8' 30 Hub r-T", ^lt in feinen t, J.“ tratet Mtgm tetxtm ar. er, PüireS. Photo- ,nr Dricsta^chm, ranche Kurz- unb agen unb Man- Maschinen- und unb :, Corsetten und fee- unb andere l »idBaschlikÄ, ieinmKragen, rhandschuhe, miirase. stopfe, Pov c, Schuhe und in neuester St in Par- Kl Kleider- n. Blumen- [n in empfehlet bekannten greifen f aararbeiten tnnzsvoll \d, Friseur, Tüiaj^_____ "fircuj Eit B. 1U-, igcnPubliW -steüung rn M srl'che Weil» Aonrav Kl v ________ ... äövr HvsttN' fßr yel»* Gießener Alyetzer Anzeige- und Lmtsölatt für den Kreis Kießen. LÄ7L 8 ■ ■ - T Preis vierteljährig 1 si. 12 h. mit Brtnqrrlshn. Durch die Post biogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Mr. 284t» Erscheint täglich, mit Aufnahme Sonntags. { Expedition: Canzletberg, «it. B. Nr. 1. Bekanntmachung. a a 9* December 2872, jedesmal von Vormittags 8 bis 12 Uhr und Nachmittaas von $.*‘8 qsss^br, wird d-e Wahl von 2U Wahlmännern für die Gemeinde Gießen mit Schiffenberg zum Behufe de/Wahl e.nes Abgeordneten m der Gemeinde Gießen in dem Lokal des Rathhauses vorgenommen werden Alle stimmbeEaten O ^ ^urg-r werden daher e,»geladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und ihr- Stimmen abzugebeisi 3 «a- fa Ä^'ch wird daraiff aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche mit der Entrichtung des letzten fälligen ifn^h»”r[ta“Cr ""^"E?ande sind, zur Abstimmung nicht zugelassen werden, und daß daher oOe welche brs zum «♦ December d. I. mit der Entrichtung von Einkommensteuer für hm 55$rbe 3SZ2 bkiickstande waren, nur dann zur Abstimmung zugelaffen werden können wenn »ÄÄ« *’”* fo'*eä a-lch'd... »er durch Gieße-', am 3. December 1872. Die Wahlcommission: Der Bürgermeister: Die Urkundspersonen: o g t. L. Buckln g. Pietsch. «v « , , Bekanntmachung. ssrrssmti sä iÄmtia?«« (Sieben, den 30. November 1872. Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberhessen. v. Rode r. Dienstag dm 3. Tcccmbcr Die französische Krise — obwohl nicht die erste dieser Art — hat diesmal nicht Mo» eine der Zeit nach außergewöhnliche Ausdehnung, sondern auch eine Jtensität gewonnen, welche ihr ganz von selbst die allgeme ne Aufmerksamkeit Europas zuwendet. Die Franzosen haben es diesmal erreicht, was sie sonst immer im Drange schauspielerischer Eitelkeit begehren — „die Blicke Europas auf sich zu ziehen"- aber sie führen ein Schauspiel auf, dessen Kosten nicht von dem Publikum ^tragen werden, welches zur Vorstellung eingeladen wird. Gleichwohl ist die Einlavung nicht uninteressirt; die ActeurS bewerben sich mit Beflissenheit um den Applaus eines hochverehrten Publikums und berufen sich auf denselben, nicht bloS im Interesse ihrer Person, sondern auch ,m Interesse der Rolle, welche sie spielen. Und vielleicht liegt grade darin, daß man sich in der gegenwärtigen Krise von beiden Seiten durch die angebliche Parteinahme des Auslandes zu stütz n sucht, das nicht am wenigsten Charakteristische der Situation; wenn es auch unseren Begrifft« von nationaler Würde nicht entspricht, bei Angelegenheiten der inneren Politik nach dem Beifall oder dem Mißfallen des Auslandes zu fragen. Das Zeichen hat diesmal Herr Thiers gegeben, indem er durch seine Organe erst den Biifall der Diplomatenloge, welche angeblich der Verlesung seiner Botschaft gefolgt sein scll, dann diplomatische Sympathie-Demonstrationen signalisiren ließ- Wenn er aber jene Insinuationen geschehen ließ, um für eine geschwächte Position einen Stützpunkt zu gewinnen, so hat rr diese Position verschlechtert, indem er sich Dementis zuzog, die der Gegner zu seinen Gunsten eitiren kann. Denn es ist ja nicht zu leugnen, daß sich Herr Thiers bis jetzt der auf- richtigen Sympathien der auswärtigen Regierungen, auch der deutschen, wirklich ^u erfreuen hatte und daß man es gern sah, wenn seine Autorität sich unter der Voraussetzung dieser Sympathien befestigte; man war immer bereit, ihm.in solcher Weise einen moralischen Beistand zu gewähnn. Wenn jetzt in osficioser Weise die fernere Gewährung dieser moralischen Unterstützung abgclehnt wird, so ist damit der Beweis gegeben, daß sich die Voraussetzungen der Regierungen geändert haben, und wenn von der deutschen Regierung gesagt wird, daß sie „von der sranzösische Regierung nur verlange, Ordnung im Innern und Friede nach Außen zu halten" — so möchte es fast scheinen, als ob man diesseits Herrn Thiers nicht mehr als einen zuverlässigen Träger dieser Er- Haltunge-Politck betrachtet. Und gewiß kann man angesichts der gegenwärtigen Krise in Frankreich nicht sogen, daß Thiers der National - Versammlung gegenüber diese Aufgabe vertritt. Denn die Rechte tritt Herrn ThicrS diesmal nicht ais Vertreterin dynastischer oder Monarchischer Interessen gegenüber, wie bet früherer Gelegenheit, sondern lediglich mit der Berufung auf den faktischen Zustand und mit dem berech- Hßten und zugleich pflichtgemäßen Anspruch, den Status quo gegen den Radi- "lismus sicher zu stellen, welchem Herr Thiers in Folge des Schaukelsystems, Cfffen Consequenzen ihn nöthigen, nach allen Seiten hin zu liebäugeln, Vorschub leistet. Di- Rechte hat sich daher durch ihre jetzige Taktik ein faktisches und moralisches Uebergewicht über Herrn Thiers gegeben, welches er von Anfang an dadurch anerkannte, daß er nicht mit seinem großen Trumpf der Demisstons- ^ohung hervortrat, sondern, sobald er die gegenwärtige Stärke der gegnerischen ha"?