>'kingestch V;* 8 r°M dieser M Erstand. 1 Auftrag: 'org Noll. :,b« in f(r , itbethou ‘ , *' • <''W itf1””9, M .y C j0HftC. StffÄ iiirnlj 2 ZnMtkkie- 8 Rciscit fr. (fort a. M. >ße>, Unbemittelte lischest H- f- ®- Altpen: jrr.-aWrwt inMmz. andlung.Oeheiw- t-Qlpuöeninaii. e. . 16 Greif, wie (W Uhr. r }ttr AuffLt- franini. t« Sr 13 -6 ß -ä r» u dlliiscke t-JSrr^onialI ^7L mutier oT(ilo(6lc‘t,(rn- 1 tmoi1- "" n 'JJM «os fllK5 t( • ij. (türft 1'° auii» »tder- Preis vierteljährig 1 fl- 12 Fr- mit Brtngnlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gitßmer Aiytiger. Erscheint täglich, mit NuS» nähme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. i Belgien und die neutralen Staaten. Welchen Werlh heutzutage noch die neutralen Staaten haben bei den unge« teuren Umwälzungen, welchen die europäischen Machtverhältnisse in dem letzten Jahrzehnt unterworfen waren, ist schwer erfindlich, denn bei einem wirklich ernsten Conflicte können diese Staaten gar nicht einmal ihre Neutralität behaupten, weil alle ihre militärischen Anstrengungen, die sie zu diesem Zwecke machen, sofort ganz werthlos werden, sobald einer der großen Staaten ihre Neutralität nicht mehr respectiren will. Für die Sicherheit der großen geschlossenen Nationen sind diese Staaien nur ein Hemmschuh, wie sie für die freiheitliche Entwicklung, für dre Civilisation Europas ebenfalls feinen Hebel abgcben. Beides gilt ganz vorzugsweise von Belgien. Belgien hat sich mit Recht in den Geruch des festesten Stützpunktes des Ultramontanismus gebracht; die belgischen Clerikalen haben von jeher den extremsten kirchlichen Ansichten gehuldigt, sie sind die eifrigsten Bertheidiger des jesuitischen Kirchenprincivs, und da zahlreiche kirchliche Vereine ihnen gehorchen, so bilden sie in der That eine Macht im Staate. Die meist unwissende und abergläubische Bevölkerung Belgiens wird von ihnen in einer solchen Weise beherrscht, daß gar nicht abzusehen ist, wie die Massen von diesem Drucke je wieder befreit werden können. Die Freiheit und Unabhängigkeit Belgiens dient daher am wenigsten der Civilisation Europas. Was abe- die militärische Macht Belgiens anlangt, so würde diese für einen großen Nationalstaat immerhin ein ganz erfreulicher Zuwachs sein; unter den heutigen Umständen ist sie aber für Deutschland positiv nachtheilig, indem sie nur dazu dient, das ger- manische Element in Belgien niederzuhalten. Die Deutschen in Flandern und Brabant, die sogenannten Vlamen oder Vlamingen, bilden in Belgien die in jeder Beziehung zurückgesetzte Bevölkerungs- klaffe, trotzdem sie an Zahl die französisch redenden Einwohner Belgiens weit über- treffen. Das deutsche Element ist nicht nur total vernachlässigt, sondern es wird auch ohne irgend welche Beschönigung gewaltsam unterdrückt. Den Vlamändern ist die BildungSfähigkeit in ihrer Sprache, das Recht, in ihrer Sprache zu denken, zu forschen und fortzuschreiten, geraubt; die Besitze, denen die Vlamänder Gehorsam schuldig sind, werden ausschließlich in französischer Sprache abgefaßt, slawische Bürger empfangen täglich in ihrem eigenen Lande durch französische Gerichte ihr Urtheil und werden mit Geld- und Gefängnißstrasen belegt, ohne von dem Er- kenntniß auch nur ein Wort zu verstehen. Kein Vlamänder kann in Staatsschulen ausgenommen werden, ohne zuvor die französische Sprache erlernt zu haben. Die Beschwerden, die gegen diesen Sprachenraub vorgebracht sind, waren von jeher ganz fruchtlos, und die Vlamänder haben endlich einsehen gelernt, daß sie auf keinem andern Wege zu ihrem nationalen Rechte gelangen können, als daß sie von Belgien ganz losgelöst werden. -f- Wie man hört, steht eine Uebereinkunft zwischen dem Zollverein und Oesterreich wegen Beseitigung der lästigen zollamtlichen Untersuchung des Passagier- Gepäcks an den Eisenbahn-Grenzstationen in Aussicht. Trotz der vielfachen Bekanntmachungen über die Verwendung der Bundes- stempelmarken zu Wechseln und den dem Wechselstempel unterworfenen Papieren wird gegen die betreffenden Vorschriften noch häufig gefehlt und es sollen dieselben deshalb wiederum zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden. Nach Vorschrift ist es, daß die Marken nicht auf die Vorderseite der Urkunde, sondern auf deren Rückseite, und zwar, wenn letztere noch unbeschrieben ist, am obern Rande, andern- falls unmittelbar unter dem letzten Vermerk dergestalt aufzukleben sind, daß oberhalb der Marke