Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis chichen. Mittlvoch den 25. October Nr. 2^8. 1871. «,208 Thlr'. PretS vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig t fl. 27 kr. > “usbtjoWt. 15 Beftelluugeu auf »en Gießener Anzeiger ÄSÄÄ'Sä "1 Erscheint täglich, mit Au-, nähme Montags. Expedition: Tanzleiberg Lit. B. Nr. 1. le bet i9 ktn.) an,! «"Wich K. & 8. t englisch; die dcvretn Nnzlül »ände im SHbcrninnfft gegeben- cn) monatlich J (4340) A. Ricker. t Louis Hohler, ’. Gal;, «rtk. m <£it * tturvet^ .-t utw liehen $«ciei ncßtnd. [n Sdrtbou'diule s rcir 14- « \ r.cra nehmen M , 1 dauern wg X.( .\cniu* V-m Dr.1 i-nmid) N - mrdong® M® (F überhaupt «• i rt,cti üter'chl^' £ ...... :r 5b Luskunlt j(‘nriinBl br 1 1 k •Trtdrf W Kirchberg und Ptßtn Kranb: rn t-ramim empfehlt /^-TenLeder- ;Lr>(r w bksondcrm i’tam 9? ertaub. ' ni fiiTd-'bng. iHTÄ (100 Thlr. 000 , 057 , -U Pro;. 37 , ■ 'elfte bnpot&efarifft i .h e i i, wie durch h '-rlichstk Biiligkr: !■ der Zutritt zurU Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abbolen laffen, erhalten denselben für das IV. Quartal 1871 zu 1 fl. * Der Bonapartismus ist viel zu zäh und hartnäckig in seinen Hoffnungen und Entwürfen, um sich durch seine Niederlage bei den GeneralrathSwahlen abschrecken zu laffen. In dieser Hartnäckigkeit, diesem blinden Glauben an den kaiserlichen Stern, der nichts verloren gibt als die Torten, ist die bonapartistische Partei das getreue Abbild ihres Herrn und Meisters, der überhaupt in einer in der Geschichte unerhörten Weise allen seinen näheren und ferneren Umgebungen den eigentlichen Stempel seines Wesens aufgedrückt hat. Wie er seine wechselvollc Lausbahn als Abenteurer und Verschwörer eröffnet, wie er aus allen Niederlagen mit neu gekräftigter Hoffnung hervorgegangen ist, wie er selbst den Fluch der Lächerlichkeit nicht scheute, wenn er nur durch Abgeschmacktheiten sich der Welt in Erinnerung bringen konnte, wie er auch auf dem Thron unter dem Zwange seiner natürlichen Anlagen und Neigungen stets noch der alte Verschwörer, ein gekrönter Earbonari, blieb: so ist auch in seinen Anhängern die Neigung zum Abenteuerlichen und zu Verschwörungen, die Vorliebe für die verschlungensten Wege, der allen Niederlagen spottende Glaube an die Zukunft ihrer Sache unerschütterlich festgewurzelt. Sie alle sind eben, was ihre Denkweise und Positionen betrifft, zu kleinen Napoleons geworden, die mit ihrem Meister im Einklänge handeln, auch ohne daß es für alle Fälle einer besonderen Verständigung bedürfte. So ist es denn wohl erklärlich, daß weder Napoleon noch seine Getreuen fich durch die Wahlniederlage sonderlich haben entmuthigen laffen. Sie vergleichen ihre Aussichten mit denen aller übrigen Parteien; und da glauben sie zu finden, daß keine derselben vor ihnen etwas voraus hat. Weshalb sollten sie also einen Wettkampf aufgeben, der geringe Gefahren und doch immerhin die Möglichkeit eines glänzenden Erfolges bietet? Im Heere sind die bonapartistischen Elemente noch immer stark vertreten; und daß neben ihnen auch die Gambettisten sich rühren und aus ihrer Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen, auf Wiederherstellung von Zucht, Ordnung und Ehre bedachten Regime kein Hehl machen, ist für Napoleon eher ein Vortheil als ein Nachtheil. Unter der ländlichen Bevölkerung hat das Bündniß des Clerus mit den Legitimisten feine Probe schlecht bestanden. Warum sollte der EleruS, der in Frankreich ja aller politischen (Überzeugungen bar ist, es verschmähen, wenn sich ihm eine günstige Gelegenheit dazu bietet, eS wieder einmal mit dem bewährten Bündniß mit den Bonapartlsten zu versuchen? Allen diesen Erwägungen und den darauf begründeten Hoffnungen läßt sich eine gewisse Berechtigung durchaus nicht absprechen, wie schon aus der Furcht hervorgeht, die der Bonapartismus allen Parteien plötzlch eingeflößt hatte. Einer Partei, der es unter dem gegenwärtigen Verhältnisse in Frankreich gelingt, Furcht zu erwecken, eine solche Partei ist unzweifelhaft im Aufsteigen begriffen. Jndeffen sind doch neuerdings Umstände eingttreten, die vielleicht dafür sorgen werden, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die vernichtenden Enthüllungen über die Vergangenheit sind wahrlich nicht darnach angethan, um den Bonapartismus zu berechtigen, vor das französische Volk zu treten mit dem Anspruch auf Vertrauen für die Zukunft. Diese Enthüllungen, besonders Benedetti's Berichte, so wie auch schon die früheren Veröffentlichungen des Obersten Stoffel bieten nicht nur ein sehr reichhaltiges und schätzbares Material für die Kenutniß der jüngsten Verganginheit, sondern sie find insofern als ein wirkliches Ergebmß zu betrachten, als sie, wider den Willen ihrer Urheber, den napoleonischen Bestrebungen einen höchst empfindlichen Schlag versetzen und dadurch bedeutungsvoll in den Gang der Entwickelung eingreifen. Wohl hat Napoleon, wenn ihm von seinen Gegnern die alleinige Verantwortung für den unheilvollen Krieg aufgebürdet wurde, mit Recht erwidern können, daß er, indem er den Krieg erklärte, nur als Werkzeug des Volkswillens und der Volksleidenschast gehandelt habe; wohl hat er darauf Hinweisen können, daß ja gerade seine Gegner die Eifersucht Frankreichs gegen Deutschland in der Presse und auf der Tribüne unablässig aufgestachelt und genährt, daß sie stets die friedliche Schwäche seiner Politik für den Aufschwung Preußens