ffc MI« nUw«”9 wird et " ""d ieichnel Srifeut. Dünung bC: heim. elbeim. WsW wyorli wirb W ItJitncmann. *0 ll. Kajüte Crt. ' ertön, Kinder unter portofreie Anftagrn remen. •• J® n Markt igiichstenM8W erifa und Australier twe. Soiree tobe, na ')tobe Grohmuttn. Er- «Mt Mit M°k Kinkel. (WrieM „elfter" Sflumeißer- Abbilbungrn: D°S öouptfavabt H lofinfiebt. - MA t Äabrhclt, von d« des Zesuitismus. - Dennittlung ovisron oder für die W ent von den e* PreiS vierrchähng 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch dir xPost bezogen vierteljährig 1 fL 29 ft. Gießmer Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags. Expedition: Lanz leib er«, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen Nr. ISO. Samstag den 3. August 1872 Brodpreife vom 3 bis 9. August 1872, o &n K4.L. cn K aza . . nach eigener Erklärung der Bäcker: 20 tr' 1 Ktlo gemischtes Brod 10 kr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 17 fr., zweite Sorte 15 fr. Deutschland. w«Darmstadt, 30. Juli. Die „Main-Zeitung" schreibt: In Frankfurter Blattern, in Den Mainzer, Offenbacher rc. Zeitungen liest man die regelmäßigen, oft sehr eingehende» Veröffentlichungen über die betreffenden Gemeinderathssitzun- gen. Nur in Darmstadt herrscht über die Gemeinderathssitzungen Grabesstille. Soll dies ein Vorzug oder ein Nachtheil der Residenz sein? Was anderswo möglich und dienlich erachtet wird, muß auch in Darmstadt, welches den Residenz- character zu überflügeln strebt, endlich eingeführt werden. Darmstadt gehörte sonst wahrhaft ein ArmuthSzeugniß. (Die „Main-Zeitung" kann sich mit uns in Vietze»i trösten; bet uns ist die Veröffentlichung der Gemeinderathsprotokolle auch eingefchlafen. Red.) Berlin, 2. Aug. Da« Handel-Ministerium hat nmfassende Maßregeln a-a-n die Verbreitung der Cholera.Epidemie durch den Eisenbahnverkehr und deren schleunige Ausführung angeordnet. Wie j.tzt verlautet, beabsichtigt der Kaiser von Rußland, wie auch gleich d^e erste Nachricht von dessen Besuche in Berlin meldete, mit großem Gefolge die Reise hierher anzutretcu. In seiner Begleitung werten sich der Großfürst Thronfolger und noch zwei andere Großfürsten befinden; ob auch Fürst Gortschakoff, ist noch ungewiß. Dagegen gilt jetzt als ausgemacht, daß der Kaiser von Oesterreich von dem Grafen Andrassy begleitet sei» wird. Aus diesem Grunde scheint eS nahe- liegend, daß auch Fürst Gortschakoff, wenn dessen schwankender Gesundheitszustand es erlaubt, sich dem Kaiser von Rußland anschließen wird. Ebenfalls unterliegt eS keinem Zweifel mehr, daß zur Zeit dieses Kaisercongreffes der deutsche Reichskanzler von seinem pommerschen Landsitze hier eintreffen wird. Daß diese Be- gegnung der drei europäischen Kaiser, der Machtinhaber de- ganzen Ostens unseres ErdtheilS, direkte, politische Htperf* f-'o-, -p - •* wahrschtifllich, daß uOci vic politische Bedeutung derselben eine eminente ist, wird man nicht leugnen können. Denn man wird mit Recht in dieser Zusammenkunft eine Sicherstellung gegen jede Friedensstörung erkennen dürfen, welche namentlich von dem durch den Erfolg der Anleihe wieder hell angefachten Chauvinismus Frankreichs versucht werden könnte. Der kirchliche Conflict nimmt immer mehr einen internationalen Charakter an. Der Papst verfeindet sich ollwälig mit allen Staaten, fast keiner mehr ist ausgenommen. Der neueste Fall päpstlicher Provokation ist die Creirung eines neuen DisthumS in der Schweiz, ohne daß die Eidgenossenschaft auch nur gefragt worden wäre. Die „Lausanner Zeitung" weint, Genf, welcher Stadt die Ehre zugedacht ist, der Hauptort der neuen Diöcese zu werden, werde das ihm von Rom bescheerte Geschenk energisch zurückweisen. Das „Journal de Genöve" macht auf die staatsrechtlichen Folgen der päpstlichen Neuerung aufmerksam. Es ist, schreibt das Genfer Blatt, ein vollständiger Umsturz der seit dem Eintritte Genl's in den Schweizerbund in diesen Dingen stets beobachteten Praxis. Unter der Bevölkerung hat die Nachricht vou dem päpstlichen Breve große Aufregung hervorgtrufen, und es werden also jedenfalls auch in der Stadt Calvin's heiße Kämpfe mit der Hierarchie nicht ausbleiben. Berlin, 3t. Juli. Don den 22 Schutzmännern, die bei den jüngsten Straßenaufläufen mehr oder weniger schwer verwundet wurden, ist gestern einer gestorven und wird leider wohl nicht der einzige bleiben. Und dabei fehlt es nicht an den bet solchen Gelegenheiten herkömmlichen Klagen über „Brutalität" der Schutzmänner! Als wenn sie beim Einhauen eine Untelsuchung über Schuldig und Unschuldig führen könnten ! Wer auf eine Straße gebt, während die Fenster und Laternen klirren, erinnere sich an das Sprüchwort: „Mitgefangen, mitgehangen!" Berlin, 31. Juli. Nach der „Germania" ist auch die holländische Regie- rung nicht sonderlich erbaut von der Aussicht, daß die aus Deutschland abziehen- den Ztsuiten die Jesuitenniederlassungen von Mastricht und Siltard aufsuchen möchten. Sie hat wenigstens Weisung ertheilt, daß sofort davon Meldung ge- macht werde, wenn sich dort Jesuiten auS den Rheingegenden in die Bevölkerungsliste eintragen lassen. Die Herren scheinen übrigens selbst Wiiterung davon zu haben, daß sie nicht gern gesehen sind und werden, wie die „Germania" versichert, ondeiSwo eine Zuflucht suchen. Berlin, 1 August. Die heutige „Provinzial-Correspondenz" ve'offentlicht „zur Eoalact.ristik der ultramontanen Blätter" ein Schreiben der fürstbischöflichen Geheimen Kanzlei, unterzeichnet „Dowdechant" (mit