kein zur Niederschreibung eines Indossaments re. hinreichender Raum übrig bleibt, oder wenn die Breite der Rückseite durch die aufgeklebten Marken nicht ausgefüllt wird, der zur Seite oder zu beiden Seiten der Marken bleibende leere Raum in der Höhe der Marken dergestalt zu durchkreuzen ist, daß zu einem Indossament oder sonstigem Vermerke neben den Marken kein Raum übrig bleibt, daß in jeder einzelnen der aufgeklebten Marken mindestens der An- fangsbuchstabe des Wohnorts und des Namens, beziehungsweise der Firma desjenigen, der die Marke verwendet, und das Datum der Verwendung (in Ziffern) mittelst deutlicher Schriftzeichen, ohne jede Rasur, Durchstreichung oder Ueberschrist niedergeschrieben sein müssen. Ein Widerhandeln gegen diese Vorschriften hat eine Annullirung der Marken und eine Stempelstrafe im 50fachen Betrage des Stempels zur Folge. Die „Provinzialcorrespondenz" vom 19. d. Mts. widmet der Münchener Einzugsfeier ihren ersten Artikel. „Bayern, schreibt sie, hat soeben in der Königs- stadt an der Isar fein Siegelst gefeiert; unser Kronprinz ist von England her- übergekommen, um der Aufforderung König Ludwig'S zur Theilnahme an der bedeutsamen patriotischen Feier zu folgen. Wohl haben unsere bayerischen Brüder Grund, das Sicgessest mit besonderer Genugthuung zu feiern und vor Allem ihrem Könige herzlichen Dank zu widmen für den hervorragenden Antheil, welchen Bayern an dem glücklichen Verlauf des Krieges, sowie an der schließlichen Vollendung der deutschen Einheit gehabt hat. Das deutsche Volk wird es stets in dankbarem Gedächtnisse bewahren, daß König Ludwig'S patriotische Entschlossenheit im Augenblicke der gewaltigen Entscheidung keinen Zweifel über Bayerns Stellung zur Sache des deutschen Vaterlandes aufkommen ließ und damit die ränkevollen Plane iFrankreichs von vornherein durchkreuzte, — daß, Dank dem raschen, thatkrästigen Vorgehen seiner Regierung die bayerische Armee gleichen Schrittes mit dem norddeutschen Heere an die bedrohten deutschen Grenzen eilte und gleich an den ersten herrlichen Siegen den glorreichsten Antheil hatte. Das deutsche Volk wird eS ebenso wenig vergessen, daß König Ludwig, nachdem er dem deutschen VerfassungS- bundniß beigetreten war, seinerseits die Anregung zur ausdrücklichen Wiederaufrichtung von Kaiser nnd Reich gegeben und dadurch dem Bewußtsein der Nation in Bezug auf die wieder errungene Einheit und Macht zum entsprechenden und volksthümlichen Ausdruck verholfen hat. Die echt deutsche Haltung des Königs von Bayern war um so bedeutungsvoller, als noch kurz zuvor ein anscheinend überwiegender Theil der bayerischen Bevölkerung in dem engen Anschlüsse an den norddeutschen Bund eine Gefährdung Bayerns in feiner geschichtlich begründeten Stellung finden zu müssen geglaubt hatte. Aber mit seinem Könige stand ganz Bayern in der entscheidenden Stunde mit freudigem Herzen und kräftiger That zur nationalen Sache, und auf den Schlachtfeldern ist die Gemeinschaft der Geister zwischen Nord und Süd vollends befestigt worden. Dieselben Bayern, welche in alter fester Treue ihrem königlichen Herrn ergeben sind, verehren mit ihm unseren Kaiser als das erhabene Haupt der deutschen Nation und bringen unserem Kronprinzen, dem ruhmreichen „Feldmarschall der Süddeutschen", begeisterte Huldigungen dar. König Ludwig hat den Sinn und Geist, in welchem sich die nationale Einheit unter den selbstständigen deutschen Staaten vollzogen hat und immer inniger vollziehen soll, aufs Neue bezeugt und verkündet, als er in der Festversammlung zu München bei dem Hinweise auf die Verwirklichung der deutschen Hoffnungen sich erhob und unter dem begeisterten Zurufe von Tausenden dem Kronprinzen des deutschen Reiches stehend die Hand gab. So ist die Siegesfeier in München nicht blos ein erhebender Abschluß der mannigfachen militärischen Festlichkeiten, sondern zugleich ein neues Zeugniß und Unterpfand der echten Gemeinschaft deutscher Herzen geworden, auf welcher die Erfolge dcS letzten glorreichen Jahres und Deutschlands Hoffnungen auf eine herrliche Zukunft beruhen." -D em „Journal de St. Quprlin" zufolge ist daselbst am 11. Juli von Seiten der preußischen Eommandantur folgende Bekanntmachung erlassen wo.den: „1 ) Alle vom Major v. Hohenhorst getroffenen Anordnungen bleiben in Krast, die Patrouillen werden lediglich verstärkt. 