ptd6 vretteljährltz 1 ft 12 tt. «tt Bringnlohn. Durch die Post biogen vierteljährig 1 ft 29 ft- Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, nüi Ausnahme Sonntags. Expedition : Lanz lei berg, Lit.'B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Rr. 230. MMMMi■ Dienstag den 1. October 1872. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Wittwe des Theodor Lotz zu Gießen beabsichtigt, auf dem Grundstücke Flur XVII. Nr. 173, Acker in der Scheppeneck, in der Stadt Gießen eine Firnißsiederei zu errichten. Es wird dies mit dem Ansügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Plan und Beschreibung auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde offen liegen und daß Einwendungen bei Meidung des Ausschlusses binnen 14 Tagen, vom Tage nach der Ausgabe der diese Bekanntmachung enthaltenden Nummer der Darmstädter Zeitung, bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen sind. Gießen, den 27. September 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. R ö d e r. (4543) Bekanntmachung, die Ackerbauschule zu Friedberg betreffend. Der Unterricht in unserer Anstalt beginnt in 2 Abtheilungen am 1. November d. I. und wird von 10 Lehrern ertheilt. Als landw. Fachlehrer bezw. Abtheilungsvorstände sind gewonnen die Herren Dr. Nücker, seither Vorsteher der Ackerbauschule in Reiffenstein und Rückert, seither Lehrer in Rodheim. Der Unterricht umfaßt folgende Gegenstände: Wöchentl Stunden. Untere Abtheilung. Wöchentl Stunden. Deutsch ........ 4 Herr Rückert. Botanik ...... 2r Herr Lehrer Werner. Schönschreiben...... 2 h Seminarlehrer Wahl. Physik....... 2 „ Dr. Uloth. Geographie....... 2 H Reallehrer Lang. Chemie....... 4 „ Dr. Uloth. Geschichte....... 2 ff Lehrer Weinel. Bau der Hausthiere. . . 2 „ Dr. Born. Rechnen........ 4 ff Wahl. Ackerbau...... v- 4 „ Rückert. Geometrie....... 2 ff Weinel Obst- und Gartenball . . 1 ,, Rückert. Zeichnen........ 2 „ Gesteinslehre...... 1 „ Wöchentl. Stunden. Lang. Rückert. Obere Ab Thierzucht...... t h e i l u n g. 2 „ Dr. Nücker. Wöchentl. Stunden. Deutsch........ 2 Herr Rückert. Allgem. u. spec. Pflanzenbau 4 Herr Dr Nücker. Landwirthschaft!. Rechnen . . Feldmessen, Nivelliren und Plan- 2 ff Rückert. Obst- und Gartenbau . . Betriebslehre ..... 1 4 „ Rückert. „ i>r. Nücker. zeichnen...... 3 if Bauaccessist Schnitzel. Landw. Buchführung . . 1 „ I)r. Nücker. Geometrie....... 2 Weinel. Wiesenbau ..... 1 „ Dr. Nücker. Physik........ 2 ff Dr. Uloth. Landw. Maschinenkunde 1 „ Dr. Nücker. Chemie........ 4 ff Dr. Nücker. Thierzucht ..... 2 „ Dr. Nücker. Zoologie........ 2 ff Rückert. Volkswirthschaftslehre ( 1 Rentamtmann Lindeck. Botanik........ Thierheilkunde...... 2 2 tf tf Dr. Uloth. Dr. Born. Landwirkhschaftsrecht \ ' 1 j Kreisasseffor Haas. Der Ullterricht wird durch Excursionen, Demonstrationen, und mehrere Sammlungen unterstützt. Jeden Abend finden von 7—9 Uhr Wiederholungsund Arbeitsstunden unter Aussicht eines Lehrers statt. Aufnahmefähig sind junge Leute im Alter von 14—20 Jahren, welche die in einer Volksschule erreichbaren Vorkenntnisse besitzen und mit den practischen Verrichtungen der Landwirthschaft nicht ganz unbekannt sind. Neueintretende werden in die untere Ab- theilung ausgenommen. Die Schüler des Wintercursus 1871/72 rücken in die obere Abtheilung vor, ebenso diejenigen Neueintrctenden, welche durch ein Zeugniß oder eine abzulegende Prüfung als hierzu befähigt erscheinen. Das Verhalten der Schüler in und außerhalb der Schule wird strenge überwacht. Zur Vorbereitung zur Einjährig-Freiwilligen-Prüfung wird Gelegenheit nachgewiesen. Das Schulgeld beträgt im oberen Cur.us 20 st, im unteren 25 st. Anmeldungen können bei dem unterzeichneten Curatorium erfolgen und werden wegen der räumlichen Einrichtungen möglichst frühzeitig erbeten. Ausführliche, den Lehrplan enthaltende Prospecte sind von den Großherzoglichen Bürgermeistereien, von den Herren Directoren der landw. Bezirksvereine, sowie von uns erhältlich und sind wir zu jeder weiteren Auskunft, gleichwie zur Vermittlung von Wohnungen, gerne erbötig. Friedberg, im September 1872. Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für Oberheffen zu Friedberg. Trapp, Liu deck, Haas, Negierungsrath. Nentamtmann. Kreisassefsor. Pvlitifcder T d e i i. Der neue bayerische Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Herr v. Pfrctzschner stammt aus einer fränkischen Familie und wurde zu Würzburg als Sohn eines verbienttn bayerischen Osficiers geboren, der in den russischen Schneeseldern seine Ergebenheit gegen das Haus Wittelsbach bethä'tigt hatte. Noch als Kind kam v. Pfrctzschner mit seinen Eitern nach München, wo derselbe seine ganze Studienzeit hindurch und noch zwei Jahre nach dem letzten StaatSdiener-Examen sich ununterbrochen aufhielt. Nicht etwa hohe und höchste Gönnerschaft, sondern der Umstand, vast er in seinem Jahrgang das beste Staatsexamen im ganzen Lande gemocht hatte, verschaffte ihm frühzeitig die Stelle emeö Regierungs-Assessors in Ansbach. DoU that er sich im Finanzfach so hervor, daß er bald in's Finanzministerium