AreiS vierteljährig 1 1- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch bic Post bezogen' vierteljährig i fl. 27 fr. Gießemr Anzeiger. Erjchein: täglich, mti Auf*, nähme Montags. Ervedition: Ganzletberg AL. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. 277. Dienstag den 28. November 1&71. Amtlicher T b e i l. Nr. 45 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausgegeben zu Berlin am 18. November 1871, enthält: (Nr. 730.) Gesetz, betreffend die Einführung des Gesetzes des Norddeutschen Bundes vom 6. Juni 1870 über den Unterstützungswohnsitz in Württemberg und Baden. Vom 8. November 1871. (Nr- 731.) Gesetz, betreffend die Einführung der Gewerbe-Ordnung des Norddeutschen Bundes vom 21. Juni 1869 in Württemberg und Baden. Vom 10. Nov. 1871. (Nr. 732.) Gesetz, betreffend die Verwendung des Ueberschusses aus dem Bundeshaushalt vom Jahre 1870. Vom 10. November 1871. (Nr. 733.) Allerhöchster Erlaß vom 12. November 1871, betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 2,020,900 Thalern. (Nr. 734.) Ernennung von Konsuln des Deutschen Reichs. Gießen, den 24. Nov^nber 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. N ö d e r. Politischer T v e i l. 27. November. mittel ist, sondern nur ein Bollwerk, dem andere folgen werden (lebhafter * Wir geben in Nachstehendem einen Auszug au« der Rede des bayerischen Cultusministers v. Lutz, womit er den Antrag der Bundesregierung, betreffend Erweiterung der Strafgesetzgebung recte Stellung der Geistlichen unter das Gesetz, in der Reichstagssitzung vom 23. November motivirte. Er sagte u. A.: Da die bayerische Negierung den Anstoß zu diesem Gesetze gegeben, so erlauben Sie mir, die Motive dafür etwas näher darzulegen. Wir stehen h>er nicht vor einer spccicll bayerischen Angelegenheit, obwohl in Bayern das Bedürfn'ß nach einem solchen Gesetze am dringendsten empfunden wird, was vielleicht schon für sich ein hervorragender Grund wäre, die Strafgesetzgebung in Thätigkcit zu setzen (oho!). Mit der Uebertragung der Strafgesetzgebung auf das Reich hat dieses auch die Pflicht übernommen, jedem Bedürsniß tn dieser Beziehung gerecht zu werden. Hier handelt es sich aber um eine gemeinsame Angelegenheit des Reiches, denn ich bin überzeugt, wenn die Gegner, gegen welche wir kämpfen, in Bayern gesiegt haben, so werden sie sich damit nicht begnügen, sondern noch weites fortschreiten (oho! im Centrum). Denken Sie nur an unsere neu erworbenen Provinzen Elsaß und Lothringen (hört, hort!). ES handelt lich__u«-^e $ro-w wer Herr im Staate sein soll, die Regierung oder die römische Kirche (Unruhe im Centrum); ich meine dabei nicht ein einzelnes Ministerium, sondern alles, was zum Organismus des Staatswesens gehört, vom Monarchen bis zum Volksvertreter. Wo zwei Regierungen im Staate bestehen, und vollends wo sie sich befragen, da wird die Grundlage aller staatlichen Ordnung erschüttert, namentlich tu denjenigen Staaten, deren Bevölkerung in ihrer Mehrheit dem Einflüsse der römischen Kirche prei-gegeben ist (oho!). Wer sich der Kirche nicht einfach unterwirft, den nennt sie ihren Gegner, und nur wenn sich die weltliche Regierung dem Kirchenregiment unterwirft, ist in diesem Falle ein einheitliches Regiment denkbar. Es gibt keine Materie, welche nicht die Kirche für sich beansprucht, selbst de» Steuergesetzgebung möchte sie sich bemächtigen. Wollte sich der Staat solchen Forderungen unterwerfen, so müßte er auf seine Mission verzichten; er hat aber die Verpflichtung, nicht zu dulden, daß die Krrche einen dicken Strich durch seine Anordnungen wacht. Bisher verfolgte aber die Kirche ihre Zwecke ganz unbekümmert um den Staat, ein Zustand, der auf die Dauer nicht bestehen kann. Ich bin ein Gegner des placetum regium, einmal weil ich die Ohmacht des Staates auf diesem Gebiete kenne, und zum andern, weil ich das placetum regium mit den Principien des modernen Staates für unvereinbar halte; ich erkenne an, daß Die Kirche ihre Freiheiten haben muß, aber ich folgere daraus, daß auch der Staat feine Freiheiten haben muß, daß er sich nicht zum bloßen Vollzugsorgan der Kirche machen lassen darf. Der Staat muß gegen Die Uebergr ffögelüste der Kirche ein Bollwerk aufrichtcn, und das ist nach unserer Anschauung das vorge- schlagene Gesetz, welches durchaus keine neue Erfindung ist. In den meisten Strafgesetzbüchern, selbst in vielen römischen Staaten (oho!) finden Sie eine ahn- liche Bestimmung, weil die mit dem Clerus gemachten Erfahrungen höchst bedenklicher Natur sind. In unsinnigen Reden von der Kanzel erfolgten Die heftigsten Angriffe auf Die weltliche Regierung, auf ihre ganze Haltung, auf Die ganze Gesetzgebung, welche die Interessen der Negierung und des Volkes auf'S Aeußerste gefährden; nicht mit Gründen sachlicher Politik wurde gekämpft, sondern immer nur mit dem Vorwurfe, daß die Negierungsacte mit den Geboten Gottes in Widerspruch stehen und daß es Pflicht sei, den Gesetzen den Gehorsam zu verweigern (hört, hört!). Der CleruS sucht aber auch schon durch Schmeichelei eine Verbindung mit den Massen (oho!). Ich erinnere Sie nur an Die Reden einzelner Abgeordneten hier im Hause, in Denen sie sich als Abgesandte des Volk.S u. s. w. bezeichneten. Für die Art und Weise, den Königen gegenüber zu sprechen, dafür hat man keinen andern Namen als ByzantismuS. Man stellt jetzt eine Lehre je nach Bedarf als Dogma auf, und den Katholiken bleibt nichts anderes übrig, als den Gehorsam gegen seinen Glauben oder gegen den Staat aufzugeben. Man stellt Dogmen nach Bedarf auf und verlangt dann von Den Regierungen, daß sie diese Dogmen anerkennen, oder man denuncirt sie als irreligiös, wenn sie in weit- lichen Dingen nicht den kirchlichen Standpunkt einnehmen. Ich lege großen Werth darauf, bah der Gesetzentwurf demjenigen Theile Der Geistlichkeit, welcher Die Staatsautorität anerkennt, einen Schutz gewährt. Dieser Schutz wird es ihnen möglich machen, ihrem Herzenswünsche zu entsprechen: Frieden mit dem Staate zu halten (Beifall!). 3m Uebrigen gebe ich zu, daß der Gesetzentwurf kein Universal. Beifall!). f Das Gesetz gegen den Amtsmißbrauch der Geistlichkeit, welches die erste Lesung tm Reichstage pasflrte, ist mehrfach als erster Anfang einer Reihe weiterer Maßregeln gegen die in prtvilegirter Stellung befindlichen geistlichen Organe bezeichnet worden, auf welche wir hoffentlich nicht lange zu warten haben werden, denn das Strafgesetzbuch genügt bei Weitem nicht, um Der klerikalen Partei Den Einfluß auf die Massen des Volkes zu entziehen. Hierzu bedarf es vor Allem moralischer Mittel, nicht blos polizeilicher Maßregeln, sondern vornehmlich solcher Gesetze, die sich in freiheitlicher Richtung bewegen und wie wir sie schon häufig angedeutet haben, als Civilehe, Trennung der Kirche von der Schule, Beseitigung des Kirchenzwangcs u. s. w. Freilich wtrd man auch hiermit nicht auskommen, wenn, was vielfach von den Führern der Clcrikalen behauptet wird, diese letzteren den Schwerpunkt ihrer Agitation auf das sociale Gebiet verlegen. Daß dies namentlich in Bayern geschehen wird, dafür liegen bereits deutliche Anzeichen vor; auch bekämpft Die dortige demokratische Partei das neue Gesetz als befon^r« wirt’—ejus rmöffiTngmen törr.^fe '»US Büchern ziemlich allgemein Die Befürchtung aus, daß bei einer etwaigen Austvzung des bayeriscven Landtags die sogenannte patriotische Partei die Mehrheit erhalten werde. Aber auch in den katholischen LandeStheilen Preußens wird die klerikale Partei mit verdoppeltem Eifer und mit verstärkten Mitteln auf die Massen des Volkes einzu- wirken suchen durch die drastischen Schilderungen der socialen Nothstände. Der Kampf gegen Die Clerikalcn wird also nicht so leicht sein und jedenfalls an Der Hand des Strafgesetzbuches allein nicht zum Austrag gebracht werden können; nur eine gesunde sociale und politische Entwicklung wird uns gegen die Gefahren der klerikalen Agitation sichcrstellen, die in Der nächsten Zeit unzweifelhaft vorzugsweise auf Den Haß Der Armen gegen Die Reichen dastrt sein und ihre Hauptnahrung aus der „Ausbeutung Der Arbeiter durch das Kapital" ziehen wird. Insofern hierdurch Der Staatsgewalt von neuem ein Impuls gegeben wird, Der Entwicklung unserer socialen Verhältnisse eine größere Aufmerksamkeit zuzuwenben, begrüßen wir das neue Gesetz auch nach dieser Richtung hin mit Freuden. Neueren Gerüchten gegenüber, welche von Dem Rücktritte des Cultusministers sprachen, erfährt ein Berliner Correspondent der „A. A. Z." von gut unterrichteter Seite, daß es kürzlich bei Erörterung Der das kirchliche und Unterrichtsgebiet berührenden Fragen zu einem äußcrst lebhaften Austausch der Meinungen zwischen dem Fürsten Bismarck und Herrn v. Mühler gekommen sei, Der jedoch das erwartete Entlassungsgesuch Des letzteren nicht zur Folge gehabt, aber auch ebenso wenig mit Dem Siege der von ihm vertheidigten Ansichten geendet habe. Oesterreich hat uns abermals eine neue Ueberraschung geboten: Die vielgeschmähte deutsche VrrfassungSpartei ist wieder zu Ehren und Ansehen gekommen bei Hofe und der Kaiser hat Das Programm derselben Durch Die Ernennung DeS AuerSpcrg zum cisleithanischen Ministerpräsidenten im wesentlichen acceptirt. Dte Politik DeS Grafen Andrassy, an Dem Dualismus festzuhalten, Die nationale Un- adhängkeit Ungarns kräftigst zu schützen und den Deutsch Oesterreichern die größtmöglichsten Freiheiten zu gewähren, wird mithin zur Wahrheit und Wirklichkeit werden, und wenn dieselbe nicht aufs neue über Bord geworfen wird, so steht zu erwarten, daß Oesterreich, wenigstens so weit als möglich, Herr seiner inneren Schwierigkeiten wird und dadurch in eine neue, hoffnungsvolle Aera eintritt. t Berlin, 23. November. Durch k. Cabinetsordre ist Den zur Okkupationsarmee in Frankreich gehörigen Unteroffizieren ein Anspruch aus einen OOtügigen Urlaub in Die Hcimath, binnen Jahresfrist einmal, mit Grhalt zugestanden worden und haben Die Betreffenden sowohl für Die Hin- als für Die Rückreise freie Fahrt auf Den Eisenbahnen zu fordern. -j- Berlin, 24. November. Deutscher Reichstag. 