Preis vierteljährig 1 ft. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hieben. Nr. Z. Freitag den 5. Januar x , 1872. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. A iomENten, welche dm Anzeiger bei der Erpeditton abhoten taffen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl. Amtlicher T h e r i. Bekanntmachung. Betreffend: Das Kreis-Ersatz-Geschäft für 1872. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Militär-Ersatz-Instruction für den Norddeutschen Bund fordern wir alle im Jahr 1852 gebornen Militärpflichtigen , sowie die in früheren Jahren gebornen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamre, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrbursche, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 13. Januar bis zum 1. Februar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs- und Gestellungsschein vorzulegen. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 10 Thaler bel gt von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihre etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien dös Kreises werden beauftragt Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, 3. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: K e k u l 6 , Kreisassessor. Politischer T h e L l. Deutschland. Gießen, 4. Jan. In einer heute, aus allen Theilen und von allen Parteien des Großherzogthums besuchten Versammlung in Frankfurt wurde unter dem Vorsitze des Grafen v. Solms-Laubach die Frage, ob zur Erinnerung an die ruhmvolle Belheiligung der Hessischen Division bei dem Kriege gegen Frankreich in den Jahren 1870/71 und cn die in Erfüllung ihrer Pflicht gebliebenen Angehörigen derselben ein Denkmal errichtet werden solle, einstimmig bejaht. Ferner wurde beschlossen, in Berücksichtigung des Umstandes, daß schon in der nächsten Zeit in ganz Deutschland Sammlungen veranstaltet werden, um der ganzen deut- scheu Armee ein Denkmal auf dem Niederwald zu errichten, die Sammlungen für den vorgenannten Zweck erst dann zu beginnen, wenn diejenigen für das allgemeine deutsche Denkmal geschlossen sind. Endlich wurde ein aus 9 Mitgliedern (3 aus jeder Provinz) bestehendes Comite gewählt, welches unter dem Vorsitze des Grafen Laubach die nöthigen Vorbereitungen zu triffen hat, damit eine später von Neuem zu berufende Landes-Versammlung die näheren Bestimmungen zur Ausführung des ersten Beschlusses treffen kann. Mainz, 2. Jan. Bekanntlich hat vor einiger Zeit der Gemeinderath unserer Stadt in Sachen der Stadterweiterung ein Gesuch nach Berlin gerichtet. Am Samstag nun ist, wie der „M. Anz." heute meldet, der abschlägige schuft- liche Bescheid dahier eingetroffen. Berlin, 3. Januar. Der unglücklich gefaßte §. 5 des Gesetzes, betreffend die Ausprägung von Reichsgoldmünzen, der f. Z. im Reichstage einen Sturm im Glase Wasser Hervorruf — hat auch im Bundesrathe nachträglich noch eine McinungSdifferenz hervorgerufcn. Der Paragraph bestimmt bekanntlich, daß die Reichsgoldmünzen auf der einen Sette den Reichsadler mit der Inschrift „Deutsches Reich" und mit der Angabe des Werthes in Mark, so wie mit der Jahreszahl der Ausprägung und auf der anderen Seite das Bildniß des Landesherrn bezw. das Hoheitszeichen der freien Städte, mit einer entsprechenden Umschrift und dem Münzzeichen tragen sollen. Nun tragen aber die neuen Goldmünzen die Umschrift: „Wilhelm, deutscher Kaiser" und diese Bezeichnung wird von partikula- ristischer Sette nicht als eine dem „Landesherrn entsprechende" angesehen. Die fortschreitende Bekehrung der bisher Deutschland feindlichen russische» Presse scheint denn doch die Auffassung zu bestätigen, daß der vielbesprochene Toast des Czaren bei der Feier des St. Georgs-Ordensfcstes deshalb eine größere Bedeutung habe, weil die öffentliche Meinung in Rußland selbst der Befestigung freundschaftlicher Beziehungen zu Deutschland durch den Gang der Dinge in dem letzten Jahre günstiger gestimmt worden ist. Außer dem Umschlag, welcher sich in der Haltung der während des Krieges entschieden französisch gesinnten „PeterSb. Dörs.-Ztg." geltend machte, bringt auch die „Mosk. Ztg.", eines der beiden Hauptorgane der jung-russtschen Partei, einen längeren Artikel, welcher, anknüpfend an die bekannten beiden Auslassungen des russischen „Regierungsboten", die Freund- schäft zwischen Rußland und dem geeinten mächtigen Deutschland als „die einzige Garantie der allgemeinen Ruhe" preist, „für Niemanden weder eine Drohung noch eine Gefahr". Wie ernst es mit dieser Bekehrung gemeint ist, bleibt ab- zuwarten. Der „Nat.