Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen Mittwoch den 7. Februar Nr. 33 t( csa 0i ■td ve ur n im ist til et Preis vierteljähriq 1 fl. 12 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fi. 27 fr. 1 rdi t ?tc m tt' ntt ?in Erscheint täglich, mit Aus nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. die letztere berathen zu werden wünscht. München, 3. Febr. Auf die Notiz, die Verwandten des Hrn. v. Dön- niges würden vas „Vaterland" verklagen, weil dasselbe ausgesprochen, den Hrn. v. D. habe der Teufel geholt, erwidert das genannte Blatt, „es werde den Wahr- heitSbeweiS dadurch erbringen, daß es eine Anzahl kürzlich verstorbener Altkatho- liken als Zeugen vernehmen lasse". So behandelt das ultramontane Blatt die Verstorbenen. , u „ Würzburg, 4. Febr. Vorgestern fand in der Aula unter der Leitung des Rectors Prof. Dr. Sachs eine allgemeine Studentenversammlung statt, in welcher ein Studenten-AuSschuß für das lausende Semester constituirt, sowie über die in der vielbesprochenen Polizei - Affaire bis jetzt erzielten Ergebnisse referirt ward. (W. Abendbl.) Straßburg, 2. Febr. Die seit dem 29. Januar eröffneten Asstsen ziehen täglich eine Menge Zuhörer aus allen Schichten der Gesellschaft an. Es ist auch in der Thal merkwürdig genug, den hier zum ersten Male wieder in deutscher Sprache abgehaltenen öffentlichen Verhandlungen beizuwohncn. Ber ihrer Eroff- nung legte ter Präsident den Geschworenen die Frage vor, ob sie auch alle hm- länglich ter deutschen Sprache mächtig seien, um ten Anforderungen des Hofes vollständig Genüge zu leisten, und alle antworteten mit einem deutlichen ja! Der berühmte Dolmetscher unter der französischen Regierung ist damit also im Wesentlichen außer Thätigkeit gesetzt und für die Zukunft unrettbar ganz dem Untergange geweiht. Bezeichnend ist auch ein Zwischenfall, der sich gestern ereignete. Einem Angeklagten gegenüber wurde eine gravircnde Zeugenaussage vor- gelcsen, welche ibn plötzlich in einem ganz anderen Lichte erscheinen ließ; auf dre Frage teö Präsidenten, was Angeklagter hierauf zu erwidern habe, gab dieser, augenscheinlich um Zeit zu gewinnen, zur Antwort, er habe ntd)t öerftonbcn. 1)06 Publikum lachte laut auf, Beweis genug, daß dieses nicht allein das Schriftstück, sondern auch die Absicht des Angeklagten verstanden hatte. (Str.Z.) ; lV0 r, 11 gd v. I. vorliegt, lassen wir die Jntei pellation, welche für viele Leser dieses Blottcs nicht ohne Interesse sein wird, nachstehend im Abdruck folgen. Dieselbe lautet: „Es ist bekanntlich schon bet der Berathung des Budgets pro 1871 zur Sprache gebracht worden, wie sich die Verhältnisse des Bades Nauheim nach Aushebung der Spielbank zu gestalten hätten, und ich habe in der Sitzung vom 28. Juni 1869 auch dahin bezügliche Anträge gestellt. Von diesen Anträgen ist der auf Errichtung eines Kurfonds und ein zweiter, der möglichste Sparsamkeit behufs Ansammlung dieses Fonds empfahl, angenommen worden. Die weiteren Anträge wurden theils verworfen, theils zurückgezogen, beides jedoch nur au« dem Grunde, weil man dieselben für verfrüht hielt, da damals noch ein Zeitraum von 3j/2 Jahren bis zu dem Eintritt der betreffenden Aenderung in der Mitte lag. Später hinderte der in 1870 ausgebrvchene Krieg die Wiederaufnahme von dergleichen friedlichen Interessen. Jetzt aber, wo der Krieg vorüber und der Zeitpunkt der bevorstehenden Aenderung so bis auf ein Jahr nahe gerückt ist, ist es sicherlich an der Zeit, daß die Regierung genaue Auskunft ertheilt, in welcher Weise sie nach Wegfall der Spielbank die Verhältnisse von Bad Nauheim zu regeln gedenkt. Bisher sind nämlich gewisse zum industriellen Badebetricbe (sit venia verbo!) — nothwendigcn Kosten in bedeutendem Betrage von der Spielbank-Administra- >ei *1 rn * merksam kett beobachtet, wird leicht erkennen, daß bei einem solchen Ereign ß fast sämmtliche Machte vereint Uebergriffe der Curie auf do- weltliche Gebiet nicht s dulden werden, Frankreich vielleicht ausgenommen, das aber alsdann ohne Zweifel isolirt sein würde. Berlin, 5. Febr. Aus Paris wird uns vom 5. d. M. telegraphisch ge meldet: „Nach einer Mitteilung der „France" versichert man in Diplomatenkreisen , daß zwischen Deutschland und England Verhandlungen im Gonge seien, behufs Abschluß eines Handelsvertrages, welcher namentlich die deutsche Wein- aussuhr begünstige. Der Wechsel im Cultueminiflerrum hot namentlich auch in Süvteutschland einen günstigen Eindruck gemocht. Man hat-sich dort auch nicht durch von intcr- essirter Seite auSgeflreute Berichte beirren lassen, die jenen Eindruck abzuschwachcn geeignet waren. Ein temerkcnewerther Artikel von Bluntschli in der am 3. d. erschienenen zweiten Lieferung von Paul Lindaus „Gegenwart" gibt den Erwartungen Ausdruck, welche in