/ seinerseits sich zu entgegenkommenden Anerbietungen ©o lange die Rechte lediglich als Vertreterin der monarchischen Interessen auftrat, war sie in sich uneins und errrgte Mißtrauen im Inlande wie im Auslande, totil man hier wie dort die Gefahren voraussah, welche mit Durchführung ihrer Politik verbunden sein würden; jetzt ist sie einig in dem Bestreben, das Besehende zu erhalten und sie hat in der Nationalversammlung die entschiedene Majorität, weil sie auch des rechten Centrums sicher ist, dessen Unterstützung ihr entging, so lange sie eine Politik der Abenteuer trieb. Un6 je mehr sich alle Factoren der Rechten an einander drängen und eben dadurch Herrn Thiers nur die Möglichkeit lassen, sich auf die Linke und die com- Sympathie der äußersten Linken zu stützen, uw so klarer stellt sich Oie Nothwendigkeit heraus, die Nationalversammlung, als Vertreterin der bestehenden Ordnung, einen Schutz und eine Garantie gegen die persönliche Politik des Präsidenten zu geben, da demselben ersichtlich die Sympathien Derjenigen sich zu- wenten, welche das Bestehende Umstürzen wollen, welche Herrn Thiers applaudiren, wenn er die Republik als die legale Staatsform erklärt, weil er ihnen in die Hande arbeitet. Die Standpunkte sind also ausgewechselt. Es ist nicht mehr Herr Tylers, welcher Frankreich und dem Auslande die Ordnung im Innern unb den Frieden nach Außen garantirt, sondern die Nationalversammlung, resp- die konservative Majorität derselben, und das Ausland hat daher alle Ursache, sich dagegen zu verwahren, daß es „einen Druck" auf die letztere aus- üben wolle, indem es Herrn Thiers (eine moralische Unieestutzung leiht. Mag daher Immerhin noch eine Formel der Verständigung zwischen dem Präsidenten der Republik unb der Nationalversammlung gesunden werden: die Position des Herrn Thiers ist jedenfalls eine andere und schlechtere geworden. Es ist vielleicht noch zu früh, wenn man sagen wollte, er habe sie abgenutzt; benn die Rechte, auch wenn sie triumphirt, würde ihren eigenen Sieg schädigen, wenn sie sich der großen Fähigkeiten des Herrn ThicrS zur Erreichung ihrer Ziele nicht bedienen könnte; aber Herr ThicrS ist nicht mehr unbedingt der Mann iDcr Situation, weil tr nicht wehr der zuverlässige Garant der Ordnung und de- FriedenS ist. Deutschland. Darmstadt, 30. Novbr. Das gestern ausgkgebene Großh. Regierungsblatt Nr. 51 enthält: 1. Gesetz, die Gemeinde-Ausgaben betreffend. 2. Gesetz, die Mitwirkung der Forcnsen bet der Festsetzung des Gemeinde- Voranschlags betreffend. 3. Bekanntmachung Großh. KreiSamtS Friedberg, die Erhebung einer nachträgliche« Umlage in der israelitischen ReligionSgemeinde Wölfersheim für 1872 betreffend. 4. Ordensverleihung. Seine König!. Hoheit der Grostberzog haben aller- gnädigst geruht: am 4. November dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Frei- Weinheim, im Kreise Bingen, Nicolaus Schaurer, das Ritterkreuz 2. Eiaffe des Philippsordens zu verleihe». 5. Dienstuachrichten 6. Concurrenzeroffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Fretrn- Seen, im Dekanate Laubach, mit einem jährlichen Gehalt von 781 fl. 40 fr.; dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach steht das PräfentationSrecht zu dieser Stelle zu; die 1. evang. Schulstelle za Psiffligheim, im Kreise Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. 