' ^teqtn * 84; e^eI>l täglich W Dirigmtm Ä-Mayer, V- Md d; bad 8er- n:el> ünftdt empfehlen zum Ausem/men ic- Zeugnisse rc. tttiif liberalen. iehr! linzlar. auicnbeTfl. ,nilalt In 0U5 einer * „f Mtt CcW«; „ und $«*“ tr.)*elUX9' Drei- vtertrljührig i fL 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Erscheint täglich, mtt Sue» nähme Sonntags. Expedition: Eanzletberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Np. S«S^ Freitag den 8. November SOLL. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Poftboten entgegen' genommen- Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und Deccmber zu 40 fr. Amtlicher T h e i L. Bekanntmachung. Die verehrlichen Mitglieder des Spar^ und Leihkasse-Vereins des Bezirks Gießen werden zu der Samstag den 16. November 1872, Nachmittags 3 Uhr, in dem Universitäts-Canzleigebäude stattfindenden Hauptversammlung eingeladen. Tagesordnung^ Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1871. Ersatzwahlen des Ausschusses. Gießen, den 31. October 1872. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins zu Gießen. Haberkorn. Politischer T b e i ü 307,625,380 Mark in Zwanzig - Markstücken und 36,599,080 Mark in Zehn- Markstücken bestehen. Berlin, 6. Novbr. Beziehentlich der Ermeländischen Fragen ist aus Braunsberg eine Petition römisch - katholischer Familienväter um Aufhebung von Gewissenszwang und um Gleichstellung derselben mtt den Bekennern anderer Confefsio- nen an das Haus der Abgeordneten nach Berlin abgegangen. Die Petition erhi'lt an inem Tage 143 Unterschriften von Familienvätern aus Braunsberg. Dem Vernehmen nach werden, da die Ermeländischen Fragen im Abgeordneten- hsluse nächstens zur Verhandlung kommen sollen, aus mehreren Ermeländischen Conseil unter des Kaisers Vorsitz berufen werden. Berlin, 6. Novbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt: Es könne nie vergessen werben, daß das Herrenhaus eine Gesetzvorlage wesentlich amendrrt habe, nicht, um sie in dieser Gestalt anzunehwen, sondern zu verwerfen. DaS Blatt bezeichnet die KreisorbnungSfrage als eine erste Etappe und schließt folgendermaßen: Es wird nothwendtgerweise bie Befürchtung, diesem Hindernisse auf jeder weiteren Station vielleicht noch in verstärktem Maße und zu noch schwererer Benachtheiligung von StaatS-Jntcressen zu begegnen, in'S Gewicht fallen und läge es nur in der Logik der Thatfachen, wenn die Erwägungen auf ble innere Natur dieses Hemmnisses sich richten sollten, anstatt nur die Mittel zu dessen momentaner Beseitigung in's Auge zu fassen. Fulda, 5. November. Auch die diesmalige Kirchweihe ist nicht ohne einen Exceß des Militärs verlausen. Am Sonntag kam es im Dorfe HoraS während der Tanzmusik zu einer Prügelet zwischen Infanterie und Artillerie, wobei auf beiden Seiten Mehrere nicht unerheblich verwundet wurden. Ein Artillerist erhielt von der herbeigeeilten Patrouille eine lebensgefährliche Stichwunde. Der Thäter, welcher sofort arreltrt wurde, hat sich im Gefängnisse entleibt. Straßburg, 2. Novbr. Die Vorstellung des neuen Rectors unserer Universität fand heute Vormittag 11 Uhr unter Anwesenheit des Oberpräsidenten von Elsaß - Lothringen, der Generale v. Hartmann, v. Stein, v. Kaminski, v. Wittich, mehrerer sonstiger hervorragender Persönlichkeiten, sowie