1872 Montag deZl 8. Jnli Nr. 157 aas Deutschland. II ■< so »; H f >e r r tt i P,-is vierteljährig 1 ft l2 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Der Räumungsvertrag und die Parteien. In Frankreich wird jede Frage de- Lande« zu einer Patte,frage und »°» den Parteien zunächst unter die Frage: cui bono - gebrach«. E« ist daher nickt verwunderlich, daß der Raumung«»ertrak! »°« • • •-, obwohl er dem französischen Interesse mit so wesentlich-« G»©JütH »ur kommt, von denen mit Heftigkeit angegriffen wird, welche m ihm na; Wtttri i Consolidirung der gegenwärtigen politischen Lage Fr°refteich«, d. h. z L ^si k « der Republik Thier«' erkennen; zumal gerade diese Wirkung de« -ll-rirag gehaltenen Rede statt der unfruchtbaren Rachegedanken, uuterBerufungaufDescarteS und das „cogito - ergo sum!" v-rwle-, einen praktische» Trostspruch zur Wiederaufrichtung de« Nationalb-wußtsein« an die Hand gab. _ „Wir stehen nicht vor unseren ersten Niederlagen — sagt- « » auch nicht bei unserer ersten Auferstehung. Nein, dl- Seele Frankreich« ist noch gisvnd. Wir arbeiten und denken; folglich sind «ir lebendig. Diese satz st ebenso unumstößlich, wie jener d°« DeScar,es ... Da« Bedursniß, sich m d« Freiheit i« verjüngen und durch Arbeit und Frieden wieder aufzurichten, dieselbe» Symptome, 7L7 nach 1815 da« Erscheinen einer friedliche» und zug e.ch ft-pftren arbeitsamen und kühnen Generation bezeichneten . . - E« ist immer, besonder« nach einer Niederlage, besser: zu studir.n, als zu bi«putiren E« ist wohl unter allen Umstanden ,n Frankreich ein Wagn'b, solch. Meinung au«zusprechen, für den viel angiseindeten I. «imon aber rine Kuhnhe t wenn nicht in der Rede ein Beweis für die umgewand-lte Stimmung Frankreich« läge, welche ja auch durch die Mäßigung Gambetta» bezeugt wird. Wenn aber Frankreich wirklich dahin gekommen ist, zu b-greisen,daß m r Arbeit da« beste Mittel zur nationalen Wi-dererhe ung: -geben^'st^,s° ,'oirv der Räamungsvertrag um so mehr und bejfet ju p I .,.. Thier« gewürdigt «erden, al« feine Tendenz ersichtlich dahin geh', ft.-dl'ch-n, d. h. seiner nationalen Arbeit zurückg-g-benrn Frankreich auch dft Gunst -mer vollständigen Befreiung zu gewähren, bevor e« seinen finanziellen Verpfl ch 8 bis zu deren gänzlichen Erledigung gerecht geworden ist. A-ußerungen ergeht uver °i- ,^HH.-chisÄ- Opposition. Unterhandlungen an den Tag gelegt hat, und W - ohnmächtigen und unten Worten de« Herrn Th.er«, als die Opposttton einer „ Schluß, daß ' verb.ffe'lichen'- Partei charak,er.sirt haN '°°"wI -S z S» « Republikaner ' so verschieden- Haftung der Royalist.» -Il r Gattungen „ oller Schattirungen H-trn Thier« unm°gU-l>^-«'8 mit der Lbli?'welch7in"EurL Niemanden m.br SL"Ä S« Ä“ ”5 Ä*- Ende bringen konnte." welchen Widerspruch mit sich s-kb-r E« ist hier nicht der Ort, zu i-tg-n, « welch-‘ aJfae^ate Auffassung der ehemalige Diktator durch die «on in8 6tt Vergeßlichkeit gebracht wird; die politischen Männer Fron' ack« find-« t» SB $ * ihrer Landsleute sehr l-icht V-rztihungfur ihr ' , e(nem Prüfstein -in- Pikante Situation, welch- den j»1, $t)i„a ua» die Republik, de« französischen Patriot,«mu« fttrnW stehen und fallen zu sollen welche Niemanden mehr erschreckt, mit diese üLftäntiqteit wegen — tmmer scheinen, daß Frankreich, tidem es d zugleich an dem Wohl» noch mit'dem Revanchegedanken geschmeichelt s-, will. zug wollen der Macht, an der die Revanche genommen werden konnte, . MX« tt-fÄ" &- Bcstcllungei, ans den Gicßcucr Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. ' weich- d-° W«« M d.r E,pe»i.i°» M-'-ii -rii-lt-" dwft,b.n st. d-,« HI Ou.rtd j- . li. f 5 Die monarchische Rechte mit Einschluß der Ulttamontanen find a ° gegen den Vertrag: jene, n>til sie nicht will, daß die Republik sich befestige,.diese, weil sie fürchte», daß da« Wohlwollen, welche« deutscherseftS d.m Prasid.nt.n der Rrpublik bewiesen wird, und »on welchem dieser sehr wohl begreifen muß, ck ■- Vor.heil er darau« zur Befestigung seiner Position r'-h-n kann, ihn b-st,mn' N könnte, sich gegen den deutsche» Einfluß auch auf dem Gebiete willfahr g r z beweisen aus welchem Thier« lediglich in ihrem Interesse arbeiten sollte. Die Uftramv'ntanen fürchten, Herr Thier« konnte die Vor.heil- gute..Beziehungen,zu Deutschland so sehr schätzen lernen, daß er darüber am Ende die alten sranzostsch Traditionen bezüglich Italiens vergessen mochte. ^.wnalver- Man darf daher aus heftige Debatten in der französischen N°t'°nalver- sammluna aefoß fein, obwohl es mindesten« den Bonapartlsten schwerfallen wird, aeaen Herrn Ä'-r- Front zu mache» und ihm den Lohn der Anstrengungen zu versagen, denen er sich unterzogen hat, um Frankreich au« dem Abgruude zu retten, in dessen Tiefe es durch die Thorheit de« Kaiferthum« gestürzt wurde. Freftick auch durch di- Tdorheit der Republik Gambefta'S. Aber di- Republikaner, unter der Leitung Gambefta «,^sind ^ug^«-uug, ihre Thorheit dadurch aus dem Spiel zu dringen, vatz i \ * - “ÄÜ.?«»i--.' -*/- t« IM. ,.n,e Sct-iuler d" gXn'Uu rrtobilld,,, jsws L jeSTSi SÄT s «SLL Präsidenten der Republik g-w.sserwaßen m V^us feine ^g ^ ^j. bezeigt hat, indem es ihm gegen seine offenen undJj i) jn dtlbmn ftanO lieh und sein volles Vertrauen bewabrt , to f 9 , n nered)t seiner Zustimmung und stellte °u*/'n",a ^e/,n9tlr That unter den G.g-n- Interessen diesem kapitalen ^nieriffe n-ch, $ r»en P^tz einnkhmm muß.'' ständen der Ob orge einer nalionolen Regierung schmeichelhaftesten Und indem das republikanische Organ^ sich erhj,y6 bei Leitung der Darmstadt, 7. Juki. Die ®enet»I»erf«ntm(u«8 6rt Duncker, Franz Wirth, A°g. £T(e«S' .