Gießener Anzeiger. Anzeige- Md Amlsblait für de» Kreis Hrchm- »ML Samstag den 6. Juli srr. 156 •o Erscheint taglicf>, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Ltt. D. Nr. 1. P eeiS vierteljährig 1 fl- 12 h- mit Brtngerlohn- Durch die Pc st bezogen vierteljährig ; st. 29 kr. Brodpreise vom 6. bis 12. Juli 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 21 kr. t Kil° gemifchtes^Brod 10'/- -r. 2 Kilo Roggenbrod 18 kr. 1 Kilo Roggenbrod kr. aMMWAimM—ggSE u äetben noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B- 1, als auch bet allen Post- Lestellungen auf den (Siebener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalte,, denselben fm das II^Quarta^zu^^ Gietzen, am 2. Juli 1872. Deutschland. deutschen kathol. den sie offenbar sein soll, — drr erste sagte in d1s7apst-- daß d^S^dnchm welche« den Fuß des Kolosses, Wohlwollen der Regierung und die Freiheit, deren sich die Kirche P"uß-» erfteu7zu schätzen wussien Eben so habe °i° Regierung selber ihrer Zus -den. hei. Witter Haltung der Katholiken wiederholt «u-druck ^b-n- Ang-ficht« dieser amtlichen Erklärungen und Zugeständnisse nun, 17 lasse es sich heg' , , dasi jetzt aus einmal di- Katholiken sich in Leute sollten verwandelt Haven, die den Gehorsam verweigern, die da gefährliche Umtriebe räsid-nten gang de-S.aa.e- denken? - Dies-Fragen habe -r an den M n'ster-Prasidinten LAe^?^r°7'!-b-7''^°Wen7k.r';:"st tüfe Äh Wahrh- -» Cen Fürsten Bismarck gerichtet hätte, -ine Angabe, die jedoch auf einem Jrrthume des Gedächtnisses zu beruhen scheint, so würde doch der R-!chSkan,ler,ch°nr-s. alb kaum haben annehmen können, dass der Papst tm Ernste 'neAwor totottf erwarte, weil es durchaus dieselben Fragen sind, welche tm Laufe de« letzten Labres Fürst Bismarck selbst und eben so Se- Ma,, der Kaiser und König fttner Rere vom 30. Januar d. I. darauf hm, Wie die höchsten oeuMste von Sr. Heiligkeit dem Papst- und die Zeugnisse der Bischöfe «°rs- -s'n, °°ss man aui Seiten der Kirche Grund gehabt, mit Preußen zuf,reden ru s »' wie -r ab- v-ra-blich aehofft, dass diese Zufriedenheit sich -in.g-r Massen be, dem Einflüsse i vorder Kanjelünd tm Beichtstuhl- bemerkbar machen we.de. D..Ka.s-r s. sagte in dem Erlass- an dir Bischof- vom 18 Octob.r •. J. k."Su^.';sr »je Sprach- zu finden, durch welche auf publictstischem und parlamentarischem Wege vertucbt worden ist, da« berechtigte BcrtraulN zu erschüttern, mit welchem Meine ,a.!°ttsch-n Unterthanen bisher auf Meine R-gi-rung blickten « »urst B.-m°rck aber hat sieb nicht bios auf jene Frage und auf den Ausdruck de« Be,-em° ns u-t-bränkt sondern er hat in seinen parlamentarifch-n Reden, welche vielleicht auch ^Rom nicht ganz uhn- Beachtung' g-bli.b-n sind, wiederhol. s- n° B-dank-n darüber entwickelt, wie und durch welch- Einfluss- e« J. „ Minister. Nach dem eons-ssion-ll. Friede um den und der V»s GroithcrjngUchk Krk.ssmt ” *” ““ f"b u,b b'” weder fuspendirt noch verwirkt ist. , finb tol Nemden bis zu 3000 Einwohnern, sonach für alle Gemeinden des Kreises ____«- ”»«•" f-f" =■-« ®-"b”'" b“ ■* nehmen lassen und das darüber aufgenommene Protokoll binnen 8 Tagen °msendm.