@95) | Erhalter, croschk. LßZ-I, -W 6nirl, „mit otitfcrti SS A " °U' Clllffrti utnmg ^werk, mif@olii m Snunfiwtirl .' '■ •or )jitttnj b । **• $or108 PretS vierteljährig 1 fl. 12 kr. Ä S A A Ar ^A<4L Erscheint täglich, mu Äu» mit Bringerlohn. Durch bie HL H p® fi UI B^IOFr nähme Montags. *t.t* v^Unlim XVlIjlllll-l. ^iW"" Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Rr. I«A» Dienstag dm 29. August 1871« BefteAurrgerL tmf den GieHenee Anzeiger Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Erpedition abyolen lassen, erhalten denselben für den Monat September zu 20 kr. Amtlicher* T h e L l. * Einladung zur Wahl des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in Gemäßheit des §. t der Wahlordnung von, 4. August d. I. die Wahl dreier Mitglieder des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen an Stelle der austretenden Herren S. Katzenstein, S. Flörsheim und A. Schlessinner Freitag den 1. September d. I. in dem Rathhause dahier vorgenommen werden soll. Sämmtliche nach §. 2 jener Wahlordnung stimmberechtigte Mitglieder der israelitischen Religions-Gemeinde dahier werden zur Theilnahme au dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittaas von 2 bis U Uhr ftattfinhon wird und daß die austretenden Vorstandsmitglieder wieder wählbar sind. Gießen, den 26. August 1871, Der Regierungs-Kommissär: ______ K e k u l 6. ":r >nnt bringt ihre rt.afc Erinnerung nri ■ sk durch Anschoffur; ; ’ 2'±jnc die feinera ■ L -"d billig besorge { darin, J Thor D U 2dmbmadiernnbtnl: (’fl- Meininger, 3 onnenfrr afct 57. -:r. Tarnen bient bie? drtz ich mit btm 1. Set; t EuriuS im Unfertige ü tcbia eröffnen wert i zrbtn inn baldige Me L.1 «bme ich PrivL (f. Schneider. itben vom l'Llit! rtritr gesucht tot i, Marktstnße. Ml'ill. ’.ihnM bfnxWy ; CtfnM au& rr riebe toxtfyn xnU C. Wtiditz. ietzlar. Ml'tlbfl «°« H xall lU «9 H. fiubn. f Der freie Volksstaat und die focialdemokratische Partei. Das Programm, welches die soctaloemokrasche Partei auf dem letzten Dresdener Congreffe ausgestellt hat, zeigt, wie vollständig unfähig diese Partei ist, der * heutigen Gesellschaft gerecht zu werden, wiewohl sie eben dieser Gesellschaft den Krieg erklärt. Diese Socialdemokraten stellen sich mit ihren Forderungen außerhalb aller thatsächlichen Verhältnisse; sie stehen nicht auf dem Boden der Ver fassung, welche Deutschland sich gegeben, sie kämpfen nicht von der festen geschichtlichen Grundlage aus, und erstreben endlich etwas ganz Unerreichbares und Un- ausführliches. Alle Grundlagen der gegenwärtigen communal-provinzialständischen Verfassung sowohl, wie der Staats- und Retchsverfassung sollen umgestoßen werden, indem die „direkte Gesetzgebung" eingeführt wird, d. h. das gesammte Volk das Recht haben soll, Gesetze vorzuschlagen und Gesetze in seiner Gesammt- heit, durch Massenversammlungen, zu verwerfen. ES sollen die rohen, unwissenden und ungebildeten Massen überall in allen Vertretungtkörpern die unbedingteste Herrschaft üben, es soll die uneingeschränkteste Preßfreiheit und VereinSfrerheit gelten, ohne jedes Correctiv gegen die Ausschreitungen solcher Freiheiten. Aber nicht nur, daß die politischen Zustände der Gegenwart als durchaus unhaltbar erklärt werden, auch für die socialen Verhältnisse bezeichnet man ganz andere Grundlagen; unter Abschaffung der jetzigen Produktionsweise, des Lohn- systemes, soll jeder Arbeiter den vollen Ertrag seiner Arbeit haben. Daö heißt nit anderen Worten: jeder Arbeiter muß Kapitalist werden, denn nur mit Hilft les Kapitals kann der Arbeiter dahin gelangen, daß er die Maaren, die er ver» fertigt, auch verkauft, daß er die Früchte des Bodens, den er bewirthfchaftet, auch sein nennen und darüber frei verfügen kann. Und wer soll ihm dies Kapital geben? Der Staat in der Form des Staatscredits für freie Proouctivgenossen- schäften unter demokratischen Garantien! Wohlverstanden: der Staat soll aber nur dem Arbeiter diese Begünstigung gewähren, nicht den übrigen Klassen. Wie gering das Verständniß dieser Socialdemokraten für die Verbesserung ter Lage der ärmeren Klassen ist, geht auch daraus hervor, daß alle indirekten Steuern abgeschafft werden sollen, anstatt daß vernünftigerweise gefordert wird, : daß alle Steuern auf Lebensmittel abgeschafft und die ärmeren Klaffen überall den allen Abgaben und Steuern befreit werden, denn die direkten Steuern sind . nicht nur höchst drückend für die Nichtbesitzenden, sondern das wirkliche Einkommen tu# in den meisten Fällen sehr schwer zu ermitteln. Aber es soll eben überall tabula rasa gemacht werden, aus allen Gebieten der Staatsverwaltung und Gesetzgebung. Und wie wird diese neue Gesellschaft Schutz nach Außen erhalten? Die flehenden Heere sollen ganz abgeschafft und durch eine Volkswehr