-Ztg." wird aus Nancy vom 31. December v. I. berichtet: Ueber die im Laufe der Woche in Vitry-le-Francais erfolgte Verhaftung eines geistlichen Herrn, PrincipalS, das heißt Direktors des dortigen Gymnasiums, bringen die Pariser Blätter heute eine durchaus falsche Darstellung. Nach derselben wäre der Principal verhaftet worden, weil man ihn für eine von seinen Schülern ausgeführte Demonstration verantwortlich mache. Eine solche Demonstration hat aber gar nicht stattgefunden und der geistliche Herr ist einfach wegen Majestätsbeleidigung der allergröbsten Art dem preußischen Kriegsgerichte verfallen. Ein Offizier der Garnison hatte den dienstlichen Auftrag, von dem Principal die Benutzung der Kirche des College zur Abhaltung des Militärgottesdienstes zu verlangen. Der Herr weigerte sich nicht allein, den Schlüssel der Kirche zu verabfolgen, sondern er erging sich sogar dem Offizier gegenüber in den gemeinsten, nicht wiederzugebenden Schmähungen gegen die preußische Armee und besonders gegen den Kaiser. Auf erfolgte Anzeige wurde die Verhaftung des Herrn PrincipalS befohlen, der jetzt im Gefängnisse zu Rheims seiner Aburteilung entgegensteht. Berlin, 3. Jan. Der General-Postdirector Stephan hat unter dem 1. d. „an die Beamten der Postverwaltung im Greßherzogthum Baden" einen Erlaß gerichtet, in welchem er sie bei dem Eintritt des badischen Postbezirks in die kaiserliche Verwaltung „mit einem herzlichen Willkommen" begrüßt. Zum Schluß spricht das Generalpostamt die vertrauensvolle Erwartung aus, daß die Beamten, „von Hingebung für ihren Culturberuf beseelt, ihre Ehre darein setzen werden, die hohen und schönen Zwecke des vaterländischen Instituts, welchem ste hinfort angehören, mit deutscher Kraft, Ausdauer und Gewissenhaftigkeit zu erfüllen." Berlin, 3. Jan. Bei dem Empfang am Neujahrstage richtete der Kaiser an die Generäle und Minister einige warme und herzliche Worte, worin er dankend anerkannte, wie ste während des Kriegs zur glücklichen Führung und Beendigung der großen Aufgabe beigetragen. Jetzt müsse das Bestreben Aller darauf gerichtet sein, den Frieden, der uns hoffentlich auf lange Zeit gesichert sei, nutzbar zu machen für die Stärkung der Grundlagen, auf denen wir zu der jetzigen Größe gelangt sind, und für die Entwickelung und die Pflege aller geistigen und äußeren Güter des Volkes. — Der „Provinzial - Correspondenz" zufolge wird General- Lieutenant v. Stosch den Titel „Chef der Admiralität" erhalten. Außerdem ist derselbe zum preußischen Staatsminister ernannt worden. München. Ueber die Geburtsstunde des AltkatholicismuS gibt Professor Friedrichs Conctls-Tagebuch folgende interessante Auskunft: Ohne Sang und Klang war Erzbischof Scherr, der Gegner der Unfehlbarkeit, am 19. Juli 1870, vom Concil zurückkehrend, um Mitternacht in München angekommen. Am 21. Juli war die Aufwartung der Münchener teologischen Facultät, des Morgens um 10 Uhr. „Wir waren vollzählig (berichtet Dr. Friedrich wörtlich) und Döllinger unser Sprecher. Dieser beschränkte sich auf Worte der Begrüßung. Der Erzbischof dankte. Nach einer Pause Hub er an: „Roma locuta est. Die Folgen davon kennen die Herren selbst. Wir können nichts Anderes thun, als uns darein ergeben." In Döllinger kochte es. „Wir haben lange gekämpft, fuhr der Erz- Spanier,' Rußland in seinen Angelegenheiten und in der Beurteilung dessen, was ihm Kirche!" Abt Mertl von Sanct Stephan in Augsburg hat fromme, ganz selbstständig sei. Wir lassen uns in unseren Ansichten vom russischen begleitet sein würden. gen dem B. L.", die Desertionen Gelegenheit ist günstig, w 4 nung, daß sie uns selbst Nachtheil bringen, indem sie unsere Produktivität lahm legen. die HoffNUNg aus , Vu|) vu muui ^umiv»u|ivm *»• in beiden Häusern des Reichsrathes und der Regierung die Arbeiten der diesmaligen Session von einem gedeihlichen, segensreichen Erfolge für das Vaterland der Nähe des Vatikans ausstellen, sind die gegenwärtigen Bewohner desselben in Besorgniß wegen unangenehmer Ueberraschungen, welche ihnen ungebetene Gäste bereiten könnten. Man hat es, um einer solchen Eventualität möglichst vorzubeugen, für das Beste gehalten, die am leichtesten zugängliche Stelle durch eine neue Mauer zu schuhen. Dieselbe wird von der sogenannten Bastion der Schweizer an längs der Straße S. Pellegrino laufen und bis über die Porta Angelika hinauSreichend, die Ostseite des Belvedere einsriedigen. Mehrere Hundert Arbeiter haben bereits die Erdarbeiten in Angriff genommen. — Vom 1. Januar ab wird das Arsenal von Genua, bisher der KrigSmarine zugehörig, Eigenthum der Stadt sein. Rom, 2. Jan. Der Papst ist von einem leichten Unwohlsein, welches ihn in den letzten Tagen befallen hatte, vollständig wieder hergestellt. — Heute findet beim Minister des Aeußern ein Diner zu Ehren der Mitglieder der Telegraphen- Conferenz statt. Dieselben besuchen morgen Neapel, wo ihnen die Municipalität einen glänzenden Empfang bereitet. Fran# B Fran# v Darmst B Wien Ban Qalizien 2 Oest. Oree Amerika. Newyork. Die große Jury hat 15 Anklagepunkte gegen Tweed und eben so viele gegen Connolly festgestellt. Sie beziehen sich alle auf einzelne Criminal- verbrechen, die mit dem Tammany-Schwindel zusammenhängen. Connolly ist noch immer in Hast, da er keine Bürgen aufzutreiben vermag; Tweed dagegen, der gleichfalls schon auf dem Wege zum Gefängniß war, wurde kraft der Bestimmungen des habeas corpus sofort vor den Richter Barnard gestellt und von diesem gegen Bürgschaft auf freien Fuß gesetzt. in die Freihäfen des Jlhmus von Panama einlaufen, mit