29. Sitzung. Vice-Prä- sident Fürst Hohenlohe Schillingsfürst eröffnet um lU/4 Uhr Die Sitzung mit Der Mittheilung, daß Präsident Dr. Simfon wegen Unwohlseins verhindert ist, das Z mmer zu verlassen. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein: 1) Das Gesetz über die Ausmünzung von Reichsgoldmünzen wird in der Endabstimmung definitiv angenommen. 2) Zweite Lesung deS Gesetzes über die Beschränkung dcS GrundeigentyumS tu der Umgebung von Festungen. — Auf Antrag v. Unruh's (Magdeburg) wird der Gesetzentwurf nach den Vorschlägen der Commission en bloc angenommen. BundcScommissar Geh. RegierungSrath Dr. Achenbach erklärt dazu, die verbündeten Regierungen Härten sich über die Aenderungen der Commission noch nicht schlüssig gemacht, sie müßten sich mithin Vorbehalten, ihre Bedenken bei der dritten Lesung geltend zu machen. Bei derselben Gelegenheit hofft v. NiegolewSki williges Gehör zu finden für die unberechtigten und schweren Kränkungen, welche die Vorlage der Stadt Posen zufüge. 3) Fortsetzung der EtatSberathung. — Etat des Reichstagsbüreau. Auf Antrag v. Benda wird die Erhöhung der Unterbeamten - Gchäiter um 50 Thlr. gestrichen, um die ReichstagSbeamten mit den übrigen RcichSbeamten gleichzustellen. — Minister Delbrück empfiehlt die Streichung der den Besoldungspositionen angehängten Bemerkung: „Die Anstellung aller Beamten und Diätarien des Reichs- tags steht dem ersten Präsidenten des Reichstages zu, in der Zeit zwischen zwei Sessionen übt dies Recht der erste Präsident der vorigen Session", als überflüssig, das Haus hält dieselbe jedoch aufrecht. — Frhr. v. Hagke bittet, der Reichstag möge die Fürsorge für die Erhaltung der vom König Ludwig von Bayern dem Deutschen Reiche testamentarisch übermachten Walhalla bet Regensburg übernehmen, wozu Frhr. v. Hoverbeck bemerkt, es bedürfe noch sehr der Erwägung, ob der Reichstag das Vermächtniß annehmen wolle. — Von den einmaligen außerordent» lichen Ausgaben (5000 Thlr. als erste Rate für die Begründung der Reichstags- bibliothek) werden auf Antrag v. Hennig's 600 Thlr. als Gehalt für den Bibliothekar abzuzweigen. — Daraus werden sämmtliche Etatspositronen genehmigt. 4) Dritte Lesung des Gesetzes über die Einführung der neuen Maaß- und Gewichtsordnung in Bayern. — Wird ohne Debatte definitiv angenommen, über mehre dazu gehörige Petitionen zur Tagesordnung übergegangen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. t Berlin, 24. November. Der bayerische Minister v. Lutz, der schon seit längerer Zeit persona grata am hiesigen Hofe ist und durch seine gestrige Rede, die den Glanzpunkt der Reichstagsdebatten bildete, die besondere Aufmerksamkeit unserer Hofkrcise auf sich gezogen hat, wurde heute zur kaiserlichen Tafel ge- laden. Das Marineministerium, das vom 1. Januar k. I. ab eine besondere Ab- theilung des Reichskanzleramts bilden wird, erhält nach den jetzigen definiteven Bestimmungen zu seinem Chef den General v. Stosch. Berlin, 25. Nov. Simson erklärte, daß er die Wiederwahl zum Präsidenten des Reichstags annehwe. Derselbe ist aber so leidend, daß er in dieser Session schwerlich mehr den Vorsitz wird führen können. Braunsbcrg, 22. November. Als Prof. Michelis am Sonntag früh die katholische Pfarrkirche besuchte, bat ihn bald nach Beginn der Messe der Küster im Anstragc des Herrn Erzpriesters, die Kirche zu verlassen. Als der Professor darauf erwiderte, er Werde bleiben und möglichst jeden Sonntag um diese Zeit die Kirche besuchen, wurde die Messe unterbrochen. München, 23. November. Die ultramontanen Zeitungen versuchen cs, von Zeit zu Zeit ihre Leser weiß zn machen, Döllinger habe sich von der altkatyolischen Sache abgewendet. Auch in jüngster Zeit wurde dieses Märchen wieder aufge- tischt. Als Antwort hierauf können wir mittheilen, daß Döllinger nun sogar versprochen j?rei VortrLs- über die kirchlicheL^e im,Museum zu halten, wenn -viv Vorträge zu sind, welche von altkattzoUschen Männern der Wissenschaft dort angekündigt und zum Theil schon gehalten wurden. — Morgen findet in der Nikolaikirch-.' wieder eine altkatholische Trauung durch Professor Friedrich stakt. Bräutigam ist der in letzter Zeit vielfach genannte Sekretär des altkatholischen AgitationscomiteS, Dr. Zirugiebl, und als Zeugen fungiren Professor Huber und Fabrikant Schaumberger, ebenfalls Mitglieder des vorgenannten Comites. Wien, 25. November. Das Abendblatt der „Neuen Freien Presse" meldet aus authentischer Quelle, daß heute folgende neue Minister den Eid ablegen werden: Fürst Auersperg, Präsident; Lasser, Inneres; Glaser, Justiz; Stremayr, Unterricht; BanhanS, Handel; Chumetzky, Ackerbau; Unger, ohne Portefeuille. Das Ministerium der LandeSvertheidigung ist dem Oberstlieutenant Horst übertragen. Freiherr v. Holzgethan bleibt vorläufig Finanzminifter. — Die Landtage von Mähren, Krain, Oberösterreich, Bukowina, Vorarlberg werden morgen aufgelöst und der ReichSrath auf den 21. Decembcr einberufen., Wien, 25. November. Die neuernannten Minister, Fürst Adolph Auersperg, Lasser, Glaser, Unger, BanhanS, Chumetzky und Stremeyr Haden heute den Eid in die Hände des Kaisers abgelegt. Brüssel, 