-Bank Versicherung?-1 summe, [ on 36 Procent! igssumme von jährigen l/a- e Geldanlage, । )en Geldmarkt E i Gießen, ^irchHöns. Hiäcl/labt- ritbbtrg. ?ony. Niederwald n Solms-Lich r. W-SchW ssor Hellmann ich 91 fl. 15 fr-, fl., Oppenrod frv Millar j 3 fl- 39jr, 1 fr, von dem fr., Rödgen tten wir Die- rfe beitragen ollte, bie ju« itet der Kirche (2308) omite.___ M ct, Prämien, träge werden csgezohlNd'- btn Geschah r verbürgt- ü «l«”’* fen/ Aesellsch^' icherungs' 3M5" Des Himmelfahrtstages wegen wird die nächste Nummer dieses Blattes erst Freitag den 10 d. Mts. ausgegeben. Die Expedition. Preis vierteljährig 6 st. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 fr. (Wener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 108. Mittwoch den 8. Mai 1872. gaMMBMMBIMMBMMMMMMMMMMMMBMMBMMMMMMBM—MILLTirffl1WITiBfln!ll ■■■BI ........ Amtlicher T h e i l. Betreffend: Die Einsendung der Rechenschaftsberichte. Gießen, am 6. Mai 1872. Die Großherzogliche Kreis - Schul - Commission Gießen an die Schulvorstande des Kreises. Unter Bezugnahme auf Art. 40 des Edicts über das Volksschulwesen vom 6. Juni 1832 fordern wir Sie auf die vorgeschriebcnen Rechenschaftsberichte und Schulprüfungsprotocolle. insoweit dies nicht bereits von Einzelnen von Ihnen geschehe» ist, innerhalb 8 Tagen an uns einrusenden. I. V. d. D.: Kekulö, Kreisassessor. Politischer Theil. Deutschland. Hanau, 5. Mat. Ein dahier kürzlich gestorbener reicher Privatmann, Namens Eh. Weishaupt, hat unter anderen Legaten auch ein solches von 7000 fl. zu einem Fond für ein dem deutschen Kaiser auf hiesigem Marktplatze zu errichtendes Standbild ausgesetzt. Berlin, 4. Mat. Nachdem die mit dem 1. Juli d. I. eintretende Herabsetzung des Porto's für Correspondenzkarten auf V2 Sgr. ungeordnet worden, soll auch eine Aenderung des Formats dieser Postkarten eintreten, weshalb durch Verfügung vom gestrigen Tage die Oberpostdircctionen veranlaßt worden sind, die Lieferanten von Postdruckmaterialien darauf aufmerksam zu machen. — Bei der größeren Verbreitung der Feuer- und Hagriversicherungsanstalten ist Anweisung gegeben, daß die Bezirksregierungen solcher Landestheile, in welchen das Der- sicherungewesen nicht gehörig gepflegt wird, den Grundbesitzern eindringlich vor- stcllen, welche Gelegenheit sich ihmn bietet, die durch Feuer und Hagelschlog ent- stehenden Verluste alzuwenden, zumal bei Hagel- und Feuerschaden der Erlaß an Klaffcnsteuer im Allgemeinen nicht mehr etntreten soll, derartige Nachlässe also nur noch ganz ausnahmsweise stattfinden werden. Berlin, 5. Mai. Ueber die Wendung, welche die beabsichtigte Ernennung des Cardinals Fürsten Hohenlohe genommen, schreibt man der „Köln. Ztg." aus Berlin: Als ich Ihnen vor acht Togen einige Betrachtungen über die Ernennung des Cardinals Hohenlohe zum deutschen Botschafter in Rom sandte, unterließ ich es, die Eventualität ins Auge zu fassen, daß der Cardinal durch den Papst zurück- gewiesen werden könne. Ich wollte nicht — wenn der Ausdruck hier erlaubt ist — den Teufel an die Wand malen. Nun ist es wirklich geschehen. Der Papst weigert sich, dem Cardinal die Autorisation zur Annahme des deutschen Bot- schasterpostcnS zu geben. Wir werden dafür wohl manche gelehrte und ungelehrte Ausführung zu hören bekommen. Die Gründe, welche den Papst zu dieser Weigerung blstimmten, können nicht persönlicher Natur sein. So viel man hier weiß, ist ihm die Persönlichkeit des Cardinals keine unangenehme. Die Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen dem Papste und dem Cardinal bkstehen mögen, haben das Wohlwollen des Papstes für seinen ehemaligen Cameriere segreto, wie man hört, nicht wesentlich beeinträchtigt. Die Gründe können auch nicht in formellen Bedenken gefunden werten. Cardinäle haben zu verschiedenen Zeiten die Stellen von Botschaftern und Gesandten eingenommen. Die Zurückweisung des Cardinals muß also tiefer liegen. Man hat es augenscheinlich in Rom rin- gesehen, daß die Ernennung des Prinzen Hohenlohe zum Botschafter den Beweis liefern würde, daß die ReichSregierung zwischen ultramontan und katholisch zu unterscheiden wisse. Eine solche Unterscheidung wird aber in Rom nicht geduldet. Die Organe des Jesuitenordens verkünden es alle Tage. Nach ihnen ist die katholische Kirche vom Jesuitenorden nicht zu trennen. Wer ein Feind des Ordens ist, soll auch als Feind der Kirche gelten. Der Cardinal Hohenlohe, der von einem Jesuitenorgan, der Schles. VolkSztg., als der verlorene Sohn geschildert wird, weil er kein Anhänger der Jesuiten ist, durste nicht mit dem ganzen schweren Gewicht eines deutschen Botschafters in Rom einziehen, sondern soll als Büßender an die Pforten des „Gesü“ anklcpfen. Er wird sich hüten, dies zu thun. Wir aber in Deutschland wissen nun, woran wir sind, oder besser gesagt, wir sehen wieder einmal, daß die Herrschaft des Ordens noch in ungeschwächter Kraft im Vatikan waltet. Wir sehen, daß der Jesuitenorden noch