der fast voll- zählig versammelten akademischen Jugend statt. Voran die Pedellen, schritt das zahlreiche Lehrerpersonal der Universität in den Saal und nahm auf den bestimmten Sitzen Platz. Der neue Rector, Herr Dr. de Bary, bestieg dann die Rednertribüne und verlas zunächst einen eingehenden Bericht über den Personenbestand Deutschland. Darmstadt. Wie der „Main-Zeitung" mitgetheilt wird, hat die Großh. Regierung schon vor längerer Zeit dem bischöflichen Ordinariat in Mainz erklärt, daß, wenn sie taö seither bet Bestellung von katholischen Pfarrern übliche Verfahren vorerst einhalte, um die nothwenkige Wieoerbesetzung erledigter Stellen nicht auf unbestimmte Zeit zu verzögern, dadurch den Rechten des Landesherrn in keiner Weise präjudicirt werden, vielmehr dessen aus den seither geltenden Normen, namentlich der Verordnung vom 8. Februar 1830 folgende Rechte ous- 1 ^Darmstadt, 7. Novbr. Mittags. Die Landtags-Session ist soeben durch Minister Hofmann geschlossen worden. Derselbe dankte den Standen für ,hre Mitwirkung zur Ueberwinvung der Schwierigkeiten, die der Uebergang in durch das Jahr 1870 geschaffenen Verhältnisse dargeboten habe. Berlin, 4. November. Die Gesammt. Ausprägung der Reichs. wölb- münzen stellt sich bis 19. Oktober d. I. auf 344,224,460 Mark, wovon drücklich Vorbehalten werden sollen. Das settyer übnait hurin 1 fcofe der Bischof vor definitiver Ernennung eines Pfarrers bei der Staatsregierung auzufragen hat, ob diese in bürgerlicher und politischer Beziehung bei der Er- I Nennung nichts zu erinnern findet, und daß im Fall der Beanstandung die Er- I Nennung nicht stattfinden darf. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Regierung, ' dem von ihr ausgestellten Programm entsprechend, auch das hier fragliche Ver- bältniß durch das der nächsten Ständeversammlung vorzulegenve Gesetz zu ordnen. Darmstadt, 6. November. Heute Vormittag 11 Uhr findet eine gemeinsame Sitzung der beiden Kammern der Stände im Sitzungssaal der zweiten Kammer statt, in welcher der Landtagsabschied verlesen und der gegenwärtige (20.) Landtag im Auftrag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs durch Seine Exccllenz den Minister Hofmann geschlossen wird. Darmstadt, 6. Novbr. Der zwanzigste Landtag gelangte heute zum Ad' schluß feiner sechsjährigen ThäNgkeit, wenn man von der morgen stattfindenden förmlichen Schließung, bei welcher er zu einer nur passiven Rolle berufen ist, ab- sieht. Einstimmig und ohne jede Debatte trat die erste Kammer den Beschlüssen der zweiten über die Regierungsvorlage, rcsp. den Antrag der Abgg. Hallwachs und Goldmann wegen Penstonirung der Civilbeamten bei, dagegen wurde der Beitritt zu den über den Antrag der Abgg. Wernher und Dumont bezüglich des Mainzer Universitätsfonds von der zweiten Kammec gefaßten Beschlüssen, in der Hauptsache wenigstens, nicht beliebt, womit das hohe Haus seine Thätigkett schloß. — Die zweite Kammer, welche gleichzeitig tagte, wurde noch durch eine Eingabe vieler Bürgermeister behelligt, die eine Aufbesserung ihrer Gehaltsbezüge durch den Staat verlangen, welche gewiß eigenthüwliche Petition mit großer Her- terkeit ausgenommen und einfach ad acta gelegt wurde. Die Kammer, die aus sachlichen Gründen ein großes Interesse