Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen Nr. 222 Sonntag den 24. September 1871 23. September. und pro gradu doctoris ist, wie für tie übrigen philosophischen Fächer, hier Kaders Es .Zs, 3^ Preis tluieijä^rig 1 fi. 11 kr mit ^rtvgnlohn. Durch die Post bezogen Vierteljahrs 1 K. 27 kr. Wlien, das chemische, physikalische, botanische, mineralogische vnD physiologische, •n Studirenden offen stehen. In dem botanischen Carlen ist eine eigene land- ^rlhschüstliche Aötheilung. Alle übrigen UnioersitätStisciplinen sind ja ebenfalls «ich rem studirenden Landwirth, soweit er sie zur (Gewinnung einer allgemein d'isenschastlichen, historischen und pol tischen Bildung treiben will, jederzeit zugäng- HL; desgleichen ist außer dem Forstinstitut auch noch eine sehr vollständig aut- liiaUfk Deterinäranstalt mit der Universität verbunden. Zur Ablegung von »iit jungen specieü im Fache der Landwirthschast als kameralistischem Gegenstand itn für iterd bdkr^ - , , --------i- i-r— Was die praktische AuS- bildunq der hier studirenden Landwirthe betrifft, so befinden sich sowohl in der jle A I Al h1 h M •/ rx \ * — X _ _ L f - ! z”"*- < • « Erscheint täglich, mit Äirs nähme Montags. Expedition: Eanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. t Nicht der Continent allein, sondern auch England ist augenblicklich von der socialen Bewegung in einer Weise ergriffen, die auf die gesummten Jnstitu- tionen des Inselreiches von tiefgreifender Wirkung sein muß. Die Forderungen des L>ocialiSmuS: Verpflichtung des Staates, puffende Beschäftigung für die arbeitsfähigen und ausreichenden Unterhalt für die arbeitsunfähigen Bürger zu ge- wahren, werden allerorten laut erhoben, und die Massen setzen sich dafür überall in Bewegung, zumal in London, dem Sitze der Internationale, wo sie von un- zveifelhaft talentvollen Leuten geleitet werden. Was kann unter solchen Umständen natürlicher fein, als daß eine besonnene und einsichtsvolle Regierung, wie diejenige, au deren Spitze Gladstone steht, darauf ist, Pen arbeitenden klaffen Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, und sie nicht weniger als die übrigen Stände für Vic öffentliche Ordnung zu interessiren. Selbstverständlich hat die Haltung des eng- lischen Premiers, der sich durch seine praktischen Gesetzentwürfe bereits eine gewisse Sympathie bei den Massen erwarb, nicht den Beifall bei der Londoner Presse ge- sunden, was nach den Aeußerungen Gladstone's daraus zu erklären ist, daß diese Presse vorzugsweise die besitzenden Klaffen vertritt. Noch mehr aber als die Organe der Londoner Bourgeoisie ist die „Kreuzzeitung" über die Politik des Henn Gladstone empört, den sie des politischen Radikalismus beschuldigt, welcher „das Volk nur in der unterschiedslosen Masse erkennt und den Einspruch der Besonnenheit nur auf die Selbstsucht res Besitzes oder der Aristokratie schiebt." Was nun diesen Einspruch ter Besonnenheit anlangt, so haben wir denselben in der „Kreuzzeitung" bisher stet» vergebens gesucht; das Blatt, das auf religiösem Gebiete stets der Heuchelei das Wort geredet, auf politischem Gebiete die Wiederherstellung