Helt" 'S)1" ir ^talvq IW, »uqend- A. ist klangey t a M. SSrctö vlrctrijahrtg 1 fJ- 12 ft. mit Bringerlohn. Durch dir Post bezogen vierteljährig 1 kl. 27 K. Erscheint täglich, mtt ÄuS> nähme MontagS. EH-edition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kieszen. Ne. 273. Samstag den 25. November 1871. Brodpreise vom 23. November bis 1. Detember 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte« Brod 22 ft. 2 Pfund gemischtes Brod II fr. 4 Pfund Roggenbrod 19 fr. 2 Pfund Roggenbrod 9>/z fr. Amtlicher T b e i l. M-N, eifert. Ol. lOigen Je- e Ammer , die noch tnbem die- vom I. lirn- atzgela-r ja ne. iiimn. ei liigsee, crsiellung der u rten seidener, usgesäröt und x-mfffniw IN. tu« und Er r w* V > £»*•' I, mM !rtt *»* Gießen, am 16. November 1871. Betreffend: Die Aufnahme der Viehstandstabellen für das Jahr 1871. _ Das Großhrrfügliche Krkisamt Gießrn SN die Großherfoglichen Bürgenneistereien des Kreises. Wir werden Ihnen durch die Post die Formnlarien für die Aufstellung der Viehstandstabellen znstellen und fordern Sie auf, die Uebersichten für das Jahr 1871, unseren Ausschreiben vom 19. November 1862 nnd 16. Siovcmber 1863 (Nr. 13 des Amtsblattes von 1862 und Nr. 10 des Amtsblattes von 1863) entsprechend, am 3. Dccember d. I. aufzustellen und bis zum 20. Dcccmbcr d. I. in doppelter Ausfertigung an uns einzusenden. Soweit einzelnen Bürgermeistereien besondere Gemarkungen zngewiesen sind, sind für diese getrennte Ueberschriften aufzustellen. In Verhinderung des Kreisraths : Kekulö, Kreisassessor. Gießen, am 9. November 1871. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes wegen der Kriegsleistungen und deren Vergütung. * t . Das Kro»I)krr»g!ichc Krrisamt Gießen an die Großherfoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf die Ihnen mitgetheilten ÄuSfchreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 28. December 1870, iu Nr M. d. I. 12080, und 17. Juli 1871, zu Nr. M. d. I. 7524, fordern wir Sie auf, die Liquidationen über die Leistungen der Gemeinden während des Kriegs (mit Ausnahme der Kriegsfuhren) in doppelter Ausfertigung und unter Anschluß der dazugehörigen Belege längstens bis zum 1. December l. I. an uns einzusenden. In Verhinderung des Kreisraihs: Kekuls, Krei^assessor. Bekanntmachung. Nachdem von dem Gemeinderathe der Gemeinde Garbentcich.bie Erbauung eines Dicinalwcgs von Garbcnteich nach Dorf-Gill beschlossen und gegen dieienigen Grnndeigenthümer der Gemarkung Garbenteich, welche die Abtretung des von ihnen in Anspruch genommenen Geländes im Wege freier Ucbcreinkunft abgclehnt haben die Anwendung des Gesetzes vom 27. Mai 1821, die Abtretung von Privateigenthnm für öffentliche Zwecke betreffend, beantragt worden ist, anch die Wegrichtnng festgestellt und die Abtretung des erforderlichen Geländes für nothwendig erklärt worden ist, wird hiermit bekannt gemacht, daß der Plan nebst einem Verzeichniß der Grundeigenthümcr, deren Gelände in Anspruch genommen wird, und der abzutretenden Flächen acht Tage lang von Montag den 27. November bis Dienstag den 5. December d. I. während der gewöhnlichen Geschäftsstunden auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Garbcnteich zur Einsicht der Betheiligten offen gelegt und daß die nach Art. 3 bezw. 4 des Gesetzes gebildete Commission, in welche berufen worden sind der Großherzogliche Kreisassessor Keknlä von Gießen, als Vertreter des Kreisamts, das Gemeinderaths-Mitglied Melchior Wahl von Garbenteich, als Vertreter des bei der Abtretnng selbst betheiligten Großherzog- lichen Bürgermeisters, das Gemeinderaths-Mitglied Jacob Wallbott V. von Garbcnteich, das Gemeinderaths-Mitglied Conrad Hinterländer von da, und der Bezirksbauaufseher Körner von Gießen als Kunstverständiger, zur Entgegennahme der Einwendungen der Betheiligten und zur Verhandlung Mittwoch den 6. December d. I., VornnttagS 10 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, in dem Gcmeindehaufe zu Garbentcich Die Grnndeigenthümer werden zugleich aufgefordert, ihre etwaigen Einwendungen, sowohl dagegen, daß der Zweck, für welchen die Abtretung verlangt wird ein wohlthätiger öffentlicher sei, als gegen die Abtretnng des in Anspruch genommenen Geländes, bei Meidung des Ansschluffes, innerhalb der anaeaebenen Zeit bei der Commission geltend zu machen und zur Verhandlung mit derselben über die zu gewährende Entschädigung eingeladen. Sollte verlangt werden daß an Stelle eines der vorgenannten Ortsvorstandsmitglieder ein Mitglied des Ortsvorstandes einer benachbarten Gemeinde in die Commission eintrete, so ist dieses Verlangen bis zum 2. December d. I. spätestens bei dem unterzeichneten Kreisamte vorzubringen. Gießen, am 21. November 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. N ö d e r. PoItt i s ch e r r b e t I. 24. November. In Spanien hat man es doch glücklich wieder zu einer Mmisterlnsis gebracht. Nachdem das gegenwärtige Ministerium in der Frage wegen der „Internationale" über die Zorillisten obgcsiegt hatte, ist es einer Coalition der Carlisten und Radikalen, der weiften und rothen Fahne, unterlegen, indem diese es durchsetzte, daft der carlistische Antrag auf „Wiederherstellung der religiösen Genossenschaften und Aufhebung der bezüglichen Dekrete Der