^ __________________ Berlin, 3. Juli. Daß die Anrede teS Papstes an Leseverein in RsgierungSkreisen als das aufgefaßt wird, was . .. , --eine Drohung gegen das deutsche Reich, geht aus dem folgendeni Artikel^hervor, welchen die halbamtliche Provincial - Correspondenz unter der Ueberschnft „Cme ^"°^Au?7m Mu'nde de-'P^pst-« 'st so eben -ine Kundg-buug ausgegangen, w-lch- aus di- Gesinnung und Stellung der röwisch-n Suri- d-m deutschen Reiche aeaenüber ein Helle« Licht wirst und für den weiteren Verlaus der kirchlichen Be- 5?/un° von arosser Bedeutung |d« wird. Papst Pius IX. hat sich gegen die Müalftder eines deutsch-n B-rein« in Rom über die ang-blichc Verfolgung aue- M rvchen, welche in Deutschland gegen di- katholische Kirch- auSg-br°ch°n sei. Ai- di- erste kurze Meldung ton dieser Ansprache berichtete, daß ,n ihr mehrfach ^nvectiren, d. h. staikc Anschuldigungen g-g-n die deutsch- Regierung «ntfealten feitn da wiesen Vie katholischen Zeitungen die« al« dne Verbuch gung und Der- eumdung d7 Papst'« MÜck Aus d.m Wortlaut- der päpstlichen Aeußerun aber, wie sic in den katholischen Blättern inzwischen miigetheilt worden ist,gebt hervor, dass der Papst nicht blo« starke Anschuldigungen, sondern auch W°r - der Drohung gegen da« keuische Reich ausgesprochen hat. Er sagt nämlich. -S ft in Deutschland jetzt eine lang -o-bereiteie Verfolgung au-gebrochen, - der -rst- MiMe dner mächtigen R-gi.-ung habe sich nach si-grdchen K-i-gS-r °lg-n an v?e Spitze dieser^Verfolgung gestellt, - er, der Papst "»be em Minister vor- LLmtt ^hnfinn- s.ll »ÄÄÄ SÄ »Ä K.l’MÄrwä W “ - SflÄSTÄ’ Ä ÄÄ N* 4 •—il" - ÄLS Peiester uno httvorragende Laien ihm gegenüber es -uSgesproch-n, wie sie da . .. dem von Niederhausbergen und von Wolfisheim 160 Meter Italien ein ein die die die die 13) 14) 1) 2) 3) 4) lebendiger, ganisation Universität fefjur noch AUS Die der deutschen Centralcommission für die Wiener Ausstellung vorliegenden Materialen gewähren nunmehr ein übersichtliches Bild von der Theilnahme, welche die Ausstellung in der deutschen Ausstellung gefunden hat. Die Betheiligung hat sich fast aller Orten als überaus lebhaft erwiesen; am regsten ist sie, wie die Natur der Sache mit sich bringt, in denjenigen Ländern und Landestheilen ausgefallen, welche mit Oesterreich grenzen, also in Bayern, Sachsen und Schlesien. Die Zahl säwmtlicher Aussteller auf industriellem Gebiete übersteigt die Ziffer «000; unter Hinzunahme der Aussteller aus der Lanbwirthschaft und Kunst wird sich diese Ziffer bi- nahe an 8000 heben. Innerhalb der Industrie fallen auf Preußen und einige kleinere norddeutsche Staaten (Braunschweig, Anhalt u. a.) 2934, auf Bayern 1742, auf Sachsen 591, auf Würtemberg 489, auf Baden 242 und auf Hessen 243 Aussteller, wobei indessen zu bemerken ist, daß in manche» Staaten unter einer Nummer gemeinschaftliche Ausstellungen einer größeren Zahl von Industriellen vereinigt sind, jene Zahlen somit das BetheiligungSver- hältniß nicht genau ausdrücken. Besonders umfangreich ist die Betheiligung im Berg- und Hüttenwesen mit 209 Ausstellern, in der chemischen Industrie mit 533 Ausstellern, in der Gewerbeiudustrie mit 1045 Ausstellern, in der Metallindustrie mit 593 Ausstellern und endlich im Maschinenwesen mit 767 Ausstellern. Es find dies zugleich die wichtigsten Industriezweige Deutschlands. Preis von 5 fl. für ein Bouquet, dem Herrn Lott von Friedberg; Preis von 5 fl. für ein« Gruppe, dem Herrn Lehrer Rückert von Rodhetm. Lobend erwähnt wurden: Levkoyen-Sammlung des Herrn Hofzürtner Seitz von Arnsburg; Dartengeräthschaften des Herrn Fuchs von Frankfurt; Korbflechtereien des Herrn Ruder von Nauheim; Gartengeräthe