2) In einem Hause befindliche Leute haben eine Patrouille insultirt, indem sie dieselbe mit leeren Flaschen bewarfen. Ich habe den Patrouillenführer bestraft, weil er so nachlässig gewesen ist, das Haus nicht auf bestimmteste Weise bezeichnen zu können. 3) Die Patrouillensührer rr. haben Befehl, im Falle der Wiederholung solcher Insulten das HauS zu kennzeichnen, indem sie sofort auf dasjenige Stockwerk Feuer geben, aus welchem die Beleidigung kam und falls die Patrouille nicht mit irgend einem Befehle beauftragt ist, welcher so schnell als möglich vollzogen sein soll, soll sie sofort zur Verhaftung einiger Bewohner des betreffenden Stockwerkes schreiten, falls der Urheber der Insulte nicht von den Bewohnern selbst festgenommen wird. 4) Ein Offizier des Regiments ist von einem Einwohner mit unerhörter Frechheit angegriffen worden. Zu meiner großen Genugthuung ist der betreffende Offizier glücklich genug gewesen, den Einwohner so zu verwunden, daß er unschädlich gemacht worden ist. 5) Von dem Augenblicke an, wo dergleichen Angriffe gegen die Offiziere Vorfällen, ist es sehr wahrscheinlich, daß einzelne Soldaten in gleicher Weife ausgesetzt sind. Ich habe daher den Soldaten besohlen, daß sie, falls sie angegriffen werden, von ihren Säbeln den ernstesten und nachdrücklichsten Gebrauch machen sollen. 6) Ich bringe meine Befehle zur Kenntniß der Bevölkerung und rechne darauf, daß alle Familienväter, Hausherren, Lehrherren u. s. w. sich beeilen werden, sie ihren Angehörigen mitzutheilen. Der Oberst und Commandeur des 3. ostpreußischen Grenadierr'gnnents Nr. 4 und Platzeommanvant. v. Dietzen. In verschiedenen Blättern begegnen wir ter Nachricht, daß Bayern beabsichtige , eine der sächsischen ähnliche Militäreonvention mit Preußen abzuschlttßen. Diese Mittheilung fordert berechtigte Zweifel heraus, denn cs ist nicht anzunehmen, daß der Sinn des jungen Königs Ludwig, dessen souveräner Stolz sich gegen die Militärcinheit Deutschlands so stark bäumte, daß nur durch Zugestandmß der weitgehendsten Concessionen das deutsche EinigungSwcrk gerettet werden konnte, sich so schnell und so plötzlich geändert haben soll. Ein nationaler Wunsch scheint hier den Anlaß zu der erwähnten Notiz gegeben zu haben. t ES wird uns von mehreren Seiten versichert, daß die Publikation über die Dertheilung der 4 Millionen Dotationen unmittelbar bevorstehe. Wie eS heißt, sollen die Summen, welche an die einzelnen Heerführer zur Lerthcilung kommen, zwischen 500,000 Thalcr (weiche Summe d^m Kriegsminister v. Roon und dem Grasen Moltke bestimmt wären) und 150,000 Thaler schwanken. Das „Siecke" schreibt: Daö seit einem Jahr schon so schwer geprüfte Lothringen hat einen neuen und mit ihm haben die schönen Künste, die Geschichte und die AlterthumSwiffenschaft einen empfindlichsten Verlust erlitten. In der Nacht vom 16. zum 17. Juli hat eine heftige Feuersbrunst das altehrwürdige Schloß Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis chichen. srr. IC». Dienstag den 25. Juli 1871« S8—"ggg"i. ü!1.. ■■«!1 werden noch fortwährend sowohl bet der Expedition, Canzleiberg B-1, als auch BCftCUilitftCtt auf Veit v-tkHeNer bet allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. T Spanier, neu« Verl A< Frankf. Banh Frankf. Vere Bannst. Ban Wien Barka Galizien 23.: „Den zwölf französischen Soldaten, welche treu dem ihrem Kaiser und ihrem Vaterlande geleisteten Eide wahrend des Krieges zum Opfer fielen und hier in Breslau ihren Wunden erlagen, ist von ihren sie ehrenden Kameraden dieses Grabmonument errichtet wo.den. Es.st wähl nicht anzunehmen, baß die in weiter Ferne wohnenden Angehörigen der Verstorbenen diese Gräber werben pflegen und erhalten können, und darum hat die hiesige Commandantur diesen Act der Pietät übernommen, und hoffe ich, baß in Frankreich eine gleiche Achtung den Gräbern der preußischen Helden wiv.rfahren möge." Hierauf wandte sich der General an einen hier internirten und noch anwesen- den Souslieutenant vom 44. Linienregiment und bat denselben in französischer Sprache, daß er seinen Kameraden in Frankreich sagen möge, wie Preußen seine ihrem Eide treu gebliebenen Feinde achte. Nachdem das Musikcorps einen Trauermarsch executirt hatte, vollzog der Regens und Domvicar Sambale die Einsegnung-' ceremonie, wo-auf er in kurzer Rede den Militärbehörden und den Anwesenden {m Namen der Hinterbliebenen Angehörigen für diesen Liebesdienst seinen Dank aussprach. Mit einem von der Regimentsmusik vorgetragenen Schlußchoral wurde