S ' % . 3 «’n- q ^lb. tai tm f S * Endung, ^ieb§caj)|ti n Dttdienf er- ™0 für beik e>" einer iM, gegen M r fber in Brief- Unachdies« Wrt« die,« -5 ch hier nid armen, daß oder sonst h >' sondern reG Erfindung uni St,, daß Ker, st, lhm zu Dan! erkennen wird, et circa 2 Frs< n allen Orten flid; wird be- unbtantwortel uiib i d->S > Frnrnde^ -.»Wyer, nzimmrr, ml- nbifl vorstehen >n gesucht und ahn wird in ahrene Köchin ich der Haus- fa b. 3- \t M 79, (ffar. K""' iisragedie w iftrf 0,0,1 a !>* tp“t t »aß Ihr Ade°d^ Kreiling, mwirtb- ftauration wist lagt di- . Autzlikon d (Schweif. »bgenutzte angekaust ranstalt. örber, ierspital. !r meine Wich )fort tintrdci Kreiling. jinbtn dauernde - iß bei lumenfelb. } ,ird zu kaufe«, iulenofen W bei der Exped- Gießmer Anzeiger. OrriS vierteljährig 1 fL 12 kr seit BringerLohn. Durch die Bost b«ogen vierteljährig 1 fl. 29 ft. M Erscheint täglich, mit ftue» nähme Sonntags. Expedition: Eanzleiberg. Bit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. _ Mr. 2Gi~ Mittwoch dkll 6. November 1872. '»Wnfhl'htnAdtt Sott tttroßonor werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Eanzleiberg B. 1, als auch bei allen Post. Bestellungen aus OCH VNlelleNer /inzelger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 kr. Amtlicher T h e i l. Gießen, am 5. November 1872. Betreffend: Die Wahlen für den XXL Landtag. Das Großhkr»«glicht Krkisamt Gieße» an die Großherzoglichm Bürgermeistereien zu Allendorf a. d. Lda., Burkhardsfelden, Eberstadt, Ettingshausen, Holzheim, Klein-Linden, Mainzlar, Nieder-Bessingen, Ober-Hörgern, Oppenrod, 'Reiskirchen, TreiS a. d. Lda., Watzenborn lind Wieseck. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 31. October 1872 binnen 3 Tagen bei Meldung von 1 fl. Strafe. v. Röder. Polit »scher T b - t i. Deutschland. Aus Oberhessen, 2. Novbr. In Voraussicht, daß unsere erste Kammer dem revidirlen ständischen Wahlgesetz ihre Zustimmung geben würde, hat die Re- gierung bereits die Vorarbeiten zu der bevorstehenden Wahl, die jedenfalls im Teccwber statlfinden wird, angeordnet. In unserer Provinz ist eine neue Ein- theilung der Wahlbezirke erforderlich, da der aus d.n 1866 an Hessen gefallenen zerstreuten kurhessischen, nassauischen und frankfurtischen GebictStheilen gebildete Wahlbezirk in Wegfall kommt und diese Orte anderen Wahlkreisen zugethetlt werden müssen. Obwohl das neue Wahlgesetz die seitherigen Beschränkungen der Wählbarkeit aufhebl, möchte sich durchaus kein Ueberfluß an geeigneten Candi- taten für die zweite Kammer ergeben, da unter den Männern, welche neben dem öffentlichen Vertrauen die erforderlichsten Eigenschaften besitzen, gar viele einer landständtschen Wirksamkeit abhold sind, weil bet der seith rigen höchst umständlichen Geschäftsordnung oder langwierigen Sitzungsperioden die Opfer, die der einzelne Abgeordnete an Zeit und Mühe bringen mußte, mit den durstigen Resultaten beö Landtags in keinem Verhältniß stand. Es muß daher die erste Aufgabe des nächsten Landtags sein — eine dahin ziclcnde Regierungsvorlage ist in Aussicht gestellt — den Geschäftsgang zu vereinfache« und die Sessionen abzukürzen, was um fo leichter möglich, als ja ein großer Theil der früheren landständischcn Bcfugnlsse durch die Reichsgesetzgebung adsorbirt worden ist. Da das indtrecte Wahivcrfahren beibehalten wurde, werden wir, wohl mit Ausnahme der con- fessionell gemischten Bezirke, eine besonders heftige und aufgeregte Wahlbewegung kaum zu erwarten haben. Indessen wird doch die Wichtigkeit der diesmaligen Wahlen in der besonderen Lage, in welcher sich unser Land gegenwärtig befindet, nach Gebühr gewürdigt und steht zu erwarten, daß, sobald die liberale Partei ihre LandSbergversammlung gehalten und die Parole ausgegeben hat, das Interesse für die Wahlhandlung überall lebendig werde. Es ist anzunehmen, daß das jetzige Ministerium sich einer Wahlbeeinflussung enthalten wird und die Herren KreiSrärhe v esesmal darauf verzichten müssen, ihren Apparat zu Gunsten ultramontaner und reactionärer Wahlen spielen zu lassen. Particularistcn, Ultramon- tane — in Mainz vielleicht auch die sog. Volkspartei — bilden diescsmal die Opposition, wahrscheinlich in süßer Vereinigung, sie werden in den gemischten oder vorwiegend katholischen Bezirken alles baransctzen, um eine Anzahl ihrer Candivaten durchzubringen. Die liberalen Wähler haben daher allen Grunv sich zu rühren, um tüchtige, unabhängige und charalterfiste Männer in die Kammer zu wählen und auch dem Ministerium kann eine freisinnige Kammermehrheit nur höchst erwünscht sein, da bei seiner jedenfalls schwierigen Stellung es ihm nicht leicht werden möchte, die eingerosteten Uebelstände zu beseitigen und mit entschiedenen Reformen vorzugchen, wenn eS darin niht durch die Volksvertretung gestützt und angespornt wird. Darmstadt, 2. Novbr. Die hessische Fortschrittspartei wird Sonntag den 10. l. MlS. in Frankfuit eine LanVeSversammlung zur Frststillung ihres den heutigen staatlichen und politischen Verhältnissen entsprechenden Programms und Be- rathung der Wahlagitation abhaltcn. Voraussichtlich wird die Versammlung zahlreich besucht werden. Für die bevorstehenden Wahlen zur evangelischen Landessynode hat der Vor- stand des ProtestantenvereinS und die Friedberger Eonferenz (eine vermittelnde kirchliche Partei) eine Eandldatcnliste vereinbart, welche voraussichtlich die große