® 3*~. &»" ‘««‘i*’' Berlin, 5. Ju . saj ^bn drei Milliarden der französischen KncgS- 1 gelegenen beei kleinen Festungen X » noch bi« B-siß zurück, V" Hauptpl tz V sämmtlicher sonstiger zur Zuhlun» ^driften M« ^ib?n. Ebenso wenig ist e« Frank- firner »ollen R-fisumme in den ihm wiedereingeraumten t, vor g -nzulrarn. Besonder- bedeutsam muß dabet die ... .............,,........ «SäHSs® ...»- gesunden werden möchte. ihrer Meldung über ... ÄS S*‘*•£*; SBÄ»”Ä« . Vd,... «J SÄÄ... s <3o{ «1 c X bI heilige Kirche straflos mitKoth zu bewerfen, während die armen Geistlichen gleich mit Gefängniß bedroht würden, sobald sie ihre Stimme erheben." München, 6. Juli. Gestern Abend ist der Erzbischof von Utrecht, von einem CanomcuS begleitet, hier eingetroffen und am Bahnhöfe vom königlichen Oberceremonienmeister Grafen Moy, Oberstaatsanwalt Wolf, Professor Friedlich und anderen hervorragenden Altkatholiken empfangen worden. Oesterreich. Wien, 3. Juli. Etwa 400 beim Baue des Weltausstellungspalastes im Prater beschäftigte Arbeiter rotteten sich am 2. d. Nachmittags um 5 Uhr vor der Cantine des Paul Schwarz nächst der Rotunde zusammen und drohten unter vielem Gelarme die Cantinbaracke zu demoliren. Es blieb auch nicht bei der bloßen Drohung, sondern nach wenigen Minuten drang eine Anzahl der Tumultuanten in das Local und zertrümmerte den größten Theil der Gläser. Der Leiter der PolizeidirectionSabtheilung im Prater, Obercommiffär Stryskal, erschien alsbald mit einer Anzahl SicherheitSwachleuten auf dem Platze und nur dem taktvollen und besonnenen Vorgehen des genannten Beamten ist es zu danken, daß die aufgeregte Menge von ihrem Vorhaben, das Local ganz zu demoliren, abließ und sich nach und nach beschwichtigte. Die sofort vom Obercommissär SteySkal eingeleiteten Erhebungen über die Ursache des Aufstandes ergaben, daß dieselbe in der gerechtfertigten Unzufriedenheit der Arbeiter liege. Der Bauunternehmer Harkort, dem diese Arbeiter unterstehen, hat sich einen eigenen Can- tineur in der Person des obgenannten Paul Schwarz beigestellt und zwang die Arbeiter durch Auszahlung der Vorschüsse in Blechmarken, die nur bei Schwarz für Speisen und Getränke anstatt des Geldes abgegeben werden konnten. Nun wurden aber den Arbeitern für solche Marken stets kalte und nicht besonders schmackhaft zubereitete Speisen, sowie das Bier um einen höheren Preis verabreicht, weßwegen die Unzufriedenen ihrem Unmuth durch diesen Tumult Luft machten. Wien, 6. Juli. Die Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritt Stremayr's, entbehren, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, jeder Begründung; ebenso bezeichnen Pester Nachrichten die Ausstreuungen über Spaltungen im ungarischen Ministerium und über eine Zersetzung der Daekpartei als unrichtig und als Partei- mauöver der Opposition. der Präsident durch Herrn Darthelemy Sainte-Hilaire dem Marschall mittheilen, daß er ihm den früher erbetenen Urlaub bewillige und ihm gestatte, solchen so» fort anzutreten. Damit wäre der praktischen Ausführung des Complotts die Spitze abgebrochen. Es heißt ferner, Herr Thiers fei nicht entfernt davon, den Marschall Mac Mahon binnen Kurzem durch den General Chonzy im Oberbefehl der Versailler Armee zu ersetzen, ob als zeitweiliger Stellvertreter oder definitiv, hinge von Umständen ab. Eben so solle die Stellung des in Paris befehligenden Generals Ladmirault bedroht sein. Der Präsident ist ziemlich erbittert und erregt durch die Haltung der Majorität und will ihr zeigen, baß er das Haupt der Exekutivgewalt ist. Auf die Unterstützung der Linken und des linken Centrums kann er rechnen. Heute Morgen war Rsmufat in der Commission mit den anderen Ministern, welche den Vertrag mit Deutschland zu prüfen hat, und gab ungefähr die näm» lichen Erklärungen wie in der Kammer. Thiers ließ sich um 1 Uhr vor der Commission vernehmen. Es bestätigt sich, daß Thiers dem Vorstande der repu» blikanischen Linken erklärt hat, daß er aus der Steuerfrage keine RegierungS- frage machen, aber mit aller Energie feine Ideen vertheivigen, bis zum Schluß seine Pflicht erfüllen und sich an der Diskussion betheiligen, dann aber der Kammer die Verantwortlichleit für den von ihr gefaßten Beschluß überlassen werde. Die royalistischen Jntrtguen, sagte er, seien ihm bekannt, man brauche sich deßhalb nicht zu beunruhigen, Mac Mahon könne sich unmöglich zu solchen erbärmlichen Dingen hergeben. Was die Rechte anbelangt, so ist es vollständig richtig, daß dieselbe alle Maßregeln getroffen hat, um Thiers zu stürzen, falls er sich dazu hinreißen lassen sollte, die Cabinetsfrage in der Steuerfrage zu stellen. Die Sache ist am letzten Dienstag in einer Versammlung bei Johnston abgemacht. Das Triumvirat soll aus Mac Mahon, Ladmirault (Gouverneur von Paris) und Broglie bestehen. Alle Parteien der Linken berathen über die Maßregeln, welche zu ergreifen sind. Die royalistischen Blätter, darunter das Journal de Parts, läugnen freilich, daß die Royalisten ein Complott angezettelt hätten. Die Mitglieder der Rechten scheinen in Folge der allgemeinen Entrüstung, die ihr Auftreten hervorgerufen, Furcht bekommen zu haben; besonders unangenehm ist ihnen die Bloßstellung Mac Mahon's und Ladmirault'S, deren Absetzung von den Mitgliedern der Linken verlangt worden ist. Gerüchtsweise heißt es übrigens, Mac Mahon begebe sich auf vier Wochen in ein Seebad. Frankreich. Rußland. Der „Allgemeinen Zeitung" wird geschrieben: In den Asien. Amerika. ihrer heutigen einstimmig an. Paris, 6. Juli. Einer Note des „Journal officiel" zufolge bat die Regierung Maßregeln ergriffen, daß die deutschen Truppen auf keinen Fall bei den Einwohnern einquartiert werden. Die Regierung wird sich bemühen, die Occupatio« durch finanzielle vertragsmäßig zulässige Combinationen abzukürzen. Versailles, 6. Juli. Marschall Mac Mahon hat den gestrigen Abend bet dem Präsidenten der Republik zugebracht. Die Beziehungen zwischen Letzterem und dem Marschall sind die herzlichsten. Versailles, 6. Juli. Die Nationalversammlung nahm in Sitzung den Vertrag mit Deutschland ohne Discussion beinahe Die Minderheit bezifferte sich nur auf drei oder vier Stimmen. Newyork, 5. Juli. Es sind im Ganzen 1000 Menschen vom Sonnensitck ballen worden, wovon, 200 starben, hauptsächlich Kinder. Die Sterblichkett in zu jenen Zahlen Newyorks. Jetzt fängt Den indischen Posten zufolge haben sich die Hoffnungen auf eine gute Ernte am persischen Golfe erf llt und Getreide ist gegenwärtig auf Preise herabgesunken. Im Innern jedoch sind die Verhältnisse noch äußerst kläglich In Teheran unv Zspahan leidet die Bevölkerung noch stark an t’e?j.