Gießener Anzeiger "***' Stotie Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Freitag den 8. März 1872. »chand. Gießen, am 7. Marz 1872. Betreffend: Das Ersatz-Geschäft für 1872. teil 2: 24 Mm) Uhr. Berlin 4 März. Ja, Neuen Palais zu Potsdam ist Alles vorbereitet, orrrue, **• -"*“‘8 y «n«phmpn ftinn. Dem cisse gebildeten Bagalell-Lomwisston bevor. in ^Ämhme ein. §. zu Saale Preis vierteljährig 1 fl. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 27 ft. vorzesehMi »rstand. baten, auf diese zu jeder beliebigen Zeit zmückzukommen. m 9 Amerika ist der Gläubiger Englands geworden und wird diese Position Wird Amerika aus diesem Vertragsbruch einen Kriegsfall machen? Schwerlich! Amerika's Politik geht eben darauf aus, einen Theil der Kosten seines Bürgerkrieges auf England abzuwalzen und wird nicht so thöricht sein, die Chancen eines in seinen Wirkungen unberechenbaren neuen Krieges zu laufen, wenn es feine Absichten dennoch und zwar auf unblutigem und kostenfreiem Wege erreichen kann. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. es gewiß Niemand. Können aber an btt Groscher?oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir fordern Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der Stammrollen im Rückstände find, unter Hinweisung auf 57 Nr. 4 der Ersatz-Jnstrnction, auf, dieselben ungesäumt, und zwar mit den Stammrollen für 1871 und 1870, an uns gelangen lassen. • ° ö • Cugland und Amerika. Die Amerikaner halten also an dem Washingtoner Vertrage fest und stellen die Entscheidung der sogen. Alabamafrage dem Genfer Schiedsgericht anheim, indem sie den Engländern eine Verantwortlichkeit eines einseitigen Rücktritts von dem Vortrage zuschieben. cm 4f)tet.. "Mstag km hiermit die telier, im Hause Fisches Ge- ger und reeller wtozraph. "Di-Ä-7ge°W°lt°a'b.r wi,° au« dem Verlauf der Alabamasrage di- immer- hin traurige Gewißheit schöpfen, daß der Gedanke: Internationa - Stetig - en durch Schiedsgerichte ausgleichen und dadurch den Krieg aus der Welt schaffen - '°n S.?.““’1(•*.,. 2.....I» >. 6.«.,...... •"•*» ■“ Staat sich nicht dem Recht, sondern nur der Nolhwendigkett. Deutschland. 'Tinrtnftnht 4 Märi Der Großh. Odcrmedicinalrath und Kreisarzt Dr. •Ä; rmtisttr, —* ttil- ikll- W utd) 18) K Jia4 in Äiblä) 1 ttn- , Vb6ilW"V ifiit qiotuf. Bestellungen auf dcu Gießener Anzeiger »g » >• ->• ”* ■“« Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat Marz zu 20 fr. Mw Leichtsinn- steigert und Amerika wird Gelegenheit genug St. 39 W Ä. *‘J±»^*ÄÄS Gewiß eine peinliche Lage für Großbritannien, welche ihm dadurch nicht S’ÄWSJsa'jF e«hje HasturgSpflicht aus einem NeutralitatSbruch reicht t? *iÄX «> m «e tu« S/tt , - i» England -b-r glaubt angenommen Seine Königliche Hoheit, der Großherzog haben die Dinge auf dem Fuß stehen bleiben, auf welchen st- W "u^MUgl^ Ks'St^L" Friedr^^ von der Frage bezeugten; diese vielmehr mit augenfälligem $9 i Besuch nach Potsdam kommen werde. SßaM nalen" herausputzten und die Volksleidenfchaft mit ihr aufst $ • endlich Die Gründe, welche den Hrn. v. Winter veranl ß h 'son ($orre. Der Weg der vertragsmäßigen Lösung wurde vergeblich versuch Ober-Bürgerm ister von Berlin im Voraus abaule$ncn, das Au-kunst-mitt-l gesunden, ste einem S-hiedSgertcht zu ub-r s ' , spondenten, die wohl unterrichtet s-m woll-n, daraus z r ckg^ t, Weun stch daher England jetzt w-tger , -'n-n Sch edSsprue? i |mm£t ^„höchsten O.tS in Ungnade stehe und seine 4)ega g » so bleibt nicht bl°S die alte Defferenz ungelöst, -S ist a ch märten sein würde. schwebenden Proceffe gegen Dr. StrouS- brennend^ereahmzugOrettn^^^^bN^^er rag ruch^^ fimren,^ in "Folge' d^lr^Be"zahtun/der Ja^a^ und ^^^kns^str *Nese^Pro^ Ä-T&ÄZi.'