Ity voy dasselbe fcr Litauen bttg'hcn 1er. meinen en jeher- idig. Melde aen und T Groß- 1 einge* nehmen, erzoglich ad auf daß die Abends, man in gefälligst and. 'St. i der Nähe linnerung. staura- rch offen x hieM id)m. 3 einten Za- überlassen. ghoff. von Ham- 'N, Havre is, Lau , China |iin. vereinigten Erbschaften, 796)_____ alt inet vollen n Lcbcns- likibrenten )igtV^ ) Prolpeetk Lehrer in Eberhard, 'Luhbach- ichener Anzeiger. (kd< vierteljLhrtg 1 ft 12 ft. mit Brtngttlshn. Durch bi« Post brzogen vierteljährig 1 £ 29 fc. Erscheint täglich, mit Au» nähme SonntagS. Expedition: Lanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Mr. 260. Dienstag den 5. November a 7) 9) 10) 12) 13) 14) der Groß- der Main- ongriffcnen V” u ih • t”\ die Borlage Großherzoglichen Menisteriums des Innern, die definitiven Nachweisungen über die Einnahmen und Ausgaben der Staatsschulden- Tilgungskaffe für die Provinzialstraßen-Neubauten der Provinzen Starkenburg, Oberhcssen und Rhetnheffen in den Finanzperioden 1857/59, 1860/62 und 7. Äbwesenheitserklarung. 8. Namensveränderung. 9. Ertheilung ton Erfindungspatenten. 10. Dienstnochrichten. 11. Charakterertheilung. 12. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit Herzog haben allergnädigst geruht: am 1. Oktober den Zugweister bei 14. Oktober den Kanzleidiener und Hausbeschließer bei der Ober-Bau-Dtrection, Adolph Bender, und den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Staden, im Kreise Friedberg, Heinrich Jäger, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. 13. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die evangelische Pfarrstelle zu Nieder - Flörsheim, im Dekanate Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 1427 fl. 6 fr.; die evangelische Schulstelle zu Haarhausen, iw Kreise Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. 32 fr.; die Districtseinnehmerei Seligenstadt, wofür eine Dienstcaution von 3000 fl. erfordert wird; konkurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. 14. Sierbefälle. Gestorben find: am 11. September der penstonirte Forst- wart Johannes Köhler zu Burg - Gräfenrode, am 12. September der erste evangelische Lehrer Georg Dorr zu Mettenheim, am 16. September der penstonirte Distrtktseinnehmer Rendant Pbilipp Burger zu Nieder - Ingelheim, an demselben Tage der penstonirte Lehrer Franz Joseph Dickerscheid zu Gundersheim; am 25. September der evangelische Pfarrer Ludwig Strein zu Rimbach, am 28. September der penstonirte Verwalter Johann Heinrich Georg Edling zu Marien- schloß, am 30. September der Schullehrer Jacob Christian Gruner zu Rodheim; an demselben Toge der penstonirte Gendarmerie - Lieutenant Friedrich Schmidt zu Mainz; am 5. Oktober der Schullehrer Johannes Stromberger zu Georgenhausen; am 14. Oktober der Landgerichtsdiener Michael Kohl zu Homberg. Darmstadt, 2. November. Die erste Kammer der Stände hält am Montag den 4. November, Vormittags 4/210 Uhr, ihre 38. Sitzung, in welcher die Be- rathung und Abstimmung vorgesehen ist über: 1) a. die Beschwerde des Gemeinderaths der Stadt Bad-Nauhkim, die Ausführung des Friedensvertrages vom 3. bis 12. September 1866, ins- besondere die fernere Verpflegung der Geisteskranken aus den abgetretenen Gebietstheilen betr. und b. die Beschwerde der Gemeinde Treis an der Lumda, die Aufnahme des Johannes Opper und der Christiana Grau von Treis in das Landes- Hospital Hosheim betr.; 2) Die Vorstellung der Gemeinden Hutzdorf, Frau-Rombach und Sandlofs, die Wieberaufhebung der Pfarrei Hutzdorf betr.; 3) die Beschwerde des Ortsvorstandes der Gemeinde Heimersheim, die Erweiterung des dortigen Friedhofs, insbesondere die Anlegung eines besonderen katholischen Friedhofs daselbst betr.; 4) die Vorstellung mehrerer