ersetzt werden, I'domit die Feinde des Deutschen Reichs ganz einverstanden sein möchten. Aber handelt es sich denn für die Programmmacher, überhaupt um die Sicherheit des Deutschen Reichs? Bewahre! Die socialdemokratische Arbeiterpartei betrachtet sich ola Zweig der Internationalen Arbeiteraffociation und will sich deren Bestrebungen anschließen. Worauf diese Bestrebungen hinauSlausen, daß sie die weitgehendsten Forderungen des Dresdener Programms weit hinter sich zurücklaffen, darüber herrscht eben so wenig ein Zweifel, als daß zur Zeit die moralischen und materiellen Mittel, über welche die gegenwärtigen Machthaber gebieten, mehr als ausreichend sind, um das Treiben der heutigen Arbeiterdemagogen als verhältniß- väßig bedeutungslos erscheinen zu lassen. Rach neueren Berichten scheitern die Pläne der Versailler Regiert, i, welche bekanntlich dahin gehen, die dritte halbe Milliarde der Kriegsentschävig, n^chon In der nächsten Zett zu zahlen, an ver Weigerung der deutschen Regier^^en-^x g cottnen Zrhlungsmit'el zu acceptiren. Die Gesammtsumme der geleisteten Zahlungen geht allerdings bereits über eine Milliarde hinaus, sie betragen zur Zeit unaefähr 1250 Millionen Francs, in welcher Summe aber die von der zweiten hÄven Milliarde in Abzug gebrachte Entschädigung ver Ostbahngesellschaft von 325 Millionen Francs enthalten ist. Der Termin zur Wiederaufnahme der Frank- furtec Friedensverhandlungcn ist noch nicht festgesetzt, doch meldet ein soeben ein- tr.ftmres Telegramm, daß dieselben überhaupt nicht mehr in der ehemaligen freien Reichsstadt fortgesetzt, sondern nach Versailles verlegt werden würden/ da man glaubt, dort schneller zum Ziele zu gelangen. Die in Frankfurt a. M. gepflogenen Verhandlungen wegen Abschluß eines neuen Postoertrages zwischen Deutschland und Frankreich, an Stelle des durch den Krieg hinfällig geworbenen, sind ebenfalls an den übertriebenen Forderungen des französischen Bevollmächtigten gescheitert und gänzlich abgebrochen worden. Die Postverbinvung mit Frankreich geschieht einstweilen nach den Bestimmungen des früheren Postvertrages; ob aber dieses Verfahren noch lange beibehalten werden kann, ist sehr fraglich. Der Norddeutsche Lloyd vermittelt bekanntlich zur Zeit die Auszahlung von Postanweisungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. Der dieser, halb zwischen der deutschen Postverwaltung und dem Lloyd geschlossene Vertrag ist neuerdings mit der bedungenen einjährigen Frist gekündigt worden, und zwar seitens der Postverwaltung. Am 1. October 1872 wird ein neu abgeschlossener Vertrag zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten ins Leben treten, der durch Dr. Max Donald, Vertreter des Postdepartements der Vereinigten Staaten in Berlin, abgeschlossen wurde. Nach diesem Vertrag leiten die beiderseitigen Postverwaltungen das Postanweifungsverfahren künftighin direkt, ohne Betheiliauna des Lloyd. Gerüchtsweise verlautet, daß das Haus Rothschild in Verbindung mit ver- schiedenen Wiener Bankinstituten ver bayerischen Regierung das Anerbieten gemacht habe, die bayerischen Staatsbahnen käuflich zu übernehmen. Herr v. Schlör, der frühere Handelsminister, soll sich dem Projekt nicht abgeneigt gezeigt haben. Der Fürstentitel des Reichskanzlers vererbt sich, wie erst jetzt bekannt geworden »st, nicht auf seine Kinder, auf welche nur der Grafentitel übergeht. Wie gesagt wird, hat Graf Bismarck, als ihm vom Kaiser das Anerbieten gemacht wurde, ihn in den Fürstenstand zu erheben, viese StandeSerhöhung ausdrücklich nur für seine Person und seine Gemahlin gewünscht. t Die neue französische Heeresorganisation, welche von der Versailler Nationalversammlung unstreitig angenommen werden wird, setzt die Herstellung einer großen Anzahl neuer KadreS voraus. Früher gab es in Frankreich nur 100 Linienregimenter und 8 Garderegimenter, in Zukunft soll aber die französische Armee 140 Linienregimenter a 3 Bataillone und 1 Depotbataillon zählen, ungerechnet die zahlreichen Truppen der Mobilgarde, welche bestimmt sind, den Dienst in den Festungen und im Innern des Landes zu versehen, um im Kriegsfälle den Vormarsch der gesammten Linicnarmee möglich zu machen. Was die numerische Stärke der Feldarmee anlangt, so kommt dieselbe der deutschen ReichSarmee also ziemlich nahe, während die Reservearmee, die aus zwölf Jahrgängen gebildet wird, die veutschcn Landwehren an Zahl bedeutend übertrifft. Immerhin aber werden sich die Eonsequenzen ver französischen Heeresorganisation frühestens erst in der letzten Hälfte dieses Jahrzehnts geltend machen, so daß wir vor Ablauf desselben kerne wirklich ernste Besorgniß zu hegen brauchen. Allerdings wird an die deutsche Politik inzwischen die Nothwendigkeit herantreten, mit Oesterreich sich über ein