!*5L* *i iMlttg tln« «e- 'nm rfr» h£*p Ä*ä LL'LK ^fehlen sich- “Wteium, ^-Kicker.___ WDinoF ibe&Comp. en v°o Anzeigen rr her Weit. 1 billige Bedienung. ^Voranschlag, sowie pratu-franco. Prankfurta.M. nturen in allen i Städten. •lag n zur Gartenlaube. 000 Exemplare. s-GMW fr ElsenbM-, 1 ^.12. Mittags- lw 12. Mittags-. i Abcüds, ^^d^^NachM- 350, Kachln- Dono- r 7^Än(J. .';*5».i**** t^icpen^E 750-bds. U r N-^-bds- ebeutenben Reserven, Hat, Waaren, i Lande, gegen an- $rdmien. reiben niienfgeltlitfy eßen, ßtxV-$tWW- n-Mmdenn M ollamtliche» u, am ’Dlarit. ’ffr-'Sübn. Gießen nach! t*°. Sonn- MNaM. 2<7- Nachts. Dom. 4A Nachm. Nachts. l-.Dorm-^.Nachm. 12». Nachts. Sieben vo°- HU. DvM- d*5' ß-,3 12'6* Nachts. Nachm-7"*-^ds. w Dom W Nachol- . jp, Nachts- P^etS vrerreljahrig 1 fL 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 51 fl. 29 h. Oießemr Anztiger. tSrfcheml täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Donnerstag oen 5. September 1872. Rr. 208. Amtlicker T h e i l. Girren, am 3. September 1872. Betreffend: Aufsicht über das Fasfeloieh. Das Grsßherzsgliche Kreisam 1 Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der nachbenannten Brte. Die Besichtigung der Fasselochsen durch die Commission des landwirthschafttichen Bezirksvereins Gießen soll Montag den 9. l. M. in Lich, Eberstadt, Ober-Hörgern, Holzheim, Dorf-Gill, Grüningen, Watzenborn, Hausen und Garbenteich, sodann Dienstag den 10» l M. in Steinbach, Albach, Annerod, Oppenrod, Burkhardsfelden, Hattenrod, Ettingshausen, Münster, Ober- und Nieder-Bessingen, stattfinden. Sie wollen die Fasselhalter anweisen, zu Hause zu bleiben und der Commission auf Verlangen die Ochsen vorzuführen. Von Ihnen selbst wünschen wir, daß Sie bei der Besichtigung in Ihren respectiven Gemeinden anwesend seien. v. Röder. P o l i t i s ch Die Siegesfeier. Die Erfahrung lehrt, daß in vas Gevächtniß der Völker am tiefsten die Erinnerung an die großen entscheivungSvollen Schlachtage sich eingräbt. Die Erinnerung an eine Periode der Noth, des Unglücks, der Schmach lebt unauslöschlich im Volksbewußtsein fort, wenn sie sich an einen bestimmten Unglückstag knüpft. Den Römern waren die Tage von der Allia und von Cannä bis in die spätesten Zeiten Trauertage, In dem Gedächtniß der Franzosen concentrirte sich der mächtige Dölkerkompf, in welchem das erste Kaiserreich zusammenbrach, in dem einen Worte „Waterloo." Und wir, wenn wir die Zeit unserer Erniedrigung in ein Wort zusawwenfaffen wollen, sagen nicht „Tilsit", wir sagen „Jena." Und ebenso ist es mit den ruhmvollen Momenten der Geschichte. Dem Geschichtsforscher freilich, ja überhaupt dem wissenschaftlich Gebildeten erscheint die Geschichte als eine Kette von eng verschlungenen Begebenheiten, in der vielleicht nicht immer grade diejenigen Ereignisse, welche die Phantasie am mächtigsten erregen, in dem ununterbrochenen Causalncxus auch nothwendiger Weise die größte Bedeutung beanspruchen können. Der Geschichtsschreiber, der das Verstäntniß des inneren Zusammenhanges der Dinge zu durchdringen sucht, verweilt mit Vorliebe bet der stillen Arbeit, welche die großen Thaten auf dem Schlachtfelde vorbereitet hat, er beurtheilt die Kraft eines Staates, die Tüchtigkeit seiner Lenker nicht blos nach diesen Thaten selbst, sondern auch nach der Geschicklichkeit, mit der die Thaten in Friedensschlüssen, in den Evolutionen der Diplomatie, in der dem Kriege folgenden Friedenearbeit verwcrthet sind; ihm ist die einzelne Großthat ein Moment, dem Volke ist sie ein Symbol, der ererbte Inhalt seines Gedächtnisses, seines Nationalbewußtseins. Die Namen Fehrbellin, Hohenfriedberg, Roßbach, Leuthen, Katzbach, Leipzig, Belleallianze und zahlloser andere Schlachtennamen leben unvertilgbar im Ge- dächtnisse des Volkes. Das Volk fragt wenig nach dem Zusammenhang, es knüpft die Namen der Schlachten nur an die Namen einzelner Helden, des großen Kurfürsten, des alten Fritz, des alten Blücher. Mit Recht sucht ihm die Schule auch den geschichtlichen Zusammenhang zu vermitteln; aber das würde ihr schwerlich gelingen, wenn nicht bereits für ihre erläuternde und ergänzende Belehrung die stolzen Namen auf dem Wege der zuweilen fast sagenhaften Ueber- lieferung sich dem Gedächtniß des Volkes emgeprägt hätten, zum volksthüwlichen Besitz geworden wären. Und diese Erscheinung kann durchaus uicht befremden. Denn — um von dem mächtigen Eindruck einer Siegesbotschaft auf die Phantasie der Zeitgenossen und der Uebcrlieferung dieses eingreifenden Eindrucks auf die Nachwelt ganz abzufehen — auf die Wahlstatt greift die organisine Kraft des Volkes selbst unmittelbar bestimmend und entscheidend in die Geschicke des Vaterlandes, in den Verlauf der Weltgeschichte ein. Mag der Kamps in stiller, energischer, pflichttreuer Arbeit der Herischenden noch so gründlich vorbereitet sein, mag die genialste Staattkunst noch so geschickt im Voraus Alles gethan haben, um die Früchte des Sieges zu sichern: der Sieg selbst ist zunächst von der Kraft uud Tüchtigkeit des Volkes bedingt; allerdings nicht von der rohen, sondern auch von der politisch und militärisch organisuten Kraft. Aber ein schlaffes und entartetes Volk laßt sich (bin