fehlender Namensunterschrift), in welchem dieselbe wiederholt ausdrücklich versichert, daß die „Schlesische Volks- jeitung- in keinem Schutz- noch Abhängigkeitsverhältnissc zum Fürstbischof von Breslau steht. Das noch weitere Erklärungen enthaltende Schreiben beantwortet das ministerielle Blatt in einem mehr denn zwei Spalten umfassenden Artikel, welcher an Klarheit, Gründlichkeit und Schärfe nichts zu wünschen übrig laßt. Das offic öse Organ unterwirft eine lange Reihe von Äußerungen der „achtes. BoikSzsg." seiner kritischen Betrachtung und erwidert die Erklärung der fürst- bischöflichen Kanzlei zunächst mit folgenden Worten: Indem der Aufforderung der fürstdischöflichen Behörde hiermit entsprochen ist, darf hinzugefugt werden, daß e ber „Provinztalcorrespondenz" fern gelegen hat, dem Fürstbischof von Breslau irgend eine Verantwortung für diejenigen Artikel der „Schlesischen Volkszeitung" zuzuschreiben, welche als eine warnende Stimme aus der katholischen Kirche mit- geteilt worden sind. Wenn nach der vorstehenden bischöflichen Erklärung überhaupt ein bestimmtes Abhängigkeitsverhältniß des Breslauer Blattes zu dem Fürstbischof nicht geordnet und demgemäß die Bezeichnung des Blattes als eines bischöflichen nicht berechtigt ist, so hat sich doch durch die weitere Haltung der „Schlesischen Volkszeitung" die Erwartung in betreff der unvermeidlichen Unterwerfung derselben über Erwarten rasch bestätigt. Da die fürstbischöfliche Behörde es für angemessen erachtet hat, die Aufmerksamkeit nochmals auf das Verhalten des Breslauer katholischen Blattes zu richten, so erscheint eS nothwendig, zur Vervollständigung der früheren Mittheilungen noch zu erwähnen, auf welche Weise sich die Unterwerfung desselben vollzogen hat. So sehr man ein baldiges „Ein- lenken in das richtige Fahrwasser" erwarten mußte, so wenig konnte man doch auf em so völlig unwürdiges und frivoles Verhalten gefaßt fein, wie es in der That eingetreten ist. Die „Provinzialcorrespondenz" beweist im weiteren Verlaufe des erwähnten Artikels durch fernere Auszüge aus der „Schlesischen Volkszeitung" und die diesen entgegengestellten Aeußeiungen, -wie wenig sittlicher Ernst, Ehrlich- kett und Wahrheitsliebe bei den maßgebenden Blättern der ultramontanen Partei zu finden ist: Wenn es sich für dieselben in Wahrheit nur um die heiligen Jnter- sssen des Glaubens handelte, so würden sie unmöglich zu dem unwürdigen Ton und Wesen herabstnken können, wie es in jenen Erörterungen der Fall ist. Die geistlichen Oberen aber sollten sich nicht daran genüge» lassen, die Verantwortung für solch' frivoles Treiben vor der O.ffentlichfeit abzulehnen; ihrem unleugbaren unt> sicher wirkenden Einflüsse würde es wohl gelingen, eine ernstere und würdigere Vertretung der kirchlichen ^nte^ssest^^,g^ tfntr ber^lEckie^wM--^ Fürsten Bismarck entnehmen wir der „N. A. Z." Folgendes: Es war nur ein kleiner Kreis nächster Verwandter und ältester Freunde bei dieser Feier zugegen, aber jede Minute brachte ein Zeugniß von der Theilnshme, Dankbarkeit und Verehrung, womit in allen Gegenden Deutschlands und über dessen Grenzen hinaus des Tages gedacht wurde. Einhundertzweiundneunzig Telegramme und eine noch größere Zahl schriftlicher Glückwünsche waren bis zum folgenden Tage eingegangen, von Sr. Maj. dem Kaiser, I. Maj. der Kaiserin, dem kronprinzlichen Paare und anderen Mitgliedern der königlichen Familie, von dem König von Bayern, von Staatsmännern und Heerführern, Gelehrten und Künstlern, von Corporationen und Vereinen, von Hoch und Niedrig, Alt und Jung, Bekannten und Unbekannten. Neben Handschriften, welche der Sammler eifrig sucht, sah man erste Versuche im Schönschreiben, neben dem einfachen Glückwunsch auf stlbergeränderter Karte, neben dem Reim, den die Stimmung des Augenblicks eingegeben, Dichtungen von geübter Hand, Compositionen und sinnig zusammengetragene Erinnerungen aus dem Leben des fürstlichen Paares von den stillen HeimathSdörfern in Pommern bis zu den Schauplätzen weltgeschichtlicher Vorgänge. Zahlreiche Geschenke sammelten sich um die Vase, die Se. Majestät auszuwählen befohlen hatte, jedes mit seinem eigenthümlichen Werthe, das eine als Kunstwerk, das andere als Reliquie, von welcher der G.ber sich schwer getrennt haben mußte, das andere als Erzeugniß jahrelangen Fleißes, jedes als ein Beweis herzlicher Teilnahme. Am Vormittag ging die fürstliche Familie, von den Gästen begleitet, zur Kirche und nahm nach beendetem Gottesdienst unter den alten Linden die Glückwünsche ter Pächter und Beamten entgegen. Während der Tafel erschien die vollständige Capelle des 54. Infanterieregiment-, welche der Commandeur, Oberst v. Ostrowski, von Kolberg zu schicken die Aufmerksamkeit gehabt batte. München. Professor Friedrich hat soeben einen offenen Brief ausgehen lassen, zur Bertheitigung seines in Rom geführten Tagebuches. Der Jesuit Coruely hat nämlich in dem Jesuitenorgan „Stimmen aus Maria Laach", 1872, I. Heft, die wissenschaftliche Ehrenhaftigkeit Friedrich'- in Zweifel gezogen. Da- ganze Tagebuch, behauptet er dort, sei gar nicht echt, denn eS mache dem aufmerksamen Leser den Eindruck eine- schlechten, in München zusammengestoppelten Sammelwerk-. Professor Friedrich weist überzeugend nach, daß die Anklage durchaus unbegründet ist. Von besonderem Interesse ist der Nachweis einiger Thatsachen aus der jesuitischen Geschichte, über welche die Gesellschaft Jesu den Mantel ihrer schönen Erfindungen theils