des alten Ueberlebten befürwortet und in der Behandlung der socialen Krage überhaupt kein Geschick und kein Verständniß bewiesen, hat von jeher sich mir da Verdienste erworben, wo cs sich unter die Dictate der Bism^rck'schen Politik beugte. Hätte der leitende Staatsmann im Jahre 1862 und später den Rathschlägen der „Kreuzzeitung" Gehör gegeben, dann hätten wir nimmer tincn norddeutschen Bund und ein deutsches Reich gesehen; daß aber Fürst Bis- marck sich mit dem Geiste des Umsturzes alliirte und auf diese Weise Preußen und ganz Deutschland aus dem Sumpfe des Partikularismus rettete, das ist von de^ Junker- und Pfaffenblatte oft und laut beklagt worden. Die konservative Politik der „Kreuzzeitung", welche Preußen durch die starre Erhaltung des Alten I 9eßtn tie Gefahren der politischen Revolution sichern wollte, würde vcn Hohen- । zellrrnstaat in Trümmer geschlagen haben, wenn sie an maßgebender Stelle adopNrt t borden wäre; aber ebenso, wie sich die politische Neugistaltung Deutschlands gegen bin Willen der „Kreuzzeitung" vollzog, ebenso wird man auch heute nach dem Rath ter „Kreuzzeitung" nicht blos in England, sondern auch in Deutschland in ttr socialen Frage mit den besitzenden Klaffen nicht gegen die Besitzlosen Front lachen. München, 22. September. Das Programm der Berathung für den Con- grtß der Alikatholcken wurde unter Beziehung und Zustimmung Döllinger'S fest- gestellt; Letzterer wird an den Dera Hungen tveilnehmen. München, 22. September, Vorm. 9 Ihr. Sorben beginnt die erste vor- beratbendc Katdolikenversammlung. — Gutem Vernehmen nach werden P'of.ssor Michelis und Pater Hyacinthe die Verträge für Frauen und Jungfrauen Mont^s im Museumssaale hallen. Die Ausschließung der Frauen vom Congr.ß geschah ckaps. 11’ Wr und fische '»Milch rl hinein rrdurcb o« er 1^* zcklvoll' 5 eept^ Club. «ngt0ebfflt ™ Sonntet bffl 'ul1“” C’inlw '"«orftanb. t Älbeiterüassesi^ miguHg auf btn 9c untfrjdcfintkn fönnm Jebexyit Ber - unti Iwtritt in rolltt Bk rau, m Äug- M incrbngcr Gießen, 22. Sept. Die „Augsburger Allgemeine Zeitung" enthält einen Korrespondenz-Artikel aus Gießen, welchen wir hier unverkürzt wiedirgeben: „Es lurfte vielen Lesern der „Allgem. Zeitung" nicht unwichtig sein, zu erfahren, daß «if hiesiger großherzogl. Landesunlversität seit Dem Beginn des Sommcrsemesters !871 ein ordentlicher Lehrstuhl für dos Fach der Landwirthschaft gegründet wor» lm ist. Es ist sonach auf unserer Universität dieses Fach zu einem der übrigen shilosophischen Disciplinen gleichberechtigten erhoben. Als ordentlicher Professor •I Dr. Albr. Thaer aus Berlin berufen, und derselbe hat bereits in diesem Som- »trscmester seine Vorlesungen beginnen können. Gleichzeitig ist ein landwirth- Östliches Institut, ähnlich wie bas schon seit lange hier bestehende Forstinstitut, jn Dar Universität ins Leben gerufen worden. Es haben zur Begründung deffel- trn sowohl die Stände des GroßherzogthumS als auch insbesondere die Statt Hetzen einen Fond und ein Versuchsfeld zur Prüfung von Düngmitteln und Maschinen sowie zu vergleichenden Anstellungen von Pflanzenculturen hergegcben; kie Universität