Mite „ rfn n. ^«cker ks-Ad'ch' <2^ocat. k?w. '"• ®d(6?'g,i 8rr • -nir >n »vA"b!r mit KtSl rten "■bit M. "n 3 Hit üeir, tt-t°°b«ch »Mt ein m9ii”' SlöfitreS ter Stifte be man an i von Comp. ks gebild-lesl 3abre alt,* wünscht j ' halber von 3 eine m Gute, WM zn mn dieselbe uBbigwirt^* US Theorie rckler, irtctor. ‘Jranbgflfft ooft. i'aMen aarantirt rtM ureigen, daß :nt reelle $e* Zuspnij- )OO, ren. > und Preis LiecrrljLhrig 1 fl. 12 kr. mit Vringerlohn. Durch die tiost oezogen vierteljährig 1 ff. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzleiberg 2it B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsölalt für den Kreis Kielen. Nr. 97. Donnerstag den 27. April 1871. auf deu Uureiaev ^m^tt^twäbrend sowobl bei der E^edition, Canzleiberg B. 1, als auch OVJIV****«!}*-** WMI Vvtw kJirpvmei bei allm Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpeditiou abholen lassen, erhalten denselben für 1 fl. pr. Quartal. 26. April. Am 4. Mai findet in Berlin eine Zusammenkunft von 55 Deputirten der ,Alliance 6vangelique“ statt, welche nach der russischen Hauptstadt gehen, um dem Czaar die üble Lage der Protestanten im russischen Reiche vorzustellen und namentlich um Abhilfe gegen die häufigen gewaltsamen „Bekehrungen" derselben zur orthodoxen griechischen Kirche zu bitten. Aus Amerika kommen 11 Abgesandte, darunter auch der berühmte Schriftsteller Bancroft. Die Gründung einer katholischen Universität zu Fulda macht Fortschritte und stehen bereits bezügliche Vorlagen bei der Staatsregierung in Aussicht. In Bad Ems wird, wie das „Fr. I." von dort hort, soviel bis jetzt bekannt ist. der Kaiser-König auch in diesem Jahre, falls nicht politische Rücksichten andere Entschließungen bedingen, einen mehrwöchentlichen Euraufenthalt nehmen. Man hofft, daß sich während dieser Zeit, ähnlich wie im vorigen Jahre, ein kleiner Fürsten- und Diplcmatencongreß dort versammeln werde. Das Kriegsministerium hat die GeneralcommandoS veranlaßt, durch öffentliche Bekanntmachung zu schleuniger Mittheilung darüber aufzusordern, welche preußische Armeeangehörige sich noch in französischer Kriegsgefangenschaft befinden und an welchen Orten dieselben internirt sind. Es sollen diese Anzeigen bei den Landrathamtern bis zu einem bestimmt-n Termine erstattet werden, weil die Behörde beabsichtigt, genaue Recherchen in Betreff ter Personen anzustellen und für die schleunige Freilassung derselben zu wirken. Wie groß die Zahl derjenigen Wehrpflichtigen in Schleswig gewesen ist, welche sich bei Ausbruch des Krieges nach Dänemark flüchteten, geht daraus hervor, daß ans den Kreis Hatersleben allein 704 kommen,, von denen nur 70 bis jetzt zurückkehrten. In dem Kreise Sonderburg sind 280 Wehrpflichtige gezählt worden, welche sich ebenfalls der strengsten Bestrafung nach Kriegsrecht ^'aussetzen werden, wenn sie nicht spätestens bis zum 15. Mai d. I. sich zum Dienst melden. Es ist dabei zu bemerken, daß von der deutschen Bevölkerung ein energisches Vorgehen gegen die Fahnenflüchtigen längst gewünscht wurde. Diese selbst haben sich aber wahrlich nicht über zu große Härte zu beklagen, wenn ihnen selbst jetzt noch ein Termin zur freiwilligen Rückkehr — in welchem Falle nur eine geringe DiSciplinarstrafe eintritt — offen gelassen wird, nachdem sie durch offenbare Desertion sich dcr Theilnahme am ganzen Kriege entzogen haben. Rach einer Depesche aus Rouen vom 21. April sind zwischen dcm General- Lieutenant v. Fabrice und Herrn Pouyer-Querticr Verhandlungen gepflogen wor- den, in Folge deren die deutsche Besatzung das Departement der Seine Jnferieure am 30. April räumen wird. (Jt Z.) Die Berichte aus Paris und Versailles behalten ihren einförmigen Charakter bei. Chaffepots, M'trailleusen, Kanonen, Bomben sind die Haupt- acieure auf dem Terrain vor der Hauptstadt, ohne daß das Drama, welches sie aufführen, vom Flecke kommt. Die einzige erkennbare Folge des Eifers, mit dem jene Acteure arbeiten, ist die Verwüstung in den Hauptorten des Kampfes, nämlich in Asnieres, Reuilly u. f. w. Die Versailler Berichte versichern beständig, daß die Bataillone der Pariser Nationalgarde zurückgedrängt werden, dennoch geht auch aus ihnen hervor, daß der Widerstand der Commune Nichts an seinem Nachdruck verliert und die Entscheidung noch weit im Felde liegt. Daneben scheint jedoch der Gedanke an eine friedliche Verständigung in Paris an Kraft zu gewinnen. Die republikanische Liga sieht trotz des FiascoS, welches sie mit ihrer Mission nach Versailles erfahren hat, ihren Einfluß in Paris selber zunehmen. Jetzt hat sich ihr auch eine Fraction der Arbeiter angeschloffen; aus den Provinzen kommen außerdem neue Deputationen der Städte, die sich in Versailles für einen friedlichen Vergleich auSfprechen. Auch das bleibt noch wirkungslos. Die Nationalversammlung verschließt sich in ihrer Majorität der Idee einer Verhandlung, und die Pariser Commune wird in ihrem Vorsatz, den Widerstand .bis zum Aeußersten zu treiben, bestärkt. Außerhalb des Kreises der von der Versammlung verachteten Minister und des an den starren gouvernementalen Grundsätzen der früheren Regierungen hängenden Thiers hat sich noch kein Mann ge- furiben, der für die neuen Bedürfnisse Frankreichs das rechte Wort aufstcllen könnte uad Ansehen genug besäße, um die Versammlung zur Anerkennung von etwas fruchtbarerem als der bloßen Stichworte „Ordnung und Gewalt" zu vermögen. Der „Cri du pcuple" vom 19. April erhebt sich voll Unwillen gegen die Beschuldigung, daß Paris plündere und morde, wie ThierS ihm nachsage. Der „Cri du peuple" dreht nun den Spieß um und gibt eine Reihe von Schänd- thaten, welche Versailler Offizinen und Truppen vorgeworftm werden. In Betreff M Kampfes vor Paris hat- der „Cri du peuple" „ausgezeichnete Nachrichten". Gegenüber den beunruhigenden Gerüchten über die Einschließung von Paris erklärt in „Cri du peuple" der Bevollmächtigte Parisol, daß definitive Verträge für die Derproviantirung von Paris von der Nord- und Ostfronte het abgeschlossen seien; ebenso unbegründet seien die Gerüchte, daß es an Munition fehle: es fei im Ge- gkntheil Munition aller Art in