Aiijriijtr Samstag den 25. Februar Nr. 4S «»i-Ijtaten WW die er rüxe. V 7»n® ibeD* anfr im- brah nn Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 h. Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition : Lanzleiberg Cit B. Nr. 1. ah Pe^T 77! a m -a SciD* . " LILinc Atrk Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hichen. -- “ ’ ' 1871 Aber __ bevor wir auf den eigenthümlicden Inhalt des besonderen pieußl- Geistcs, die reiche Mitgabe vorzüglicher und wohl zu pflegender Eigenschaften, dem Deutschen Reiche zubringt, so wie auch auf gewisse Mangel, die er Das Deutsche Reich und der neupreußische Sondergeist. Unter diesem Titel bringt die „tibln. Ztg." folgenden bcherzigenswerthen ioWti. Silben, ^•ter’lfabanif. ------- - ~ ~ werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B-1, als auch Ullt SlnjCtfJCI? bet allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. : Achsen. n i“v°'mi S m d^vtttr untn gewählter Reichstag in dasselbe einsübren soll, haben wir errungen, und wir wer- den uns dafür wahrlich keinen Wechselbalg unterschieben lassen, erfüllt mit dem nkupreußischen", d. h. jenem übcrhebungSvollen ostelbischen Iunkergelste, dessen Führer einst einen Mann, wie den Freiherrn von Stein, weil er em Herz hatte für die Bauern und die Ideen de« 4. August 1789, im Komplet mit Napoleon 1. in die Verbannung trieben, und der später bemüht war, unseren westlichen neu- erworbtnen Provmzen, so viel an ihm lag, statt des gleichen StaatsburgerthumS eine H-lotenstellung zuzuweisen. Der gute al,preußische G°,st, der, in Deuttchland hinetnwachsenv, sich ftlbjl ausweitete und befreite, steht tm stärksten Gegensätze zu dem ncupreußischen Sond.rgeiste, der solchem befreienden WachSthume Preuß.n« Halt gebieten und selbst die Wissenschaft zur Umkehr bringen wollte. Mit der neuen Aera und dann weiter mit dem Jahre 1866 begann dte gesegnete Wendung und das Jahr 1870 hat sie vollendet. Seit 1866 ist nicht bloß der^rortdeulschk Bund, ist auch Preußen selbst von einem besseren Gleichgewichte der Stamme und ihrer g.ist.g.n Richtungen e.füllt Sei. 1866 regieren selbsti in Preußeni fete ofr ilbischen Ritter nicht mehr so überwiegend allein, und fett Westfalen und Rhein- land und Thüringen an b-n dannoverschen und nordelbischen Niedirsachfen, |otoit an den Hessen und Nassauern wirksamen SuccurS erhalten, war die Rückkehr einc» neupreußischen Regimentes von Westfalen-Raumer schon.unmöglich. No» mehr war im Noiddeutschen Lunde eine Gesetzgebung im Geiste Raumer-Westialen von Hause aus undenlbar und wird die« offenbar no» viel mehr >m neuen Deutsche» Reiche sein, in welchem alle deutschen Stämme einander ergänz,n und gegenseitig 6 Die Kaiserkrone ist mit dem preußischen Schwerte erkämpft. Nicht als ob Dir die Mitwirkung unserer Bundesgenossen irgend unterschätzten; aber es fleht lach wiederum geschichtlich fest, daß diese überaus schatzen-w-rthe Mitwirkung ein Srgebniß der preußischen Siege een 1866 ist, — eine Wahrheit, welche uns r> damaligen Gegne-n, jetzt treuen Bundesgenossen, gegenüber durchaus Nicht verhüllt . ltl werden braucht, ja, von ihnen selbst, zu ihrer hohen Ehre, annfonnt ttiib. ©Hin nin ein Reich durch dieselbe Kraft erhalten wird, welche -s geschaffen hat, io iolaern wirt es ist Preußens Macht, welche das deutsche Katserthum tragt und al Und war Preußen« Macht nicht etwa nur als d,e Hausmacht des Katser- sotidern im höheren Sinne: al« der Kern der deutschen Mach. Überhaupt Es itt mithin vor allen Dingen, Preußen in Deutschland nicht aufgeh-n zu lassen, rielmebr seine Macht «oll zu erhalten. Das ist nicht parlicularisti che« Stock- "»tußenchum f es ist deutscher, weil preußischer Patriotismus. Soweit gehen d . i-iberalen ebenfalls mit, wenigstens die preußischen, w-lebe das vatertandslose Weltbürgerthun, noch nicht aus ihre Fahne geschrieben haben. Aber nun trenn n ach tu Wege. Der Liberalismus sagt, mehr oder weniger offen. Die Principien von 1789 (oder ihr Abklatsch, die Grundrechte von 1848) haben un« zum stig verhelfen; sie müssen gepflegt undausgebildet werden, um di.^.u.sch.8,:^he.t est zu begründen. Wir sagen dagegen: 'S sind dte Principien von 178. , wider welche wir ,-tzt so hart zu Felde liegen und die wir fort und fort -'«ch °Uen Rich- tunaen — in Kirche und Staat, in Familie und tn burgerl chcr Gesellschaft aus« entschiedenste bekämpfen müssen, soll anders das deutsche Wesen und btfonberfl 01-8 T ESm ^r^amm(tint« überh'bungS- und anmaßungSvollen neupreußischen Sonderg.ifte« müssen wir sofort aufs allerendschied.nste wid.rsagen, eber. s°'en - schieden, wie dem ultramontanen ParticulariSwuS, und noch wett entschiedemr wie dem volksparteilichen, engherzigen und ängstlichen Partieularismu» in -Schwaben, den, uns einlossen — wollen wir uns zunächst klar aussprechen über die reich«, verfassungsmäßige rechtliche Stellung des preußischen Einzelflaatc« un h"8'st°0"n Deutschen Reiche. Es muß hier dem neupreußischen UeberhebungSgcluste, dem leidigen Gegentheile des freien, allpreußischen Geiste» früherer Zeiten, sofort an der Schwrlle der Riegel vorgeschoben werden. 