1 Mtt’s, er: a D " l,f'Apr. Kefö, hinfnfabrik. Infr ">k» Pensional, w- MJIer. Gewerbim. **f>M des Corsos den rection B*b*r Dr E Klotz. -Maschftbr., Chtm- ftkcrp: Ob In». Baurlh I Ld praus. Landl [Toden: Pust. Julios 'I Quitt . Sihiilhsl Rartlwu#. m icb M ZMde,. ff L ?.;:n b^otgt. (618) MA «bends 11 Uhr- • iff. $ataiW !• Hirt, Hm» ■^'■^•i'nbcnnö^ gsi Ulwrmu' icrmingdoß. idJiDflrn* * k? I^U v.iM v ISÄtt'ick- Uhr. < 6 tt. PreiS vierteljährig 1 fi- 12 Pt. mit Brtngrrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mtt AuL nähme MontagS. Expedition: Eanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Kießen. Rr. 200. Mittwoch den W Anguss 1871. Besteilrurgen auf den Gießener Anzeiger «L'L “■* Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat September zu 20 kr. Amtlicher T h e L l. Einladung zur Wahl des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in Gemäßheit des §. 1 der Wahlordnung vom 4. August d. I. die Wahl dreier Mitglieder des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen an Stelle der austre^nden Herren S. Katzenstein, S. Flörsheim und A. Schlessin aer Freitag den !♦ September d. I. in dem Rathhause dahier vorgenommen werden soll. Sämmtliche nach §. 2 jener Wahlordnung stimmberechtigte Mitglieder der israelitischen Religions-Gemeinde dahier werden zur Theilnahme an dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr stattfinden wird und daß die austretenden Vorstandsmitglieder wieder wählbar sind. Gießen, den 26. August 1871. Der Regierungs-Commisjär: K e k u l 6. Bekanntmach u n g. Betr.: Die diesjährige Srßperrevifion der temporär Invaliden. Nach einem Erlasse des Köuiglich/Ireußischen Kriegsministeriums, Abtheilung für Jnoalidenwesen, vom 10. August er. soll im Laufe der nächsten Monate das vorgeschriebene Jnvaliditätsprüfungsverfahren für diejenigen temporär Invaliden, deren Pensio Bewilligung abläuft und für diejenigen Invaliden des Krieges von 187o/71, welche sich über die ihnen gewordene Entscheidung beschweren, sowie für diejenigen, welche neue Versorgungs-Ansprüche erheben, oder deren Untersuchung sonst erforderlich erscheint, vorgenommen werden. Die betreffenden Invaliden, resp. diejenigen Leute, welche Pensions - Ansprücye erheben wollen, werden hiernach aufgefordert, ihre Anträge nunmehr schleunigst bei dem betreffenden Bezirksfeldwebel einzureichen. Gießen, den 28. August 1871. Großherzogliches Landwehr - Bezirks - Commando Gießen. Franck, Major und Bezirks - Commandeur. P o l i t i s ch 29. August. f Die materielle Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen ist nicht bloS ein Bedürfniß für die Arbeiter, es hat vielmehr auch der Staat und die gesammte Gesellschaft ein hochwichtiges Interesse an derselben, denn beide zögen einen direkten Vortheil daraus, daß das Kapital sich nicht ausschließlich in den Händen Weniger ansammelt, sondern Bildung und Wohlstand sich immer mehr verallgemeinern, denn nur die Vorzüge des Besitzes sichern gegen die gemeinen Verbrechen, von denen jetzt immerhin etwa 90 Procent auf die ärmeren Gesellschafsllassen kommen. Schon von diesem allgemeinen staatlichen Gesichtspunkte aus hat der Staat die Derpflich- tung, die sociale Reform nicht so ohne Weiteres von sich zu weisen, vielmehr alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den socialen Rothstand zu beseitigen. Es ist dies zugleich auch der beste Weg zur Ueberivindung der Gefahren des Socialismus. Den Socialdemokraten, den Arbeiterdemagogen wird der Boden unter den Füßen entzogen, wenn den Massen das Bewußtsein iwputirt wird, daß der Staat sich seiner Pflicht bewußt ist, für die Verbesserung der Lage der Arbeiter zu sorgen und das sociale Elend, so weit es in seinen Kräften steht, zu mildern. Anderseits ist der Staat aber auch berechtigt, von den Arbeitern zu ver- langen, das sie sich nicht auf die Bahn eines gewaltthätigen Vorgehens drängen lassen, vielmehr nur innerhalb der gesetzlichen Schranken für die Verbesserung ihrer Lage kämpfen. Die Erhebung von Forderungen, wie diejenigen sind, welche in dem Programm der focialdemokratischen Partei auf dem Dresdener Congresse vorgebracht wurden, muß als entschieden unpractisch bezeichnet werden, denn der Staatsgewalt und der ganzen Gesellschaft offen den Krieg zu erklären, wie es die Dresdener Socialdemokraten thaten, heißt nichts anders, als beide zu einer Coali- tion gegen die Socialdemokratie und die ihr anhängendcn Arbeiter aufzufordern. Nur solche Bestrebungen können Aussicht auf Erfolg haben, die in politischer Beziehung von dem Grundsatz der Gleichberechtigung ausgehen und in socialer Richtung die heutigen Gesellschastszustünde Schritt vor Schritt verbessern, aber nicht dieselben