unbemittelten, die sich aus Frankreich walzten, übersteigt, wie „Siecle" heute klagt, an manchen Orten das Vierfache der erwarteten, und die Mehrzahl derselben ist ohn? Hilfsmittel, es muß daher für Speise und Unterkommen sofort gesorgt werden, auf sehr vielen Punkten aber sind die Hilfsmittel sehr schmal, die bekannten Lokalausschüsse haben ihre Vorrathe bereits erschöpft und wenn sich nicht ganz Frankreich erhebt und unseren Mitbürgern in den Grenzdepartements unter die Arme greift, io wird v'eles Elend und bittere Roth ohne Abhilfe bleiben. Schließlich fragt „Siecle" an, ob man nicht die zur Befreiung des Vaterlandes gesammelten Gelder, deren fernere Zeichnung auf Wunsch der Regierung aufgegeben wurde, zu Gunsten der Einwanderung verwenden solle; wer bis zum 20. October seine Einzahlungen in t>fn Bureaux des „Siecle" nicht zurückverlangt habe, werde als mit obiger Verwendung einverstanden betrachtet. m "Joys" berichtet: Mehrere Freunde Rochefort'- haben sich zu Herrn Varthelewy -st. Hilaire begeben, um ihn darüber auszuforschen, welche Aufnahme ein Gesuch um Umwandlung seiner Strafe bei der Gnadencommission zu gewärtt- gen hatte. Dteselben haben den Wunsch ausgesprochen, Rochefort möge in An- fehung seiner leidenden Gesundheit die Erlaubn.ß erhalten, seine Strafe auf der Insel Sainte Marguerite oder der Insel Saint Honorat, beide in der Nähe von Eannes, abzubüßen. Dem „Bulletin Conservateur" zufolge foll Herr B. St. pilaire den Bittstellern sein Bedauern ausgesprochen haben, ihr Gesuch nicht unter- erlafftn^"“' O«ober. Dtr hochw. Her, Bischof hat folgenden Hirtenbief Dem hochwürdigen Cleru« und allen Gläubigen der Diocese entbietet» hi» n9n®h6 m 9,am.tn flDer t,tUlfdKn Bischöfe, welche in den Tagen vm 18. b« 20. d. M. zu Fulda am Grabe de« heil. Bonifaciu« zu gemeinsaoer Bcrathung versammelt waren. Wir haben unter Anrufung de« göttlichen Bi- stande« in gle ch.r Bcsorgniß um da« Heil der Seelen in dieser ernst'7 gef7h. ?iA17rh?n«LUnb9?1" h™” « ?V .ecrcfnl- tf( Angelegenheiten der Kirche res- lich erwogen. Bon den Resultaten dieser Erwägungen wird seiner Zeil Kenntnis gegeben werden. Da indessen von Gottes gnädigem Walten und Fügen, v°, «einem Beistand und Seiner Gnade cs abhängi, ob die kirchlichen Btthältniss m unserem Baier ance friedlich und segenvoll sich gestalten, und da dem unab. lafHgtn unb einmüthlgcn Gebete eine so große Mach, über das Her, Gottes ae- *?' dab-n wir die Anordnung vereinbart, daß in allen unseren Diöcesen gleichmäßig an allen Freitagen von dem Feste Allerheiligen ab bi« >u Anfang der nächsten Fastenzeit eine Abendandacht oder, wo diese nicht stattfinden kann, wenig, stens eine Andacht bet der heil. Messe coram exposito sanctissimo zum heilig- fi«n Herzen Jesu für die Anliegen und den Frieden der Kirche im Baterlande au« dem Diocesan-Gesang. und Gcbetbuche gchal'eu werde. Wo aber besonderer Verhältnisse wegen di- besagte Andacht an den Freitagen nicht gehalten werden kann weder am Abende noch bei der heil. Messe, da soll dieselbe ausnahmsweise au die Sonntage verlegt werden. Indem ich diese gemeinsame Anordnung hier- mit pubucire, lebe ich de« festen Vertrauen«, daß Cleru« und Volk der geliebten D.occsc fich e« werden angelegen sein lasten, diele Andacht in ersprießlicher Weise zu