Preis vierteljährig 1 fi. 12 fr stit Bringerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig t ff. 27 fr. fyntr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags: Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Ne. eiOJL Freitag den 29. December I.S71. Einladung nun Abonnement ■test auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 f[. 12 fr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbctrag durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben fönnen nur bei der Post oder den Landpostbotcn abonnircn. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu fönnen, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonnircn wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir unS sonst nicht verbindlich machen fönnen, vollständige Exemplare zu liefern. Die seither unseren Abonnenten als Gratis-Bcilage übergebenen Gießener F a m i l i e n b l ri t 1 e r werden wir auch für die Folge dreimal wöchentlich dem Gießener Anzeiger beilegen und dafür Sorge tragen, daß durch deren Inhalt an gediegenen Original-Novellen unseren geehrten Lesern eine fesselnde Lectüre zu Thcil wird. Zugleich machen wir unsere Leser darauf aufmerksam, daß das Manuscript der so sehr spannenden Original-Novelle: „Der eiferne 2ll>6e" jetzt vollständig in unseren Händen ist und wir also nicht verfehlen werden, mit dieser Novelle das Feuilleton im Jahr 1872 zu eröffnen. Die Redaction. Amtlicher T h e i l. Nr. 49 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausgegeben zu Berlin am 14. December 1871, enthält: (Nr. 751.) Gesetz, betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres und die Ausgaben für die Verwaltung desselben fnr du Jahre 1872, 1873 und 18 ^^2.^Gesetz,^betreffend die Feststellung des HaushaltsMats des Deutschen Reiches für das Jahr 1872. Vom 4. December 187L >Nr 753.3 Verordnung, betreffend die Feststellung des Etats der Verwaltung des Neichöheeres für das Jahr 1872. Vom 9. December 1871. (Nr. 754.) Gesetz, betreffend die Ergänzung des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich. Vom 10. December 1871. Gießen, den 21. December 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Laubach, am 24. December 1871. treffend: Sterblichkeits-Statistik. _ , A , z-x < x Das Großhcrzoglchc Kmsmcdmnalamt Lnubach an die Bürgermeistereien Lich, Nieder- und Ober-Besangen, Hattenrod, Ettingshauien und Münster. Nach Jahresschluß ersuchen wir Sie, uns baldmöglichst die Anzahl der in diesem Jahre in Ihren Gemeinden Verstorbenen mitzutheilen. 7 0r. Köhler. Politische? Theii. 28. December. Die „Kreuzzeitung" ist in den Stand gesetzt, den Erlaß, welchen mit Bezug auf die Freisprechung von Berlin und Tounelet der Reichskanzler Fürst v. Bis. marck an den Gesandten Grasen v. Arnim zu Paris gerichtet hat, zu veröffent- Heben. Er lautet wie folgt: Berlin, den 7. December 1871. Euere Hochgeboren haben durch die Presse Kunde vcn den Eindrücken erhalten, welche die Freisprechungen in Mclun und Paris auf die öffentliche Meinung Deutschlands gemacht haben; so verschiedene Parteien es auch bei uns geben mag, diesen Thotsachen gegerüber sind sie alle ders.lbcn Meinung. Es liegt uns fern, der französischen Regierung eine Verant- Wörtlichkeit für tue Ausspruche der Geschworenen beizuw.ffen, und w,r wollen gern alauben, daß fle auch die Stimmung der bei solchen Prozessen betherligtcn Be- amten nicht zu beherrschen im Staude ist. Im Gegintheil: die Thatsache, daß das RechtSgesuhl in Frankreich auch in den Kreisen, in welch.» man vorzugsweise die Freunde der staatlichen Ordnung und der gesicherten Rechtspflege sucht, so vollständig verloren gegangen ist, setzt Europa in den Stand, die Schwierigkeiten zu würdigen, welche die fronzösifche Negierung bei ihren Bestrebungen sindet, den Sinn für Recht und Ordnung von dem Drucke zu befreien, unter welchen er durch die Leidenschaftlichkeit der Massen gehalten wird. Wenn ich Ew. Hochgeboren dennoch ersuche, den Gegenstand m>t Herrn v. Rewusat zu besprechen, so geschieht dies nicht, um die Vorwürfe der deutschen Presse an die Adresse der französischen Regierung zu bringen, sondern um dem Einwande vorzubeugen, daß wir unsere Ansicht über die Folgen, welche sich an die Wiederholung ähnlicher Vorgänge knüpfen können, nicht rechtzeitrg geäußert ^"^Wenn Verbrechen, wie vorbedachter Mord, ungesühnt bleiben, so liegt es dem verletzten öffentlichen Gefühle nahe, weil Gerechtigkeit nicht zu erlangen ist, nach