berufen wurde, wo er vom Assessor rasch zum Rath avancirte. Im Jahre 1864 wurde er zuerst Handelsminister, bann war er lange Finanzminister, und jetzt, in der Mitte der fünfziger Jahre stehend, vertraut man ihm die wichtige Rolle des Ministers des Auswärtigen an. Seine in Bayern' ungewöhnlich rasche Carriöre rührt zumeist von seiner großen Gewandtheit im Verkehr und seiner in Bayern seltenen Redefähigkett her, durch die er sich als Ministerialrath im bayerischen Landtag unentbehrlich gemacht und bei vielen Gelegenheiten, z. B. der Münche» ner Industrieausstellung, den Eisenbahnverträgen mtt anderen Staaten rc. hervor- gethan hatte. * Herr v. Pfretzschner ist vor Allem — bayerischer Beamter. Seine Carriöre ! begann erst nach dem Jahre 1848, mit den politischen Bewegungen des deutschen ! Volkes bat er nichts zu thun gehabt. Ausgewachsen tn München, stets lebend in Beamtenkreisen und, obwohl bürgerlicher Herkunft (sein Adel ist Verdienstadel), stets beliebt bei Hofe, gehört er mit se.nem Harzen dem bayerischen Lande und dem bayerischen Königshause. Es ist charakteristisch, daß Herr v. Pfretzschner seiner Zeit nicht einmal dem seligen Großdcutschen Verein angchörte, obwohl die meisten von seinen und Hegnenbcrg's Freund n eifrig an demselben Theil nahmen. Aber so blauwciß auch seine Fahne sein mag — er ist ein aufgeklärter Mann und ein durchaus chrenwerther Chararler, der die politischen Nothwendlgketten klar erkennt und der an geschloffenen Verträgen nie ein Jota a'markten wird. Herr v. Pfretzschner's Ehrenhaftigkeit ist überall im Lande anerkannt, sie zeigt sich im Kleinen in einer fast pedantischen Ehrfurcht vor dem Aw.tSgeheimwß, im Großen in einer Integrität, die auch vor dem Scheine der Benutzung der amtlichen Stellung im persönlichen Interesse zurückschreckt, — Beweis, daß der frühere Ministerialrath nie im VerwaltungS.ath der Ostbahn als Regierung-* cowmiffär saß. Diese mehr negativen Tugenden sind begleitet von seltener Schärfe des Verstandes; sein entwickelt.r Sinn für das formelle Recht und sein objektiv leidenschaftsloses Urtheil werden ihn das „suum cuique“ jederzeit beobachten L|fen, so daß er dem Reiche gibt, was des Reiches ist, und — den Ultramou- tonen gegenüber, zu denen er gar keine Hinneigung besitzt — dem Staate, was h. I I m B L Di Bi. . 81 r s ö' Ul § Q t V ?■ i i UM < R-t t Kr. u. ' 1 Fr; Im, । Syp dai \ IlGen l tu 1 des Staates ist. Welches Maß productiver Initiative ihm innewohnt und ob er fähig ist, mit staatsmännischer Energie Großes und Gutes zu schaffen, wird die Zukunft lehren muffen. Vorläufig wissen wir mit Bestimmtheit, daß er ein feiner und überaus anständiger Beamter ist, der — so lange ein Ministerium Hohenlohe nicht möglich — Nichts verderben wird. Seine Vergangenheit, die ihn in engsten bayerischen Kreisen stets festhielt, läßt vermuthen, daß ein Drang sich in große Kämpfe zu stürzen, bei ihm nicht vorhanden sein wird, denn leicht wird auch ein hochbegabter Mann in solcher Umgebung Etwas von jener bayerischen Gemüthlichkeit annehmen, die sich nicht gerne unnöthig anstrengt und die Lösung großer Fragen lieber hinausschiebt, als rücksichtslos zu erstreben trachtet. Herr v. Pfretzschner ist der älteste bayerische Minister, hat schon unter v. d. Pfordten gedient und, so lange er Fachminister für Finanzen war, hat er manche politische Krisis persönlich unangefochten überstanden. Nun aber hat sein engeres Vaterland ihn, als den zur Zeit einzig Möglichen, zur ersten Stelle berufen. Hoffen wir, daß ihm in seinem neuen politischen Amte der Ruhm der Festigkeit nicht fehlen, und daß das größere Vaterland über ihn, der an den von ihm nicht geschaffenen, aber sich von selbst heran drängenden großen Fragen ehrlich arbeiten wird, nicht zu klagen haben wird. (Spen. Ztg.) Deutschland. Darmstadt- Die Reform des Wahlgesetzes ist bei weitem die dringendste Aufgabe, welche jetzt an Regierung und Stände des Landes herantritt. Der von dem vorigen Ministerium den Ständen vorgelegte Entwurf eines neuen Wahlgesetzes bezweckt bereits wesentliche Aenderungen des bestehenden Rechts. Wir heben folgende Punkte als die wichtigsten hervor: 1) Das Wahlgesetz von 1856 macht die Wählbarkeit zum Abgeordneten, wie zum Wahlmann von einem beträchtlichen Einkommen abhängig. Der Entwurf beseitigt diesen Passiv - CensuS für die Abgeordneten ganz, für die Wahlmänner bis auf einen sehr geringfügigen Betrag. 2) Das Recht der adeligen Grundeigenthümer, aus ihrer Mitte sechs Ab- geordnete in die zweite Kammer zu wählen, wird beseitigt. Statt dieser sechs Adels-Abgeordneten sollen, nach dem vorliegenden Entwurf, a. drei Abgeordnete, welche die 40 höchstbesteuerten Grundbesitzer aus ihrer Mitte wählen, b. drei Abgeordnete, welche die 40 höchstbesteuerten Staatsbürger, die nicht zu den unter a. genannten Grundbesitzern gehören, aus dem Stande der Handelsleute oder Fabrikanten wählen, in die zweite Kammer treten. Zugleich sieht der Entwurf vor, daß die Zahl der Mitglieder der ersten Kammer, deren Ernennung Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog zusteht, von 10 auf 12 erhöht werbe und baß hiervon mindestens zwei dem Stande der adeligen Grundbesitzer und zwei dem Handels- oder Gewerbstande angehören sollen. 