nicht so «reiflich orgonisircn, wie ein tapferes, treues und ruchliges Volk: ein Organismus wie des preußischen und gegenwärtig des deutschen Heeres hat die KampfeStüchtigkeit der Nation zur Voraussetzung. Die Energie und Leistungsfähigkeit des gesammten StaatSorganiSmuS, das Genie der Führer, die unmittelbare Kraft des Volkes — aus dem Zusammen- wirken dieser Faktoren entspringt, soweit es überhaupt von uicnschlicher Kraft abhängig ist, der kriegerische Erfolg. Im Siege wird sich das Volk seiner Kra bewußt, der Sieg lebt fort in feinem Gedächtniß, tn seinen Siegen feiert es die geschichtlichen Thaten, an denen es selbst unmittelbar und entscheidend mitgewirkt hat. Ja dem Andenken an den einzelnen Sieg pflegt sich ihm daher auch die Erinnerung an den ganzen Krieg zu concentriren. er T h e i l. Wenn das deutsche Volk den Krieg von 1870—1871 nach dem Namen einer Schlacht bezeichnen wollte — was, wir gestehen das gern zu, allerdings sehr einseitig wäre, und wogegen die Geschichte entschieden Protest einlegen müßte — so würde es ihn nicht anders bezeichnen, als den Krieg von Sedan. Sedan ist ein Siegestag wie die Tage von Marathon, Salamis, Bellealliance: nicht weil an diesem Tage die Macht Napoleon's zusammengebrochen ist, sondern weil an diesem Tage Deutschland die Vernichtung der militärisch organistrten Kraft Frankreichs vollendet hat. Gewiß stehen militärisch die Thaten von Metz mit dem Siege von Sedan auf gleicher, vielleicht noch auf höherer Stufe. Aber der RvhmeSglanz von Metz breitet sich über eine Kampfesarbeit von Monaten, der db'n Sedan bestrahlt die Arbeit eines oder zweier Tage. Der Tag von Sedan gab uns die volle Gewißheit des Sieges, auf dem Schlachtfelde von Sedan wurde die Einheit Deutschlands erkämpft, wurde das deutsche Reich wiedergeboren. Nicht den Sturz des französischen, die Wiederherstellung des deutschen Kaiserreichs feiern wir, wenn wir Sedan feiern. Wohl soll und wird auch die feierliche Proklamation des deutschen Kaisers im Gedächtniß des deutschen Volkes fortleben; tiefer aber noch wird sich ihm die Großthat einprägen, aus der der Bau des Reiches erwachsen ist. Auf den Schlachtfeldern setzten wir Alles für Alles ein und grade die Größe der Gefahr erhöht den Werth des mühevoll errungenen Gutes; der Erfolg pflanzt sich dem Volksgedächtniß am unvergänglichsten ein, bei dem die Größe des Einsatzes der Größe des Gewinnes entspricht. Deutschland. Darmstadt, 4. Sept. Der Minister v. Lindelof und der Geh. Staatsrath Frank sinh um ihre Pensionirung eingekommen. Berlin. Während Vie Ministerkrisis in Darmstadt nach den neuesten Nachrichten eine günstige Wendung zu nehmen verspricht, indem man den durch seine reichsfreunbliche Gesinnung bekannten Geh. Rath Hoffmann mit der Bildung eines neuen Ministeriums betraut sein läßt, gehen aus München neuerdings wieder Nachrichten ein, denen zufolge in den dortigen maßgebenden Regionen eine sehr deutschfeindliche Stimmung herrscht. Der Verlauf, welchen die dortige Minister- krisis nimmt, bestätigt wieder einmal Vie alte Erfahrung, daß Ministerkrisen in Bayern einen chronischen Charakter haben. Selbstverständlich verfolgt man den Verlauf der Angelegenheit hier mit der allergrößten Ruhe. Bei Beurtheilung der Stellung der Reichsregierung zu den Vorgängen wird man wohl vor Allem an dem Gesichtspunkte festzuhallen haben, daß die Stellung Bayerns zum deutschen Reich Vertrags- und verfassungsmäßig geordnet ist, und daß von Seiten der Reichsregierung niemals Forderungen an Bayern gestellt worden sind, welche nicht mit der Reichsverfassung und den wohlverstandenen Interessen des süddeutschen Königreichs im Einklang gestanden hätten. Die Reichspolitik hat bisher zeve Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bayerns auf bas strengste vermieden unv wird dies Verfahren nach wie vor festhalten. Sie kann um so wehr mit ganzer Ruhe den Verlauf der bayerischen Ministerkrifis zusehen, als wohl nicht zu bezweifeln ist, baß ein particularistisch - klerikales Ministerium, wenn ein solches wirklich berufen werden sollte, in sehr kurzer Zeit sich überzeugen wird, wie sein Regiment weder mit der öffentlichen Meinung, noch mit den Interessen Bayerns verträglich ist. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man zuversichtlich, daß ein Ministerium Gaffer nur von sehr kurzer Dauer setn könne, und man hält eS für möglich und wahrscheinlich, daß es alsdann einem zweiten Ministerium Hohenlohe Platz machen werde. Uebrigens hat sich unsere Voraussetzung, daß es Herrn v. Gaffer schwer fallen wird, ein neues Ministerium zu Stande zu bringen, als richtig erwiesen. Ein Privattelegramm aus München meldet, daß sich den Bemühungen des Herrn v. Gasser die größten Schwierigkeiten entgegenstellen, vornehmlich, weil sich kein General findet, ver als Kriegsminister in ein particularistisches Ministerium eintreten will. Metz, 31. Aug. Der Rector der hiesigen Iesuitenschule von St. Clement bekämpft. Herren v. Lerchenfeld, Regierungspräsident in Bayreuth, und Miuisterrath v. Lob- kowitz dahier, deren particularistische Richtung außer Zweifel steht, und bei Ersterem vielleicht nur durch dessen ultramontane Neigungen einer