gedeckt hatte, theils audbreiten möchte. Friedrich hatte au- schwer zugänglichen Quellen Einzelnheiten aus der Geschichte der Mission der Jesuiten in China mitgetheilt, wilche den tugendhaften Orken-leulen, die vorgeben, kein Wässerchen zu trüben, natürlich sehr unbequem sind. Da- nimmt nicht Wunder; denn so lange diese arge Welt noch nicht nach dem Syllabu- regiert wird, bringt es wenig Ehre, wenn jesuitische Heilige als ehrgeizige Derräther an der christlichen Religion entlarvt werden, wenn unter ihren durch den Zweck geheiligten „Mitteln" vergiftete Sp'isen eine Rolle spielen und, um eine hohe Miethe zu erraffen, Häuser, die Eigenthum der Gesellschaft Jesu, an öffentliche Dirnen vermictyet werden. Pater Cornely hat dagegen behauptet, das Alles fei erlogen, Friedrich nenne noch nicht einmal seine Quellen. Auch diese Behauptung ist rtne ÄtdbfU ohne Gleichen. Die Quellen sind in dem Taaebuche ausdrücklich arnannt' es sind die „Momoiros do la Congrögalion do 1» Mission, Tom VI.*, rin 180?> erschienene«, aber durch den Einstuft rer Jesuiten wtedrr aus dem Buchhandel entferntes Buch. Was diese Memoiren erzählen, stützt sich aus echte *21 (teil welche im päpstlichen Archiv, des Vaticana vorhanden sind. Im vorigen Jahrhundert lieh sie ein Papst aus dem Archiv der Propaganda dorthin bringen, um sie einer möglichen Vernichtung durch die an der Propaganda wirkenden Irsuiten zu entziehen. Sie wurden von einem früheren Sekretär der Propaganda, Cardinal Passtonei, 17G1 62 in Venedig herauSgeben. Und als die Uon- aunalion der Mission die „MomvircS" herausgab, lieft sie durch den damaligen Präseeten der vatikanischen Archive, den deutschen V. Theiner, jenen Druck mit den Originalen vergleichen. Theiner bestätigte die Echtheit der darin mitgetheillen Dvcumrnte. Ebenso wurde damals durch die Originaldokumente der ganze Inhalt der 1734 und 1735 zu Pa.i« erschienenen „AnecdolOS Nur fötal do la roligion dann la Chino“ (7 VoIh 12.) als echt erwiesen. Die „Wes.-Zig." bemerkt bei einer eingehenden Besprechung der Schrift: Prvfeffor Friedrich darf dem V. (Soweit gewitz die Frage entgegenhalten: Wenn ein Eardtnal au« den Acten der Propaganda (ober de« vaticanischen Archiv«) und ebenso eine Missionscongregation die Verbrechen Ihrer Gesellschaft vor aller Welt constatiren dürfen: warum soll ich es nicht auch thun dürfen V Friedrich weift, daft die Gesellschaft Jesu die Gewohnheit hat, wa« für sie nicht ehrenvoll ist, und er deshalb aus den echtesten Quellen diefe meist in Europa bekannten, nun fast verschollenen Thatsachrn hervorgeholt. Hoffentlich hat diese Vertheidigung seine» Tagebuch« auch den Vorthctl, daft sic die Erzähler der an- geblichen Groftthaten der Jesuiten in Ehiua und ihrer auhcrordentlichen Erfolg'- vorsichtiger macht. Schon 1716 läftt die Propaganda in Nom erklären, daft den Berichten der Iusuiten nicht zu trauen sei. „Nach ihrer Gewohnheit ^reiben tlf(f Väter niemals an die Eongregatton, ohne von Tausenden von Personen zu sprechen, welche sic bekehrt hätten: daher darf man dem, was sie sagen, nur geringen Glauben beimrffen." Und nach den von Friedrich aus den Mömoiros IV., 304 311 betgebrachten Zeugnisse scheint doch nur zu gewift, daft dir schon malenden „Actos do Fokin“ und die „Lotiros ödifiantes ol ouriousos“ der Jesuiten langes Gewebe von Fügen und Betrügereien sind, voll Erfindungen, um die Einfältigen und Unwiffenden zu täuschen." München, 2. Aug. Universitäts-Jubiläum. Der gestern Abend trotz des starken Regen« stattgefundene Fackelzug war aufterordentlich grvftartig. Eine un- gthcurc Menschenmenge wogte in den Straften. Von einem Fenster der Refldenz sah der König, von tausendstimmigen Hochs begrüftt, dem Fackelzugc zu. Oesterreich. Prllst, 29. Juli. Zur gerichtlichen Verhandlung in Sachen des Pater« Gabriel gegen die Deutsche Volkszeitung dahier sind Elcrikcr und die Obmänner aller Katholikenvrreine nach Prag berufen; nach der erhofften Verurthetlung des Revacteurs Dr. Hrvliczka soll in der katholischen Neffource rin Festabend abgehalten werden. Gleichzeitig will man die Wahl der Deputationen vornehmen, die mit Petitionen an da« kaiserliche Hosiager abgrhen sollen. Vinz, 29. Juli. Heute Nacht wurde von einem klericalen Pöbelhaufen ein ttftrntqt vsisi..her^.,Tychter Anna versucht. Die Frauen Al« sich mehr Pöbel angesammelt hatte, wurde den Frauen mit dem Einschlagen der Thür und mit dem Todtschlagen gedroht. Anna Dunzingrr gelang es, zu flüchten und Polizei zu requirtren. Wettere Angriffe befürchtend, übersiedelten die vetden Frauen noch tu der Nacht, unter polizeilicher Bedeckung, in das Gasthaus „Zur Stadt Frankfurt." Graz, 26. Juli. Der bekannte Professor der clafsifchen Philologie an unserer Universität Dr. Schenkt hat einen Nus an die Gtraftburger, der Professor de« römischen Nccht« Dr. Demeli u« einen Ruf an die Universität von Gieften erhalten. Demeliu« wird jedenfalls annehmen, bei Schenk! ist die« noch unbe- stimmt. Heute fand hier da« Feichenbegängnift de« im besten Manne-alter ver- ftorbtnen Direktor« der steiermärkischen Fände«,rrenanstalt, Universttät-profeffor« Dr. Ezermak, statt. Der Gestorbene war einer der hervorragendsten Irrenärzte Oesterreich«. — Man wird sich des Aufsehens erinnern, welche« seiner Zeit die Ermordung de« liberalen Bürgermeistcr« von Stainz durch einen angeblichen Re- ltgtonsfanatiker machte. Da« Drama hat gestern seinen Abschluft dadurch gefun- den, daft da« htestge Fandc«gericht dir