3m Deutschen Reiche besteht hinsichtlich de» UnterwersungsverbaltniffiS der Einzelstaaten zur Erntralgewalt zunächst forwel-rechllich eine vollkommene Pantat. Bei der Bildung des Inhaltes der Reichsgesetze und eben des gelammten R'ichs- willens überhaupt, da haben die Einz'lstaaien je nach ihrer Bevolkerungszahl und ik nach ver hiermit tm enteren oder weiteren Vcrhältmsse abgestuften Zahl ihrer Stimmen im Reiebstage und im Bundesrathe allerdings einen sehr verschiedenen großen Einfluß-, aber in der Pflicht des Gehorsam« gegen den verfassungsmäßigen RechSwillen und ganz besonders .ücksicht'ich de« Krieg« und Frieden»und de« gesammten internationalen Staotenverk.hr», dem höchsten Gebiete aller Pol "k, da stehen sie, groß und klein, durchaus gleich, eben al« sammtlich gU^-r Weise me diatisirt durch Kaiser und Reich. Der Träger ter preußischen K°nigSk,onc und der Träger der deutschen Kaiserkrone ist verfassungsmäßig eine und dieselbe Person, aber der preußische Staat und der preußische Landtag miisammt seinem' Verren- Hause werden durch diese Personalunion der beiden K-on-n im mindesten berührt, sie st-ben zu Kaiser und Reich um 8-'»«» ^°« '- Staat und Landtag von Sachsen oder von Württemberg. In al -n L-utschen Reiche und im späteren alten Deutschen Bunde hatte allerdings der König von Preußen al« souveräner König eine« außerhalb "« Deutsche» R«»e« und a«b r. halb de« Deutschen Bunde« gelegenen speciellcn Königreiches, das seine Haupts d am Pregel hatte und n,»t an der Spree, eine völkerrechtlich andere Stellung, al« die Fürsten und Landesherren von Bavern und Württemberg , aber von ettwm solchen Unterschiede weiß die Bersassung de« neuen Deutschen Reiche« ntchtt. im strengen Wvrtsinne souveräner Staat ist gegenwärtig nur noch ^Dnusch- - Reich, und eine tn diesem strengen Sinne souveräne Krone auf d.« Deutschen Reiches Boden nur noch die deutsche Kaiserkrone. , Allerdings ist die historische deutsche Kaiserkrone niemals eine absolute ge. wesen und die neue hohenzell.rn'sche ist e«t eben so wenig. Alle deutschen Ein- > zetstaaten und besenec.cn Landeshoheiten sind zugleich unmittelbar auch Rnchsstanve mit Sik und Stimme in den maßgebenden Käthen und Vcrtretung«korpe,n der ' Natirn,^ Der tm Deutschen Reich- geltende inhaltvollc kaiserliche Wille bildet sich ' im Ratbc mit den Kammebheiren, ober auch Generalen u. dergl., sondern ' 4 . OTT* -1C- — 1 (1) . 1 JL 1 ..mW SU Brodpreife vom 28. Februar bis 3. Mär; 1871, nach eiaener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte« Brod 21 kr. 2 Pfund gemischte- Brod 10-/2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 fr 2 Mund Roggenbrot r. Brodpreife: Bei Bäcker Spier: 4 Pfund Roggenbrod 17 kr. 4 Pfunb^gemlschtcs^rod^^kw^^^^ 8,lltt\Lor wir in unserer Auseinandersetzung mit dem ultramontanen oder tltriCalen Partieularismu«, gegen den wir hier in unseren westlichen am nisten zu kämpfen haben, fortfahrcn, wollen wir noch einen Blick auf unfern ost scheu schlimmsten Gegner, auf den neupreußischcn Partieularismu« werfen. Die beiden genannten Gegner strecken sich ja so eben, auf dem preu&.fcben Land- .... hxjde weil vorgkbeugt die Hände entgegen. Sie suchen sich einander un« 'nüber in die Hände zu arbeiten, so grundverschieden auch, sobald fl-uberNe gemeinsame Feindschaft gegen di. liberalen Tendenzen hinauSgchen muffen, ihre beiderseitigen^p^ol ^^.3* Zeitung erklärte neulich (in ihrer Kummer 35) in 0riufl auf di. „Wiederherstellung von Kaiser und Reichs Aber diese Ersullung °I rr^Hoffnunaen ce« deutschen Volke« wirb un« die Gewißheit des Frieden» nicht .den^wlnn diese Form nicht mit dem echten deutschen G.iste -rfullt wird und iriüllt bleibt, welcher ihr einst ihre Herrlichkeit gab, — mit >enem Geiste, welcher t[, Freiheit nicht in der Atomisirung und das Recht nicht in der Esnerlnh-it, tit Nationalität nicht in ver Centralisation und die Voraussetzung .""er leben- tiacn Entwicklung nicht in sogenannten Grundrechten suchte. Di. deutsch. Fie b entwickelte si» im Gegensatz zu dem StaatSadsolutiSmu«, welchem Frankreich, da« mnnarfhiidie wie das republikanische, anheiwsiel. Und nimmermehr wnvdN wir UN- t?unntt Sicherheit 'g-g-nlsrankr-ich gewinnen, wenn wir uns nicht von dcn befrei kN ihfchtn °lteen Frankreichs frei machen und frei erhalten. Diesen Sätzen lonutcn wir uns «sehr wohl anschli.ß.n, wenn w.r nur sich,r schen ' wüßten, was btt unter der au-zuschließenden Atom.sirung und S.n.rle,heit und -. ^cren Stämme wird adzustr-.s.n ha- lutter bin politischen Jbcen Frankr.ich« verstanben werden soll. Wenn w.r unser im Reiche mit mt «h __ b I.....fl„ „„«tnr^n über die reich«. Ltrständniß btn Worttn unterlegen dürft.n, dann kotknten wir da« alle« ganz wfrichtig unterschreiben;-allein ziehen wir die uns seit zwanzig Jahren genugsam bekannten Grundsätze und R-kcnsart-n der Niuen Preußischen Zeitung .n Tracht dann verhält sich da« leider ganz ander« Ein wenig. Tage ^vorher lin ihrer Nummer 31) erschienener Artikel über „die deutsche Kaiserkrone fuhrt vns schon sofort aus di. rechte und feit lange wohlbekannte Fährte. Da a uiiaeniUK'ti —'' " n r . A,«i- Was die Neue Preußische Zeitung meinen mag, wenn sie sagt, c« gelle jetzt, Preußen in Deutschland nicht ausgchen zu lassen, vielmehr seine Macht »oll iu erhallen, wissen wir niebt g-nau. Sicher aber wissen wir, daß der preußisch. Staat gerade so wie jeder andere deutsche Einzelstaat dem Deutschen Reiche ein- verleibt und zu verfassung-mäßigem Gehorsam gegen Kaiser und Riich verpflichi-t ist. Die nationale Rcichssouvcränrtät besteht bereit« zu Rechte, und sie z' I Ilten wie einen Roch« fee Lronee, tn« ist der erst, und unverbrüchlichste Punk. Die deutsche Kaifttkrom ist mit Nichten alle.