») Mr. 259. Montag SW 4. November 1S72. l tl di U' Gießen, am 1. November 1872. fr an, g Betreffend: Die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873. Gießen, am 31. October 1872. rf n. d billig/ M 1 1 Charakteristik des Mtramontanismus. t ft *3 40, 27 3 „ 16 kr. 24 ereiS vierteljährig 1 fi. 12 ft. «it Bringrrlotzn. Durch tote Bo ft bezogen vierteljährig t n. 29 fr. 2 ft 30 fr. - 36 fr. • Ist- E5e15kr 0 fr. raße 58 ti Lager in Winteo lvollenen Ken, ivtvie (5113) r- er 'S in kN Erscheint täglich, mit Au»-- nähme Sonntags. Expedition: Canzletbera, Lit. B. Nr. 1. *1 *11 M Bestellungen auf den Gießener Anzeiger KM!ÖS&ßR&ÄSÄM"****» w "b-N-n knf.M für Mr Mona,. N«mb.d und !A ?n ill ra r- id r* l- oe '/d so >- 3, IT. 30 H 8 20 " 30 fj Ön' 20 30 " ?■ 12 fr., H- 30 ft., unb 9 ff »döfi. ' , 4 . ■ 15 fr. sl- r. und 3 fl. 14 ff. au 8 „ „ 18 fr. an, 18 „ . - / i »- e» an nm,.he-d- Ä Äft **** stattflndnidm Äbl-ifiung Ms Esnssangs'Cjdes. ®re,tÄS den 13. d. M. z« Lich In Berhinderung des Kreisraths: —- __ ® ros, Kreioassessor. H-fele Ä tk ««*"• "nn.n Men gew.ß wesen.,ich dazu beige.ragen, das Uttheil über die Stellung des Sinn.es auch seine unbMugtt«SjÄ, ß"Ä'Ä Brennemann, Georgi, ®rD« «, , „ ^^Winnerov. O-conom in Gießen. Kreisassessor in Gießen, G..tsvekwatt!rm 3» Verhinderung des Kreisraths: ___________ __Spanier, Kreisassessor. Be reffend: Die Ableistung des Berfassungs-Eides. • Betreffend: Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen. Gießen, am 1. November 1872 Das Grvßhcrzogllchc Krcisamt Gießen SÄL»"*' "71"»" geschwornen baldigst an uns einzusenden. ' 9 fordern wir Tie auf, die Grenzbegehungsprotocolle der Feld Mir f m r.- ,an öie 6>ro^hkyoglichen Bürgermrisiereim des Kreises. lichst- Verbreitung zu den Landwir.hen Ihrer Gemeinden mog- v. Röder. 28iener 26el^ausstieüung int 1873 wirthschaftlichen ASM “"8 Collectivausstellung der land- vertreten sem, jedoch jolleu hierbei nur diejenigen Erzeugnisse berücksichtigt werden derrn srmhi ,.fenen tandwlrthschaftlichen Producteu möglichst vollständiq erst neu e.ngefuhrt sind und weiterer Verbreitung würdig erachtet w rd n ?t Saul t ^"“'on’on °uuger Erheblichkeit ist, außerdem aber solche welche insbesondere sämmtliche Körnerfrüchte des Kreises vertreten sein sollten Ausgeschlossen sind alle Gegenstände, welche dem Verderb ausgesetzt sind wogegen «»"« ™» ,«,» M dl- |ta„b u», h«, »>'*» it, d» hlch,,» «„» ,mb „„3,1, „ch 3„tra|[, ^U1) toet^en vorzugsweise sein: p ÄÄ ™iST!4X«'ta WSÄ’,1' **. t> Sei...... S-N>I»»ftp,„»,«». S~ dl- S-»m ei, 1,1 1. « le 1 8I,„. 5) Bei jedem einzelnen Ausstellungsgegenstand ist der Name und WohnortVeSückt^ »' H«rvon d.e Samen wie oben ä je 2 Liter. tel's? ÄS’ÄX t »m's'ärecmbei't S“ T *' 3' ™ »»<» *"ēĔS **• ***** °d" «ch d» •«« h. Wp’ÄS'Ä' ’ ** Di- „Germania" droht damit, daß, wenn künftig die Berlin, 31. Del. welcher Befreiung der Theologen vom Der Kaiser", schreibt der Correspon- Militärdienste ausrecht erhalten bleiben. rinaschatzung venaugnrr wcivm* einer Militärdienste aufrecht erhalten oieioen. ovuip» , , Zwar