Untersuchung wider den Mörder cinstellte, weil sowohl die Grazer Aerzte al« die medtctntsche Fakultät in Wien erklärt hatten, daft Puchc« völlig wahnsinnig sei. Da« Gutachten der medtcinischrn Fakultät in Wien schlieftt mit den Worten: „Der Fall des Mörder« Puches muft als ein mähre« Musterbild von Vrrsolgung-wahn auf religiöser Bast« angesehen und erklärt werden, und dessen Entwickelung au- dem inneren Seelenleben heraus ist von hohem Interesse." Der unglückliche Mensch wird nun dem Irrenhaus übergeben werden. Belgien. Briisstl, 31. Juli. An verschiedenen Orten, namentlich in Antwerpen, Mecheln und Namur, sind die letzten Munikipalwahlen, welche zu Gunsten der Liberalen ausgefallen waren, von den Gegnern in ihrer Gültigkeit angefochten worden, und e« wurden deshalb Untersuchungen angeftellt. Die permanente Deputation des Provinzialeathrs hat jedoch die Wahlen von Antwerpen und Mechel« für gültig erklärt. Die Frage wegen der Wahl in Namur ist noch nicht entschieden. Briissel, 2. Aug. Ein gestern in Turnhout und auf dem Eampine an«' gebrochener Weberstrike ist gleich so gewaltsam ausgetreten, daft die Grnsd'armeric Feuer gab und mehrere Menschen schwer verwundete. Dle Unruhen dauern noch fort. tlTiMifrdcb. ^llri«, 3t. Juli. „Frankreich richtet sich wiederaus durch seinen Eredit!" änftrrt da« Organ des Herrn Thier«, Fe Bien Publik, heute in fortgesetzter gksteigcrt.r SelbstverhrrrUchung. „Diese Negierung und dieser Staatsmann (Thiers) haben Pfänder der Weisheit, Redlichkeit und Festigkeit genug gegeben, damit Frankreich« Eredit seine glänzendste und ehrenvollste Bestätigung erhielt ... Erblicken wir übrigen« tu diesem Erfolge den Beweis, daft Europa Vertrauen zu unsrrer Weisheit hat, und verdoppeln wir diese Weisheit. . . . Ahmen wir in unserem Benehmen, in unserer Haltung die Klugheit der Negierung de« Herrn Thier«, de« Herrn de Goulard nach, die nicht« dem Zufalle überlassen wollten.... Seien wir klug." Diesen Selbstverherrlichungen gegenüber äuherte schon gestern ironisch oa« Untver«: „Wir sind da« Volk de« Herrn Thier«!" und die Union wiederholt diesen Spott heute, während da« Union« heute entwickelt: „Der Erfolg der Anleihe ist zu kolossal, zu maftlo«, al« daft derselbe nicht über den Grund der Dinge Zweifel erwecken sollte. E« geht offenbar mit diesen 42 Milliarden nicht mit rechten Dingen zu. Eine minder hohe Summe würde einen weit ernsteren, solideren Eindruck machen; da« hätte der Anleihe einen echteren, patriotischeren Stempel ausge- drückt. E« geht au« diesen kolossalen Summen hervor: ersten«, daft die grofte Mehrzahl der Zeichnungen nicht ernst gemeint ist, zweiten«, daft die Spekulation in der ganzen Angelegenheit dominirt, dritten«, daft den groftrn Ereditanstalten und Spekulanten und ausländischen Banquier« besondere Begünstigungen ertheilt wurden.... Man wollte eine prächtige Zeichnung haben, aber man schoft über da« Ziel hinaus. Da« erlangte Ergebnis zeigt bei den Financier« Agiotagrprojecte, welche die Elasflficirung erschweren werden und in nicht zu ferner Zeit unseren Eredit drücken können. Die Lage wäre weit sicherer, wenn bloß vier oder fünf Milliarden gezeichnet worden waren.. . - Aber e« genügt dem Herrn Thier« nicht, da« zur Befreiung nothige Geld zu finden, er wollte eine Subskription, deren Gesammtsumme den Glanz der famosen Finanz - Plebißkite dr« Kaiserthum« in Lchaticn stellen sollte. Diese Genugthuung hat er in einer Weise erlangt, welche beoeuklich erscheint."... Das Journal bc« Debat« schmeichelt dem französischen Volke mit der Artigkeit: ,,E« ist da« besondere Verdienst Frankreich«, niemals an feinem Glücke zu verzweifeln; es hat jetzt ein Resultat, daft Alle« übersteigt. Wenn Frankreich sich im Erfolge anmafteud zeigt, im Unglück ist c« ruhig und unerschrocken." Italien. Nom, 30. Juli. Bet dem Eonsistorium, zu welchem der Jesuiten General Pater Bcckx die Oberen de« Orden« nach Rom berufen hat, soll e« sich, den Ital. Nachr. zufolge, unter Anderem darum handeln, den Namen und die Ordenstracht der aus Preuften verwiesenen Jesuiten zu ändern und so viele al« möglich in andere dort geduldete Orden cintreten zu lassen. Florenz, 30. Juli. Da« Gchird-gcricht zur Beilegung der Differenzen zwischen Tun,« und der italienischen Agricultur-Gesellschaft hat gestern eine Sitzung abgehalten und sich dann bi« zum Monat September vertagt. England. London, 2. Aug. Die Edinburger Universität hat dem Professor Dr. v-. Döllinger in München den Doktorgrad verliehen. — Ein Telegramm au« Ha- vauua meldet, daft die Truppen der Republik Salvador Omoa in Honduras be- sttzt haben. Man fürchtet eine Plünderung, weshalb der französische und der englische Eonsul Kriegsschiffe kommen lassen, um ihre Landsleute zu schützen. Rußland. WarschllN, 27. Juli. Die russischen Blätter widmen dem unlängst erschie. tunen ersten Bande de« Werkes de« preuftischen groften Gcneralstabe« ein ganz besondere« Interesse, und indem sie varau« längere oder kürzere Auszüge bringen, empfrhlen sic den russischen Offizieren dringend da« Studium de« Werk/«. Die a. w..»