1 len. $se der [»9 ihn.) ank- und Wceh- kattfindcnds .... izz Lire all 2 ausbeznhlt- . d.*" H'L'LeK* •(PCu) UMWr ui und deren «“H 111 ...„„nliifWl r M c#11* '**» •" Bi«* xdtW^\ Brodpreise vom 28. October bis 3. November 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 22 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 11 fr. 4 Pfund Roggenbrot, 19 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9V-, fr. arss«IIIMMMVMN»WW»W»MW«M«W>WWWW>WWWM«W»W»WWWWDWW»W«>W»WWMWMMW1^MWW^^^«^EiPW^»W^M^^ Amtlicher T b e i L Betreffend: Erhebung einer Collecte für Errichtung eines Denkmals bei Saarbrücken. Das Groyherzugliche Kreisanil Gießen an die Groszherzoglichon Bürgermeistereien des Kreises. Von vielen Seiten ist der Wunsch ausgesprochen worden, daß auf der Spitze des höchsten Berges, welcher im Bereiche der Ge- fechlsfelder bei Saarbrücken vom 2. und 6. August 1870 liegt, ein weithin ragendes Denkmal errichtet werde. Zur Ausführung dieses Wunsches hat sich in Saarbrücken ein Comitö gebildet. Dasselbe Hal um die Erlaubniß nachgesncht, zur Zeichnung von Beiträgen Listen im Großherzogthuin in Umlauf setzen zu dürfen. In Anerkennung des patriotischen Sinnes, der durch das erwähnte Unternehmen bethätigt werden soll, hat Großherzogliches Mini- fterium des Innern dem Comits die Veranstaltung einer Collecte im Großherzogthuin für die Erbauung eines Denkmals bei Saar- brücken gestaltet. Wir theilen Ihnen dies zur Nachricht und Nachachtung mit. v. Starck. Politischer Tbeil. f Die Kriegsentschädigung und ihre Verwendung. Bon den 1333 Millionen Thaiern der französischen Kriegscontrrbuuon sind bisher 400 Millionen Thaler gezahlt worden, von denen 2 Millionen für die auSsswiesenen Deutschen, 4 Millionen zu Beihilfen für die Reservisten, 600,000 Thaer für Rhebereischäben, 11 Millionen für Kriegeschäden, etwas über 90 Mil- lionn für den Ankauf der elsaß-lothringischen Bahnen, zusammen 108,900,000 Thler verwendet worden sind. Außerdem wurden an die einzelnen deutschen Skaten vertheilt 153,333,000 Thaler. Von den bisher gezahlten 400 Millionen Thlern gehen mithin 262 Millionen ab und verbleiben noch etwa 137 Millionen, va denen jedoch die DotationSgelver, die 40 Millionen des Kriegsschatzes und tu 24 Millionen für Betriebsfonds in Abzug zu bringen sind, so daß sich der Sst auf etwa 40 Millionen stellt. — Wenn nun außerdem zur Tilgung der äiezSanleihen 230 Millionen und für den Inoalidenfond 120 Millionen bestimmt /erden, so wurden doch noch immer 90 Millonen, einschließlich jener 40 Millionen, orhanven fein, wenn die nächsten drei Halbmilliarden, zusammen 800 Millionen Lhaler, ausgezahlt sein werben, was dis Ende nächsten Jahres mit Sicherheit zu rrwarten sein dürfte. Ohne ZukunstSpolitik zu treiben, darf sich der Reichstag also schon jetzt mit der Frage befassen, wie jene noch zu erwartenden 90 Millionen Thaler verwendet werden sollen; denn über die ca. 90 Millionen Thaler, welche von dtn auf die einzelnen Staaten zur Vertheilung gekommenen 153 Millionen Thalern Preußen erhielt, hat nicht der Reichstag, sondern der preußische Landtag zu bestimmen.- In Bezug hieraus sind wir nach wie vor der Meinung, das vierzig Millionen nachträglich als Beihilfen für Reservisten und Landwehimänner be- zahlt werden. Die übrigen fünfzig Millionen würden auf die einzelnen Staaten zu vertheilen sein, so daß dann 200 Millionen Thaler und mit den zu erwartenden 533 Millionen Thalern, die aus den letzten vier Halbmilliarden der Kliegscontribution an Deutschland zu entrichten sind, über 700 Millionen Thaler zur Besriltigung der Interessen der Einzelstaaten des deutschen Reiches verwendet tverben könnten. Von dieser ungeheuren Summe von 733 Millionen Thalern würden auf den preußischen Staat ungefähr 450 Millionen Thaler fallen. — Wenngleich nun diese Summe wohl erst frühestens im Laufe der beiden nächsten Jahre vollständig abgetragen sein werden, so wird es doch schon heute nicht müßig sein, darüber Betrachtungen anzustellen, auf welche Weise am zweckmäßigsten zur Hebung des materiellen Wohlstandes von jener Summe Gebrauch gemacht werben kann, unv wem würde hier nicht gleich der Gedanke kommen, daß der Ankauf der Vltvateisenbahnen für den Staat in erster Linie, in die Reform unseres Steuersystems, sowie in die sociale Frage entscheidend eingreifen würbe? Die Verwal- lung mehrerer Hundert Meilen Eisenbahnen durch den Staat, welche sofort mit jener Summe esfictuirt werden könnte, würde unsere Staatseinnahmen in solcher Weise vermehren, baß nicht nur der Gedanke einer Erhöhung unserer directen und indirekten Steuern von vornherein ganz auegeschtoffen wäre, sondern die durch die Anforderungen der Gegenwart unbestreitbar entstehenden Bedürfnisse für die geistige * Veredlung der Massen und für deren materielle Wohlfahrt anderseits befriedigt teerten könnten. _____________________ Mir dem in Queenstown angekommenen Jnman-Dampfer City of Newyork kommen Berichte aus Chicago vom 11. Oktober, worin es heißt: Die Leute, welche genothigt waren, draußen in der Prairie zu ccwpiren, haben seit Montag viel gelitten. Eine ganze Anzahl von Todesfällen sind die Folge der Obdach, losigkeit und Roth gewesen. Das Hilfscomite hat alle Arten von Fuhrwerk rcquirirt, um den Leuten Wasser und Vorräthe zuzuführen und sucht sie unterzubringen in den Kirchen und Schulha'usern der West- und Südseite. Ungeheure Massen von Munbvorrath sind angekommen, viele Wagen voll gekochter und zur Vertheilung bereiter Speisen. 