Zusammengehen in den europäischen Fragen zu verständigen, oder, falls dies nicht zu erreichen sein sollte, den Anschluß Deutsch-Oesterreich» an das deutsche Reich stcherzustellen. Der Bischof von St. Pölten hat gegen den Professor Dr. Michelis aus> Brauneberg folgende Surrende erlassen: „Warnung. E- treibt sich ein fremder, aus Preußen hergekommener, vom, wahren katholischen Glauben abgefallener Priester in meiner Diöcese herum, welcher darauf auögeht, das Volk an seinem Glauben irre zu machen und die Schwachen und Unwissenden zum Abfalle von der alleinseligmachenden katholischen Kirche zu verführen, durch falsche Darstellung der katholischen Lehre und ihrer Folgen die Gemüther zu beunruhigen und gegen die kirchlichen Obern aufzuregen, was dann, wie es scheint, von anderen für ihre politischen Zwecke auSgebeutet wird. Der Name dieses Mannes ist Dr. Michelis. Eingedenk meiner oberhirtlichen Pflicht, die mir von Gott anvertrauten Gläubigen im wahren katholischen Glauben zu erhalten, sie auf die dem Glauben drohenden Gefahren aufmerksam zu machen, sie vor der Verführung zum Abfalle ernstlich zu warnen und so die öffentliche Ruhe nach Kräften zu sichern, erlasse ich hiermit an die gesammte Geistlichkeit der Diöcese den Auftrag, dort, wo eS nöthig scheint, das Volk vor diesen, dem Seelenheile wie der öffentlichen Ruhe gefährlichen Umtrieben in geeigneter Weise zu warnen, mit Belehrung und Ermahnung und Hinweisung auf die Nothwendigkei« des wahren Glaubens zum ewigen Heile, an dem für den Menschen Alles gelegen ist- Zugleich wird das strengste Verbot beigefügt, zur Verhütung sacrilegischen Frevels dem vorbenannten abtrünnigen Priester Michelis an irgend einem Orte der Diöcefc das Messelesen oder irgend eine andere priesterliche Function zu ge- statten. Ordinariat St. Pölten, 13. August. Joseph, Bischof." Die Demonstrationen gegen die Deutschen in Paris nehmen wieder zu. Das Beispiel dazu hat der „Eercle Commercial" gegeben. Derselbe besteht aus den Pariser Mehl-, Oel- und Spiritus-Händlern. Dieselben haben in einer Versammlung, die sie heute abhielten, beschlossen, auch fernerhin keine Deutsche, selbst solche nicht, die sich naturalisiren lassen, in ihren Verein aufzunehmen. Dieser Beschluß ist insofern bemerkenswerth, als sich in den Händen dieses Vereins das ganze Pariser Oel-, Mehl- und Spiritus-Geschäft befindet und in Paris Niemand, der nicht zu diesem Vereine gehört, fortlaufende Geschäfte in diesen Artikeln machen kann. Dieser Verein hält täglich zwei Börsen ab, nämlich des Morgens von 10 bis gegen 1 Uhr in seinem Locale, das dem Louvre gegenüber liegt, und des Abends von 4!/2 bis 6 Uhr in dem Garten der Effecten-Börse. Die Geschäfte auf Lieferung gehen allein durch seine Hände, und die Mehl-, Oel- und SpirituS- Course, die von hier abgesandt werden, rühren von ihm her. — Wie es heißt, veröffentlicht der Ex-Kaiser Napoleon III. dieser Tage eine Broschüre über die sranzöfische Armee - Reorganisation. Am 15. August ließ derselbe eine größere Summe an die Armen von Paris vertheilen. In dem zu Newyork erscheinenden „American Register" läßt ein Franzose nachstehende Frechheit los, welche die Redaction ohne jedwede Reserve zum Abdruck bringt: „Es scheint, als ob wirklich das Volk an den Ufern der Spree nicht dieselben Begriffe von Ehre wie andere civilisirte Völker hat. Von allen Seiten hörten wir von der Gemüthsruhe, mit welcher preußische Offiziere — welche in dem letzten Feldzuge den Beinamen emballeurs (Einpacker) sich zugezogen — in ihre Taschen und Koffer all die werthvollen Gegenstände packten, welche sie in den Häusern der friedfertigen Einwohner fanden, bei denen sie sich einquartirten. Jene Menschen scheinen nicht zu wissen, daß solches Verfahren, worüber die Kriegs» gefetze nur zu nachsichtig sind, strengstens von hohen militärischen Autoritäten verdammt wird. Lassen Sie mich Ihren Lesern einige bemerkenswerthe Beispiele von Gewissenlosigkeit geben, welche zu meiner eigenen Kenntniß gekommen. Auf dem herrlichen Landsitze der Rothschilds in Ferrieres bei Paris befindet sich eine Muster- wirthschaft, bekannt durch die schöne Sammlung von Vieh, welche mit großen Kosten zusammengebracht war. Der König von Preußen und Herr v. Bismarck, wie wohl bekannt, blieben dort während eines Theils der Belagerung (von Paris). Da der König die Familie des reichen BanquierS persönlich kannte, und da der Banquier seine Gäste zu kennen glaubte, so ängstigte ihn die Bequartirung seines Landsitzes nicht. Seine Gäste rechneten jedoch ohne den Wirth, denn der König sandte die schönste Heerde Kühe nach Preußen, und Herr v. Bismarck, seinem königlichen Gebieter nacheifernd, expedirte 300 Schafe heimwärts, welche heute ruhig auf den sandigen Weiden Pommerns grasen, gewiß