constituirenden Cortes" nicht, wie die Regierung verlangt, vorher an die Abteilungen verwiesen wurde DaS Cabiuet sah sich in die Minorität versetzt und reichte seine Demission ein, wie es der parlamentarische Brauch will. Ein anderes wird kommen und binnen Kurzem dieselben Wege wandeln und so weiter, mit Grazie. Denn in diesem wunderbaren Lande Spanien scheint man wirklich zu dem Ergebnift gekommen zu sein, daft das Regieren Nebensache und die konstitutionellen Jnstltutionen nur d 'zu vorhanden seien, Ministerien zu erheben und zu stürzen, wobei denn auch manchmal eine Dynastie mit in die Brüche geht, ohne daft dadurch in den Zuständen de- Landes eine wirkliche Umwandlung eintritt. Alle Verfassungsänderungen, alle Revolutionen in Spanien — und die iberische Halbinsel ist ja das gesegnete Land Der Revolutionen — haben nur dazu gedient, dussclbe an die — Anarchie zu gewöhnen, und man darf sich daher auch nicht darüber wundern, daft die ihrem Begriff nach sich principiell am meisten widersprechenden Parteien jeweilig zum Sturz eines Cablnets sich vereinigen. Ihrer politischen Reputation vergeben sie nichts; denn die Principien dienen ihnen doch nur als oratorische Verzierungen bei den parlamentarischen Kämpfen — die Sache, um welche es sich handelt, bleibt doch immer — das Portefeuille. Die Coalition der Weißen und Rothen in Spanien und zwar auf Grund- läge einer Forderung des kirchlichen Interesses darf um so weniger überraschen, als die Farbenmischungen von Roth-Schwarz und Roth-Weiß überall sich vollziehen, daß die der gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung feindlichen Elemente sich überall begegnen, um den Krieg gemeinschaftlich zu führen. Sind wir doch erst dieser Tage von Neuem darauf hingewiesen worden, in welcher Cordialität Socialdemokratie und Legitimität sich zusammen zu finden wissen, und wie sehr ultramontane und radikale Presse beflissen sind, einander in die Hände zu arbeiten; natürlich jede Partei mit dem geheimen Hintergedanken, die Feucht des Sieges für sich allein zu verzehren. Indessen ist doch nicht zu übersehen, daß auch die Socialdemokratie, so gut wie die spanische Parteiagitation sehr gut die Vortheile zu schätzen weiß, welche denjenigen bereilstehen, welche gerade das Heft in Händen haben, und wenn wir auch den bekannten Führern alle mögliche Hingebung an das Gesammtintereffe des Arbeiterstandes zutrauen, fo haben sie jedenfalls bei dem Kampfe keinen Schaden. Es verdient wohl beherzigt zu werden, welche Betrachtungen der „Gcwerkvcrein" an den Rechenschaftsbericht der Commission des Berliner Tischlerstrike's knüpft. Er sagt: „Es haben von den eingegangencn 6006 Thalern die zusammen sinken- den Tischler Berlins in neun Wochen 4375 Thaler erhalten, während die Der- waltungvkosten sich auf Vie ungeheure Summe von 1156 Thaler beliefen. Also mehr als 25 Procent der gewährten Unterstützungen hat die Verwaltung verzehrt, und während die 7—8000 sinkenden Tischler zusammen 4375 Thaler erhielten, bezog der einzige Kassirer 169 Thaler, der Vorsitzende der Commission 89 Thlr., die acht besoldeten CommissionSmitglieder 240Tdaler und außerdem noch 19 Thlr. für ArbeitSversäumniß und schriftliche Arbeiten und 80Thaler Zehrungskosten bei den Sitzungen; also erhielten zehn Beamte 577 Thaler oder beinahe den siebenten Theil der Unterstützung für siebentausend Strikende." Man wird sich nach dieser Rechnung vielleicht zum Voraus sagen können, daß der Arbeiterstaat, wenn er einmal in die Existenz treten sollte, keineswegs eine sehr billige Regierung etabliren wird; jedenfalls aber ist aus diesem Beispiel das Resultat zu ziehen, daß der von der Socialdemokratie eingeleitete Klaffenkampf mindestens für die Agitatoren mit Annehmlichkeiten verbunden ist, welche ihnen jede Ausdehnung ihres Agilatione- berufs äußerst wünfchenSwerth machen muß. Man darf sich also nicht wundern, baß sie sich in jede Coalition zu finden wissen, und so ist auch die legitimistisch-radicale Coalition in Spanien erklärt. Portefeuilles werden jedenfalls zu vergeben sein, und von jedem Portefeuille hängen so viele Versorgungen ab, daß jede nicht am Ruder befindliche Partei alle Ursache hat, der herrschenden so lange Strike zu machen, bis sic rhr Platz macht, um denselben ebenso sehr auszunutze«, wie es die Vorgängerin gethan. Vielleicht liegt etwas für die Schätzung der Menschenwürde Demüthigendes in diesen Beobachtungen; aber man kann sich ihnen doch nicht entziehen, wenn sie durch offenkundige Thatsachen sich aufdrängen; und wenn auch die Hoffnung vergeblich wäre, daß in den Massen eine moralische Widerstandskraft gegen die gewerbsmäßige Ausbeutung und Agitation sich erheben könnte; um so ernster tritt an alle besonnenen Geister die Mahnung, sich jetzt wie immer, aber jetzt mehr als sonst, auf der Hut zu sein, daß dort, wo das politische und gesellschaftliche geben noch auf festen Fundamenten ruht, an diesen Fundamenten nicht gerüttelt werde. Und dies wird um so weniger der Fall sein, je mehr die politische Thätigkeit sich auf erreichbare Ziele hinlenkt und die praktischen Resultate über alle theoretische Haarspalterei setzt. Dieser Geist hat bisher über dem deutschen Reichstag gewaltet, und darum steigt der deutsche Bau von Tag zu Tag stattlicher empor, während in den Nach- barreichen und darüber hinaus die Ruinen sich häufen, und in der erschütternden Wiederholung immer neuer Krisen auch die noch stehenden Mauern in Trümmer fallen. _____________________ Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Gesetz, betreff, die Ergänzung des deutschen Strafgesetzbuches, lautet wie folgt: Einziger Artikel. Hinter §.130 des Strafgesetzbuchs für das deutsche Reich wird folgender neue §. 