20 Waggons voll Munbvorrath und 10,000 woll. Decken kamen von Cincinnati und 20 von St. Louis. Newyork hat große Geldbeträge gesammelt; mehrere einzelne Bürger haben 10,000 Doll, unterschrieben. T)er Gemeinderath hat eine Verordnung erlassen, welche den Preis des BrodeS auf 8 C. für den Laib von 12 Unzen festsetzt und 10 Doll. Strafe auf die Übertretung dieser Verordnung setzt. Das Arresthaus ist voll von Gefangenen. Bei den Verhaftungen gestern Abend wurden 41 Personen erschossen. Die Zahl ter unter den Ruinen gefundenen Leichen beträgt bis sitzt 90. Die (Soct Company. National bank hatte heute Morgen ihre Geschäfte wieder ausgenom- men; alle Fonds und Werthpapiere der Bank wurden gerettet. Der gesammte Verlust an Getreide ist nun festgestellt und beläuft sich auf 1,600,000 Scheffel. Vier schiffe wurden heute Morgen mit Getreide für den Osten befrachtet und die Sendungen werben ihren Fortgang haben, denn es sind noch 5 Millionen Scheffel jitzt in Vorrath. Eine Anzahl von Bankgewölben würbe geöffnet unb ihr Inhalt ohne Ausnahme wohlerhalten gefunden; jede Bank in der Stadt behauptet im Stande zu fein, zur Zeit jeden Dollar ihrer Verpflichtung zadlen zu können. Das Hilfscomite von Cincinnati errichtet eine riesige Suppcnanstalt, welche von morgen ab im Stande fein wird, 6000 Gallonen Suppe täglich auszutheilen. Auf den leeren Bauplätzen und an geeigneten Stellen werden Schuppen erbaut jur vorläufigen Unterbringung der Obdachlosen. Alle Eisenbahnen befördern die Obdachlosen kostenfrei, welche an anderen Orten Unterkommen suchen wollen. Der Mayor, Herr Mason, hat an alle Hilfscomite und Personen, welche Hilfe senden wollen, telegraphirt: In Fällen, wo Geld unterzeichnet wurde, senden Sie es oder holten Sie dasselbe zu meiner Versüßung, anstatt Vorräthe dafür zu kaufen. Es wird verhindern, daß wir einen Ueberfluß von einzelnen Artikeln erhalten unb unmöglich machen, anzuschaffen, was wir am meisten brauchen, nämlich Obbach und Brennmaterial, die für den kommenden Winter so nöthig sein werden. — Eine spätere Depesche aus Chicago meldet: Die finanzielle Lage bessert sich stündlich. Die Republic Versicherungsgesellschaft hier hofft jeden Dollar ihrer Versicherungen bezahlen zu können. Dies ist sehr befriedigend, denn es gibt Hoffnung, daß unftre Versicherungsgesellschaften besser stehen, wie anfangs vorausgeschen wurde. Darmstadt, 25. Oktober. Allmählich beginnt sich das Dunkel zu lichten, welches bisher über ter Entstehung des Brandes in unserem Hosthcatcr lagerte. Gestern sollte eine Vorstellung statlfinden. Dem bestehenden Reglement zufolge soll die Beleuchtung der Soffiten zuletzt angezündet werden, um bei dem nach 5 Uhrl eintretenden Zunehmen des Gasdrucks eine Feuersgefahr zu verhüten. Diese Vor-! schrift scheint nicht beachtet worden zu sein, denn eine in der Nähe des Vorhangs, befindliche Soffite fing zuerst Feuer. Der Beleuchter Mietz fiel dem Brande zum Opfer. Er schien die Entzündung der Soffite zuerst bemerkt zu haben. Angehörige des Theaters, welche, als man die ersten Spuren des Brandes wahrnahm, aus dem Hause flohen, sahen ihn, wie er sich an einer Flugmaschine in die Höhe ließ, vermuthlich in der Absicht, die brennende Soffite oben auf dem Speicher, an den Punkten, wo sie befestigt war, abzuschneiden und weiteres Unglück zu verhüten. Es gelang nicht, der große Vorhang fing Fcuer, und Mietz selbst scheint umge- kommen zu sein, denn seit dem gestrigen Abend wirb er vermißt. Man vermuthet, daß ihn, als er auf dem Speicher angekommen, die Kräfte verließen und er in die Tiefe stürzte. Der Verlust des Theaters ist für unsere Stadt ein höchst be- klagenswerthes Ereigniß. Keines unserer BildungS- und Kunstinstitute ist gleich ihm mit "allen Kreisen verwachsen. Die Person des Großherzogs selbst, dec der Bühne seine besondere Protection angedeihen ließ, ist durch diesen Verlust in nächste M.tleidenschaft gezogen. Man hofft daher, daß auch hier, ähnlich wie in DceSben, sobald es möglich ist, ein JnterimStheater eröffnet werde. Schon im Interesse der Humanität wäre eine derartige Maßregel geboten, wenn nicht eine Reihe von Familien der Noth preisgegeben werden sollen. Das Hoflheater wurde am 3. November 1821 mit Spontini's „Cortez" eröffnet. Am 23. d. M. gab man in ihm zum Erstenmale und zugleich als letzte Vorstellung Mozart'S „Jdomeneo". Darmstadt, 25. Oltobkr. Bühne und Zuschauerraum in unserem Hoftheater sind voUstänoig ausgebrannt und bieten in ihren zerbröckelten Mauertrümmern, dem zahlreichen durchglühten Eisenwerk, unter welchen insbesondere der bald nach Ausbruch des Brandes herabgestürzte mächtige Kronleuchter in seinen Trümmern einen ungemein traurigen Anblick gewährt, ein grauenvolles Bild der Verwüstung. Von der Garderobe ist, was man gestern Abend stark bezweifelte, dennoch ein nicht unbedeutender Theil gerettet worden, allein der Gesammtschaden ist jedenfalls ein sehr beträchtlicher, weit über 500,000 ft, obwohl die Umfassungsmauern bei dem Neubau zu verwenden se>n werten. Das Feuer lodert zur Stunde manchmal noch hoch auf, so daß immer noch mehrere Spritzen in Thätigkeit sind. Mit der Aufräumung des Schuttes wird man erst in einigen Tagen beginnen können. Darmstadt, 