Gießener Anzeiger X“'n flUMhlg. Stillt kStr. lä» 1852. Freitag den 5. Juli werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- 40 ucht Hallwachs. Bezüglich der vor Kurzem vor'genommenen Auf- -Darmstadt, 2. Juli. :crt, der Social-Demokraten eiferten. . . ,, Berlin. Nachdem unser Verhältniß zu Frankreich in einer nach jeder Richtung hin befriedigenden Weise geordnet ist, dürfte die Bekämpfung jener schwarzen Feinde, welche die Autorität des Staates untergraben wollen, an btt „ste Stelle der Ausgaben treten, die zu erfüllen die Pflicht unserer Regierung i|t. Fürst Bismarck hat den ihm angebotenen Kampf ausgenommen; das genügt, er ist de, Mann, ihn durchzuführen. Er hat bewiesen, daß er seinen Willen, welchem die Majorität de« preußischen Dolles entgegenstand, durchsetzt, warum soll thm der Sieg in einem Kampfe entgehen, in welchem er von der öffentlichen Meinung de« ganzen deutschen Vaterlandes, ja fast de» gejammten Europa unterstützt wird. Er ist nickt der Mann der bleichen Furcht, welcher zurückweicht, wenn man auch aus gegnerischer Seite versucht, über seinen Kops hinweg timt mit dem Throne stellungen, welche geeignet find, das Verfahren der Kroßherzoglichen Regierung 'N unrichtigem Lichte erscheinen zu lassen. Wir glauben daher darauf hinwelien zu dürfen, daß die Annahme, jede Besoldung könne um i/5 resp. V6 aulgebessert werden, keine zutreffende ist. In der den Ständen überreichten Propositwn war nur im Allgemeinen von einer solchen Aufbesserung von Vs "sp. Ve otd Grundlage die Rede, von der ausgegangen werden solle; im Einzelnen wurden aber in den, an die Stände gelangten Specialctats die für die einzelnen Stellen geforderten Summen bei allen Besoldungen, großen und kleinen, in gewissenhafter Abwägung des Verhältnisses der einzelnen Steven zu einander angesctzt. Dieser Grundsatz ist gleichmäßig in allen Refforts und bei allen Beamten zur Durchführung gebracht worden. Alle die Aufbesserung der Gehalte bezweckenden An- sorderungen der Regierung sind zur großen Genugthuung derselben von den Ständen vcrwilligt worden, und die Großherzogliche Regierung hat nicht gesäumt, die verwilligten Gehalte in der verwilligten Größe den Beamten zukommen zu lassen. Kein Beamter hat weniger Zulage erhalten, als die Stände bewilligt haben. Da wo bei einzelnen Beamten di-.' Besoldungen noch nicht aufgebessert sind, müssen die Gründe in anderen Verhältnissen gesucht werden. Auch dort ist eben die Großherzogliche Regierung eifrig bemüht, die noch entgegenstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen. Ztg) Darmstadt, 2. Juli. Das Programm der Generalversammlung des Vereins für Volksbildung ist wie folgt festgestevt: Am 6. d.M. Nachmittags Sitzung des Central-Ausschuffes, Abends Versammlung im „Darmstädter Hof", Begrüßung oer Gäste durch den Bürgermeister. Den 7. Vormittags 9 Uhr Eröffnung der Generalversammlung in der Freimaurerloge, Nachmittags 5 Uhr Festessen in der „Traube". Am 8. Fortsetzung der Verhandlungen, Nachmittags gemeinschaftlicher Spaziergang (Ludwigshöhe). Am 9. soll ein Ausflug in die Bergstraße unternommen werden. Gestern Abend hielt der hiesige Zweigverein eine interessante Berathung über die Frage der Fortbildungsschulen, welcher Gegenstand in der oben genannten Generalversammlung bfn Mittelpunkt der Verhandlungen bilden , wird. Allseitig wurde anerkannt, daß das zu erstrebende Endziel der obligatorische ’ Fortbildungsunterricht sein müsse. Die Mehrheit der Ansichten ging indeß dahin, , daß derselbe dermalen nur in den Städten durchführbar, auf dem Lande aber - bereits auf dem Wege der Gesetzgebung, etwa durch Gründung von Schulder- i bänden, vorzubereiten sei. Die Idee einer Verlängerung des Volksschulunterrichts , um ein Jahr fand wenig Anklang, ebenso die Abhaltung des FortbtldungSunter- I richtS nach beendigter Arbeitszeit, wogegen namentlich die als Gäste anwesenden her finden äanenidi Emil Junker. ucht „ enft eine für ein Frank 5 bei E Eichenberg. Darmstadt, 2. Juli. !