mit einem Male über den Hausen werfen wollen. Wie die politische Freiheit — soweit wir derselben theilhaftig geworben — nicht im Sturmschritt erobert, sondern nur nach und nach unter hartnäckigen Kämpfen errungen worden ist, so kann auch die sociale Reform nur allmählig durchgeführt werben; jede Ge- waltthätigkeit von Seiten der Arbeiter wird immer nur zur Reaktion führen, ihre ^age mithin nicht verbessern, sondern im Gegentheil bedeutend verschlimmern. Der dümmste Streich, den die Arbeiter begehen könnten, wäre der, daß sie sich mit der sogenannten internationalen Arbeiterassociation in Verbindung setzen und deren Winken und Befehlen Gehorsam leisten. Die nächste Folge eines offenen Anschlusses an die Internationale würde sein, daß alle anderen Gesellschaftsklassen eine geschlossene Phalanx gegen die „Arbeiter" bildeten, und eü würde sich dann Herausstellen, daß letztere einen viel geringeren Procentfatz der Gesellschaft einnehmen, er T h e i L. wie die Socialdemokraten für gewöhnlich herausrechnen. Die deutschen Arbeiter nähmen sich durch die Jdentificirung mit den französischen und englischen Revolutionären die Voraussetzung, unter welcher sie den Kampf für die Wohlfahrt der ärmeren Gesellschaftsklassen siegreich durchführen könnten; der sociale Rothstand würde dadurch nicht beseitigt werden, sondern nur erhöht. Um es noch einmal zu rcsumiren: Jedwede Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen kann nur im Anschluß an die bestehenden Verhältnisse auf gesetzlichem Wege und in Gemeinschaft mit den übrigen nach politischen und socialen Reformen strebenden Gesellschaftsklassen erreicht werben. t Der Anlauf, welchen man jetzt beutscherseits genommen hat, um bie Interessen der aus Frankreich vertriebenen Deutschen zu wahren, scheint von gutem Erfolge begleitet zu sein, Denn es geht jetzt bie Mittheilung ein, baß die Zahlungen als Beihilfe zur Miethe ic. wieder ausgenommen werben, lieber die bereits durch bas veutsche Confulat zur Verthcilung gelangten 350,000 Franken werden folgende Details laut; Aus Preußen würben 376 Familien mit 160,000 Franken unter- lW/ so baß auf die Familie im Durchschnitt 425 Fr., auf den Kopf 28 Thlr. kommen. Aus den übrigen Staaten des norddeutschen Bundes wurden 68 Familien mit 39,000 Fr. bedacht, so daß auf die Familie im Durchschnitt 570 Fr. kommen. Aus Württemberg erhielten 91 Familien zusammen 46,000 Fr-, also per Haushaltung 503 Fr. Aus Baden meldeten sich 147 Familien, welche 64,000 Fr. erhielten, also per Familie 432 Fr. Das Großherzogthum Hessen endlich hatte 95 Familien, bie mit 44,000 Fr. betheiligt wurden, so baß auf den Haushalt 469 Fr. kamen. Das beutfche Heerwesen und speciell die Eavallerie wird in der nächsten Zeit mancherlei nicht unerhebliche Abänderungen erfahren. TheilS ist es im Plane, einzelne Kürafsierreglmenter in leichte Eavallerie umzuänbern, theils sollen die Ulanen- und Dragonerregimenter vermehrt, theils bie Husaren verminbert werben. -An eine gänzliche Beseitigung der schweren Eavallerie, b. h. ber Kürassiere, wie von manchen Seiten vermuthet wurde, wirb jedoch unter keinen Umständen gedacht. Der vielfache Unfug, ber sich während des Krieges im Marketenderwefen breit machte, hat Veranlassung gegeben, dies nicht unwesentliche Glied in der Mi- lilärverwaltung strengeren Bestimmungen für die Zukunft zu unterwerfen. Diese sollen hauptsächlich bezwecken, den Truppenthcilen in Bezug auf bie Wahl der von ihnen als Marketender zu cugagirenden Persönlichkeiten die größte Vorsicht und die Vornahme eingehender Recherchen hinsichtlich deren Eharacters und 4uversicht- lichkeit zu machen. Auch soll in weiterer Folge durch Herstellung eines mehr practsirten und bindenden Verhältnisses ber betreffenden Marketender stets mit dem Truppentherle zugleich feine Mobilisirung bewerkstelligen. Das Comite ver katholischen Reformbewegung in München hat, wie schon gemeldet, die Einladung an die Katholiken Deutschlands, Oesterreichs und Der Schweiz zu dem am 22., 23. und 24. September in München stattfindenden Ka- tholikencongreß erlassen. Dieselbe lautet im Wesentlichen: „Die Bewegung innerhalb Der katholischen Kirche ist in einem unaufhaltsamen Wachsthum begriffen. Allenthalben und immer mächtiger erwacht das Verlangen, die Kirche in ihrem ursprünglichen Geiste wieder herzustellen, damit (le, wie ehedem, so auch künftighin ihre hohe sittlich-religiöse Mission zum Heile der Gesellschaft wie des Einzelnen wieder zu vollführen vermöge. Soll diese große Aufgabe gelöst werben, so bedarf es vor Allem der Einigung und Organisation unserer Kräfte, auf Grund eines bestimmten Programms. In dieser Absicht hat die am 5. und 6. August l. I. zu Heidelberg tagende Katholikenversammlung die Abhaltung eines Kongresses in München auf den 22.