^U<.n8er6"0^' Au« Buschlie wirb einem in Bombay erscheinenden Blatte geschrieben, daß das Elend dort noch ganz unbeschreiblich groß sei, und daß w'-c°rum von den vor Hunger dem Wahnsinne nahen Armen in verschiedenen Fallen Menschen gelodttt und verzehrt worden seien. Ein Berichterstatter der Le- »ant Time« macht ähnliche Mit,Heilungen. 1 " Nach der Bombay Gazette bleibt die Hitze in Indien aan, ^r'- 3" Altahabad stand das Thermometer auf 115 und ®n Hyderabad auf 16 Grab Fahrenheit ,m Schatten. Am letztgenannicn Ort- verlor bas 15 Ulanenregiment einen Offikier, vier Mann und zwölf Svlbatenlindcr durch den Sonnenstich. In und um Puna im Dekan sind die Quell'n vertrocknei das Bieh stirb, hin und die Einwohner find froh, einige Meilen weit um echen Trunk Wasser zu wandern. Die Aussichten würden sehr trübe sein wenn ntrfct h* Periode des Monsunwindes unmittelbar bevorstände. ' ” ” $ 6 e Paris, 3. Juli. Die Einmüthigkeit der legitimistischen, clericalen, orleanisti- schen und bonapartischen Blätter, des Univers, der Union, des Monde, des Fan^aiS, des Constitutionnel, des Ordre, der Patrie u. s. w. gegen den Räumungs- Vertrag ist rührend: weil Thiers im Namen der Republik den Vertrag abgeschlossen, ist dieser nichts werth; weil Deutschland dem Präsidenten der französischen Republik Concesstonen gemacht hat, sind diese Concessionen nichts alt Fußangeln und Fallstricke! Das ist allerdings ein höchst bornirter Standpunkt, derselbe ist aber für ganz Europa ein Fingerzeig, was von diesen Menschen zu erwarten ist, wenn ihnen nicht der Daumen aufs Auge gehalten wird. Die Anhänger des Einsiedlers von Froschdorf, diese Schlauköpfe des Hauses Orleans, diese schwarzen Ränkeschmiede, welche Deutschland Haffen, weil es sich ihrer Schlingen zu erwehren 3nfaffrn von Chifelhurst, sie eifern gegen den Vertrag, mu» vic Anleihe zu eqepwcrYu tloer in oen ’-UMnoeirt zu erfflcken. Das Siecte äußert über diese Umtriebe: „Während die reaktionären Blätter täglich berunruhigende Gerüchte verbreiten, um dem Nationalcredite zu schaden, thun die Feinde der Republik in der National-Versammlung Alles, um den Vertrag, dessen Annahme sie nicht verhindern können, in Mißachtung zu bringen. Diese Umtriebe zeigten sich gestern m den Bureaux, wo die Angriffe auf die jetzige Regierungsform sich ungezwungen breit machten." Saint Marc Girardin hat ein Manifest im Journal de Paris erlaffen, worin er ganz im Sinne der Patrie und des Univers für die Thesis in die Schranken tritt: Republik und Petroleum sind eins und dasselbe oder das eine führt doch nothwcndig zu dem anderen. Um solche Sätze zu er- finden, braucht man nicht zur französischen Akademie zu gehören, meint das Siecle; das kann freilich jeder politische Narr. Cuvillier-Fleury hatte wahrlich Grund sich über diese Leute und über ihren Styl lustig zu machen. Der Herzog von Aumale hat sich beeilt, für Broglie und Girardin einzutreten, indem er durch die Blatter bekannt machen läßt, er habe den Brief Cuvillier-Fleury's im Journal des Gebots bitter getadelt. Das Univers giebt indcß zu verstehen, die Prinzen des Hauses Orleans dächten nur daran, sich auf die Seite des Stärkeren zu stellen und die Situation auszubeuten. Das Bien Public will die Beweise in Händen haben, daß der Herzog von Aumale bereits ein Cabinet fertig habe, das TylerS ersetzen soll; die Schwierigkeit besteht nur noch darin, ihn zu stürzen. , Das Univers meldet: „Rom, 2. Juli. Hier eine ernste Nachricht. Gestern hat der Cardinal von Neapel die Pfarrer aufgefordert, die Katholiken zu bestimmen, sich bei den Gemeinderathswahlen zu bctheiligen. Heute Morgen har der Papst rn einer Rede an die Gemeinde-Pfarrer diesen gesagt, daß es nothwcndig sei, bei den Gemernveralhswahlen zu interveniren, um christliche Gemeinderäthe an die Stelle der gegenwärtigen Gemeinderäthe zu setzen, welche gottlose Lehrer damit betrauen, die Jugend zu verderben." - Diese Nachricht ist jedenfalls ernst, da der Papst offenbar Conflicte Hervorrufen will und die italienische Regierung nicht dulden kann, daß der Papst, dessen religiöse Freiheit sie in jeder Beziehung achten mochte, durch eine offene Einmischung in die weltlichen Angelegenheiten neue Ruhestörungen hervorruft. Privatschreiben aus Rom, welche ein solch-s Vorgehen des Papstes in Aussicht stellen, drückten bereits die Befürchtung aus, daß. wenn der römische Hof sich auf dieses Feld wagte, es zu ernsten Dingen kommen könne, da die italienische Regierung entschlossen sei, selbst zu den äußersten Maßregeln ihre Zuflucht zu nehmen, da sie durch die Jntriguen des Vaticans Italien nicht in eine neue Krisis stürzen lassen dürfe. Mn. kurz-, aber trichlige Nachricht! Der Marschall bitt, ^latzmann für den Präsidenten auScrschen hatte und dem bereit« ernstliche Anerbieten gestellt wurden, ist im Begriff, einen Urlaub zu nehmen und auf zwei Monate zu Saint-Malo in der Normandie ®«baoet zu nehmen. So