-------„ „ , , . 1. Bekanntmachung Großh. Ministerium des Innern, dte Praclusivfrtst für die Anmeldung von'Ansprüchen auf Vergütung von KriegSleiftungen betr. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Vernichtung von eingezogenen Grundrentenscheinen betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Ftnanzen, dte zur Ausfertigung von Uebergangsscheincn bei der Versendung übergangSpeuerpflichtiger Gegenstände ermächtigten Stellen betreffend. 4 Übersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestrettung Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Oppenheim. 5. Desgleichen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Mainz. 6. Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung Communal-Dedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Büdingen. 7. Desgleichen in den Gemeinden des Kreises Heppenheim. 8. Ordensverleihungen. 9. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. Erscheint täglich, mit. nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. v °n die Exp,. uesten von: u Vorm- 3". 4». i. 12»«* Nachts- n. 420.731*. Nächst- L3o. Horm- 10. 22’- Nachts- * * DlldNlslllvt, 2. Juli. *-'*-g**ö-,*v --- — », , " a\4"L* (r 1 -x Großmutter. Er-' istschlössern. 2. Der lotz Drofienfrld i) aus dem vorigen 1 Olrnolb ftw- - ja, wie wir, r> alzeiämung ooT ast. Von SR. 6 £ n H. Aeta. - ** ■ Eisenbahn. Gießen nach: $oroi. 12. Tom- 12- ** Abends, ffießen von- 310- ***' Ritt 10. Ertheilung von ErfindungSpatenten H. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben averonädigst geruht: am 30. April den Schloßverwalter der Schloßoerwaltung Braunshardt Georg Heinrich Seeling zum Schloßverwalter der Schloßverwaltung Kranichstein, am 16. Mai den Saalwärtcr bei der Schloßverwaltung Kranichstein Jacob Schmid zum Hofgartenwärter bei der Hofgärtnerei Darmstadt, am 27. Mat die seither widerruflich angenommenen Hosköche Joseph Fricker und Wilhelm Viöl definitiv zu Hosköchen zu ernennen; an deins. Tage dem Schullehrer Jacob Schultheis zu Maulbach, im Kr. Alsfeld, die 1. evang. Schulstelle zu Kelsterbach, im Kr. Groß-Gerau, am 30. Mai dem Schulamtsaspiranten Johannes Erkmann aus He mersheim, im Kr. Alzey, die evang. Schulstelle zu Dieburg, im Kr. Dieburg, dem SchulamtSaspiranten August Friedrich Wilhelm Wagner aus Friedberg, im Kr. Friedberg, die sechste evang. Schulstelle zu Bad-Nauheim, im Kr. Friedberg, am 31. Mai dem SchulamtSaspiranten Johann Daniel August Müller aus Friedberg die 2. evang. Schulflclle zu Groß-Karben, im Kr. Vilbel, und am 3. Juni dem SchulamtSaspiranten Karl Friedrich Gieles aus Klein- Welzheim, im Kr. Offenbach, die 3. kath. Schulsteve zu Unttr-Schönmattenwag, im Kr. Lindenfels, zu übertragen; an demselben Tage den Werkstattenarbetter Johannes Wolf aus Elbenrod zum Heizer bei der Main-Neckar-Etfenbahn zu ernennen; am 8. Juni den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamte Bmgev, Conrad Heinrich Reinhardt, in gleicher Diensteigenfchaft an das Kretsbauamt Darmstadt, zu versetzen und an demselben Tage den Kreisbauaufseheraspiranten Ferdinand Illert aus Viernheim zum Kreisbauausseher bei dem Kretsbauamt °n „V-xfl voll' w • nächst.1 Bekanntmachung Bräctusivfrist für die Anmeldunq von Ansprüchen auf Vergütung von Kriegsletstungen betr. " Rack dem Erlasse