Repressalien zu verlangen. Ware es für uns möglich, uns auf den Standpunkt der Rechtspflege von Paris r nd Melun zu stellen, so würde das jus talionis dahin führen, daß auch unsererseits die Tödtung von Franzosen, wenn sie im Bereiche unserer Gerichtsbarkeit vorkomu t, eine Strafe nicht mehr nach sich zöge. Der Grad der sittl'chcn Bildung und das ehrliebende Rechtsgefühl, welche dem deutschen Volke eigen sind, schließen eine solche Möglichkeit aus. Wohl aber wird cs nach jenen Vorkommnissen schwierig sein, die öffentliche Meinung in Deutschland, wenn ähnliche Verbrechen wieder verübt werden sollten, mit dem Hinweise auf die französische Rechtspflege zu befriedigen. Als Maßregel unmittelbarer Abwehr haben deshalb unsere Truppenbesehlshaber im Bezirk der Oceupation durch Erklärung des Belag.rungszustandcs die Militärgerichtsbarkeit für Verbrechen gegen die Truppen sichern müssen. Die Fälle, in welchen die sofortige Verhaftung les ThäterS thunlich ist, werden deshalb zu internationalen Schwierigkeiten keinen Anlaß mehr geben. Aber jedes Verlangen nach Auslieferung, welches wir zu stellen genöthigt lein könnten, wird die öffentliche Meinung in Frankreich erregen und verstimmen. Wir haben deshalb, nachdem die durch uns verlangte Auslieferung Tounelet's und Bertin'S abgelehnt worden war, im Vertrauen auf die Rechtspflege Frankreichs damals nicht auf unserer Forderung bestanden. In Zukunft aber würden wir der Entrüstung der deutschen Bevölkerung gegenüber eine ähnliche Zurückhaltung nicht beobachten können, sondern wir würden bet Verweigerung einer derartigen Auslieferung genöthigt fein, durch Ergreifung und Wegsührung französischer Geißeln, äußerstenfalls auch durch weitergchende Maßregeln auf Erfüllung unseres Verlangens hinzuwirken suchen, — eine Eventualität, der überhoben zu (ein wir auf das Lebhafteste wünschen. Abgesehen von den Gefahren für unsere gegenseitigen Bezwungen, welche wir in dieser Richtung besorgen müssen, geben die Vorgänge von Meluu und Paris uns ein Zeugniß von der Stimmung auch der gebildeteren und wohlhabenderen Doltsklassen gegen Deutschland, welches auf unser künftiges Verhalten im Interesse unserer eigenen Sicherheit nicht ohne Einfluß bleiben kann. Wir müssen uns sagen, daß, obschon wir im vorigen Jahre von Frankreich ohne jede Provokation angegriffen wurden, doch die Erbitterung darüber, daß wir uns siegreich vertheidigt haben, bis in die Kreise hinauf, denen die Geschworenen, die Beamten der Staats- anwaltschaft, die Abvocaten und die Richter entstammen, eine so leidenschaftliche ist, daß wir in den Verhandlungen, welche uns mit Frankreich noch bevorstrhm, nicht blo» die Sicherstellung der Ausführung der Friedensbedingungeu, sondern auch die defensive Starke unserer Stellung innerhalb der von uns noch besetzten Departements werden in Erwägung ziehen müssen. Ew. Hochgeboren erinnern Sich, daß die letzten Verhandlungen mit Herrn Pouyer-Quertier in dem Ver- trauen geführt wurden, daß auch die Beseitigung des letzten Nestes unserer Occu- pation in einer kürzeren, als der im Frieden vorgesehenen, Frist durch gegenseitiges Uebereinkommen werde herbeigeführt werden können. Das Licht, welches die Vorgänge in Melun und Paris auf die Stimmung und die Absichten auch der ge- bildeten Franzosen gegen uns werfen, hat dies Vertrauen verscheuchen müssen, um so mehr, als die Freunde des Rechts und der Ordnung in der Presse Frankreichs sich nicht stark genug gefühlt haben, daL Verhalten der Geschworenen, der rechtskundigen Personen und des beifallspenvenden Publikums öffentlich zu verurtheilen. Die wenigen Stimmen, welche sich zu einer schüchternen Mißbilligung ermuthigt haben, begründen dieselbe nur mit der Rützlichk»itsrücksicht, daß die Deutschen durch ihre Occupation jetzt noch im Stande seien, Frankreich Schaden zu thun, keineswegs aber mit der Erklärung, daß die Art der R chttprechung, wie sie statt- gesunden, mit den ewigen Grundsätzen der Gerechtigkeit, der staatlichen Ordnung und mit dem Stande der heutigen Eivilisation unerträglich sei. Es scheint also, daß auch diese schwachen Zeugnisse für das Recht verstummen würden, sobald unsere Occupation beseitigt wäre. Ew. Hochgeboren wollen gefälligst diese Btrachtungcn Herrn v. Remusat vortragen, ohne, wie ich wiederhole, denselben irgendwie eine Wendung zu geben, welche eine diesseitige Verstimmung gegcn die Regierung der Republik vermuthen lassen könnte. Ew. Hochgeboren wollen