Certificaten von einem columbischen Konsul versehen sein. London, 3. Januar. Die erwartete Aufhebung des englischen Gesandt- schaftsposteaS in München ist nunmehr erfolgt. Der seitherige englische Geschäftsträger am Stuttgarter Hofe, Morier, wurde zum Geschäftsträger in München, Der seitherige englische Botschaftssekretär Petre in Berlin zum Geschäftsträger in Stuttgart ernrnnt. Interesse leiten, sind aber keineswegs die wüthenden Deutschenfreffer, als welche uns die deutschen Zeitungen darstellen." Darauf erwiderte der Prinz: Ich verstehe Sie. In diesem Sinne würde ich an Ihrer Stelle der en- ragirteste Russe sein. Was Deutschland betrifft, so wissen Sie selbst — Sie lebten ja in Deutschland — , daß die Deutschen ein friedliebendes Volk sind. Gott sei Dank, eS ist uns gelungen, große Siege zu erringen; wir wünschen aber nichts als den Frieden. Die deutsche Cultur hat, wie ich glaube, in der That einige Vorzüge vor der französischen, der in Rußland der Vorrang eingeräumt wurde, und es wäre wünfchenswerth, daß die Russen sich mit der deutschen Bildung näher England. London, 3. Januar, Vormittags. Die türkische R gierung hat der hiess- angezrigt, daß die Passage durch die Dardanellen und den Bosporus seit 13. December frei ist. — Nach der „London Gazette" müssen Schiffe, welche Local-Notizen. Gießen, 4. Januar. Ein bitt lebender Rentner vermißte Ende December, als er die Coupons abschneiden wollte, zwei Obligationen, jede zu 500 Francs. Die Polizei, die unterdessen ermittelt, daß die Frau eines hiesigen Bürgers beide Obligationen entwendet und dieselben zu Frankfurt verkauft hat, hat dieselbe gestern verhaftet. Frankreich. Paris, 1. Jan. Die Pariser haben im Ganzen genommen das neue Jahr ziemlich heiter angetreten. Die ganze Nacht über herrschte auf den Hauptstraßen und den Boulevards das regste Leben, und wenn es auch nicht so flott zuging, wie in früheren Jahren, so wurde doch sehr viel gezecht und auch ziemlich viel verkauft. Besonders lebhaft ging es auf den großen Boulevards zu, wo seit Weihnachten eine Art von Jahrmarkt abgehalten wird. Die Menge war dort bis gegen 3 Uhr Morgens ziemlich zahlreich, wie denn auch alle Kaffee», Bier- und Weinhäuser überfüllt waren. In diesen ging es recht lustig zu, doch sprach man auch viel von dem vergangenen Jahre, der Belagerung, dem „Heldenmuth" der Pariser, der „Unfähigkeit Trochu'S" , der Septembermänner rc. und drückte allgemein den Wunsch nach baldiger Revanche aus. lieber die „Prussiens" wurde viel geschimpft, und auch einige Deutsche, welche sich unter die Menge und in die Wirthshäuser gewagt, wurden mit schnöden Redensarten behandelt, zu unliebsamen Scenen kam es jedoch nicht, wie denn auch die Stimmung des Publikums trotz der Gespräche über die Vergangenheit keine schlimme war. Das Gefühl, welches vorherrschte, war das des „Stolzes", da sie sich erinnerten, mit welchem „Stoicismus" sie die Strapazen der Belagerung vor einem Jahre ertragen, und es verhinderte keineswegs, daß man sich ganz gut und sogar auf sehr ausgelassene Weise amusirte. Auch ging der Deutschenhaß nicht so weit, daß man nicht „Sauerkraut" in Masse aß und Bier in ungeheuren Quantitäten vertilgte, besonders in der „Brafferie Keller", was sich um so komischer machte, als diese, obgleich sie früher sehr stark von den Deutschen besucht wurde, heute der Hauptsttz der Anti- Deutschen ist, und es für die, welche als „Germanen" bekannt sind, nicht gut ist, sich dort blicken zu lassen. Paris, 4. Jan. Noch dem „Journal osficiel" sind vom 25. bis 31. Dec. 440 Freilassungen gefangener Insurgenten erfolgt. Die Gesammtzahl der Frei- lassungen beträgt bis jetzt 11,720. — Dasselbe Blatt meldet, daß die russische Botschaft das Gerücht dementirt habe, Rußland beabsichtige, französische Offiziere zum Eintritt in die russische Armee zuzulassen. Italien. Rom, 29. December. Die Offiziere des aufgelösten päpstlichen Truppencorps waren durch ein Circular des Generals Kanzler eingeladen, vorgestern eine Stunde vor Mittag im schwarzen Frack und weißer Cravatte zur Feier des Namenstages Sr. Heiligkeit im Conststorialsaale zu sein. Der Papst erschien eine Stunde später und hörte die vom Kanzler vorgetragene Huldigungs-Adresse mit vieler Ge- nugthuung. Auch einige fremde Offiziere waren bei dem Gratulationsacte gegenwärtig. Später empfing er die bei ihm accreditirten fremden Minister oder viel* mehr die sie vertretenden Subalternen. Der Papst war zu ermüdet, auch die Collegien der Prälaten (Sagra Rota, Segnatura, Kammercleriker, Consistorial- Advocaten, apostolische Protonotarien rc.) an seinem Namenstage bei sich zu sehen, doch durfte sie Cardinal Sacconi gestern zu ihm führen. Rom, 30. December. Seitdem die Italiener keine Wachtposten mehr in da die nahe Schweiz den Flüchtigen Sicherheit gewährt. Oesterreich. Der Kaiser empfing den Präsidenten und die Vicepräsi- Rußland. Petersburg, 1. Jan. W e bereits erwähnt, hat Prinz Friedrich Karl von Preußen bei seinem Aufenthalte in Moskau am 17. December auch das von Leontjew und Katkow gegrünöefc