24. Nov., 10 Uhr Abends. Es schlägt eben Generalmarsch. Seit 8 Uhr steht die ganze Bürgergarde unter Waffen. Die Volksmenge zertrümmerte die Fenster an dem Hotel Nothomb's und dem des Justizministers. Im Quartier Leopold hieb die Gensd'armerie ein. Es gab mehrereBerwundete. Augenblickl'ch herrscht Ruhe. Brüssel, 25. November. Heute war der Minisierrath versammelt. Der Gemeinderath ist in Permanenz, um auf energische Schritte gegen die Ruhestörer hinzuwirken, um eine Intervention der Militärmacht zu verhindern. Seit Dienstag campirt ein halbes Bataillon Artillerie mit gefüllten Protzkasten in der Nähe Brüssels. In Lüttich, Gent und Mons herrscht ebenfalls Aufregung. Brüssel, 25. November. Wie dem „Echo du Parlament" von angeblich unterrichteter Seite mitgctheilt wird, dürfte die Entlassung DeDecker's höchst wahr- scheinlich erfolgen. DaS genannte Blatt fügt hinzu, cs sei aller Grund vorhanden, zu glauben, daß auch im Uebrigen der öffentlichen Meinung Genüge geschehen werde. Paris, 23. Nov. Der verlängerte Aufenthalt der Kaiserin Eugenie in Spanien veranlaßt die Regierung zu strenger Überwachung der Grenzen wegen passtrender Bonapartisten. — ThierS intervenirte nochmals zu Gunsten Rossel'S, um feine Begnadigung zu erwirken. London, 25. Nov. Einem gestern Abend ausgegebenen ärztlichen Bulletin zufolge hat der Prinz von Wales einen ruhigen Tag verbracht und sind die Symptome fortwährend günstig. — Ein Telegramm des „Daily Telegraph" aus Algier meldet: Eine Barke mit 75 Meccawallfahrcrn ist im Hafen untergegangen. Alle ertranken. Rom, 24. Nov. Der Papst hat Bischöfe für 19 Diöcesen ernannt, worunter sich 14 italienische befinden. Es wird versichert, daß der Papst bei diesem Anlaß keine Allocution gehalten, sondern nur sehr kurz von der Mission des Monsignori Franchi gesprochen habe. Constanünopel, 21. November Die Journale veröffentlichen eine Kundmachung der Polizei-Präfectur von Stambul, worin die christlichen Einwohner eingeladen werden, während des Ramazans in Gegenwart von Muselmanen nicht zu rauchen. — Seit einiger Zeit haben sich wiederholt Fälle ereignet, daß christliche Frauen von Soldaten in den Straßen insultirt wurden. Beide Meldungen sind Symptome des überhanvnehmenden religiösen Fanatismus, der durch die gesummte moslimitische Welt, von Algier über Indien nach China, geht. Newhork, 25. November. Der frühere Controleur Connolli ist unter Anklage von Veruntreuungen zum Nachtheil der städtischen Gaffen verhaftet worden. Mexico, 30. Oct. Die Revolution in Nuevo Leon hält an. Die Insurgenten des Staates ZacatccaS sind in den Staat San Luis Potosi eingedrungen. Eine große Anzahl von Banden durchzieht plündernd die Staaten von Hidalgo und Mexico. Im Staat Aguas Calientes befehligt Gomez Portugal die Insurgenten. Ximenez ist an der Sp'tze der Insurgenten in der Nähe von Guerrero und Puebla. Die Behörden des Staates Oaxaca haben unterlassen, die Wiederwahl Juarez' zu promulgiren. Washington, 24. Nov. Großfürst Alexis hat sich nach Newyork zurück- begeben. Derselbe war vom russischen Gesandten Katakasy begleitet, welcher nach Rußland geht. Die Gesandtschaftsgeschäfte werden inzwischen vom Militärattache Obersten Gorloff geführt. Rio de Janeiro, 23. Oct. In der Nacht vom 16. October wurden 7 Deutsche, von denen 5 Unteroffiziere der Deutschen Corvette „Nymphe" waren, von einem angetrunkenen Individuum, welches ohne allen Grund das fröhliche Lachen der Deutschen gegen sich gerichtet glaubte, erst beleidigt und sodann thätlich angegriffen. Hieraus entwickelte sich ein Kampf, an dem nach und nach 30 bis 40 Angreifer Theil nahmen. Zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen worden. ........—..... Literarisches. Unter besonders günstigen Auspizien tritt die Jllustrirte Welt, jene allgemein bekannte, bei Eduard Hallberger in Stuttgart erscheinende illustrirte Zeitschrift, in den Jahrgang 1872 ein. Denn wenn eine Zeitschrift 19 Jahre einer ruhmvollen Existenz zurückgelegt hat, so darf man gewiß sein, daß sie nicht nur in Form und Inhalt den guten Geschmack und die allgemeine Bildung der fortschreitenden Zeit darstellt, sondern daß sie auch die vorzüglichen Eigenschaften besitzt, welche,für die Zukunft ihre dauernde und ungeschmälerte Beliebtheit im Publikum gewährleisten. In der Thal bieten wiederum die ersten Hefte des neuen Jahrgangs ein lebendiges Bild des Bienenfleißes, mit dem die Redaktion alles Schöne und Gute auf dem Gebiete der Literatur und Kunst zu vereinigen beflissen ist. Vor Allem ist ein inhaltlich reicher und spannender Text rühmend hervorzuheben. Hackländer beschenkt uns mit einer Erzählung aus dem letzten Kriege von jenem unnachahmlichen Reiz, wie er nur diesem berühmten Autor zu Gebote steht: Das Schloß in den Ardennen. Auch Friedrich (Ser; ft ä cf er, den überall willkommenen Freund der deutschen Lesewelt, finden wir vertreten in einer drastisch geschilderten Episode aus dem Abenteurerleben des amerikanischen Hinterwalds: In den Red- River-Sümpfen. Aus v an Dew a l l's leichtbeschwingter Feder fließt eine Novelle: Eine große Dame, welche die sorgfältigen Beobachtungen kennzeichnet, die dem Verfasser die inneren Wirrnisse der polnischen Reoolutionsgeschichte zugänglich machten. Wen die nordamerikanischen Verhältnisse interessiren, der findet in den höchst originellen Skizzen Goerdcler's reiches Genüge. Um diese besonders hervorragenden Gaben gruppirt sich eine reiche und äußerst interessante Fülle kleinerer Novellen, Erzählungen, Schilderungen aus der Natur, dem Völker- und Kriegsleben, deren trefflicher Auswahl wir rühmend gedeyken wollen, die aber einzeln aufzuführen uns an dieser Stelle versagt ist. Es sei uns nur noch erlaubt, des schönen Kranzes vuTjügiid^cr JLustationen zu ßebmffn, der artistische Schmuck ist ja nicht der geringste Vorzug, den eine Zeitschrift moderner Richtung haben kann. In edler und schöner Weise hat man dieser Richtung Rechnung getragen. Im Vorzimmer des Kardinals nach einem Gemälde von Heilbuth ist ein wahres Kabinetsstück antichambrirenden Be- diententhums. Simson's, des Reichstagspräsidenten, markiges Porträt, ferner die Illustrationen: Die letzten Augenblicke des Erzbischofs von Paris,— Das Rendezvous von Karl Becker, — Unser Fritz in der Schlacht bei Wörth 2C. dürfen als ebensoviele künstlerisch vollendete Bilder bezeichnet werden. Wenn wir noch hinzufügen, daß der Preis eines so reichhaltigen Heftes der Jllustrirten Welt, wovon 17 einen Jahrgang bilden, nur 4 Sgr. beträgt und daß diesem Jahrgang wiederum ein Prachtstahlstich: Die schönen Tage von Aranjuez, dessen Holzschnittkopie sich im ersten Hefte befindet, gratis beigegeben wird, so bedarf es eines weiteren Kommentars, daß unser Lob ein gerechtfertigtes ist, nicht. Borsennachrichten. 25. November 1871. Aetlest« 50/g östr. F. St. E. B. 394 Lombard. Bahn 2003/4 Ludwigsh.-Bexbach 1927/s Maxbahn 1412/4 Bayer. Ostbahu 1451/4 Rhein-Nahebahn-Aet. — Hess. Ludwigsb.-Aet. 182 Oberhessen „ 80 Weehnei. Amsterdam k. S. 991/4 Augsburg k. 8. 993/4 1 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 961/g Brüssel k. 8. 93 Hamburg k. 8. 87i/2 | Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118% Lyon k. S. 915/s t Paris k. 8. 91% Wien k. 8. 1001/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 4 % I Preuss. 41/2 0/g Oblig. 1003/8 Frankf. 3i/20/0 Obi. 87 Nass. 41/2 o/o Obi. 981/2 Kurhess. 4% „ 92 Gr. Hess. 5% Obi. 103i/4 , „ 4% n 96 » n 3V2% , 92 Bayer. 50/0 „ l()O3/8 „ 41/2 o/o 1jährige 997/g „ 40/o 1jährige 943/4 Würtemb. 4^ % Obi. 995/8 Baden 41/zO/g Obi. 0. E. L. 991/4 Oesterr. Silberrente 573/4 „ Papierrente 495/s Amerik. Bonds 1881r 1007/a n n 1882r 971/4 w w 1885r 975/8 „ n 1887r 977/e Spanier, neuest. 3% 32 Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 583/g 3°/o öst. s. Lombard 79^ 30/0 Livorneser 373/g 50/g Toscaner 57 50/g Elisabeth.-Prior. 815/g do. JI. Emiss. 79 Vz tteldsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 181/2—191/2 l Engi. Sover. 11 47—49 Russ. Imper. 9 42—44 j Dollar in Gold 2 24‘/2—25i/2 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fL 43 40/g bayr. Präm.-Anl. 1123/4 Ansbacher 7 fl. 12i/8 40/g badische Loose 1103/4 Badische fl. 35 Loose 70 3 o/g Oldenburg, ä 40Thlr. BG3/» Oestr. fl. 250 v. 1854 761/2 1858r Prioritätslooae 187 1860r Loose 87 1864r n UVA Braunschweiger 191/8 Stadt Florenz 84 Aetien. tVankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 120i/2 Darmst. ßankaet. 452 Wien Bankactien 813 Galizien 2581/2 Oest. Creditaot. 307i/4 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oderhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. AMtStag, gifte ieftimmt« f M richte ji Balten, dH Pe J Gießen, t In den । Die Hau „urdieA"w sind, welche n *in Jeder am jeher Haushalts lei ih°> ** 5019) Zur Bezahl ton dm bti der hu Mi’e angelegten JW Wes fällig. wert» Termine festgesetzt, n 1) Samstag bei 2) Dienstag „ 31 Mittwoch „ 4) Donnerstag „ 5) Samstag „ 6) Dienstag „ 7) Mittwoch „ 8) Donnerstag „ 9) Samstag „ | 10) Dienstag „ । 11) Mittwoch „ | 12) Donnerstag „ j 13j Samstag „ 1 14) Mittwoch „ 1 15) Donnerstag „ | 16) Samstag „ I Die Interessenten I irdert, die Zadlunge | Mpsang zu nehmen | igung der Schuldfch I Zugleich wird dem | 'onnerstag fallenden rdieiiten der Stadt ui Dienstag, Mittw '•■oben Zahltage für immt sind. MtzmrnMgv 'fies in ihren Gev Seife bekannt mach Gießen, den 26. : Der Rechner der f Iersieis ^5) Mittwoch der , Vormitt rm Hause ->hnell am Markt 5, tfen des Nathan 'Wn Gegenstände, Werkzeug, ° dahin einschlaaei ^nien Stöcken und ^ersteigert. Wn, den 26. Nc •I V Samstag den 2. bccorirt; daher aufge- Jtalienifche Maronen 00 mit Kehr. vom Fr. Scbwaab, SelterSweq. CD □ü C5 empfiehlt (5066) 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) Dienstag Mittwoch Donnerstag Sanstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Emil Fischbach, Seltersweg. Abgeholl vom Lager- zu..... an'6 Haus geliefert zn..... bei Wagenladung von mindestens 50 Ctrn. an s Haus geliefert zu..... 12) Donnerstag 13) Samstag 14) Mittwoch 15) Donnerstag 16) Samstag SS',, S. Wk 8.105 8. SS'/, 8.93 8. 8. 