vielmehr vorzugsweise Gewicht auf das Bedauern und die Enttäuschung legen, welche wir darüber empfinden, daß unmittelbar nachdem wir in den letzten Verhandlungen die unzweideutigsten Beweise von Entgegenkommen gegeben hatten, Erscheinungen zu Tage knien konnten, angesichts deren ich unsere Hoffnungen auf Wiederbelebung des gegenseitigen Vertrauens leider als verfrüht bezeichnen muß. (gez) Bismarck. Berlin kommen, zu deren Ehren große Hoffestlichkeiten staltfinden sollen. Später dürste auch Kaiser Franz Joses in Berlin einen Besuch machen. Berlin, 27. Dec. Wie verlautet, hat der König von Spanien dem Prinzen Friedrich Karl das goldene Vließ verliehen. — Gestern trat das Staatsministerium zu einer Sitzung im auswärtigen Amt zusammen. Köln, 20. December. Anfangs dieser Woche pasfirte eine Sendung von 139,000 unbearbeiteter Gewehrschäfte, von Rußland kommend und für Frankreich bestimmt, unsere Stadt. Wie wir hören, ist dieses die vierte derartige Sendung, woraus hervorgeht, daß unser Nachbarstaat bestrebt ist, sich hinsichtlich seiner Waffen allen Ernstes zu complettiren. Aus dem Ober-Eisaß. Die „Heid. Ztg." entnimmt einem Privatschreiben aus Kienzhcim folgende, für die Stimmung in den ländlichen Kreisen von Oder- Elsaß bezeichnende Stelle. Wir haben alle Ursache, zufrieden zu sein, daß wir Deutsche geworden, indem sich für unsere Lan^esprovukre solche Absatzwege öffneten, Die wir Anfangs nicht ahnten. So hat unter Anderm der hiesige und in der Umgegend gezogene Wein feine Abnehmer in Nordveutschland, und es sind hierfür sehr hohe Preise, btS zu 77 Fr. pr. 150Ltter, erlöst worden. Daß für das Schulwesen bei uns jetzt so viel geschieht, erkennt jeder überlegende Familienvater an. Die früheren Zustände hierin waren traurige und öffnen jetzt Manchem die Augen. Paris, 27. Dec. Der „Moniteur des CommuneS" nennt die Depesche des Fürsten Bismarck geeignet, das Land über die wahren patriotischen Pflichten in den gegenwärtigen Umstanden zu belehren und empfiehlt Mäßigung, Ruhe und Gerechtigkeitssinn. Der „Moniteur verurtheilt ganz entschieden die Aufreizungen, welche die Lage ver occupirten Departements verschlimmerten und hierdurch Frankreich neue Urbel zusügten. — Die „Gazette des Tribunaux" veröffentlicht einen Brief des VertheivtgerS von Tounelet, Advocat Lachaud. Derselbe sucht darin Den Beweis zu führen, daß Tounel-.t nur deshalb freigesprochen worden sei, weil er sich im Zustande gerechter Nothwehr gegenüber einem deutschen Soldaten befunden habe, der ihn nach vorausgegangenem Wortwechsel mit dem Säbel in der Faust angegriffen habe. Die französische Justiz sei also erwiesenermaßen ohne Makel geblieben. London, 27. Dec. Die englischen Zeitungen verurtheilen einstimmig die Auffassung der Bismarck'-chen Depesche durch die französische Presse. Die „Times" erklärt: Fürst Bismarck maßte nothgedrungen die schärfsten Ausdrücke brauchen und konnte der ganzen Sachlage «ach die Note nicht zurückhalten. Bukarest, 27. Dec. In der heutigen Kummersitzung erklärte der Ministerpräsident, daß das Ministerium aus der Annahme des RegierungSprojectes in der Eifenbahnfrage eine CabinctSfrage machen müsse und sich eventuell feine Demission oder Die Auflösung ter Kammer vorbehalte. Friedberg, 23. December. Am Mittwoch Abend, zwischen 5 und 6 Uhr, brach tn der Hosraithe des Gastwirths Reuß „zum golvnen Fäßchen" dahier Feuer aus und alsbald standen Scheuer und Stallungen in Hellen Flammen, welche sofort auch die Oeconomiegebäude des Nachbars, Bucksteinfabiikanten Ulrich, ergriffen und die anstoßenden Wohnhäuser aus's Ernstlichste bedrohten. Nur der angestrengtesten Thätigkeit und unermüdlichsten Ausdauer der rasch aus der Brandstätte erschienenen Löschmannschaften aus Stadt und Umgegend, und ganz besonders unserer beiden Feuerwehren, ist zu verdanken, daß das Feuer auf seinen Herd beschränkt blieb und die Wohnhäuser gerettet werden konnten. — Wie verlautet, soll ein übelbeleumundeter, mehrfach bestrafter Bursche, welcher sich selbst bei der! Polizei als Brandstifter angegeben habe, gefänglich eingezogen worden fein. Die eingeleitete Untersuchung wird ergeben, inwiefern Die Angaben des Verhafteten begründet sind. Aus Oberhessen. Dem Vernehme» nach hat die Köln-Mindener Bahn Den Bau Der Linie Aiöfeld-HerSfeld beschlossen, zur Herstellung der Verbindung zwischen der Oberhesstschen Bahn und Thüringen. Der Oberhessischen Bahn wird dadurch eine bedeutende Ausdehnung ihres