1 r: ' T'bmb 32 ft. <(ker, tt(l Uelis. Mll in SKotnj. :'**”**&* :uall4, Vchoden^ch im. IGrrcUfdjaft ::tn krbenSverfichmiM 'tä unter dir mit 9t »gelaufenen t Ä eine kersichmlq- 3552 für ai ■ ('durch ist die 8e> ■7 r' lotabWie ... tW10. 20 Gs. it - .1.-. IMM 45 c con Lfi9. 10,459,42» MEjfil) Ars- r;-’i ä anßdcgtcnGfc nu (ycwimunitf)äl ?ir,^^m7 . H-Dn'aL Preußischen gl'IÄ“ ***** - - **~ - *A$spm U- **» «A «Ui ist. STÄ SÄSftJÄSjoÄ -*-»»«»«,»—» nahmen aufzufordern durch deren sorgfältige Beobachtung ein Ausbruch der Epidemie vielleicht verhütet Eden kam, 8“ vorbeugenden Maß- »ä’SÄXÄÄ'ä"J* M ®ct -°d-r nicht unverdächtigen Erkrankung, wen,, auch nur an Diarrhoe, ist ohne Verzug ärztliche Hülfe iu ^smuch -7 nebmeu ^ ^ VCn Erkältungen. »sä rttÄfiftÄ« as Ausführung der regelmäßigen Desinfectiou in allen Privathäusern durch amti-ä. '7..mstraqU- Vorbehalte," t bt br,n«enbcr werde», so bleibt die Brause versehenen Gießkanne angcwendet ^uud zwar^^olchcr Meu^^'^s 'jeder3iib1’JK@Vrud7l Ccüle?^Cift ‘r eü,er mit Ä.5S *'6"' """ - i” ®ie^en, den 24. August 1871. Großherzoglichcs Kreisanit Gießen. v. Starck. uno ^epreioen an «eyorven und Privatpersonen des Inlandes (v. h. des gesummten schleuder, werden damit der 91 amm,, /» “ , nTV .. * ' Gebiet« der deutschen Reichs) unter der Unterschrift „kaiserliches Generatpostamt": ein Opfer darunter verbm,,, ü e «'aatssackels sich saltlgc wenn auch bei Schreiben nach dem Auslände lautet die Unt rschrift kaiserl^ d utkckes Ge vaa Ban5 h » »«blutet. Langsam und allmählich ist cs gekommen, daß n°ra,Postamt». Die Postbehorden adressiren lh« tuSfX Een S der J ,Ä«n7 m't Ä „UU? ^cn »«' Generalpostamt'. Die Oberpostvirectlonen bevienen sich bei Bersügungcn und Bettelstab aeiiracln "b«rnS an Inttlligenz unv O.werdcflciß, beinahe an den Schreiben an Behörden und Private der Unterschrift '„Der ka?-rliche Oberpost. gegm LKch7L7»i ?'HA st» ZÄ unb b tecior», bei Schreiben nach dem Ausland- „Der kaiserlich deutsche Ob-rpost- fte„ Schichten v«, LL„ ' ' \.V.Ll0*n?en .unb ni,triS- ---------,........j war nahezu die f' selbst die kleinsten Ortschaften participirtcn an 25. August. c a ^le nunmehr vollendete Neugestaltung des bayerischen Ministertums, das als obersten Grundsatz seiner Politik die treue und gewissenhafte Erfüllung der Pflichten gegen das deutsche Reich aufgestellt, knüpft die „Provinzialcorrcspondknz" die Hoffnung, daß die ernste Verwirklichung dieser Abstchten dazu beitragen wird, die geachtete Stellung Bayerns im deutschen Reiche zu wahren und die nationale Entwicklung des Gesammtoaterlandes kräftig zu fördern. Nach dem, was uns aus Bayern selbst mitgetheilt wird, zu schließen, wird sich diese Hoffnung nur in sehr geringem Maße erfüllen. Denn die besondere Vertretung Bayerns an den auswärtigen Höfen wird ebensowenig aufgehoben werden, als die Verschmelzung der bayerischen Armee mit der deutschen Reichsarmee zu den Aufgaben der bayerischen Politik gehört. Was aber die Bekämpfung des hauptsächlichen inneren Feindes des deutschen Reichs anlange, des katholischen Elerus, so wird die bayerische Negierung keineswegs diejenige Energie an Den Tag legen, die den Uebergrtffen desselben nachhaltig wehren könnte. Ucber die Bezeichnung und die Firma der Postbehörden ist Nachstehendes bestimmt worden: Sämmtliche Neichspostbehörden führen fortan die Bezeichnung „kaiserlich". Das Generalpostamt erläßt die von ihm ausgehenden Verfügungen und Schreiben an Behörden und Privatpersonen des Inlandes (v. h. des gesammten ^ophokleischen) auffuhren ließen, worin es an derben Anspielungen auf den vertriebenen König nicht fehlte. Und das geschah nach Abschluß des Tilsiter ftrtr Denei. gerner veranstaltete Napoleon 1. zur Zeit, als der Prinr Wilhelm fernher Sn- r.ch Wilhelm's in.) zu Paris 1809 Nachlaß drückenden Son.Tttan «bat, am Jahrestage der Jenaer Schlacht eine - Hasenjagd zu we ck rdr fÄZ S1,1 ieDtnfat,i nützlich, sich in diesen Tagen "o ch e- fch.chtlichen Thatfachen zu erinnern. J 1 w 8 3n katholischen Kreisen macht vaS Verbot der Anstelluna der SÄ "■£' £;•, **• fi«« Ä5 «X Z-i?7och k"n° Re°-1-in ^an'"""" """-»n.anen Tendenzen gegenüber zur einen Aett7.,^^"/chrif,: „Rettet das Banat!» bringt da» „Pesihcr Journal» e nen Artikel, dem wir folgende Stelle entnehmen: Eine ter reichsten Provinzen £n8 (Sm. m r*ana('faP ttr 8»nil'4tu Berarmung nahe. Der Bauer kann den ^teuirgroschen nicht mehr erschtringcn, den Der Moloch dec Staatöausaabcn unerbittlich verlangt, und tas Zugvieh muß unter dem halben Preise vcr- mleuDert hAm«* o>......... - . ...... sten Schichten der dortigen unglück.ichen, einst so blühenden Populat>o. twb?n mcht ermangelt, der Regierung so und io ost ihr Sündenregister vorzuhalten Ader immer schüttelte die Regierung den Kops, war zugcknvpf, bi» an da» Ö-r- hinan und öffnete nur sehr schwer die Hand, welche andere Landstriche so a,rn unv ohne Dank mit Segnungen aller Art, mit Bahnen, Aemtern, Häfen KanA» und allen erdenklichen Begünstigungen überhäufte. So hat sich denn im Bana? -'n fast unausrottbare- Mißtrauen gegen die Regierung eingewune u v ungarische Regierung eine meist von Deutschen, Serben unD Rum in » n ct(O c Pw»wz spstematisch zu Grunde richten wolle. Das Bau7 war un e7a° n früheren Regierungen begünstigter Landstrich. Es hatte noch unter Bach außer 1rt »1 K «* fi -<. ... 