PreiS Lterltljährlg 1 ft 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Host bezogen vierteljährig < flL 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzletberg AL. B. Nr. 1. Anzeige- und Amisölatt für den Kreis Kießen Nr. 98. Freitag den 28. April 1871 M- Elfaß-Lothringen als Reichsprovinz dmn -.ich. fr», schon di, Ueb7rzeugung tn g® 4XS Sa t 3 L Ä *?"«»<" °»r «Eh-d-batt-, die an P-S-iston die Kri«g«di-nst-, di- fl- im d-utsch-n Heer- leisten, groß- Erfolg- erzielen werden', gemach. hab-n'^' 6' $r;um,n ein lanÄ'',u "gu^kommm?^De? fr-nM^W^^ Heer L SA »SA ^'^-n'münz- für das ganz- d-ntsch- bed-utenden Antheil genommen, war doch immer nur ein vorübergehender Jr be. L.L’L Ä-/8,"'9!.. . ^0,000 Thal» veranschlagten Kosten Was irgendwie geschehen kann für das materielle Wohl, für die intellektuelle und moralische Kräftigung der neuen Provinz, Vas wird sicherlich geschehen; allein in die eine Forderung werden wir nun und nimmer willigen können, in die nämlich, daß die Elsässer so lange als irgend möglich vom Militärdienste befreit bleiben. Leistung und Gegenleistung der Anwendung dieses Grundsatzes, der im bürgerlichen wie im politischen Leben überall gilt, werben sich auch die Elsässer nicht entziehen können. Es wird nicht angehen, daß die Bewohner der neuen Provinz, setzen und ihre ganze Kraft und Energie anwenden, um die Elsässer moralisch zu erobern, um die neue Provinz zu einem gesunden und werkthätigen Gliede am deutschen Reichskörper zu machen. - Bamberger und Genossen denunciren nun zwar diejeniaen Manner, welche derartig- Forderungen stellen, ohne Weitere« als StaatSoolizisten ■* äco™m“n,f’e"» 'nv-ff-n wird da« hoffentlich die Majorität des Reich«. gkS »echt abhalten, für das Gesetz über die Prämienanleihen zu stimmen, in der Ueberzeugung, um mit dem Abgeord. Dr. Lowe zu reden, mit der großen Mass des ehrlichen, arbeitenden Volkes zu sympathisiren. b ® ” to?r*"k-t>Cn breitesten Mitteln des Reiches entnommen und später aus der Kriegs- entschadigung zuruckerstattet. ° Senleßen, die eine gewissermaßen bevorzugte Stellung ,m deutschen Staatssystem einnehmen, sich aller Verbindlichkeiten gegen Deutschland entziehen wollen. Mit dem obligatorischen Schulunterricht muß die allgemeine Wehrpflicht Hand in Hand gehen; werden doch sogar diese beiden großen Grundsätze, diese Hebel für eine tüchtige und gesunde Volkserziehung, als die Grundlagen betrachtet, auf denen das französische Staatswesen einer vollständigen Regeneration entgegen- geführt werden soll. Was die Elsässer im Verbände mit Frankreich leisten mußten, lande« zu gute kommen? Der französische Waffenruhm, vv„. ... bedeutenden Antheil genommen, war doch immer nur ein vorübergehender, er be- Dankte sich stet« auf die rein militärischen, augenblicklichen Ziele, — die Kriege Frankreichs endigten stets nur mit einem ungeheuren Verlust an Geld und Menschen- krästen, mit einem Sinken des französischen Einflusses. War Frankreich wirklich nnmal mächtig, so lag der Grund darin, daß das übrige Europa schwach und gedemuthigt am Boden lag. Ganz anders , in Deutschland. Hier gipfelt der Waffenruhm in der Freiheit und Unabhängigkeit der abendländischen Nationen, und während die französischen Waffenthaten den unzweifelhaften Niedergang der französischen Nation nicht auf» an öermcc^cn' Kriege, welche Deutschland führte, diesem eine Weltstellung gegeben, um welche es heutzutage von allen europäischen Mächten beneidet wird. ' v Deutschland ist heute die dominirende Macht in Europa geworden, eo hat eine Stellung erlangt, nach welcher Frankreich bisher vergeblich strebte. Für diese Macht, welche die höchsten Ziele der Menschheit verfolgt, die, ohne eine erobernde Lcacht zu sein, in unserem Welttheile die Hegemonie führen wird, zu kämpfen, werden die Elsässer sicherlich nicht sich weigern wollen. Mit der immer mehr wachsenden Macht des deutschen Reiches und bei dem augenblicklichen Verfall der romanischen Staaten wird der Trieb, mit aller Hingebung dcm neuen Vaterlande zu dienen, täglich mehr erstatten bei den Elsässern, so daß zu erwarten ist, sie werden selber von dem Wunsche möglichst langer Befreiung vom Militärdienste zuruckstehen. ' 07)' i 7' viuivvpivviHj. ^lliaisgewair |tcö zu teta arr ^ute noch einmal auf die elsässischen Forderungen zurück. Forderung laut geworden, totr l^dn bemerkten, dürfen die meisten der von den Elsässern erhobenen Moral nicht mehr st Wunsche in nächster Zeit auf Erfüllung hoffen, denn Regierung und Volksver- zu kennzeichnen, die StaatSreaieri tretung, sowie alle politischen Parteien in Deutschland werden eine Ehre darein Wege gegen diesen Unfug einschreite feilen und ihre aanie Krakt »»n ___’ <.rJ. ... ” L “ wn,u» ein|ajreite. Staatsgewalt sich zu steigern droht. Au« der Mitt- des hohen Hauset ist die Forveruna laut n,h,n,h,„, daß in dem Augenblicke, wo Sitte und ark genug sind, um den Betrug als Betrug Vie Staatsregierung auf legislatorischem Bestellungen auf den Gießener Anzeiger L« Wonuemm^M^den^Anzeiger bei der Ervedition abbolen lassen, erhalten denselben für I fl. pr. Quartal. .. .Die sogenannte Bonrgeois-Oeconomie, die wirthschastliche Freiheit, da- laisser aller und laisser faire, hat in den letzten fahren immer mehr Anhänger verloren. Selbst bi- in die Kreise des Reichs- t.-n^lm?tnr,fUr f0C'ak 5ta0tn fdn i« große« Berständniß wird beimeffen °"7 "' di Ueberzeugung gedrungen, daß die Wuchersreiheit und der Böten- schwindel nicht die Grundlagen unserer materiellen Wohlfahrt bilden. lrrUlch können ohne den Börsen-Jndustrialismu«, dcr die Weltgeschichte beherrscht, weder die Alpen durchbrochen, noch unterseeische Telegraphen gelegt, noch auch ruhmreiche Schlachten geschlagen werben. Für Hrn. Bamberger und ferne Genoffen ist eben die unbeschränkte wissenschaftlich- Freiheit rn tEr.