130 a. ringe- stellt: Ein Geistlicher oder anderer Religionsbiener, welcher in Ausübung oder in Veranlassung der Ausübung seines Berufs öffentlich vor einer Menschenmenge/ oder welcher in einer Kirche oder an einem anderen zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte von mehreren Angelegenheiten des Staates in einer Weise, welche den öffentlichen Frieden zu stören geeignet erscheint, zum Gegenstände einer Verkündigung oder Erörterung macht, wird mit GefängNiß bis zu zwei Jahren bestraft. — In den Motiven heißt es, nachdem auf gleichartige Strafvorschriften in den meisten anderen Gesetzgebungen hingewiesen, u. A.: „Der Geistliche steht vermöge seines Amtes dem Staate und der Gesellschaft gegenüber in einem besonderen Verhältnisse: er übt, indem er Glauben und Moral pflegt und lehrt, einen Einfluß auf den ganzen sittlichen Zustand, der seine weitere Wirkung nicht blos auf das innere Leben der Einzelnen, sondern auch auf die praktische Gestaltung der Lebensverhältnisse äußert. Begangene Ungchörigkeiten müssen daher in Folge der vesonderen Stellung der Geistlichen als ein vom Staate besonders zu ahndendes delictum proprium ausgefaßt und anders beurtheilt werden, als ähnliche von nicht in gleichem Verhältnisse stehenden Personen begangenen Handlungen... Daß das geistliche Amt in dieser Weise gemißbraucht werden könne, ist unleugbar, da seine Träger Menschen sind; daß es in dieser Weise wirklich mißbraucht sei, läßt sich erfahrungsmäßig nicht leugnen. Nun steht dem Geistlichen in seiner amtlichen Stellung dem Publikum gegenüber eine besonders gewichtige Autorität zur Seite. Er nimmt für seine Urtheile und Behauptungen das ganze Ansehen der Religion zu Hilfe. Man wird nicht die Meinung eines Einzelnen, sondern die Meinung der Kirche aus seinem Munde zu vernehmen glauben. Gerade auf diejenigen, welche Kirche und Nel'gion hochachten, wird er den sichersten und bestimmtesten Einfluß haben. Aufreizungen, welche den Frieden stören, Angriffe auf Gesetze und Staatseinrichtungen gewinnen daher, wenn sie von solcher Seile ausgehen, einen besonders gefährlichen Charakter: ihr Einfluß wird ein weit verbreiteter und tiefer sein und gerade auf denjenigen Theil der Bevölkerung wirken, auf dessen Gesinnung und Verhalten am meisten ankommt. Es wäre ein die wirklichen Verhältnisse leugnender Jrrthum, wenn man den Geistlichen, der das Gewicht kirchlichen Ansehens hat, hier mit jedem Andern, die öffentlich ihre Meinung äußern, auf eine Linie stellen wollte. Der von ihm begangene Mißbrauch ist objektiv gefährd licher und schädlicher, weil er das sittliche Band zwischen Regierung und Volk sicherer und tiefer lockert, er ist subjektiv strafwürdiger, weil dabei dos Heilige und Ehrwürdige gemißbraucht wird. Es rechtfertigt sich vollkommen, diesen Mißbrauch als ein delictum proprium zu quäl ficiren." Der Gesetzentwurf gegen Mißbrauch der Kanzel zu politischen Zwecken hat zwar in der Presse, wie auch in Reichstagskreisen lebhafte Anfechtungen erfahren, wird jedoä) unzweifelhaft die Majorität der Volksvertretung erhalten, lieber den praktischen Erfolg dieses Gesetzes gehen freilich die Ansichten sehr auseinander; das erste Resultat dürfte darin bestehen, daß die katholischen Kirchen einen erhöhten Reiz für einen großen Theil der katholi'.chm Bevölkerung erhalten werden. Die Ultramontanen, die ihre reichsfeindlichc Thätigkeit neuerdings bedeutend erhöht haben und überall da ihre Hebel onsrtzen, wo eS gilt, der Consolidirung des deutschen Reiches entgegenzuarbeiten, streben in der Provinz Hannover nach einem vollständig gemeinschaftlichen Zusammenwirken der Katholiken und Partiku- laristen. In den Versammlungen der sogenannten deutsch-hannöoer'schen Partei hat man die Wirksamkeit der katholischen Partei besonders belobt und scheint man an die demnächst statifindenoen Zusammenkünfte der preußischen Bischöfe in Hildesheim für eine über die ganze Provinz sich erstreckende Wirksamkeit der Ultramontanen große Hoffnungen zu knüpfen. Diese Agitation wird sicherlich ihre Früchte tragen und der preußischen Regierung ein Sporn sein, die Umtriebe des CleruS durch Aufhebung jeglicher Privilegien auf dem kirchlichen und UnterrichtSgcbiete unschädlich zu machen. Infolge der durch die polnische Politik des Grafen Andraffy hervorgerufenen Agitation der polnischen Nationalpartei in Galizien ist unter den Polen der Provinz Posen in den letzten Tagen eine so auffallende Regsamkeit hervorgetreten, daß die preußische Regierung bereits den Gedanken in Erwägung gezogen hat, für den Fall einer fortgesetzten Agitation der Ultramontanen und Polen Ausnahmezustände in einzelnen Distrikten dieser Provinz eintreten zu lassen und den General Vogel v. Falkenstein zum Generalgouverneur von Posen zu erheben. Wir dürfen wohl