Ortsbürger und Grundbesitzer der Gemeinde Groß- Karben, beffere Benutzung einer gemeinschaftlichen Weide betr.; 5) die Vorstellung des David Levi aus Rhine im Königreich Preußen, der- malen zu Bad-Nauheim, wegen Heranziehung zu den Bedürfnissen der israel-tischen Relig'vnSgemeinde zu Bad-Nauheim betr.; 6) die Vorstellung der Weidtgstiftung in Darmstadt, Butzbach und Obergleen, die Vollziehung der Statuten dieser Stiftung betr.; 15) die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die definitiven Resultate der Verwaltung der Staatsschulden in der Finanrperivde 1866/68 betr. ib x- I- ? öe Darmstadt, 4. November. Beide Kammern einigten sich heute über das Wahlgesetz. Der Schluß des Landtags erfolgt Donnerstag. Offenbach, 1. November. Gestern Abend hielt im großen, mit Zuhörern dicht gedrängten Saale der Schlosser'schcn Liegenschaft Herr Professor Dr. Michelis aus Breunsberg einen Vortrag über die Reformbewegung in der katholischen Kirche und insbesondere das Thema: „Die Pflicht des deutschen Gewissen« gegenüber den römischen Anmaßungen", dem die überaus zahlreichen Zuhörer mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. Redner spricht zunächst über die Vergangenheit und bedauert, daß nach seiner persönlichen Ansicht in religiöser Beziehung so viel in die Welt hineingeplaudert wurde, was mit den ewigen Gesetzen der Natur in Widerspruch stehe. Der Glaube ist zwar etwas Ueberuatürlichcs; doch müsse er sich mit der Vernunft im Einklänge befinden. Er spricht dann im Weiteren davon, daß das katholische Gewissen die Pflicht habe, gegen das neue Dogma der Jnfallibilität zu kämpfen, da dieses weder in der Bibel, noch in der Tradition begründet sei. Indem er dieses nachzu weisen sucht, kommt er im Verlaufe seines Vortrags auf die Bedeutung der Concilien überhaupt zu sprechen. Die Bischöfe hätten in diesen nur Zeugniß davon abzulegen, was in ihren Sprengeln geglaubt werde und erst bei völliger Uebereinstimmung könne ein neues Dogma festgestellt werden. Redner bemerkt dann noch, daß der Widerstand gegen den Glaubenssatz der Jnfallibilität des Papstes nicht, wie die katholische Presse fortwährend verkünde, von den Logen aus, die er nicht kenne, organisirt worden, sondern aus dem katholischen Gewissen und der deutschen Intelligenz hervorgegangen sei. Er schließt unter Hinweisung auf das Endziel der Bewegung, welches darin bestehe, die Lehre Christi wieder in ursprünglicher Reinheit, frei von allen menschlichen Zusätzen darzustellen. Mit hohem Interesse haben wir den Vortrag des R.vners angehört und bedauern nur, wegen Mangels an Raum nicht näher auf den reichen Inhalt desselben hier eingehen zu können. (Off. Zig.) Berlin, 1. Novbr. Gestern, Mittags 2 Uhr, ist der Landtag pro 1872 geschlossen worden, und schon der gestern Abend ausgegebene „N.-A." veröffent- licht die CabinetSordre, welche vom gestrigen Tage datirt und die beiden Häuser des Landtags auf den 12. d. Mts. zufammenberuft. Die Ansetzung des 12. Novembers als Termin für den Beginn der neuen Session dürfte wesentlich damit zusammenhängen, daß Se. Majestät, wie die „Spen. Ztg." hört, am Montag Mittag die Provinz Hannover auf drei Tage besuchen und später der Einladung des Dresdener Hofes folgen wird. Man kann aber wohl als selbstverständlich vorausfttzen, daß nach den ernsten Vorgängen, die wir durchlebt haben, die neue Session in feierlicher Form, also durch Se. Majestät persönlich eröffnet werden wird. Ueber die Maßregeln, welche die Regierung in dieser Angelegenheit zu "greifen gedenkt, namentlich über diejenigen Personen, welche mit einem Sitz im Herrenhause begnadigt werden sollen, coursiren die mannigfachsten Gerüchte, welche -selbstverständlich nichts weiter sind, als Combinationen, da noch