dos'Reichskanzlers vom 27. Juni 1871, welcher durch Die Bekanntmachung der Großherzoglichen Munstmen des Einern und des 4 * 7 4 «71 di? Dk-mobiliffruna betreffend (Regierungsblatt Seite 270), zur öffentlichen Kenntniß gebracht worden, ist das Gesetz vom 11. Mat i'tz72 an gerechnet, also spätestens.bis zum 30. September 1872 Bei dem Kreisamte ihres Wohnorts anznmelden. Alle Ansprüche der fraglichen 1 tr l*Betilionl orxt WM? bis dahin nicht angemeldet worden 'sind, werden von jeder Befriedigung ausgeschlossen. --------- * ' Darmstadt 29. Juni 1872. Großherzogliches Mtmstermm des Innern. ' v. B e ch t o l d. - Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Exp^edttionen unVben Land-Postboten entgegen genommen. XXVM Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhallen denselben für das III. Quartal'zu 1 fl. ’t’Ä^nfess“ ' ------- f*rg. VA “liimort - M Wfaftdj- Kriegs vom 7 ""wFuchhhandlu«, l851 Nicker. ■ P reiL vierteljährig 1 fl. 12 fx. t)fin9v . mit Bringerlohn. Durch die Finderist vi W bezogen vierteljährig r-' r to,rk ' 1 fl. 29 kr. Bingen zu ernennen. , ,,, _ , , 12. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruhte am 19. April den Gr. Schioßrerwalter der Schtvbvkrtraltnng Kranichstein, Wildweister Albert, auf fein Rachsuchen temporär bi« zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, unter Etthetlung der Erlaubmß zum Forttragen der Uniform ter actieen Beamten; am 8. Juni den Schullehrer an ter 1. evang.' Schule zu Guntersblum, im Kr. Oppenheim, Christian Eastethun auf fein Naehsuchen — in den Ruhestand zu versetzen. 13. Ste.befalle. Gestorben sind: am 8. August 1869 der pens. Schullehrer Frankreich wird daselbst keine neuen Fortisicationen anlegen und die cor» preußischer. Civilbeamten in ähnlicher Wttsc wie den Militärs Localzulagen je G sten er I suitcn ebU^ nad> den Verbä tnissen b m tv- ct. ® . * ,irn vn dqutIcn 9CDlteoct1 Frankreich. - ~ ,-e- —-"o o" v-— —•- t». v>||ni vuwui«m). Dieselbe ro.U vckanntUch, daß man Preußen nicht- mehr bezahlt, da man bi- 1874 stark um mit mehr Unterstützung der deutschen clericalen Partei da- Deutsche Kaiserreich zu vernichten. Paris, 2. Juli. Don den 15 Mitgliedern zur Prüfung des deutsch-französischen Vertrages sind 10 für unbedingte, 4 für die bedingte Annahme und 1 für die Verwerfung desselben. — Gambetta hob in der Büreausitzung die außer» ordentlichen Vortheile des neuen Vertrages hervor, wofür Thiers der ungetheilte Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Bevollmächtigten das oeaen» warttge Dokument und ihre Siegel beigefügt. Geschchen zu Versailles, den 29. Juni 1872. “• Em Antrag, über denselben in geheimer Debatte zu verhandeln, hat keine AuS» " ' ~”c 3' „Miau« isra. in Bcilksf te Meine Klaube Mich in Begle einer Äunde Placa, welche' benutzte V\t auf wieb loh Mit TtaHia 3# halte vol mich für tobt ist dieser Lons Ich appellire einer Mrcich und da ich ir wenigstent d untirMItn, fyinljtr der ,.1(6 Hi«4 «» »««"Ke ’ üJlaiiri Mini "ntn linteBtzonS Die republika gthenven «W passtven Wlvt gesiegt hat- Odessa Kiewer Srwi (L. 8.) Rewusat. f f,n Ems, 30. Juni. Die „Köln. Dolk-ztg." berichtet: „Gestern erschien hier» selbst eine Deputation von Notabeln derjenigen Städte der Rheinprovinz, in welchen Niederlassungen der Jesuiten existiren, um dem Kaiser die Wünsche der Katholiken gegenüber dem zur allerh. Sanktion vorliegenden Ausnahmegesetze gegen ore Jesurten vorzutragen. Da der Kaiser hier von keinem Minister begleitet ist, erschten es nach konstitutionellem Usus nicht angemessen, eine Deputation zu cm» bfangen; dagegen erklärte der Kaiser sich bereit, den Führer der Deputation, geh. Oberregierungsrath