's der Nr. 7 Montag Zen 8. Januar 1^72. meinte : EM ii Nr. 51 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausgegeben zu Berlin am 29. December 1871, enthält: II r, )1 ntree 6 kr. ik erbsthätiykeit ib, wird Be- Näheccs bei DiebL 11. ;s 1871. tiom (Nr. 768.) Branntweins, vom 8. Gießen, den 4. Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Xnltalt. limmt -ie- ft die sehr Öt- Wegen dm unter- ul;e. (Nr. 759.) (Nr. 760.) (Nr. 761.) Marienwerder betr. (Nr. 762.) (Nr. 763.) (Nr. 764.) (Nr. 765.) Elsaß-Lothringen." (Nr. 766.) (Nr. 767.) Gesetz, betreffend die Beschränkungen des Grundeigenthums in der Umgebung von Festungen. Vom 21. December 1871. Einführung des Reichsgesetzes vom 7. April 1869, Maßregeln gegen die Rinderpest betr., in Elsaß-Lothringen. Vom 11. December 1871. Allerhöchste Verfügung, dre Errichtung von Ober-Postdirectionen zu Carlsruhe, Constanz und Dresden und die Aufhebung der Ober-Postdirection zu Vom 22. November 1871. * Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Cit. B. Nr. 1. Deutschland. Straßburg, 5. Januar. Ter „Weserzeitung" werden eine Anzahl neuer Namen von Professoren namhaft gemacht, die für die hiesige Universität gewonnen sind. Wir lassen dieselben hier folgen, und bemerken der Vollständigkeit halber nur noch, daß außer diesen als vefinttiv berufen Hinschius, Hoppe-Skyler, Binding und Studemund bekannt sind, während von Th. Mommsen, Max Müller, Kiepert noch kein endgiltiger Bescheid vorliegt. Die Zusammenstellung der „Weserzeitung gibt dazu folgendes Neue: Für Theologie ist berufen Professor H. Schultz aus Basel, der sich durch seine alttestamentliche Theologie einen Namen gemacht hat. Derselbe ist ein kirchlich eifriger Mann, der sich aber gegen die Resultate der neueren kritischen Theologie nichts weniger als verschließt. Als Juristen haben angenommen: Professor Laband in Königsberg für deutsches Recht, ein durch feine bedeutenden Schriften germanischen Inhalts und als Kritiker des Leipziger Central- blattes bekannter Gelehrter; Professor Brunner in Graz, der jüngst ein ausführliches Buch über die Entstehung der Gefchworenengertchte veröffentlicht hat; der allgemein bekannte Criminalist Planck aus München und ferner der Oberappella- tionsrath Brämer in Lübeck, der in Bonn und Göttingen mit Erfolg gelehrt hat. Clafsifche Philologie wird 11. Köhler, Legationsfecretär in Athen und Mitglied der Berliner Academie, lehren. Deutsche Philologie wird Professor Lexer aus Würzburg Vorträgen. Für mittelalterliche Geschichte ist Professor I. Weizhocker aus Tübingen, für neuere Geschichte H. Baumgarten von Karlsruhe prüfen. Zu dem Lobe dieser Männer etwas zu sagen, tft unnöthig, da sie ja allen Ge- bildeten bekannt sind. Als Kunsthistoriker hat Professor Springer aus Bonn eventuell zugesagt und als National-Oeconom ist Proffffor Schönberg berufen. Der berühmte Physiolog Brücke aus Wien soll gleichfalls endgiltig zugesagt haben. Die Professoren Windscheid (Pandektist) in Heidelberg und Clausius (Physiker) in Bonn haben abgelehnt. Für den Letzteren wird jetzt an Professor Kundt in Würzburg gedacht und Versuche gemacht, Jhering aus Wien als Lehrer der Pandekten zu gewinnen. Berlin, 5. Jan. Die Zahlung der ersten fälligen Rate der vierten Halbmilliarde der französtschen Krtegsentfchädigung soll bekanntlich am 15. Januar stattsinden. Ueber den Ort der Zahlung ist in dem Vertrage nichts bestimmt, es wird jedoch angenommen, daß dieselbe hier erfolgen soll und es wird außerdem als sicher angesehen, daß die Zahlung der ganzen 650 Millionen (incl. 150 Mill. Zinsen) an dem betreffenden Termine ohne jeden Anstand erfolgen wird, da die französische Regierung im Besitze der nothwendigen Geldmittel ist. Wie das „Milit.Wchnbl." erfahrt, ist die Organisation des aus den badischen Truppen unter Hinzutritt von 2 preußischen Infanterieregimenten. und 1 preußischen Kavallerieregiment sormirten 14. Armeecorps beendet. Die großh. hessischen Truppen bleiben bekanntlich als 25. Division beim 11. Armeecorps; die neue Formation ist beendet bis auf 1 Bataillon, welches im Laufe des Januars errichtet werden wird. Berlin, 5. Jon. Dem in Bildung begriffenen deutschen Geschwader sind nach den neuesten Nachrichten noch zwei gedeckte Corvetten, die „Gazelle" und die „Vineta" hinzugctreten. Beide Fahrzeuge führen je 28 Geschütze, und besitzen die „Gazelle" 375, die „Vineta" 400 Pserdekrast. Die KriegSbewannung der- selben stellt sich auf je 360 Mann, der Tiefgang ist bei beiden gleich !81/4 Fuß. Das Geschwader wird demnach insgesammt aus 7 Schiffen ton zusammen 3475 Pferdekraft, 131 Geschützen, darunter 32 21ctm.