—24. September anberaumt. Der Kongreß wirD in berathende unD öffentliche Sitzungen zerfallen. Zn den berothenden Sitzungen, zu w.lchen als stimmberechtigt die MitglieDer Des Münchener Actionecomite's, die Delegirtcn aller üorigen Altkatholike.icomite'S und endlich speciell Geladene Zutritt haben, soll das Programm und die Organisation der kirchlichen Reformdewegung sestgestellt, in den öffentlichen hingegen, welche Durch Vorträge gebildet werden UND zu denen Zulaß durch Karten stattfindet, Geist und Ziel derselben dem Publikum oargelegt werden. Zn der letzten öffentlichen Versammlung soll eine öffentliche Declaration derselben über die Zwecke der Agitation durch einen ReDner vorgetragen, begründet und zur allgemeinen Annahme vorgeschlagen werden. Die berathenden Sitzungen beginnen am 22. September, Morgens 9 Uhr, im Saale Des Museums (Promenavestraße Nr. 12); Die öffentlichen werden am 23. und 24. September, von 3 Uhr Nachmittags an, abgehalten. Das Versammlungslocal für letztere wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Unsere Einladung ist zwar zunächst nur an Die Katholiken deutscher Zunge gerichtet, doch sind uns Gaste aus andern Nationen hochwillkommen." Ueber Die Resultate der Gastciner Neichskanzlerconferenz werden noch immer die seltsamsten Conjecturen angestellt, deren unwahrscheinlichste die ist, daß es sich dabei um Den Abschluß einer Tripelallianz zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien gehandelt habe. Indessen ist in Gastein von einer solchen Allianz gegen Frankreich — denn nur gegen den Westen könnte sich ein Bündniß Der genannten drei Staaten richten — ebensowenig die Rede gewesen, als es während des letzten Krieges eine preußisch-russische Allianz gab, von der französische Blätter heute noch ihre Leser zu unterhalten wissen; im Gegentheil müssen wir noch einmal darauf Hinweisen, Daß in Gastein nur allgemeine Besprechungen stattfanden, welche sich auf Die Gemeinsamkeit Der Interessen Der beiden mitteleuropäischen Staaten bezo gen. Ob die Stellung Des Grafen Bcust, Die man in Berlin wie in Wien für erschüttert hielt, durch Die Zusammenkunft mit dem Fürsten Bismarck gefestigt worden ist, läßt sich heute noch nicht mit Sicherheit behaupten; wäre Das nicht der Fall, bann roüroe allerdings ein totaler Mißerfolg Der Gasteiner Zusammenkunft zu constatiren fein, Denn bei Der Richtung Der Hohenwanh'schen Politik ist fein Bündniß mit Deutschland möglich. Dagegen würbe der besagten Zusammenkunft, auch wenn sie zu keinen positiven Abmachungen geführt hätte, eine weittragende Bedeutung beizumessen fein, falls eö gelungen wäre, die Stellung des Grafen Hohenwarth so stark zu unterminiren, daß Der Rücktritt des letztem nur mehr als eine Zeitfrage aufzufassen ist. Aber auch hierüber liegen zur Zeit keine bestimmten Anhaltspunkte vor; es ist mithin sehr gewagt, in Diesem Augenolick ein Urtheil über Den Werth jener Verhandlungen zu fällen, deren Erfolg zumeist durch Den Sieg Der Deutschen Versassungspaner in Österreich bedingt ist. Unterliegt letztere bei Den bevorstehenden Wahlen, Dann ist kein Zweifel mehr Darüber möglich, Daß Die Sirömung Der inneren Politik O-fterreichS auch die Beziehungen zu Deutschland beherrscht, und Graf Beust gezwungen sein wird, sein Portefeuille in Die HänDe seines antideutschen Kollegen zu legen. In Damaskus haben sich Die Beduinen empört. Sie plünderten Die Einwohner unD mißhandelten eine zur Unterdrückung Der Revolte abgesandte Compagnie Miliz. __________________ Vom Taunus, 15 August, wird dem „Rh. K." geschrieben: „In S. sollte Die Schafhut auj's Neue vergeben werDen. Der seitherige Schäfer verlangte 500 fl. für Die Weiterversehung des Dienstes. Der anwesende Lehrer, Dessen Besoldung Diese Höhe nicht erreicht, erbot sich, es für 400 fl. zu übernehmen. Da aber Die Väter Der Gemeinde fürchteten, Die Constitution des Lehrers möge den Einflüssen der Witterung nicht trotzen und ihre Schafherde könnte zuweilen ohne Aufsicht fein, so übertrugen sie die Hut dem alten Hirten wieder. So unterrichtet und erzieht nun Der Lehrer Die Kinder für 350 fl. und der Schäfer hütet für 400 fl. die lieben Schcflein des Dorfes. — In K. war Die Stelle eines Nachtwächters vacant geworden. Der dortige Lehrer, welcher mit feiner geringen Besoldung unmöglich auskommen konnte, ließ verlauten, er habe Lust, Den Reicht- wächteroienst noch zu übernehmen, um ftine finanzielle Lage etwas zu verbessern. Dessen schämte sich jedoch Der Gemeinde-Vorstano und gab Dem im Dienste braven Lehrer eine Gehaltszulage. Die beiden angeführten Fälle sind Thatfachen, Die in hiesiger