diese würdige Feier beendet. der Herzöge von Lothringen zerstört, deren Nachkommen heute die Souveräne des Hauses Oesterreich sind. Nur mit ungeheuren Anstrengungen gelang es, die runde Kapelle zu retten, in welcher die irdischen Ueberreste der alten lothringer Herzöge ruhen. Das Haus der GenSd'armerie ist abgebrannt, die Sammlungen und die Bibliothek der archäologischen Gesellschaft von Lothringen sind vernichtet, man konnte nur die alten Tapeten Karls des Kühnen den Flammen entreißen; im Urbrigen blieben nur die Mauern von allen diesen Gebäuden aufrecht. Der Verlust wird auf über 500,000 Francs geschätzt. Ich will nicht alle die Gerüchte erwähnen, welche über die Feuersbrunst umlaufen, es genüge, Ihnen zu sagen, daß die Preußen Tags zuvor die Gebäude geräumt haben, welche heute ringe- äschert sind. Montag Abend: Das Feuer ist noch nicht gelöscht. Darmstadt, 22. Juli. Ihre König!. Hoheit die Prinzessin von Wales sind heute Vormittag 11 Uhr mit den Königlichen Kindern von hier über Aschaffen^ bürg nach Bad Kissingen gereist. S. K. H. der Prinz von Wales werden Morgen von hier abreisen und direkt nach England zurückkehren. Man spracht von einem bevorstehenden Besuch Sr. Maj. des deutschen Kaisers und Königs von Preußen bei Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland in Jugenheim, der vor Abreise der Rus- fischen Herrschaften im Laufe der nächsten Woche erfolgen soll. Fulda, 20. Juli. Am Grabe einer kürzlich verstorbenen jungen Ehefrau sah sich einer unserer hiesigen Pastoren veranlaßt, in seiner Leichenrede mit scharfen Worten auf einen von der Verstorbenen vor der Hochzeit begangenen Fehler hin- zuweisen; eine Taktlosigkeit und Anmaßung, welche die Entrüstung der am Friedhöfe Anwesenden hervorrief und dem Ehemanne Veranlassung gab, seinen Dank für die am Grabe seiner Frau gesprochenen „überflüssigen" Worte öffentlich aus- zusprechen. Der beleidigte Pastor will nun, wie verlautet, eine Klage gegen den Gemahl anstrengen, „da ihm gestattet sei, in einer Leichenrede alle Fehler des Verblichenen zu rügen". (F. 3.) Berlin, 21. Juli. Die Arbeitseinstellung der Maurergesellen bildet in allen Kreisen der hauptstädtischen Gesellschaft den fast ausschließlichen Angelpunkt der Conversation, da man in derselben instinktiv nicht ein partikulares Interesse, son dern den Anfang zur Lösung der Frage erblickt, ob für die Zukunft des gewerblichen Lebens in Deutschland die Principien der glücklich überwundenen Pariser Commune maßgebend sein sollen, oder ob Fleiß und Geschicklichkeit sich ferner noch einer bevorzugten Stellung erfreuen. Es wird keinem verständigen Menschen beifallen, das Streben der Maurergesellen nach möglichst kurzer Arbeitszeit bei mög- lichst hohem Verdienst absolut zu mißbilligen, jeder einzelne Mensch hat ja ge- wissermaßen die Pflicht, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Aber man muß dabei auch den allgemeinen Umständen Rechnung tragen. Die Maurermeister haben sofort beim Auftauchen der Forderungen der Gesellen ihre Bereit- Willigkeit erklärt, denselben nachzukommen, sobald ihre Verpflichtungen den Bauherren gegenüber dies gestatten; sie setzten als Termin dafür den 1. Januar nach- sten Jahres fest, ja sie gingen in ihren Concessionen noch über die Forderung der Gesellen hinaus, indem sie das Princip der Stundenlöhnung aussteüten und da- mit jedem Gesellen freistellten, so lange zu arbeiten, wie es ihm eben beliebt. Aber gerade diese freie Selbstbestimmung paßt den nioellirenden Principien der Social- demokratie nicht, sie wollen eben eine Arbeitszeit, einen Lohnsatz für Alle, sie streben die vollständigste Gleichmacherei für Alle an, und das eben ist der Grund, daß die öffentliche Meinung fast ungethei'.t gegen das Vorgehen der Maurergesellen fich ausspncht. Dazu kommt, daß die Gesellen in der Ausübung des Strikes sich weder in den geschriebenen noch in den natürlichen Grenzen des Rechts bewegen; Patrouillen der Sinkenden in der Stärke von 10 bis 40 Mann durchziehen die Straßen und insultiren ihre Kameraden, welche mit den Grundsätzen der Arbeitseinstellung nicht einverstanden, ruhig weiter hantieren, auf die schmählichste Weise, ja, wie zum^Hohn auf die ungenügende Löhnung sollte am nächsten Sonntag ein großartiges Strikefest in dem Nachbarörtchen Moabit mit obligatem Umzug in der Stadt gefeiert werden, das nur darum aufgegebcn ist, weil die Polizeibehörde erklärte, mit