7. Sterbfälle. Darmstadt, 2. Decbr. Die Prinzessin Ludwig von Heffen ist heute nach Mainz gereist, um die deutsche Kaiserin auf ihrer Durchreise hierher zu begleiten. Berlin, 29. Novbr. Auf Gebot des Erzbischofs von Posen Haven die Religionslehrer an den katholischen Gymnasien und Seminarien der Provinz am vorigen Sonntage von der Kanzel herab den Lehrern und Schülern dieser könig- lichen Anstalten den mehrfach erwähnten Hirtenbrief verlesen, worin ler Herr Erzbischof die Absicht kundgiebt, seinem Sprengel Gnesen - Posen dem „süßesten Herzen Jesu" zu weihen, damit die Kirche von den Verfolgungen der gegenwärtigen Staatsanwaltschaft erlöst werde. „Wir sehen die Kirche Christi überall verfolgt und ihr Ansehen mißachtet", heißt es in dem Hirtenschreiben. Und nachdem das ganze Culturleben der heutigen Gesellschaft als Sünde, Verirrung und Bosheit gevrandmarkt ist, sagt der geistliche Oberhirt: „Mit Schmerzen sehen wir die sich mit jedem Tage mehrenden Schwierigkeiten, unseren katholischen Kindern eine katholische Erziehung zu geben; mit Schmerzen scheu wir die Vertreibung der frommen und erleuchteten Klostcrgeistltchkeiten, deren gewiffenhafte und hingehende Thätigkett so viele wohlthätige Früchte gebracht hat." Karlsruhe, 2. Decbr. Die Besserung in dem Zustande des deutschen Kronprinzen schreltet in erfreulicher Wctse fort. Oesterreich. Wien, 2. Decbr. Die „Montags-Revue" meldet aus angeblich bester Quelle aus Pesth, daß der Kaiser die Demission des Grafen Lonyay angenommen und den bisherigen Handelsmiuister v. Szlävy zum Ministerprästoentcn ernannt habe; alle übrigen Minister blieben im Amte. Pesth, 2. Decbr. Unterhaus. Der Präsident theilt mit, daß der Kaiser die von dem Eabinet eiugereichte Demission angenommen, den Handelsminister Szlüvy mit der Neubildung des Cabinets und die bisherigen Minister mit der Fortführung der Geschäfte bis zur erfolgten Neubildung beauftragt habe. Frankreich. Paris, 29. Novbr. Die Aufregung in Paris ist äußerst groß, man reißt fich um die Zeitungen, obgleich dieselben noch nichts über die Kammersitzung enthalten können. Es geht da« Gerücht, Thiers habe der Rechten Eoncessionen ge- macht, was, im Ganzen genommen, unwillig ausgenommen wird. In Versailles hat die Aufregung den Gipfelpunkt erreicht. Die Zahl der Pariser, die sich dort eingesunden, beträgt an 30,000. Vor der Sitzung heißt es, daß eine neue Art von Verständntß mit der Rechten erzielt worden sei. Der Iustizminister Dufaure ist beauftragt, an TtzierS den Antrag zu stellen, daß die Versammlung eine Commission von 30 Mitgliedern ernenne, um die amtlichen Befugnisse der Staats, gewalten und die Bedingungen einer ministeriellen Verantwortlichkeit zu reguliren. Man sagt, die Rechte habe dieser Tagesordnung zugestimmt, falls Thiers zugebe, daß die ministerielle Derantwortiichkeit vor den übrigen Fragen den Vorzug erhalte, und fügt hinzu, daß Thiers sich dazu verstehen werde. Der Sitzungssaal ist überfüllt; bas ganze diplomatische Corps anwesend. Alles in höchster Span nung; um 33/4 Uhr wird die Sitzung eröffnet. Dufaure erhält das Wort. Er drückt sich äußerst versöhnlich aus, auf den Bericht der Commission will er nichl eingehen; es könnte Aufregung entstehen, und er bringe nur Worte des Friedens. Er erklärt, daß die Regierung nicht gegen den Antrag des Commission sei. Die ministerielle Verantwortlichkeit bestehe; was das Wegbleiben des Präsidenten aus der Kammer anbrlange, so sei die Regierung auch nicht dagegen, nur verlangt sie, daß man diese Maßregeln nicht isolirt nehme. Dufaure schließt damit, daß man unmöglich auf die Botschaft, die vom In- und Auslände mit Achtung auf genommen worden, darauf antworten könne, daß man dem Präsidenten die Kam- wer verbiete. (Große Erregung, Beifall auf der Linken ) Batbie ergreift das Wort, um zu verlangen, daß die Sitzung fuspendirt werde, damit die Commission über den Antrag berathe. Paris, 29. Novbr. Alle Berichte aus der Provinz melden von der dort herrschenden furchtbaren Aufregung. Falls ThierS gestürzt wird, besürchlet man den sofortigen Ausbruch von Unruhen. Der erste Act von Thiers wird, wenn er siegt, die Absetzung des Generals Ducrot sein, der in die royalistische Verschwörung verwickelt ist. Gerüchtsweise he ßt es, baß die Rechte heute Nacht einen Handstreich auSsühren will. Dieses Gerücht beruht aber wohl darauf, daß sie alle Maßregeln ergriffen hat, um, falls sie siegt, sofort Besitz von der Gewalt zu nehmen und den Aufständen entgegen zu treten, die nicht ausbleiben können. Paris sieht mit unbeschreiblicher Spannung den Nachrichten aus Versailles entgegen. An allen öffentlichen Orten bilden die Versailler Vorgänge allein bas Tagesgespräch, wobei eS zu den heftigst,» Discussionen kommt, da die clericale royalistisch - bonapartische Partei noch thie Vertheikiger findet. Auf dem Pariser Eisenbahnhof St. Lazare wartet wtedcr e ne ungeheure Menschenmenge. In Br- saille hat man noch strengere Maßregeln ergriff n wie gestern. Die Menge, die sich vor dem Palais angesammelt, ist trotz M starken RegenS enorm und die Aufregung unter derselben groß. DaS Innere dcS Saales bietet den nämlichen Anblick wie gestern. Um 2*/, Uhr eröffnete der Präsident die Sitzung, um 2 Uhr 40 Min. ergriff Herr Thiers das Wort und sprach bis 4yt Uhr. | Versailles, 29. Novbr., Abends 11 Uhr. Nationalversammlung. Diskussion üver den Antrag