des Herrn Mefferfchmied Schäfer von Friedberg. man einen Hafen und einen Canal bauen, der vom Rhein herkommt und über Kehl eine leichte Derproviantirung gestattet. Im Osten, oberhalb der Front, die nach Frankreich htneinschaut, als derjenigen, die natürlicherweise eine bessere Ver- theivigung beansprucht, errlchtet Preußen ein weites und verschanztes Lager, das eine Armee von 200,000 Mann aufnehmen kann und mit Straßburg durch fünf große, sternförmige Forts in Verbindung steht, die, von Norden angefangen, auf folgenden Punkten errichtet werden: Das Fort Reichsstett, ungefähr 8 Kilometer nordöstlich von der neuen Enceinte, das gegen Westen die Straße nach Lauter- bürg beherrscht und gegen Osten die Eisenbahn nach Paris, ferner auch noch zwei projectirte Eisenbahnlinien, von denen die eine die Stadt mit den Forts, die andere die Forts mit einander in Verbindung erhält. Weiter im Süden und „An die Parteigenossen I Das vertrauen der Mitglieder des allgemeinen deutschen Arbeitervereins hat mich wiederum an die Spitze der Partei gestellt. Hochtönende Versprechungen bin ich nicht gewohnt zu machen. Das einfache Manneswort möge Euch genügen: Ich werde meine Pflicht thun. Und grate durch meine Pflichterfüllung im Großen und Ganzrn, wenn man von kleinen Verstöße», die ja bei meiner Nichtunfehlbarkeit jedenfalls auch vorkommen können, absehen will, habe ich im verflossenen Jahre den namenlosen Haß der Gegner unserer Partei mir erworben, einen Haß, den ich mit Stolz und Freude trage. Ich will mich befleißigen, diesen Haß auch fernerhin zu verdienen, den Haß der Reaktion, des Liberalismus und der bürgerlichen Demokratie. Wen» die „Kreuzzeitung", die „Volkszeitung" und der „Volksstaat" um die Wette über mich schimpfen, dann weiß ich, daß ich meine Schuldigkeit im Interesse der Arbeiterpartei erst recht thue. Und ich werde, das wiederhole ich nochmals, dieselbe thun ; erwarte aber auch von jedem Mitgliede des allgemeinen deutschen Arbeiter- verein-, von jedem Parteigenossen, daß er seine Pflicht erfülle. Wir werden fiegen, wenn wir nur siegen wollen! Mit social-demokratischem Gruß. Berlin, den 1. Juli 1872. Der Präsident des allgemeinen deutschen Arbeitervereins: Hasenclever." Ebene von Straßburg, die- Fort Reichsstett liegt 150 England. London, 2. Juli. Wenn England nicht binnen kurzer Zeit so nüchtern wird, baß es alle Spirituosen nur noch durch die Ueberlieferung kennt, dann liegt dies sicherlich nicht an seinen Gesetzgebern, oder wenigstens einem Theile derselben. Ganz abgesehen von den Maßregeln, welche unlängst der betreffende UnterhauS- ausschuß zur Unterdrückung der Trunksucht anempfahl, hat auch die Regierung noch die Ausschank-Concessiouen zum Gegenstände einer Gesetzesvorlage gemacht, welche unter Anderem verfügt, daß alle Wirthshäuser um mehrere Stunden früher geschloffen werden sollen als bisher. Es werden jedoch schon Massenversammlungen gehalten, um gegen diese neueste „Beschränkung der persönlichen Freiheit" zu protestiren. Auch in London hat eine solche Versammlung stattgefunden, bet welcher es sehr lebhaft herging, indem die Partei der Enthaltsamen sich unter der persönlichen Anführung ihres Oberfeldherrn Sir W. Lawson sehr zahlreich eingefunden hatte. Die Sache hatte denselben Ausgang wie ein richtiges Trinkgelage, indem die beiden Parteien ihren Beweisgründen zuletzt auf keine andere Weise Eingang zu verschaffen