halten und in den dunkeln Wirrnissen der Gegenwart Erbarmen, Licht und Hilfe von oben eifrig zu erflehen. Die früher vorgeschriehenen Gebete für den peil. Vater und den apostolischen Stuhl sind nach wie vor abzuhalten. Trier, am 22. September 1872. bafc er das Besäumte bei nächster Gelegenheit nachholen werde/ Es ist ja auch wahrhaft entsetzlich, daß ein Minister des Aeußcrn eine Rebe hält und nicht zuerst Frankreich seine Huldigungen darbringt. Nach einer amtlichen Mittheilung werden die für die Aufnahme der deutschen Truppen hergerichteten Baracken in den vier besetzt bleibenden Departements am 15. ds. vollständig fertig gestellt und möbltrt sein. Paris, 6. Octbr. In Pont-Ü Mousson hat der General Bernevillr, der, weil feine Papiere nicht tn Ordnung waren, mit dem Bahn-Polizeicommtssär in Wortstreit kam, diesen geohrfeigt. Man weiß nicht, ob die Sache weitere Folgen haben wird. Die hiesigen Blätter berühren die Sache kaum, aber man darf wohl fragen^ was^die Blätter gesagt hätten, wenn ein General der brutalen zu errichtenden Denkmals statt. Eine ähnliche Versammlung hatte bereits am m unD Errichtung eines solchen Denkmals schon im A. ^iche" für das deutsche Nationaldenkmal den " gelassen. Nachdem sich Hessen an den Sammlungen für dieses in reich. hFi bctbctn,0tc,T ^leü mon die Zeit für gekommen, auch an die Errichtung des Particular-Denkmals zu gehen. Zum Präsidenten der heutigen Versammlung V°" Elenburg und Büdingen berufen. Nachdem ein Antrag von Offenbach: ehe man an die Errichtung eines Denkmals für die ^ .^rbknen gehe, erst für deren lebende Hinterbliebenen und die Invaliden in ausreichender Weife zu sorgen - was bisher in Hessen noch keineswegs in besahen — mit dem Hinweis auf anderweitige in dieser flÄS -7"^^ /huende Schritte seine Erledigung gefunden, n 3%% y — Bayer. 5% „ 100 » 4% °/o 1jährige — » 4% 1jährige 933/g Würtemb. 4% % Obi. 99% Baden 4%% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silbenente 64% „ Papierrente 593/4 Spanier, neuest. 3% 293/8 Amerik. Bonds 1881r 98% „ , 1882r 96 , „ 1885r 973/g « „ 1887r 967/s Mtßgem einer M n zeige r. Versteigerung. :4701) Samstag den 19. October 1872, Vormittags 9 Uhr, ^werden auf dem Casernenhofe des unter zeichneten Regiments in Gießen eine größere Parthie alte Bekleidungsstücke, unter on- derm 800 Waffenröcke, 1200 Mäntel, an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Der Verkauf findet in kleineren Parthien als auch im Ganzen statt, und werden die näheren Bedingungen beim Versteigerungs- Termine bekannt gemacht. Gießen, den 7. October 1872. 2. Großherzoglich Hessisches Infanterie- Regiment Nr. 116. Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. Verpachtung. Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. 4682) Zur Vermeidung irriger und mißbräuchlicher Auslegung der Pos 1 alinea 1 und 4 des Abschnitts II., Gepäckbeförderung auf Seite 6 des Tarifs für den Local- Verkehr der Main-Weser-Bahn vom 1. Februar 1869, bringen wir hierdurch zur Kennt- niß, daß die Reisenden III. Klasse 50 Pfd. Frei-Gepäck, oder freie Beförderung einer nicht zu großen Traglast, nicht aber beides ausgesetzt, indem die am 17. v M. abgehaltene Verpachtung höheren Orts nicht genehmigt worden ist. Gießen, den 7. October 1872. rung von Reise-Gepäck gewährt