stellt die Räume für Auditorien und Laboratorium. Letzteres ist Otfi „ ls in seiner inneren Einrichtung so weit vorgeschritten, daß im Sommer einige Untersuchungen von den landwirthschaftlichcn Practikanten haben gemacht werden linnen; für das Wintersemester aber wird durch Vermehrung ter Apparate dasselbe 111 ein erhebliches vollständiger werden. Ein wesentlicher Factor zur das land- ^rthschaftliche Studium wird aber an hiesiger Universität noch durch die große kcqnemlichkeit geboten, mittelst welcher die übrigen Universitätsinstitute und Labo- ENegulir, Qn* ü.tel6H Uwgegend treffliche und intensiv betriebene Wirthschaften, deren Dirigenten zum Thetl auch Volontäre zur praktischen Ausbildung bei sich aufnchmen. Die Reich, haltigkeit der klimatischen Abstufungen von der GebirgSwirthschast bis zum Weinbau, von der perennirenden Weide bis zum üppigsten Korn- und Hackfruchtbau, .^/^fültige Viehzucht und -Haltung ergänzen die größeren wirthfchaftlichen Verhältnisse Nordbeutschlands in einem für bas Studium und die allseitige praktische Ausbildung sehr zuträglichen Maße. Berlin, 21. Sept. Die hier anwesenden Mitglieder der Fortschrittspartei rm preußischen Landtage haben sich dahin geeinigt, in der nächsten Session ent- schleden für die Aufhebung des Zeitungsstempels einzutreten. Der Finanzwinister soll dem Vorhaben nicht feindlich gegenüberstehen. München, 22. September. Das Programm des Katholikencongresses in München enthalt folgende Punkte: Wir halten fest an dem alten katholischen Glauben, wie er in der Schrift und Tradition bezeugt ist, sowie an tem alten katholischen CultuS. Wir lassen uns als vollberechtigte Glieder der katholischen Kirche weder aus der Kirchengemeinschaft noch aus den durch dieselbe erwachsenden kirchlichen und bürgerlichen Rechten verdrängen. Wir erklären die über uns wegen der Glaubenstreue verhängten kirchlichen Censuren für gegenstandslos und willkürlich. Vom Standpunkte des im triDcntin^cn Symbolum enthaltenen Glaubensbekenntnisses verwerfen wir die unter dem Papste Pius IX. im Wider- Spruch mit der Kirchenlehre und den Grundsätzen des apostolischen Concils zu- sammengedrachten Dogmen, insbesondere vom unfehlbaren Lehramte und von der höchsten Jurisdiction des Papstes. Wir halten fest an der alten Kirchenverfaffung und verwerfen jeden Versuch, die Bischöfe aus der unmittelbaren selbstständigen Leitung der einzelnen Kirchen zu verdrängen. Dem tridentinischen Canon zufolge bkstcht eine göttlich gestiitete Hierarchie von den Bischöfen, Priestern und Diakonen. Wir bekennen uns zum Primat des römischen Bischofs, wie er auf Grund der Schrift von den Vätern und Concilien anerkannt war. Wir erklären, daß Glaubens- fätze nur im Einklänge mit der heiligen Schrift definirt werden können, und die Lchrenlscheidungen eines Concils in dem unmittelbaren Glaubensbcwußtfein des kathol.;chcn Volkes, in der theologischen Wissenschaft sich als ubereivst mmend mit dem ursprünglichen überlieferten Glauben der Kirche erweisen müssen. Wir wahren der katholischen Laienwelt, dem ClcruS wie der wissenschaftlichen Theologie bei der Feststellung der GlaubenSregeln