ferner sortfahren wird, einen altersschwachen Mann zum willenlosen Werkzeuge zu benutzen, um mit dem ganzen Apparate der katholischen Kirche den Krieg gegen den modernen Staat zu führen. Wir meinen, daS deutsche Reich braucht darüber nicht sonderlich zu erschrcckkn. Ob die Kirche dabei gkwinnen wird, ist eine andere Frage. Berlin, 6. Mai. Das Deutsche Reich besitzt nach neuerlichen Erhebungen in runder Summe 60,000 Volksschulen, in denen 6 Millionen Schüler unterrichtet werden. Auf je 1000 Einwohner entfällt ungefähr eine Schülerzahl von 150. Dieses durchschnittliche Verhältniß wird in Braunschweig, Oldenburg, Sachsen rmd Thüringen beträchtlich überschritten, insofern hier auf je 1000 Einwohner 175 Schüler kommen; dagegen in Mecklenburg (ouf je 1000 Einwohner 120 Schüler) und Bayern (ouf je 1000 Einwohner 126 Schüler) nicht erreicht. Gymnasien gibt es in Deutschland 330, Progymnasien 214, Realgymnasicn 14, Real- und höhere Bürgerschulen 483. Die Gesammtzahl der Schüler auf diesen höheren UnterrichtSanstalten beläuft sich auf 177,400. Universitäten zählt das Deutsche Reich 20 mit 1624 Lehrenden und 15,600 Studirenden. Polytechnische Schulen gibt es 10 mit 360 Lehrenden und 4500 Studirenden. Berlin, 6. Mai. Gutem Vernehmen nach wird der Kaiser der Straßburger Bibliothek die vielen kostbaren Doubletten seiner Bibliothek, sowie derjenigen Friedrich Wilhelms IV., überweisen. Berlin, 7. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, daß das Befinden des Reichskanzlers zu ernsten Besorgnissen keine Veranlassung gebe, sofern nur die von den Aerzten für unabwrislich erklärte Ruhe rechtzeitig vergönnt werde. Berlin, 7. Mai. Nach Vereinbarung der Delegirten der liberalen Frac- tionen wird die Commission über die Jtsuiten-Priitionen dem RrichStoge einen Antrag unterbreiten, auf Vorlage eines Gesetzentwurfs, wonach die Niederlassung von Jesuiten und anderer verwandter Orden von staatlicher Genehmigung abhängt, sonst dem Strafgesetze verfallt. Der ReichSkcnzler soll ersucht werden, bei den Bundesregierungen eine Verständigung über gemeinsame Grundsätze bezüglich der Zulassung religiöser Orden zu bewirken, um einen Rechtsschutz der Staatsbürger gegen die kirchliche Gewalt herbeizusühren. Die PetitionS-Commission beschließt heute darüber, wie weit der Delegirtenvorschlag annehmbar ist. München, 2. Mai. Der heute auSgegebene „Bayerische Kurier", rin klerikales Lokalblatt, welches aber genaue Fühlung mit Rom zu haben scheint, veröffentlicht ein ihm von dort und zwar, wie er ausdrücklich bemerkt, „von bist- unterrichteter Seite" zugekommenes Telegramm: „Berliner Telegramme verkündigen die Ernennung des Cardinals Hohenlohe zum deutschen Botschafter. Die Nachricht ist entweder falsch oder ein Berliner Fühler. Eine solche Ernennung könnte weder vom Cardinal Hohenlohe noch vom Vatikan angenommen werden." Der Bayerische Kurier knüpft an diese beim Abdruck mit auffellender Schrift her- vorgehobene Nachricht folgende Bemerkungen: Wir wissen hienach, wie die Antwort ausfoven wird, welche Fürst Bismcrck auf seine Frage in Rom erwartet. Wenn cs die Aufgabe eines Gksondten ist, der Regierung gegenüber, bei welcher er sich befindet, die Interessen derjenigen Regierung zu vertreten, welche ihn beglaubigt hat, deren Handlungen zu rechtsertigen, ihre Wünsche vorzutragen u. s. w., so dürste es, wie die Sachen im deutschen Reich und in Preußen augenblicklich liegen, einem Cardinal der römisch-katholischen Kirche in der That unmöglich sein, eine solche Vertretung zu übernehmen. Bei jedem Conflict zwischen Kirche und Staat muß er mit sich selbst in Widerstreit gerathen, der Gesandte muß vertreten, was der Priester verwerfen muß, er muß der Kirche oder dem Staat untreu werden. Die Erfahrungen, welche man in Rom mit den geistlichen Gesandten in vergangenen Zeiten gemacht hat, bestätigen das zur Gumge. Straßburg. Utber die Veranlassung zu der Schlägerei zwischen Studenten wird der „Allg. Ztg." folgendes Nähere mitgetheilt: In der „Taverne Alsacienne" am Kleberplatz kneipen mit Vorliebe die Studenten der medicinifchen Fakultät, die ihren Curs erst im Herbst abschließt. Nach der Beleuchtung des Munsters traten deutsche Corpsstudenten in diese Kneipe und wurden alsbald der Gegenstand hämischer Bemerkungen und verächtlicher Blicke von Seite der beim Biere fitzenden Studenten der alten Akademie. Natürlich fehlte es nicht an Entgegnungen, von Worten kam es zu Thätlichkeiten, Bierseidel und Stühle flogen hin und her, und in einem Augenblick zeigte das Local den Anblick eines Schlachtfeldes. Die deut- schen Studenten waren in der Minderheit, ober zur rechten Zeit kamen ihnen Ulanen zu Hülfe, die auf der Straße umherschlenderten, und ihre Waffen griffen erfolgreich in die Action ein, die natürlich nicht ohne schwere Verwundungen endete. Das Local dieses traurigen Scandals ist geschlossen, und cs ist leicht möglich, daß man in derselben Meise auch gegen die