rücksichtslosester Energie gegen jedweden Unfug einzuschreiten. — Die Maurermeister sind entschlossen, als Vorkämpfer aller übrigen Industriellen diesen socialistischen Agitationen die Spitze abzubrechen. Breslau, 17. Juli. Vor Kurzem fand Hierselbst die feierliche Enthüllung des Denkmals, welches die hier internirt gewesenen französischen Offiziere ihren in Dreölau verstorbenen Kameraden gewidmet hatten, auf dem neuen Militärkirchhofe ftatt. Auf Anordnung der hiesigen königlichen Commandantur waren von jeder hier garnisonirenden Truppenabtheilung 10 Mann und ein Unteroffizier zur Ent- hüllungsfererlichkeit commanbirt, und außerdem noch das vollständige Musikcorps des 2. schlesischen Grenadierregiments Nr. 11 zur Mitwirkung befohlen worden. 3«r festgesetzten Stunde fiel auf Befehl des anwesenden Commandanten, Generalmajors v. Lindern, die das Monument noch verhüllende Decke, und nachdem das Musikcorps den Choral „Jesus meine Zuversicht" intonirt hatte, hielt der General folgende Ansprache: in den Do Dberforl 3024) Mittwo Vormitta sollen in den S nergrnns, Ficht sichert werden 2 Stecken H 114 „ 3 2 v 2 352 „ S 122 ,, d «Netet «bensS'P»! Ätz ^eflenm.. <2>chan bei meiner Anwesenheit in (Sebit, im verflossenen Februar, sah man ungewöhnlichen Ereignissen entgegen; viele Leute schliefen schon nicht mehr in ihren Häusern, aus Furcht von einem Ziegeldacbe erschlagen ru werden, und brachten sie die Nächte in leichteren mit Palmbuttern gedeckten Wohnungen zu, wie daS ja auch in Manila von kleinmüthiaen Personen geschieht - das schreckliche G'dbeben von 1863 ist noch frisch in Aller Gedachtniß." bo6 dieselbe erst jetzt erfolgt, nachdem bereits durch in- und ausländische Journale tue erste Nachricht, daß sieben Personen getödtet und zwanzig verwundet worden seren, e-ne allgemeine Verbreitung gefunden hat. (Schles. Rta.) München, 22. Juli. Professor Friedrich ist vom Erzbischof seines ihm vom König verliehenen Beneficiums entsetzt worden. Als Grund der Maßregel bezeichnet der Erzbischof die Erklärung des Prof. Friedrich, geistlichen Beistand leisten lOn)k Spendung der Sakramente an Professor Zenger und die kirchliche Beerdigung des Letzteren durch Professor Friedrich. , „.Paris, 19 Juli. In Straßburg scheint das Geschäft der Geldannahme w" ^hr langsam von Statten zu gehen, da bis heute das Telegramm an officieller stelle noch nicht eingelaufen ist, welches den Abschluß dieser Procedur meldet und auf welches hin erst an General Manteuffel nach Compiegne die Wei- tung abgelassen werden kann, die Räumung von Somme, Eure und Seiue-Inferieure fofort zu bewerkstelligen. In Rouen, wo man mit begreiflicher Ungeduld diesem Zeitpunkte entgegensieht, trägt man sich mit dem irrtümlichen Gerücht, die Occu- pirunz dieses Departements solle — laut einer angeblichen Nachtrogs-Convention — auch ferner aufrecht erhalten, dafür aber das Seine-Departement und die Forts von Paris sofort geräumt werden. Diese Nachricht, wie gesagt, ist völlig unbegründet, und der Abmarsch der deutschen Truppen aus der Umgegend von erfdat erst nach Zahlung der alsdann fälligen Milliarde. Um diese Zahlung baldmöglichst zu leisten, ist Hr. Pouyer-Quertiec bereits im Begriffe, die ausstehenden Einzahlungen auf das große Anlehen bei Bankhäusern zu e5comptiren und Co schon zum 15. August die Räumung zu ermöglichen. Im Uebrigen ist die französische Regierung nicht ganz frei von Schuld, ob der verspäteten Räumung von Rouen, Amiens u. s. w., da der im Frankfurter Frieden angesagte Zahlunas- tcrmtn für die ersten 500 Millionen - 30 Tage nach erfolgter Einnahme von 3>art« durch die Versailler Truppen — schon lange verstrichen ist und ersichtlich die Zahlungen zu spät begonnen haben. London, 19. Juli. Der Exkaiser Napoleon fuhr mit dem Prinzen Achille Murat mittels Extrazuges nach Erith, um von dort aus eine kleine Themsefahrt auf dem bekannten Cigarrenschiff der Firma Winans von Baltimore zu machen. -Die bonapartistische Morning-Post bringt heute wieder an hervorragender Stelle eine Liste hochgestellter Leute, welche „den Kaiser Napoleon und die Kaiserin Eugcme" während der letzten Zeit in Chiselhurst besucht haben. Es sind die Prinzessin Louiie mit dem Marquis of Lorne, Fürst Teck nebst Gemahlin, Prinz Oskar von Schweden, die Herzogin von Cambridge und der Großherioq von Mecklenburg-Sirelitz nebst Gemahlin. B Madrid, 20. Juli. Heute findet eine Versammlung der Minister um 1 Uhr statt. Dieselben werden dem Könige insgesammt ihre Entlassung um 4 Uhr Nach- mittags einreichen. Man glaubt, daß die Cortes ihre Sitzungen vertagen werden bi» dre Krisis gelöst fein wird. Der König wird sich mit den Führern der Frac! honen in der Kammer besprechen. Börsen 21. ■ preu£S. 4',2' Frank*"' Wi Nase. 4Vi°jo Kurhesa. 