haben auch die deutschen Parteiverhaltmffe sch anismuS in dent des Blattes weiter, „ist demnach wohlwollend für uns gesinnt; tu Varzm solchen Voraussetzung Veranlassung gegeben; man hat de«Mtramonlam>- «» °^an (i Beni „ JU (eln. U-b-ig-nS wirb eine baldige Zukunft uns sagen, Coalition gesunden mit dem Radikalismus bis zur rohesten SchaMrung ff I wohlwollende Worte »vn dessen Regierung auch verwirklicht wer- und wiederum in Coalition mit dem .buchen und^d-r v-r- ob^des Katfer-^wohlw^^ ^rrespondenz , bemerkt die „Sp-N. Zig", ist so er. kehrtcsteu Reaktion: aber es überrascht doch, wenn Der „Dfl • . mit rld,tlf(b, daß wir kein Wort hinzuzusügen brauchen. Hinaebung des legitimen KönigthumS, welche kürzlich auch Graf Chamdord w |im W, s Rovbr. Die „R. Allg. Zig." wird vom Rhein geschrieben: der %m eigenen Offenheit gewiß zur „ü dir „Nachdem die Biichbf- D-nischland« stch einstimmig und osfieiell als mit Nam». r '___cri,v^„ stt.AMfrptaa bekannt bat. verächtlich zuruckweist, um tlch _ . . i° r < <>* tniprtffnnt. 111 erfahren, daü die vreuüi- zanowski solidarisch erklärt haben, ist'., in.er.ssant, zu erfahren, daß die preußl ...... tu. Im «,i*«1flnh »ebenbtn. sied sa :. 'Italien, Belgien und die Niederlande Oesterreich. .daß die Schulbrüder und Schulschwestern in ihrer Ebenso fei vom Kaiser be» Der Antrag wird nach dem Vorschläge des berichtenden Ausschusses ein- Nächste Sitzung Montag den 4. Nov., Morgens 10 Uhr: 4 abweichenden Beschlüsse der ersten Kammer brzüglich des (M.-Ztg.) die Mittel zum L ringschätzung verläugnet werden. de- ^Mu^a-gsuomme^^ng, uebernahme der Kosten für Errichtung eines Denkmals der bei Gravelotte gefallenen hessischen Soldaten auf dte Staats- kaffe findet ohne Diskussion einstimmig Annahme, da der ganze Betrag aus den Kriegskosten-Entschädigungsgeldern entnommen werden soll. B Der dritte Gegenstand betraf den Antrag der Abgeordneten Hallwachs und Goldmann, die Pensionirung der Civilbeamten betr., und wurde der vom Aus- schütz gestellte Antrag einstimmig genehmigt, wonach bet kunsttgen Pensiontrungen...... (nicht bei den seitherigen) die etwaigen günstigen Bestimmungen etnes vom nach- R h München 1. Novbr. D-. Obrrstudirnroth soll demnächst in'- Leben treten Diesbezüglichen Borschiäg- des Cultu-minifi-rs sind bereit- dem Könige zur Sanktion untnbreitel. Als künftige Oderstudieurathe werden em M mst-nal- rath, drei UniveesitätS-Prof-ssoren und zwei Ghmnasial-Recioren genannt. Wien 29. Del. Aus einem Arlikel der „Reform" g-hl hervor, daß da- Nnweken v r Svi-lböll-n täqli» größ-re Dimensionen annimmt und zahlreiche N -'amk SLitn der Ges-^aft fordert. Das Blatt b-zeichne.