PretS vierteljährig 1 fl. 12 fc. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 |L 29 fr. Oichmer Anzeiger. Erscheint täglich, mit 3ue> nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Donnerstag deu 7. November IG7L Bestellungen auf den Gießener Anzeiger ÄSm^*6“8'®7’■cl5 aud: bct °“en * Äbennentei^, wclibc ben Änjelger bet bet Erpebikion übholen taffen, erhüllen benfelbeii für bie Monüte 9?ovetubet unb December zu 40 fr. 6®BK Betreffend: Nachforschungen nach dem verschollenen Kaiserlich Königlichen Husaren- Oberlieutenant Ludwig von Szsll. Gießen, am 5. November 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen zu Annerod, Hausen, Heuchelheim, Lang- Gönö, Leihgestern, Lich, Oppenrod, Reiskirchen und Rödgen. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 16. October 1872 binnen acht Tagen. v. Röder. Bekanntmachung, die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus der» Sommer-Semester 1872 betreffend. Die m diesem Sommer entstandene» gesetzliche» Forderungen an Studirende niüssen bis zum 28. September d. I. mittelst specificirter Reämunaen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 9. November d. I. gelteiid gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Statuten zu- gewiesenen Vorzug verlieren ' 7 ' Gießen, den 26. August 1872. Großherzogliches Universität - Gericht. H a b e r k o r n. U»IUtf *"e r - i L Die Anarchie im officiellen Frankreich ist neuerdings in einigen Symptomen zu Tage getreten, die wohl geeignet sind, ernste Bedenken zu erregen. Der skandalöse Vorfall von ChalonS zeigt, daß die Verwaltung der Armee, trotz — vielleicht wegen — der fast leidenschaftlichen Theilnahme, welche der Präsident der Republik grave allen auf die Heeresorgantsation bezüglichen Fragen seine Aufmerksamkeit zuwendet, noch sehr im Argen liegt und daß die Energie des General Cissey bis jetzt ohne rechten Erfolg gegen die alte Routine und den eingewurzelten Schlendrian angekämpft hat. Und der Fall von ChalonS steht keineswegs vereinzelt da. Wenn Truppen, um von einer Garnison zur andern zu gelangen, mitten im Frieden auf den wunderlichsten Umwegen hin und her geführt werden, ehe sie das Ziel ihres Marsches erreichen, so ist das allerdings nicht das rechte Mittel, um den Soldaten Vertrauen zu ihren Vorgesetzten einzvflößcn, und der DiSciplin in der Achtung vor den Leitern des Heerwesens die nothwendige moralische Grundlage zu geben. Ein Fall anderer Art ist der Tagesbefehl des bekannten Generals Ducrot, der vollkommen als politisirender General auftritt, und dadurch keinen Anstand nimmt, durch Rodomontaren und abgeschmackte Drohungen gegen Deutschland, seine Regierung, die wiederholt zu erkennen gegeben hat, wie unwillkommen ihr gr de gegenwärtig jede herausfordernde Sprache Deutschland gegenüber ist, zu compromittiren. Wenn in einem Augenblick, wo selbst sehr chauvinistische Organe der Presse, um der Negierung keine Verlegenheiten zu machen, sich in ihren Schmähungen eine gewisse Mäßigung auferlegen, so ist es allerdings ein Symptom weit vorgeschrittener Anarchie in den militärischen Kreisen, wenn ein commandtrender General sich von seinen großsprecherischen Neigungen zu Kundgebungen fortreißen läßt, die mit den Wünschen der Regierung und den Bedürsniffen des öffentlichen Wohls in direktem Widerspruch stehen. Auch die Affaire von La göre hat in allen Kreisen Frankreichs ein höchst unliebsames Aussehen gemacht, und die Dementis, welche den Mittheilungen der „Jndepcndance Belge" entgegengestellt sind, haben die öffentliche Meinung keineswegs beruhigt. In jedem höheren Osficier sieht man einen verkappten Bona- parttsten; und wenn diese Anschauung auch übertrieben sein mag, so ist es doch wohl unzweifelhaft, daß das gefallene Kaiferthum in der Armee bet weitem mehr Anhänger zählt, als man es lange Zeit hat Wort haben wollt«. Es ist sehr erklärlich, daß alle diese peinlichen Vorfälle, denen sich noch die großen Mißstände in Algerien anreihen, besonders von der republikanischen Presse mit großer Erregung besprochen werden und zu einer Reihe heftiger Angriffe Veranlaffung geben, deren Spitze sich vor Allem gegen den Kriegsmlnister kchrl, die aber doch auch noch über ihn hlnausgreifkn und den Präsidenten selbst treffen, der schließlich die Verantwortung für Allee zu tragen hat und der allein im Stande zu sein scheint, da Wandel zu schaffen, wo Mängel zu Tage treten. Mit besonderem Nachdruck fordert Gambetta's Or^an, die „Republiquc Francaise", Herrn Thiers auf, in der Besetzung der höheren Besehlshaberstellen ein anderes, als das bisher befolgte System einzuschlagen. Herr Thierö irre, wenn er tun Führer und die Reorganrsaioren der Armee unter der winzigen Gruppe von Osficieren sucht, die sich in