105 8. iWl 30 fr. pr. Ctr. 32 V V v s Fettkohlen in stückreicher Qualität sind in täglichen regelmäßigen Beziehungen zu haben durch Wilh. Laupenurühlen, in Dahlhausen a. d. Ruhr. in broncirten Thonwaaren: Fischglocken, Figuren, Blumentöpfe, Blumenampeln; in iackirten Blechwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodk'örbe, Zuckerdosen re, 5036) l(i()O fl. Stadt Gießener 3'/r- procentige Obligationen werden zu verkaufen gesucht und wird die Exped. d. 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Berlin, im November 1871. A. W. Bullrich, vormals.F. C. Stegmann, Hoflieferant. Für Wcihnachtvverfauf zurnckgesetzt!! 5059) Damenkleidcrstoffe, das vollständige Kleid von 15 Ellen für 2 fl. 30 fr. und höher, schottisch carnrte rein wollene Popelines zu 22 fr. pr. Elle, Caehemirtifchteppiche zu 2 fl. 30 fr., weiße rein leinene Taschentücher von 2 fl. 24 fr. pr. Dutzend an, schottisch carrirte Shawls zu 6 fl., große seidene Foulardstücher zu 1 fl. 36 fr. pr. Stück, ®/4 Rein Leinen, ä 15 fr. pr. Elle, leinene Tischtücher zu 1 fl. 30 fr., Darnerr- mäntel zu 8 fl und höher, Fußteppiche, wollene Bettdecken, Gardinenftoffe, Sommer- und Winter-Buxkins rc. Moritz Heichelheim, Selteröweg C. 185. lnl(r Sn. 1 »otbtn. ie 3n|ut. 5. 6. 7. 9. 12. 13. 14. 40^ 40-42 u-U December, Braunkohlen Heffenbrücker Hammer, gebe ich, zu folgenden Preisen ab: Gangbare Dampfmaschinen-Loeomobilen, sowie auch ZlmiiierlocoMioS iven, sämmtlich mit Spiritusheizung, empfiehlt KarlFnhr, Kirchenplatz. Bersteigerung«. 5005) Mittwoch den 29 ^)tooembcr, Vormittags 9 Uhr, cerben im Hause des Herrn Gastwirths Schnell am Markt dahier die zum Schulden- wesen des Nathan Simon von hier gehörigen Gegenstände, bestehend in 1 Drehbank nebst Werkzeug, Pfeifen, Pfeifenköpfen unb bahin einschlagenden Maaren, Regen- itiirnien, Stöcken und Hausmobilien, öffentlich versteigert. Gießen, den 26. November 1871. Der Massecurator: M. Pilger. 5049) Zur Bezahlung der Zinsen, roeldje; von den bei der hiesigen Spar- unb Leihkasse angelegten Kapitalien am Enbe dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Musikwerk und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke fnielenb, mit und ohne Glocken und Trommel, Caftagnctten Himmelsstimmen, Mandolinen zu «n-xros-Preisen, empfiehlt (2587) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. und ohne Druckpumpe, in jedem Zimmer anzubringen; als !Triebkraft hierzu: 28 , iuräj. lttr oaih ^Umtache !! Schöne Weihnachtsgeschenke!! zur Belehrung und Unterhaltung. Ziniuierfontaiiiexi Gcsoudere Lckanntmachungen. Die Volkszählung im Jahre 1871 betreffend. In den nächsten Tagen wird die uns übertragene Volkszählung ihren Anfang nehmen. Die Haushaltnngsvorstände werden aus den ihnen zum Ansfüllen zugestellt werdenden Zählungslisten ersehen, daß auf der ersten Seite derselben nur die Anwesenden ausgezeichnet werden sollen und daß auf der letzten Seite nur diejenigen Abwesenden besonders zu verzeichnen find, welche noch zur Haushaltung gehören und die sich nur auf kurze Zeit aus der letzteren entfernt haben. Jeder am 1. December Vormittags Anweseude wird in der Haushaltung gezählt (ausgeschrieben), wo er seine Schlafstelle hat; folglich muß jeder Haushaltungsvorstand außer seinen eigenen Familiengliedern auch seine Dienstboten und die bei ihm wohnenden Gesellen, Lehrlinge, sowie die bei ihm wohnenden ledigen Miethsleute (Accessisten, Studenten, Schüler, unselbstständige Arbeiter, Kostkinder, Verwandte rc.) und die bei ihm einquartirten Soldaten in seine Liste einschreiben. Wer etwa das Ausfüllen der Zählungslisten den Zählungs-Agenten überlassen muß. wolle dafür sorgen, daß er bei Ankunft des Zählungs-Agenten alle nöthigen Notizen, (Geburtstag, Confession, Heimath und Staatsangehörigkeit der einzuschreibenden Personen) bei der Hand hat. Wollte man erst beim Eintreffen des Agenten diese Notizen sammeln, so würde das Zählgeschäft in der gesetzten kurzen Frist nicht vollendet werden können. Die Gastwirthe müssen am 1. December früh alle Gäste, die in der letztverflossenen Nacht in ihren Gasthöfen gewohnt haben, nach Namen, Geburtstag, Confession, Beruf, Heimath und Staatsangehörigkeit genau ausfrsgen und hiernach die vorgeschriebenen Einträge in die für die beherbergten Gäste bestimmten besonderen Zähllisten machen. Wir richten nun an die Bewohner der Stadt Gießen das dringende Ersuchen, die am 1 December Vormittags ausgefüllten Zähllist.n so bereit zu halten, daß sie vom 1. December Mittags an und an den zwei folgenden Tagen in Empfang genommen werden können. Gießen, den 13. November 1871. Die Zäblnngs - Commission: Rover. Nagel. W. Keller. Wilhelm Balser, PoytUau-, Glas- und Krystall - Maaren - Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl: e GUgtmtin ni, in den er. Erislenz 3nbo.lt ben 11t, 'andern rt dauernde bieten wie- ckmnilchH leralur unb idlinig aus berühmten rid) Grr- :r vertreten mfamidjtn n'Lwingter Pachtungen n-Mchke der findet be'onders 'i kleinerer itgilM nzumhren z Kranzes r tzmnche lchönn rienden $t$ , ferr.ct dir Paris, - ilaöt bei nö werden. ■ g'üuslrirten mWßflnu denen Hotz' ari es eines tu feinem Porzellan: Tafelservice, Kaffeeservice, . m Waschgarnituren i Trag-Eßgeschirre,j c Tassen rc. rc. Buchen - Scheidholz in Stecken unb kleinae macht, Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer (5064) empfiehlt Aug. Barth olomay. 