^D - ciere Maanaten, Doktoren, Abgeordnete, „Börsianer , Beamte, Geistliche, dte allesammt bedeutende Summen verloren haben; es macht auch dte ^Senthumer der hervorragendsten Spielhöllen namhaft. Als dte bedeutendste wtrd dte des aewesenen Magistratsraths Kalvor bezeichnet; diese befindet sich tn der Sporer- aaffe neben dem Comitatshause. Die zweite Bank besteht unter der Ftrma „Ad> vo^alurS-Kanzlei der Leopold Tubold und Polgar", Ecke der Hui- «nb ©trid«- tiafre Der Eigentümer hält eine Wohnung, aus neun Ztmmern^bestehend, für L* „ 2200 fl ^ins bezahlt, er hält zwei Diener mit einer Bezahlung von monatlichen 60 fl' un» gan'zer Verpflegung. Diese Gesellschaft h-'l im Somwer in ^üred Vie „Saison". Eine ganz neu entstandene Spielbank Ist die des Kerley, Grünebaumaaffe 9 Da findet sich zumeist das Militär ein; d,e Opfer aus dem Civil führ, ein gewisser Ni-kp ein. Die Polizei wisse »v» ->ll°n 'en Vorgängen und unterstütze im Geheimen die Spielbanken; „Reform wendet sich daher an d-n Minister de- Innern, dessen Pflicht es fei, dem Unwesen etn End- zu ““^"sBicn 1 November. Die Prager Regierung hat wieder in da- G-bahren einer ^--bischen Borschußkaff- (zu W-.ßwaffer) -ing-grrffen und bte: feilt eine« : Jahren in der Verwaltung derselben begangenen Desraudalionen aus Deutschland. ^nrmftnht 31 Dkl. sKamm-rn.J Die erste Kammer der Siände nahm heute ihre'Sitzungen wieder auf und erledigte in derselben da« Wahlgesetz. Di- Kammer trat nach kurzer Debatte den von den Beschlüssen der zwei-r.Kam. mer abweichenden Ausschußanträgen bei, verwarf also 1) die Wahl des Bertre- ,-r- der Universität, 2) die auf 12 erhöhte M'lgl.-d-rzahl der ^ Lebenszeit zu ernennenden Mitglieder, 3) die Wählbarkeit der Minister, beschloß 4) da« Recht der Urlaubsverweigerung bei gewählten Beamten der Regierung wiede iu$uertmntn. t befchäftigte sich in heutiger Sitzung »«nächst mit der Vorlage der Regierung. Das Darlehen an oberhessifche Gemeinden fuf ßifen- bahnbaukosten, die Summe von 320,000 fl. betr., wird nach dem Antrag- Aber kann man sich Über diese« ka>'bluNge P«n-geben treuer All. «ter von Kr m-ntz^ » Charakter bekleideten Anführer einer irregeleiteten Partei, Seiten de« Ultramonlanismu« wundern; haben d>e Geopferten -int Recht,sich » L r'e„ Ruin der allen Wahrheit Christi hinarbeitet. Ich weiß, daß die beklagen? Nicht im Mindesten. So wenig überhaupt die Sentimenta Uaweche aus de» ^stg-r Leichnam geworden ist, mit feinet betufrn ist, au- ihrer Empfindsamkeit h-rau« die Faden zu spinnen, in welcher ,etz g Pf ? ! Leben verpestend. Ich weiß, daß die deutschen Bischöfe die noch d-n G-setz-n der inneren Nothwend,gk-il /""^"it-nden Ereignisse Faulniß k jh„?b°,en That eerfaBen und unaufhailjam dem sorialen und k,rch. sich vollziehen; so wenig kann man auch dem Ullramontant-mu- von dieser Seite em SM^n dem Geiste Goll.« verlassen sind.» der ihm eigenen a* mit p-r ..Nachdem die Bilchofe ^enil-hiano- ,r-o —.....•- auf den Thron Frankreich« bekannt hat, verächtlich zuruckweist, um sich >>!-!,anowski solidarisch erklärt haben, ist el interessant, zu erfahren, daß die preußi. Republik zu alliiren, und e« überrascht nicht weniger, «enn ®rt’0,'n' ch-n Militärgeisticken, insbesondere auch die im Reich-land stehenden, sich fast römisch- Curie über den Kopf deS Polenthum« hinw gFr ed-n mtt Rußland ^margetlu Lande-bischofe unterstellt haben Es liegt aus hinzustellen sucht und im Begriff stehl, einen Nuntiu- am Hose zu >-l. P 8 | bafe ^ierburd, die Wirkung der kriegSministeitellen Verfügung vom 11 "S". M «..».» «.