ui dvilar > 10, 500 . 200. l .' : wbtn für Cl'ttn ’■ hn gtfoirmtro Un> ’ .'vt imd fuglifdj) n Mtr brr brtbeo ■ < t:i m dk» Na- ' »d tzdkM, jU ;P(|!nn Sltcr. rf! Etclle cii jpausijfll5 toll Äranc* itforbert die •:ff. M Llr.diktlgangS F K 727 beförbert v in Ltuttqart. ■ - kin -• ^''<'Ä«nä no* ur.s •* f“ Heger. STEIN 4 VOGLER ^Qr jtfurt im Main, v*r haben die gute Wi'kung nicht vergessen, welche zu Metz durch die freiwillige Miltherzigkeit ter teutlchen Soldaten hervoegerusen wurde, noch auch die dankbaren Thränen, womit die ausgehungerte Garnison dieses Platzes die Rationen annohm, welche ihr von ihren selbst nicht gar gut genährten Stegern angeboten wurden. Dte Hauptstadt hotte ihren eigenen Antheil an der großen nationalen Arbeit nicht mit größerem Heltenmuthe ausüben können, wie sie thn während vier Monaten gezeigt ha», und es ist sicherlich nicht ihr Fehler, wenn die Entsotzormeen im Felde nur Niederlagen erfahren haben. Aber dieThatsache selbst, daß Paris seine Schuldigkeit gethon hat, und daß Frankreich die Erfüllung der seinigen mißlungen ist, glcbt der Hauptstadt das Recht, für dos Land sowohl wie für sich selbst zu sprechen. Paris und Frankreich haben dieselbe Schlacht geschlagen, sie sollten demselben Schicksale erliegen. Selbst Trochu mit all seinem organisatorischen Talente und den Mitteln, über welche er versügte, gelang iS nicht, seiner bürgerlichen Volksmenge die Festigkeit einer wirklichen Armee zu verleihen. Die Pariser fochten wuthend, aber nicht standhaft, ihr Angriff war über- stürzend, aber nicht nachhaltig, und noch einer ersten Zurückweisung konnte keine Macht der Welt sie wieder sammeln. Wenn die Pariser jetzt im Stande sind, ihren Führern und sich selbst Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, so müssen sie fühlen, daß, da sie überrvunden wurden, von den Provinzialen nicht zu erwarten ist, daß sie siegen, und daß Gambetta schwerlich hoffen darf, Erfolg zu haben, wenn Trochu Mißerfolg hatte." Auch aus dir See ist nunmehr deutscherseits die Offensive ergriffen worden. Dirselbe kann, wie bei der Ungliichheit der französischen und deutschen Marinestreitkräfte sich von selbst bedingt, vorläufig nur die Beunruhigung des Feindes zum Zweck haben; es sollen jedoch die geeigneten Maßregeln ergriffen fein, um gleicheiweife diesen Zweck nach den verschiedenflen Richtungen zu erreichen, wie die Gefährdung der ausgescndlten Fahrzeuge auf ein möglichst gcvingeS Maß zu beschränken. Selbst auf die Gefahr hin, das eine oder andere deutsche Fahrzeug einzubüßen, erscheint diese Maßreg'l inteß ebenso der deutschen GcsammtkriegS- sühiung entsprechend, wie dieselbe sich wirksam erweisen dürste, wofür die gewaltige Beunruhigung, von der man sich seit dem Erscheinen der deutschen KriigSschiffe in den Iponisch.pcrtugiksischtn Gewässern in ollen französischen Seehäfen ergriffen zeigt, schon den Beweis liefert. Zum mindestem wird dies offensive Verfahren die Franzosen nötbigen, völlig unerwartet und unvorhergesehen auf die Sicherheit ihrer eigenen Küsten und Häsen, wie ihrer Handelsseb fffahrt Bedacht zu nehmen. Ob teuischerseitS etwa, wie im vorigen Jahr in Aussicht genommen war, noch die Absicht obwaltet, auch die hierzu geeigneten deutschen Handelsschiffe mit zu Kriegszwecken in Verwendung zu ziehen, steht dahin, dagegen aber erhalten die bisherigen Demuhungrn der l. deutschen Armee, sich eines oder des anderen Hafen- Platzes der französischen Nordküste zu bemächtigen, durch die jetzt