Betriebs gesichert. Darmstadt, 27. Dec. Die „Darmst. Ztg." mdoei die durch Den Groß. Herzog erfolgte Verleihung von 21 Dekorationen an Offiziere; fämmtliche Mitglieder des abtretenden KriegswinisteriumS seien besonders ausgezeichnet worben. Darmstadt, 27. Dec. Zufolge einer Verfügung der Normal-AichungS- commijsion in Berlin ist, im Hinblick auf die dermalige Ueberlastung der Aich- ämter, die mit dem 1. Januar 1872 ablaufende Frist für Die Umstempelung Der seitherigen Landesgewichte bis zum 1. Juli 1872 verlängert worden. Von den Hohlmaßen, insbesondere den FlüssigkeitSmaßen, bezüglich welcher sich die Aich- ämter in einer beinahe noch größeren Verlegenheit befinden, ist in Der gedachten Verfügung nicht die Rede, und es wäre dringend zu wünschen, daß auch in dieser Beziehung Die festgesetzte Frist verlängert und der 1. Juli auch für die Flüjstg- keitSmaße als Präclusivtermin festgesetzt würde. Darmstadt. Laut Erkenntniß der Anklagekammer des Hofgerichts wurde Der des Giftmords und Diebstahls beschuldigte Museumsconfervator Kerz nach etwa sechsmonatlicher Untersuchungshaft tn Freiheit gesetzt. t Berlin, 22. December. Die Vossische Zeitung begeht im Februar nächsten Jahre- das Fest ihres 150jährigen Bestehens, welches in größerem Maßstabe gefeiert werden soll. Im Jahre 1722 erhielt der Buchhändler Rüdiger die Er- laubniß zur Herausgabe einer politisch-gelehrten Zeitung; da er aber einige un- wahre Nachrichten über den preußischen Staat und Berlin brachte, wurde ihm im Jahre 1740 Die Herausgabe Der Zeitung untersagt und Das Privilegium Der Buchhandlung von Haude u. Spener übertragen. Im Jahre 1751 starb Rüdiger, worauf es feinem Schwiegersohn, Dem Buchhändler Voß, gelang, das Privilegium wieder zu erhalten. Seitdem gab es zwei politisch gelehrte Zeitungen in Berlin, und erst im Jahre 1819 trat zn Den beiden eine dritte politische Zeitung. Eine ganze Reihe von Jahrgängen Der Vossischen Zeitung zeigen ein bescheidenes Klein- Octavformat und bilden nur je einen mäßig starken Band. Die Vossische Zeitung hat seit ihrer Begründung nur Drei Mal ihr Format gewechselt, zum letzten Male bekanntlich am 1. October d. I. Nach Den neueren Festsetzungen wird sich der Kaiser im März nächsten Jahres persönlich zur Begrüßung Des Kaisers von Rußland nach Petersburg begebe». Diese Reise ist als eine Gegenartigkeit für Die außerordentlich schmeichelhafte Aufnahme und Auszeichnung zu betrachten, welche Die preußischen Prinzen und Generale gelegentlich des St. Gesrg-Ordensfestes in Petersburg gefunden und welche seitens des hiesigen Hofes mit großer Befriedigung wahrgenommen worden ist. — Anderseits verlautet mit großer Bestimmtheit, im Februar künftigen Jahres würde eine größere Anzahl Deutscher Fürsten, u. A. auch Der König von Bayern, nach Local-Notizen. Gießen, 28. Dec. Nach dem amtlichen Personalbestand der hiesigen Universität nehmen in di^nr Scmeste. 306 Zuhörer an den Vorlesungen Theil. Jmmatri ulirt sind 280 Studenten. Von diesen sind 251 Inländer und 29 Ausländer. Auf die einzelnen Lehrfächer vertheilen sich dieselben folgendermaßen: Theologie 19; Rechtswissenschaft 65; Medicin 58; Thierarznelkunde 11; Eameral- wissenschaft 5; Architektur 14; Forstwissenschaft 16; Mathematik 11; Philosophie und Philologie 53; Pha-macie und (Lhemie 28. — In Marburg befinden sich immatriculirte Studenten 403, darunter Mediciner 194. Horgeuaachrichten. 27. December 1871. Aetleet. 5O/o östr. F. St. E. B. 3931/4 Lombard. Bahn 206 */2 Ludwigsh.-Bexbaoh 200 Maxbahn 1431/4 Bayer. Ostbahn 145 Rhein-Nahebahn-Aot. 391/2 Hess. Ludwigsb.-Aet. 187 Oberhessen „ 79 ‘/2 Wechsel. Amsterdam k. 8. 983/4 Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. 8. 925/8 Hamburg k. 8. 87 Leipzig k. 8. 1043/g London k. 8. 1173/g Lyon k. 8. 911/2 Paris k. 8. 911/2 Wien k. 8. 991/2 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disoonto 4 % Preasa. 4^2 % Oblig. 102 Frankl. 3^2% Obi. 87 Ve Nass. 41,/3 °/q Obi. 987/s Kurhess. 4% „ 92l/z Gr. Hess. 5% Obi. 103'/. » n 4% » 961/8 n » 31/8o/o „ 92 Bayer. 5% „ 100% „ 41/2% 1jährige 100 „ 40/g 1jährige 95 Würtemb. 4i/2o/fl Obi. 995/s Baden 4‘/2o/o Obi. 0. E. L. 993/Ä Oesterr. Silberrente 61 */2 „ Papierrente 52 Amerik. Bonds 1881r 1011/1 „ „ 1882r 961/4 „ „ 1885r 98i/4 n » 1887r 991/8 Spanier, neuest. 3®/0 327/s Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 58 3°/o öst. s. Lombard 797/6 30/0 Livorneser 375/8 5% Toscaner 59 5% Elisabeth.-Prior. 