25. Oct., Nachmittags. Gegen 12 Uhr fand man auf einer noch erhaltenen Treppe in der Nähe der Bühne die vollständig verkohlte, kaum erkenntliche Leiche des verunglückten Bcleuchtungsgehülfen Mictz. Nach der ganzen Lage der Leiche zu urtheilen, fand er den Erstickungstod. Die Taschenuhr des Verunglückten ist auf 3/46 Uhr stehen geblieben. Nach der „Mainzeitung" ist ein anderer Arbeiter Namens Kunitsch nur dadurch dem Tode entgangen, daß er sich auf das Dach der Südfront rettete und von da herab, von den Flammen bedroht, mit seltener Geistesgegenwart am Blitzableiter herunterflieg. Der Neubau eines provisorischen Theaters ist als gesichert zu betrachten. Das Theater ist wieder zugänglich, und man kann die Verwüstung über* blicken, welche das Feuer in den bis zum Keller ausgebrannten Räumen verursacht hat. Maler und Photographen sind eifrig mit der Aufnahme der Ruinen beschäftigt. Das Interesse der Künstler, sowie dasjenige zahlreicher Bewohner unserer Stadt ist durch den Brand schwer gefährdet; jedoch können wir bereits versichern, daß man nichts, was dazu dienen kann, das Interesse Beider zu wahren, versäumen wird. Mainz, 24. Oct. Eine große Anzahl französischer Zwischenhändler geht darauf aus, französisches Kriegsmaterial, welches als Kriegsbeute nach Deutschland gelangt ist, aufzukaufen und zu ansehnlich n Preisen wieder in Frankreich zu ver- werthen. Die Wege zur Erlangung desselben scheinen sich merkwürdig zu verästeln. Während bei der kürzlich in Darmstadt stattgehabten Auction von Tüchern u. s. w. von solchen Handelsleuten sehr ansehnliche Posten zu hohen Preisen erstanden wur- den, hat man in unserem Nachbarstädtchen Castel eine Waffenspedition entdeckt, deren ziemlich umfänglicher Versandt von Chassepots u. dergl. auf weniger ehrlichen Wegen zu Stande gekommen zu sein scheint. Der Untersuchung haben sich die zwei Hauptagenten, pensionirte französische Militärbeamten, durch die Flucht entzogen. Die Waffen wurden meistens nach Frankreich zurück spevirt und scheinen aus den hiesigen Magazinen herzurühren. — Der Auskauf von Schlachtvieh für Frankreich nimmt immer größere Dimensionen an. Die französischen Handelsleute erscheinen wieder selbst am Rhein; eine einzige hiesige Firma hat für Paris allein Lieferung für über 1000 Schafe und ebensoviel Schweine per Woche übernommen, so baß dieser Handel regelmäßige Extrazüge erfordert. (F. I.) Wiesbaden, 26. Octobcr. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des deutschen Reiches sind heute Nachmittag 3 Uhr 15 Min. hier eingetroffen und von einer großen Volksmenge mit Hochrufen begrüßt worden. Die Behörden der Stadt wurdcn im Schloß empfangen. Abends findet Fackelzug und Serenade statt. Der Marktplatz wirb bengalisch erleuchtet. t Berlin, 25. October. Deutscher Reichstag. 9. Sitzung. Präsident Dr. Simson eröffnet die Sitzung um lJ/4 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst Bismarck, Delbrück, v. Kirchbach und Andere. Nach Erledigung verschiebiner Urlaubsgesuche (das des Grafen Renard, um 14täg:gen Urlaub, wird abgelehnt) tritt das Haus sofort in die Tagesordnung ein. 1) Interpellation von Schulze und Gen.: „1) Welche Resultate sind durch Vertheilung der den Bundesregierungen durch Reichsgesctz vom 22. Juni 1871 zur Verfügung gestellten vier Millionen Thlr. an die durch die Einziehung zur Fahne besonders schwer geschädigten Offiziere, Aerzte und Mannschaften der Re- feroe und Landwehr in ben Einzelstaaten erreicht worden? 2) Ist bei der Ver- theilung der Beihilfen von den einzelnen Regierungen nach gleichmäßigen Grund- sätzen verfahren? 3) Hat sich nach den gemachten Erfahrungen ein Bedürfniß fernerer Unterstützungen herausgcstrllt? 4) Beabsichtigt die Reichsregierung, wenn Vies der Fall fein sollte, eine weitere Bewilligung aus Reichsmitteln zu den vorgedachten Zwecken zu beantragen?" Dr. Holder begründet die Interpellation mit dem Hinweis auf die Berechtigung des Reichstags, Auskunft darüber zu verlangen, ob und in tote weit die bei BeVill'gung der vier Millionen, die Befriedigung eines dringenden Bedürfnisses in Erfüllung gegangen fei. Minister Delbrück wirft zunächst einen Rückblick auf die Entstehung des Gesetzes. Man ging damals von dem Grundsatz aus, daß die Fürsorge für die Reserven und Landwehr Sache der einzelnen Regierungen sei, und daß die Reichsgesetzgebung nur deshalb in Anspruch genommen wurde, weil Die Mehrzahl der verbündeten Regierungen momentan nicht in der Lage war, sich von ihren Landes- Vertretungen die Zustimmung zu einer solchen Unterstützung zu verschaffen. Deshalb wurde die Maßregel auch nur als eine vorschußweise Zahlung an die einzelnen Bundesregierungen bezeichnet, im Reichstage habe darüber nie ein Zveifel obgewaltet, und in diesem Sinne beschloß ebenfalls der Bundesrath, baß die vier Millionen den einzelnen Bundesregierungen als eine Vorauszahlung auf ben ihnen zustehenden Antheil an der französischen Kriegsentschädigung zu überweisen seien. Die Folge dieses Verfahrens des Bundesraths ist die, daß dem BundeSrathe ein Recht nicht zusteht, von den einzelnen Regierungen eine Mmheilung über Die Verwendung des Vorschuss?