Nikolaus ■ Lyceum besucht. Was er dabei mit dem Haupt-Redacteur der „Moskauer Zeitung" gesprochen, wird von der „Nuss. Welt" folgender Maßen angegeben: Katkow sagte zu ihm: „Wir wünschen, daß Handelsberichte. Darmstadt, 3. Januar. In der 36. Verloosung der Großherzoglich Hessischen Fünfzig- Gulden-Loose sind weiter herausgekommen: Nr. 26,4,62 mit 5000 fl., Nr. 53,973, 94,977 mit je 1000 fl., Nr. 26,425, 40.219, 50,203, 56,486, 56,937, 73 265, 91,468, 105,906, 109,048, 120,422 mit je 400 si. Darmstadt, 4. Januar. In der heute fortgesetzten 36. Verloosung der Großherzoglich Hessischen Fünfzig-Gulden-Loose sind weiter herausgekommen: Nr. 36,168 mit 1000 si., Nr. 33,117, 34,940, 48,573, 51,883, 112,872 mit je 400 si. ischof fort, auch manche« Gute erreicht, manches Schlimme verhütet. Noch am 15. Juli sendete die internationale (Minoritäts-) Versammlung eine Deputation an den Papst ab, worunter auch ich mich befunden habe. Der Papst nahm und sehr freundlich und gnädig auf und fragte, was wir denn eigentlich geändert wünschten. Wir baten um Einfügung der Worte: „gemäß der katholischen Tra- bitten und mit Zustimmung der G-sammtkirche oder der Bischöfe". Der Papst sagte, er hab, das Schema noch nicht gesehen, und fragte, wie viele Non placet sich dann in Placet verwandeln würden? „Wir und die uns gesendet haben, antwortete die Deputation, würden dann zustimmen." — „Wie viel sind es?" fragte der Papst. — „Achtzig", war die Antwort. — „Aber, entgegnete Pius, es stimmten ja 88 mit Non placet. Wenn wir etwa 100 zusawmenbringen Würden, könnte man auf die Aenderung eingehen!!!" Voll der besten Hoffnungen, sagte der Erzbischof, gingen wir von dannen. Allein des andern Tages hat die Jesuitenpartei des ConcilS, darunter der Thronumstoßer Senestrey von Regens- bürg, den Papst bearbeitet. Einen Taz später war wiederum Cardinal Rauscher beim Papste, um ihm den Dank der Minorität auszusprechen, und setzte bei dieser Gelegenheit die Consequenzen der Formel der Majorität auseinander. Aber der Papst war jetzt schon anderer Meinung. „Zu spät, erwiderte Plus, die öffentliche Sitzung ist schon anberaumt." Dann erzählte der Erzbischof noch von der Br- rathung der Minorität, ob man an der feierlichen Sitzung sich betheiligen solle oder nicht. Nur zwanzig waren dafür. Hierauf wendete sich der Erzbischof an die. einzelnen Professoren, und Abt Haneberg meinte, ihm sei die persönliche Jn- fallibilität im Schlußsätze doch zu stark. Der Erzbischof erwiderte: Eine persön- liche Unfehlbarkeit sei gar nicht definlrt worden. Zum Schlüsse der Aufwartung wendete sich der Erzbischof an Döllinger mit den Worten: „Wollen wir auf's Neue für die heilige Kirche zu arbeiten anfangen?" Da fuhr Döllinger scharf heraus: „Ja, für die alte Kirche!" Mit Mühe unterdrückte der Erzbischof seinen Zorn und sagte: „Es gibt nur eine Kirche, keine neue und keine alte." Da warf Döllinger die Worte dazwischen: „Man hat eine neue gemacht!" Der Bischof versuchte nun zu erklären, daß es in der Kirche und in den Lehren immer Veränderungen gegeben habe. „Unvergeßlich (schließt Friedrich) wird mir die Haltung Döllinger's und Hanebergs bleiben. Man sah Thränen in den Augen des Erzbischofs. Der Riß war geschehen. In dieser dramatisch bewegten Scene liegt dec Keim zur Begründung der in München geschaffenen „altkatholifchen" Preus*' prankf- Kurbel Gr;** Wien, 2. Jan. .... benten des Abgeordnetenhauses. Er gedachte in der Erwiderung auf ihre Anrede in anerkennender Weise der Schnelligkeit, mit welcher die Gesetzvorlage wegen provisorischer Forterhebung der Steuern ihre Erledigung gefunden habe, und sprach Sefonif Och 4766) 6 Kenntniß g Albach eine mit Mßm wib Zusami genommen i daß die Zi stattgefundei Acker- und $ lassen, und Gesetzes vo ßujammmb bartat V" ergeht hier 1) an bü tung, rdp- K nitz em enuirfe 2) an die Besitzer thung thums des Ai Februa tautrnt lassen, 3) an diej M'nei Eigenth dingunk Zweckbc nachstig inenlemi stücks k im Gru haben, weise ü .. nügend an bie commiß dm U vertrete wahrt , l-ssm, 0) an diejt sichen ji büchern Mhun Won Matioi welche bestimm Nenn "achzuu unb an Men neu % selben l an dies wenleg, versönb Me c 'Nen destzx München, 4. Jan. bie ihm angebotene Würde eines Bischofs von Speyer entschieden abgelehnt. Konstanz, 2. Jan. In neuerer Zeit häufen sich, nach Angabe der „N. bei dem hiesigen Regimente in bedenklicher Weise. Die W K, l--hkn '"tag ; 40/0 Wärtemb- Baden 4Vi Oestezr. 1 , k- Ainerik-1 Börsenberichte. Frankfurt a. M., 4. Januar. Börsenbericht. Die Hausse-Tendenz der Börse halt dauernd an und SpeculationS- wie Anlagepapiere setzten auch heute ihre steigende Bewegung fort. DaS Geschäft war von großer Ausdehnung. Für österreichische Bankactien ist auf die Nachricht hin, daß die Dividende für das 2. Semester 1871 mit 35 fl. firirt werde, erneuerte Kauflust erwacht und wurden dieselben heute bis 848 bezahlt. Von Coupons war für amerikanische fl. 2. 23 kr., für Silberrente fl. 24. 