«i durch Vas preuß sch und noch nicht tm .. .... ■ unfc Bunde-rath. viel weniger durch da« n.upreußische Schwert ..kämpft, chndern ganz und ga .n per^ssung-maßi,g — fl, la durch da« deutsche Schw.rt, erkämpft von d.r deutschen Wacht am Rhen im begeisterten Kamps, für di. Unabhängigk.lt de, deutschen Nation! E« st in hoff nung-srvh.r Begeisterung g.kämpst um di. Wi-dcrh-rs ellung """ ^ig.' Deut. sch.n Reich'« au« d,m „urrig'nen Geist, d.r Nation", wie <« schon 1813 von «-lisch au« unseren Vätern verheißen, aber in Folge ^'""^lcherKünst-un lichsten Verhandlungspunkte stattfinden wird und daß der Vertrag bis zum Samstag in der Assemblee mitgetheilt werden kann. — Nach Abschluß des Frieden- wird die Assemblee ihre Sitzungen vertagen. Die Wiederzusammenkunft wird in Parts Lm Programm der Nationalliberalen. Hieran offen festzuhalten, sind wir auch noch unseren süddeutschen Parteigenossen schuldig. KriegSnachrichten. Versailles, 22. Febr. In Folge der gestern hier zwischen Graf Bismarck und Thiers Statt gehabten Verhandlungen, in deren Verlauf sich der Bundeskanzler mehrmals zum Kaiser begab, ist der Waffenstillstand einstweilen um zwei Tage, also bis Sonntag Abend, verlängert worden. Die Regierung der nationalen Vertheibigung hat ein Schreiben an Garibaldi gerichtet, um ihn für die große Gleichgültigkeit zu entschädigen, welche die Kammer an den Tag legte. Es lautet: General! Der Kriegs-Minister übergibt uns den Brief, worin Sie ihre Entlassung als Odercommandant der Vogefen-Armee geben. Indem die Regierung diese Demission annimmt, hat sie die Pflicht, im Namen des Landes Danksagungen und den Ausdruck ihres Bedauerns an Sie zu richten. Frankreich wirb nie vergessen, daß Sie, General, mit seinen Kindern glorreich für die Vertheivigung seines Gebietes und für die republikanische Sache gekämpft haben. Aus Villeneuve le Roi, 13. Febr., wird der „Schles. Ztg." vom 6. Ar- meccorps geschrieben: Die Geschütze, Gewehre und Säbel, welche innerhalb der Enceinte von Paris sich befanden, sind uns gewissenhaft au-geliefert worden, jedes Armeecorps hat einen Theil übernommen, unser 6. Corps allein 80,000 Chasse- potgcwehre, 52 neue bronzene Mitrailleusen und 420 bronzene meistens gan; neue Geschütze, zum größten Theil leider Vorderlader. Dom hiesigen SanitätS- detachement waren 1 Unterofficier und 2 Mann trotz des strengen Verbotes von Jory aus nach Parts hineingegangen, waren auch vermöge ihres rothen Kreuzes am Arm ziemlich unbehelligt auf den Boulevard- umherflankirt, infolge von In vectiven des Straßenpöbels wurden die Drei aber endlich zu ihrer eigenen Sicherheit verhaftet, vor Trochu geführt, der sehr freundlich und warnend mit ihnen sprach, sie sehr gut mit Chocolade und Pasteten bewirthen und dann zu Fiacre wieder an die Enceinte bei Fort Jvry bringen ließ. Diese Promenade durch Paris büßen die drei Sanitarier jetzt mit 14 Tagen Arrest. — Jever Offizier erhält während des Waffenstillstandes 15 Frcs. täglich Teuerungszulage, welche jedoch kaum die um- Fünffache gestiegenen Preise deckt. stattfinden. △ Paris, 22. Febr. Der Iockei-Club und der Club de la rue Royal haben beschlossen, baß für die Zukunft kein Preuße als Mitglied ausgenommen werden kann. △ Bordeaux, 22. Febr. Dercorstcanische Präfect Naquet hat seine Demission gegeben. 41 andere Präsecten folgten diesem Beispiele, um ihre Absetzung zu vermeiden Börse bei Anfang 54, später 53.30. Aus Pariser Briefe finden zahlreiche Transactionen statt. △ Bordeaux, 22 Febr. Einige Journale wollen wissen, Buffet habe das Finanzministerium von heute an resustrt, waS die Ursache der Baisse an der Börse sei. Schluß 53.45. Remusat, welcher schon acceptirt hatte, änderte wieder seine Meinung und theilte der Regierung in einem lakonischen Schreiben mit, daß ihm neue Arrangements nicht erlaubten, seine Annahme aufrecht zu erhalten. △ Bordeaux, 23. Febr. Thiers hatte vorgestern eine Conferenz mit dem Grafcn Bismarck in Versailles. Die Gerüchte, welche über die preußischen Forderungen im Umlauf waren, entbehren aller Begründung, lieber den Inhalt der Unterhandlungen wird von Seiten der Betheiligtcn absolutes Stillschweigen bewahrt. A Amiens, 22. Febr. Die Truppen des 1. deutschen Armeecorps haben Befehl zur Concentrirung an der Somme erhalten. △ Brüssel, 23. Febr. Man meldet dem „Echo du Parlament" auö Paris v. 20. v. Mts.: Die Börse hat heute neue Fortschritte in ihrer steigenden Tendenz gemacht. Man kauft aber stet- mit großer Vorsicht. E- werden säst ausschließlich franz. Fonds umgesetzt. Die Clubs haben erstaunlicher Weise aufgehört; die jacobinischeil Redner beschränken sich in ihrer Thätigkeit auf Belleville, wo die Rothen noch immer in Gunst stehen. Es herrscht überall Ruhe. — Die Posten und Die Eisenbahnen