«oHtn 'bni-, •entcn Erscheint täglich, mit AuS« nähme Sonntags. Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Preis vierteljährig 1 st. 12 fr. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig i g. 27 fr. »Rück- ospecte >ret in rhard, G»ch, - Mit- : Für >e Lifte r* 8. 19. 43. 23. 13. ibe aller Mrs- 'iiing. Gcneral- utt," feen, H. i Alsfeld, rsheim, jrünberß. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 128.Dienstag den 4. Juni 1872. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger L'SLÄLLn ”• *■1,18 Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpeditiou abholen lassen, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 fr. Amtlicher L h e i L den 2lnkanf von Remonten pro 1872 betreffend. «VI 3'^tn>\r^n^atr1^ ^cm°ntcu ’ni Don vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen nachstehende Morgens 8 Uhr resp. 12 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: den 23. August in Alsfeld, „ 24. „ „ Nieder-Gemünden, „ 26. „ „ Nidda, „ 27. „ „ Nieder-Wöllstadt, n 29. „ „ Vid), „ 20. September in Lorsck) (8 Uhr), „ 20. „ „ Bürstadt (12 Uhr), Die von der Militär-Comniission nad) gegenseitigem Uebereinkommen fort baar bezahlt. den 21. September in Biblis, „ 23. „ „ Gernsheim, „ 24. „ „ Goddelau, „ 25. „ „ Groß-Gerau, „ 26. „ „ Bickenbach, „ 27. „ „ Groß-Bieberau (8 Uhr), „ 27. „ „ Groß-Umstadt (12 Uhr.) erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung so Sogenannte Luxuvpferde werden bei zu hohen Preisforderungen vom Handel ausgeschlossen, ebenso die zu wenig entwickelten, oder solche, die zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen an ein Militär-, Zug- oder Reitpferd nicht entsprechen, auch Pferde, welche dnrck) zu frühen Gebrauck) gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen oder anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind. Pferde mit wichen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichell Unfoftcn zurülEzunehmeu. Die Perkäufer finb ferner verpflichtet, fedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopfhalfter, von Leder oder Hanf, mit zwei mindestens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Kriegs-Ministerium Abtheilung für das Remonte-Wesen. _______________________________ gez. v on Schön. S ch m i ch. Politischer X h e i l. 'ich uch r, al. gs. res chfl rtt. nsäisiger rodukie, etwaige Hausung geboten. Ludolf (202i5) nat nnd n und ssinade« soirie die und . ©oinV- von dkN ;oh- PH' y1#, li'1 stund 36/ 1f Mac- zücking^ Deutschland. Berlin. Die Verhängung der Amtssuspension und Disciplinar-Untkrsuchung gegen len Feldpropst Ramszanowski, welche ton dir halbamtlichen „Prov.-Corr." miigethkilt worden ist, Hot überall und namentlich auch in den parlamentarischen Kreisen eine lebhafte Sensation hnvorgerusen. Die nationalliberale „B. A. C." schreibt: „Was wird sich die römische Curie, welche auf ganz andere Kämpfe mit der weltlichen Macht zurückblickt, als sie gegenwärtig mit dem deutschen Reiche herauszubeschwönn im Begriffe ist, daraus wachen, wenn einer ihrer Priester eines DiSc'plinarvergehens als preußischer Militäibeamter schuldig befunden und deswegen in Strafe genommen wird; wie hort diese Strafe auch sein mag, die Kirche wird ihr leidendes Glied darum nicht von dem Gehorsam entbinden, welches das- selbe ihr schuldet; sie wirb es aus die lange Reihe ton Priestern Hinweisen, welche sogar mit ihrem Blute für die größere Ehre Gottes wider die weltlichen Machthaber Z.vgniß abgelegt haben; gerade rem Standpunkt der Diseiplin aus wird das Verhalten des katholischen FellpropsteS sich am leichtesten erklären lassen, wenn diese Erklärung auch keineswegs dahin fuhren wird, ihn wegen feines Vorgehens gegen die militärische Diseiplin nun milder zu bestrafen. DiSciplin steht hier gegen DiSciplin. Für Deutschland ist es aber ton der größten Wichtigkeit, daß jetzt vor Aller Augen klar wird: es besteht ein Zustand der Feindseligkeit zwischen der Staatsgewalt und ter römischen Curie. Angesichts eines solchen Zustandes wird die Regierung zu der