verantwortlich gemacht haben. Alle Feinheiten der französischen Sprache reichten nicht aus, um diese Gegenbcschuldigungen zu entkräften. Wahrhaft niederschmetternd dagegen ist die Darlegung der Impotenz und Brutalität dieser kaiserlichen Kriegspolitik, um so niederschmetternder, da Diejenigen, welche, um ihre eigene Ehre möglichst zu retten, die Regierung des Kaisers an den Pranger stellen, die getreuesten und ergebensten Anhänger Napoleons find. Denn wo- geht aus allen diesen Veröffentlichungen hervor? Daß Napoleon vier Jahre lang über einen Krieg mit Preußen gebrütet hat, und daß es ihm doch an der Energie fehlte, zu einem festen Entschluß zu kommen und alle seine Kraft und Thätigkeit auf die Vorbereitungen zu diesem Kriege zu concentriren. Und als endlich der Entschluß zum Kriege feststand — und das war jedenfalls feit Gramont's Ernennung zum Minister des Auswärtigen der Fall — da mußte l>er elendeste, fadenscheinigste Vorwand herhalten, um eine Kriegserklärung vom Zaune zu brechen. Und doch war in dem entscheidenden Augenblicke, obgleich der Kaiser Jahre lang gebrütet und geplant hatte, nicht» vorbereitet. Die Bunde»- genossen, auf die Napoleon mit Zuversicht gerechnet hatte, zogen sich kühl in eine abwartende Stellung zurück. Das ist denn in der That, sollte man glaube», doch mehr, als Frankreich, so schuldbeladen auch alle Parteien des Landes vor' dem Richterstuhl der Geschichte dastehen mögen, einem durch List und Gewalt zum Throne gelangten Herrscher verzeihen kann. Dazu kommen nun noch die belgischen Enthüllungen, die einen wahrhaft kläglichen Eindruck machen, und beweisen, daß der alternde Kaiser noch immer der gewissenlose, leichtfertige Verschwörer geblieben war, als welcher er in den Tagen der Jugend die Blicke der Welt auf sich gelenkt hatte. Und doch, trotz alledem wird Frankreich erst dann die bonapartistische» In- triguen verachten können, wenn es der gegenwärtigen Regierung geluuge» sein wird, feste Wurzeln im Bode» des Landes zu schlagen, wenn fie stark genug ist, um den gefährlichen Angriff, der gegenwärtig von der radikalen Seite wieder gegen fie vorbereitet wird, kräftig abzuweisen. Ohne Zweifel hat die Regierung des Herrn Thiers in diesen Kämpfen die kräftigste Stütze i» dem so hochherzig kundgeqebenen Vertrauen der deutschen Regierung gefunden. Deutschland zeigt, daß es nicht den Zerfall, sondern die Consolidirung und Wiederbelebung Frankreichs wünscht, und es deutet an, daß e» die gegenwärtige Regierung für fähiger, al» die Prä- tendenten hält, das Regenerationswerk durchzuführen. Damit ist allen Prätendenten, und vor Allen den Bonapartisten die Hoffnung auf eine auch nur indirekte Unter- stützung von Seiten Deutschlands abgeschnitten. * Die von Adolph Christ in Elberfeld an den Reichstag eingereichte Petition um Erlaß eines Gesetzes, welches die Zahlungsleistung mittelst Zinscoupons und Dividendenscheinen verbietet, lautet: Hoher Reichstag! Die bevorstehende Reform des deutschen Münzwesens gibt mir Veranlassung, die Nachtheile zur Sprache zu bringe», welche aus der freien Circulation der ZinScoupon» und Dividendenscheine für den gesammten verkehr fortwährend erwachse». Die große Verschiedenheit in der Art, der Form, dem Betrage und der Einlösungsfrist; das häufig zu frühe Jncoursfetzen; die durch- gehends äußerst leichte Nachbildung; die gänzlich fehlende, beziehungsweise sehr unsichere und mangelhafte Angabe des Werthes bei Dividendenscheinen; Nlle» dieses läßt die Coupons als ein im hohen Grade ungeeignete» und verwerfliche» Zahlungsmittel erscheinen. In den Kreisen des geschäftlichen Leben» wird da» auch tief empfunden; die Concurrenzverhältniffe zwingen ober namentlich die kleineren Handel- und Gewerbetreibenden, ebenso die Handwerker und Arbeiter zur Annahme der Coupons. Alle Anstrengungen, und es hat hieran nicht gefehlt, welche von Seiten einzelner Personen oder Corporationen durch öffentliche Ansprachen, durch Erklärungen, die Annahme zu verweigern, oder dahin gemacht wurden, die Effectenbefitzer zu veranlassen, die Coupons ferner nicht in Umlauf zu setzen, waren und bleiben wirkungslos. Hier kann nur ein gesetzliches Verbot mit allen seinen Folgen Abhilfe schaffen! Die Handelskammer zu Köln spricht sich in ihrem neuesten Jahresberichte Seite 18 entschiede» für ein solches Verbot aus, indem sie erklärt, daß nur dieser Weg rasch und sicher zum Ziele führe. ES liegt nach keiner Seite hin eine Nothwcndigkeit vor, einen offenkundigen, bisher auch nur geduldeten Uebelstand länger bestehen zu lassen, welcher das große Publikum thatsächlich zum unfreiwilligen Zinseneinzieher macht, und Einzelne auf Kosten der Mehrheit begünstigt, ohne dadurch den letzteren auch nur den leisesten vortheil zu gewähren. Ein Verbot würde den Verkehr von einer schädlichen Plage befreien, gleichzeitig aber auch die Fälschungen der Coupons so gut wie vollständig beseiti» gen. Die Zinscoupons der inländischen Staatspapiere rechtfertigen keine Ausnahme, da deren Einlösung durch die Steuerkassen mit Leichtigkeit bewerkstelligt werden könnte. In Preußen wurde bereits durch die Gesetze vom 14. Mai 1855 und 25. Mai 1857 die Verwendung ausländischer Coupons zu Zahlungen verboten. Ich gebe nur einem allgemeinen Wunsche Ausdruck, wenn ich mir hiermit die ergebenste Bitte erlaube: „Der Hohe Reichstag wolle auf Grund der Artikel 4 und 23 der Verfassung ein Gesetz vorschlagen, welches