alte medicinische Facultät vorgeht. Schweiz. Basel, 6. Mai. Der grofec Nach erklärte mit 92 gegen 8 Stimmen die Eoncesston der französischen Ostbahn für erloschen und sprach sich zu Gunsten der getroffenen RegierungSmaßregeln aus. Frankreich. Pans, 4. Mai. Das Buch des Marschalls Bazaine hat dem Faß den Boden ausgeschlagen: der Marschall wird vor das Kriegsgericht gestellt, und er darf sich darauf verlassen, daß seine Gegner, die schon so lange gegen ihn geschürt haben, ihn nicht schonen werden, zumal er sie fortwährend reizt. So ruft heute das „Siecle": „Dieser Mann scheint der Straflosigkeit sicher zu sein und keine Ahnung von der auf ihm lastenden Anklage zu haben. Wenn er, statt Metz auszuliesern, es gerettet hätte, würde er das Haupt nicht höher tragen. Herr Bazaine, eines CapitaloerbrechenS angeklagt, genießt nicht nur seiner vollständigen Freiheit, bezieht seine Besoldung als Marschall von Frankreich, sondern er hat auch Adjutanten. Er sendet also einen seiner Adjutanten zum Kriegsminister, um zu verlangen, das Dekret solle es auSsprcchen, Bazaine werde auf sein eigenes Verlangen hier vor ein Kriegsgericht gestellt, und nicht auf den Wunsch der Commission der Capitulationen. Die Commission widersetzt sich energisch der Erfüllung des von Herrn Bazaine ausgesprochenen Wunsches." Bet den bevorstehenden Ca- pitulantenprozessen spielt das Dekret vom 1. März 1812 eine Hauptrolle. „Feuille du Dillage" berichtet: „Die durch die Bemühung des Herzogs de la Rochefoucauld-Bisaccia, Dcputirter der Sarthe, ins Werk gesetzte Subskription hat in einem einzigen Tage 645,000 Francs ergeben. Diese Summe ist unmittelbar darauf in die Kaffe der Carlisten Spaniens gewandert." Das Siecle bemerkt dazu: „Ist das nicht herrlich? Man sammelt für die Befreiung des französischen Gebiete- und der Avel antwortet damit, daß er sein Geld den spanischen Verschwörern gibt." Paris, 5. Mai. Die Bonapartisten haben seit einigen Tagen ihre Propaganda wieder mit größerem Eifer ausgenommen. Dieselbe wird jetzt besonders stark im Westen betrieben, wo man imperialistische Broschüren in großer Masse vrrtheilt. Bonapartistische Agenten durchziehen in großer Anzahl das Land und kündigen die nahe Wiederherstellung des Kaiserreiches an. Unter denselben befindet sich auch ein ehemaliger Kammerherr des Kaisers. Das Geld für die Propaganda fließt aus einer Kasse, welche unter der Aufsicht Rouher's steht. Die Fonds derselben werden durch mehr oder weniger freiwillige Subskriptionen aufgebracht. Rouher hatte ziemlich heftige Scenen mit einigen ehemaligen Ministern de- Kaiserreichs, die zu der Kaffe nicht beisteuern wollten. Bayonne, 5. Mai. Das.Gerücht von der Gefangennahme Don Carlos' erhält sich. General Rada ist nach Frankreich übergetreten. Die spanischen Behörden fordern seine Verweisung von französischem Gebiete. Italien. Nom. Der Vesuv-Au-bruch hat Italien wieder einmal aus seinem dolce far niente energisch aufgerüttelt. Zur Charakteristik des Phänomen will ich Ihnen nur ansühren, daß der seine Aschenregen, der diesmal bis nach Neapel drang und die Sonne verfinsterte, seit 1822 nicht vorgekommen ist. Auch siedendes Wasser bekam die nähere Umgebung des Vulkans gespendet. Das osficielle Ableugnungssystem, da- Lanza in der Kammer betreffs der Unglücksfälle beobachtete, beruhigt Niemanden. Der Verunglückten sind es sicher mehr als 100. Von einer Gesellschaft, welche den Vesuv am Abend der Eruption erstieg, hat kein Mensch mehr etwas gehört. Acht Führer kamen um; Doktor Giameone, Prof. Schrön und Pretore Lanzetta sind verschwunden. Die Minister, sowie der König, der sich zur Zeit der Katastrophe in Neapel befand, haben die zerstörten Orte besucht. Victor Emanuel setzte 5000 Franken für die ruinirten Familien aus; die Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten 60,000 Franken und der Municipalrath von Neapel 40,000 Franken. Hervorzuheben ist, daß die Truppen bet der Rettung der von Lava umgebenen Personen und der Habe der mit Zerstörung bedrohten Familien heldenmüthige Dienste geleistet haben. Eine große Anzahl von Sol» daten ist dabei tödtltch verbrannt worden. Neapel, 4. Mai. Der Ausbruch des Vesuvs ist zu Ende und die Bevölkerung hat sich beruhigt. Die feierlichen Procefsionen, welchen die Polizei bisher im Interesse der öffentlichen Ordnung entgegentrat, können jetzt kein Bedenken mehr erregen. So wurde denn heute eine Processton veranstaltet, bei welcher der Schutzpatron Neapels, St. Januarius, auf den Schultern einiger frommer Pa- trizier — versteht sich in effigie — nach Santa Chiara gebracht wurde. Im Gefolge befand sich auch die Nationalgarde zu Pferde und zu Fuß. Heute Abend wird das bekannte Wunder erwartet. Eine prompte Bewegung desselben wird ohne Zweifel vielen geängstigten Seelen die Ruhe wiedergeben. Bei letztem Wunder war bekanntlich das Blut steif flüssig gewesen, was als ein schlimmes Zeichen axv- gesehen wurde. Professor Palmieri