annehmen, daß die preußische Regierung hierbei nicht sowohl die unmittelbare Gefahr einer Erhebung in Posen, die uns noch sehr fern zu liegen scheint, in'S Auge gefaßt hat, als vielmehr einen Druck auf die Politik des österreichischen Ministers des Auswärtigen auszuüben beabsichtigt, dem dadurch ein Wink gegeben werden soll, wie man in Preußen über feine sogenannte galizische Ausgleichgpolitik denkt, bei der es sich weit weniger um die Consolidirung der österreichisch-ungari- schrn Monarchie als urn die Herstellung einer strategischen Basis in Galizien handelt. In dieser Auffassung werden sich unsere leitenden Staatsmänner nicht durch die Versicherungen der officiösen österreichischen Presse beirren lassen, daß Graf Andrassy's Entgegenkommen gegenüber den Polen nicht aus Motiven einer aggressiven Politik gegen Rußland, sondern lediglich aus dem Bestreben zu erklären sei, mit Hilfe der Polen eine feste parlamentarische Partei im österreichischen Reichs- rathe herzustellen. Dieses Streben kann nur von dem festen Entschluß des leitenden österreichischen Ministers Zeugniß geben, die innere Politik in Uebereinstimmung mit der äußeren zu bringen und alle Hindernisse zu beseitigen, welche einer event. Action nach Außen hin entgegenstehen. Die innere Politik der österreichischungarischen Monarchie bleibt selbstverständlich stets eine innere Angelegenheit und entzieht sich vollständig den Einwirkungen fremder Mächte; für uns Deutsche kann es indeß nicht gleichgiltig bleiben, auf welche Elemente sich jene Politik stützt, auf die deutschfeindlichen oder auf die deutschfreundlichen. Darmstadt, 23. November. Seine Grobherzogliche Hoheit Prinz Ludwig sind heute früh 6. 45 von London hier angekommen und werden morgen das Commando der Division wieder übernehmen. — Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Ludwig sind in erwünschtem Wohlsein in Sandringham bei dem Prinz und der Prinzessin von Wales zurückgeblieben und werden erst in einigen Tagen nach London und Windsor abreifen. Die Genesung der Kinder nimmt einen erfreulichen Verlauf. Offenbach, 22. November. Auf die letzthin mitgetheilte Kundmachung bet hiesigen Maschlnenfabrikanten an ihre Arbeiter, worin sie diese auffordern, am Montag (20. Nov.) sich zur Arbeit wieder einzufinden, verlegten die Maschinenbauer ihre für den Abend dieses Tages anberaumte Versammlung im „Grünen Baum" rasch auf Sonntag Abend, wo dann der Beschluß gefaßt wurde: auSzu- harren, nicht nachzugeben! Dieser Beschluß kann insofern ein einstimmiger genannt werden, als oppositionelle Elemente, die zur Verständigung mit den Fabrikherren riethen, wie man sich allgemein erzählt, aus jener Versammlung einfach an die Luft gesetzt wurcen. Am Montag erschienen denn nun auch zwar in der einen der hiesigen Maschinenfabriken nach und nach wieder beiläufig vier Fünftel, in anderen dagegen nur eine kleine Anzahl, in noch anderen gar keine der Arbeiter. Trotzdem darf eben wegen der Wiederaufnahme der Arbeit Seitens einer ansehnlichen Minorität die Coalition des Maschinenbauervereins als gesprengt bezeichnet werden, indem sich gar Manche dem von dort ausgeübten Terrorismus, der die Ueber- zeugung der Einzelnen für Nichts achtet, bereits zu entziehen und einzufehen beginnen, daß es ihnen größeren Nutzen bringt, sich mit den Fabrikanten gütlich zu verständigen, als auf die goldenen Berge zu hoffen, welche ihnen aus der Coalition erwachsen sollen. IDbngenS erfährt man, daß eine Deputation der feiernden Maschinenarbeiter vorige Woche auch in Darmstadt war, um bei der Regierung über die Schließung Der Fabriken Beschwerde zu führen. Als ihnen aber dort entgegnet wurde: „Wenn die Arbeiter Stcikes machen, kann dies den Fabrikanten doch auch nicht verboten werden" , vermochten sie gegen diese Logik Nichts weiter vorzubringen. Zwei Redner aus der Sonntags-Versammlung sollen übrigens wegen Schmähung des Reichsoberhaupts gefänglich eingezogen und nach Darmstadt verbracht worden sein. Marburg, 20. November. Hier circulirt eine Petition an Den Reichstag, weiche im Anschlüsse an Die von Köln ausgehende Adresse den Reichstag ersucht, für Ausweisung des Jesuiten - Ordens aus Deutschland Sorge tragen zu wollen. Die Bittschrift hat aus allen Kreisen dcr Bevölkerung Unterschriften gefunden. f Berlin, 22. November, lieber die Ruhestörungen, welche in Folge der durch die Ermordung eines deutschen Soldaten nothwendig geworbenen Maßregeln in Epernay stattgesunden haben, ist in sehr vetaillirter Weise hierher Bericht er* stattct worden. Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, ist bereits von hier aus der Befehl an das betreffende Dioistonscommando in Frankreich ergangen, die dort getroffenen Maßregeln b>s auf die Waffenablteferung einstweilen zurück- zunehmen. f Berlin, 22. November. Deutscher Reichstag. 27. Sitzung. Präsident Wism B'L Dai v 1) Dtii fitat für ,87_ D»ot1 Schj- 2) W IHM ffir 11 3) wMtijtr 8«i Satt«. 