Contzen, Oberbürgermeister von Aachen, als alten Bekannten persönlich zu empfangen. Die Einzelheiten der längere Zeit dauernden Audienz entziehen sich selbstredend der Erwähnung in der Oeffentlichkeit. Als Resultat dürfen wir jedoch bezeichnen, daß keine Hoffnung auf Erfolg für die Wünsche zu CL. 8.) Arnim. st« Tntschliepunl man» von Bau geruht. Damsta wänden in den sowie Wollen- u stM wohnender gelaust die Gesellschaft Plänen zu Wau seßgenommn b" sich führten, c Mifia 9(n Hinterbau j Mauern zerstörte K Theil bitte BGager rurne Swnbf« zu verh iMlicher Holzvc meirn S'schbuderte Tt hnn. Damstu ^?k«Main,l ^bnter tvaren Am Sufamnitr J lit *°We ihn durch « eine banb N3r, ^^«chenden R ll^'llt batte ‘,n,n schichn, nmfit W watend M "'N Otte de ** “««5 «uf 'M M- «Iflui? ?r, •Int teltl. |6®W n über b(t vjtei t'igte QlÄu Alt. 9. Die Raiisicotionen des gegenwärtigru Vertrages durch Se. Ma- lestat den deutschen Kaiser einerseits und den Präsidenten der französischen Republik andererseits, werden zu Versailles binnen zehn Tagen oder womöglich früher ausgctauscht werden. ö gcnoffen in diesem Kampfe fehlt e- ihm nicht. Wenn auch von offici'öser Seite welche vom 2. März 1872 an lauft wird in sro-.fi. abg"augn-t wird, daß bestimmt- Abmachungen zwischen Deutschland, Oesterreich die genannten Summen be.ablt s l. werden ,7 « fi’ ÄÄÄ SSÄäÄ,“ - - -ÄS-WÄ® sich einen Feind erheben sieht, den nlederzuwerfen im Interesse seiner Existenz ihm Die Zinsen nnn hon ffin»«,,? , Wä)t ist. Der Kampf gegen Rom ist ein gemeinsamer, wenn auch die Art des auch ferner am 2. März jedes Jahres tu!en^mit"Äk?^^ Kampfes je nach den Verhältnissen der Staaten bei jedem eine andere ist. zu entrichten ' * 9 / 4 ft mit Zahlung der letzten Mllltarde, kürzli ch^L voAbrachtt Angab^däs k-r'L?.'m J°h°r- tolo'Äul, .scher SA C'UWen O--upati°nstruppen nach allmäh. unterzeichnet He, lau. » rt^nmÄnÄ g"' «■«g? ÄffÄT» Ä Tut V (n°ch v°r der Beerdigung) die Neuwabl des Nachfolger« vorzunehmen sein würde, werden ’ ' $,Upptn *” ««»«<*»«6 der Z-bl derselben ermäßigt erlogen und die ganze Bullengeschichte nichts als ein leerer Humbug ist." Die keine Truvvenansammlunafn nid L-? 9 9r öt? " to£rticn bahin Spen- Z. ihrerse ts erwidert hierauf, daß ihre Nachricht aus zu guter Qullle oigen ®aXel Ä ' *r Ordnung nothwen- stamme, um durch die Autorität der „Germania" erschüttert zu werden, und fügt Frankrcick toirti Mr» u , . . „Ein Blatt, welche« die geradezu imposante Dreistigkeit besä/, die An- handenen nich^verstärken ,nne niuen 5°,‘fficatfont« ««legen und d.e r°.. sptklung des Papstes auf den Koloß, dem ein Steinchen den Fuß zerschmettern Se. Maiellät der deuts^p u fich»unge7^b„" °i'^Richtt?iste7r"d» b^r-ff^n Bulle wahrlich nich"überzeu^n. Händen" feine antere" B-k'stigungen errich"e» "lassen all jetzt"«»'" ä MÄtS» CÄ S SffS MtÄ L «*S *'»?', f» “«-«' «<• L genügenden thatsächlichen Gründe vorhanden, um die Mittheilung der Spen. Z. für unanfechtbar zu halten. Berlin, 2. Juli. Die königlichen Bezirksregierungen, Landdrosteien v. s. w. sind durch die Discipltnar-Minister beauftragt worden, Requisitionen der großherzoglich hessischen Behörden auf Vollstreckung einer im Verwaltungswege vor- zunehmenden Execution wegen Staats- und Gemeinde-Abgaben und Gefälle in dem Falle, daß der Schuldner ein Angehöriger des Großherzogthums Hessen ist, unbedingt, in dem Falle jedoch, daß der Schuldner ein preußischer Staatsangehöriger ist, nur unter der Voraussetzung Statt zu geben, daß derselbe keine Einwendungen erhebt, welche sich nach der preußischen Gesetzgebung zur Erörterung im Rechtsweg, eignen. Seitens der hessischen Regierung