&S.Sw.«mw». ->'mj-SEÄlS.*- ™--*’■e"-" Amerika gegenüber in's Unrecht. Zugleich benachrichtigen wir Sie vorläufig, daß das Kreis-Ersatz-Geschäft in der ersten Hälfte des kommenden Monats stattfinden wird. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul 6, Kreisassessor. M-Z-L'-M EL- -ülM-WMMZZ- .......— WMZM-KM MMWWM- Amerikaner ja nur die Rechtssrage klar S'st^t wissen * • uj^ung fiir t(e touer Vertrages mit ihr» Ersatzforderung für tndtrerien * ncd) tie werden st-, falls das SchtedSgcrtcht sich i^en in Enaland aber glaubt Uneigennützigen spielen? Das glaube, wer va wen (Eingesandt.) flöten gestellt worden ist, Deutschen Ordens gedacht. Es hat bisher der Deutsche Kaiser, wenn er Ver- dienste um das gemeinsame Vaterland anders als durch Dotationen belohnen wollte, sich daraus beschränken müssen, preußische Orden zu verleihen, wie ja auch das Eiserne Kreuz ursprünglich ein preußisches Ehrenzeichen ist. Da eine entsprechende Dekoration für Civilverdienst noch fehlt, so soll diesem „Mangel" durch Stiftung eines Ordens des Deutschen Reichs abgeholfen werden. . . ------- /--r. eine Forderung, und zwar auf Pi mithin hat eine solche auch nicht abgelehnt werden können; vielmehr an der spanischen Küste zu kreuzen. Andere Schiffe werden ihm zu derselben Bestimmung folgen, und in den Instructionen des Befehlshabers soll die Eventualität einer Cooperation mit einem gleichfalls in den spanischen Gewässern sich sammelnden italienischen Geschwader vorgesehen sein. Natürlich nicht zu Zwecken irgend welcher politischer Action, sondern eintretendenfalls lediglich zur Sicherstellung der Person des Königs und der Interessen der beiderseitigen Nationalen. Die intimen Mittheilungen aus Madrid lassen die Lage als sehr ernst erscheinen. Wien, 4. März. Der ministerielle UkaS gegen die Altkatholiken wird von einer subvevtionirten Wochenschrift mit der Bemerkung vertheidigt, nur ein flach- köpsiger Radikalismus könne Einwendungen gegen denselben erheben. Die unabhängige Presse aber findet, daß die „liberalen und verfassungstreuen" Minister Stremayr und Glaser wohl das Recht haben, sich selber ins Gesicht zu schlagen, wenn es ihnen Vergnügen wacht oder von oben befohlen wird, nicht aber die Befugnih, jene Katholiken, welche das im 1.1870 von den höchsten k. k. Behörden selbst für staats- gefährlich erklärte Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkett nicht annehmen wollrn, ihrer gesetzlichen und verfassungsmäßigen Rechte zu berauben und sie zu zwingen, sich entweder der römischen Hierarchie zu unterwerfen ober als rechtlose Secte erst bet der k. k. Bureaukratie um Anerkennung zu betteln. Die Wiener „Morgenpost" sagt, die Altkatholiken seien jetzt auch von der Staatsgewalt mit dem Interdikt belegt. Da- Stremayr'sche Rundschreiben sei ein Schlag gegen den LiberaliSmu- und ein Triumph für die Ultramontanen. Oesterreich sei nun wieder ein römisch- katholischer Staat geworden, wie zur ConcordatSzeit und der liberalen Partei bleibe nichts Anderes übrig, als eine Adresse an den zu scharf angegriffenen Ex- Cultusminister Iireczek zu richten, denn dieser habe sich wenigstens den Altkatho- liken gegenüber weit liberaler gezeigt, als das gegenwärtige Ministerium. Alois Anton, das Haupt der Wiener Altkatholiken, wird nächsten Donnerstag vor dem Wiener Geschwornengericht erscheinen, da er sich als Verfasser eines Zeitungsartikels über die Ohrenbeichte genannt hat, wegen dessen die k. k. Staatsanwaltschaft Klage erhob. Der Vertreter der Staatsgewalt fand, daß der altkatholische Priester Anton die römisch-fatholische Kirche beleidigt