- zu verlangen. Ich kann deshalb Die erste der gestellien Fragen nur in Beziehung auf Preußen beantworten. Der Antheil, welchen Preußen von den 4 Millionen erhalten hat, beträgt 2,494,000 Thlr., er ist zu zwei Dritteln, auf die einzelnen Provinzen nach Maßgabe Der eingezogenen Reservisten und Land, wehrleute vertheilt. Ein Drittel ist zurückbehalten worden, weil die Vertheilung nach diesem Maßstabe keine absolut richtige war. Die gestellten Nachforderungen haben aus dem zurückbehaltenen Drittel nicht vollständig befriedigt werden können; es wird mithin eine Nachdewilligung nöthlg fein. Wie sich dies in Den anderen Bundesstaaten herauSstellc, weiß ich nicht. Daß überall in Deutschland nach gleichen Grundsätzen verfahren ist, das zu bejah?« bin ich nicht im Stande; im Gegentheil glaube ich, daß nicht nach gleichen Grundsätzen verfahren ist, weil es nicht möglich war. In Preußen wenigstens ist dies nicht der Fall gewesen. — Damit ist die Interpellation erledigt. 2) Interpellation von Dr. Völck, Wiggers und Gen.: „Die Unterzeichneten stellen an den Herrn Reichskanzler die Anfrage: Was ist in Bezug auf den Gesetz- Entwurf, betr. die Kautionspflichtigkeit periodischer Druckschristen und die Entziehung der Befugniß zum Betriebe eines PreßgewerbeS, welcher in Der Sitzung des Reichstages vom 15. Mai 1871 dessen Zustimmung erhalten hat, geschehen? Wird dem gegenwärtigen Reichstage der Entwurf eines ReichS-PreßgesetzeS vorge- legt werden?" Dr. Völck begründet Die Interpellation; bei den vielen Vexationen, denen die Presse unterliegt, werde es nöthig sein, baß ein Reichs-Preßgesetz so bald als möglich ins Leben gerufen werde. Minister Delbrück. Der BunDeSrath hat Bedenken getragen, dem von dem Hause angenommenen Gesetze in Beziehung auf Kautionen und Concesstonsentzieyung zuzustimmen. Er hat gleichzeitig beschlossen, in Verfolg des vom Reichstage ge- stellten weiteren Antrages in Betreff des Paßgesetzes, ein solches so bald wie möglich auSarbeitcn zu lassen, solches den einzelnen Bundesregierungen zur Erilärung zugehen zu lassen und dann dem Reichstage eine Vorlage zu machen. Dieser Entwurf mit den Motiven ist fertig; er wird Den Bundesregierungen M'tgetheilt, und ich glaube, mit Bestimmtheit vorauSsetzrn zu können, daß er in Der FrühjahrS- Session des nächsten Jahres dem Reichstage vorgelegt werDen wir. 3) Dritte Lesung der Gesetz-Entwürfe, betr. die Zurückzahlung der fünf» procentigen Kriegsanleihe, die Controle des Reichshaushaltes pro 1871, das Post- wesen und das Posttaxwesen im Deutschen Reiche. — Sämmtliche Entwürfe werden ohne Debatte Definitiv genehmigt. 4) Erste und zweite Lesung der Ucbereinkunft vom 18. October 1871 zu dem Friedensvertrage mit Frankreich. Fürst Bismarck. Es war bereits in dem Frieden von Frankfurt und Versailles schon in Aussicht genommen, eine finanzielle Bürgschaft der materiellen Bürgschaft zu substituiren. Unter gewissen Umständen lag eine solche Bürgschaft im Interesse beider Staaten; die Occupation ist für Frankreich eine große Last und für uns unter Umständen eine nothwendigc Last, welche wir uns auferlegen müssen. Ich erinnere nur an die Interpellation, welche gestern hier verhandelt wurde. ich hoffe, daß Der Hr. Interpellant erfreut fein wirD, daß Die Last Durch Die Vorlage hat vermindert werben können. Es haben sich nun Bankiers bereit erklärt, für Die von Frankreich zu zahlenden 650 Millionen Frcs. Bürgschaft zu leisten; die französische Regierung würde auch bereit gewesen fein , diese Bürgschaft selbst bei Dem ziemlich bedeutenden Verlust von 1 i/2 pCt. zu acceptiren, wenn dieselbe ür uns ann-hmbar gewesen wäre. Wir hätten verlangen müssen, daß Gelbwerhe in unsere Hände gelegt werben, und Dazu erklärten sich Die Bankiers außer Stane. Unter diesen Umständen habe ich mit Genehmigung S. M. des Kaisers mich f.r ermächtigt gehalten, einen anderen Modus zu adoptiren, welcher für Frankreri eine große Erleichterung und für uns keine Gefahr enthält, nämlich an Stelle dk finanziellen Bürgschaft eine territoriale dadurch einzusühren, daß gewisse Thcil Frankreichs gewissermaßen neutral bleiben sollen und Die sofort wiederbesetzt wer Den können, wenn Die französische Regierung ihre Verpflichtungen nicht ei fällt. Wir haben dadurch Dem französischen Lande einen großen Dienst erwiesen, und ich bin Damit zufrieden, weil ich cs nicht für unfrre Aufgabe halte, unsere Nachbarschaft mehr zu schädigen, als es im Interesse Der Erhaltung DcS FrieDens noth- wendig ist. Die Landestheile, welche wir nach Der abgeschlossenen Convention noch besetzt halten, gewähren uns eine Stellung, Die uns vollständig Sicherheit bietet. Was die Zollerleichterung Der Elsässer betrifft, so war Der Wunsch gusgesprochen, einen längeren Termin in Aussicht zu nehmen; ich weiß nicht, ob Dies nothwendig gewesen wäre, mir schien es nicht annehmbar, es ist daher ein solcher festgcstcllt werden, der der französischen Regierung die Möglichkeit gewährte, mit ihrer Volksvertretung sich ins Einvernehmen zu setzen. — Der Reichskanzler giebt zum Schluß eine kurze Uebnsicht über die durch die Territorialveränderung geschloffenen Lage und bittet um Genehmigung der Vorlage. Nach kurzer Bemerkung Richter'S wird die Convention in erster und zweiter Lesung einstimmig angenommen. Schluß 2V2 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 12 Uhr. Berlin, 26. October. Die Budgetcommission des Reichstags nahm gestern Den §. 