all Somit«, PreiS Uerteljährig 1 fl. 12 h. mit Brmgnlohn. Durch die Vost bezogen vicrteljLürig 1 si. 27 kr. Oießtner Anzeiger. Erscheint täglich, mit «u»- nähme Montags. Expedition: Lanzletber, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Zr§. i72. Freitag den 28. Inti 1871. Beftsllrmgerr rrrrf desr GiLsterrer Mr«zerger bei allen Post-Expeditionen uut den Land-Postboten entgegen genommen. sellschaft m u- s> w. • Gießen: ^fzer.-Kvocat. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition adholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 kr. A m t K dw i‘ T heil. -Mn- Tp.loüonsgefahr „ orrmann. lrI Hoffmann. nkfurt a. R. Tage), if- Unbemittelte » i poetischen Nachlch l^innerung aus tir mburfl. - Wiedir M Zllustratioi. der Geschichte tiiti Erinnerungen aiß in. L Kan F X n Pariser Pl«z i von unserm Fell- ; liebt* emmut) niicr. - Ein altn (a. 401V.) in Haus, Hotel rc- verkaufen, pachten jtai will, n ru besehen hat olchcn sucht, 5 in eine beliebige Leitungen einsu- iditigt, wende fia) vncen-Expedition llosse, ninUichcr Z«M- -landes, 1 a. U 15. pürudcrg, BllliN' -hUM. Zürich. zcdmnann M ,n riiildnd O W»"* '"ll- ann»««» [Ui abgefaßt ^ uji augcnsalligr» ^aerichl^' 61 'Itllt * Mdn- Das N für f°llbt <2L bi- / ffcrbeH uakl' ‘.ftHtd?1! Bekaniitmachun g. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 20 der Militär-Ersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 (Regierungsblatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §§. 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär - Ersatz - Instruction bis zum 10. August dieses Jahres bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. I. stattfiudcnden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der Meldung sind b e i z u l e g e n : a) ein Geburtszeugniß (Taufschein), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Direktor, beziehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Diejenigen, welche auf die ergangene Meldung den Berechtigungsschein nicht zugeschickt erhalten, haben demnächst zur Prüfung zu erscheinen, da eine specielle Einladung hierzu nicht erfolgt. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen aufmerksam: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch die Resolution der Ersatzbehörden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der bethciligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loos- Nummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indcß nur dann eintreten, wenn der dcßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der bethciligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz-Commission zu richten. Darmstadt, den 5. Juli 1871. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige: Pabst. Strecker. Gießen, den 26. Juli 1871. Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen und übrigen davon abhängenden Einnahmen bei dem Großh. Nentamte Gießen, hier von der HL Periode 1871. Das Großherzogliche Rentamt Gießen an fämmtlidje Großherzogliche Bürgermeistereien des Nentsmtsbeprks. Die Feldstrafen von der IIL Periode 1871 können vom 1. bis zum 15. k. MtS. ohne Mahnung hierher bezahlt werden. L y n ck e r. Politischer Theil. 27. Juli. f Die Bewegungen des französischen CleruS für die Wiederherstellung der weltlichen Gewalt des Papstes werden nach den neuesten aus Frankreich hierher gelangten Nachrichten von der französischen Regierung indirect auf alle mögliche Weise unterstützt, während sie doch im Interesse der Consolidirung der französischen Zustände denselben doch mit aller Energie entgegentreten sollte. Welche Zwecke Hr. Thiers dabei verfolgt, ist natürlich der deutschen Bundesregierung nicht verborgen geblieben: es handelt sich für den Chef der französischen Executive weniger um die Wiederherstellung der römischen Priesterherrschast, als vielmehr darum, in Deutschland eine Partei für die Interessen der französischen Politik zu gewinnen. Es ist nämlich von Deutschland aus in der Versailler Negierung die Illusion genährt worden, daß die Katholiken Preußens und Deutschlands im Falle eines entschiedenen Vorgehens der französischen Regierung in der römischen Frage aus die deutsche Bundesregierung einen Druck auszuüben vermöchten, welcher den Zielen der französischen Politik wesentlichen Vortheil leisten würde. Wie falsch die Vor- aussctzungrn sind, auf denen eine solche Anschauung beruht, braucht kaum näher beleuchtet zu werden. Wollte Frankreich wirklich den Wahnsinn begehen, mit mi- litärischen Mitteln die Wiederherstellung der