daran haben mußte, daß ter Gesetzentwurf über die Verschmelzung der verschiedenen Claffen der Gemeinde-Umlagen wirklich zu Stande kommt, trat dem deßfallstgen Beschluß des andern Hauses bei, wonach zukünftig eine erbliche Theilung von Gemcindegut auf Grund des Ortsbürgerrechts nicht mehr statthaft ist. Bezüglich des Mainzer Univcrsitats- fonds, bezw. dessen Verwaltung, wurde trotz des gegenwärtigen, in keiner Weife motivirten Beschlusses des andern Factors auf den deßfalls gefaßten Beschlüssen beharrt. Der Präsident schloß hierauf die Sitzung unter Hinweis auf die wett- aeschichilichen Ereignisse, die sich im Laufe der Legislaturperiode vollzogen, und mit der Erwartung, daß die Arbeiten der Kammer das Beste des Landes gefor- dert, worauf Abg. v. Gagern Namens der Kammer dem Präsidium den verdienten Dank für dessen Geschäftsführung aussprach. . Darmstadt, 7. November. Prinz Alexander ist nach Dresden abgereist, um im Auftrage des Großherzogs das sächsische KönigSpaar zur goldenen Hochzeit Städten ähnliche Petitionen nach Berlin, abgehen. Berun, v. ^covvr. uie ,,^rov.-Eor»r^. , - - -k die konservative innere Politik des Ministeriums BiSmarck'S wirft und das Scheitern der Kreisordnung als des Grundsteins aller weiteren inneren Neugestaltungen durch den Widerstand des Herrenhauses bespricht, sagt: „Bei der Errichtung ves Herrenhauses ist die Vorkehrung getroffen, daß dem Könige in Fällen von entscheidender Wichtigkeit die Macht nicht fehle, den hartnäckigen Widerstand einer augenblicklichen Mehrheit des Hauses zu brechen. Wenn die Regierung in dem jetzigen Falle diese Machtbefugniß gebraucht, so wird eS mit der Absicht der Wirkung geschehen müssen, daß das Hrrrenhaus künftig vor einer ähnlichen Ver- leugnung seiner Stellung und seines Berufs und der Nothwendigkcit einer erneuten äußeren Einwirkung bewahrt bleibe." — Dasselbe Blatt meldet: Die Staats- regierung ist beschäftigt, den Kreisordnungs - Entwurf unter wesentlicher Aufrecht- erhaltung der mit dem Abgeordnetenhause vereinbarten Grundlagen, jedoch unter Abänderung einzelner erhebliche praktische Bedenken erregender Bestimmungen neu festzustellen. Der Entwurf geht zunächst dem Abgeordnetcnhause zu, wo ave Aussicht zu einer wiederholten Annahme in kürzester Frist vorhanden ist. Bis dahin werden die Maßregeln zur Sicherung des Gelingens der Reform auch im Herrenhause getroffen sein. Der Kaiser widmet der Durchführung der als uner- läßlich erkannten Maßregeln die vollste Theilnahme und Entschiedenheit. Der Ministerrath wird voraussichtlich nach des Kaisers Rückkehr von Springe zu einem Spanien. Madrid, 2. November. Verwischte». er ne aus dem Munde zu pfänden?" Loeal-Notiz. Börsenberichte. der beiden sich die Hände reichenden Semester nebst sonstigen bezüglichen Daten, der Nationalversammlung vertrauend, Land sodann eine sehr ausführliche Abhandlung über die naturwissenschaftliche Pflege ' ~~ an der Universität Straßburg von frühesten Zeiten bis auf die Gegenwar Damit war der Vorgang nach eir.stündiger Dauer beendet. Oesterreich. Wien, 4. Novbr. Die Cholera tritt in Ofen zwar nicht verheerend auf, aber sie scheint ihr Domicil dort doch für einige Zeit aufschlagea zu wollen; das giebt den Wienern zu denken und lenkt ihre Aufmerksamkeit mit zunehmender