Mehrheit der Stimmen erhalten wird. Der Eompromiß ist um so freudiger zu begrüßen, als hierdurch eine der evangelischen Kirche kaum förderliche Agitation vermieden und zugleich das orthodoxe Element von der Synode ausgeschlossen wird. — Im III. Quartal 1872 sind im Gioßherzogthum Hessen katholischen Kirchen und Anstalten 14,000 fl. durch Stiftungen und Vermächtnisse zugewendet worden. Berlin, 2. Novbr. Nach den Beschlüssen des Bundesraths soll bekanntlich am 10. Januar f. I. im Gebiete des deutschen Reiches eine allgemeine Viehzählung statifinden. Die zur Ausführung derselben erforderlichen Instructionen sind jetzt vom Minister des Innern den Behörden zugestellt worden. Das Verfahren bet der Zählung schließt sich im Allgemeinen demjenigen an, welches für die Volks- zählung des Jahres 1871 vorgesehen war. Jedoch ist natürlich die Arbeit der Zähler eine weit leichtere, und es steht daher zu erwarten, daß sich solche finden werden, welche auf eine Remuneration keinen Anspruch machen. Wie man hört, begibt sich der Gcneralpostdirector Stephan in nächster Zett nach England, und zwar im Interesse der von ihm geleiteten Verkehrsanstalt, die er auch, wie verlautet, für den überseeischen Verkehr dem Publikum möglichst nutz- und dienstbar machen will. Berlin, 3. Novbr. Auf eine Anfrage Bancroft's an das hiesige auswärtige Amt, betreffend die Kosten und Auslagen der vtiffeitigen Regierung tn der SchicdSsprachfrage, erging gestern die Antwort an die amerikanische Gesandtschaft, worin unter Dank für das Anerbieten der Rückerstattung erklärt wurde, daß diesseits keine Kosten oder Auslagen zu llquidiren sind. Berlin, 4. Novbr. Verschiedene Blatter berichten von einem Widerstande, welchen bas Gesetz über die Eivilehe im Cabinettt des Königs finde. Das Gesetz, welches den Titel „Gesetzentwurf, betreffend die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung", führen soll, ist jedoch noch gar nicht dorthin gelangt, sondern erst in diesen Tagen unter die einzelnen Minister Ressorts vertheilt. Das Ministerschiff „Die Palme", der Basler MissionSg-sellfchaft gehörig, war während des beutsch.französtschen Krieges von einem französischen Kriegsschiff gekapert worden, und das Gericht von Bordeaux hatte diesen Fang gut geh ißen, weil das Missionsschiff unter deutscher Flagge segelte. Allein der französische Staatsrath hat diesen Beschluß für null und nichtig erklärt, da die Missivnsge- scllschaft ihr Schiff nur wegen ihrer Verbindungen mit oen MissionS - Anstalten unterhalte. Dieser erfreuliche B schloß erspart der Basler MissionSgesellschaft einen Verlust von über 100,000 Francs. Die Agitation der deutschen NordfchleSwiger gegen den Art. V. des Prager Friedens hat bet der dänischen Bevölkerung dieses Grcuzdistrictks große Aufregung hervorgerufcn. Das Organ der letzteren, das HaderSlebener „Danevirke", droht den deutschen Staatsbürg.rn mit einem Kaufstrike ihrer bäuerlichen Kunden. Gleichzeitig setzt die Kopenhagener Presse ihre Bekämpfung der eventuellen deutschen Garantieforderungen zu Gunsten der eventuell mit abzutrctenden deutschen Norv- schleswiger fort. Wie weit die Erbitterung dieser Organe gediehen ist, ergiebt sich z. B. daraus, daß „Fävrelandet" meint, wenn in der Zett von 1850- 54 eine Unterdrückung und ein Sprachzwang stattfanden, sic gegen die Dänen ausgeübt wurden. Das andere tonangebende Organ der dänischen Nationalyartei „Dag- bladet", beschäftigt sich nach wie vor in besonders gehässigem Geiste mit den socialen Verhältnissen der deutschen Hauptstadt und hat sogar zu einem schadenfrohen Artikel Über den lütttcher Scanval den Raum gefunden. Kassel, 4. Novbr. Die (bereits telegraphisch gemeldete) Entgleisung, welche gestern auf der Strecke Warburg-Ltebenau der Hessischen Nordbahn vorgekommen, gehört zu den bedauerlichsten Eisenbahn-Unfällen, die man seit den letzten Jahren zu beklagen hat. Auf telegraphische Anfrage gehen uns heute Abend von Ort und Stelle folgende Details zu: „Kaum hatte der letzte Perfonenzug, der fahrplanmäßig um 8 Uhr Abends von Warburg abfährt und um 9*/2 Uhr tn Kassel eintreffen soll, die Station Warburg verlassen und in schnellem Laufe den sog. Dtemelsdamm erreicht, als die Locomotive aus einer zur Stunde noch nicht aufgeklärten Ursache entgleiste uud mit Tender, Packwagen und fast sämmtlichen Per- sonenwagen — nur zwei Wagen 4ter Claffe blieben im Geleise — den Abhang htnunterstürzte. Der Locomotivfühicr ist von kochendem Wasser und glühenden ls n 6' u ü ,a rd r» l- ? oe '« Kohlen gänzlich verbrannt und bereits verschieden; der Hetzer lebt noch^ wird jedoch seinen Wunden jedenfalls erliegen. Der Zugführer ist am Arme und am Kopfe stark verletzt, desgleichen haben die Schaffner und meisten Bremser schwere Verletzungen davongetragen. Von den Passagieren sind vier getödtet und wohl vierzig mehr oder minder erheblich verletzt worden. Unter den Todten befindet sich ein Rekrut, der gräßlich verstümmelt unter den Wagentrümmern hervorgezogen wurde. Die Maschine und die meisten Wagen sind gänzlich zerstört; die letzteren bilden nur noch einen Trümmerhaufen. Die bereits eingeleitete gerichtliche Untersuchung wird die Ursache des furchtbaren Unfalls jedenfalls constatirend nachweisen, ob der bauliche Zustand der von der Westfälischen Bahn gebauten, aber von der Hessischen Nordbahn verwalteten Bahnstrecke, welche von dem Fahrpersonal nur die „Unglückstour" genannt wird, in der That ein betriebsgefährlicher genannt werden kann. Die königl. Eisenbahn-Dtrection hat sofort das Nothige angeordnet, um eine Verkehrsstockung ;u vermeiden. Aus dem Rheingan, 30. Oct. Der „D. Reichszg." schreibt man: In diesen Tagen haben zwei Jesuitenpaters Marienthal verlassen, um in Amerika verwendet zu werden. Vor der Hand eignen sie sich noch in England die nothige Sprachkenntniß an. Der dritte Pater, Thewalt, ein geborener Nassauer, wird es auf Anwendung von Gewalt ankommen lassen. Er sagt, er habe nicht das nöthige Fahrgeld und wird wahrscheinlich per Schub weiter expedirt werden. Aus Westphalen wird der „Spen. Ztg." geschrieben: Der „Mainzer Ka- tholikenverein" hat nun auch hier seine Werbeplätze aufgeschlagen. Wie am Rhein, so ist e- auch hier vorzugsweise der Adel, welcher in Gemeinschaft mit dem Cle- rus die große Werbetrommel führt. An der Spitze der Agitation stehen die edlen Geschlechter derer v. Kettler, v. Galen, Schmiesing- Kerffenbrock, Droste- Dischering, v. Schorlemer-Landsberg und wie die stolzen Namen alle heißen mögen. Auch Rheinlands „O'Connell" scheint zu Gastrollen eingeladen. Alle diese Versammlungen tragen den gleichen staatsfeindlichen, offen antipreußischen Charakter, nur daß bei unseren etwas schwerfälligen Westphalen die Farben noch etwas dichter aufgetragen, die Hetzmittel noch etwas drastischer gewählt werden müssen. München. Die Warnung des Ministeriums des Innern gegen das Treiben der sogenannten Dachauer Banken wird allgemein als ein Anzeichen betrachtet, daß der Krach vor der Thür steht, und in der That mußte die Coucurrenz, welche diese Schwindelunternehmen einander bereiteten, zum rascheren Gange des 93er- wesungsproceffes führen. So lange sich das Hauptuuternehmen dieser Art ohne kleinere Nebenbuhler bewegte, war es mit einem Scheine des Geheimnisses umflossen, welches bei richtiger Behandlung des dümmsten TheileS des Publikums eine gewisse Kraft gegen die warnenden Stimmen der Obrigkeit wie der öffentlichen Presse bewies. Jetzt zeigen die plumperen wiederholten Nachahmungen, wie einfach die ganze Sache ist, und in so fern hat wirklich die Auswucherung des Unheils auch seine gute Sette gehabt. Daß dies Treiben so um sich greifen und ein Stück öffentliches Leben werden konnte, ist für München bezeichnend. W e tief das Gift in den Kreisen der kleineren Angestellten, Dienstboten und Tage, löhner gefressen, wird sich erst beim Zusammenstürze zeigen, aber in Hunderten von Familien, selbst bei langjährigem Dienstpersonale, sind Warnungen und Vor- stellungen ganz vergeblich gewesen. Die Habsucht und Gier nach mühelosem Gewinn hat unwiderstehlich die sauren Ersparnisse von Jahren den Dachauer Banken zugeführt. Eine ganz besonders widerliche Erscheinung bietet jedoch das platte Land, von dem aus die größeren Summen diesen „Volksbanken" zugetragen worden sind. Wohlangesessene Bauern nahmen Capttalien auf ihre bis dahin schuldenfreien Grundstücke auf, um die Gelber unmittelbar bei den Dachauern anzulegen. Wenn die kleineren Leute Versuchungen unterlagen, ihre verhältniß- mäßige Armuth aufzubeffern, so ist eine solche Entschuldigung für diese Art von Geldgeschäften nicht mehr am Platze. Uebrigens ist die gedachte Warnung nicht die erste, welche von den Behörden ausgeht, nur hat sie diese« Mal die Gestalt einer allgemeinen Maßregel angenommen, wahrscheinlich weil man sich von der Größe und Dringlichkeit der Gefahr jetzt vollständig überzeugt hat. Von Zeit zu Zeit sind darüber Klagen laut geworden, daß von Seiten der Staats-Anwalt- schäft nicht gegen das ganze Treiben eingeschritten worben ist. Aber wiederholte Besprechungen haben ergeben, daß nach dem Grundsätze volentibus non tit injuria ein gerichtliches Einschreiten resultatlos gewesen wäre. Wie sich die Gesammtheit der Operation bei dem bevorstehenden Kehraus unter dem strafrechtlichen Gesichts, punkte stellen wird, ist freilich eine andere Frage. Oesterreich. Wien. Die „Neue Freie Presse" schreibt: „In dem EhrcnbeleidigungS- Proceffe, welchen der gewesene Seelsorger der hiesigen Altkatholiken-Gemeinbe, Alois Anton, gegen den Pfarrer von BiedermannSborf, A. Scherner, anstrengte, wurde der Beklagte von den Geschwornen schuldig gesprochen und über ihn eine etnmonatliche Arreststrafe verhängt. Der Derurtheilte ist aber vom Kaiser begnadigt worden, und die Umstände, unter welchen diese Begnadigung geschehen ist, haben nicht verfehlt, ein gewisses Aufsehen zu erregen. Der kaiserliche Gnadenact ist erfolgt, ohne baß der Derurtheilte den ordentlichen Weg durch Überreichung eines Gnadengesuches beim Landgerichte beschritten hätte; weder die Gerichte, noch der Justizmintster waren demnach in der Lage, sich über diesen Gnabenact zu äußern, und die Begnadigung Scherner'S wurde durch kaiserliches Handbtllet ohne vor- ausgegangene Anhörung des Justizministers verfügt. Die Legalität des Gnaden- actes ist zwar nicht anzuzweifeln, sobald bas kaiserliche Handbillet von dem Justizminisier contrasignirt ist; allein daß die Meinung desselben nicht früher gehört wurde, ist sehr geeignet, diesem Falle eine Qualifikation zu geben, deren Herbheit nur wenig dadurch gemindert wird, daß der Fall nicht ohne Präcedenz ist, indem auch die Begnadigung des Bischofs Rubigier nach seiner Verurtheilung burch das Linzer Geschwornengertcht unter dem Bürger-Ministertum in gleicher Weise ohne frühere Anhörung beS Ministers erfolgte. Daß diese auffällige Form der Procedur damals wie heute zu Gunsten von Vorkämpfern des UltramontaniSwuS gewählt worden ist, verleiht dem jüngsten Acte kaiserlicher Gnade, der, wir wiederholen es, formet unantastbar ist, eben auch ein specififches Gepräge." Wien, 4. Novbr. Heute ist Hierselbst der erste Cholerafall vorgekommen. Schweiz. Bern, 5. Novbr. Die Regierung des Cantons Solothurn hat die von dem Basler Bischöfe verfügte Absetzung des altkatholischen Pfarrers Gschwind vom Pfarramte zu Starrkirch für ungültig erklärt. Die Bevölkerung brachte dem Pfarrer Ovationen. Frankreich. 