®laat unbedingt Folge leisten muß; dagegen da« durch Gerechtigkeit und Humanität gebotene Streben de« Staates, das Kapital höher ft besteuern wie die Besitzlosen, die Staatslasten mehr auf die Schultern der »tchen zu legen, vor Allem aber zu verhindern, daß den Betrügereien, welche die Prämienanleihen zur Folge gehabt, gesteuert werde, — da« ist in den Augen des Venn Bamberger die krasseste Bevormundung des gewerblichen Verkehr«. Daß die Anschauungen dieses Herrn, der durch die Börse reich geworben ist, im Reichstage Beifall finden konnten, zeigt, wie weit Vieser gesetzgebende Factor »och von der wahren Erkennlniß auf dem socialen Gebiete entfernt ist. Trotz alle- uuch in diesen Kreisen zu tagen an; man beginnt einzusehen, »»»cruen irauen, o. ß der ®laat die Pflicht hat, sich nicht durch den Geldmarkt und durch Cor- längeren Zeiti-aums, z. B. 4 bis 6 Woche« nickt iu" den ‘Ultw *•*""""«»•“»«•*' «*.........." °c..a.'...».»...*»,..,«5;^^^ ss JU Elugknblick hat die deutsche Regierung keinerlei Nachricht da. von erhalten, daß die französische Regierung einen Theil ihrer durch die Verpflegung unserer Armee erwachsenen Schuld abbezahlt hat. Die Aeusieruna mit welcher der Reichskanzler auf die Hoffnung der ftanzösi.chen Rtgierung ^hinge! wiesen, wenn sie wieder erstarkt sei, andere Friedensbebingungen zu erlangen, hat ln a?£" Greifen große Sensation hervorgerufen. Der Reichskanzler würbe selbst- verständlich einen solchen Verdacht nicht ausgesprochen haben, wenn nicht ganz be- stimmle Anhaltspunkte dafür vorlägen. 8 ’ oe^6crUn9, ®eI*e *? Bundesrathe zu Gunsten der Einverleibung von Elsaß und Lothringen In Preußen gefallen, ist vom badischen Minister Jolly ge- than. Der unmittelbare Anschluß der neuen Lande an Preußen wäre unjtreifel- fäHf* VUnD bc|le, $-'ofun8 i übrigen« ist nicht abzusehen, wie f/r mili- taitfaje Verschmelzung-Prozeß anders als auf dcm Wege des Anschlusses an Preußen gegeben kann; auch werden ausschließlich preußische Regimenter später den Namen abgeben zur Bildung der neuen elsässisch-lothringischen Regimenter. m .""--'-Postamt erlaßt untcrm 23. April folgende Bekanntmachung: ^P1'1 “b können wieder Privatpäckereien zur Pvstbefördernng an die im uiaß unt> in Deutschlothringen, sowie in den occupirten französischen Gebieten flehenden deutschen Truppen, Militär- und Civilbeamten angenommen werden. -tnm a rant^r ^ben 'Ntgegengesehen, al« Kaiser Franz Joseph weilen w f ' flt e8cn *'* tlnt6 fftetI|4)en Aete« in der Hauptstadt Böhmen« LL»SL LS A ?Ä ' T? 9iaW Kaiser Wilhelm habe den schlesischen Katholiken, welche ihm . n Februar d. I. zu Versailles eine Adresse zu Gunsten de« Papste« überreichten, unter Anderem geantwortet: „er sehe in ter Occupation Rom« einen Gewaltact om'e eine 2Jnma&un8 Italiens, und er würde »ach Beendigung des Kriege« in -)emein,chaft mit den anderen Fürsten Schritte dagegen in Betracht ziehen." Das u.tramontane Blatt erinnert nun in nicht allzu zarter Weise an dieses „Kaiser- oder die vorübergehende Außerkraftsetzung der Maßregel bleibt jederzeit und nament- KSMldie sehr stark besetzt; am Tische des Bundesraths Sonnemann (Frankfurt) : ob dem Bundes- k. Provinzick-Schulcollegium- zu Kassel Miklich für den Fall Vorbehalten, daß größere Marschbewegungen der Truppen wieder beginnen. Die Verhandlungen wegen Freigebung der nicht schon vor Abschluß des Präliminarfriedens condemnirten deutschen Kauffahrteischiffe und ter Einstellung der Feindseligkeiten in Ostasten wollen nicht vorwärts und zwar lediglich durch die Schuld fctr Franzosen. Die in dieser Sache gestellten Forderungen der deutschen Regierung sind bis heute noch nicht erfüllt, trotz dringender Mahnungen zur Beschleunigung. Die „N. Pr. Ztg." findet die Ursache dieser unverantwortlichen Minister Delbrück u. A. Auf der Tagesordnung stehen 1) Interpellation des Abg. kanzleramtr von der Verfügung des theilung gemacht worden, wonach Die Druckereien des „Bien public" und der „Cloche", die ihre Arbeit trotz des Verbotes der Commune nicht eingestellt hatten, sind mit Beschlag belegt, die Zeitungsjungen ins Gefängniß geworfen und die vorhandenen Papiervorräthe confiscirt worden. In Folge dessen haben bereits mehrere Straßenkrawalle stattgefunden. Der Gensd'armerielicutenant zu Vervins, Deswaret, ist von Thiers zum Capitän befördert und zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Es ist der Gens- v'armerieoffizicr, welcher Gustav Flourens durch einen Säbelhieb über den Kopf tödtete. — In Montlucon (Allier) hat ein Pronunciamento zu Gunsten der Commune von Paris stattgefunden. Die Bewegung wurde aber sofort von den Truppen unterdrückt. Viele Personen wurden verhaftet. — Die Versailler Armee soll jetzt 125,000 Mann stark sein. Sie ist aber schlecht genährt und schlecht gekleidet. In Versailles sind die Verhaftungen auch an der Tagesordnung. Man tritt dort fast gerade so willkürlich auf wie in Paris. Viele Journalverkäufer und Träger der in Versailles erscheinenden Blätter wurden sestgenommen. Zwischen dem Re- gime unter dem Kaiserreich und dem Versailler ist wenig Unterschied. Das kann aber auch kaum anders sein, da fast alle Polizeibeamten und Agenten des Kaiserreiches wieder thätig sind. Es heißt sogar, daß der berüchtigte Lagrange wieder da sei. Darmstadt, 26. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben an dem heutigen Tage, mit welchem ein halbes Jahrhundert verflossen ist, seitdem Allerhöchstdieselben in den Militärdienst eingetreten sind, das Militär-Dienst- Ehrenzeichen für 50 Dienstjahre anzv.legen geruht, um damit den Truppen ein sichtbares Zeichen der Anerkennung ihrer stets bewährten Treue und Pflichter- füllung zu geben. Vorstehende Allerhöchste Entschließung wird den Großherzog, lichen Truppen hiermit bekannt gegeben. Großherzogliches Kriegsministerium. 2) Dritte Lesung des Schulze'fcherr Diätenantrages. Dr. Elben (Württemberg) beantragt, in §. 2 die Worte „von der nächsten Legislaturperiode an" wegzulaffen und statt dessen dem Gesetz als §. 3 anzufügen: „Das gegenwärtige Gesetz findet keine Anwendung auf den im März 1871 gewählten Reichstag." — Graf Münster (Hannover) bittet von dem Beschlüsse der zweiten Lesung zurück- zukommen; Verfassungsänderungen, deren Zweckmäßigkeit nicht nachgewiesen ist, seien sehr bedenklich. — Dr. Edel (Kaufbeuren) bestreitet den Connex der Diäten- losigkeit mit der Selbstverwaltung; im Gegentheil, die Nichterstattung der Aus- lagen an den Abgeordneten sei der Ruin der Selbstverwaltung. Einen Rechtsgrund für die Verweigerung der Diäten könne Niemand beibringen. — Grum- brecht (Harburg). Es sei ganz unzweifelhaft, baß in nächster Zeit die Reise- kosten und in nicht zu ferner Frist auch die Diäten bewilligt werden; es werde ferner Niemand bestreiten, baß die Diätenlosigkeit eine Beschränkung des allgemeinen Wahlrechts ist, daß sie einen wesentlichen Einfluß auf die Zusammensetzung des Hauses ausüdt, denn es würden bet Dia'tenbezug sicherlich viel mehr Landräthe in demselben sitzen. Aber er wolle nicht an der Verfassung ändern, nachdem sie eben zu Stande gekommen, und da auch im Volke die Meinung über die Diäten getheilt ist, stimme er gegen das Gesetz, das zur Zeit keinen Zweck habe. — Dr. Metz (Bingen). Ohne Diäten bleibe die Wahlfreiheit nur eine Illusion; trotzdem möchte er darauf verzichten, müßte er damit das von Herrn Windthorst gewünschte Oberhaus in den Kauf nehmen. — Damit ist die Debatte geschlossen, und nach dem Resume des Antragstellers Schulze (Berlin) wird das Amendement Elben mit großer Majorität, das Gesetz selbst in namentlicher Abstimmung mit 186 gegen 128 Stimmen angenommen. Es lautet jetzt: „Wir etc. verordnen etc.: §. 1. Der Art. 32 der Verfassung des deutschen Reichs wird aufgehoben. An dessen Stelle tritt der §. 2 des gegenwärtigen Gesetzes. — §. 2. Die Mitglieder des Reichstages erhalten aus der Bundeskaffe Reisekosten und Diäten nach Maßgabe des Gesetzes. Bis zum Erlasse dieses Gesetzes stellt das Bundespräsioium die Höhe derselben fest. Ein Verzicht auf die Reisekosten und Diäten ist unstatthaft. — §. 3. Das gegenwärtige Gesetz findet keine Anwendung auf den im März 1871 gewählten Reichstag." 3) Wahlprüfungeu. Die Wahl des Legationsraths v. Kommerstädt Im Dorn fei ff. Schäfer. M. Berlin, 25. April. Deutscher Reichstag. Die heutige 22. Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr. Simson um 12*/4 Uhr. Die Plätze im Hause sind nur schwach, die auf den Tribünen _ _ , den christlichen Zöglingen der israelitischen Realschule zu Frankfurt das BerechrigungSzeugniß zum einjährig freiwilligen Militärdienst entzogen ist, und ob das Bundeskanzleramt gegen diese Verfügung Remedur eintreten lassen werde? — Minister Delbrück verneint die erste Frage und beantwortet die zweite dahin, es sei ganz selbstverständlich, daß die Durchführung der gesetzlichen Bestimmungen überall gewahrt werden wird. Die Wiener „Presse" hofft, anknüpfend an die Erinnerung an FebronruS, Kaiser Joseph und Weffenberg, auf die Errichtung einer deutschen Nationalkirche und erinnert an folgendes Wort von Weffenberg über die Jesuiten: „Des Ordens Grundsätze sind so beschaffen, baß sie unvermeidlich die christliche Glaubens- und Sittenlehre verderben und das Verhältniß zwischen Staat und Kirche zerrütten müssen. . . . Mit den jesuitisch-ultramontanen Lehren vom Kirchenrechte kann keine wahre obrigkeitliche Gewalt, keine Selbstständigkeit der Staatsregierung bestehen.... Gelingt es dem Orden, auch in Deutschland wieder Boden zu gewinnen, so ist ein heftiger und langer Kampf des Lichtes mit der Finsterniß vorauszusetzen, ein Kampf, der dem Frieden der Kirche wie der Ruhe der Staaten gleich gefährlich werden dürfte." Der „Times" wird aus Paris vom 21. ds. geschrieben: „Wie verlautet, werden die Bewohner von Asnieres nach Versailles gebracht und das Dorf selber neutralisirt, da dasselbe von den Geschützen beider Parteien bestrichen wird. Die Soldaten der Commune gerathen immer wieder in Fallen, welche die Versailler Truppen ihnen gestellt haben, und in Folge dessen haben sie große Verluste an Leuten erlitten. Die Gräben, welche in allen Stadttheilen zur Vertheidigung der Barrikaden angelegt werben, geben den Einwohnern zu großer Besorgniß Anlaß, da die Gasleitungen in unmittelbare Berührung mit den Pulverminen kommen. Verzögerung in dem Umstande, daß die Versailler Regierung bei dem französischen Marineministerium nicht dem bereitwilligen Gehorsam begegnet und in Folge dessen nicht die Unterstützung findet, welche der Gegenstand und die Sachlage erheischen. Das Marineministerium seinerseits nimmt ungebührliche Rücksicht auf den Eigennutz der bei den Prisen interessirten Seeoffiziere, die ihren Antheil am Erlös der genommenen Schiffe nicht einbüßen wollen, und begünstigt diese Herren durch verschiedene Manöver. Wird eine Verständigung nicht erreicht, so wird sich Frankreich für die daraus entspringenden nicht angenehmen Folgen in erster Linie bei seinem Marineministerium, in zweiter bei den gedachten Offizieren zu bedanken haben. Den von englischen und französischen Blättern ohne Aufhören gemachten Mittheilungen von der theilweisen Uebergabe der Forts, der Räumung von