«•"" •;» f Constituirung der Republik, als d-finttiver Slaatsform, in merkt der ' Uuivers" b-zügtich des Briefes de« Bischofs von E-meland an den SV;: Ä. »w Ä. S&t HS OTÄÄ S.L KWÄ » s sollen, welche jetzt in Herrn Thier- zwar nicht ihren ältesten, aber doch ih'-" Z^^barung de- Präsidenten beide. Häuser übernehme, hoffnung-vollsten zu erblicken meint c>n„n„nen. Illusionen Sämmtliche Minister, mit Ausnahme de« Fürsten Bismarck, waren anwesend. Vielleicht macht man stch zu Rom in dieser Beziehung ^llusi n , 3 f riegSminister Gras Roon verlas eine königliche Botschaft, durch welche derft be sei e« über ten guten Willen, fei e« über die Potenz, aber gewiß ist Her« @eifipn ()futc >u schließen. Der Minister sprach demzufolge Thiers nicht in der Sage, solch- Illusionen aufzuklaren g h (|| g.L Session aus. Gras Stolberg brachte daraus em dreimaliges, von eben deshalb in Gesahr, eigene daran zu entzünden, sch ch i I „lrej^en $,rfammiung lebhaft ausgenommen-e Hoch auf den König au«. Frankreich«- . Rom die Sache ttrlUeber die Wieder-Eröffnung der Session verlautet Nichts. — Der Kaiser rt | Und tn demselben Augenblick, in welchem man aetban am 9. d. MtS. zur Dresdener Hochzettsfeter ab. , legitimen Monarchie aufgiebt, nicht blos weck der Mohr f ch g Berlin, 1. Novbr. Der nichtamendirte Kreisordnungs-Entwurf wtrd dem hot; sondern weil er nichts mehr zu liefern im ®tante >st, »»«rt die ,,Bore «crim, tcm rfl Die Beschlüsse wegen Reorganisa. : Kathollk" °eröffentlichrn"ein-n offenen Brief Grunerl'- an den Bischof von Er- v ~ . Der Bischof habe durch dte Anerkennung der In- b-ikornmen. mit fctt 36ct fcet W-Ubeherrschung, und in wie verschiedener Richtung auch nach ihrer praktischen Seite hin die Zwecke de-i 1 lr-’",nn,a“‘ mu verfolgt wurden, immer gingen fie doch von der Auffassung aus aller Dinge nur durch das Urtheil der Kirche bestimmt werde ihr nur zeitlich, d. h. vergänglich und nichts bedeutend sei. Staat n, --------r,— —----- - - _ ■ .... ’*"• i.y't.’:: »-Ä S $,!.• 4»« ffiSm-W »Ä S SSrt? s K Ä Bewußtsein seiner für die Entwickelung Der Menschhnt nothwendigen Existenz entgegenfegt, und es kann ebenso nur zur allgemeinen Befriedigung dienen, v ß Vie Kundgebungen, zu welchen der Ultramonlanismu« durch den Gang der Ereigniffe gedrängt wird, auch die Individuen mehr und mehr frei machen. .. ... d-n b(«beriae Der- sten Landtage zu erlassenden Pension-gefttze« auch diesen Pensionären zu Gute -walt welche e« jeder Staat«r-gi-rung unmöglich macht, daß btsyertge -oer pen i«i ui » » trauensverhättniß forlzusetzen, in welchem Staats- und Kirchentnlereffen sich neben komm-n^ftllen. ---- . einanb.r bemegen fonntem^un u n des Mlramontani-mu- zu Tag- getreten, stimmig angenommen. JX&VS» SS» SÄ-snggssg - von der Legitimität wie von dem PolomSmuS, tenm mir neu 8« Geistlichen nicht mehr als vollgültig anzu-rkenn-n. Dasselbe Blatt will — SÄÄ« s« sx t »...Mil ® ' - ... < . f i ... L<-1L. — Tute A tin' °Ubx: binnen r Prvte. att »ifl ^burg 1 ihrer '(« be. &tn dvU 1 Darjin sagen, icht ver- 1 so er. Trieben: it Nams- t preußi. ßch fast liegt auf ung vorn iml", bt- > an bin der Hülse der belgi- fand heute lbe wurde igte, daj übernehme, anwesend, he derselbe demzufolge lifltt, von önig au«. Rai^t eilst de« ■3tg.) ;.