die Zahlungsleistung mittelst Zinscoupons und Dividendenscheinen jeder Art bei Strafe verbietet." Elberfeld, am 18. Oktober 1871. Adolph Christ. Höchst wünschenswerth ist es, daß aus vielen Orten des deutsche» Reiche» die Petition durch zahlreiche zustimmende Erklärungen, welche direkt an den Reichstag zu richten find, unterstützt werde. Der Augenblick ist gekommen, durch gemeinsames Handeln einen großen Uebelstand wirksam zu bekämpfen und ein- für allemal zu beseitigen. Die „N. A. Z." enthält an der Spitze ihrer letzten Nummer einen durch den Druck als officiös gekennzeichneten Artikel, dem wir Folgendes entnehmen: Mit wachsendem Ungestüm drängt sich Forderung auf Forderung an die Rcichs- regierung heran, dahin zielend, daß Elsaß-Lothringen mit eiserner Faust regiert werde. Der Schwäche klagt man das deutsche Regiment an und verlangt energische, durchgreifende, harte Maßregeln, welche den Geist des Widerstandes in den neuen 6fr gefangenen Fenier verweigert, weil dieselben der Armee angehörten. Landwirthsch aftliches. was mich aber noch mehr uDerrajajre, war orn-, du« vic uuh lyicu «uv» 11£cto freiten Kartoffeln außerordentlich vielkeimig oder buschig wuchsen. Durch Herausnehmen vorzügliche $ün eines Stockes überzeugte ich mich, daß an jeder Stelle, wo em alter Kenn ausgebrochen ___ $ war, 3 bis 4 Keime sich gebildet hatten, in Folge dessen aus einer solchen Setzkurtoffel -—- ost 12 bis 15 Stengel entstanden waren. Während ich nun bei der vor 3 Wochen Mtag foen 27 stattgehabten Erndte dieser Kartoffeln von den abgewelkten Steckkartoffeln durchlchmtt- « «agg U] lich den 16fachen Ertrag erhalten habe, bekam ich von den nicht abgewelkten und ge- ; be§ i UC5 I T.£r9 zu E De zufolge ist Prinz Napoleon in| und Schrecken, in naturgemäßem Verlauf der Entwickelung Elsaß-Lothringen bestimmen wird, von ganzem Herzen wieder deutsch zu sein. Abwehr bereit. Berlin, 23. October. Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht eine Verordnung des KriegSministerS vom 16. d., wonach die Bestimmung des Artikels 3 der zwischen dem norddeutschen Bunde und Württemberg abgeschlossenen Militärconvention dahin abgeändert wurde, daß das württcmbergische Armeecorps als 13. der deutschen Occupation geführt. — Dos M'nisterconseil hat beschlossen, der Nationalversammlung ein Gesetz betreffs der Verbannung der Napoleoniden zu EorpS dem Reich-Heere eiogereiht wird. Paris, 20. Oktober. Der „Agence Havas" Versteig, W Ein Qiil b | Hljchreibmvohnung r* einem Zimmer hngi RU ersvrbrM^ H , WauxtxaxM, ’ötxax ' Äemhauerarbeit, äimmexarbeit, J MWndtlarbtil, ; Ttzreineeaibeih । Wrarbeif, ! Schiof/erarbeit, * oerben " Mittwoch den 25. I “f1« net i ®*, ben 23. Oct HM-qWch- Mi Frachtbl vbtthkWe Eis Formulare, Vlltfllb^ci?fartDffcl und Ertrag. Theodor Pauli zu Oberusthalhof berichtet der landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms über einen Kartoffelbauversuch, der in seinen Resultaten interessant und wichtig genug ist, um der Öffentlichkeit mitgetheilt zu werden. Er schreibt, im vorigen Frühjahre ließ ich, wie immer meine zur Aussaat bestimmten rothen rauhschaligen Neunwochenkartoffeln auslesen und auf einem trockenen Speicher abwelken. Da indessen beim Setzen dieser Vorrath mcht ganz für das betreffende Grundstück ausreichte, so war ich genöthigt, die weiter erforderlichen Setzkartoffeln aus dem Keller holen zu lassen; da dieselben bereits stark gekeimt waren, so mußten sie vorher entkeimt werden. Es war mir auffallend, daß trotz der ganz gleichartigen Beschaffenheit des Bodens die nicht abgewelkt gewesenen und entkeimten Kartoffeln erst um circa 6 bis 7 Tage später aus dem Boden kamen, als die andern; was mich aber noch mehr überraschte, war das, daß die von ihren alten Kennen de- Darmstadt, 21. Oktober. Seine Königs. Hoheit der Großherzog haben alleranäoigst geruht: am 21. September dem RegierungS-Commissär bei der Ober- hessischen Eisenbahn - Gesellschaft Baurath August Eickemayer den Charakter als .Geheimer Baurath" zu verleihen. , m Kassel, 21. Oktober. Nach neuerer Disposition fallt vom 1. November an der Frankfurt-Leipziger Courierzug weg. Auf der mitteldeutschen Route bleiben die Schnellzüge und Personenzüge unverändert. t Berlin, 21. Oktober. Als Bevollmächtigter der deutschen Reichs-Tele- graphen-Verwallung aus dem Telegraphen - Cougreß in Rom ist der Oberst v. Meyvarn bestimmt. _ . Marseille eingetroffen, von wo er Abends nach Ajaccio abreisen wird. In Eorsica herrscht vollkommene Ruhe. — Gutem Vernehmen nach hat das Finanzministerium den Ankauf von Wechseln auf daS Ausland eingestellt, da hinlänglich Mittel für vte Zahlung der vierten Halbmilliarde vorhanden sind. Paris, 20. October. Heute Nachmittag 4 Uhr wurden die Ratificationen der Finanz-Eonvention zwischen dem Grafen Arnim und dem französischen Minister y. Remusat ausgetauscht. Marseille, 20. Oktober. Nachrichten aus Algier vom 18. Oktober melden nach der „Agence Havas" einen neuen Erfolg der Truppen über Abtheilungcn der Insurgenten bei Constantine. Letztere hatten ihre Unterwerfung angeboten. Brüssel, 23. Oktober. Man schreibt dcr „Jndkpenvance" aus Versailles, es würden bereits Unterhandlungen wegen völliger Räumung Frankreichs SeitenS feimten Kartoffeln nur die 4fache Erndte. Man denke daran. Wiewohl die in diesem Jahre gewonnenen Futtermengen im Ganzen genommen recht groß sind, so wird doch die Winterfütterung