St. Denis und der Zahlung der ersten halben Milliarde der Kriegsentschädigung ist durch die in der Plenarsitzung des Reichstages gegebene Erklärung des Reichskanzlers zur rechten Zeit auch der letzte Schimmer von Wahrscheinlichkeit genommen worden, und das in einem Augenblicke, wo diese Mittheilungen mit immer größerer Sicherheit aufzutreten begannen. So meldet der „Soir" vom 22. April, daß die Forts Charenton und Double-Couronne an jenöm Tage geräumt und von den Truppen der Versailler Regierung besetzt werden würden, während die Uebergabe der anderen Forts am 23. April erfolgen solle, da die halbe Milliarde bereits am Freitag den 21. von der französischen Regierung gezahlt worden sei. Was von derartigen, von verschiedensten Seiten mit vollendeter Dreistigkeit auftretendm Behauptungen zu halten ist, hat die Erklärung des Fürsten Bismarck deutlich erwiesen und es wird derselben eine um so größere Wichtigkeit beigemessen werden dürfen, als sie amtlich, in den bestimmtesten Ausdrücken das Festhalten an dem Princip der Nichtintervention bestätigen, dessen Aufgabe nur tenfbor (ein würde, wenn unser eigenes Interesse in Frage kommen sollte. Das Eingeständniß des Reichskanzlers, daß vielleicht absichtlich von der Versailler Re- gierung der Abschluß des definitiven F.iedens hingeschleppt werde, um günstigere Bedingungen zu erlangen, läßt leider die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß der Zeitpunkt, wo die Intervention zur Nothwendigkeit wird, trotz alledem eintmen kann, ja vielleicht nicht mehr fern ist, und schon aus diesem Grunde ist es nicht wahrscheinlich, daß die Reichsregierung an den Schluß der Reichstagssession in allernächster Zeit denkt. Aber auch sonst hat die Muthmaßung einiger Blätter, daß der Reichstag demnächst seine Sitzungen einstellen und die noch nicht erledigten Vorlagen bis zur nächsten Session vertagen werde, keine thatsächliche Grundlage. Es herrscht sowohl in den Regierungskreisen wie bei Den Stimmführern im Reichslage die Absicht vor, alle bisher vorgelegten Gesetzentwürfe zu erledigen, selbst für den Fall, daß sich die Dauer des Reichstages bis gegen Ende Mai hinziehen sollte. Abermals ist es nöthig geworden, vor dem Schwindelgeschäft der Auswanderungsagenten zu warnen. Im December vorigen Jahres hat die brasilianische Regierung mit dem Hause Mackay Son u. Co. und William Haelfield in London einen Vertrag in Bezug auf die Vermittlung von Colonisten für Brasilien abgeschlossen. Es ist dabei wieder vorzugsweise auf Opfer aus Deutschland abgesehen, was von den Pflanzern der brasilianischen Provinz S. Paulo sogar ausdrücklich zur Bedingung gemacht wird. Bekanntlich ist es für Preußen den Auswanderungs- Expedienten untersagt, den Transport von Auswanderern nach Brasilien, wo dieselben dem traurigsten Loose entgegen gehen, zu vermitteln; da es aber doch nicht an heimlichen Agenten fehlen wird, so sind die Oberpräsioien vom Minister des Innern angewiesen worden, dem Treiben in entschiedener Weise entgegenzutreten. Nach einer in Darmstadt erschienenen Broschüre über den Krieg mit Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der hessischen Truppen beträgt deren Gesammtverlust vom Beginn des Krieges bis zu Ende März d. I. 109 Offiziere und 2161 Mannschaften — 2270. Hiervon sind aus dem Schlachtfelde geblieben oder in Folge von Verwundung oder Krankheit gestorben 44 Offiziere und 694 Mann = 738; verwundet wurden 65 Offiziere und 1467 Mann = 1532. Von dem Gesammtverlust treffen auf die Infanterie 1472 Mann, auf die Jäger 509 Mann, auf die Artillerie 162 Mann, auf die Cavallerie 88 und auf sonstige Truppentheile 39 Mann. Bringt man diese Verlute mit den in der Schrift niedergelegten Effectivstärken der Chargen und Waffen in Relation, so ergiebt sich ein Verlust an Offizieren von 21,7 pCt., an Mannschaften von 14,8 pCt. Die Jäger hatten einen Verlust von 24, die Infanterie von 17, die Artillerie von 9,3 und die Cavallerie von 7,3 pCt. ihrer Gesammtstärke, die Division einen solchen von 15 pCt. zu beklagen. Die „Daily News" ist wieder der warme Fürsprecher der Deutschen geworden. Im Interesse der Gerechtigkeit hält sie es für ihre Pflicht, nun, da eine 1 ruhigere Stimmung die baare Erwägung der KriezSvorfälle gestattet, die Anklagen auf Grausamkeit, welche die Deutschen in ihrer Kriegführung gezeigt hätten, emphatisch zurückzuweisen. Durch nähere Nachforschungen haben sich diese Anklagen ! sämmtlich und ohne Ausnahme auf Nichts reducirt. Als die schlimmsten erwähnt : die „News" die vielfach behauptete angebliche Verbrennung eines Franktireur- i capitäns, deren Unwahrheit sich jetzt unwiderlegbar herausgestellt hat. Der Capitän 1 fei sein n eigenen Leuten zum Opfer gefallen. Ferner erwähnt die „News" die : angebliche Erschießung einer Ambulanzcolonne zu Hauteville. Auch die letztere ' Anklage stellt sich als erdichtet heraus. Die Genfer Fahne wehte allerdings über i bem betreffenden Hause, aber nicht nur waren keine Kranke und Verwundete darin, i fontjern die sogenannten Ambulanzmannschaften beseitigten sich auch eifrigst an ‘ bem Kampfe, konnten also nicht als Nlchtcombattanten angesehen werden, lieber < bte Kriegführung der Deutschen — sagt das Blatt — kann nur ein Uttheil ge- i f™ "bsven, nämlich, daß sie in ehrlicher Beobachtung aller Rücksichten gegen die - Menschllchkett ruhmenSwerth und fast einzig dasteht. t Die Friedengfeier der Deutschen Londons, welche, wie bereits früher mit- { getheilt, am 1. Ma: stattfinden wird, verspricht den Vorbereitungen der verschie- k denen Festausschüsse nach zu schließen, großartigster Natur zu werden, und was I bie Betheiligung unserer deutschen Landsleute