3) Das jetzt bestehende Wahlgesetz enthält bezüglich der Wählbarkeit der Beamten gewisse beschränkende Bestimmungen. Mitglieder der Ministerien können nicht zu Abgeordneten gewählt werden. Eine Reihe von Local - Beamten find innerhalb ihres Amtsbezirks nicht wählbar, und jeder active Beamte, der gewählt wird, bedarf zum Eintritt in die Ständeversammlung des Urlaubs der Staatsregierung. Der Entwurf des neuen Wahlgesetzes will diese Beschränkungen aufgehoben wissen. Endlich enthält der Entwurf 4) eine erhebliche Abweichung von dem bestehenden Wahlgesetz hinsichtlich der Erneuerung der 2. Kammer. Bisher wurden nach Ablauf jeder sechsjährigen Wahlperiode sämmtliche Mitglieder der 2. Kammer neu gewählt. Nach dem Entwürfe sollen die Wahlen zwar auch auf sechs Jahre stattfinden, allein es soll alle drei Jahre die Hälfte der Mitglieder der 2. Kammer ausscheiden, so daß alle drei Jahre regelmäßige Neuwahlen vollzogen werden, welche sich jedoch nur auf die Hälfte der Abgeordnetenzahl erstrecken. (Darmst. Ztg.) Berlin, 28. September. Es bestätigt sich, baß der König am vorgestrigen Tage die Beschlüsse des Staatsministeriums in Betreff des Verfahrens gegen den Bischof von Ermeland genehmigt hat. In Folge dessen hat der CultuSminister au den Bischof Krementz einen Erlaß gerichtet, in welchem er im Hinblick auf die jüngsten Verhandlungen das Entgegenkommen in den neuesten Erklärungen des Bischofs anerkennt, anderntheils aber constatirt, baß die Staatsregierung sich außer Stande sieht, in den Kundgebungen des Bischofs diejenigen Bürgschaften zu finden, welche sie im Interesse des Staats und seiner Angehörigen zu fordern verpflichtet ist. Bekanntlich hatte der Bischof in einer früheren Rückäußerung sich erboten, seine Diöcesanen dahin zu belehren, daß nach dem heutigen Staats- und Kirchenrecht durch die Ausschließung aus der Kirche die bürgerliche Ehre der Betroffenen nicht beeinträchtigt werde. Eine solche Belehrung ist aber bisher nicht ertheilt worben und würbe auch in der vom Bischof beabsichtigten Form nicht ausreichen, um die den Herren Wollmann und Michelis durch die Ex- communication zugefügte Schädigung an ihrer bürgerlichen Ehre wieder zu beseitigen. Andererseits ist die Aeußerung des Bischofs in seiner jüngsten Jmmediat-Antwort, durch welche er sich zum Gehorsam gegen die Staatsgesetze erklärt, mit ErwägungS- gründen und Zusätze verbunden, welche bezeugen, daß derselbe seinen Standpunkt im Wesentlichen unverändert festhält. Aus diesen Gründen sieht die Staats- regierung stch veranlaßt, der wiederholten Ankündigung, daß sie sich genöthigt sehen werde, ihrer Beziehung zu dem Bischof von Ermeland anderweitig zu gestalten, Folge zu geben. Insbesondere kann Die Staatsregierung bis zur weiteren Ent- scheidung nicht die Verantwortung dafür übernehmen, aus Mitteln des Staats, dessen Gesetzen der Bischof sich nicht unbedingt unterwerfen will, für den Unterhalt desselben Zahlungen zu leisten, die von der Landesvertretunz unter anderen Voraussetzungen bewilligt worden sind. Es ist daher dem Bischof notificirt worden, daß die Zahlungen bis auf Weiteres eingestellt werden. Berlin, 29. September. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Friedrich Kapp ist kürzlich durch Zufall in den Besitz von Acten gekommen, welche auf ven „Soldatenhandel deutscher Fürsten nach Amerika", den er in einem 1864 neu erschienenen Werke so trefflich geschildert hat, neue Schlaglichter werfen. Außer anderen überraschenden Thatsachen wird dadurch auch der Wortlaut des bisher nur dem Inhalte nach bekannten Briefes festgestellt, in welchem Friedrich der Große seinen Abscheu gegen den schmachvollen Menschenhandel seiner fürstlichen College» ausspricht. Die Liebhaber des Fortbestandes deutscher Kleinstaaten, auch solcher, die nur noch durch künstliche Mittel erhalten werden können, mögen darüber zürnen, alle übrigen werden Kapp Dank wissen, wenn er durch schleunige Veröffentlichung seines Fundes und durch Ergänzung seines früheren Buches der deutschen Nation die vor weniger als hundert Jahren begangenen Schandthaten deutscher Kleinstaaterei in's Gebächtuiß zurückruft. Berlin, 29. September. Der Kaiser reiste gestern Abend 11 Uhr nach Baden-Baden ab, in Begleitung von Grafen Pückler, Flügeladjutanten Lehndorff, Fürst Radziwill, Lindequist und übrigem bekannten Gefolge. Frankfurt, 29. September. Der Kaiser traf um 10 Uhr Vormittags hier ein, nahm ein Dejeuner in der Westendhalle und besuchte den Palmengarten. Um H1/2 Uhr setzte er seine Reise nach Baden-Baden fort. Ems, 29. September. Gestern wurde die Spielbank geschloffen, die erste in Deutschland, welche in Folge des Aufhebungsgesctzes nunmehr aufgehört hat zu existiren. Der im letzten Sommer erzielte Gewinn beträgt über 400,000 fl. München, 28. Sept. Der „Spen. Ztg." schreibt man: Unsere glücklich beendigte Ministerkrise hat Mitspieler und Leser, Acteure und Publikum gründlich