-Kanonen und 2130 Mann Be- sotzung bestehen. Die Kriegsaugmentation dir Mannschaft findet sich dabei für die Corvetten und das Avisoschiff „Albatroß" mit eingerechnet, würde jedoch für den Fall, daß eine solche bestimmt werden sollte, für die beiden „Panzer-Fregatten" mit je 80, zusammen also 160 M., noch hinzutrcten, so daß demnach der Mannschaftsstand sich bei dieser Erhöhung auf 3290 Mann stellen würde. Die Stärke dieses Geschwaders darf als eine selbst für jeden der altbegrünveten seemächtigen Staaten sehr beträchtliche erscheinen. Auch bleibt bei dem sehr bedeutenden Kosten- punkt der Ausrüstung desselben, der sich wahrscheinlich auch weit über eine Million, wo nicht nahezu zwei Millionen stellen dürfte, ein bloßer UebungSzweck für dessen Zusammenstellung wohl kaum vorauSzusetzen. Um so auffälliger erscheint, daß sich noch bei keinem Staat Gegenmaßregeln bemerklich machen. Es gilt dies namentlich von Brasilien, das bekanntlich zunächst als Ziel der Expedition genannt wurde. Auch dürfte dadurch schon die Annahme einer Verwickelung mit diesem Staat als widerlegt angenommen werden können. Nach den neuesten Secnachweisen hat übrigens die Marine Brasiliens seit 1868 einen Zuwachs von 5 Panzerfregatten mit zusammen 54 Geschützen erfahren, und besteht dessen Panzerflotte zur Zeit aus 15 Fahrzeugen, worunter 8 Monitors, 2 Panzercorvetten und 5 Panzer- Hetbeit, neu. zun) zur orrenlen*) -n. rr Hofgerichts- ie Anträge auf is der Provinz en. der als künd- s TarleHen. Provision nach \Nrorb; d°"S. und n offen ge- ‘»tb, duh Unter: daß Nje- Bekanntmachung, betr. die Approbationen für Aerzte, Zahnärzte, Thierärzte und Apotheker aus Würtemberg und Baden. Vom 21. December 1871. Bekanntmachung, betr. Abänderungen des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen im Norddeutschen Bunde vom 10. Juni 1870 und Ausdehnung dieses Reglements unter der Bezeichnung: „Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands" auf die Eisenbahnen in Würtemberg, Baden, Südhessen und Elsaß-Lothringen. Vom 22. December 1871. 1 rarlehi" friien 0,1 Koivlnanv' L -tuhr 5- Bestellungen auf den Gießener Anzeiger g^be§?tionn°'S ga^b%u0°46otm entraeflen°.nmen.nnäIet69 ®-11 aI§ bci °“en Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl. Bekanntmachung. In dem Landeszuchthause Marienfchloß wird für die Stelle einer Aufseherin im weiblichen Arbeitszimmer ein gebildetes, über 25 Jahre altes Frauenzimmer, welches ledig oder kinderlose Wittwe ist und am 20. März 1872 eintreten kann, gesucht. Außer guten Leumundszeugnissen, Gesundheit und sittlich festem Charakter wird von den Bewerberinnen verlangt, daß sie in finb. auf einer Nähmaschine arbeiten können und alle Hanshaltungsgeschästc s. vorgeschrtebenen Bucher fuvren arv^ tonnen lichen sich auf 302 fl., wobei sich 185 fl. baares Geld befinden, ferner freie Mittags- und Abendkost nebst 1 Pfund Brod täglich, im Anschlag von zusammen 65 fl. jährlich, sowie freie Wohnung, Feuerung und Licht. Die Bewerberinnen haben sich bis längstens zum 29. Februar 1872 bei der Großherzoglichen Landeszuchthaus - Drrectwn zu Martenschloß, die zu jeder Auskunftsertheilung erbötig ist, anzumelden und nöthigenfalls vorzustellen. w , Die Herren Geistlichen und Bürgermeister werden um geneigte Bekanntmachung dieses Ausschreibens in ihren Gemeinden ersucht. Gießen, am 5. Januar 1872. Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhessen, v. Röder. S—1 ■■■ 1 ................................ Nr. 52, ausgegeben am 30. December 1871, enthalt: Verordnung zur Verhütung des Zusammenstoßens der Schiffe auf See. Vom 23. December 1871. Allerhöchster Erlaß vom 9. December 1871, betr. die Einsetzung einer Behörde unter dem Namen „Kaiserliche Generaldirection der Eisenbahnen in Allerhöchster Erlaß vom 25. December 1871, betr. die Ausgabe verzinslicher Schatzanmeisungen im Betrage von 3,700,000 Thalern. Ernennung von Consuln und Viceconsuln des Deutschen Reiches. Nr. 53, ausgegeben am 30. December 1871, enthält: Verordnung, betr. die Einführung des Gesetzes wegen Besteuerung des Braumalzes vom 4. Juli 1868 und des Gesetzes, betr. die Besteuerung des Juli 1868, m dem dem Zollverein anzuschließenden Gebietstheile der Stadt Altona. Vom 29. December 1871. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. sregatteu mit zusammen 2130 Pferdekraft, 1586 Mann Besatzung und 68 Ge- schützen, größtentheils 7- und 8zöllige Armstronggeschütze. Noch treten dazu 2 Schraubencorvetten mit 1400 Pferdekraft, 358 Mann Besatzung und 36 Geschützen und 40 Dampfer mit zusammen 2679 Pferdekrast, 3293 Mann Besatzung und 116 Geschützen. Auch in dieser so bedeutenden Seemacht liegt sicher eine Gewähr, daß die Expedition nicht diesem Staate gelten kann. Don dem neuerdings fast der Reihe nach als der Zielpunkt derselben genannten centralamerikanischen Republiken besitzt hingegen nur die Argentinische Republik eine Seemacht von 7 bewaffneten Fahrzeugen, darunter eine Schraubencorvette von 12 Kanonen. Alle anderen entbehren einer solchen ganz. Zum Theil bleiben diese Republiken iudeß auch nur als Binnenstaaten zu betrachten, und gilt dies namentlich von Bolivia, das sich fast ganz durch die Küste von Peru gedeckt findet. San Salvador besitzt hingegen die Hafenstädte La Union, La Libertad und Acajulla; Costa Rica besitzt Simon und Punta Avenas; Honduras am Atlantischen Ocean Truxilla und Omoa; am Stillen Ocean Amapala und Medina. Der Handel dieser kleinen Republiken, von denen keine mehr als eine bis anderthalb Millionen Einwohner zählt, wird jedoch vorzugsweise mit Nordamerika geführt, und ist das Verhältniß dieses letzten Staats zu denselben bisher immer als bas einer Art Schutzmacht angesehen worden. Oesterreich.j Wien, 3. Jan. Für die österreichische Nordpolexpedition, welche unter der Leitung des Genielieutenants Payer und des Schiffslieutenants Weyprecht unternommen werden soll, find in Wien bereits über 50,000 fl. gezeichnet worden. Graf Hans Wilczek allein gibt 30,000 fl. dazu. Prag, 2. Januar. Wegen Weigerung des Landesausschuffes, die rückständigen Landesbeiträge zu den Ausgaben der Schulbezirke auszuzahlen, wurde die Beschlagnahme der Landesfondszuschläge bis zur Höhe der rückständigen Bei- träge ausgesprochen. Belgien. Brüssel, 5. Januar. In Charlerot ist ein Strike der Bergwerkarbeiter ausgebrochen und hat bedenkliche Dimensionen angenommen. Angesichts derselben drohen die dortigen vereinigten Kohlenbergwerkbesitzer, sofern die Internationale eine Ardeitsverkürzung und Lohnerhöhung veranlasse, sämmtliche Zechen zu schließen. Brüssel, 5. Januar. In Bezin (Prov. Namur) ist ein Strike auSgebro- chen. Ein Bataillon Soldaten ist dahin abgegangen. Ein Gensd'armerielieutenant wurde verwundet. Arrestationen sind vorgenommen. Brüssel, 6. Jan. Man schreibt der „Jndep. belge" aus Versailles: Von 17 Sitzen dürften die Republikaner am Sonntag 14 erringen. Die Börse is sehr verdüstert durch das Gerücht von bedeutenden Fallissements. Namur, 6. Jan. Der Strike von Vezin scheint sich auf die angrenzende Provinz Lüttich auszudehnen. Die Behörden sind in Thätigkeit, um dies zu verhindern. Frankreich. Paris, 5. 3mar._ wahrscheinlich werde die Commission dem Entwurf der Regierung ihre Zustimmung geben. — In der gestrigen Sitzung der Academie beschloß dieselbe, die Demission des Bischofs Dupanloup nicht anzunehmen. — Das Kriegsgericht. wird Montag mit der Aburteilung der wegen Ermordung der Geißeln Angeklagten beginnen. Paris, 6. Jan. Der Graf v. Saint - Dallier wird heu^ in Paris eintreffen. Es geht das Gerücht, Duchatel werde seinen Antrag auf Verlegung der Regierung und Nationalversammlung nach Paris zurückziehen, sobald Victor Hugo zum Abgeordneten gewählt werde. — Ein Brief des Herzogs v. Gramont de- mentirt das Gerücht, als habe er die Verantwortlichkeit für den Krieg auf Bene- detti zu werfen gesucht. Versailles, 6. Jan. Die Nationalversammlung beschloß in ihrer heutigen Sitzung auf Bericht der Commission für den Vorschlag, gewisse Journale in Anklagezustand zu versetzen, die Regierung zu ermächtigen, gegen 10 Journale wegen Beleidigung der Nationalversammlung das gerichtliche Verfahren einzuleiten. Der Beginn der Discussion über die Steuer auf Mobilienwerthe wurde von der Versammlung in Uebereinstimmung mit der Regierung aus Montag festgesetzt. Versailles, 