1 des Reichskriegsschatzgesetzes mit 14 gegen 5 Stimmen mit dem Zusatze an, daß die Bildung des Ncichskriegsschatzes erfolgt, sobald Der preußische Staatsschatz Durch Gesetz aufgehoben wirD. Köln, 25 Oct. Sämmtliche Arbeiter in den hiesigen Werkstätten der Rheinischen Eisenbahugesellschaft, etwa 1000 Mann, stellen heute Abenv Die Arbeit ein. Wien, 25. Oct. Das „Oesterr. Journal" meldet: Wenngleich Die formelle Entscheidung des Kaisers noch nicht erfolgt ist, unterliegt es kaum noch einem Zweifel, daß Die Ausgleichspolitik als aufgegeben betrachtet werden muß. Das vom Reichöminister und vom Grafen Andraffy redig'rte Antwortsrescript auf die Adresse des böhmischen Landtags wird sowohl vom Ministerium Hohenwart wie von Den anwesenden Tschechenführern für unannehmbar erklärt. Seitens der Tschechenführer ist eine motivirte Erwioerung zu erwarten, welche die Nich^ Eden am 23. Qclo Auch D Für die Bist ein ;___ Still ke SS* gitic« M 111 ««t» ' t „it «4 61 IBM"- . r Metz, 21;Ct Peilung tu W’ä lUbinO - nefuiiM, Truppknlhtile eine gi taten zu Thäilichltw dieser Glle^nhtit toi bayerische Lieutenant die Tulnultuunten zr beiter B-mvunvungen unter den bayerischen auf Rechnung der he der ganze Streit auf fommenDcö Ereignis Mren >ß. I Brüssel, 26. C bei Dem Wiederzusaui - Nach Berichten aui Man wirft der Pol't Versailles, 26. Ruhe. )r nz Napole sechs Departeinents w jetzt aus ter Haft ei Giltkrißs iü forteaur Paris, 22. £ Folge der Berliner II heute auf allen Punkt iiv Euren ßeht, und reich Weggehen. Dijc der Deutschen ging in I Münzen Napoleon in i M'Ji Üch lauui 250 üin Erfiaunett erregen dem Staatsßreich war nicht an dar Gelingen ken Verbannten in sch ernannt worden war. im Bcheilnen mit den I hatten ihni den größt ^trun9 scheint endlich tt'nzuschreiren. -«WMrefe Aului»« Mrl, 1(|J ß«rher'j 11 gontf, t boten. < Ärtf'Mieba Hetzen mjf Hri|tian DsZr UD- H« u ut3’11'11 . i di? vj„ Mitn l,n»»° u! ',utlii ettün '* in tu Dmilch,, 41 '» Shute •*« 'S. »dl ’4Ü W\«L - «f dtn Gtsktz. unb tit 6m. ln der $i|uig ^Ql- Arfihr^if kigchtztS eorjt. 'Mionen, him lsctz so M oi< >. dt» von ttn ■lltongfnijitiuog 1 Airi-iiügr gr« talt mit vögo i jur Ör.'hrung oschtii. Liefet igkll m lzilheül, i ter Kriecht» llang der fünf- 871, tat Jcj' ! Galiürft w «ober i871|i Hurt uni* Ver« litt tOtn Burg' Weglchast im zrctzc List unO itiUgtn bell rvnrdi ich ich die DoLaz-' ,ii nllärt, ste ju leisten; k» um liifiltl'« tsj ®titmrii ,«iijtr Sta» Jatjitl ®4 ■ (l fit irtiH 4 ü ei'l'1 ■«mW»*' m ii*t t1 ,. atm’ ' 0P flU :w , a & tie beschickung des RrichSrathS durch den böhmischen Landtag in Aussicht stellt. Das „Oesterr. Journal" gibt eventuell die Demission des Ministeriums Hohenwart für diese Eventualität zu verstehen. Wien, 26. Oct. Die Blätter melden übereinstimmend, daß die innere Krisis zu Gunsten der ReichSminister entschieden wurde und die Demission des EabinetS Hohenwart bevorsteht. Der „Wanderer" meldet: Die Führer der Tschechen und Graf Hohenwart stimmten darin überein, daß das kaiserliche Antwortrescript den Tschechen den Weg in den RcichSrath uicht verschließen viufe. Zu diesem Zwecke hätten sich die Führer der Tschechen zu allen möglichen Eoncessionen bereit gezeigt, namentlich dazu, den seitens der Ungarn erhobenen Bedenken gerecht zu werden, wie auch dazu, der Bcrsaffungspartei auf ihrem eigenen Boden entgegen zu kommen. Metz, 2 l. Oktober. Bezüglich der vom „Nürnbg. Anz." berichteten blutigen Schlägern zwischen baverischen und preußischen Truppen, welche am 15. hier stattgefunden haben sollte, wird der „Karlsr. Ztg." von hier geschrieben, daß die Darstellung des Vorgangs eine vollständig unrichtige ist. Allerdings hat am fraglichen Abend — zunächst unter bayerischen Soldaten auf dem Platze St. Louis — in nächster Nahe der von Bayern belegten Caferne CoiSlin — ein Wortwechsel stattgefunden , der durch das allmähliche Hinzuströmen von Soldaten verschiedener Truppentheile eine größere Dimension annahm und wobei schließlich einige Soldaten zu Thäilichkeeten — selbst mit blanker Waffe — sich hinreißen ließen. Bei dieser Gelegenheit wurde indeß blos ein bayerischer Unterossiz'cr und der königlich bayerische Lieutenant Himmelstoß, welcher, zufällig zu dem Streit hinzukommend, die Tumultuanten zur Ruhe verweisen wollte, leicht verwundet. Die Uiheber beider Verwundungen sind bis jetzt noch nicht ermittelt, sie dürsten aber gleichfalls Still; — doch mit trauernden, bewegtem Herzen Entrichteten wir Dir den letzten Zoll, Und im Gefühl der bittren Trennungsschmerzen Ist noch das Mannesauge thränenvoll, Ein Lehrer war's, den wir zur Gruft getragen, Ein deutscher Bürger, treu von seltner Art, Ein Menschenfreund, — die Gemeinde kann es sagen, weinend sich um seinen Sarg geschaart. Ein schlichter Biedermann, im Sonnenschimmer, Wie in dem Lebensdunkel, pflichtgctren, Ein seltner Freund, der überall und immer Sich hoch bewährte, fest und ohne Scheu. Wohl drängt empor im Bnsen sich die Frage: Warum so Edles unserm Kreis entflieht? Doch schweigen soll der Zweifel und die Klage, Wo klar allein die ew'ge Weisheit sieht. D'rum aufwärts von dem kalten Todesschauer Den Blick erhoben zu dem Thron im Licht, Uud freundlich wandle sich der Herzen Trauer In liebender Erinn'rung heil'ge Pflicht. unter den bayerischen Soldaten zu finden und speciell die Verletzung de- Offiziers auf Rechnung der herrschenden Dunkelheit zu setzen fein. Hiernach reducirt sich der ganze Streit auf ein — leider — in allen größeren