Seitens der Viehhaltcr viel Aufmerksamkeit erfordern, namentlich da, wo sie vorzugsweise auf bte Verabreichung von Heu basirt. Dasselbe ist nämlich, nach einer beträchtlichen Zahl von Heu-Untersuchungen, die in jüngster Zeit im Lahoratorium der landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms ausgeführt wurden, in diesem Jahre an Qualität so gering, wie es seit einer geraumen Reihe von Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Ganz abgesehen von dem bei der Heuwerbung durch andauernden Regen stark ausgelaugtcn Dörrfutter, ist auch das unter dem Einflüsse guter Witterung bereitete Heu außergewöhnlich reich an Holzfaser, außergewöhnlich arm dagegen an fleischbildenden Stoffen und besitzt sehr geringe Mengen an Mineralsubstanz. . Es ist daher nothwendig, die Heurationen gegen den allgemeinen Gebrauch zu verstärken oder durch verstärkte Zufuhr von Kleie das Fehlende bei Jnnebehaltung der üblichen Heuratlonen zu ergänzen. Ganz unerläßlich erscheint es, daß sich die Landwirthe jetzt absolut nn einen geregelten Zusatz von Futterknochenmehl, etwa 1 Eßlöffel voll pro Tag und Stuck gewöhnen, wenn nicht die bedauerlichen Erscheinungen der Rackseuche, wie sie sich letzt schon Hw und wieder zeigt, gefährliche Ausdehnungen annehmen soll- Milchverdichtung. In New-York hat Blachtford eme H-abrik zur Verdichtung der Milch angelegt. in welcher folgendes Verfahren beobachtet wird. Zu 112 Pfund Milch werden 28 Pfund weißer Zucker und etwa 1 Theeloffel voll doppelt kohlensaures Natron beigemischt- Man gießt die gesüßte Milch in emallllrte Pfannen und dunste sie in breiartigen Zustand über. Durch beständiges Rühren und Warmen wird d Milch in ein Pulver von Rahmfarbe verwandelt Darauf setzt man fie zur Abkühlung der Luft aus, wiegt sie in Pfunde ab und bringt sie vermitte st einer Pressevon 20-w Ctr. Druck in Tafelformen, die so groß wie ein kleiner Ziegel sind, in welcher Gestau und mit Stanniol überzogen, dieselben in den Handel kommen. 'Besondere Bek Belaiuit» Main-Wei 4540) Sn neuner j Declaration „djargirte - Abte Seide, Seidenzeu namentlich aus Frankl Macht- Da dergleichen Artik« :dtet sind, der Selbstei im sind, so sehen wir Mlifum auf die Tr :ir mit Oel chargirtet jii machen. Cassel, den 16. Octc Koniglict Mair l UHU VI | uyi VH. --------------O’I-’v , „ c . e. r r zu haben, da nur das südliche Italien wenig mehr als seinen eigenen Bedarf gedeckt sehe und unerhebliche Ausfuhr habe, wogegen Mittel- und Norditalien sowohl an Weizen wie an Reis eine schlechte Erndte gemacht haben wollen, die eine Einfuhr von 10,000,000 Hectoliter zur Deckung des Nationalbedarfes erheische. — Der landwirthschaftlichen Lehranstalt wird aus Sachsen berichtet, daß dort die Mäuse in einer früher nie beobachteten Weise hausten, indem sie nicht allein die jungen Saaten stark zerstörten, sondern namentlich die ohnehin geringe Menge der Kartoffeln fast völlig aufzehrten. Verschimmelte Oelkuchen. Herr Marner, der sein Hofgut Grilnahthal durch einen Oberknecht führen läßt, schreibt uns Folgendes: „Gelegentlich einer Jnspection meines Hofgutes machte ich die Bemerkung, daß fast mein sammtliches Großvieh an einem sehr heftigen Husten litt. Eine sorgfältige Untersuchung stellte es nun außer allem Zweifel fest, daß die zur Vcrsütterung gekommenen Oelkuchen inwendig in hohem Maße verschimmelt waren. Dieselben hatten jedenfalls lange Zeit hindurch als Specu- lationsgut an irgend einem dumpfen Orte gelagert und waren dann gemahlen und neu umgepreßt worden, denn äußerlich konnte man, wenigstens mit dem bloßen Auge, keinen Schimmel an denselben wahrnehmen, innerlich aber waren sie mit der Loupe erkennbar von Schimmel fast verfilzt Ich halte diese Erfahrung für wichtig genug, um wiederholt darauf aufmerksam zu machen. In meinem Stalle hat die Versutterung geschimmcller Oelkuchen zur Folge gehabt, daß mir mehrere meiner werthvollsten Kühe : Vo . Eich nach dichr 2 von D ; °^en am Leichen , Wglerarbeil, i 1 [■,r* werben I 5 tjrau ou y! I bei irn? mal 1 Archen ®ur |S;Ä.l ‘«’Äy *5555-^ Rrichilande» bewältigen sollen. Wo fände sich wohl die Schule der Staatekunst, au« welcher diese Rathschläge stammen? Lehrt die Geschichte auf irgeno einem ihrer Blätter, daß die über einen großen Thcil der Bevölkerung eine« Lande« ver- breitete Abneigung durch den Trrrorismu« in Zuneigung vcrvandrlt worden ist? Ein Voll regieren, wie e« sich gebührt, ist shnehin eine Ausgabe, nie nicht Jeder- wann zu lösen, deren Lösung auch nicht ein Jeder zutreffend ju beurtheelen vermag. Diese Aufgabe steigert sich da, wo e« die innerlich- Umarbeitung einer teef wurzelnden Volksstimmung gilt. Vergessen wir — dem Elsaß gegenüber — nicht, daß wir in dem Jahre leben, in welchem der Friede geschloffen ist. Eben erst uehmen dort definitive Verwaltungszustände, reiflich vorbereitet, ihren Ansang. Selbst diejenigen, welchen der Sinn nach einer impouirenden Entfaltung von Macht- »ollkomm-nheit stehl, hätten Ursache, mit ihrem Uriheil noch zurückzuhalten, da sie doch erst einleitend- Schritte einer allerdings grundsätzlich schonungsvollen Poltttk al« Material vor sich haben. Was bezweckt und was erzielt -in solche« Hetzen -----------......