Gegend sich ereigneten. Was werden die Darbenden Lehrer noch alles ergreifen müssen, bis man ernstlich an eine zeitgemäße und durchgreifende Aufbesserung auch ihrer BesolDungen einmal denkt!" Coblenz, 26. August. Zu Dem von einer Anzahl angesehener Männer aus allen Thetten Deutschlands auSgegangenen Vorschläge, die glorreichen Ereignisse Der Jahre 1870 unD 71 Durch ein alljährliches patriotisches Fest in ganz Deutsch- UnD am 2. September, als Jahrestag Der Gefangennahme Napoleon's III., zu feiern, macht Die hiesige k. Regierung folgende Mittheilung: „Wir sind einverstan- Den, Daß Die Beamten unseres Bezirkes in Den GemeinDen, in welchen Dieses Fest gefeiert roirD , Dasselbe nach Möglichkeit fördern und selbst Daran Theil nehmen, auch Den Lehrern an Diesem Tage gestatten, Den Schulunterricht aussallen zu lassen, um sich mit Der Schuljugend an diesem nationalen Feste zu betheiligen." St. Johann, 26. August. Die hiesige katholische Geistlichkeit hat den Gläubigen das Lesen Der „St. Johanner Ztg.", welche zu Gunsten Der Altkatho- lifen agttirt, von Der Kanzel herab verboten. (K. Z.) t Bcrlm, 26. August. Amtlich ist constatirt, Daß nun auch in Tilsit, Insterburg und Elbing Die Cholera epidemisch auSgebrochen ist. In Folge einer Verständigung des deutschen General-Postamtes mit dem Norddeutschen Lloyd in Bremen wird vom 1. September r. ab bei Den Postanweisungen nach Den Vereinigten Staaten von Amerika bis aus Weiteres das Reductionsverhältniß von 69'/- Cents Gold = 1 Thlr. preußisch in Anwendung kommen. t Berlin, 26. August. Auswärtige Blätter brachten Dieser Tage Die Mit- theilung, daß zum Ban Des Parlamentshauses 120 Mann Militär in Uniform mit Gewehr täglich marfchirten, dort Die Gewehre zusammensetzten unD sich an Der Fertigstellung Des Baues betheiligen. Wir haben hiervon keine Notiz genommen, weil uns Die Nachricht in dieser Form nicht richtig schien. Thatsächlich können wir denn auch heute melDen, daß sich im Laufe weniger Tage ca. 80 Militär-Bauhandwerker freiwillig gemeldet haben, Denen mit Rücksicht auf ihre gute Führung Die Erlaubniß zur Arbeitsleistung gewährt worDen ist. Das so kriegerisch klingende Antreten mit Gewehr k. ist nur ein leeres Phantasiegebilde, Denn Die Soldaten kommen mit Jacke unD LeinNandhosen zum Bauplatz uno arbeiten nur am Tage. Berlin, 28. August. Die gestrige Versammlung Der Maurergesellen hat einstimmig Die Resolution angenommen, wonach Der Strike beenDet erklärt worden ist. München. Der ultramontane „Volksbote" in München schreibt in seinem eleganten Skyl: „Fürst Bismarck war also in München! Dies ist für den „Volksboten" kein so großes Ereigniß und kümmert und genirt ihn gerade so wenig, als wenn der- aufgeblasene Apostel des „Affenkastens" in Berlin oder Buxtehude gewesen wäre; seinetwegen konnten beide selbander in jenes Land gehen, wo Der Pfeffer wächst, Schade wäre gewiß keiner. Allein für unsere bayerischen „Thronstützen" war dies ein Ereigniß von eminenter Bedeutung, Da sie bei dieser Ge- legenheit wieder eine Demonstration iu's Werk setzen und ihre über allen Tadel erhabene Loyalität — für Preußen — zeigen können. Haben sich ja alle vor lauter Bauchkriecherei Hosen und Westen zerrissen und so Den Schneidern neue Arbeit verschafft, weshalb eigentlich nur Die Schneider ein Anrecht haben, sich bei der neugebackenen Durchlaucht zu bedanken. Außer Den loyalen bayerischen „Thron- stützen" haben sich ober auch Die Organe dieser du^ch und Durch verrotteten „Stützen" hervorgethan, oder besser gesagt, Hervorthun müssen, da ja sonst Die Subvention hätte ausbleiben können. Was aber würden diese Organe thun, wenn Vater Bismarck, ihr unfehlbarer Gott, nicht gnädig auf sie herabsehen unD zeitweise einen Thalerregen über sie ergehen ließe?" Chemnitz, 28. August. Der Socialdemokrat Most wurde wegen politischer Vergehen auf Antrag Der Staatsanwaltschaft vorgestern hier verhaftet. Königsberg, 22. August. Vom 26. Juli bis incl. 20. August sinD hier im Ganzen an Der Cholera erkrankt 870 Personen, von denen 407 mit dem Tod abgingen. In Elbing hat Die Cholera bere.ts 11 Opfer geforDert. Paris, 24. August. Die Patrie bringt folgende Mittheilung: „Wir erfahren durch Depeschen und Briefe aus Dem Süden Frankreichs, daß Banden von Freiwilligen sich aus den in der Nähe Der Rhüne liegenDen Departements nach Lyon gegeben, um Dort Dienste in Der Nationalgarde zu nehmen. Man hat in Diefen iSepartement« das Gerücht verbreitet, daß jeder Freiwillige 14/2 Fr. täglichen Sold erhalte. Es ist uns uno^annt, ob Letzteres richtig ist, aber man versichert uns, daß der General Bourbaki, dessen Auftreten eben so gemäßigt als energisch ist, die Straßen, Die nach Lyon führen, hat