3» Frankreich ist man dieser Tage wieder einmal daran erinnert worden, daß es mit der Besserung verrotteter Zustände in der mil.tärischen Verwaltung doch mcht so im Sturmschritt vorwärts geht, wie die Heißsporne der Revanche sich dies gern träumen lassen. Der an sich kleine aber als Charakteristicon der noch bestehenden Zustände doch sehr bemerkenSverthe Vorfall selbst ist unseren Lesern bekannt, etwa 90 französische Soldaten kamen auf dem Bahnhofe in ChalonS an, ohne bestimmte Ordre, unter der Führung eines einzigen Sergeanten, verirrten sich zum Theil auf das der deutschen Occupation unterstellte Tarrain, wo oie Betreffenden entwaffnet und bis zum andern Morgen in Verwahr gehalten wurden. Der Sergeant nun, welcher die mitten in der Nacht ohne Anweisung auf ein Lager auf den Perron des Bahnhofs ausgesetzten Leute nicht innerhalb der Grenzen des Bahnhofs zu halten wußte, ist natürlich, bestraft worden; aber, fragt der „Temps", welche Verantwortlichkeit stand denn hinter der dieses UnterofficierS? werden wir endlich erfahren, daß die Intendanz, welche so Viele zu controliren haben will, auch selbst von Jemand controlirt wird, sowohl in ihrer Rccrutirung als in der Erfüllung ihrer Aufgabe; wird man sich nicht endlich entschließen, die Hand an eine Reform des Generalstabs zu legen? Und damit man nicht glaube, baß er zu viel Aufhebens von einem einzelnen Vorfälle mache, erinnert der „TempS" weiter an einige andere charakteristische Vorfälle ähnlicher Art, an die Jäger, welche von Paris nach Cherbourg über Rennes geschickt wurden; an jenes Detachement der Pariser Armee, welches einen ganzen Tag brauchte, um von einem Punkte der Hauptstadt nach einem andern zu kommen und Gefahr lief, unterwegs über Nacht bleiben zu müssen. Viel Hoffnung auf Besserung dieser Dinge aber hat wenigstens das „Siecle" nicht, welches vielmehr eine Besprechung derselben mit den Sätzen schließt: „So oft etwas Derartiges passirt, wird man aufgeregt, das Publikum spottet oder geräth in Entrüstung und der Ministerrath beschäftigt sich einen Tag lang damit; dann fällt Alles wieder ins alte Geleise zurück, die Sache ist abgemacht, bis ein neuer noch ernsterer Vorfall wieder daran erinnert, aber nur, um uns dann abermals noch tiefer wieder darüber etnschlafen zu lassen." In Frankreich scheint die gereizte Stimmung, welche sich au« Anlaß der Vorfälle in Safere und ChalonS kunbgiebt, im Steigen zu sein. Man glaubt aus der Sprache der bonapartistischen Blätter schließen zu dürfen, daß die kaiserlichen Generale, die noch immer an der Spitze der Armee stehen, im Heere selbst einen Rückhalt haben; andererseits will man auch das Auftreten des Kriegsministers de Cissey aus einer Hinneigung zu den imperialistischen Elementen der Armee erklären. Ein Vorfall, der sich erst kürzlich ereignete, trägt viel dazu bet, diese Ansicht zu bestärken. Unter den nach dem Ausbruch des Krieges abgeschlossenen Verträgen des Kaiserreichs nämlich, die von dem Herzog v. Audiffret- Pasquier in so scharfen Ausdrücken gedrandmarkt wurden, hatte sich auch eine Rechnung des Lieferanten Chollet befunden, die von der Kammer fast einstimmig für betrügerisch erklärt wurde; trotz dieses Kammerbeschlusses ließ der Kriegs- Minister auf das Gutachten zweier bonapartistischer Advocaten hin die Rechnung des Lieferanten der vollen Ziffer nach ausbezahlen. Dieser eigenmächtige Vorgang, der bis jetzt noch nicht aufgeklärt ist, dürfte sowohl die „republikanischen" Gesinnungen des Kriegsministers, als auch die des Präsidenten selbst, der hinter ihm steht, in einem ganz eigenthümlichen Lichte erscheinen lassen. Paris, 2. Novbr. Die Räumung des Marne-Departemens seitens der deutschen Truppen hat begonnen. Epernay, das erst am 3. November frei wer- Cen sollte, ist aus Gesundheitsrücksichten schon gestern geräumt worden, da der Typhus in der Garnison auSzubrechen drohte. Nach der osficiellen Marschordre, welche die in der Marne cantonirende 6. deutsche Division bei ihrem Rückmarsch zu befolgen hat, wird DormanS am 3. geräumt. Am 4. werden Mourmelon, Ay, Spanne und Pierry verlassen. An demselben Tage wird der größte Theil der Truppen, die sich in Reims und Ditry-le-francois befinden, aus diesen Städten abziehen. In Vitry wird die Räumung am 5. November beendet sein, in Reims am 6. Die Garnison von St.