----- unb üderbasi-nb-s Drängen? E» wird ergebniblo« bleiben; hätte -s -ine Wir- untnbreiten. - Der ÄrtegSmin.ster General de Ctsseh d.ctirte dem General Ran- kuna so konnte diese nur eine schädliche sein, Ndem e« mit rauher Hand eine foul» wegen seines rebellischen Schreiben« eine DtSctplinarstrafe von zwei Monaten unwillkürliche, st-tige Aussöhnung mit dem nicht mehr zu ändernden Stande ver Festung. Dinae im K im ersticken, die Gemüther in Unruhe versetzen, den Widerwillen fiel- London, 23. O-tob-r. Die „Time«" ve,offen.,,cht wörtlich eine authenttsche und die Kreise der Wohlgesinnten iriitiren würde. Aber solcher vorlaute Unterredung mit Napoleon: „Ich glaube nicht an eine donapartisttsche Verschwörung, v ,.r bat alücklich-rw-is- nicht di- g-ringst- Aussicht aus Erfolg. Die Reichs- weil Frankreich sich von seinem Unglück ruhig erholen muß; weil das g-g-nwartige n.jrd sich dadurch in keiner Weise beirren lassen. E« fehlt ihr weder Provisorium keine R-gi-rungSform auSschlirßt, und kein Kamm.,beschloß, sondern an Einsicht noch an F-stigk-it; darüber darf sich Niemand, auch in Elsaß Lothrin- nur ein regelrechtes PlebiScit mir die Souverainetat über Frankreich nehmen kann, aen ein r Täuschung hingeben. Eb-n weil sie sich stark fühlt und nicht planlos Offizieren, welche um eine EideSentbindung nachsuchten, verweigerte ich solche, ge- und umhertastend die Dinge ansaßt, sondern ein durchdachte« Spstem verfolgt, ist statt-t- aber ihr Verbleiben im D-enste thrr« Land-«." im Stande die Herrschaft über die wiedergewonuenen Lande in einem Geiste London, 23. O-tober. Rodenk Murchison , Präsident der Londoner geo- de« Woblwollen« zu handhaben, der gewaltiger, al« die brutale Gewalt mit Furcht graphisch-» Gesellschaft, ist gestorben. — Die Königin hat Die Begnadigung der viv «ujvyiwvMv 8 i u ____ rctc-c. ok., vnoif bipMhrn her 91rmpp nnnehnrfen. ba§n^8e 9mfli biei e'vordem der i Sp(nf*l l ?Jtterrationen in d r fes* j tvorben war. (Mitgetheilt von der landwiithsch- Lehranstalt ;u WormS.) Erndteresultate. Die aus Ungarn eingehenden Berichte bestätigen mehr und mehr den geringen Ausfall der Getreide-, besonders der Weizenernte. Die ungarische Geiste, die sich unmittelbar nach der Erndte zum Erstenmale in größeren Mengen auf unseren rheinischen Märkten sehen ließ, ist so gut wie verschwunden. Die Erdruschresultate überhaupt bestätigen nicht die Hoffnungen, die man auf das Erndteergebmß gesetzt hatte; so ist es z. B- in einer der fruchtbarsten Gegenden, der Wetterau, fast durchgängig der Fall, daß die Körnerschüttung bedeutend unter „mittel" bleibt- Der Berliner Wochenbericht der deutschen landwirthschaftlichen Zeitung sagt: „vermochte man früher das Erträgniß zwischen 2 und 4 Wispel pro Morgen anzugeben, so kann es jetzt nur zwischen 1 und 3 Wispel in der Hauptsache beziffert werden, und neigt sich die Mehrzahl der Berichte noch unter bis 2 Wispel." Die Provinzen Schlesien und Posen wollen Ausfälle bis zu 30° 0 erlitten haben. Frankreich bekennt sich entschieden 4UI . ,O-A zu einem bedeutenden Erndtedeficit in Weizen; Roggen-und Sommerhalmfruchte scheinen ' Die Reaicrungen haben ihre Zusammenstellungen über die im Jahre inbeffen zu befriedigen. Während in Belgien und Holland in der abgelaufeiien Woche die stattaefundene» Verbesserungen des Einkommens ver Elemeutar-Schullehrerstellen in Fruchtpreise fest geblieben sind, haben dieselben itaTB 'mXeiMirt«« nunmehr beendigt. Fast durchweg haben au-Gemeinde- rung erfahren. Zt°lt°n,sche,nt nach den,. eben ^«-fuM-n B^ Mitteln mehr Verbesserungen stattgefunden, wie aus Staatsmitteln. Auch crgiebt j sich, patz durchschnittlich die katholischen Lihrerstellen besser bedacht worden sind, , als die evangelischen. * + Berlin, 21. October. Die Enthüllungen, die der frühere Botschafter Frankreich's am hiesigen Hose über die Unterredungen gemacht hat, welche der- ' felbe mit dem Fürsten Bismarck kurz vor Beginn des deutsch-österreichischen Kriegen pflog, sind von der preußenseindlichen Presse vielfach dazu benutzt worden, um die Politik unserS leitenden Staatsmannes in dem Lichte einer Aggressiv - Politik erscheinen zu lassen. Fürst BiSmarck, heißt es, habe für seine Zwecke den Krieg nöthig gehabt und darum bei Zeiten die erforderlichen Kriegseinleitungen auf diplomatischem wie auf militärischem Gebiete getroffen. Hierzu ist zunächst zu bemerken, daß, wenn BiSmarck, wie er das bekanntlich ja auch selber eingestanden, hei Uebernahme ver preußischen Staatsgeschäfte die Herstellung des Deutschen Reiches in irgend einer Form in Aussicht nahm, er vor Allem daran denken mußte, den Widerstand zu beseitigen, den die auswärtigen Mächte der Einigung Deutschlands seit Jahrhunderten entgegenstellten, denn daß dieser Widerstand nicht auf friedlichem Wege, nicht lediglich durch diplomatische Aktionen überwunden werden konnte, lag für jeden unbefangenen Politiker, und wie viel mehr noch für einen Staatsmann von dem Scharfblick Bismarck's auf der Hand. Es handelte sich also darum, Frankreich über die eigentlichen Absichten der preußischen Politik irre zu führen, um so die ganze Kraft des Landes gegen das seit vielen Menschenaltern auf die Niederhaltung Preußens und des deutschen Volksgeistes sinnende Oesterreich verwenden zu können. Daß hierbei Fürst Bismarck mit großem Geschick operirte, darüber lassen die Enthüllungen Benedettas allerdings keinen Zweifel; wurde doch der französische Botschafter, wiewohl ihm keineswegs das Verständniß für die Ziele der preußischen Politik und der Bismarck'schen Staatskunst fehlte, durch die Unterredungen mit dem Fürsten Bismarck zu der Illusion verleitet, von Preußen evcnt. Vortheile für die Machtstellung des napoleonischen Kaiserreichs erlangen zu können. Diese Illusion nun hat wesentlich zu den Erfolgen der deutschen Politik Preußens beigetragen, nicht BiSmarck allein, sondern die ganze deutsche Nation zog daraus einen nicht hoch genug zu veranschlagenden Vortheil, sie leistete also nicht dem Ehrgeiz eines Einzelnen, sondern dem Nationalinterrsse ganz Deutschlands Vorschub. __ WaS die Enthüllungen anlangt, welche der „D. R.