anbetrifft, so ist dieselbe ungemein A Ed 25. k * mit m11 “’t Reklamationen der Postbetrieb ungemeine Erschwerungen erleidet. Der Widerrufizahlreich. Für da-Banquet z. B., welches nach guter alter Sitte dem Fest folgen ..... .....11 ..... ‘ ' wird, waren die Anmeldungen so zahlreich, daß das von dem Vorstande gewählte Lokal, die deutsche Turnhalle, nicht auereicht, und daß über 50 Procent zurück- gewiesen werden mußten. ■ «“ 3»Ä i WJulte d» Lu««§7 | W2?: IL|, ÄerB - L angenommen i ü w Mch-nr rf»**"! w Baden,, wtoicis w luchl! M nur zu oft janmunicatio majo Mn 6» mir dazr Mr (W * Mllkinfchrit der ^|r t)ü Umganges y exconununicatio WliOng von I lebete; llnfMit zrrlust W erworben« id)t golyn achit lirilgesctzgckngen i Stellung vel M jognw't; ivilv diese [aeresis materialis ilfangenstl'u in den «Wjtftin von 3n if die haeresis f( e-Ang. (K. Z.) Mchen, 2 lüi die Erlaubnis M der Erzbischof son Seiten des L iithtt. Bern, 25. t Tracht am 23. d. iN Hächr Mdr M Mtt du $xiii Rm, 20. iSber das Befinde allein in (tit tnr Jemand »acht börunde, nachdem irrt Wachthabende c N befand wtrDkntr und i lur« «Seßchte h'ef W ein Brechmittel, hW es gleich« i V'. 6bt 11)1 hm. Dir Krankheit tvohlbekannte, £ ■’M»«» « /„ 1 i" % M in -i LZL N bi.®”"'1 »rtönbe I !> ‘'Mb.... Finnin, (c i# *“•> i 9 d* i-I-i'lich "®i »irhnttf '*« »irt. Dje '«‘««Mer Scnbntjgung btr Morgiij Anlaß, trBln« tommtn. «rbeit trotz M belegt, die Z«. »vrräthr ton^cirl ! Sattgtfunbtn. ton Thitts zuiv "l W btr Gens. ? über btn Äopf Sanften btr 6cm. ®on btn Truppe r 8rmtt soll jttzt stltcht gtklnvtt. Man tritt dort iafer und Trägtr »ischto btm Re- tut Das f:nn tuttn bte Kaiser. Lazrange wieder örctzherzog habn fleftn iß, [ittbn i Mtiär-Ditoj!' ttn Xruppta m \t Bob fflüjtcr* Xi Glo^trzog. gtoinijüduin. Echaser. cht 22. $linor» |t io Haust fint bt« Bundtsrat^ ob ttm BanbtS' t ,n Jtoffd Mit» rtr islatlitischtü frmpiOigtn Mi- i Strfiigunj 9? fr tritt Kragt unb it DarMM •t i- Ulbtn (Mlt- Itotntyrioto an" rai g^tavartigt tu hi Ltsnne R' ,i ijifiiä '"W . Sine«9,11,1111 s'... ®ro«' n Zeit die R-'l'' . (i wtiN WtTttl) »• räatUSD,( rsZ 3 Mi-),- ?i -7"L ' «Ä ÄS :?‘"S tinen Stock stützt. Aus naheliegenden Gründen giebt man sich im Vatikan die größte Mühe, tiefen Stand der Sache zu verheimlichen. Uebrigens sind die Gründe nicht blos Attischer, sondern auch finanzieller Natur: man weiß, daß mehrere katholische Ltputationen mit mehr oder minder bedeutenden Summen Peter-Pfennig unter* dlgs hierher sind und fürchtet, sie möchten mit ihrem Gelde wieder umkehren, »tun sie wüßten, wie die Dinge stehen. So erwartet man namentlich eine solche Deputation aus Graz in Steyermark, an deren Spitze der dortige Bischof Ziverger, die Baronin WelferSheimb von Marburg, die Baronin Lazzarini von Mach, die Gräfin Lermage aus Wien, die Baronin Hauer von Waldstätten, iit Frau Thannhauser aus Graz, zwei Grafen Avernas, der Graf Taxis u. A. tiefer Farbe stehen. Neuilly und Ternes zu besuchen. Das Thor ist beschädigt, aber ohne Bresche. Die Avenue Ternes und die anstoßenden Straßen sind ruhig. In Neuilly kamen die Einwohner, meist Weiber und Kinder, nach dreiwöchentlicher Gefangenschaft in Kellern, ans Tageslicht. Eine große Menge Leichen sind noch unbegraben. Die Versailltsten haben die Weinvorräthe htnweggenommtn. Ihr Benehmen war brutal und verboten sie, mit den Nationalgarden zu sprechen. Es herrscht gegenseitig große Erbitterung und ist alle Aussicht vorhanden, daß das Feuer mit Heftigkeit jeden Augenblick wieder eröffnet wird. △ Florenz, 25. April. Der heutige Ministerrath debattirte unter dem Vorsitz des Königs über die Verlegung der Hauptstadt nach Nom. Die Partei Lanza stimmte für Aufschiebung, während Sclla eine Cabinttsfragc daraus macht. 4- Florenz, 26. April. Der Justiz-Minister theilt im Senate mit, die Regierung werde einen Gesetzentwurf einbringen, betreffend die vollständige Trennung der Kirche vom Staate. A Petersburg, 24. April. Der Bruder des Czaaren, Nicolaus, bereist die Militärbezirke Warschau, Kiew und Odessa, vifltirt sorgfältig die daselbst befindlichen Festungen. A Versailles, 25. April. Der „Soir" meldet aus sicherer Quelle, daß Telegraphische Depeschen. 4- RheimS, 25. April. Aus Versailles ist folgendes Circular-Telegramm, das Thiers selbst unterzeichnet hat, eingetroffen: „Die verflossenen Tage vergingen mit Geniearbetten und der Concentration von Truppen. Die in Cherbourg, Camdrai und Auxerre gebildeten Corps nebst den von Deutschland zurück- gklehtten Gefangenen haben Ausstellung in Versailles genommen und sich hier Sache angenommen und in einem eingehenden Gutachten die gänzliche Rechtlosig- endet und die. aktiven Operationen werden bald beginnen." - - - ' • "" — ~ - 4- Parts, 25. April, Abends. Man hört eine schwache Kanonade in der Kürstenthum Reuß ä. L. wird bis zur Aufklärung eines Protestes, welcher mehr- durch ihre eben so ernste als feste Haltung bemerklich gemacht. Man erkennt foäre gröbliche Verstöße gegen die Wahlfreiheit und gegen das Wahlgesetz be- unter ihnen die unerschrockenen Soldaten von Gravelotte, welche, einer gegen bauvtet, beanstandet; die Wahl des Pfennigmeisters Petersen im vierten schles* zwei kämpfend, ohne zu weichen, eine der größten Schlachten des Jahrhunderts wig-holsteinischen Wahlkreis für ungültig erklärt, weil durch den Eisgang die geliefert haben. Hier bilden sich zwei getrennte Corps unter den Generalen ^nsel Pillworm an der Wahl behindert war, die Zahl der dortigen Wähler Douay und Clinchard. Bei Bagneux fanden Kämpfe in den letzten beiden Tagen aber die Differenz zwischen Petersen und seinem Gegenkandidaten übersteigt. — Statt. Vorgestern