1 L k . — fe . . Al - I . _ *\) u 11 n, der Banater Lehrer stand v rector", bei Schreiben nach dem Auslande „Der kaiserlich deutsche Oberpost- direetor", die Postanstalten adresstren ihre Berichte an diese Behörde „An die kaiserliche Oberpostdirection". Jngleichen firmiren die Oberpostämter, Postämter, Postverwaltungen rc. des gesammten ReichSpostgebicteS bei Schreiben nach dem xinlande „kaiserliche- Oberpostamt, kaiserliches Postamt, kaiserliche Postverwaltung" u- s- w., bei Schreiben nach dem Auslande „kaiserliches Oberpostamt" u. s. w. EL-kgen entsprechender Aenderung der Siegel und Wappen ist eine besondere Verfügung in Aussicht gestellt. Es darf hervorgehoben werden, daß die Preußen, um die Empsindlichkeiten ?lr / , n.^fn iu schonen, die Feier der Jahrestage ihrer Siege auf kirchliche be- |a?ranrt haben. Wie anders die Franzosen unter Napoleon I., Die auf Befehl des letzteren am 3. August 1807, also am Geburtstage Friedrich Wilhelm'- ilL, im konnte sich mit dem des'Auslandes c>p«"h-»s- zu Berlin „Oedipus aus Kolonos» (eine verbesserte U-bersetzung des meisivorg-schritten- im Ca„o“ - - --‘C Bolk-aufklSrung Weyzandt. zu Zimmermann. v. Bechtold. beordert sein sollten. Eine solche Stellvertretung muß indessen jedenfalls noch im Lause dieses Jahres erfolgt sein und sind hierbei alle übrigen Voraussetzungen ebenfalls maßgebend. 7) Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 8) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: 1) am 22. Juli den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau aus die zweite evangelische Pfarrstelle zu Michelstadt, im Dekanate Erbach, präsen- tirten evangelischen Pfarrer zu Güttersbach, im Dekanate Erbach, Friedrich Meyer, zu bestätigen; 2) an demselben Tage dem Schulamtsaspiranten Adam Breitwieser aus Schaafheim, im Kreise Dieburg, die erste evangelische Schulstelle zu Horrweiler, im Kreise Bingen, zu übertragen; 3) am 25. Juli den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Erbach, Johannes Steuernagel, an das Kreisbauamt Mainz, den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Alsfeld, Philipp Häusel, an das Kreis- bauamt Erbach, und den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Oppenheim, Jacob Amendt, an das Kreisbauamt Alsfeld in gleicher Diensteigenschaft zu versetzen , sowie den Kreisbauausseher - Aspiranten Peter Poseiner aus Gießen zum Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Oppenheim zu ernennen; 4) am 31. Juli den Landgerichtsasseffor bei dem Landgerichte Darmstadt Theodor Schulz unter gleichzeitiger Belassung auf seiner gegenwärtigen Stelle zum Richter bet dem Bezirksstrafgericht Darmstadt — und den Landgerichtsassessor bei dem Landgerichte Zwingenberg, Wilhelm Heinzerling, zum Landgerichtsassessor bei dem Landgerichte Darmstadt — zu ernennen; 5) am 4. August dem Lehrer an der katholischen Schule zu Bodenheim, im Kreise Oppenheim, Franz Schaber, die untere katholische Knaben-Schulstelle des Schulbezirks Dom-Quintin-Ehristoph zu Mainz zu über- zur Bewerkstelligung ihrer Stellvertretung auch in dem Falle zugestanden ist, wenn dieselben zurückgestellt und also zu einem bestimmten Truppentheil nicht ein- 4) Summarische Uebersicht der Rechnung der Großh. Landeswaisenanstalt Darmstadt für 1870. Darmstadt, den 12. August 1871. Großherzogliches Kriegsministerium. Dornfeiff. Sausster an den Obercommandanten in Algier: Setif, den 15. August 1871, 6 Uhr Abends. Lager von Sidi Ali bei Tahie, den 14. August 1871. Gestern, den 13., Nachtsangriff zurückgeworfen. Heute, den 14., habe ich einen Kampf allen Kontingenten geliefert, welche die Jnsurrcction noch ausbringen konnte. In der Zahl von 5- bis 6000 Mann Fußvolk und 2- bis 3000 Reitern in den Dörfern von Rapta und den felsigen Kämmen des Diebel Guenonar, bei den Oulad Tahellous, den Taabtat, vereinigt, haben sie in ihrer Vertheidigung eine ungewohnte Energie gezeigt; aber Dank den kräftigen und gleichzeitigen Anstrengungen der beiden Jnsanteriecolonnen, durch die Artillerie unterstützt, wurde der Feind aus seinen Barrikaden gejagt, in unseren Händen viele Todte lassend. Die Kavallerie operirte zu gleicher Zeit im Oued Rassitau, die Dörfer anzündend. Der moralische Effect, welcher durch diesen mehr als gewöhnliche Proportionen annehmenden Kampf erzeugt, ist sehr bedeutend. Die letzte Kitadelle der Jnsurrcction in dieser Gegend ist trotz großer Schwierigkeiten des Terrains genommen worden. Wir haben trotzdem nur zwei Tobte und zehn Verwundete. _________________ Darmstadt, 23. August. Das heute ausgegebene Regierungsblatt Nr. 28 enthält: 1) Bekanntmachung, die Anstellung des Rechners der Domkapitelskaffe zu Mainz betr. 2) Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am Nachmittag des 8. Juli d. I. war das ^jährige Kind des Maschinenmeisters Windisch zu Weisenau vom Ufer aus in den Rhein gefallen und schon ungefähr 20 Fuß vom Ufer, welches dort ziemlich steil abfällt, entfernt getrieben und dem Ertrinken nahe, als der siebenzehnjährige Schiffsjunge Jacob Krapp, Sohn des Schiffers Peter Joseph Krapp III. von Weisenau, von dessen in der Nähe befindlichem Schiffe in den Rhein sprang, das Kind schwimmend erreichte und es lebend an das Ufer brachte. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Schiffsjungen Jacob Krapp für diese menschenfreundliche, mit Muth und Lebensgefahr ausgeführte That vas allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" Allergnävigst zu verleihen geruht. In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Darmstadt, den 9. August 1871. Großherzogliches Ministerium des Innern. tragen. 9) Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: 1) am 19. Juli den Landgerichtsdiener bet dem Landgerichte Hungen Johannes Steuernagel auf sein Nachsuchen — und 2) am 4. August den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Weinheim, im Kreise Alzey, Philipp Drentlau, — in den Ruhestand zu versetzen. 10) Eoncurrenzeröffnungen. Erledigt sind: 1) die obere Knaben-Schulstelle des Schulbezirks Dom-Quintm-Khristoph zu Mainz mit einem Gehalte von 600 fl.; 2) die obere Knaben-Schulstelle des Schulbezirks Jgnaz-Stephan zu Mainz mit einem Gehalte von 600 fl.; 3) die evangelische Schulstelle zu Rodenbach, im Kreise Vilbel, mit einem Gehalte von 300 fl.; 4) die evangelische Psarrstclle zu Frischborn und Eisenbach, im Dekanate Lauterbach, mit einem Gehalte von 986 fl. 13 fr., zu welcher für diesmal Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog das freie Besetzungsrecht zusteht; 5) die evangelische Schulstelle zu Daubringen, im Kreise Gießen, mit einem Gehalt von 300 fl.; 6) die evangelische Pfarrstelle zu Frei-Laubersheim, im Dekanate Wöllstein, mit einem zu 1047 fl. 44 fr. veran- schlagten Gehalte, welcher sich aber in Folge günstiger Verpachtung des Pfarrguts höher beläuft; 7) die erste evangelische Schulstelle zu Jugenheim, im Kreise BenS- heim, mit einem Gchalt von 300 fl., ausschließlich des Manschen Legats; 8) die erste evangelische Schulstelle zu Stadecken, im Kreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalt von 372 fl. 59 fr.; 9) die erste evangelische Schulstelle zu Groß-Gerau, im Kreise Groß-Gerau, mit einem Gehalt von 379 fl. 45 fr.; 10) die erste evangelische Schulstelle zu Rüsselsheim, im Kreise Groß-Gerau, mit einem Gehalte von 531 fl. 331/2 fr- 11) Sterbefälle. Gestorben sind: 1) am 12. Juli der penstonirte Forst- wart Georg Spangenberger zu Rainrod; 2) an demselben Tage der penstonirte Schullehrer Johannes Gompf zu BernSfelb; 3) am 14. Juli der penstonirte Schul- lehrer Peter Diehl zu Langstadt; 4) am 22. Juli der Verwalter am Arresthause zu Alzey Ludwig Müller; 5) am 26. Juli der penstonirte Districtseinnehmer Jonas zu Gau-Algesheim; 6) am 30. Juli der Siedemeister Kersting zu Bad 5) Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage von den zu dem Friedhos- Verbande zu Dalsheim gehörigen Israeliten betr. 6) Beginn des Studienjahres an der Polytechnischen Schule zu Darmstadt. der allgemeinen geistigen Regsamkeit; der Handel wurde in der größten AuSdeh-l Großherzogs ist in Erläuterung der Vorschriften des §. 2 der Allerhöchsten Ver- uung getrieben, und die Industrie schuf sich in TemeSvar eine zweite Stätte, die ordnung über die Stellvertretung im Militärdienst vom 11. August 1869 (Reg.-Bl. mit Pesth den Wettlauf zu unternehmen wagen konnte. All dies ist in den letzten Nr. 40 von 1869) bestimmt worden, daß den in diesem oder einem früheren Jahren, und zwar nur durch bas Verfchulben Der Regierung, stetig zurückgegangen. Jahre marfchpflichtig gewordenen jungen Leuten die — in pos. 4 al. 2 der Ver- Die Straßen, diese Pulsadern des Verkehrs, sind grundsätzlich vernachlässigt, die ordnung zur Ausführung der Militär-Ersatz-Jnstruction bemerkte — Berechtigung Kommunikation vernichtet worden, und das unter dem jetzigen Systeme eingeführte z- ----- «--- .....m Verfahren der „öffentlichen Arbeit" hat einem geregelten Straßenwesen ben Todes- \ stoß versetzen müssen. Die unermeßlichen Güter des Banates sind auf den boden- I losen Wegen entweder versunken oder in den Dörfern verfault und vermorscht. ! Tausend- und tausendmal wurde die Regierung wegen des rationellen Straßen- । baue- interpellirt, aber sie hatte nur taube Ohren oder sie bewies, daß das Land kein Gelb zum Straßenbau habe und Gott schon weiter helfen werde. Tausend- mal wurde die Regierung um die Belebung des Banates durch ein vernünftiges Bahnnetz, um die vitale Linie Arad-Orfova bestürmt; Versprechungen, Projekte, Ausflüchte waren die Antwort von Oben, und das Banat verfiel. Wurde irgend ein städtisches Interesse, die Bedürfnisse der Industrie, welche durch den stockenden Veikehr bedroht war, betont, so kamen immer nur Vertröstungen, Verhandlungen ohne Ende und gar winzige Zugeständnisse. So kam Denn endlich Die letzte Kalamität, Die andauernde Ueberschwemmung, die Winter und Sommer unausgesetzt die früher so gesegneten Felber überflutete und mehr als ein Drittel des frucht» barsten Landes unter Wasser setzte, so Daß dem Bauer das Futter für sein Vieh, das Korn zu seinem Mahl fehlt, baß Der Handel der Städte vernichtet ist und Der Gewerbefleiß erstickt. UnD auch Das hatte man vorhergesehen, auch Das hatte man Der Regierung unzählige Male an Das Herz gebunden. Der Bega-Kanal war, schon in seiner Anlage verfehlt, noch mehr vernachlässigt worden. So ist denn das Elend in seiner nacktesten Gestalt hcreingebrochen, eine der reichsten Pro- vinzen fleht zum Mutterlande um Brod und um Hilfe vor den Fluthen, welche sie in Den Sumpf und Schlamm versinken zu lassen drohen. Wie bekannt, war es