22 fr. zu erzielen. __________________________________________________ Frankfurt a. M. Die Annonccn-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. vermittelt auf dem erfahrungsgemäß erfolgreichsten Wege der Insertion auf das Zuverlässigste alle Arten Verkäufe und Verpachtungen von Gütern, Grundstücken, Fabriken, Gesuche und Offerten, Engagements rc ohne Provisionsantheil und unter alleiniger Anrechnung der Original-Jnsertionsgebühren. bekannt machten. Wir haben einen großen Erfolg gehabt, aber auch in Rußland baß" bei einem harmonischen "Zusammenwirken der Majoritätlgeschehen Wunder. Sie vollbringen in einigen Jahren, waö andere Völker in ~ ~ " ' ' Jahrhunderten erreichten. Es ist mir bekannt, daß Sie die Reformen Ihres Kaisers unterstützen. Deutschland wünscht den Frieden und die Freundschaft mit Rußland. Unsere Interessen collidiren in keiner Weise. Wenn in Deutschland eine gewisse Unzufriedenheit mit Rußland herrscht, so hat diese einzig in der zu strengen Abschließung seiner Gränzen und der übermäßigen Beengung des Handels durch die Strenge des Tarifs ihren Grund; was ist aber dagegen zu thun? Sich darüber zu beklagen, hat Niemand ein Recht. Was den Tarif betrifft, so waren wir niemals Fürsprecher der hohen Schutzzölle und sind im Gegentheil der Mei- Temperatur in Gießen, December 1871: k. 8. 96 Par. Zoll. *) Der kälteste December in 24 Jahren. 3 - 25% bei Anuouceu 1864r 142 Braunschweiger 19% Stadt Florenz 83 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Diskonto 5,530 R 6,60 „ BSrseunachrichtei). 4. Januar 1872. k. 8. 923/4 k. 8. 87 V8 k. 8. 1047/8 R. » *) Wee»t*ci. Amsterdam k. S. 99% Niederste ................ mittlere................. Mittel früherer Jahre............ höchste............. . . . . Niederschlagan 10 Tagen.......... „ im Mittel ftüherer Jahre: an 17 Tagen . . JahreS-Mittel............... Mittel früherer Jahre............ S. 117% 8. 91% S. 91% 8. 101% 8. — 8. — Aetlen. Frankf. Bank 136 Frankf. Vereins-Kasse 129 Darmst. Bankact. 449% Wien Bankactien 847 Galizien 261 | Oest. Creditact. 341% k. k. k. k. m. 1. 4% Spanier, neuest. 3% 32% k. 8. 993/4 k. 8. 105 Geldwerten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57%—58% Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl.fi. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 31—33 20 Frankenst. 9 17%—18% Engi. Sbver. 11 44—46 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24—25 — 20,0’ — 4,62 — 0,34 + 4,3 1,19 1,53 Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 401% Lombard. Bahn 211% Ltfdwigsh.-Bexbaoh 1993/4 Maxbahn 144 Bayer. Ostbahn 147% Rhein-Nahebahn-Aot. 39% Hess. Ludwigsb.-Aot. 182% Oberhessen w 79% Bekanntmachungen aller AN befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter rind Fach-Zeitschriften mit 5-25% Kosten-Ersparniß 0 ' L0rai0latter die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. Preuss. 4%°/o Oblig. 102 Frankf. 3%% Obi. 87% Nass. 4%o/g Obi. 99% Kurhess. 4% „ 92 Gr. Hess. 5% Obi. 102% „ n 40/0 n 97 „ „ 3%% „ 92 Bayer. 5% n 100% „ 4% % 1jährige 100% „ 4O/o 1jährige 95 Würtemb. 4%0/0 Obi. 99% Baden 4%% Obi. o. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 64 „ Papierrente 54 Amerik. Bonds 1881r 102 „ 1882r 96% F 18Ö5r 99 „ 1887r 99% Prlorlt&ten. 30/o Öster. Stsb.-Prior. 58% 3% öst. s. Lombard 83% 3% Livorneser 39% 50/0 Toscaner 62 5% Elisabeth.-Prior. 82% do. II. Emiss. 82 Anletienwloowe. Kurh. 40 Thlr. Loose 69 Nassau 25 fl. 44 4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbaoher 7 fl. 11% 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 81 1858r Prioritätsloose 190 1860r Loose 90% Allgemeiner Anzeiger Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 4766) Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in der Gemarkung Albach eine Regulirung der Feldeintheilung mit Anlegung von Flur- und Gewannwegen und Zusammenlegung der Grundstücke vorgenommen werden soll und beziehungsweise daß die Zusammenlegungs-Arbeiten schon stattgefunden haben und das gesammte Acker- und Wiesenland der Gemarkung umfassen, und auf Grund des Art- 14 des Gesetzes vom 18. August 1871, betr. die Zusammenlegung der Grundstücke, Therl- barkeit der Parzellen und Feldwege-Anlagen, ergeht hiermit Aufforderung 1) an diejenigen Grundbesitzer der Gemarkung, welche noch nicht im Grund- resp. Flurbuche oder Mutationsverzeich- nitz eingetragen sind, ihren Eintrag zu erwirken, 2) an die ohne Erwerbtitel eingetragenen Besitzer, zur Herstellung der Vermu- thung für die Gewißheit ihres Eiaen- thums ihre Erwerbtitel nach Vorschrift des Art. 28 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 den auf ihren Namen lautenden Einträgen beischreiben zu lassen, 3) an diejenigen, welche vermöge einer erhobenen Klage oder vertragsmäßigen Eigenthumsvorbehalts, auflösenden Bedingungen, Endtermins oder einer Zweckbestimmung Anspruch auf dem- nächstigen Rückfall eines der Zusammenlegung zu unterwerfenden Grundstücks bilden, ohne diesen Anspruch im Grundbuche genügend gesichert zu haben, die Klaganstellung beziehungsweise ihren Anspruch auf Rückfall genügend nachzuweisen, 4) an die Ober-Eigenthümer und