griffen die Insurgenten, benachrichtigt, daß man Bagneux pie Beanstandung der Wahl des Advokaten Thiel im dritten sächsischen verbarrikabirt, dieses Dorf an, zuerst mit 200 Mann, die in verwirrte Flucht Wahlkreise hatte die vierte Abtheilung eines Protestes wegen beantragt, das geworfen wurden, dann mit einer zweiten Colonne von tausend Mann und einer Haus erklärte dieselbe jedoch für giltig. Kanone. Die kleine Garnison, aus 2 Compagnien des 46. Regiments bestehend, Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung morgen Uhr. Tagesordnung: An- erwartete die Insurgenten bis auf 100 Meter und schlugen sie dann durch ein irLge aus dem Hause, Petitionsberichte, Wahlprüfungen. mörderisches Feuer in die Flucht. Die Straße blieb mit ihren Todten bedeckt. Bonn, 23. April. Wie weit die Infallibilisten ihre kirchlichen Vexationen Heute wollten sie den Kampf erneuern und rückten vor, indem ihnen eine Avant- ae«n Altkatholiken bereits treiben , zeigt folgender Fall. Einem hiesigen Gym- S^e unter Führung eines Sergeanten vorauszog. Die Tirailleurs des 70. Re- nastallehrer, Dr. K., der zur Zeit den Protest gegen die bekannten Majorität«- giments, die geschickt in Hinterhalt gelegt worden, empfingen diese Avantgarde Mdlüffe unttncidjmte, wird Seitens des General-Vicari-t« in Münster (!), in aui. nächster Nähe und vernichteten sie; der Sergeant und seine Leute wurden helfen Sprengel die Braut wohnt, die kirchliche Trauung versagt, wofern er nicht getödtet. Die grauenvolle rothe Fahne und der, welcher sie trug, befindet sich in btn Protest widerruft und mit gläubigem Sinne die päpstliche Unfehlbarkeit an- unseren Händen. Diese kleinen Kämpfe, welche die Störung unserer Arbeiten be- nimmt. Sichirem Vcrnehm-n nach hat der berühmte Canonist Schulte sich der zweckten, haben ihre Absicht in keiner Weise erreicht, denn diese Arbeiten sind be- _ . ...... -t . .i. n _.r. _ pnbft und die aktiven Dneratmnen werden bald deninnen " ktit der Verfahrens dargelegt. Mit diesem Aktenstück hat sich Dr. K. an das . preußische Ministelium gewandt, auf dessen Entscheidung man äußerst gespannt ist. Richtung von Vanvres und Jssy. Die Einwohner von Neuilly, den Ternes und Aus Baden, 22. April. Die wenigsten Leser sind wohl mit den terminis Sublonville verlassen ihre Wohnungen und ziehen nach Paris; die genannten technicis W kirchlichen Strafrechts vertraut, von denen wir doch leider Allem O"- sind verwüste, und in Rumen. Die Foder.rten bauen e,fr.g an Barrikaden commumcatio maior propter haeresim formalem et externam verfallen. Er* ” , , /* . * r„ K e“ mir dazu eine kurze Erklärung. Die Wirkung der excommunicatio k . Ppat ha. nachgegeben und bleibt in der Commune. Durassier, Comman. I*j°r C6“ b8r0 ann$icft ‘’Jbmfle A sich I ieüunn ^bri na“ nm' 'sich' '• Vm V// Eine °Adnffe° der Delegirte'^ von LyoV erhebt "Berufung gegen die Fort. 7«g ngik'L ÄS.?'; frWO.» Kampfe, Sie bU die Nation-,.Versammlung °si^m». auf die rnsschl.epung von dem Genüsse und der Spendung der Sacramenie und dem ü.len, 3„ Behauptung dieser Rechte sei die Sache von Pari- zugl/ich die Kebete; Unfähigkeit zum Erwerbe von Bencficien, nicht aber den unoebingten 1,1 |u vuu,t iu»lcuv L-rlust Dir erworbenen; Versagung des kirchlichen Begräbnisses. Direkte bürget- r » E 25 6ommunc fcf, Besivnabme aller leerlleben. liche Folgen äubert die excommunicatio major aber nach sämmtlichen deutschen . + 4$lin0, • pni. Di Ucmm 9®., e.. m na «.mt r leer ,eUn .-■< cif l . .ix, nx ben Wohnungen in Pari- angeordnet, um darin die Bewohner der unter dem Ewilgesetzgebungen nicht mehr indircee ergeben sich von fei bst je nachd r Bombardement leidenden Quartiere unterzubringen. Dar Journal Osficiel der Se^ufetfcin von Jrrthum enthalt. D e ®eft|e über Oie r pnfen Mer nut Convention vom 28. Januar. General Cluseret ließ darauf haereS1s formahs, da- crmien haeres.s .m eigentlichen Smne, An- » wieder desarmireg." venvung. (K. 3.) ' der Kronprinz von Sachsen die Insurgenten, welche Vine.nne- armirt haben, auf; tT der E zbischos mch^Lügl sei, ^tert habe, dasselbe sofort zu de-armiren, widrigenfalls da- Bombardement m Seiten de« Staate« gleichfalls nicht anerkannten Dogmas zu epcommu- 25. April, Morgen, Da« Journal Offieiel widerlegt in Mlcicen. Paris verbreitete Gerüchte und weist darauf hi»,, daß, f» lang? ber Aufstand Bern, 25. April. Wie der „Berner Bund" meldet, wurde Brienz a. d. unterdrückt sei, die Regierung den Credit nicht wirksam wieder erlangen Tracht am 23. d. Morgens 6 Uhr neuerdings von einem Erdsturz heimgesucht. f$nne. §orf< auf dem rechten Ufer der Seine würden in den Händen der Zwei Häuser wurden weggeriften, mehrere zerstört. Der Schlamm steht 20 Fuß $nu$cn bleiben. hoch über der Brücke des Trachtbaches. △ Amiens, 24. April. Von Creil aus sollte des Nachts ein Zug mit Rom, 20. April. In sonst wohl unterrichteten Kreisen vernimmt man Lebensrnitteln, welche für Paris bestimmt waren, abgelassen werden. Derselbe über das Befinden des heiligen Vaters, was folgt: Wie bekannt, schläft der wurde angehalten und nach seinem Abgangsorte zurückexpedirt. — Die Blokade allein in seinem Zimmer, während an ber Thür seines Schlafzimmers im- von Paris hat begonnen. 