besetzen lassen, um die Freiwilligen zu verhindern, bis nach Lyon zu kommen, und sie zu zwingen, in ihre Departements zurückzukehren. Athen, 25. August. Ein Blitzstrahl schlug gestern in das Pulvermagazin Der Stadt Lamia ein unD richtete Daselbst beträchtliche Verwüstungen an. Die Einwohner verließen in Folge dessen die Stadt. Newyork, 25. August. Der Dampfer „Lodona" , von hier nach New- Orleans unterwegs, ist an der Küste von Florida gescheitert, dreißig Personen kamen um. ______ ________ Local-Notizen. Gießen, den 28. August. Die Sitzungen des Schwurgerichts für die Provinz Oberhessen vom 4. Quartal werden Montag den 2. October I. I., Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des zum Präsidenten des Schwurgerichtshofs besiimmten Großherzoglichen Hofgerichtsraths Herrn von Herff, beziehungsweise des zu dessen Stellvertreter ernannten Großherzoglichen Hofgerichts- ratbs Herrn Muth ihren Anfang nehmen, und ist aus dieser Veranlassung in der heute statt- gehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglicben HofgerichtS dahier, die Auslvosung der Haupt- und Grgänzungögeschworenen in folgender Reihenfolge vorgenommen worden. I. Ergänzungs-Geschworene: 1) Dr. Egid von Löhr, pract. Arzt, 2) Karl Dornseiff, HofgerichtSadvocat, 3) Dr. Otto Buchner, Reallehrer, 4) Friedrich von St. George, Apotheker, 5) Johann Wilhelm Kurz, Specereihandler, 6) Ernst Heinemann, Buchhändler, 7) Dr. August von Klipstein, Professor, 8) Andreas Euler, Schneidmüller, 9) Dr. Oscar Bülow, Professor, 10) Dr. Hermann Baur, Privatdocent und pract. Arzt, 11) Dr. Friedrich Felfing, pract. Arzt, 12) Dr. Friedrich Birnbaum, Professor; sämmtlich in Gießen. II. Haupt-Geschworene: 1) Johann Jost Erb. Landwirt!) in Schadenbach, 2) Jacob Blecher III, Landwirth in Ober-Roöbach, 3) Jacob Müller, Müller in Griedel, 4) Leonhard Stetzer, Landwirth in Ober-RoSbach, 5) Karl Leonardo Münch, Kaufmann in Gießen, 6) Friedrich Kraft, HofgerichtSadvocat daselbst, 7) Dr. Karl Wilhelm Hempel, Apotheler in Gießen, 8) Ludwig Ohnacker, Bürgermeister in Nieder. Ohmen, 9) Georg Wilhelm Heil, Pachter in Vrckstadt, 10) Karl Klingspor, Cigarrenfabrikant in Gießen, 11) Ludwig Schudt, Müller in Arnoburg, 12) Johannes Heil, Pachter in Dorheim, 13) Philipp Keil II., Landwirth in Melbach, 14) Georg Kaöpar Mogk II., Weinwath in Echzell, 15) Georg Wilhelm Heinrich Gatzert, Bürgermeister in Heuchelheim, Kr. Nidda, 16) Wilhem Stoll V., Bürgermeister in Echzell, 17) Heinrich Möser, Müller in Goßen. 18) Johannes Bloch II.. Lanvwirlh in Stockhausen, Kr. Lauterbach, 19) Georg Geisel III., Landvüth in Reibertenrod, 20) Kail Nrich, Fo stmeister in Büdingen, 21) Auschel Grünebaum, Fruchthandler in Bad-Nauheim, 22) Johannes Kleberger. Landwirth in M.lbach, 23) Rudolph Melior, Rentier in Borrhausen, 24) Johannes Weber III., Bürgermeister in Gichelsachsen, 25) Karl Ebel II. Weinhändler in Gießen, 26) Georg Steinhäuser II., Bierbrauer in Friedberg, 27) Johannes Specht, Landwirth in Leusel, 28) Karl Koch, Müller in Assenheim, 29) Heinrich Lapp, Müller in Rülfenrod, 30) Johannes Simon HL, Wirth in Zell. Wechsel. Oberhessen as den diejenigen Gegenstände, welche Eigen- Die Material- und Farbwaarerr-Haudlung 3615) fr., 28 ! eigener Fabrication, für deren Reinheit 3545) Bestellungen auf V aus der Fabrik von W. Stuppel in A1- Exped. d. Bltts. r i Versteigerung von Utensilien. Bestes Jagd- und Sprengpulver, Chocolade Cacoigna, UL hin nid) titto- tt, dintzz ^ottn i til fabtraagaim T.'tiingiB an. Dii 3529) Das Gras von einer Wiese zum Grünfuttern siebt zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped d. Blt'.s. Kugelblau, Mainzerblau rc., Waschpulver, pr. Paquet 3 kr., Thee in allen Sorten, BSrsennachrichten. 28. Argust 1871. Putzsteine für Messer, Gabeln, Stück 12, 6 und 4 .fr., Stearinlichter, pr. Paquet 24 kr, Silber rc., pr. Actien. Frankf. Bank 139Vs Frankf. Vereins-Kasse 111 Darmst. Bankaot. 386 Wien Bankactien 734 Galizien 244 fr, r 3621) Ein Garten am Schiffenberge Weg ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3630) Ein neuer kupferner Waschkeffcl, sowie ein Wägelchen, zu verkaufen tn Vit. 91 Nr. 258. Senfmehl ,, „ Nelken, Pfeffer, staubfrei, Lorbeerblätter rc. essige empfehlen I. A. Busck Söhne. 30. August d. I. und folgende Tage ange- Piftolen, Revolver aNstor. kündigte Versteigerung von Utensilien wer 1(3612) bei Cm 4 i Actien. Oest. Creditaot. 2773/4 5% öst.r. F. St. E. B. 367 Lombard. Bahn 1723/j Ludwigsh.-Bexbauh 189 Maxbahn 133 Bayer. Ostbahn 1331/2 Hess. Ludwigsb.-Aci. 156i/2 Rhein-Nahebahn-Act. 40 vom Hesfenbrücksr Hammer bei Laubach, in ganzen Wagenladungen, nimmt zu billigen LiesernngSpreisen entgegen Friedrich Schwaab. Verfteige^ungen. Das Schuldenwesen des Christian Jughard HL am Wallthor dahier betreffend. 