Metz und in der Gefangenschaft zu ein- geständigen oder unbewußten Lobrednern dcr Pläne des Marschalls Bazaine (das brutale Hetzen gegen den angeklagten Marschall ist bekanntlich die ehrenhafte Specialität des Exeictators) gemacht haben. Thiers möge nur suchen, und tauscno Stimmen werten ihm bie Führer bezeichnen, die ihm in dem schwierigen und edlen Unternehmen der Reorganisation helfen können. Gewiß wirb sich Gambetta ein besonderes Vergnügen daraus machen, dem Präsidenten bei der Besetzung der Besehlshaberstellen seinen Rath zu ertheilen: wenn nur nicht Herr Thierö ernste Bedenken trüge, von den Ratschlägen seines unbequemen Rivalen Gebrauch zu machen. Thiers Streben ist es, die Politik ganz aus der Armee zu verbannen und das Heer zu dem zu machen, was es sein soll, zu einem Werkzeug in der Hand der Regierung; Gambetta will die Armee republicanistren, sie in ein Werkzeug für seine Pläne umwandeln. Darin liegt der tiefe Unterschieb zwischen Thiers' und Gambetta's Auffassung. Thiers hat von der flüheren Regierung einen Bestand von höheren Offerieren überkommen, auf deren Unterstützung er, wenn seine Reorganisation nicht zu einer Desorganisation werden soll, vor Allem angewiesen ist- Diese höheren Osficiere — das ist kein Geheimniß — haben dem Kaiferthum zum großen Theile ihre Sympathien bewahrt, woraus indessen noch nicht ohne Weiteres folgt, daß sie Neigung haben, sich einer imperialistischen Verschwörung zur Verfügung zu stellen. Dagegen würden sie durch eine Zurücksetzung hinter die gambettistrschen Generale ohne Zweifel in entschiedene und thätige Agitatoren für die bonapartiflische Sache verwandelt werben. Sie völlig zu beseitigen war aber ebenfalls unthunltch, da Thierö sein Reorganisationewerk doch nicht mit dem Ausschluß grade der erfahrensten Elemente einleiten konnte. Hätte sich unter Gambeita'S Diktatur ein Stamm wirklich bedeutender Generale herangebildet, dann hätte sich vom mili- tärischen Standpunkte aus die Beseit gung der Bonapartisten vielleicht rechtfertigen lassen. Da aber die Zahl der höheren Befehlshaber, die sich seit Sedan einiger- maßen hervorgethan haben, viel zu gering ist, um einen Ersatz für die alteren Generale zu bieten, so blieb Herrn Thiers gar nichts übrig, als den Personal- bestand, den er vorfand, beizubehalten und zu verwenden. Denn mög^n diese Herren an Tüchtigkeit und Energie, wie sich jetzt zeigt, sehr viel zu wünschen übrig lassen: der jüngere Stamm bietet jedenfalls nicht die geringste Bürgschaft einer größeren Einsicht und Sorgsamkeit, und ebenso wenig einer größeren politischen Zuverlässigkeit. Es scheint unzweifelhaft, daß in der Armee im Stillen ein erbitterter Kampf zwischen dem bonapartistischen und rabicalen Element geführt wird. Diesen Kampf zu Gunsten des radikalen Elements zu entscheiden, das kann natürlich nicht im Interesse des Präsidenten der „konservativen" Republik liegen. Er ignorirt die Gegensätze, die, osficiell als vorhanden anerkannt, sofort die Armee in politische Clubs austosen, und auch in Frankreich die Aera der militärischen Pronunciamentos vorbereiten würden. Ohne Zweifel ist der Standpunkt des Herrn Thiers der richtige, aber er yat die Festigkeit der Staatsgewalt zur Voraussetzung. Die Armee hat — mit vereinzelten Ausnahmen — sich bis jetzt in Frankreich immer als gehorchender Körper gefühlt; aber sie muß empfinden, daß ein energischer und klarer Wille sie leitet, und dieser Empfindung entbehrt sie gegenwärtig. Dafür ist aber weniger der General Ciffey als Thiers selbst verantwortlich zu machen, Der durch fein unaufhörliches Eingreifen jede flätige Entwickelung stört, was dann anarchische Zustände in der Verwaltung zur unausbleiblichen Folge hat. Aber auch in politischer Beziehung ist die Haltung des Herrn ThierS viel zu unruhig, seine Stellung viel zu schwankend, um dem Heere gegenüber ein straffes Anziehen der Zügel zu gestatten. Das Heer empfindet nicht, daß ein fester Wille den Staat leitet, und dadurch werden die Führer des Heeres und ihre Untergebenen allmälig dahin gebracht, selbst einen Willen in politischen Dingen zu haben; und von da bis zu dem Bewußtsein, daß das Schicksal Frankreichs auf des Degens Spitze ruht, ist der Weg nicht weit. Diesem Uebel kann aber nicht durch eine Aechtung der bonapartistlschen Generale vorgebeugt werden, wie Gambetta sie will, sondern durch die Eon- solidirung der Staatsgewalt, die in neuester Zeit durch Nichts so sehr erschüttert worden ist, als durch die politische Schaukelmethode ThierS' und die Agitationen Gambetta's. Deutschland. Berlin, 4. Novbr. Bei dem gestrigen 50jährigen Jubiläum des Prinzen Karl als Inhaber eines russischen Regiments überreichten Deputirte des Regiments ein Handschreiben des Kaisers von