erfolgte Offensiv- Verwendung ter deutschen Seefireitkräste eine für Frankreich sehr ernste Bedeutung, indem die deutschen Kriegsschiffe dan it dort einen Stotioneplatz gewinnen würden, was für die französische Hontelsverbindung mit England gradrzu als ein vernichtender Schlag erachtet werden müßte. (Diese Maßregeln dürsten nach der nunmehr erfolgten Waffenruhe nun nicht mehr stattfinden. A. d. R.) Die Verhandlungen über den von Jules Favre nachgesuchten Geleitschein geben in den englischen Blättern zu mancherlei Eommentaren Veranlassung, die ter Mehrzahl nach offen oder stillschweigend zugeben, daß der französische Minister des Auswärtigen von tem deutschen Kanzler wieder einmal eine gründliche Niider- lage erlitten habe, im Uebrigen jedoch dem Grasen Bismarck keine Eomplimente machen. Es ist in den diplomatischen Scharmützeln zwischen den beiden Staatsmännern — sagt te\ Daily - Telegraph — gewöhnlich ein klägliches Schauspiel geboten, denn obschon Jules Favre als der Vertreter einer großen Nation, die wacker für eine edle Sache kämpft, anscheinend eine unangreifbare Stellung einnimmt, so fällt er doch regelmäßig in die Fallstricke, w.lche ihm der jüngste Generollieutenant der preuß'fchen Rangliste legt, und geht aus jedem neuen Treffen mit einer neuen Niederlage hervor. Wenn er aus das erste Anerbieten eines Geleitschrines hin Paris vrrlossen hätte, so würde er jetzt in London weilen als der anerkannte Dertretcr Frankreichs, und er hätte durch seine Anwesenheit bei cer Eonsercnz allein den Grafen Bismarck verhindert, die Ansprüche der provisorischen Regierung, als die Regierung de facto angesehen zu werden, ausdrücklich zurückzuweisen. Wir haben eine Dermuthvng, daß der kluge preußische Minister leben bei Gewährung des Geleitschcines zuversichtlich daraus rechnete, ft in Gegner werte ihm schon einen paffenden Grund liefern, denselben zurückzuziehen. Wenn das wirklich ter Fall war, so hat ihn seine Erwartung nicht getäuscht. Uedri- gens darf man nicht übersehen, daß Graf Bismarck, indem er seine Gelegenheit kluger Weise ausnutzte und sich von d«r Dirbindlichkiit losmochte, die Regierung von Pans und Bordeaux anzuerkennen, mehr erreichte als einen einfachen diplomatischen Triumph. Ohne den Ereignissen vorzugreisen, können wir immerhin «diäten, daß in Paris die Dinge der endlichen Entwicklung entgegen gehen In Versailles wenigstens bäh man das Ende für nahe, unO die preußische Politik ist zweifellos auf diese Voraussetzung basirt. Gambetta und feine Eollegen leiten ihre Autorität von dem nationalen VertheidigungSauSschuß ab, der noch Sedan in Paris zusammen trat. Wenn dieser Ausschuß gefangen oder zerstreut ist, könnte Gambetta allerdings in feinem Namen die Regierung sortsühren, praktisch jedoch würde seine Dietatur ihren Halt bei der Nation einbüßen. Wie die Hoffnung auf den Entsatz von Paris schwindet, wird man voraussichtlich Gambetta mit demselben Maße ausmessen., als er Anderen eingernessn hat. Wir sind geneigt, die Aufrichtigkeit des Grafen Bismarck hinsichtlich feiner oft wiederholten 93er- sicherung, er wolle sich nicht in die inneren Angelegenheiten Frankreichs mischen, gelten zu lassen, indessen da die Republikaner sich nicht seinen Bedingungen fügen wollen, so verweigert er ihnen seine Anerkennung, und es scheint, als ob dem- nächst der Eorps Legislatif oder irgend eine andere Versammlung unter preußischem Schutze in Paris zusammenlretrn und in Ermangelung eines Bisset en eine