der Commission Kerbrel und den von Dufaure eingebrachten RegierungS-Antrag. Thiers ergreift das Wort, um jeden Zweifel zu beseitigen, als wenn er in die Rechte der Nationalversammlung eintnLn wolle. Sein Vorschlag habe nicht der Proclamirung einer definitiven RegierungSform gegolten, er beanspruche nur für die gegenwärtige Regierungsform die nothwenbigen Regierungsattribute; eS bestehe nicht blos in Frankreich, sondern überall in Europa eine Partei der Unordnung, welche den Leidenschaften und Begierden deS unwissenden Volkes schmrihle und überwacht werben müsse. Thiers spricht sich aul'S Formellste gegen den SocialiSmuS, das Strikewesen und den Atheismus aus, setzt die Regierungspolitik bezüglich des päpstlichen Stuhles auseinander und tadelt die Politik des Kaiserreiches, welche unklug dem Papst seine dyaastischen Interessen geopfert habe. ThürS beklagt die Verdächtigung seiner politischen Haltung, von welcher er der OrdnungSpartki fortwährend Proben und Pfänder gegeben habe, und brückt die Ueberzeugung au-, daß die Monarchie jetzt unmög» lich sei. „Wenn Sie die Monarchie für möglich halten, so lassen Sie mich von meinem Platze heruntersteigen, noch an diesem Abend werde ich nicht mehr an der Spitze sein, aber meinem Gewissen Genüge geleistet haben. (Die Linke applaudtrt, die Rechte schweigt.) ThierS schildert die Vorzüge der konservativen Republik vor der von Batbie angekündigten Regierung de- Kampfes und schließt mit der Erklärung: Es handelt sich nicht um Ministerverantwortlichkelt, sondern um eine Vertrauensfrage. Wenn ich dieses Vertrauen nicht vollständig und unbedingt besitze, werde ich gern in ein ruhiges Leben zurücktreten. Die Legitimisten Ernoul, Lucien und Brun vertheidigen die Commisstons Anträge. Bet der Abstimmung wird indeß der (Regierungs-) Antrag Dufaure's mit 370 gegen 334 Stimmen angenommen. Versailles, 29. Novbr. In der Nationalversammlung betheucrt ThierS seine konservativen Gesinnungen. ThierS sagt nun, er wolle die Zweideutigkeit der Lage entfernen. Er habe niemals die Rechte der Versammlung bestritten; erfordere nicht, daß man sofort eine definttive Republik verkünde, sondern nur, daß man der gegenwärtigen Form die Regierangsbefugniffe gebe, deren sie bedürfe. ThierS gibt zu, daß eine Partei der Friedensstörer besteht und man sie überwachen muß. Sie existirt nicht nur in Frankreich, sondern überall in Europa. Das Uebcl ist der Unwissenheit des Volkes zuzuschreiben, dessen Leidenschaften man schmeichelt unv dient. Er verwirft in förmlichster Weise den SocialiemuS und mißbilligt die StrtkeS. Er proiestirt gegen de« Atheismus, setzt die Politik der Regierung in den Beziehungen mit dem heiligen Stuhle auseinander, tadelt die Politik des Kaiserreiches gegen den Papst, welcher dadurch zum Opfer von dynastischen Interessen gemacht worden sei. Thiers ist entrüstet, daß sein politisches Verhalten angegriffen wird, nach den Bürgschaften, die er stets der Partei der Ordnung gegeben. Thiers glaubt nicht, baß die Monarchie möglich fei. Wenn Sie sie für möglich halten, so lassen Sie wich heute Abend von dieser Tribüne herabsteigen; ich werde dann nicht mehr an Ihrer Spitze stehen, aber ich werde meinem Gewissen genug gethan haben. (Beifall auf der Linken, Schweigen auf der Rechten.) Thiers hält die conscroative Republik für die oeste, welche als die „Regierung des Kampfes" in dem Berichte Batbie's aufgestcllt worden sei. Er schließt mit den Worten: Es handelt sich nicht mehr um die ministerielle Verantwortlichkeit, sondern um eine Vertrauensfrage. Wenn er da- Vertrauen nicht voll und aufrichtig besitze, so werbe er gern fich zurückziehen aus ein Leben der Ruhe. Ernaul und Lucian Brun, Legitimisten, vertheidigen die Anträge der Commission. Der Antrag der Regierung wird angenammen mit 370 gegen 334 Stimmen von 704 Abstimmenden. Die Linke begrüßt daö Resultat mit de« Rufe: „Es lebe die Republik!" Paris, 1. Decbr. Der Minister des Innern, Lefranc, hat in Folge des gestrigen gegen ihn gerichteten Votums der Nationalversammlung seine Entlassung genommen. Sein Nachfolger ist noch unbekannt. Paris, 2. Decbr. Das „Journal ofstciel" meldet, daß das Demifstons- gefuch des Ministers des Innern, Lefranc, angenommen worden ist. v. R^musat ist interimistisch mit der Führung der Geschäfte betraut worden. — Bei der im Quartier Charonne vollzogenen GemcinderathStoahl ist der Republikaner Herold gewählt worden. England. London, 27. Novbr. Es hat die ganze Nacht wieder fürchterlich gestürmt und die heute Morgen fällige Post über Ostende wurde verspätet au-gegeben. Seit Vormittag hat das böse Wetter sich geklärt und zum ersten Male nach langer Zeit gelang es der Sonne, durchzudrcchen. Leiter