Rußland mit dem St. Georg-Orden dritter Elaste. Das Handschrelben betont des Kaisers Sympathie für die preußische Armee und die Erinnerung an die ewig denkwürdige Zeit, wo Preußen und Rusten vereint für die heilige Sache kämpften. Er erinnert an die Großthaten, welche die preußischen Waffenbrüder im letzten Kriege mit Frankreich, an denen der Prinz an des Kaisers Seite Theil genommen, vollbracht. Das Schreiben schließt: Ich hoffe, daß Sie meine Absicht, die uns vereinigenden Freundschafte- bande noch fester zu knüpfen, und den Wunsch erkennen, daß dieselben auch die künftigen Generationen umschlingen. Berlin, 5. Novbr. Die deutsche Gesandtschaft bei der schweizer Eidgenossen- schäft hat vor einiger Zeit die dortigen Behörden um Auskunft über die in der Schweiz geltenden gesetzlichen Bestimmungen, betreffend die Civilehe, und über die Folgen dieser Gesetzgebung ersucht. Es sind nunmehr der Gesandtschaft durch den BundeSrath in Erledigung dieses Begehrens die bezüglichen Berichterstattungen der Regierungen von Zürich, Glaris, Thurgau, Tessin, Waadt, Neuenburg und Genf mitgetheilt worden. Die ersten Aushebungen sind in Elsaß - Lothringen nun fast beendet. Die Nachrichten darüber lauten im Allgemeinen ziemlich günstig; sie übertreffen jedenfalls alle Erwartungen, und an den meisten Orten ist das zu stellende Kontingent jetzt schon als gesichert zu betrachten. Somit kann das Resultat als ein sehr befriedigendes bezeichnet werden, was namentlich diejenigen zu würdigen wissen, denen es bekannt ist, welche Hebel von Französischgesinnten und französtjchen Agenten in Bewegung gesetzt worden sind, um bas ganze AuShebungSgeschäft zu beeinträchtigen. Berlin, 5. November. Der „Voss. Ztg." geht folgende Mittheilung zu: Das Panzerschiff „König Wilhelm", welches über 3 Millionen Thaler kostete und b/Nen Thätigkeit ein jetzt abwesender Marineofficier in einem Buche die Hoffnung knüpfte, datz air vto -in Muth und Encrgit gu» niq>t auf Kanonade sich einlassen, sondern ohne Weiteres die feindliche Flotte durchbrechen und andere Großthaten ausführen würde, befindet sich in Wilhelmshaven jetzt in einem Zustande, der an die Lage des Walisisches im seichten Wasser er- innert. Das Schiff mit der Fluth an seine jetzige Stelle gebracht, scheint schwer wieder in's offene Wasser gelangen zu können und manche Ingenieure halten bei der schon eingetretenen Versandung — der Marineminister überzeugte sich bereits persönlich von der gefährlichen Lage — dasselbe für unabbringbar. Zu der nach der „Voss. Ztg." über das Panzerschiff „König Wilhelm" gebrachten Nachricht schreibt die „Weser-Zeitung": „Zur Beruhigung der „Voss. Ztg." und ihrer Leser kann ich versichern, baß, wenn ihre „Ingenieure" Werth darauf legen, es dem Stationscommando ein Leichtes sein wird, den „König Wilhelm" jederzeit aus seiner „gefährlichen Lage" zu befreien und in offenes Fahrwasser zu bringen. Bei dieser Gelegenheit ist zu constatiren, daß die auch von den „Ingenieuren" der „Voss. Ztg.", wie es scheint, getheilte Befürchtung, daß der Hasen von Wilhelmshaven einer schnellen und gefährlichen Versandung verfallen werde, sich als durchaus unbegründet erwiesen hat; die Baggermaschinen reichen zur Bekämpfung dieses Uebelstanves vollständig aus." Berlin, 6. November. Folgendes ist definitiv: v. Witzlcben wird zur Disposition gestellt und die Kreisordnung zuerst an'S Abgeordnetenhaus gelangen; ein PairSschub erfolgt keinesfalls. Köln, 3. Novbr. Mit Rücksicht auf die in mehreren Blättern ausgestellte Behauptung, Bischof Krementz habe auf Zahlung seiner Temporalien den FiscuS gerichtlich belangt, dürfte folgendes unterm 11. März 1850 erlassenes Oberin* bunal-Erkenntniß von Interesse sein: Die als ein Statut der katholischen Kirche des Staates bestätigte Bulle de salute anünarum, enthält in Bezug auf die Ausstattung der katholischen Bisthümer, Domkapitel und anderen kirchlichen Institute nur die Vereinbarungen des päpstlichen Stuhles mit der preußischen Regierung, welche zwar völkerrechtliche Verbindlichkeiten zwischen beiden Regierungen begründen, aber den auszu- stattenden kirchlichen Instituten ein Klagerecht gegen den Staatsschatz nicht gewäh- ren. (Präjudiz 2186. Entscheidungen des Ober-Tribunals. Band 19, S. 409.) Bonn, 2. Novbr. Heute Mittag waren sämmtliche Vorstandsmitglieder der marianischen Studenten-Eongregation vor den Rector der Universität geladen, nachdem bereits mehrmals ein Vorstandsmitglied in Angelegenheit der Congrega- tion zum Universitätsrichter beschieden worden war. Der Rector eröffnete den Vorstandsmitgliedern in höherem Auftrage, daß die Congregation als den Jesuiten verwandt in Folge des Reichsgesetzes vom 4. Juli aufzulösen sei. Dresden, 3. Novbr. Die „Dresd. Presse" enthält