nicht einmal das 'Staatsministerium über diese Frage in Berathung getreten ist. Daß allerdings die Physiognomie des Herrenhauses bis zum 12. November eine andere werdin Neckar-Eisenbahn, Christian Klingel, bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit, am 4. Oktober den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Bodenrod, im Kreise Friedberg, Georg Eberhard Weitz, auf sein Nachsuchen, am Deutschland. Darmstadt, 1. November. Da- Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 48 enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums de« Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2. Bekanntmachung Großh. Ministerium der Finanzen, die Controlirung des Verkehrs mit Wein und Obstwein zwischen dem Großherzogthum Hessen und Elsaß-Lothringen vermittelst der Eisenbahnen betreffend. 3. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ausstellung von Ausfuhr- i und Abfuhrscheinen bei den Versendungen von Wein und Obstwein betreffend. 4. Ueberstcht der Umlagen der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Worms pro 1872. 5. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Oppenheim, die Nichterhebung von^ Umlagen in der israelitischen Religionsgemeinde zu Wallertheim pro 1870/72, betreffend. 6. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Erhebung einer weiteren Umlage für die Gemeinde Ober-Flörsheim pro 1872 betreffend. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger 018 Bd Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 fr. di- Beschwerde des JesaiaS Bloge zu Rendel, im Krei« Vilbel, wegen - Mißhandlung von Seiten des Großherzoglichen Bürgermeisters Neuhard und des Polizeidieners Bingemer zu Rendel, sowie gegen den Kreisboten' Jacobi zu Vilbel, wegen Gesetzwidrigkeiten bei der Pfändung; die Beschwerde des Johann Degünther II. in Heßloch, Kreis WormS, Rcchtshülfe betr.; die Beschwerde des Wilhelm Bellos aus Beuern, wegen verweigerter ' Ertheilvng eines Reisepasses Seitens Großherzogl. KreiSomts Gießen betr.; bas Gesuch des Georg Schneider II. von Elmshausen, Kreis Bensheim, um Verwendung fein neuerbautes Wohnhaus fammt Oekonomic-Gebauden und Grundstücken einer öffentlichen Verloosung aussetzen zu dürfen; 11) die Bitte des Lehrer Kehr zu Trais an der Lumda, um Verwendung bet ' g Großh. Staatsregierung wegen Ersatzes seiner Besoldungsausfälle; die Vorstellung der Ortsbürger und Rothgerber Friedrich Glenz III. und Louis Glenz III. zu Erbach, den am 20. Oktober 1868 in den Hof- raithen von Leonhard Hegny und Con'sorten auLgebrochenen Brand , hier । die gering ausgefallene Entschädigung der Bittsteller betr.; M die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die definitiven fe. , Resultate der Finanzverwaltung in den Jahren 1866, 1867 r-nv 1868. betreffend; !IW' 1872. vom das eine und seh' nicht rin, ich hab' mein Geld bei der Spitzeder, ich werd' jetzt selber Herrschaft." Nun pnvatisiren diese und leben mit ihrem Schatze in Saus Braus, bis die schmutzige Geldquelle versiegt, dann werden sie — H . . . in Folge dieser Gaunerinstitute immer offener zu Tage tretende Demoralisation der untern Klaffen. Sie verlieren die Lust zur Arbeit und einfacher Lebensweise. Durch den leichten Gewinn bei den Wucherbanken corrumpirt — eine Frau erzählte mir, daß sic für 200 fl. Capital, die sie bei der Spitzeder liegen habe, monatlich 16 fl. Zins erhalte — verachten sie ehrlichen Verdienst und fröhnen einer ruinrrenden Genußsucht. So stellten kürzlich Steinträger bei einem Häuserbau plötzlich die Arbeit ein und erklärten unter einem Togelohn von 2 fl. 30 fr. nicht mehr arbeiten zu wollen. Und ein Holzhacker erklärte jüngst einer schlichten Bürgersfrau, die den geforderten Lohn für das Kleinmachen eines Klafters