aber treffen von allen Punkten des Canals, zumal vom Süden, Trauerpostm über verunglückte Schiffe in großer Zahl ein. Viele Menschenleben gingen verloren, eine nicht unbeträchtliche Anzahl größerer Handelssch.ffe und kleinerer Küstenfahrer gingen zu Gründe und wie viel Schaden sonst noch die Stürme der letzten Tage auf hoher See an- gerichtet haben mögen, entzieht sich vorerst jcder Berechnung. Amerika. Newyork, 2. Decbr. Schatzsecretär Boutwell ordnete für den Monat De- cembtr den Verkauf von 4 Millionen Gold und den Ankauf von 4 Millionen Bonds an. — Zu St. Johns auf Nen-Braunschweig wurden durch einen Sturm 12 Gebäude und 6 Schiffe zerstört. Local-Notiz. Gitßen, 3. December. Als GemeinderathSmitglied wurde in der III. Elaste He« August Noll mit 59 Stimmen; in der II. (§Iasse die Herren Maier Hornberger, Ph. Lüdekrng und (5 «rl Peppler mit 49 bezw. 39, u. 38 Stimmen gewählt. Man hätte bet der großen Agitation, namentlich der II. Elaste, auf größere Stlmmenzahl rechnen können. Börsenberichte. Frankfurt n. M., 2. December. Die politischen Nachrichten, welche gestern und heute aus Berlu» und Parts hier eintrafen, waren nicht geeignet, den Dörfenhimmel aufzuheitenr. 3* Berlin war man matt auf die Nachricht von einer Berfchlimmerung der Krankheit des Aronprtuje« und das Gerücht von einer Ministerkrists in Folge des beadstchligten PairSfchubs. Außerdem circulirte hier das unverbürgte Gerücht von einer bevorstehenden Abdankung Thlers'. Die heutigen Nachrichten aus PaiiS geben zwar die Gewißheit, daß der lionflict vorläufig beseitigt, allein auch die Ueberzeuauug, daß derf.lbe nicht ausgeglichen ist und allem Anschein nach, jeder Augenblick neue Zwistigkeiten zwischen den Parteien Hervorrufen kann. Die Börse zeigte fich daher von der polrtrschen Konstellation ziemlich beunruhigt und eröffnete, vielleicht auch verstimmt durch die neuerdrngS sehr problematlsche Lage des Londoner Geldmarkts, matter als gestern, um jedoch, nach einigen Schwankungen, wieder etwas bester als bei Eröffnung zu schließen. Etaatsbahv T)“!’"8' Dl,, ein»,. i w “M»n» 8e, '*'4 m Ub"«a in d„ " Kncht stch unb nnt Mifo e,n" !? Unt »Ar * K|t unmög. M{n Sir »ich : 'kh Sicht wehr (Dir Lmke •» ton[?i6atiO(n M uW ,Wjt Hfat, svüdrr« ^ndig und un. D" Lrgiliivistro ■nw3ei drr Ab. 3*0 gegen 334 "heuert Thini ll^»S bchitlra; e» fonberu nurz ( brrro fit br. hi und man s!r rerall in Europa, idrnftaftln man :cc fllifonS und t die Politik der oder, tadelt dir Opfer von dpna« 6 sein polltijchrt l der Partei der glich sri. Wenn >ll dieser Tribüne , aber ich tvrrde , Schweigen auf >eße, tvelche all hßt »ordrn sei. i die aioißiM r dal Vertrauen ;u auf rin Win dir Anträge der , 370 grgen 334 ^rsultat mit dm hat io W 6(< ig sriue Entlaps tat Devisfioiil' । jß. r. , __ Bei der i» 'puMllam' Nl »MM l'l6"1 > $iei‘;; .rueiidi« ew , ni4t J* ‘et ia«®* * 1 f 4 jRifo»« durch tin ...< V“M «7 jzik «• *•<> »'"'m , fj »htl l*t ihd* verloren gegen gestern mit 364 V4 schließeiiv, ca. ls/4 st., (Srfbitactien, mit 3641/» schließend ca. l’/j st.. Lombarden blieben zu 214% um ca. V? st- unter ihrer gestrigen Notiz. Von österreich. Bahnactien wurden Galizier zu 151’/4, matter gehandelt. Raab-Grazer waren zu 90‘/z im Verkehr. Bankpapiere litten unter der ungünstigen Stimmung und weisen meist nachgebende Course auf. Wiener Vankactien notirten zu 1051 um mehrere Gulden niederer. Van deutschen Bankactien Provinzial-Diöconto 1 ’/z %, Continental 1 o,o, Deutsche Effecten- und Wechselbank um y, o/o matter. Auch Darmstädter und Württemb. Vereinsbank nachgebend. Bankverein, trotz Einführung der Hamburger BankvereinSactien, welche zum Eourse von 120 etngeführt, zu 12P/2 gehandelt wurden, 2 °,0 niedriger. Van fremden Fonds Amerikaner fcst. Spanier etwa- anziehend. Oesterr. Silberrente um einen Bruchtheil matter wie gestern. Dem Vernehmen nach gelangen nächster Tage, den 6. December, die Actien der neugegründeten Dresdener Bank an den deutschen Börsen (hier durch Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank und Deutsche Vereinsbank) zur Einführung. Da es sich hier nicht um den Aufbau eines neuen Instituts handelt, die Dank vielmehr das Geschäft der über 50 Jahre bestehenden ersten Dresdener Banksirma „Michael KaSkrl" (ohne irgend welche Belastung zum Nachtheil der Actionäre) übernimmt, dürfte daS Effect in Börsen- und Capitalistenkreisen bereitwillig Aufnahme finden. Von Devisen Paris höher, London matt. Von Sorten FriedrichSd'or 1/2 Kr., niedriger ebenso halbe Napoleo iö. Für die Ueberschwemmten der Ost- und Nordsee sind ferner eingegangen: Prof. Beck 2 fl.; Kreisrath Diefenbach 1 fl.; F. Holberg 1 fl.;1 M. Holberg 1 fl; V- Hllgardt 1 fl.; Koch und Kraatz 6 fl.; von dem runden Tisch im; Hause L. 6 fl ; Pfarrer Dr. Seel 7 fl.; Ferd. Windecker 10 fl.; Wilb. Liebrich 5 fl.:' Gust. Windecker 5 fl.; Frau A. 1 fl. 45 fr.; Frau L- 1 fl.; B- B- 1 fl. 10 fr.; Landgerichts-Assessor Hellmann 3 fl.; Prof. Schneider 5 fl.;Prof. Zöppritz 5 fl., in Summe 61 fl. 55 fr-, mit voriger Quittung = 150 fl. 3 fr. ! Um weitere Gaben bittet dringend Die Exped. des Gießener Anzeigers. I Temperatur in Gießen, November 1872: niederste ................ 