bemühen sich, ihren Dienst allmälig wieder zu regeln. Täglich finden Austheilungen von Lebensmitteln statt, welche England geschickt hat. Die Armen machen am VertheilungSplatze oft bis 10 Stunden Queue. Oie englische Verwaltung hat die Vertheilunz dem Hause CopeStatre, Morc Crampton & Comp. anvertraut, dessen Direclor bet dem Ausgeben der Lebensmittel persönlich zugegen und durch seine menschenfreundliche Thätigkeit sehr popu- München, 18. Febr. Die schon ost erwähnte Angelegenheit des gegen das Unfehlbarkeitsdogma protestirenven Pfarrer- Renftle tn Mering bei AugS- bürg gestaltet sich immer schwieriger, so daß ein Einschreiten der Regierung aus die Dauer sich kaum wird umgehen lassen. Es kommt dort vor, vaß von dem Pfarrer oder seinen Kaplanen Vormittag- von der Kanzel gegen, von dem durch den Bischof aufgestellten Dicar Nachmittag- für die neue Lehre gepredigt wirb und vaß dabei selbstverständlich allerlei Verwahrungen und auch persönliche Angriffe mit unterlaufen. In der Gemeinde aber regen diese Verhältnisse immer mehr auf. Zum Schluß noch die Neuigkeit, daß wahrscheinlich in Folge de- Meringer Conflicts der Bischof von Augsburg ferne Stelle aieberlegen wird. Amiens, 22. Febr. General Chanzy hat einen Tagesbefehl an die Armee erlassen, worin er dieselbe auffordert, sich zum Kampfe bis zum Messer bereit zu halten, wenn Deutschland beabsichtige, Frankreich zu vemüthigen. Frankreichs Gebiet müsse eben so intact bleiben, wie feine Ehre. Cherburg, 22. Febr. Die Armee Faidherbe- trifft zur See von Dünkirchen em, um' Chanzy zu verstärken. London, 22. Febr. Unterhaus. Rathborne fragt, ob die anglo ameccka- Nischen Commissäre Instructionen erhalten haben, um auf Veränderungen de- internationalen Seerechts hinzulvirken, welche die Gefahr einer Collision zwischen Neutralen und KnegSführenven auf das geringste Muß reoucirtn. Gladstone verweigerte eine Veröffentlichung der Instructionen; aber eine Verbesserung sei wahrscheinlich. — Oberhaus. Malmesbury fragt, warum der englische Consul während Der Belagerung von Paris abwesend war. Das Bombardement sei ein Schandfleck Preußens. Granville sagt, die französische Regierung habe den dringenden Wunsch geäußert, daß N chtkämpfer von Paris abretsen. Die An- klage Lyons im Unterhaus fei durchaus unbegründet. Derselbe habe sich anderswo nützlich machen können. Consul Aslee und Oberst Claremont seien bis De- cember geblieben. Spätere Informationen wären ohne Werth gewesen. A-lee sei nach Pari- zurückzekehrt. Loudon, 22. Febr. Der „Daily Telegraph" constatirt in Betreff der Pariser Wühlen, daß von 547,818 Wähler, die eingeschrieben sind, nur 328,970 an der Abstimmung Theil genom nen haben. Es resultirt also daraus 220,009 Wahlenthaltungen. Da nicht eine Stimme der rothen Partei gefehlt hat, so darf angenommen werden, vaß die Gleichgiltigkeit Der gemäßigten Elemente die Ursache Des erhaltenen Resultates ist. W.nn die Gemäßigten ihre Lage ge- wirrbigt und ihre Stimmen abgegeben hätten, würde die ganze liberale Liste, anstatt der rothen, vurchgegangen sein. Telegraphische Depeschen. + Berlin, 22. Febr. Die „Provinzialcorrespondenz" sagt: Die deutsche Reichöregierung hat die Forderungen, welche sie im Interesse einer gerechten Ent» schädigung Deutschland-, sowie einer zukünftigen Sicherheit stellen muß, so bestimmt auf da- Maß des Unerläßlichen beschränkt, daß es für d.e französischen Unterhändler in der Hauptsache sich nur um einen raschen, festen Entschluß handeln kann. Nur falls bei Ablauf des Waffenstillstandes die Forderungen Deutschland- im Wesentlichen bereit- angenommen sind, wird möglicherweise eine nochmalige Frist von einigen Tagen zum definitiven Abschluß gewährt. Die Regierung hat in der Zuversicht auf das Gelingen der Friedensverhandlungen Vertreter der süddeutschen Regierungen zugezogen. Die nächste Woche wird, wenn die bisherigen Anzeichen nicht trügen, die Grundlagen des wiederhergestellten Friedens bringen. A Stuttgart, 23. Febr. Heute reifen Major von Steinheil und Adjutant Fränzinger nach Versailles. Der König in Begleitung de- Kriegministers v. Suckow reifen morgen ebenfalls dahin. △ Hamburg, 23. Febr. Die Norddeutsche Bank hat in ihrer Generalversammlung für die deutschen Verwundeten 30,000 Bankomark mit allen gegen 2 Stimmen bewilligt. A Paris, 22. Febr. Der „Rappel" sagt: Man hofft, daß in der ersten Zusammenkunft Thier- mit Bismarck eine Uebereinstimniung über^i^auvtsacb- lär unter der Masse geworden ist. A Loudon, 22. Febr. Es verlautet, daß Baude Frankreich auf der Londoner Conferenz vertreten wird. A London, 23. Febr. Aus Versailles wird unterm 22. Febr. gemeldet: Der Kaiser hat Thiers heute um 10 Uhr Morgens im Präfecturgebäudc empfangen. General Chanzy war zugegen. Der Friede wird als geschlossen betrachtet, wenn er auch noch nicht unterzeichnet ist. General Chanzy hat den Kronprinzen besucht. Am nächsten Sonntag wird wahrscheinlich in ruhiger Weise ohne alle Triumphfeierlichkeiten der Einzug der deutschen Armee in Paris statt- finden. Die Truppen werden nicht lange in Paris verweilen. Privatdepesche des Gießener Anzeigers. A Bordeaux, 23. Febr. Die Friedensbedingungen sind von den beiderseitigen Bevollmächtigten