weit die Thatsache. Wa« sich zugetragen hat, ist bmi^'IIln7VUema|h8tr ®e’te wird, Folgende« : „Vor einiger Zett khn/V« rTr *$?7°n>e,nen Urlaub »"langt. Derselbe wurde damals abge. ® r* n‘LaCta 3" Folg- der monarchisch-klerikalen Conspira- Ermangelung des" Marschall«°Mbil "h 1 o."’l"' unB tie- ln befallen worden, wovon 200 starben, ret „Allgemeinen Zeitung" wird geschrieben: „In den russisch ortho- voxen Kirchen (Cerkiew) sind weder Orgeln erlaubt, noch darf in jenen gevrcdiat »crttn. So tfj znmai vie Predigt In den katholischen Kirchen Polen« und in Litthauen, Volhynien und Podolien den russischen Popen und der mit diesen verbündeten Polizei ein Dorn im Auge rou5cn tle der katholischen Geistlichen vorerst dte polizeiliche Censur passtren, wa« viele Priester bestimmt, ihre Predigten aus da« gering e Maß zu beschränken. Vor ungefähr acht Tagen Ä Pfarrer SBlocj9n«ti im Dorfe Kryniee wieder einmal eine Predigt halten und trug da« Manuscr.pt derfelben ,um rufstfchen Polizeimeister Zagoszkin in Tomaszow. Die enthielt selbstverständlich auch nicht ein verfängliche« Wort, und so hoffte der Pfarrer fein Manuscript unbeanstandet zurückerhaltcn zu können. Allein auf Cit Weisheit der russischen Polizei lassen sich keine menschlichen Schlüffe ziehen Leim Durcylesen de« Manuscript« ward der Polizeimeister plötzlich purpurrotb vor Zorn. „Was," — schrie er dem verblüfften Pfarrer zu — Sie waaen n'Vo\?9riU^^n?! 3Biffen ®'e nil6t' »aß darauf Sibirien, ja," die Todes" strafe steht? Sie erfrechen sich hier zu sagen, daß Christus am Krcu,e für die Freiheit der Menschen gestorben? St- Pole, Sie Hochverräther! Damit wollen Sie wohl zu »erstehen geben, daß Christus für die Freiheit der Polaken sein Leben geopfert? Das mag meinetwegen euer lateinischer Christus gethan haben aber unser rujflsch.°rth°dor-r Christus ist am Kreuze gestorben, damit sich Alle« in schuldiger Ehrfurcht vor unserem allergnädigsten Czaar beuge." Und in dieiem Sinne ward auch wirklich die betreffende Stelle des Manuscript« vom Poli ei- meister eigenhanvtg corrigirk." » 1 Wechsel. Oberhessen Gelttanrten« fl. kr. 1881r Amerik. Bonds L-kL°g7wi^2°°°D°lr.r7 »ustch/ nu mtg-g°ngetragm- V-r,rauen bezeichnet werden. Nachdem er von dem Allgemein er A nzeiger 1882r 1885r 1887r Amsterdam Augabarg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto t 961/g 971/2 973/4 BSrsennachrichtea. 6. Juli 1872. Prioritäten. öster. Stsb.-Prior. 593/< öst. s. Lombard 513/i Livcrneser 393/4 Tosoaner 62 Elisabeth.-Prior. 85 H. Emlss. 841/4 wieder zu spielen, sondern arbeitete in den Goldminen. Als Jda'S Vater erfuhr, daß Brown bereits eine ansehnliche Summe erworben habe, meinte er: „Hm! ich halte mein Wort, aber ich lasse keinen Dollar nach." — Nun begann das Mädchen sich nur auf die notbwendigste Nahrung zu beschränken, um ihr Gewicht herabzubringen. So gelang es ihr, ihrem Geliebten nach einiger Zeit zu melden, daß er schon 2C00 Dollars weniger brauche. Darauf sendete Brown die zärtlichsten Bitten, diese Abmagerung ja nicht fortzusetzen, undenklich kam er plötzlich mit 40,000 Dollars in Newyock an. Das Mädchen wurde jetzt gegen Gold abgewogen und eS stellte sich heraus, daß sie nur 30,000 Dollars schwer war. Zu d-esem Gelde legte Bischof jetzt seinerseits 30,000 Dollars Aussteuer und die Glücklichen wurden veru ählt. Di« Firma heißt jetzt: „Bisckof und Brown" und fuhrt das Schild: „Zum richtigen Gewicht." Das Gewölbe ist'voll Kundschaften, welche die Neugier, das jung« Paar zu sehen, hinführt. Aetlen 50/0 östr. F. St. E. B. 362 Lombard. Bahn 220 Ludwigsh.-Bexbaoh 2O23/4 Maxbahn 145 Bayer. Ostbahn 139i/2 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Frankfurt a. M. — Neben einer großen Anzahl der renommirtesten in- und ausländischen Zeitungen, als deren bedeutendste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frankfurt a. M. erscheinende „Frankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt a. M. domicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse übergegangen. Es darf dieses als neues Aequivalent für das der genannten Firma allgemein A eilen. Frankf. Bank 1415/8 Frankf. Vereins-Kas^e 140 Darmst. Bankaot. 4811/2 Wien Bankaktien 900 Oest. Creditaot. 350 Galizien 258 823/4 k. 8. 98 V8 k. 8. 993/4 k. 8. 1047/a k. 8. — k. 8. 933/4 k. 8. 871/a k. 8. 105 k. 8. HSVa k. 8. - k. 8. 933/8 k. 8. 1053/g m. 3. — 1. 8. 1051/8 4% 30/o 3% 3% 5% 5% do. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 iOucaten . . 5 33—35 20 Frankens!» 9 23—24 Engi. Sover. 11 49—51 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 25V2—26i/a Börsenberichte. Frankfurt a. M., 5. Juli. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fuhr gestern Abend die * Nachricht von der Erhöhung des Bankdisconto's unter unsere BoursierS. Da bessere Berichte über den Wiener Geldmarkt eingelaufen waren, so glaubte man die Gefahr schon beseitigt, und sieht jetzt mit Schrecken, daß sie plötzlich Gestalt und Wirkung angenommen und geübt hat. Liese Dtscontoerhöhung war für unsere Speculanten ein Wink mit dem Zaunpfahl; betäubt wie sie waren, verzichteten sie auf das Geschäftmachen und heute noch hatten sie sich von ihrem Schrecken nicht erholt, und die stark weichende Tendenz der SpeculationS-Leithämmel zeugte von der Angst, welche sich der BoursierS bemächtigt hatte. Creditactien gingen bis 249i/2, Staatsbahn bis 362*/2 retour, und Lombarden verloren gleichfalls 1 fl. In Nationalbankactien war vollends gar kein Geschäft. Dem gegenüber ist zu constatiren, daß zwar der Markt für Anlageeffecten von der Mattigkeit der Olympier beeinflußt wurde, insofern als der Umfang deS Geschäfts ein beschränkter war, daß aber die Preise selbst eine relativ sichere und feste