-Anz." event. in Aussicht stellt, so betreffen dieselben die verschiedenen Versuche, welche Frankreich machte, um Preußen nach dem Jahre 1866 zu einem Abkommen bezüglich Belgiens zu bewegen, nachdem der französische Botschafter darüber belehrt worden war, daß eine Abtretung deutscher GebietStheile an Frankreich gewissermaßen als Compcn- fation für vie Annexionen Preußens unter keinen Umständen ftattfinven werde; Deutschland hätte, wenn es nur gewollt, um den Preis einer Stärkung, einer Ge- bietSerweiterung Frankreichs nach dem Norden zu, sowohl von Oesterreich im Gebiete der Elbe, als von Rußland im Gebiete der Weichsel, die umfassendsten Terrain- Abtretungen erlangen können; Preußen verschmähte dies jedoch in dem Bewußtsein, daß es durch eine Verstärkung der französischen Machtstellung die Interessen Europas nicht minder als diejenigen Deutschlands verletzt hätte. Den weiteren Enthüllungen Benedetti's sieht man hier mit kühler Ruhe entgegen, jeden Augenblick zur kräftigen Oberhessen 77 Ve k. 8. 1864r 1341/2 Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. e d, Ber^Heigerungen 96 fl. 51/2 fr. 25. Vormittags I. A. Busch Söhn e. bestens miethen G a q u o i n (4410) an der Cöln - Gießener Bahn. 33 15 37 47 16 14 k. 8. k. 8. m. 8. 993/4 105 961/a 92% 873/8 105 90i/8 983/8 Braunschweiger 18% Stadt Florenz 83 Bekanntmachung. Main - Weser - Bahn Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Diskonto Prioritäten. öster. Stsb.-Prior. 57 öst. s. Lombard 78% Livorneser 343/4 Toscaner 54 Elisabeth.-Prior. 80 BörseBnachrlchten. 23. October 1871. 493/4 161/2 4 101/4 413/4 50 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oderhessische Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Amsterdam k. 8. 98% October l. I., 9 Uhr, Schmiedeiserne Borfenster u. 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Jünger. 4528) Ein Theil der Vorhalle an der Thorschreiberwohnung am Seltersthor soll zu einem Zimmer hergerichtet werden. Die hierzu erforderlichen Arbeiten, als: Maurerarbeit, veranschl- zu n/? " Musikwerk und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnettcn Himmelssttmmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen, empfiehlt (2587) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. k. 8. 117% “• -• 90% auf dem Rathhaus versteigert. Gießen, den 23. October 1871. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Gleich nach dieser Versteigerung wird die zur Anfertigung von Dachkandeln und Abfallrohren am Leichenhaus nothwendige Spenglerarbeit, veranschlagt zu44fl. 16 fr., vergeben werden. Gießen, den 23. October 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 1. 8. — 4% ’ tiat Mhtiföe ^Meörung, Skgtliväktigt 'brschluß, fontem ’tl£b nehmen kann. mi l ® einer ^nspecnon lickes Grotzvieb an es nun außer arotM pnbuid) a^ Lvecir bann gemahlen uni nn dem Klotzen Äugt m sie mit btrW ■ i für witüg 0(nuÄ Acx die D-MA er werlhooW Me -rbalhoi berichttt k« WS 351 t ^ D0rbu3rd)S r M1;. ,.;lf I“' WS! Z Mein Tuch- und BukSkin-Lager für die Winter-Saison, bestens sortirt, bringe ich in empfehlende Erinnerung. Preise fest und' billig. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. 4540) In neuerer Zeit werden unter der Declaration „chargirte Seide" gefettete gefärbte Seide, Seidenzeuge und Seidengarne, namentlich aus Frankreich, in den Verkehr gebracht. Da dergleichen Artikel, wenn sie stark gefettet sind, der Selbstentzündung unterworfen sind, so sehen wir uns veranlaßt, das Publikum auf die Transportgefährlichkeit der mit Oel chargirten Seide aufmerksam zu machen. Cassel, den 16. October 1871. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Milchverkauf. 4254) Im früher LooS- schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, ist täglich, Vormittags halb 9 Uhr, frische Milch zu haben. 4521) LachS-Forellen, geräuchert zum Noheffen pr. Stuck von 9 bis l^kr., Englische Speckbückinge, pr. Stuck von 4 bis 8 kr., in neuer Sendung empfehlen I. A. Busch Söhne. Bermifcktrk Anzeigen. 4537) Am Sonntag Abend ist auf dem Wege vom Bahnhof über die Neue Anlage nach dem Pfau ein schwarzscheckiges Rind entlaufen. Wer über den Verbleib Auskunft gibt, erhält im Pfau eine gute Belohnung.________________________ 4531) Ein ordentliches Dienstmädchen kann sofort eintrcten. Bei wem ? sagt die Exped. d. Bltts._____________________________ 4457) Eine tüchtige Köchin wird bis Ende dieses Monats gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. do. II. Emiss. 79 ÄnleheuBloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 68% Nassau 25 fl. 41% 40/g bayr. Präm.-AnL 113 Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 76 1858r Prioritätaloose 179 1860r Loose 84 4188) Dr. Gruilrr's Gehöröl. Zuverlässiges Hilfsmittel bei Schwerhörigkeit, Ohrensausen rc , ä Flacon 20 Sgr. Vorräthig bei Carl Frech. 