>ei \ wild dm Rmganisa' taaKministe« •r goldenen Aaifee, dir 3n V* von von Braun- Lirn-Coburg- . und W tai-GefaB " und der os von Er- ig der In« bifch'östichr Ich nttnnt in nur alt Uten Partei, >eij, daß die , mit seiner ihco Bisehose n unk M‘ n’l Leben » । oem W, in Vlinister'"' rnannt. d'i«' °°d it «'«"' m ' tl« W "k*s **J5 aa daher ,w .d*'K ,'F l •. ’y die Weclhaefi« des 8. 1185/8 i Geldttorten. fl. kr. Amerik. Bonds N 1864r ' 'N 1 eu »re ? werden. zahlt Die Schulgelder betragen für jedes Kind pro Quartal: Anmerkung. in der 1. Classe der Stadtmädchenschule, Herr Mit 9) In der Realschule — fl. 40 kr. 10) V ff 15 V 4) 30 5 V V (,W 5) 5 V 6) 30 ft 40 v t Der Gießen, den 31 October 1872. 92V2 1093/9 1087a 1087/a 7) 8) 5 3 3 3. 8. 8. 8. v v rt kN v V V V V V 12) 13) 14) 16) 17) III. IV. V. I. V V V V V V V V V 1) 2) 3) V V V V V V V V r- rd der V V V V Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto 1. 8. 5% g dl in V V ff ff Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 42—44 n doppelte 9 43—45 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Duoaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 21 —22 Engi. Sover. 11 49—51 Huas. Imper. 9 43—45 Dollar In Gold 2 25—26 W 1 IW i — kr. V ne le- ts 40 40 40 1« rf ur r- er 'S k. 3. 9874 k. 8. 100 k. 8. 1047/g k. 8. 1757g k. 8. 93 k. 8. 877g k. S. 105 40 40 40 40 litik und Entscheidung durch Schiedsgericht einen Triumph errungen! Wir haben San Juan durch den Urtheilsspruch des Kaisers Wilhelm verloren. Laßt es hingehen. Es ist den Amerikanern gelungen, unser Geld zu nehmen, laßt sie denn auch unser Land haben. Die Welt kann dadurch nur sehen, daß wir den Muth zu unseren friedlichen Grundsätzen haben, und die Menschheit wird unserer heroischen Selbstverleugnung Beifall klatschen. Die Popularität wird uns dafür belohnen und uns zum Ausharren darin ermuthigen. Fortgefahren. Sic ilur ad astra Excelsior 1 — Pardon für das Küchenlatein. Spanten würde gern Gibraltar haben. Es den Spaniern sofort zu übergeben, ohne ein Wort zu sagen (nicht erst von einem Kriege zu reden) wäre feigherzig. Durch die Vergangenheit ermuthigt, wird unsere Regierung vielleicht die Ansprüche auf Gibraltar ebenfalls einem Gerichte zur Entscheidung übergeben. Um England vor der Parteilichkeit irgend einer europäischen Macht zu sichern, möge man sich an den Papst wenden. Over, um uns so doppelt ein unbeeinflußtes und unparteiisches Urthetl zu sichern, nehmen wir den Präsidenten der Bereinigten Staaten." ■ ve s- m * u r- :x Börsenberichte. Frankfurt a. M., 1- November. Bei guter Stimmung im Allgemeinen entwickelte sich heute speciell für Creditactien eine ganz hübsche Hausse, wie man sagt, auf Veranlassung eme» HausseconsortiumS, und die Abschlüsse nahmen einen beträchtlichen Umfang