3632) Donnerstag den 31. August, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause des Ehr. Jughard III. am Wallthor dahier ungefähr 30 Malter Gerste und 15 Malter Korn öffentlich versteigert. Gießen, den 29. August 1871. Der Massecurator: M. Pilger. »'gen politisch» t mhchct. • 20- sind 6itI 'n 407 nit dlin lot inortfrt. "seilnz.- „ffiirtr. >K< raj Binteo ton > rtpirtcimti na) thti äjd $j| in lligr 1*/, gr. tag. hg t8, ehr Bin Jn* tim so gfiajjigt c'J i bfl.A di dir Fni- jc jnijtfl, in ihn Markt Anzeige. rr3421) Mit Genehmigung Großherzog- lichen Ministeriums des Innern ist die Abhaltung von 5 Vieh- und Krämermarkten dahier beschlossen worden und werden die beiden ersten Märkte am 6. September und am 3. Octobcr d. I. stattftnden. Zu deren zahlreichem Besuche wird mit dem Bemerken hierdurch eingeladen, daß an beiden Märkten eine Prämiirung von Rindvieh stattfindet. p, ^Bad Nauheim, den 12. August 1871., Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim. Schutt. KerlgebotsKsS. Weinessig zum Einmachen, Senfkörner in Grün und Gelb, Verkaufe und Verpachtungen von (Gütern 1 Grundstücken 1 ^Fabriken Gasthäusern Vicitatioiicn, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nachrichtcn^ Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch lluöoir Masst, Annoneen-Expedition, 45 Zcil, Frank fürl a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Eourant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision bestehe ich als ossicicller Agent von den betreffenden Zeitungen. von Ernst H e r m e s empfiehlt: Insektenpulver, pr. 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Wittwe von Burkhardsfelden binnen 4 Wochen bei Meidung der Nichtberücksichtigung bei dem unterzeich- neten Gerichte anzumelden und zu begründen. Gießen, den 15. August 1871. Gcoßherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor. bis kr, 24 20 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. (Kdictal l adung. 3420) Martin Justi, Johann Herr- I mann Sohn von hier, geboren am 5. Ja- . nuar 1834, ist im Jahre 1854 nach Amerika gezogen, ohne seitdem etwas von sich kund werden zu. lassen. Da nun eine von leinen zwei präsumnven Jntestaterbinnen gebeten hat, ihr die Hälfte dessen zuruckgelassenen Vermögens zur Nutznie ung gegen Kaution zu überweisen, diese auch genügend gelei- ; ft et worden ist, so werden hierdurch der genannte M a r t i n I u st i, oder dessen etwa r vorhandenen Leibeserben aufgefordert, sich t bis zum 27. October d. I-, Vormittags k 9 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde zur H Empfangnahme jenes Vermögens zu mel- I den, widrigenfalls obigem Gesuche ftattge- I geben werden wird. Marburg, am 8. August 1871. Königliches Amtsgericht, Abth. L Kehr. Begl. Textor. Musikwerk und Spieldosen oon 2 bi§ ‘21 Stücke spielend, mit und obne Glocken und Trommel, Castagnettcn. Himmclsstimmeiu Mandolinen zu en-gros-'preifen, empfiehlt (2587) Georg Schäfer, Uhrmhandlung. Fliegenpapier, pr. Bogen 1 l/j fr., Flieäenieim, pr. Topf 3, 6, 9 und 12 - * - “ - “ ' - Blech, entölten Cacao,! garanstrl wird, Caeaomasse, ' Flaschenlack in Roth, Selb, Grün, Blau rr. Preusfl. 4i/2% Oblig. 991/. Frankf. 3i/z0/g Obi. 83 Vs Nass. 4Vs0,0 Obi. 98Vz Kurhess. 4% * 913/4 Qr. Hess. 5% Obi. 103 V. , „ 4O/o „ 957/« „ „ 3V,% n - Bayer. 5«/0 „ 100V8 _ 4Va% 1jährige 99 V. 40/g 1jährige 93Vs Würtemb. 4V2% Obi. 98i/2 Baden 4V2% Obi. o. E. L. 983/. Oesterr. Silberrente 571/2 n Papierrente 49 */. 50/0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 101*/. , „ 1882r 96 Vs n 1885r 96 Vs w fl 1887r 963/4 Spanier, neuest. 3% 31 Vs Chaisenlichter, , Wanzentinctnr, Königs-Reisstärke thum des Hülfsvereins sind, gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert- ! Die zu verkaufenden Gegenstände sind I zum größeren Theile mit denjenigen gleichartig, welche Großherzogliche Garnison- Verwaltung behufs der Verwerthung angekündigt, außerdem aber kommen eine Anzahl 2 eiserner Gartenstühle und Gartentischc neuester Form, mehrere chirurgische Instrumente und eine Anzahl gut erhaltener Luftkissen jAllen Müttern zur Beachtung! empfohlen Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 58Vs 3°/o öst. s. Lombard 743/< 30/g Livorneser 35 50/g Tosoaner 533/8 5% Elisabeth.-Prior. 781/4 do. II. Emiss. 833/8_________ Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 41 40/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 11 5/q 40/g badische Loose i11 Badische fl. 35 Loose 70 V2 Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prioritstsloose 177V< 1860r Loose 867/8 1864r „ 137 Braunschweiger 1 p>3/ä Stadt Florenz 83Vz I 3626) Ein noch fast neuer kupferner Waschkessel ist zu verkaufen. Zu erfragen ! bei der Exped. b. Bltts- ---------- . c • 1 ,^virsbach. 