Ueberfluß vorhanden, und Paris werde bei seiner Vertheidigung keinen Mangel haben. Das bonapartistische Comite in England hat wieder ein Lebenszeichen von ßch gegeben. Unter dem Titel: „Der kaiserliche Prinz und Preußen" ist soeben in London eine anonyme Broschüre erschienen, in welcher der Verfasser nacheinander die Chancen der verschiedenen Prätendenten auf den Thron Frankreichs prüft; es versteht sich von selbst, daß, wie schon der Titel anzeigt, der Verfasser nur Chancen für die Dynastie Bonaparte sieht, weil diese Frankreich nie zum Spielball persönlichen Ehrgeizes gemacht habe!! Frankreich, schreibt-derselbe, will nur leben, um aber leben zu können, braucht es vor Allem die Ordnung; die constitutionelle oder parlamentarische Monarchie habe in sich keine Kraft, keine Autorität. Nur das Kaiserreich hat dieselbe vollkommen. Man möge den Monarchen, welchen die Nationalversammlung abgesetzt, ohne ein Recht oder ein Mandat hierzu zu haben, wie immer beurteilen, so würde man zugestehen müssen, daß er mit seiner Auffassung, das Kaiserreich könne nur als unmittelbares und directes Product des sich frei äußernden Nationalwillens bestehen, vollständig Recht behalten habe. Welche andere Regierung könnte einen Ursprung aufweisen, der ihr eine gleiche moralische Autorität verleihen würde? Weder die Republik, noch die constitutionelle Monarchie könnte für Frankreich die innere Ruhe und den Frieden Herstellen, in welchem allein es wieder Heil und Wohlfahrt finden wird. Aber auch nur das Kaiserreich werde im Stande sein, an Preußen die feierliche und schreckliche Rache zu vollziehen, die es durch sein rücksichtsloses Vorgehen gegen Frankreich verdient hat; nur das Kaiserreich wird in der Verfassung sein, die große Schuld für die Schande der erlittenen Invasion an Preußen heimzuzahlen. Das Kaiserreich muß dies thun, nicht nur weil es besiegt worden, sondern auch weil es die höchste Personification der nationalen Ehre und des militärischen Ruhmes .ist!! „Noblesse oblige heißt es; wenn man also auf seinem Schilde die glänzenden Namen von Marengo, Austerlitz und Jena trägt, kann man nach Sedan nicht mehr ruhiger und gleich- giltiger Zuschauer bleiben." Diese Rotomontade ist der würdige Schluß des Machwerks. Wie man der „Perseveranza" aus Florenz schreibt, wird in dortigen politischen und diplomatischen Kreisen mit Bestimmtheit von Conferenzen gesprocher?!^ welche über die römischen Angelegenheiten stattfinden sollen. Die europäischen Regierungen glauben sich berechtigt, der italienischen Regierung einen Vorwurf darüber zu machen, daß sie die internationale Frage, betreffend die dem Papste zu gewährenden Garantien, so ganz allein „da se“, wie man dort zu Lande sagt, abgemacht hat. Das Versprechen, welches die florentiner Regierung in diplomatischen Noten gegeben hat, sie werde im Einklänge mit der öffentlichen Meinung und den Mächten vorgehen, sei eben nicht gar gewissenhaft eingehalten worden, und man wolle daher durch eine Conferenz das Unterlassene nachtragen. Dagegen dementirt die florentiner officiöse Presse aufs Entschiedenste die Gerüchte, daß eine Conferenz über die Stellung des Papstes in Aussicht stehe oder auch nur angeregt worden sei. Zunächst sei der Papst durchaus nicht für eine solche zu gewinnen; auch habe er gar keine Veranlassung dazu, da seiner Zustimmung nothwendig eine Verzichtleistung auf die weltliche Macht vorangehen müßte, wozu er sich nun und nimmer verstehen werde. Aber auch gegen den Willen des Papstes könne die Conferenz nicht Platzgreifen, da die Basis einer solchen die Anzweiflung des fait accompli der Annexion Roms wäre. An einer solchen Conferenz könnte Italien nun und nimmer Theil nehmen. An sonstigen Teilnehmern würde cs ebenfalls fehlen. Rußland, England und Preußen hätten Überhaupt kein Interesse an ter Sache. Bleiben also noch die katholischen Mächte. Aber wer sind diese? Man müßte um Jahrhunderte zurückgehen, um sie zu finden. Die modernen Staaten sind Laienstaaten. Die Gedanken an eine Conferenz seien daher Illusion. In Florenz spricht man allgemein davon, das Landesvertheidigungs- comite habe beschlossen, um Rom 23 Forts zu errichten, welche in einem Umkreise von etwa 5000 Meins erbaut werden sollen. Auf dem Monte Mario würde eine Citadelle gebaut werden und gedenke man auf eine Entfernung von weiteren 3000 MetreS eine zweite Reihe von 14 weiteren Forts zu bauen. Gießen, 24. April. Bei seiner Rückreise vom Kriegsschauplätze beabsichtigte Se. Maj. der Kaiser Wilhelm, in Begleitung Sr. Königl. Hoheit des Groß- Herzogs, auch Gießen zu berühren und beschloß deshalb der Stadtvorstand, zwei Adressen den beiden Fürsten zu überreichen. Durch Abänderung der Reiseroute Sr. Maj. konnten die fragl. Adressen nicht überreicht werden und wurde die eine derselben Sr. Königl. Hoheit dcm Großherzog durch Herrn Bürgermeister Vogt, der zufällig in Darmstadt anwesend war, persönlich überbracht, die andere durch Vermittlung des Bundeskanzleramts Sr. Maj. dem Kaiser Wilhelm behändigt. Die beiden Adressen lauteten: Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser und König, Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Eure Kaiserliche und Königliche Majestät wollen auch der Stadt Gießen Allergnädigst gestatten, den heiß gefühlten Dank ihrer Einwohner zu den Füßen niederzulegen für die ruhmvolle Krtegsleitung, die unser Vaterland vor dem Einfall der Fremden beschützt, die Einsprache des Auslandes gegen die Selbstbestimmung Deutschlands über seine Neugestaltung beseitigt und diese Neugestaltung in einer Weise gesichert hat, die uns die Gewißheit verbürgt, daß die im Kriege errungene Einheit Deutschlands auch für den Frieden gesichert sein werde. Möge die Gnade Gotte- Eure Kaiserliche und Königliche Majestät noch lange an der Spitze des Deutschen Reiches erhalten und mit ihrem Beistand es Allerhöchst Ihrer gesegneten Regierung beschieden sein, dem Vaterland die hohe Stellung im Kreise der Nationen, die Eure Majestät im Kriege erkämpft, auch im Frieden zu erringen, damit Deutschland fürder auch in Staats- und Gemeinde- einrichtungen, Künsten und Industrie, Wissenschaften und Technik Mustergültiges leiste, und sich diesen Kämpfen des Friedens mit derselben unvergleichlichen Hingebung an die Sache der Nation widme, die das deutsche Heer zu so unübertrefflichen Großthaten begeistert hat. Möge es auch der Stadt Gießen vergönnt sein, in dem friedlichen Wettkampfe eine würdige Stelle einzunehmen und dadurch den Beifall Eurer Kaiserlichen Majestät zu verdienen. In tiefster Ehrfurcht verharren Gießen, den 16. März 1871. Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät treugehorsamste für den Stadtvorstand der Provinzialhauptstadt Gießen. Vogt. Allerdurchlauchtigfter Großherzog, Allergnädtgster Großherzog und Herr! Eure Königliche Hoheit wollen bei Allerhöchst Ihrer ersten, nach Abschluß des ruhmreichen Friedens erfolgten Anwesenheit in Ihrer getreuen Stadt Gießen die Gnade haben, den ehrfurchtsvollen Dank der Stadt entgegen zu nehmen für die bundestreue Gesinnung und die energische Anstrengung, mit der Eure Königliche Hoheit im Verein mit Allerhöchst Ihren Bundesgenossen dem unerhörten Angriff der Fremden auf deutsche Ehre und deutsches Gebiet entgegen getreten sind und deren ausnahmsloser Bcthätigung das Vaterland einen der großartigsten Erfolge zu verdanken hat, die seine Geschichte kennt. Eure Königliche Hoheit wollen auch Allergnädigst den Glückwunsch der Stadt Gießen genehmigen zu diesen ruhmvollen Erfolgen, an denen Allerhöchst Ihre Division und unsere Söhne und Brüder einen beneidenSwerthen Antheil in Anspruch zu nehmen haben, sowie zu dem glücklich wieder hergestellten Frieden, dessen Segnungen wir noch lange unter Eurer Königlichen Hoheit milden Regierung zu genießen hoffen. In tiefster Ehrfurcht verharren Gießen, den 16. März 1871. Eurer Königlichen Hoheit alleruntcrthänigste für den Stadtvorstand der Provinzialhauptstadt Gießen. Vogt. Gleichzeitig ist folgendes Schreiben an den Bundeskanzler abgegangen: Hochgeborener Herr Graf, Hochgebietender Herr Bundeskanzler! Bei Gelegenheit der für heute erwarteten Durchreise Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät des Kaisers und Königs durch die Stadt Gießen hoffte der Vorstand dieser Stabt der Gnade theilhastig zu werden, Seiner Majestät die beifolgende Adresse als schwachen Ausdruck der Gefühle, die in den gegenwärtigen großen Tagen die Gemüther der Einwohner dieser Stadt, wie die aller guten Deutschen, bewegen, überreicyen zu dürfen. Da der Reiseplan Seiner Majestät zu unserem tiefempfundenen Bebauern Allerhöchstdieselben nicht an unserer Stadt vor- übergesührt hat, so erlaubt sich der unterzeichnete Bürgermeister Namens des Stadtvorstandes, Eure Excellenz um Hochderen gnädige Vermittlung ganz gehorsamst zu ersuchen, damit Seine Kaiserliche und Königliche Majestät die Gnade haben möge, die beifolgende Adresse huldreichst anzunehmen. Genehmigen Eure Excellenz den Ausdruck ausgezeichnetster Verehrung und Dankbarkeit für Hochderen unvergleichlichen Verdienste um das deutsche Vaterland, mit der die Ehre hat zu verharren Gießen, den 16. März 1871. Eurer Excellenz ganz gehorsamster Diener. Vogt, Bürgermeister. Sr. Excellenz dem Bundeskanzler/ Minister-Präsidenten rc. Herrn Grafen v. Bismarck-Schönhausen zu Berlin. z Als Antwort ist hierauf von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser folgendes Schreiben vom außerordentlichen Gesandten am Darmstädter Hof an Herrn Bürgermeister Vogt eingelaufen: Eurer Wohlgeboren beehre ich mich ergebenst zu benachrichtigen, daß die BegrüßungS-Abresse an Seine Majestät den Kaiser und König, welche Sie mittelst Schreibens vom 16. v. M. Seiner Durchlaucht dem Herrn Bundeskanzler haben zugehen lassen, Allerhöchsten Orts vorgelegt worden ist. Seine Majestät haben den darin niedergelegten Ausdruck patriotischer Ge- (Innungen und Gefühle mit Befriedigung entgegengenommen und bin ich beauftragt, den Unterzeichnern der Adresse den Allerhöchsten Dank auszusprechen. Empfangen Euere Wohlgeboren die Versicherung meiner vorzüglichen Hoch- achtung. Darmstadt, den 6. April 1871. Der Königlich Preußische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister, v. Wentzel. Seiner Wohlgeboren dem Grohherzoglich Hessischen Bürgermeister Herrn Vogt zu Gießen. Darmstadt, 22. April. Das gestern erschienene Regierungsblatt Nr. 14 enthält: I. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Justiz, die durch Einführung des deutschen Strafgesetzbuchs erforderlich werdenden Aenderungen bei den Strafanstalten betreffend. Dieselbe lautet: Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben am 29. v. Mts. Nachstehendes zu bestimmen geruht: 1) der Vollzug der auf Grund des deutschen Strafgesetzbuchs erkannten Zuchthausstrafen ebenso wie der Vollzug der früher ausgesprochenen Zuchthausstrafen findet in dem Landeszuchthause zu Marienschloß statt, unter Beibehaltung der bisherigen amtlichen Benennung dieser Strafan- statt und der bei derseloen bestehenden Dienststellen; 2) die Gefängn.ßstrafe ;st in den bisherigen Correctionshäusern zu vollstrecken — mit der Beschränkung, daß Gesängnißstrafen bis zu einem Monat in den bisherigen Bezirksgefängniffen vollziehbar sind, jedoch unter Absonderung der Sträflinge von den zu Haft Verurtheilten; 3) die CorrectionShäuser in Darmstadt, Oieburg und Mainz erhalten künftig die amtliche Bezeichnung „Gefängnisse" und in dem Amtstitel der bei denselben angestellten, im Hof- und Staatshandbuch verzeichneten Be. amten und Diener ist dem Worte „CorrectionShaus" das Wort Ge- fängniß" zu substituiren; 4) die bisder zur Verbüßung der Schuldhaft bestimmten, in dem Provin. zial-Arresthause in Darmstadt befindlichen Räume sollen zum Vollzüge der Festungshaft verwendet werden; 5) die Haft ist in den bisherigen Bezirksgefängniffen zu verbüßen. Solche führen forthin die Benennung „Haftlokal" und die bei denselben ange- stellten Bediensteten die Bezeichnung „Gefangenwärter". II. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Neustadt, die Richter. Hebung einer Umlage bei der israelittfchen Religionsgemeinde zu König im Kreise Neustadt pro 1870 betreffend. III. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Be- streitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Dieburg. IV. Erhebung in den Freiherrnstand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. November v. I. den General. Consul Horatius Günzburg zu St. Petersburg für sich, seine Ehegattin und gegenwärtigen und zukünftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Freiherrnstand des GroßherzogthumS zu erheben. V. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: 1) am 21. März dem K. K. Oesterreichischen Haupt, mann Carl Georg Friedrich Heyer aus Gießen, dermalen zu Wien, zu gestatten, daß derselbe künftig den Familiennamen Heyer von Rosenfeld — und 2) ain 31. März der Elisabeth? Sopbie König zu Wolfskehlen zu gestatten, daß dieselbe statt des seitherigen den Familiennamen Rühl — führe. VI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. August 1870 den Hautboisten erster Classi 'M 2. Infanterie-Regiment, Bvrmet, zum Kanzleidiencr bet der Oberstudicn-Di- "ction zu ernennen; — am 1. März dem evangelischen Schullehrer zu Holz- mühl, im Kreise Lauterbach, Gre'o, die evang. Schulstelle zu Crainfeld, im Kr. Lauterbach, zu übertragen; — am 8. März dem evang. Pfarrer zu Langsdorf und Dekan des Dekanates Hungen, Cellarius, die evang. Pfarrstelle zu Griedel, im Dek. Hungen, zu übertragen; die characterisirten Expeditoren Alt auf der Station Bickenbach der Maiü-Ntaar-Elsenbahn und Pfannmüller auf der Station Auerbach derselben Bahn zu wirklichen Expeditoren auf diesen Eisenbahnstationen, — am 29. März der Schulamtsaspirantin Kirschstein aus Mainz die Stelle einer Lehrerin an den kathol. Stadtschulen zu Mainz — und dem evangel. PfarramtS-Candidaten Vigeliue aus Allendorf a. d. Lumda, im Kr. Gießen, die Lehrerstelle an der Fortbildungsklaffe der höheren Mädchenschule zu Gießen, im Kreise Gießen, zu übertragen und zugleich zum Schulinspector für die evang. Schulen zu Gießen zu ernennen; — am 1. April den dermalen zum Vereinsbevollmächtigten in Hannover bestellten Oberzollinspector des Hauptzollamts Mainz, Steuerrath Giller, zum Ober-Steuerrath zu ernennen. Am 15. März wurde der Pfarrer Wagner in Bingen zum Dekan des ka- tholischen Dekanats Bingen — und am 16. März der katholische Pfarrer Freu« big zu Ober-Flörsheim zum Pfarrer in Offstein, im Dekanate Worms, - ernannt. VII. Characterertheilung. VIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 4 März den Oberdomäncnrevisor und Dirigenten der Calculatur und des Vermeffungsbureaus bei der Ober-Forst- und Domäncn-Direction, RechnungSrath Möller, auf sein Nachsuchen, — am 11. März den Schullehrer an der oberen katholischen Knabenschulstelle des Schulde- zirks Dom-Quintin-Christoph zu Mainz Hirtz auf sein Nachsuchen, — am 15. März den Schullehrer an der 2. evang. Stadtknabenfreischule zu Darmstadt Wilk auf fein Nachsuchen, — am 29. März den Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Alt-Buseck, im Kreise Gießen, Rabenau, auf sein Nachsuchen, — den Forstmeister des ForstamtS Seligenstadt, Frhrn. v. Diemar, auf fein Nachsuchen unt mit Rücksicht auf feine geschwächte Gesundheit, sowie unter Anerkennung feiner langjährigen treu geleisteten Dienste, — und am 12. April den Schullehrer an der evang. Schule zu Trais-Horloff, im Kr. Nidda, Heßler auf fein Nachsuchen — in den Ruhestand zu versetzen. Berlin, 24. April. Deutscher Reichstag. Um 111/4 Uhr eröffnete Präsident Dr. Simson die heutige 21. Plenarsitzung. Die Plätze im Hause unO auf den Tribünen sind ziemlich stark besetzt, am Tische des Bundesraths befinde« sich Fürst Bismarck, Minister Delbrück, Camphausen, v. Lutz u. a. Das Haut tritt sofort in die Tagesordnung ein. 1) Interpellation des Abg. Dr. Elben (Württemberg): ob die am 31. Januar c. abgelaufene Frist zur Beschaffung der Subfivien für den Bau bei St. Gotthard-Eisenbahn rechtzeitig verlängert worden ist, und ob eine Vorlag! zur Regelung der Betheiligung des deutschen Reichs, in Abänderung des norc- deutschen Bundesgesetzes vom 31. Mai 1870, in Aussicht steht? — Ministei Delbrück bejaht beide Fragen. 2) Dritte Lesung des Gesetzes über die Beschaffung weiterer Geldmittel für Den Kriegsbedarf. Fürst Bismarck gibt einige sehr schätzbare Erläuterungee der gegenwärtigen Lage. Die Regierung glaubte bei Abschluß des Präliminarfriedens nicht, mit neuen finanziellen Forderungen in dieser Session vor den Reichstag treten zu müssen, da einerseits der definitive Frieden in naher Aussicht stand, andererseits auch die französische Regierung Veranstaltungen getroffen hatte, behufs Abkürzung der Occupation die ersten zwei Milliarden in möglichst kurze! Frist zu zahlen, was freilich noch nicht die Räumung der Pariser Forts zul Folge gehabt hätte, denn dazu gehört noch Der definitive Friedensschluß. Durch die Unruhen in Paris hat sich die Situation geändert, es scheint auch fast, als ziehe die französische Regierung die Brüsseler FriedenSverhanvlungen in die Länge, um später günstigere Bedingungen zu erhalten. Eine andere Gefahr für die ruhige Entwickelung Der Verhältnisse bestand in Der Entlassung Der großen Anzahl Gefangener, die ursprünglich bis zur Ratificirung des Friedens hinter Der fcoire internet werden sollten, zur Bekämpfung des Pariser Aufstandes zetzt aber in Versailles zusammengezogen sind, wo egen die deutsche Regierung in Anbetracht Der Verhältnisse keinen Widerspruch erhob, obwohl dies direct gegen Die Be- Dit AnM fc >in $*; StU!’'""1 Prämien. f$hi( v'N 3n* M cincm eine auf tt" W Mibungen u (Zchberpapiti W eines: Wtz ifl 'in dmsüknn nid) einige Erläuter mckr mit 3 Staat, Jreu|fi Debatte übet t lich wirken, an bnrz M 8rai rathung übiinii W < Mchtl lieMant v. 31 Digcn Duns Gutem öffentlichen, in tnlwiddt und - Die von i England ;u x Alls l> aus ßompity in J ju Versailles e Defensive als Truppen, über die Partei der Deutung nfo4 14 Tagen. Zuchthausstra loußiges Gef, tvi'rv dort in gemacht. W aus Paris gk tttchts mehr ai kleine Bande fjlte Gebiet be Agenden Depa lerer Truppen die Tch "och dis QUf6 fitiatt Gott d Rutschen Haff ... Straßbl W« Theile f Bei vtli l8™ Nrü$t, ötW baldig lu •Ihi Au ■ sw? 55*« ft ■m« K i khwtti i ,11"' •« li® », . | *■*&;; iu ^trbügfn. fe i 'S. ; 1 Ä”'9 -°> sJ '? U"ll«8'liUt K tt t°kl ■" tot ®titr(, «te: LAÄ " ®ltn' i“ fltilmtr *^u - und 2) t) tüj ditsrlt- ter ©ro^mr 'ukdoißm crßrr G|J Vtr ^bnßvdien-r^ ^^chrer j>e^ iu (Ärainitlt. imf Wntx ju La°M-' J'anütOt ®riM 'ltikoren At aus t!' >ul!tt auf ter 6lihi[ fn Eiseubajüßatim iui SWdiirj tir EÄ - und tkw nw;.. , ia Mr. Gietzeu,. iliult ju Gießei!' iptctor für Die tn saicn jum Mtrtini 'jcpijotlanW rum Dekan tu !r> 1 ite Vianet greiL-j laualt Wem-, -! iuc Aöultzüche Hob^ tu LdertoaauiluM j bei ter Oder-Svli- !achiuchev, — am li. tuljMk teS Schilt»' achsuch», — am ü lt ju Darm statt W crr 1. evaog. SP ocheo, - tra M (da Mfi* unij f inttltnnuna (t»e l ttn 6ä)uW« i . auf fein WA\ . tt'/, Uit wj im Haust c|| gancurfltb« t(H w): °d :.