'Btr Jemand wacht und auf das geringste Geräusch drinnen Obacht giebt. Eine △ Nonen, 26. April. Gestern ist von Berlin der Befehl cingctrofftn, Smnde, nachdem sich der heilige Vater vorgestern zu Bett begeben gehabt, hörte alle verheiratyeten Leute in den Linienartillerie- und Liniencavallerie-Regimentern ta Wachthabende denselben stark husten und trat rasch in sein Schlafzimmer ein. auf ihr Verlangen in die Heimath zu entlassen. Der Papst befand sich sehr Übel. Man rief Hilfe herbei; es kamen andere △ London, 25. April. Die „TempS" meldet aus Paris vom 24., daß ‘tamtroientr und man hob den heiligen Vater mit dem halben Leibe auf. Er vic Börse gezwungen worden sei, die rothe Fahne aufzuziehen. Das von Börse- var im Gesichte tief geröthet. Man holte den Arzt und derselbe verordnete so- (tuten stark besuchte Cass Grety auf den Boulevards Italien wurde geschlossen, fort ein Brechmittel. Darauf ward der Zustand des Patienten besser, aber der weil Ereignisse dort discutirt wurden, welche auf die Finanzeffecten Einfluß auS- klrzt hielt es gleichwohl für nothwendig, mehrere Blutegel anzusetzen, was denn übten. — Grouffets Journal „Affranchi" ist wegen Lesermangel eingegangen, euch sofort geschah und dem Papste namhafte Erleichterung brachte. Jndeß geben △ London, 26. April. Der „Daily News" meldet aus Paris vom 25. sch pie Aerzte Über die Natur dieser Besserung einer Täuschung durchaus April: Trotz des Waffenstillstandes dauert in Neuilly der Kampf auf beiden Seiten licht hin. fort. Heute Nacht wird ein Hauptangriff erwartet. Die Regierungstruppen und Die Krankheit, an welcher der heilige Vater leidet , ist eine den Aerzten Föderirten, welche im besten Einvernehmen zu stehen scheinen, sind vielfach nur gn wohlbekannte, als daß sie sich darüber irgendwie täuschen könnten. Man hurch enge Straßen geschieden. — Assy wurde abermals verhaftet. Einte mehr als einen Fürsten nennen, der dem ersten Anfall Widerstand leistete △ London, 26. April. Die „Times" meldet aus Versailles vom 25. April: Md nachdem er in scheinbar bestem Befinden sich zu Bett begeben, des anderen Die Lage ist unverändert. Der Valerien und Courbevoie beschießen Levallois, Morgens tobt in demselben gesunden wurde. Eins der Symptome dieser Krank- Clichy und das Maillotthor. Die Föderalisten beschießen Decon. Die Beschießung hil ist Schwäche in den Beinen. Diese Schwäche hat jetzt auch Pius IX. be- r>tr Forts Jssy und Vanvres dauert ohne Erfolg fort. Der Specialcorrespondent fallen und zwar in einem so hohen Grade, daß er sich nur dann durch sein Zim- desselben Blattes benutzte die Gelegenheit des Waffenstillstandes, um am Dienstag Btr bewegen kann, wenn er sich einerseits auf eine Person, andererseits auf ~ ~ ~ ...... * ' . । **/&***■'1 t i --xHivv um iujvh,------------------------------------ '^vle alle sonstigen Küfer- und Holz- r 1569) Eine Mansarden-Wohnung, be- waaren, empfiehlt billigst stehend aus 3 Zimmern nebst Zugehör, ist zft vermiethen in Lit. D. Nr. 27. Kalk zum Preise von 40 fr. be- W. Nagel. 11 300 Treten H 7Ü Sv. Ver- I« M. Schulhof, Marktplatz. (1579) Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche rollamtlicl,-.,, M1* n$rc Frankfurt Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. auf’s ®cqucmfte cfUtet, n'immt'jebeer1 ette’atitTenVv^nfJ3aup.aeu^6et Unbemittelte 3U ermäßigtem Preise und unentgeltlich. RedacNon, Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gietzew 45 21 Dn Gießen Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, • St. Gallen, Genf, Best«! ,, ^77) Ein einzelner Herr wünscht du fleineä SNM.lienlogis zu miethen. Näheres Neuenbauen B. 101. Schcidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, Eichen-Prügelholz, ,1710) Eine Mililärperson (Sergeant) wünscht für einen Militärpflichtigen einzu- stehen. Nähere Auskunft ertheili Lehm Ewald m Nleder-Erlenbach. 1715) Ern Pfandschein, Nr. 5934, ist verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. M. Dil Dank l>tt £ fltn, jüt tit Ngabtu ün Nannikhasten mngrl sowoi fühlbar mad) lnLr toi tt M fr J Vvilsüchn 3h N ganz i Nhi Wort vahm bür Siebenen oe, ^kspttijenven für Dit[. öuJ§frtem ist ( pW vom pol so enrrgisch z sein toiittt. _ Auch t wWt der 1700) Eine große Auswahl Waschbüt- ten, Waschzuber, Kinder-Badebüttcheu, Hl. Moses in Steinfurt, bei Bad Nauheim. 1695) Meine Scheuer in der Judengasse ist anderweit zu vermiethen. Grüningen, den 25. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. L ei d i ch. W. Ko hl er mann, Küfer, Neustadt D. 156. pW", 1701) 30 bis 40 Tausend Russcusteiue sind zu verkaufen bei L. Klink el. 1643) Ein Junge kann in die Lehre treten bei Möbelschreiner Schopbach. Bau- und Brennholz-Bersteiszerung. 1708) Montag den 1. Mai d. I, von Morgens 9 Uhr an, sollen im Grüninger und Dorf-Giller Markwalde nachstehende Holzsortimente versteigert und der Anfang mit dem Bauholz gemacht werden, als: 64 Eichen - Baustämme, 1685 Cubikfuß enthaltend. Zu verkaufen. 1718) Im Forstinstitut steht eine camera obscura mit gutem Objectivglas zum Verkauf. Letzteres kann auch für sich abgegeben werden. Die Direction. ______ Dr- Heß. 1676) ®it neuer Laden mit Wohnung ist zu vermiethen und sofort beziehbar. W. Nagel. Ärickmaschineu. 778) Die erwartete feine Strickmaschine für baumwollene Garne ist jetzt auch eingetrofsen und werden alle in dieseö Fach einfchlagende Arbeiten angefertigt. In den hierzu nöthigen Garnen halten wir stets ein gut afsortirtes Lager und werden sowohl wollene wie auch baumwollene Strümpfe angestrtckt. ____ I. A. Busch Söhne. empfohlen von mehreren namhaften Aerztcn als feines, leicht verdauliches Nahrungsmittel für Kinder, Kranke und an geschwächter dauung Leidende, und bereitet unter ärztlicher Controle bei Angelo Sabbadini, in München. In Gießen zu haben bei Billige Dielen habe in Folge der bei Laufach stattgehabten Entgleisung eines Güter- zngs, wo von der königl. bayer. Lahn sämmtliche gute Dielen sowie 18 Fuß lange gute Latten, vortheilhaft kaufte, abzugeben. Das Lager befindet sich am Bahnhofe Nauheim und kann für mich die Ziegelei an Station Nauheim jederzeit sehr billig verkaufen 2 Bnchen-Klötze, 49 Eubikf. enthaltend, 75 Stecken Buchen-Scheidholz, 45V4 Ri? b«fi« l zogen werden. Die Kalkofenverwaltung. 