habe. — Die städtischen Volksschulen Wiens sind von einem Lehrerstrike bedroht. Der Magistrat, welcher jetzt Brücken mit vergoldetem Geländer Herstellen läßt, hat in seiner Weisheit beim Schulwesen die größte Sparsamkeit entwickelt, indem er anstatt der Unterlehrer, welche jährlich mindestens 400 fl. bekommen müssen, provisorische „AushülfSlehrer" anstellte, welche mit 79 Kreuzern täglich „entlohnt" werden. Da nun aber sogar die Gassenkehrer in Wien täglich mindestens 90 Kreuzer erhalten, so haben die AushülfSlehrer beschlossen, durch eine Deputation bei dem Bürgermeister definitive Anstellung zu verlangen und im Falle der Abweisung die Arbeit einzustellen. Belgien. Brüssel, 6. März. Die Kammer hat auf die Erklärung der Regierung, daß SolvynS beim König Victor Emanuel in Rom als Gesandter beglaubigt sei und bleibe, die Beibehaltung der Vertretung Belgiens beim Papst mit 63 gegen ; 32 Stimmen bewilligt. Die Linke, mit Ausnahme von drei Deputirten, stimmte ’ dagegen. berg aus den Coupons ist übrigens von sämmtlichen Proceß - Deputationen des < Stadtgerichts ausgesprochen worden. 3n Abgeordnetenkreisen will man wissen, daß die Dotationen verdienter i Männer aus dem letzten Feldzüge, deren Namen am Geburtslage des Kaisers i veröffentlicht werden sollen, in vier Kategorieen zerfallen. Danach erhielten 300,000 i Thlr. der Prinz Friedrich Karl, der Feldmarschall Gras Moltke, der Kriegs-Mi. 1 njster Graf Roon und der General v. Manteuffel; 200,000 Thlr. Staats-Mlnister 1 Delbrück, General v Werder u. A.; 150,000 Thlr. würden zur Verthetlung dem Könige von Bayern überwiesen; 100,000 Thlr. würden erhalten die Generale v Stosch, v. Fransecky, v. Kirchbach, v. Kameke u. s. f. (Es heißt, auch die Erben des kürzlich verstorbenen Generals v. Hinderfin würden in dieser Kategorie bedacht.) Im Ganzen würden 22 Dotationen vertheilt. So weit die Angaben, für welche wir keine Gewähr übernehmen. Berlin, 6. März. Wie wir von gut unterrichteter Sette erfahren, hat sich aus den in Posen stattgehabten Untersuchungen die überraschende Thatsache er- geben, daß der Erzbischof v. Ledochowski vom Papste zum Primas von Polen ernannt worden ist und derselbe den ihm verliehenen Charakter angenommen hat. Es handelt sich dabei offenbar um mehr, als um einen bloßen Titel. Der Charakter als Primas von Polen hat doch einen Sinn, welcher mit der Stellung und der früheren Haltung des Genannten nicht übereinstimmt. Die Würde eines Primas fetzt gewissermaßen die Existenz eines Königreichs Polen in seiner alten AuSdeh- nung und mit der alten Verfassung voraus. Mit dem Amte sind nicht nur Attri- bute der geistlichen Würde verbunden, sondern nach der polnischen Verfassung ist der Primas der Stellvertreter des Königs und der Träger der politischen Gewalt, wenn der Thron erledigt ist. Man ist daher zu dem Schluß berechtigt, daß v. Ledochowski sich den national-polnischen und deutsch-feindlichen Bestrebungen angeschloffen und mit seiner früheren vermeintlichen Loyalität für das preußische KönigSthum in entschiedenen Widerspruch gesetzt hat. (Post.) Mit dem Herbste nächsten Jahres steht nach der Bestimmung der neuen Armeeorzanisation von 1861 für die acht altpreußischen Provinzen Vie Reduktion der Landwehr-Verpflichtung bis zum 32. Lebensjahr in Aussicht. Die Verfügung darüber ist indeß noch nicht veröffentlicht worden und dürfte auch wohl keinesfalls vor ver nächsten Etatfeststellung erfolgen. Gegenwärtig bilvet für diese Provinzen nach der mit Abschluß des letzten Krieges erlassenen kaiserlichen Bestimmung die Grenze der Landwehrverpflichtung noch das 34. Lebensjahr. Ebenso würde für die 1866 neuerrichteten preußischen