5003) Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade empfehlen 23. „ 27. „ 28. , _ ... » 30. Die Interessenten werden fordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt ließen, dagegen die auf Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen be- timmt sind. , Die Herren Bürgermeister werden ersumt, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. November 1871 Der Rechner der Spar- und Leihkasse: 5054) Stuttgart. Gsrttner'sche (ßidjt-lUatk, „ Zahnweh-Watte, reelle preisgekrönte Fabrikate, empfiehlt in Paqueten ä 12 und 24 fr. C. Göirttner, Apotheker- Niederlage bei Herrn ■>jt. Laubinacr, Apotheker tn Gießen- FeilgeboteAss. Lhinrs. Haarfärbk-Tinrtur llellt leicht und dauerhaft die ursprüngliche Haarfarbe schön schwarz, braun oder blond Bieber her, ä Carton 25 unb 12Vr Sgr-, Kets vorräthig bei Carl Frech. (4395) 4803) Bückinge zum Lacken Md angekommen bei I. A. Busch Söhne. 5067) Heute treffen frische Schellfische ein bei Bäcker Vogt, Watltbor. 4880) Vorzügliche Milch ist täglich frisch zu haben im Hause des Schneidermeisters I. Retter, Seltcrsweg Lit. C. Nr. 168. 5052) Circa 25 Wagen Pferdemtst ftnb zusammen im Rappen zu verkaufen. Billard-Kreide (5013) bei Wilhelm Balser. 4919) Jtal. Maro- nen (Cckstanien) empfehlen 9) Samstag „ 16- 1/ 10) Dienstag „ 19. fl 11) Mittwoch „ 20- ff Geschäfts-Eröffnung. 8 S. Walldorf, Marktplatz, im Hause des Herrn Kupferschmieds Vogt, beehrt sich hiermit einem geehrten Publikum die Verkaufs-Eröffnung seines Lagers aller nur möglichen Gebrauchsartikel ergebenst anzu- zeigen und hierbei die Bitte anzureihe», sich durch geneigte eigene Anschauung von der Reichhaltigkeit desselben überzeugen zu wollen. Namentlich erlaubt sich derselbe auf nachfolgende, zu Weihnachtsge- schenken sich eignende Gegenstände ganz besonders aufmerksam zu machen, als: Albums und Necessaires mit und ohne Musikwerken von 30 kr. an biö zu 20 fl. Portefeuille - Maaren, als: Cigarren - Etuis mit und ohne Stickerei, Portemonnaies 2c. rc., Kleiderhalter, Reiseteppichc in allen Güten und Farben. Neusilber-Waaren, als: Kaffee- und Theeservice, Butter- und Zuckerdosen, Löffel und Gabeln, Obstteller, Huiliers und alle übrigen hierher gehörigen Artikel. | Magdeburger Feuerversicherung;; -GeselftöM. Vollständig begebenes Grundkapital acht Nkillionen fiebern hundertfünfzigtausend Gulden Wir bringen hierdurch zur öffentlicheu Kenntniß, daß wir dem Herrn Kaufmann M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Loa. eine Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. Unsere im Kreise Gießen schon früher errichteten Agenturen in Gießen 'Herren Echternach & Haustein) und in Lich (Herr Ph. Zimmer) bleiben auch ferner bestehen. Frankfurt a- M-, im September 1871. Die General - Agentur. H. Hahn 8t Sohn. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige, empfehlen wir uns zur Annahme von Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft und sind zu jeder über dieselbe gewünscht werdende Auskunft gerne bereit. Echternach & Haustein in Gießen, M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lumda, Ph. Zimmer in Lich, Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs- Gesellschaft. sowieL°gEU^°zu""^ »uf Whnachttn gesucht 5051) Ein möblirtes Zimmer zu ver-^ micthen. Neustadt Lit. D Nr. 57. i 5011) Ein kleines Familienlogis ganz! billig zu vermiethen. Näheres bei bei-: Exped. f. Bltts. \ 5027) Für einen Arbeiter kann Kost und Logis abgegeben werden. Asterweg Lit. A. Nr. 108. 5056) Ein guterhaltenes Elavier oder Pianino zu fünfen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5050) Ein Gulden 43 Kreuzer und ein kleiner Schlüssel gesunden. Abzuholen bei Frau Schreiner Lehrmund, Katharinengasse. 5053) Schöne Gänscleber im Rappen zu kaufen gesucht. Rudolf iR osse 9 sollte, wird gebeten, ihn wieder abzugeben K werden alle Annoncen bei Schäfer Lemp, $ sorgfältig abgefaßt und in Treis a. d. Lda. für einen augenfälligen da Inserate (4956) in sämmtl. existirende Zeitungen werden zu Original- Preisen prompt besorgt. Bei grösseren Aufträgen Rabatt. Annoncen - Bureau von Eugen Fort in Leipzig. CD o 1TD 5030) Gesucht. Ein Kindermädchen ge- | letzteren Alters für guten Lohn. Von wem?, » sagt die Exped. d. Bltts. welche sich durch ih e Solidität durch Zeug- nisse ausweisen können, finden eine gute Stellung. Kaufmännische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Franco-Offerten werdens suh Chiffre B. 3429 durch die Annoncen-! Expedition von Rudolf Moffe in Frankfurt a. M. erbeten. (174 XI.) 5057) Eine schöne Wohnung von 6—7 Zimmern wird zu Ostern gesucht. Offerten an die Exped. d. Bltts. 