< O o" «‘»ml von der B sprechung de« Werke« Veranlassung, ihr altes Thema von der Unvcrmeidlichkett des «rrlegc» zwtschru Rutz- land und Deutschland wieder aufzunchmen, wobei sie die Hoffnung ausspricht, daft Nutzland bei Zeiten au« allen Kräften dahin streben werde, alle Ehancen eine« glücktichen Erfolges für sich zu gewinnen, die hauptsächlich auf der schnellen Tran«, portirung und Eoncentrirung grÖfterer Truppenmaffcn und auf eben so schnellen wie vorsichtigen Operationen beruhen. — Heute beginnen vor dem Eriminalgcricht in Wilna die Verhandlungen gegen den Mörder de« Prälaten Tupalski, bei welchen wegen der skandalösen Enthüllungen, die der Mörder über da« unsittliche Leben und Treiben de« Ermordeten gemacht hat, die Oeffcntlichkeit ausgeschlossen ist. Die Untersuchung hat herausgestellt, daft da« Hauptmotiv de« scheuftlichen Morde« die Eifersucht war, die in dem Mörder durch da« Liebesverhältnift, da« der Prälat Tupalski mit seiner Braut unterhielt, geweckt wurde. Türkei. AiOHft(UItillO|)CL 1 August. Midhat Pascha wurde an Stelle Mahmud« zum Grvftvezicr ernannt. Da« ganze Eabinet wird umgestaltkt. Die Namen der neuen Minister find indeft vfficiell noch nicht bekannt. — Der Vicekönig von Aegypten machte dem Sultan 50,000 Martrni-Henrv Gewehre zum Geschenk. Literarische-. Bet der Neichlraltigkeit und Gedicgenl»eit jeder einzelnen Nummer, wie die ^Modenwelt" sie bietet, rann bieftti ausgezeichnete, und so äugerft billige Blatt nicht ßcniiß empfohlen werden, denn eß leistet sowohl in Handarbeiten, wie in Toilette Bor- zilglicheür die colDritten Modenlnpfet sind dazu reizende Genrebilder, auvgefrlhrt von wirklichen Künstlerinnen. — Für jeden Einzelnen ist in diesem Mufterblaite rrach allen Seiten bin gesorgt, den eirrsachsten, wie ben bedeutendsten Toilette Ansprachen genügt. Namentlich weist dasselbe sich, feinem Prineip stets eingedenk, von allen Extravaganzen fern zn halten, ein Vorzug, der bei der lleberschwenglichkeit bet bestehenben Mode nicht zu mrierschästen fein dürfte. Bon besondereur Werth auch sind die frerrndltchen Winke, welche die Modenwelt gtebt, nm auch mit geringen Mitteln der Alles beherrschenden Mode gerecht werden zu können. Abonnement« (zum Preise von 45 Kr ,h. pro Quartal, resp. 1 Fl. 30 Kr. rh. mit vierteljährlich neun grasten colDritten Modenkupfern) werden jederzeit bei allen Buchhaudlr.ngen nnb Postämtern angenommen. Frischt> äckkr zu G i r ft t n. Sonntag den 4. August. August Noll ans bet MäuSbutg, Ehristian Noll öllittwe in bei Neustadt nnb Font« Keil in den Neuenbäuen Äird)Hd)c üiqeiße b c r eva >1 grItschkII Gemeinde z u G t e ß e II. G o t t e « d i e n st. ) Morgen«: Pfarrer Dr. Seel Am 4. August (Vorstellung beö Pfarr«Assistenten Walz) 1 Nachmittags: Pfarrer Landmann. Die Psarrgeschäftc für die Woche vom 4. bi« 10. August 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel flflr 0«* (ihr III ff Olflkrü" ßpriid,1,1 Dt pkinrich^ Sohn, D< dn Sohn $)' Adam 6t Dr dt» 5. Zu! Dri 11. Jnknlt Karl Mar! Dei Tochter, V Dei Hciiilich C Dei Weser-Äah 30. Juni. De Hoffmann, Dei Wilhelm 91 Der Mi gcboi De Thekla, ftt1 De Sohn, Dl GliftW 3*$ D< 23. Zull. Ätsolld 3576) $ können bl 15. Slngnf Mittwoch Geiicht^gs be^ahtl hui Lieh, 29 ^593) Mon \M in be JooHuf1 M beö n geh Vovhg, »len ^^fibietenb sieben, b SJcrf ,362t) D es,;» Dii Ort u„bf ‘ywutit. b( ®rt>&bct,o Mttag El D,'l. e. (?«"" *’”'X k" tfr ,rDt” Nffl &■- f*.m i”i« Mchr,,h> elal'«n in dir ,lw#ali(n Ufl[) 1U* «Ihrilt ?« MU 1,1,3’it unferen »i« et« fünf ° »t'tr« nii-i, W», d,„; jtelf’rll)uei in ’ nlW, »ilchr l!-°j°»fchr, M virmals an übcrßkigt. W kS ruhig und Ztsuiten-Grunal soll ei ßch, den Namen und die und so viele als der Dißerenjen slern eine Sitzung Prvsessor Dr. t izramm au- Hain Honduras br- nzoyschr und der e zu schützen. i unlängst rrschie- alstabeS rin ganz Auszüge bringkn, (l gßtil/L Vit de- WirlrS Dkl- ra z»is4in Rutz- >z au-splicht, baj Qc Ehaoren eines er schnellen LranS' eben so schnellen •m üriminalgMi . en Supaifli/ W k ier das unfttllidx ffit ausgeschlossen : des scheuMv e-orrhälin^, das St:ll: MabMdS lut. Die NaM yer vicekönig »on zum Eeschen!. flrtt jiumuin, 7 SS Aießk »- mit 10 Auszug sus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 28. Juli. Christoph Reyschmidt, Buchbinder dahier, des verstorbenen Bürgers, Heinrich Christian Reyschmidt zu Groß-Buseck, ehelicher Sohn; und Friederike Christiane Orth, geborne Helm, des verstorbenen Bürgers und Buchbindcrmeisters, Friedrich Karl Julius Orth, Wittwe. Den 29. Juli. Konrad Peter Prell, Seidenweber in Uerdingen in Preußen, des dasigen Bürgers und Seidenwebers, Johann Wilhelm Prell, ehelicher Sohn; und Elise Johannette Henkelinann, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schreinermeisters, Johannes Henkelmann, eheliche Tochter. Den 30. Juli. Friedrich Ernst Urs, Kaufmann in Marburg, des dasigen Bürgers und Glasermeisters, Heinrich Urs, ehelicher Sohn; und Minna Marie Wilhelmine Spruck, des hiesigen Bürgers und Kaufmanns, Georg Christian Spruck, eheliche Tochter- Getaufte. Den 28 Juli. Dem Maschinenmeister in der Keller'schen Buchdruckerei Heinrich Belz, ein Sohn, Karl Heinrich Joseph, geboren den 17. Juli. Denselben. Dem Bürger und Spenglermeister, Karl August Faber, ein Sohn, Otto Heinrich Christian, geboren den 10. Juli. Denselben Dem Ortsbürger in Beuern und Ziegler dahier, Johannes Nau, ein Sohn, Wilhelm Heinrich, geboren den 7. Juli. Denselben Dem Bürger und Schreiner an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Adam Heß, eine Tochter, Anna Elisabeth Georgine Jakobine, geboren den 2. Juli. Denselben Dem Ortsbürger in Beuern und Fabrikarbeiter dahier, Johannes Wißner, eine Tochter, Elisabeth, geboren den 26. Juli- Denselben. Dem Ortsbürger in Lollar und Weichensteller an der Main- Weser-Bahn dahier, Philipp Klinket, eine Tochter, Anna