Modification fähig wäre, bereit erklärt. Mit der Justiz jedoch hatte man bei dem bekannten Staatsrath Bomhard entschieden Unglück; derselbe beeilte sich, aus Gesundheitsrücksichten dankend abzulehnen und dies zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Für das Innere endlich scheint man überhaupt noch keine geeignete Persönlichkeit entdeckt zu haben. Die Zusammensetzung des neuen Ministeriums scheint somit für den Italien. Einige Journale haben das Gerücht verbreitet, als beabsichtige die italienische Regierung, das aus dem Verkaufe der geistlichen Güter zu lösende Kapital dem Papste zur Verfügung zu stellen. Die „Opinione" tritt diesem Gerüchte entgegen und sagt, daß die Regierung eben so wenig den Erlös der Kirchengüter dem Papste einzuhändigen, al- ihn in den Staatsschatz zu legen gedenke, sondern ihn Die Dauer der auf den 17. September in Fulda anberaumten Eouserenz Premier do facto ein schwierige- Stück Arbeit zu werden und schon hört man der deutschen Bischöfe, welcher auch diesmal der Erzbischof von Köln präfiviren von befreundeter Seite besorgte Zweifel, ob e- ihm überhaupt möglich sein werde, wird, ist aus drei Tage festgesetzt. Al- erster Gegenstand der Tagesordnung den bisher mangelnden Ruf außergewöhnlicher Begabung bei dieser Gelegenheit wird nach der „Franks. Ztg." eine eingehende Berathung über die Stellung der zu erwerben. Obwohl die bisher genannten Persönlichkeiten eine ungleich stärkere OrdensgeseVschaften in den einzelnen deutschen Staaten, sowie die damit im Zu- Heranziehung de- rein ultramontanen Element- darstellen, al- man noch vor samwenhange stehenden jüngsten Ereignisse genannt. Don süddeutschen Bischöfen Kurzem erwarten zu dürfen glaubte, so verharrt doch die Partei selbst in kühler wird, wie in clericalen Kreisen verlautet, nur der Bischof von Speier nicht zu der Zurückhaltung. Vielleicht glaubt sie ihrer Sache so weit sicher zu sein, daß sie Conferenz erscheinen. nach dem Scheitern der Gaffer'schen Mission unbestritten Herr in der Situation Berlin, 3. September. August Braß zeigt in der heutigen Nummer zu sein erwartet. Wie die Dinge liegen, ist ein ultramontanes Ministerium für der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" seinen Rücktritt von der Redaction Bayern eine nothwendige Uebergang-phase geworben, deren nochmaliges Hinaus» diese- Blattes an. — Die Abendzeitungen erwähnen die Contractbrüchigkeit schieben vielleicht nur zu beklagen wäre. (D. Pr.) d-r Frau Lucca, welche, ohne hier entlassen zu sein, am 31. August nach Amerika München, 2. Sept. Die Versuche de- Herrn v. Gaffer, ein neues Mini» abgesegelt sei. sterium zu bilden, wollen noch immer nicht zum Abschluß kommen: Herr v. Bom» erlitt, 4. September. Kaiser Wilhelm wohnte heute Morgen den Hard, welcher Iustizminister werden sollte, hat für diese Ehre gedankt; er zieht es Truppenübungen auf dem Kreuzberg bei. Der französische Botschafter, Marquis aus „Gesundheitsrücksichten" vor, Staatsrath im ordentlichen Dienst zu bletben. de Gontaut-Diron, trifft heute Abend hier ein. — Prinz Max Emanuel von Herr v. Prankh, dem zugemuthtt war, da- Portefeuille des Kriegs, wie bisher, Bayern fuhr heute Mittag nach Potsdam, um den Kronprinzen, die Kronprinzessin fortzuführen, bedauert, dem Anträge nicht Folge geben zu können, und so ist, ob- und die übrigen anwesenden Mitglieder der königlichen Familie zu begrüßen, gleich die Bemühungen de- Herrn v. Gasser schon seit drei Wochen dauern, noch Fürst Bismarck ist heute Mittag vom Kaiser empfangen worden, vorher machte kein definitive- Resultat erzielt worden. Herr v. Lutz reibt sich die Hände, weil der Reichskanzler dem Fürsten Gortschakoff einen Besuch. bei dieser Gelegenheit der Beweis beigebracht wird, wie schwierig die Constitui- Berlin, 4. September. Die „Prov. - Corr." schreibt in einem Leitartikel: rung eine- Ministeriums aus einer um etliche Nuancen dunkleren Fraktion sei. Der Besuch der kaiserlichen Gäste hat unverkennbar nicht blos die Bedeutung So groß ist die Verlegenheit, daß man sogar nach einem Grafen Seinsheim, dem eine- Austausche- von Freundschaftsbeweisen. Derselbe gilt vielmehr als Unter- zweiten Präsidenten der Abgeordnetenkammer, greifen will, um nur einen Minister pfänd des guten Einvernehmen- zwischen Deutschland, Oesterreich und Rußland, des Innern zu haben. In General Maillinger oder General Leonard hofft man Hierin liegt ein unzweideutiges Zeugniß, daß die großen östlichen Nachbarreiche rndeß einen Ersatz für Herrn v. Prankh zu finden und so in den nächsten Tagen sich mit der neuen Ordnung der Dinge, die aus dem Schlachtfelde von Sedan doch mit dem neuen Ministerium vortreten und es vom König sanktioniren lassen und anderen deutschen Siegen emporwuchs, rückhaltslos befreundet haben und mit zu können. Bis dahin werden die bisherigen Minister im Amte bleiben und Vertrauen auf Deutschland blicken. Deshalb wird das Erscheinen der hohen chre Enthebung von ihren bisherigen Posten wird gleichzeitig mit der Genehmi» Gäste von dem deutschen Volke mit doppelt freudiger Empfindung begrüßt und gung des neuen Ministeriums erfolgen. Die Folge dieser Vorgänge, bei denen überall ist ihnen der ehrenvollste