wußten, als durch Maulschellen und Faustschläge. Local-Notizen. Gießen, 5. Juli. Die am verflossenen Montag begonnenen Sitzungen des Schwurgericht« vom 3. Quartal I. I. find beute beendigt worden. Der Schwurgerichtshof hat nach vorauSgegangener ordnungsmäßiger Verhandlung in nach, bemerkten Anklaqefachen erkannt: ° 1. Juli gegen Marie Schäfer aus Garbenteich, wegen schweren Diebstahl-, «ine Oe, fängmßstrafe von 4 Monaten. selbe liegt 150 Meter über dem Meeresspiegel. Das Meter, das von Suffelweyersheim eben so hoch, die Oberhausbergen je 191 und 173 Meter, bas endlich ________ über dem Meeresspiegel. Das erste, im Norden des verschanzten Lagers, stützt sich auf die Sümpfe von Süffel, das fünfte im Süden auf die Wafferzuführung »om Jll her. Auf dem Rhein, über Kehl, ist cs immer möglich, aus Deutsch- land Hülfe jeder Art nachzusenben. Straßburg, 2. Juli. Die Polizeidirection veröffentlicht heute die deutschen Straßennamen der Stadt, soweit dieselben bis jetzt festgestellt und höher» Orts genehmigt worden sind. Sie nehmen nahezu eine ganze Seite der „Straßburger Zeitung" ein. ö Vermischtes. Bad-Nauheim, 4. Juli. Bei der am 29. Juni d. I. zu Bad-Nauheim eröffneten Rosen- ausstellung hatten die Herren Gartendirector Geiger von Darmstadt, Dr. R. Jäger und A Witzel von Frankfurt und I. L. Schneeberger von Darmstadt das Preisrichteramt übernommen und wurden die Preise wie folgt zuerkannt: 1) ein Preis im Werth von 75 fl. für die reichhaltigste und schönste Sammlung von Rose- aller Familien, dem Herrn Handelsgärtner H. Fischer aus Wiesbaden; 2) ein Preis von 40 fl. für die zweitbeste Sammlung, dem Herrn Löffler'aus Gambach- 3) ein Preis von 25 fl. für die dieser zunächststehende Gruppe, dem Herrn Rentier W. Schwab aus Darmstadt; 4) ein Preis von 50 fl. für diejenige Sammlung Rosen, welche neben Reichhaltigkeit fich durch c.rrecte Bezeichnung auSzetchnet«, dem Herrn Klett, Verwalter der KnabenarbeitS, anstatt aus Darmstadt; 5) ein Preis von 30 fl. für diejenige Sammlung, welche diesen Anforderungen zunächst entsprach, dem Herrn Adlung aus Frankfurt; 6) ein Preis von 25 fl. für die Rosensammlung, in welcher die Familie der Theerofen am meisten und vollkommensten vertreten war, dem Herrn H. Fischer aus Wiesbaden; 7) ein Preis von 12 fl. für die diesen Anforderungen zunächst entsprechende Sammlung, dem Herrn Hördemann aus Cassel; etwa 3 Kilometer von diesem ersten Fort Reichsstett befinvet sich zum Theil auf der Straße nach Weißenburg, zum Theil auf der großen Eisenbahnstraße nach Parts das Fort Suffelweyershcirn, ein Kilometer im Südosten bas Fort Nieder- Hausbergen an der großen Verkehrsstraße von Straßburg nach Buxweiler, endlich die von Oberhausbergen und Wolfisheim, die die Straßen nach Zabern, Paris und den Breuschecanal beherrschen. Die Plätze für diese 5 Forts sind sehr geschickt gewählt. Alle beherrschen das Te»rain in der Ebene von Straßburg, die- 8) vier Preise von 12 fl. für die Sammlungen, welche fich nicht durch Reichhaltigkeit aber durch Vollkommenheit der Blumen auSzeichneten, dem Herrn Lößer von Darmstadt, dem Herrn Pfarrer Becker von Bruchenbrücken, der Frau Dr. Berna von Büdesheim und Herrn Hofgärtner Welle von Affenheim; 9) ein Preis von 30 fl. für eine Sammlung Rosen, welche fich durch Reichhaltigkeit und gute Cultur auszeichnete, dem Herrn Kunst- und Handelsgärtner Schultheis von Steinfurth; 10) ein Preis von 20 