weltlichen Gewalt des Papstes durch- zufetzen, so müßte ein Krieg entbrennen, in welchem Deutschland an der Spitze der Civilisation gegen die Verfinsterung und Verdummung marschtrt und dessen AuSgang gar keinem Zweifel unterworfen fein könnt»'. Die nach der Schweiz geflüchteten Mitglieder der Pariser Commune werden dort sehr scharf überwacht, so daß sie selber wohl schon die Hoffnung aufgegeben haben, für ihre Absicht, von der Schweiz aus eine Agitation gegen das gesammte übrige Europa einzuleiten, irgend welche Unterstützung bei den dortigen Behörden zu finden. Die Schweiz fürchtet gar sehr für ihre Unabhängigkeit, und da der socialen Bewegung ein viel allgemein-gefährlicherer Charakter innewohnt, wie der rein politischen, werden die schweizerischen Behörden ohne Zweifel den Socialisten bezw. Communisten nicht den freien Spielraum gewähren, den sie ehemals den rein politischen Demagogen gestatteten. Auch sind, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, die Gesandten der europäischen Cabincte angewiesen, auf das Treiben der Anhänger der Commune ein scharfes Auge zu werfen. Durch Allerhöchste CabinetSorvre vom 29. Juni ist bestimmt worden, daß Elsaß-Lothringen den Territorialbezirk des 15. Armeekorps bildet. Das Arsenal de Construclion zu Straßburg wird in eine vierte Artilleriewerkstatt umgc- wandelt. Fürst Bismarck wird nach den neuesten Bestimmungen vom 1. August ab eine vierwöchentliche Badecur in Seebad Norderney gebrauchen und von dort wieder nach Varzin zurückkehrcn, von wo der Fürst gegen Ende des Monats September in Berlin eintrifft, um den Sitzungen des Bundesraths beizuwohnen. Doctor von Daxcnbergcr, nach dem definitiven Zurücktritt des GrafenBray mit der provisorischen Leitung des Ministeriums des Auswärtigen in Bayern betraut, ist Protestant und steht in dem Renommöe eines entschieden freisinnigen und für den Herbst in Berlin in Aussicht um aber den gläubigen Schafen die deutsch-national gesinnten Mannes, nicht verwendet worben. Die Annahme, baß mit der Verleihung de- Eisernen Kreuzes eine Dotation nicht verbunden sei, ist nicht ganz zutreffend, vielmehr sind nach dem Wortlaute des Gesetzes vom 1. Mai 1851 die Inhaber des Eisernen Kreuzes und die zu ihrem Hausstände gehörigen Familienglieder von der Klaffensteuer befreit, soweil sie zur ersten Hauptklasse gehören. UebrigenS ist in dem Gesetze vom 19. Jul! 1870 die Regelung einer Ehrenzulage Vorbehalten. München, 25. Juli. Der Staatsminister Graf Bray erhielt bei feiner Entlassung den Hubertusorden. München, 26. Juli. Fürst Hohenlohe wurde nach Schloß Berg zum Köms berufen. — Minister Lutz besuchte den hier eingetroffenen preußischen Cultu-minister v. Mühler. Kattowitz, 23. Juli. Die hiesigen Altkatholiken haben am 14. Juli etm abermalige Petition an bas königl. Staatsministerium gerichtet, ihnen provisorisch die Noihkirche der katholischen Gemeinde zu Kattowitz zur Benutzung zu überweisen und rem Weltpriester Kaminski zu gestatten, darin gottesdienstliche Handlungen vorzunehmen. Heute nun geht der „Schlesischen Zeitung" folgendes Telegramm zu: Durch Regierungsverfügung ist heute dem Priester Kaminski in Kattowitz die Rothkirche übergeben worden. Morgen findet in derselben der erste Gottes« bienst statt. Wien, 26. Juli. Die osficiellen Blätter bringen einen Artikel, welcher die feinbselige Haltung einiger dem Ministerium Hohenwart geneigter Organe gegen Deutschland bedauert und gleichzeitig die Insinuation, als würden die anerkannten Regierungsorgane je das deutsche Element zum Gegenstand von Angriffen gemacht haben, mit Entrüstung zurückweist. Paris, 22. Juli. Französische Politiker scheinen sich der Hoffnung hinzu- geben, als würde auch die Räumung des Seinedepartements, des der Seine et Marne, der Oise und der Seine et Oise nun sofort, und zwar noch vor der Zahlung der für jetzt ausstehenden zwei halben Milliarden erfolgen. Es liegt dieser Erwartung, wie es scheint, leider eine irrige Auffassung der Verhältnisse W öm fl hi« au» unsertr Jfr W vorigen Jahre», Kreuze» zu Thatlit! gegriffrn rourlt. D verwundet. Um seit Die „Taget, fertigte» Schreiben, von ****, die nach eigentlich gehr. D kunst und besitze ni da ihm die ttaiieni aus ' fliwtftnb ro raihs: Herren Ber Cilbereisen und Wei 1) Unter Zu schen Familie Dr. y den Zinsen de» Ha- Hau- 5örot, 3) Hanne- Wacker Wi 10) Daniel Echne 2) Der Kj, Kirchenlasse für 18 ausgenommen werd 3) Die ver Frankfurt, 26. Juli. Unseren Hausfrauen steht in Kurzem eine höchst unliebsame Ueberraschung bevor, indem