und herzlichste Empfang gesichert. Auch Europa die liberale Partei kühl bis ans Herz hinan bleibt, wird nur die sein, daß Bayern darf mit Vertrauen und Genugthuung auf die Kaiserbegegnung blicken. Dieselbe in kurzer Zeit wieder um einige Tausend Gulden mehr Ministerpenstonsgehalte als knüpft zwar an militärische Festlichkeiten an, ist aber ausschließlich von den fried- bisher zahlt. Dos ist da- Land schon gewohnt! Selbst die Thatsache, daß die Beherrscher Oester- München, 4. September. Es bestätigt sich, daß das Justiz-Portefeuille als „jedenfalls verfrüht" bezeichnet, an ihrer thatfächlichen Begründung ist indeß Garde nach Berlin abgereist. kein Zweifel mehr möglich. Als Herr v. Lutz Gewißheit erlangt hatte, daß er Sottilltb weder zur Einhaltung seiner bisherigen Richtung, noch zur Betretung einer neuen, * den nunmehrigen höchsten Intentionen entsprechenderen Bahn das erforderliche Haag, 4. Sept. Die heutige Sitzung des Congresses der Internationalen königliche Vertrauen mehr besitze, demissionirte er sofort. Es ist möglich, baß er verlief unter stürmischen Debatten über die Frage, ob die Leitung de- Congresses die formelle Genehmigung die,es Gesuches auch jetzt noch nicht in Händen hat, in centralem ober föderalem Sinne zu hanbhaben fei, wovurch die Abstimmung allein die unmittelbar folgende Autorisation des Herrn v. Gaffer zur Einleitung über die Gültigkeit einzelner Mandate beeinflußt werben würde. Die spanischen der nunmehr erforderlichen Schritte involvirt sicher die faktische Entlassung und Delegirten verließen in Folge der stürmischen Scene die Versammlung. war auch für seine übrigen College das Signal, ihre Portefeuilles zur 93er- fügung Sr. Majestät zu stellen. Auch hierauf mag ein Bescheid noch nicht erfolgt " sein, Herr v. Gösser ist inbeß sofort an die Neubildung des Cabinets gegangen, Paris, 2. September. „Temps" veröffentlicht ein ihm zugegangene- ohne jedoch dieselbe so rasch als er wohl wünschte zu Stande zu bringen. Zur Schreiben de- Pater Hyacinthe, worin derselbe seine bevorstehende Verehelichung Uebernahme der Ministerien des Cultus und der Finanzen haben sich zwar die anzeigt und in längerer Auseinandersetzung die Lehre vom priesterlichen Cölibat lichsten Absichten eingegeben. .... „ . .......... .... reichs und Rußland- in freundschaftlicher Theilnahme den deutschen Truppen- auch dem Gerichts-Präsidenten Neumayer angeboten, von diesem jedoch abgelehnt Übungen beiwohnen, deutet darauf, daß sie in der Militärmacht Deutschlands eine worden ist. Ebenso soll RegierungS-Präsident Zwehl neuerdings Bedenken tragen, Bürgschaft für den Frieden Europas erblicken. Die Eintracht zwischen Deutsch- vaS Portefeuille des Ministeriums des Innern zu übernehmen. land, Oesterreich und Rußland soll keinem anderen Zwecke bienen, als Der Metz, 31. Aug. Der Rector der hiesigen Iesuitenschule von St. Clement Wahrung friedlicher, geordneter Zustände Europas: das ist der Sinn der Drei- hat seine Empfehlungskarte abgegeben; in taktvollen Worten nimmt er Abschied Kaiser-Zusammenkunft, den die öffentliche Meinung Deutschlands und Europas mit von seinen früheren Zöglingen und deren Eltern. Er bemerkt: Alles Erdenkliche richtigem Verständnisse erkannt hat. — Der Kaiser gedenkt am 12. September nach wäre von den frommen Vätern versucht worden, um hier zu bleiben; auch der Westpreußen abzureisen. Am 14. Sept, wird er der Grundsteinlegung für die hiesige Magistrat habe sich fürbittend verwandt, um einen Aufschub Der Maßregel Gewerbeschule in Bromberg beiwohnen. um ein Jahr, allein die deutsche Regierung habe Alles abgeschlagen. Auch wäre Berlin, 4. Sept. Das Central-Comite für die westpreußischc Säcularfeier es den Mitgliedern der Gesellschaft unmöglich geworden, sich in den östlichen De- erhielt die zufriedenstellendste Mittheilung über das Befinden des Kaisers. Daß partcments Frankreichs niederzulassen, sie würden sich daher in die schon bestehen- derselbe verhindert sein werde, an Den Festlichkeiten Theil zu nehmen, ist nicht oen Anstalten von Amiens, Boulogne und Lille vertheilen. Der Rector schließt mehr zu befürchten. — Der deutsche Botschafter in Petersburg, Prinz Reuß, ist mit Der Hoffnung, die östlichen Distrikte Frankreichs nicht für immer zu verlassen, hier etngetroffen; der deutsche Botschafter in Wien, Graf Schweinitz, wird heute Hierzu bin ich in der Lage, einen kleinen Commentar zu geben. Den hartnäcki- Abend erwartet. Der Großherzog von Baden ist soeben eingetroffen und im gen Bemühungen Der Jesuiten, in Der Nähe Der Grenze Hütten zu bauen, ist von kaiserlichen Palais a'sgeftiegen. — Fürst Bismarck empfing gestern AbenD noch ver französischen Regierung ein ebenso hartnäckiger Widerstand entgegengesetzt, den baverischen Gesandten beim Papste, Grafen Tauffkirchen. Man hat den frommen Vätern bedeutet, man habe klerikale Schulen genug. Coblenz, 29. Aug. Ueber die schon gemeldete Schließung des Klosters Wenn nun Der Rector der hiesigen Anstalt behauptet, Deren Mitglieder gingen Laach berichtet Die „Rhein- und Ruhr-Zeitung": Gestern begab sich Der königl. nach Dem NorDen, so ist das nur in Bezug auf einen sehr kleinen Theil der Fall. Landrath Delius von