Entscheidung gedrängt, ob sie noch länger ihre Autorität den Priestern einer Kirche leihen will, weiche, sobald ihre geistlichen Oberen es ihnen gebieten, den Anordnungen der staatlichen Autorität zuwiderhandeln Entkleidet man das Verhalten des Herrn Ramszanowski des internationalen Charakters, den der Ultramontanismus sich selbst bcizulegen beliebt, so hat die Sache an sich weiter nichts Auffälliges. Es ist einfach ein Militärbeamter mehr, der wegen Verletzung feiner Amtspflichten zu einer DiSciplinarunterfuchung gezogen und einstweilen von feinem Amte fuSpcndirt wird; es gibt da gar keinen anderen Weg, als einen solchen Bki-chten, der gegen die Anordnung des Vorgesetzten versügt, vom Amte zu entfernen. Damit kann aber die Sache nicht ab- gethan sein. ES handelt sich nicht eine bloße Verletzung der DiSciplin von Seiten eines Militärbeamten, der zufällig katholischer Priester ist; es handelt sich darum, ob „ein Staat im Staate" aufgerichtct werden soll, dessen Diener, je nachdem es den Interessen ihres ausländischen Oberhauptes entspricht, die Autorität der weltlichen Regierung für ihre Amtshandlungen in Anspruch nehmen oder ober den Anordnungen derselben Autorität zuwiderhandeln, nachdem sie für ihr dessallsigiS Verhalten die Billigung ihrer auswärtigen Oberen eingeholt haben. Abgesehen von den aus allgemeinen politischen Erwägungen zu treffenden Maßnahmen, scheint auf dem in Rede stehenden Gebiete der einzige Ausweg aus dem Dilemma, in welchem wir uns befinden, der zu sein, daß der amtlich angeordnete MilitärgotteSdienst überhaupt aufgehoben und jedem Soldaten überlassen wirb, ob und in welcher Weise er seinem religiösen Bedürfnisse Befriedigung verschaffe." Das hier Gesagte ist wohl im Ganzen richtig und unbestreitbar; nur daß der schließlich bezeichnete Ausweg doch auch feine Bedenken hat und für unsere Armeeeinrichtung immerhin einen Rückschritt bezeichnen würbe. In den FriedenSgarni- sonen wird allerdings in der Regel jeder Soldat für seine religiösen Bedürfnisse sich leicht eine leidlich ausreichende Befriedigung verschaffen können; aber in Kriegszuständen wurde die Beschaffung der nölhigen Seelsorgekräste sehr erschwert fein, wenn die Armee auf ganz freiwilligen Zuzug angewiesen bliebe, und die Qualität dieses Zuzuges würde gewiß auch nicht unter allen Umständen die wünschens- wertheste sein. Der angedeutete Ausweg wird seitens der kaiserlichen Armeeleitung gewiß nicht eher betreten und nicht länger festgeholten werden, als ein schroffer Eigensinn der Gegenseite jede Herstellung eines leidlichen Verständnisses unmöglich macht. So lange die gegenwärtige Herrschaft der Jesuiten über Papst und Bischöfe fortdauert, so lange ist freilich auf eine Verständigung zwischen dem modernen Staate und der römischen Kirche und ein Abstehen der Curie und des ihr unbedingt unterworfenen Clerus von ihrem neuerdings überall angenommenen aggressiven Vorgehen gegen den modernen Staat nicht zu hoffen. Die „Genfer Correspondenz" meldet, daß diejenigen in der Wohnung des Herrn v. Kozwian beschlagnahmten Papiere, welche über die Beziehungen zwischen Rom und den Katholiken Rußlands handeln, von den preußischen Beamten der russischen Regierung ausgeliefert worden sind. Die „Germania" bestätigt dies. Die etwaigen Maßregeln gegen den Bischof von Ermeland, sollte sich die Regierung durch die weitere Haltung des Bischofs dazu veranlaßt sehen, werden in der Form von denjenigen verschieben fein, die gegen den Feldpropst zur Geltung gekommen sind. Die clerikalen Blätter haben es an dem Hinweis nicht fehlen lassen, daß eine dirccte Suspension des Bischofs feilens der Staatsbehörde nicht erfolgen könne. Dies aber auch zugegeben, würde doch, wie schon bemerkt, eine Entziehung der Einkünfte und der Abbruch jedes amtlichen Verkehrs mit dem Bischof einer Suspension tatsächlich und in den Wirkungen gleichkommen. Der Bischof selbst würde das auch schwerlich mit Glcichmuth hinnehmen, und es bleibt abzuwarten, ob nicht schon das jetzt kundgegebene Symptom von dem ernsten Entschlüsse der