die hiesigen Metzger bei den theuren Einkaufspreisen der Ochsen einen Ausschlag eiutreten lassen wollen; letzterer soll, wie man erzählt, mehrere Kreuzer betragen. Brod, Fleisch, Butter, Eier, Mehl, Kartoffeln sind über alle Gebühr theuer, Kaffee ist auch aufgeschlagen, Steinkohlen und Holz zum Feuern wollen nicht billiger werden, die Wohnungen und Schlafstellen steigen mit jedem Tage im Preis — wo soll das hinaus? Eine Krise wird und muß eintreten. Mainz, 24. Juli. Der deutsche Kaiser ist heute gegen Mittag mit Extra- zug von Ems in Castel angekommen, wo ihn der Gouverneur der Festung begrüßte. Der Kaiser fuhr in dessen Begleitung über die festlich geflaggte Rheinbrücke und Rheinstraße in den LudwigSbahnhof, um sich von da mittelst Extrazugs nach Jugenheim zum Besuch der russischen Kaiserfamilie und des Großherzogs zu begeben. Die Rückfahrt erfolgt von dort gegen 6 Uhr Abends. Obschon die Ankunft des Monarchen nur kurz vorher bekannt geworden, hatte sich doch neben der kleinen RepräsentatkonSabtheilung der Garnisonstruppen eine ansehnliche Menge in der Straße und namentlich am Bahnhof gesammelt, welche den siegreichen Fürsten mit Bluwenspenden und stürmischen Hochrufen empfing. — Heute haben die allerletzten Franzosen unsere Stadt verlassen, nämlich drei von schweren Krankheiten genesene ReconvaleScenten, welche nach Straßburg überführt werden. Gestorben sind während der ganzen Dauer der Kriegsgefangenschaft hier 974 Mann, also etwa 3 Proc. der durchschnittlichen Gesammtmasse. Die größte Sterblichkeit kommt auf die um Metz eingeschlossen gewesenen Truppen der Armee Bazaine'S. Berlin, 24. Juli. Dem Bischof von Ermland, Dr. Krementz, ist seitens des Ministers der geistlichen rc. Angelegenheiten, Dr. v. Mühler, folgendes Schreiben zugegaugen: f Der Untergang des osmanischen Reiches, der sich nach dem, durch die neuesten Vorgänge bewahrheiteten Ausspruche anerkannter Historiker nicht mehr aufhalten läßt, dürfte in nicht zu entfernter Zukunft eine vollendete Thatsache werden, da bereits die Türken selbst sich mit dem Gedanken vertraut machen, daß die O-manen aus Europa vertrieben und dann die Mission übernehmen werden, die Idee der islamitischen Einheit durchzufuhren, d. h. das alte Chalifat in Asien und Afrika wiederherzustellen. Die „Turquie", das einflußreichste Organ in der Türkei, verneint freilich auf's Entschiedenste die Frage: ob die Bildung der islamitischen Einheit die Verpflichtung involvire, daß die Türken Europa verlassen müssen, indem sie ausführt, die letzteren hätten vielmehr alle Veranlassung, ihren europäischen Besitz dermaßen zu befestigen, als wollen sie ihn für alle Ewigkeit behaupten, und zwar ausschließlich zu dem Zwecke, um damit ein Pfand in die Hände zu bekommen, das, wenn je eine Katastrophe über sie hereinbräche, die Türken nur gegen ein feierlich anerkanntes islamitisches Reich fahren lassen könnte. Indessen, schon diese geschraubte Argumentation beweist, daß die Pforte sich sehr wohl bewußt ist, auf wie schwachen Füßen ihre europäische Macht steht. England und Frankreich werden dem türkischen Reiche keine Hülfe mehr gewähren, falls es zum zweiten Male von ähnlichen Gefahren wie zur Zeit des Krimkrieges bedroht werden sollte; Oesterreich hat mit seinen inneren Schwierigkeiten genug zu thun und besitzt in Bezug auf die orientalische Frage keine Aktionsfähigkeit. Rußland aber ist der traditionelle Feind der Türkei, und wenn letztere sich jetzt Rußland genähert hat, so that sie dies vielmehr aus Furcht, einen Conflict entstehen zu lassen, als aus absolutem Vertrauen in die guten Gesinnungen der russischen Regierung; das deutsche Reich endlich ist nicht direkt engagirt in der orientalischen Frage und kann dieselbe immer nur zum Ausgangspunkte nehmen für Interessen, die auf einem andern Gebiete beruhen als im Orient. So bleibt also der Türkei nichts weiter übrig, als schlimmsten Falls ihren Besitz in Europa so gut als möglich zu verwerthen — d. h. an Rußland zu verkaufen. & * w -i e*: $ir6all”'S |UIId MS, 25 tii Dw>lß°" < jfÄ2’ £ia,v Mionen, wie Mt eingehen ko Petersbur Angesichts ter AtU Wick Wtl Ein MN durch gemacht ziehenden Mit «Wer Spracl gestellt, daß ste möglichst unvera Der Magistrat von Berlin bringt die Bekanntmachung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg, von Iagow, bezüglich der Vertheilung der Beihilfen für Reservisten und Landwehrmänner des letzten Kriege- zur öffentlichen Kenntniß. Ganz gegen die Tendenz des Reichsgesetzes vom 22. Juni d. I., welche- ohne