Mayen in Begleitung ves KreisfecretärS Feistel nach vor- Die Herren werden zum bei Weitem größten Theil in Nancy und Epinal, d. h. hergegangener schriftlicher Anmeldung in bas Kloster, um Dem Vorstände und den m unserer Nähe, ihren provisorischen Wohnsitz nehmen. Daß hier Die Option so Insassen im Namen Der Staatsregierung zu eröffnen, Daß sie Das Kloster bis zum ergiebig ausfällt, liegt zum größten Theil an Dem Einfluß Der bekanntlich außer- 1. Januar k. I. zu räumen, bis Dahin und ferner aber sich Der Abhaltung von ordentlich zahlreich vertretenen und dabei einflußreichen Patres. Gottesdiensten, zu Denen Das Publikum Zutritt hat, gänzlich zu enthalten haben, jDeftetteid) während das Mcffelefen überhaupt gestattet bleibt. Gutem Vernehmen nach zählt, ' nachdem eine große Anzahl Jesuiten bereits abgereist sind, das Laacher Kloster Wien, 30. Aug. Die „Tiroler Stimmen" erregen die Heiterkeit Der noch jetzt etwa 20 Priester, 110 Scholastiker und 20 Laienbrüder, zusammen also liberalen Blätter durch Die feierliche Erklärung, „Daß bis zur StunDe nicht ein 150 Mann, eine Zahl, welche als paffenDer Beleg ultramontcner Wahrhaftigkeit einziger Jesuit aus Preußen nach Oesterreich (Cis- und Transleithanien) gekom- gelten kann, denn bekanntlich gaben hervorragende Mitglieder der Centrums- men ist und daß auch in Zukunft keiner nach Oesterreich kommen wird, um sich fraction im Reichstage die Zahl der in Deutschland vorhandenen Jesuiten aus bei uns bleibend niederzulassen. Dies ist oaS neueste Stichwort. An demselben 200 an. Die abreisenden Väter suchen ihren Charakter als Jesuiten nicht nur Tage, wo das Zwerger'jche Organ dies veröffentlichte, verspottete das „Vaterland", auf ihren Legitimationspapieren, sondern auch in ihrer Kleidung möglichst zu ver- also ein unverdächtiger Gesinnungsgenosse, diejenigen, welche über die Einwande- bergen und kaufen sich in den Kleibermagazinen hellgefärbte Anzüge. rung „einiger" Jesuiten Merkmale der Beunruhigung zeigten. Die Erklärung München, 1. Sept. Unsere Ministerfrage hat sich zu einer fast vollständi- Zwerger'S, die augenscheinlich die Behörden in ihrem Zuschauen „Gewehr an gen Cabinetskrtse auSgewachs n. Diese Entwicklung ist eine naturgemäße, denn Ort" unterstützen soll, hat übrigens ein Hinterpförtchen, auf das Die „Presse" feit Dem EingestänDniß Der bestehenDen Verstimmung und der Hinneigung zu einer beiläufig hinweist: Die „Tiroler Stimmen" sprechen immer nur von „Preußen", prononcirt particularistischrn Politik konnte Das Verbleiben Des halbnationalen währenD Die AuSwanDerung doch nicht blos für Preußen gilt. bisherigen Ministeriums unter einem Premier von Den Anschauungen Des Herrn Sidhtoeu v. Gasser trotz Der bekannten AccomodationSfähigkeit einzelner Elemente füglich Doch v'cht mehr erwartet toerDen. Die Mittheilungen über die Entlassung Dee Bern, 4. Sept. General Herzog, Der Oberbefehlshaber Der schweizerischen Herrn v. Lutz unD seiner College» mit Ausnahme Des Kriegsministers werDcn zwar BunDeSarmee, ist auf Einladung des Kaisers Wilhelm zu den Manövern Der Nb :*»Eü S* l» bt V”6 «' ;A1““ «<* ,°T«> i.%86, »" w»« -7*S i» bleiben, »te di,h» m l° >», °d. ta»erii, nC4 Ou täibt, g(j( !,9 die kmßiini- .tItl Krartio» (ei. ltD ^klurheill, dm nur einen M,vjß„ «mrt> hojfk man ’fn ■* Lagen taicn.ren iaflfn Imte bltibtn M ®ii tu Genehvi, bei denen >t (tin, tatz Bayern prvßonsgehalte als Ju-iz • ^ortt(tuiDe em jktoih abgelehnt 0« Bedenken tragen, le non St. Clement nimmt er Abschied t: Alles Erdenkliche i bleiben; auch der sschnb der Maßregel chlagen. Luch wäre in den Pichen De» n die schon bestehen» Der Rector schlich immer jn verlassen, en. Den hartnacki» i ju baut!!/ ist von and entieyugt^t aU Schien tzUiug. i ^itgüecu gingen einen Theil der Kall. 9 und (Spinal, d. h. fc hier die Option [o er bekanntlich aujei- -s. Wechsel 8. 977/8 k. 823/4 Oberhessen 1063/4 ih# s. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 100 104% 175i/8 93% 87% 923/8 107 k. 8. 105 k. 8. 117Vs k. 8. — Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto Aetlen. Frankf. Bank 144% Frankf. Vereins-Kasse 152 Darmst. Bankaot. 515 Wien Bankactlen 940 Oest. Oreditaot. 366 Galizien 260% Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 230 Ludwigsh.-Baxbaoh — Max bahn 146% Bayer. Ostbahn 138 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — diesem Jahre unbedingt mttgezählt werden, da an den meisten Orten der erste Tag unter wüthenden Regengüssen vollständig zu Wasser wurde. Im Ganzen fielen also am 12. und 13. August 25,241 Haidehühner, 172 Hasen, 31 Becassinen, 38 Kaninchen und 1 Schnepfe von etwa 1200 Schützen- Wenn man bedenkt, welche Armee von Jagdhütern, wie viel Hunde und Gewehre und überhaupt wie viel Geld für Reisekosten und alle möglichen Dinge dazu gehört, den Feldzug gegen das Wild zu führen, so ist ein Vergleich zwischen Jagdsport und Krieg auch im Punkte des „nervus rerum“ durchaus nicht so ungerechtfertigt, als es im ersten Augenblicke scheinen möchte. Daß auch seit den ersten Tagen der Jagd die Schützen nicht müßig gewesen sind, erfährt man in der Hauptstadt hauptsächlich an den niedrigen Preisen für Wild aller