Regierung, einen Staat im Staate nicht aufkommen zu lassen, den Clerus zum Einlenken bestimmen wird. Berlin, 1. Juni. Man schreibt der „Neuen Preuß. Zeitung" aus Posen: Die ultramontanen Blätter colportiren die zuerst von der „Genfer Corresponb." gebrachte Nachricht, daß diejenigen in der Wohnung des Prälaten v. Kozmian polizeilich in Beschlag genommenen Papiere, welche über die Beziehungen zwischen Rom und den Katholiken Rußlands handeln, von den preußischen Beamten der russischen Regierung ausgeliefert worden seien. Diese völlig au« der Luft gegriffene Nachricht findet ihre Widerlegung durch die verbürgte Thatsache, daß dem Prälaten v. Kozmian sämmtliche, sowohl in seiner Wohnung wie im Jesuiten- kloster in Schrimm, mit Beschlag belegten Correspondenzen und anderen Schriftstücke, auch diejenigen nicht ausgenommen, welche an das Ministerium eingefandt waren, in diesen Tagen von der Behörde zurückgegeben worden sind. vo iste ach : echi ritt ein rso 1 ■ru rb I ! etc em itt i W! IUI en an ) >'-s ti je' ®< ne u / 1 f / Berlin, 1. Juni. Bei den von Spanien seit dem Februar d. I. ange- regten Besprechungen wegen der socialen Frage hat namentlich Oesterreich eine Verständigung zunächst mit Preußen gewünscht. Es haben deswegen bis in die jüngste Zeit Besprechungen zwischen Berlin und Wien stattgefunden, deren Resultat noch nicht im Einzelnen bekannt ist. England hatte übrigen« die spanische Depesche vom 9. Februar nicht nur in der publicirten Aniwort Granville'S ablehnend beantwortet, sondern auch in einigen anderen vertraulichen. Spanien wurde dadurch gegen England, wie e« scheint, etwas verstimmt. Bei den vertraulichen Besprechungen zwischen Oesterreich und Preußen soll es sich nicht um Repressivmaßregeln handeln, sondern um organisatorische Dinge. Wie weit das alles in naher oder ferner Zeit Gestalt gewinnen mag, steht dahin. Berlin, 2. Juni. Bon einflußreicher Seite wird neuerdings ein Gesetz gegen die Jesuiten während der gegenwärtigen Session befürwortet in dem Sinne, daß die unbedingte Abhängigkeit von auswärtigen Oberen den Verlust des deutschen Jndigenats nach sich ziehen würbe. Berlin, 2. Juni. Die Nachricht, Fürst Bismarck werde in Kurzem seinen Urlaub unterbrechen, um sich an wichtigen parlamentarischen Debatten zu be- theiligen, wird jetzt von dem gewöhnlich gut unterrichteten „Hann. Cour." de- mentirt. Diesem Journale zufolge befindet sich Fürst Bismarck wohl und munter in Varzin, bereitet seine Saatfelder und Wälder und denkt nicht entfernt daran, in den nächsten Monaten nach Berlin zu kommen, wird vielmehr, falls nicht ganz und gar unvorhergesehene und ungewöhnliche Ereignisse eintreten, vor dem November Berlin nicht Wiedersehen." Die Gesammt - Ausprägung an Reichsgoldmünzen betrug am 18. Mai 138,394.620 Mark. Königsberg i. Pr., 1. Juni. Der Propst Dinder hat die Eintragung eines von dem Pfarrer Grunert getauften Kindes in bas Kirchenregister verweigert. Dresden, 1. Juni. Das „Dresdener Journal" publicirt eine Verordnung des Finanzministeriums, durch welche die königlichen Cassenstcllcn zur Annahme von Rcichsgolbmünzen verpflichtet, zugleich aber auch ermächtigt werben, Zahlungen in Rcicbsgoldmünzen nach beren festem Werthe zu leisten. München, 31. Mai. Dem Ministerpräsidenten Grafen v. Hcgnenberg sind gestern Abenb auf fein Verlangen die Sterbesacramente gereicht worden. München, 1. Juni. Graf Hegnenberg verbrachte eine wenig gute Nacht. Ein eigentlich leichter Anfall dauerte ohne Unterbrechung die ganze Zeit fort bis heute Morgen. München, 2. Juni. Der Ministerpräsident Graf Hegnenberg-Dux ist gegen 7 Uhr Abends gestorben. München, 3. Juni. Die Universität München hat laut Senatsbeschluß vom 31. Mai erklärt, daß sie aus die für bas Gründungsfest in das Budget eingestellte Summe von 26,000 fl. verzichten müsse, falls die Verwendung derselben an die Ausführung des vom Landtag beschlossenen Wunsches bezüglich der Be- rufung infallibilistischer Professoren für Kirchengeschichte und Philosophie geknüpft werde. Der Cultueminister soll bereits