sind deren Behörden auch ihrerseits zu entsprechen. q j Berlin, 2. Juli. Unterm 6. v. M. haben Se. Majestät, unter Modifikation des § 7 der Instruction über das Sanitätswesen der Armee im Felde vom 29. April 1869, befohlen, daß die Hülfskrankenträgc- der Truppen in Zukunft statt der weißen Binde mit dem rothen Kreuze eine rothe Binde um den linken Oberarm zu tragen haben. nach den Verhältnissen des betreffenden Orts gewährte. Der Herr Finanzminister soll, wenn es die Budgetbalance nicht zu nachtheilig beeinflußt, nicht abgeneigt sein, auf einen solchen Plan einzugehen. UnS scheint die- expediens bei Weitem Paris. 2 Juli Wie mnn ,tur lfX, •*S! s ä w -arrff"1* »SÄÄ.JÄ ...... p«hm(nt« »krstaadigt unv nachdem ste t«n m guter und regelrechter Form be- zieht gegen den Vertrag ,u Felde und be'ntraat^d.ilen Verw»k»na ' ' sundenen Vollmachten -uSgetauscht solgeude Vereinbarung getroffen yaben: ro,a bekanntlich, daß man Dnuüen nickt« mebr bLml Art. 1. Frankreich verpflichtet sich, die gedachte Summe von drei Milliarden genug fein werde an folgenden Terminen abzutragen, nämlich: - -- - -- ' 1) eine halbe Milliarde Franken zwei Monate nach Austausch Der Ratifi cationen des gegenwärtigen Vertrages; 2) eine halbe Milliarde Franken am 1. Februar 1873; 3) eine Milliarde Franken am 1. März 1874; --MWWsss=£ RMM-MMBLM Fall einer antkclpirten Zahlung wird die französische der deutschen Re- sicht auf Annah glerung einen Monat zuvor Kenntniß geben. - - - 9 a.VÄw.wÄ®s - - - * - tin-r halben Milliarde di- D-part-m-nt« d-r Marne und ter Ob-r-n.M^rn^?^ ®t,d’a?'e bcr e,utfd,,n Botschaft s-hr-n, inn" nar* 34lun9 »®eilen Millia-°° die Departement« der Ardennen stosse. ‘ St,,er« tpr.tpt m 6en fünfen 9'Ju*Unl’ Tage nach Zahlung der dritten Milliarde nebst mit welchem Frankreich den Z-nsen, welche noch zu zahlen fein werben, die Departement« der Meurthe. keine Sckwieriakciten Mosel und der Maa« sowie da« Arrondissement Belfort räumen lassen. darauf er fei « limben für die a-r',n»°» 1»°'Mil. sei eine Tha,sacke,' uarven sur die vr tte Milliarde nebst Zinsen finanzielle Garantien zu gewahren, antwortet Tb er« Deutschland al« ausreichend anerkannt werden, in Gemäss. ve« «.rttkel« 5 der Friedenspräliminarien von Versailles an die Stelle der Teni- Spanien. torialgaranttc treten »erden. ... m K «rt. 5. Die Verzinsung zu 5 pCt der im Artikel 1 be1.i*n,i,n , *e «"»-'nanische Nachricht, daß ein Kaperschiff von Baltimore nach Cuba i I ng ju o piAt. der Im Artikel 1 bezeichneten Summen, ausgelaufen sei, wurde von der spanischen Presse noch in den jüngsten Tagen al« falsch bezeichnet. gesiegt hat. Rußland L Verwischtes. o e r ii t in Anspruch nehmen. m.if . Ä n Bechtheim, Ende Juni, Zu den Gemeinden, in deren Gemarkungen Mause und Hamster seit der Ernte 1871 auf ganz ungewöhnliche Weise hausen, gehört auch Bechtheim. Trutz des Einfangen- auf Gemeindekosten im Herbste 1871 unv trotz der Bertstgung derselben in diesem Frühjahre durch Wasser und durch Gist zeigten sich dieselben doch in der Mitte l. namentlich in den abgemähten Kleefeldern in solcher Masse, daß der hiesige OrtSvorstand den Beschluß faßte, der weiteren Zunahme, da gänzliche Vertilgung wohl nicht zu erreichen durch Fangen auf Gemeindrkosteu zu wehren. DaS hatte den Erfolg, daß vom 17. bi- 27. d. tncl. gefangen und abgrliefert wurden: 108,000 Mäuse und über 1200 Hamster. Da für fede abgelieferte iNau# 1/2 kr. und für jeden abgelieferten Hamster 2 fr. bezahlt werden, so hat die Gemeinde für Ver- tilaung fraglichen Ungeziefer- wahrend 11 Tagen eine Ausgaben von 940 fl- zu decken; zwar «ine hohe Summe, womit jedenfalls aber großem Nebel und