die saftigeren Kräuter der Brie vermissend." — In der That, man muß staunen über die bodenlose Frechheit dieses französischen Lügners. Gerade in Ferrieres wurde das Eigenthum des Barons mit einer Peinlichkeit respectirt, die Rücksicht gegen die Bediensteten des Besitzers und gegen die übrigen Bewohner des Dorfes so weit getrieben, daß der 21 tägige Aufenthalt auf Schloß Ferneres den Offizieren und Mannschaften des kaiserlichen Hauptquartiers zur fast unerträglichen Qual wurde. Der Intendant des Rothschild'schen Gutes stellte dem Kaiser bet seiner Ankunft dortselbst das ganze Schloß zur Verfügung, was jedoch entschieden abgelehnt wurde, ebenso auch die Offerte der unbeschränkten Disposition über den wohlgefüllten Weinkeller. Ein Tagesbefehl untersagte jedwede Requisition auf den Rothschild'schen Besitzungen, die unumgänglich nothwendigen Pferderationen mußten ganz gegen den Kriegs- gebrauch baar bezahlt werden, auf den Aeckern standen Posten, um die Entnahme von Felvfrüchten seitens der Soldaten zu verhindern, und am Tage vor der Der- legung des Hauptquartiers fand im Beisein des Intendanten eine allgemeine Aufnahme des Pferde- und Viehbestandes statt, um zu constatiren, daß nicht ein Stück desselben fehlte. Wenn irgendwo, so wurde gerade in Ferrieres dir deutsche Occu- pation von den Habitants gründlich ausgebeutet, denn jedwede Gefälligkeit mußte nach vielem Bitten mit Geld ausgewogen werden. Freilich sah der Hochmuth der Franzosen in dieser Schonung nur die Bestätigung der Unantastbarkeit der grande nation, man nahm die Milde als ein selbstverständliches Recht hin und moquirte sich über dieselbe. Die Folgen davon sind jetzt die schamlosesten Verleumdungen. t Berlin, 25. August. Der preußische Special - Eommissär Schreiber ist jetzt von hier nach Paris bcputirt worden, um die Angelegenheit der Entschädigung an die aus Frankreich vertriebenen Deutschen zu regeln. Der Berliner Polizei- Präsident v. Wurmb wird in derselben Angelegenheit sich Mitte September nach Paris begeben. Bisher sind 100,000 Thaler vertheilt worden. Wie wir in Erfahrung bringen, waltet in maßgebenden Kreisen die Absicht ob, ein einheitliches deutsches Kriegs- und Marine-Mtntsterium zu bilden. Gleichzeitig ist die Frage angeregt worden, ob es nicht für das Wohl Gesammtdeutsch- landS ersprießlicher wäre, überhaupt ein deutsche- Gesammt - Ministerium zu con- stituiren. Dasselbe soll vorläusig nur Handels-, Justiz-, Kriegs- und Marine-, sowie auswärtige Angelegenheiten betreffen. Die wissenschaftliche Welt hat wieder einen herben Verlust erlitten. Am 22. d. starb plötzlich in Folge eines Gehirnschlages der in wissenschaftlichen und künstlerischen Kreisen durch seine großen Verdienste, namentlich um die Ausgrabungen von Herculanum und Pompeji weithin bekannte preußische Professor Zahn, nachdem er am Tage vorher sein 71. Lebensjahr vollendet hatte. Berlin wird nächstens der Mittelpunkt der altkatholischen Agitation werden. Mehrere hervorragende Gegner der Jnsallibilitätslehre, darunter Professor Friedrich und Professor Michelis, werden in wenigen Tagen hier eintreffen, um hier in der Reichshauptstadt energisch für eine vollständige Trennung der Altkatholiken von den Ultramontanen und für die Bildung einer deutschen Naitonalkirche zu wirken. Der frühere Beschluß des Vereins der deutschen Privat-Eisendahnen, dem deutschen Reichskanzler einen Salon - Eisenbahnwagen zum Geschenk zu machen, wird demnächst realisirt werden. Dieser höchst luxuriös und comfortabel herzu« richtende Wagen, der so construirt werden soll, daß er alle deutschen Bahnen, so« wie die GebirgS- und elsaß-lothringischen Bahnen zu befahren im Stande ist, soll auf allen deutschen Bahnen kostenfrei befördert werden, sobald derselbe von dem Fürsten oder der Fürstin Bismarck benutzt wird. Ferner soll der Wagen einer Controle nirgends unterworfen werden und der Reichskanzler die Station bestimmen können, wo der Wagen aufgestellt werden soll. Da in verschiedenen Häfen des Ruisischen Reiches und des an dasselbe grenzenden Preußischen Staates Fälle von Cholera vorgekommen sind, hat der Hamburger Senat beschlossen, die Ostseehäfen des Russischen Reiches und der daran grenzenden Preußischen Küste südlich bis einschließlich Königsberg für der Cholera verdächtig zu erklären und aus alle von diesen Häfen auf die Elbe kommenden Schiffe die Vorschriften Quarantaine-Verordnung in Anwendung zu bringen. Auch die englische Regierung hat auf Grund der Gesunvheitsacte von 1866 eine Reihe von Maßregeln gegen Einschleppung der Krankheit festgesetzt. Berlin, 26. August. Mehrere Abendblätter enthalten Übereinstimmend einen Artitel, worin hervorgehoben wird, baß die jetzige zweifelhafte Haltung der Ma- jorität der französischen Nationalversammlung