Fidei- commißberechtigten, deren Rechte in dem Grundbuche oder dem dessen Stelle vertretenden Verzeichnisse noch nicht gewahrt sind, diese Rechte eintragen zu lassen, 5) an diejenigen, welche nicht in den öffentlichen Hypothekenbüchern oder Grundbüchern eingetragene Pfandrechte, Ei- genthumsvorbehalte, Revocations-, Re- solutions- oder Nichtigkeitsrechte,« Se- parations- oder andere Sicherheitsrechte, welche auf den zur Zusammenlegung bestimmten Grundstücken haften, in Anspruch nehmen, dieselben urkundlich nachzuweisen und aufzeichnen zu lassen, und an diejenigen, welche dergleichen in den öffentlichen Büchern eingetragenen Rechte für erloschen halten, dieselben löschen zu lassen, 6) an diejenigen, welche bei der Zusammenlegung zu beobachtende Real- oder persönliche Servituten, Nutznießungs-, Brautgabs-, Leibzuchts- und Auszugsrechte auf solchen Grundstücken anzusprechen haben, dieselben anzumelden und durch Urkunden oder Anerkennung des Besitzers des belasteten Grundstücks nachzuweisen. Zur Anmeldung der genannten Rechte und zur Erbringung der erforderlichen Nachweise wird eine vom 15. November 1871 an zu laufen beginnende unerstreckliche Frist von drei Monaten unter dem Rechtsnachtheile vorbestimmt, daß auf Rechte vorgedachter Art, welche weder in den öffentlichen Grund- und Hypothekenbüchern, beziehungsweise den zu den Flurbüchern ge- lHKlftr. 1115 40.6dbi§70 567 in Zins Verluste Zieliungsaiizeiger. Durch alle Postämter und Buchhandlungen zu beziehen. E Hermes von verloosten Obligationen u. s. w. können vermieden werden durch Abonnement von S t a 11 e l’s 190 93 Vorräthig in allen Apotheken. In Gießen bei Acker auf der Rothhohl, Acker am obersten Riegelpfad, Acker, links am Wiesecker Weg, Wiese in der Schwarzlach, an der Leimenkaut, lUKlftr- 636 Wiese an den Herrnwiesen, b. Flur Nr. 2%5 892 Acker, links am Schwarzlachweg ; der Gemarkung Wicseck: kannt machen zu lassen. Gießen, den 3. Januar 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 38) Auf der Schwalbenmühle bei Waldgirmes ist eine große Parthie Zwetschen- bäumchcn billig zu verkaufen. Ludwig Feht. zum Letztenmale an den Meistbietenden mit dem Bemerken versteigert werden, daß bei annehmbarem Gebote mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt wird. Nachgebote werden nicht angenommen. Gießen, den 4. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. , Wortmann. 51) Wir verkaufen eine grosse Parthie sog. Lederleinen, besonders zu Hemden re. sehr gut geeignet, den Meter zu 18 bis 30 kr. pr. comptant. Gebrüder Stamm, am Kreuz. Flur Nr. 25/128 2%7 Preis vierteljährlich 54 kr. (67) 57) Donnerstag den 11. Januar 1872, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachbenannte, den Rentamtmann Bott's Erben gehörigen Grundstücke, als: a. In der Gemarkung Gießen: Malzpräparate von । uiy outjuuu; unu uvii ;puyi > ^yuna ycytir Feilgebotenes. W“"v. Dienstag den 16. Januar. ! 60) Prima Braunschweiger Flachs Morgens 9 Uhr, lempneblt e. W. Dietz, am Marku zu Lich in dem Gasthaus zum-Engel für. Ä n die Straßen von Steinbach über Lich gegen! Utter eUl- Hungen und vom Hessenbrücker Hammer pfeylen, a Pfund 34 kr., über Lich gegen Butzbach. sämmtliche Butterhändler. Die resp. Großherzoglicken Burgermerfte- —---------------------------------------- hörigen Mutationsverzeichnissen, noch in Baum für die Straßen von Groß-Linden, den in Gemäßheit der Anmeldungen in der^bis Butzbach und von Pohl - Göns gegen vorbestimmten Frist aufzustellenden Ver- zeichnissen gewahrt sind, bei der stattfindenden Zusammenlegung keine Rücksicht wird genommen werden. Die vorbestimmte Frist läuft mit dem reien werden ersucht, diese Versteigerungen, 59) Täglich frische Milch bei im Interesse ihrer Gemeinden besonders be-! Carl Metzger, Neustadt. 47) Ein gutes Zugpferd ist zu verkaufen bei Posthalter Krausch. - —---------r 54) Täglich frische Milch, sowie gute Kartoffeln, verkauft Metzger Malkomesius, Wallthor. Ellen und Maassstäbe (10) bei I. G. Bapst. 15. Februar 1872 ab. Gießen, den 2. November 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. 62) Den Gewerb-Steuerpflichtigen Gießens dient zur Nachricht, daß die Gewerbepatente für 1872 bei der Steuererhebung im Monat Januar d. I. mit 12 fr. einzulösen sind. Gießen, den 3. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt.___________ Obechessischk Eisenbahn-Gesellschaft. Bekanntmachung. 52) Wegen eingetretener Hindernisse kann die für den 1. Januar er. publicirte Einführung des Hessisch-Rheinisch-Westphäli- schen Verbandtarifes bis auf Weiteres nicht stattfinden. Gießen, am 1. Januar 1872. Der Verwaltungsrath. 5454) Eine noch wenig gebrauchte Nähmaschine, Singer-System, ist zu verkaufen in Lit. A. Nr. 23. 19) Drei stattliche beinahe neue Oefen, nämlich zwei runde zu Kohlen- und ein länglich viereckiger dreikacheliger zu Holzfeuerung eingerichtet, sowie 28 Ctr. frische Cokes, stehen billig zu verkaufen bei Christian G. Eckel, Marburger Straße. 