Süddeutschlanb an die Ernennung des Herrn Falk Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und ben Land-Postboten entgegen genommen. I Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition adholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und Märzs zu 40 fr. Oesterreich. er Pr." wird aus Pesth gemeldet: Am 15. ds. Mm^ssy gegen Miletic wegen der von dem letz- ■LhutD Andraffy's an der Ermordung des Wv^raericht. tion bestritten worden, wie die Unterhaltung des Parks und Kurhauses, der Mullk. des L-stcabintts u. stw. WürdL b$c» plötzlich ausyore« oder wesentlich bera.ir.errr , oder verändert werden, so würden dadurch die Verhältnisse der Stadt Nauheim , und ihrer Bewohner auf das Empfindlichste berührt. Jedenfalls aber muß zeitig < Klarheit in die Situation kommen, damit die betreffenden Leute darnach ihre Maßregeln treffen können. Denn Einer wird, je nachdem die Sache geregelt wird, j sein Geschäft vergrößern, ein Anderer es vermindern, ein Haus kaufen oder ver- , kaufen v. s. w., kurz die Existenz einer großen Anzahl von Menschen hängt wesent- 1 lich davon ab, daß sie bei Zeiten (da vergleichen Veränderungen in den Ge- . schäften, Wohnungen u. s. w. nicht über Nacht effektuirt werden können) erfahren, , was es mit Bad Nauheim nach dem 31. Dec. 1872 geben soll. Ebenso ist die Gemeinve Nauheim als solche bei den etwaigen Veränderungen im Badebetrieb wesentlich interefsirt. Ich erlaube mir daher im Interesse meiner Wähler, bei der , Regierung — den Ministerien des Innern und der Finanzen — um gefällige, Auskunft über folgende Punkte zu bitten: 1) Wie hoch sich etwa die bis zu Ende 1872 anzusammcluden Geldmittel des Kurfonds belaufen werden? 2) Ob die Großherzogliche Regierung beabsichtige, die seither von der Bank-Administration , geführte Badeverwaltung selbst und in welcher Weise fortzuführen? 3) Ob die- . selbe beabsichtige, von 1873 an entweder selbst eine Kurtaxe in Nauheim zu erheben oder den etwaigen Unternehmern eine derartige Erhebung zu gestatten? , 4) Ob und in welcher Weise eine Veränderung der Brunnendtrection und Bade« Verwaltung beabsichtigt sei?" Berlin, 4. Februar. Die Ultramontanen hatten bekanntlich wegen der Erfüllung ihres Lieblingswunsches, nämlich der Wiederherstellung der weltlichen Gewalt des Papstes, auf die Hilfe des deutschen Reiches eine thörichte Hoffnung gesetzt, die sich nicht verwirklichen konnte und denn auch gescheitert ist. Seitdem sind sie gegen das Reich feindlich aufgetreten und haben wieder ihre Erwartungen an Frankreich geknüpft, das erstarken und dann Italien fo bald als möglich zu Paaren treiben, die weltliche Gewalt in Rom aber wieder herstellen soll. Dieser Plan ist ein öffentliches Geheimniß. Gearbeitet wird daran durch Verschärfung all der Gegensätze, die schon ohnehin zwischen Frankreich und Italien bestehen. Die entschiedene Stellung indessen, welche Fürst Bismarck dem ultramontanen Lager gegenüber eingenommen hat und die in der letzten Kammerdebatte deutlicher als je hervorgetreten ist, sollte jene Herren, wenn sie ruhiger Ueberlegung zugänglich wären, überzeugt haben, daß ihre gegen Italien gerichteten Projekte an einem erheblichen Rechenfehler leiden. Deutschland könnte eine Niederwerfung Italiens durch Frankreich nicht gleichgiltig geschehen lassen. Der Uebermuth der französischen Chauvinisten würbe daraus neue Nahrung schöpfen und sich bald gegen Deutschland wenden. Italien würde in ihren Augen die erste Etappe bilden, Deutschland die zweite. Man darf daher schließen, daß Italien in einem solchen Falle nicht verlassen sein würde. Es würde dazu gar keiner besonderen Allianz bedürfen: Die Uebereinstimmung der Interessen würde zu gemeinsamer Vertheldr- gung führen. Die Ultramontanen würden jedenfalls bei einiger Vorsicht besser fahren, und sie sollten sich keinen Illusionen hingeben, die ihnen wieder Möttau« schungea einbringen müssen. Das alles mag etwas weitsichtig erscheinen. Wenn es sich aber um klerikale Entwürfe handelt, muß man niemals vergessen, daß man in jenem Lager die Dinge gern mit langer Hand vorbereitet; das hat sich der dem Concil und dessen Folgen gezeigt. Die Vertheidigung gegen ultramontau^ ? ■ t Deutschland. Anschläge muß daher ebenfalls stets auf Verkehrungen gegen künftige Ukberfävell . cf <. a- ay ,, -c, °n ds Avg. Cur.man, e,e B-ryai n.ffe von Bad Naubeim, msbesondere fcte|(,K Maßregeln schon bereit haben. Mer aber die von den, den,sch-n Reiche ein-' Fortführung der Bad-°erw°Itung nach An hebung der Spmbauk betr., kurz er-, @I(D tie Stimmung säst aller Regierungen mit einiger «uf. wahnt. Nachdem nun das Protokoll der betreffenden Sitzung rom 18. December ..... 