hielt um die nämliche Zeit vor etner zahlreichen Versammlung eine wissenschaftliche Vorlesung über den Vesuv. Spanien. Madrid, 5. Mai. Die Carlisten verloren in dem Gefecht von OroSquieta 40 Todte und 730 Gefangene. Die RcgierungStruppen verfolgen sie lebhaft und bringen neue Gefangene ein. Don Carlos floh, auf dem Fuße verfolgt, mit 200 Mann der französischen Grenze zu. England. London, 5. Mai. Die armen englischen Frauen sind abermals in den Sumpf der Sklaverei zurückgeschleudert, aus dem Jakob Bright sie gegen ihren Willen herausziehen gewollt. Die Frauenstimmrechts-Bill fiel abermals im Unter- Haufe mit 79 Stimmen, während sie im vorigen Jahre bloß mit 69 durchgefallen war, und groß ist der Unwille der verhältnißmäßig kleinen aber viel Lärm machenden Coterie, die in der politischen Emancipation des Weibes die Erlösung des Menschengeschlechtes von Nöthen mannigfacher Art anstrebt. Da sie nicht bloß in England und Amerika, sondern auch auf dem Continente ihre Lehren, wenn- gleich minder zudringlich, predigt, sind die Beweisgründe, die sie in der gestrigen Sitzung aufführte, als bekannt vorau-zusetzen. Genau dasselbe gilt von den Gegen- gründen. London, 7. Mai. Der König von Belgien machte der Kaiserin Augusta gestern einen Besuch in London. Die Kaiserin besuchte das deutsche Hospital und machte demselben eine mildthätige Schenkung. Türkei. Konstantinopel, 6. Mai. Der „Courrier de l'Orient" meldet, daß auf der Marmora - Insel eine Judenverfolgung stattfand, welche drei Tage dauerte. Die Synagoge wurde demolirt und die Häuser der Juden wurden geplündert. Jüdische Familien flüchteten sich in die Häuser der Türken. Asien. Ausführliches über die furchtbare Verwüstung Antiochias durch das Erdbeben berichtet unterm 10. April ein Correfpondent von dort an die „Times". Von dem Tage ab, wo 200,000 Einwohner Antiochias von jenem Erdbeben heim- gesucht wurden, in dem Kaiser Trajan nur durch die rasche Flucht nach dem Circus sein Leben in Sicherheit brachte, ist die Stadt stets eine Unglücksstadt gewesen. Am 3. April ist wieder ein Dritttheil von ihr gleichfalls durch ein Erdbeben in Trümmer gelegt worden. Um 7 Uhr 45 Minuten, als die Bazars gedrängt voll von Menschen waren, warf plötzlich ein Erdstoß, der in der Richtung von Ost nach West über 40 Sekunden anhielt, die vier Hauptbazars nieder. Da die Straßen meist so eng sind, daß ein Reiter kaum das Pferd in ihnen wenden kann, so werden in dem Viertel nur wenige Menschen unversehrt geblieben sein. Ja der griechischen Kirche waren gegen 300 Personen versammelt und diese ganze Gemeinde ward unter den Trümmern des Gebäudes begraben. Eine griechische Schule mit einem halben Hundert Kindern hatte dasselbe Schicksal. Das sogenannte Paul-Thor, eine schöne Ruine am östlichen Eingänge der Stadt, ist nicht mehr. Die Erdstöße wurden auch in Aleppo und weiter östlich bis Orfa jenseits des Euphrat verspürt, während nördlich und westlich nur ganz unbedeutende Erschütterungen wahrgenommen wurden. Gerüchtsweise verlautet, daß auch mehrere Dörfer am Orontes ganz vernichtet sind. Der Erdstoß am 3. April war der furchtbarste, weniger bedeutendere folgten nach. Es steht jetzt fast kein Haus mehr. Menschenleben gingen in der letzten Zeit zum Glück nicht mehr viel verloren, da die meisten Einwohner sofort sich ins Freie gerettet hatten und jetzt unter Zelten campiren, die ihnen sammt den nöthigen Lebensmitteln rc. der türkische Gouverneur von Aleppo geschickt hat. .Auch der englische Consul war dafür unausgesetzt thätig. AuS Aleppo eingetroffene türkische Soldaten sind dermalen beschäftigt, die Leichen aus den Trümmern herauszusuchen. Diese so dringlich nöthige Arbeit wird leider curch den Fanatismus der Einwohner verzögert, denn jede religiöse Genossenschaft will ihre Todten selbst begraben, statt dies durch moslemische Soldaten thun zu lassen. Der Leichengeruch ist furchtbar; es wird fast ein Wunder sein, wenn die rasche Zersetzung der Leichname unter dieser syrischen Sonne nicht die Pest erzeugt. Und um das Unglück voll zu machen, nehmen die Dussart, eine heidnische Secte, welche noch Baal und Astaroth anbetet, die Gelegenheit wahr und fallen über die Türken her, von denen sie ihnen besonders verhaßte Personen erschlagen. Die Muselmänner ihrerseits können die Leichen der Christen nicht rasch genug unter die Erde bringen; sie bilden sich nämlich ein, daß sie selbst so lange keine Ruhe haben, als noch ein todter Christ unbegrabeu ist, und suchen es zu hindern, daß die Priester die üblichen Todtengebräuche vollziehen. So erwachsen die mannich- faltigsten Streitigkeiten, die in jedem Augenblicke einen bösartigen Charakter annehmen können. — Antiochia (jetzt Antakieh) ist übrigens bekanntlich von seiner alten Herrlichkeit völlig herabgesunken; die Stadt zählt gegenwärtig nicht viel über 10,000 Einwohner. Vermischtes. Limburg a. d. Lahn, 1. Mai. Das große Dorf Niederbrechen, im hiesigen