46) Zwei Wiesen im Heegstrauch, 1 und 2 Morgen haltend, sind unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Georss Geiger in Stuttgart. Malz-Extract unerreichter Reinheit, von vorzüglichem V do. mit Eisen und Chinin für Blutarme. killflniiinhrilllOQIIliüßl nfIlcr verbesserter Qualität, haupt- lllllllvl 11(1111 UllgdllllUvl sächlich wegen seines weniger intensiv süßlichen Geschmacks zu empfehlen. Versteigerungen. 65) Montag den 8. Januar d. I., Vormittags halb 10 Uhr,. sollen in dem früheren Pfandhauslocale dahier die zu dem Nachlaß des Commis Ludwig Rinck gehörigen Kleidungsstücke, bestehend in Röcken, Joppen, Hosen, Westen, Hemden, Strümpfen rc., sowie eine mit, Bandeisen beschlagene Kiste, für Auswanderer sich eignend, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem ml er, Ortsgerichtsmann. Versteigerung von Straßenarbeiten. 63) Die zur Unterhaltung der Staatsstraßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1872 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr und dem Zerschlagen der Steine, sollen an den nachbenannten Tagen und Orten wenigstfordernd versteigert werden, und zwar: I. Dienstag den 9. Januar, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in dem Bramm'schen Wirthschafts- local für die Straßen von Gießen bis Groß- Linden , von Klein-Linden gegen Wetzlar, von Gießen bis Abtheilungsnummer 14 gegen Reiskirchen, von Gießen bis Steinbach und von Gießen gegen Rodheim. II. Mittwoch den 10. Januar, Morgens 9 Uhr, zu Lollar im Gasthaus zur Krone für die Straße von Gießen gegen Marburg. III. Donnerstag den 11. Januar, Morgens 10 Uhr, zu Reiskirchen in dem Guntrum'schenWirths- hause für die Straße von Gießen gegen Grünberg. IV. Freitag den 12. Januar, Nachmittags halb 1 Uhr, , | zu Lang-Göns in dem Gasthaus zum grünen Wilhelm Balser, Poyeüan-, Glas- und KrystaU - Waaren - Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl: Farbig decorirt; Waschgarnituren, Trag- Eßgeschirre, Tassen rc. rc. iu feinem Porzellan: Tafelservice, \ Kaffeeservice, . qr>eifi ®.ä teuer. in Glas und Crystall: Blumenvasen, Punschbowlen. Wasser- und Weinflaschen, Butter- und Käsestützen, Bierkrüge, Wirthfchafts-Gläser und • Flaschen; in broncirten^Thonwaaren: Fischglocken, Figuren, Blumentöpfe, Blumenampeln; in lacklrten Llechwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodkörbe, Zuckerdosen rc. (5016) Ordinäres Steingut. — Gypsfiguren. — Wärmsteine. j 5120) Als neueste Husten-Bonbons । sind Loeffund's Masi-Ertract-Bunbons ! vor allen bisher bekannten Malz-Bon- ! bons zu empfehlen. Sie enthalten eine I starke Beimischung von achtem Loef- lund'schcm Malz -Extract und sind j deßhalb von äußerst angenehmem, kräf- I tigern Malzgeschmack und augenblicklich ^fühlbarer, auflösender Wirkung. | In Paketen zu 9 fr. porräthig in l Gießen bei Herrn Emil Fischbach. 56) Mein am Wismarer Weg gelegenes Grabstück bin ich Willens zu verkaufen. Friedrich Schürz. Liter vom 1. Januar 1872 an erfolgen zu lassen. 28. December Haustein ihren za 05 1,867,568 Gesucht CO GZ Die (4661) Hessische Bank dem ein reinliches erfahrenes Küchenmädchen für Crefeld, Lohn 80 bis 150 Gulden je nach Leistung/und ein Hausmädchen, Lohn 60 bis 80 Gulden. Nähere Auskunft er- theilt Frau E. Müller-Peill, Leltersberg. 15,000,000 Frcs. 5,905,976 „ 100 Liter oder 1 Gießen, den Gebe. Adami. Echternach Sf A. Katz. 66) In der heute stattgehabten Versammlung der unterzeichneten Branntweinhändler und Liqueur-Fabrikanten wurde beschlossen, die Verkäufe von Branntwein nach l00 Liter und die der Liqueures nach 5522) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kcnntniß, daß Herr Hofgerichtsadvokat Hirschhorn in Gießen es übernommen hat, an uns gerichtete Anträge auf hypothekarische Darlehen oder Cession von Güterkaufschillingen im Umkreis der Provinz Oberhessen zu instruiren und als unser Consulent dieselben zu begutachten. Die Darlehen werden in baarcm (Selbe gegeben, und zwar entweder als kündbare oder unkündbare d. h. durch Annuitäten oder Raten zu tilgende Darlehen. 64) 12 bis 1300 fl. sind auszuleihen. Näheres bei H. Schaffstädt, Reichensand. Die geringste jährliche Tilgungsquote beträgt V2%- Der Zinsfuß ist nicht unter 5% und bemißt sich gleichwie die Provision nach Charaeter des Darlehens. Verwaltungsgebühren werden nicht berechnet. Auf kleinere Darlehen wie 3000 Thaler wird nicht refleetirt. Frankfurt a. Nt», den 21. December 1871. Die Direction. 5034) Die Dr. Steffan sehe Augenheilanstalt in Frankfurt a. M (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraße), aus's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. Garantieen: 1) Das gesammte voll eingezahlte Grundkapital der Schweizerischen Creditanstalt in Zürich..... 2) Dos von Jahr zu Jahr wachsende Vermögen der Schweizerischen Rentenanstalt, Ende 1870 ..... (Diese sämmtlichen Gelder sind, mit Ausschluß jeder Speculation, auf hypothekarische Sicherheit angelegt.) 