Holz, nämlich 3 fl. 30 kr. und für'- Hinaustragen 1 fl. 30 fr. — wahrhaft horrente Preise — als einen zu hohen bezeichnete mit den gröbsten Ausdrücken Folgendes: „Oes Stadtgfraß, Euch brauchen wir nimmer, es könnt's Euren Dr..... selber machen, jetzt sind wir die Herren, wir haben unser Geld auf der Dochauer- bank und leben von unfern Zinsen." Und einer andern Frau sündigten nachein- ander 2 Mägde mit den Worten den Dienst: „Warum soll ich dienen, „Tu l’as voulu George Dandin !a Die „D. R. C." schreibt: Durch den Schluß de- Landtages ist den Abgeordneten fein großer Gefallen erwiesen worden, denn die Zeit, welche zwischen heute und dem 12. d. Mts. liegt, ist zu flein, als daß die in ihre Heimath zurückkehrenden Abgeordneten wahrend derselben etwas beginnen können. Viele derselben bleiben denn auch hier und gönnen sich die furze Ferienzeit. Erwägt man, daß nunmehr alle die Arbeiten, welche seit dem 22. October erfolgt sind, vergebliche gewesen, daß namentlich die für die Drucksachen verwendeten Unkosten unnütz verwendet und nochmals auSgcgeben werden müssen und daß die Vorlagen — auch der Etat — nochmals an die am 12. d. MtS. zusammentretenden beiden Häuser des Landtages gelangen müssen, fo geht daraus zur Genüge hervor, wie schwer die pekuniären Nachtheile wt-gen, welche das Verfahren der Majorität des Herrenhauses dem Lande -ugefügt hat. Schon die Reise der Mitglieder des Abgeordnetenhauses in die Heimath und ihre Rückkehr zu der am 12. beginnenden neuen Seision erfordert bedeutende Opfer, deren Hohe man ermessen kann, wenn man erwägt, daß ein jeder AbgeordNtte an Reisekosten bezieht: für jede Meile Eisenbahn, die er zurückzulegen hat, 10 Sgr. und für jede Meile Landweg 1 Thlr.; ferner erhalt der Abgeordnete für jeden Tag, den er sich aus der Reife befindet, 3 Thlr. Diäten und für Ab- und Zugang der Bahn 20 Sgr.; berechnet man nun, daß diese Kosten für die Hinreise zur Heimath und für die Rückreise nach Berlin, also doppelt zu zahlen sind, so wird vollkommen einleuch- ten, daß nur für diese Reise allein dem Staate eine Ausgabe von 15,000 Thlrn. erwächst. Rechnet man nun noch hierzu die seit dem 22. October an die Abgeordneten gezahlten Diäten, die doch auch jetzt zum größten Theil nutzlos verwendet sind, so wird man gewiß nicht zu hoch greisen, wenn man diejenigen Unkosten, welche den Herren v. Kleist und Genossen auf da- Conto geschrieben werden können — namentlich wenn man berücksichtigt, wie lange Zett schon in diesem Frühjahr auf die Berathung der Kret-ordnungSvorlage verwendet worden ist — auf 80,000 Thlr. veranschlagt. Wie der Wiener „Deutsch. Ztg." mitgetheilt wird, tritt die österreichisch, deutsche Commisfion zur Berathung der socialen Frage am 5. November in Berlin zusammen. Die österreichisch - ungarischen Commissionsmitglieder begeben sich am 3. November nach Berlin, auSgcstattet mit einem insbesondere in statistischer Hinsicht reichhaltigen Material. In der Partei de- Centrums ist, wie die „Epen. Ztg." hört, in den letzten Fractionssitzungen ein Zwiespalt auSgcbrochen. Die gcscheutesten Mitglieder der Partei sehen mit Sorgen und in gedrückter Stimmung in die Zukunft und fürchten, daß der Staat Sieger über die ultramontanen AgitattonSbestrebungen werden wird. Die Fanatiker dagegen fordern ein fortgesetzt schroffe- Vorgehen in der bisherigen Weise. An der Spitze der letzteren soll Herr v. Mallinckrodt stehen, der dadurch in der nächsten Session al- Ches der parlamentarischen Action tf Ultramontanen hervortreten dürste. Berlin, 3. Novbr. Fürst Bismarck ist für prineipielle Reform des Herrenhauses ; ein Pairsschub erfolgt erst nach der Berathung der Kreisordnung im Vbgeordnetenhause. Der Mmisterrath beschäftigt sich mit Ausarbeitung einer München, 