irgend welche Beschränkung die ohnehin schon knapp bemessene Summe von 4 Mil- lionen Thaler für den gedachten Zweck aussetzt, erklärt Herr von Iagow, daß Unterstützungen bi- 50 Thlr. in maximo nur ausnahmsweise bewilligt werden sollen, dagegen Darlehen die Regel bilden, welche in längstens 12 Jahren zurück- zuzahlen, mit 3 Proc. zu verzinsen und geeigneten Falles durch Beibringung eine- Bürgen sicher zu stellen sind. — Der Berliner Magistrat, überall groß, wo es sich darum handelt, dem öffentlichen Rechts- und Billigkeitsgefühl ein Schnippchen zu schlagen, schärft den Darlehenssuchern ein, den zu stellenden Bürgen ja recht genau zu bezeichnen, „va wir von der Stellung eines Bürgen nur ausnahm-weise absehen werden". Wie heißt? Dem Landwehrmann, welcher auf den Ruf des Vaterlandes freudig Weib und Kind, die ganze bürgerliche Existenz im Stiche ließ, dem gibt gegen angemessene Verzinsung und Beibringung genügender Bürgschaft auch jeder Wcchseljude das benöthigte Kapital zur Wiedereinrichtung seines Geschäfts, dazu bedurfte es wahrlich nicht erst des Erlasses eines Reichsgesetzes, das im Grunde doch nur widerstrebend eingebracht wurde, um den Reichsboten die Schenkung an „verdiente Generale und Staatsmänner" mundrecht zu machen. Wir hoffen zuversichtlich, daß der Reichstag in seiner nächsten Session gegen diesen Unfug energisch einschreiten und Remedur eintreten lassen wird. Freilich, während dessen werden viele Landwehrmänner, welche diese- Almosen der Regierung ver- schmähin, zu Grunde gegangen sein, und mit dem Eisernen Kreuze betteln gehen; aber was thut's, das „höhere Ehrgefühl" der Offiziere ist ausreichend dotirt worden, und weiter hatte cs ja keinen Zweck. Wenn auch säwmtliche Bauten in Berlin in Folge des Maurerstrikes zum Stillstand gezwungen sind, wird am Reichstagsgebäude rüstig fortgearbeitet. Derjenige Thetl der Arbeiter, welcher dort trotz des ssuten Lohnes die Arbeit einge- stellt, ist bereits durch andere Arbeiter ersetzt worden, so daß gegenwärtig wiederum bei der Tagesarbeit an 170 Maurer, 60 Zimmerer und 130 Arbeitsleute be- schäftigt sind, während die Nachtarbeit, bei welcher zwei elektrische Lichter und Hunderte von Gasflammen Tageshelle verbreiten, von etwa 80 Maurern, 40 Zimmerern, 60 Arbeitsleuten geleistet wird. Wie man hört, sind Mannschaften der hiesigen Truppentheile beurlaubt worden, um bei den Arbeiten am Reichstags- , gebäude verwendet werden zu können. Die evangelischen Unfehlbaren, welche das oberkirchenräthliche Consortiuw bilden, pflegen alljährlich ein kleines Concil abzuhalten, welchem der bescheidene I Name „Kirchentag" verliehen wird. 'T'** m r- * " 1 Die Gesichtspunkte, von welchen aus Ew. bischöfliche Hochwürden nach Inhalt des geehrten Schreibens vom 9. d. M. Verwahrung gegen die in meinem Schreiben vom 29. v. M. ausgesprochenen Grundsätze und deren Consequenzen einlegen, habe ich bereits vor meiner Entscheidung über die bei dem Gymnasium in Braunsberg entstandene Differenz sorgfältig erwogen. Es ist nicht meine Absicht, über die Berechtigung und die Angemessenheit jener Entscheidung in Erörterungen mit Ew. bischöfliche Hochwürden einzutreten, welche von vornherein keine Aussicht auf gegenseitige Verständigung darbieten. Den katholischen Bischöfen Deutschlands ist es nicht unbekannt gewesen und sie haben es vor den Beschlüssen des vatikanischen Concils wiederholt selbst bezeugt, daß diese Beschlüsse für Deutschland den Keim von Verwicklungen zwischen Staat und Kirche in sich tragen. Diese berechtigte Warnung ist an der entscheidenden Stelle unbeachtet geblieben. Nachdem die Beschlüsse gefaßt und verkündet sind, und auch diejenigen Bischöfe, welche deren Erfolg vorau-gesehen haben, die unbedingte Durchführung derselben sich zur Aufgabe gestellt haben, ist von dergleichen Verhandlungen ein Erfolg nicht wohl abzusehen. Daß die Staat-regierung bei ihren Schritten sich streng innerhalb der Grenzen des Rechts halten wird, versteht sich von selbst. Das ist auch bei der Entscheidung in Betreff des Dr. Wollmann geschehen. In seiner Eigenschaft als Staatsbeamter steht er ausschließlich unter der Disciplinargewalt des Staats. Sein Verhalten als Staatsbeamter ist völlig vorwurfsfrei. Die kirchlichen Strafen aber, welche Ew. bischöfliche Hochwürden über ihn zu verhängen für angemessen gefunden haben, enthalten keinen selbstständigen Grund für ein disciplinarisches Einschreiten des Staats. Wenn Ew. bischöfliche Hochwürden nach Empfang meines Erlasses vom 29 v. M. den rc. Wollmann mit der großen Excommunication belegt haben, so ergebenst darauf aufmerksam machen, daß die von Hochdenselben an diese » J Ff*9 geknüpfte Bemerkung, der rc. Wollmann fei nicht mehr ein Glied der ^ouschen Kirche, sich im Widerspruch befindet mit §. 