an. Andererseits b tcv aber Staatsbahn vernachlässigt und schlug der CourS weichende Richtung ein. Lombarden hielten sich auf 220 72, 1 fl. niederer als gestern Abend. Oesterr. Nationalbankactien sind auch heute wieder beliebt, 'obwohl daS Geschäft hierin die gestrige Ausdehnung nicht erreichte. Der CourS variirte zwischen 1076—79. Für Banken machte sich rege Kauflust geltend und gingen sammtuch höher. Die Deutsche Handelsgesellschaft schreibt auf ihre Actien eine Einzahlung von 20 o/o = 70 fl. aus. Diese ist in der Zeil vom 16.—24. December an die Kasse der Gesellschaft zu leisten. Ver'anlaffuva zur Einrufung bieser Rate ist dem Vernehmen nach die jüngst erwähnte Errichtung einer Eommandite in Newyork, sowie die beträchtliche Ausdehnung des Eonto > CorrentlverkehrS mit den stillen Gesellschaften. Berliner Bankverein und Brüsseler Bank gleichfalls steigend. Reichöcontinental fest bei 123. Von Bahnactien waren Nordwest wieder sehr gesucht und höher, und auch die übrigen hielten sich gut. Nhein-Nahebahn höher auf starke Berliner Käufe. Bayer. Osibahn fest. In Staatspapieren wurden zahlreiche Umsätze von österr. Renten gemacht bet gutem CourS und süddeutsche Fonds versteiften sich. Prioritäten machten wenig von sich reden und auch das Geschäft in Loosen bietet nichts besonders BemerkenSwertheS. Pfandbriefe dagegen in gutem Umsatz. Wir machen dabei auf die am 4. und 5. d. M. zur Emission gelangenden 3 Millionen Thaler 5% Pfandbriefe der Süddeutschen Bodencreditbank in München aufmerksam. Dieselben sind, da sie durch den gleichen Betrag erster hypothekarischer Forderungen, sowie durch daS 8 Millionen Thaler betragende Gesammtvermügen der Bank sammt Reservefonds gedeckt sind, als unbedingt sichere und solide Kapitalsanlage zu empfehlen und zeichnen sich von anderen Pfandbriefen dadurch auS, daß sie erst von 1883 an zur Verloosung kommen, also 10 Bahre lang unkündbar sind. II 3 fl. 2 , k. k. k. k. m. I 6 „ Spanier, neuest. 30/0 2 9 72 “ * * 1881r 983/4 „ Vorschule dazu...... • • • , ' Forlbildungs - Classe der stadt. höheren Mädchenschule, Herr Schulmspector V igel ins, . in der I. Classe dieser Schule, Herr Mitpredlger Kreien sehner, find. 30 fr. für englischen Unterricht) in der Zwischenclasse dieser Schule, Herr Mitpredlger F r e i e n sehner, (incl. 30 kr. für englischen Unterricht) in der II. Classe dieser Schule, Herr Curschmann, find. 30 kr. für englischen Unterricht) • • • • in der III. Classe dieser Schnle, Herr Schmidt, IV , Felsing, - y ff 1 ’ • V ” v i, Herr Müller, . „ Jung,. . v Vicar Weiß I? ....... V Stadtrentmeister: Enders, 5 V V Hl V „ , IV. , gerber,. . Frankreich. Paris. 