4. Novbr. Der Minister des Innern warnt durch Erlaß___ 3. d. Mts. wiederholt vor der Betheiligung an den Dachauer Banken und fordert Belgien. Brüssel, 31. Oct. Die Conserenz zur Besprechung der Lage der Juden in Rumänlen ernannte ein Executiv-Comite mit dem Sitze in Wien, welche- mit allen Mitteln bewirken soll, die moralische und materielle Lage der Juden in Rumänien, besonder- durch Gründung von Schulen, zu heben. Asien. Oesterreich. Prag. „Czech" gibt zu, daß das Programm der „Rechtspartei" für die Oeffentlichkeit vorläufig nicht bestimmt war, und wirft dem „Vaterland" vor, daß es den authentischen Text, dem Conserenzbeschluffe zuwider, veiöffentlicht hat. Die Ministerkrisis-Gerüchte und Palackp'S Ausfälle gegen die Juden gaben da- Signal zu einer Judenhetze. Eine gerichtliche Untersuchung mußte eingeleitet werden wegen der Ausplünderung und lebensgefährlichen Bedrohung des jüdische» Kaufmanns in Hloupetin; derselbe flüchtete mit Weib und Kindern. Au- anderen Orten der Prager Umgebung kommen heute verworrene Nachrichten über Judenverfolgungen. die Districts- und Ortspolizei-Bchörden auf, diese Warnung möglichst endringlich zur allgemcinen Kenntniß zu bringen, damit, soviel an der Staatsregierung liege, Neemand ungewarnt länger Geld in den Händen jener Banken lasse oder gar denselben neues anvertraue. München, 4. November. Die Staatsregierung hat an fämmtliche Kreis- rcgierungen eine Entschließung erlassen, welche sich aus die Bcausstchtigung der Bauernvereine bezieht. wird, als sie gegenwärtig ist, das dürfte allerdings feinem Zweifel unterliegen,!auf dem socialen Gebiete Münchens, ich meine damit die Entstehung immer neuer und wenn sie dann den Herren v. Kleist-Retzow, Senfft v. Pilsach und Genossen Dachauer- oder Wucherbanfen neben drr schon bestehenden Spitzederbanf, und die nicht conveniren sollte, so fann man ihnen mit vollem Fug und Recht zurufen: Kreisoronung-vorlage auf Grundlage der amenvirten Herrenhaus- und Abgeord- netenhaus-Entwürfe. Des Grafen Stolberg Wiederwahl zum Präsidenten im Herrenbause ist gesichert. Berlin, 4. November. Bestunterrtchtete Herrenhausmitglieder halten die 1 Aussichten des Herrenhauses für äußerst günstig und rechnen auf den schließlichen Sieg in der KreisordnungSsache. Kassel, 4. Nocbr. Bei der gestrigen Entgleisung de- Nordbahnzug- wurden 4 Passagiere getödtet und circa 40 verwundet. Der Lokomotivführer ist verbrannt, das Zugpersonal theilweise schwer verletzt. Lokomotive und Wagen sind bi- auf zwei famwtlich zertrümmert. Gumbinnen, 4 November. Der Ausbruch der Cholera wird nicht nur aus polniich Augustowo (fünf Meilen von dem hiesigen Kreise Olctzko), sondern von der ganzen polnischen Grenze gemeldet. Dresden, 2. Novbr. Das „Dresv. Journ." veröffentlicht das officielle Programm zu den Hoffestlichfeiten bet Gelegenheit de- goldenen Ehejubiläums de- sächsischen Königepaares: Am 7. und 8. November Empfang der Hofstaaten, der Minister, der Landtagspräsidien, der Gesandten und der Deputationen zur Beglückwünschung; am 9. November keinerlei Empfang; am 10. November Vor- mittags kirchllche Einsegnung des Jubelpaares im Paratefaale des Schlosses, dann Zug in die katholische Kirche, in welcher unter Glockengeläute und Ge- schützlalven das Tedeum gesungen und eine flnne Messe gelefen wird. Um 4 Uhr königliche Tafel im Banketfaale, wozu die höchsten Herrschaften sich in den Ge- wächern der deutschen Kaiserin versammeln. Abends Festvorstellung im Hoftheater. Den Schluß ter Festlichkeiten bildet am 11. November ein großer Hofball. München. Mehrere neuerstandene Dachauerbanken haben nach zuverlässigster Mit- theilung, um der Spitzeder wirksamere Concurrevz zu machen, sich zugleich mii Freudenmäechcu und Bordellen affocirt. Bei