01 geknüpft werden. Man erkennt da auch wieder, und Bluntschli hebt diesen Punkt hervor, mit welcher Aufmerksamkeit und Theilnahme die Süddeutschen Preußens & innerer Entwickelung folgen. Die Solidarität der Interessen wird dort wohl erkannt. ___________! 1*8» mwi ViU »>«'» KF» W5» IM neuliche Rede des Fürsten Bismarck auch hier als ein Ereigniß betrachtet wird. Sie bildete schon nach ihrer Bekanntwerdung im telegraphischen Auszüge das TageSgespräch in der politischen Welt, und die so eben ongekommenen Berliner Zeitungen mit dem Wortlaute der Aeußerungen des Reichekanzlers werden förm- lich verschlungen. Das Bewußtsein der Solidarität zwischen einem deutschen Bayern und der nationalen Politik ist um so stärker zu Tage getreten, als die Schale der Entscheidung hier noch so kürzlich ungewiß auf und nieder schwankte. Der starke Rückhalt des Reiches dient jetzt dazu, die Freude über den hier erfochtenen Steg zu verdoppeln. Nach allem, was man hört, ist auch in den höchsten Regionen die gleiche Empfindung vorhanden, und der vorgestrige Hofball hat vielfach Gelegenheit gegeben, über diesen Punkt jeden Zweifels entledigt zu werden. Es ist anzunehmrn, daß diese Samenkörner aus fruchtbaren Boden gefallen sind und die erblichen und lebenslänglichen Räthe der Krone ganz genau wissen, wie an sich Mr Zu eint bereit zu fein, sowohl der Titels rt würden.^^M hielt. Weeii»cle Oberhessen 87 Vz Beschäftigung unmöglich machten, so würde die bemühen, ihm den Cardinal Antonino de geben. Derselbe scheint bereit der Bedingung, daß einigermaßen modificirt ihnen mehr ergebenen Candidaten. Derselbe würde den Titel „StaatSsecretär und Präfect der päpstlichen Paläste" aunehmea. Amerika. Aetlea. 5O/o östr. F. 8t. E. B. 4201/2 Lombard. Bahn 222V? Ludwigsh.-Bexbach 205 Maxbahn 1521/4 Bayer. Ostbahn 1551/4 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 195 Montevideo, 31. Dcc. Der „A. A. Ztg." wird von hier gemeldet: Die Heimath hätte ihren Söhnen an der AuSmündung des La Plata kein liebere» WeihnachtSgeschenk senden können, als die Corvette „Vrneta", die am 22. d. hier vor Anker ging. Das erste deutsche Kriegsschiff war es, da- seit der neuen deutschen Aera, seit 1866, in diese Gewässer kam. Die Woche, welche da- Schiff hier zubrachte, war eine wahre Festzeit. Die Persönlichkeiten der Offiziere, vom Capitän bis zum Cadetten herab, waren freilich auch sehr geeignet, das Entgegenkommen ihrer patriotischen Landsleute dahier zu erleichtern. Bald wußte man nicht mehr, wer zum Schiffe, wer an's Land gehörte. Und bei aller Annehmlichkeit der Form blieb stets die stramme deutsche Ordnung maßgebend , bei den Festen im Club Frohstnn, wie bei den Besuchen an Bord. Die „Dineta" lief von hier am 27. Morgens bei sehr günstigem Winde aus, sollte einige Häfen in Südbrasilten zuerst besuchen und dann über Westindien nach den Bereinigten Staaten segeln. — Zu unserer Schwesterstadt Buenos Aires konnte das Schiff nicht hinauffahren, theils aus Mangel an Zeit, theils weil das Fahrwasser dort stromaufwärts für tiefgehende Schiffe zu ungünstig ist. Nur einer der Offiziere, ein Sohn des Ministers v. Roon, war zum Besuch in Buenos Aires beurlaubt gewesen, und hätte bei diesem Ausflug leicht sein Leben verlieren können. Der Dampfer „Amerika", auf dem er zurückkehrte, gerieth in der Nacht vom 23. auf den 24. zwischen Montevideo und Buenos Aires in Brand. Durch die Kopflosigkeit des Capitäns und die Schnelligkeit des Feuers gingen von 207 Menschen 120 im Feuer oder durch Ertrinken zu Grunde. Herr v. Roon rettete sich mittelst einer Tischplatte, mit der er über Bord sprang, und hatte das große Glück, als ihm die Kräfte schwanden und er das runde glatte Brett nicht mehr halten konnte, einen Rettungsring im Wasser schwimmend zu finden. Mck diesem konnte er sich auf der Oberfläche erhalten, bis nach 3 Stunden die Rettung kam. Auch alle andern Deutschen an Bord konnten sich retten, so z. B. Röhl von Buenos Arres, der sich mit Frau und 3 Kindern durch Schwimmen das Leben er- Börsenberichte. Frankfurt a. M., 6. Februar. Auch die heutige Börse verkehrte in pronvncirter flauer Haltung. Die Alabama-Frage, welche man bereits van der Tagesordnung gestrichen glaubte, macht sich neuerdings wieder bemerkbar, und wenn auch an ernstliche Verwickelungen aus diesem Anlaß nicht zu denken ist, fo macht doch schon die einfache Zeitungspolemik auf die gegenwärtig so äußerst reizbare Börsenstimmung einen deprimirenden Eindruck. Zudem liefen die letzten Tage über zahlreiche VerkaufSordres aus dec Provinz, namentlich aber aus Süddeuischland ein, da sich das Publikum zu erleichtern sucht, — kurz, es half alles zusammen, den Haussiers das Leben sauer zu machen. Die Course sämmtlicher Hauptpapiere mußten heute eine rückgängige Bewegung einschlagen und notirten Staatsbahn 420Vz—421, Ereditactien 355Vz, Lombarden 222 V4—3/4, Bankaktien 890—891, Silberrente 