Folgendes: Dem „Wiener Sonntagscourier" wird gemeldet, baß der Bischof Forwerk in Dresden ge- nöthigt war, gegen seinen Cousin, den ersten Consistorialrath Poland, eine Disciplinaruntersuchung wegen mehrerer demselben zur Last gelegten Unzukömmlichkeit einleiten zu lassen. Wie man nun aus Dresden vom 24. v. M. schreibt, ist die Disciplinaruntersuchung in eine Criminaluntersuchung übergegangen, da sich herauSgestcllt hat, daß dem Herrn Conststorialrathe, einem Jesuiten vom reinsten Wasser, aber von desto unreinem Händen, nebst der Unterschlagung von CultuSgeldern auch noch verschiedene andere Betrügereien zur Last fallen. Obwohl nun die Criminaluntersuchung bereits in vollem Zuge ist und die einver- nommenen Zeugen die schwersten Gravamina gegen den Cousin des Herrn Bischofs auSsagten, soll der letztere sich doch mit der Hoffnung tragen, aus Anlaß der goldenen Hochzeit des Königs die Niederschlagung des Prozesses erwirken zu können. Oesterreich. Aus Wien schreibt der gewöhnlich gut unterrichtete Correspondent der „Elberf. Ztg." über das neuerliche Verhältniß zwischen dem Vicekönig von Aegypten und der Pforte: „Aus Kairo wird gemeldet, daß der Vicekönig von Aegypten geradezu bestürzt fei über die Ernennung seines unversöhnlichen Gegners Khalil Pascha zum Pfortenminister der auswärtigen Angelegenheiten. Zunächst wird diese Ernennung zur Folge haben, daß der Khedive die Reise nach Konstantinopel, zu welcher er verpflichtet ist, um dem Sultan für den jüngst ge- währten Ferman zu danken, vorläufig noch nicht unternimmt. Er würde allerdings diesen, längst ersehnte Privilegien gewährenden Ferman jetzt nicht mehr erlangen! Der Großvezier Ruschdi Pascha ist, als Freund Mustapha Fazyl'S, Schwiegervater Khalil's, gleichfalls kein Freund des khedive. Khalil wird dem- elben in Ansehung seiner Unternehmungen an der abyssinischrn Grenze scharf auf die Finger sehen." Wien, 3. Novbr. Am Donnerstag ist hier die verwiesene Isabella von Spanien mit ihrem Sohne, dem Prinzen von Asturien, eingetroffen, damit der Letztere seine Studien als Theresianist weiter fortsetzen kann. Man schildert den ungen Mann — er ist 15 Jahre alt — als ungewöhnlich befähigt und witzig, reilich will das nicht viel sagen , denn bei Leuten seiner Abkunft sieht man hier noch durch fast mittelalterliche Vergrößerungsgläser: Lulu auf einer englischen Militärbildungsanstalt und der Sohn Jsadella'S als Zögling des Wiener There- sianum — ein hübscher Vorwurf für eine Studie über die Vergänglichkeit irdischer Macht und Herrlichkeit. Wien, 5. Novbr. Die „Oesterr. Corresp." dementirt entschieden die Nachricht von der Errichtung einer Spielbank in Vaduz, welcher sowohl das im Für- stenthum Lichtenstein in Kraft stehende österreichische Gesetz, als auch der ausdrückliche Wille des regierenden Fürsten entgegenstehen. Wien, 5. Novbr. Die sämmtlichen Landtage wurden heute mit den üblichen Feicrllchkeiten eröffnet. In dem niederösterreichischen Landtag brachten Jkola und Genossen den Antrag ein, die Regierung zur baldigen verfassungsmäßigen Abänderung des Gesetzes über die Reichsvertretung im Sinne direkter Reichsraths- wahlen auszufordern. Im Landtage zu Brünn sind die Föderalisten nicht crschie- nm. Der Eröffnung des böhmischen Landtags wohnten der Minister-Präsident Fürst Auersperg und der Handelsminister BanhanS an. Limbeck und Genossen brachten einen Antrag auf Einsetzung einer Commission ein, welche die erfahrungsgemäß dringlich- erscheinenden Abänderungen der Landtagswahl-Ordnung berathen solle. Die Dringlichkeit des Antrags wurde angenommen. Dem steiermärkischen Landtage zeigte eine Note der Stadthalterei an, daß die beiden Grafen Daver- nas als aus dem Abgeordnetenhause ausgetreten zu betrachten seien. In dem tyrolischen Landtag sind die Abgeordneten aus Welsch -Tyrol nicht erschienen. Graf Thun aus Welch-Tyro! legte fein Mandat als Landtags- und Reichstags- Abgeordneter, Baron Dibanti als Reichsraths - Abgeordneter nieder. In dem s«lizischen Landtag wurde kein Adresse Antrag eingebracht. In dem Landtag der Bukowina sind die Föderalisten (Partei Petrino), neun an der Zahl, abwesend. Sämmtlichen Landtagen (ausgenommen dem galizischen) wurde eine Regierungsvorlage in Betreff der Einführung der Vermittlungsämter bei Gemeinden zum Auögleichsversuche zwischen streitenden Parteien eingebracht. Schweiz. Bern, 1. Novbr. Wie Ihnen kürzlich mitgetheilt wurde, hat der Bischof von Sitten trotz Art. 58 der Bundesverfassung einen Jcsuitenpater, einen ge- wissen Alltt, zum Pfarrer von Leut ernannt. Die zur Berichterstattung hierüber aufgeforderte walliser Regierung sucht diese Ernennung jetzt durch die von dem Bischof von Sitten sowohl, als von dem P. Allet selbst abgegebene schriftliche