<» f«' «« uat °d ««' »’W?«! »I ßihu SS-» 1 jfificn wrJ ktkjer 1 8u(:; "»"äS* LÄI ' * Ä"1 "S>*1 stimmungen des Präliminarfriedens verstößt. Diese Umstände bringen für uns große finanzielle Opfer mit sich, denn wir müssen jetzt eine so starke Truppenmacht vor Paris halten, um jeder Combination von Streitkräften in unserer Nähe gewachsen zu sein; indessen haben wir die Zusage erhalten, daß am 25. V. alle Rückstände für Die Truppenverpflcgung gezahlt und am 1. Mai der dann fällige Termin erfüllt werden soll. Wir werden nrcht aus Zahlung in Metall bestehen, sondern uns nothigenfalls mit Banknoten begnügen. Cs lag die Möglichkeit nahe, Dem jetzigen Zustand in Frankreich durch ein Eingreifen von unserer Seite ein Ende zu machen, Die Bundesregierung ist jedoch entschlossen, an Dem Nlchtinterventionsprincip festzuhalten, selbst unter finanziellen Opfern; (Bravo!) unbeschaoet des Vorbehalts, daß wir da, wo unsere eigenen Interessen gefährdet sind, auch zur Vcrtheidigung unserer Angelegenheiten berufen sind. (Allseitiges Bravo!) — Bebel sieht in dieser Erklärung Das Geständniß, Daß der Bundeskanzler sich mit feiner Politik in großer Verlegenheit befindet. — v. Kardorff. Die Ansicht des Vorredners werde im ganzen Hause nur von einem einzigen Ge- sinnungegenoffen gctheilt, habe also gar keine Bedeutung. — Darauf wird Das Gesetz fast einstimmig (Dagegen Sonnemann, Bebel, Greil und die Polen) angenommen. 3) Erste Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Jnhaberpapiere mit Prämien. Das Princ'p des Gesetzes isi in §. 1 Desselben niedergelegt; er lautet: „2Iuf Den Inhaber lautende Schuldverschreibungen, in welchen allen Gläubigern oder einem Theile derselben außer Der Zahlung Der verschriebenen Geldsumme eine Prämie dergestalt zugesichert wird, Daß durch Ausloosung oder Durch anDcre, aus den Zufall gestellte Art der Ermittelung Die zu prämiirenDen Schulover schreibungcn und Die Höhe Der ihnen zufallenDen Prämie bestimmt werDen sollen (Jnhaberpapiere mit Prämien), Dürfen innerhalb des deutschen Reiches nur aus Grund eines Reichegesetzes ausgegeben oder in Umlauf gefetzt rotroen." Dem Gesetz ist ein Verzelchniß von 81 älteren Prämienanleihen angefügt, die von demselben nicht betroffen werden. — Minister Delbrück und Camphausen geben einige Erläuterungen der Vorlage, welche Die Ueberfüllung des deutschen Geld- Marktes mit Prämienanleihen nothwendig machte, während Der größte deutsche Staat, Preußen, grundsätzlich keine Prämienanleihe concessionirt. — Nach langer Debatte über Die Frage, ob Prämienanleihen wirthschastlich schäDlich oder nützlich wirken, an Der sich Die Abgg. v. Behr, Bamberger, Lasker, Löwe, v. Blancken- burg und Braun (Gera) beteiligen, wird dasselbe einer Commission zur Vorbe- rathung überwiesen. Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. München, 23. April. Der König hat Den Generaladjutanten Generallieutenant v. Jeetze nach Darmstadt gesandt, um Dem Großherzog zu seinem fünfzig- jährigen Dicnstjubiläum zu beglückwünschen. Gutem Vernehmen nach toirD Döllinger binnen Kurzem eine Schrift veröffentlichen, in welcher er seine Stellung zu Den gegenwärtigen kirchlichen Fragen entwickelt' unD sich auch über Die gegen ihn verfügte Excommunication ausspricht. — Die von einigen Blättern gebrachte Nachricht, daß Döllinger beabsichtige nach England zu reifen, entbehrt Der Begründung. Aus dem Königreich Sachsen, 20. April. Die Nachrichten, welche hier aus Compiegne, Dem Hauptquartiere des Kronprinzen von Sachsen, über Den Ausstand in Paris einlaufen, lauten sehr schlecht. Die provisorische Regierung zu Versailles entwickelt wenig Kraft unD beschränkt sich mehr aus eine langwierige Defensive als rücksichtslose Offensive, und auch Die Zahl der wirklich tüchtigen Truppen, über welche sie gebieten kann, ist nicht allzu groß. So hat Denn auch Die Partei Der provisorischen Regierung eigentlich noch gar keine Siege von Bedeutung erfochten unD Die Sache steht noch so ziemlich eben so in Paris wie vor 14 Tagen. Die RevolukionS-Partei gebietet allein über 20—26,000 entlassene Zuchthausfträflinge unD Verbrecher, und alle ehemaligen Galeerensträflinge und sonstiges Gesindel aus ganz Frankreich sucht jetzt in Die Hauptstadt zu gelangen, wird Dort in Uniform gesteckt und bewaffnet und zu Kämpfern für die Commune gemacht. Wer von wohlhabenden Familien es nur immer vermochte, ist schon aus Paris gefluchtet, wo Der wilde Pöbel auf das schonungsloseste haust und nichts mehr achtet, so Daß Dort wirklich gräßliche Zustände herrschen sollen. Da einzelne Banden Der Commune es auch wagten, Das von deutschen Truppen besetzte Gebiet betreten zu wollen, um Dort zu requtriren, so ist in Den um Paris licgenDen Departements Der Belagerungszustand erklärt worden. Die Wuth unserer Truppen gegen diese wilden Schaaren der pariser Commune, der sie mit Recht Die Schuld daran zuschreiben, daß die gesammten deutschen Heerestheile noch bis aufs Ungewisse jetzt in Frankreich bleiben müssen, ist gränzenlos, und gnade Gott Dem Gesindel, wenn es wirklich noch dazu kommen sollte, daß die Deutschen Waffen etnschreiten müssen. Straßburg, 20. April. Die „Straßb. Ztg." veröffentlicht in ihrem amtlichen Theile folgenDe Bekanntmachung: Bei Den Verhandlungen über Den definitiven Frieden wird deutscherseits auf die Befriedigung Derjenigen Forderungen