4519) Patent - Korksohlen, gegen kalte und nasse Fuße, mit Wolle und Roßhaaren, empfehlen 4543) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Wallthor Lit. 91. Nr. 152. 4511) Zwei möhlirte Zimmer zu ver- mietheu. Schloßgasse B. 2. 4542) Ein möblirtes Zimmer vermiethet ______________W Brück, Flügelsgasse. 4372) Eine Stube mit Küche ist zu ver- miethen in Lit. 91 • Nr. 227. . 4534) In Lit. 91. Nr. 161 vor dem Wallthor ist ein freundliches, möblirtes Zimmer zu vermiethen._______________________________ 4428) Möblirte Zimmer sind zu vermie- t en. Neuenweg Lit. B- 9ir. 194. Bermiethnngen. 3852) Ein freundliches Famili-nlogis für eine stille Familie ist sofort zu beziehen. Seltersweg Lit. C. Nr. 181. 4539) Ein kleines Logis ist an eine stille Familie alsbald zu vermiethen. Georg Vogt, Seltersweg. 4300) Auf dem Seltersberg Lit. E. Nr. 41 ist ein geräumiges Familienlogis zu vermiethen und Anfangs December zu beziehen. 4454) 5 bis 6 Zimmer, Kücke rc. und Garten, den 17. December oder früher, in der Alicenftraße zu ver- 4485) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Wittwe Volp, Seltersweg. 4535) Das seither von einem höheren Militär bewohnte Logis mit Stallung und Buischenzimmer ist wegzugshalber zum 1. Januar 1872 anderweit zu vermiethen. __A. Katz, Neustadt. 4143) In meinem Nebenhause ist der unterste Stock sofort zu vermiethen. H. Becker, Neue Anlage. die Handelsgärtnerei von (4086) Carl Deines, Asterweg. 4520) Salz- und Essiggurken bei I. A. Busch Söhne. 4538) Gute Ruhr-Fettkohlen werden von 25 Ctr. an zu ä 40 fr. frei in's haus geliefert; ebenso auch aus Waggons ge- theilt zu den billigsten Preisen abgegeben. Bestellungen können bei Herrn Wenzel auf dem Kreuz und in meiner Wohnung gemacht werden. Aug. Beling, vorm- Hillenbrand. 4522) Gothaer Schweineschmalz, pr. Pfund 28 kr. ist wieder eingetroffen. I. A. Busch Söhne. Preus». 4%% Oblig. 99% Frankl. 3%% Obi. 84 Nass. 4%o/o Obi. 98% Kurhess. 4% n 92 Gr. Hess. 5% Obi. 103% » n 4% „ 96 Vs " n 31/2% „ 911/2 Bayer. 50/0 „ 1003/8 n 4%0/0 1jährige 100% „ 4% 1jährige 94% Würtemb. 4%% Obi. 99 V« Baden 4%% Obi. o. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 57% „ Papierrente 48 Amerik. Bonds 1881r 99Vz „ v> 1882r 96 V8 „ n 1885r 96'/s „ n 1887r 96V« Spanier, neuest. 3% 33 Actien. Frankf. Bank 135 Frankf. Vereins-Kasse 116% Darmst. Bankact. 420l/z Wien Bankactien 758 Galizien 253% Oest. Creditact. 282% gXXXXXXXXXXXXXXX* XVager in ächt italienischen 0 Teigwaaren, als: XXX^pOOCOOOOOOOGX Thee, Vanille, X Chocolade, Arrac, Q gMaccaroni, DcrmicelliS X und Suppcntctge. ö Eiergcmüse- v und Eiersuppennudcln. 6197) Die Specerei-, Material- und Rum, Cognac, v Punscheffenzc, Malaga,X Madeira, Sherry, X Kirfchwasser und feinftev holländische Liqucure. Extrafein. Birnengelee.Z X Julienne g (getrocknete Franzofen- g fuppenfräuter). x Blockchocolade. /arbroaann - Handlung von Emil Fischbach Italienische Maronen. 8 Champignons, X Trüffeln, Sardine® Q a l’tiuile, Caviar, x Mixed-PicklcS. Z 8 Würfelzucker. X Rosinen, Corinthen, ö Mänteln, Citronen, Q Citronat, Orangeat, X gestoßenen Zimmet und X gestoßene Raffinade. X ---- Reisstärke. OXXXXXXXXXXXXXXXX in Giessen (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. XXXXXXXXXXXXXXXX Condcnfirte Milch vonx der Anglo-Swiss condensedX Milk-Comp. in Cham § (Schweiz). g Bade-, Fenster- und X Pferdeschwämme 0 Brüncllen, X Tafclmandeln, Q Tafclrosincn. x XXXXXXXXXXXXXXXX« A. 2«S. von I zur gefälligen Benutzung. zu bezahlen. besorgen. Stand der Gesellschaft am 31 December 1870: zu Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. iv, , 0 ■b« | hc Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Im Auftrage: Delbrück. 5,250,000. 2,309,774. 3,563,791. $ 154) Mi D/ni [ bei Beftckunl i Abmeiiten, weil U leid PH. Zimmer in Lich, Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs- Gesellschaft. zi533) Bestellungen zum Einschneiden von Kraut können bei Thorschreiber Roloff am Wallthor gemacht werden. BrDich In 9 intM hat, veisicha <6 sei nieit btabfabti( Ijklaiehr sei auf Sei eilijugeht Mzkinhrit in Leuth Eine Frage, tii t<[entli(p berührt, von fiüGlht, noch nicht 91 Pachtung unterzogen. Eilißtn Departements em Nancy Über Vie j üiij über Vie Thrill ü< Sache iß unter t W aber die allgtt könne. Untervesser --!e) skeitzig mit Dem Nt, beten eifrig mi: n| jtDe Weise gegen 1 jktzt als ein noli r --»Straßburger Lla UM würde. 4280) Die Thüringer Kunstfärberei von B. Mohr r- Hofmann in Königsee, erlaubt sich den geehrten Damen ihr Etablissement zur Wiederherstellung der feineren Damen-Garderobe angelegentlichst zu cmpfehleu. In demselben werden eben so schön und elegant alle Arten seidener, wollener und halbwollener Stoffe in den modernsten Farben aufgefärbt und wie neu appretirt, als auch mit brillanten Oel- oder waschächten Dampffarben bedruckt. Die Musterkarten liegen bei unserer Agentur: Geschwister Heer; in Gießen, Neuenweg Nr. 116, Gestempelte Prämien-Loose der Stadt Genua von 1869 ZU 150 Italienischen Lire (Franken.) 4514) Diese soliden Prämienscheine sind durch alle Bank- und Wechselhäuser zu beziehen. Es erfolgen jährlich zwei Ziehungen. Die nächste, am 1. November d. I. stattfindende enthält Treffer von 100,000, 40,000, 10,000 u. s. ro-, mit 133 Lire als kleinstem Treffer. Die Gewinne werden ohne Steuerabzug ausbezahlt. Bezuguehmend auf vorstehende Anzeige, empfehlen wir uns zur Annahme Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft und sind zu jeder über dieselbe gewünscht werdende Auskunft gerne bereit. Echternach Ls Haustein in Gießen, M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lumda, Awttottee» 4262) Aus Anlaß der neuerdings so vielfach vorgekommenen Brand- Unglücke bringen wir die durch uns vertretene Kölnische Feuervcrslcherungs- Gesellschaft COLONIA Bekan ntmachu n g. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Ausgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungsanstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten lieber* Mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nötbig ist, — zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu Stadtkirche zu Gießen. 4544) Mittwoch den 25. October, Nachmittags 4 Uhr: Vocsl- und tirgcl-Oiirfit, gegeben von Musikdirector und Organisten P. Doetfch aus Cöln und der Sängerin Frau Doetsch. Freiwillige Beiträge werden am Eingänge der Kirche entgegengenominen. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherung!; - Attien- Gefellschafi M Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr billigen und festen Prämien. F Hoffmann. Firma: Earl Hoffmann. in empfehlende Erinnerung, stets gerne bereit, die Aufnahme von Mobiliar- und Ernte-Versicherungs-Anträgen prompt und zu den billigsten, festen Prämien *" *» *“!'** U in«"- SÄ bi*-’* Re a. f|ne 8». > & i ?'Ä 6 Leihbibliothek»»«Gustav Oehler iii Frankfurt a. M. Zeil 38. Ueber 80,000 Bände, deutsch, französisch und englisch; Romane und wissenschaftliche Werke. Zur Ausgleichung des bw doppelte Anzahl erschwerten Umtaulches ;5||| V W Bande ^^nneme n Sonach kostet bei beliebigem Umtausch (von 4 Bänden an) monatlich jeder Band IO kr. (4340) Grundcapital...........ft Prämien und Zinsen-Einnahme 1870 . . . „ Gesammtreserven.............„ 6>ne Eiltschkivun i.tojen. Ohnehin W die Situation 8 "uch der reifßcr WiM* 8m ec St Ä^ttlum bei Du Hauptsstz d, ''l Bch.d'8ual Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden «fonbtm lumnm„x Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren * w Z Ultn correcte Uebermittelung er vorzugsweise für notwendig hält, damit die Depesche ihren , R vte |0 Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird A ' wpnfet. j)(] bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des «V, der einj^ . §. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Mars von früh, u Beförderung resp. Aufnahme der Depesche betheiligten Stationen collationirt werden. . 0 « 1 Der Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hande „ 'fUD,nKn geft des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, , • derselbe h^ k so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche Djt # f, gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden. iil Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecouv n, (üc J 11 man i mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. 4532) Seit letztem Casino im Einhorn wird ein dunkel grün seidener Regenschirm vermißt. Man bittet um Rückgabe bei dem Gesellschaftsdiener Koch.____________________ 4499) Ein im Kochen und in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes braves Mädchen wird für guten Lohn nach Nauheim gesucht Idurch Dornseisf, Hofger.-Advocat. . RS»' 4494) In meinen Unterricht im SBeifr " Mlätftji, zeugnähm und Stricken kann ich noch einige l h Mädchen aufnehmen, und bitte um ßv- 5 ln ter u, neigtes Zutrauen. »Örgqne 3ut Frau Langsdorf, i^neJu ®unfien _____________Reichenfand Lit. C- Nr- M ; J Mreity 4496) Gesucht wird ein tüchtiger Schah- Ul*t> mncfier non »erbert. . W » —--——” Ä*-« « Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. "Vollständig begebenes Grundkapital acht Millionen fiebenhundertfünfzigtausend Gulden. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir dem Herrn Kaufmann M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lda. eine Agentnr unserer Gesellschaft übertragen haben. Unsere im Kreise Gießen schon früher errichteten Agenturen in Gießen (Herren Echternach & Haustein) und in Lich (Herr Ph. Zimmer) bleiben auch ferner bestehen. Frankfurt a- M-, im September 1871. Die General-Agentur. H. Hahn St Sohn. Also Garantiefonds: st. 11,123,565. Bezahlte Brandschäden pro 1870 . ... ft 1,692,530. Versicherungen am 31. December 1870 . . . „ 1,330,153,104. Im October 1871. D i e Agenturen: F. Barth in Gießen. C. Jockel juiu in Hungen. Carl Löffler in Gambach. Fruchtmärkte. Oct. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Wetß- mehl. o e £1 Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Aufdem Markt Mt7- preis Aus dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit- preis Auf dem Marft Mit.- preis Auf dem Marft Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Marft Mit." preis auf-! gef. ! verk. fl. fr. auf: gef- 1 fl. fr. 1 7 | verk. fl» kr. UU J verk.! fl. fr. auf: gef- fl. fr. 1 °Us- 1 eef- I verk. fr. verf. fl. fr. auf" gef- 1 , । verk. fl. fr. Ö fl.|fr. » fr. it|tr. Gießen M. M. M. M. _ ___ M. M. _ __ M. M. M. M. __ ____- M. M. — Hü" M. _ — M. M. — — M. M- — — — .—■ Alsfeld Grünberg 21. 31 31 16 59 39 11'25 19 19 8 36 — — — 72 62 4 20 6 3 14 — — — — — — — — — — — --■ — — —- 21. 138 15 58 48 1137 13 18 — 89 7 50 — — _ __ _ 381 4 32 — 26 11 52 — 1 15 15 — — — — — 22 4 40 — — — Lauterbach 21. 23 16 15 50 27 20 16 12 8 28 — —. — — 58 40 4 33 27 21 14 39 — 1 18 8 — — — — 96 79 4 4 — — Mainz 20. 216 16 33 10 10 32 — — — — — — — — 4 5 38 — — — - — -— — 1 4 40 — —