dem blühenden Geschäftsbetrieb und der bedauerlichen Unwissenheit des niedern Volkes ist es nun begreiflich, daß zu d'N 7 bestehenden noch 2 neue Wucheibanken getreten sind, und hat auch ein Gras von Holstein eine solche errichtet mit der ausdrücklichen Bestimmung von 10 pCt. für 100 fl. Es ist bedauerlich, ober es muß, wie sich die hiesigen N. N. selbst aus- drücken, gefügt werden! Es gibt in Deutschland zur Zeit keine zweite Stadt, in ter die Ausbeutung der Armuth, Thorheit und Habsucht in so schamloser und rakfin rter Weise betrieben wird als in München. E n größeres Unheil als diese f Wucherbonk.n hat München noch nicht erlebt, so lautet'- überall. Früher ganz ehrliche Leute werden zu Agentin dieser Gaunerinst'tute und verfolgen die Bauern förmlich auf d«r Straße, um sie oder eher ihre Geldkatze für die Spitzeder und anderen Wucherbanken abzufangen. Es ist in Folge von plötzlichem Mißtrauen, von Mißverständnissen und Hetzereien einiger Pr.ßorgane und Privatleute schon jetzt zu Aufläufen und Ruhe- pörung'N tot ter Spitz.de, bank gekommen, daß die Polizei einschreiten mußte. Wozu wird es erst fo wmrn, wenn diele Betrugsanstalten einmal zusammenbrechen. MünchkU. Von München schreibt man ter „N. Z. Ztg.": Mehr als die kirchenpol'tijche Frage und tte schweren Folgen, die sich daraus für Staat und Kirche ergeb n müssen und mehr auch als die tiefgreifende deutsche Frage beschäftigen in Bayern gegenwärtig die neuesten sehr bedenklichen Erscheinungen In Kaschmir- schönen Thälern wüthrn Religion-kämpfe. Der mobameda- nische Theil der Bevölkerung zerfällt in zwei feindliche Secten, die 60,000 Sunniten, welche an Omar glauben, und die 10,000 Schiiten, die an Ali glaube» und ihn für höher als Mohamed selbst ansehen. Die Schiiten sind in der Hauptstadt Sirinagur, etwa 6000 Seelen stark, der thätigste und reichste Theil der Bevölkerung. Ja, der reichste Mann im ganzen Kaschmirthale ist Mirza Moha- iW Ali, ein ischiite. Zwilchen be.den Secten besteht ein unversöhnlicher Haß. Vor einiger Zeit errichteten sich die Schiiten in der Nähe einer Moschee der Sunniten ebenfalls ein Gotteshaus. Am 15. September hatten die Sunniten eine» Gottesdienst zu Ehren de- Stifters ihrer Moschee, und in ihrem Eifer zerstörten sie nach dem Gottesdienste das Bethaus der Schiiten. Diese sammelten sich de- Sonntag- und ein regelmäßiger Kampf fand Statt, der bis zum Montag dauerte und mit der Niederlage der kleineren Secte endete. Alle (Braud de- Burger- und Religionskriege- begannen nun. Raub und Mord herrschten in de» Straßen der Stadt. Die meisten hölzernen Häuser der Schiiten wurden geplündert und niedergebrannt, die Frauen entehrt, die Kinder geschlachtet. Erst am Montag griffen die Polizeibehörden ein, aber mit geringem Erfolge. Die Schiiten flüchteten und wurden, wo es mit Sicherheit gefchch-n konnte, von den Hindu- gastfreundlich ausgenommen. Mord und Brand erstreckte sich auch auf die Dörfer ; denn die Schitten vergalten, wo e- anging, wa- ihnen gethan wurde, und erst am Mittwoch war dem Kampf von den Trupp,n ein Ende gemacht worden. Der größte Theil von Sirinagur ist verlassen und Schitten wie Sunniten schmachten nun in Gefängnissen. Amerika. Newyork, 31. Oct. Der Dampfer „Missouri" ist auf der Fahrt von Ncwyort nach Havanna während eines Sturmes nahe Abaco verbrannt. Sa'mmt- liche Offiziere, sowie 25 Passagiere kamen um's Leben. Im Ganzen sind 80 Personen umg kommen. Washington, 3. November. Der Schatzsecretär Bovtwell ordnete für den Monat Novrmoer den Verkauf von vier Millionen Gold und den Ankauf von vier Millionen Bonds an. Local-Notiz. GikßkU, 3. November. Am 29. Oktober Nachmittags trat in Darmstadt das Lande-- Comite tut bas Hestrn Denkmal, bestehend aus la Bertreter jederProvivj, zu seiner Constiluirung zusammen. Zum Präsidenten des ComiteS wurde Fürst Bruno v. Ziendurg.