die Eventualität der Erschütterung der Stellung Thiers' in den Vordergrund rücken und unser Vertrauen schwächen müsse. Die Parteien, welche jetzt an der Stellung Thiers' rüttelten, vermehrten die Unsicherheit der Zukunft Frankreichs. München, 23. August. „Endlich (schreibt man der „Allg. Z.") sollen sich die Professoren der Theologie Thalhofer, Reithmayr, v. Haneberg, Schmid, Silber- nagl und Bach aufgerafft haben, um an das CultuSministertum einen motivirten Antrag auf Absetzung der Professoren v. Döllinger und Friedrich und auf Wiederbesetzung der hierdurch in Erledigung kommenden Professoren zu stellen. Man sagt: Professor Reithmayr sei der Verfasser der bereits erfolgten Eingabe, und die Motivirung enthalte ein entsetzlich langes Sündenregister Döllinger's. Auf den Ton, welcher den der Erklärung vom 3. Juli wett hinter sich lassen soll, kann fast mit Sicherheit aus der Thatsache geschloffen werden, daß Prof. Reischl unter diese- neueste Aktenstück eines infallibilistischen Fanatismus seinen Namen zu setzen sich nicht mehr entschließen konnte. Die Hoffnung Dr. Hergenröther'S, an Stelle v. Döllinger's berufen zu werden, beruht auf dem Erfolg dieser nicht ohne derartige Intention abgefaßten Eingabe. Wir denken, die Herren haben sich die richtige Antwort auf ihren Antrag bereits selbst gegeben, als ihnen die ministerielle Bestätigung der Rcctorwahl Döllinger's und die ganz und gar nicht ultramonta» gefärbte Motivirung der Nichtbestätigung von Prof. Friedrich'- Senatorenwahl zu Ohren gekommen ist." München, 26. August. Sämmtliche Handels- und Gewerbekammern Bayerns, mehrere davon einstimmig, haben ihren Beitritt zu der von der oberbayerischeu Handelskammer heute Morgen eingereichten Protestvorstellung gegen die Auflösung des Handelsministeriums gegeben. Straßburg, 26. August. Der Generalgouvcrneur macht bekannt, daß füt das laufende Jahr eine Militär-Aushebung in Elsaß-Lothringen nicht in AuSsichl genommen ist. — Mit der Gymnastalabtheilung des hiesigen LyceumS wird eint Realschule erster Ordnung verbunden werden. Die Directorstellen der Lyceen in Straßburg, Metz und Colmar sind besetzt worden. — Die amtliche „Straßburgei Zeitung" sagt, die Regierung werde zukünftig auch auf demonstrative Aeußerlich- feiten, Bänder, Ruse rc., die erfahrungsgemäß Unvernünftige zu wirklichen Ordnung-- störungen reizten, ein schärferes Auge richten. Versailles, 25. August. Sitzung der Nationalversammlung. Die Nationalversammlung nahm mit 503 gegen 133 Stimmen das Gesetz, betreffend die Auslösung der Nationalgarde in der Gesammtheit, an. Es folgte hierauf die Be- rathung des Gesetzes, betreffend die Erhöhung der indirekten Steuern. Der Finanz- Minister entwickelte die Finanzlage Frankreichs und betonte die Nothwendigkeil einer Vermehrung der Einnahmen, welche am sichersten bei den indirekten Steuern erreichbar sei. Literarisches. Selten hat ein Werk eine so allgemeine Beachtung gefunden, als die „Lieder zu Schutz und Trutz." Gaben deutscher Dichter aus der Zeit des Krieges in der fahren 1870 und 1871. Gesammelt und herausgegeben von Franz Lipperheide Das nun, nach der Rückkehr der Sieger in die Heimath, zum Abschluß kommende Werl enthält im Ganzen gegen 300 Gedichte, etwa 100 (darunter auch die berühmten älteren Lieder: „Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein" von Nicolaus Becker „Die Wacht am Rhein" von Max Schneckenburger; „In Frankreich hinein" öot E. M. Arndt) in der getreu nachgebildeten Original-Handschrift der Dichter, du übrigen mit dem Namenszug derselben. Im Großen und Ganzen bietet die Sammlung eine Reihenfolge von Gedichten, die nach Form und Inhalt den schönsten Blüthen unserer Literatur sich zur Seite stellen können. Allenthalben ist den „Liedern zu Schutz und Trutz" das beste Lob er- theilt worden, und in vielleicht noch höherem Maße verdient ein solches die vor Kurzem erschienene „Auswahl für Volk und Heer", welche über ^«1^ @6^^6, 0110 etwa ein Drittel der großen Sammlung bringt, und die bei sehr hübscher Ausstattung zu dem beispiellos billigen Preise von 2'/2 Sgr. verkauft wird, wahrend die große Sammlung (mit den Handschriften) bekanntlich 4 Thlr. kostet. Mit dieser billigen Ausgabe wird es Jedem, ermöglicht, sich in den Besitz cmes der schönsten Denkmäler unserer Zeit zu setzen. Einen wie lebhaften Anklang dieselbe auch bereits gefunden, beweist der Absatz von 30,000 Exemplaren, der in wenig« Wochen erreicht wurde. Der Herausgeber sieht dabei von jedem Gewinne ab; wie e aus den Erträgen der großen Sammlung bereits dreitausend Thaler für die Verwundeten abliefert, so läßt er allen ferneren Erlös seines Werkes, darunter auch den aus der kleinen «usgabe, der Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden zufließen- Whckerönnen nur Jedem, der nicht im Stande ist, die große Ausgabe -um Prell von 4 oder in Prachtband zu 5 Thlrn-, sich anzuschaffen, die „Auswahl sur Volk ^cer" empfehlen; die Verlagshandlung hält außer der billiaen Ausgabe zu 2w auch Exemplare auf feinerem Papier und in elegantem Pappband zu 5 Vgr> Spanier, nei Börsenna 26. Äug' ,' ’ Wh Rh Baden Daten- Sdbei Papier Amerik. Boni J Frankf. Bai Frankf. Ver Darmst. Ban | Wien Banka Galizien 243 Besonder Seh 3610) inettnW^ «vollzogen mi Georg Wer . i ltheil an dem j | idaselbst unter 'I sicher betriebe x Wenzel bahiei \ i übernimmt al ' «Gesellschaft in 121 l. Mts. c j -Wenzel" für i womit selbstv i । ander erthei! jju vertreten Die $iurv I loscht. Gietzen, \ Grohh Äk Versteig : 3570) Bormittags , uni Werden in d. .-m "kns noch Qi Beiiteppich ”, W R» eifer Ä eis Hm sr* a« $ie Grch ®tri>en etiud Hen. ®ith, b ®t0Bbctj •‘”jl ifait N Mit «ft Wechsel. k. 8. 105 791/2 Oberhessen G. tfl W - 137 1864r 4» e-x. . Lcduna. vorher bei der Mühle bekannt gemacht wer- Besondere ^cranntmacpunfl. b nb n Bedingungen), öffentlich melstble- (3617) empfiehlt Ernst Hermes. (3574) 3615) a. b. eigener Fabrikation, für deren Reinheit Flaschcnlack in Roth, Gelb, Grün, Blan rc. 8. 9978 8. 993/4 8. 105 8. 96 8. 923/4 8. 87 8. 8. 923/8 961/4 Braunschweiger I8V2 Stadt Florenz 831/2 8. 1171/4 8. — m. 8. 1. S. 3Wo Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto Cacoigna, entölten Cacaou garantirt wird, Cacnonüffe, ] kung Gießen, (im Gasthaus zum Pfau bei Gießen.) Steigliebhaber können sich vorher die Wiesen von den betreffenden Wiesenwärtern zeigen lassen. Gießen, den 26. August 1871. Großherzoaliches Rentamt Gießen. In Verh. des Rentamtmanns: Roth, Finanz-Accessist. 3621) Ein Garten am Schiffenberger Weg ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Weinessig zum Einmachen, Senfkörner in Grün und Gelb, tend versteigert werden. Lehrbach, den 23. August 1871. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Homberg: Großherzogliches Ortsgericht Lehrbach. Verleit, Vorsteher.. 3529) Das Gras von einer Wiese zum Grünfüttern steht zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Ciliung w tu 6r(4ütm:| In Auftrag: Georg Noll. Aetien. Oest. Creditaot. 2781/3 50/0 östr. F. St. E. B. 3711/4 Lombard. Bahn 1731/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 1891/2 Maxbahn 135 Bayer. Ostbahn 133 Hess. Ludvrigsb.-Act. 156 Rhein-Nahebahn-Act. 40 reichnetcn zur Einsicht auf. Gießen, am 26. August 1871. Der Vorstand des Hülfsvereins. Versteigerungen. Versteigerung von Utensilien. 3570) Künftigen Mittwoch, den 30. d. Mts^ vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, und den folgenden Tag, werden in den Baracken an der Klem-Lm- dener Chaussee dahier nachverzeichnete meistens noch gut erhaltene Utensilien, als: Bettteppiche, Betttücher, Handtücher, Bettdecken, Pfühle, Seegrasmatrahev, Strohsäcke, eiserne Bettstellen, Oefen, Koch- Heerde, eiserne und kupferne Kessel, Tische, Bänke, eiserne Stühle, Steinkohlengefäße, schwarzwälder Uhren, Sternen, Leitern! Fenster-Rouleau, Weißzeugschranke 3578) Durch das Schuldenwesen des Georg Amborn in Lehrbach soll Freitag den 1. September l. I., des Vormittags 9 Uhr, d ie sog. Retschenhäuser-Mühle mit 2 Mahl- - und 1 Schlaggang (an der Staatsstraße zwischen Kirtorf und Lehrbach gelegen), 27 Morgen Acker, 10 Morgen Wiesen und 2>/, Morgen Grab- und Grasgarten (unter den Die Material- und Farbwaaren-Handlung von Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Geldwerten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 58i/2—591/2 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankenst. 9 181/2—19 Ve Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 Grummetgraö - Versteigerungen bei dem Großh. Nentamte Gießen. 3611) Das diesjährige Grummetgras auf den Großherzoglichen Domanialwiesen wird in nachstehenden Terminen versteigert: 1) Donnerstag den 7. September, Morgens um 9 Uhr von 96 Morgen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, (im Gemeindehause zu Watzenborn.) 2) Freitag den 8. September, a. Morgens um 9 Uhr von 22 Morgen in der Gemarkung Alt-Buseck, sowie den dortigen Oberförsters-Gärten, (bei Wirth PH. Krämer HL daselbst.) b. Vormittags um 11 Uhr von 25 Morgen der Sorauwiese in der Gemarkung Staufenberg, (bei Wirth Walther zu Daubringen ) 3) Montag den 11 September, Morgens um 10 Uhr von 9 Morgen 27V4 Klftr. in der Gemarkung Butzbach, (bei Gastmirth Adam Joutz daselbst.) 4) Mittwoch den 13. September, a. Morgens um 9 Uhr von 43 Morgen in der Gemarkung Grünberg, (bei Wirth Batst im Taunus daselbst ) b. Nachmittags um 2 Uhr von 28 Morgen in den Gemarkungen Queckborn und EiiiiNiichksstgk. 