6. Jan. General Cremer wird in der Angelegenheit des als preußischer Spion erschossenen Kaufmanns Arbinet von Dijon gerichtlich verfolgt. — Das Gerücht, wonach die deutsche Regierung der diesseitigen Bemerkungen über das Militärbudget hätte machen lassen, entbehrt, der „Agence Havas" zufolge, jeder Begründung. — Es verlautet, daß der Finanzminister Pouyer-Quertier nicht auf der Besteuerung der Rohstoffe bestehen werde; in diesem Falle würde die Na- tionalversammlung, nach der Genehmigung der Steuer auf die Mobiliarwerthe, wahrscheinlich die zur Herstellung des Gleichgewichts des Budgets erforderlichen Zuschlagssteuern votiren. Versailles, 6. Jan. Thiers leidet in Folge von Erkältung an den Augen, ohne jedoch dadurch am Arbeiten gehindert zu sein. England. London, 3. Jan. Ohne jeden Commentar geben wir die folgende Zuschrift, welche die „Times" unter der Ueberschrift: „Alabama - Ansprüche" veröffentlicht: „Mehrere in England ansässige Deutsche haben, nachdem sie die Forderungen der Vereinigten Staaten gegen England gelesen, beschlossen, eine Petition an den Fürsten Bismarck zu richten und ihn zu ersuchen, daß er von der amerikanischen Regierung eine Entschädigung von wenigstens 100 Millionen Sterling verlange, wegen der durch amerikanische Waffenverkäufe an Frankreich verursachten Ver- längerung des französisch-deutschen Krieges von 1870/71. Es ist eine notorische Thatsache, daß der Krieg bald nach Sedan zum Ende hätte kommen müssen, und zwar wegen einfachen Waffenmangels auf Seiten der Franzosen, hätte nicht Hr. Gambetta Geschütze und Gewehre in Masse von amerikanischen Fabrikanten be- schafft. Was nun aber dem Einen recht ist, ist dem Andern billig, und die Ameri- kaner, welche die abgeschmackte Theorie wegen Verlängerung des Krieges in die Welt gesetzt haben, dürfen sich nicht sträuben, eine Entschuldigung und eine gute Summe klingender Münze nach Deutschland zu schicken. Ein in England ansässiger Deutscher." London, 3. Jan. Die UniverfitätSbehörden und der Senatus academicus von Edinburg sind jetzt wegen der Frage der Zulassung des weiblichen Geschlechts zum Studium der Medicin in offner Fehde begriffen. Der Senat hatte Aufhebung der Bestimmungen über die medicinifche Ausbildung von Frauen anempfohlen. Die Universitätsbehörden weigern sich, dieser Empfehlung Folge zu leisten, verwahren sich aber ausdrücklich gegen Aussprechung irgend einer Ansicht über die Ansprüche der Frauen oder die Befugnisse der Universität zur Verleihung medicinischer Diplome. Griechenland. Athen, 4. Jan. Nachdem das Ministerium bei den Ausschußwahlen mit 75 gegen 76 Stimmen in der Minorität geblieben, bot dasselbe heute seine Demission an. Rumänien. Bukarest, 4. Jan. Der Senat hat das von der Kammer genehmigte Eisenbahngesetz in Berathung genommen und will dasselbe bis morgen votiren. Türkei. Constantinopel, 30. Dec. Wie die „Turquie" meldet, haben römische Geistliche versucht, Proklamationen in allen den Christen des Orients geläufigen Sprachen ballenweise in's Land zu schmuggeln und die christliche Bevölkerung gegen die ottomanische Staatsbehörde aufzuwiegeln, die doch bekanntlich in Betreff der Religionen die toleranteste der ganzen Welt sei. Die Ballen sind aber am 22. December beim Zollamt aufgefangen und mit Beschlag belegt worden. — Der zu mehrjähriger Verbannung verurtheilte Expräfect von Constantinopel, Haidar Effendi, wurde vom Sultan begnadigt. Amerika. Newyork, 3. Jan. Brigham Ioung hat sich dem Gerichte in Utah gestellt und befindet sich in Haft. Der Großfürst Alexis besucht Chicago. Asien. Smyrna, 27. December. In Kleinasien herrscht, dem „Pesther Lloyd" zufolge, große Bewegung unter den Mohamedanern. Einige Tausend derselben sind zum Christentum übergegangen, darunter auch Mullahs, was eine bedeutungsvolle Erscheinung wäre. Aus Calcutta wird vom 2. Jan. telegraphirt: General Bourchier meldet von der linken Colonne der Expedition gegen die Looshais unterm 29. December, daß die TylhooS von Khülen gekommen sind, um Frieden zu bitten. An Menschenleben und Eigenthum haben sie sehr schwer gelitten. Die Bedingungen sind in Erwägung. Inzwischen werden die Vorräthe mit Schnelligkeit nachgeschoben. Auf englischer Seite war der Verlust gering. Vermischtes. Frankfurt a. M., 2. Januar. In den letzten Jahren hatte