Haltung bewahrten. Oesterreichische Bahnen und Prioritäten fanden willige Käufer, und auch in deutschen Linien ging mehreres bei guten Coursen um. Aeltere Banken hielten sich fest und von den Aktien der deutschen Effectenbank wurden wieder große Beträge bei 122i/2 aus dem Markt genommen. Frank- surter Bankverein und BereinSbank eine Nüance billiger. Der Loosenmarkt war heute wieder einmal sehr still, ebenso machten Staatspapiere wenig von sich reden. Worms, 5. Juli. Im September b. I. wird eine Gewerbe- und Industrie- Ausstellung dahter eröffnet werden, welche die Erzeugnisse aller hier thätigen Gewerbe und Industrien in schöner Form zur Anschauung bringen wird. Damit verbindet sich eine Verloosung werthvoller und solider Gegenstände jener Ausstellung und wird bei dem Ankauf derselben vorzugsweise auf deren Solidität und Schönheit geachtet werden. Bei der Ausgabe von 20,000 Loosen, das Stück zu 1 fl., sollen nicht weniger als 14,000 fl. auf den Ankauf der Gewinne verwendet werden und keiner derselben unter dem Preise von 5 fl. stehen. Die Verloosung wird gegen Ende der Ausstellung, vom 1. October d. I. ab, unter strenger amtlicher Controle auf dem Stadthause dahier vorgenonimen und werden die Gewinnnummern dann öffentlich bekannt gemacht werden. Den Vertrieb der Loose, wofür Großh. Ministerium des Innern die hohe Genehmigung ertheilt hat, übernahm Hr. Carl Gaulö in Darmstadt für die Provinzen Starkenburg und Oberhessen, Hr. P. Bertges & Eie. dahier für Rheinhessen. Wer Worms, seine große Industrie, seine rege Gewerbethätigkeit und seine geschäftliche Solidität kennt, wird sich gerne mit Loosen versehen, um damit eine schöne Zimmereinrichtung, eine Pianino, eine Uhr oder irgend einen anderen hübschen Gegenstand häuslicher Einrichiung für das Zimmer, die Küche oder den Keller zu gewinnen. Wie schon erwähnt, werden die zur Verloosung gelangenden Gegenstände sämmtlich in der Ausstellung zur Aufstellung gelangen. Preuss. 4i/2% Oblig. 103 Frankf. 31/g^/o ObL 88 Nass. 4i/2% Obi. 99V8 Kurhess. 4% „ 941/s Gr. Hess. 5% Obi. — » , 4% „ 98'/r „ n 3i/a% „ 921/4 Bayer. 5% „ 100*/2 n 4i/2 0/0 1jährige — „ 40/g 1jährige 95 Würtemb. 4i/2% Obi. 993/4 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 65 p Papierrente 58% Spanier, neuest. 3% 295/g . .. - ' — 997/g werden. Ein Geschenk deS Sultans an den Papst. Wir lesen im „Courrier d'OrleanS": D»e hohe Pforte hat ein kostbares türkisches Ameublement, reich in Gold und Seide, für den Papst cm- fertigen lassen. Diese Einrichtung und andere Kostbarkeiten sollen noch tm Laufe dieser Woche von Konstantinopel nach Rom gesendet weroen. London, 1. Juli. Eine gräßliche Tragödie spielte sich in der Nacht zum vorigen Sonnabend in emer Straße deS südöstlichen Bezirks Bermondsey ab. Ein Mann, Namens Taylor, attaguirte plötzlich ohne jede Provocation seine Frau nnd Kinder mit emem Schüreisen, zerschmetterte damit ersterer und einem fünfjährigen Töchterlein den Hlrn,chadel und verstümmelte einen dreizehnjährigen Sohn dermaßen, daß sein Aufkommen bezweifelt wird, Als die mörderischen Schläge seinen Arm ermüdet hatten, ergriff er em Rasirmesser und brachte sich,dam. einen liefen Schnitt am Halse bei, worauf er wie ein Rasender auö dem Hause flurzte. ES unterliegt keinem Zweifel, daß der Mörder wahnsinnig ist, denn bald nach seiner Aufnahme in daS Hospital, wo seine Halöwunde verbunden wurde, sprang er aus dem Bette, ergriff eine eiserne Feuerzange rannte durch die Eorridore und drohte die Krankenwäiter zu ermorden. Er wurde überwältigt und in die Zwangsjacke gesteckt, und liegt jetzt in einem precären Zustande darnieder. In Newyork hat dieser Tage eine Hochzeit stattgefunden der eine eigentümliche Liebesgeschichte vorhergmg. Ein Kaufmann in der Amity-Stteet daselbst^ Naniens Bischof, hatte eine reizende Tochter von 17 Jahren, Ida, und einen Clerk, NamenS John Brown, 24 Jahre alt. Die jungen Leute liebten sich und letzten Winter hielt Brown bei Iva s Vater uniihre Hand an. Der wohlhabende Kaufmann wieS den Bewerber höhnisch ab und sagte dabei, da er wußte, daß Brown kaum mehr als 200 Dollars von seinem Gehalte erspart fatte oor " „Ich gebe Ihnen meine Tochter nur, wenn Sie tm Stande sind sie mit Gold austuwaqew Brown griff diese Idee auf und verlangte die Zusage schriftlich. In einer ubermuthigen Laun und in der Ueberzeugung, daß der Clerk niemals so viel Gold zusammenbrlngen.werbe, wurde die schriftliche Zusicherung gegeben, von Bischof und zwei Zeugen unterfertigt, und kaum hatte Brown si"7n d« Tasch/ s° «ist. er nach Kalifornien ab um Goldgräber zu wer en. Mchrr - Monate lang erwarb er sehr wenig, aber er blieb in steter Correspondenz mit ^da und versicherte dieser allen Ernstes, er werde nicht ruhen, bis er im Stande sei, sie mit Gold au suwiegem Das Mädchen ließ sich insgeheim abwiegen und sendete ihm die Ziffer ihres Gewichte- DaS Eriche Gewicht in Gold Hütt, an 36,000 Mari betragen Mhlnh machte Brown Go d- fand im Werthe von 20,000 Dollars nnd gewann einige Tage darauf 3000 Dollars tm^Lpieie. n>ttthOr!, 5. Juli. Oberst Ryan und 24 seiner Begleiter von der Expedition ves Kaperschiffes Fannie haben sich von Cuba giflüchtet und sind in Nassau aogekcwmen. Vermischtes. A c Darmstadt, 6. Juli. Unter den wärmsten Sympathien des intelligenten TheileS der hiesigen Einwohnerschaft nahm die zweite Generalversammlung der Gesellschaft fü r Verbreitung von Volksbildung heute Abend in unfern Mauern ihren Anfang. Nachdem um 5 Ubr Abends in dem Hotel „Darmstädter Hof" eine Besprechung der Mitglieder des CentralauöschusseS ftattgefunden, in welcher innere Angelegenheiten der Gesellschaft erledigt wurden, schloß sich an diese sogleich um 7 Ubr die Versammlung. E-wurde m