ermüdet. Dennoch verlohnt es sich vielleicht, noch einige Notizen zu ihrer Genesis nachzutragen, wie sie von wohlunterrichteten Seiten allmalig transpiriren. Nach mir gewordenen Mittheilungen hatte die Krise neben ihren politischen auch ihre persönlichen Motive. Daß die Gemahlin des Herrn v. Gaffer früher die Gouvernante des Königs, und daß Herrn v. Gaffer selbst deßhalb ein hohes Hofamt bei der künftigen Königin von Bayern bestimmt war, darf als bekannt vorausgesetzt werden; weniger bekannt dürfte sein, daß der König stch auch nach der Aufhebung seiner Verlobung gewissermaßen in der „Schuld" des Herrn v. Gaffer glaubte und demselben eine „persönliche Revanche" zugedacht hatte. Auf diese persönliche Beziehung war die Jntrigue gebaut, deren Hauptmotive wohl nicht mit Unrecht am Nesenbach gesucht werden. Frau v. Gaffer wird mit der besonderen Gunst der Königin Olga beehrt, deren Verstimmung gegen das „preußische Vasallenthum" wohl keinem politischen Kreise ein Geheimniß ist. Nur daß stch bas kleinere Königreich in der Represston gegen das neue Deutschland nicht voranzugehen getraut, sondern den größeren Nachbarn vorzufchieben sucht. Schweiz. Gens, 27. Sept. Die Antwortschreiben des Pfarrers Mermillod an die Genfer Regierung lauten wörtlich: „Genf, 2. Sept. 1872. Herr Präsident! Meine Herren! Ich habe die Ehre, Ihnen den Empfang Ihres Briefes vom 30. August anzuzeigen. Ich werde ihn meinen Vorgesetzten mittheilen, von welchen ich die von mir seit sieben Iah- ren, ohne jemals irgend einen Artikel der Verfassung und der Gesetze verletzt zu haben, verwaltete kirchliche Jurisdiction erhalten habe. Ihnen allein steht die Prüfung einer Frage zu, welche in der katholischen Kirche, der Freiheit und Würde ihrer geistlichen Beamten garantirten Rechte so nahe berührt, f ® a ö- pard Mermillod, Bischof von Hebron." Berufen zu einer Unterredung mit Abgeordneten des Staatsraths ertheilte Pfarrer Mermillod auf folgende geschriebene Frage: „Will Herr Mermillod, Pfarrer von Genf, sich von nun an den im Briefe des StaatSrathS vom 30. August enthaltenen Vorschriften fügen? nachstehende Antwort! „Msgr. Mermillod erkennt die Competenz des StaatSrathS in einer ausschließlich kirchlichen Verwaltungsfrage nicht an. Die Vollmachten als Auxiliar- Bischof und Generalvicar sind ihm vom heil. Stuhl und dem Bischof übergeben worden. Seit sieben Jahren hat er die bischöflichen Functionen und die ihm an- vertraute geistliche Jurisdiction im Namen des hierarchischen Chefs ausgeübt; diese doppelte Aufgabe hat er bis Monat October 1871 erfüllt, ohne auf Hin- berniffe Seitens der Civilbehörde zu stoßen. Er kann daher seine geistlichen Functionen auch erst dann aufgeben, wenn sie ihm von der religiösen Behörde, die sie ihm anvertraut hat, wieder entzogen werden. Niemals seit 1815, als die katholischen Gemeinden Genfs vom Erzbischof von Chambery verwaltet würben, niemals seit 1819, als kraft eines Vvm Papst Pius VII erlassenen Breve's die geistliche Verwaltung dem Bischof von Lausanne übergeben ward, wurden die Generalvicare von irgend einem StaatSrath weder genehmigt noch abgesetzt. Msgr. Mermillod hat sich daher betreffend den Brief des StaatSrathS vom 30. August an seine kirchlichen Obern gewandt. In Folge dessen hält er es weder mit seiner Ehre noch mit seinem Gewissen verträglich, den Befehlen und Drohungen des Staatsraths, die Functionen als Auxiliar-Bifchof und Generalvicar ein- zustellen, Gehorsam zu leisten. Es ist dies für ihn eine Pflicht unverletzlicher Treue zum Rechte der Kirche, welche mit der Aufopferung für sein Land wohl vereinbar ist. Genf, 5. Sept. 1872. -j- Gaspard Mermillod, Bischof von Hebron." Holland. Luxemburg, 25. September. Bei dem Höllenlärm, der in diesem Augenblick in der französischen und leider auch englischen Presse mit der Verhaftung About's in Staßburg getrieben wurde, ist es vielleicht nicht ohne Interesse, dem größeren Publikum das Verfahren der Großmacht Luxemburg in identischen Fällen vorzuführen. Was diese von dem benachbarten Deutschland unterscheidet, ist bekanntlich ihr in Friedenszeiten sich auf 250 Mann belaufendes, bisher mit Percussionsflinten bewaffnetes Heer, das in Kriegszeiten auf 500 Mann gebracht werden kann. Wir brauchen also nicht, wie „Daily News" Preußen vorwirft, auf unsere Militärmacht zu pochen und gehen auch nicht auf Eroberungen aus. Aber wenn ein Ausländer unfern König oder auch nur unsere Regierung in auswärtigen Blättern etwas scharf mitnimmt, dann verstehen wir keinen Spaß, sollten selbst die Angriffe auf einem Körnchen Wahrheit beruhen. Fragen Sie nur Herrn Karl Grün, der im Staatsstreichsjahre 1856 sich erlaubte, im Hamburger „Jahrhundert" gegen die hiesigen Staatsstreichler zu Felde zu ziehen: zwei Jahre Gefängniß wurden ihm durch die Gerichte dictirt, und als Grün einige Jahre pater auf einer Reise von Brüssel nach Deutschland hiesige Freunde besuchen wollte, ward diesen auf ihre Anfrage kund gethan, der Besucher laufe Gefahr, eingesetzt zu werden. Grün nahm daher lieber einen Umweg und ließ die Luxemburger Luxemburger sein. Erstes