3293) L’estragou, a la ravigotte, feinste Weinessige empfehlen I. A. Busch Söhne. k. k. k. k. k. k. § Neueste Mentherde, Spar-, Sprung- und Frühstückhcrde, Oefen und Kochgeschirre in großer Auswahl bei C. Hensel. k. k. k. k. Haarbach, (bei der Sommersmühle.) 5) Donnerstag den 14. September, a. Morgens um 9 Uhr von 23 Morgen in der Gemarkung Lindenstruth, (bei den Wiesen daselbst.) b. Vormittags um 11 Uhr von 71 Morgen in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen, (am Morensee.) 6) Freitag den 15. September, Morgens um 9 Uhr von 135 Morgen in der Gemarkung Wieseck, (bei Wirth Dorfeld daselbst.) Nachmittags um 3 Uhr von 142 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenstrauch-Wiese in der Gemar- 11 11 Von Frankfurt a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu deu Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. "Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolph Messe, Annoncen-Expedition 45 seif, Frankfurt a. W. Zeif 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", 1,Figaro." Feilgebotenes. Bestes Jagd- und Sprengpulver, Patentschrvt, Lcfauchcux-Patronen, Pfropfen rc., Pistolen, Nevolver (3612)bei Emil Pistor. Versteigerung von Utensilien. 3598) Im Anschluß an die Seitens Groß- berzogucher Garnison-Verwaltung auf den 30. August d. I. und folgende Tage angekündigte Versteigerung von Utensilien werden diejenigen Gegenstände, welche Eigcn- thum des Hülfsvereins sind, gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert- ’ tu M tito !**■« to, w ,, -°' ti, 5ij,I n Sairentung jt ftii-x « m fj66 n 1 seßgtsttzt. Bekanntmachu ng. 3610) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: , , . . or Georg Wenzel zu Gießen hat feinen An- thcil an dem von ihm und Emst Wenzel daselbst unter der Firma: „Gebr. Wenzel «eit her betriebenen Handelsgeschäfte an Emil Wenzel dahier käuflich abgetreten. Letzterer übernimmt alle Aetiven und Passiven jener Gesellschaft und führt deren Handlung vom 24. l. Mts. an unter der Firma: „Emu Wenzel" für seine alleinige Rechnung fort, womit selbstverständlich die gegenseitig em- anber ertheilte Befugmß, die Gesellschaft za vertreten und zu zeichnen, erloschen ist. Die Firma: „Gebr. Wenzel wurde ge- ^Gießen, den 26. August 1871- Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl- Ernst H t r,n k s empfiehlt: Jnfectenpttlver, pr. Paquet 3, 6, 9 und 12 ft., Putzpnlver, pr. Paquet 3 ft., Leim, weiß und flüssig, Pt. Glas 12 fr., Fliegenpapier, pt. Bogen l‘/2 fr., Fliegenleim, pr. Topf 3, 6, 9 und 12 fi\ Putzfteine für Messern, Gabeln, Blech, Silber ic., pr. Stück 12, « und 4 fr., Stearinlichter, pr. Paquet 24 bis 28 fr., Chaisenlichter, , ,26 fr., Wanjentinctnr, , , 24 r Königö-Neisstärke, pr. Pfund 20 fr., Kngelblan, Mainzerbla» rc., Wafchpnlver, pr. Paquet 3 fr., Theo in allen Sorten, Cliocolade, j «in Bertram sch^ji: *1 r<' läktelteii, rauch.'!! II T • W Z") foSti sss k Ltbrrz, efonit, eilh niiriii tiatn ephtimi ( mtnch uiD ass Wittkl' i lorti za jhlkn. N:: trfclghn ömzaü, 11:: ti in IcOmgti'i. I:i U « hurtrr iii lafftn fcL I ntta, taj $tcl fltiläi I tum seillkü SSaano j- I Er. Hergenrother'-, tut ^riotg dieser M M ( fcmti hadeo I I i|n« die nnnimtÜt • gar nijt u/tmlovill utnt'i StneWN Prioritäten« 30/g öster. Stsb.-Prior. 58V4 3°/0 öst. s. Lombard 74 ‘/g 30/0 Livorneser 35 5% Toscaner 54 50/g Elisabeth.-Prior. 781/z do. II. Emiss. 833/<________ AnlelienislooBe. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 41 40/0 bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. ll5/a 40/g badische Loose 1111/4 Badische fl. 35 Loose 701/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prioritatsloose 176 1860r Loose 86 Borsennachrichten. 26. August 1871. Preuss. 41/2% Oblig. 993/4 Frankf. 31/2% Obi. 83i/g Nass. 41/2®/o Obi. 98 V2 Kurhess. 4% * 021/4 Gr. Hess. 5% Obi. 1031/4 » „ 40/g n 957/8 » n 31/2% n - Bayer. 5O/o „ 100^ _ 41/2% 1jährige 991/4 40/g 1jährige 931/2 Wurtemb. 41/2% Obi. 98*/2 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 98 V2 Üesterr. Silberrente 573/4 n Papierrente 491/4 50/0 M. steuerf. — Vnerik. Bonds 1881r 1015/s _ 1882r 96i/8 _ 1885r 96i/8 ' „ 1887r 97 Spanier, neuest. 3% 311/2 Z Biercouünr, zur Darstellung dunkler Biere (Doppelbiere), unter Garantie vollständig klarer Lösung. Mohling & Comp. in Mainz. Preislisten und Proben stehen zur Ver- fügung.____________________________________ 3234) Ein fast noch neuer Sessel mit Rohrsitz ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. _______________ Senfmeyl „ „ Nelken, Pfeffer, staubfrei, Lorbeerblätter re. Aetien. Frankf. Bank 1391/2 Frankf. Vereins-Kasse 111 Bannst. Bankact. 386 Wien Bankactien 741 Galizien 2431/4 ,r «1! 1 *?r«0 . a<* CS/-* .