Erklärung zu entschuldigen, daß derselbe in den walliser Diöcesan-Clerus ausgenommen worden sei und sich einzig unter die bischöfliche Jurisdiction gestellt habe. Da hiermit nicht auch nachgewiesen, daß P. Allet unbedingt aufgehört hat, dem Zusuitenorden überhaupt anzugehören, beschloß der BundeSrath in seiner heutigen Sitzung, der walliser Regierung die kategorische Weisung zu ertheilen, feiner Ernennung die Genehmigung zu versagen und ungesäumt die nöthigen Vorkehrungen zur Vollziehung dieses Beschlusses zn treffen. — In Sachen des genfer BiSthum- ConfliclS verlautet noch nicht, was Der genfer StaatSrath auf Die Demissionseingabe des Bischofs von Freiburg und Lausanne als Bischof von Genf zu thun gedenkt; vielleicht daß man einen neuen Bischof und neue Pfarrer nach eigener Wa^l ernennt. Wenn Staat und Gemeinden einig sind, kann dies Rom nicht verhindern. Frankreich. Paris, 3. Novbr. Das „XIX. Siecle", Organ Edmond About's, enthält aus Epernay folgende Correspondenz, die das Höchste an Gemeinheit leistet, dessen sich dieses Blatt noch rühmen darf: „Die Räumung der Stadt Epernay ist eine vollendete Thatfache. Von Den Preußen bleibt nichts mehr übrig, als das Andenken ihrer Quälereien. Ihr frühzeitiger Abzug ist Typhusfällen zu danken, die in unserer Stadt aufgetreten sind, und wir wollen hoffen, daß sie Die Keime Der Epidemie mit sich fortgetragen haben. Nur verhüte Gott, daß sie sie unseren unglücklichen Brüdern mittheilen, deren Lasten sie jetzt vermehren werden!" Paris, 3. Novbr. Eine Mittheilung des „Iourn. Osficiel" lautet: Die deutsche Regierung hat beschlossen, daß das Paßsystem vom 1. dieses lausenden Monats in Elsaß-Lothringen streng gehandhabt werden soll. Paris, 5. Novbr. Chaumont, Joinville und andere Ortschaften wurden gestern von Den deutschen Truppen verlassen. Das Departement Haute-Maine ist nunmehr vollständig geräumt; die Räumung des Departements Marne wird vermuthlich morgen stattsinden. Paris, 6. November. Der General-Procurator hat Die Klage Des Prinzen Napoleon als nicht statthaft zurückgewiesen, in Anbetracht, daß Die Ausweisung auf Befehl des Präsidenten und Ministerraths erfolgt sei und somit ein Rcgierungö- act vorliege. Die Nationalversammlung allein sei competent. Der Prinz hat den Brief des General - ProcuratorS, worin ihm dieser Beschluß mitgetheilt worden, ausführlich discutirt und die Absicht ausgesprochen, daß er alle Gerichts-Instanzen anrufen werde. btt ’hn ‘öt btt Nw- vegver- iuüä'chft b Kvki- M tzr. de ftütt. bt wrhr 8aM, irb tcm« harf auf tön von «mit ber Ibcrt ben (b witzig, nun hin '"glischeu ’r r-ktt- übischer die Nach, im gür« ausdrück. t ben üb» ittn Uola «matzigtu ichSraths. t erschik. Prä|iMt ©enofftn iahiunAS. ) bmtljtn wäilifchm in Daver- 3n btm krfchimen. inchStazS- 3n brm ntug ter abkveftud. ßietungS. nbtn |uo vrr Bischof killen ge- 15 hierüber von dem schriftliche rus aufflt« Ml fabt. jul, ttm r heutigen [(inet El' llchlMra : DiSthum- Den#06' of |« ,fi(b eigener Rom nitit -st'», «[' bl Sptrnay übrig, alt »** I“ «it, »i,te ,g Ji«6« »" tuNi*; in Rußland. Petersburg, 2. Novbr. Die tm Frühjahr von Orenburg zum Schutze der Kirgisensteppe gegen die Raubzüge der Nomavenvölker ausgesandten Militär- Detachements sind, dem Russischen Invaliden" zufolge, am 1. Oclober zurück- berufen. — AuS Khiwa wird gemeldet, daß der Khan eine neue Festung, Djun Kale, am Aralsee gebaut hat und darauf beharrt, die russischen Gefangenen nicht auszuliefern. Türkei. Konstantinopel, 6. November. In der am Samstag stattgefundenen Audienz des britischen Botschafters Elliot bei dem Sultane erklärte dieser, er beabsichtige keineswegs, Mahmud Pascha an die Spitze der Regierung zurückzurufen. Amerika. Z Newyork, 5. Novbr. Die heutige Wahl von Wahlmännern zur Präsi- dentenwahl weist bis jetzt eine große Majorität für Grant auf. Die Wiederwahl Grant'S scheint gesichert. Die Republikaner siegten in allen Nordstaaten und beziffert sich die Majorität derselben in den Staaten Newyork aus 35,000, Pennsylvania auf 110,000 und MaffachusetS auf 17,000 Stimmen. In Newhampshire und Rhode-Island war die Majorität für Grant. Eine Depesche an Grant meldet den Sieg der republikanischen Partei auch in Louisiana. L 0 e a l - N 0 t i z. Gießen, 7. Nov. Am vergangenen Freitag Abend wurde in der Schwarzlach ein Gemüsemarder abgefaßt, der sein Wesen schön längere Zeit getrieben haben dürfte. Hoffentlich werden die Grundftückbesitzee, welche seither über Diebstahl klagten, jetzt Ruhe haben. — Von vielen Seiten wird sich beschwert über den furchtbaren Schmutz in der Nähe der katholischen Kirche. Die Passanten versinken biö über die Knöchel in demselben. Sollte der Herr Stadtbaumeister oder Oberh. Eisenbahn hier nicht Abhülfe schaffen können.