5062) Verflossenen Montag, den 20. November, hat sich ein Schäferhund, gelblicher Farbe, von der Kette losgerissen und ist entlaufen. Wem derselbe zugelaufen sein Ladenmädchen von auswärts in ein hiesiges Colonial- m und Kurzwaaren - Geschäft wird gesackt. H Näheres bei der Exped. d. Bltts. (5061) cj m aller tjqirrenoen Zerrungen nejonoere “ Vortheile von denselben genießt. Das ossiciellen Agenten sämmllicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankfurt a. M» I Renomms der Firma bürgt für solide Bedienung. JJiscretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Reslectanten, ohne deren Namen preiyzugeben, pünktlichst und ohne Provisionsberechnung übermittelt. VernnschkL Wnzergen. 1 w T ~ 'n Mbr c,n Gut, cm Haus, Hotel rc. S Xvll kaufen oder verkaufen, pachten ylClfCllVCf | ober verpachten will, ’ - ® 1'1 einen Posten zu besetzen hat Wil oder einen solchen sucht, IMlPl* irgend etwas in eine beliebige ***** Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Zeil 45. Straffburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: --------—---------—--------------'J Druck hergerichtet; JK3? Jeden Bandwurm S TJafrlhSt kosten die Inserate nur entfmü btonen 3 bis 4 Stunden voUftän- E big schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher^ bkies’^ntout als ' beseitigt auch Bleichsucht und Flechten 15 La und zwar brieflich Voigt, Arzt zu Crop- (£CUll Hl' tolCllC penstedt (Preußen).(4161) , g Qßer e^fffirenben Zeitungen besondere f Prämten-Anleihe der Stadt Mailand non 1866 ( in Obligationen von 10 Franken, | garantirt durch dm gejammten Grundbesitz und die birectcn und iudirecten 1 Steuern der Stadt Mailand. Ziehungen am: 16. December, 16. März, 16. Juni und 16 September. Prämien von: Franken 100,000, 50,000, 30,000, 10,000 20. Jede Obligation wird mindestens mit JO Franken zurückbezahlt. Zu haben bei allen Bank- und Wecbselhäustm des In- und Auslandes zum Preise non Francs 10 = Thlr. 2. 20 Sar. = fl. 4. Ä0 kr. = fL 4 gefterr. Wahr. Silber. (4732) Mailänder I0-Fres.-Prämien Loose versendet ä Rthlr. 2. 20 Sgr. (in Partim mit Rabatt) Meier Schwarzschild, Zeil 38, Frankfurt a. M. Redaction, Druck und Verlag der Brüh loschen S Präniien-Aiilehen der Stadt Venedig v. J. 1869. Obligations-Loose ä Frcs. 30. Haupttreffer: Lire 100,000. 80,000. 70.000, 60.000, 50,000, 40,000, 30,000, 25,000 etc. 3959) In den nächsten Jahren finden 5 Ziehungen jährlich statt, am 31. Januar, 30. April, 30. Juni, 30. September und SO. November. Jede Obligation ist bis zur planmässigen Rückzahlung mit wenigstens Frcs. 30 oder Thlr. 8 an allen Gewinnziehungen betheiligt. I Gewinne sind in Venedig, Mailand, Frankfurt a. M., Berlin etc. ohne jeden Abzug zum Tagescourse zahlbar. Diese Obligations-Foose, mit deutschem Stempel versehen, sind a Thlr. O bei allen Bankiers und Geldwechslern zu beziehen. Bei Uebernahme kleiner und grösserer Parthieen beliebe man sich bezüglich der Konditionen an J. Steindecker «fc Co. in Hamburg zu wenden. Nächste Ziehung am 30. November a. c., Haupttreffer: Frcs. 100,000. Gestempelte Venctiancr 30-FrcS.-Loose empfiehlt i» Thlr. 6 das Staatseffecten- geschäft von Meier Schwarzschild in Frankfurt a. M. Die Verloosung deö Frauenvereins findet künftigen Dienstag den 28. November, Mittags um 2 Uhr, im Nathhaus- saale Statt.' Die lieben Freunde, die uns noch mit einer Gabe zu erfreuen geneigt sind, bitten wir, dieselbe bis zum Montag bei einem Mitglied des Vorstandes, oder Dienstag Vormittags im Rathhause abgcben zu wollen. Der Vorstand. 3001) Für bie Vaterländische Feuer - Verficherungs - Attien- Gesetlschast;u Elberfeld ermittelt der Unterzeichnete Versickerungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zr billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Die essische Bank | in Cassel sich zur Ausführung aller Börsen-Commissionen, zum I Verkauf von Slaalspapieren und Actien, zur Dis- I • von Wechseln, zur Errichtung von Conto-Correnten, I wie zur Verzinsung von Depositen-Capitalien. 4680) Die Thüringer Kunstfärberei von B. Mahr 8c Hofmann in Königsee, erlaubt sich den geehrten Dantcn ihr Etablissement zur Wiederherstellung der feineren Damen-Garderobe angelegentlichst zu empfehlen. In demselben werden eben so schön und elegant alle Arten seidener, wollener und halbwollener Stoffe in den modernsten Farben aufgefärbt und wie neu appretirt, als auch mit brillanten Oel- oder waschächten Dampffarbell bedruckt. Die Musterkarten liegen bei unserer Agentur: Geschwister Heer; in Gießen, Neuenweg Nr. 116, zur gefälligen Benutzung. Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ,11 w* Diej< Wendung u. f- bestanden hab Der Grohherzogiich Fried Betreff Die Um der (Döllinger uni des Unfrhlbacke als seien dir' somit Mr Ni faWtm vntz München, i Gegenv Bischöfe zu C nothwendig, \ an ihnen liegt i) Tret ftrittrnrn Pflj, jede Neuerung tveisen, beharr nicht Lehre bt de« Papste rii W unmittelb» Dudawivnik, und Laßen be Bevollmächtigt to,frn, daß ein lichteten Aussp schen dir Gab, wnw. »t beschützte Schn einem Tadel a w-nn die deuts d'eseiben Lehrü "n'e«. $Utd ^elundet hQt * MJ m t!‘ eitl f ’* für u' fei •nfe diese .' ^lch- 3-/ ntutn tu iB'k! «1*6 -k'X-