AmtSgerichtS- bezirk, ist seit gestern Abend 6 Uhr fast vollständig eingeäschert. Es sind 96 Wohnhäuser ei« Raub der Flammen geworben; außer diesen etwa 110 Scheunen und Stallungen, so daß ca. 200 Gebäude in der kurzen Zeit von kaum 12 Stunden von dem Feuer vertilgt wurden. Des furchtbaren Elementes konnte man deshalb nicht Herr werden, weil eS an Wasser mangelte und der Wind das Feuer weiter trug. Die Noth in dem sonst wohlhabenden Dorfe ist groß, da fast drei Viertel der Einwohner obdachlos sind. Heute wurden hier Unterstützungen aller Art für die armen Unglücklichen gesammelt. Durch das schnelle Umsichgreifen des Feuers konnte fast gar nichts aus Len Häusern gerettet werden; so ist u. A. sämmtliche Inventur der Bürgermeisterei mit den Lager- und Stockbüchern ebenfalls verbrannt. Die von der Eruption des VesuvS bedrohten und zum Theil bereits geschädigten Ortschaften weisen folgende Einwohnerzahlen auf: San Sebastiano 1982 Seelen, San Giorgio a Cremano 4712, Restna 13,320, Torre del Greco 23,732, Somma 9212, Massa di Somma 1739, Ponticelli 6065. Die von der Lava eingeschlossenen Leute sind von Soldaten befreit worden, welche zuerst Sand und dann Steine auf die glühende Masse warfen und so eine Brücke neuen Styles über den glühenden Strom herstellten. Kleine Steine sind bis nach Salerno. 4 Meilen südöstlich vom Krater, geflogen. Literarisches. Von großem Interesse, für die Frauenwelt besonders, ist die am Schluß der neuesten Nummer der „Modenwelt" milgctheilte Entscheidung der von dieser Zeitung ausgeschriebenen vierten Preis-Concurrenz für weibliche Handarbeiten. Die Namen der preisgekrönten Einsenderinnen, aus Bradford in England, Siemanice bet Opatöw, Bader bei Wien, wie derjenigen, welche eine ehrenvolle Erwähnung erhielten, beweisen zugleich, wie weitverbreitet diese überall beliebte Zeitung ist. — In der Nummer vom 1. Mai ist mit besonderer Liebe der „Kleinen" gedacht; die Schnittmuster-Beilage wird jeder Mutter, welche zur Herstellung der Garderobe ihrer Kinder selbst Hand anlegt, eine vielfache Ausbeute gewähren. Abonnements (zum Preise von 45 Kr. rh. pro Quartal, resp. 1 Fl. 30 Kr. rh. mit vierteljährlich neun großen colorirten Modenkupfern) werden jederzeit bei allen Buchhandlungen und Postämtern angenommen. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 7. Mai. Die heutige Börse unterschied sich von der gestrigen in nichts: die gleiche Mattigkeit, gleiche Geschäftslosigkeit und dieselbe Teudenz zum Sinken! Es stellt sich mit jedem Tage mehr heraus, daß die Börse in sich selbst der Kraft zu einer Initiative entbehrt, auf welche sie bis jetzt von außen her vergeblich gewartet. Das blinde Draufgeheu der Vollblut- Speculanten hat einer gewißen Aengstlichleit Platz gemacht, die sich dann auch auf das Privat- Publikum erstreckt, welches bekanntlich verkehrterweise immer erst dann kauft, wenn die Preise steigen. Sämmtliche SpeculationSeffecten gaben heute wieder im Course nach, trotzdem eS heißt, daß bei der Staatsbahn die französischen Elemente des VerwaltungSrathS gesprengt und dadurch -ine bessere Leitung angebahnt werden solle; nur Nationalbank hielt sich relativ fest. Oesterreich. Bahnen grüßtentheilS angeboten. Nur in jungen Staatsbahnen wurden bei erniedrigtem Eourse einige kleine Abschlüsse gemacht. Fünfkirchen BarcS, Rudolph, Donau-Drau theilweise begehrt. Von deutschen Linien wurden heute wieder etliche Pöstchen alte bayerische Ostbahn gekauft. Ber- bacher und Pfälzer fest. Von Prioritäteu waren Siebenbürger offerirt, bprocentige Lombarde» dagegen in Frage. Recht gut halten sich beide österreichische Renten, wie auch deutsche Staaten, fondS. Oesterreichische 1860er Loose mehrfach gehandelt, ohne daß eS jedoch zu festen Schlüs- sen kam. ß&rtf 7. J Frankf. Ban Frankf. Ven Darnist. Ban Wien Banka Oeet. Orediti Galizien 26( S % Kurhees- 4 * Gr. Hess, 5 - ”31 Bayer- 5°/o ; wo 1 Wurtemb. ' Baden t1/«® Oesterr. Sil , Pa$ Spanier, ne Amerlk. B( A 2317) Die itn Böschung der Wieseck, gen, soll Monte an den Meisti Die Zusam um 2 Uhr an Gießen, bet Großherzos Die Perge der 2299) Freitc bei 'offen auf ben Arbeiten, als. Steinbrechen, Stemfahren, Ehaussiren, an den Wenig Gießen, be' GrMnzi W 7e >11 Je $ I ^rbeitsver •2273) $ des ’ Men auf d nachstehende: Versteigerung als: Maurerarbi Weißbinder der Malet ^Holzheim, i ^herzoglich —--Korne n ’llrbei WA! Sm »Mr J'lli Wir! l“? «tum ,1 ’S Sicco, jSrartot, I Starbt1 H auf e dauertr. lfPlüobtrt. das Erd. »Tiivrs". »tn beim. im Eircus 1 Spesen, rtbtbtn itt 'rangt voll 3 voll Ost Da die Mn Lina, hin. 3a hft gatqt grieihischr Da- foge. 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S. 985/e Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 104% Bremen k. 8. 963/g Brüssel k. 8. 933/4 Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 933/4 Wien k. 8. 104V4 ditto m. 8. 101% ditto 1. 8. 