______________________________________________ Börsenberichte. Frankfurt a. M., 6. November. Während in Berlin, wo eben jetzt große Beträge, die über den Ultimo hinaus verlängert worden, zurückzahlbar sind, der Geldstand sich knapper gestaltet, wird von Wien ein Flüsfigerwcrden desselben gemeldet, da mehrere große Banken anfangen Geld zu belehnen. Diese Erleichterung des Wiener Geldmarktes wirkte vortheilhaft auf unsere heutige Börse ein, und wären nicht andererseits matte Berliner Notirungen geqenüberstanden, so hätten wir heute zweifelsohne von einer größeren Hausse zu referiren. Für Ercdttactien herrschte gute Kauflust und der CourS hob sich im Laufe des Geschäfts zusehend. Auch Staatsbahn b/fferte sich ein wenig, obwohl hier relativ das Geschäft sehr bescheiden war. Lombarden blieben fest. Banken waren im Allgemeinen wieder beliebt, doch konnte sich auch heute nur in Speciakitäten größere- Geschäft entwickeln, wohin zunächst wieder österr. Nationalbank und Darmstädter, sodann Brüsseler und Pfälzer gehörten. Oesterr. Bahnactien gingen bei etwas niederen Coursen zahlreich um, und nur Prioritäten litten unter vorherrschenden Angebot. Oesterrelchische Renten ziemlich fest, ebenso österr. StaatSloose. Köln-Mindener beachtet, Amerikaner ohne Umsatz und eher weichend. Aetlem. Weeheel. Oberhessen 791/2 W1/4 1001/z I621/3 1864r BörsennaclirlchtML 6. November 1872. 5O/o ifetr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 221 Ludwigsh.-Bexbach 2001/2 Maibahn 1435/g Bayer. Ostbahn 134 Rhein-Nahebahn-Act. 56 Hess. Ludwigsb.-Aot. — ! i Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 575/8 30/o (ist. e. Lombard — 30/0 Livorneser 38 5% Toscaner 603/g 5% Elisabeth.-Prior. 843/4 do. II. Emiss. — Aetien. Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse I66I/2 Darmst. Bankact. 529 Wien Bankaotien 1088 Oest. Oreditaot. 362 Galizien 247 AnleheiEsioo»®. Darmstädter fl.50Loose 207i/2 » »25 „ 551/4 Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. 47 Braunschweiger 23 30/o Oldenburg, ä 4011ilr. 38 40/g bayr. Präm.-Anl. 112 */2 40/g badische Loose 109j/4 Badische fl. 35 Loose 7O’/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 93 1858r Prioritätsloofie — 1860r Loose 963/8 , n 4% „ . , 31/3%» Bayer. 50/0 „ tieldeorten. fl. kr Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 42—44 „ doppelte 9 43—45 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 22i/z—231/3 Engi. Sover. 11 50—52 Russ. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 25—26 n 4 Vs 0/0 1jährige — „ 40/g 1jährige 93 Würtemb. 41/3% Obi. 995/s Baden 4i/ao/o Obi. 0. E. L. 991/4 Oesterr. Silberrente 651/4 „ Papierrente 61 */2 Spanier, neuest. 3% 29y/a Amerik. Bonds 1881 r 98a/4 „ „ 1882r 96i/4 » „ 1885r 973/g n „ 1887r 97*/3 Preuss. 41/3 0/0 Oblig. 103 Frankf. 31/»% ObL 861/2 Nass. 41/2o/g Obi. 993/4 Kurhess. 4% n 93 y4 Gr. Hees. 5% ObL — Amsterdam k. 8. 981/4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 1047/g Bremen k. 8. 175i/8 Brüssel k. 8. 93i/g Hamburg k. 8. 867/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1183/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 923/4 Wien k. 8. 109 l/z ditto m. 8. 1087/8 ditto 1. 8. 108 7/s Dis conto 5% Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Aufforderung. 5178) Auf Antrag der Ehefrau des flüchtig gewordenen Grotzherzoglichen Bürgermeisters Ludwig Mirka in Queckborn werden alle Diejenigen, welche irgend welche Ansprüche und Forderungen an genannten Ludwig Mirka und dessen Ehefrau zu bilden haben, aufgefordert, dieselben so gewiß binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden und zu begründen, als sie sonst bei der beantragten Regulirung des Vermögens nicht berücksichtigt werden. Grünberg, am 30. October 1872. Grobherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landger.-Assesfor. ^erMgerungm. Vergebung von Bauarbeiten, 2610 fl. 27 kr. 31 1382 1231 444 1223 1614 302 163 1009 54 212 36 52 28 Steinhauerarbeit zu Zimmerarbeit zu . Dachdeckerarbeit zu Schreinerarbeit zu Schlosserarbeit zu Gußlieferung zu . Glaserarbeit zu . 17 6 Weißbinderarbeit zu Spenglerarbeit zu Pflasterarbeit zu . „ sollen auf dem Submissionswege an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Abgebote haben in Procenten zu geschehen und sind versiegelt, mit der Aufschrift versehen: „Submission für die.....Arbeit zur Erbauung eines Haftlocals zu Butzbach" längstens bis zum 13. November, Morgens 10 Uhr, als dem Eröffnungstermin auf unterzeichnetemBüreau einzureichen, woselbst von heute an Pläne, Voranschläge, Sub- missionsbedingungcn zur Einsicht offen liegen. Friedberg, den 1. November 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Neuß- 5177) Die zur Erbauung eines Haft- locals nebst Wirthschafsgebäude zu Butzbach 1 erforderlichen Bauarbeiter: mit den lt. Voranschlag dazu erforderlichen Materialienlieferungen (ausgenommen die Mauermateralien) veranschlagt wie folgt: Mauererarbeit zu . OGir‘ ff ory **° Fellgebotenes. Herde und Desen in den verschiedensten Sorten, namentlich die sich so sehr bewährenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir - Füll - Oefen (4869) empfiehlt I. G. D. Bapst. Lahrer hinkender Bote bei V. Wurmes, Buchbinder, (5179)_________ Wallthorstratze.