Beispiel. Hier ein zweites. Im bensch- barten Arlon erscheint ein französisches Blatt, das bisweilen besser weiß als wir selbst, was hier vorgeht. Die Enthüllungen sind deshalb öfters unliebsam, und wenn Prinz oder König hie und da Haare lassen mußte, so gab's Gefängnißstrafe für den Verleger. Da man aber, hier wie in Nürnberg, Einen haben muß, bevor man ihn hängt, so war Der Verleger damit quitt, daß er sich hütete, einen Fuß über die Grenze zu setzen. Und weil die Gerichte müde wurden, Abwesende «wrrf EHE Pe W1. litt * ,k «»* j W M Sille 'S-" 'm mtlfli" 'I-r-M- «|ii" ®' tii 0 Ser« Sch-611 Stompiten MdilN, Hu Md vett De zu fountn in ®ad)tn hch befind 92, von de 3d Mona glNoNMN/ maciam 61 Siel gr. von ti mdtn iß. Per w Saba Ile Truppe Irr Grenjk öesonr 4557) Hochw Wem Tagen ( Gieß, Großh 1 Die a «Sgeschr 18 Cent, Stabt ftn sondern Drechn l im Rat! Gieße Großh, (4534) bei «Wrieb dohlejche » e'n it Unini. Nen, «f M b15 !->ch 111., d-r $Q Badens Ko vgrn ntgt der >ativ hier Um erße »ört Sttch idlich Ge. riren. auch t die Wi kauut nach Henn hatte, olive mit u< Nur »land 4t i die e die aerde w t i« die unD >a-« heilte ullod, >Au. aus- iliar* leben an- lübt; hin- lichen >örbe, als vur- töt’l die w* 30. >rder Hua- rlll- licher wohl lif^f Mg dem fallen t, iß r mit »rächt »lest, auS- aiii* >W nur erger -ahre ahre echea fahr, nach' i mir und iM' ew eioea eseildk Wechsel« 8oye Oberhessen 983/4 3Vs% w 95 Bayer. 5% 100 Aetlen. 5O/o 3str. F. 8t. E. B. 350i/2 Lombard. Bahn 2241/2 Ludwigsh.-Bexbach 202 Maxbahn 145 Bayer. Ostbahn 134 Rhein-Nahebahn-Aot. 5O’/2 Hess. Ludwigsb.-Act. 180 Aetlen. Frankf. Bank 145 Frankf. Vereins-Kasse 1585/g Bannst. Banbp.ot. 515 Wien Bankactien 939 Oest. Creditaot. 358 i/2 Galizien 253 Spanien. Perpignan, 28. September. Das Treffen zwischen den Truppen und den von Saballs geführten Carlisten war ziemlich bedeutend. General Baldrich führte die Truppen und warf die Carlisten in vollständiger Unordnung; dieselben flohen der Grenze zu. Geldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40-42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53-55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 21—22 Engi. Bover. 11 47—49 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 25 -26 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 577/s 3°/0 öst. s. Lombard 51 3% Livorneser 382/ö 5% Tosoaper 6J3/4 5°/o Elisabeth.-Prior. 85 do. H. Emlss. 84V4 Anlehensloose. Darmstädter fl.50Loose 203 n n 25 „ 55 Kurh. 40 Thlr. Loose — Kassau 25 fl. — Braunsoli weiger 217/s 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 38 V2 4% bayr. Präm.-Ani. — 4O/o badische Loose — Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 ▼. 1854 86 Vz 1858r Prioritätslooee 209 1860r Loose 94 1864r „ - einzusperren, so hat man im vorigen Jahre, im Recidivfalle, dem Blatte den Eingang in'S Land untersagt. (D. Pr.) Frankreich. Paris, 28. September. In Nantes haben vorgestern bei der Rückkehr der Pilger aus Lourdes Unruhen stattgefunden. Die Geistlichkeit hatte zwar ;der großen Erregung wegen die von ihr angekündigte Procession unterlassen, dessen ungeachtet aber war um 6 Uhr Abends, als der erste Zug der Pilger eintraf, eine ungeheure Menschenmenge am Bahnhofe beisammen. Der erste Pilgerzug so wie auch der, welcher ihm um 7 Uhr folgte, wurde verhöhnt. Als aber um 9 Uhr der letzte Zug erschien, kam cS zu Handgemenge und Schlägerei, wobei Diele Beulen und Schrammen davontrugen. Avenir National bemerkt zu diesen Vorkommnissen: Sicherlich gievt eS nichts Ehrwürdigeres, wenigstens nichts, was am meisten vor der Intervention der Nachbarn geschützt bleiben muß, als die Anregungen des Glaubens, aber unter der Bedingung, daß der Glaube sich selbst in sein Gebiet, das Gewissen und die Privathandlung, etnschließt. Wenn aber die teligiöse Handlung in politische Handlung umgcschaffen wird, wenn man unter dem Vorwande des Glaubens eine legitimistische Fahne aussteckt, wenn das Wasser des Schäfers Marcellin zum Salböl von Reims wird, wenn man mit Trompeten und Pauken eine Andacht verkündet, dann kann man sich nicht ver- wundern, wenn diese Pauken und Trompeten die Menge aufwiegeln. Heute ziehen die in Meudon und Satory campirten Truppen nach Paris und werden im Lager durch das Corps des Generals de Montauvon ersetzt. Der Temps schreibt: Nachrichten zufolge, deren Genauigkeit wir verbürgen zu können glauben, ist Folgendes der Stand der im Gange befindlichen Proceffe in Sachen der Commune: Die Zahl der Individuen, welche sich in Untersuchungs- haft befinden, um vor dem Kriegsgerichte zu erscheinen, beläuft sich nur mehr auf 92, von denen einige ihre Identität verheimlichen und so die Instruction verzögern. Im Monat August wurden 20 Verhaftungen und im Monat Septemb.r 5 vorgenommen, unter welchen letzteren sich 3 Individuen befanden, die schon in contumaciam verurtheilt waren. _A AAA Siccle meldet, daß die Pension Abd-el.Kader's im Betrage von 40,000 Fr. von der Regierung aus Sparsamkeitsrücksichten auf 20,000 Fr. herabgesetzt worden ist. Frankfurt a. M. Laut des soeben