5,5° R. mittlere........ _i_ 4 92 Mittel früherer Jahre............4- 2,47 * höchste.................+ 13,0 * Niederschlag: an 23 Tagen......... 4,37 Par. Zoll. » tut Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . . 1,82 „ Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am SDlattr Börsennachricbtofl. 2. December 1872. Aetlen* 5O/o östr. F. 8t. L. B. 364 /8 Spanier, neueet. 30/0 28V4 Amerik. Bonde 1881r 983/< p r. 1882r 96V< p „ 1885r 97«/4 __«_2887r 977/s Actien. Frank/. Bank 145 */2 Frankf. Vereine-Kas^e 16~i/4 Darmst. Bankact. 5581/4 Wien Bankactien 1052 Ludwigah.-Bexbaeh 200 Max bahn 145 Bayer. Ostbahn 1331/4 Rhein-Nahebahn-Acx. 51 Hees. Ludwigeb.-Act 1831/2 Oberhessen 7 71 /2 Prioritäten, 30/g oster. Steb.-Prior. 58yö 30/o öst. s. Lombard 98 30/g Livoraeeer 371/2 5% Toscaner 59 5% Elisabeth.-Prior. 84 do. II. Lrniss. 8 L/2 AnlelaeitsBoose. Darmstädter fl.50Loose 208 r> P 25 56 Kurh. 40 Thlr. Loose — L^aseau 25 fL — Braunschweiger 23 30/g Oldenburg, ä 40Thlr 37‘/2 4% bayr. Pram.-Anl. 1121/3 4% badische Looee 1105/8 Badische f*. 35 Loose — Oeatr. ü. 250 v. 1854 92y4 1858r Prioritätaioose — Oest. Orelitact. 364^ Galiaien 250 1860r Loose 955/a 1864r » 165'/, CCtaKCl. : Amsterdam k. L. 98 Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 104% j Bremen k. 8. 1757a » Brüssel k. 8. 93l/, Hamburg k. 8. 867/e Leipzig k. S. 105 London k. 8. 119 Lyon k. S. — Paris k. 8. 83 Wien k. 8. 1O73/8 \ ditto m. 8. IO71/4 S ditto 1. S. 107 k Dis conto 5 % Geldsorten» Eusa. Imper. 9 43 —45 Dollar in Gold 2 25—26 i l 20 Frankenst. 9 2O’/2—211/2 * Sngl. 8o?er. 11 51—53 fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57 *02—58V1 j Pistolen . . 9 42-44 - r, doppelte 9 43 — 45 Holl. fl. 108t. 9 53 -55 *. Ducaten . . 5 84—36 t Aßigemeiuer A»,eiger. Feilgeboteneö. Maronen (Italien, süße Kastanien) enipsehlen bws) I, A. Busch Söhne. Ftchtenstangen zu Spalieren, «aumstangcn, Zimmerspane, !Lannen-Prügelholz, verkauft H. I- Köhler, 5169)______________________Gartfeld. Trommel» in jeder Größe empfiehlt, auch Reparaturen besorgt billigst 5585) We ißbäcker. Besondere Bekanntmachungen. Die Interessenten werden daher aukge- 5475) Kehr. fordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise befannt machen zu lassen. Gießen, den 26. November 1872. Der Rechner der Spar- und Leihfasfe. Bekani.tmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bet der hiesigen Spar- und Leihfasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Mittwoch 1 den 3. December 2) Donnerstag 5. 3) Samstag 7. 4) Dienstag 10. 5) Mittwoch H 11. 6) Donnerstag n 12. 7) Samstag ft 14. 8) Dienstag 17. 9) Mittwoch 18. -H 10) Donnerstag 19. ff 11) Samstag y 21. ff 12) Dienstag w 24. 13) Freitag n 27. V 14) Samstag n 28. ff 15) Montag n 30. w 16) Dienstag tt 31. Tnfe! - Biev, sehr fein, aus der Actienbraueret hier, per Flasche 8 fr., frei in's Haus bei 15504) Georg Dorr, Kirchenplatz. ■ Füll-Reguliröfen, 'sowie sonstige Holz- und Steinkohlen- Oefen, Herde und FeuerungSutensilien (4560) empfehlen Flick & Kröll. 1876) Thürschoner in Crystall und Porzellan__________bei Wilh. Balser. 5586) Wärmsiteine von Marmor bei Carl Frech. | Maronen (italien. Kastanien) empfiehlt Emil Fischbach. 5407) Aechte Nürnberger Lebkuchen, aus der Fabrik des Herrn Iac. Go eß in Nürnberg, empfehlen zu Fabrikpreisen Gebr. Adami im Ritter. 5399) Eine Schnretterling- sarnrnlung, bestehend in 24 Glaskasten, (Prachtexemplar), nebst Mei gen's Schmetterlingsbnch, ist billig abzngeben. Bei wem.? sagt die Erped. dieses Blattes. 5567) Große Auswahl von Druckzeug, HcmdenflancN und Baumwolltuch, in verschiedenen Qualitäten, bei H. M. I ug h a r d t. Feinste gestoss. Raffinade, gestoss. Xinimet, Ann iss amen, Citronen, Mandeln, grosse süsse, Citronat, Poinmeranzenschaalen, Ainmoniu m empfiehlt Emil Fischbach, (5548) Selterswcg. 5079) Kleingemachtes Buchen-Scheitholz, pr. Centner 54 fr., frei an's Haus geliefert von S- Katz en stein, Holzbandlung. 