man sich der Hoffnung hin- gegeben, daß der nach althergebrachter Sitte in der Syloesternacht in Frankfurt ftattsindende Unfug nach und nach ganz aufhören werde. Diese Erwartung wurde durch die jüngste NeujahrS- niänienb ru Schanden gemacht. Seit einer Reihe von Jahren zeigte sich die Rohheit in der ersten ucachl oes Jahres mcyr jo fiiwwv rote in dieser. Nicht mehr menschenähnlich war das Rufen: „Prost Neujahr", sondern es war ein thierischeS Gebrüll. Daneben wurde geschossen, als fände ein Tirailleurgefecht statt oder machten die Detonationen der Mordschläge die Hausbewohner erschrecken. Wie man hört, soll einer dieser Feuerwerker abgefaßt worden sein. Die Fahrgaffe wurde von einer wilden Bande durchzogen, welche an jeder Schelle rissen, wobei ein Individuum mit furchtbarem Prügel auf die HauSthüren schlug, als gelte es, sie zu zermalmen. Doch damit ist eS nicht genug. Ein verhafteter Bursche, wie man sagte, soll er aus Sachsenhausen sein, brachte auf" der Eonftablerwache dem Schutzmann Schäfer einen Messerstich jn'S Genick bei und ist die hierdurch entstandene große Wunde nicht unbedenklich. Damit die Glaser etwas zu thun bekommen, wurden Scheiben eingeworfen, um mufikalische Ohren zu beleidigen Katzenmusiken gebracht. Kurz, von einer Besserung der Sitten war nichts wahrnehmbar, ja eine Verschlechterung war geradezu zu bemerken; denn auch Frauenzimmer betheittgten sich' an dem Unfug, und wenn manche Herrschaft nicht weiß, woher ihre Magd die Kratzspuren im Gesicht und die blauen Augen hat, so wollen wir e6 ihr verrathen: da« kommt von der Neuiabrsnackt 1872 auf der Zeil. Darmstadt, 3. Januar. Bei den früheren, durch das Gesetz vom 12. October 1867 ab- gcschafften Pässen ließ der farbige Unterdrück kaum Fälschungen zu oder doch leicht erkennen Nachdem die früheren Pässe verschwunden sind, fallen dem Aufsichtspersonal die von den reisenden Jadustrierittern geführten gefälschten Legitimationspapiere nicht mehr auf und ein und derselbe Stromer reist jetzt nicht selten auf 5—10 Metiers, um bei den betreffenden Meistern „Umschau" zu halten. Es gibt Fälscher, welche alle Amtssiegel täuschend nachahmen. Einer der größeren und gemeingefährlichsten Fälscher ist ein gewisser Ad. Wilh. Hugo Schrage von Berlin, der unter dem falschen Namen „Mar Cosbau" in Gießen verhaftet wurde und momentan in Calbe a. S eine ömonatliche Gefängnißstrafe verbüßt. Der noch jugendliche, erst 23jährige Verbrecher der die Realschule zu Fürstenwalde besucht hat, macht mit der größten Leichtigkeit die Amtsfiegel der Behörden und Stempel der Kaufleute und Fabrikanten nach, so daß die Fälschungen kaum erkennbar sind. Hadamar, 3. Januar. Am Sylvester ist hier ein schreckliches Unglück pasfirt, an welchem die ganze hiesige Bevölkerung den schmerzlichsten Autheil nimmt. Der Provisor in der htestqen Apotheke hat nämlich bet Zubereitung eines RecepteS statt einer vorgeschriebenen Quantität Chinin — Morphium gegeben, in Folge dessen Genusses die Patientin, die 24jahriqe Tochter des Herrn Gymnafialoberlehrerö C., sofort verschieden ist. Die „Troppauer Zeitung" schreibt: Bei einer vor Kurzem in der Nähe abgehaltenen Jagd wurden 101 Hasen, 1 Fuchs, eine Eichkatze und ein Bürgermeister, — bei einer kurze Zeit später in einem noch näher liegenden Reviere abgehaltenen Jagd 98 Hasen, 1 Rebhuhn und ein Bürgermeisterssohn geschossen, die beiden Letztgenannten, nämlich Bürgermeister und Büraer- meifterSsohn, zum Glück bloS leicht angeschossen. — Wackere Schützen! Die Liverpooler Polizeirichter sind im Begriff, ein neues Mittel zur Unterdrückung der Trunksucht zu erproben. Sie beabsichtigen, neben der Verurtheilung der Trunkenbolde zu Geldbußen, deren Namen und Adressen zu veröffentlichen, indem fie glauben, daß eine solche Maßregel abschreckender als eine Geldbuße oder der Verlust einiger Stunden Freiheit wirken werde. Der Urheber dieses Planes ist, wie der Liverpooler „Mercury" erfährt, Herr Robert Gladstone, ein Bruder des Premierminister«. Handelsberichte. Darmstadt, 5. Januar. In der heute fortgesetzten 36. Verloosung der Großherzoglich Hessischen Fünfzig-Gulden-Loose find weiter herausgekommen: Nr. 33,900 mit 50,000 fl. Nr. 6550 mit 3000 fl., Nr. 46.548, 84,498, 85,145 mit je 1000 fl., Nr. 27 30 670 49,243, 60,353, 64,276 mit je 400 fl. ' Umtausch der