104% Disconto 4 0/q 1 Hou Frankfurt a. M. j dircct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Budolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 Zeit, Frankfurt a. W. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." Preuss. 4i/3% Oblig. 102% Frankf. 31/2% Obi. 873/Q Nass. 41/3% Obi. 99% Korb ess. 4O/o „ 94% Gr. Hess. 50/0 Obi. 1033/4 » n 4% „ 981/2 » » 3%% » 921/2 Bayer. 5% „ 1003/8 n 41/2 O/o 1jährige 100 » 4% 1jährige 94'/2 Würtemb. 41/2% ObL 993/4 Baden 4%% ObL 0. E. L. 100% Oesterr. Silberrente 6 41/4 „ Papierrente 57% Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 99% „ „ 1882r 96 „ n 1885r 971/4 , „ 1887r 97i/g Priorit&ten. 3% öster. Stsb.-Prior. 593/4 3% öst. s. Lombard 5O3/4 30/0 Livorneser 40 5% Toscaner 617/8 50/0 Elisabeth.-Prior. 823/4 do. II. Emiss. 82 Geldaorten« fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 48—50 Rusa. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 26—27 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 731/4 Nassau 25 fl. 43’/2 Braunschweiger 20% 3% Oldenburg, k 4OThlr. 393/8 4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose 111% Badische fl. 35 Loose 70 */4 Oestr. fl. 250 v. 1854 843/4 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 913/4 1864r „ 1561/2 Stadt Floren* — Aetien. Frankf. Bank 142‘/2 Frankf, Vereins-Kasse 135% Darmst. Bankact. 463 Wien Bankaotien 869 Oest. Creditact. 346% Galizien 266 Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. 2317) Die diesjährige Grasnuhung von den Böschungen des Stadtringgrabens und der Wieseck, sowie auf den städtischen Wegen, soll Montag den 13. Mai d. I. an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist des Nachmittags um 2 Uhr am Neuenweger Thor. Gießen, den 6. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 2299) Freitag den 10. Mai 1872, des Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten, als: Steinbrechen, veranschl. zu 83 fl. 34 fr. Steinfahren, „ „ 250 „ 42 „ Chaussiren, „ „ 233 „ 20 „ an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 6. Mai 1872. GrotzherzogUche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Arbettsversteigerung zu Holzheim. 2273) Freitag den 10. Mai, des Morgens um 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Holzheim nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu 87 fl. Weißbinderarbeit mit Lieferung der Materialien, veranschl. zu 250 „ Holzheim, den 4. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Arbeitsverstetgerung. 2322) Samstag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Fabrik des Herrn Adolph Noll zu Wieseck nachfolgende zur Erbauung eines ueuen Fabrikgebäudes daselbst erforderlichen Bauarbeiten öffentlich wenigstneh- mend in Accord gegeben werden, als: Erdarbeiten, veranschl- zu 263 fl. 20 fr. Maurerarbeiten, „ „ 3854 „ 18 „ Zimmerarbeiten, „ „ 4086 „ 39 „ Steindeckerarbeiten, „ „ 939 „ 20 „ Schreinerarbeiten, „ „ 1927 „ 6 „ Schlosserarbeiten, „ „ 65 „ 42 „ Glaserarbeiten, „ „ 660 „ 48 „ Weitzbinderarbeiten, „ „ 955 „ 13 „ Ueberschläge und Bedingungen werden im Termin eröffnet. Rödgen, den 7. Mai 1872. In Auftrag: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. Arbettsversteigerung zu Grüningen. 2274) Freitag den 10. Mai, des Mittags um 1 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Grüningen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, ols: Maurerarbeit, veranschlagt zu 45 fl. Planirarbeit, „ „ 168 „ Lhaussirarbeit, „ „ 360 „ Steinbrechen (Fahren und Aufsehen derselben), veranschl. zu 460 „ Grüningen, den 4. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. I- A.: Körner, BezirkSbauaufscher- FeilgeboteneS. 2313) Das so beliebt gewordene Erbsenmehl, zur schnellen Bereitung von Suppen und Pürees, ist wieder eingetroffen bei Emil Fischbach, Seltersweg. Für Confirmänden! 2326) Weiße Unterröcke, Beinkleider, Corsetten, Kragen und Manschetten, Brochcs und Ohrringe, Haarnadeln rc. für Mädchen, sowie Halsbinden, Shlipse, Kragen- und Manschcttenknöpfe rc. für Knaben, offerirt zu billigen Preisen Emil Dörr, Sonnenstraße. 2327) Frühpflanzeu, im Freien gewachsen, sowie Radieschen, verkauft Th. Rauten ft rauch, an der Schoor. 685) Liebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk— Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A- Busch Söhne. 2312) Speifeschränke, sowie Draht- gcwebe und Drahtgeflechte, empfiehlt M- Weißbäcker, Wallthorstraße. 643) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei Wilh. Balser. 2311) Vorzügliches Sauerkraut verkauft C- Pipp. 2303) Holzkrahnen bester Qualität empfiehlt M. Weißbäcker. 2142) Borsdorfer Aepfel- wein in bekannter Güte bei I. A. Busch Söhne. 2310) Einige Centner Heu sind zu verkaufen bei Georg Herbert. 2239) Geranien, Fuchsien, Heliotrop, Verbenen, Teppichbeet - Pflanzen, Sommerflor, Levkoyen und Astern in reicher Auswahl bei Carl Deines. 1876) Thürschoner in Crystall bei Wilh. Balser. 2196) Dachziegel, 1000 Stück zu 10 fl. 30 fr., werden verkauft in der herrschaftlichen Ziegelei zu Lich. Kreutzer, Rentmeister. 