erklärt haben, daß er genannte Summe nicht ausfolgen lassen werde, wodurch die ganze 400jährige Jubelfeier in Frage gestellt wird. Straßburg, 31. Mai. Was die Anfänge unserer Universität betrifft, so sind sämmliiche 227 Studenten, deren Zahl sich durch eine nahe Immatrikulation auf 250 mehren dürfte, untcrgebracht; alle angekündigten Vorlesungen sind zu Stande gekommen, einige sogar gut besucht. Man freut sich, daß bis jetzt zwischen den Stubirenben Alles ruhig geblieben ist, daß überhaupt der akademische Bürger keine Veranlassung zu Reibereien sucht. Noch bleibt die künftige Stellung de« Thomasstlftes zur Universität durch ein Gesetz zu regeln. Darüber gehen eie Meinungen stark auseinander, werden sich aber wohl zu einer Ausgleichung bringen lassen. Härter wird der Kampf in der Sitzung des Montag in acht Tagen zu- sammentretenben Oberconsistoriums werden. Oesterreich. Wien. Professor Jhering hat noch vor feinem Abgang, den betreffenden Ordensstatuten gemäß, sich als Ritter des Leopolkorbens in den österreichischen Ritterstanv erbeben lassen. Wien, 31. Mai. Der Trauerfall am hiesigen Hofe hat auch einen Stillstand in dem Gange der Politik zur Folge; die Mehrzahl der Abgeordneten benutzte die eingetretene Pause zur Heimreise, und insbesondere sind es Vertreter aus Böhmen, welche in ihre schwer heimgesuchte Heimath zurückgekehrt sind. Die Sammlung, welche von dem hiesigen Hülfs-Comite für die Überschwemmten in Böhmen eingeleitet wurde, ergab gleich in der ersten Stunde den Ertrag von 49,000 Gulden. Das Ministerium soll in den letzten Tagen die Schlußredaction eine« neuen Gesetzes über die Gründung von Aktien - Gesellschaften vorgenommen haben, welches angeblich wesentliche Erleichterungen im Gefolge haben wird. So soll die einfache Anm-ldung des Actienunternehmens beim Handelsgerichte zum Zwecke der Protocollirung hinreichen als Vorbedingung für die sofortige Eröffnung der GeschäftSthätigkeit jenes Unternehmens. Hoffentlich wird man auch daran gedacht haben, Vorkehrungen gegen den Schwindel zu trcffn. Wien, 31. Mai. Das Wiener Tageblatt berichtet: „Zu den interessantesten und vielleicht für eine ganze Zukunft bedeutungsvollsten Momenten aus der letzten Epoche der Krankheitetragövie der Erzherzogin Sophie gehört die Unterredung, welche die dem Tode verfallene Großmutter mit dem künftigen Erben de« Thrones, mit dem Kronprinzen Rudolf, hatte. In einem lichten Augenblicke verlangte sie nach dem geliebten Knaben, und dieser blieb allein wohl über eine halbe Stunde lang bei der Großmutter, den Aussprüchen und Lehren der Vielerfahrencn lauschend, die ein politische« System in Trümmer sinken und ein anderes emporsteigen sah, die selbst einen hervorragendsten Theil an dem Geschicke unsere« Landes und maßgebendsten Einfluß auf die Entscheidungen innerhalb der kaiserlichen Familie genommen ; der Vielgeprüften, deren Mutterherz den herbsten Schlag, einen Sohn, der mit hochfliegenden Planen einen Kaiserihron bestiegen hatte, durch das Unheil eine« Kriegsgerichte« hingerichtet zu sehen, erdulden mußte." Wien, 1. Juni. Da« Leichenbegängniß der Erzherzogin Sophie fand heute unter Theilnahme der kaiserlichen Familie, der anwesenden fremden Prinzen, der Minister, der Mitglieder de« diplomatischen Corps, aller Notabilitäten und eines zahllosen Publikum- auf die feierlichste Weise statt. Aus Prag, 31. Mai, wird der „Presse" telegraphirt: Der Statthalter ist gestern nach Prag zurückgrkehrt, nachdem er in allen Ortschaften die dringendste Roth de« Augenblickes gestillt; dieselben Ortschaften besucht bereits jetzt der Graf Pejacsevich. An einzelne Personen wurden vorläufig 20 bis 50 Gulden aus» getheilt; für weitere Bedürfnisse werden in den Händen de« Bürgermeisters je einige hundert Gulden zurückgelaffen. Den „Narodny Listy" berichtet man au« Liboritz und Holletitz, daß daselbst der Pfarrer sich weigere, die Leichen der Er- trunkenen einzusegnen, ehe die Gebühren bezahlt find. Trotzdem der Bürgermeister sich für die Bezahlung verbürgte, blieben dennoch die Leichen uneingesegnet