di-l-r jedoch lediglich die Reihenfolge der bereits gedruckt mitgetheilten Tagesordnung festgestellt und beschlossen, gleich dem Berichte deS Ausschusses die wichtige Verhandlung über die Fortbildungsschulen folgen ru lassen die Berathung der Statuten dagegen ans Ende derselben zu stellen. Dann ging die Versammlung, welche im Garten deS Darmstädter Hofs tagte, in ein gemüthlicheS Zusammensein der Theilnehmer über, in welchem sich theilS alte Freunde und Bekannte wieder begrüßten, theils neue persönliche Beziehungen angeknüpft wurden zwischen Männern, die sich schon vorher durch ein aemeinschaftlicheS Bestreben verbunden gefühlt hatten. Unter den bereits Gingetroffenen wurden bemerkt: Schulze-Delitzsch, Franz Dunker, Franz Wirth, Dr. jur. C. Gareis (Würzburg) Lehrer Linke (Grünbof bei Stettin), Professor Schmid-Schwarzenberg (Erlangen), HanS Behring.r /LudwiaShafen), Dahms (Vertreter deS Vereins der angestellten Comptoiristen und Schreiber von Camburg) Dr. W. Blum (Heidelberg), Professor Jürgen Bona Meyer (Bonn), Professor Oncken tGießen) Dr. Ernst (Siegen), Lehrer Pösche (Rummelsburg bei Berlin), die Rerchstagsmitglieder Dernburq Martin und C^ I. Hoffmann, eine Anzahl Abgeordnete der hessischen 2. Kammer und Mitglieder des StadtrathS. Von Herrn Löwe-Calbe aus Berlin, der erwartet worden ging leider ein Telegramm ein, daß er plötzlich durch einen Krankheitsfall am Erscheinen verbrnkert worden. In Verhinderung des Bürgermeisters Fuchs hatte Herr HofgerichtSadvocat und Mitglied des StadtrathS Ohly im Namen der Stadt die Begrüßung der eingetroffenen Festgäste übernommen und theilte ein Schreiben des Bürgermeisters mit, welches mit dem Wunsche schloß, daß die Bestrebungen der Vereinigten zum Segen und Heile deS großen Vaterlandes gereichen mochten. Wo liegt Gießen? Unter den zahlreichen Einsendungen, welche die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde aus den Ländern Europas und anderer Erdtheile erhält, finden sich nicht selten genauere Angaben über die geographische Lage des kleinen Gießen die nicht ohne ein gewisses Interesse sind. Namentlich die Italiener sind stark tn solchen Angaben; bald heißt es: Gießen, Imper. Germanica; bald Gießen, Autriche. Aber auch ©le^cn, rrussia ober Gießen, Prusse ist sehr häufig. Gießen, Herzogthum Hessen kommt aber auch richtig an, ebenso wie Gießen, Deutschland ober Gießen, Germania, Europa. Wie der „Zoologische Garten" mittheilt, hat Herr Pfarrer Jäckel in WindSheim in Bayern ein Ornithologe von anerkanntem Rufe, sich der großen Mühe unterzogen, nach und nach 4579 Gewölle ter Schleiereule (Strix flaminea) zu untersuchen, um festzustellen, ob bie|e Eule iu den der Landwirthschaft nützlichen ober schädlichen Vögeln gehört. Die untersuchten Gewölle stammten aus 22 Ortschaften Ober-, Mittel- und Unterfrankens, der/Oberpfalz und Niederbayerns, und zwar auS allen Jahreszeiten, also auch aus der Brutzeit der Eulen. DaS hierbei gefunvene Resultat beantwortet nun jene Frage offenbar zu Gunsten der Eule. ES befanden sich nämlich in den 4579 Gewöllen die Reste von zusammen 15,289 Thleren und zwar von 14,765 Säuqethieren, 340 Vögeln, 63 Fröschen und 121 großen Jnsecten. Unter dieser Gesammtzabl rechnet Herr Jäckel 4794 der verzehrten Thiere zu den nützlichen (z. B. 4342 Spitzmäuse 26 Fledermäuse, 63 Frösche, 24 Maulwürfe, 7 Staare u. s. w.), dagegen zu den schädlichen 10,460 (x B 4750 echte Mäuse und Ratten, 5623 Wühlmäuse, 72 Maikäfer, 182 Maulwurfsgrillen); es bleibt also zu Gunsten der Eule eine Ueberschuß von 5671 verzehrten schädlichen Th'ercn. Die mühevolle Arbeit Jäckel'S verdient sicherlich den Dank der Landwirthe. Langiahrige Vor- urtheile werden freilich nur langsam besiegt; der sicherste Weg zu ihrer Besiegung ist aber die sich aufdrinqende Ueberzeugung, daß sie materielle Nachtbeile zur Folge haben. Wenn man (edem Besitzer eines Gehöftes, an dessen Thore eine Schleiereule angemacht ist, die vorstehenden Zahlen mlltheilen könnte, würde in seltenen Fällen die Verfolgung des nützlichen Vogels fortgesetzt AnlehenaiooHee Darmstädter fl.50Loose 182i/2 „ «25 „ 531/4 Kurh. 40 ThJr. Loose 71 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 21 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-AnJ 113 40/g badische Loose HV/s Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 86 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 94i/2 1864r , 1561/4 Besondere Bekanntmachung. Edictalladung. 2824) Nachdem Größherzogliches Hofneri cht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des unter Curatel stehenden Heinrich Heidt von Burkhardsfelden den formellen Concurs erkannt, so werden sämmtliche Gläubiger des Heidt zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und etwaigen Vorzugsrechten, sowie zur weiteren Beschlußnahme über die Masse aus Mittwoch den 7. August 1872, Vormittags 9 Uhr, bei Meldung des stillschweigenden Ausschlusses von derselben geladen. Gießen, den 29. Mai 1872. Großherzogliches Landgericht Gießen Bötticher, Wiener, Landrichter. Landger.-Assessor. Versteigerungen. Holzverstei^erung im Gießener Stadtwalde. 3228) Montag den 15. Juli 1872, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Annaberg, Wanne, Hochwart, und Faulerboden nachverzeichnetes Brennholz öffentlich versteigert werden, als: 15,2 R -Meter Buchen-Schetdholz, 4 „ Eichen- ,,i 134,7 „ Buchen-Prügelholz. 149P „ Eichen- I 3 „ Aspen- 62,8 „ Buchen-Stockholz, 67 w Eichen- w 4 „ Erlen- w 2450 Wellen Vuchen-Reisholj, I 320 v Eichen- 100 Wellen Nadel-Reisholz, 970 „ Weiden- Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der VII. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. Dccember 1872 gestattet. Die Großherzoalichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Juli 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen ______________Vogt.____________ Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. 3188) Freitag den 12. 1. Mts sollen in dem Domanialwald-District Franzeu- wald versteigert werden: 4150 Wellen Eichen-Schälholz, 1 Eichen - Stamm von 19 Gentimeter Durchmesser und 8 Meter Länge, 241 Eichen-Stangen von 3—14 Gentimeter Durchmesser und 2,2—7 Meter Länge, zu Baumstützen, Gerüststangen und dergleichen geeignet. Zusammenkunft Vormittags präcis 9 Uhr in dem Holzschlag. Gießen, den 5. Juli 1872. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. 3221) Donnerstag den 11. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Pfandhause zu Gießen: Weißzeug, Hausgerätbe, worunter ein Comode, Stühle, ein Backtrog u. s. w., sowie eine Partie Regenschirme, versteigert werden. Steinbach, den 5. Juli 1872. Nicolaus, Kreisbote. F e i l g e b o t e n e s. Dinkelsbühler Verlossung. Ziehung vom 16. bis 18. Juli. 3000 Gewinne: 40 Pferde, 100 Stück Rindvieh, 8 Chaisen, viele Wagen, 80 Stockuhrcn, Regulateure, goldene und silberne Ancre-Uhren, goldene Ketten, lnndwirthschaftliche Maschinen, Möbel, vergoldete Spiegel re. m. . Loose ä 30 fr. werden bis zum 14. Jul» verkauft bei (3219) _________________________«J. Koloff, am Walltkor. Für Sattler und Schnhmachcr. 3226) Eine große Parthie Sattel in gutem Zustande, sowie mehrere Hundert feinste P^eeöe^e^chieee, größtentheils neu, sowie ferner 10,000 Stück fast neue Filzdecken und mehrere andere bedeutende Dorräthe Lederzeug sind unter günstigen Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Franco-Offenen sub Chiffre F. 4875 befördert die Annoncen-Expcdition von ÄttÄolf Jffosse, Frank- furt a. M._________________________________________________________ 2713) lene Maljes- . Häringe empfingen I. A. Busch Söhne. 3231) Scliöner Salat wird abgegeben im Herbert'schen Hause über der Lahn. 643) Thür- und Grab- schilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertiqt bei ___________Wilh. Balser. i Fliegenpapier, pr. Bogen 1 bis 2 fr-, empfiehlt H. Son ntag, Buchbinder, ______________________Kirchenplatz.__________ ß Handdreschmaschinen empfiehlt I. G. D. Bapst. 1 Eingemachte Gurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 1876) Thürschoncr in Crystall und Por- zevan bei______________Wilh. Balser. 3190) 60—70000 Russen steine verkauft H. I. Köhler. Lermiethungen. 3184) In meinem Hause ist der zweite Stock und Mansarden pr. August zu vermie- then. Moritz Heichelheim, _________________Seltersweg C. 185. 3200) Ein unmöblirtes Zimmer ist an ein solides Frauenzimmer zu vermiethen in Lit. C- 150, Löwengasse.____________________ 3177) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. _______________Lit. A. Nr. 130, Asterweg. 3234) Ein großes, gut möblntes Zimmer, mit der Aussicht auf die Straße, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar; auch ist der zweite Stock meines Hauses, bestehend aus 2 bis 3 Zimmern, Cabinet, Küche rc., zu vermiethen. H. Werner, ___________________Kaplansgasse Nr. 227. Cin Familienlogis ist in dem Hause des Kunstgärtner Deines zu vermiethen. Näheres ebendaselbst.____________(3229) 3232) Das Der Frau E. Spengel's Wittwe gehörige Wohnhaus nebst Laden am Marktplatz dahier ist unter günstigen Bedingungen durch den Unterzeichneten zu ver- mietheu. Gießen, den 8. Juli 1872. M. Pilger. Danksagung 3222) Dem akademischen Hospitale zu Gießen für die liebevolle Pflege während des Krankenlagers unseres unvergeßlichen Sohnes Theodor Janitschke (welcher am 2. Juli, Morgens 5 Uhr, daselbst sanft entschlafen ist, und fallen Denjenigen, welche ihn zu seiner letzten Ruhestätte begleitet haben, it unfern innigsten Dank. n Oberschlesien, im Juli 1872. Johann Janitschke und Frau. 3227) Dem geehrten Publikum und den Gönnern des verstorbenen Herrn Ph. Oppermann hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von demselben betriebene Geschäft unterm Heutigen käuflich übernommen habe, und solches in der seitherigen Weise fortbetreibe. Ich bitte, das Vertrauen, das meinem Vorgänger in so hohem Maße bewiesen wurde, auch mir gütigst zu Theil werden zu lassen. Gießen, den 1. Juli 1872. Hochachtungsvoll Adam Guldan, vormals Ph. Oppermann, Neustadt Nr. 56. | Abonnements - Einladung zur Rosenheimer Groschenbibliothek, eine Sammlung volkstümlicher Erzählungen berühmter Schriftsteller, mit illustrirtem Umschläge, zum Texte passendem Bilde, klein Octav, 64 Seiten, drei Kreuzer. , n Das I. Buch beginnt mit Dr. Hermann Schmidt' s „Die Mordswechnacht , im allerhöchsten Auftrage des höchstseligen König Max H. zur Gründung einer allgemeinen Volksbibliothek geschrieben, und wird daher durch dieses Unternehmen der allerhöchste Wunsch realisirt. Gediegener Inhalt, brillante Ausstattung machen in Anbetracht des enorm billigen Preises diese Volksbücher für Jedermann unentbehrlich. Man abonnirt in Gießen bei Herrn Buchhändler I. Ricker, sowie in allen übrigen hiesigen Buchhandlungen._________ Zur Steuer der Wahrheit! 3225) Der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Zimmer von Villkngen hat in Nr- 110 Ihres geschätzten Blattes behauptet, es seien von d.m Landeshospital Hofheim beim Ableben des Pfarrers Sellheim für Vc'.pfteguugÄkostcn an die Gcmcindekasse zu Billingen ca. 2400 ft. gefordert worden. Auf eingezogene Erkundigung hat das Hospital-Rentamt nun folgende amtliche Erklärung abgegeben: „Auf Ihre Zuschrift vom 17. d. Mts. erwidern wir Ihnen, daß von Seiten des Großh.rzoglichen Landrsbospitals niemals, weder vor noch nach dem Ableben Ihres Vaters, Ansprüche auf irgend welche Vergütung an die Gemeinde Villingen gerichtet oder von dieser Zahlungen für den Verstorbenen geleistet worden sind." (Das Original befindet sich in den Händen der Redaction d. Bltts.) Demzufolge erkläre ich, im Namen der Familie Sellheim, daß wir obige Behauptung des Bürgerineisters und Landtagsabgeordneten Zimmer so lange für eine schamlose Lüge halten müssen, bis derselbe entweder öffentlich widerrufen oder vollständig und klar, d. h. ohne ca., nachgewiesen hat, daß er zu dieser Behauptung berechtigt war.Sellheim. Vermischte Anzeigen bei »2- I- I - 0 14, | am Neuen w eg er Thor. 1 Schul- HUSTEN Emil V 0 ni h 0 f. Biedenkopf. 