bis 1861 den Juden nicht gestattet, in Eentralrußland zu domiciliren; sie durften russisches Gebiet nicht ohne Genehmigung Der Regierung betreten, und wenn sie länger als vierundzwanzig Stunden an einem Orte bleiben wollten, mußten sie Die Erlaudniß dazu mit schwerem Gelbe erkaufen. Seit 1861 ist denselben ganz Rußland geöffnet. Durch Den Umstand, daß Die Juden durch das ganze Reich sich nach Belieben niederlaffen Dürfen, tritt die Frage über die Stellung derselben näher an Die Verwaltungsorgane heran. Jetzt ist man im Reichsrathe mit Dem Entwürfe eines Gesetzes beschäftigt, durch welches die Stellung der Juden im Staate geregelt werden soll. Es war 1851, also unter Nikolaus, der den Juden bekanntlich nicht wohlwollte, als cs sich um Sein oder Nichtsein für die jüdische Bevölkerung Polens handelte. Wenige Tage zuvor, als der Termin zur Verhandlung der Sache der Juden im Reichsrathe an- gesetzt war, erhielt eine aus drei Warschauer Banquiers bestehende Deputation beim Grafen Bludow, Präsidenten des Reichsrathe-, eine Audienz. Der Graf hatte der Deputation unter Der Bedingung, nur einige Worte vorzubringen, die Audienz gestattet. Diese erschien, legte aus den Tisch ein Päckchen nieder und ging. Tags darauf fand Die Sitzung im StaatSrathe statt. Dem Grafen Bludow zur Rechten saß der Thronfolger, der jetzige Kaiser. Nachdem die Reichsräthe durch zwei Stunden heftig für und wider gesprochen, Graf Bludow aber noch fein Wort gesprochen, sagte Der Thronfolger zu ihm: „Nun, Iwan Iwanowitsch, warum sprichst Du nicht?" Da steht BluDow auf, zieht aus seiner Tasche ein versiegeltes Packet, aus Dem eine Zahl 15,000 (Rubel) Den Inhalt andeutet und Die Worte stehen: „Nimm und schweig!" „Dies," sagt Der Gras, „erhielt ich, Damit ich schweige", und nun beginnt er für die Juden in hinreißender Weise zu plaidiren und erringt diesen Eoncesfionen, die sie nie zu erhoffen gewagt hatten. Das Packet mit 15,000 Rubel ging uneröffnet zurück und bildete später das Stammkapital zur Gründung eines jüdischen Waisenhauses zu Warschau. Der „Moniteur d'Algerie" veröffentlicht folgendes Telegramm des Generals Nauheim. Darmstadt, 23. August. Die heutige Sitzung der zweiten Kammer wurde eröffnet mit einer Recommunication Der ersten Kammer bezüglich Der Vorlage großh. Ministeriums des Innern, Den Gesetzentwurf, Die Versicherung von Mobilien in Feuerversicherungsanstalten betr. Das Wort ergriff zuerst Reg. - Kommissär v. Lehmann. Die Negierung theile den Wunsch nach Vereinbarung mit den Kammern, Die beide Die Abgabe von 5 pEt. Brutto-Prämieneinnahmen auf 2 pEt. herabgesetzt hätten. Die erste Kammer nähere sich jedoch der Regierung mehr; auf ihren Beschlüssen als Basis sei eine Vereinigung leichter. Der durch Die Herabsetzung entstehende Ausfall von 5—6000 fl. sei nicht zu decken und doch seien cs nöthige Ausgaben; so z. B- die 2000 fl. an den Verein zur Unterstützung entlassener Sträflinge, 2000 fl. an die StaatsunterstützungScasse rc. Abg. Hall» wachs, Referent:' Die Regierung müsse ihren Standpunkt aufgeben, sie müsse einsehen, daß Die Kammer Die Kapitalzinsen nicht fortgesetzt zum Kapital aufwachsen lassen Dürfe, ohne einen Dispositionsfonds auf ewig zu verwilligen. Wenn absolut nöthige Ausgaben zu machen seien, werde sie die Kammer auch bewilligen. Abg. Dernburg will von Der Regierung sowohl als auch vom Referenten eine genaue Interpretation Des in Frage stehenden Ausschußantrags, ob nicht etwa die Deutung von einem von beiden mit unterlaufe, Daß die Stände sich durch Annahme desselben vertragsmäßig verpflichteten, von jetzt ab ständig, auch wenn durch Reichsgesetzgebung diese Abgaben abgeschafft seien, diese 12,000 st. zu bezahlen. Von beiden Seiten werden genügende Erklärungen gegeben und von Abg. Golb- mann Daraus ein noch versöhnlicherer Antrag gestellt, welcher die von Der ersten Kammer genehmigten 16,000 fl., jeDoch ohne Einrechnung Der Kapitalzinsen, be- 3) Bekanntmachung, die Stellvertretung im Militärdienst zurückgestellter!willigen will. Dieser Antrag, von Den Abgg. Fink und Zentgraf, Der erklärte, Leute betreffenD. Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit deslsich mit vier MitglieDern des Ausschusses demselben anzuschließen, unterstützt, wurde A2 t[' 8er. iudfihnttn m fn,öf‘l °'cht £ J* Mta. 8oiaMft|»ndtii De-zaudt. ^""»aisekialißch tu ttffl Knedhvf. 1If in ^iroftatt. frt®ttn Cr6tn6. ^tvß haben 8fltr, ^-bach-zurßeM llt präfen« 6Nttilch Mtyer, Blntiviestt |u Hon. i Klkiibsuaussehrr uiebdcamt 5Rain|, W. « hl Ärris. M&at Cpptnjtim, U'Attschch |U tei, au liegen juill ; 4) ax 31. Juli stet Lchulz unter !-!» bei tlw Br« dcv L^tgcnchtk i t:o Lantgttichte ii ttr katholischtu it eitert katholische . Naittz zu über« Hoheit ter Gtoj- iitgtrufctttoer btt ^chscchto — unb ju Sunbtim, in SiabtB-eWtflc Sehailt wi 600 ttphai zu |i Mtudach, im .utzl Jianjitüt zu iibfllu tu 986 jl (■ Mwtfl< ,B IiBbrinitn, im Lischt Jprrptüt zu 17 ft. 44 fr. «rüB- *.;D8 W^rrflöK n. ii Jlrtift 8tfP ‘^ftgfltli 6) Dir ... diri sahrlichtu V V®rofc*u' utt zu ***r . . u . 10) W •'?’ gu'nnee ®el«lu „güonitie farf' 7>«, ter peiM'1' Aircinle et«' .2 u fr*'!' L »tM I“ w ein« e £t|1 'l ' fit »’j ' Ikt te. <* cjarirr ®“'11 ■' 7,4 tir 8°* ,°N°dW «»w Aeei «°> 2 je6 ' ;i» eil 1‘4 J; Jr iwflj xfAjM I aut' .. ^^ (ß-nn fin- etne und SrUraitS Am 27. August: KB KB m fran* und eine die Lig^e für völkerrechtswidrig, habe sie aufgelöst der Gerichte vor. Das brasilianische Kaiserpaar ist gestern hier An Stelle des außerordentlichen Professors Dr. Uni- behalte sich das Einschreiten Berlin, 24. August. getroffen. München, 22. Aug. Friedrich, dessen Wahl zum G o t t c S d i e n st. / Morgens: Pfarrer Landmann. \ Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 27. August bis. 2. September besorgt Pfarrer Landmann. darauf, nachdem alle gegen 5 Stimmen sich gegen Beitritt zu dem Beschluß der ersten Kammer ausgesprochen hatten, mit allen gegen 6 Stimmen bejaht. In Stimme weniger als Dr. Friedrich erhalten hatte, ernannt worden. Ostende, 23. Aug. Das deutsche Kronprinzenpaar ist hier eingetroffen Abends weiter gereist. Versailles, 23. Aug. Im Gerichtssaal des Kriegsgerichts circulirt gedruckte Lertheidigungsschrift Ferre'S, welche die Negierung angreift und Eommune vertheidigt. Graz, 22. Aug. Gestern wurde von einem Beamten des Stadtraths in gerichtlichem Auftrag bei sieben Kaufleuten eine strenge Durchsuchung ihrer Laden oorgenommen und alle Waffen, die sich vorfanden, als: Degenstöcke, Revolver und Terzerole, confiscirl. Der Fall erregt größtes Aufsehen, weil die Kaufleute diese Gegenstände seit Jahren auf dem Lager hatten und ohne Anstand seitens der Behörden damit Handel trieben. Die Untersuchung ist bereits beim Bezirksgerichte anhängig. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde z n Glesien. lebhafter Debatte wurde sodann Nummer 2 der Tagesordnung, die Vorlage großh. Ministeriums des Innern, die Gewährung von Beihülfen an Angehörige der Reserve und der Landwehr betreffend, berathen. Der Ausschuß beantragt: „Die Kammer wolle zu dem VertheilungSmodus, wie ihn großh. Staatsregierung vor- geschlagen, zu Nr. 1, 2, 3 ihre Zustimmung ertheilen, jedoch die Bitte beizufügen, zu 2 a. in den in diesem Berichte angedeuteten Fällen Unterstützung eintreten zu lassen und zu 21). in der angegebenen Weise unverzinsliche Darlehen zu geben." Abg. Edinger: Das bittere Gefühl, das wohl fast bei Jedem durch die Dotationsfrage erregt worden fei, werde durch die Vertheilung der Unterstützung zu der rubricirten Beihülfe noch verschärft. Lohnarbeiter sollten ausgeschlossen sein. Auch Lohnarbeiter könnten sich etwas ersparen, und dieses wenige Ersparte sei jedenfalls während des Krieges aufgezehrt worden. Er beantragte, daß sie wie alle anderen berücksichtigt würden. RegierungS-Commiffär Lehmann erklärt, daß dieser Ausschluß der Lohnarbeiter nicht existire. Abg. Dernburg tadelt mit harten Worten die Verzögerung der Untcrstützungsvertheilungen. In zwei Monaten sei noch nichts geschehen. Er stelle in Gemeinschaft mit den Abgg. Metz, K. I. Hoffmann, v. Wedekind und Edinger den Antrag, „daß die Kammer ihre Bereitwilligkeit auöspreche, auf Vorlage eine weitere Summe für Beihülfe an Angehörige der Frischbäcker j u Girsien. Sonntag den 27. August. Louis Kämmerer auf dem Selterswcg, Jacob Nonstadt in der Neustadt und C-ristian Jughardt in der Wallthorstraße. Reserve und Landwehr zur Verfügung zu stellen." Reg.-Commissär Lehmann weist den Vorwurf der Verzögerung zurück; wenn eine solche vorhanden fei, so habe Dernburg selbst die Schuld, weil auf seine Anregung die Sache vor der Kammer verhandelt worden sei. Eine Mehrbewilligung sei wahrscheinlich nicht nöthig, da die Vertheilung der Gelder nach der Einwohnerzahl erfolgte und wir eine viel geringere Anzahl von Landwehr besitzen, als Preußen. Abg. Hallwachs: Die erste Pflicht der Kammer fei, sich bereit zu erklären, jedes Deficit zu bewilligen, dak für diese Sache entstanden. Er will in erster Linie fchenkweise, in zweiter leih- weise, aber unverzinste, und erst in dritter Linie verzinste leihweise Unterstützung. Abg. Schäfer: Die Regierung solle gleich bezahlen in dringenden Fällen. Geschenke jedoch solle man unnöthig nicht machen; sie demüthigten. Abg. Metz: Die Regierung solle nicht ängstlich sein mit Ausgaben in dieser Richtung; er bewillige gern jedes Deficit, ohne eine mäkelnde Kritik. Aber dennoch schließe er sich der Ansicht an, die das schenkweise Geben im Princip als unpraktisch verwerfe. Abg. Kemps erklärt sich für den Antrag Dernburg. RegierungScommissär Lehmann erklärt, daß Das, was an der Regierungsvorlage Anlaß zu Bedenklichkeiten gebe, jeder Zeit gestrichen werden könne. Nach einigen Worten des Berichterstatters Abg. Löw wurde der Ausschußantrag mit allen gegen eine Stimme angenommen, der von Dernburg und Eons, mit großer Majorität. Drei Vorstellungen an die Kammer wurden darauf abgewiefen und der Antrag des Abg. Vollhard auf Steuer- freiheit von Soldaten in mobilem Verhältniß für ein Vermögen von unter 1500 fl. ohne jede Debatte einstimmig genehmigt. Berlin, 21. Aug. Der „Volkszeitung" entnehmen wir Folgendes: „Wer je Gelegenheit gehabt hat, feinen Hunger während feiner Soldatenzeit in der Cafernenmenage stillen zu müssen, wird sich wohl erinnern, daß Herrlichkeiten da gerade nicht geboten werden, sondern daß lediglich der Hunger es ist, Der die Einnahme der gereichten Speisen erzwingt. In mehreren Casernen ist jedoch selbst Der Hunger jetzt nicht mehr im Stande, die Leute zum Essen zu bewegen, weil die Speisen zu schlecht zubereitet sind und die dazu verwendeten Stoffe Alles