8IV2 do. II. Emiss. 791/2 öeldsorteu. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57i/2—581/g Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl.fl. 108t. 9 53-55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Sover. 11 45—47 Kuss. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24*/a—'25^ Anlehenslooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 68% Nassau 25 fl. 44 40/g bayr. Präm.-Anl. 112i/2 Ansbacher 7 fl. 121/0 40/g badische Loose HO Badische fl. 35 Loose 68 */2 3% Oldenburg, ä 40ThIr. 361/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 79‘/2 1858r Prioritätsloose 190 1860r Loose 883/4 1864r n 1401/2 Braunschweiger 191/4 Stadt Florenz 83 Aetien. Frankf. Bank 1381/4 Frankf. Vereins-Kasee 1241/2 Darmst. Bankaot. 461 Wien Bankaktien 810 Galizien 2561/4 Oest. Oreditact. 3267/s Frankfurt a. M., 27. December. Börsenbericht. Nachdem die Weihnachtöfeiertage vorüber und fast Jedem zu diesem Feste eine kleine oder größere Ueberraschung und Freude bereitet war, fand die heutige Börse auch eine Ueberraschung, aber nicht angenehmer Art; nnmltcy da« Geld für die bevorstehende Ultimo-Prolongatur zeigt sich ungewöhnlich knapp. Die seit Wochen befürchtete Kalamität ist eingetreten, Speculationspapiere finden nur äußerst schwierig em Unterkommen, Speculanten zahlten heute willig 7 Proccnt Zinsen, um ihre Papiere zu versorgen. Day unter diesen Umständen von einer großen Geschäststhätigkeit nickt die Rede sein kann »st natürlich dennock müssen wir die Tendenz der Börse als eine sehr feste schildern, da die (Sourse rroy der Geldnoth sich fest behaupteten. Silberrente wurden bezahlt ä6V/4. Creditactien 326V2. Staatsbahn 393. ^ombatbe* 206Vr 1882er Amerikaner sehr offerirt, da man die Kündigung der HL u. IV. «Serie sur eie nächste Zeit sehr wahrscheinlich hält. , Von Wechseln London sehr offerirt 117Vt6. Wien 99$/«. Pari- 973/e. Eoupons matt. Amerikaner fl. 2. 22%. Silberrente fl. 24. 21. , Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhesslsche Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtliche« Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Allgemeiner Anzeiger Besondere Bekanntmachung. 5019) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, ist nachstehender Termin festgesetzt, und zwar: Samstag den 30. Decembcr. Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesem Tage in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren Gießen, den 26. November 1871. Der Rechner der ^>par- und Leihkasse: Kehr. Neujahrs - Gratulationskarten sind in großer Auswahl zu haben bei (5545) Wilhelm Klee, am Rathhaus. 5434) Eine noch wenig gebrauchte Nähmaschine, Singer-System, ist zu verkaufen in Lit. A. Nr. 23. 5497) Frische Apfelsinen, zu 3 und 6 kr. pc. Stück, empfehlen I. A. Busch Söhne. Scheuer-Verkauf auf den Abbruch 5511) Die durch den Neubau der hiesigen Pfarr-Occonomiegcbäude entbehrlich ge wordene alte Pfarrscheuer, 44 Fuß lang, 34 Fuß breit und etwa 30 Fuß hoch, bestehend ans zwei Viehställen und zweistöckig, soll Mittwoch den 3. Januar 1872, des Morgens um 10 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Scheuer noch in gutem Zustande ist, sich noch ganz gut zum Wiederaufbau eignet und vor etwa acht Jahren mit einem neuen Ziegeldach gedeckt, und das Dachwerk fast neu her- gerichtet ist. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird auch eine angemessene Zeit Credit bewill'gl. Reiskirchen, am 22. December 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen Jünger. UeilgevVtEss. 5537) Die erwarteten Sendungen von Filzschuhen UNd Stiefeln, sowie Gesundheits- Sohlen, sind eingetroffen. I. Ä. Busch Söhne. I Osfclkes für Zimmerhcizung sind fortwährend in der Gaöfabrik zu haben. Für Gemüsehändler. 5536) Eine Parthie Roth- und Weißkraut wird verkauft. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5480) Steinkohlen, Braunkohlen und kleingemachtes Brennholz empfiehlt S. Katzenstein (Holzhandlung.) Althee-Bonbons, untrügliches Mittel gegen Husten und Heiserkeit, ä Paquet 7 kr., bei (5535) Carl Hoffmann. 5554) Frische Schellfische, sowie Sardinen u. Sardellen, sind angekommen bei Bäcker Vogt, Wallthcr. 5532) Salinen-Kochsalz, in Säcken von 1 und 2 Ctrn., bei Emil Pistor. Futterschneidmaschinen, von 24—50 fl, ganz von Eisen, unter Garantie, bei (5519) Emil Pistor. Z Gisschuhe bei___________________Sattler Ferber. 