3160) Ein großer und schöner Bauplatz in bester Lage ist zu verkaufen. Näheres prns-MedMe in Paris Fortschritts-Medaille mit Kran) in Ulm. men und Goldleisten bei Wilh. Balser. Schuhmacher - Verein. 3233) Sämmtliche Mitglieder, sowie alle hiesige gewerbtreibenden Schuhmacher, welche sich für Hebung des Geschäfts interessiren und dem Verein beitreten wollen, werden auf morgen, Dienstag den 9. Juli, rur Generalversammlung wegen Berathung der Statuten und Wahl des Vorstandes in die Restauration des Herrn Röder hiermit höflichsteingeladen. Das Comitö. Ä , Eisengießer 763 f Pl)0tvstrapHie-ÄIayr finden dauernde Beschäftigung. strafte 13, Sachsenhausen (Frank- !furt a. M.)___________________(3125) 3196) Ein Mcchanikcrgehülse findet NB. Das Einrahmen von'dauernde Beschäftigung bei Ehr. Jung. wird schnell nnh lnllmft! In eine große hiesige Fabrik wird xmvcrn wiro scyneu Uno vlUlgfl, ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. besorgt. d. Bltts._______________________ 3223) Schrcinergescllcn erhalten dau- 1 ernde Beschäftigung bei I ।Heinrich Schneider. | 3230) Schreinergesellen werden gesucht von__________________H. Werner. I 3224) Eine gesunde Amme sucht sofort Stelle. Näheres bei der Expedition dieses Blattes._____________________________________ 3215) Ein ordentlicher Junge wird in die Lehre gesucht von _____________Bürstenmacher Winter. 3197) Schuhmachcrgescllen finden bei hohem Lohn dauernde Be'chäftigung; denselben würde auch Gelegenheit geboten, die Handhabung der amerikanischen Schuhpflock- Maschine zu erlernen. BONBONS auS achtem L öflund'schen Malz- ‘ Extract bereitet, verdienen wegen kräftigem Malzgeschmack augenblicklich fühlbarer, auftöscnder Wir- I kung und leichter Verdaulichkeit, den Vorzug vor allen derartigen P r 0 d u k t n. Vorräthig in Packet- chcn zu 9 kr in Gießen bei Herrn (27> 3) Emil Eise feixte fe. finale Anfrage. 3220) Wer von den hiesigen Kaufleuten führt Buschcnthal's Fleischextract? Es ist keine Frage, daß das Publikum, welches Liebig's Fleischextract kauft, für Liebig's Uvtcrschrist beträchtliche Procente zu bezahlen bat, ohne daß die Waare besser ist, als die von Busch ent Hal. Bei Pfundbüchsen stellt sich der Preis von Liebig's Extract um 20 Sgr. höher als bei Buschcnthal's Extract, und doch ist dieses mit derselben^ Sorgfalt dargestellt und in der Güte mindestens gleichstchend, wenn nicht das Fray-! Bentos-Extract überwiegend: Es haben sich so viele wissenschaftliche Autoritäten für, die Vorst'iglich^it des Bufchenthal'schen Montevideo-Extracts erklärt, daß wünschens- wei th ist, wenn das Monopol des Liebig - Extractes gebrochen und dem Publikum die Verwendung des billigeren Präparates möglich gemacht wird. Dr. Br. 1 Die ©arte 11 la 11 je. Die Nr- 26 bringt folgende Beiträge: Die Diamanten der Großmutter- Erzählung von Levin Schücking. (Fortsetzung.) — Von Friedrich Gerstäckcr. Von Herbert König. Mit Friedrich Gerstäcker's Portrait- Originalzeichnung von Adolf Neumann. — Aus deutschen Lustschlössern. 2. Der vorletzte der fränkischen Hohen- zollern. Von H. S. (Schluß.) — Ein Sonntagsmahl im Thüringerwalde. Von H. S. — Bauernfängerei. Eine Warnungstafel für „Potsdamer" und die es nicht werden wollen. Von Julius Weil. — Von drei Perlen die eine. Von H. v. C. Mit Abbildung: Der Eingang zum Schwarzathal. Nach der Natur ausgenommen von Herm. Heubner. — Das Wasser kommt. Ein Bild aus der Ueberschwemmungs- noth Böhmens am 25. Mai 1872 Gedicht von C- Thomas.______________________ Allgemeine Familien-Zeitung, Jahrgang 1872. Jnhalts-Verzeichniß von Nr. 40: Text r Frau Domina. Erzählung von Claire v. Glümer- (Fortsetzung.) — Amerikanische Licht- und Schattenbilder. Von I. N. Lichtenberg. 3. Der politische Nunner. — Eine Geige Paganini's. Skizze von Karl Zastrow. — Wie entsteht das Morgen- und Abenoroth? Nach den neuesten Forschungen von E- S. — Der Magier und die Somnambule. Skizze von Max Ning. — Dr. Max Friedländer- — Romeo und Julie. — Die Ueberbriuger schlimmer Nachrichten. — Die Fortschritte im Bau der Eisenbahnwagen. II. — Die Verheerungen des Orkans vom 15. April 1872 in Zanzibar. — Prinz Heinrich und die Prinzessin Amalie der Niederlande. — Chronik der Gegenwart. — Offene Korrespondenz. — Silben -Räthsel. — Bilder-Näthsel. Illustrationen r Dr. Max Friedländer. — Romeo und Julie Nach einem Gemälde von Don German Hernandez. — Die Ueberbriuger schlimmer Nachrichten. Nach einem Gemälde von Lecomte du Nouy. — Der neue Salonwagen des Sultans. — Der Hafen und die Stadt Zanzibar am Morgen nach dem Orkan. — Amalie, Prinzessin der Niederlande. — Prinz Heinrich der Niederlande. Verkaufe und Verpachtungen von Gütern 1 Grundstücken 1 Fabriken 1 Gasthäusern ctc.5 Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-^achrichten, Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten .erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch Rudolf Masst, Annoncen Expedition, 45 Zcil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision beziehe ich als ossicieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Jnseraten-Pachi: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gie^r«.