4) Dnl b-Il'ß tit 6r»ariu«6 werde, wenn Württemberg |d) der AM W rechtliche frage aus der 6* Verträge, daß nicht aber die i fei, und daß ei Ui datz Abg. £ entschuldigt M aus, daß es |i die zunächst lvs tritt dieser Ans der Württemberg wünscht, daj d> bergischen flam; damit tl nicht machen. — Mi austausch der v der Lage, seine Bei der i mn Fassung ar 5) Dritt Elsatz-Lothringe 6) Wahl dem Anträge di Wolffern und 1 werden für gült 7) Münd betreffend dir A antragt Nament der GeMsorc zu können, iß ni Hinweisung aus nsolgt ist. - 1 stktirü aus den Windthvrft des 43 und 5' Schluß 4 t Berlin den Kaiser schoi zufolge die weit hat Se. Maj, j m Die Kaise Weimar nach jg «es, «b h Dluü Mot men Ur. ^genl & V«?» ttre t ,'Ä »» offdn W »»f > ^rden. ^'lige n ^'ibraukh 3®fdtn hQt r^. Ucbtk bkkl ,n,n nhöhtea »rem. "0< tutend ^"folitirung anBC»tr nach u"d $artilu, «’rt« $artt( * Ich"»! man cff in Hilde-. LtI Ulkamon« 1 l*>rt Krüchte be des öleius ^rlichi-gkb,etr "rvosgerulenen >olen der Pro- Mßtktkn, taj 1 M für den tnahmrzußände Trnerul Aogkl •r dürfen mohl e unmiiiclbait Dlt ■ irrere: mW' i'““ tu 8M«” » (iafid)an ® n rn tiii«l" ifitl, in liteii«- W , nlI aof*1“*" t kii"»"1, f «, w ” (l"Cl -7-r SiL MD Brüssel, 23. November. Die Bürgerwehr, ausgeboten, um die Ordnung hat den Abgeordneten der Nationalversammlung ist Vorbehalten. Am Todtenfeste, den 26. November: werde, wenn die württembergische Regierung im BundeSrathe den Wegfall eines vereitelt, der, wenn er gelungen wäre Württemberg scheu Sonderrechts beantragen werde. (*" 1) Dritte Lesung des Gesetzes, betreffend die Feststellung eines Nachtrag- zum Etat für 1871. Das Gesetz wird definitiv angenommen. Ohne Debatte werden ebenfalls definitiv in dritter Lesung genehmigt die Gesetze 2) wegen Einführung des norddeutscheu Bundesgesetzes über die Quartier- leistung für die bewaffnete Macht in Baden, und 3) wegen Einführung des norddeutschen Bundesgesetzes über die Unterstützung bedürftiger Familien zum Dienste einberufener Mannschaften der Ersatzreserve in Baden. f Morgens: Pfarrer Dr. Seel. i Nachmittags: Pfarrer Landmann. erfolgt ist. — Dieser Antrag wird nach längerer Debatte abgclehnt, weil er nicht speciell auf den Bebel'schen Fall Rücksicht nimmt; dagegen auf Antrag des Dr. Winbthorst beschlossen, die Frage an die Geschäftsordnung behufs Revision der §§. 43 und 57 der Geschäftsordnung zurückzuweisen. Schluß 43/4 Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. t Berlin, 22. November. In Folge eines leichten Unwohlseins, welches den Kaiser schon auf der Jagd in Letzlingen befallen hatte, sind der.Prov.-Corr." zufolge die weiteren Jagdausflüge zunächst aufgegrben. Die Regierungsgeschäfte hat Se. Maj. jedoch mit gewohnter Regelmäßigkeit wahrnehmen können Die Kaiserin gedenkt in der nächsten Woche von Coblenz über Cassel und Weimar nach Berlin zurückzukehrcn. Berlin, 23. November. Die „Kreuzzeitung" vernimmt, daß der Cultu-. * dem Landtage mehrere Gesetzentwürfe, betreffend die evangelische Kirchen- Verfassung, vorzulegen beabsichtige. Karlsruhe, 22. November. Die Abgeordnetenkammer wählte heute KirSner zum Präsidenten und Eckhard und Kiefer zu Vicepräfidenten. Prag, 16. November. Die heutige „Politik" wurde wegen Abdruck des dritten Briefes von Kossuth, welcher Angriffe auf Andraffy enthält, confiscirt. — Der klerikale „Czech" beschwört die katholischen Vereine, eifrigst zu agrtiren. Wenn bei den jetzigen Wahlen nur eine geringe Minorität deutscher Stimmen für da- czechische Staatsrecht gewonnen werde, so sei schon dies von gewichtigstem Einflüsse auf die RegierüngSkreise. der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst in der Friedhofskirche. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 26. November bis 2. December besorgt Pfarrer Dr. Seel. der Ansicht des württembergischen Bevollmächtigten über die neulich erörterte staats- Magazine, wo die Mobilien und Habseligkeiten der italienischen Beamten auf- rechtliche Frage an. — Minister v. Mittnacht (Württemberg) erläutert ausführlich gestapelt sind, stehenden Güterwagen, und zwar an einer dieser Petroleumkisten bc- aus der Entstehungsgeschichte der mit den süddeutschen Staaten abgeschlossenen festigt, wurde ein langer Schwefelfaden gefunden, der mit einem eigens in den Verträge, daß nur die Zustimmung der Regierung eines süddeutschen Staates, Wagen gebohrten Loche in Verbindung stand. Die Petroleumladung war für ein nicht aber die der LandeSvertretung zur Aufgabe eines Reservatrechts erforderlich großes römisches Handelshaus bestimmt. Dieser Vorfall hat den Behörden Anlaß sei, und daß er persönlich stets diese Ansicht vertreten habe. Um so mehr bedaure zu den sorgfältigsten Nachforschungen gegeben. (Tr. Zt.) er, daß Abg. Lasker ihm neulich eine andere Ansicht untergeschoben habe. — Lasker Nom, 2 l. November Der König von Italien ist heute Hierselbst eingetroffen entschuldigt sich mit einem Mißverständniß. — Dr. Windthorst (Meppen) führt und auf dem Bahnhofe von dem Kronprinzen Humbert, den Ministern, den Beaus, daß es sich hier um eine staatsrechtliche Frage von hoher Bedeutung handle, Hörden und den Nationalgarden empfangen worden. Eine in ungeheurer Zahl die zunächst wissenschaftlich discutirt werden müsse. — Dr. Probet (Württemberg) zusammengeströmte Volksmenge begrüßte den König enthusiastisch. Die Stadt ist tritt dieser Ansicht bei; durch die Beschlüsse des Reichstags könnten die Rechte beflaggt. Die Jtalie bementirt die Zeitungsnachricht von der Demission des ita- der württembergischen Kammer nicht präjudizirt werden. — Dr. Hölder