Intensität auf den Fall des Erscheinens der Cholera in der Kaiserstadt. Die Fürsorge für die Gesundheit der Bewohner Wiens oder vielmehr für die Beseitigung von Mißständen, welche zur Hervorrufung oder Verbreitung von Epidemien beitragen können, liegt dem LandessanitätSrath ob. Der Sanitätsrath verfügt und die Gemeinde befolgt feine Anordnungen durch Vermittelung des Bürgermeisters, oder sie fetzt denselben Widerstand entgegen, indem sie beispielsweise die DeSinficirung der Aborte durch SanitätSdicner nicht gestattet. Ein Zwang steht den Abgesandten des Landessanitätsraths gegen die renitenten Hausetgen- thümer nicht zur Seite und so bleibt es denn in das Belieben der Herren Wirthe gestellt, ob ein gefährlicher Herd für die drohende Epidemie bestehen bleiben oder beseitigt werden soll. Man zuckt hier, wenn diese Dinge zur Sprache kommen, einfach die Achseln und fügt hinzu: „Wem nicht zu rathen ist, dem ist auch nicht zu Helsen," daran aber, daß diejenigen, welche eine solche durch die gewöhnlichste Vorsicht gebotene Maßregel hindern, die Gesammtwohlfahrt der Bevölkerung gefährden, daran denkt das sorglose Völkchen der Phäaken nicht. Frankreich. Aus Frankreich ist schon wieder die großsprecherische Proklamation cineL 'n- . 3n der Nähe von Figueras wurden drei Post- kutschen von den Carlisten angehalten und die Reisenden vollständig ouSgeplündert. Einer der letzteren — glücklicher Weise ein Engländer, so daß also Aufhebens genug von der Sache gemacht werden wirb — und ein Postillon wurden auch verwundet. Der Bandenführer Sadaüs befand sich in San Cipriano, wo er die Steuern für drei Monate erhob. Sein College Cacula griff am 1. d. bei Pobleta einen militärischen Krankentransport an; der Führer de; Begleitmannschaft Durve verwundet und ein Wagen mit mehreren Kranken fiel den Carlisten in die Hände. Man steht, die Vorkämpfer für „König Karl, Kirche und Vaterland" erringen sich täglich neue Lorbeeren; heute berauben sie wehrlose Reisende, morgen versteigt sich ihre Tapferkeit so hoch, daß sie kranke Soldaten gefangen iu nehmen wagen. a er einen Rechnungsauszug auf 108,000 Frcs. vorgewiesen hatte, der die Aut- JWnbe Rechtsfrage wird in einer amerikanischen Zeitung Ä* -us )hn . ßHentt ha.,?,. s°' Ä ÄÄÄ3.2 2 Gießen, 8. November. Die Diebstähle im Felde scheinen sich zu mehren. 3m Altenfeld ?T/‘ne g,stahl.»! m einem ®arten auf der Schoo? d7e S snrlb '"" ^lßen gehen und in der Schwarzlach wurde eine Kunstoperation an Weißkraut biebf10 Meister im Annektiren vermuthen läßt. Es wurden nämlich m °r,unft9eted)t den großen Blattern herauStranchirt, daß man nur in der Sieben Graben erkannte. — Ferner würbe in einer gewissen Gasse von einer gewissen Frau e ne T?ackt^ ‘vobii oon Etgcnthümer der Annektionslustigen eine Tracht Prügel auf einen gewissen Korpertheil applicirt würbe, die ihr wohl bie Gelüste nach unseren"Ba^hnhof.^^ ließen. - Heute Mittag 12 Uhr pasfirte bie Kaiserin Augusta Cngland. 