fl. für eine durch Reichhaltigkeit ausgezeichnete Sammlung, dem Herrn Kunstgärtner Henkel von Beffungen; 11) ein Preis von 20 fl. für eine ebensolche Sammlung, dem Herrn Hofgärtner Göbel von Darmstadt; 12) ein Preis von 10 fl. für eine ähnliche Sammlung, dem Herrn Hofgärtner Seitz von Arnsburg; v * Das Festprogramm zur Enthüllung des Stein-Denkmals, zu welcher von dem Central, comite, außer den Mitgliedern der kaiserlichen und königlichen Familie, die gräflich von Kiel. mannSegqc'sche Familie, der Reichskanzler, die Staatsminister, die Präfidenten und Vicepräfidenten des Reichstage«, des Herrenhauses, des Abgeordnetenhauses, der Ausschuß des CommunallandtageS, die Oberpräsidenten von Hessen-Nassau, Rheinland und Westfalen, die AbtheilungSchefS der Regierung in Wiesbaden, der evangelische und katholische Bischof, der Commandeur deS 11. Armeecorps, die Festungöcommandanten von Mainz und Coblenz, der Dtrector deS Appellationsgerichts in Wiesbaden u. f. w. geladen worden sind, ist in nachfolgender Weise festgesetzt worden: Am 9. Juli um 11 Uhr kommt Ihre Majestät die Kaiserin-Königin mittels ErtrazugeS von Babels, berg an und nimmt Absteigequartier im gräflichen Schlosse. Um 11 Uhr versammeln sich dle officiellen Gäste in dem Hofe deS gräflichen Schlosses und nehmen dann in dem Schloßgarten ein Dejeuner ein. Um 12y4 Uhr begeben fich die Festgäste nach dem Stein-Denkmal. Gegen 1 Uhr kommt Se. Maj. der Kaiser und König zu Wagen von Ems an und erscheint um 1 Uhr mit Ihrer Majestät auf dem Festplatze. Die kaiserliche Tribüne ist vor dem Stein Denkmal errichtet. Zur Linken derselben nehmen die Jungfrauen und Frauen, zur Rechten die Schüler von Nassau und Bergnaffau-Scheuern, hinter derselben vsficiellr Gäste, der Männergesangverein, die Capelle des 4. Garde-Grenadier-Regiments Königin, geladene Gäste des Lokalcomite'S und auf dem Plateau de« Stein-Denkmals die Mitglieder des Central- und Localcomite'S und officielle Gäste Platz. Se. Maj. der Kaiser begibt Sich nach der Enthüllung nach Ems zurück. Um 4 Uhr finden Banketts im Curhause und in der Festhalle statt. Um 5 Uhr beginnt im gräfliche» Schlosse die Hoftafel. Um 7 Uhr begeben fich die officiellen Gäste auf den Festplatz „auf dem Furt", und werden verschiedene auf das TageSereigniß bezügliche Reden gehalten. Nach Einbruch der Nacht findet ein Festzug durch die tlluminirte Stadt, bengalische Bel.uchtung des Stein- Denkmals und Abbrennen der Höhenfeuer, sodann Rückkehr auf den Festplatz statt. 10. Juli: Fortsetzung deS von der Stadt veranstalteten Volksfestes. Der „Ndrrh. K." bringt eine „aus sicherster Quelle" stammende Mittheilung, wonach in den Straßburger Profcfforenkreisen sich eine Vorstellung vorbereite, welche direkt an den Fürsten Bismarck gerichtet werden solle. Derselbe solle nämlich ersucht werden, zu veranlassen, daß entweder das Reichskanzleramt etwas al« es jetzt geschieht, um die noch keineswegs zu Ende geführte Or- der Universität sich bekümmert, oder daß man die Vertretung der mit der nöthigen Initiative ausstatte. Daß die germanistische Pro- nicht besetzt, sei ganz unbegreiflich. dem Elsaß wird der in Frankfurt erscheinenden „Deutschen Presse" zu der Befestigung vo» Straßburg geschrieben: Im Norden zwischen Jll und Rhein wird die Enceinte die Stadt, drei Kilometer von der gegenwärtigen Front, bis an den Canal, der Jll und Rhein mit einander verbindet, vorgeschoben