-r-4‘ Mitt ,, «K» * •* vorräthig, sowie in Leinwand gebundene, auf dem Deckel das wohlgetroffene Portrait W ^Das Buchest ü/ftder'Buchhmidlung des In- und Auslandes zu haben. Wenn der Bezug durch eine solche zu umständlich ist, möge man den Betrag m Briefmarken franco an die Verlagshandlung von Franz Lipperheide (Potsdamer Stütze -j 116a) inBerlin einsenden, welche dann.die Exemplare gleichfalls franco übersendet. s-tz ' «■fortab,! Ä ' etont, 4,» '. 'a | n tu ttz,} zr^en gleich baare Zahlung öffentlich ver- ^^e^Großh. Bürgermeister der Umgegend werden ersucht, diese Versteigerung un Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu ^Gießen, den 21. August 1871. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Kalbfleisch, Stabsquartiermeister.__________ 3605) Mittwoch den 30. August, Nachmittags 2 Uhr, wird die Hafer-Erndte von sehr guter Qualität eines etwa 5/< Morgen ha tenden Grundstücks in der Nähe des v. Rabenau - schen Hauses am Seltersberg an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Gießen, den 28. August 1871. In Auftrag: Max Pilger. voryer °ei o=r mm,« uuu.uu —- D,e zu verkaus-nden Gegenstände s nd senden Bedingungen), öffentlich meistbie- zum größeren Theile mit dememgen gleich, oenoen 11 artig, welche Großherzogliche Garnfton- Verwaltung behufs der Verwerthung angekündigt, außerdem aber kommen eine Anzahl eiserner Gartenstühle und Garteut'sche neue- ter Form, mehrere chirurgische Instrumente und eine Anzahl gut erhaltener Luftkissen Ml tn obnbi?(iii> ;ui ji.ta tu I#! ,4i klinl, ■ •najis ai* >» •i-n factnil WH® ZiW‘" । ? binnfia*,' f ft*** zum Verkauf. ________________—— Das dctaillirtc Verzoichniß aller zur dteuc englische Bückinge zum Rohessei, smd^ug-troffem eigneten zur Einsicht auf. (3574) I. A. Busch Sohne. Chocolade in Vanille, > Gesundheits- und Gewüy- Clioculade aus der Fabrik der Herren Joh. Ph. Wagner in Mainz und Franz Stollwerck Lf Söhne in Cöln. Block-Chocolade und Cacao. Die rühmlichst bekannten Rettig- und Malz-Bonbons in Schachteln und Paquetcn, gegen Husten und Heiserkeit. Feinste Sorten von Reis- und Weizen-Stärke. 3398) Die Handluu der I. A. Kusch Sühne empstehlt bestens: g DI« friiiflni äljee'a, wie Pecco mit Blülhen, Souclion, Congou, Imperial. Kaffee: wohlschmeckenden Java, ä Pfund 32 kr. „ Ceylon, ä „ 36 „ " // a „ 38 „ n " $ n 40 „ // u // 42 , feinen gelben Kaffee, ä ,, 40 „ " " " b „ 42 „ WürjVdsucker, Haffinade und Uelis. 3404) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 227. 3531) In dem neu erbauten Hause der K atz en st ei naschen Besitzung sind zwei neu eingerichtete Familienwohnungen zu vermieden und sofort zu beziehen. Neflectanten wollen sich in meine Wohnung bemühen. B. Katzenstein, Neustadt Nr. 205. 3547) In meinem Hause ist ein Fami- lienlogis mit allem Zubehör zu vermiethen und alsbald beziehbar. Louis Lotz. 3525) Zwei möblirte Zimmer für das nächste Semester zu vermiethen. Neuenwea Lit. B. Nr. 194. ü Fsrbwklaren - Handlung Bedienung Blockchocolade Durch in Würfelzucker. Reisstärke. 5034) Die bSMbchen^zuÄmMhm?^ l,r* Steffan'sche Auge-,Heilanstalt in Frankfurt a. M tes Stübchen zu vermiethen. ziehbar. G- PH- Fillm ann. 3597) Ein braves, zuverlässiges Dienst- Vermischte Wnzeige« gute Zeugnisse besitzt, wird auf Michaeli Exped. d. Bltts. 3606) Es werden zwei tüchtige, unverhei- 3021) Das seither von Frau Pfarrer trennt zu vermiethen und vom 1. October an zu beziehen. empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Giessen (Seltersweg) Rosinen, Corinthen, Mänteln, Citronen, Citronat, Orangeat, gestoßenen Zimmet und gestoßene Raffinade. 3618) Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und den 1. November be- Eiergemüfe- und Eiersuppennudeln. 3603) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 97 im Vorderhause, Parterre. (Krogerstraße 8 und Sachsenhausen Dreiköniasstraße), auf s Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. 3209) Ein freundliches Logis nebst Zubehör ist an eine stille Familie zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Seltersweg Lit. C. Nr. 181. 3609) Das mittlere Logis meines Hauses, zum Preise von 160 ff., ist zu vermiethen. Emil Junker, Asterweg 103. Julienne, (getrocknete Franzosensuppenkräuter). Specerei -, Material- und Louy s Bierkeller 3613) Montag den 28. August: Humoristisches Abschieds-Eonrert, auögessthrt von der Tyroler Singspiel-Gesellschaft Peter aus Innsbruck. Anfang 8 Uhr. Entree ä Person 6 kr. von Emil Fischbach 3573) Den verehrten Damen diene hiermit zur Nachricht, daß ich mit dem 1. September wieder einen Cursus im Anfertigen von Damenkleidern dahier eröffnen werde. Theilnehmerinnen werden um baldige Meldung gebeten. Auch nehme ich Prtvat- stunden an. C. Schneider. 6197) Die | Mein Tuch und Bukskin Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. 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