erschienenen 10. Jahresberichtes der Dr. Steffan'schen Augenheilanstalt dahier, ist auch im letztverflossenen Jahre (1. April 1871—1. April 1872) die Zahl der hülfesuchenden Augenkranken beträchtlich gestiegen, sie hat die Zahl 4015 erreicht, somit das vierte Tausend überschritten. Davon kamen 2097 auf die Privatanstalt (Krögerstraße 8 in Frankfurt, Sprechzeit 3—5 Uhr Nachmittag's), während die übrigen 1918 in der Armen - Augenklinik (Drei- königstraße, Bäckergasse 2 in Sachsenhausen, Sprechzeit V212—V21 Uhr Mittags) vollkommen freie Behandlung und nach Erforderniß auch freie Verpflegung und Verköstigung fanden Operationen wurden im letzten Jahre 303 ausgeführt: 293 mit vollkommenem Erfolg, 4 mit Besserung und 6 ohne Erfolg. Der vorliegende Jahresbericht gibt zugleich auch einen Rückblick auf das ganze Jahrzehnt 1862—1872. In diesem Zeitraum suchten in der Prioatanstalt 13081 Augenkranke Hülfe, in der Armenaugenklinik waren es 11039; die Gesammtsumme aller in der Steffan'schen Augenheilanstalt dahier in den letzten 10 Jahren zur Behandlung gekommenen Augenkranken beträgt somit 24120. Die Zahl der Operationen in demselben 10jährigen Zeitraum belief sich auf 2042; davon hatten 1943 vollkommenen Erfolg, 157 erzielten blos Besserung und 42 blieben ohne Erfolg.____________________(4542) „ 41/jO/o 1jährige 993/4 n 4% 1jährige 931/3 Würtemb. 4Va% Obi. 99?/4 Baden 4i/20/0 Obi. c. E. L. 99*/2 Oesterr. Silberrente 643/4 „ Papierrente 593/4 Spanier, neuecl. 3% 29 V2 Amerik. Bonds 1881r 987/8 , „ 1882r 9578 „ , 1885r 97i/4 „ „ 1887r 961/4 Börsennachrichten. 30. September 1872. Preuss. 41/, 0/0 Obllg. 1023/4 Frankf. 3Va % Obi. 87 Nass. 4i/,o/g Obi. 993/4 Kurhess. 4°/q „ 933/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. — Amsterdam k. 8. 97 ?/g Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8. 104Vg Bremen k- 8. 1751/s Brüssel k. 8. 927/8 Hamburg k. 8. 87i/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118i/4 Lyon k. 8. Paris k. 8. 923/, Wien k. 8. 107 ditto m. 8. 106V2 ditto 1. 8. IO6I/4 Disconto 5% Allgemeiuer Auzeiger. E btl 5: Vogt. (4534) Bekanntmachung. Ger- Schränke, sechs Stühle, ein runder Tisch, > Flanell-Hemden bei eine Commode, ein Küchenschrank, sowie > H. M- JugHardt Valentin Herdt, Glaser- JugHardt, Bit. D- Nr. 219. o c 50 0 e- Ä 3- der der 11- Versteigerungen. Die auf den 4. October d. ausgeschriebene Versteigerung 18 Centner Formularien bei 4545) Freitag den 4. October d. I-, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Psandlocale dahier zwei eine große Nähmaschine und eine schwarz- wälder Uhr, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. September 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semml er. Stadt findet nicht an diesem Tage, sondern Dienstag den 8. October d. 3-, Vormittags 10 Uhr, im Rathhanssaale statt. Gießen, 28. September 1872. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Besondere Bekanntmachung. 4557) Das in den Distrikten Hochwarte und Wanne des Gießener Stadtwaldes versteigerte Holz muß in den nächsten acht Tagen abgefahren werden. Gießen, den 1. October 1872. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4548) Mehrere große Kisten, welche^ 4562) Ein Haufen guter Mist ist zu sich zum Kartoffelaufbewahren eignen, ver-! verkaufen bei kauft Georg Röber, Kreuz. 1 Valentin Herdt, Glaser- - i c Qi 5 Sn E l’e 4544) Freitag den 8- November l. I-, Nachmittags 3 Uhr, wird das Wohnhaus des Georg lach HI- von Rodheim, taxirt 350 Thaler, in der Rathhausstube zu Rodheim zwangsweise meistbietend versteigert. Gladenbach, den 24. September 1872. Königliches Amtsgericht, Abth. II. Klingelhöffer- Dublin, Oporto, Paris, Wittenberg, Altona, 1853. 1865. 1867. 1869. 1879. Ausverkauf. 4089) Meine geehrten Kunden verfehle nicht, darauf aufmerksam zu machen, daß ich heute meine Vvrräthe für die Winter-Saison, welche noch vollständig sortirt sind und in guten modernen Sachen bestehen, in Verkauf genommen habe. Die Preise sind sehr billig gestellt und bewillige ich wie seither einen Rabatt von Sechs Kreuzer am Gulden» N. Hirsch Sohn, j ----— _ I»»IisnilIW» llllll<.T~-~ - -» Wilh. Balser. NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt.____________________________ AnMagenkrampfiVerdammgs- schmäche rc. rc. Leidenden wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks’fdje Heilmittel empfohlen- Schrift darüber gratis in der Exped. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DocckS, Harpstedt bet Bremen (früher Barnstorf). (4225) 4538) Ein Spinnrad und HaSpel ist billig zu verkaufen. Asterweg Ltt. A 108. 4526) Billiges Segeltuch und wollene 4502) Freitag den 4. October d. I., Nachmittags von 2 Uhr an, sollen bei der Stadt Gießen eine Parthie leihfällige und die der Stadt zugefallenen Bürgertriebviertel, sowie ein Acker auf der Hohleiche, die Wiese am Wismarer Weg und ein Acker in der Schwarzlach, öffentlich verpachtet werden. Zusammenkunft am Nassauer Hof. Gießen, den 26. September 1872. Mrorcherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. tz Unterhosen für Herren, Damen und Knaben, sowie wollene und baumwollene Unter- ijacken und Flanell-Hemden, empfiehlt trotz des Aufschlags noch zu den ^«.