hingewirkt werden, welche Angehörigen des Elsasses und Deutsch-Lothringens gegen Den französischen Staat zu- stehen. Zu Dem Zwecke fordere ich Die ForDerungSberechtigten auf, ihre desfall- sigen Ansprüche, Den einzelnen Materien getrennt, bei Den Kreis-Dinctoren (Einwohner Der Städte Straßburg unD Metz Direct bei Den Präfccten) speciell und baldigst zu liquiDiren, soweit Dies nicht bereite bei Der LiquiDationS-Com- mission Der Tresorerie geschehen ist. Straßburg, 19. April 1871. Der kaiserliche Civil-Commiffar. im Elsaß: I. V. : Ulrich. Wien, 22. April. Ein von Dem Erzherzog LuDwig Victor, Den Grafen Beust, Andrassy, Waldstein, Wrbna, Dem ContreaDmiral Poeck, Dem Generalmajor v. Ebner und Dem Bürgermeister Felder unterzeichneter Aufruf an Oesterreich und Ungarn fordert zu Beiträgen behufs Errichtung eines Denkmals vor Der Votivkirche in Wien für Den Viceadmiral v. Tegetthof auf. Das erste Derzeichniß Der gezeichneten Beiträge weist Die Summe von 20,000 fl. auf. Telegraphische Depeschen. + München, 24. April. Döllinger erhielt ein huldvolles Handschreiben vom Könige Ludwig aus Anlaß des eingereichten Raumer'schen Taschenbuchs, welches einen Aufsatz Döllinger'ü über Prophcue und Weissagung enthält. In dem Schreiben ist zugleich das Bedauern über Döllinger's Excommunication ausgesprochen. A Paris, 23. April. Ja Der Sitzung Der Commune stattet Ppat Bericht ab. Progrard unD Bnosne geben ihre Demission. Clement verlangt Die Verhaftung PyalS. Dieselbe toirD nicht genehmigt. A Paris, 24. Apr-l. Rente 52. A Paris, 24. April. Ein Decret Der Commune ordnet an, daß innerhalb Dreier Tagen alles in Poris befindliche Petroleum der Regierung überliefert werden soll. Ebenso soll ihr über alle vorhandenen chemischen Produkte und Luftballons Kenntniß gegeben werden. Seit Samstag werden in Ausführung des erneuerten Gesetzes über Den Eintritt in Vie Nationalgarde allein in 10 Arrondissements 170 junge Leute aufgefordert, sich zum Dienste einzufinden. A Versailles, 24. April, Mittags. Das „Paris-Journal" meldet: General Ducrot hat wegen Mangel an Uebereinfltmmung mit einigen Mitgliedern Der Regierung seine Demission gegeben. Gestern haben zwei MinisterrathSsttzungen statt- gefunden. A Versailles, 24. April. Der „GauloiS" meldet von Sonntag Abend: Fort Cyarenton wurde durch unsere Truppen besetzt. Die Preußen zogen sich zurück nach Villeneuve. Die Linie von Danaro (?) ist seit gestern zwischen Den Befestigungen und St. Denis besetzt. 4- Versailles, 24. April, Abends 6 Uhr. Kein militärisches Ereigniß ist zu meiden. Zwischen Mont Valerien und Der Porte Maillot wird ein wenig kanonirt. Ducrot hat seine Entlassung gefordert und erhalten. A Versailles, 25. April. Pouyer Quertier wird in Der nächsten Sitzung Der Assemblee einen Gesetzentwurf über ein rectificirtes BuDget pro 1871 einbringen. Dasselbe weist eine Ersparniß von Frcs. 120 Millionen nach, gegen DaS am 20. Juli 1870 von der dermalen Legislatur votirte Budget pro 1871. A Versailles, 25. April. Thiers hat Den Verwundeten im Militärhospital unen Besuch gemacht. Das ganze Personal war anwesend. Der Chef Der Executive ging von Bett zu Bett und richtete an den einen oder andern Der Verwundeten Worte Der Tröstung. „Dieser neue Kampf wird noch lange dauern", sagte er. Diese Morte bildeten Den Gegenstand vielfacher Comentare. Mehrere Belohnungen wurden vcrtdeilt. — Der preußische Generalcommandant von St. Denis hat verfügt, daß alle Personen, welche Dort keinen festen Wohnsitz haben, Den Ort verlassen müssen. A Versailles, 25. April. Die Stadt Toulouse ist in Belagerungszustand erklärt worden. — Der Municipalrath von Limoges wurde aufgelöst unD Durch eine Commission ersetzt. — In Grenoble haben am 17. Unruhen stattg^funDen. Die Menge widersetzte sich Der Abfahrt einer Mitrailleusenbatterie, welche für Versailles bestimmt war. — Der Pariser Charivari hat fein Erscheinen eingestellt. A Versailles, 25. April. Ein Circular Thiers' an die Präfecten theilt mit, daß die Armee jetzt zwei getrennte Corps unter Den Generalen Douay und Clinchamps bilde. Die am Sonntag und Montag stattgefundenen Gefechte, welche, tote cs scheint nur die Störung unserer Arbeiten bezweckten, wären ohne Resultat. Bezüglich activer Operationen stehe Deren baldiger Beginnen bevor. 4- Havre, 24. April. Vier große Dampfschiffe der transatlantischen Compagnie, welche nach Hamburg abgegangen waren, um Kriegsgefangene abzuholen, sind leer zurückgekehrt. A Lille, 25. April. Das „Echo Du NorD" schreibt: Die aus Der deutschen Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Soldaten beklagen sich über die geringe Aufmerksamkeit, welche ihnen von der militärischen Administration zu Theil wird. Eine Coionne ist während 24 Stunden (von Lenville nach Lille) ohne Nahrung geblieben und bei ihrer Ankunft hier erhielt jeder Mann^ 7 Sous. A London, 25. April. Die „Times" sagt in ihrem Leitartikel: Die Abstimmung über das Budget ergab eine Majorität von 27 Stimmen. Es waren 500 Mitglieder im Haufe anwesend. Es zeigt dies eine entschiedene Verurtheilung Des Budgets. Die Besteuerung Der Zündhölzer kann als aufgegeben betrachtet werden. Die Erbschaftssteuer folgt hoffentlich nach. Der Finanzminister muß ein neues Gesetz einbringen. Es ist eine Jahressistirung Der ausgegebenen Leibrenten vorgeschlagen. Bei Der AntizündholzbesteuerungSprozession ist es zu Collisionen mit Der Polizei gekommen. + London, 25. April. Hiesige Blätter melden aus Versailles: ThierS soll om Sonntag eine längere Zusammenkunft mit Dem Kronprinzen von Sachsen unD i General Fabrice gehabt Haden. A London, 25. April. Die „Times" meldet aus Versailles: Die Re- t gierungstruppen halten Fort Charenton besetzt. — In Der Nationalversammlung besteht eine einflußreiche Partei, welche für Die CandiDatur Des Herzogs von Au- male zum Präsidenten Der Republik manövrirt. — In Den Provinzen bildet sich . eine starke Reacticnspartei zu Gunsten Des Kaisers Napoleon. — Gestern hatte Thiers eine Unterredung mit Dem Prinzen von Sachsen und General Fabrice zu Saint Denis. A Florenz, 24. April. Der Herzog von Genua hat feine Studien in England vollendet und wird in Genua erwartet. Derselbe soll Dicc-Admiral 1 werden — Gra, Trautmannsdorf geht demnächst mit Urlaub nach Wien. — Die gefährliche Erkrankung des Papstes wird bestätigt. Allgemeiner An zeige e. Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Aufforderung. 1391) Christoph Wagner von Beuern hat mit der Mehrzahl seiner bekannten Gläu- oiger ein Arrangement abgeschlossen. Unter Gestattung der Acteneinsicht in der Registratur des unterzeichneten Gerichts werden die unbekannten Gläubiger desselben aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen das Arrangement sogewiß binnen 14 Tagen von heute an dahier vorzubringen. widrigenfalls dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt W DCltÖVCl |tl llllß. werden wird. 1679) Freitag den 28. d. Mts., Gietzen, den 5. April 1871. Vormittags 10 Uhr, Grotzherzogliches Landgericht Gieben. sollen im Ratbhause zu Alleudors a. d. Lda. Bötticher, A. Bramm, nachfolgende Arbeiten öffentlich wenigstneh- Landrichter. Landger.-Assessor. | menb in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit am L Schulhaus, veran- l • schlagt zu 37 fl. 6 kr., Schlosserarbeit daselbst, veranschlagt zu 156 fl., Weibbinderarbeit daselbst, veranschlagt 's zu 12 fl. 30 kr., Maurerarbeit am Friedhöfe, veranschlagt < zu 49 fl. 18 kr., Schlosserarbeit das., veranschl. zu 100 fl., p 1664) Kinderwagen, Eiserne Bettstellen, » 6 bis 16 fl., Gartenmöbel, Flaschenschränke, Oel- farbmühlcn bei Emil Pi stör. 1701) 30 bis 40 Tausend Russensteine sind zu verkaufen bei L. Klink el. Weißbinderarbcit daselbst, veranschlagt zu 3 fl- 20 fr., Pflasterarbeit daselbst, veranschlagt zu lo fl», Maurerarbeit an den Straßen, veranschlagt zu 105 fl. 39 fr., Zimmerarbeit an den Brücken, veranschlagt zu 25 fl. 5 fr-, Steinfabren, Aufsetzen, Zerschlagen rc. derselben an den Ortsstraßen und Wegen, veranschlagt zu 500 fl. Mendorf a. d. Lda., den 25. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf an der Lumda. I. A-: L. Hahn, Bezirfsbauaufseher. Holzversteigerunq. 1670) Freitag den 28. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen im Garbenteicher Gemeindewalde, Di- ftrkten Flettenberg, Beckertswald und Jo- hanneshölzchen nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung fommen, als: 31 Stecken Eichen-Prügelholz, 6 „ „ Stockholz, 42 „ Nadel-Prügelholz, 24 „ „ Stockholz, 4100 Wellen Eichen-Reisholz, 3970 „ Nadcl- 25 Nadel-Schichthaufen, 4150 Stück Bohnenstangen, 212 Eichen-Baustämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser u. 15 bis 40 Fuß Länge, 5654 Cubikfuß enthaltend. Der Anfang ist um die bestimmte Stunde im District Flettenberg bei der Kreide-Grube, woselbst mit den Bohnenstangen der Anfang gemacht wird. Sodann wird im District Beckertswald mit dem Brennholz die Versteigerung fortgesetzt, und etwa gegen halb 1 Uhr fommen die Eichen-Baustämme im Johanneshölzchen, am Wege von Garbenleich nach Lich, zur Versteigerung. Garbenteich, am 24. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich Schwarz. Feilgebotenes. 1692) Ein Confirmanden-Rock, ganz wenig getragen, ist billig zu verkaufen bei G. F. Rupp, Schneidermeister. | 1700) Eine große Auswahl Waschbüt-! ten, Waschzuber, Kinder-Badebüttchen, hroie alle sonstigen Küfer- und Holz-^ waaren, empfiehlt billigst W. Kohlermann, Küfer, Neustadt D. 156. 1616) Borsdorfer Aepfel- tociit, in bekannter Sitte, em- pfthlen I. A. Busch Söhne. 1684) Täglich frisch gestochenen Spargel bei Gärtner Schaum. Bahnfchieyen, eiserne Träger, Bauartikel aller Art von Guß- und Schmiedeeisen, Cement, Stuccaturgyps ic* (1663) empfiehlt Emil P ift o r. 1704) Sacleinsaat, Rigaer, extra puik, neue Kron, directe Jmportation, Marke H. & G., in Originaltonnen plombirt, empfiehlt zur sofortigen Versendung ab hier Wilhelm Inden in Cöln. Tuffsteine für Fachwerk und Kamine empfiehlt S. Katz en stein, (1141) Holzhandlung. 1703) Ein vorzügliches Glas Moritz- Bier habe in Zapf genommen. Carl Pipp. 1033) Ein aufrechtstehender Flügel ist sehr billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1697) Ein neuer Schreibpult zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1691) Ein noch in gutem Zustande befindlicher Wagen mit allem Zugehör steht zu verkaufen bet Heinrich Schneider, in Wieseck. Eine Hoftaithe in Lich, für jedes Geschäft passend, bestehend in einem Vorder- und Hinterhause, gutem Keller^ Scheuer und Stallung, Hausgar- ten, worin sich ein Bienenhaus, ein Brunnen, sowie ein Gebäude, in welchem früher eine Färberei betrieben wurde, befindet, ist aus freier Hand zu verkaufen von Friedrich Henzel, in Lich. Auch hat derselbe eine gute Weißzeug- Presse zu verkaufen. (1685) I Dik drutsche Kaiftrschleisr, welche von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin huldreichst entgegengenommen, bei den bevorstehenden Einholungsfeierlichkeiten voraussichtlich im ganzen Deutschen Reiche zur Anwendung kommen dürfte, ein Gewebe und Kunstwerk seltener Art, habe ich das alleinige Depot für Gießen und Umgegend dem Herrn S« Marsch in Gießen übergeben. Herrmann Gerson in Berlin, Kaiserlich Königlicher Hoflieferant. i Mein Tuch - un- Bukskin Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pi stör. 1694) Ein Mansarden - Zimmer zu ver- miethen bei Wittwe Martin, Wolkengasse. 1644) In meinem Hause in der Löwen- 6"sse ist der mittlere Stock zu vermiethen und pr. 1. Mai zu beziehen bei M. Engel, am Kreuz. 1511) Ein freundliches, sehr geräumiges möblirtes Mansarden-Zimrner mit Alkoven ist zu vermiethen SelterSbcrg Lit. E. Rr. 4 1693) Ein Familienlogis ist zu oer- miethen bei __________Th. Vogt. 1475) Bei E-Ottm ann in der Schloßgasse ist ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen. _______ 1509) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermieden bei Gärtner Schaum, ______________________Seltersthor. 1676) Ein neuer Laden mit Wohnung ist zu vermiethen und sofort beziehbar. W. Nagel. Vermischte Anzeigen. Wechsel auf Frankfurt «. M. 1705) Ein älteres Frankfurter Handlungshaus erbietet sich zur Einlösung von Domicil-Tratten unter coulauten Bedingungen. Briefe unter L. P. 166 franco an die Annoncen - Expedition von Haafenstein S» Vogler in Frankfurt a. M. gerichtet, finden prompte Erledigung 1706) Ein Mädchen wünscht noch einige Tage in der Woche im Bügeln zu besetzen. Näheres bei Heinrich Goß, _________________________ Holzmesser. 