55, 2. Tit., 11. A. L.-R., vnn h b^ßer abweichender Glaubensmeinungen kein Mitglied einer Kirche Fnnn Gemeinschaft mit rechtlicher Wirkung ausgeschlossen werben ffrptifnHtnh/ L*” ®taat mithin der Dr. Möllmann nach der Excommunication f ‘ ^r derselben ein Mitglied der katholischen Kirche, und enthält nn h h ä"lletretene thatsächliche Moment keinen Anlaß, die Entscheidung vom und L ...^-bischöfliche Hochwürden Wunsch, daß die Gerechtigkeit , uL® ™ * ^"ligiosen Dingen, das Palladium der Stärke Preußens, nicht e iheile ich aufrichtigen Herzens. Aber die Gerechtigkeit, . welche ich Jedem tu gleicher Weise schulde, fordert, daß ich den Dr. Wollmann i Besondere B, Öffentlich 2266) Aus der StSj n'toSeir v 's Ehr L'r J°r E x? öon • •rti1" •Äte» tnlegt ?lnr?Qts u'ft* 2 i Hc K'j ' Ä" Die nächste dieser Versammlungen, welche । genommen war, wird dieses Jahr ausfallen, : _ „ aus diesen Kirchentagen unzweifelhaft resul- tirende geistige Nahrung nicht gänzlich vorzuenthalten, haben die Herren Dr. Hoff- mann, Dr. Dörner, Dr. Michern rc. für den 10. bis 12. October d. I. eine „freie Versammlung evangelischer Männer aus dem deutschen Reiche" anberaumk, zu deren Basis „das Wort Gottes und die reformatorischen Bekenntnisse" dienen werden. Zwar befindet sich unter den Einladenden ein Stratege von gewichtigem Klang, nämlich kein Geringerer als der Generalfeldmarschall Graf v. Moltke, doch ist zu bezweifeln, ob die Schaaren der oberkirchenräthlichen Reaktion in den „Radikalismus" des Protestantenvereins und in die „sociale Frage" mit irgend welchem Erfolge werden Bresche schießen können. Das hiesige Bankhaus G. Müller u. Comp. hat die Ehre genossen, daß aus seine Firma der erste Wechsel, welcher zur Zahlung der Kriegskosten in Berlin 1 eintraf, ausgestellt war. Dieses kostbare Papier war vom Finanzminister Pouyer- Quertier selbst girirt und belief sich auf 1,200,000 Thlr. Die dieser Summe entsprechende Wechselstempelsteuer beträgt 630 Thaler und da unsere größten Wechselstempel' marken nur einen Steuerbetrag von lO THalern repräsentiren, so war der Wechsel mit 63 solcher Marken beklebt. Im diplomatischen Dienst ist derselbe bisher'nicht schutzlos lasse, und den Frieden zu halten, liegt nicht in der Hand bei 'Staates allein. Berlin, den 21. Juli 1871. v. Mühler. An den Bischof von Ermland, Herrn Dr. Krementz, bischöfliche Hochwürden zu Frauenburg. t Berlin, 25. Juli. Das Großherzogthum Hessen hat die letztinstanzliche Entscheidung in Streitsachen zwischen den Armenverbänden de- Großherzogthums dem Bundesamt für das Heimathswesen übertragen. Die Kölnische Feuerversicherungsgesellschaft „Colonia" hat dem Rationaldank für Veteranen für das Jahr vom 1. Juli 1870/71 die Summe von 1000 Thlr. als Beitrag überwiesen. jU Grunde, denn obwohl Deutschland seine Truppen eher zurückberufen kann, wenn ihm die Ruhe und Ordnung in Frankreich genugsam verbürgt erscheinen, so liegt doch durchaus nichts vor, was zu der Annahme berechtigte, al- wolle die deutsche Regierung von dieser Prärogative wirklich Gebrauch machen. Es ist vielleicht gut, sich in dieser Beziehung keinen Illusionen hinzugebcn, da deren Nichterfüllung alsdann die Stimmung nur auf'- Neue verbittern mühte. General v. Manteuffel, dem es gelungen, sich mit der Versailler Regierung in ein möglichst freundliches Verhältnis zu setzen, wird binnen Kurzem Compicgne verlassen, um einen mehr- wöchentlichen Urlaub behufs eines Curgebrauchs anzutreten. Sein neu ernannter Generalflabschef, Graf Stofch, wird ihn vertreten. Paris, 25. Juli. Dem Vernehmen nach hat sich Thiers bis jetzt geweigert, die Demission Jules Favre's anzunehmen. — Die Kriegsgerichte werden, wie mit Bestimmtheit verlautet, auf Montag den 31. d. M. einberufcn werben. Paris, 25. Juli. Die Oflbahn. Gesellschaft hat der französischen und der deutschen Regierung erklärt, dah sie auf die Abtretung der Strecke, welche die elsässische Linie mit der Schweiz verbindet, gegen eine Entschädigung von zwei Millionen, wie diese- in dem Vertrage von Frankfurt a. M. stipulirt worden, nicht eingehen könne. . , . t v r Petersburg, 22. Juli. Da- russische Postbkpartement macht bekannt, dah Angesichts des bevorstehenden Ausbruches einer Revolution in China dahin adressirte Werthpackete, so wie Gelb- und sonstige