Nachtheil möglichst vorgebeugt wird. (Wurms. Z.) Au« Kreutzburg (Schlesien) wird gemeldet: Bei einem Gewitter, das sich am 26. Juni über der hirsi^n Gegend entlud, schlug in dem Dorfe KraSkau ein Blitz in die Muhle ein und zeigte auf ganz eigentümliche Weise seine Zerstörungskraft. Der Strahl fuhr durch einen rujst- schen Schornstein/ nahm allen Ruß mit sich, warf ihn durch den Ofen in da« erste Jlmmer, hlrr. mprovinj, in Wünsche dn »tgksktze gegen ' bcglnM iß, Mion zu m- putatiwi, geh. « Stfannten atu Auvieitj Als Rssultat e Masche zu Deutschlands -en Rkgieruug leitet am 26. b ßegen 3J« sie Lonvtntion iftigtr. Man ontn grwacht ürde. SM- - ropaliWen habe foppen juziehen. Die sch nur streng ar tint hartr ich-e Lagt z» lauszuschikben. o ße bekannt- vas UniverS, ng. DitM .il 1874 stark n Partei Ul l t* un£e 1 mg bst * Nt ungelbtilte ,it Deutschlanv l der tat« 3«* it ftini 1* i" ,l”' jum «f« ' " fPjW iU (tat«*5 Aras mg dn toi Zl-lien, Or lktz-rrt« URI , u° .Ot. ** Obeffa 1. Juli. Die Cholera nimmt in Südwestrußland zu. Die Kiewer Seminarten und das Mädchengymnasium wurden geschlossen. (Presse.) Rumänien. Herr Weißmann, ein Israelit und naturallfirter Franzose, zu Bottuschan (Rumänien) wohnhaft, richtet folgenden, vom „Journal des Debats" mttge. thcilten Bries an seinen in Paris wohnenden Bruder. Er bespricht die neue Episode der Verfolgungen, gegen welche die Garantie - Mächte schon so ost protcstirt^ha ich mich in meiner Eigenschaft als Mitglied der „Alliance israclite" auf das Coarmiffanat zu Bottuschan, um Beschwerde zu fuhren in Betreff der ungesetzlichen Verfolgungen, welche ein Polizeichef kürzlich gegen meine Glaubensgenossen geübt. Da es erst 6 Uhr des Morgens war, als ich mich in Begleitung des Herrn Procuraiors vorstellte, verließ mich dieser, um tn einer Stunde wieder bei mir zu sein. Der Polizeichef, ein gewisser Constantin Plgca, welcher schon w'gen seiner Grausamkeit gegen die Israeliten bekannt war, benutzte die Abwesenheit des Procurators, um mit 10 Gendarmen (Dorubanz) auf Mick loszustürzen. Ich wurde geknebelt, „Jude, Mörder Jesu" genannt und mit Stockschlägen so arg mißhandelt, daß das Blut aus meinen Wunden stoß. Ich hatte vollständig die Besinnung verloren. Die mörderischen Bearntcn ließen mich für tobt auf dem Platze liegen und machten sich aus dem Staube. Nun ist dieser Constantin nicht nur nicht bestraft, sondern auch im Amte belassen worden. Ich appellire an die Gerechtigkeit aller europäischen Mächte! Als alleinige Stutze einer zahlreichen Familie und einer verwittweten Mutter mit sechs kleinen Kindern, und da ich in einigen Tagen den erhaltenen Wunden zu erliegen glaube, will ich wenigstens diese Thatsachen vor meinem Tode der Würdigung der civilifirten Welt unterbreiten, damit die Regierungen Europa's, wenn die Zeit kommt, diese ewigen Peiniger der Israeliten zu bestrafen wissen. Moritz Moses Weißmann." ,rt p*5 J Madrid. Aus Spanien kommen immer mehr Berichte, welche für den De- Sand der Dynastie Savoyen durchaus nicht günstig lauten. Der König Amadeo scheint einen letzten Versuch zu machen, die liberalen Fraktionen des Landes zur Unterstützung seiner Regierung zu vereinen, indem er "Begleitung dreier Minister die Provinzen besucht, welche der Hauptherd der carlisttschen Umtnebe waren. Die republikanische Partei, sowie die konservative haben beschlossen, bei den bevor- stehenden Wahlen sich jeder Betheiligung zu enthalten. Die erstere will in diesem passiven Widerstande so lange verharre», bl« die von ihr gewünschte Republik Personen vom Blitze gestreift war, die eine am Arm, die andere auf dem Rücken, die dritte auf der Brust, die vierte