-Memmie und der größte Theil derjenigen von ChalonS treten ihren Marsch am 4. an; ChalonS wird erst am 8. vollständig geräumt fein. Paris, 5 November. Die „Agence Havas" bestätigt, daß es in der Absicht der Regierung liege, im Laufe der Woche an Deutschland 200 Millionen auf die Kriegsentschädigung und vor Jahresschluß den Rest der drei ersten Milliarden zu zahlen. Außerdem seien zur Zahlung der vierten Milliarde im Staatsschätze 600 Millionen disponibel. Italien. Die „Opinione" giebt folgendes Bild von der schrecklichen Wassernoth, die über die nördlichen Provinzen Italiens hereingebrochen ist: ^Das Land muß die Größe des durch die Ueberschwemmungen hereingebrochenen Unglückes erfahren, wir möchten beinahe sagen, damit es sich auf die Kunde von noch größerem Unglücke gefaßt mache, denn die Nachrichten aus den Provinzen Mantua und Ferrara lassen noch ärgeres Unheil befürchten. Diese beiden Provinzen haben so ungeheuren Schaden erlitten, daß im Vergleiche mit ihnen die Verluste anderer Provinzen, obgleich viele Familien gänzlich rutnirt sind, geringfügig erscheinen. Die Ueberschwemmung bedeckt einige Hundert Quadratkilometer. Fruchtbare Länderstrecken sind verwüstet, Städte und Dörfer zerstört und eine Bevölkerung von vielen Tausend Seelen in Schrecken und Verzweiflung zur Flucht genöthigt. Die meisten Häuser sind schon eingestürzt, die destgebauten widerstehen noch, aber auch sie müssen fallen, wenn das Wasser nicht bald Abzug findet; von den höchsten Gebäuden steht man fast nur noch die Dächer. Wir glauben, daß in diesem Jahrhundert keine so schreckliche Ueberschwemmung vorgekommen ist. Die von 1801, 1810 und 1839 waren auch furchtbar; im Jahre 1810 waren nicht weniger als 40 Dammbrüche zu beklagen, aber die Ueberschwemmung bedeckte keinen so großen Flächenraum und konnte keinen so großen Schaden anrichten, weil die Bevölkerung damals nicht so dicht, die Städte und Dörfer nicht so zahlreich und der Ertrag deö Landes noch nicht so bedeutend war, wie jetzt. Casalmaggtore und Ostiglia schweben in der größten Gefahr, die ganze Bevölkerung arbeitet mit aller Kraft dem feindlichen Elemente entgegen, man reißt Häuser ein, um Baumaterial gegen die Wasserfluten zu beschaffen, man fürchtet aber, daß alles Menschenwerk sich gegen die Gewalt des Stromes zu schwach erweisen wird. Wenn der Po bet Casalmaggiore einbrtcht, so werden wieder 14 Kilometer über- schwemmt und reiche und blühende Städte aus lange Zeit rutnirt; noch größer laber wird das Unglück sein, wenn der Einbruch bei Ostiglia stattfindet, denn dann j I WeeBuel k. Oberhessen 79 I Äinerik. Bonds d 1864r 162 «5 Allgemeiner Anzeiger 5158) lS empfiehlt tn t sollen Regenschirme und Gummischuhe bei J. Köhler. (5162) unserem Büreau versteigert werden, wozu 1882r 963/s 1885r 973/8 1887r 971/2 v'rb mau lmKrnath 925/a 1095/8 1091/8 1083/« .r s ia Dtr Milliollta jniUiatttn 98V« 100 10474 175i/8 931/4 87 ,, V I- Bersteigerungen. Bekanntmachung. tn ill ta r- ld dtt daran einslhlaftll Amsterdam Augabarg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto üisconto 1 y i u Aetien. Frankf. Bank 146 Frankf. Vereins-Kasse 166 Darmat. Bankaet. 529 V2 Wien Bankaktien 1089 Gest. Oreditaot. 364 Galizien 247 Llllatz der an glaubt dir kaiser« >tkre selbst AckgSmi- n der Ar- dazu bei, gei abge« Audiffttt- auch eine tinstiolwig !kr KliegS' 1 Rechnung hlige Vor- lifanifatn" der Hinter Donnerstag den 7. Novbr, Vormittags 10 Uhr, die als gefunden bei uns abgegebenen und weder von den Findern, noch von den Eigenthümern abgeholten Gegenstände, namentlich ca. 100 Schlüssel, alte Kleidungsstücke, Ketten, Portemonnaies, eine Mistgabel und Stöcke rc. an den Meistbietenden auf 5161) Rahmen- und Schürzen-Leinen für Eigarrenfabrikanten empfiehlt billigst Friedr. Emil Loos. Willen (rrutirung llt6tn, die N glaube, «Teaip-- -•e 3agkr, fl“ jenes ' um von W» lief, ünd bitfit tütni drr r jiti ton- n, da der ^arschordre, Rückmarsch Kouruulon, kößte Theil en Städttu , in Reims nigen voa vollständig Fetlgebotenes. Erbsenmehl, Bohnenmehl, Linsenmehl Emil Fischbach, Selters weg. Anode von । Provinjen »ridtll W 1 ihatll dir inD, gtk'°S' gekauft. Der Verkehr in Bankeffecten ließ so recht deutlich erkennen, daß die Grundstimmung unseres Platzes der Hausse zugeneigt ist und daß nur die Haltung Berlins und namentlich Wien« der Hemmschuh ist, welcher dieselbe an energischem Auftreten hindert. Am stärksten wurden heute Darmstädter umgesetzt, für welche beträchtliche Kaufaufträge aus Berlin Vorlagen, in Folge dessen der Cours um mehrere Gulden in die Hohe ging. Oesterr. Nationalbank, die gestern Abend ca. 4 fl. gestiegen war, büßte diese Avance wieder ein, hielt sich aber dann wieder fest bei 1085. Außer Darmstädter waren wieder Brüsseler, Antwerpener uud BaSler bei höheren Preisen begehrt, während das Geschäft in hiesigen Banken weniger bedeutend war. 3n österr. Gisenbahn-Actlen entwickelte sich gute Frage fast für alle Gattungen und die Preise zogen in Folge dessen an. Von Prioritäten wurden lombardische vielfach zurückgekaust, nachdem daS Gerücht von Creirung einer neuen Prioritäts-Anleihe definitiv dementirt erscheint. Meininger Präm'enpfandbriefe und schwedische Pfandbriefe in Pöstchen aus den Markt genommen. Oesterr. Loose von 1860 etwas billiger. Oesterr. Rente fest. Für die in diesen Tagen durch Gebr. Sulzbach an den Markt gelangenden garantirten russischen Eisenbahn Aktien (Tula-WjaSma) herrscht eine gute Stimmung und hält man den Preis von 87i/2 für steigerunggfähig. würden 40 Kilometer mit der Provinzialhauptstadt Ravigo überschwemmt, welche am tiefsten unter dem Niveau des Po lügt. Die Furcht und Angst der Be- völkerung, welche im Geiste ihre Felder schon überschwemmt, ihre Häuser zerstört und sich selbst der Flucht und dem Elende Preis gegeben sieht, ist