2. Novbr. lieber den Schiedsspruch des Deutschen Kaisers bat sich d e offenUlche Meinung von Tag zu Tag mehr beruhigt. GneS der enigen Llalter, welches schon von Anfang an eine richtige Auffassung bekundete, die Sa- turdap Revww, spricht heute seine vollständige Billigung ves kaiserlichen E.,tfchei. M aus; „Der Deutsche Kaiser bat keinen völkerrechtlichen Grundsatz ausgestellt. Man kann nicht aus der Behauptung beharren, daß der Vertrag oon 1846 in unzweideutiger Sprache den Rosario-Canal gemeint habe. Keiner der beiden An- pluche deckte sich mit den streitigen Worten ganz genau, und der Schiedsrichter, dem eine dritte Möglichkeit nicht gegeben war, entschied nach seinem besten Ur- tyetle gegen die Forderung Englands. Es ist unmöglich, den Nachweis zu führen, dag sein Ausspruch das Richtige getroffen habe; aber eben so unmöglich ist es iu beweisen, daß er nicht das Richtige getroffen habe. Wie es scheint, würde 0ern n”c praffm e»°nzen ni fl ä V »°r Schmerz, als er die Kapitulation des Vcrrathers^chedwest nledeiger. . , Herren, der ich altes gallisches Blut in mir ff ff .”il d°b°> °p"e'e im Bougie für Frankreich und verlangte in Algier, de» Berfprechunge» ES? -'nEmpfehlungsfchreiben für die^PMe^^i.^^. A MZ ^b°r Herr Pierre fah, w>e so viele Andere, 9 n ba " Menschen und Dinge richtig beurtheilt, so verlor er bie Geduld und kehrte nach Nancy zurück, jeden Gedanken an Niederlassung in & aUf8^nC ; 2ch glaub- nicht, m. H, daß Sie einen einzigen guten Grund zu Ihrer Rechtfertigung anführen könnten. Eine nie wiederkehrende Ge° legenheit, Algier zu bevölkern, bot sich mit allen politischen Conseauenzen dieses b-°-uttnd.n Ar.s, und gl-echz-ittg konnte unseren unglücklichen Lanbleuten eine aÜ^Abll^^"dtgung geboten werden. Durch Ihre Handlungsweise sind die Kn TÄ"st ffnur todte Buchstaben gebliebin und sterben täglich Familien unter B-rfluchung de« französischen Vaterlands. J» Bougie ist ern Dorf, Namens La Reunion. Seit dem Mai, wo einiae cinwanderer in von Arabern, die mit Stockhieben augetrieben wurden, crbautm fff" worden sind, warten und warten diese Einwanderer immer -a?. "le Ländereien, die ihn.n zugetheilt werden sollen. Diese Einwanderer sind ® J “ff.® ' >hnen sind gestorben, andere wollen, wie das Gerücht Ku» f,C tcS p"«b schen Consul« wieder nach dem Elsaß zurückkehreu. anfangen, um die Mill^0Nen"vor'"Colmiill-n^nach^!>N t^ ' C6h • e> ^"lierbar Wiener G-ldverhältnlssen scheint momentan -ine Erleichterung eing'ttrtTen" ju "fein""tooiu‘ Sie so prahlten y U Uolunißen nach Algier zu bringen, mit denen günstige Positionen -onstaiir.nde Au-w-is der Nationaiban! den Comm-Niar bilden dürfte I v uyntn. Staatsbabn wirkte bie nach hem ___.. chauvinistischen Generals zu verzeichnen. In einem an das 7. Armeecorps (Tours' gerichteten Tagesbefehl erklärt nämlich General Chanzy, daß Frankreich die bis jetzt von ihm innegehabte Stellung auch fernerhin in der Welt beizubehalten ent- schloffen sei. Die Armee müsse daher mit gutem Beispiele vorangehen, allen Par- teibestrebungen fern bleiben, mit Selbstverleugnung und unbedingter Ergebenheit der Regierung dienen, die Ordnung im Innern aufrecht erhalten und auch nach Außen hin, wenn nothwendig, der französischen Fahne Achtung verschaffen. — Daß es Frankreich nicht an dem guten Willen fehlt, „die bis jetzt von ihm inne- gehabte Stellung auch fernerhin in der Welt beizubehalten", bezweifeln wir keinen Augenblick. Glücklicher Weise hat aber die europäische Machtvertheilung durch die Gründung des deutschen Reiches eine so bedeutende Veränderung erfahien, daß wir uns vor