________ 643) Thür- und Grab- fchilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei ___________Wilb. Balser. 5136) Stearin- und Paraffinlichter, ä 20 bis 28 kr. per Paquet, empfiehlt _____________Carl Hoffmann. Der Lahrer hinkende Bote ist erschienen und zu haben bei (5041)__Wrlh. Klee. 5139) Füllregulir,- Mantel- und sonstige Steinkohlen- und Hohvfen, Herde aller Art, Feuer rurgs-Gcrcrthschaften rc. bei_________Emil Pi stör. Jmmarinirte Häringe, per Stück 6 kr., prima holl, und schott. Vollhäringe, per Stück 3, 4, 5 und 6 kr., feinstes Obftgelre, per Pfd. 14 kr., empfiehlt (5184)__________Ehr. Wallenfels. Lahrer hinkender $ok, pro 1873, zu haben bei H. Sonntag, Buchbinder, (5185)__________Kirchenplatz A- 24_______ Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. . „ E. Hückstädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. QU haben in Flaschen h 18 und 36 kr. ber (2337) Carl Frech in Gießen. u tt 11 n 5037) Um mit meinem Maaren-Vorrathe vor Ende dieses Jahres räumen, verkaufe von heute ab ohne Rabatt pr. Dtzd. 8 „ pr. Dtzd. 8 „ pr. Elle von 12 bis 20 Gebild- und Leinen-Waaren, für deren Güte ich garantire: 12/4 Tischtücher (Siegener Fabrikat), pr. Stuck 3 fl. - kr. -/, Servietten „ „ M' 8 30 5/4 abgepaßle Handtücher „ V» und 5/4 reinl. Handtücher „ zu an, 12/4 Schlitzer Tischtücher, pr. Stück - . 2 fl. 10A ti %/* kr-, Servietten kr., 6A II 5/4 Frühstück - Servietten in Damast, pr. Dtzd. 2 fl. 30 kr. und 3 fl. Damast-Gedecken (1 Tafeltuch mit 12 Servietten, 6 Ellen 2 1 1 6 . 3 „ . 10 kr. ii ii ii ii ii H ii ii u II Stück 2 fl. 12 48 kr. und 4 fl. Dtzd. 3 fl. 30 5 fl. 30 kr., 7 fl. und 9 fl., Handtücher, pr. Dtzd. von . . 4 fl. und 6 fl. 30 kr. ii 45 „ 20 „ 30 „ n 4 „ „ 15 kr. % ' „ Servietten, pr. Dtzd. . . 12/4 Schlesische Damast-Tischtücher, pr 2fl pr. Servietten, „ „ „ 5/4 „ Handtücher, „ Elle von. 12/4 Theedecken mit Franzen, pr. Stück 2 fl. 30 kr. und 3 fl. lang und 3 Ellen breit), pr. Gedeck von......14 fl. an, Damast-Gedecken (1 Tischtuch mit 6 Servietten, 3 Ellen lang und 3 Ellen breit), pr. Gedeck von......8 „ „ 6/4 Siegener Leinen, pr. Elle von........18 kr. an, 6/4 Cr«as-Leinen, pr. Elle von.........18 „ „ 12A " " i' ii n.......i • • 40 „ „ 6A Bielefelder Leinen, pr. Stück von.......27 fl. „ Piguo-Decken, pr. Stück von..........3 „ „ Meißen Coper- und Flock-Barchent, pr. Elle von . . 16 kr. an, „ Flanell, rein Wolle, pr. Elle von......24 „ „ Velours zu Kinder - Mänteln und Damen-Jacken, pr. Elle 1 fl. „ Double-Stoffe zn Damen-Mänteln, pr. Elle zu 1 fl. 30 kr. u. 2 fl. 30 kr. Regenmantel-Stoffe, deutsche, pr. Elle.......36 kr. „ „ englische, „ „....... 1 fl. Weißen und farbigen Gaze Gternelle und Tarlatan, pr. Elle 15 fr. Farbige Seidenstoffe für Damenkleider, pr. Meter zu 1 fl. 30 kr. In gleicher billiger Weise habe ich die übrigen Artikel, als: Seiden-Sammt, Baumwoll-Sammt, Halbwollene, sowie ganzwollene Kleiderstoffe, Farbige und schwarze Seidenstoffe, Herren- und Damen-Shaw lS, LamaS, ganz Wolle, Leinene Taschentücher, Bettdecken, graueweiße und rothe Bettteppiche, Läufer- und Teppichstoffe, Möbel-Damast und Nips, 6/4, 8/4 und 10/4 Mull-Gardinen, % und 10/4 Gaze-Gardinen, */4, 12/4 und 14A Mull mit Tüll-Gardinen, i°/4 englische Tüll Gardinen, mit Stück, „ „ „ abgepaßt, Schweizer- „ „ « Damen-Mäntel, Jacken und BaschlikS zurückgesetzt. S. Hirsch Sohn. auffallend billig, Regenschirme und Gummischuhe (5162) bei J. Köhler. W V|' 1 iLJIl 4 * u ur r» er »re n, m ill ta r- X- l. ? ve fi’. r t en s- } eu $ W; g< 'ck sc I * J n rf . ne !e- /j ts ?, Is- tt. i" * 5131 Heinrich in Mannheim. Der Vorstand. lersönlich abgeben zu wollen. 5180) n. H. Homberger. in. RedactLon, Druck und Verlag der Brüh loschen Untv^Druck^ret (Fr. <£6r. Bietsch) tri Glrtzen CO CO Aea-emifcher Gefangverei». 