4880) Vorzügliche Milch ist täglich frisch zu haben im Hause des Schneidermeisters I. Netter, Seltersweg Lit. C. Nr. l(>8. Abnehmer von mindestens täglich einer Maas erhalten dieselbe zu 9 kr.______________ Billard-Kreide (5013) bei Wilhelm Balser. 5547) Dclicate Vorpommer'iche Gänfe- Vrüfte versendet gegen Nachnahme ________W. Tuhrow, in Greifswald. Bluck-Lhvcnladt mit Vanille, pn Pfund 28 fr., empfiehlt Emil Fischbach, (5165)__________________Seltersweg._______ Eingemachte Gurken (5441) empfiehlt I. M- Schulhof. 1 Büchcnbrcmiholz, 1' lang geschnitten und gespalten, franco Bahnhof Gießen 100 Ctr. Ladung, pr. Ctr. 33 kr., in kleineren Quantitäten pr. Ctr. 42 kr-, empfiehlt Gg. Knierim, (118/12.)______________in Alsfeld. 5510) Ein sehr guter Wiener Flügel steht bei Lehrer Seip Ehefrau zu Klein- Linden zu verkaufen._______________ Milchverkauf. 5263) Im früher L o os'- schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, können durch den weiteren Bezug aus einer grösteren Oeconomie, täglich größere Quantitäten frische Milch abgegeben werden.__________ s Braucrmalz, beste Qualität, bei E. Pitt Han. 5524) Aus dem Nachlasse der H. S ch ä f er's Eheleute ist noch eine große Partie gutes Grummet zu verkaufen. Näheres bei Herrn Kaufmann Wilhelm Schmal!. KalcnScr für 1872. Dcr Hessische Hausfreund. Jubiläumsausgabe 1872. (50. Jahrgang) mir vielen prächtigen Bildern. 70 Seiten. Preis nur 8 kr. Gustav-Adolfs-Kalender. Heransgegeben von Pfarrer Ritter in Planig. 19. Jahrgang. 1872. Jllnstrirt mit guten Bildern. Pckis 8 kr. Zu haben bei allen Buchhändlern und Buchbindern. 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Rr. 137 ist ein möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cabinet, zu ver- miethen. 5444) Auf dem Seltersberg E. 41 ist eine geräumige Familienwohnung zu ver- miethen und Anfangs März zu beziehen. 5496) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei W- Reiber, Seltersweg C. 46.. 5428) Eine Stube und Kammer, Pferde- tall und Lagerraum zu vermiethen. Ernst Pitt Han. 4580) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Neuenweg Nr. 134. 5275) Ein Familienlogis zu vermiethen bei S- Weimersheim. 5509) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei PH. Lampu s. 5077) Die untere Etage meines Hauses in der Alicenstraße ist zu vermiethen. ___________________ Gaquoin. 5495) Auf dem Seltersberg Lit. E. Nr. 18 sind zwei auch drei sehr freundliche Zimmer, auf Verlangen ein schönes Logis, zu vermiethen. 5201) Ein Logis, bestehend aus 8 Zimmern , Küche, Keller re., wenn nöthig auch Pferdestall, sowie eine Mansarden-Wohnung, vermiethet H. Adami, Alieenstraße. zi7(>9) Ein neu hergerichtetes Familienlogis ist im früheren Möhl'fchen Garten zu vermiethen und sofort zu beziehen. VeEMifchte Anzeigen. 5543) Ein reinliches erfahrenes Knchenmädchen für Crefeld gesucht. Lohn achtzig bis hundert und fünf zig Gulden je nach Leistung. Nähere Auskunft ertheilt Frau E. M n l l e r- Peill, Seltersberg. In das Jobanniter-Krankenhaus zu Nieder-Weisel können von jetzt an Kranke ohne Unterschied des Bekenntnisses und der Heimaths- angehörigkeit ausgenommen werden. Die Aufnahmen erfolgen in der Regel durch Se. Erlaucht den Erbgrafen zu Solms- Laubach in Arnsburg; in dringenden Fällen ist die dem Krankenhause vorstehende Diakonissin zur provisorischen Aufnabme befugt. Die Aufnahme ist jederzeit widerruflich; die Kranken haben sich der Hausordnung zu fügen und können anderen Falles sofort entlassen werden. Das Pflegegeld beträgt der Regel nach täglich 17' 2 fr., für dessen Zahlung genügende Sicherheit nachgewiesen werden muß. Besondere Vereinbarungen werden vorbehalten. Dem Kranken wird für das Pflegegeld ärztliche Behandlung und volle Verflegung gewährt. Ausgeschlossen hierbei sind die Kosten für Anschaffung von Kleidern und Wäsche, Transport- und Beerdigungskosten. Nieder-Weifel, den 16. Decbr. 1871. Namens der (Genossenschaft von Johanniter-Rittern im Grosiherzog- thum Hessen. (5283) (96/XII.) 5551) Zwei erwachsene Mädchen suchen Laufdienst. Auch empfehlen sich dieselben im Stricken. Näheres Seltersweg Lit. C. Nr. 10 im zweiten Stock 5526) Ein zweiter Hausknecht gesucht von Georg Unverzagt. in sämmll. existirende Zeitungen werden zu Original- Tncnrof a Preisen l,ron,Pl besorgt. Boi llloul dlL grösseren Aufträgen Rabatt. Annoncen - Bureau von (4956) Eugen Fort in Leipzig. 3293) Cltte ruhige Familie sucht etue flehte Wohnung von 2 Zimmern mit Zubehör von Februar oder Mär; n. I. an zu miethen. Offerten mit Preisangabe wolle man unter H. J. 50 bei der Exped. d. Bltts. abgebett. 