am Arm und andererseits am Bein, bei der fünften zeigte sich eine baumartige Röthung, etwa wie der Stamm einer Pappel mit seinen tn sehr spitzen Winkeln aufstrebenden Zweigen. Keine dieser Personen hat jedoch eine schwere Beschädigung erfahren. In der katholischen Buchdruckerei zu Gratz ist jetzt ein „Leitfaden der Naturlehre, für Volksschulen bearbeitet" erschiene». Es heißt darin u. 91.: „Wie kommt es, daß das Holz im Feuer (') zu Asche verbrennt?" — „DaS Feuer dringt in die Poren deS Holzes und zerstört den Zusammenhang desselben." - „WaS ist die Luft?" „Die Luft ist ein feiner ('.) und zusammengesetzter Körper." — „Wie viel Hauptarten Luft gibt es?" — „Außer mehreren Nebenarten gibt es erstens Lebenslust, zweitens Stickluft, dritten« Kohlensäure." — „Wie entwickelt sich die Stickluft?" — „Aus den Blüthen und Früchten im Sonnensckein und aus den Blattern der Pflanzen im Schatten und in der Nacht." — „Woraus besteht die gewöhnliche Luftart?" — „Aus Stickstoff, Wasserstoff ('.), Sauerstoff und Kohlensäure!" — „Warum ist das Meerwaffer am schwersten?" — „Weil es Salz und Bitterstoff enthält, daher eS auch große Schisfe ,u tragen im Stande ist!" — „Wie entsteht Feuer?" — „Wenn der Wärmestoff sich mit dem Luftstoff verbindet und durch die Aufnahme von Sauerstoff au« der Luft in den einen oder anderen Körper sich verwandelt!" - „Was iß der Blitz?" - „Der Blitz. ist ein glühender Funke, welcher alle brennbaren Bestandtheile in der Luft zusammensucht, weßhalb er dann rm Zickzack zur Erde ntederfährt!" — Sollte man’« glauben, daß solcher Unsinn noch 1872 tn Deutschland einen Verleger findet? Eine Katastrophe, beinahe unvergleichlich an Schrecklichkeit, welche durch eine letzte und fürchterliche Demonstration die entsetzlichen Grausamkeiten des sogenannten Kulihandels in Macao enthält, — und die sich im Mar v. I. tn dem Chinesischen Meere ereignete, wurde kürzlich in einem Berichte an das englische Parlament geschildert. „The Daily Telegraph" meldet hierüber Folgendes: Ein Schiff, „Don ^uan , ging am 4. des genannten Monats von Macao aus nach Peru unter Segel , und es hatte 655 Kuli (chinesische Auswanderer) an Bord. Diese Unglücklichen stnd aber durchaus nicht freiwillige Auswanderer, sondern ste werden thetts geraubt, therls aus andere Weise zusammengebracht. Zunächst muß erwähnt werden, daßl der «Don Juan unter portugiesischer Flagge segelte. Einmal an Bord , wurde diese Anzahl von Kulrs thatsächlich in ein Gefängniß gebracht- Man sperrte ste unter das Hauptdeck, schloß die Zugänge zu diesem durch drei Eisengitter, und es wurde nur von Zett zu Zert zehn Kulis erlaubt, auf das Deck zu kommen, um frische Luft zu schöpfen- DaS Schiff egelte bei günstigstem Wetter von Macao ab- Am zweiten Tage der Reise wählte der Capitän, wie ein Oesterreicher, Namens Kerker, der sich unter der Schiffsmannschaft befand, ausgesagt hat, zwanzig Kulis aus — und ließ ste nut größter Brutalität in Eisen legen, damit sie den unzufriedenen Anderen zum Beispiele und zur Warnung dienen sollten. Am dritten Tage entstanden Schwierigkeiten darüber, wie man die nöthigen Nahrungsmittel zu den eingesperrten Kulis hmabbrmgen sollte, da diese so aufgeregt waren, daß sie bei dem Oeffncn der Gitter sicher auf Deck gestürmt waren. Der Proviantmeister wurde zornig und schlug jene Kulis, ^lche sich herausdrangen wollten, mit einem Stock, worauf die Kulis einen Versuch machten, sich auf die Schiffsmannschaft zu stürzen- Die Eisengitter wurden sofort über ihnen zugeschlagen, und als sich die Armen dagegen drängten, um Luft zu schöpfen, wurden Musketen auf die Masse abgefeuert. Es scheint, daß dann einige