Rc- stauration der kaiserlichen Dynastie mit Modificotionen beschließen würde. Die geschlagene und entmuthigte Nation würde bei der Wahl zwischen Fortsetzung eines hoffnungslosen Krieges unter einer unglücklichen unpopulären, republikanischen Regierung einerseits und andererseits einer Dynastie, deren Rückkehr Pari- und einen großen Theil Frankreichs von feindlicher Occupatl'on befreien würde, wahr scheinl'ch sich für letztere entscheiden. Wohl würde dieser Au-gang den Republikanern gründlich verhaßt fein, allein wir glauben, er wäre ihnen weniger widerwärtig, als die Begründung einer Monarchie durch die freie Wahl der Nation. Ein Kaiserreich, welches seine Wiederherstellung dem fremden Eindringlinge verdankte, konnte keinen langen Bestand haben, und dann würde der Republik eint neue Hoffnung mit besseren Anspicien blühen, während ein nationale-monarchisches Regiment nur zu leicht im Lande Wurzel schlagen könnte. Unbewußt spielen unter den Verhältnissen Gambetta und die übrigen-Parteigänger der Guerre a outrance ein Spiel, das auf die eine oder andere Weife in einer bonapartistlschen Restauration seine Entwicklung finden könnte. Kriegsnachrichten. Versailles, 24 Jin. Die Sprengung der Brücken bei Nancy durch die Franctireur-, die un- dabei den Brückenposten von 1 O steter und 26 Mann ab geknüpft haben sollen, hat uns wieder einen Tag ohne Nachricht aus Deutschland gelassen. Inzwischen ist die Zeit der Capitulation für die Infanterie zur Begrabung der französischen Todten abgelaufen. Die Opfer sind bestattet. Man zählte über 1000 französische Todte, unter denen unsere Granaten furchtbar ge- wüthet, da sie gruppenweise zerschmettert am Boden lagen. Kaiser Wilhelm hatte allerdings die Waffenruhe abgelehnt, indeß zugestanden, daß unsere Kanonen die französischen Todtengräber nicht belast gen sollten. Unter der Leitung eines Oberjägers, der kein Wort französisch verstand, aber doch sein traurig^ Amt mit großer Gewandtheit übte, durften also die Franzosen ihre Todten holen. Sie dursten bis zu einer gewissen Linie kommen; wag diesseits derselben lag, wurde ihnen von den Unseren zugetragen. In der Montrctout-Schanze hatten sie sich schon vortrefflich eingerichtet, z. B. den tiefen Graben zugeschüttet und mit Bohlen belegt, als werde dieselbe jetzt in ihrem Besitze bleiben. Eines der Na- tienalgardcn-Bat illone mußte beim Ausfall von einer preußischen Granate getroffen worden fein, denn man sah eine Gruppe zerfleischter Leichen daliegcn. Das ganze übrige Bataillon hatte Gewehr und Tornister weggeworsen und war davon gelaufen. Eine Unzahl von Büchern, Papieren, Kochgeschirr und Hun dertc Requisiten bezeichnete die Stätte ihrer eiligen Flucht. Unter den Parisern, die herauskamen, befand sich auch der alte Maler Mriffonier, der gekommen war, sich nach dem Schicksale eines seiner Schüler zu erkundigen. Der Verkehr zwischen den Preußen und Franzosen während dieser trauriger Episode war ein sehr ernster, aber freundlicher. Gestern entdeckte man in Versailles, und zwar in dem großen Hause des 5. Fcldlazarcthes, in den Kellereien ein ganzes Lager von französischen Koffern, die den Officieren und Sergeanten gehörten. Es waren Hunderte, alle gefüllt namentlich mit neuen Uniformen, die wohl auch für den Einzug in Berlin bestimmt gewesen sein mögen. Man entdeckte alle diese Koffer, als das in den Kellern aufgehäufte Brennholz zu Ende ging und die Koffer unter den Resten desselben hervorschauten. Waffen wurden nicht