4/l Gl 8*5, ' ; 3 v Bayer. 5°/j * 4% !J< Würtemb. 4 Baden 4'/?/o Oesten. Silb Papie ■ 5°^ Amerik. Born Mr. ucr»tlt Vermischtes. 6 in neuer Vulcan. Unter dieser Ueberschrift theilt die „Hallischc Zeituna" folgenden Brief vvn Gustav Wallis ans Manila vom 15. Mai mit: 9 ' 9 "Was man längst mit bangen Ahnungen vvranssah — den Ausbruch eines VulcaneS — hat sich jetzt in einer so traurigen wie unerwarteten Weise mit der Bildung eines aani neuen VulcaneS bestätigt. Die Insel Camiguin sollte der Schauplatz dieses furchtbaren EreianisseS werden. Schon seit Monaten wurden die Bewohner dieser, wie auch der Sr.fd Boiol (Sebu u A durch oft wiederholte Erdbeben beunruhigt, und mit immer größerer Spannkraft sah man einer Katastrophe entgegen, die der allgemeinen Angst mit Einem Schlage ein Ende machen würde Di- Insel Camiguin war nach und nach vom größten Theile ihrer Bewohner verlassen worden' obwohl eine Flucht überall auf die umliegenden Inseln ihre Gefahren bot denn jeder District wurde in letzterer Zeit mehr oder weniger von Erschütterungen heimgesucht. Da endlich ließ sich eim 1. Mai, Abends 5 Uhr, aus einem beim Dorfe Catarmon aufsteigenden Berge donnerähn- Uthes Getose vernehmen, daS, von einzelnen heftigen Stößen, wie Kanonenschüssen, unterbrochen bie Luft weithin erschütterte und stets an Kraft znnahm. bis denn schließlich mit lautem Gekrach der Bod.n sich «palielt und den empörten Elementen einen Ausweg ron 1500 Fuß Lange eröffnete Rauch und Asche, Erde und Steine wurden ausgeworfen und weit und weiter liegende Ortschaften allmählich damit überdeckt. Dann trat eine längere Pause ein, doch nur, um der entfeffe ten Ratur Zeit zu größerem Ausbruche zu lassen. Dieser erfolgte bald darauf, um 7 Uhr bei Einbruch der Nacht und begrub leider unter einem Feuerregen an 200 Menschen, die aus'Neuaierde Üch schnell um den Krater gesammelt hatten. Bis zum Augenblicke des Berichts hatte man 50 Lerchen hervorgezogen. Die grüne Waldung in weitem Umkreise wurde vom Feuer ergriffen und knatterte rauchend wie Splitter in die Lüfte auf, Menschen und Vieh vor sich hertreibend Das Schauspiel soll schrecklich gewesen sein und das Ereigniß überhaupt einzig dastehen in den an öuI- canischen Erinnerungen allerdings nicht armen Annalen dieses Archipels. Merkwürdig ist daß dem gewaltigen Vorfälle keine meteorologischen Anzeichen vorangingen, wodurch das Volk' noch hätte an die nahe Gefahr gemahnt werden können, die, für den Augenblick wenigstens, qanr un- vermuthet erfolgte. Der Krater hatte bei der besagten Lange von ca. 1500 Fuß eine Breite von 150 und eine Tiefe von 27 Fuß. Eigenthümlichen Thatsache sind, daß der Berg, der in seiner konischen Form und geoqnostt- scheu Beschaffenheit einen ganz vuleanischen Eharaeter zeigt, den Krater am untersten Theile bildete und daß auf dem abgestumpften Kegel sich früher ein umfangreicher See befand Dieser See entleerte sich durch einen Spalt am 31. December 1860 und richteten die ablaufenden Wasser viel Unheil und Schrecken unter den umliegenden Ortschaften an. Die Insel Camiguin liegt ungefähr in der Mitte der Philippinen zwischen Mindanao und Vvjol und gehört zu der gesegneten Gruppe der Visaiaö. (Ein anderes Camiguin liegt im Norden der Insel Luzon, in der Babuyanengruppe.) Auch von der freundlich belegenen Stadt Cebu auf der Insel gleichen Namens berichtet man von einem bevorstehenden Ausbruche. In einem Hause daselbst wurde wechselweiseö Heben und Senken des Bodens vernommen, und vermnthet man natürlich, daß auf selber Stelle sich ein Vulcan bilden werde, bestimmt, die ganze Umgebung, als? einen ganzen Stadttheil in die Luft j" sprengen. Die geängstigten Bewohner, in Erwartung dieser Katastrophe, haben ihre Wohnungen verlassen. ' vergleiche damit die Grabschänoereien der Franzosen an unfern deut- *Cn Breslau '1/Äi^N ^ilisation! i8 in Frankfurts Sprechzeit 3^5 Uhr Nachmüta^^äh^nd^^b^^Al"^ _ A m Bezugl'ch der Excesse zu KomgShutte wird uns heute!der Armen-Augenklinik (Dreikönigsstraße, Bäckergasse 2 in Sachsenhausen ^Sprechzeit Don ähnlicher e>t(te mitgetheilt, daß Niemand bei denselben getödtet wurde undi^lb 12 bis halb 1 Uhr Mittags) vollkommene freie Behandlung und wo nöthig auch nur zehn Personen Vkrwunvungen davongetraqen haben, von denen keine lebens-Verpflegung und Verköstigung fanden — Operationen wurden in dem zweijährigen --NU'ch * erfrcuh» auch Bltf, L-r-ch'.igu'ng ist', f, b-dau.