63’/16. Bahnpapiere dem größten Theil nach angeboten und weichend, Elisabeth 257 Vz, Donau-Drau rc. schlechter, nur Buschteradcr und ungarisch-galizische Bahn waren gesucht, ohne daß indeß höhere Course bewilligt wurden. Von deutschen Bahnen waren nur Berbacher gefragt, Gothaer fester, 104. Aehnlich wir hier ging eS bei den Banken, da auch hier das Angebot die Nachfrage überstieg. Die Preise hielten sich jedoch besser als bei den Bahnen und notiren Darmstädter 479, Oesterreichisch-deulsche 117*/2, englische Wechslerbank 733/4—741/4. Stuttgarter Bank, wie uch Frankfurter Wechslerbank belebt, Meininger fest; Frankfurter Bankverein niedriger. Loose theilen das Schicksal mit den übrigen Werthen. Oesterreichische 1860er matt und mit 91 bezahlt, sogar die seit letzter Zeit so beliebten Raab- Grazer waren billiger zu haben. Kleinere Sorten dagegen wußten sich zu behaupten, wie Augsburger, Meininger, Mailänder 10-FiancS rc. Madrider dagegen weichend, 19*/2. In Prioritäten wenig Geschäft, ebenso in Pfandbriefen. Auch amerikanische Prioritäten matter und im Preise nachgebend. Gekündigt 1882er. Staatenbonds mit 96*/z bezahlt. Geldwerten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57*/2—581/, Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frank enat. 9 20 —21 Engi. Sover. 1147 —49 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24—25 England. London, 3. Febr. Der im September von Südsee-Jnsulanern erschlagene anglikanische Bischof Pattefon hatte sein ganzes Vermögen, mehr als 12,000 L., testamentarisch den christlichen Missionen vermacht. Türkei. Konstantinopel, 4. Febr. Gegen die drei bulgarischen Bischöfe, welche, um ihre Unabhängigkeit darzuthun, gegen den Einspruch des Patriarchen am Dreikönigsfeste die Messe in der bulgarischen Kirche celebrirt hatten, ist von der türkischen Regierung die Strafe der Verbannung verhängt worden. Zn der Moldau hat in den letzten Tagen des verflossenen Monats eine neue Judenverfolgung stattgefunden. Wie der „Times" aus Konstantinopel tele- graphirt wird, war Ismail der Schauplatz dieser beklagen-werthen Auftritte, während deren mehrere der Verfolgten getödtet und viele verwundet wurden. Vierzig Juden fiohen vor der Wuth der Volksmenge über die Donau nach Tultfch, wo die ottomanischen Behörden im Gegensätze zu den christlichen Nachbarn sie freundlich aufnahmcn. Der Anlaß zu der Verfolgung soll die Entdeckung eines Diebstahls gewesen sein, den ein Jude in einer Kirche begangen hatte. Italien. Nom, 2. Febr. Der „Fanfulla^ schreibt: Sollte sich die Befürchtung verwirklichen, daß die GesuudheitSoerhä'ltnisse des Cardinals Antonelli demselben jede Der protestantische Clerus wandelt ganz andere Bahnen, aber seine Zahl ist gering. Er weiß den Werth des Unterrichts zu schätzen und zeigt sich auch in dieser Hinsicht viel toleranter, als der katholische Clerus. — Die Verwirrung ist aber im Süden nicht nur auf politischem Gebiete groß, Diebstähle und Raubanfälle auf öffentlicher Straße mehren sich von Tag zu Tag. Selbst in Marseille ist cs schlimm mit der öffentlichen Sicherheit bestellt. Noch ist das abscheuliche, auf der Straße de« Tonnelier« begangene Verbrechen, von dem alle französischen Zeitungen gesprochen haben, in frischem Andenken, als ein weiterer Raubmord berichtet wird, dem Toufflet, Direktor des Leihhauses, zum Opfer fallt. Die Leiche wurde erst am andern Morgen auf dem Trottoir von Eisenbahnbeamten gefunden. Am anderen Tage wurde in der Straße Dessaix ein 80jahriger Wollhändler in seinem Laden ermordet. So hört man jeden Tag von nächtlichcn Angriffen und verwegenen Einbrüchen, trotz der zahlreichen Patrouillen, welche die ganze Nacht hindurch über die Straßen ziehen. Mittlerweile beschäftigt sich der Präfect damit, alle Monumente wegzuschaffen, welche an die kaiserliche Regierung erinnern. So hat man vom Triumphbogen an dem Aixer Thore die Worte entfernt: „Ludwig Napoleon errichtet vom dankbaren Marseille." Diese Inschrift datlrte vom Jahre 1852. (K. Z.) Handelsberichte. Die allgemeine Unfall-Versicherungsbank in Leipzig veröffentlicht ihre Gcschäftsübersicht per 1. Februar d. I., wonach 40,629 Personen in 472 Etablissements bei chr versichert sind. Am 31. December vorigen Jahres waren erst 19,764 Personen in 251 Etablissements versichert, mithin hat sich die Mitgliederzahl im Monat Januar mehr als verdoppelt. Diese Ziffern liefern den sprechendsten Beweis für das wachsende Vertrauen, welches die Industrie dec Leipziger Bank ^ntge^enträgt, sowie für das vorhandene Bedürfniß der Industriellen, sich durch die Versicherung gegen die Gefahren des HaftpflichtzesetzeS zu schützen. Oesterreichische schwebende Staatsschuld. Mit Ende Januar 1872 befanden sich aus Grunv der Gesetze vom 24. December 1867 und vom 1. Juli 1868 im Umlaufe: A. Nach den von der k. k. priv. österreich. Nationalbank geführten und überprüften Vormerkungen: 1) Partial-Hvpothekar-Anweisungen fl. 37,269,732. 