Art. gegentreten." Börsenberichte. Frankfurt a. M., 4. September. Die, wenn auch nicht mehr so empfindliche, so doch anhaltende Geldknappheit setzt dem Verkehr an unserer Börse fortwährend Schranken, welche sich auch innerhalb der nächsten 8 Tage schwerlich erweitern dürft«. Die Banken und BanquierS brauchen ihr Geld für die Wechselzahlungen an die NeichSregierung, und die kleine Spekulation, welcher der Ultimo noch stark in den Gliedern steckt und eine gewisse Angst vor dem nächste» Medio nicht überwinden kann, sucht sich bestmüglichst zu erleichtern. Dies war heute namentlich bei Bankeffecten bemerkbar, deren schwerere Sorten durch starke Realisation-Verkäufe nicht unbedeutend zurückginaen, Darmstädter z. B. gleich um 9 st., leichtere Gattungen hielten sich relativ fest. Deutsche Effectenbank waren trotz der niederen Berliner Notirung von 140 doch sehr beliebt und gingen zu 141 — 141% in starken Posten au- dem Markt. Amsterdamer lebhaft umgesetzt bet 115%—116, Antwerpener und Frankfurter WechSlerbank, ebenso Baubank, für welche die Nachfrage täglich wächst, sehr fest. Deutsche Vereinsbank, Oesterreichtsch-deutsche und Bankverei» durch Verkaufsofferten geschwächt. Von Deutscher Handelsgesellschaft kam heute gleichfalls eia großer Posten zum Angebot, der aber rasch bei billigerem Preis abgenommen wurde, worauf der CourS wieder anzog und bald noch mehr anziehen dürfte. Auf dem Speculationsmarkte bliebe» die Umsätze beschränkt und Preise für StaotSbahn und Creditactten waren weichend, befestigten sich aber im Laufe des Geschäftes wieder. Lombarden dagegen waren sehr beliebt und wurden bei ziemlich umfangreichem Geschäft mit 229%—230 bezahlt. In Bahnactien waren die Umsätze auf ein Minimum beschränkt und die Course waren eher weichend. DaS Gleiche gilt vo» Prioritäten. Staatspapiere, Loose und amerikanische Werthe stagnirten fast vollständig. k. I k. I m. i 1. । 4% Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40 —42 Holl. fl. lÖSt 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 19% —20% Engi. Sover. 11 47—49 Buss. Imper. 9 43 —45 Dollar in Gold 2 24%-25% k. k. k. k. v Vermischtes. Dornholzhausen, 2. Sept. Heute Nachmittag fand in der Nähe unseres Dorfes auf der von herrlichen Waldungen umgebenen Pfingstweide unter dem heitersten Himmel eine schöne Feier statt- Die gesammte Schuljugend von Lützellinden, Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen, Groß-und Klein-Rechtenbach, Volpertshausen, Vollnkirchen, Reiskirchen und Niederkleen und von den benachbarten hess.-darmst. Dörfern Pohlgons und Kirchgöns versammelte sich dort mit ihren Lehrern und fast allen Pfarrern. Auch sonst fanden noch manche Festgenossen sich ein, um mit der frohen Jugend das Ge- dächtniß des großen Tages von Sedan zu feiern. Aus Hochelheim waren fast sammt- liche Krieger, welche den Feldzug milgemacht hatten und auch aus Dornholzhausen mehrere zugegen. Alle äußerten wiederholt den lebhaften Wunsch, tm nächsten Jahre ihre Kameraden aus den benachbarten Orten, welche mit ihnen gekämpft und gesiegt batten, recht zahlreich an demselben Tage hier versammelt zu sehen, um Mit ihnen jener großen Zeit zu gedenken. Das Fest verlief ohne jede Storung m der fröhlichsten Weise. Groß war der Jubel, als eine Schule nach der andern herangezogen kam nnd die bereits versammelten Kinder den herannahenden mit lautem Hurrah und fliegenden Fahnen entgeuenkamen. Nachdem der Senior der Lehrer, Herr Bruck von Hochelheim, eine auf die Bedeutung des Festes hinweisende Ansprache gehalten hatte, wurden abwechselnd bald von der gesammten Jugend, bald von einzelnen Schulen vaterländische Lieder gesungen, in welche manche Erwachsene freudig mit einstimmten. Von Zeit zu Seit trugen unsere Krieger in recht schöner Weise dieselben Lieder vor, welche sie wahrend des Feldzuges so ost gesungen hatten. Dazwischen fanden Spiele der Kinder und Patriot. Ansprachen statt- Ein Lebehoch auf die Krieger wurde von H. Lehrer Hors- rnann aus Lützellinden, welcher von Anfang an den Feldzug mitgemacht yotte, im Namen der Kameraden dankend erwiedert. Freudenschüsse bekräftigten die lauten Jubelrufe. Der Lobgesang: „Nun danket alle Gott" beschloß die schöne Fe,er, welche der Anfang eines ächten vaterländ. Volksfestes zu werden verspricht. Emen besonders erhebenden Eindruck machte die freudige Betheiligung der benachbarten Hess. Gemeinden, als ein schönes Zeichen der Einheit des deutschen Vaterlandes. Gegen Abend nahmen die verschiedenen Schulen von einander Abschied auf fröhliches Wiedersehen im nächsten Jahre und zogen singend heim. Eine Stunde später stiegen auf allen benachbarten Hohen ringsum in unserm Kreise wie im Hessenland Freudenfeuer gen Himmel empor. (Englische Hühnerjagd.) Um einen annähernden Begriff von dem wahren Höllenfeuer zu geben, mit welchem alljährlich die Haldehühnerjagd am 12. August eröffnet wird, erwähnen wir das Gesammterträgniß der ersten zwei Jagdtage nach den mit der größten Genauigkeit zusammengestellten Statistiken. Der zweite Tag muß m Prioritäten. 3% oster. Stsb.-Prior. 58% 3% öst. s. Lombard 52 3% Llvomeser 39% 5% Toscaner 61% 5% Elisabeth.-Prior. 85% do. H. Emiss. 