^i^HfL"; «LS «hr., 460 Mi, Fvanksurt a M. Nachdem jetzt der neunte Jahresbericht der Dr. Steffan'- schb" Augenhellanstalt dahier erschienen ist, haben wir zugleich mit dem Referat über diesen letzterschlenenen Bericht auch noch des achten Jahresberichtes zu gedenken, dessen Veröffentlichung in den Beginn des vorjährigen Krieges fiel, daher der allgemeinen Beachtung entging. Vom 1. April 1869 bis 1. April 1870 betrug die Zahl der Hülfe- suchenden Augenkranken 3110 (gegen 2854 im Vorjahre) und stieg im letzten Jabre b. h. vom 1. April 1870 bis 1. "pril 1871, trotz der durch den Krieg vielfach gestörten Verkehrs - Verhältnisse auf 3291; das wären also in 2 Jahren 6401 zur Behandlung l gekommene Augenpatienten. Davon kommen 3588 auf die Prioat-Anstalt lKröaerstrake L 2>/r Stecken 186 , 1 Nadel - S! ur Auf das zu N'kken geeignet. 2unge wird beso in den $ Wtenbaum un öurrc und Mini Müßt, fonunt1 1 Uhr in der A gebot. Kusammcnku Tigerung pfä ^r Seg an g-Aen, den. ^rotzherzogliche üT '— <0 (D Mjemehi! Anilln-rint 2*en auf itA ää äfnflfr und b|e bul,r$roc(6u, ’!,W' di! $3.1. lnf“16 dies,, "* di- eiu’ "Mwniioi r unb dj, W< ij eMi« , ^gtgoit von \6lt ^sßkhen. L'C0®Piirtn und leigen iß dir I Räumung i Zählungs. ! ^inna^me von ; 1 un* erfichtlich I W"|tt Achille M Tbemsksnhrt "ore zu machrn. 'ragender Stelle Kd die Kaiserin bs find die Sewablin, Prinz ^etzherzog von ißer um 1 Uhr n 4 Uhr Nach- ntLtzcn werden, tytrn der gnt* Zeitig" folgnrda wtS Salranrf nnri gjnj neuen tbaren Greigniftt 9ojfl, 6ebu u. A. st sih man einet it machen würde. mdaffen murotn, mm lebet Distrikt "i endtch ließ sich tzerze binnet^n- igfftn, nntrtbwAen, ui, lauiem Öttiad) 'l5 Länge eiojsvele. siegende crtl'chast-° im der enffeffelhn i 7 W, bei Qi"-' Le auS Neugierde W batte man 50 Wer ergriffen und 'berlreiberb. Dat tn in den an onb rt-ürdig ist- taf 6 tat Soll °och masten«, tz-n; aß e-°e B«ile rs° iorm und ,m untersten Ae'le iee tefant. W ^lausenden * 2 3% Livorneser 325,ä 5O/o Toscaner 52 '/2 5% Elisabcth.-Prior. 78 do. II. Emiss. 76^ Anlehensiooise. Kurh. 40 Thlr. Loose 653/^ Nassau 25 ft 39 4O/o bayr. Präm.-Anl. 109 t/s Ansbacher 7 fl. ll5/8 4% badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 661 2 Oestr. fl. 250 v. 1854 75 1858r Prioritätsloose 166 1860r Loose 837/8 1864r „ 123 Braunschweiger 18’/4 , Stadt Florenz 83 I Borsenuacbrichten. 21. Juli 1871. Preuss. °/9 Oblig. 98 Frankl'. 31/2% ObL 823/8 Nass. 41/2% Obi. 97 Kurhess. 4% „ 88V4 Gr. Hess. 5% Obi. 102 » „ 4% n 951/4 n n 3V2% n - Bayer. 50, ü „ 1007/H W 41/2 0/0 1jährige 98% n 40/g 1jährige 925/8 Würtemb. 4V2 % Obi. 97 Baden 4i/2o/o Obi. 0. E. L. 963/4 Oesterr. Silberrente 56i/2 ' „ Papierrente 48 3001 i Für die Vaterländischc Feuer - Versicherunas - Aetien- Geselllchast M Elberfeld 3W4) t-tia S.übch-n, mii adn °im°Mö- bttttgcn''u»d7eN»rämi.n »eu-rs- ....d ErplosianSgefahr l, vermiethct Wittwe Glock. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Für Dierwirthe! Zusammenkunft und Beginn der Ver- 3092) Mein Lager von Frankfurter steigerung praciS 8 Uhr ans dem Matzen- Exvort - Bier , auS der Frauerei von bornet Weg an der Sandkante im Tempel. Henrich, bringe in empfehlende Gteßen, den 18. Juli 1871. _ Erinnerung und bemerke. daii -u nlrirfiem Spanier, neuest. 30/0 313/4 Aetlen. Frankf. Bank 1363/4 Frankf. Vereins-Kasse 108 Darmst. Bankact. 365 Wien Bankactien 736 Galizien 2351/» G MU- Zur gefälligen Beachtung. IC Einem geehrten Publikum zeige hiermit daß der Schluß des Verkaufs von Schreib- D Papier re. re. morgen (Dienstag) Abend K Achtungsvoll S G. Krüger, ans Berlin. H U 3100) S ergebenst an, H Materialien, K stattfindct. eit w* Post iizegkn I ->-> Loncert Verlag von Adolph Reftlöhöftr in Leipzig. Ans allen Welttheilen. des Ntusikdircctors W. Mickler Miliwoch den 26. Juli 1871, Abends 5 Uhr, in der Stadtkirche. Judas MaecaBiäos, Oratorium in drei Ablheilungen für Solostimmen, Chor, Orchester und Orgel von G. F. Händel, neu instrumeulirt und bearbeitet von J». tx‘ huulpaintner, unter gütiger Mitwirkung der Concertsäugerin Fräul. L. Thomae aus Frankfurt und des academischeu