das Recht des Zeugnisses und ter Einsprache. Wir erstreben eine Reform in der Kirche, welche die heutigen Gebrechen und Mißbräuche im Geiste der alten Kirche beben und die berechtigten Wünsche dcs Volkes auf Theilnahme an den kirchlichen Angelegenheiten erfüllen würde. Der der Kirche von Utrecht gemachte Vorwurf des Jansenismus ist grundlos. Zwischen ihr und uns besteht kein dogmatischer Gegensatz. Wir hoffen auf die Wiedervereinigung mit der griechisch, orientalischen und der russischen Kirche, deren Trennung ohne genügende Ursache eifolgte und in keinem wesentlichen dogmatischen Unterschiede begründet ist. Wir erwarten unter Voraussetzung der angestrebien Reformen und auf dem Wege der Wissenschaft und der fortschreitenden christlichen Cultur all- mählich eine Verständigung mit den übrigen christlichen Consessionen, namentl ch mit den pi0testantifchen und bischöflichen Kirchen Englands und Amerikas. Wir halten bei Heranbildung des Clerus die Pflege der Wissenschaft für unentbehrlich und wünschen die Mitwirkung der weltlichen Obrigkeit zur Heranb ldung eines sittlich frommen, wissenschaftlichen und patriotischen CleruS. Wir verlangen für den niederen Clerus eine würdige, gegen hierarchische Willkür geschützte Stellung und verwerfen die willkürliche Versctzbarkeit des Seelsorgs-Geistlichen. Wir halten zu den die bürgerliche Freiheit und die humanitäre Cultur verbürgenden Verfassungen unserer Länder und erklären, unseren R'gierungcn im Kampfe gegen den im SyllabuS dogmatisirten Ultramontanismus treu und fest zur S.'ite zu stehen. Da offenkundig durch die Jesuiten tie gegenwärtige unheilvolle Zerrüttung verschuldet woiden ist, da dieser Orden seine Machtstellung mißbraucht, um in der Hierarchie, dem Clerus und dem Volke culturfeindliche, staatsgesährliche und anti- nationale Tendenzen zu verbreiten und zu nähren, und da er eine falsche corrum- pirende Moral lehrt, so sprechen wir cs als unsere Ueberzeugung aus, daß Friede, Gedeihen und Eintracht in der Kirche und ein richtiges Veihäitniß zur bürgerlichen Gesellschaft erst möglich ist, wenn ter gemeinschastlichsn Wirksamkeit dieses Ordens ein Ende gemacht wird. Als Glieder ter kathol'chen, durch die vati- canischen Diente noch nicht alterirten Kirche, welcher die Staaten politische Anerkennung und öffentlichen Schutz garantiit haben, halten wir unsere Ansprüche auf olle realen Güter und Besitztitcl ter Kirche aufrecht. München, 2l. Sept. Das Redactions-Comite: Döllinger, ReinkenS, Schulte, Huber, Maaßen Langen Friedrich. ' ö ' bei wig ßeßler Troß-Linden. tkrling mit rkenntniffe« Eintritt ge- imer Loba. £rtOcn sucht rmann, D'lmveg K105. gesucht rit^MdsladlObti- tlbai günstige Gelk- cl'tiiig Quijubilbtn. ib A. S. besorgt bit (4010) . , »Dcut^chc Retd>Sanje>ger" pubhrfrt eine Bekanntmachung de« Reichs- völlige Weiegcnbeit geboten; ebenso ist auch die b'andwirtbschast ein integri'render hnjUr« «em 7. M-, durch welche das preußische Oberbergamt zu Bonn zum und obligatorischer Theil de« eameralistischen Gramen«. Wa« die praetiiche Au«. ElsaK-Lothnngen bestimmt hat. Da« Bergrevier Lothringen, bildung der hier