Garnisonen häufig vorkommendes Ereigniß, dessen eigentlicher Anlaß auf „zarte Liebesverhältnisse" zurück- zuführen ist. Brüssel, 26. October. Aus Versailles wird gemeldet, Thiers habe beschlossen, bei dem Wiederzufammentiitt ter Kammer die Rückkehr nach Paris zu beantrag n. — Nach Berichten aus Grovenhage werden die Abendunruhcn immer tumultuarifcher Man wirft der Pol-zei Schwäche vor. Versailles, 26. Oktober. Die „Agence Havas" meldet: Auf Corsica herrscht Ruhe. Pr nz Napoleon ist, wie man versichert, abgereist. — Die Räumung der sechs Departements wird Ende dieses Monats beendet sein. — Die Zahl der bis jetzt aus ter Hast entlassenen Communalisien übersteigt bereits 1O,OUO. — Die Glldkrisis ist fortdauernd in der Abnahme begriffen. Paris, 22. October. Die Räumung der sechs Departements, welche in Folge der Berliner Eonvcntion von den Deutschen sofort verlassen werden, hat heute auf allen Punkten begonnen. Es ist die vierte preußische Division, welche Ja Edler, treue College I ruhe sauft nach treuem Walten, Wo lohnend ew'ge Friedenslüfte weh'n, Wo Engel der Vergeltung Waage halten, Und grüß uns freundlich dort bei'm Wiedersehn! Nodgen. Frischbäcker z u Gießen. ,p Son n t a g d en 29. Oct ob er. Ludwig Kämmerer auf dem Seltersweg, Jacob Nonstadt in der J?eu|labt und Christian Jughard in der Wallthorstraße Srirchtiche Au zeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e S d i e n ft. ) Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Am 29. October: (Feier des heil. Abendmahls.) J Nachmittags: Mitprediger-Vicar Freiensehner. im Süren steht, und die bayerische, welche sich im Westen befindet, die aus Frankreich Weggehen. Dijon und Lons-lc-Saulnier sind bereits geräumt. Der Abzug der Deutschen ging in aller Ruhe vor sich. — Wie es heißt, hat die Ankunft des Peinzen Napoleon in Corsica zu keiner Demonstration Anlaß gegeben. In Ajaccio halt-n sich kaum 250 Personen eingefunden, ihn zu begrüßen. Dieses darf jedoch kein Erstaunen erregen, da der Prinz bei den Bonapartisten nie populär war. Vor dem Staatsstreich war er Republikaner, protestirte zuerst, wahrscheinlich weil er nicht an da- Gelingen glaubte, gegen den 2. Decembcr und stand sogar noch mit den Verbannten in schriftlichem Verkehr, als er bereits zum DivisionS-General ernannt worben war. D:efe Antecendentien sowohl als auch der Glaube, daß er im Geheimen mit dem G vanken umgehe, den kaiserlichen Prinzen zu beseitigen, hatten ihm den größten Theil der imperialistischen Partei entfremdet. — Die gierung scheint endlich eingesehen zu haben, daß es nothwendig ist, geg n die Offiziere einzuschreiten. Eine Note im osficiellen Blatt kündigt dieses heute an. — Gegen die Presse scheint man auch wieder strenger vorgehen zu wollen. Der „Gaulois" wurde heute mit Beschlag belegt, weil er die Decorirung Pouyer- Qucrtier'S verspottete, und der „Omi Vive", welcher in London erscheint, so wie die Broschüre Fonet, welche in Genf veröffentlicht wurde, sind in Frankreich verboten. 11 a d) r u f an den am 23. October verstorbenen Lehrer Rabenau zu Alt-Bufeck. Auch Du bist aus dem Lehrerkreis geschieden, Für diese Welt eutschwuudeu unserm Blick; Bist eiugegaugeu zu dem ew'geu Frieden, Still kehren wir von Deinem Grab zurück. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 29. Octobcr bis 4. November besorat Pfarrer Dr. Seel. Borsennachrichten. 26. Octobcr 1871. Preuss. 4l/z0/o Oblig. 100 Frankf. 3i/a% Obi. 84 Nass. 4Va0 o Obi. 983/4 Kurhess. 4% „ 92 Gr. Hees. 5% Obi. 1031/4 » n 4% n 96V8 n » 317,0/0 „ 91V, Bayer. 50/0 „ 1003/, n 41/2 0/0 1jährige 100 „ 40/g 1jährige 9P/4 Würtemb. 4*/2% Obi. 935/e Baden 4 */,% Obi. 0. E. L. 99% Oeeterr. Silberrente 575/g „ Papierrente 48'/2 Amerik. Bonds 1881 r 99 V4 w n l«82r 96t/4 » n 1885r 963/8 „ „ 1887r 96'/. Spanier, neuest. 3% 337/8 Actleu. Frankf. Bank 135 Frankf. Vereins-Kasse 117 Darmst. Bankaet. 423'/j Wien Bankaotien 761 Galizien 254 Oest. Creditaot. 2893/, Actieit. 50/g östr. F. St. E. B. 3827/b Lombard. Bahn 191 */, Ludwigsh.-Bt»ibaoh 196 Maxbahn 1403/4 Bayer. Ostbahn 1453/< Rheiu-Nahebahn-Aot. 40*/2 Hess. Ludwigsb.-Act. 173 Oberhessen „ 77'/4 Prioritäten^ 3% öster. Stsb.-Prior. 58 3% öst. s. Lombard 78'/4 30/0 Livorneser 35'/8 5% T osoaner 543/4 50/0 Elisabeth.-Prior. 81 do. II. Emiss. 79 Auletieiisloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fl. 411/4 4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 110 */, Badische fl. 35 Loose 69 3O/o Oldenburg, ä 40Thlr. 363/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 76 1858r Prioritätsloose 181'/, 1860r Loose 8578 1864r R 136 Braunschweiger 19 Stadt Florenz 83 Weehgei. Amsterdam k. 8. Augsburg k. S. Berlin k. 8. Bremen k. 8. Brüssel k. 8. Hamburg k. 8. Leipzig k. 8. London k. 8. Lyon k. 8. Paris k. 8. Wien k. 8. ditto m. 8. ditto 1. 8. Disronto 4 % 98y8 993/4 105 9678 925/8 873/8 105 117-7, 903/8 903/, 98s/8 Geldwerten. ü. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 17'/r—18 y2 Engi. Bover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 24'/8—25 /4, in contumaciam zu verurtheilen seien, verordnet zugleich nach Art. 400 der Strafprozeß-Ordnung die Sequestration des Vermögens der Angeklagten und verordnet weiter nach Art. 402 der Strafprozeß Ordnung : daß dieses Urtheil durch die einmalig- Einrückung in öffentliche Blätter bekannt zu machen sei, wird^dassclbe in Gemäßheit des Art. 402 der Strafprozeß-Ordnung öffentlich bekannt gemacht. Gießen, am 23. Octobcr 1871. Der Oberstaatsanwalt am Großherzoglichen Hofgcricht der Provinz Oberhcssen. Wolff, Substitut. Versteigerungen wohnte Logis ist zu teer zu A. Katz. ziehen. 