Briefe nur unrecommandirt angenommen werden. ~ . Ein neuer Schritt zur Russificirung der Stadt Warschau ist neuerdings da. durch gemacht worden, dah der Oberpolizeimeister Wlasow den Hausbesitzern „gestattet", d. h. streng anbefohlen hat, die MeldungSbücher über ihre ab- und zugehenden Miether, zu deren Führung sie gesetzlich verpflichtet sind, der Polizei in russischer Sprache vorzulegen. Dabei ist an die Hausbesitzer die Anforderung gestellt, daß sie die Eigennamen nicht russisiciren, sondern im polizeilichen Interesse möglichst unverändert lassen sollen. Vermischtes. Aus dem Streife Mors, 20. Juli. Eine erschütternd traurige Nachricht lauft fo. eben hier aus unserer KreiShauptstadt ein. Dieselbe gab gestern, am Gedenktage der Kriegserklärung des vorigen Jahres. ihren Kriegern ein Festessen, wobei es von Zänkereien wegen d,S eiferntn Kremes iu Tätlichkeiten kam, und leider auch zu dem sonst nur anderwärts üblichen „Messer" gegriffen wurde. Der Inhaber des eisernen Kreuzes ist todt und fünf andere Theilnehmer sind verwundet. Um sechs Uhr wurden alle Locale Polizeilich geschlossen. (Ess. Z.) Die „TageSp." erhält ein von mehreren Mitgliedern einer Gemeinde Untersteiermarks unterfertigtes Schreiben, in welchem Folgendes erzählt wird: Sonntags hielt Herr S.....Kaplan von ***** die nachmittägige Christenlehre und erzählte dann der Schuljugend, wie eS dem Papst eigentlich gehe. Der geistliche Herr erwähnte, der Papst habe nichts zu essen, nirgends eine Unterkunft und besitze nicht einmal einen Kreuzer, um einen Brief seinen Freunden schreiben zu können, da ihm die italienische Regierung Alles wegnahm, sogar auch daS Eßbesteck. Local-Notizen. B e s ch l ü s s e aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 20. Juli 1871. Anwesend waren: der Großherzogliche Bürgermeister Vogt, die Mitglieder des Gemeinderaths: Herren Berg, Bücking, Felsing, Gail, Heß, Körber, Löber, Nagel, Ricker, Rosenberg, Silbereisen ^^W z j Stadtgeistlichen DecanS Landmann und des Aeltesten der Hast kcken Familie Dr. jur. Tasche wurden durch schriftliche Abstimmung nachfolgende Familien mit den Zinsen des Hast'schen Vermächtnisses bedacht: 1) Christian Schneider Wwe., 2) Adolf Feldbaus Wwe. 3) Georg Weidig Wwe., 4) Philipp Ferber Wwe., 5) Hernnch Noll Frau 6) Johannes Wacker Wwe., 7) Balthaser Klingelmeyer Wwe., 8) Carl Hörster, 9) Daniel Furkel, 10) Danlel^S^^^rst and fordert einen Beitrag von 1300 fl. zur Deckung des Deficit- der Kirchenkaffe für 1872; derselbe wurde bewilligt und soll in den Voranschlag der Stadt für 1872 ausgenommen, werdem^^d^ 100 $ jährlich bestimmte Vergütung des Turnlehrers Rüb- samen für den Unterricht an der Realschule wurde auf Betrieb des Großh. OberstudienrathS wegen inmittelft vermehrter Turnstunden auf 150 fl. erhöht. 4) Auf Vorschlag des städtischen Schulinspektors gab der Gemeinderath seine Zustimmung, daß der Ueberschuß deS VicariatSgehaltS an der neu errichteten 5. Classe der Stadtmädchenschule denjenigen Lehrern zu Gute kommt, die den Unterricht an der Schule bis zum Eintreffen det SchulvicarS ertheilt haben. 5) Ein Antrag deS städtischen Schulinspektors, auf Vergrößerung der Lehrlocale der städtischen Schulen bezw. Neubau, wurde dahin beschieden, daß dieser Gegenstand in Verbindung mit der Erweiterung der Realschule, welche früher schon angeregt worden, mit dem Großh. Realschuldirector und Mitgliedern aus dem Schulvorstande gemeinschaftlich werbe in Betracht gezogen werden. 6) Der Gehalt des Bureaugehülfen Euler wurde auf dessen Nachsuchen von 325 fl. auf 375 fl. erhöht. 7) Der Ortsdiener von Lützellinden wurde bezüglich der Gebühren, welche er für Bekanntmachungen in städtische« Angelegenheiten bezieht, mit den Ortsdienern in Hörnsheim und Hochelheim durch Verwilligung von 5 fl. gleichgestellt. 8) Auf ein Gesuch deS jüngeren Turnvereins, ihm die Benutzung der städtischen Turnanstalt in gleicher Weise, wie dem älteren Verein zu gestatten, wurde mit Rücksicht auf den Vertrag deS letzteren, wodurch die Stadt in der freien Verfügung über jene Anstalt noch zur Zeit beschränkt ist, ablehnend geantwortet. 9) Der Pachtvertrag über Benutzung deS Steinbruchs im Hangelnstein mit Philipp Braun von Daubringen, welcher mit 1871 abläuft, wurde zu Folge einer die Stadt bindenden Bestimmung dieses Vertrags auf fernere 6 Jahre verlängert, anfangend vom 1. Juli 1871. 10) Es wurde auf Anregung Großh. Kreisamts Gießen nachgegeben, daß der gewesene Polizeidiener Blitz in seinen Dienst wieder eintritt, aber nur unter der ausdrücklichen Bedingung, daß er sich künftig von allen Nebengeschäften fern hält und nur seinem Dienste obliegt. 