darunter ge- fünfen. Sämmtliche Koffer gehörten der Garde-Artillerie Nr. 4. In Folge dieser Entdeckung hat man heute noch mehrere andere Häuser durchsucht, jedoch so viel mir bekannt, nichts weiter gefunden. Heute den ganzen Morgen hindurch ist Versailles voll von Erzählungen über die Capitulation der Hauptstadt. Jules Favre ist seit gestern Abend hier und hat mit dem Reichskanzler lange Stunden der Nacht conferirt. Heute Morgen ist der letztere zu Favre gefahren. Dieser soll u. A. schon früher dem Grafen Bismarck die Zumuthung gestellt haben, ihn mit seiner ganzen Familie, Frau und Kindern, Schwiegerkindern rc. aus de» Stadt zu lassen. Die Capitulations-Verhandlungen sind allerdings seit gestern Abend zwischen dem Reichskanzler und Jules Favre im Gauge, und eben jetzt, Mittags, ist der letztere beim Grasen Bismarck. Dieser verlangt aber nicht nur die Capitulation von Paris, sondern den Frievensschluß mit Frankreich, als Bedingungen, w.e ich höre, zwei Provinzen (ich kann's nicht verbürgen, übrigens ließe sich um einen Theil davon wohl handeln), eine Colonie, zwanzig Schiffe und viel — sehr, sehr viel Geld! Die Post geht ab; wann sie eintrifft, ist allerdings der gesprengten Brücke wegen eine Frage. Genaues über die Capitu- lationS-Angelegenheit ist heute bis Mittag kaum zu sagen. (K. Z.) Darmstadt, 26. Jan. Von Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Großfürstin Marie Alexandrowna von Rußland (Tochter feiner Majestät des Kaisers) ist gestern eine größere Sendung warmer Kleidungsstücke (Socken, Hemden, Jacken rc.) bei Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Marie von Battenberg dahier eingetroffen, bestimmt zu Geschenken an Verwundete, und wird die Vcrtheilung im Namen der hohen Geberin alsbald stattfinden. Darmstadt, 27. Jan. An das Großherzogliche Ministerium des Innern ist das nachstehende Schreiben des Freiherrn v. Schere Thoß gelangt, welches nach dem darin ausgesprochenen Wunsche zur Kenntniß der betreffenden Familien im Großherzogthum gebracht wird: Eingedenk der heiligen Pflicht der freiwilligen Krankenpflege, auch für die Dahingeschiedenen zu sorgen, sie zu bestatten, ihnen eine confessionelle, mit möglichster militärischer Ehrenbezeugung würdige BeeroigungSfeier zu veranstalten, wie endlich das Grab genau zu kennzeichnen, damit die bekümmerten Angehörigen jederzeit die Stätte aufzufinden im Stande sind, wo ihr geliebtes Kind, der brave Soldat, für Großherzog und Vaterland, zur Macht und Ehre Deutschlands in diesem Kampfe sein Leben hingehend, aus französischem Boden die ewige Ruhe fand, beehre ich mich angeschlosseneS Verzeichniß zu überreichen. Dasselbe enthält die Namen derjenigen, die seit Beginn unserer Occupation bis ultumo December 1870 hier in Epernay starben, und ist das Hauptbuch, welches auch die Gräber aller unserer übrigen Waffenbrüder der Verbündeten unseres deutschen Heeres nachweist, aus hiesiger Mairie wie SouSpräsectur, also in duplo, nieder- gklkgt. Die Väter der Stadt Ep.rnay haben den Schutz unserer Gräber mir auf Hand und Wort versprochen. Ich bitte unterthänigst zum Tröste der Angehörigen der hier Verstorbenen, durch die Landes-Kirchen-Blätter und sonstige geeignete Organe, von dem Gesche- henen baldmöglichst hochgeneigtest Kenntniß geben zu wollen. Epernay, den 1. Januar 1871. Der Delegirte des Königlichen Commissarius und Militärinspecteurö der freiwilligen Krankenpflege. Johanniter-Ritter Freiherr von Scherr-Thoß, Rittmeister a. D. Offenbach, 