50 kr., 2) an zu Staatsnoten erklärten Ein- und Fünfgulden-Banknoten fl. 1,788,718. B. An aus der Mitsperre der beiden Control-Com- missionen erfolgten förmlichen Staatsnoten fl. 372,941,205., im Ganzen fl. 411,999,655. 50 kr. Wien, den 1. Februar 1872. Von der StaatSschulben-EontrolS-Commission des ReichiratheS. Frankreich. Paris 6. Febr. Der Pfarr-Vicar an der Madeleinekirche, Michaud, ver- öffentlicht einen Brief, wodurch er den Ultramontanismus als falschgläubige Secte rurückweist und eine Kirchenspaltung befürwortet. Er sagt ferner, er werde Plicster bleiben um weiter zu predigen und werde sich in Ermangelung eines ActionS- komites an andere rechtgläubige (altkatholische) Vereinigungen Europas an* schließe^ 2 Februar. Die Lage im Süden von Frankreich ist durchaus nicht beruhlgenv. In dem ganzen Landstriche von Lyon bis Bordeaux und von Nizza bis Biarritz hat das Volk mehr Aehnlichkeiten mit den Spaniern und den Italienern, als mit den Normannen, den Picarden oder Bretagnern. Und Alles dringt zu den Extremen. Die legitimistische Reaktion und der rcoolutionäre Ra- dikalismus haben eine Menge von Anhängern, die Bonapartisten sind, mit Ausnahme von Bordeaux, wenig zahlreich, und die Orlcanisten sind in sehr kleiner Minderheit. Zn den Städten wie in den Dörfern schreit man: „Es lebe Hein- reich VJ" oder „Hoch Gambetta!" und erhitzt sich für die weiße oder die rothe Fahne, aber die gemäßigte Ansicht ist in diesen Gegenden sehr schwach vertreten. Die neulichen Rundreisen von Gambetta und Cathelinau und die Demonstration, wozu sie Anlaß gegeben haben, geben Zeugniß von dem Geiste, der in Südsrank- reich herrscht. Die Maßlosigkeit und die lärmenden Drohungen der Radikalen bestärken die Royalisten in ihren rückschrittlichen Absichten und treiben sie bis zum Wunsche nach dem Despotismus; andererseits ist die Hartnäckigkeit der Legitimisten und Radikalen ein Vorwand und eine Ermuthigung. Zwischen diesem Con- flicte von übertriebenen Meinungen steht die kleine Bürgerwelt verzagt, voll Furcht vor der Republik und hält sich neutral, statt eine gewichtige Mittelpartei zu bilden. Ohne die geringste Idee von Selbstregierung scheinen sie geradezu nur auf eine Hilfe vom Himmel zu warten. Die Geistlichkeit trägt nicht wenig zur Aufregung bei, sie stellt sich mit Eifer allem Fortschritte entgegen und sieht kein Heil, als in der Rückkehr vergangener Zetten; und diese Geistlichkeit leitet die Volksschulen nicht nur auf t>?m Lande, sondern auch in den Städten. Gerade in Bezug auf den Laienunterricht ist der Streit im Süden heiß entbrannt. Eine große Zahl von Municipalräthen hat den Beschluß gefaßt, diejenigen Schulen zu unterdrücken, welche von den Schulbrüdern oder sonstigen Ordensleuten gehalten wurden, und daraus sind bereits Zwistigkeiten und Wirren ohne Zahl entstanden. Die ultramontane Presse wetteifert mit der radikalen an Heftigkeit der Sprache. Wie soll man sich auch über die Leidenschaftlichkeit der kleinen Blätter des Südens verwundern, wenn dar in Paris erscheinende „Univers" dieser Tage behauptete, es sei nöthig, ein Gesetz zu erlassen, welches alle positivistische Ansichten bekennenden eß’1 [amtnt^Äe"Vern E^ruö f8ee|ii$enU jSVve?gcn Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 60 Vs 3O/o öst. s. Lombard 86 30/0 Livomeser 39>/z 5O/o Tosoaner 61% 5% Elisabeth.-Prior. 831/» do. II. Emiss. 82 A.nletien*looee. Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 483/4 40/o bayr. Präm.-Anl. 116% Ansbacher 7 fl. 13 40/g badische Loose 1141/2 Badische fl. 35 Loose 72 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 393/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätsloose 194 1860r Loose 91 Vs 1864r „ 152 Braunschweiger 207/s Stadt Florenz 83 Vz Au» Innsbruck, 2. Febr., wird der D. Z. gemeldet: „In die bisher dunkle Duell-Affaire zwischen dem klerikalen Abg. Dipault und dem Liberalen Moriz Ritter v. Leon (Besitzer de- SchiosseS Trauttmannsvorf bei Meran) kommt jetzt Licht. Es waren in Der That politische Motive, welche den Zweikampf herbei- führten. Das Duell fand vor drei Wochen Statt; der unglückliche Leon, welcher einen tiefen Stich in die Lunge erhielt, ist dieser Tage gestorben. Es ist eine gerichtliche Untersuchung gegen Dipauli eingeleitet worden." Börsennachrichten. 6. Februar 1872. Preuss. 41/z% Oblig. 1033/8 Frankf. 3Vz% Obi. 88?/s Nass. 4i/a o/o Obi. 993/g Kurhess. 4% „ 94Vs' Gr. Hess. 50/0 Obi. 102i/z , „ 4% „ 971/4 , „ 3V,0/v n 92 Bayer. 5% „ 1003/8 „ 41/20/0 1jährige lOM/g n 40/g 1jährige 953/g Wurtemb. 41/z°/o Obi. 99% Baden 4Vz% Obi. o. E. L. 993/4 Oesterr. Silberrente 6 3% „ Papierrente 55 Vz Amerik. Bonds 1881r lOP/4 „ „ 1882r 96V, „ „ 1885r 971/z „ w 1887r 983/g Spanier, neuest. 