unbeschreiblich. Doch hat das Unglück auch seine tröstliche Seite. Selten hat sich das Pflichtgefühl so lebendig, stark und tief und mächtig gezeigt, wie in diesen Tagen. Alles wetteifert an Eifer und Hingebung. Das Beispiel der Staats-, Wafferund Wegebau-Ingenieure reifet Alle mit sich fort, Taz und Nacht wird unermüb- lich an der Ausbesserung schadhafter Stellen an den alten Dämmen und an neuen Nothdämmen mit aller Kraft gebaut. Keine Unordnung, alle Beamten an ihrem Platze, die Präfecten und andere Provinzial- und Communalbeamten unermüdlich, die Soldaten unvergleichlich in ihrer Hingebung und Todesverachtung. Die vom Unglück noch nicht heimgesuchten Gemeinden unterstützen die Flüchtigen aus dem überschwemmten Lande freigebig, nchmen sie bet sich auf, theilen ihre Kleider und Lebensmittel mit ihnen, obgleich sie selbst mit Glücksgütern nicht reich gesegnet sind. Auch die Heeres- und Flottenverwaltung giebt von ihren Borräthen so viel, als sie kann; aber die Noth wird von Tag zu Tag größer, und man berechnet, dah täglich 200,000 Franken für Unterstützungen und Arbeitslöhne ver- ausgabt werden. Die verschiedenen Ministerien (Finanzen, Inneres und öffentliche Arbeiten) haben bereits ihre Verfügungen getroffen, aber man wird das Parlament um einen außerordentlichen Credit beanspruchen müssen. England. London, 3. NovSr. Zu Gunsten der Freilassung der gefangenen Fenier fand heute im Hyde-Park eine große Demonstration statt, die jedoch ohne alle Störung und jedes Einschreiten der Polizei verlief. — Eine der in New-Jork aufgetretenen ähnliche Epidemie unter den Pferden ist in Devonshtre ausgebrochen. London, 5. November. Auf Antrag des Ministers für öffentliche Bauten sind die bei dem am Sonntage im Hydepark zu Gunsten der Fenier abgehaltenen Meeting als Redner ausgetretenen Personen>egenVerletzung der Parkacte vor das Polizeigericht geladen worden. I- ? ■ oe ,')d ' L Steigliebhaber, insbesondere die Herren Schlossermeister wegen den Schlüsseln, hiermit eingeladen werden. Gießen, den 7. November 1872. Großherzogliche Polizei-Verwaltung Gießen. Nover. k. 8. 105 k. 8. 1186/b 8. 8. 8. 8. k. 8. k. 8. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 5. November. Lediglich festeren Berliner Notirnngen ist es zuzuschreiben, wenn unfere Börse heute aus der anfänglich beobachteten Reserve herauStrat und besserer Tendenz Raum gewährte, so daß die Course der SveculationSeffecten im Verlaus deS Geschäfts sid) zu bessern vermochten. Am beliebtesten waren Lombarden und wurden selbe bei 2211/2 umfangreich Etwas Neues! 5140) In Erwiderung auf die Anzeige des gebr. Java-Caffees von I. M. S ch ul- V Hof, unter Protection der Firma Zuntz, diene einem verehrten Publikum Folgendes: iB Vor mehreren Jahren kam Herr Zuntz so», in unser, damals als Gebr. Wenzel bestehendes Geschäft, welches, nebenbei bemerkt, auch ohne den Java-Caffee sich schon i eines guten Zuspruchs erfreute. Der Verkauf wäre in unserem, dem günstigst gelegen- - ■ sten Locale der Stadt, nicht zu Stande gekommen, wenn ich nicht aus angeborener Gut- müthigkeit und Gründlichkeit dem alten Herrn eine Chance hätte gegeben. Der Caffee wurde probiret und durch Einreden meinerseits angenommen. Der Abgang war nur mittelmäßig, bis Andere aufmerksam darauf wurden und den Verkauf auch haben wollten; aber durch feste Conditionen meinerseits abfuhren. Es wurde mir dieses gemeldet und ich glaubte nun dem Hause schuldig zu sein, den Verkauf besser zu betreiben und ließ eine von meinen Annoncen vom Stapel laufen, die nun Wunder that- Der Vorrath war schnell vergriffen und wie bekannt, wurde ich durch Ehicane und Fehler Anderer auf den Sand gesetzt. Ja, Herr Zuntz jun. wagte mir zu verbieten, meine beliebten Annoncen ohne seine gnädige Consens erscheinen zu lassen. Wer mich kennt, der weiß, was nun geschah. Und offen bekenne ich jetzt noch, j| daß der Caffee gut ist, aber es giebt auch noch besseren. Hatte mich doch schon lange die unschuldige Critic: Der Caffee sei lackirt, geärgert (die reine Wahrheit), so daß ich mit Vergnügen die Gelegenheit ergriff, mich mit einem besser liefernden Hause in Ver- bindung zu setzen und auch sofort in meiner raschen Weise ausführte. Ich habe mich ,, durch den raschen Ersatz eines besseren und feineren Caffees eines solchen Abgangs zu erfreuen, wie mir in anderen Artikeln noch nicht widerfahren ist. k. 8. k. 8. m. 8. I. 8. 5°/o Aetlenu 5% öatr. F. 8t. E. B. 3621/, Lombard. Bahn 2221/, Ludwigsh.-Bexbaoh 200’/, Maxbahn 1437/a Bayer. Oatbahn 134 ‘/4 Rhein-Nahebahn-Aci. 563/4 Hess. Lndwigsb.-Aet 182 Spanier, neuest. 3°/q 29i/6 “ " ' 1881r 983/4 Zeit kostenfrei im Stande. Vollständiger gründlicher Unterricht gratis. /4 Badische fl. 35 Loose 7O’/2 Oeslr. fl. 250 v. 1854 93 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 96 5167) Aechte englische Gummischuhe bei ________________Pb- Schlatter. 5160) Holläudische Häringe und Sardellen empfiehlt Carl Hoffmann. 5156) In Anklagesachen gegen den Post- — anwärterRud 0 l p h M i tsch er von Enkirch, 5169) Prima - Stearinlichter, Thee zuletzt wohnhaft in Schlitz, wegen Verbrechen und Chocolade bei VH. Schlatter.