1699) Ein cand. thcol. ertheilt Prioat- stunde in Sprachen und Elementarfächern. Wallthorstraße Lit- A Nr. 152. I Mein Cursus in der französischen und englischen Sprache hat wieder begonnen. Lehrer Mayer. 1658) Unter günstigen Bedingungen wird ein Lehrling gesucht. __________F Gerbode, Photograph. 1332) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Arbeit in der Lampenfabrik von Müller & Kauffmann. 1689) Zwei Schrctnergcsellen können Arbett erhalten bei PH- Bauer, Mühlgasse. 1657) Ein junges gebildetes Mädchen, 20 Jahre alt, lOeeonomentochter), wünscht FamilieN'Verhältnisse halber von jetzt bis August d. I. eine Stelle ans einem Gute, um sich dort unentgeltlich zu verwerthen; auch kann dieselbe auf Verlangen selbstständig wirth- schafteu. Sefl. Offerten unter Chiffre E. W. Nr. 3135 beliebe man an das Annoncen-Bureau von Th. Dietrich & Comp. in Caffel | zu senden. Flechtenkranke und Brustleidende heilt Dr. Iochheim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (787) 1660) Für einen zweispännigen Wagen Steinkohlenschlacken, auf meinem Baugrundstück abgeladen, zahle ich 30 fr-Arnold Müller. 1690) Ein braver Junge, für leichte Arbeit und Ausgänge zu besorgen, wird gesucht und kann sogleich eintreten bei _______________P h- Uhl, Photograph. 1512) Schutt kann auf meinem Baugrundstück abgeladrn werden und vergüte ich einen einspännigen Wagen mit 12 fr., einen zweispännigen mit 18 fr. Arnold Müller. Annoncen aller Art werden täglich befördert und zu den Originalpreiscu der Zeitungen berechnet durch das Annoncen-Bureau der Iaegi-r fchkil Buchhandlung, | Frankfurt a. M. I Bei größeren Aufträgen ent- I sprechenden Rabatt. Musikschule zu Gießen. 1680) Lehrgegenstände: Klavierspiel) Gesang und Theorie (Form- und Harmonielehre). Beginn des neuen Curfus: Montag den 1. Mai. Anmeldungen werden baldigst erbeten. W. Mi ekler, ______________Musikdirektor. Äcademischer Gefangnerem. 1688) Den verehrlichen Mitgliedern die Nachricht, daß die Proben des Vereins Montag den 1. Mai, Abends 7 Uhr, m der Aula wieder ihren Anfang nehmen. Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den nächsten 14 Tagen bei Herrn Musikdirector Mickler persönlich abgeben zu wollen. ___ Der Vorstand. I. Gg. Schroder in Darmstadt, sowie von den Herren: Jean SBöd in Gießen, Lehrer Vogel in Londorf, H. Dictz in Kestrich bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. 1395) Das seither von Herrn Franz Peppler bewohnte Logis ist anderweitig zn vermiethen und vom 15. April ab zu beziehen. A. Katz, Neustadt. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammttiche zollamtlichen Formulare, sind zn haben bei W. Klee, am Markt. Schlesische Feiicr-Bersichelungs-Gesellschaft in Breslau, Grund-Capital ft. 5,250,000* ~ q?294) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedingungen gegen Feuers- und Explosions-Gefahr. Lrailsport-llrrsichenlilg. Spiegelglas-Versicherung. ... und Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: Die Gartenlaube. „ Die Nr. 17 bringt folgende Beiträge: Ein Held der Feder. Erzählung von E- Werner. (Fortsetzung.) — Aus der Wandermappe der Gartenlaube. Nr. 8. Eine Besteigung des Großglockners. Mit Illustration:'Der Großglockner vom Win- dischmakreier - hör! aus. Nach einer Skizze von I. v. Trentinaglia, von R. Puttner. Vorn Haarschwund. Von Dr. Pincus.— Erinnerungen aus dem heiligen Kriege- Nr. 3. Kriegerische Abenteuer einer friedfertigen Primadonna. — Blätter und Blühen des. Kopfabschneider. Von Georg Horn. - Ungebetene @afte. Von S- Mit Abbildung. Nach der Natur aufgenommen von Prof. E- Dövler in Berlin- — Belfort nach seinem Fall. Mit Abbildung: Belfort eiuenTag nach der Uebergabe. Nach der Natur ausgenommen von Aujourd'hui. — Die Mutter ift getunben. - (Jin verlorener Sohn. - Kleiner Briefkasten. -■ Aufruf, den Coiupo- nisten Karl Wilhelm betreffend. Vsrmiethungell. 1698) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen Wallthorstraße Lit- A. Nr. 152. ,1553) In Lit. B. Nr. 80 in den Neuen- bäuen ist im Hinterhause ein kleines Logis zu vermiethen. Näheres bei C- Vetzber- ger Wittwe. 1702) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Frau Advocat Frank. 1696) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sofort zu vermiethen bei Bäcker Vogt, Wallthor. 1675) Em kleines Familienlogis ist zu vermiethen und den 15. Juli l. I. beziehbar. __________________ W. Nagel. 1676) Ein Logis im mittleren Stock, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen und am 1. Juli zu beziehen bei Ehr. Wallenfels, am Markt. 1674) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei Louis Petri II., '___Neuenweg. 1569) Eine Mansarden-Wohnung, be-! . stehend aus 3 Zimmern nebst Zugehör, ist : zu vermiethen in Lit. T>. Nr. 27. | 1695) Meine Scheuer in der Judengasse . ist anderweit zu vermiethen. _____________________Fr. Möhl. 1570) In Lit. A. Nr. 161 vor dem Wall- ■ thor ist im dritten Stock ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 1503) Ein möblirtes Zimmer, mit Aus- 1 sicht auf die Straße, vermiethet Lehrer Mayer. < Redaction, Druck und Verlag dec Brühl'fchen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ,I01 Ar. Oü Nestel! Aboi Wir!om Wir lvir schon Wünsche in m trehing, solvir setzen unt> ihre erobern, um Di deutschen Reiche Was irge und moralische. in Die eine stoü lich, dah die Es Leistung und Ge lichen wie im | entziehen tonnen die alle Vorthei! genießen, Die ei | einnehmen, sich M!t Dem Hand in HanD W sür eine aus Denen Das grsührt veften das wollten sie Denn iii'it fyf Die KriegsDienste Ersolge, welche lande- zu gute I ökkelllenden Ant schränkte sch ft- Frankreichs enD'.j lrcisten, mit tii einmal mächtig, Mmiithigl am Ganz ant Unabhä'naia juk'ten vermoch WeltßeLnng Meidet wird. Deutschland ^ ^ellung egg 8tldlt 6il i« (rin, i Die tzlsg 6b Mdjtftit, 7 f»«8t Mn M h, 6 ’b"