3% 3is/s Aetlen« Frankf. Bank 142 Frankf. Vereins-Kasse 131V« Darmst. Bankaot. 480 Wien Bankactien 891 Galizien 2761/4 Oest. Creditaot. 3553/4 Amsterdam k. 8. 991/4 Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 953/4 Brüssel k. 8. 93i/4 Hamburg k. 8. 873/4 Leipzig k. 8. 1047/g London k. 3. II8V2 Lyon k. 8. 927/g Paris k. 8. 927/s Wien k. 8. 1038/a ditto m. 8. — ditto 1. 8. - Dis conto 4% Besondere Bekanntmachung. 581 ) Nach einer Benachrichtigung Großh. Districtseinnehmerei Gießen I- muß die Zahlung der Hundesteuer für 1872 in diel em Monat erfolgen. Gießen, den 5- Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- | Holzversteiaerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. Prügelholz r. m a l rc. H Stockh. t e e u Cokes Wtmme nauer- 592) 78) rr 3 kr. fr. 12 fr- und Holzart: Buchen 301 199 7900 2300 145 1 1 3 Neisholz 140 34 606 Neisholz Wellen 4270 1470 500 o 5 r 42 72 1 m m 125 102 u m 18 2 R a Buchen 21 Eichen 12 Nadel- u. Stockholz e t e 52 meinde gehörende Jagd auf die Dauer von 6 Jahren anderweit verpachtet werden- Treis a. d. Lumda, den 4. Januar 18/2. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda. B e r g h ö fer. $ IT «entstamme von 30 bis 70 Centi- Meter Durchmesser und 3 bis 10 Meter Länge, 123 Fest-Meter haltend, meistbietend versteigert weiden. Bellersheim, am 6. Februar 1872. Der Markmeister: Bopp- Noch nie -«gewesen!! Zum erstenmale in Gießen! Versteigerungen. Holzverstciqerung im Gießener Stadtwalde. Feilgebotenes. 255) Geräucherte Lachs- Forellen und Bückinge zum Roheisen empfehlen . I. A. Busch Söhne. Holsversteigenmq in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Die Zusammenkunft ist am Altentisch. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 13. Junt^1872 gestattet. Die Großherzoglichen Burgerm^stereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu taffen. Gießen, den 6. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. chlag bei Nr. 1. .or,n Eich-Isdorf, am 20. 3"auar Grobherzogliche Ob-rsvrst-r-i Eich-lsdors. Heyer. kr. fr. Eichen-Stamm von 22 Centim. Durchm. und Buchen- „ „ 35 „ „ " Elsbeer-Stämme „ 24—34 Scheidholz R 165 bikmeter; . 2) Montag den 12. Februar im District Meilbach: Scheidh. Prügelh. 54 R.-Meter 4 126,7 20,4 83,5 28 15,80 4,60 Einnähkordel, das Dutzend 5 kr. 100 Stück engl. langöhrige Nähnadeln, 12 do. goldöhrige do. 15 6 Stopfnadeln, 1 fr. 5 Stricknadeln aus reinem Stahl, 1 rr. 5 do. für Wolle, 2 fr. 100 Stück Karlsbader Stecknadeln, 2 und 12 Stück Shawlnadeln, 2 fr. 12 Stück Sicherheitsnadeln, 2 fr. 12 Dutzend Porzellanknöpfe, 4 fr. 12 Stück Perlmutterknöpfe, von 3 »is 12 Kleiderknöpfe in allen neuen Dessins, das Dtzd. von 4 bt 12 Stück Honigseife, 1 fl- 6 fr. 12 Stück Transpareutseife, 48 fr. Frisirkämme in Kautschuck, das Stuck 6 kr- Neiskämme für Kinder, das Stuck 6 fr. 12 Strange Zeichengarn, 2 fr. 4 Loth polirte Haarnadeln, 3 fr- 1 Stück (15 Ellen) wollene Litzen, 15 fr. Strumpfbänder, das Paar von 2 bis r. NB ^lugerbem habe ich eine große Parthie ^ttctereten > Sammetbänder zu herabgesetzten Preisen. Prügelholz, „ bergt. Stockholz, Wellen dergl- Neisholz, „ Vuchen-Forstreis.er, Eichen-Stämme von 14 bis 40 Zentimeter Durchmesser und 3 bis 13 Meter Länge, mit 43,78 Kubikmeter, 4 Tannen-Stämme mit 0,96 Cublkmeter, 438 Stück Eichen- und Fichten - Stangen, zu Wagner- und Grubenholz geeignet, mit 16,38 Cubikmeter. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens 9 Uhr ,m Di- strict Scheuernwald zunächst Hohensolms. Hohensolms, am 5. Februar 1872. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Dörmer, Förster. HolzverMqerunq. Mittwoch den 14. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr. , sollen im hiesigen Markwalde, District 582) Montag den 12. Februar 1872, von Vormittags 9 Uhr an, fott in dem Gießener Stadtwalde, Distnc- en Hochwari und Siuhlkops, nachverzeich- neies Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: Buchen-Scheidholz, Holzverfteigerunq. 507) In der Fürst!. Oberförsterei L'ch soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) Freitag den 9. Februar in den Districten Meilbach u. Monchwald. 306 Eichen-Stämme von 18 bis 52 Eentt- meter Durchmesser u. 2 bis 14 Meter Länge, mit 247.72 Cubikmeter Inhalt, 28 Kiefern-Stämme von 17 bis 3b CenN- meter Durchmesser u. 7 bis 17 Meter Länge, mit 19.10 Cubikmeter Inhalt; ferner: 1 Elsbeer-Stamm mit 0.48 Cubikmeter, 1 Birken- „ » 0.43 „ 17 Eichen-Stangen „ 0-b5 „ 130 Fichten Bohnenstangen mit 0.79 Cu- ^^usammenkunft jedesmal Morgens prä cis 10 Uhr auf dem Vicinalweg nach Hat tenrod an der Licher Gemarkungsgrenze. Lich, am 1. Februar 1872. Der Fürstliche Oberförster. Nadelholz , — Aspen u. Zumachsreiser — II. B a u- 554) Künftigen Montag, den 12. d.Mts., soll in dem District „Scheuernwald" und „Pfaffenstrauch" folgendes Gehölz versteigert werden: 93 R.