festgestellt, über die Garantie der Kciegskostenent- schädigung ist »na» noch uneins. Der Vertrag wird heute noch unterzeichnet werden. (Ei »gesandt.) Ein Kunstgenuß seltener Art steht am Montag Abend den 27. d. M. dem kunstsinnigen Pnbliku n Gießens bevor! — Herr Robert Dietz- wird mit gütiger Bewilligung des Herrn Hugo Waier, Direktor dec Berliner Tb-ater-Akasemie, dessen berühmte- W rk: „Hchenzollern und die Bonaparte'-" die Ehre haben, vorzutrazen'. — Die Dichtung selbst ist erschienen kurz vor Ausbruch des Kriege- mit Frankreich, und wird dadurch um so interessanter, weil der Verlauf de- Kriege- mit den meisten Punkten der Dichtung übereinstimmt! Herr l)r. Eduard Schul; au- Berlin hrt mehrfach die Gelegenheit genommen, sich in der „Neuen Preußischen Zeitung" darüber au-zusprechen, und geben wir hier einige- wieder. Ec sagt: Keine Literatur der Welt hat so großartig entsetzliche Fantastegemälde aufzu- weisen, wie die zweite und dritte Abtheilung diese- „Traume-!" — Und dann vom vierten Bilde an diese absoluten Gegensätze zu dem Vorhergehenden. Diese deutsch patriotische Begeisterung für den geistreichen Beruf der Hohenzollern: Deutschland zu einen! Und doch Alle- nur streng historische Thatsachen in diesem „Traume" ! Diese Schilderung de- Mausoleum- im Gegensätze zu Napoleon- Grabmal im Dom der Inva« libt-n ! — Diese wunderbare Schilderung de- die düsteren Wolken durchbrechenden Vollmonde-, der Mondnacht-ruhe, des anbrechenden MorgenrotheS! — Diese imposante, überwältigende Schilderung der Gott-Erscheinung! — Wer da- nicht gehört hat, der kann sich davon keine Vorstellung machen! Freilich, eine gewisse, tn Berlin leider allzu verbreitete Sorte von „Gebildeten" hört «S und — kann sich doch keine Vorstellung davon machen, sondern amusirt sich, wie in einer klasi fischen Tragödie. Diese SpecieS „Gebildeter" thut besser, ihre Bildung in ein Possen-Theater zu tragen. Wer aber Großartiges, GdleS, poetisch Schöne-, Patriotisches durch Denken und Fühlen tn fich auszunebmen vermag, der versänme nicht, diesen Vortrag anzuhüren. NB. Auch hören wir so eben, daß Herr Dtetze dem hiefigen Zwetg-Verein für Kranke und Verwundete die Anzeige gemacht, demselben einen bedeutenden Theil de- R.ingcwinneS diese- Vortrage- zukommen zu lassen, und dürfte deßhalb schon dem humanen Künstler eine rege Betheiligung von Seiten de- Publikum- gesichert sein! Fri sch b ä ckcr zu Gießen. Sonntag den 26. Februar. Friedrich Zülch Wittwe auf dem Seltersweg, Carl Wallenfels an der Wettergasse und Carl Löber am Lindenplatz. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. GotteSdtellst: arm Oß KehruaY • ! Morgens: Pfarrer Landmann. Am 26. Februar. j Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Die Pfarrgeschlifte für die Woche vom 26. Februar bis 4. März besorgt Pfarrer Landmann. l itförbt« W auf^ Port». iu Siebenen; M 3"! 111 betreff^ I 4 8t 598) (litt, Die M Indem bmrken wir, g. ii 8 b. it ! c. in T d, it Wen M Dritte M W) Sir n wn Eisenbahn-Ges. Samßc w Gießen im Sihlil , , tritt Wlabtn. 18. Lj d z i« 0i ie>6( 5) flai den 18. Eß bi( |8B e I- Sä 'i .de la r« Rh( ,l,tt ?‘k"n" Mb f,n|° ^eft 4 *•- ««Ra habt tl •5* -°dmr WlÄJ! ;)(| 6*rtibtn ar )at E'ilcht |Q 4 ^"srrrilz mil tl| „7 M’&ta fc. Dtbn dk° Jübait le ■(< ^n^^etigtn V Iratttor^i bah aus ;» ? 11 ’Wt itigtntt! ’;♦* 6i ttrtta i,“ 1:-i '4fr Stift«. ;-: N a»! Lrllnik -‘fril Sok - I Don Frauklurl a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als offtctcUer Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolph Rosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Irankfurt a. M. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Matter", „Kladderadatsch", „Figaro." Bursen nachrichlen. 23. Februar 1871. Preuss. 4y2o'o Oblig. 92 Frankf. 31/2° 0 Obi. 81 Nass. 4V3°/o Obi. 92*/4 Kurhess. 4% n 82 V2 Gr. Hess. 5«/0 Obi. 101 ?/s „ n 40,0 n 93-/4 n n 3V2O/o n - Bayer. 5° 0 n — „ 4y2O/o 1jährige 94>/r n 4% 1jährige 87 Würtemb. 41/2% Obi. 921/2 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 92% Oesterr. Silberrente 553/4 „ Papierrente 483/g n 5% M. steuert — Amerik. Bonds 1881r 98-/^ „ n 1882r 953/4 d „ 1885r 951/4 « n 1887r 95‘/8 Spanier, neuest. 3% 3O7/16 Actien. Oeat. Creditact. 241V» 5O/o östr. F. St. E. B 3621/4 Lombard. Bahn 1721 /2 Ludwigsh.-Bexbach 164i/2 Maxbahn 1091/4 Bayer. Ostbahn 1243/4 Hess. Ludwigsb.-Act. 136 Alsenzbahn-Actien 851/4 Oberhessen „ 663 4 Prioritäten. 3% öster. Stab.-Prior. 553/4 3°/0 öst. s. Lombard 73 30/0 Livorneser 3N/2 5O/o Toseaner 497/8 5% Elisabeth.-Prior. 7?i/2 do. II. Emiss. 75-/2 Anleliengioose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64i/2 Wechsel. Amsterdam k. 8. lOO1/* Augsburg k. S. 997/8 Berlin k. 8. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047/e Hamburg k. S. 88Vs Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/g Lyon k. S. — Paris k. 8. 941/2 Wien k. 8. 953/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disoonto 31/20/q G. tteldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/8-45i/6 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Nassau 25 fl. 38i/2 Pr. Friedrdor 9 57i/2—58i/2 4% bayr. Präm.-Anl. 1083/e Pistolen . . 