Truppentheile und die norddeutschen Truppen- körper 1873 die erste Überweisung eines Gesammtjahrgangs an Mannschaften zur Landwehr erfolgen müssen. Das wirkliche Statthaben dieses Vorgangs darf tndeß wohl davon als abhängig angesehen werden, ob und inwieweit sich die in Anlaß des letzten Krieges bet dem Reservestande dieser Truppentheile durch Tod und Invalidität erzeugten Verluste schon gedeckt befinden. Wie der „B. B. C." hört, wird in Regierungskreisen an die Stiftung eines ~ - Ä««4 UV? 3n Frankfurt a. M. beobachtete man das Gleiche 3 Uhr 40 Minuten. , . ' I'dia'rz. Herrenhaus. Generaldiscussion über bas SchulaufsichtS- gejetz. F"r dasselbe sprechen Goßler und Bernuth, dagegen Senfft - Pilsach und ÄÄ. TcTIt n ?ET- M “ in seiner gestrigen Red- k-in7-«e s tk Theorie der beschrankten Unter,hanenverstanbcs habe reactiviren, sondern nur bemerken wollen, daß man in einzelnen Fällen sein eigene« Urthei, demjenigen der WsSt',“n& man Bet?fluc' unterordnen müsse. Der Ministerpräsident schließ,; L'9?•«» h g 2. März. Da« hiesige „Kreisblatt" veröffentlicht folgenden Erlast L-n°ra,H.S,ellv-r,r-,er- ». Aulock: Im höheren Auftrage mache ich den Ma- mnCr Endlichen Polizeiverwaltungcn der Kreises zur Pflicht, alle politisch thatigen Personen, welche nicht ihre Eigenschaft als deutsche Unterthanen oder sonst ihre verfassungsmäßige Berechtigung zu ihrem Aufenthalte im hiesigen Kreise Dresden, 6. März. 77' das Schulgesetz fort und nimmt Frankreich. „ Pmjs. 7. W'k .C°nsti.uti°nn-l^me.d-.^au-,E-r Quell. woll-ch " In 8onbcn ä“ mn,«-C°mmand-ur -in. Alternativ- g-ft,llt wurden sei; unwahr ist ei„^ Wtclomation "achBerlin gerichtet worden sei und ebenso unwahr demzufolge, daß von Berlin aus das^chrengerichtliche Urthe.l bestätigt worden sei. Was bleibt nun von dem ganzen Attike! noch m«t ft Kammer fährt in der Sp.cialdebatt. über sÄ- -d'L7rSun?:Lall!n7n'd eine öffentliche Anstalt her cs b , Ausschusses, die Volksschule als worden. Unwahr ist, daß von dem Corpsstudenten überhaupt eine Forderung, und zwar auf Pi gänglich tu mach b uh ne Unterschied des Glaubensbekenntnisses zu- Re^erveofsi' itt b ^at eine ^ül.*e auch, nicht abgelehnt werden können; vielmehr Ä r ä’v, ..................... -.......... Dresden, 6. Ma>, ^ r er 1n,utbe °'-s- Frage vernein,. Helm dem Könige daß Kaiser W-l- sächsische» Kriegsminister °. Fabrice aus' dem^Doiaiions^ndb D,m 100,000 Thalern verliehen worden sei, um damit ! die Summe von desselben um die Reorganisation und die bewährte Krieastückti^^^^^a!'^" Armeerorps seine kaiserliche dankbare Aner/^nln ÄS sächsischen .. Chemnitz, 6. März. Heute Nachmittag wurde hier ein llärker Erdi, B spurt, welchem mehrere schwache folgten. ver- ali । “«**■ SÄ E Äfft; Er ging mag-« j lilb UBb IN ö-u werten, tauch heim- und anfuy es t* d-ß -', gtbli ab und ging naC haben soll und »: Bnweil-n m der Zeit mit ihren » folgerin sNr. 7] t-urchaut nicht gi york geflüchtet se tie Spur zu fon auWig ist. gar FrMfui ichnüliaus rin i Erstitartien uni lenden Dividend Besonders §ri 1067) zur die Rückstands ohne Gerichts Zahltagen Dii Lich, ben 2 V*o V*» V970 nochmals meis Gießen, den Großherzl Semm U W Das an MnReiskirch, des ehend in 48 Kammer . ^Haufen 9 i°y,ithöoc5 &ßnt wer d/zlang Mo, ^Apermühi & d-n Herzogs ^^bautn, * 1015) Tamsts sollen m*etenb D 100 Aer ’S?' .L»H W Äst 622) Freitag , R' toll auf dahie lentin Heerdt raithe, als: Flur Nr. V359 ft*“«» dil’ »tob tilt 'ntimen Ard "• H D'e unab- uen" MiGr f^logtn, »ä 1(* Mtn, “ finden, jty erst »Mvrgenpo^ Unterbiet :n ^beralismur (r (in römisch, totalen Partti JWtonen Ex. tcn A/z/athe. -NM. 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