11) Dem Echmiedrmeister Emil May wurde bitiweise gestattet, gegen Entrichtung einer jährlichen Abgabe von 12 fl. über die Stadtbach einen Uebergang herzustellen. — Durch eine Urkunde wurde zugleich daS Eigenthum der Stadt und die Bedingungen festgestellt, wie die Benutzung stottzusinden habe. Schließlich wurde jederzeitige Kündigung vorbehalten. 12) Ein Voranschlag des Stadtbaumeisters über Herstellung des Turnplatzes, 125 fl. betragend , wurde genehmigt und dessen Ausführung beschlossen; die Kosten sollen aus den lieber, schüssen bestritten werden. , 13) Der Ankauf von GraSsaamen zur Verbesserung der Stadtwiesen im Preise von 24 fl. 36 fr., 14) Die Herstellung von beim Brande beschädigten Feuereimern im Betrage von 25 fl. 40 fr., wurden gutgeheißen und sollen die bemerkten Beträge auf die Stadtkaffe angewiesen werden. Börsen nachrichten. 26. Juli 1871. Actieii. Oest. Creditaot. 270 50/o östr. F. St. E. B. 3993/4 Lombard. Bahn 1707/s Ludwigsh.-Beibaoh 181 Vg Maxbahn 127 Bayer. Ostbahn 1201/2 Hess. Ludwigsb.-Aot. 156 Rhein-Nahebahn-Act. 38*/j Oberhessen „ 753/4 W eciteei. Amsterdam k. S. 991/4 Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 963/g Brüssel k. S. 93>/g Hamburg k. 8. 871/2 Leipzig k. S. 105 London k. S. 117% Lyon k. S. — Paris k. S. 931/g Wien k. 8. 951/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 31/2% G. Preuss. 41/2% Oblig. 98 ’/i Frankf. 3i/20/0 Obi. 823/g Nass. 41/2 °/o Obi. 97i/g Kurhess. 4% „ 89 Gr. Hess. 5°/q Obi. 102 » n 4O/o „ 95 „ n 31/2% „ - Bayer. 5% » 1007/8 „ 41/2% 1jährige 98% „ 4% 1jährige 93 Wiirtemb. 4 V2 % Obi. 97 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 977/8 Oesterr. Silberrente 56 unbek. wo? b. Heinrich Möckel, in Amerika c. Georg Möckel, l abwesend; zu E.: 1) dessen Tochter Marie Hetz, verehelichte Reining in Darmstadt, und 2) der verstorbenen Tochter Sophie Elisabethe Heß, Kind Namens Marie Hetz, verehelichte Döll in Darmstadt. Die oben zu D. 3) «. b. c. genannten, unbekannt wo? in Amerika abwesenden, Erben, werden aufgefordert, sich bei Meldung der Annahme Verzichts binnen 90 Tagen, von heute an gerechnet, zur Empfangnahme bei unterzeichnetem Gericht zu melden, alle Uebrigen aber, welche außer den vorgenannten Berechtigten noch Ansprüche zu erheben vermögen, solche binnen gleicher Frist bei Meidung Ausschlusses daselbst geltend zu machen Gießen, den 18. Mai 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stammler, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. 3150) Mit dem 1. August er. treten in unserem Local-Verkehr die im Betriebs- Reglement für die Eisenbahnen im Norddeutschen Bunde festgesetzten Lieferfristen in Kraft. In unseren Verbands - Verkehren halten wir uns von diesem Tage ab an die in den Tarifen stipulirten Lieferfristen gebunden. Gleichzeitig wird die Auszahlung der Nachnahmen wiederum nach den in den Tarifen festgesetzten Fristen bemessen. Cöln, den 24. Juli 1871. Die Direktion. 3133) Bei der Stadt Gießen sollen drei Spritzenmeister angenommen werden. Bewerber um diese Stellen haben sich binnen 8 Tagen auf unserem Bürean anzmnelden. Gießen, den 25. Juli 1871. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. 3122) Samstag den 29. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die Erndte von den Grundstücken, welche Herr Stallnreister von Gremp gevachtet hatte, auf dem Halme an die Meistbieten- ; den versteigert werden. Die Erndte besteht in Korn, Gerste und Hafer und wird mit der Versteigerung am langen Steeg der Anfang gemacht. Gießen, den 25. Juli 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. W o r t m a n n. Feilgebotenes. Lsndwirthschaftiichr jBiidjcr, als: Birnbaum'S Landwirthschaft, Noscher'S Ratinaloconomie, Pabst'S Betriebslehre, Balling'S Branntweinbrennerei. Sämmtliche Bücher, elegant gebunden, sind zum halben Ladenpreise zu haben bei Meyer Rothenberger, (3157) Neuenweg. 1616) Borsdorfer Acpfel- wein in bekannter Güte empfd)* . $ len I. A. Busch Söhne. 3117) Nene Frankfurter Kartoffeln sind fortwährend zu haben Asterweg 9h'. 103 Herbstrüberrsaamen, lange weiße, bet > «z (3152) G g. C h r. Spruck. 1110 hiermit als Gießen, am 19. Juli 1871. io 3 — 25% bei Annoncen tr V Moritz Hirsch und S. Rothschild 3153) des erlaubt ficherungs-Gefellschaft ein tüchtiger solider Haupt - Agent anzustellen gesucht- — Garantie für zngfcst zu verkaufen bei Moritz Erlanger in Marburg. Als Wahl-Candidateu des israelitischen Vorstan man sich, Herrn Julius Landauer, Der Vorstand. In Auftrag: Georg Noll. 3103) Der mittlere Stock meines Hauses ist anderweit zu vermieden. A. Wallenfels. 