Eleonore Elisabeth, geboren den 5. Juli Denselben. Dem Ortsbürger in Waldmichelbach bei dem Grobherzoglichen II. Infanterie - Regimente Nr. 116 dahier, Philipp Michael Diehm, ein Sohn, Ludwig Karl Martin, geboren den 25. Juni. Denselben. Dem Bürger und Kreisamtsgehülfcn, Julius Hartmann, eine Tochter, Marie Hermine, geboren den 5. Juli. Denselben Dem Bürger und Fuhrmann, Maximilian Henkel, ein Sohn, Heinrich Christian Gottlieb, geboren den 5. Juli. Denselben. Dem Ortsbürger in Zahmen und Weichensteller an der Main- Weser-Bahn dahier, Balthasar Nieß, eine Tochter, Katharine Elisabeth, geboren den 30. Juni. Denselben. Dem Ortsbürger in Wittingshein, Kreis Hersfeld, Nikolaus Hoffmann, ein Sohn, Ludwig, geboren den 12. Juli. Den 30. Juli. Dem verstorbenen Bürger und Privatscribenten, Friedrich Wilhelm August Löber, eine Tochter, Karoline, geboren den 16. Juli. Den 1. August. Dem Postsecretär, Julius Karl Vigelius, ein Sohn, Friedrich Jtarl, geboren den 11. Juli Den 2. August. Dem Bürger und Weinhändlcr, Adolf Zinßer, eine Tochter, Thekla, geboren den 10. Juni. Denselben. Dem Apotheker in der Engelapotheke, Dr. Karl Laubinger, ein Sohn, Otto Georg Adolf, geboren den 24. Juni. Beerdigte. Den 25. Juli. Heinrich Peusch aus Daubhausen, alt 9 M , gestorben den 23. Juli. Den 26- Juli. Helene Katharine Klett, eheliche Tochter des Königl-Magazin- Rendanten , Emil Klett zu Unruhstadt in Preußen, alt 5 M. 25 T., gestorben den 25. Juli. Denselben. Gustav Heinrich Philipp Friedrich Brückel, des Bürgers zu Watzenborn und Schaffners an der Oberhessischen Eisenbahn dahier, Georg Friedrich Brückel, ehelicher Sohn, alt 1 M- 7 T-, gestorben den 25. Juli. Den 29. Juli. Louise Marie Friederike Kröll, eheliche Tochter des Hauptmanns im Großherzoglichen H. Infanterie - Regimente Nr- 116, Friedrich Kröll, alt 4 M. 9 T-, gestorben den 27. Juli. Denselben. Wilhelm Schwarz, ehelicher Sohn des Rendanten an der Main- Weser-Bahn, Jakob Schwarz, alt 6 I. 1 M. 25 T-, gestorben den 27. Juli. Den 31. Juli. Friedrich Wilhelm August Löber, Bürger und Prioatscribent, alt 66 I. 4 M- 14 T-, gestorben den 29. Juli. Den 1. August. Ludwig Römer aus Heuchelheim, alt 70 I., gestorben den 30 Juli. Denselben. Philipp Flath aus Finsternthal in Preußen, alt 59 I-, gestorben den 30. Juli. Denselben. Karl Emil Balser, ehelicher Sohn des hiesigen Bürgers und Buchbindermeifters, August Balser, alt 16 I. 2 M. 20 T-, gestorben den 31. Juli. Den 2. August. Karoline Löber, eheliche Tochter des verstorbenen Bürgers und Privatscribenten, Wilhelm August Löber, alt 16 T-, gestorben den 1. August. Katholische Gemeinde. Kopulirte. Den 21. Juli. Der Bürger und Buchbinder dahier, Valentin Joseph Wurmes ; und Elise Kreiling, des verstorbenen Bürgers und Wagnermeisters, Moritz Kreiling, eheliche Tochter. Getaufte. Den 14. Juli. Dem Schutzmann dahier, Johann Henn, ein Sobn, ftram Martin, geboren den 16. Juni. u 3 Den 28. Juli. Dem Bürger zu Flittard und Rangirer dahier, Johann Schmitz, ein Sohn, Wilhelm Emil Eduard Ludwig Julius, geboren den 18. Juni. ' Beerdigte. Den 9. Juli. Johann Jung aus Runkel, Provinz Hessen-Nassau, alt 47 I gestorben den 8. Juli. Denselben. Konrad Zimmermann, Gärtnerbursche aus Limburg a. d Labn alt 25 I., gestorben den 8. Juli. ö Den 24. Juli. Ferdinand Ricker, Marmorarbeiter, ehelicher Sohn des Bürgers und Landmanns, Johann Ricker zu Villmar, alt 17 I., gestorben den 23. Juli. Temperatur in Gießen, Juli 1872: niederste ................4- 4,6° R. mittlere.................4. 14,63 „ Mittel früherer Jahre...........4- 14,38 höchste.............. . . 25.0 " absolutes Marimum (Juli 1865)........ 27,5 „ Niederschlag: an 12 Tagen.......... 2,08 Par. ZoU. „ im Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . . 2,89 „ Die Stufe der Vegetations-Entwickelung war am Schluffe des Monat- normal. Aklgemeiner Anzeiger. Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. 8^ be c = s * Nte 3. w £~: £j" H I 3 55 5 rt ~ c =- ° - D o S-Z- Besondere Bekanntmachung. F r i st a b l a u f. 3576) Zur Fürstlichen Rentei Lich können die Rückstände nur noch bis zum 15. August an den Zahltagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ohne weitere Gerichtskosten, namentlich Pfändungskosten, bezahlt melden. Lich, 29 Juli 1872. Kreutzer. Versteigerungen. 3593) Montag den 5. August d- I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Kaufmann Loos auf derMäusburg ole zu dem Nachlaß des Unioersitäts - Bibliothek - Dieners Vogel gehörigen Mobilien, bestehend in: Sopha, Secretair, Kleiderschrank, Tischen, Stühlen, Uhren, Bettladen, Bettwerk, Weißzeug und sonstigem Hausgeräthe,! meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. August 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. Verkauf von Oefen. 3621) Die durch die Einführung der Steinkohlenheizung in deut neuen Anatomie- acbäude dahier entbehrlich werdenden Holzöfen sollen Dienstag den 13. l. M-, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle gegen Baarzahlung an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 2. August 1872. Großhcrzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 3635) Freitag den 9. August d. I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die den Daniel Plank's Erben gehörigen Immobilien, wie solche in Nr-174 des Anzeigeblattes näher beschrieben sind, nochmals meistbietend versteigert werden und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag alsbald crtheilt werden. Gießen, den 3. August 1872. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. 3636) Donnerstag den 8. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen die Immobilien derMoritzKreiling A- Sohn II. Erben, wie solche im Anzeigeblatt Nr. 174 näher beschrieben stehen, nochmals versteigert werden, mit dem Bemerken, daß, wenn ein annehmbares Gebot erfolgt, die Genehmigung sogleich ertheilt wird. Fr. Müller. 3616) Dienstag den 6. d. M-, Nachmittags 3 Uhr, soll das Graben eines neuen Brunnens, veranschlagt zu 300 fl, Spenglerarbeit, veranschlagt zu 20 fl-, auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Wieseck, den 1. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck- Lang. Feilgebotenes. 8 Cigarren, Manilla-Ausschuß, das Stück IV2 kr., per Mille 24 fl., empfehlen I. A. Busch Söhne. Ncnlmcdcr Diffkaminrohrc, 12 hoch, 8 - licht, 1 röhr.pr. St. 21 fr., 2 , , , 39 , ab Lagerplatz empfiehlt S. Katzcnstein, (3181)_______Holzhandlung AnMagenkrampf, Verdauungsschwäche re. :t. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdje Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exped- d- Bl. Das Mittel ist nur direkt w beziehen durch Apoth. DoeckS, Harpstedt bet Bremen (früher Barnstorf). (4225) Engl. Barterzeugnngs-Tinctur von überraschend s ch n e l l e m und s i ch e r e m Erfolg empfiehlt ä Fl. zu 36 kr. (3624) Carl Frech. Haarleideiiden zur Nachricht. 3492) Das unter persönlicher Controle des Professor Dr. mcd. M Langenbeck, Hannover, angefertigte Haar - Erniili ruuff s - Mittel dient zur Erhaltung 1 eines gesunden Haarwuchses, zur Stärkung und Wiedergesundung kranker Haarzwiebeln, sowie zur Vermeidung der Kahlköpfigkeit. Flacons mit Namen und Siegel des Prof. Dr. med. Langenbeck versehen sind | zum Preise von Thlr. 1. 10 Sgr. in Giessen allein echt zu beziehen durch C/erüfinn Freeh, am Markt, | Rasir- und Haarsohneide-Cabinet. I ttiST' Vor Nachahmungen ist dringend zu warnen. Fässer empfiehlt H. Schmoll, Lindenplatz. 3463) • Carlsbader Salz, Franzens ^4) bader Moorsalz und Moorlaugc, Crcuz- nacher und Nauheimer Mutterlauge, Gute Weinfäffer, für Bohnen, Gurken rc. Carlsbader und Kissinger Pastillen, einzumachen sehr geeignet, in allen Größen, Ktefernnadelextract, empfiehlt Julius Wallach. 3596) (Sine Familienwohtiung in der Nähe der Stadt, bestehend in 4 Zimmern, Keller, Bodenraum, mit Bleichplatz,m Karten und sonstigen Bequemlichkeiten, ist zu ver- miethen und 1 October zu beziehen. Nähe- res bei der Erped. d. Bltts._______ 3602j (Sin unmöblirtee Zimmer ist zu vermiethen. Lit. C. 150, Löwengasse. Duschenthsl s Liederkranz eo bei I. Alker. Der Vorstand. Niederlage für Gießen bei Julius Wallach 3491) Alle Sorten Mineralwasser sind in frischen Fül Julius Wallach Gothaer Cervelatwurst V Patent 187« a- d. Sckoor. (3625) gelangen. !! haben. j Lütz en. NiM hoiläud. Vollhäringc miethl Emil Fischbach. I. A. Busch Söhne. 3634) CO (3268) bei empfiehlt (3615) von (2582) 3525) verkauft Tertvr'sches Lagerbier, pr. Flasche 7 fr., frei in's Haus geliefert ß Ein empfehlen r * H. Schmall, Livdenplatz. Schweineschmalz^ pr. Psd. 24 fr., geräucherter Speck, pr. Pfd. 24 fr., I. A. Busch Söhne. Philosophenwald Sonntag den 4. August: 348/) Es ist ein Äranken-Roll wagen verkäuflich abzugeben. Bei wem? sagt die Expedition d. Bltts__ 3558) Ein tüchtiges Hausmädchen, das im Näben und Bügeln gewandt ist, wird nach Auswärts gesucht. Näheres zu erfragen bei Herrn Adolph Hornberger in der Neustadt. I L. Textor, im Darmstadter Haus. Bcrmiethnngen. Schule für Damen. 2290) Zur gründlichen Erlernung im Maaßnrhmen, Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern hat wieder ein neuer Eursus begonnen. Eintritt jede Zeil Rosa Rothenberge r, Lindenplatz. 3642) Zwei Famitienlogis sind zu ver- "“)en, das eine alsbald und das andere den 1. November zu beziehen. Näheres bei Schneidermeister Frech. 3630) 3äWäT Sßffltn ungünstiger Witterung findet die Pro- duction des Komikers Noh6 nicht im Gatten der Wittwe Busch Stals sondern vis-ä-vis in der Restauration Gerhard. l'ltlivoch den 7., Donnerstag den 8. und Sonntag den 11. August: § Weilburger Kirchweihe. 3647) Das von Herrn Pomnitz be: wohnte Logis ist wegzugshalber zu vermiethen und Mitte October beziehbar. Karl Kaspar. Restauration Brann« Sonntag den 4. August: 3446) Hcrbstrübenfamcn bei C. F. Semml er. Empfehlung 3648) Ich empfehle mich hiermit im An- fertigen von Schuhschafken jeder Art und werde mich bemühen, meine Gönner auf das Beste zu bedienen. August Lang, im Hause des Herrn Metzger Weidig, Walltbo rfh ofce. 3535) Zimmergefelle« finden dauernde Beschäftigung Großes Mililär-Lmimt, ansgefiihrt von dem Mnsik-Corps des Grosth. Hess 2. Jnf.-ReMinents Nr- H6, unter persönlicher Leitung seines Dirigenten Herrn Rinck. Anfang 4 >/2 Uhr. — Entrse 9 fr. 3644) Ein großes Haus mit Garten und Hofraum, Scheuer und sonstigen Gebäuden, welches sich zum Betriebe einer Fabrik be sonders eignen würde, indem die Arbeils- kräite daselbst billig zu haben sind, in einer Nachbarstadl an der Eisenbahn gelegen, ist unter günstigen Bedingungen sehr preiswürdig zu vei kaufen. Wabere Auskunft er- theilt Abraham Stein, Neichenjand 6^225.__ 3643) Meine sämmtlichen A« cker sind ans eine Reihe von Jahren zu verpachten. Gg. Lony, Neuenweg. Prämiirt in Cassel 1870. — Prämiirt in Darmstadt 1870. 