Gesangvereins dahier. Das Orchester wird durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler verstärkt. Eintrittskarten Jllustrirte Monatshefte für Länder- und Völkerkunde. Nedigirt von Dr. Otto Delitsch. Preis jedes Monatsheftes : 6 Sgr.; auch einzeln zu haben. Inhalt des Iuniheftes 1871 : Das Deutschthum in Ungarn, von R. Zöllner. Die Einnahme von Santa Cruz. Von Kairo zu den Mosesbrunnen. Die Skandinavische Halbinfel, von A. Ravenstein. Die Langue d'oc, von I. Thiessing. Die Nordamerikanische Handelsflotte. Der Harz von H. C. W- Bartholomäus. Die Kumyszbereitungs-Anstalten, von W. Groß. Die Mineralquelle bei Birresborn, von Fr. Juncke. Der Schlangenberg im Altai (nach B. von Cotta.) 27 Miscellen: Der projektirte Elbe-Spree-Kanal. Die Kohlenwerke von Saarbrücken. Rußland (2). Botanische Ergebnisse von Schweinfurt's Niam Niam- reise. Französisch-Amerikanisches Telegraphenkabel. Statistisches aus Neufundland. Vereinigte Staaten (5). Petroleumausbeute in den Verein. St. u. Kanada. Chinabäume auf Martinique. Nordpolar-Erpeditionen 1871. Australien (7). Die Naturhistorische Gesellschaft in Hannover. Der Internationale geographische Kongreß in Antwerpen rc. Mit 9 Holzschnitten. Diese Monatsschrift, reich ausgestattet mit vortrefflichen Holzschnitten und Karten, bestrebt sich in ansprechender und allgemein verständlicher Form, geographisches Wissen, das für Jeden so wichtig ist und dem wir zum großen Theil die Erfolge im letzten Kriege verdanken, in den weitesten Kreisen zu verbreiten. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postämter des In- und Auslandes. N The Gresham. Englische Lkbenmiersicherungs - Gesellschaft in London. Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Gewinnanteil Versicherten- . . Resultate des am 30. Junr 1870 abgelaufenen 22tcn Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,4l5,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die (9c-- sammtrahl der Versicherungs - Verträge auf 23,945, für eine Total-Versiche- runas - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. Prämieneinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs- für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinscrträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte Capitalien eine Gesammt-Brutto-Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt. Fi,r Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnanteil) Fcs. 3,470,084. 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Ca- vitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt. Der Gesammt-Rcservcfond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Vertheilung. ... Prospecte und alle wetteren Aufschlüsse werden erlqettt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: C. B e r n n in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: S- Flörsheim. für einen nummcrirten Platz im Schiff der Kirche und auf der Orgel » 1 fl. 12 fr- einen nicht nummerirten Platz ebendaselbst und auf der ersten Emporbühne...........» — -*8 „ die zweite Emporbühne....... • d — » sowie zur Generalprobe, welche Mittwoch Vormittags um 9«/2 Uhr in der Kirche stattfindet........d — 30 „ unb Texte des Oratoriums ä 6 kr. sind in den Buchhandlungen der Herren Ricker und Ferber zu haben. W. Mrckler. Mestaxiratitoii von W. Hofmann, 3109) Dienstag den 25. Juli: Vorletzte Concer t« Soiree, gegeben von der Sänger-Gesellschaft Ferdinand Greif. Auftreten des berühmten Herrn Albert Ohans als Soubrette. Anfang 8 Uhr. Der Krieg mit Frankreich mm 11??. Eine Kriegsgeschichte für das Volk, enthaltend sämmtliche officiellen Telegramme, die wichtigeren amtlichen Aktenstücke, Thronreden, Armeebefehle und Proclamationen, sowie die interessanteren Privat- Telegramme und Zeitungs-Nachrichten, nebst einer Verlustliste und einer Liste der sämmtlichen in diesem Kriege den Angehörigen der Großherzoglich Hessischen Division zu Theil gewordenen Auszeichnungen. Mit besonderer Berücksichtigung der Großherzoglich Hessischen Division. Zusammengestellt und durch verbindenden Text ergänzt von Ferdinand Dieffenbach. Darmstadt G. Ionghaus'sche Hofbuchhandlung, Verlag, gr. 8°. geheftet. 128 Seiten. Preis 30 kr. Vorräthig in allen Buchhandlungen. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Centrat-Durrau tiir Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden fofort direct an die betr. 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