11fen TSfr ff? f/ff, Madeira, Portwein, ToKayer, Rhein- und Hardtweine, Düsseldorfer Urrac-, Wum-, Burgunder, danisse-Bunschessenz und ferne holländische und französische Liqueure. Trüffeln ä la Porigord, Champignons, Mixed-Pickles, Oliven, Brünellen und türkische Pflaumen. Hiilssverein M Gießen. 3057) Nachdem die Thätigkeit des Hülfsvereins mit Ende Juni d. I einaellellt worden, ersuchen wir behufs Abschlusses der Rechnung nunmehr alle Dieje^gen welck! noch Forderungen für Lieferungen und Leistungen irgend welcherArtfürdie Zwecke ’S- Erfrischungsftation auf dem Bahnhof, der Barackcn-Lara- rethe und deS Bureau zu bilden haben, die Rechnungen darüber binnen 8 ^aae» npfJnT ^klchneten einzureichen, indem An-prüche, welche nach Ablauf dieser Frist gestellt werden sollten, Berückstchtlgung nicht mehr finden können " 3021) Das seither von Frau Pfarrer ... ___r. __ Kreckmann im Darmstädter Haus be-i Adressen werden unter A. J. 571 an die wohnte Logis ist im Ganzen oder auch ge- Annoncen - Expedition der Herren G. L. trennt zu verrniethen und vom 1. October Daube S» Comp. in Frankfurt a. M. an zu beziehen. , j franco erbeten. geeignet zu empfehle». Mehrere Bürger. Annoncen - Bureau Tfe. IMetricIi (1<>ni|). in Cassel. 1) Wir besorgen Annoncen in alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen Journale, Coursbucher etc. b CHU,l{,en, 2) In jedem Falle berechnen wir nur die Oriffinal-Tarif-Piw-Ss^ „nj notiren weder Porto noch sonstige durch V®e Änu- scnpts und Correspondenz entstehende Spesen. 3) Ueber jede Insertion liefern wir auf Wunsch die betreffenden Belege 4) Bei grösseren Aufträgen und oftmals wiederholten Insertionen schreiben wir einen angemessenen Rabatt gut. wir 5) Für Annahme von Offerten auf durch uns erlassene Annoncen berechnen wir keinerlei Gebühren. 6) Vorherige Kostenanschläge werden bereitwilligst ertheilt. 7) Unser neuester correctester Insertionstarif steht gratis und franco zu Diensten. Th. SSte trieft $ Conep., Annonccn-Burrsu für ssmmtiiche in- und «uslsndifchc Zeitungen. VeKanntmachungen aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen Lokalblätter ' und Fach-Zeitschrtften mit 5-25r-^"" wgleich bezogen werden. Vermiethungen» 3111) Ein geräumiges Familienlogis ist in der Nähe des Bahnhofs zu verrniethen. Bei wem? sagt die Exped. d. BlttS. 3151) In unserem ncuerbauten Hause in der Alicenstraße sind zwei Logis zu ver- miethen. Deibel & Becker. 3132) Ein kleines möblirtes Zimmer zu verrniethen bet Christian Scharmann, am Kreuz. Holländischer Käse, Prima-Waure, im Pfund 22 fr., bei (3075) H. E. JugHardt. 3154) Gute Johanni-Kartoffeln, (sowie »Salat-Kartoffeln), die halbe Meste zu 30 kr., stets bei L. Hartniann, Schauz. Neue Matjes-Häringe, sehr feine Qualität, empfiehlt (3078) Emil Fischbach, Seltersweg. I. Schellenberq, Seltersweg, in Gießen. Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhn'e. '(2371) 3119) Durch Ableben meines Mannes bin ich Willens, sämmtliches noch in ganz gutem Zustande befindliche Maschinen- und Schmicdewcrkzeug, worunter 2 Drehbänke, 1 Bohrmaschine, 4 Schraubstöcke und 1 Hobelbank sich befinden, sofort zu verkaufen. Auch ist die Werkstätte zu verrniethen. Auguste Hilgardt. Arbeiterlüldttniiö-Verein. 3135) Donnerstag den 27. Juli, Abends 8 Uhr: Generalverfainm lun g im Vereins - Local. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. 3) Besprechung über einen Ausflug mit Musik. Die Mitglieder werden auf §. 25 der Statuten aufmerksam gemacht und mit Rücksicht auf die Dringlichkeit der Tagesordnung um recht zahlreiches und vräcises Er- scheinen ersucht. Der Vorstand. 3113) Ein ordentliches Laufmädchen wird sogleich in Dienst zu nehmen gesucht in Lit. C. Nr. 31, Neue Anlage. 3144) Ein Mädchen, welches im Flicken und Stopfen erfahren, wünscht noch einige Tage besetzt zu haben. Neustadt Nr. 34, im Hinterhause. 3128) Ein tüchtiger Pferdeknecht, welcher gute Zeugnisse besitzt, kann sofort eintreten bei _________ Ehr. Haubach. 3131) Ein Mädchen, welches flicken und perfect Kleidermachcn kann, wünscht in und außer dem Hause Beschäftigung. Näheres Brand Nr. 67. ,, 1332) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren I finden Arbeit in der Lampenfabrik von Müller e= etaotimit fich ] 7 '»^ug auf «n Di- B-ckii, W Mal« der fafc in“ l#t Mtre ©VflaU4’* ‘ die dü ,llri hi