hätte ge- lienischen Gesunden in Petersburg, Marchese Cargcciold. — Die Großfürsten wünscht, daß die Vertreter der^ württembergischen Regierung sich in der württem- Michael, Nikolaus und Georg, so wie die Großfürstin Anastasia von Rußland sind bergischen Kammer über den Sinn des Vertrages deutlicher ausgesprochen hätten, gestern in Neapel angekommen. damit es nicht nöthig gewesen wäre, in Betreff de« V.rtrages einen Vorbehalt zu Nom, 22. November. Die Gesandten Portugals und der Niederlande am machen. — Minister v. M-ttnacht erwidert, über diese Frage habe ein MeinungS- italienischen Hofe sind hier eingetroffen und werden ihren bleibenden Aufenthalt auStausch der verbündeten R gierungen nicht stattgefunden, er sei mithin nur in hier nehmen. — „Opin-one" zufolge wird der bisherige Präsident Der Deputaten- der Lage, seine persönliche Ansicht auszusprechen. kammer, Binncheri, auch für die jetzige Session als Candidat für die Präsident- Bei der Specialdiscussion wirb das Gesetz in der in zweiter Lesung beschlösse, schäft der Deput'rtenkammcr seitens des Ministeriums bezeichnet. — Das Journal ven Fassung angenommen. „Voce della Vcrita" versichert, düß nächsten Freitag wiederum Ernennungen und 5) Dritte Lesung des Gesetzes über den Geldbedarf Der Reichseisenbahnen in zwar größtenteils italienischer Bischöfe erfolgen würden. Elsaß-Lothnngen. — Wird ohne Debatte d finitiv genehmigt. London, 23. November. „Daily News" veröffentlichen den Entwurf eines 6) Wahlprüfungen. Die Wahl des geistlichen Raths Müller wird nach französischerseits vorgeschlagencn Handelsvertrags. Die hauptsächlichste Bestimmung dem Anträge der Commission für ungültig erklärt. Die Wahlen d-r Abgg. Dr. bejfdbw ist eine bedeutende Erhöhung deS E.ngangSzolles auf Hanf, Flachs, Wolle Wolffern und Dr. Banks (Hamburg), sowie des KrciSrichterS Böhmer (Neuwied) und Baumwolle. Der Vertrag soll bis 1877 dauern. Die Ratification seitens werden für gültig erklärt. der Nationalversammlung ist Vorbehalten. 7) Mündlicher Bericht Der GeschäftSordnungS - Commission über Die Frage, Dr. Simson eröffnet die Sitzung um ll!/4 Uhr. Am Tische de« Bunde-raths:l Z Minister Delbrück, v. Lutz, v. Mittnacht, v. Pfretzschner, v. Bülow u. A. Minister Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein. r 4) Dritte Lesung des Gesetzes über die Einführung des norddeutschen Bundes- in der Umgebung des StändehauscS aufrecht zu erhalten, ! gesetzes, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste in Bayern. — Hölder spricht Brasseur, als er eben die Kammer betreten wollte, verhöhnt, die Erwartung aus, daß die württembergische Kammer sich niemals widersetzen Nom, 13. Novemb-r. Die Polizei hat gestern einen Brandstiftungsversuch " ■**,\ö’*e* *v‘vu“‘, de», iviüü ii ytlüiiytü ivuie, namenloses Unheil hätte anrichten können. Im Uebrigen schließt er sich In einem mit Petroleumkisten beladenen, auf dem Güterbahnhofe inmitten Der betreffend die Auslegung des §. 43 der Geschäftsordnung. — Klotz (Berlin) be. r i T rh h 5 rl* r , « antragt Namens der Commission: zu beschließen: Um das HauS zu dem in §. 43 __ .2 i i | U) u a ih i l ? U 1 v IJ t il. Der Geschäftsordnung bezeichneten Beschlüsse (Entziehung des Wortes) auffordern Sonntag den 26. November. Emil Noll in der Löwengasse, Wilhelm zu können, ist nicht ersorderlich, daß die im §. 43 cit. vorgeschriebene zweimalige Hartmann m der Neustadt und Jakob Vogt in der Wallthorstraße- Hinweisung ausdrücklich in Der Formel: „Ich rufe Den Redner zur Ordnung!" —'——■ r Personen-Verkehr. Ertrag. Ctr. Ertrag. Anzahl. fr. fl- kr. fl- kr. fl- fl- kr. 275,624 38 32,087 49 171,006 13,154 16 18,341 10 3 37,289 Q (5017) Der Vorsteher List. Total vom 1. Januar bis 31. Oct. Mv»akS> Abonne mentS Güter-Verkehr, incl. Materialbeförderung. Gesammt- Ertrag. 00 CO KKilgebotenes. Dr. Schiillrrt's 4919) Jtal. Maronen (Castanim) empfehlen 5002) Frische Schell a> Versteigerunqs - Anzeige. 4979) Nächsten Montag, den 27. d. Mts und die folgenden Tage, werden auf freiwilliges Anstehen des Restaurateurs Co- gery im neuen Kurhause dahier abzugs-^ halber öffentlich an den Meistbietenden gegen' Bekanntmachun g. 4907) Die Ehefrau des Bierbrauers Johann Ditz er t dahier beabsichtigt die in Mitte der hiesigen Stadt in bester Lage befindliche Bierbraueret und die nicht weit davon entfernte Scheuer mit Stallung, sowie den vor der Stadt in der Nähe des Berfteiqerungen. 5020) Montag den 4. December, von Morgens 9 Uhr an, sollen die zum Nachlaß des Johs. Seipp I. gehörenden Gegenstände, als: 4 Kühe, 1 Rind, 2 Schweine, 8 Schafe, 4 Hühner, circa 48 Ctr. Heu, circa 20 Ctr. Grummet, 2 Fuder Kornstroh, 5 Fuder Gerstenstroh, 1 Fuder Haferstroh , 1 Fuder Linsenstroh, 2 Fuder Erbsenstroh, 1 Parthie Flachs, circa 50 Ctr. Wurzelgewächse, 6 Malter Kartoffeln, Spreu, Brennholz, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, Früchte aller Gattungen, Weißzeug, Bettwerk und alle vorhandenen Mobiliargeaeustände, erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden. ten, Thee- und Kaffeekannen, 100 kupferne Casserolen, 1 feuerfester Cassaschrank, sodann 1 Caufseufe, 4 Sessel, 2 Kleider-, 4 Wasch- und 4 Gläserschränke, 3 Commo- den, 15 diverse Bettstellen mit dem dazu gehörigen Bettwerk und Matratzen, Tische, Stühle, 2 Eiskasten, 1 Eismaschine mit Zubehör, 500 Flaschen Wein, 100 Flaschen Cognac, 50 Flaschen Absynth, 100 Flaschen verschiedene Liqueure, 25 Fässer, sodann sämmtliche Haus-, Küchen- und Keller- geräthschaften. Bad Nauheim, am 19. November 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Schutt. I. Schellenberg, Univ.