auf dem Kirchhofe liegen. Frankreich. Paris, 1. Juni. Die Proteste des Gemernberaths von Straßburg und des Generals Uhrich veranlassen die heutigen Blätter zu bitteren Betrachtungen über den Verlust des Elsaß. Das „Sücle" ergeht sich in heftigen Ausfällen gegen das Kaiserthum, da« Straßburg seit den ersten Tagen der Invasion bereits auf- gegeben gehabt habe. Da« Siecle fordert die Eröffnung einer Gegenuntersuchung, und wenn es sich ergebe, baß der Kriegsrath sich habe täuschen lassen, die Be- richtiguug des peinlichen Jrrthums. Die Protestbemerkungen Uhrich'« scheinen dem Siede jedoch nicht durchweg befriedigend. Der General ist zu menschlich verfahren. Da« „Avenernent" bringt den Protest des Generals Uhrich gegen den Bericht des Untersuchungsrathes über die Kapitulation von Straßburg. Üblich erklärt, daß er, weil schwer und öffentlich in seiner Ehre angegr:ff>n, e« sich schuldig sei, auch seine Vertheibigung öffentlich zu führen und zu Jedermann'S Kenntniß zu bringen. Paris, 1. Junt. Das Princip der allgemeinen Wehrpflicht und dir Abschaffung des ErsatzmannwefenS konnte vorgestern ohne jede Schwierigkeit votirt werden. Ein Anfang wäre mithin gemacht und die „Verpreußung" Frankreich«, wie die Gegner des obligatorischen Militärdienstes dieses neue RekrutirungS-Gesetz zu nennen lieben, darf beginnen. Aber freilich in einem Lande, wie dieses von allen Parteileibenschasten so tief durchwühlte, mußte bei dieser so durchaus organisatorischen Angelegenheit doch auch da« rein politische Element in den Vordergrund treten. Und so geschah es denn auch beim Artikel V., welcher alle Truppen unter der Fahne vom aktiven Wahlrecht ausschließt. Der äußerste Flügel des Raki- caliSmu« trat gegen diese Bestimmung mit der wenig gewählten Phraseologie seiner Beredsamkeit ein und ging in seinem Feuereifer so weit, daß selbst Gambeita sich veranlaßt sah, den überkühnen Redner, Herrn Millaud von Lyon, im Stich zu lassen und sich öffentlich gegen das Abstimmungsrecht der Soldaten zu erklären. Dieser Abfall, so unerwartet er der äußersten Linken kam, war doch gerade beim Exvictator vorauSzusehen, der seit dem PlebiScit von 1870 von der Abstimmung der unter den Fahnen befindlichen Truppen einfach deshalb nichts mehr wissen will, weil er in diesem Wahlrecht und seiner Ausübung eine Gefahr dem Auslande gegenüber erblickt, weil diese« letztere au« der Zahl der Abstimmenden jederzeit die genauesten Informationen über Die Effektivstärke der stehenden Armee zu ziehen vermöge. Italien. Rom, 31. Mai. Der republikanische Patriot und Freund Garibaldi'«, Cairoli, vertheidigte heute in der Kammer einen Gesetzesvorschlag, dem zufolge da« allgemeine Stimmrecht eingesührt werden soll. Ministcr-Präsident Lanza erhärte sich für die bestehenden Gesetze, welche dem Wahlrechte eine weite Ausdehnung geben. Man müsse vor Allem die Bildung des Volkes befördern und dafür sorgen, daß dasselbe richtige Begriffe von den Rechten und Pflichten eines Wählers bekomme. Lanza erklärte zum Schluß, er sei nicht gegen eine Diskussion des Vorschlages, werde denselben aber energisch bekämpfen. Die Kammer beschloß sodann, baß der Entwurf in nähere Erwägung gezogen werden soll. Spanien. Madrid, 1. Juni, Abends. Man versichert, die Erklärungen Serrano's würden al« befriedigend angesehen, indem Artikel 4 der Convention von Amorevicta gar keine praktische Wichtigkeit habe. Es sei kein Offizier der aktiven Armee zu den Carlisten übergegangen und man habe unter letzteren nur drei frühere Offiziere vorgefunden, welche in ihren nichtactiven Dienst zurückgestellt wurden. (Das so viel getadelte Princip der Convention bleibt durch diese Erklärung unberührt.) E« haben sich wieder drei Banden unterworfen und 633 Gewehre abgeliefert. England. London, 31. Mai. Die hiesigen Schiffbauer, welche 30,000 Arbeiter beschäftigen, haben beschlossen, ihre Werste zu schließen, wenn die Arbeiter auf der Forderung der neunstündigen Arbeitszeit bestehen. Handelsberichte. Frankfurt a. M. Noch immer dreht sich in finanziellen Kreisen das