3316) Flaschenbier ä 6 kr., frei m s> Anerkannt bester Ersatz der Mutter- Haus geliefert, bei Georg Dorr, »tilcb durch fkochen in Milch. __________________________Kirchenplaß. | Diesem N.'hrungs -Ittel verdanken viele Bestes Infib- und 'Kinder ih>° Gesundheit und Gedeihen, die 3b98) Jm Anschluß an di- S-itenS Groß- schrot Lefaucheux°Patronen, Mütt-r ruk ge !ock P^^^üchsen derzoalicher Garnison-Perwoltung auf bcn| f8 U x,, durch I (2368) Inlius 2vallach, in Gießen. -ri Vt kwrikj 9 uh ala dm 4« HM >. i5fra;li6a , ;1 wr Wt . ( n: „ 26 pr. Pfund V V Alleinige Jnseraten-Pacht: Fließende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." | Slfjy.u '"l-stt, 6abu*» WnV9 9- ■ $af (. '6111 I "16tl trlliti i« feint. ! «»Off». i." ,0 rltl °ttt Bm.h, . , V“ rki“ ®i. eimttrn Wl h,'4t Mn, 54 bc * --l'olltltll„Stüfctn* j 1 ,cn,J dir Eubvklltioi | 11 hu, wenn ,fl BBt |eit»ri(t eiMi \ (3617) empfiehlt Ernst Hermes. Gemüse-Berkans, als: Weißkraut, Würsing, Nothkraut und Obcrkohlraben werden billigst im Cafo Leib, sowie in der Wirthschaft am Philo- sophemvald, abgegeben. Lieferungen in die Hauser können nickt besorgt werden.________________ (3637) _____________________________ — das Fabrikat »S! Ä 5Ä"Ä S =*rjte»rrfWirbatoKlil W zum Verkauf. Das dctaillirte Dcrzeichnisi aller zur Versteigerung gelangenden Utensilien liegt in der Getchäftsstube deS Unterzeichneten zur Einsicht auf. Gießen, am 26. August 1871 Der Vorstand des Hülfsvereins. In Auftrag: Georg Noll. 3633) Dienstag den 5. September, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behausung des Ehr. Jug- haro HL am Wallthor dahier 10 Oecono- miepferde öffentlich versteigert. Gießen, den 29. August 1871. ________________M. Pilger. 3605) Mittwoch den 30. August, Nachmittags 2 Ubr, wird die Hafer-Erndte von sehr guter Qualität eines etwa 5/< Morgen haltenden Grundstücks in der Nähe des v. Rabenau'- schen Hauses am Seltersberg an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Gießen, den 28. August 1871. In Auftrag: Max Pilger. Amsterdam k. S. 987/g Augsburg k. 8. 993/. Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. S. 92Vr Hamburg L 8. 87 Leipzig k. 3. 105 London k. 8. 1171/. Lyon k. 8. — Paris k. 8. 92i/4 Wien k. 8. 961/z ditto m. 8. — ditto 1. 8. - Disconto 3WVo G. Whocolade in Wanille, Gefundhcits- und Gewürz- Chowlade ans der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner in Mainz und Franz Stollwerck 8> Söhne in (5öl 11. Block-Chocolade und Cacao. Die rühmlichst bekannten Rettig- und Malz Bonbons in Schachteln und Paqucten, gegen Husten und Heiserkeit. Feinste Sorten von Reis- und Weizen-Stärke. 3398) Die Handlun der I. A. Kusch Söhne empfiehlt bestens: g Die feinsten Thee's, wie Pecco mit Blüthen, Souchon, Congou, Imperial. Kussee: wohlschmeckenden Java, ä Pfund 32 fr. „ Ceylon, ä „ 36 „ „ » ä „ 38 „ » » ft 40 „ ft ü „ 42 lf feinen gelben Kaffee, ä „ 40 „ if if it ü „ 42 „ 11 if i *f‘<* 1$ t«*l,er, Raffinade und Melis. Vermiethungen. 3624) Ein größeres und ein kleineres Familienlogis sind in dem vormals M ö h loschen Garten an der Schoor zu vermiethen und im October beziehbar. 3160) In unserem Nebenhause ist ein Logis an eine stille Familie zu vermiethen und Anfangs October zu beziehen. _____________________Flick & Kröll. 3628) In Lit. E. Nr. 26 auf dem <5el- tersberg ist die untere Wohnung von Mitte October an zu vermiethen. 3609) Das mittlere Logis meines Hauses, zum Preise von 160 fl., ist zu vermiethen. Emil Junker, Asterweg 103. 3631) Im Hause der F. Vogt's Erben, vis-ä-vis der Brandgasse, sind zwei Familienlogis pr. Mitte October, auch 1. November, zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1. October an zu beziehen. 3532) Bergleute jeder Arbeiterklasse finden fortwährend Beschäftigung auf den Ober-Roßbacher Gruben der unterzeichneten Grubenverwaltung und können jederzeit unter den üblichen reglementmäßigen Bedingungen für den Ein- und Austritt in den Knappschaftsvcrband mit voller Berechtigung eintreten. Friedberg i. d. Wetterau, im Aug. 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau- Gesellschaft. Stifft. 3625) Ein ordentliches Mädchen, welches Hausarbeiten versteht, wird auf Michaeli zu miethen gesucht. Näheres Seltersberg im Jhering'schen Hause. 3622) Ein braves Dienstmädchen wird gegen guten Lohn gesucht. Joh. Fischer (Lederhandlung.) 