-Buk-mgen und in den engeren geschasiSrührenden Ausfchuß die Herren Provmzialdirettor Goldmann, die HofgerichlSrüthß Hahn und Dr. Weber, Bankdireetor Wendelstadt, fämmllich aus Darmstadt; Fabrckant F«rd. Gail aus Gießen und Bürgermelster Wallau aus Mainz finannt. Im Interesse einer ener^iichen und centralisirten Gefchüfisleituna hatte man sich zuvor über daS Priocip geeinigt, den engere« Ausschuß vorwiegend aus Darmstädter Comite^Mitgli.dern zu bestellen und diesen nur noch auS jeder der beiden andern Prov nzen je einen Vertreter beizugeben. Weiter wurde beschloss.n, daS Protektorat des patiiotischen Unternehmens dem Großherzog. daS Corenpräsibium des ComiteS dem hessischen Divisionär. Prinzen Ludwig, anzutragen. Da« Comite wird nun zunächst eine« Aufruf zu Beiträgen an die Bewohner de« Großherzoglhums erlassen, und je nach der Höhe M eingehenden Gelder die Dimensionen des zu errichtenden Denkmal« bemessen zu welchem Concurr.nz- Cntwülse einzusenden die Künstler alsdann öffentlich aufgefordert werden sollen. C.nstweilen wuid« ein bereits eingdauftner, eingehend moNvirler Vorschlag de« Premierlteutenants a. D. und 9tt# Fraolsu' Mt ^ut!e ■t Station *r bi< Emst *ft< M11"' ? 1 fl. böb« He W Wner zesr.z«., R "i tQ«ditlid) f>ik tfraltrM 6(1 ia Umla». a\4 rf'Ki Df Ö** 5059) innen an ! idjlt irerdri 1) Zn be i) , । 3) , , Mäd^ 4) in be 8reii 5) in ber Freie 6) in (incL 7) in bi 8) . , ®i Vet '■Bfti „5129) Die »rmn-Miu y Paar ( 250 fc m. 2oo Äedruckie brob^cn. Pkb. «all 100 Psh. We'blned! @rli lohnen,; pm, 250 200 Pstz. 300 M 2 «n Vebertt biübi b0 Liter i 50 51"r Eisig ntb^ebei SDer^ laben^sluü Ä 2 Reicher Börsennachrichton. 4. November 1872. Preus». 41/a% Oblig. 103 Frankf. 3V»°/o Obi- 871/4 Nass. 41/1% Obi. 993/4 Kurhess. 4% n 94*/s Gr. Hees. 5% Obi. — » » 4% w 981/3 . n 3i/a0/0 „ 95 Bayer. 50/0 „ 100*-/4 n 41/a% 1jährige — * 4% 1jährige — Wtirtemb. 41/3% ObL 997/s Baden 41/a°/o Ohl. 0. E. L. 99 Vs Oesterr. Biiberrente 6 5 Vs „ Papierrente 61 Vr Spanier, neuest. 3% 29*/2 Amerik. Bonds 1881r 983/< „ . 1882r 961/4 . „ 1885r 971/6 „ „ 1887r 97 Actien. Frankf. Bank 146 */8 Frankf. Vereins-Kusse 167 Darmst. Bankaot. 518 Wien Bankactien 1090 Oeet. Creditact. 8651/3 Galizien 247 Vr Aetlen. 50/g öetr. F. 8t. E. B. 8631/3 Lombard. Bahn 219Vr Ludwigsh.-Bexbaob 200 Max bahn — Bayer. Ostbahn 1333/< Rhein-Nahebahn-Aot. 573/4 Hess. Ludwigsb.-Aet. 1833/a Oberhessen „ 80 Vg Prioritäten. 30/o öster. Stsb.-Prlor. 571/4 3O/o öst. s. Lombard — 30/0 Llvorneser 881/4 5% Tosoaner 601/3 50/g Elisabeth.-Pri<>r. 841/3 do. KL Emise. 84i/2________ AnlehenalooNie. Darmstädter fl.50Loose 207 n «25 55 Kurh. 40 Thlr. Loose 721/3 Nassau 25 fl. 473/4 Braunschweiger — 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. — 4O/o bayr. Präm.-Anl. 112S/S 4% badische Loose 110 Vs Badische fl. 35 Loose 70 Vr Oestr. fl. 250 ▼. 1854 93 WeeBt*©ir Amsterdam k. 8. 981/4 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 1047/a Bremen k. 8. 175Vg Brüssel k. 8. 931/4 Hamburg k. 8. 87 Vg Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1185/s Lyon k. 8. — Paris k. 8. 921 4893) Gegen guten Lohn wird in z eine größere Stadt eine erfahrene Köchin 60UÄt, welche sich zugleich der Hausarbeit unterzieht. Eintritt den 15. December d. I. Näheres Universitätsstraße Lit. 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Farbige Seidenstoffe für Damenkleider, pr. Meter zu 1 fl. 30 fr V10/4 8M „ „ % „ Servietten, pr. Dtzd. 12A Schlesische Damast - Tischtücher, pr. Stück 2 fl. 12 2 fl. 48 fr. und 4 fl. „ Servietten, pr. Dtzd. 3 fl. 30 ~ 5 fl. 30 kr., 7 fl. und 9 Handtücher, pr. Dtzd. von . . 4 fl. und 6 fl. Servietten, „ . . 