5493) Einem geehrten hiesigen, wie auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich mein bekanntes Waaren-Lager mit passenden Weihnachtsgeschenken im Hause des Herrn Kupferschmied Bogt eröffnet habe, und empfehle solche einem geehrten Publikum zur gefälligen Ansicht. S. Walldorf, Marktplatz. Z Mein Tuch- und BukSkin-Lager für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste sortirt, empfehle ich hiermit angelegentlichst. Ludwig Lang, Marktstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn Emil Pi stör. von Emil Fischbach in (5191) Seltersweg Lit. C. Nr. 194, empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. | Thee, Vanille, Chocolade; Rum, Arrac und Cognac. Malaga, Madeira und Sherry, Punsch-Essenze und feine holl. Liqueure. Eingemachte Früchte, als: Annanas, Johannisbeeren, Apricosen, Nüsse, Reineclauden, Pfirsiche. Condensirte Milch. LiebigS Fleischextract. Bad-, Fenster- und Pferdeschwämme. Gießen, Seltersweg, Die Material-, Jarb- uni) Colonialwaaren- Handlung und Niederlage natürlicher Mineral- brunncn Würfelzucker und feinst gcft. Raffinade. Korkftopfen in allen Sorten. Brünellen, Kirschen, Aepfelspalten, Catharina-Pflaume nW und bamb. Zwetschen. Erbsen-, Bohnen- und j Linscnmehl. Tafelmandeln, B Tafelrosinen, ital. Haselnüsse, Citronen, B Orangen, Oliven, Champignons und B Trüfleln. Maizena. Julienne (getrocknete Franzosensuppenkrauter). IohanniSbeercn- und Himbeeren-Gelee. Reisstärke. Caviar, Sardlnes a l’hulle, Russ. Sardinen, Sardellen, Neunaugen, Hummer in Dosen, Cervelatwurst. Emmenthaler und Parmesankäfe. Ital. Maccaroni, Etergemüsenudeln. empfiehlt sein reichhaltiges Pelzwaaren-Lager in Garnituren and Mützen, als: Zltis, Fee, Biber, Bisam, Astrachan, russische Kanin rc. ?c„ sowie eine große Auswahl in Kinder-, Jagd- und Reise.Mützen._____________________________________(5269) A» Schultheis junior, Kürschner und Pelzwaarenhändler, Seltersweg Lit. C. Nr. 10, empfiehlt sein Lager selbstgefertigter Pelzwaaren in großer Auswahl und bekannter Güte unter Garantie. Werthvolle Pelzwaaren werden nach neuester Mode umgearbeitet. Reparaturen gut und billig besorgt. Damenmäntel mit Pelz verbrämt, Stickereien, als: Fußdecken, Fuh- körben u. f. w., bestens ansgesührt, sowie überhaupt alle Arbeiten, welche tn'S Kurschncrfach einschlagen, solid und geschmackvoll hergestellt bei A. Schultheis junior, Kürchnermeister, la590) Scltersweg Lit. C. Nr. 10. Extra feistes Tr anbengelve T* mis* Äetreff Stelle-Gesuch ff, Das R 4656) »it u ist t" s ( Bad-Nauheim, den 1 December 1872, NB. Äedochon, Druck und Vn-r g der Brsthpschen Univ^Druckerei k V V Lebensvcrsicliernngs- und Ersparniss- Bank in Stuttgart Nebenhause, 3 Zimmer, Küche u. s w. enthaltend, zu vermiethen. H. Becker, Anlage. - elf i. ». ? ejH Stand der Versichcrnng.'n pr. Ende October 22,036 Policen mit . fl- 41 000,000. Neuer Zugang im Laufe d. I. 2344 Anlräge mit.......fl. 5,200,080. Jahres-Einnahme an Prämien und Zinsen ca.........fl 1 700 000. Verwaltungskosten im Jahre 1871: 3rV10 Prvcent gegenüber der Jahres-Einnahme. sicher bis jetzt durchschnittlich 38 oo der Prämie erreichte, flient auösch ließ litt) den Versicherten zu und kommt s. Z. an der Prämie in Abzug. Die jäh^iche Netto-Prämie für eine Versicherung aus Lebenszeit von fl. 1000 — reducirt sich dadurch auf den mäßigen Betrag von fl. 14. fl. 15V,. fl. 17. fl. 20. fl. 24V«. fl. 30. empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Neue K et A L B LLllh. Balser. , _ ------ . /ä- < ' 5o94) Eine Schneidergeselle findet Das Ixlnrahmen von.dauernde Beschäftigung bei i 5588) Hiermit die ergebene Anzeige, daß mein Splelwaarenlager aus's Reichhaltigste assortirt ist, und bitte um geneigten Zuspruch. M«Weißbäcker, Wallthorstraße. Bad-lVatiheim. Die Verpachtung der Kur-Restaurationen im neuen Kurhause und dem Teichhanse soll vom 1. Jan. 1872 an, auf 6 Jahre im Submisfionswege geschehen. Die Bedingungen können auf unserem Büreau eingeseben oder in Abschrift gegen Erstattung der Copialgebühren mit 1 Thlr. bezogen werden. Die Submissionen mit der Aufschrift „Verpachtung der Kur-Restaurationen betreffend^ sind versiegelt bis zum 20. d. M., Morgens 10 Uhr, anher einzu- reichen. Alsdann geschieht die Eröffnung am genannten Tage in Gegenwart der etwa erschienenen Snbmittenden. Nachgebote bleiben unberücksichtigt. 5578) Ein kleines möblutes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. kÄ S 3- d- für eine 23= 30= 33= 40= 43- 30-jährige Person _„rr Nach neuerer Einrichtung ist für die ersten 5 Jahre der Versicherung bis zum Flutfigwerdcn der Dividende eine wesentlich ermäßigte Prämienzahlung zulässig. — eeit Bestehen der Anstalt wurden 1329 Sterbefättc mit fl. 2,802,000* — ausbezahlt. Die dieses Jahr bis jetzt eingetretene sehr mäßige Sterblichkeit läßt einen äußerst günstigen Abschluß erwarten und unter Hinweisung auf obigen vermehrten Zu- «ang an neuen Versicherungen ladet zu weiterem Beitritte mit dem Bemerken ein, daß Statuten, Prospekte rc. unentgeltlich zu haben sind, der Agent: (5200) Emil Gail in Gießen. 