641) Mit dem 1. Mai I. I. beginnt ein zweites Abonnement auf Clavier- Instrumente, wo Jedem Gelegenheit geboten ist, in den Besitz eines der Neuzeit entsprechenden Instruments auf leichte und angenehme Weise zu gelangen. des renommirhn Komifers und Coupletsängers Jos. Noh^, sowie der beliebten Chorafterscingerin F au Anna Noh6 aus Mainz. Anfang der ersten Production Nachm. 4 Uhr. — Entree 6 kr „ , zweiten , Abends S Uhr. — „ g 3637) Ein junger Mann, Vereine schöne Handschrift besitzt, sucht seine freie Zeit mit schriftlichen Arbeiten bei Advocaten auszu- füllen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. zu erfahren. Bohne» zum Einkochen, sowie zum Einmachen, sind auf Bestellung bei mir zu haben. Auch habe ich febr gute Frühkartoffeln und Endivienpflanzen zu verkaufen. Th. Rauten st rauch, Geschäfts - Anzeige. 3577) Dem verehrten Publikum Gießens und Umgegend erlaube ich mir hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich unter dem Heutigen am hiesigen Platze eine Steindruckerei errichtet habe und bitte, mit der Der- sicherung, daß ich mich bemühen werde, alle in mein Fach einschlagenden Arbeiten prompt und billigst und zur größten Zufriedenheit meiner Auftraggeber auszuführen, um geneigten Zuspruch. Mein Geschäftslocal befindet sich im Hause des Herrn Gastwirts) Schnell. Marktplatz Lit. B. Nr. 31.___________ Carl Neirreke. Vermischte Anzeigen. 3632) Die Bel-Etage meines neuen Hauses an Wenzel's! Garten (6 Zimmer und Zu behör) , sowie auch ein Theil der Mansarde, ist zu vermiethen. W. Gaguoin. 3628 Dürste es nicht angnnrff n erscheinen, wenn sich in Gießen ein Cvmite bildete behufs Aufstellung eines Programms zur Feier des 2. Septembers ials Nationalfeier für ganz Deutschland. Unus pro multis. Local-Gewerbe- u. Inbustrie-Ausstellung zu Worms. Verloosungs - Anzeige. 3235) Mit der am 11. September d. I. dahier zur Eröffnung ge- langenden Local-Gewerbe- und Industrie-Ausstellung wird eine Verloosuna werth- voller Gegenstände, als: vollständige feine Möbel-Garnituren, Pianino's, Schränke Betten, überhaupt Gegenstände häuslicher Einrichtung aller Gewerbebranchen verbunden werden. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern werden 20,000 Loose das Stuck zu einem Gulden, im Großherzogtbnm zum Vertrieb konnnen und werden Gewinne im Gesainmtwerthe von 14,000 Gulden ausgcloost Die Ver- loosung erfolgt am 1. October d. I. auf dem hiesigen Stadthanse. Für Rheinhessen haben die Firma P. Bertgcs «X? Comp. inWorms ur Starkenburg und Obcrhessen Hr. Carl (Säule in Darmstadt sowie deren Agenten (in Gießen die Expedition des Anzeigers) den Ver- kauf der Loose übernommen. Zu zahlreicher Vcthei'liguug ladet ein Worms, im Juli 1872. Die Ausstellungs-Commission. Allein echt bei Fr. Vieler, am Kreuz, (3622)in Gießen. Abonnements - Bedingungen sende gratis. Friedberg. C. L. Glück, _________________________ Hof-Pianoforte-F abrikart. 2875) Ein Famitienlogis, bestehend aus 3 bis 4 Zimmern, ist zu vermiethen und I sogleich bestellbar Wallkborstraße Nr. 199. 1990) Ein Familünlogis zu vermiethen Neuenweg 134. 1684) Ein Laden mit Comptoir zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. Selters weg Lit. C- Nr. 184. 3488) Ein Junge vom Lande wird gegen gute Bezahlung sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________________________ 3570) Ein braves Dienstmädchen, welches gut kochen kann, wird gegen guten Lohn bahiergesucht. Von wem? sagt die Expedition d. Bltts. Dr. Voigt. | 362fi) Fl ecliten kranke und Brustleidende heilt l>r. Jocli- heini in Darmstadt, Lud wigsplalz. 3639) Demjenigen, welcher sich so eifrig bemüht, mich im Kartenschlagen zu empfehlen, danke ich hiermit aufs Beste für seinen mir ganz unbekannten Dienst ifer, will mir denselben jedoch für die Zukunft gänstjch verbttrn haben, da sich solche gute Freunde durchaus unnötige Mühe machen, indem ich in dieser edlen Kunst durchaus nichts zu leisten vermag und mich die Sache auch doch für die Betreffenden zu sehr unliebsamen Erörterungen veranlassen dürfte. _____________Susanne Stenger. Frischer Iwiebellruchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9-/- Uhr, bei (3557)_______Auanst Noll, tm Stern. böTFj Die Waizcn - Crndte in dem Garten des veislorbenen Iakob Sack am untersten Riegelpsad ist zu verkaufen. Auch ist in dessen Hause noch fortwährend Thran zu haben._____________________ Aerziliche Anerkennung. | Ein ^amilienlogis Pi Dem Kaufmann Herrn Heer hier be-I ist in dem Hause des Kunstgärtner Deines 8 zeuge ich von dem G-A-W-Mayer'schen 8 3Um^ynilCp^e”' . r .Lii;Slrnlt lUnriin | Näheres ebendaselbst. (3229) ' wklftcn Dnm-Zyrilp 8 3465) Em möblines Zimmer mit Cabinet vielfach die besten Erfolge beobachtet zu vermiethet Lehrer Mayer, Neuen-Bäuen. Fleische wir act, \ Parthie nach dem Ludwigs- System Liebig-Montevideo, j ... brunnen. bedeutend billigere Preise als die Concurreuzfabrikate, gleiche Reinheit, Aechtheit^eac^ 0 * U6l am- 9?cuen= und Güte. 3627) Das von Herrn Carl Peppler bewohnte Logis ist pr. 1. Novbr. anderweitig zu vermiethen. H. Adami, _________ Alicenstraße. 364(i) Eme Schlosserwerkstätte ist zu vermiethen bei Th. Heerz Wittwe. 3638) Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen und den 1. September beziehbar bei Wittwe Hanitsch, Kirchenplatz. lunqen stets vorräthiq bei________ 1 Export - Bier^ per Flasche 7 fr-, frei in's Haus, bei Georg Dörr, Kirchenplatz. Maurergesellen nnd Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei (3617)_______ Aug. Nauheimer. Tüchtige Schlosser sucht gegen hohen Lohn die Maschinenfabrik von Gottlieb, Schramm