werden. Cassel, den 30. September 1872. uium tu HiuycH Lrugmn, mcyr aoer vewes m rugleich zu beanspruchen haben. Es fann|4680) J4' q u?;' somit demienigen Reisenden, welchem auf । rSpn ^:^?rmMags um 9 Uhr, ehr Billet III. Klasse Frei - Gepäck erpedirt ^d/ die leihfallig werdenden Grundstücke wird, nicht auch noch die freie Seförberung itniae°n aeefC Unb \CT= einer Traglast, und umgekehrt bei Ausgabe ^°° Ja sogenannten einer Traglast nicht auch die freie Beförde- Guts in den Gemarkungen Klein- ~ ~ werden Linden und Gießen einer neuen Verpachtung Versteigerungen. Lieferung von Weißkraut für das Landeszuchthaus Marienschloß. 4531) Montag den 14. October d. I., Vormittags 10 Uhr, ®en>en in dem Landeszuchthause Marien- schlotz: 1200 Stück Weißkraut, o00 „ Wirsing, 80 Centner Sauerkraut und ferner circa 60 „ Ochsenfleisch, " „ Schweinefleisch, " jg « Kalbfleisch und „ 18 „ Schweineschmalz, unt«: den bei der Versteigerung bekannt ge- macht werdenden Bedingungen, zur Lieferung öffentlkch versteigert. Marienschloß, den 28. September 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Scriba. Großherzogliches Rentamt Gießen. Lyncker. Versteigerung eines Wohnhauses auf den Abbruch. 4634) Nächsten Samstag den 12. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriges Wohnhaus, 35 Fuß lang, 27 Fuß breit, iweistöckig, vor 30 Jahren neuerbaut, auf den Abbruch auf dahiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Wieseck, den 4. October 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Feilgevotenes. Restauration Brainni. Heute, Mittwoch den 9. d. Mts.: | Metzelsuppe, sowie jeden Tag Hausmacher-Wurst. i_, Damen - Wintermäntel, Kleiderstoffe, Sbawls, Unterrockzeuge, Bett-, Tisch-, Reise- und Tmß- teppiche, latere an Stücken und abgepaßt, Gardinen jeder Art wollene und seidene Fourlardstücher, Leinen, leinene Taschentücher, sowie Tuch, Buxkins, Paletotdoubles, sur Herren- und Knabenanzüge rc., empfehle in reicher Auswahl. __________________Moritz Heichelheim, Sellersweg C- 18.°». Schlitz gegen die Cholera!! f - . o*______ im Lenz'schen Felfeukeller. Chr. Lony, Bierbrauerei. 4 fl-, ab Lagerplatz, empfiehlt ^evingungen zu ve der Exped. d. Bltts. S. Katz en stein, Holzhandlung. Für Kunstsreuttde. _ ^5?3) Die große Sammlung von Kunstwerken, bestehend aus interessanten und werthvollen Onginal-Oelgemälden rc., welche sich in der Kunsthalle im Palmengarten in Frankfurt a. M^zu einer Ausstellung vereint befindet, wird mittelst ^^^ngarten m Verloofung am 13. October 1872 zur Vertherlung gebracht. mrtnn ausMbrliche Programm nebst Verzeichniß der Kunstwerke wird an Jedermann auf gefl. Verlangen gratis und franco überschickt. 1x5 eines MnstNufts'bestL^"^ ift ®e''tcn »eäSaufonb^ zur Errichtung Kunstwerken z'u'gelanglw Gelegenheit bieten, um in den Besitz von N ct n Die Künstler-Gesellschaft in Frankfurt a. M. Bestellungen auf Loose a 1 Thaler sind zu richten an unser Vorstandsmitglied Herrn t 3r.,, , Otto Coruill in Frankfurt a. M. ------^te Zlehungsltsten und Gewinne werden den Töeilnehmern pünktlich überschickt. 4344) von ! 