Hauptgespräch um die in ebenso einfacher als geschickter Weise inS Werk gesetzte Operation der Umwandlung der L. A. Hahn'schen Bankfirma in Frankfurt a. M. in eine Aktiengesellschaft. Seiten hat eine Finanzoperation so großes Aufsehen erregt. Vielseitig hat man angenommen, die Deutsche Vereinsbank habe das Hahn'sche Geschäft käuflich an sich gebracht, und ihr Budget dadurch mit einer bedeutenden Panschsumme belastet, die nach und nach auS Ertragnissen des erworbenen Objectes zu tilgen wäre. Zuverlässigen Nachrichten zufolge soll jedoch die Vereinsbank einfach 5 Millionen Actien der neu zu gründenden Bank zu 110 übernommen haben, welche sie mit Leichtigkeit zu bedeutend höherem (§ours unterbrjngen wird, nachdem die Firma Hahn seit Zähren bei überaus solidem Gebühren weit höhere Dividende erzielt haben soll, als viele andere mit größerem Rifico arbeitende Banken, die dermalen 80 ä 100 Procent Agio stehen ; wäre die (Kombination in der jüngsten Gründerepoche erfolgt, so würden die Hahn'schen Actien bereits heute mit denjenigen anderer anerkannten ersten Institute, wie Darmstädter Bank, Meininger, DiSconto- commandite rc. mindestens gleichstehen. Dec Vereinsbank soll bereits durch ein Consontium 120 für die ganzen fünf Millionen Thaler geboten, und das Offert von ihr refüsirt worden sein. Bekanntlich verbleibt die Hälfte deS ActicncapitaleS den Theilhabern der Firma Hahn, welche sämmtlich ihre bisherige Thätigkeit auch der Bank widmen werden, was die beste Garantie dafür bietet, daß das neue Institut unter denselben Principien, und in denselben Geschäftsbranchen wie das HauS L. A. Hahn geführt werden wird. Es soll noch kein Beschluß darüber gefaßt worden sein, welchen Titel die neue Bank führen wird, jedenfalls wird der Name Hahn darin figuriren. Die Beziehungen zur deutschen Vereinsbank sollen selbstredend zwar die allerfreundlichsten und engstverbundensten sein, die neue Bank selbst jedoch, sowie deren Geschäftsführung eine nach allen Seiten hin gänstich ge, trennte bleiben. Börsenberichte. Frankfurt a. M., 3. Zuni. Die vorigen Donnerstag entrirte Hausse befestigt sich. Dle i heutige Börse verkehrte bei ausgezeichneter Stimmung, nur die Baissiers schnitten lauge Gesichter. Auf speculattvem Gebiet herrschte eine Lebendigkeit, wie mau sie stit längerer Zeit nicht mehr zu sehe» gewöhnt war. Lombarden waren heute der Liebling der Speculation und wurde» selbe OrH- ; a «« jd«»? guten « »«rein, fr Poste" btl ebenfo 2«' öfltni'*111 1860fr » heftend Di lungs-E peditwn fügen.! nung t Besond 2714) lichcn to für den 1 Kakes im Verband Nachtrag für die ( Hanauer Euter-Ex; sachen-Ver kann. Gi 2715) Folge bec nen in t diesseitige, Laulerbaä mit bayer nen via F Die bez läufig un' nen des £ Tansey Publikum Demselben Mer-Erp. Stationen nehmen. Gießen, 2652) M auf Heinrich & Nur Nr. %01 Wer den wert seigert Meßen, Heilet 2716) 3)loi foff ?desli das ß ,en "ttstch J" de? frenroege III • etk em itt i w- IUI kN un Wechsel Oberhessen 83 1864r T> Stadt Floreni — 1882r 963/8 1885r 97Vs 1887r 97i/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 72 Nassau 25 fL 41 Braunschweiger 207/q 3O/o Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-AnL 1131/4 Ansbacher 7 fl. — 40/o badische Loose 1113/8 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 851/4 1858r Prioritätslooae 200 1860r Loose 94 BSrscnnachrlchten 3. Juni 1872. Prioritäten» 3O/o oster. Stsb.-Prior. 587/g 30/o öst. s. Lombard 51i/2 30/g Livorneser 40 5O/o Toscaner 625/g 5% Elisabeth.-Prior. 823/4 do. II. Emiss. — A eilen» Frankf. Bank 141 Frankf. Vereins-Kasse 134 Darmst. Bankact. 475 Wien Bankactien 881 Oest. Creditact. 354i/2 Galizien 271 Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 373 V2 Lombard. Bahn 216Vz Ludwigsh.-Bexbach 204 Maxbahn 148 Bayer. Ostbahn 145 Rhein-Nahebahn-Act. 43 f/2 Hess. Ludwigsb.-Act. 1841/2 tteidsortenu fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57i/2—58V8 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21t/2—22i/2 Engi. Sover. 