5542) Ein Mädchen, was kochen kann wird zu Anfang Januar gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 5502) Die erste Secretärstellc bet einem König!. Preus;. RechtSanwalt ist unter günstigen Bedingungen zu besetzen Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Die Expedition. chb-re»tigung und Erbv-r- brüderung beruhend, wobei volle Einlage von 100 fL, forote >n lungeren Altersklass-n Tbeileinwaen von 10 liS 60 fL, und Nachzahlungen von 5 fl. an zulässig sind. Die 7ährsiche Rente einer vollen Einlage von 100 fl. kann b.s zu 150 fl. an- wachfen; sie beträgt bereits 1871 für di- JWgesellfchaften von ' in ben Ew-mu5J°ahr-sg-f-ilfchaft, di- »Übung2 begrifAn? Beikittserklärungen Einladung MM Abonnement auf das „Mainzer Tagblatt," früher Raiirzer WoAcnAoII. *»= LÄLSS""1 ’•5 "• Außer den regelmäßigen telegraphischen Correspondenzcn, Berliner, Wiener, frankfurter und NewrAorkcrBörsencoursen, welche dieses Blatt mit allen größeren Attungen bringt hat es eingehendere Artikel über wichtige Ereignisse Beschreibungen von besonderen Vorkommnissen auch ebenso schnell wie jene producirt, und selbst die großt^n^uken^eMspätt n den^ Falls^n^cht ^,ge @r^[ungen flU(^ größere Beschrei- bung-n °°n '»^«gnisf-^ ^^dt Mainz sowohl, als in der Pro°in?dngr°bten Verbreitung und ist Organ für Bekanntmachungen der städtischen Behörden. ba3 Mainzer Tagblatt», da dieselben auch als Plakat in der "«tads angeschlagen werden, die lohnendste Verbreitung und wird die Petit,eile oder deren Raun? mit 4 kr berechnet. Alle soliden Annoncen - Expeditionen nehmen .853?) Freitag den 2g. December, Abmds präcis L °7l7?!ammlEdel den 29. December, Abends präcis 5 Uhr ansangend wird in « » ' Inhalt des Wett. Boten. Das „Sonntags- •tfÄÄSfi"“ : S Wrn ÄÄ t. - Verhandlung über Entschädigungspflicht bet an Vergiftung ge- ' 8 ouc^unft ^ine Unterbrechung erleidet, bitten wir die Bestellungen ........... -fb.««f»-«11«'L* dem Local des He.in Wortmann. 5552) Allen Denjenigen, welche meinen lieben Mann Philipp Hartmetz zur letzten Ruhestätte begleitet und Denjenigen, welche mich in meiner Noth so liebreich unterstützt haben, sage lch hlernut den innigsten Dank. Wieseck, den 28. December 1871. Karoline Hartmetz. Für Taxatoren. 5538) Vom 1. Januar 1872 erfolgt; Gleichstellung aller Feuer-Versicherungs-^ Gesellschaften im Großherzogthum; eine । feine deutsche Gesellschaft stellt m allen, Kreisen Agenten an, unter besten Bedm> gungen. Franco-Offerten unter R. Si. 739. richte man an die Annoncen-Expedition! von Haascnstcin s 1 I । Illi Hl W0 (a. 40,1V.) Präsidenten- und Vorstandswahl. B-ipr-chung über V-rsich-ruugsw-s-u ü6cr^°“^räfibent. Die Zeitschrift der landwirthschaftlichen Vereine im Großherzoftthum Hessen in Darmstadt nimmt vom 1- Januar 1872 an Inserate auf und berechnet di- Zspaltig- Petitzeil- ober deren Raum mit 7 kr. Bei öfteren SBiebCStiÜb?rnftotentt21ufla6e von 4000 Exemplaren finden Anzeigen durch dieselbe in allen Theilen des Grosiherzogthums die wirksamste Verbreitung.l»o31) beaa^len- ber Ausgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Ruchftabeu oder Buchstaben-Grupp-N (efr. §. 14, 6 der Telegraph-nordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die IDepesche ihren ??weck erfüllen köniie," zu unt er st reich en. Jedes unterstrichene Wort -c. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Beftimmung-n bei a 14 7 der Telegraphenorduung, doppelt gezählt, dafür zedoch von allen bei der Beförderung r-sp° Ausnahme der Depesche betheiligten Stationen collatiomrt werdm. Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. -nt st ei lt K die Hande des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht h?t erfüllen konnm, so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Neclamation die für die Depesche t unterstrichener Worte bei unrecom. mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht ZUiuckerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. Im Auftrage: Delbrück. „Der Wetterauer Bote" erscheint auch im nächsten Quartal in seitheriger Weise und Gestalt. Nachdem die nationale Einigung, für die er seit den 15 Jahren seines Bestehens gekämpft hat, errungen ist, wird er für ihre Festigung nach Innen und Außen und für den constitutionellen Ausbau des deutschen Staats mch: mmd«- aber fürt ftw beitlicke Eutwickluna auf dem Gebiet der inneren Politik und der Volkswrrth- schaft nach Kräften zu wirken suchen. Leitartikel, eine sorgfältige Uebersicht der Taaesaesckickte, zahlreiche Originalcorrespoudenzeil aus dem Großherzogthum, Berichte über die Verhandlungen des Reichstags und Landtag, Notizen über Bekanntmachnng. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correfpondenz auf den Linienl des Telearaphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dwselbe zu r^commandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme Mitwirken, vollständig kosi lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Ausgeber telegraphstch, uumtttelbar nach der Bestellung an den Adressaten ober nach der Abgabe an die Weiter^rd^ungs- anstatt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zett, zu welcher: dte Depesche den Adressaten beziehungsweise der Weiterbeforderungsanstalt zugesteltt worden ist. " L- Einführung ber recommanbirten D-p-fch-n Hoti- ben Zweck, d°m corr-fpon- birenben Publikum ein Mittel zu bieten, bic Wahrscheinlichkeit cimr cor re c t c N Ucber. Mittelung feiner Depeichcn an ben Abrestaten, ,o weit bies bet ber Natur °er t-Iema. phifchen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren, ftt^sungomaßig werben rccommanbirte Tepefchen jedoch nur tn sehr geringer Zahl °pss°afben, Milth. maßlich weil die Taxe für die Recommandatlon gleich deriemgen für die eigentliche ^eP^"CUni^nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung feiner Depesche, — so weit es thunttch und nothig ist, zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise inr internen Verkehr das Recht ier Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewahrt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Necommandation auf einzelne Thette-feiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu 9ticlwcifidicrunn6 = (Scfcllfdiaft abgehalten uno Die wmgmvci reich einzusinden, da Gegenstände von Wichtigkeit zur Verhandlung kommen. Tagesordnung: ***' (1366) . - . , ein Gut, ein Haus, Hotel rc. Hvvk kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat Wil oder einen solchen sucht, lllor irgend etwas in eine beliebige Wu Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen - Expedition 5534) Am Samstag, den 16. d. Mts., ist im Laden des Herrn Fischbach ein brauner Regenschirm mitgenommen worden. Man bittet, denselben an die Expedition d. Bltts. abzugeben.________________________ 5539) Ein Mann, der die Wartung und Pflege einer Dampfmaschine auf das Genaueste versteht, sucht eine Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________________ Die Nummern 38, 46 und 51 haben die Socken gewonnen. Schmidt, Polizeidrener. NUr^ab o°U N i'rt"werde n~ ian», alsb ald zu machen. - Inserate finden weite Verbreitung, wir berechnen die Petitzeile od^er deren Raum zu 3 kr. und bewilligen bei mehrmaligem Einrucken entsprechenden Rabatt. — Sammtüche Jnferatenbureaux nehmen Aufträge für uns an. Butzbach, im December 1871. „ 2 Die Expedition des Wetterauer Boten. von Rudolf Mosse, offictellen Agenten sämmtlicher Zeitun- \ gen des In- und Auslandes, 5 Frankfurt a. Zeil 45. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. wird Jedermann Rath 3 ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall A sich als erfolgreich erwie- ä fen haben: 1 IhH- werden alle Annoncen ;1 sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; ä kosten die Inserate nur a IJdll lUpl dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle I aller existirenden Zeitungen besondere | Vortheile von denselben genießt. Das | Nenomm^ der Firma bürgt für solide | Bedienung. niscrelton 8 wird auf das strengste beobachtet, die 8 einlaufenden Offertbriese werden uner- I öffnet an die betreffenden Reflectanten, | ohne deren Namen preiszugeben, punkt- | lichst und ohne Provisionsberechnung | übermittelt. 5549) In der Nacht vom 25. auf dem 26. December ist mir mein Hund, roth und schwarz von Farbe, mit der Kette entlaufen. Derjenige, welcher mir denselben wieder- bringt, erhält eine gute Belohnung. Philipp Jünger, Schäfer, in Annerods__________ 5533) Am 1. Feiertage, Abends, ist auf dem Wege von der Mäusburg durch die Wettergasse bis in die Neustadt eine goldene Broche mit schwarzem Stein verloren worden. Gegen gute Belohnung im Hause des H. Seibert abzugeben. ________ 5550) Ein zuverlässiger Knecht kann gegen guten Lohn sofort eintreten bet 00 Ehr. Haubach. ■JUbarttnn, Dcmk uud Bcrlag der BrÜbl'Ick-u Uutv.-Druck-r-i (Fr. Ehr. Pt-tIch) tu Gtesim.