2. Rovbr. Der Postvertrag mit Rußland ist gestern unterzeichn et WOrcen. — In B-ssüges (Dep. Gard) wurde dar Octrvigebäude von einer 150 Mann starken Bande angegriffen. Die Gendarmen, von denen zwei verwundet wurden, feuerten auf die Angreifer; zw-i d-rs-lb-n wurden geiodtet, e,n anderer wurde verwundet. Es stnd Truppen adgesandt. Italien. Rom, 1. Rovbr. Da» Parlament ist auf den 20. d. MtS. einberufen. England. üoildou 30. Oct. Die letzten diplomatischen Niederlagen der englischen Regierung werden selbstverständlich von den OpposttionSblättern benutz,, um ein A-d und Web! über den im Auslande immer mehr abnehmenden Einfluß Eng- land» zu erheben. Selbst Blätter, di-, wie die „Pall Mall' halbreg,erung». fr undUch sind, können die beiden bitteren Pillen „Alabama und „San Juan noch nicht rech, verschmerzen. Sogar „Punch", dessen Satyr- dem sr-rdliebenden Ministerium Gladstone nicht« anzuhaben pflegt, ist"»' dem Ausspruche Be» R«t- fer» Wilhelm ebenfalls nicht einverstanden und höhnt in feiner neueften Slumme über die „friedlichen Triumphe." „Wiederum", sagt er, haben „erleuchtete P». Prediger Lips,..... in der II. Classe dieser Schnle, Bern, 1. Rovbr. Der Bundesrath erließ an die Walliser Regierung W-isuna, die Wahl de» Jesuitenpater» Allet zum Psarrer von Leuk nicht zu ge- nebmia-n. — Zwischen Favre, dem Erbauer de» Gotthardt-Tunnel» , und der italienische- Regierung ist ein Vertrag über d-n Ankauf der b-t'm Dau Montc-ni«°Tunnels verwendet gewesenen Bohr. Apparate ic. abgeschlossen worden. Bürsennachrlchten. 3. November 1872. Preuss. 47a% Oblig. 103 Frankf. 8Vao/o Obi. 877, Nass. 47-v/g Obi. 993/4 Kurhess. 4% n 947s Gr. Hess. 5% Obi. — , » 4% n 9872 , n 37,0/0 „ 95 Bayer. 50/g „ 1007< n 473 o/o 1jährige — Ti 40/0 1jährige — Würtemb. 47a % Obi. 997/s Baden 47a®/o Obi. c. E» L. 99 7g Oesterr. Silberrente 657g „ Papierrente 617a , i» ill Prediger Drescher, . . ....... II. Classe dieser Schnle, Herr Vicar Schäfer v v v i I bi v „ Römer, . „ „ Vicar Filz, Sladtknabenschule, Herr Mit «edeckt. Vorgestern erschien bei dem Statthalter zu Prag eine Deputation au» W-ißwaffer, um «hm für di- Schritte der Regierung zu danken, und ihn zu bitten, er möge dafür Sorge tragen, daß die Leitung der „Zalozna" eine correclm^ttnte.^ 4 jJnb nod) ni|^t damit zufri-deng-st-M, daß unter Hohenwart da» deutsche Theater zu Lemberg, eine Stiftung de» Grafen Sk-rbek, aufgehoben wurde. Jb, Fanatismus gegen das Deutsche ist damit noch nicht gestillt, wie folgende Zuschrift beweist, die dem am Lemberger volnrsch-n Theater wirkenden Schauspieler und Dekorationsmaler Joseph Baranowski vom Comite der Aktiengesellschaft des polnischen National-TheaterS zugestellt wurde: Das Comite des polnischen National-TheaterS bat in Erfahrung gebracht, daß Sie als Mitglied der Gesellschaft dcS polnischen National-TheaterS thatlgen Antheil an der Errichtung der deutschen Bühne genommen haben, an deren Ver- drängung aus Lemberg das Land und der Landtag so viele Jahre gearbeitet haben, und da Sie sich auf diese Weise compromittirt haben, so hat die Gesellschaft in der Sitzung am 14. d. M. den Entschluß gefaßt, J^nen den Contract zu kündigen und Sie vom Palmsonntag 1873 an von den Pflichten als dramatischer Künstler zu entheben. Lemberg, am 14. Oktober 1872. Vom Comite der Aktiengesellschaft des polnischen National-TheaterS. Walerian PodlewSki m. p. Präsident. Dr. Morzyns ki m. p. Das Verbrechen, welches Baranowski in diesem Schriftstück vorgeworfen