wenige Kulis m vollständiger Verzweiflung in einem Waarenlager unter dem Deck Feuer anlegten. Vielleicht. hvffttv fce auch dadurch die Schiffsmannschaft zu zwingen, ihr Gefangmß zu offnen. Die Matrosen versuchten es, in den Sitz des Brandes Wasser,hinab zu pumpen, aber die bis zum Wahnsinn gebrachten Chinesen öffneten die Stückpforten und sowurde: das Pumpen fruchtlos. Das Feuer verbreitete sich nun unten nach allen Richtungen, und dichte Rauchsäulen schlugen bald über das Hauptdeck und erstickten die Massen der Kulis, die an den früheren Vorgängen keinen Antheil genommen hatten. Rothe Flammenzungen und erstickende Rauchwolken umgaben bald das Schiff von allen Setten die unglücklichen Gefangenen schlugen an die Eisengitter, rissen an den verschiedenen Theilen des Deckes von unten, und einige versuchten es sogar, durch die (rauchfang- artigen) Ventilatoren auf das Deck zu kriechen. Aber alle vorhandenen Oeffnungen waren zu schmal, um den Körper eines Menschen durchzulasten. ^>n zwei Stunden hatte das Feuer das Hauptdeck erfaßt, was so viel bedeutete, als daß ganze Masten 1 von den Chinesen bereits geröstet und im Rauche erstickt waren, uno doch unternahm 1 das Schiffsvolk auch jetzt noch nicht den geringsten Schritt, um auch nur einige von den unglücklichen Gefangenen zu retten. Das Schiffsvolk setzte nur drei Boote für : sich selbst aus und stieß von dem brennenden Schiffe ab und überließ die ganze Menschenmasse dem entsetzlichsten Feuertode. Die See war ruhig- Wahrend der ' Capitän mit seinen Leuten abfuhr, stand das ganze Schiff m Flammen, unb aus dem Feuer ertönten die fürchterlichen Schreie der armen Kulis. Der schurkische Capttan mit seinen Leuten wurde gerettet, eine chinesische Dschonke nahm sie auf- Derselbe Augenzeuge, der dies Alles erzählte, meldete auch, daß die zwanzig Chinesen, welche auf dem Deck in Eisen gelegt worden waren, ihre Fesseln brachen und nach derselben Dschonke schwammen, welche den Capitän und seine Leute rettete, aber sie wurden zurückgestoßen und ertranken. Inzwischen war es den m dem brennenden Schiffe Befindlichen und noch Lebenden doch gelungen, aus dem Zwischendeck herauszubrechen. Massen waren bereits durch Flammen oder Rauch getödtet, viele Andere waren völlig mit den Füßen zerstampft worden. Nur etwa Hundert brachen aus dem Feuerpfuhle und stürzten sich in daS Meer. Sie suchten sich an Holzbalken und anderen Dchfffs- trümmern festzuhalten und hingen daran, bis sie am nächsten Morgen durch Fischerboote ausgenommen wurden Die Mehrzahl war aber bereite todtlich verletzt, «ls ste die Flucht ergreifen konnte, Andere waren ertrunken, Andere von fallenden Schlffs- trümmern erschlagen worden. Wenigstens fünfhundert waren verbrannt. Diese Unglücklichen segelten, wie erwähnt, unter der Flagge der katholischen Maiestat des Komgs von Portugal. Vier der geretteten Kulis machten Aussagen vor den Behörden tn Hongkong. Einer, Namens Wong-Ahfaht, erklärte: em Makler, Namens WongrAmook, habe ihm gesagt, er könne leicht acht Dollars verdienen, wenn er einen (Sang zu der Emigranten- Baracke nach Macao machen und sich dort als Kuli für- Peru anbteten wolle. Der Makler versprach, ihn wieder zu holen, wenn er das Geld habe, was er natürlich nicht that. Andere wurden ebenfalls durch List und Betrug nach dem Schiffe befördert. Unzweifelhaft wird das englische Parlament Schritte thun im Interesse der Menschheit, wie im Interesse der Ehre des auf den Meeren so einflußreichen Groß- lbln "»N hJ Säumten dtrden dahin un9 Novell. und die do». ^Truppen aU letzt vor. vor, die 1 die in 'Ml werden »r- Te. 'Njößschtn Re- 'lr vomöglich 1 da« gegen. , — . e f