-Instrumentenmacher. Bemerkt wird, daß das Vieh, sowie die Gewächse zuerst ausgeboten werden. Rödgen, am 23 November 1871. Grobherzogliches Ortsgericht Rödgen. Inderthal. Besondere Bekanntmachungen Frequenz und Einnahme aus den Oberhessischen Eisenbahnen. approbirte, überall beliebte Hühneraugen- Pflästerchen sind stets vorräthig bei Carl Frech. Respiratoren nach Dr. Jeffrey empfiehlt Z Winterlchuhe für Herren, Damen und Kinder, sowie Patent-Korksohlen, empfiehlt in großer Auswahl W. Ferber, Lindenplatz. 60 Compotschüsseln, Mundschalen rc. von ____ _ , , Glas, 80 Dutzend Teller, 100 Kaffee- rc. Großherzoglichcn Ortsgerichts Lauterbach: Tassen, Salatiers-, Gemüse- und Fischplat- L i st. Bahnhofs belegenen Felsenkeller, im con- venirenden Fall auch das an die Bierbrauerei grenzende Wohnhanö, worin eine frequente Japfwlrthschaft betrieben wird, Montag den 4. December L I., I Vormittags 9 Uhr, ..Mwe bei in dem hiesigen Bürgermeisterei-Büreau zu verpachten, wo auch inzwischen auf porto- Baarzahlung versteigert: 20l)0 verschiedene freie Anfragen die näheren Bedingungen Weingläser, 300 Eisgläser, 24 Bierkannen unter der Adresse des Unterzeichneten zu er- von Glas, 60 Crystallflaschen für ßiqueur fragen sind. und Wasser rc., 24 Früchteteller von Glas, Lauterbach, den 15. November 1871. I. A. Busch Söhne. | Aluunmnenls-Billets für Herren das Dutzend 2 fl 24 fr., für Damen das Dutzend 3 fl. 30 kr. H. Oppermann, Herren- und Damcn-Friseur. Nebenerträgnisse. st. kr. 592 23 Vorbehaltlich definitiver Feststellung. Giessen, im November 1871. Der DerwaltungSrath. (5015) empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl: in Glas und Crystall: in feinem Porzellan: Blumenvasen, Punschbowlen. Wasser und Weinflaschen, Butter- und Käsestützen, Bierkrüge, Wirtdtchafts-Gläser und Flaschen; Ordinäres Steingut. — Gypsfiguren. — Wärmsteine. Zum Anbringen von Stickereien geeignet: Garderobe- unb Schlüssel - Aufhänger, Flaschenteller, 10 ö Cigarren-Service, Feuerzeuge re. Tafelfervice, \ Kaffeeservice, L Weiß, Kuchen- Wascligarnituren i ^^8 Trag-Etzgeschirre^ t>CC0Tlrt ’ Waffen rc. rc. Wilhelm Balser, Vorrellan-, Glas- und Krystall-Waaren- Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, in broncirtrn Thonwaaren: Fischglocken, Figuren, Blumentöpfe, Blumenampeln; in lüctirten Blechwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodkörbe, Zuckerdosen rc. 5003 ) Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade empfehlen I. Busch Söhne. Billard-Kreide (5013) _______bei Wilhelm Balser. 5021) Heute treffen frische Schellfische ein bei Bäcker Vogt, Walltbor. I Reißzeuge in großer Auswahl empfiehlt I. Schellenberg, Seltersweg. 6063) Textor'sches Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. Flasche 7 fr., von L. Textor, im Darmstädter Kein Fabrikat der Neuheit C . - r n- r . ...t_____IC..*. S-iff S 00 Die seither bezahlten Prämien Grube Eleonore, den 15. Nor teil in Empfang genommen werden. Ci Hessischen Hof, wozu höflichst einladet Joutz. Ein kleines Familienlogis ganz T. CD 4980) Für den Centner Eisenstein von Grube ^Elisabeth" bei Fellingshausen nach Bahnhof Gießen zu fahren wird V/2 kr. bezahlt. Der Fuhrlohn kann nach 4995) Der Eisenstein - Fuhrlohn von Grube „Eleonore^ nach den Bahnhöfen in Gießen beträgt Bieber, den 21. Novbr. 1871. Feller, Steiger. Vermischte Anzeigern 5023) Am verflossenen Jahrmarkt ist mir mein Huud abhanden gekommen. Wer zur Wiedererlangung desselben beiträgt, erhält eine gute Belohnung. ‘ L. Lony. 4902) 5 bis 6 Zimmer, Küche rc. und Garten, den 21. December oder früher, in der Alicenstraße zu vermiethen. E aquorn. 4359) Neue Anlage C. 30 der mittlere Stock vom 1. Januar an zu vermiethen. 1 5012) Ein braves Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit gründlich versteht, wird für Weihnachten zu miethen gesucht. Seltersberg Lit. E. Nr. 4. Fahrten im halben Monat bei weniger als zu haben bei Georg Petri, Neuenweg. Gail'sche Fenerwchr. Generalversammlung (ohne Ausrüstung) Samstag den 25. November, Abends 8 Uhr, bei L. Lony. Geschäfts-Eröffnung S. Walldorf, Marktplatz, Buhbacher iidtlj.miicu-llldrlit. 4938) Montag den 27. d. Mts.. Abends: Ball im hat in |U lUljCiil ounuum lv «’I-’D---V V-X ' < Arabische Gummi Kugeln, bereitet von W. Stupp el in Alpilsbacb. Trotz der in großer Anzahl aufgetauchten Nachahmungen behaupten diese Fabrikate ihren guten Ruf und erobern sich von Tag zu Tag mehr und mehr die Gunst des Publikums. Preis: Vi Schachtel 14 fr-, V2 Schachtel 1 fr. , Dieses Brustbonbons ist zu haben in Gießen bei ^uliuS WauaG. Moguntia, Versicherungs-Gesellschast in Mains. 4792) Die Gesellschaft ^versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion zu festen, billigst gestellten Prämien. «ur Aufnahme von Versicherungen empfehlen sich die Agenten der Moguntia: W. Balser in Gießen, C. L. Harb in Allendorf a. d. Lda., B- Stephan I. in Groß-Buseck, 5. Pirr n. in Groß-Linden, Ph Schleenbecker in Heuchelheim, I. Kämmerer in Lich, I. Henrich in Lang-Göns, Ph.. Seibert in Wieseck. 