TaunuSbahnactien. Nachdem der zwischen der Hessischen Lud- wigSbahn und der TaunuSbahn abgeschlossene Vertrag wegen gemeinsamer Betreibung der Erbauung verschiedener Bahnstrecken in Nassau und der Einleitung der Fufionirung von den Generalversammlungen beiderseits genehmigt ist, hat die Hessische Ludwigsbahn die Actionäre der TaunuSbahn zum Umtausch ihrer Actien gegen Action der Hessischen Ludwigsbahn durch Bekanntmachung eingcladen. Dieser Umtausch ist selbstverständlich vorerst facultativ und kann in der Frist vom 2. bis 22. Januar in Frankfurt a. M. bä der Filiale der Bank für Handel und Industrie und in Mainz bei dem Effectenbureau der Ludwigsbahn bewirkt werden. Börsenberichte. Wechsel. 105 8. um „ , Die refp- Großherzoglichen Bürgermeiste- Besondere Bekanntmachung. r°im w-rd-n Gewerb- Steuerpflichtigen Gießens ^Gießen^den 3?Januar 187L ,ur Nachricht, daß die Gewerbepatente Großherzogliches Kreisbauamt Gießen- Holzapfel. Versteigerungen. Feilgebotenes. 83) Eine Parthie Packkisten und Packstroh !zu verkaufen bei Wilh. Balser. । 2. 77) Mittwoch den 10. d. I-, zu Lang-Göns in dem Gastyaus zum gruuen ,Nachmittags 1 Uhr, Baum für die Straßen von Groß - Luiden Gerhard'schen Hause in ber Hungen und vom Hessenbrücker Hammers Semmler, Ortsgerichtsmann. über Lich gegen Butzbach. * Ortsgerichtsmann, erfahren. k. k. k. 8. 993/4 8. 993/4 i Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Priorlt&ten. öster. Stsb.-Prior. 59 Vs öst. s. Lombard 833/4 Livorneser 41 Tosoaner 603/4 Elisabeth.-Prior. 83 II. Emiss. 82Vg BSrsennachrichten. 6. Januar 1872. 8. 955/g 8. 923/4 8. 87i/4 8. 1047/s k. 8. 1173/4 k. 8. 917/8 k. 8. 917/g k. 8. 101V4 m. 8. — 1. 8. - 4°/o 50) In der Nahe von Gießen ist ein fthr geräumiges Haus Versteigerung von Lazareth- Baracken. Aetlen. Frankf. Bank 1363/4 Prankf. Vereins-Kasse 1291/2 Darmst. Bankact. 445 Wien Bankactien 845 Galizien 263 Oest. Creditact. 3403/4 Jmmarinirte Häringe (4705) empfiehlt Ehr. Wallenfels. Die wesentlichen Ergebnisse der am 31.December Nationalbank sind folgende: . . fl. 317,333,530. — Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 4007z Lombard. Bahn 2137s Ludwigsh.-Bexbach 1913/4 Maxbahn 1427s Bayer. Ostbahn 150 Rhein-Nahebahn-Act. 397s Hess. Ludwigsb.-Act. 1827s Oberhessen „ 8Q3/4 k. k. k. fl. 143,496,444. 53 „ 7,783,402. 83 „ 136,980,669. 94 „ 33,391,300. — „ 6,868,666. 66 „ 1,429,885. — 3% 3% 3% 5% 5% do. 93) Der Unterzeichnete beabsichtigt, drei Ställe, welche sich wohnlich einrichten lassen, aus den Abbruch zu verkaufen, als: 1. Stall, 43 Fuß lang, 18 Fuß tief und 17 Fuß hoch, 21 Fuß lang, 16 Fuß tief und 17 Fuß hoch, , r . 40 Fuß lang, 19 Fuß tief und 17 Fuß hoch. Konrad Gersler, in Wolfshausen. Metallschatz . - - - - In Metall zahlbare Wechsel Escompte 10^303 000. — Ungelöste und börsenmäßig angekaufte Pfandbriefe ä 662/2 Prvcent . Staatsnoten, welche der Bank gehören Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 HoU.fi. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 41—43 DoUarinGold 2 24—25 dient zur Nachricht, daß die Gewerb-patml- kür 1872 bei der Steuererhebung rm Monat Januar d. 3- mit 12 Er. emzulosen sind. Giessen, den 3. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Dicken - 2 Rm- Scheit, Buchen: 2 Rm. Felgen, 42 mm- ' io9 Rm. Stöcke und Reiser- District 72abc (Lindenschied). Buch-»: 1 Stamm «SMke.ll 2'Oc“H90 RrE'sch'eil^Knüppel', Stöcke und Reiser, darunter 4 Rm- Krosdors, den 7. Januar 1872. Der KönigNche Oberförster: 59) Täglich frische Milch bei J Carl Metzger, Neustadt- 101) Braunkohlen vom Heffenbrücker Hammer bei Fr. Schwaab. Frankfurt a. M.. 6. Januar. DaS Geschäft in SpeculationSeffecten war heute bei fester nun aerinaer Ausdehnung. Prioritäten im Ganzen etwas offerirter. Dagegen alle fiÄAHimnr06^1. 1864er wurden bis 148 bezahlt, 1860er bis 917s- Für Stlberrente ist die Kauflust eine anhaltende. Im gestrigen Abendverkehr wurden Livorneser Prioritäten bis 413/8 umgesetzt, welcher Cours sich jedoch heute nicht erhalten konnte Unb ^°Nach" dem Eintreffen^ d7? Berllner Notirungen trat gegen Schluß der Börse für französische Staat-bahnactien große Kauflust ein und wurden sie bis 402 bezahlt. Preuss. 44/rO/g Oblig. 1027s Frankf. 372% Obi. 88 Nass. 47s o/o Obi. 995/s Kurhess. 4% r 94 Gr. Hess. 5% Obi. 1027s , „ 4% „ 97 ; „ 37-0/0 n 92 Bayer. 