wird, besteht darin, daß er für di- seit einigen Tagen in Lemberg wirkende deutsche Theater - Gesellschaft, die unter der Direktion der Frau r>. Lukacz» vom Publikum auf» Freundlichste ausgenommen wurde, einige Dekorationen malte, um sich dabei etwa« zu verdienen. m , 3n Graz fand gestern die Beisetzung des Admirals Tegetthos unter un. a-h-uerem Andrange der Bevölkerung statt. Alle Straßen und Plätze der Stadt waren mit Menschen übersäet; der Statthalter, alle Würdenträger des Landes, Deputationen aus Marburg, die Generalität und da« Ofsici-r-orp» wohnten der Einsegnung bei. Der Trauerzug bewegte sich durch die Hauptstraßen der Stadt nach dem Leonharder Friedhöfe, wo der Sarg in die Familiengruft gesenkt wurde, in welcher schon der Vater und der süngste Bruder Tegelthof'S ruhen. Schweiz. . «2 Aßiost. 5 516) Bei Eröffnung des Wintersemesters bringe ich meine, in der Nähe starke Bände, nicht Hefte, Romane und Unterhaltuugsliteratur der Universitäts-Aula gelegene Restauration zur Reichsp ost in Erinnerung. dWM ÄDer beliebtesten Schriftsteller, liefert, um mit den Vorräthen zu ~ ©Hte* Mittagstisch, fr. Billard. räumen, gegen Baareinsendung oder Nachnahme von nur 1 Thlr. Gleichzeitig theile ich einem geehrten Publikum mit, das ich die Nestaura- das Verlags-Comptoir in Leipzig. tion Lahnstein nur Mittwoch und Sonntag den ganzen Tag durch offen Bezugnehmend auf obige Annonce erlaube ich mir mein Lager in stets frischem Caffee von A. Zuntz sei. Wittwe bestens zu empfehlen. I. Qualität per Pfund 56 fr., IL „ . « 52 I. M. Schulhof, Marktstraße. v. Oberst und ,4777) Die eben so beliebten als rühm- 5127) Ein gesetztes Frauenzimmer, wel- Ilchsi bekannten Nahmaschinen aus Biele- ches einem Haushalte selbstständig vorstehen feld verkauft zu billigen Preisen im Auftrag kann, wird gegen bohen Lohn aemcht und der Herren Koch em»gverein. 5123) Den verehelichen Mitgliedern zur Nachricht, daß die Proben künftigen Donnerstag den 7. d. M-, um 7 Uhr Abends, in der kleinen Aula ihren Anfang nehmen. Neue Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den ersten 14 Tagen bei Herrn Musikdirektor Mickler gefälligst persönlich abgeben zu wollen.D e r Vorstand. —7—rr-F—:----- bürg, der Cunard-Linie von Liverpool, sowie von Stettin, Antwerpen, Xam ein Mner g°süchp'W°'kB'di7Ex7-d E Rotterdam nach New-York, Baltimore, New-Orleans, San d Bltts. rp D Francisco uud uach alleu Hafen der Westküste von Südamerika, China 5128) Ein Zäpfjunge für meine Wirth- unb Japan billigst unter Garantie reellster Bedienung. schäft in der Eaferne kann sofort eintreten. Ehr. juil- ----------------..h ilipp Krei l ün g^ Wechsel auf alle größere Plätze Amerikas, insbesondere der vereinigten Staaten, zum Tagescourse, ebenso werden Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten prompt und billigst besorgt. (796) von den Agenten der Anstalt: A. L. Balser, Buchbinder in Gießen, W. Blum, Lehrer in Groß'Buseck, A. Fohrer, Kaufmann in Wetzlar, Fr. Eberhard, Kaufmann in Marburg. 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