4708) Berliner Lampen empfiehlt Carl F 43OO) Auf dem Seltersberg Lit. E. Nr. 41 > ist ein geräumiges Familienlogis zu vcr-. ^992) Ein anstandigeo Mädchen, am miethen und Anfangs December zu beziehen, liebsten vom Lande, wird aul.Weihnachten ___________________________________________ zu nnetben gesucht- Näheres ber der Exped- 4996) Ein Familienlogis ist zu vermiethen dieses Blattes. und sogleich zu beziehen. Mühlgasse Nr. 72.1------------------------------------------ —————-------—---------"—i 5024) Einen gesitteten Jungen sucht in 4683) Em großer Keller zu vermiethen.^ Lehre W- Stingel, Schreiner. Eck der Marburger Straße. j vember 1871. Trapp. I Eiserne feuerfeste Lassaschränke mit Tresor- und Brama-Schlössern, in allen Größen und elegantester Mobelform, für tzeren Güte garantirt wird, verfertigt zu den billiasten Preisen Butzbach. Georg Kunz, Schlvfsirmeisier. Die Gartenlaube. Die Nr. 46 bringt folgende Beiträge: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt. (Fortsetzung ) — „Die Armuth im zerriss'nen Kleide " Gedicht von Friedrich Hofmann. Mit Abbildung: Nur vor der Kirchenthür. Originalzeichnung von Professor Thon in Weimar.— Auf dem schwimmenden Hütel. Von Gustav Kopal. — Wie der „Struwwelpeter" entstand. Von F. S- — Literaturbriefe an eine Dame. Von Rudolf Gottschall. VII. — Die Kranz-Reliefs am Sockel der Germania in Berlin. Mit Abbildungen — Blätter und Blüthen: Plaudereien im Musik' zimmer. Von Rob. Eitner. — Eine Denunciation für den Reichstag. — Der Tunnel unter dem Canal von Dover nach Calais. Von Arn. Rüge. — Streifzüge eines Feld-, malers. Nr. 4. Mit Abbildung: Quartier im Dorfe Puxe bet Metz. Von W. Heine. — Bock's Briefkasten. An die Dummen, welche nicht alle werden- (Fort' setzung.) — Lulustein. — Kleiner Briefkasten. — Für Chicago. 5.023) Eine Person, die einer Haushaltung vorstehen kann, wird sofort auf einige Zeit, sowie ein zuverlässiges Kindermädchen, auf • C cfrnt.rf r.p; spm Hntpneichne» Weihnachten, gesucht. Näheres bei ber| yupn vei oeui unierjeicyne Exped. d. Bltts.ten in Empfang genommen werden. 48031 Bückinac zum Backen .. 488p) pprjügltc£e Milch r k fcpt ist täglich friscü zu haben tm jinb llngekornrn l _ , Hause des Schneidermeisters I. A. Busch Lohne. Wetter, Seltersweg Lit. im Hause des Herrn Kupferschmieds Vogt, beehrt fich hiermit einem geehrten Publikum die Verkaufs-Eröffnung seines Lagers aller nur möglichen Gebrauchsartikel ergebenst anzuzeigen und hierbei die Bitte anzureihen, sich durch geneigte eigene Anschauung von der Reichhaltigkeit desselben überzeugen zu wollen. Namentlich erlaubt sich derselbe auf nachfolgende, zu Weihnachtsgeschenken sich eignende Gegenstände ganz besonders aufmerksam zu machen, als: r £ Albums und Necessaires mit und ohne Musikwerken von 30 tr. an biß zu 20 fl. Portefeuille - Waaren, als: Cigarren - Etuis mit und ohne Stickerei, Portemonnaies rc. rc., Kleiderhalter, Reiseteppiche in allen Güten und Farben. Nensilber-Waaren, als: Kaffee- und Theeservice, Butter- und Zuckerdosen, Löffel und Gabeln, Obstteller, Huiliers und alle übrigen hierher gehörigen Artikel. 4917) Soeben erhielt ich eine sehr schöne Auswahl feiner BallcoiflFüren und Blumenzweige, welche zur gefälligen Ansicht bestens empfehle. Wilhelmine Fuhr. 5022) Eine Brückenwaage, sowie eine C. Nr. 168. Parthie verschiedene Faß, zu Pfuhl eignend,1 — ., werden, um damit zu räumen, billig abge- 5008) geben.________Ehr- Wallenfels senior. !^der Art werden schnell und billigst besorgt, 50091 Brockum, Ohraehänae und Me- sowie fertige Zöpfe, Locken-Touren und HMtoerkt, Spidtofra m» B«rmi-thu»g-n. Salon-Orrborg in in allen Größen mit „Wacht am Rhein," Seltersweg Lit. C. Nr. 181. „Kaisermarsch," „Gefangennahme in Sedan," '----------—--------------------------- „Sieges-Einzug in Metz und Paris" rc.,! 5011) v „ empfiehlt Georg Schäfer, billig zu vermiethen. Näheres bei der (2486) Uhrenhandlung. Exped. . Bltts. 5010) Zwei aneinanderstoßende möblirte vottl 15. November ab bei NeUtt gimmer sind zu vermiethen bei _ - ..... ____________August Nauheimer. 4580) Eine freundliche Familienwohnung /2 f£* ~ zu vermiethen und alsbald zu beziehen, neun FahvteN ZI fr. J)L Ctr. in so kurzem Zeitraum^inen so großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons Neuenweg Nr. 134.----------------— --- 4983) Eine Familienwohnung, mit oder f rr wpn ohne Schlosser werkstätte, ist zu vermiethen bei Carl Lehrmund. * 1 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. xnis mit Dost bezogt 1 P. Mlsn das Jahr 1 von 1863) । So' clni 61 mit ö «uf •rttginO1*«! »m »- R°, bitt ? flrm, iß schon »(ti aber ßets, w Wever das (3 in Rom hat olltt Efiläni temstlbenMc man sich mit aber er blieb ßanoen, um eben durch t italienische R abjuhailen. Drohungen v forderte. De dir Drohung Gemüih des hauptet, der Über die geisi Curie auch d dls Karlamkl dieselben weni des Gesetzes l ZuStständnifft der Curie jur> tnent noch j0 ßen enthalten, ,n Bezug auf Wnmältigen senden Einß Ne ausübei W W daher ?lt der Adreis wirklich Ja f^on längs “f die Abrei ; einen. ti« t(8 ° " "«Utlid) 14 Ci‘!tlb m * ft? !'• 3