5% 7, 10072 „ 4% 0/0 1jährige 1007g 40/0 1jährige 9574 Würtemb. 472% Obi. 100 Baden 4%% Obi. 0. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 64% Papierrente 55 Amerik. Bonds 1881r 102 72 „ 1882r 9672 „ 1885r 997g , 1887r 997s Spanier, neuest. 3% 3272 Holzversteigerung in ^der ^Königlichen Oberförster/ 109) ^nkgLn Forste Krofdorf und^Wism^nachstehend^be^?ich?>ete H°l,?S°rtimeute öffentlich meistbietend oerstergert, wozu Kauflustige «ngetaden werden.^ (3ungftrann(ln)alb). E'ch°n: 2Rm. Scheit; District 5b (Hauptmannsstrauch). Kiefern: 35 Rm. E . 9. Rm. Scheit, Buchen: 2 Rm, Felgen, 42 Rm. Schert, 16 Rm. Knüppel, Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 69 Nassau 25 fl. 44 4% bayr. Präm.-Anl. 11372 Ansbacher 7 fl. ll3/i 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 81% 1858r Prioritätsloose 192 1860r Loose 917s 1864r n 146 Braunschweiger 197g Stadt Florenz 83 j fl. 329,950,368. 96 fl. 38,398,532. 50 ft. [- 3,67£,»» H. St-alsn-len sl. 371,812,176. V35773 W iirllt sich eine Verminderung um den geringen Betrag »°n 368 fl- heraus. Bekanntmachung. | 94) Donnerstag den 23. Januar d. I., Morgens 11 Uhr, , soll im hiesigen Gerichtsgebäude eme Quantität alter Acten etwa 80—90 Centner, lnelst- bietend gegen gleich baare Zahlung üerfauft werden, wozu Kaufliebhaber hiermit em- geladen werden- 9 Fronhausen, den 4- Januar 1872- Amtsgerichts-Secretair. Stenercredite für m f ° ß - - °. h r in Raffen, "fl* das Vertrauen der Verwaltung besitzen die Ein- , führen, Geschäfte von Bedeutung mawen un° ^oä) fü(( ^se Verkehröerlerchterung und Ausgangsabgaben r"iwelse cred w d f 4000 Francs jährlich an Ern- und nur denjenigen Kaufleuten zu DH x-ditbewilligung soll jedesmal nur auf ein Jahr und tn der Ausgangsabgaben entnchten D'ch Er-dstb ^^ll g 1 ^te Abgaben creditirt werden Werse erfolgen daß für eine veflrm , r Abgabenbetrage, welche für eine können, ein Eredltconto E^ff^bt EreOditirung ausgeschlossen. Die Frist, bei deren Waarenpost 20 Francs nicht erreichen von der ^redmrung g Nach Ablauf dieser Ablauf dre, credrtrrten Abgaben g z h „editirte'n Gefälle monatweise und zwar spätestens dreimonatlichen Frtst hat dre 9 9 . iedoch eine Schmälerung der bestellten am 25. des dritten C«dttmonats u gesch hen. ^Trrtt fidfä(^en Abgaben vor Ablauf Sickerung ein, so dre Zollverwalt g g , e J 9 ö c3 einmal verabsäumt, der Ereditfrist und seibst sofort ew0 0*04$*^en en Termin zu leisten, auf fernere bte Sattlung ber bewilligten Credit muß volle Sicherheit geleistet Creditbewrllrgung keinen Ansm ch- 8 ^stellt werden kann, die von dec preußischen Hauptwerben, welcher entweder in W )P P realisirbaren Bürgschaften, wie auch in bank oder ihren Malen be tehenwer em , oder bestehen können. Meldungen gezogenen oder trockenen Wechse I S5auvtrollämter zu richten. Auch können Gewäbrunz des 3"^^ -ein" Anspruch ? nicht begehren die Singang-abgaben von den für sie eingehenden haben oder solchen Eredlt nicht degeyre„„„ ben Hauptämtern gestundet ftemben Gegenstanbm^auf ch ^^^„ditertheilnng die Hauptämter in -ollem Maße oerant- Ä: und e« ist ihre Sache für ei.,- biu-eid,«,., f in Schuß der "itefeh 3i Bnnde-rachd-n-fchnß für Handel und dieser Beziehung gemacht- «'Ngab- wurd^ zeme o P^^Srath wolle beschließen, den blet- Gewerbe überwiesen. Der Ausschuß beant « g , ™ . eventuell auf die Ueberweisung Centralbank für 3ndu rrte Aufsichtsrath beschlossen, die ersten Zeichner Oefterreichisch - fr- nZ"s ftaatSb °{n S mikde7W«.e-Höustrn"Rothfchild nnd Wod.auer werde die Bergwerke der S.aa.-bahn ,n Mt ^e^eiEche Nationaibank 1871 abgeschlossenen Bilanz der pnv. osterrelch Banknotenumlauf • • • • 34) Dienstag des 9. d.- Mts., Vormittags 9 Uhr, werden die an der Chaussee nach Klein- Linden liegenden Lazareth - Baracken, bestehend aus 8 verschiedenen GebauUchckerten, i Pumpe, 1 Spalier rc-, m einzelnen Loosen an Ort und Stelle unter günstigen Bedingungen öffentlich v-rstergert, w°b t unb Buchen, bemerkt wird, daß letztere vor der Versteigerung auf dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung in der Zeughaus- Caserne dahier zur Einsicht der Interessenten offen liegen. Gießen, den 2. Januar 1872- Großherzogliche Garnisonverwaltung. Kalbfleisch- Versteigerung von Straßenarbeiten. 