-Meter Buchen-Scheidholz, Buchen- und Eichen-Stamm- Masken. 586) Damenkleider für Maskenbälle, sowie mehrere Herrenanzüge, bei Meyer Rothenberger, Neuenweg. 584) Ein gutes Zugpferd, Geschirr und Wagen ist zu verkaufen bei Philipp Luh, in Klein-Linden. Strickwolle in allen Farben, das Viertelpfund von 24 bis 36 kr. R-ifwoll-, das Viertelpfund 36 kr. Terueauxwolle in allen Farben, das Loth 6 bis 7 kr. Baumwolle in weiß, das Pfund von 40 bis 57 In do. in ungebleicht, das Pfund von 30 bis 45 kr. do. ungebleicht, Zollgewicht, das Pfund ju 1 fl 18 kr. Farbige Baumwolle, das Pfund von 36 kr. bis i st. " kr. Estermadura in allen Nummern, das Pfund zu 2 st. 12 Stück Elsässer Faden ohne Holz, 18 fr. 12 Stück Brockspuls, von 15 fr. bis 2 fl. Kartenzwirn, das Dutzend 6 kr. - ... 4n - Brabanter Zwirn, schwarz, l Achtelpfund von 7 bis 10 kr. bo. iveiß, „ von 8 bis 14 kr. 1 Loth Lyoner Seide, schwarz, 30 kr. 12 Str. farbige Seide, 7 kr. 1 Dtzd. leinene Stiefelnestel, 3 fr. 1 Dtzd. Kameelhaarnestel, 6 fr. 1 Dtzd. seidene Nestel, 16 kr. 1 Dtzd. wollene Corsettennestel, 18 fr. Neusilberne Fingerhüte, das Stuck 1 fr. 16 Dtzd. Hafen und Schlingen, schwarz, 3 fr. m Silber, 6 fr. für Zimmerheizung sind fortwährend in der Gasfabrik zu haben.__________________ 578) Photographie-Nahmen u. Goldleisten bei Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt. Eichen- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ 1,10 „ Dornen- „ II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 112 Eichen-Stämme mit 42,16 Cub.-Meter, 15 Eichen-Stangen „ 1,15 „ 30 Gebund Buchen- Neisholz mit 0,96 Fest- Dieter Länge, mit 0,19 Festmeter, 6,2 „ „ „ 0,60 , ^nVa^^lber^er^^^ßeruH0''^or0en§ präcis 10 Uhr, Zusammenkunft :m Holz- von L. Mack aus Darmstadt. " Das Vcrkaufslocal befindet sich ,,,, arA/ef Einhorn, Parterre rechts. 589) H-0-- H-ns»-it i-wl- d-m SÄ-*:™ ,u ri)tll ,-»»-«-» i». s- '•'» « “«* E Sm ««en, ..6er festen Preisen, feIWt. ;•** * d. Mts, und dauert nur eine »ur.e Zett. P r c is. Courant. Jaqdverpachtling. Freitag den 9. Februar, Vormitta0s 10 Uhr, soll auf dahiesi0em Rathhause die der Ge- 580) Montag den 12. Februar werden im Districte Katzenberg bei Langd nachstehende Holzsortimente versteigert r c n n t Nur im Hotel Einhorn. MALZ - PRÄPARATE Malz-Ext ract in bis jetzt unerreichter Reinheit von vorzüglichem Geschmack. mit Eisen und Chinin für Blutarme. do. Ernst Hermes. (587) 3 Abo« , täglich frische vermiethen und gleich bezieh bar. - Auf Verlange» ranr Express-Bureau Betr Ueberschutz zur Verthcilung unter die Versicherten erwarten läßt- zum Bedci Lehrlings - Gesuch Agenten vermittelt in Giej Großer Gemälde-Salon 548) Neue Anlage Lit. C. Nr. 30 sind ixf E Der Bauer von Die Die — Antwort auf die Klagen eines deutschen Joseph Bimbel Ncduci.on, Druck und Verlag der «rühl'schm Univ.-Druckeie> (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. bie Eigeiii Tracht wel Morgens 10 Uhr an Milch im Vorräthig in allen Apotheken. In Gießen bei A Stanfeiiber U 295) Ein Laden mit Logts ist zu üer= miethen. Näberes bei der Exped. d. 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Tur btt Verlag dikNkr bktr Mchhnt t l) bei solbi 2) bei I a. fii fit b. fii cit Zu d Bcira A tzkN > 3) !üt i gtwä Bcir, 4) Diese inner! 5) Sobc>! ttteich 6) J* 0 w» 7) Die D ) 3n 9) t behält In diesem und den nächsten vier Jahren kommen davon Drei und eine halbe Million Thaler reiner Ueberschuß an die Versicherten zur Verthcilung, was für dieselben im Jahre 1872 eine Dividende von 37 Prozent ergibt- Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert. Miichvcrkaus__ ”> *-***«ffiÄ2 L^L'LLLcbm-mriichervngsbink f. Oruifdilanö in Goths Programm: ^i Worth, man sieht die bayerischen Jäger gegen Turkos^im Gefecht, sowie Se. königl. Hoh. den Kronprinzen von Preußen mit seinem Generalstab. 6. August 1870. ®muGaisbcrges durch Bayern und Preußen. Der furchtbare Straßcnkampf in Weißenburg. Das Bombardement von Straßburg. Die Belagerung von Metz. Schlacht bei Sedan mit der Gefangennahme des Kaisers Napoleon, man frebt, wie Napoleon Sr. Maj. dem König von Preußen seinen Degen überreicht und sich rhm ergiebt. 2. September 1870. Auto-da-Fe aus der Zeit der spanischen Inquisition. Abgehalten zu Toledo 1486. Innere Ansicht einer Folterkammer aus der spanischen Jnquisitionszeit- Das jüngste Gericht. Eine Goldwäschcrei am Flusse Sakraments in Ealifornien. Einschiffung des Kaisers Max nach Mexiko in Miramare am 14. April 1864. KiniUrii'ihriintrcmiiltfd in neuer verbesserter Qualität, hauptsächlich RlDdWlIalllUIlgMIllUw wegen seines weniger intensiv süßlichen Geschmacks zu empfehlen. 593) Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß R unser lieber Sohn und Bruder Karl Oochstätter in Berlin » gestern in Folge eines Hirnschlages plötzlich verschieden ist. M 1 Gießen, den 7. Februar 1872. M Die trauernden Hinterbliebenen. R „________ _____ _ W Preis vin mit Brin? Post zwei ineinandergehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, per 1. April zu vermiethen. | Auf Wunsch kann noch ein Cabinet abge, ~ non Joseph Bimbel aus Mainz. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meinen Gemälde - Salon vom 3. bis 11. Februars hier erofsnet und Folgendes zur Schau gestellt habe. Der Fonds erfuhr einen Zuwachs von fast einer Million Thaler und erhob sich auf mehr als 18 Millionen Thaler- geben werden. 463) Eine Stube mit Cabinet, mit oder 574) Ein jüngeres Dienstmädchen wird zum baldigen Eintritt gesucht. Marktstraße Lit. D. Nr. 28. 561) Ein Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeiten versteht, wird auf den 25. März gegen guten Lohn gesucht- Näheres bet der Exped. d. Bltts. 348) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer Beamten - Familie von künftigen Ostern an Kost rind Logis und zugleich auch, wenn es gewünscht wird, Nachhilfe in ollen Lehrgegenständen erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. mer. — Wo schicken wir unsere Kranken _ - hm? — Der eturj des Meisters. Vater- 49) In meinem neu erbauten Hause, ländischer Roman von Georg Hiltl. (Fort- Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, setzung.) Mit Illustration ; Die könig- zweiter Stock und eine Mansarde zu verglichen Prachtbauten Berlin's, wie sie nach miethen. Dr. Weiche!, 'den Plänen von Schlüter werden sollten. TTTTTT. tt-———-------------Am Familientische: Der Weg zum Glücke ^?0^owengasie Lit. C. Nr. 1<’8 ist eine,— Antwort auf die Klagen eines deutschen große Parterre-Stube nebst Küche zu ver- Colonisten in Rußland. mieihen und bis zum 1. April zu beziehen. - - - : ----— Herr Dr. Laubenheimer wird über die Chemie der £taae Gestirne vortragen. des Hauses im M o h l zchen___________________ Cincinnati am Flusse Ohio in Amerika. Generalübcrsicht sämmtlichcr Hauptstädte, als, Paris, London, Petersburg, Berlin, Nom, Constantinopel, Wien 2C. rc. Dcr Nordpol mit dem Nordlicht; mau sieht die Grönländer auf dem Wall- fischfaug, auf der Eisbären-, Wallroß- und Seehundjagd. Tcr Schauplatz ist in dcr schulstraßc. — Eintrittspreis für Erwachsene <> fr., Kinder 3 fr. vom 6. Mai l. I. an anderweitig zu ver-j fC. r, - , , , miptFip« °61) Ein Mädchen, welches kochen kann ----:—'---------------------------------- und auch Hausarbeit zu übernehmen hätte, 462) Ein Logis von 2 Stuben und Ca- wird bei hohem Lohn auf Ostern zu miethen binet und allem Zubehör zu vermiethen. gesucht. Von wem ? sagt die Exped. d. Bltts. Seltersweg Lit. C- Nr. 2. -------—-------------------------------- Elias Meier- ■ö sä g?t"ad2.8U 1,ermie^aä^^C3|| ^e soeben erschienen- Nr. I» jf miethen ST SamiIW Der AchmMer und sein Recht. Erzähl^ ermann Eu,er, Mäusburg. 5444) Auf dem Seltersberg E. 41 ist mälde von K. Raupp. — Der Bauer von eine geräumige Familienwohnung zu ver- altem Schrot und Korn. Von Gustav Ham- miethen und Anfangs März zu beziehen. **'A" Gießen durch Buchhändler A. Nicker. Büdingen „ Ortseinnehmer Louis Hohler. Lich „ Lehrer H. K. Walz. Marburg „ OScar Ehrhardt. 451) Diese Anstalt hat sich im Jahre 1871 in aller Hinsicht sehr günstiger Ge- aiich schäftsergebnisse zu erfreuen gehabt. uuuj uiiv ^rauung Der Zugang an neuen Versicherungen war so groß, wie nächst dem Jahre 1869 sur zwer ^s-serve abgegeben in keinem anderen Geschäftsjahre seil dem Bestehen der Bank. Indem derselbe sich auf werden. Näheres zu erfragen 2957 Personen mit 6,450400 Thlr. Versicherungssumme belief, stieg, bei mäßigem Ab' bei CEr S rh tu a ii gang der Versicherungsbestand bis zum Jahresschluß auf 38,100 Personen mit _______________o W a 72,200,000 Thlr. 476) Frische Egirronter Schellfische und Cabliauen treffen heute ein. I. A. Busch Söhne. 583) Meinen Garten am Wismarer Weg bin ich Willens zu verkaufen. Frau Schwan, am alten Arresthaus. 137) Meinen, in der Nähe des Zinßer'- schen, jetzt Wenz el's Garten, am Schiffen- berger Wege, ohnweit der Oberhessiichen Eisenbahn gelegenen, mit einem Häuschen versehenen Garten, beabsichtige ich auf mehrere Jahre zu verpachten. Pachtliebhaber wollen sich an I. A. Busch Söhne oder direct an mich wenden. Verwalter Pfeil Wittwe. 591) Ein Garten im Gartfeld und ein zweithüriger eichener Kleide.schrank sind zu verkaufen. Georg Reiber's Wittwe, C. 41. H William Luex wird statt Montag den 5. Februar, Mittwoch den 7. Februar Julius Cäsar lesen. Karten zu dieser Vorlesung ä 36 kr. sind in der Exped. des Gießener Anzeigers zu haben. Anfang halb 8 Uhr Abends.