9 45—47 Ansbacher 7 fl. 12 40/0 badische Loose 108 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 108t. 9 54—56 Aetien. Frankf. Bank 132'/a Frankf. Vereins-Kasse 1041/4 Darmst. Bankact. 319 Wien Bankactien 6911/2 Galizien 238 Badische fl. 35 Loose 601/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 70- 4 1858r Prioritätsloose 1553/4 lK60r Loose 771/4 1864r n 118 Braunschweiger 163/4 Stadt Madrid 217/8 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 27—28 Engi. Sover. 11 55—59 Russ. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 27—28 gemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen Tiitrnfr «f tn Gießen, den 24 Febxuar 1871. OÄlftr. 16 314 250 / 401 *V15 242 81/. Februar 1871. 3,/s3 45/96 o 105 23 156 460 n i- 1« * c .Iris* w 3> Flur Nr. V306 i J rtttr zu rtjdi ■ *1 gtfdl Bl alten Qitt - r öcptitaire, Z.mbfi Irr ! I::nafcit (ebr tt|i an den Grüninger Pfad, gibt 23-/4 fr-, 376 Wiese am Erdkautcr Weg und Grüninger Pfad, gibt 1 fl. O3/* fr., 277 Acker an der Marburger Straße, gibt 48V2 fr- ZWN. ^ricbtnebttii •eöUeittigtti • y-rtraq »H 1 22 ftkbs. gtirlfc 1 ^iirairgfbäui( n i rt a's vWlef« k kifral Gbiip bsite 11 rüb'gn ki Ire« 11 pms ir Acker im Schlangenzahl, zieht durch den Schützges- brunnenweg, gibt I6V4 fr., 455 Acker an der Erdkaute bis Gießen, den 23. Februar 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Iughardt. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bogt. Acker am Wismarer Weg, gibt 1 fl. 143/4 fr., Acker auf dem Fluthgra- den, in der Au, gibt 1 fl. l3/4 fr., Holzversteigerung im Fürstlichen Herrngarten bei Billingen. 427) Dienstag den 28. d. M-, Morgens 10 Uhr, sollen im obigen Distrikte 68Eichen-Stämme, ca. 4200 Cubikfuß, unter denselben 20 starke Stämme von 70 bis 280 Eubikfuß, sodann: Versteigerungen. 600) Montag den 27. Februar, Nachmtitags 2 Uhr, sollen aus dahiesigcm Nathhause die Grundstücke der Eonrad Müller's Wittme nochmals öffentlich, als Eigenthum, versteigert oder, im Falle kein annehmbares Gebot 598) Die Wahl zum Reichstag findet im ganzen deutschen Reich Freitag den 3. März d. I. statt. Die Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr des Vormittags uni^ wird um 6 Uhr des Nachmittags geschloffen. Indem wir dies zur Kenntniß der hiesigen Wähler bringen und zur Betheiligung bei der Wahl an genanntem Tage einladen, bemerken wir, daß die Abstimmung in vier Wahllokalen, wie folgt, vorgenomme» wird, nämliche a. im 1. Wahlbezirk die Einwohner in Lit. A. Wahlvorsteher: Bürgermeister Vogt. Stellvertreter: Gemeinderath Haustein Wahllokal: Rathhaus; d. im 2. Wahlbezirk die Einwohner in Lit. B. Wahlvorsteher: Gemeinderath Keller. Stellvertreter: Gemeiuderath Ricker Wahllokal: Schulhaus tu der Schulstraße. c. im 3. Wahlbezirk die Einwohner in Lit. C. und E., sowie des Schiffenbergs. Wahlvorsteher: Beigeordneter Fel sing Stellvertreter: Gemeinderath Rosenberg. Wahllokal: Realschulgebäude. d. im 3. Wahlbezirk die Einwohner in Lit. D. Wahlvorsteher: Gemeinderalh Bücking. Stellvertreter: Gemeinderath Naael Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt. 601) Dienstag den 28. Februar 1871, Morgens 8 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung, in der Wetzlarerstrabe, gegen gleich haare Zahlung öffentlich versteigern: Eine größere Parthie gelagertes Werkbolz, namentlich Eichen-, Buchen-, Nuß-, Kirsch-, Birn- und Pappel-Holz, bis zu 20* Lange und von verschiedener Dicke, zwei Hobelbänke nebst entsprechendem Werkzeug, eineParthie neue und gebrauchte Stühle, einen neuen Sophatisch, Kleiderschrank, Sessel, Nachttisch, Küchenschrank, Küchentisch, verschiedenes Eisenwerk und sonstige 'Gegenstände. Butzbach, den 22. Februar 1871.Heinrich Peter, Schreinermeister. Stecken Eichen-, Buchen- und gemischtes Scheitholz, „ bergl. Prügelholz, „ „ Stockholz, „ „ Reiser, Schichten bergt. Reiser, meistens zu Fachgerten brauchb., verkauft werden. Der Anfang wird mit dem Stammholz gemacht und mit dem Brennholz Nachmittags 1 Uhr fortaefahren. Hungen, den 9. Februar 1871. Merhessifthe Eisenbahn - Gesellschaft. Dritte ordentliche Generalversammlung. 607) Die nach §. 22 der Statuten stimmberechtigten Actionaire der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft werden hiermit zu der am Samstag den 1. April 1871, Vormittags 11 Uhr, ZU Gießen im Sitzungssaale des Verwaltungsgebäudes der Gesellschaft abzuhaltenden dritten ordentlichen Generalversammlung ringel ab en. Diejenigen Actionaire, welche dieser Versammlung beiwohnen oder sich in derselben durch Bevoll'nächtigte vertreten lassen wollen, werden ersucht, sich am 16., 17. oder 18. März d. I., Vormittags von 9 bis 12 Uhr, zu Gießen auf dem Bureau deS DerwaltungSratheS, „ Frankfurt a. M. bei den Herren Gebrüder Bethmanu, « ff ft » von Erlanger 6» Söhne, « „ Herrn M. KönigSwarter, „ Berlin bei Herrn Jos. IaqueS, „ Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank, unter Vorzeigung der in ihrem Besitze befindlichen Actien, mit einem nach der Nummer- K geordneten, doppelt ausgefertigten und unterschriebenen Nummer-Verzeichnisse ver- , (wozu die Formularien an den genannten Stellen ausgegeben werden) anzumel- ben und beziehungsweise die Vollmachten für ihre etwaigen Vertreter in beglaubigter fform gleichzeitig zu übergeben. Für Actionaire, welche ihre Actien gegen von uns auf hre Namen ausgestellte Depositenscheine in unser Deposttorium hinterlegt haben, bedarf es keiner besonderen Anmeldung zum Zwecke der Selbsttheilnahme an der Versammlung. Die Eintrittskarten zu der Generalversammlung, welche zugleich zur freien Fahrt ms den Oberhessischen Eisenbahnen für den genannten Tag berechtigen, werden den angemeldeten Actionairen ober beren Bevollmächtigten brei Tage vor ber Versammlung, mithin spätestens am 29. März, zugestellt. Gegenstänbe ber Verhandlung finb: 1) ber Jahresbericht bes Verwaltungsraths vom Jahre 1870, 2) ber Bericht bes Rechuungs-Prüfungs-Ausschusses. 