26. Im. Den jüngst von Ihrem Blatte gebrachten Mltthei- lungen üoer die Abschaffung der „Frankfurter Zeitung" in verschiedenen Gesellschaften in Darmstadt, Gießen, Worm- rc. können wir beifügen, daß das leidige Blatt aus dem gleichen Grunde wie an jenen Orten, seiner undeutschen bissigen Haltung wegen, auch in der hi-sigen Gesellschaft des „Großen Colleg" auf General- sersammlungsbeschluß bei Beginn dieses Quartal- abgeschafft wurde. Das Gleiche hatte schon vor längerer Zeit in der Gesellschaft „Bürgerverein" stattgefunden. Das Blatt hat mit diesem Quartal hier auch sonst noch ein Dutzend Abonnenten eingebüßt und ist von einer f.üher viel bedeutenderen auf die bescheidene Zahl von 50 herabgesunken. Daß seine Haltung und Farbe hier im allgemeinen durch» aus keinen Beifall hat, weiß der Eigner übrigens zur Genüge; er kennt seine „Offenbacher". Wir könnten eine Menge Abonnenten nachweisen, die es nur noch wegen seiner Hanveisnacheichlen halten. DaS „Journal" mit seiner alten HauS- freund in „Didaskalia" wird auch nur aus reiner Gewohnheit gehalten, während «eine der malige Farbe ihm manche epilheta ornanlia zuzieht, die von den Eignern schwcrüch hinter den Spiegel gesteckt werden, wenn schriftlich documentirt. (Frankf. Presse.) Telegraphische Depeschen.\ ÄKüttchen, 29. Jan. An das Kriegsministerium aus Versailles vom 28. Jan. Der Waffenstillstand geht bis zum 21. Tage. Die Pariser Forts werden deutscher Seits besetzt. Die Stadt Paris zahlt 209Mill. Francs. Belfort und die Armee Bour- b a k i's sind nicht in den Waffenstillstand eingeschloffen. 4- Breslau, 29. Jan. Der General Tümpling telegraphier heute Morgen an das stellvertretende General kommando: Der Waffenstillstand ist abgeschlossen. DaS 6. Corps besetzt die Fort- Jory und Bicötre. Lille, 27. Jan. Die „Affiches et Annonce-" schreiben in ihrem Bulletin: Es gibt in Frankreich eine Willenskraft, deren Beständigkeit ein Wunder ist. Oie Ursache dieses Wunders beruht in der Ehre unseres Landes, so lange die Sache der Civilisation gegen die Barbarei vertheivigt zu haben. Damit da- deutsche Reich Europa unterwerfe, muß es Frankreich tödten, allein Frankreich .st unsterblich und nur die Verblendung des gewaltthätigen Preußens kann glauben, daß Frankreich zu vernichlen fei. Drei große Mächte — wovon eine Preußen ist — unterdrücken Polen seit hundert Jahren. Sie zerrissen und mar» terten es ohne es bis jeyt ganz ersticken zu können. Und Preußen glaubt, in sechs Monaten dieses große, mit einer unvertilgbaren Lebenskraft begabte Land, dessen Wurzeln tief in das Herz der Geschichte verwachsen sind, dessen Geist die ganze Menschheit beherrscht, niederwerfen zu können. Frankreich ist ein Licht, man tödtet da- Licht nicht. Nur Barbaren können glauben, daß die Finsterniß die Sonne verschlingen könne." △ Balenciennes, 27. 3m., Abenos. Der „Courrier du Nord" schreibt: Die Preußen haben sich nordwestlich gegen die Seine zurückgezogen. Laadrecie-, welches sie umzingelt hatten, ist übler als Cambrai behandelt worden, die Stadt hat durch die Beschießung sehr gelitten. Am Montag war das preußische Haupt- | quartier in Crexloeur, südlich von Cambrai, die Intendantur in Clary. Diese Gegend ist jetzt vom Feinde geräumt. 4- Brüssel, 28. Jan. Nach Berichten aus London vom 28. Januar hat Gambetta in Folge der Nachrichten über die Verhandlungen in Versailles seine Demission gegeben. 