— die Provinz Oberhesse^in öffentlicher Sitzung Herde und Desen ”Om„ba8 der" Angeklagtt Rudolph Mlt- in den verschiedensten,Sorten. NENtlich ch er, 23 Jahre alt. von Enkirch, Kreises die sich so sehr bewahrenden, tn leder Be- Zell in Rheinpreußen, zuletzt Kaiser- ziehung ausgezeichneten, licher Postanwärter in Schlitz, wegen Regulir - Full - Oese» Verbrechen im Amte und Urkunden- >4RßCh ** einnfieblt G. D. Bavst. fälschung in eine Zuchthausstrafe von ^9)------empsieyu w» *0 3 Jahren, sowie in die auf 48 fl. 16‘/2 kr. ■•<611 Oll liquidirten Kosten des Verfahrens und lV.B_«ai , zum Verlust der bürgerlichen Ehren- (Italien* fltßc Ka^tttNteN) rechte auf die Dauer von vier Jahren , f zu verurtheilen sei." empfehlen V. R. W. r 5105) I. A. Busch Sohne. In Gemäßheit des Art. 402 der Straf- —-----------——- — proceß-Ordnung wird dieses Urthetl hiermit 7tz3) Photographte-Nay- zur öffentlichen Kenntniß gebracht. bei Gießen, am 4. November 1872. MSN UNd QfOlOUqten oei Der Oberstaatsanwalt W t l h. Balser. am Großherzogltchen Hosgericht der Provinz Einrah.N-N V0N ___________Maurer^__Bildern wird schnell lind billigst besorgt. 3140) Eine Partie Gummi- sctiuke wird zum Einkaufspreise abgegeben. F. Berg, Mausburg. 1876) Thürschoncr in Crystall und Por- zeüan bei Wily. Balser. Birsennachrlchten. 5. November 1872. Preuss. 41/z O/o Oblif. 103 Frankf. 31/3% Obi. 861,2 Nass. 41/8% Obi. 997/8 Kurhess. 4% „ 94i/fl Gr. Hess. 5% Obi. — , n <% n 981/. n „ 31/8% , - Bayer. 50/0 , 100?/8 W 41/3 0/0 1jährige 1001/g w 4O/o 1jährige 93 Wiirtemb. 4%% Obi. 995/s Baden 4i/ao/o Obi. 0. E. L. 983/g Oesterr. Silberrente 65a/e Papierrente 615/8 EtMS be- Bonn, den 1. November 1872. A. Zuntz fel. Wittwe. stets W W. Diehl alsbald an- selbstständige oo II. III. GermlelhulMii Rrd-c«-n, Druck und Serios der Brützllchen llntv^Druckerei (Fr. Ebi Ptetsch) in Sich-r. empfiehlt (5170) Emil Fischbach, Seltersweg. 52 .. I. M. Schulhof, Marktstraße. . 3 . 4 . 5 . 6 keine 5123) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Carl Lony. 5029) In eine hiesige Restauration wird em Kellner gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 5149) Eine Wittwe mittleren Alters, aus guter Familie, die in allen Zweigen des Haushaltes, sowie in weiblichen Handarbeiten, gründlich Erfahrung besitzt, sucht sofort passende Stellung. Näheres Kreuz Bezugnehmend auf obige Annonce erlaube ich mir mein Lager in frischem Caffee von A. Zuntz fei. Wittwe bestens zu empfehlen. I. Qualität per Pfund 56 kr., i 5134) Zwer gut möblirte Zimmer mit ;@abmeten zu vermiethen. Wolkengasse Lit >C- Nr. 90. 4893) Gegen guten Lohn wird in • eine größere Stadt eine erfahrene Köchin gesucht, welche sich zugleich der Haus- i arbeit unterzieht. Eintritt den 15. December d. I. I Näher es Universitätsstraße Lit. E. 79, I Parterre. 5128) Ein Zapfjunge für meine Wirth- schaft in der Caserne kann sofort einrreten. ______________Philipp Kreiling. 5137) Ein in bester Lage Giestens gelegenes Kans, rn welchem seit einer Reihe von Jahren ein Ladengeschäft, welches kein großes Capital erfordert, mit gutem Erfolg betrieben wird, ist mit einer Anzahlung von 3000 Gulden und sonst günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. In Auftrag: I. Rothenberger, Lindenplatz. Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt. Die Anstalt übernimmt: von den Agenten der Anstalt: 51. L. Balser, Buchbinder in Gießen, W- Blum, Lehrer in Groß-Buseck, A. Fohrer, Kaufmann in Wetzlar, Fr. Eberhard, Kaufmann in Marburg. I, I. Seippel, Partikulier in Butzbach. C. Dolp, Gemeinde-Rechner in Lich. 5002) Zur bevorstehenden Wintersaison empfehle alle Sorten Jacken, Flanellhemden, Unterhosen, Shawls, Cachenez, Tücher, gestrickte Strümpfe, Socken, sowie eine große Auswahl in Wollengarn. Gleichzeitig mache ich auf mein wohlaffortirtes Kurzwaareu- Lager aufmerksam.S. Katze nstein, Neustadt. 5139) Ein gutes Tafel- c la vier steht zu vermie- then. Wo? sagt die Erped d. Bltts. 5124) Den Verkauf meines gebrannten Jaia-Caffees für Gießen und Umgegend, welchen bisher die Herren Gebr. Wenzel sorgten, habe ich mit dem heutigen Tage Herrn J. M. Schulhof, Marktstraße, übertragen. i Gesangverein Harmonie. Sonntag den 10. November, Abends 7i/2 Uhr: Abend Unterhaltung im Saale zum Prinz Carl. Karten ä 30 kr. sind bei den Herren B. Schwan und K. Kranz zu ^ben.Der Vorstand. II» 16 »<<>.*« 3932) Mänsburq Lit. D. Nr. 9, empfiehlt sein reichhaltiges Lager in wollenen Hemden, seidenen, wollenen und baumwollc rn Unterjacken und Unterhosen, Socken und Leibbinden sowie Leinen, und Shirting-Hemden, leinenen Kragen in allen Halsweiten, Hemden, Einsätzen- ChemisettS, Manschetten, allen Arten Halsbinden, Uuiforms-Cravatten, Hand- schnhen, Hosenträgern rc rc._______________ Den verglichen ordentlichen Mitgliedern wird die Abonnementsliste demnächst vorgelegt werden und falls diese den Musikfreunden, welche dem Vereine neu beitreten möchten, nicht zukommen sollte, wollen sie sich bei den Vorstandsmitgliedern: Professor Thaer oder Dr.--- melben. » H H if II Nur solche Herren und Damen, welche ...... , r v v Lebensstellung einnehmen, können sich als außerordentliche Mitglieder betheiligen und werden ersucht, ihre Anmeldung in der Nicker'schen Buchhandlung zu machen, zugleich gegen Entr'chtung des Abonnementsbctrags von 2 fl. die betr. Eintrittskarten daselbst in Empfang zu nehmen. Der Dorstand des Concert-Vereins. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3% o/o und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. , , Versicherungs -Anträge werden entgegen genommen, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt 5151) Regenmäntel bester Qualität zu den billigsten Preisen bei I. Tb. Hallbach. Die Winter-Abonnements-Preise sind für eine Einzelperson . . . „ „ Familie von 2 Personen . II ir II n 3 II Concert - Verein. 