2197) Dachlalten find vorräthig in der herrschaftlichen Ziegelei zu Lich bei Ziegler Schmidt. 12114) Sommorhandschuhe in Leinen, Seide und Baumwolle, Weistwaaren, das Neueste in Aermeln, Chemisetten, Kragen und Manschetten, Shetland-Shawls in verschiedenen Größen, Corsetten in weiß und grau, empfiehlt in großer Auswahl und zu bekannt billigen Preisen I. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. | Mein Tuch und Bukskin Lager, für die Sommer-Saison bestens sortirt, bringe ich in empfehlende Erinnerung. Preise fest und billig. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-a-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pi stör. Ausverkauf" wegen Aufgabe -es Geschäfts. Aus Gefimdheits Rücksichten habe ich mich entschlossen, mein Geschäft aufzugeben und soll dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Sedfs Kreasem am f* afften. Der Verkauf findet nur gegen Baarzahlung statt. Alle Neuheiten für die kommende Saison, die bereits eingetroffen sind und noch eintreffen, sind selbstverständlich damit einbegriffen. i->» J9. Hirsch Loh». 2113) Eine Parthie Kleiderbesatz, als: schwarze wollene, seidene und weiste baumwollene Franzen in allen Breiten, Spitzen, Sammetband, seidene Gimpen; ferner Knöpfe und Seide, Ginfastlitzen in allen Farben empfehle zu den billigsten Preisen. I. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. 2176) Die erwartete Sendung von Herren-, Damen- und Kinder-Sommerfchuhen in Plüsch und Stramin ist wieder eingetroffen und empfehlen wir die- selbe billigst. ______I. A. Busch Söhne. Früh-Gemüse-Pflanzen, schön und stark, im Freien gewachsen, sowie Kopfsalat-Pflanzen, verkauft (2309)______________________C. Pipp. 2319) Die diesjährige Erndte von l3/4 Morgen ewigen Klees, von einem Acker auf der Weißerde, ist aus freier Hand zu verkaufen. Schwarz. 763) Photographie-Rah- men und Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. 2141) Frische Citronen und Apfelsinen sind wieder emgetroffen bei I. A. Busch Söhne. 2106) Eine Kaute Mist jst verkaufen« Neuenweg Lit. B. Nr. 194. (2316) 2323) 2244) Darmstadt- ' scher) 2324) Am Himmelfahrtötage: 2314) Frucht- und Meblpreise in verfloffener^Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Kartoffeln Wicken Linsen. Hafer Spelz Gerste Korn Watzen Auf demlMit.- Markt Ipreis Sb Markt preis Mai. Fruchtmärkte. •h fl.fr fl. fr. fl. fr. fl» fr. fl. fr. Ö fl. fr. M. M. M. M. M- M. I M. M. | M. 10 14 10 18 4. 4. 4. 3. Auf dem Markt Auf dem Markt 14 14 30 M. 22 Mit.- preis M- 28 Aüf^bem Markt Mir.- preis 4 5 3 Auf dem Markt 216 1 Mit.- preis Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz Auf dem Markt Pliilosoplienwald Am Himmelfahrtstage: Auf dem Markt Auf dem Markt Erbsen. 'Auf dem Mit. 2232) Eine der bedeutendsten Lebensversicherungs-Gesellschaften sucht einen thätiacn Agenten für Gießen und Um- aend gegen gute Provision. Anträge mit Namen unter: J w ...... (Eingetragene Genossenschaft.) A. Henrich, Director. M- 27 93 80 Burg-Ruine Staufenber Am Himmelfahrtötage: 10 20 1043 11 35 10,38 8(15 7 47 9 28 8j45 4 20 4 32 4,40 9| 5 M. 37 Spar- und Leihkafse zu Lang-Göns. General-Versammlung am 3. Pfingsttag, den 22. d. Mts, Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung: Mittheilung der Jahresrechnung und Geschäfts- Bilanz; die dem Vorstande zu ertheilende DechargeWahl der Vorstände und sonstige stalutenmäßige Verhandlungen und Beschlußfassung. Lang-Göns, am 6. Mai 1872. Der Vorstand der Spar- und Leihkasse. Prüf u n g e n in den städtischen Schulen. Am Himmelfahrtstage: Fr ii It - tt c er t Lony’s Bierkeller. 2282) Hiermit mache die ergebene An reige, daß ich heute Mittwoch den 8. Mai die Wirthschaft auf meinem Keller wieder selbst übernehme, und derselbe von da an täglich geöffnet ist. €11 r. Ijony, Bierbrauerei. Füt gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt, wozu höflichst einladet Oswald. auf der Badenburg, wozu ergeben st ein lad et: ___________3- Duill Wittwe. 12 124 2 am Ludwiasbrunnen, ausgeführt von einem Theil der Gießener Militär-Kapelle. Mittags Uhr s-stg-setzt.,^ bc§ städtischen Schulwesens sind zum Besuch freundlich eingeluden. Zm Rumen ®te6m' Bürger-Club. 2320) Die außerordentlichen Mitglieder werden hiermit auf Freitag den 10. Mai, AbendS 8 Uhr, bei Herrn Röder im Stern zu einer Versammlung eingeladen. Tagesordnung: Wahl des Vergnügungs- Comitös u. s. w. Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaßnehmen, Znschneiden und Anfer- Ittgen von Damcnklcidern hat wieder ein neuer Cursus begonnen. Eintritt jede Zeit- Rosa Rothenberge r, Lindenplatz. Die Prüfungen in der Stadtmadchenschule beginnen T an • s Morgens halb 10 Uhr: Elaste V (Vlcar Filz), Freitag den 10. Mai, j Nachmittags 2 Uhr: Elaste IV (Vicar Filz); Samstag den 11. Mai, Morgens 9 Uhr; Elaste HI (Lehrer Römer); i ... . l Morgens 9 Uhr: Elaste II (Vicar Schäfer), Montag den 13. Mm, jNachmittags 2 Uhr: Elaste I (Mstpredkger ®rc, , Die Tnrnprüfung der beiden Mädchenschulen ist auf Freitag den 10. Mai, Nach- M- 36 170 2 Großes Militär-Coneech ausstesührt vom Musik-Corps des Großh. Heff. 2. Ins-Reg. Nr. 116, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters, Herrn V. Reifert. Anfang 4 Uhr. — Entree 9 kr. Soollmd Salzhausen bei Nidda, pr. Bahn 1 Stunde von Gießen und 2 Stunden von Frankfurt. 