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Wer hat darauf zu sehen, daß unser schöner Marktplatz (Oswald'scher Garten) nach Abzug von Seiltänzern, Menagerien, Kunstreitern rc. wieder so hergestellt und geebnet wird, wie es sich gehört? Gegenwärtig sieht derselbe wieder sehr verwahrlost aus, schon seit Sonntag Abend liegen mehrere sehr lange Fichtenstangen quer auf dem Platz, dann stehen verschiedene Pfähle in der Erde welche Fuß hoch herausstehen, ohne der tiefen Löcher und der Steine, welche umherliegen, zu gedenken, und heute ist es schon Mittwoch. Es muß wahrscheinlich erst ein Unglück geschehen sein, ehe man daran denkt, dieser Unordnung ein Ende zu machen. Wenn man bedenkt, wie belebt dieser Platz bei Tag und Nacht ist, so ist es wirklich eine Ungerechtigkeit gegen das Publikum, daß man solche Mißstände so lange an- stehen läßt. _________________________ 4712) Am Samstag ist auf dem Wochen- markt bet einem Wiesecker Mädchen ein Schirm stehen geblieben. Der rechtmäßige Eigenthümer kann denselben bei der Expco. d. Bltts in Empfang nehmen.___________ Beginn des neuen Jahrganges. 4703) Zum sofortigen Eintritt suche ein ordentliches Dienstmädchen. _______August Weidig, Kreuz D. 2. 4713) Ein Mädchen, das schon bei Kindern gedient hat, wird gegen guten Lohn zur Wartung zweier Kinder auf den 1. November gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bltts.________________________________________ 4704) Zwei elegant möblirte Zimmer, am liebsten in der neuen Anlage oder auf dem Seltersberg, werden zu miethen gesucht 4677) Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Schloßgasse B. 6, 3. Stock. 4662) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 57.___________________ 4424) Der 3. Stock in meinem Hause, E- 97, Alicenstraße, ist pr. 1. November zu vermiethen.___________ H. Adami. 4696) In Lit- E- Nr. 82, Seltersweg, ist ein gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu vermiethen. Näheres in der Restauration Gerhard. Bermiethungen. 4708) Ein möblirtes Mansardenzimmer nebst Cabinet ist zu vermiethen bei _______________Louis Busch Wittwe- 4714) Der mittlere Stock meines neuerbauten Hauses in der Frankfurter Straße ist durch Wegzug des seitherigen Miethers anderweit zu vermiethen und alsbald zu beziehen._________________I- Lehrmund. 4113) Eine freundliche Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Vorplatz und großem Boden ist an eine stille Familie zu ver- miethen. Marktstraße D- 217._____________ 4706) Durch die Versetzung des Herrn Kreisrath Kekul6 ist das von demselben seither bewohnte Logis, bestehend in 2 Zimmern, anderweit zu vermiethen. _______________Louis Busch Wittwe. 4303) Daö seither von Frau Obcrpfarrer Seip bewohnte Familienlogis im Brühl'scheu Hause am Brand ist durch deren Wegzug zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 4651) Neustadt Lit. D- Wr. 54 ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 4055) Der dritte Stock meines Hauses, aus 8 Piäcen, Küche, verschließbarem Corri- dor u. s. w. bestehend, ist zu vermiethen. I. G. D- Bapst. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen llniv.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Les O einzusk .-«WM t Doüag Wns Kosten Vit J?i Vchkit lchng liehen £ üzugebi Aurschu! sprechen Actieng „Tenn Wachst Grund. Wdf "ach wii Vie Rede B. trüber tit SRqi 23 Tg, jUsallW Zch im >öa letzterer von 225 Döjltct Fonds, für den ’ Arrpra'ß h'a »< 8«fri< '“fy trs , Gin ’Wt K find. Sh ÖS