werden und zwar in der Weise, daß die schönen Promenaden zwischen der RobertSau und dem Robertplatz von der Enceinte miteinbegriffen sein werden. Dort wird Denselben gegen J-hanneS Noll VI. von Schwarz, wegen einfachen und schwer«« Diebstahl«, eine Zuchtbau-strafe von 1 Jahr und 1 Monat, an welcher jedoch 1 Monat al« durch di« unverschuldet erlittene Untersuchungshaft bereits verbüßt in Abzug zu kommen hat. Den 2. Jult, gegen Curt Hofmeier von Rainrod wurde, da di« auf Diebstahl aerichtete n . m- s .E / ,-.schm.tt-rn wogt, dieser fromme Wunsch wodurch gewisse Ohren im Eabin-t mehr beleidig., die Eigenliebe und der Dunkel ’S f" ff" Jn 5." deutschrrr katho. gewisser Stute mit seinen Traumbildern von künftiger nationaler Große mehr Uschen Kirche unerklärlich war . Diese offene A-ußrrung de« Papste« enthalt vor verletzt, gewiffe sorglos-H-rz-n au« ihrer süßen Ruhe unangenehmer geweck, werden Allem einen neuen Fingerzeig für unsere Regierung, daß e« fich bei den kirchlichen al« durch den Gedanken, daß nun »ielleichi doch die Aeuß?rung au« einem hohen Frage» nicht um Memungen und Hand ungen der einz-ln-» Bischöfe, sondern Mund- von schlimmer Borbedeutung g-weseni hoffen, daß der Sturz de« um einen einheitlich g-lettet-n Kampf handelt, daß daher auch die Abwehr nicht Haufe« Savoyen in Madrid beginnt, um in Rom zu endigen." Die Beschlag, der a^lnaiian"? 'm l°ndern stet« den großen Zusammenhang nahm- der Zeitung war wieder eine von den gefährlichen Praktiken de« alten un« k, kirchlichen Bewegung im Auge beha t-n muß. Wir werden Vertuschung-system«, welche«, wie zumal die Quästur wissen mußte, nach dem auf- bei jedem w-.t-r-n Schrit.e bewußt bleiben muffen, daß der Wunsch gehobenen Preßzwange nicht mehr bestehen kann. Zu eigener B. chämung muffen »Jr*®'6« 6alaU Ben$,Et lfl' fctm n-achiigen deutschen Reiche de» Fuß zu nun aber schon heute mit den unabhängigen Blättern auch die vom G^egentheil $ er Ammern. bedauern, daß der königlichen Familie so schwere Sorge um Don Amadeo bereitet Berlin, 3^ 3ult. Der „Neue Social-Demokrat enthalt folgende Ansprache: wird. — Ein Decret cxpropriirt eben drei Klöster: S. Eusebio der Jesuiten, S. Martino der Carmelitaner, S. Casimato der Clariffinnen in Trastevere. R0M, 30. Juni. Vorgestern Wurde die Gazzetta di Roma sequestrirt weil 91nfla9< ÖOM bfr Bestohlenen zurückgenommen worden war, das Strasverfahre^'unter fie im Leitartikel gefagt hatte, Don Amadeo wolle abdanken. Es giebt nichts > D-rurth-ilung desselben in di. Kosten eingestellt H U'wks, Derselbe hatte fich nämlich zwei Obli-atwnen seine« inzwischen vrrstorbenen Bruder« Johanne» Hofmeier zu Rainrod, im Nominalwerth von je 100 fl., mittelst Einstetgen- in dessen Wohnung ^ni^^ut^gen^ Vechandlun^tennine erklärte jedoch die Wittwe de- Johanne-Hofmeier, hi, Anklaae unter der Bedingung zurücknehmen zu wollen, wenn der Angeschuldigte sämmtuche Kosten berichtige. Dieser erklärte sich hierzu bereit, we-halb die oben angegebene Entscheidung erfolgte.^^^^ flegen Johanne- Groß IV. von Lehnheim, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfola eine Gefängnißstrafe von 3 Jahren. Den 3. Juli gegen Johanne- Schmitz von Flittard, wohnhaft in Gleßen, wegen schweren Diebstahls, eine Gefängnißstrafe von 5 Monaten. Denselben gegen Ludwig Döringer von Wieseck, wegen zweier schweren Diebstähle, eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 3a^