3) ein Antrag auf Reintegration verfallener Jnterimsscheine, 4) bie Frage, ob nach $. 9 ber Statuten eine Vermehrung bcs Verwaltungsraths stattsinden solle, 5) eventuell bie Wahl zweier weiteren Mitalieber bes Verwaltungsraths, 6) bie Neuwahl bes Nechnungs-Prüfungs-Ausschusses. Gießen, ben 18. Februar 1871. Der Verwaltungörath. Davon von Erlanger, Ferdinand Fürst zu Asenburg, ^Präsident.Vicc Präsident. Holzabfuhr aus dem Gießener Stadtwalde. 619) Die Abfuhr des Holzes aus bem fciftrfct Wanne ist wegen bes aufgeweich- trn Zuftanbes der Schneißen bis auf Wei. streS verboten. ließen, den 24. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. Demme. Pferde - Verkauf. 533) Montag den 27. Fcbr. l. I. bringen die Unterzeichneten in Rcin- heiin, Nachmittags 2 Uhr, wieder 2 Stück sehr kräftige und gute Zugpferde, meist Brabanter Schlag-, im öffentlichen Aufstreichc zum Verkaufe, wozu Liebhaber mit dem Bemerken cingeladcn sind, daß zwischen Darmstadt und Neinhctm täglich Vor- und Nachmittags Fahrpostvcrbindung vorhanden ist. Eiscnbahnbau-Gesellschaft von Schüttle St Eomp. Feilgebotenes. 606) Thon- und Blech-IllumtnationS Lämpchen sind zu verkaufen bei Meyer Rothenberger, Neuemveg. 561) Stearittlicbter, 4r, 5r und 6r, zu 20 fr. daö Pfund, sind wieder eingetroffen. 603) Ftchtonstangcii tn allen Größen sind zu haben bei Wagnermeister Geißler, Hinterhaus von Metzger Earl Metzger, ________________Neustadt_________________ 6063) Textor'sches Flaschenbier vor züglicher Qualität, frei m'S Haus geliefert, pr. Flasche 7 fr., von L. Teator, __________________int Darmstädter Haus. 579) Sehr guten Limburger Käse, Prlina Onülität, dos Psilnd,,m IIS rv .jni iid 6014 zur ren Mestellunsi ä 30 fr. zu lösende Karte gestattet. K» !..S Ä'! «Ä V und Georg Herbert. verkaufen bei 510) Der dritte Stock in unserem neuen mit TinthirtPm Zubehör zu vermietben. ö } 6 Adami & Schwaab- CM 610) Illuminations-Laternen und Salonfeuerwerk empfiehlt zu bevorstehender Friedensfeier 541) Ein Logis von 3 Zimmern und sonstigem Zugehor ist zu vermtethen bet K- Gerlipp, Ktrchenplatz 617) Der hiesige Gabelsberger Stenographen. Verein beab- VXW Samstag den 23. I. Mts., Abends 7 Uhr, eine Abendunterhaltung im Saale des Gasthofes zum Prinzen Carl abzuhalten und dabei „ Vermischte Anzeigen. 609) Ich zeige hierdurch meine Ernennung zum Hosgerichts-Advocaten mit dem Bemerken au, daß meine Wohnung sich im K r a u s k o p f'schen Hause auf dem Seltersweg befindet. Gießen, im Februar 1871. Dr. Gutfleis ch. Ein Stenograph, der in Aufnahme von öffentlichen Verhandlungen geübt ist, wird zu engagiren gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltls. (612) Anzrigc für Damen- 589) Unterzeichnete ladet zur Theilnahme an einem neuen 4wöchentlichen Cursus zur vollständigen Erlernung des & 1 c i = vermachens ergebenst ein. Frau N. Rothenberger, Lindenplatz. The Gresham. Englische ftbensm-rfidicrungs - (Gcfrllldiaft in London Tiie (Hefeüfdmft übernimmt zu festen und billigen Prämten Lebensversicherungen „S^ikÄjäWnZioLRSO Procent ihres Gewinnes unter bte nut Ge- Aniioiice. 562) Ein junger Mann, welcher die Handlung zu erlernen wünscht und mit den hierzu nöthigen Vorkenntnissen versehen ist, kann unter günstigen Bedingungen bet mn alsbald in die Lehre treten. Allendorf a- d. Lda-, oder: ,’$it Kcilerci auf der Waüimrz" Aufführung zu bringen. Der Ertrag ist zum Besten der Hulföbedurftlgen unserer tapfe- 595) Ein braves Mädchen, .das kochen kann und alle Hausarbeiten gründlich versteht, wird gegen guten Lohn auf den März zu micthen gei M. Näheres bei der Exped. d- Bltts. ' Illnminations - Lämpchen emvfebkn Gebr. Kaufmann, Seifenfabrik. NB. Lämpchen, welche schon einmal gebrannt haben, können wie- der gefüllt werden. _______________ 516) Der Unterzeichnete offerirt gene Floscholzer in allen Dimenstonen, auch Hochkant, den Cubiksutz frei Bahnhof hier zu 20 kr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fuß zu 1 2 kr. S. Katzen st ein (Holzhandlung Wenn ttr 1 müln toü die fallet tonten, vo »fucrling« [0 viel guji 1815, mit i bis 21, vtlkde, 0 michlrl, tcch fän on die alteren pmi NnM ntu mich (Item töcttb vt. tlßtnt toyiä)tn tonn zntzliiü) pn die alteren bayn, Velraltignng vcn Rkginientrr und l Genikinstast mit 1815 in Pstl,s beiten Button Eontingtt Wtt Husannreginl ^or M druhlhk M 30 iabTi^tn 5 Nnürsührn Joha b?n Paris vor^ldr Mfttn ^auptffat «n »unt dm t 621 ii h» »»M» in Wmlirikn .71,Ne gtii j6111 ilii 0»** Vermiethungen. 