84% Anlehensloose. Darmstädter fl.50Loose 200 » »25 „ 55% Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fl. 46% Braunschweiger 22 30/q Oldenburg, ä 40Thlr. 38% 4% bayr. Präm.-Anl. 113% 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prloritätsloose — 1860r Loose 96% 1864r „ 161% . Börseanachrlchten. 4 September 1872. Preuss. 4%% Oblig. — Frankf. 3%% Obi. 87% Nass. 4%% Obi. 99% Kurhess. 4% „ 94 Gr. Hess, 5% Obi. — » „ 40/g . 98% , „ 3%<% „ 93 Bayer. 5% „ 100% „ 4% O/o 1jährige 100% 40/g 1jährige 94% Würtemb. 4%% ObL 99% Baden 4%% Obl.o. E. L. — Oesterr. Silberrente 65% „ Papierrente 61 % Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 99% „ „ 1882r 96% _ , 1885r 96% _ 1887r 96% Kirchen, Schulen und mildthätigen Stiftungen ju Gute kommen lassen werde. Der Papst komme Dabet gar nicht in Betracht. „Wer unser Gesktz über milde Stiftungen und die leitenden Grundsätze unserer Gesetzgebung überhaupt kennt, der muß wissen, daß die Regierung den Papst nicht braucht, wenn sie Einrich- tungen zu wohlthätigen Zwecken treffen oder wenn sie moralische Personen schaffen will Der Staat handelt dabei in souveräner Gewalt und Niemand hat das Recht, etwa- hineinzureden. Dem Papste den Erlös der Kirchengüter in die Hände leaen hieße mit unseren eigenen Händen eine Großmacht schaffen, welche, erhaben um« m uci «yuupinum yuupijuu;nu^ u» um -cwn.» uuu über alle Aufsicht und RechenschastSablegung, das Geld zu Zwecken verwenden Haidehühner werden zu 2 sh. das Paar, Hasen zu 1 sh. 6 d. das Stück verkauft. könnte, die wir entweder nie oder zu spät erkennen würden. Es wäre dasselbe, j als wenn England die irländischen Kirchengüter dem Erzbischof von Canterbury eingehändigt hätte, nur weil sie dieselben nicht confisciren wollte. Italien befindet sich heute in der nämlichen Lage wie England damals und sollte deshalb gerade so handeln, wie England damals gebandelt hat, damit man dereinst nicht sagen kann: die italienische Regierung hat sich RomS bemächtigt, um die Kirchen- gütcr zu verschlingen, hat aber nichts für die Bevölkerung von Rom gethan. Wir bekämpfen daher sowohl diejenigen, welche den Erlös der Kirchengüter in die Hände des Papstes legen wollen, als diejenigen, welche sie zum Besten des Staats- schatzes verkaufen wollen. Beide Vorschläge sind nicht im Interesse des Staates und unter seiner Würde, und deshalb wirb auch die Regierung beiden ent- vir Merleil ott ir etanot nid)t tin i-»» " :orl l«*,' t,T tit eiieii«' Di. S,!>«.«-- ” tat °i- M ,,, Hl ' [!® ... W ‘ .S Wffl Di. W*1 ifiavslaog- Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. 4123) Die nachverzeichneten noch rückständigen städtischen Gelder: 1) Pachtgelder von verliehenen Triebvierteln, , , 2) Schulgelder aus der Realschule und den Stadtschulen pro I. und II. Quartal 1878, können in den ersten 8 Tagm^an^den Zahltagen Dienstags, Donnerstags und Samstags ohne Kosten i« N'SSJ begab« werben. Gießen, den 4. September 1872. Enders ' Oeffentliche Aufforderung. 4121) Nach erkanntem Concurse über das Vermögen des Johannes Erb HI. von Weitershain werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche und Vorzugsrechte auf Freitag den 11. October l. I-, Nachmittags 2 Uhr, bei Meldung des Ausschlusses von der Masse geladen. Im Termin wird die Güte versucht und von nicht erscheinenden oder nicht vertretenen Gläubige^ sowohl was ein Arrangement als die Beschlüsse über Masse- Verwaltung und Veräußerung betrifft, angenommen , daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beigetreten seien. . Zugleich wird der fluchtig gewordene Johannes Erb HI. von Weitershain hiermit aufgefordert, bis zum 6"iaimten Termin vor unterzeichnetem Gericht sich zu stellen, widrigenfalls nach den Anträgen des bereits für ihn und sein minderjähriges Kind bestellten Beistandes Johannes Hohl von Weitershain resp. nach den Beschlüssen der Gläubiger verfahren werden wird. Grünberg, den 28. August 1872. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. gewiß binnen obiger Frist vor unterzeichnetem Gericht anzumelden und zu begründen, als dieselben sonst unberücksichtigt bleiben und der Nachlaß ohne Weiteres an E d i c t a l l a d u n g. 4122) Eckhardt Ritter, Sohn der schon längst verstorbenen KonradRitter's Eheleute von Grünberg, ist schon vor langen Jahren ledigen Standes in die Fremde gegangen und seitdem verschollen, weßhalb sein, nach der letzten Rechnung 1469 fl- 4% kr. betragendes Vermögen seither cura- torisch verwaltet worden ist. Derselbe ist am 20. Januar 1800 geboren und hat mithin bereits im Jahre 1870 sein 70. Lebensjahr erreicht. Da aber bis jetzt noch keine Nachrichten von seinem Aufenthalte und ob er noch lebe, eingegangen sind, so werden benannter Eckhardt Ritter oder dessen allenfallsige Rechtsnachfolger auf Antrag der sich gemeldet habenden Interessenten, der Kinder der verstorbenen Ehefrau des Seilermeisters Dietrich, geborene Ri er, Katharina, Schwester des Eckhardt Ritter, — hiermit aufgefordert, so gewiß binnen 90 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung in öffentlichen Blattern an gerechnet, sich zur Empfangnahme des oben genannten Vermögens zu melden, als sonst der Nachlaß an die aufgetretenen Interessenten gegen Eautton werde emgehandigt werden. Ueberhaupt sind Ansprüche jeder Art an den Nachlaß des Eckhardt Ritter so- die Interessenten ausgehändigt werden wird. Grünberg, am 16. August 1872. | Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. Versteigerungen. Domänen - Versteigerung. 