1704) Saelciusaat, Rigaer, extra puik, neue Kron, birecte Jmponation, Marke II. & G., in Originaltonnen plombirt, empfiehlt zur sofortigen Versendung ab liier Wilhelm Inden in Cöln. t«,d tu griff ymäjjieer; * '«ick» lliui.uiliiir piiiiuieu fl.-100-Lonfe. , -. 1P7tr\ 8ooj5/ »"streitig zu den sichersten Lotterie-Pavienn gehörend, sind von der König!. Ungarisckcn Regierung garantirt. Zlehuiigen um 15. Mai, 15. August, 15. Noveuiber, 15. Februar. Haupttreffer: ff. 250,000, 200,000, 150,000 k n 100,000 re. re. mindestens st. 104 gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen Steuer-Abzug. 9(1,sr'8oo?e st"d bei allen Bank- und. Wechselhäusern des -)n- und Anstandes ziiin zeweiligen Tages-Conrsc zu haben. ' N"> lütit i "'h ft ftbr erif, Km 11 „ „ Stockholz, 2472 Wellen Buchen - Reisholz, 300 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde auf der Heerdwiese am Wege von Grüningen nach Lich. Musikschule zu Gießen. Lehrgegenstäude: Klavierspiel', Gesang und Theorii (Foun- und Harmontelehre). Beginn des neuen Cursus: Montag den 1. Mai Anmeldungen werden baldigst erbeten. W. Mickler, _______ Musikdirektor. 1650) Ein in der besten Lage Gießens gelegenes Speeereigeschäft, in schwunghaftem r-5trIeX'r l,t ^fort zu verpachten. Schriftliche Offerten bittet man bei der Erped b Bltts. uogeoen zu wouen. 1678) Ein Wohnhaus mit Stall, sowie em Morgen Gartenland, in der Räbe der Stadt gelegen, stehen zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 1585) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 1204) Ein Zimmer mit Cabinet ist in einer Gartenwohnung zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Erped. dieses Blattes. Versteigerungen. Deräußerunq älterer Akten und Dienstbücher. 1707) Mittwoch den 3. Mai d. I., Vormittags 1t Uhr, soll eine Parthie älterer Akten und Bücher, circa 10 Gentner — unter der Bedingung des Einstampfens, wovon diesseits lieber; zeuguim genommen werden wird — auf dem Summissionswege verkauft werden. Die Gebote haben auf Gentner zu geschehen. Lusttragende wollen ihre Offerten zu oben gedachtem Termine auf dem Büreau der Bekleidungs-Commission Lit. B- Nr. 77 einreichen. Gießen, den 26. April 1871. Grobherzogliches Ersatz-Bataillon 2. Infanterie-Regiments. Namstädtcr. Feilgebotenss. 1716) Eine fast neue Eiujährigc«- N ui form wird billig abgegeben Markt- straße D. 214. 1719) Einige Mobilien (Bücherschrank, Sopbatisch, Repositorium, Blumentisch, Spiegel) verkauft Professor Heß >(Nassauer Hof.) 1662) Gut möblirte Zimmer, mit oder ohne Cabmet, vermiethct ____________________C- Eichenberg. 1072) Eine kleine Familienwohnung zu venmethen bei Schreiner V o l p. 1694) Ein Mansarden-Zimmer zu vermiethen bet 6 Wittwe Martin, Wolkengasse. 1570) In Lit. A. Nr. 161 vor dem Wall- thor ist im dritten Stock ein möblirtes Zunmer zu vermiethen. I Deutsches Racaliont 1673) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen Seltersweg Nr. 61. 1696) Zwei ineinandergehende möblirte Zlmnler sofort zu vermiethen bei ___________ Bäcker Vogt, Wallthor. 1081) Im Deibel'schen Hause in der Illtcenstraße ist ein schönes Mansarden- zimmer ohne Möbel an eine einzelne Person billig zu vermiethen. 1684) Täglich frisch gestochenen Spargel Oet___Gärtner Scha u m. ...17")^ Ein den PH. Möhl's Erben gc- hortger Acker, in den Sandäckern vor dem Schtffenberger Walde gelegen und 1439 OKlftr. haltend, ist alsbald billig zu ver- vachten. Näheres bei Hofger.-Adv. Barth dahier. ZA Ä Ä 104?) In Lit. D. Nr. 219 in der Neu- 1720) Aus dein Kalkofen ruem möblirtes Rimmer mit ßabinet, Arnsburg kann der Ceniner g.-ä" e.n solches ohne Cabinet, za vermiethen. -»mm« *. • ! 1675) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und den 15. Juli L I. beziehbar. HAASENSTE1N& VOGLEB Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, Neuerwall, 50; Leipzigerstrasse, 46; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. 1089) In meinem vor dem Neuenweg Thore gelegenen durchaus neu Hergericht,?,, ©ame sind zwei freundliche Wohnungm vermiethen, nämlich: !) drei geräumige Zimmer, Küche sonstiges Zubehör, Küche, Speisekammer, Dieselben können auch zu einem größer» Logts verermgt werden. B B 61 F- Barth, Hofgerichts-Advocat. < Vermiethungen. 1620) Eine sehr freundliche Wohnung tn einem neuen Hause vor der Neustadt, nahe der Eisenbahn und vis-ä-vis der Bade- Anstalt des Herrn Rübs am en, bestehend größeren und einem kleinen Zimmer, Sr!' Holzremise, Mitgebrauch der Waschküche und einem Theil des Gartens, lst zu vermiethen. Näheres bei S. Plank Wittwe, Neustadt, Oswald's Garten. 1711) Eine Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei Frau Advocal Krauskopf. 1520) Ein freundliches Logis, bestehend aus 2 Zimmern, Cabinet, Küche und son- stigem Zubehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. a.M. Rath und Hülse / bietet einzig sicher, dauernd und reell das Buch. für - „,)r- Uetau's Selbstbkwahruna" J , „ , . mit 27 pathol.-anat. Abbild. Von dem Bucbe wni- (^)eschwachte )ben 72 Auflagen verbreitet und verdanken ^hin ------------------ 'allem in 4 Jahren über W 15,000 Personen tbre Gesundheit. Tausende von Anerkennungsschreiben liegen vor und selbst Regierungen und Wohlfahrtsbehörden sprachen sich in Folge einer ihnen überaebe- nen Denkichr,ft höchst anerkennend aus. Aller Schwindelei ftemb, bie.'et e» wahr- bQtt xecUe und billige Hülfe durch Aufstellung eines erprobten, von den tüditinftcn ^'en geleiteten Heilverfahrens. Verlag von G. 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