5047) Der unterzeichnete Vorstand beehrt sich hindurch zur öffentlichen Anzeige zu bringen, daß in, Wintersemester 18 7 2 — 73, wie üblich fünf Instrumental- und Vocal - Concerte im Clubsaale veran- ftaltet werden. Namhafte auswärtige Künstler sind sowohl für Einzelvorträge als auch zur möglichsten Vervollständigung des Orchesters bereits gewonnen oder in Aussicht gestellt. I' Absicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 fl. anwachsen kann. Die Versicherung von Kapitalien auf den Todes - wie auf den Lcbens- Ausstattungen u. s. w., sowie die Versicherung von Leibrenten und Wlttwenpensionen. nicht Hefte, Romane und Unterhaltungsliteratur Bl Md er beliebtesten Schriftsteller, liefert, um mit den Vorräthen zu runie 11, gegen Baareinsendung oder Nachnahme von nur 1 Thlr. das Verlags-Comptoir in Leipzig. Die ANNONCEN - EXPEDITION von G. L. Daube & Comp. vermittelt alle Arten von Anzeigen in alle Blätter der Welt. Prompte, discrete und billige Bedienung Auf Wunsch Kostenvoranschlag, sowie Zeitungscatalog gratis-franco. Central-BüreauFrankfurta.M. General-Agenturen in allen I grösseren Städten. Verlag der Allg. Anzeigen zur Gartenlaube. Auflage ca. 300,000 Exemplare. Caviar, Sardin es ä l’luiile, Rufs. Sardinen, Neunaugen, Hummer in Tosen, Annanas, Johannisbeeren, Apricosen, Rüste, Reineclauden, Johannisbeeren-Gelee, Himbeeren-Gelee, | 5012; Ein Kochofen wird zu kaufen, oder gegen einen hohen Säulenofen umzutauschen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.___________________ 5018) Ein brauner Hühnerhund (Hündin) hat sich verlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung bei Hofg.-Adv. Engelbach II. 5168) Ein schwarzbunter Hund, auf den Namen Sultan hörend, ist abhanden gekommen. Derjenige, welcher über denselben Auskunft geben kann, erhält eine Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Julius Ebel, Neustadt Nr. 206, Gießen. 4113) Eine freundliche Wohnung von 2 i V 11t 3 Zimmern, Küche, Vorplatz und großem ■ Boven ist an eine stille Familie zu ver- miethen. Marktstraße D. 217. II. „ Vermischte Anzeigen. 5148) Es wird zum 1. Januar 1873 eine Köchin gesucht, die selbstständig kochen kann. : _________________Oberst von Weber. 1 5151) Ein braves Mädchen, in häuslichen Arbeiten erfahren, wird gegen hohen Lohn auf sogleich in Dienst gesucht in Lit. B- 73. 5152) Eine erfahrene Köchin, welche zugleich an der Hausarbeit Theil nimmt, wird gegen guten Lohn zum 1. Decbr. gesucht bei Prof. Eck, Wilhelmsstr. 5163) Ein Logis ist zu vermiethen bei Schreiner Christian Weber, _______________Wetzsteinsgasse A. 35._______ 5164) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sofort zu beziehen bei Maurer Haubach, an der Schoor. 5165) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei______Bäcker Steinberger. 5166) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Mäusburg D. 8. 5150) Ein Zimmer mit Bett ist an einen Arbeiter zu vermiethen. Asterweg Lit. A. Nr. 108. 5064) Ein kleines Logis zu vermiethen bei I. M annberg er. Bata via-Arrac, Janialca-Riini, Cognac, Arme- und Rum- ; Punsch-Essenz, Malaga, Madeira, Sherry, Maraschino •’ di Zara, Genever, Gilkaer Getreidekiininiel und Manz. Gold wasser, Schwarzwälder Kirschwasser, Slihowitz . und sämmtliche ächte holländ. Dlqueure oon Wynaaid Fockin^. 5144) Möblirte Zimmer zu vermiethen j Neustadt Lit. D. Nr. 57. 5050) Das seither von Herrn Hauptmann Le iß bewohnte Logis nebst Stallung und Garten ist durch dessen Versetzung anderweitig zu vermiethen. Ebendaselbst der 3. Stock, bestehend in 2 Zimmern und 2 Cabineten. Universitätsstraße E. 78. 4055) Der dritte Stock meines Hauses, aus 8Piöcen, Küche, verschließbarem Corri- dor u. s. w. bestehend, ist zu vermiethen. ___________________I. G. D. Bapst. 4642) Zwei Zimmer, Küche und H'. gehör per 1. November zu vermiethen. Seltersweg C. 2. ! Lager in ächt italieni- schen und deutschen Teigwaaren, als: Maccaroni, DermicelliS, Suppentetge, Eiergemüse- und Eierfuppen- nudeln. Parmesan- und Em menthaler Häse. Thee, Vanille, Chocolade, Sardellen und Gothaer Cervelatwurst. Blockchoeolade, pr. Pfund 28 kr. Würfelzucker. Champignons, TriiIFelia. Sardlnes ä 1 holle, russ. Sardinen, Caviar und Mixed-Pickles. Tafelmandeln, Tafelrosinen, Jtal. Haselnüsse. 4873) Die Specerei-, Material- und Farbwaaren - Handlung von Emil Fischbach in Giessen (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. — Große und kleine Rosinen, ausges. große Mandeln, Citronat, Orangeat, ganzen und gestoßenen Zimmet, gestoßene Raffinade, Citronen, Anisfaamen, Ammonium und Pottasche. Reinschmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 28 kr. Condcnsirtc Milch. Jtal. Brünellen, getrocknete Kirschen, Acpfelspaltcn, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina - Pflaumen und türk. Zwetfchen. Reisstärke. Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme. Bienenhonig, < Zuckersyrup. i ßniSvi N1 $1 an die jur Sinje tzeiviesiiv ist neutrt ernste VeuvaÜ! ^züglich daß die Routine Ehalons l«r anker m her । allerdings "vthwkkdj An der toüto nimmt, 1 stine Sieg 6t- de gk COB1promi Schmähur »lit totg, ®'Wra| u K. di-1 in Aus bttu Listen; S unjtt , , i 10 f(l» fy Ri, He i