4124) Der in der Rosengasse, Gemarkung Grünberg, gelegene, dem Großherzoglichen Cameralfiscus gehörige Fruchtspeicher nebst Zwischenbau und Hofraum als: Flur I Nr. 511,35 und 511,27 bezeichnete Thetle der Parzellen, Nr. 5il,7 Hostaithe in der Rosengasse und 511,2 Grabgarten daselbst, mit einem Flächeninhalt von1 127+6i ober zusammen 133 ^Klaftern - 831 ^Metern, gegen Norden an den fiscalischen Scklotz- garten, gegen Osten an Konrad Stein und Geometer Ritter Wittwe, gegen Süden an die Rosengasse und gegen Westen an das fiscalische Schloß und dessen Hof angrenzend , werden nach vorliegender Verfügung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs nach den Vorschriften des Domänen-Veräußerungsgesetzes vom 2. Juni 1821 Freitag bett 2S. October 1872, Vormittags 10 Uhr, auf dem RentamtSbüreau zu Grunberg einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt- Die Versteigerungs-Bedingungen liegen vorher auf unserem Büreau, sowie in Grünberg bei dem Versteigerungscommissär, Herrn Konrad Vonciff HI., Gememde- : rathsmitglied, zur Einsicht offen. Kaufliebhaber, welche d,e Objecte einzusehen wünschen, wollen sich an Letzteren wenden. i Gießen, den 4. September 1872. Grotzherzogliches Rentamt Gießen. Lyncker. GrummetgraS-Versteigerung. 4103) Montag den 9. Septbr. d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Grummetgras von den dem Marienstift Lich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- und Nieder - Bessingen, versteigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke, an der Straße nach Grünberg. Lich, den 2. September 1872. Winheim. Feilgebotenes. 3683) Neue Holländische u. Schottische Dollhäringe, von 3—6 fr,, geräucherten Rheinlachs, empfehlen I. A. Busch Söhne. 643) Thür- und Grabsch ilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei ___________Wilh. Balser. 2453) Alten Malaga, Tokeyer, Dry Madeira, Old Sherry, Rothe u. weiße Weine, verschiedene Sorten, in be- kannter Güte, empfehlen I. A. Busch Söhne. 4127) Wegen Mangels an Raum wird ein Flügel mit Contrebaß für 20 Thlr. abgegeben. Meyer Rothenberger, Neuenweg. 685) Liebig's Fleischextract, ächtes, von Fray Bentos, und Condenfirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne. Geschwächten, namentlich im Nervensystem Zerrütteten ; kann reelle, sichere und dauernde Hilfe ! verheißen werden durch das Buch: „DieSelbstbewahrunp." Von Dr. Retau. Mit 27 Abbildungen. 73. Auflage. Preis 1 fl. 45 fr. Nachweislich verdanken demselben binnen 4 Jahren über 15,000 Personen die Wiederherstellung ihrer Gesundheit. — Ueber Zweck und Erfolg dieses Buches wurde allen Regierungen in einer besonderen Denkschrift Bericht | erstattet. Verlag von G. Poenicke's | Schulbuchhandlung in Leipzig und dort Z sowie in jeder Buchhandlung zu be- r kommen.(4118) 1 Eingemachte Gurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 4125) Eine Wiese im Heegstrauch, 900 Klafter mit Grummet - Erndte, ist mit bjähriger Abzahlung preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei Elias Meier. //. Riebsameit» 3923) Mäusburg ölt. D. Nr. 9, empfiehlt sein reichhaltiges Lager in wollenen Hemden, seidenen, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, Socken und Leibbinden, sowie Leincn- und Shirting-Hemden, leinenen Kragen in allen Halsweiten, Hemden, Einsätzen, Chemisetts, Manschetten, allen Arten Halsbinden, Uniformö-Cravatten, Hand- schuhen, Hosenträgern rc. rc.______________________________________________________ Ausverkauf. 4089) Meinen geehrten Kunden verfehle nicht, darauf aufmerksam zu machen, daß ich heute meine Vorräthe für die Winter-Saison, welche noch vollständig sortirt sind und in guten modernen Sachen bestehen, in Verkauf genommen habe. Die Preise sind sehr billig gestellt und bewillige ich wie seither einen Rabatt von Sechs Kreuzer am <*ulden. S. Hirsch Sohn, Z l,«r. Schneider. Technikum Fraukciiberg. 3528) Maschinenbau schule. Schule für Chemiker. W er km eist er schule. Industrieschule. Vorbereitung zum Freiwilligen - Examen , Pensionat. Beginn des Winter - Cursns d. 15. Oct. Prospcctc gratis durch die Direction des Tcchniknm in Prankenberg (Sachsen.) •264di Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Attien- Geselllchast;u Elberfeld vermitteln die Unterzeichneten Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoffmann, in Gießen. Firma: Carl Hoffmann. Geometer HaaS, in Lich. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ^Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. mit 'M Psfi br mckde 3« tivkS 3)11 Asteßcht W datz tr q Suge (t ts in ti ttßien’) Aaisei I die We! national trift tinl folfyrn £ Gl. l)Mtn. tinanttt, Wechßl |tin brat tvahfiche zu Stank Ba-nn in ta lvpa/tt 8, legen tperö jn ^riicuiari Eriche nity die Reichst baytnsche l bNichtseni, M, weich Mpwnijn Politik in Wffen ven ouriitk-alNi in f au8llreuf, g ®enn oit j Munt h( . Uno t ^bkuch C( . Man re.!*»? •« Hein