5596) Allen Freunden und Bekannten, welche unserer« lieben Tochter Dorothea bei ihrer Beerdigung die letzte» Ehre erwiesen haben, sagen wir hiermit unfern herzlichsten Dank.U I. Frank, £>aut6oi|i, «( I. Frank, geb. Mangler. M ! fl '• Bildern wird schnell und billigst! besorgt. 5584) Ein braves Dienstmädchen, das in Küchen- und Hausarbeiten erfahren ist, wird nach Biebrich a. R. gesucht. Eleonore Adrian. Vermischte Anzeigen. 5365) Für eine stille Familie wird ein Logis im Freien von 4—5 Stuben auf den 1. April zu mierhen gesucht. Ebenlo eini^^'^^8^ vvl llltäti Laufmädchen auf Weihnachten- Näheres^ ^?0MM0Ndo. bei der Expedition.__| Welche Militär-Instruction gestattet einem Oberlieutenant, einen Soldaten auf dem > yi)D4.Ogtrtpi)XC-Jtohs^-rercicrpla^e mit Fußtritten und Stößen men und (Ioldleisten ->ei !auf die grauenhafteste Weife zu mißhandeln^ r . , , r r ,5592) Ein Augenzeuge. Cj/haijer, Rhein- und Hardtmeine, Iüffeldorser Frrac-, Aum- Burgunder, danisse-'Nunschessen; und feine holländische und französische Piqueure. Feinsten Eminenthaler-, Schweizer-, Limburger-, Krauler- und Rahmkäse, mit und ohne Stanniolverpackung. Feinstes Blüthen- un'o Wnizeumehl aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Compagnie. Ztalienische und deutsche Waccaronis, Eirrgemiijenudeln und Suppenteige, geschälte Erbsen, Linsen und Bohnen, feinste Patent-Neis- und Waizenstärke, und ertra fein gesiebte Kaffinade. Tafel- und Stearinkerzen in verschiedenen Sorten, von 20 fr. an pr. Pfd., feine Levante- und Zamoica-Badeschwämme. Holländische Vollhäiinge, Genueser Sardellen, Salz und Essiggurken, englische Speckbiichinge zum Rohesten, Gothaer (Servelatwurst. ä t 8' ' - s H- Vogelhöser ______in Wieseck. „Lisdrrkranz " Heute, Dienstag den 3. December, 5593) Abends 8 Uhr, Uebungsstunde. i e‘nonber >uin rc Wt Welt nichts 2'° M. I brr t I ein 8t; e,tt ßch iWft *"8«n. tot t(l. ^6 He tä (um U"e d»ch na* ”b» tae -Ltz StfllU g*1 d'ffl 6««n ?. •«» MS? Trüffeln ä la Perigord, Champignons, Mixed - Pickles, Oliven, Brünellen und türkische Pflaumen. Caviar, Sardines ä Finale, Sardines in Pickles. (’a/iem, achten Düsseldorfer und englischen Senf. Block-€h»coUde mit Vanille, pr. Pfd. 28 Er-, Stollwerck'sche Prust-Ionbons und Khocotäden in verschiedenen Sorten, C u c o i ff it e. Liebigs Fleisch-Extract von Fray-Bentos in Südamerika, Condensirte Milch v<$n der Anglo - Swiss - Compagnie in Cham (Schweiz), pr. Buchse 42 kr. Schwarzen und grünen Hhee in Souchong, Congou, Pecco mit Bluthen, Haysan und Imperials, Möttau bei Weilburg. !______________Naßmann, Orgelbauer. 01csucht 'für Auswärts gegen guten Lohn ein zuverlässiges Mädcken, welches in Küchen- und ,Hausarbeit gründlich erfahren ist. Eintritt im December d. I. Näheres Unioersitäts- straße E- 79 Parterre. (5523 Mich Johne empfiehlt tu frischen Sendungen: , Alten Malaga^ Madeira, Portwein 5591) Großherzoglrehe Badedirection Nauheim. Geschäftsbücher jeder Art, aus der Fabrik von I. E. König & Ebhardt in Hannover, empfiehlt 4637) ________________________ PH. Lüdcking. .$>ri I 3339) Dom 1. December an werden .. vi. UUUJaii>von Grube ^Eleonore" nachdem Gießen- 5589) Eine große Stube ist zu ver- Deutzer Bahnhöfe 4V2 kr. Fährlohn miethcn und den 1. Januar 1873 beziehbar, für den Ctr. Eisenstein und bei 18 Karol ine Hartmann, Asterweg Nr. 110. Zährten im Monate 1 Thlr. Prämie --------------------------------------- pro Pferd bezahlt. 5263) Ein Logis im Vorderhaus zu ver-> Wic-ßen. 30. ödovember 1872. miett)en~______________________Pittban. I FellingShänser Vermerk Gesellschaft. 5525) Ein schön möblirtes Wohn- und! a r l Putz. Schlafzimmer ist gleich zu beziehen. Zu.> 7TT~ . .. ~ ; r* erfragen bei der Erved. d. Bllts. terzelchne em kann em ----------------------------------------- junger Tifdjler unter günstigen Bedingungen 5013) Ein kleines Logis in meinem in die Lehre treten. igjjeir.eit verehrlichen Kunden zur Nach- I 5587) Für einen tüchtigen jun en Mcnn jn hrmriCßL(th arn wird in einem hiesigen Geschäft eine Buch- hc?L ’^en H"Uerhause hatterst-ll- gesucht, nähe-a bei bet 6$peb.jaui bem Rrol« *ar[ . . 'dieses Blattes. Ä!clVr l" । Gießen, im December 1872. i —-----------------—^"^"bmacher. i 7777"------:---------—— 4777) Die eben so beliebten als rühm- 5547) Empfangnahme und Der lichst bekannten Nähmaschinen aus Biele- sendung von Klcrdungsftncken sur die i selb verkauft zu billigen Preisen im Auftrag ihrer Habe beraubten Küstenbewolmer er- der Herren Koch L Patz klält^ich bereit . Frida Strobel, Kanzleiberg 66. Fabrikant Koch am Nahrungsberg. > Gründlicher Unterricht gratis.