«g^Ni-^n/srüh-ren billigen Preisen August Haubach, Mäusburg B. 49. men und Goldleisten bei Herde und Desen in den verschiedensten Sorten, namentlich die sich so sehr bewährenden, in jeder Beziehung ausgezeichneten Regulir - Füll - Oefen (4493) empfiehlt Z. G. D. Bapst. 4505) Verschiedene ältere Farben Castor- wolle, zu Unterröcken sich eignend, werden sehr billig abgegeben bei PH. Schlatter. Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. (Lmpfehlmswerth jür jede Jamitte! 3396) Nichts ist so angenehm , kühlend und erquickend in der heissen Jahreszeit, auf Reisen und Märschen , als Zuckerwasser, Seltersoder Soda-Wasser mit Boonehanip Haag -Biller, bekannt unter der Devise: „Occidit, qui non servat“, erfanden und einzig und allein destillirt von II. Undeerberg-Albrecht am Rathhause in Rheinberg am Niederrhein. Hoflieferant: Sr. Maj. des Deutschen Kaisers und Königs von Preussen, Sr. König!. Hoheit des Prinzen Friedrich von Preussen , Sr. Maj. des Königs von Baiern, Sr. Kgl. Hob. des Fürsten zu Hohenzollern-Sigmaringen, Sr. Kais. Maj. des Taikuns von Japan , Sr. Kais. Hoh. des Prinzen von Japan , Sr. Kais. Maj. des Sultans Abdul-Aziz, Sr. Maj. des Königs Ludwig I. von Portugal, so wie vieler anderen Kaiser!., König!. , Prinz!. , Fürst!, etc. etc. Höfe. Ein Theelöffel voll meines „WooneKllMP of Waag-Witer" genügt für ein Glas von i/3 Liter Zackerwasser. Der „Uoonekamp of Waag-JLitter" ist in ganzen und halben Flaschen und’in Flacons acht zu haben in Giessen bei den Herren Gebr. Wenzel, «Julius Wallach und Moritz Wallenfels; in Marburg bei Herrn «J. J. Scliarcli; in Butzbach bei Herrn A. Gimbel. Fellgebotenes. 4507) Wir haben dem Herrn Emil Fischbach in Gießen den Alleinverkauf von dem von uns fabricirten Erbsenmehl für Gießen und Umgegend übertragen. Braunschweig. Wtttekop & Comp- Erbsenmehl in bester Qualität aus neuer Frucht empfiehlt _________Emil Fischbach, Seltersweg. 643) Thür- und Grabschilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei Wilh. Balser. Ludwig Koch’s 3589) B Preis 1/1 Flasche 15 Sgr., 1/2 Flasche 7>/2 Sgr. welche durch Frottirung mit wirksamstes, Mittel zri Preis i/j Schachtel 5 Sgr., */2 Schachtel 21/2 Sgr. Alleiniges Lager obiger Artikel befindet sich für Giessen und Umgegend bei Herrn C. Fr. Conrad, vormals L. Kohlermann. Vereins ui (4559) Einige Mitglieder. Abtheilun Vermischte Anzeigen. nabenlehranstalt sinen-Lirnonade u. s. w. In Wenzels 4549) Ein mokiliArs Zimmer ist zu oer- ^ebacHnr. und Verlag der Brüh Aschen Univ^Druckerei (F'r. Ehr. Bietsch) n Gießen @eyn|l wir, da iMNiekhurmen. zur Sirni erbauten Hauses in der Frankfurter Straße ist durch Wegzug des seitherigen Bewohners 0* Nf Deutsch Schönschi Teogrnptz Geschichte Rrchnm ©ecmetn Zeichnen Testeinsl, 4o46) Ein Notizbuch ist zwischen dem Gasthaus zum Pfau und der Wellersburg verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung im Gasthaus zum Pfau abzugeben. Der Biersaal ist bis auf Weiteres geschlossen. ______________________Chr Lony, Bierbrauerei. Hochachtungsvoll Georsil Wenzel v.upvytii, dem Wiederbringer eme sehr gute Belohnung bei der Exped. d. Bltts. beginnt das^ Wintersemester am^ nächsten Donnerstag, 3. October, des $or ' i Dieckmann. „Einigkeit" Generalversammlung Donnerstag den 3. October, präcis 8'/2 Uhr. Es werden die Mitglieder ersucht, sich zahlreich einzufinden „Liederkrnnz." 4558) Morgen, Mittwoch den 2. October, Abends 8 Uhr: Hebung «stunde. Motten-Mtchouly, r Vertilgung der Motten und Conservirung der Winterkleidungsstücke gegen Mottenfrass. Preis i i Flacon 5 Sgr., 1/2 Flacon 2’/2 Sgr. Poudre de Riz (Rcismehl). sur Verschönerung und Verfeinerung der Haut, weicne uurcn ri diesem Reismehl eine natürliche jugendliche Frische erhält. Wirthschafts - Eröffnung. 4564) Von heute an ist meine Wirthschast im Winterlocale täglich geöffnet. Deutsch Landwirth Feldmessei Geometrie Physik Chemie Zoologie Botanik Miciraeli - Markt. 4554) Mittwoch den 2. October: LanMuiili iin Proinenabeliai!« -.L Etn mobllAes Zimmer ist zu oer- 4424) Der 3. «Ltock in meinem Hause mttthen und den 1. October zu beziehen bei E. 97, Alicenstraße, ist pr. 1. November u Maurer Haubach, an der Schoor. oermiethen. H. Adami. Preis 1/1 Flacon 5 Sgr., i/2 Flacon 2> 3 Sgr. 4316) In frequenter Lage wird auf einige Tage ein geräumiges GeschäftSlocal so- von uns gegründete Geschäft mit Aktiven und Passiven von meinem Bruder Emil am 19. September 1872 käuflich übernommen habe, und dasselbe auf!