4550) Zum sofortigen Eintritt wird ein Lindenplatz. Wenzel s Garten Sonntag, 29. October: (4586) Zuschlag wird. Flur Nr. V1203 V1204 als: Hyazinthen, einfache wie gefüllte Tulpen, Tazettcn, Crocus in den schönsten Sorten empfiehlt die Handelsgärtnerei von UlKlftr. 57 Hofraithe in der Stockhaus- - 4583) Zwei gute Doppelflinten zu oer- ' " i I. Noti, enberger, Berkaus einer Farbenfabrik. 4339) Die Farbenfabrik von C. Simon & Eomp. in Hungen mit Dampfmaschine, allem Zugehor und Waarenvorräthen, — ganz nahe an der Oberhessischen Eisenbahn und in Verbindung mit einem Braunkohlenwerk, — setze ick im Auftrag der Inhaber einer Versteigerung aus. Termin hierzu wird auf Montag den 30. October, Nachmittags 2 Uhr, in Hungen aus dem Werk anberaumt. Tie Gebäulichkeiten sind ganz neu. —Nähere Auskunft erthcile ich, sowie die Herren C. Si nrn, Louis Stahl in Hungen Bezugnehmend aus vorstehende Anzeige, empfehlen wir uns zur Annahme von Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft und sind zu jeder über dieselbe gewünscht werdende Auskunft gerne bereit. Echternach Sf Haustein in Gießen, M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lumda, Ph. Zimmer in Lich, Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs- Gesellschaft. 4578) Montag den 30. October 1871, von Morgens 9 Uhr an, sollen in der Wohnung des Heinrich Reh Ul. Rodheim wegen Erbtheilung: 2 Kübe, 2 Kälber, 5 Schafe, 1 Wagen, 2 Pflüge u. Egge, 16 Fuder verschiedenes Stroh, 30 Ctr. Heu, 15 Ctr. Grummet, 9 Malter Korn, 2'/r Malter Waizen, Main - Weser - Bahn. 4479) Die Lieferung des nächstjährigen Bedarfs an Betriebsmaterialien, als: Buchenscheidholz, Reiserwellen, Coaks, Braunkohlen, Dochte, raffinirtes Rüböl, Petroleum, Stearinlichter, Zündhölzer, Pechfackelu, Hanfheede, Leinen, Reiserund Piasavabesen, Harzseife, Kernseife, Schwämme, Terpentinöl, Rüböl, roh, Talg, Vulcanöl, Waschleder, Kupfervitriol, Bindfaden, Chlorkalk, Klebgummi und Plomben soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Termin hierzu wird auf Sonnabend den 11. November c., Vormittags 10 Uhr, in dem Geschäftslocale der unterzeichneten Di- rection auf dem Bahnhofe zu Cassel anberaumt. Die Offerten, deren Eröffnung tu Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten stattfindet, sind frankirt, versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Betrtebs- materialien" versehen, vor dem bezeichneten Termine Frische Schellfische treffen heute noch ein. (4591) I. A. Busch Söhne. 4557) Montag den 6. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die zu dem Nachlasse der Heinrich Scbäfer's Eheleute gehörige Hofraithe nochmals öffentlich an den Meist- und Letztbietenden unter der Bedingung versteigert werden, daß mit dem " " sogleich die Genehmigung ertheilt !! Nascher Ausverkauf!! 4545) Wegen ganz nahe bevorstehender Geschäftsveränderung bin ich genöthigt, meine sämmtlichen Glas- und Porzcllmiwaarcn, um rasch damit zu räumen, gänzlich unter dem Preise abzu-i geben. Besonders bemerken muß ich, daß alle Artikel ganz neu und modern sind und daß mein Lager von den feinsten Luxusartikeln bis zu den gewöhnlichsten Haushaltungsgegenstanden in dieser Branche! Auswahl bietet. Karl Fuhr, Kirchenplatz. Grsches Lsncert von der ganzen Capelle des 2. Infanterie-Regiments unter Leitung ihres Directors, Herrn Reifert. Ansanq Nachmittags 4 Uhr. Cntree 12 kr. Programm an der Kasse. Versteigerung getragener Monkinmgsstücke in Gießen. 4526) Montag den 30. October und dem folgenden Tag, Vormittags von halb 9 dis 12 Uhr und Nachmittags von halb 2 bis 5 Uhr, werden in dem Saale des Promenadehauses dahier ausrangirte Mäntel, Waffenröcke, Tuchhosen, Feldmützen, Stiefel, zinnerne Kochgeschirre, Helmhauben rc. rc. gegen gleich baare Zahlung an die Meistbietenden öffentlich versteigert. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Umgegend werden ersucht, dies in ihren resp. Gemeinden gefälligst bekannt machen lassen zu wollen. Gießen, den 23. October 1871. Schlosser, Stabsquartiermeister. | Magdeburger Feuerverstcherungs - Gesellschaft. Vollständig begebenes Grundkapital acht Millionen sieben- bundertsünfzigtausend Gulden. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir dem Herrn Kaufmann M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lva. eine Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. UnserH im Kreise Gießen schon früher errichteten Agenturen in Gießen (Herren Echternach L Haustein) und in Lich (Herr Ph. Zimmer) bleiben auch ferner bestehen. Frankfurt a. M-, im September 1871. Die General-Agentur. H. Hahn öt Sohn. 10 Malter Gerste, 17 Malter Hafer, 5 Malter Erbsen, sowie sonstiges Haus- gerütbe, versteigert werden. Rodheim, den 25. October 1871. Der Vormund: Chr. Reh. 8 Dir Gail'schr Frucrmchr feiert ihr diesjähriges Stiftungsfest Samstag den 11. November d. I. im Chr. Lony'schen Biersaale und können Nichtmitglicder von Mitgliedern gegen ein Eintrittsgeld von 9 kr. eingeführt werden. Der Vorstand. funb Herr Hofger.-Advocat Eigenbrodt in Darmstadt auf ergehende Anfragen. Gießen, den 11. October 1871. Th. Baist, Hofger.