3604) Ein tüchtiger Spcnglergefelle findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Spengler Gustav Rühl. Frauenverein für die Gustav-Adolf-Mstung. Da der Vorstand des Frauenvereins für die Gustav-Adolf-Stiftung statuten- maßlg in diesem Jahre znrücktritt, so wird eine Neuwahl nöthia. Stimm- berechtlgt sind alle Mitglieder des Vereins, d. h. alle Diejenigen, die einen jährlichen Beitrag zahlen. Die Wahl findet Donnerstag den 31? August, Nachmittags 5 Uhr, im Local der höh. Mädchenschule (Fortbildungsklasse) statt, und laden wir hiermit zu recht zahlreicher Betheiligung ein. Im Auftrag des Vorstandes des Frauenvereins: Bigelius, Secretär d. V. Restauration Laimstein. 3614) Mittwoch den 30. August, von Nachm. 5 bis Abends 11 Uhn Großes Militär - Concert, ausgefnhrt von der ganzen Capelle des 8. Jäger-Bataillons zu Wetzlar, unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, Herrn Ohst. Entree ä Person 12 kr. Um geneigten Zuspruch bittet B. Werminghoff. 3603) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 97 im Vorderhause, Parterre. 3635) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Schreiner Volp. 3636) Wegen Wegzugs ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen bei Emil Krailing Wittwe, ___________________am Kreuz._________ 3307) In dem Eduard Strack'schen Hause ist ein Familienlogis zu vermiethen Vermischte Anzeigen. 3629) Eine Cigarrenspitze von Meerschaum ist gefunden worden. Der Eigen- thümer kann dieselbe gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in der Wettergasse Nr. 25 abholen. _______________________________ 3620) Ein Mädchen vom Lande wird zum alsbaldigen Eintritt gesucht in Lit. A. Nr. 172. ________________________________ 3634) Für einen kleinen Haushalt wird ein sauberes, anständiges Mädchen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3608) Ein kräftiger Junge von 15 bis 18 Jahren wird für die Hausarbeit gesucht von Schmied Unverzagt. 3627) Ein braves Mädchen wird auf Michaeli gegen guten Lohn in Dienst ge- sucht. Von roem? sagt die Exped. d. Bltts. 3596) Ein braves Dienstmädchen wird auf sogleich gesucht. Näheres bei der Expcd. d. Bltts. Leiirer. 3606) Es werden zwei tüchtige, unverhei- rathets Lehrer gesucht, deren Einer die <2e- scliiehte und Geographie, der Andere die Mathematik, beide aber die deutsche Sprache, zu lehren hätten. — Näheres bei der Direction des International - I^elirinsti- tuts in Bruchsal (Baden.) ij Daheim ß Die soeben erschienene Nr. 48 A» enthält: sf Der Daheimkalender ist da 1 — Der Münzthurm. Ein vaterländischer Roman von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) — Sonntagsmorgen. Nach dem Gemälde von Sie- gert. — Eine Characterfigur aus dem Berliner Maurerstrike. Mit Illustration von H. Lüders. — Aus der Welt der Börse. IV. Die Dessau! sch en Bankkatastrophen. — Moderne Gesellschaftsreise. — Am Familientische : Giftige Fliegen. — Todtenstarr? — Aus der Nachlassenschaft der fronzös. Gefangenen in Deutschland. — Kinderarbeit im Kriege Zn dem Bilde von Nikutowski: Alles sür's Vaterland! — Die Verwesung. Marmorgruppe von Schlüter. Illustration zu Hiltl's Roman: „Der Münzthurm." Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E> Heinemann, I. Nicker. | North British and Mercantile Versicherung «-Gesellschaft in Edinburg u. London (gegründet 18 09) mit Domicil Darmstadt. 13 Millionen Thaler. Reserve-Fond Ende 1868 17 Millionen Thaler. „ Die Gesellschaft schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Prämien. Für Landwirthschaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen. — Sicherstellung der Hypotheken-Gläubiger. — Bei mehrjähriger Versicherung unter Vorausbezahlung bedeutender Rabatt. — r- ^rtheilung jeder wünschenswertsten Auskunft, sowie zur Vermittelung van Verficherungs-Anträgen, empfiehlt sich Bernhard Bchfnß in Gießen, Carl Gaule in Darmstadt. 3001) „ , Für die Vaterländische Feuer - Verficherungs - Actien- Gefellschaft )u Elberfeld oenuittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zr billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Die höhere landwirlhfchaftliche Lehranstalt in Worms n. Rh., academisch eingerichtet und nach ihrem Deccnialberichte von 567 Landwirthen im Alter Don , Jtihreu aus allen Ländern besucht, beginnt unter Zusammenwirkung ^^hrern ihr nächstes Semester am 1. November. Nur strebsame und gesittete Leute, welchen es im Ernste darum zu thun ist, sich die in gegenwärtiger Zeit unentbehrlichen Fachkenntnisse anzueignen, wollen sich wegen näherer Auskunft wenden an ben Director Di*. Schneider. Frucht und Mehlpreise in verflossener Woche von iiachbouaunren Orten und Fruchtmärkten. "cr Malier: Waizm 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Fruchtmä'rkte. Aug. Watzen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. 1 Kartoffeln. 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