11 51—53 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 26-27 Preuss. 41/3 0/0 Oblig. 100*/2 Frankf. 3V3% Obi. 873/4 Nass. 4Va°/0 Obi. 995/g Kurhess. 4°/0 „ 94 ’/e Gr. Hess. 50/0 ObL 102i/2 b . 4O/o • 98i/2 , n 31/30/0 , 92 Bayer. 5% F 1005/s , 41/2 % 1jährige 100'/2 , 40/o 1jährige 9-13/8 Würtemb. 4.1/3% Obi. 995/8 Baden 41/2% ObL 0. E. L. 997/8 Oesterr. Silberrente 65 „ Papierrente 585/g Spanier, neuest. 3% 293/g Amerik. Bonds 1881r 993/4 Amsterdam Augsburg k. k. s. s. 98'/- 993/4 Berlin k. s. 1047/a Bremen k. s. 963/, Brüssel k. s. 933/4 Hamburg L 8. 873/4 Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1183/4 Lyon k. 3. Paris k. 8. 935/8 Wien k. 8. 1051/4 ditto m. 8. 105 ditto 1. 8. 1051/s Disconto 4% unb tee Sea übtr 2111/» am Anfang bis 2157/a und 216 getrieben; bet bedeutendem Umsatz verkehrten auch Creditactien und erreichten solche den CourS von 354. Selbst in Staatsbahn entwickelte sich ein recht animirteS Geschäft und wurde diese bis 373 bezahlt. Oesterreichische Nationalbank sehr gesucht und bis 875 bezahlt. Die Hausse der Spielpapiere kam auch den besseren österreichischen Bahnen zu gute, von denen Elisabeth, Nordwest, Franz-Joseph und Vorarlberger einen recht guten Absatz fanden. Weniger lebhaft war das Gebiet der Banken; doch gingen Pfalzer Bankverein, Frankfurter Bankverein, Deutsche Vereinöbank, junge Meininger und Darmstädter in Posten bei den SamstaaScoursen vom Markt. Von Prioritäten waren neue Lombarden gesucht, ebenso ToScaner und hessische LudwigSbahn. Staatspapiere waren deute fast gar keine am Markt, österreichische Renten blieben preishaltend. Auf dem Loosenmarkt herrschte Frage für österreichische 1860er und 1858er Loose. Sonst war hier relativ stilles Geschäft, welch letzteres auch von Amerikanern gilt. Cl* m, :'Üeri je b‘t Er. [rbtiltr dr« ttr auf t« > die Aj, keil tctirt 'an(ttld)6, l ton allen fflanifato» •rOergruaö ’ptn unter M Raff, gif feiner ibetta sich Süd) 1 trlläten. ttate beim biliamung itfir wissen dkw Aus- ibtn jtbtt: Alwee zu latibalbi'«, :m infolge üanja er- »eite Aui> örtern und ittn einei Discussso« ;r defchlotz En gegen eit« auf. Buchung, die Be. ‘"tu bto bhd) der» Vften de, • Übiiih - " sich dttaonn's gerratio'i Amorefiel» Armee jit Here Difi- n. (Da4 inb«uf)tt) ,L $il :tjl ^uptaeiP'«4 weitüung d«' Ittn «?' He t babiitd) mit »-ebene- (ld>t ß- , gnbere mit ,att Di« 6"^ bereit« be-i- unf tt die ’ SS Besondere Bekanntmachungen. Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. 2714) Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß, daß zu dem Specialtarif -für den Transport von Steinkohlen und Kokes im Hessisch-Rheinisch-Westfälischen Verband vom 15. März er. ein zweiter Nachtrag erschienen ist, welcher Tarifsätze für die Station Gemünden der Bebra- Hanauer Bahn enthält und bei unseren Güter-Expeditionen, sowie bei der Druck- sachen-Verwaltung hier, eingesehen werden kann. Gießen, den 1. Juni 1872. Die Direction: Mohn. Doerr. Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. Hannover - Bayerisch - Oesterreichischer Eisenbahn-Verband. 2715) Vom 1 Juni b. I. an sind in Folge des Eintritts der Oberhesstschen Bah- men in den oben genannten Verband dec diesseitigen Stationen Gießen, Alsfeld und Lauterbach in einen directen Güterverkehr mit bayerischen und österreichischen Stationen via ElimGemünden gesetzt worden. Die bezüglichen Tarifsätze sind jedoch vorläufig und bis zum demnächstlgen Erscheinen des Hauvttarifs nur provisorische. Tarifexemplare können deßhalb an das Publikum noch nicht abgegeben werden. Demselben ist aber freigestellt, bei den Güter-Expeditionen der oben genannten drei Stationen von den Tarifen Einsicht zu nehmen. . Gießen, den 1. Ium 1872. Die Direction: Mohn. Doerr. Versteigerungen. 2652) Donnerstag den 6. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die dem Heinrich Carl Magnus dahier gehörige Flur Nr. HlKlftr. Vgo! 22 Hofraithe in der Brand- Qaffe, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. Mai 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann Heugraö - Versteigerung bei der^ Stadt Gießen. 