-Advocat. Wenzels, vorm. Busch'schen Garten. 4388) Ein schön möblirtes Zimmer ist im Hause des Herrn Balth. Euler, im zweiten Stock, am Hamm, zu vermiethen. 4589) Ein guter Kochofen ncbst Rohr, 24126) Das seither V0N zu Steinkohlenfeuerung, wnd zu billigem . . Preise abgegeben. Wo? sagt Ausg. d-Bl. Mir IN OCX ^NceNstraste ve 4238) Zwei schöne unmöblirte Zimmer < . . zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition brave» Mädchen im Gail'schen Hause m dieses Blattes. iber Neustadt gesucht. gasse, 69 Grabgarten daselbst. Gießen, den 25. October 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Jughard. 4359) Neue Anlage C. 30 der mittlere Stock vom 1. Januar an zu vermiethen. 4553) Einige Zimmer, sowohl möblirt wie un- möblirt, sind zu vermiethen in 4549) In der Katzenstein'schen Besitzung sind zwei Familienwohnungen zu vermiethen und sofort zu beziehen._________ 4300) Auf dem Seltersberg Lit. E- Nr. 41 ist ein geräumiges Familienlogis zu vermiethen und Anfangs December zu beziehen- BKkMiethWKgeU. 4580) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Neuenweg Nr. 134. 4556) Eine geräumige Stube ist nn eine ruhige Person zu vermiethen. Neuen-Bäuen B- 85, im Nebenhause.__________________ 4588) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen und sofort beziehbar. Carl Lony. Vermischte Anzeigen. 4590) Bei uns können noch einige Mädchen und Jungen dauernde Beschäftigung erhalten. Gailische Wollenspinnerei. 4531) Ein ordentliches Dienstmädchen kann sofort eintreten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 4585) Eine Amme sucht eine Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4584) Ein gesittetes reinliches Dienstmädchen, welches gewöhnlich kochen kann, wird von einem älteren Herrn zu miethen gesucht. Auskunft ertheilt Frau Weißbinder Demuth Wittwc auf dem Neuenweg. 4576) Ein möblirtes Stübchen ist zu vermiethen bei B. Pflichter, in der Marktstraße. miethen und sofort zu beziehen. W. Wenzel. 3852) Ein freundliches Familienlogis für eine stille Familie ist sofort zu beziehen. Seltersweg Lit. C- Nr. 181. 4572) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Seltersberg Lit. E. Nr. 28, im dritten Stock. 4563) In Lit. B. Nr. 77, Neuenbäuen ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 4566) Das seither von Herrn Hauptmann Stiel er bewohnte Logio ist wegen dessen Wegzug nach Darmstadt anderweit zu vermiethen und vom 1. Januar an zu be- hierher einzureichen. Die Lieferungsbedingungen nebst zugeho- _ r _ . - _ riqen Bedarfsnachweisungen liegen bei un-si4086) Carl Dernes, Asterweg. seren Betriebsmaterialien-Verwaltungen zu. /1,9,n Cassel, Gießen und Frankfurt a. M. | 4522) lH^sthaer ^cywerne- zur Einsicht auf und können ebendaselbst schmalz, pr. Pfund 28 kr. fft wieder auf portofreies Ansuchen gegen eine Gebühr iemaetroffeu. I- A. Busch Söhne- von 5 Sgr- pr. et lief bezogen werden. --- Cassel, den 11. October 1871. ^aooj ■ Königliche Direction der ikaufen bei Main-Wescr-Bahn. i B Filzschuhe Die erwartete Sendung ist eiugetroffen. ___________I. A. Busch S ö h n c. 4581) Zwei neue Oefen zu verkaufen bei Heinemann Hermann. Keilgebotenes. 4519) Patent - Korksohlen, gegen kalte und nasse Füße, mit Wolle und Roßhaaren, empfehlen bestens I. A- Busch Söhne. I Dr. Schallert's approbirte, überall beliebte Hühneraugen- Pflästcrchen sind stets vorräthig bei Carl Frech. ■ 4472) Erbsen, Linsen, Bohnen, neue, 'sehr gut kochende Waare, bei H. E. Jughardt. 4520; Salz- und Essiggurken ‘bei___________I. A. B u s ch Söhn e. 4579) Ein großer Haufen Dünger zu verkaufen. Kreuz Lit. B- Nr. 114. 6063) Textor'sches Flaschenbier vor- 'züglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. Flasche 7 fr., von L. Textor, __________________mi Darmstädter Haus. 4521) Lachs Forellen, geräuchert zum Rohessen pr. Stück von 9 bis 1z kr., Englische Speckbückinge, pr. Stück von 4 bis 8 kr., in neuer Sendung empfehlen I. A. B u f ch Söhne. i 4536) Mein in guter Lage Butzbachs !gelegenes Wohnhaus nebst Geschäfts-Einrichtung und allen Geschäfts-Utensilien ist für 4000 Thlr. unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Auch kann dem Käufer auf Verlangen die von mir feit vielen Jahren mit bedeutendem Nutzen betriebene Aus- wauderungs-Ageutu- mitübergeben werden. Reflectanten wollen sich wenden an Herrn Chr. Vix, Neuenweger Thor, Gießen. Butzbach, den 23. October 1871. E. L. Wieß ler Wittwe, ; Manufacturwaaren-Handlung. 4523) Reuschateller- u. Rahmkäse, in Stanniol, empfehlen I. A Busch Söhn e. Redaction, Druck und.Verlag der Brübl'scben Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. f |t. 27 h. Bestellmger Mmenten, welck Mssknö: Die Volki Dl an b Mi! Bezngnahi tagten gomnlatien ji ncht in den ersten Ta Lei etroaigem! Da« „3o«tnal de«' « 12. September 1871 Win iibtt lit Besprech», tat »«1«: „Man milk |i. l'iibm eine Analyse »iröjj Mcheß" al« itngwn , tiilnid) der Reih ereile ♦ ubetjeuflen, tag granft, «■ 3ntefc i(t tit< Mit der äJintlÄ Wbtn Iwut mJ) ttt v 'S. 6"t Sie an« •*«« (nr, JB (in(m “ b’« üaifer ©J» ic «”8 d-r 6(|ln frnin J 1 BÜtMn Beeßch, * ,niMt »ift, ? |,,M ü"t. W 11 fvecikll,»mi.. $ l)or nt bobe. 2'®allc"'n 1 tas-chk 60nl8'8"un * M c=r Ich dj.' ‘« die obir ° «I« «Ui 1N RrL ?le ich e """‘««»en 4«Ii«9, \ '««ba, ti, SU;... . ='«>. O fie , :s «55^1 [*•,>>«« I tt