2046) Eröffnung des Bades am 15. Mai. Mittags 1 Uhr tadle d’hote, außerdem Restauration nach der Karte. Beides zu den alten Preisen. Der frühere billige Miethbetrag aller mit neuem Bettwerk versehenen Zimmer bleibt unverändert. . m „ Täglich viermal Verbindung durch die Wagen der Post und außerdem gute Beförderung hierher von dem nahen Bahnhofe vermittelst geräumiger Wagen. 9u zahlreichem Besuche dieses anerkannt vorzüglichen Bades laden ergehst -in ■ Die Kurhauspächter bcnft cn' Gebrüder Eich. 11 35 1056 12139 1 18 82 187 2076) In Lit. E- Nr. 78 sind zwei Zimmer nebst zwei Cabineten zu vermielhen und den 1. Juni beziehbar._______________ 2302) In der Nähe des Schützenhofes ist ein Familienlogis, bestehend aus 3 auch 4 Zimmern, zu vermiethen und Ende dieses Monats zu beziehen. Näheres bei der Exped dieses Blattes. __________________________ 2293) Sonnenstraße Nr. 73 ist der dritte Stock zu vermiethen und sogleich zu beziehen E- P i t t h a n. 15 12 15’4(5 15i2() 1610 Vermiethungen. 2318) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen bei __________H. Werner, Kaplansgasse. 1886) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Wallthor Lit. A. Nr. 152. 2315) Ein kleines freundliches Mansar- den-Logis zu vermiethen. Fr. Bieler, am Kreuz. Mit7- preis fl. kr. 2321) Ein tüchtiger Fuhrmann wird gegen guten Lohn gesucht und kann sofort eintreten bei Fuhrmann Schleuning. 2174) Eine kleine Familie sucht ein freundliches Familienlogis von 3 Zimmern nebst Zubehör. Offerten unter H. H. besorgt die Exped. d. Bltts. 2296) Ein Schreiner-Gehülfe wird gesucht von *__________Adolf Hoß. 2269) Auf Johanni d. I. wird ein braves Dienstmädchen gesucht von Julius Roth. preis fl. fr. ausgeführt von der Musik-Gesellschaft Hoos. Anfang 31/2 Uhr. Entröe 6 fr. Um recht zahlreichen Besuch bittet:__H* AUgemeine Mmilien-Ieitung, Jahrgang 1872. Jnhalts-Verzeichniß von Nr. 31 : Tert: Die Teufelskanzel. Novelle von Ulrich Graf Baudissin. (Fortsetzung.) - Ueber Haarfärbemittel- Warnung und Trost für alle Diejenigen, dle mcht gerne Farbe bekennen." Von Dr. C. L. — Wie meine erste Liebe m Rauch auf ging. Den Mittheilungen eines Offiziers nacherzählt von M- Calm. — Das schwache Gesch.echt. Ein modernes Märchen von L- K- v. Kohlenegg (Poly Henrron.). (Fortsetzung.) Pauline Lucca. - Der kranke Hund. - Die Eingeborenen auf Neuseeland. — August Nelaton. — Die Kirche Wassilji Blashennoi zu Moskau. — Eine Lehrstunde ln See. Das Feuerlöschwesen in der Türkei. — Chronik der Gegenwart- — Offene Korrespondenz. “ r 1 y y ff r a ti0n en:1 1 &online* ^ßu c c a. Nack einer Photographie gezeichnet von C: Kol5? — Der kranke Hund. — Bootswettrennen auf Neuseeland. — Doktor Nelaton. — Die Kathedrale Wassilji Blashennoi zu Moskau- — Beim Ausbessern der Segel. — Türkische Feuerwehr zu Konstantinopel- Mit^- preis fl. fr- Mit.- preis fl. fr. M- M. V,VU1„V... ...... 2167) In tot. SD. Nr. 3g, Neustadt. wird L. N. poste restante“ nach pr. Johanni ein starkes Mädchen für die j Kind er gesucht. Für Schuhmacher. 2101) Einen guten Arbeiter, sowie einen Jungen in die Lehre, sucht Ph. Michel, Schuhmachermeister. 2325) Ein tüchtiges Mädchen für Hausarbeit zum sofortigen Eintritt gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2284) In mein Flaschenbier-Geschäft kann noch ein zweiter Junge bei gutem Lohn sofort eintreten. Georg Dörr, ___________________________Kirchenplatz. 2089) Ein Schuhmacher-Lehrling gesucht von Daniel Schmal!, Schloßgasse. 2277) Zwei junge Herren können Wohnung und Mittagstisch erhalten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 2280) In meinem neuen Hause, vor dem Neustädter Thor, gegenüber der Badeanstalt des Herrn Rübs amen, ist em freundlich möblirtes Zimmer zu vermte- then. S0phie Plank, Wittwe. 2213) 8wei ineinandergehende Stuben sind zu vermiethen in Lit. A- Nr- 130, Asterweg.__ 1935) Ein möblirtes Zimmer zu vermiet h en. Anlage C- 25.__ 2306) Ein Familienlogis ist zu vermieden und am 15. Juli oder 1- August zu beziehen- Ehr- Noll Wittwe. 1152) Auf der Textor'schen Hardt ist ein Familienlogis zu vermiethen und gleich zu beziehen.__ Vermischte Anzeigen. Agentur. Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaction, Drmck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen- m. ss Uli ii die di fliuft h gung ff r inW: 1 Ctistun 2 maltn mit au von §o 4 von Goi 5 ter Cci 6 dn ßc oHfrgr houßn fohlen! de» ft die töa stund ! die Johann Echch Tage 1 Kreis1 Benshe dem E die 1. 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