4- Brüssel, 28. Jan. Wie der „Jndependance belge" au- Lyon vom 23. o. gemeldet wird, ist französischerseits die Brücke von St. Jean de LoSne gesprengt worden, weil man einen kräftigen Vorstoß de- Feindes auf die Haute Bourgogne befürchtet. — Das „Journal Du Eher" meldet: Der Lehrer des kaiserlichen Prinzen, Filon, ist in Angres verhaftet worden; bei demselben fand man chiffiirte Depeschen. — Aus Lille wirb vom 27. d. berichtet, daß der Feind seine Stellungen bei Cagnicourt und CroisilleS verschanzt. 4- Brüssel, 28. Jan., Morgens. Der zwischen Frankreich und Deutschland abgeschlossene Waffenstillstand dauert bis zum 19. Februar. Die Unterschriften erfolgten gestern (den 28. Januar) Abends. Die Pariser Garnison mit Ausnahme der Nat>onalgarde streckt die Waffen. Heute Vormittag um zehn Uhr besetzen die deutschen Truppen die Forts. + Brüssel, 28. Jan. Die „Jndependance belge" sagt: Es wird Mts aus London vom 28. d. M. telegraphirt: Ein Telegramm von Bordeaux berichtet, daß die Delegation der Regierung der Nationalvertheidigung durch die Nachricht oer zwischen Bismarck und Jules Favre getroffenen Uebereinkunft für die Capitu« lation wie vom Blitze wäre gerührt worden. Gambetta ist entschlossen, seine Demission zu geben. △ London, 28. Jan. Die „Times" meldet, zwischen Graf Bismarck und Favre wurden Die wesentlichsten Bedingungen Der Capitulation Freitags festgestellt. — DaS Blatt enthält ferner die Mittheilung, daß die militärischen Einzelheiten Der Capitulation gestern Abend (Freitag) zwischen General Moltke und einem französischen General vereinbart wurden. Gffieielle militärische Nachrichten. An die Kaiserin-Königin Augusta in Berlin. Versailles., 29. Jan. Gestern Abend ist ein dreiwöchentlicher Waffenstillstand unterzeichnet worden. Linie und Mobile werden kriegsgefangen und in Paris internirt. Die Garde nationale södentaire übernimmt die Aufrechthaltung der Ordnung. Wir besetzen alle Forts. Paris bleibt cernirt und darf sich verpflegen, wenn die Waffen ausgeliefert sind. Eine Constituante wird nach Bordeaux in 14 Tagen berufen. Die Armeen im freien Felde behalten ihre respectiven Landstrecken besetzt mit Neutralitätszonen zwischen sich. Dies ist der erste segensvolle Lohn für den Patriotismus, den Heldenmuth und die schweren Opfer. Ich danke Gott für diese neue Gnade, möge der Friede bald folgen. Wilhelm. Prl Versa Ml" Bari68 Nid« °o" 2W »«SS?» !ä- a\i bit tzchiöbtt Dtll W Besondere! Mt 307) Nachdem ften 1 W, $r scher, des 2. 0 Gießen, W LeierliolismoM derselbe hiermit Truppenteile juri in dem auf Dienstag Bonn vor dem unterteil len Termine sich die, wider ihn eil schlossen, er in c< ferteur erklärt ui 50 bis 1000 Ihale Darmstadt, bei Großherzo Schen Verftc 277) Donmstay Nach sollen auf dahi Conrad Mer stücke als Eigeni OÄlfh 5/306 314 j Vwi 250 - ®/is 2421 376 Ä 4s/ss 277 ’i Gießen, den l ^oßherzogl ^td)oc "lgwaarci l^ecaroni, » ' Unil ^Uppc $ würfel,, ®) Ntigtn j) , ^'Uen Wnete & e>, aus Ver- b;" i! V* ’:;1 Malta J i«l’b' eal,t«» *XKX>^>OO<.XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX sVaßer in acht ttaltentfchen ; Teigwaaren, als: /Maccaroni, DermicelllS n- < und Suppcnteige. Lne Eiergcmüsc- Spccerel -, Material- ? und Eiersuppcnnudeln. n d •Juliciiiie Farbwaaren - Handlung < (getrocknete Franzosen- suppenkeäuter). l Vlockchocolade. 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Bekanntmachungen aller Art unkr£Crl il? sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5-25o/o Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. 