608) Zwei neu möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei , 5 Chr. PH. Euler, Lowengaste. 615) Ein kleines Familienlogis und ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermie chen und alsbald beziehbar. Neuenweg Nr. 134. ____________ Auj AnW iw r-ch d-s AM -Markts entsprechend melden lväd. Indem wir am JchhwNs W Pelierg, s Strohhütc zum Wasche», Färben und Aenderi. nehme jetzt schon nn. I. Landaue - ^.befördert wöchentlich vermittelst Dampf- W^und Segelschiffen bei reeller und billigster MM, Bedienung J. M. Schulhost am Rathbaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. ~ p. 8. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. (bl»j """'"""'Nesttltate'deS am 30. Juni 1870 abgelaufenen 22ten Gescdäftsjabres: JSgjÄS^ÄSCTÄi. i«- ■-■»««*• rungs - Summe von Fes. ^^79,375 gestiegen. 1,454,210- 20 Cs. für ^rnniicnctnnahmc: Fcs. y,uyo,yd/, etnicgncbiiiy o • . on<> wo 45 (ja neue Prämien, wodurch sich mit dem 3tnScr»ragntßvonFes.„^'F^iö,4bS,42b. für angelegte Kapitalien eine Gesummt-Brutto-Einnahme von yi» 45 ^^^ibt- „rden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fcs. 3,470,084. 70 die verzinslich angelegten Cu- vitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Es. vermehrt. 8k SSrMLrU SSkSd. -»•«—*« »" C. Bcrnn in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft m Gießen. S. Flörsheim. inaschiiieiiliaiisclnile. Vhland’s Technicom zu Frankenberg bei Chemnitz in Sachsen. Beginn < cs ursus^ui 1 H Ulf* II« Werkmeister. — Industrielle. - Freiw.-kxamen. Ur. Steffa» schc Aug-udeilanstalt 'n Frankfurt a. M sKrögerstraße 8 und Sachseuhanscn Dreikomgsstraßet, uuss Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf Unbemittelte aur -oequeu , »u crmä6ißttm Prch, und unentgeltlich. Krieger im Felde bestimmt. Denjenigen Herren und Damen, welche sich für die Lache in- teressiren und ihr Scherflein zu dem angedeuteten Zwecke beitragen wollen, ist der Eintritt gegen eine von Mitgliedern des Berems 613) Hierdurch mache ich die ergebenste uiu) ...... —..... Anteige, daß ich meine Wohnung in der Hause in der Alicenstraße ist mit nothigem Q^e v^lassen habe und nunmehr im Zubehör zu vermiethen. , , Nebenhause des Herrn Daniel Planck am Tiefenweg wobne. Zugleich bemerke ich, daß eine neue Sendung gutes Frankfurter Kochgeschirr angekommen ist. Ph. Pfeiffer, Erden-Geschirrhändler. 556) Im unteren Riegelpfad wird ein Garten zu pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 345) Eine tüchtige Köchin wird für eine Restauration in Marburg zum sofortigen !Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped- dieses Blattes. ___________________________ 584) ElN freundliches Logis nn eine stille Familie nuf 1. jn vermiethen bei Carl Deines, Asterweg, an der Schoor. ' ~ ~ K. Gerlipp, Kirchenplatz, i 526) Einige (größere und kleinere)freund ! ~ kr.nüc§ Mädchen wird gegen pergeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts.jwem^ sagt die Exved. t>. Ltbknsverhcherungsbank st D. in Gotha. qaaa Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1870 waren durchmts die Zahl der Versicherten auf 3t»,400 Pers., die Versicherungssumme auf 68,100000 Th r-, der Bankfonds auf • • • 17,000000 ^hlr. Drei Millionen Thaler 3«t<« wesentlich erleichtert. Versicherungen werden °-rmMett in Buchhändler A. Ricker. Büdingen „ Ortseinnehmer LourS Hohler. Lich „ Lehrer H. K. Walz. Marburg „ Oscar Ehrhardt. 4911) In dem H ast'sch en Hause in der Schloßgasse ist der seither von Herrn von St George bewohnte zweite Stock an- derweil zu permielhen. ^prnfeiff 605) Zwei Zimmer, mit oder ohne rntöbel sofort zu vermietben bei Mover, lojoti 6^^ $ogt> Kallthor. Keln idbrilut dtl Neuzell bat in so kurzen Zeitraum sinen so groben Erfolg aufzuweifen, wie das Bru«°ns Arabische Gummr-Kugeln, bereitet von $ß StnpPel in Alpirsbnch. . täte N Ä bCS W"Brustb^ch°ns'ist1uhM>en in Liebest bei Julius Wallach. 6i) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- brecker der verschiedensten neuesten Constrnction, stets vorrathig bei Georg Nenzel (Maschinenfabrik.) —--Ä r v 602) Rur Uebertragung der Haupt- 594) Zwei Mistbeet-Fcnfter stnd zu ut'nr einer angesehenen deutschen JC Lebens - Versickerungs - Gesellschaft für bescklar die Provinz Oberhessen wünscht man nut einer Persönlichkeit in Verkehr zu treten, deren V-ekanntschaften und Verbindungen in dem bezeichneten Bezirk, eine erfolgreiche Geschäf sführung erwarten lassen- Geneigte Offerten sind unter R. L. 360 durch die Annoncen-Erpedition von G. L Daube <5o. in Frankfurt a. M. erbeten. 588) Bei Heine man Hermann sind schöne Wein-Flaschen, pr. Stück 3 kr., zu verkaufen.^ __ 611) Eine Stubenthüre mit Bekleidung und Beschlag zu ve kaufen. Georg Unverzagt. 4(0) Sechs Rohrslühle und drei Paar Fensterläden sind in Lit. B. Nr. 116 zu v erkaufem_________________ 581) Ein Haufen Mist zu verkaufen. Zu erfragen im Cafe Ebel. ächten Magenbitter, genannt Men-i hör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermiethen.^ schenfreund, von Jod. Nobertz। 6()4) @in ^arten nm Nahrungsberg und in ($öln, m Vj, 2 u r giaftDen, ber Sandkante sind alsbald empfiehlt C- W- D.etz, am Mattt. |«nverleihen. Phil Flett Wiiiwe.