zu wünschen übrig lassen. Unsere Soldaten haben sich während des Kriegs, wo sie sich durchweg eigenhändig ihr Mittagbrod zubereiten mußten, wahrscheinlich nicht verwöhnt, die Klagen über die schlechte Kost müssen daher wohl wahr sein und wir selbst hatten Gelegenheit, zu sehen, daß Leute ihre letzten Pfennige in Brod oder Salzkuchen anlegten, um nur nicht die Easernenmenage genießen zu Dürfen. Dazu kommt Die übergroße Sparsamkeit in jenen Küchen: jeDen Mittwoch unD jeden 31. des Monats erhalten die Leute kein Fleisch! Noch jetzt werden fortwährend große Einkäufe von alten Kartoffeln gemacht. Sollen solche Zustände wohl geeignet fein, den Gesundheitszustand unserer Garnison zu heben?" t Berlin, 23. August. Die Arbeitseinstellungen in Berlin nehmen mit ihrer größeren Ausdehnung immer mehr Den Charakter eines Klaffenkampfes an, nicht mehr Die Erringung eines höheren Lohnsatzes oder einer kürzeren Arbeitszeit steht allein auf Dem Panier Der Gesellen, sondern das „Tod dem Capital" wird von den Strikcnden in allen möglichen Tonarten variirt und nimmt um so mehr Beachtung in Anspruch, als die Arbeiter aller Berufszweige durch Die aufopfernde Unterstützung Der Arbeitseinstellungen mit Den Endzielen Derselben sich einverstanDen erklären. Diese Erkenntniß verfehlt Denn auch ihre Rückwirkung auf Die Arbeit- geber nicht, und überall, wo die Arbeitnehmer in corpore mit weitgehenden Anforderungen hervortreten, finden sie sich gegenüber eine geschloffene Phalanx Der Arbeitgeber, was bisher nie Der Fall war. Es striken zur Zeit ca. 3000 Maurer, 500 Maschinenbauer und etwa 6000 Tischler, zusammen also rund 10,000 grob- ertoerber, Die ihre Familien mit einer unzureichenDen Unterstützung (IO.—2 Xblr. pro Woche), sowie mit Der Verpfändung und dem Verkauf aller entbehrlichen Gegenstände erhalten müssen; die Zahl Der sinkenden Tischler dürfte sich in den nächsten Tagen noch um Die Hälfte vermehren. Daß Die Maurer in Der angegebenen Stärke sich noch vom Bauplatze fern halten, ist kein besondere« Zeichen ihrer Klugheit; ihre Sache ist vollständig verloren nach beinahe sechswöchigem Kampfe, und die Meister, die bei den Baukontrakten das bereitwilligste Entgegenkommen finden, bemühen sich eifrig, Gesellen von auswärts zur Fertig- stellung der nothwendigsten Arbeiten heranzuziehen, wobei sie von einzelnen Eisen- bahndtrektionen Durch Gewährung ermäßigter Fahrpreise für Die zureisenden Ge- Mn unterstützt werden. Der Strike Der Maurer hat ausschließlich Den Gesellen empfindlichen Schaden zugefügt, Denn was Meister und Bauherren etwa Durch verspätete Benutzung Der Neubauten einbüßen, gewinnen sie Doppelt an Dem Bezug Der Ziegelsteine, Deren Preis biß über Die Hälfte herabgegangen ist. — Noch schlimmer sind Die ca. 1000 Maschinenbauer Daran, welche vor vierzehn Tagen die Arbeit in Der hiesigen NordDeutschen Wagenfabrik einstellten; ein Theil Der größeren Fabrikbesitzer hat einen Kartei abgeschlossen, keinen strikenden Arbeiter zu beschäftigen, so Daß Den Leuten nichts weiter übrig bleibt, als ausländischen Agenten in die Hände zu fallen, von Denen bereits 400—500 nach England engagirt sind. — Was endlich Die seit Montag strikenden Tischler anlangt, so wird auch Diese Arbeitseinstellung voraussichtlich nicht so glatt und schnell verlaufen, wie Die Agitatoren Den Leuten glauben machen wollen; Die meisten Der Meister sinD eben außer Stande, Die exorbitante Forderung von 25 Procent Lohnerhöhung und Reduktion Der jetzt 11 stündigen Arbeitszeit auf 9y2 Stunden ohne weiteres zu bewilligen, und beschlossen sie deßhalb gestern in zahlreicher Versammlung, Die Forderung pure abzulehnen. — Nur einer Berufsklasse, Den Barbieren, wird ohne Zweifel Die vom 1. September ab in Aussicht genommene Erhöhung des Barbierlohnes von sechs Pfennigen auf einen Silbergroschen an- lancslos bewilligt werden, weil eben Diese Forderung eine durchaus gerechte ist und in anständigster Weise vorgebracht wird. Berlin, 24. Aug. Der Deutsche Geschäftsträger in Paris, Graf Waldersee, ».fragte Den französischen Minister Des Auswärtigen vorgestern wegen Der .Ligue De Oclivrance d'Alsace et Lorraine". Minister v. Remusat antwortete, Die zösische Regierung halte Die . _ Senator der theologischen Facultät an hiesiger ..... versität bekanntlich vom König nicht bestätigt worden, ist Der Gegencandidat, ordentlicher Professor Dr. Reichl, welcher übrigens bei der Wahl nur um Allgemeiner Anzeiger» Besondere Bekanntmachungen. Gläubiger - Aufforderung. 3586) Forderungen an den geringen Nachlaß des verstorbenen Lorenz Jung von Staufenberg sind, soweit dies noch nicht geschehen, bis zum 15. September dieses Jahres bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung bei dessen Vertheilung dahier anzumelden. Gießen, den 20. August 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Hellmann, Landrichter. Landger.-Assessor. Betr.: Das Ableben des Georg Zecher und dessen Ehefrau, geb. Schmandt, von Grimberg. Oeffeiitliche Aufforderunq. 3471) Forderungen jeder Art an die verstorbenen Georg Zecher's Eheleute, an ken verstorbenen Johannes Zecher, so- vte an die Johannes Zecher's Ehefrau von Grünberg, sind sogewiß binnen vier Wochen a dato bei unterzeichnetem "Gerichte geltend zu machen, als sonst bei Regelung des rubricirten Nachlasses auf dieselben keine Rücksicht genommen wird. Grünberg, am 3. August 1871. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landger.-Assessor. Versteigerungen. Versteigerung von Utensilien. 3570) Künftigen Mittwoch, den 30. d. Mts., Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, und den folgenden Tag, werden in den Baracken an der Klein-Lindener Chaussee dahier nachverzeichnete meistens noch gut erhaltene Utensilien, als: Bettteppiche, Betttücher, Handtücher, Bettdecken, Pfühle, Seegrasmatraßen, Strohsäcke, eiserne Bettstellen, Oefen, Kochheerde, eiserne und kupferne Kessel, Tische,! Bänke, eiserne Stühle, Steinkohlenge- 3572) Montag den 28. August, Morgens 9 Uhr, sollen zwei an der Gailischen Wollenspinnerei gelegene Aecker mit Hafer versteigert werden. Heuchelheim, den 24. August 1871. Conrad Waldsch inidt. ArbeitSversteiflenmq zu Rodhetm. 3577) Dienstag den 29. August, Morgens um 7 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachstehende 432 12 24. August 10 10 Kiesdecken, Schmiedearbeit, Rodheim, den Der Bürgermeister: Bende r. säße, schwarzwälder Uhren, Laternen, Lei- zur Erbauung einer Brücke über den Bietern, Fenster-Rouleau, Weißzeugschränke ' berbach vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, unter den int Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu Steinbrechen. Fahren und Aufsetzen derselben, veranschl. zu 97 226 77 40 5 69 1871. 6 6 7 Lieferung von eisernen Trag ballen, veranschlagt zu . . u. a. in. geyen gleich baare Zahlung öffentlich ver- stergert. Die Großh. Bürgermeister der Umgegend! werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 21. August 1871. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Kalbfleisch, Stabsquartiermeister. Planirarbeit, veranschl. zu Zimmerarbeit, „ „ Chaussirarbeit, „ „ Thlr. Sgr. 156 — 3578) Durch das Schuldenwesen deS Georg 91 in b o r n in Lebrbach soll Freitag den 1. September l. I., des Vormittags 9 Uhr, die sog. Retschenhäuser-Müble mit 2 Mabl und 1 Schlaggang (an der Staatsstraße pfiehlt ut. li Marinirte 1149) EinmacheWe Lrauermalz, I. A- Busch Sohne. E. Pitt Han. beste Qualität, bei (3590) Entree jedesmal 6 fr. richt ertheilt beit bei Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. S. Katzenstein, Holzhandlung. Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, gefiel Abonnent Es Religioiis-ö 1444) Röder'sche Patent-Kochherde, sowie verschiedene andere Sorten von Herden in schöner Auswahl, empfehlen Flick & Kröll. Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 Place du Molard, 2. „ 3585) Ein Vorhang von einer Deichsel gefunden. Abzuholen gegen Erstattung der Jnseratgebühren bei I. Pitzer, Hintergasse. Gg. Meininger, Sonnenstraße 57. 3160) In unserem Nebenbause ist ein Loais an eine stille Familie zu vermietheu irib Anfangs October zu beziehen. Flick & Kröll. in dem Rall Säi Wahl mit b wird und bn Giei HAASENSTEIN& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, 3532) Bergleute jeder Arbeiterklasse finden fortwährend Beschäftigung auf den Ober-Notzbacher Gruben der unterzeichneten Grubenverwaltung und können jederzeit unter den üblichen reglementmäßigen Bedingungen für den Ein- und Austritt in den Knappschaftsverband mit voller Berechtigung eintreten. Friedberg L d. Wetterau, im Aug. 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau- Gesellschaft. Stifft. Vermischte Anzeigen. 3557) Mehrere Schuhmacher finden Ar- 3589) Sonntag den 27. und Montag den 28. August: Kirchweihfest )u Wirseck. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und ladet ergebenst ein Georg Lenz. 3584) Sonntag den 27. und Montag dm 28. August: Kirchweihfest zu Wieseck, wozu ergebenst einladet Gerhard Schneider. NB. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Musikwerke und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnetten, Himmelsstimmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen,Empfiehlt (2587) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. Neue englische Bückinge zum Rohessen sind eingetroffen. (3574) I. A. Busch Söhne. Annonce. 3582) Trockenes, splind- und fehlerfreies flavonisches Eichenholz, in Stärken von 1a bis V, em- 3580) Frucht-, Mehl- und Kartoffel- fäcke empfiehlt Julius Wallach. Huuyadi Jänos-Bilterqnelle in Ofen. 3470) Dieses rühmlichst bekannte Mineralwasser enthält alle in solchen Bitterquellen vorkommenden heilwirkenden Bestandteile in so glücklichen Verhältnissen und so ungewöhnlicher Menge, dass ihm unter allen gleichartigen Wassern sowohl in Bezug des Geschmackes als der Wirkungen unbedingt der Vorrang gebührt, Herr Baron Justus v. Lie- loig, Präsident der kön. bairischen Academie der Wissenschaften in München, begleitet seine Analyse mit folgenden Gutachten : „Der Gehalt des Hunyadi - Jänos - Bitterwassers an Bittersalz und Glaubersalz „übertrifft den aller anderen bekannten Bitterquellen , und es ist nicht zu bezweifeln, dass dessen Wirksamkeit damit im Verhältniss steht “ J. v. Liebig. Das Hunyadi-Janos-Bitterwasser ist zu haben : in Giessen bei Herrn Julius Wallach. Andreas Saxlehner in Pcsth, Eigenthümer der Hunyadi Janos-Kitter quelle.. ym j.,' des 9rr>, 1° Glirtcnwirthslhast vonL. Busch Wittloe. Samstag den 26. und Sonntag den 27. August: Humoristisches Tyroler-Loncert, ausgeführt von der Tyroler Singspiel-Gesellschaft Peter aus Innsbruck in ihrem Original- National-Costüm. Samstag: Aufang 8 Uhr Abends. Sonntag: Anfang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. WestphoLischer.Hof. 3583) Sonntag den 27. d. Mts. Concert von 4 bis 7 Uhr. Hierauf Tanzmusik bis 12 Uhr. Eintritt für Concert 6 fr., für Tanzmusik 18 fr. Feuerwerk im Freien und im Saale. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. K. Braubach. B bezogen' 10- grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50 ; mnaftftott ttttb 3573) Den verehrten Damen diene hier- unv mit Jur Nachricht, daß ich mit dem 1. Sep- NealsclHUlerN Lvtvd Unter-!tember wieder einen Cursus im Anfertigen • * ' *< •<«. ♦!üon Damenkleidern dahier eröffnen werde. ♦ vi- ^j^heilnehmerinnen werden um baldige Mel- !dung gebeten. Auch nehme ich Prioat- stnnden an.C. Schneider. Neuenbäuen B. 83. Sparverein „Germania." 3576) Heute Freitag Abend 9 Uhr: Generalversamm lun g im Vereins-Local. Der Ausschuß. 3587) Ein braves Mädchen, mit Küche und Hausarbeit vertraut, wird auf Michaeli nach Darmstadt in Dienst gesucht. Näheres bei Ed. Lind. 3575) Ein zuverlässiges und mit guten | Zeugnissen versehenes Dienstmädchen wird- gegen entsprechenden Lohn auf Michaeli inj Dienst gesucht in Lit. E- Nr. 80, Seltersberg, j 3569) Ein tüchtiges, zuverlässiges | Dienstmädchen wird auf Michaeli für eine kleine Familie' gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.' Dir ß W-?oljnng die Ltibthalü lttzi Au drüiagliv^ig punkte tu t( neuen Oltnun stnbtnden Glti kenn Pilsove «'cht virklich iich in dem t kin enischüde dar Vrnveil- Vesähtdung ttktärt hat, tekch f Wr unter l°»g der Fr, Wendung gkb- uach bem dis Man hat Ta S-'tbt und g Ichonungslohi "elnichtet, un !'°"?trasßei OltL lächerliche xbvten, hm Brdeutu l>»care unb, hat. der t panisch gSS Prt|N jrßf dein ßrih Mlh.. ' 3531) In dem neu erbauten Hause der Katzenstein'schen Besitzung sind zwei neu eingerichtete Familienwohnungen zu vermie- then und sofort zu beziehen. Reflectanten wollen sich in meine Wohnung bemühen. B. Katz en stein, Neustadt Nr. 205. 3547) In meinem Hause ist ein Familienlogis mit allem Zubehör zu vermiethen und alsbald beziehbar. Louis Lotz. 3307) In dem Eduard Strack'schen Hause ist ein Familienlogis zu vermiethen 1 Renten- und Lebensversicherungs - Anstalt zu Darmstadt. I. Versicherung steigender Renten, auf Gleichberechtigung und Erbver- brüderung beruhend, wobei volle Einlage von 100 fl-, sowie in jüngeren Altersklassen Theileinlagen von 10 bis 60 fl-, und Nachzahlungen von 5 fl- an zulässig sind. Die jährliche Rente einer vollen Einlage von 100 fl. kann bis zu 150 fl. anwachsen; sie beträgt bereits 1871 für die Jahresgesellschaften von 1844 1845 1846 in den ältesten Klaffen......53 fl. 9 kr. 23 fl. 25 fr. 30 fl. 15 fr. Eine neue Jahresgesellschaft, die 14., ist in Bildung begriffen; Beitrittserflärungen dazu werden baldigst erbeten. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapitalien auf den Todes- und Lebensfall, und zu Ausstattungen, als auch von Leibrenten, Wittwenpcnsionen u. s. w. Die Versicherungsbeiträge find gering und der Versicherte ist ;u feinerlei Nachzahlung verpflichtet. Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 pCt. verstärkten und vollständig sicher gestellten Prämien-Reseive ist das bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Nentenkapitalvermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Formulare zu Anträgen auf Renten-, Lebens- und anderen Versicherungen, sowie Statuten, Prospekte und etwa gewünschte Aufschlüsse bei dem Agenten der Anstalt: Lehrer Wilhelm Blum zu Groß-Buseck. Holländische Vollhäringe, pr. Stück 6 fr., empfehlen I. A. Busch Söhne. 6063) Textor'sches Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. Flasche 7 fr., von L. Textor, im Darmstädter Haus 3316) Flaschenbier ä 6 fr-, frei in's Haus geliefert, bei Georg Dörr, Kirchenplatz. VsrmisthungeN. 3554) Ein möblirtes Zimmer zu Dermin then. Wallthor Lit. A. Nr. 152.__________ 3549) Ein möblirtes Mansarden-Zimmer nebst Cabinet ist zu vermiethen bei __________________L. Busch Wittwe. 3021) Das seither von Frau Pfarrer re cf mann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1. October ai zu beziehen __________________________ 3564) Eine kleine Wohnung in dem Brau- ' ofgarten ist an eine stille Familie zu vermiethen und den 1. October beziehbar. '__________________Emil Pi st or. FsilgedoteneS. ß Kiescnmdtl - Extrakt, frische Sendung, eingetroffen bei ________________Julius Wallach. 3560) Ein Mchlcylinder und zwei Gricsputzmaschincn, im besten Zustande, werden abgegeben. Gießen, im August 1871. Franz Peppler & Comp. 3477) Frankfurter Flaschenbier, ä 8 fr., frei in's Haus geliefert, bei Georg Dörr, Kirchenplatz. 3579) Sonntag den 27. und Montag den 28. August: Mrchweihfest in Wirstck, wozu freundlichst einladet Wirth Georg Erb. Flechtenkrauke und Brustleidende heilt Dr. Iochhcim in Darmstadt, Lud- wigsplatz.__(2478) 3508) Einem soliden und gebildeten Manne ist Gelegenheit geboten, sich monatlich in den Städten Oberhessens bei einiger Thä- tigkcit 30 bis 40 fl. und mehr, außer seinem bisherigen Wirkungskreise zu verdienen. Gefällige Franco-Offerten an die Exped- d- Bltts. unter V. W. Nr- 36., 3234) Ein fast noch neuer Sessel mit ~ Rohrsitz ist zu verfaufen- Näheres bei der o4Jo) CStl