63) Die zur Unterhaltung/der Staatsstraßen in dem Baubezirk Gleßenfurdas Jahr 1872 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr und dem Zerschlagen der Steine, sollen an den nach-i benannten Tagen und Orten wenigsffordernd versteigert werden, und zwar: I. Dienstag den 9. Januar, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in dem Bramm'schen Wirthschafts- local für die Straßen von Gießen bis Groß- Linden, von Klein-Linden gegen Wetzlar, von Gießen bis Abtheilungsnummer .14 gegen RErchm, °°n Gi°tz-n b-s Steinbach und pon Gießen gegen Rpdheim. II. Mittwoch den 10. Januar, Morgens 9 Uhr, zu Lollar im Gasthaus zur Krone für dre Straße von Gießen gegen Marburg. III. Donnerstag den 11- Januar, Morgens 10 Uhr, Grünberg. den 12. Januar, Nachmittags halb 1 Uhr, zu Lang-Göns iu em Gasthaus zum grünen )Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Auftrage unser | Lnümi-Burrau lur Inserate tungs^Expeditionen befördert ud^nur^zu den^Originalpreisen der Zeitungs-^x- I Editionen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. „ | ygMitoncn oer Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst gün- g ^b Uebersendung derselben nebst Rech-8 nung franco. Jaeger sche Buch-, Papier - und Landkarten-Hanvlung. | Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. | 5) bei der Exped. d. Bltts. Loeflund’s Vermischte Anzeigen. 106) Mein > dauert der außerordentlich billige Verkauf |r des „Ausftellnngs Bazars", bcsteheud «M» in: Galanterie- , Portefeuille- Gesucht UD v- Sämmtliche Gläser HiOeflund’s Loeflund’s Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, 102) Ein in Buchführung und Correspon- denz bewanderter junger Mann sucht unter bescheidenen Ansprüchen Stelle. 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Jean Jflarguth, Jnstrumentenmticher in Butzbach, Niederlage und Leih-Anstalt in Bad Nanheim, empfiehlt sein Lager in Pianino's und Tafel -Clavieren verschiedener Arten Stuttgarter, Berliner und ausländischer Fabrikate, unter 2jähriger Garantie. Aeltere Instrumente werden zu höchsten Preisen in Zahlung genommen. Uebevnimmt ferner alle Neparaturen und Stimmungen. Der Transport der Instrumente wird durch ein zu diesem Zwecke eingerichtetes Fuhrwerk besorgt. 7proc. Dregon- und California-Bonds! stehen heute 75—76, Gproc. (Cdlifiirnid- und Brenon-BouSs! stehen ca. 84 pEt., warum dieser ungerechtfertigte Unterschied?^ 7proc. Oregon- und Ldlisornia-Bonds müssen steigen! (107) Vmniethungeu. 69) Ein freundliches Zimmer an einen auch zwei Herren zu vermiethen; auf Verlangen kann auch die Kost dabei gegeben werden. Spengler Rühl, Neustadt. Englische Gnßstahlftilen, für deren Aechtheit Garantie geleistet wird, liefert die Feilenfabrik von C. Lyner in Offenbach a. M. Daselbst werden stumpfe Feilen auf's Billigste aufgehauen. (134/XII.) 105) Ein in dem HaushaltungswesenIZ erfahrene Frau sucht Arbeit im Putzen oder! “ Waschen. Näheres in Lit. D- Nr 151. Stahel’s Verloosungskalender Verzeichnis^ sämmtlicher im Jahre 1872 vorkommenden Verloosunseii von ljotterleanleilieii u. s w. unter Angabe des Tages und der Nummer der Ziehung les Anlehensbetrages der zur Verloosung kommenden Serien und Nummern deren höchster nd niedrigster Gewinn, des Zahlungstermins, sowie einem voll?tändir. Iochhcim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) Zu verkaufen Lf.9) 3" meinem neu erbauten Hause, bei Rendant Bieler - Milhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, 1 Doppelflinte, 1 Pulverhorn, 1 Schrot-i^hen^°^ Unb beutet, 1 Jagdtasche, 1 Genickfänger, 1 ™letl)en-___________________Dr‘ W-'cheh gejosene Taschen-Pistole, 1 Säbel, 21 53) Auf dem Seltersberg ist eine Fami- Stockdegen, 2 Paar neusilberne Sporen, lienwohnung, bestehend aus 5 Zimmern k Tuch, l Schreibpult und 1 Conver-nebst Zubehör, zu vermiethen. Näheres sations-Lextkon. bei der Exped. i>. Bltts. 92) Ein zuverlässiger Werkmeister für eine Cigarren-Fabrik gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 100) Ein junger Mensch von 16 Jahren sucht als Schreibgehülfe alsbald einzutreten. Näheres bei Exped. d. Bltts.___________ 96) Ein Straßenspiegel ist abhanden gefommen. Dem Wiederbringer eine Belohnung bei der Exped. d. Bltts- Georg Geiger in Stuttgart. Malz-Extract unerrei,w bou do, mit Eisen und Chinin für Blutarme. 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