3 „ 4 , Handtücher, „ Elle von. . . 10 fr. Adresse: I. Müller, Auslikon bei Wetzikon, Et. Zürich (Schweiz). 5046) Alte, abgenutzte Pferde werden angekauft für die Veterinäranstalt. Philipp Körber, Diener im Thierfpital. 5128) Ein Zapfjunge für meine Wirtschaft in der Caserne kann sofort eintreten. _________ Philipp Kreiling. 5121) Tüchtige Schneider finden dauernde Arbeit bei guter Bezahlung bei S- A. Blum e n f e I b. 5142) Steinkohlen, Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer, Buchen- und Tannenholz in iebem'Drantum, frei ans Haus geliefert, Steinkohlen können zu jeder Zeit vom Lagerplatz am Bahnhof geladen Eden bei__L. Klinkel. , 0137) Ein in bester Lage Gießens ge- legeneS Haus, in welchem seit einer Reihe von fahren ein Ladengeschäft, welches kein großes Capital erfordert, mit gutem Erfolg betrieben wird, Ist mit einer Anzahlung non 3000 fl. uiio sonst günstigen Zahlungsbe- dingungen zu verkaufen. In Auftrag: I. Rothenherger, Lindenplatz. „ tyianeu, rem 2Lolle, pr. Elle von......24 „ Velours zu Kinder-Mänteln und Damen-Jacken, pr. Elle 1 fl Double-Stoffe zn Domen-Mänteln, pr. Elle zu 1 fl. 30 fr. u. 2 fl. 30 fr. Regenmantel-Stoffe, deutsche, pr. Elle . . . 36 fr 5/ /4 // v» Handtücher, „ Elle von. . . 10 fr. .. 15 fr. LZ-« E*" mit Franzen, pr. Stück 2 fl. 30 fr. und 3 ff. Frühstück-Servietten in Damast, pr. Dtzd. 2 fl. 30 fr. und 3 fl. Damast-Gedecken (1 Tafeltnch mit 12 Servietten, 6 Men lang und 3 Ellen breit), pr. Gedeck von...... Damast-Gedecken (1 Tischtuch mit 6 Servietten, 3 Ellen lang und 3 Ellen breit), pr. Gedeck von . . . % Siegener Leinen, pr. Elle von..... 6A Cr«as-Leinen, pr. Elle von..... Manufacturwaarm- Ausverkauf tKST* wegen Geschafts - Veränderung l . '51,42 Meine sämmttichen großen Vorräthe, bestehend aus Seiden-, Leinen-, Wollen-, Baumwollen- und Pelzwaaren tc zu verringern, habe mich entschlossen, einen Ausverkauf zu halten. Es wird hierdurch meinen Ab- Preis" M Äsen b' nut a(tere' sondern auch solide, geschmackvolle Gegenstände bedeutend unterm Die Preise sind fest und an jedem Stück mit rothen Ziffern bemerkt. Moritz Heichelheim', Seltersweg C. 185. 5127) Ein gesetztes Frauenzimmer, welches einem Haushalte selbstständig oorstehen kann, wird gegen boheu Lohn gesucht und kann alsbald eintreten bei Philipp Kreiling, __Cantinenwirth._______ 5029) In eine hiesige Restauration wird ein Kellner gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Blkts. 50)2 Ein KUhofcn wird zu kaufen, oder gegen einen hohen Säulenofen urnzu- tauwben gesucht. Näheres bei der Exped. d. Blits. 5133) Unserem Freunde Chr. K..... zu seinem heutigen 22. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche und ein dreifach donnerndes Hoch! __________Mehrere Freunde. Vermiethunstell, 5144) Möblirte Zimmer zu verrniethen- Neustadt Lit. D. Nr. 57._________________ 5146) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu verrniethen bei ______Julius Wallach, Marktplatz. 5138) Der zweite Stock meines Hauses ist zu verrniethen und sofort zu beziehen. ___________________F. Hoffmann. 5134) Zwei gut möblirte Zimmer mit Cabineten zu verrniethen. Wolkengasse Lit. C. Nr. 90.____________________ 2395) Der untere Stock meines HauleS aus 6 Piäcen und Küche rc. bestehend, ist zu verrniethen und sogleich zu beziehen. _______________Carl Emmclius. 5013) Ein kleines Logis in meinem Nebenhause, 3 Zimmer, Küche u. s w. enthaltend, zu verrniethen. _________________H. Becker, Anlage. 4950) Zn meinem Hause sind noch mehrere Logis zu verrniethen und alsbald zu beziehen H. Werner, Schreiner, _____________________Kaplansgasse._______ 5092) Der mittlere Stock meines Hauses am Schützenhof zu verrniethen und gleich zu beziehen. I. Wagner, am Schützenhof.