^. r r ’ Reinige Rechnung weiter führe. Ich bitte, das der seitherigen Firma geschenkte j , 1 —-------- Zutrauen auch auf mich übergeben zu lassen und bitte um geneigten Zuspruch sucht, solche innerhalb Öer;QU| c^hen gesucht von Ich werde das Primip, reelle uud Prima-Waareu zu führen. aufrecht ~ ~ ~ "" erhalten und stets mit dem Neuesten und Besten aufwarten. Gleichzeitig empfehle ich mein wohlassortirtes Lager von alten Tabaken und abgelagerten Eigarren en gros & en detail, mit allen Rauch - Requisiten, sowie ächten Wiener Meerschaum- und Bernstein - Waaren, und übernehme Bestellungen für Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke mit Namen und Wappen und nach Zeichnung, jedem Geschmack entsprechend; nur müssen Aufträge für Weihnachtsgeschenke derart jetzt schon aufgegeben werden. Auch besorge ich Reparaturen aller Art. Auswahl in Stöcken, Portefeuille-Waaren, Parfümerien (W. Rieger), Seifen, Oelen und allen Toiletten-Gegenständen. Alle Sorten feine Liqueure, 6 bis 9 Sorten der besten Maaen- Glkxire Gilka, ächt. 's «'M« fff "* Dir Md 3h6e bnm $0 Teilung ( !«r eine MUH könnest bei Ehaltenbe N wir: Jji’ür. Wenzel, Äreuz, _______________ Tabak- und Kigarren-Kandlung cn gros den detail.| 02»)oraÄ,ÄnÄitb 4567) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das auf dem Kreuz 1864 noch Rechnungen für die 4476) Ein junger Mann, welcher die INS npnntnbpfp CMpfrhAff mtf .... - PL . « Uhrmacherei erlernen will, kann in die Lebre und dasselbe aufl£~r~ bei Chr. Scharmanw 1 Firma npfffjptiFfe ?^hcn, weroen er- 4552) Ein gewandter Zapfjunge wird beziehend Äbr«»nd -U s°.rtzu micthen gesucht. Osser- -- ^Ehrmund. ten wolle man in der Exped. dieser Zeitung niederlegen. 3586) Ein großes Familienlogts ist an« eine ruhige Familie bis Mitte October zu oermiethen. __Ed. Strack's Erben. 4331) Zn Lit- C- Nr. 82, Seltersweg, ist ein gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet zu oermiethen. Näheres in der Restauration ' Gerhard._________ 4563) Der mittlere Stock meines neu- Glycerine - Gold - Cream - Seife, ... , , ... Orientalisches perlen-Zahnpulver, rur Beseitigung spröder und aufgesprungener Haut und aller Hautunreinigkeiten, j U”U er re '0 es 1Ue ' um den Zähnen ein glänzendes, blendend weisses Ansehen wie: Sommersprossen, Finnen etc. ° ’ zu geben. Preis ä Carton (3 Stück) 71/2 Sgr. Preia a üose 7 '/> sgr- chly cerine-Sch önh eits-Seife, Aromatische Schwefel - Seife, iur Conservirung der Haut und zu deren Schutze gegen die schädlichen’Einflüsse der Tem- Rein halt ^^tkrankheiten » Ausschläge und Flechten und zur peratur, sowie zur Erzielung eines schönen weissen Teints Ung deb , °Pfe® von Schuppen. — Vorschriftsmässig angewandt, zeigt sich sehr Preis ä Paquet (3 Stück) 7>/2 Sgr., 1 Stück 3 Sgr hald dcr w°hHhatige Erfolg dieser Schwefel-Seife. —..... ° 6 ’ Preis ä Paquet (2 Stück) 5 Sgr. 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Z Leere LemenIMfler, erniae Hundert, zur Aufbewahrung von Steinkohlen, Cok-.s, Asche, Kartoffeln u. dgl. geeignet, sind ä 15 Kreuzer per Stück abzu- geben beim (Ai es? en ,r (Aas werk. iill - Ke^iiliröfen, sowie sonstige Holz- und Stcinkohlen- Oefcn, Heerde und ^euerungSutensilicn (4560) cmvfehlen Flick & Kröll. 4494) Euerne Bettstellen von den ein- - * famüen bis zu den elegantesten, und eiserne WttCtt |lttv iitvblt 1‘tC ^4NN- Klaschcnschränke Htct zu Vermietheu. 4511) Ein Familienlogis ist zu ver- miethen und den 1. October zu beziehen in Lit. B. Nr. 86, Neuenbäuen. 4566) Ich habe meinem Bruder Georg Wenzel am 19. September das auf dem Kreuz bestehende Tabak- und Cigarren-Geschäft vor- mit aIIel1 Activas und Passivas käuflich überlassen und wird derselbe es für eigene Rechnung weiter führen. Gießen, den 30. September 1872.________ W enzel. Wohiuiiigs-Verülidcrlliiq. 4565) Von henke an wohne ich im Nebenbau des Herrn Pittban früheres Gasthaus zum Adler" in der Wallthorstraße. Der Eingana befindet sich zwischen den Herren Schuhmacher Haßler und Mcßqcr M a l ko in e si u s- ________ Valentin Herdt, Glaser. 9. Mein Tuch und BukSkin-Lager für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste fortirt, empfehle >cb hiermit angelefteiitiichst. Ludwig Lang, _____________________Märktstrake 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn E m i l P i st o r. Gießen, am 30. September 1872. Georg Wettset» vormals "»7 »st-«« - mich jugcoen. welche zugleich das Jnstrumentenfach er- Prof. Dr. Pflug. können, fin^n lohn ende Beschäftigung 4555) Englischer und französischer Sprach- j Hof-Instrumentenmacher, Darmstadt, unterncht, sowie Claoierumerricht wird er- ^530) Mehrere Kanarienvögel sind aus therlt von einer Dame. Zu erfragen bei einer Hecke entflogen 1 der Exped. d. Bltts. ' - - Alle Sorten rothe, weiße, deutsche und französische Schaum- XV" h°lb^>' Flasch'n, sowie Portwein, Madeira, Sherry, vut, am n ^^W^-'Hten Steiiiwe.n (Boxbeutel); ftrucr Selters- und mittags 8 Uhr. Anmeldungen bei Sodawasser in Glas und Flaichen; Himbeer - Limonade, Apfel------------------------- 4547) Zwei kleine unmöblirte Zimmer mit Kammer sind an eine ruhige Person zu oermiethen und gleich zu beziehen bei ______________Karl (5 p en fiel Wittwe. 4550) In meinem Nebenhause sind eine oder zwei Familienwohnungen an ruhige Leute zu oermiethen. _____M oritz Heichelheim. 4556) Ein möblirtes Zimmer ist zu oer miethen bei Louis Scharmann, ____Schloßgasse. 2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Pi« cen und Küche rc bestehend, ist zu oermiethen und sogleich zu bezieheit. _________________ Carl Ein in e lius.