2716) Montag den 10. und Dienstag den 11. Juni 1872, jedesmal von Morgens 9 Ubr an, soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Montag den 10. Juni $on den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenweger Thor, am Fürstenbrunnen, im Wteseckthal und Heegstrauch. Allgemeine Dienstag den 11. Juni von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen und hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Neustadter Thor und am zweiten Tage in den Ochsenwiesen. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 1. Juni 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Arbeitsversteigerunq. 2732) Freitag den 7. Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen im Gemeindehause zu Beuern die nachverzeichneten Arbeiten öffentlich in Ac- cord gegeben werden: 1) Maurerarbeit im II. Schulhause, veranschlagt zu 10 fl., 2) Weißbinderarbeit daselbst, veranschlagt zu 12 fl., 3) Schreinerarbeit im I Schulhause, veranschlagt zu 46 fl. 48 kr., 4) Spenglerarbeit daselbst, veranschlagt zu 6 fl., 5) Weißbinderarbeit an den Pfarrgebäuden, veranschlagt zu 18 fl. 40 kr., 6) Steinfahren, Steinklopfen ?c. an den Ortsstraßen, veranschl. zu 74 fl. 10 kr., 7) desgl. an den Wegen, veranschlagt zu 242 fl. 30 kr. Beuern, den 4. Juni 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Feilgebotenes. 2497) I)r. Meyers Unterleibspillen heilen alle Magenkrankheiten, Leibesverstopfung u. Hämorrhoidalbeschwer- den. — Preis mit ärztlicher Anweisung: 3 Thlr. Briefe direct an den Specialarzt für Unterleibskrankheiten. Dr Eduard Meyer in Berlin, Wilhelmftr. 91. 2713) .Neue Matjes- Häringe empfingen I. A. Busch Söhne. 2717) Eine Parthie kleine Kartoffeln zu verkaufen. Sonnenstraße B. 75. 2724) Ein noch wenig gebrauchtes Kin- derwägelchen steht zu verkaufen bei I. M. Schulhof. Nicht zu übersehen! 2719) Um vielfachen Anfragen nachzukommen, erlaube mir, ein verehrliches Publikum darauf aufmerksam zu machen, daß von heute an stets Brüsseler und englische Guipuir - Vorhänge im Hause der M- Rothenberger Wittwe, Kaplansgafie, zu haben sind. Jakob Huysmann. t Arrzelger. „Ausverkauf" wegen Aufgabe des Geschäfts. Aus Gesundheits-Rücksichten habe ich mich entschlossen, mein Geschäft anfzugeben und soll dies vermittelst Ausverkaufs geschehen. Demzufolge habe die Preise meiner sämmtlichen Vorräthe bedeutend herabgesetzt und gewähre außerdem einen Rabatt von Sechs lireitsem am <« afften« Der Verkauf findet nur gegen Baarzahlunq statt. Alle Neuheiten für die kommende Saison, die bereits eingetroffen sind und noch eintreffen, sind selbstverständlich damit einbegriffen. (»“) S. Hirsch Sohn. Restauration Lahnsteiu. 2645) Guten Mittagstisch und ein feines Bier, pr. Glas zu 3 kr., empfiehlt bestens B. Werminghoff. 4873) und Farbwaarcn - Handlung Condensirte Milch. von Fischbach Emil Reisstärke Blockchocolade pr. Pfund 28 kr. empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Toilette-, Bade-, Fenster- und Pferdeschwämme. Parmesan- und Emme n t li al er Käse. Thee, Vanille, I Chocolade, Sardellen und Gothaer Cervelatwurst. Bienenhonig, Zuckerfyrup. Tafelmandeln, Tafelrostnen, Jtal. Hafelnjiffe Reinsckmeckendes Schweineschmalz, pr. Pfund 24 kr. Giessen (Seltersweg) Große und kleine Rosinen ausges. große Mandeln Citronat, Orangeat, ganzen und gestoßenen Zimmet, gestoßene Raffinade, Citronen, AniSsaamen, Ammonium und Pottasche. Jtal. Brünellen, getrocknete Kirschen, Aepfelspalten, ganze Aepfel, Mirabellen, Catharina - Pflaumen und türk. Zwetschen. Lager in ächt italienischen und deutschen Teigwaaren, als: Maccaroni, Dermicellis Suppenteige, Eierge- I müse- und Eiersuppennudeln. Specerei -, Material- Würfelzucker. Champignons, iTrülFeln. Sardinen | a l’hiiiile, russ. Sardinen, Caviar und Mixed-Pickles. : Batavia- Arrac, Jamaica-Rum, Cognac, Arrac- und Rtim- ! Punsch-Essenz, Malaga, Madeira, Sherry, Maraschino |i di Zara, Genever, Gilkaer Getreideknmniel und Banz. ■, Goldwasser, Schwarzwälder Kirsch wasser, Slibowitz und särnrntliche ächte holländ. IA