3T dieje 8tföx Resultate des am 30. Juni 1870 abgelaufenen 22ten Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungs- rumrnc von ^cs. 46,218,200. eingcreicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine ^erficbcrungssumme Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Gc- lammtzahl der VersicherungS - Verträge auf 23,945, für eine Total. Dersiche- rungS - Summe von Fcs. 236,579,375 gesnegen. 3951 cb " s, • Prämtenetnuahmer Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für 15 U r dlt 4?/Cs^erg b^ (SapitaIien ^dnc Gesamm^- Bruttoeinnahme Vaterländische Feuer - Verstcherunns - Attien- n-A «-=S‘*r.$,’l'c6fäUc rou,btn einfd)lk6Iid) Bon», (OetrinimntheiD 5c§. 3,470,084. n,rmlH.H k „ , Jll Elberstld 70 CS. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Ca- der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr pitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt. b billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Der Gcsammt-Reservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs Firma: Carl Hoffmann. r , , 8ur d,e letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil 23er -------------------------— -----------------.-------- sicherten zur Vertheilung. . — > ■ . .......... , „„ In Giessen ankoiumeiKle und abgehende Eisenbabiizüge. Von Cassel ankommend : Güterzug Peraonenzug mit Pers.-Bef. Personenzug Schnellzug I. H. III. CI. II. III. CI. I. II III. CI. I. II. III. CI. Vorm. Nachm. Nachm. Abds. _______1121 1214 41G 731 Nur von Marburg kommend : Gemischter Zug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Vorm. ________________________________5»!__________ Main - Weser - Eisenbahn. Nach Cassel abgehend : Güterzug mit Pers.-Bef. Personenzug Personenzug Schnellzug I. II. III. CL I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. HI. Q. Vorm. Vorm. Nachm. Abds. 88 932 445 723 Nur bis Marburg gehend : Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Abds. 1113 Von .Frankfurt ankommend : Güterzug mit Pers.-Bef. Personenzug I. II. III. CI. I. II. HI. ci. Vorm. Vorm. 723 917 Güterzug Güterzug Personenzug Schnellzug mit Pers.-Bef. mit Pers.-Bef I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. Nachm. Abds. Abds. Abds. 43Q 720______________940 1Q53 Nach Frankfurt abgehend: Gemischter Zug Güterzug Güterzug mit Pers.-Bef. mit Pers.-Bef. Personenzug mit Pers.-Bef I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. II. III. CL Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. 52‘ 7 1131 v Personenzug Schnellzug I. II. III. CI. I. II. III. CL - Nachm. Abds. 426 739 Von Deütz (Köln) ankommend : Personenzug Personenzug Personenzug i.n. ui. iv. ei. 111. in. iv. ci. 1.11. in. iv. ci. Vorm. Nachm. Abds. 1123 3"'O ...» 1035 Köln - Giessener Eisenbahn» Nach Deutz (Köln) abgehend: Personenzug Personenzug Personenzug LIL HI. IV. CL LIL III. IV. CL LIL III. IV. CI. Vorm. Mittags Nachm. 615 12 440 Von Salzschlirf ankommend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung 1. II. HL CI. Vorm. Vorm. Abds. __________________64Ü 1 115 720 Oberhessisehe Eisenbahnen* Nach Salzschlirf abgehend : Gewischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. HI. CI. Vorn». Nachm. Abds. 832 138 745 Von Gelnhausen ankommend: Vorm. Nachm. Abds. ___1O57 4'0 7.5 Nur von Nidda (Bad Salzhausen) kommend : Vorm. 6*50 Nach G ein ha usen abgehend : Vorm. Vorm. Nachm. ______ 710 Ilio 445 Nur bis Nidda (Bad »Salzhausen) gehend : Abds. 8 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.