3) Die jährlichen Einnahmen der Schweizerischen Rentenanstalt, 1870 ......... Berichtigung. In der Quittung über die eingegangenen Gaben für die Wittwe des Lehrers Kost in Frechenhausen hat sich bei der durch Herrn Gemeinderath Haustein gesammelten Gaben ein Druckfehler eingeschlichen; in der letzten Zeile anstatt Frau Ricker 24 fr., muß es heißen : Frau Stieber 24 kr. Die Expedition. in Cassel empfiehlt sich zur Ausführung aller Börsen-Commissionen^ zum An- und Verkauf von Staatspapieren und Actien zur Dis- contirung von Wechseln., zur Errichtung von Conto-Correnten, sowie zur Verzinsung von Depositen-Capitalien.__ Stehende Geschäftsaiyeigen, die sich den Geschäftsfirmen aller Branchen, Patentinhabern, Aerzten, Lehrern, Agenten, Importeuren rc. als äußerst nützlich, ja unentbehrlich erwiesen baben, in den gelesensten Journalen des In- und Auslandes unter den günstigsten Bedingungen zur Insertion zu bringen, erbietet sich die mit dem Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten Maaße beehrte Annoncen-Expedition von G. L. Dsube Sc Comp. in Frankfurt a. M , München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Stuttgart, Hamburg, Brüssel und Bern. Complete Zeitungs - Cataloge gratis und franco Süddeutsche Boden- Crcdit - Bank Abtheilung Frankfurt a. M. Die Kleinkinderschule haben mit Gaben nock weiter bedacht: 49) Herr Professor Dr. Köllner, 50) „ Gemeinderath Honstein. Gcbr. Löser. R. Oppenheimer Sohn Simon Reis. Gebr. Schwan. W. Wallenfels. Emil Reis, Echzell. Gebr. Wallach, Alsfeld. A. Stammler, Grnnberg. 70% des Reingewinnes wird den Versicherten als Altersrente zurückvergütet. Dieselbe betrug für 1870 : 400 g der Prämie, „ „ „ 1871: 45% „ , ' „ wird betragen für 1872; ea. 44% „ „ Der Gewinnfond beträgt derzeit 727,834 Franken. Die Schweizerische Rentenanstalt anerkennt in Deutschland für alle Forderungen ihrer Versicherten den Gerichtsstand am Domieile derjenigen Vertreter, welche die betreffende Police vermittelt haben. Statuten, Rechenschaftsberichte für das Jahr 1870 und ausführliche Prospekte werden von den unterzeichneten Vertretungen der Schweizerischen Rentenanstalt gratis verabfolgt, welche auch zur Ertheilung jeder näheren Auskunft, sowie zur Vermittelung von Renten- und Lebensversicherungs-Verträgen jeder Art gern bereit sind. Die Subdirection für Deutschland in Frankfurt a. M. H. Hahn 8t Sohn. Die Hauptagenten : Echternach 8? Haustein in Gießen. 55 Für Invaliden, welche durch ihre Verwundung im Jahre 1870 für die gewohnte Erwerbsthätigkeit unfähig geworden, aber im Schreiben geübt und nicht ungewandt sind, wird Beschäftigung in einem Büreau oder bei einem Anwälte gesucht. — Näheres bet 0 ö l>r. W. Diehl. Schweizerische Rentenanstall in Zürich. Lebensversicherung. G 45) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 57. 21) Eine Schlafstelle zu besetzen bei Adolf Wenzel, Mäusburg. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Verstcherungs - Acllen- Gesellschaft zu Elberfeld ermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Vermischte Anzeigen. ; Turnverein. 55) Alle Diejenigen, welche Transpa- ' reute, Fahnen, Bücher und andere Uten- ‘ silien des Vereins entliehen hoben, werden. ersucht, dieselben bis zum 12. d. Mts. bei dem Zeugwart Fritz Semmler (Wallthorstraße) abzuliefern, damit nicht der Verein gezwungen werde, auf andere Weife in den Wiederbesitz seines Eigenthums zu gelangen. Der Vorstand. 37) Ein mit den nöthigen Kenntnissen versehener junger Mensch kann in einem Colonial- und Landesprodukten-Geschäst in die Lehre treten. Näheres ertheilt die Exped. dieses Blattes. „Einigkeit." Generalversainmlung Samstag Abend, präcis 8% Uhr. Tagesordnung: Vorstandswahl. Die Mitglieder werden dringend gebeten, sich zahlreich einzufinden. (61) Der Vorstand. 35) Ein seidenes Uhrkettchen mit Medaillon, Kreuz und kleinem Messerchen wurde zwischen dem Asterweg und der Alicenstraße verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung in Lit. B- Nr. 109 abzugeben. 5564) Ein Zapfjunge gesucht von Th. Lony, im Promenadehaus. 1871. Engel S>* Krause, Groß-Linden. F. Habicht Söhne, Lauterbach. Löser Kann, Mainzlar. I. Kann Söhne, Mainzlar. Meyer Katz, Steinbach. Franz Birkenholz, Vilbel. I. C. Guth & Jost, Vilbel. H. Martini (Firma I. Hinkel's Nachfofger), Vilbel. W. Koch, Wetzlar. Vermiethungen. 48) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 3 Zimmern, Cabinet, Küche, Schwarzzeug-Kammer und den sonst nöthigen Räumlichkeiten, ist zu vermiethen. Emil Junker, Asterweg 103. 53) Auf dem Seltersberg ist eine Familienwohnung , bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 40) Eine Familienwohnung mit 6 Zimmern zu vermiethen und den 1. März beziehbar bei Heinrich Möser. 26) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Herm. Euler, Mäusburg. 27) Eine freundliche Stube ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Neustadt Lit. D. Nr. 36. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen^Univ.-Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen. Preis mit S P°I 9h Be 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16 1/ 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. Gun Tage röte, Roth Wist Aus $ribi Wat N boro UDb Red« Stlu silhi h H titib Mi die Rui