der angestrebten Wiederherstellung des früheren französischen UebergkwichtS nicht zu fürchten haben. Paris, 4. Novbr. Der hiesige Correspondent der „Jnd^pendance" schreibt: „Der M'nisterrath wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Tagesbefehl deo General Ducrot, welcher za bedauerlichen Erörterungen geführt hat, beschäftigen; es wäre möglich, daß em Tadel ausgesprochen wurde. Graf Arnim hat sich nicht bei Thiers beklagt, aber er wies in einer vertraulichen, freundschaftlichen Unterredung auf das hin, was die Deutschm die Wortbrüchigkeit des Genera! Ducrot nennen. Zwischen dieser Bemerkung und einer Beschwerde, wie man sie dem Grasen Arnim in den Mund gelegt hat, ist ein großer Unterschied." Paris, 4. November. Ein Metzer, Namens Flbvöe, welcher seine Familie fiaH* — '-(T—r **W,e‘ *—• einen lumtmuvitn offenen Bries an den Generalgouverneur der Colonte, Herrn v. Gueydon. Wir lassen die persönlichen Angriffe, soweit es irgend der Zusammenhang gestattet, bei Sette und entnehmen dem Briefe in thatsächlicher Hinsicht folgende Stellen: Der Sequester, von dem Sie so viel Aufhebens machen, ist — Sie wissen es recht gut — nur ein Köder. Die auf dem Papier aufgezähltcn Dörfer existiren nur in Ihrer Einbildung, es sind Dörfer ä la Potemkin. Die Ländereien, mit 6en!n S'e so sehr geprahlt, sind reiner Spott . . . Ich habe einen Augenblick geglaubt, die Nationalversammlung habe, indem sie für die Annectirten 100 000 Hektaren und Unterstützungsgelder votirte, einen wirklich nationalen und patrioti- schen Gedanken gehabt. Sie, mein Herr, von der Regierung beauftragt, ihre Unterschrift zu honoriren, haben ihr Ehrenwort protestiren lassen! . . . Mein Landsmann, Herr Pierre, früher Apotheker in Metz, der von den Preußen zum Tode verurtheilt wurde, weil er vielen unserer gefangenen Soldaten zur Flucht verholsen hatte, kam, nachdem er ihren Händen entronnen war, im Vertrauen aus die Vertage, nach Algerien, um sich dort niederzulassen. Vor ihm schon war em m nißerieüer Befehl eingetroffen, ihm 300 Hektaren zu überweisen, auf denen lothringische, zur Auswanderung gcnöthigte Familien unterbringen wollte. Da er einen Rechnungsauszug auf 108,000 Frcs. vorgewiesen hatte, i i4' bit Mf 3t (*h M 1 WÜHtyrei tut* b,*i Sie und dtk Nechenslhaft 1 N), m Bougir. lv er da- Uv. b'e Provinz» ««« sofort rGentrn Del [4 braustragt, ul4t Personal gröhttts Un> ;(P 3n(ptclorei 'inneren umge. 4 die Heben und Oßiglti M drei Kost- ouSgepIündert. / l(o Aushedml wurden auch no, wo er dir am 1. d. bei giritmannschch Erlisten in tii nd Laterlanr" lose Reisende, n gefangen |ö tn Kaisers jui n.S verjeoiges endete, die Sa- lechen Eiitfchei- )satz ausgestellt. m 1846 in tr bitten A- rch'.kdsrichier, m besten Uv >tie i» sthltit, möglich ist er, cheiat, Mte nn iHv nicht tit" !ani|4tn 3- AAkT Bremer DamMUahrts-Gescllschnst. 4913) Von Bremen nach Newyork wird am November cxpedirt der eiserne Schraubendampfcr I. Classe Sniidt Capt. A. Dannemann. Passage-Preise einschließlich Beköstigung: I. Cajüte Crt. Rthlr. 90 II. Cajüte Crt. Rlhlr. 30. Zwischendeck Crt. Rthlr. 45 für die erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte, Säuglinge Crt. Rthlr. 3. — Auf portofreie Anfragen ertheilen nähere Auskunft Siedenburg, Wendt Co. in Bremen«