5123) Den verehrlichen Mitgliedern zur Nachricht, daß die Proben künftigen Donnerstag den 7. d. M., um 7 Uhr Abends, in der kleinen Aula ihren Anfang nehmen. Neue Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den ersten 14 Tagen bei Herrn Musikdirektor Mickler gefälligst A. L. Balser, Buchbinder in Gießen, W Blum, Lehrer in Groß Buseck. A. Führer, Kaufmann in Wetzlar, Fr. Eberhard, Kaufmann in Marburg. I, I Seippel, Partikulier in Butzbach. E. Volp, Gemeinde-Rechner in Lick- 5187) Die verehrlichen Vereinsmitglieder werden hiermit benachrichtigt, daß Freitag den 8. November, 8 Uhr Abends, die Eintheilung in Riegen, sowie die letzte Einübung der Ordnungs- und Freiübungen Statt findet. Zugleich muß dringend in Erinnerung gebracht werden, daß nur Diejenigen an dem Schauturnen Thcil nehmen können, welche zu dem angegebenen Zwecke sich in obiger Stunde in der Turnhalle einfinden. Vereinsmitglieder, welche ihre Väter bei dem Bankett im Wenzeloschen Garten einzuführen wünschen, können die betr. Einlaßkarten, ä 12 fr., täglich von 11 — 1 Uhr bei dem Schriftwart, Herrn C. Demuth (Weidgasse), in Empfang nehmen. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Aufstellung des Festzugs an der Turnhalle um *1 Uhr Statt findet. Der Vorstand. Diery. Felsing M. Hornberger Batst. Bramm. L. Bücking. Buff. Renten- und Lkbensverstchcrungs-Anstalt zu Darmstadt. A. Guldan, vormals Oppermann, Neustadt, empfiehlt für die Winter-Saison alle Sorten ZVinter- und Gummischuhe, wollene und baumwollene Unterjacken, wollene Hemden, gestrickte Unter- hosen, Filz- und Gesundheitssohlen in großer Auswahl. Aandtagswahl. 4172) Der Ausfall der bevorstehenden Wahlen zur zweiten Kammer der Landstände wird für die Geschicke unseres engeren Vaterlandes auf lauge Zett hinaus entscheidend sein. Um über die Bedeutung dieser Wahlen aufzuklären, auf deren Ergebniß anregend und fördernd zu wirken, haben es eine Anzahl patriotifch und liberal gesinnter Männer aus allen Theilen Oberheffens für erforderlich erachtet, eme Provinzial - Versammlung auf Sonntag den 10. d. M., Nachmittags 2 Uhr, nach Gießen zu berufen. Alle Wähler der Provinz sind eingeladen, in dieser Versammlung, welche im Leib' scheu Saale, Waülhoistraße, «^gehalten werden soll, zu erscheinen Gießen, am 5. November 1872. Die Anstalt übernimmt: l. Versicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 fl. anwachsen kann. Die Versicherung von .Kapitalien auf den Todes- wie auf den LebenS- fall, zu Ausstattungen u. s. w., sowie die Versicherung von Leibrenten und Wittwenponsioncn. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3,/2 ° 0 und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. Versicherungs-Anklage werden entgegen genommen, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von den Agenten der Anstalt: Nicker. Schopbach. Vogt. Wolf. 4893) Gegen guten Lohn wird in i eine größere Stadt eine erfahrene Köchin ß gesucht, welche sich zugleich der Haus- 8 arbeit unterzieht. Eintritt den 15. December d. I. Näheres Universitätsstraße Lit. E- 79, s Parterre. Leipziger Feuer - Versicherungs - Anstalt — gegründet im Jahre 1818. — 5176) Die unterzeichneten Agenten des Kreises Gießen empfehlen zum Abschluß von Versickerungen gegen Brand, Blitzschlag, nothwendiges Ausräumen ic. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, Vieh, Ernteerzeugnisse rc. zu billigen, festen Sätzen unter ihren anerkannt vortheilhasren, liberalen Bedingungen. Die Anstalt bedarf keiner Experten mehr! I. H. Fuhr in Gießen. Conrad Scherff in Lich. I. Cann Söhne in Mainzlar. Ludwig Geißler in Staufenberg. Cafe Leit» Freitag den 8 November: Dreschmaschinen für Hand- und Göpel betrieb, Futterschneid - Maschinen, können ungeachtet der großen diesjährigen Nachfrage jetzt wieder sofort von mir geliefert werden. Ein neuer reichhaltiger Katalog wird auf Verlangen gratis gesandt. zum Besten des Dlakonissenhauses .Elisabelhenstift" in Darmstadt 5173) Zum Besten des unter dem Protectorate Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Karl stehenden Diakouissenhauses Elisabeth eilst ist soll womöglich Anfangs December ein Bazar abgehalten werden, um dieser gegenwärtig in großer Noth befindlichen Anstalt eine, wie wir hoffen, recht kräftige Hülfe zu geivähren. Indem der unterzeichnete Vorstand dieses Unternehmen auf's Angelegentlichste allen Freunden des Diakonissenhauses empfiehlt, bemerkt er zugleich, daß Gaben in Geld oder zum Verkauf geeignete Gegenstände bei Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Karl wie von den Mitgliedern des Vorstandes mit Dank in Empfang genommen lverden und sind die Unterzeichneten mit Freuden bereit, jede nähere Auskunft zu geben. Darmstadt, den 22. October 1872. Brandt, Oberappellationsgerichtsrath. Kritzler, Präsident. Lucius. W- Baron Löw. Strack, Divisiouspsarrer. Bender, Hofprediger. M. LeydHecker. Antonie Frey. B. Heber. Helene v. Zangen, geb. v. Roeder. C. Gail. F. Gail. A. Müller. A. Noll. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Central-Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtreet an die betr. 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