studirenden Landwirthe betrifft, so befinden sich sowohl in der mit dem Sitz de« Revierbeamten in Metz, umfaßt da« Departement Lothringen Nähe Gießen«, al« durch die zahlreichen Schienenweae leicht erreichbar in «nv den Kanton Saar-Union-Drühlingrn; da« Bergrcvier Elsaß mit dem Sitze n ^,lt"t.n®,.3e lud,t ,rr,ld)bar' ln d-e Revierbeamten in Straßburg, die beiden Departements des Elsaß mit Aus skyluß des oben genannten Kantons. nicht auf polizeiliche Intervention, sondern nur in Folge eigener Erwägungen de- Christian Leo, eheliche Tochter. Beerdigte. Bürgers zu Oberroßbach und Zeugwebers dahier, Konrad Jung Ul., geboren den 19. September. licheu Behörden empfangen. von 5 fl. — fr- an, 1443) Gebrauchte Eisenbahnschienen,! - utin inn: I 2 von 30 24 Markts in August Noll, im Stern. bei 6iiu HettgeboterreS. CO 3822) Zwei fast noch neue Uniformen Goldbrillcn Silbcrbrillcn 30 24 1 1 4 4 Wh! 4019) i Der $ ISO Vergs-t öctroi, 61 Sie S« ch-tt«, Oisin n (P-'-^burs), Antou (W en), Nittel (Warr-n-dorf), Stumpf (Eoblen,), Schw.cker (Ostn), Dollinger, Keller (Aarau), Maaßen (Wien), Tangermann (Bonn), Wollmann (Lraunsberg) und die Referenten. Nachmittag« 3-/, Uhr wird die Sitzung Z1035) Wollene Hemden, llnterjacken, Unterhosi-' Leibbinden, Locken empfiehlt in reicher ^hionmb soen 18. September. Dem Grostherzogttchen Professor an hiesiger Unio rst ät, Dr Richird Alexander Heh, ein Sohn, Arthur Uno WUbelm geboren den,4. August. Den 21 September. Dem Hauptmann im Großh, U. Jnsantenereg men - dahier, Christian von Bechtold, ein Sohn, Hermann Dalben Atm<-, geboren den 21. August. Den 21. September, Georg Emrich, Großh. Districts-Einnebmer zu Wörr- stabt, des Bürgers und Ackermann zu Momb^), Nicolaus Emrich , ehelicher Sohn, (3924) 4032 Acchwaa Reparat« Milchverkauf. 3992) Jin früher Lo oö'- schen Höfchen, Lit. D. -)?r. 288, ist täglich, Vormittags halb 9 Uhr und Abends 7 Uhr, frische Milch und D i ch nr i l ch zu habe».___ 3970) Feinstes Gothaer Schweineschmalz, pr. Pfund 30 fr., empfehlen I. A. Busch Söhne. Z BmnerlNlllz, Kfte Qualität, bei E Pilthan. Mr alle Sd)rciliriiiic empfehle mein Lag>r von allein achter Patentirter Alizarin-CoP^T.nte, loch, «ub Haue Carmin-Tillte, mmuslosch.iche 3"^ue»-Tmte jW Zeichnen auf Leinen rc. VersailltS, 21. September. Das Kriegsgericht perurtbeilte Rochefort zur Deportation an einen befestigten Platz, Moirot zur einfachen Deportatwn, Maret 4031) Bei allen und jeden Erkältungökraukdeiten, 8 wie Husten, Heiserkeit, Verschleimung, g Hustenreiz, Auswurf, Brustschmerzen, I Lungenleiden, ist der Mayer'sche i weisse Brust-Syrup 8 ein unfehlbares sicheres Hausmittel- Stets ächt bei Fr. Vieler am Kreuz, ! in Gießen. Frachtbriefe für tie Mam-Weser-, Cölll-lvütldener M 3949) Earbolfäure, Eisenvitriol und!mi^esnemMäutcl und Säbel, von einem; Obkrhtsslscht' Elfettbnhtl, s 0wie sä.ll!l»«.UchMkV-l Chlorkalk zur D-sini-won «npfiehlt^. |^bzugeben. Be. F^Eulare, find zu haben bet -W. K , Besondere Bekanntmachung, wg 4027) Wegen der Chaussirimg eines ' ~ r‘ " c "" Theils des Glciberger Wegs kann derselbe von Montag den 25. September l- I- an bis auf Weiteres nicht befahren werden- Gießen, den 23. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. -- - —, PT.. W IMiü | A echte, Bart-Zwiebel qaraiitirteS BiUter^eugungs - Mittel. (Sa'l’ft bieS feines der vielen öffentlich nnsgebotenen Schwindelmittel, dd Wuchs^d?r^Bnrthaare'ÄAbt",' b'ruist"boupUtoli»'fo.'bem Extrocte der M UMZSWAW 6C Xciö pr. Packet fnmmt Gebin.^'s-Anwelsung 1 Thlr. Depüt in (Sieben Chr. Oppermann, grijcur. _ Reparaturen prompt und billigst. 11 Kleine Hutthermorneter, 18 fr. pr. Stück. 8 (Im Dutzend billiger.) r | Ausverkauf von sümmtlichen auf brn Krieg «D^bezüglichen Photographieen zum Kostenpreise. VS Gustav Keller, Optisches Institut, Oplicus der Dr. Krüger'schen Augeiiklmik, 9 Götheplatz 9, neben dem Holländischeii Hof, Frankfurt tu Dt. _______ Wolf, Bo,stand de« Muncheuer AciionSeomite's, erdffnet die Satzung mtt einer ,d,l,cke Tochter, kurzen Ansprache, Übergibt da- Ehrenpräsidium dem P,°sess°r Schultt (P,ag), d Ehrenpicepräsidium an Dr. t. Windscheid (Hnd-'b-rg) »n° D -Keller ( rattona rath von Aarau), da- S cretariat an Dr. Schwtcker =on Ofen, ®r. Ctumpf »on Eoblenz und Appellrath Wulffen von Paffau. Pros. v. Schutt- tritt da« Prust diu« mit der Erläuterung des Standpunkte- der Bewegung an öff-^ttcht-"da-'a°ng"b!ich'vom "Wettprttstrr Ant"°n al- da- s-inige ausgestellt w°r- "-°u, Dem'Bürger zu Burg - Grat-nroo, nn° ve.ze, un ... ««u. sei» R-s-rat über da« Programm. Er »er test die «nj-ln-n Att.M ^l Friedrich Wlhelm Stuekrath, ein Sohn, Karl Heinrich Adolf, geboren den sich^^ammlung' unter ttbhas„st°r Bestall^zeugung ert^bt ftibt üb« M 1?. e.?tembet._ 9an Heber ter pflichtmätzigen Opposition, sur sein standhastes Wirken f-'nen Da»au«^ zusprechen, und fordert die Versammlung aus, dieser An-rk-nnung Auscruck z geben, worauf sich dieselbe unter dreimaligem Hochrufe abermals erbebt. H raus beendet Huber sein Referat. Der Präsident schlagt vor, >m Hmbttck auf die gegebenen klaren Erklärungen von einer allgemeinen Dt-cusston abzusehen und wir hierauf in die Specialdebatte eingrtrkten. , _ a »Thfnb Dresden, 2L September. Der König und dte Königin sind gesternAben „ ........... ........ von ©tohenfeU hierher rurückgekehrt und wurden am Bahnhofe von den omg- alt 19 I. 1 M-,2 T-, gestorben den 20. September. lichen Prinzen, dem KriegSminisier General v. Fabrice und den Spitzen der omg- Denselben *..h 1 q Mtbmtr Bernhard Brüit, T Don QuSiöätli, J- rin Sohn, Ernst ? gen und LaM hier, alt 13.2 l! itn-Lazarkth-GW motzdoch und jnij: ion - fl. 48 fr. an,! . 5, -, , I heile, Wrti'l jrb fßinfrl I ft uni Mbanfrl 5 3U Meter W1 prcftifdftn finntnl ar. t tfiufnßMM Ztid. “ÄG te "9G ilpreise. *96 .Ai &Ä »«fl I * *$$»**' !| । ’fwl Spansau CO Steinkohle läßt. 3938) (3924) Daselbst j Daselbst Daselbst «n L> Exped. d. Bltts. 04 CO Wer Wer lickst und ohne Provisionsbeicchnung übermittelt. Albert Lüttringhans, Seltersweg Vit. C Nr. 182. (1366) Wer 4000) tohle von der terzeichneten Eigevthumec wenden. Gustav Bern deck. 4026) Zwei Fenster sind zu verkaufen bei F Zülch Wittwe. 4006) Zwei München für Hausarbeit auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped- d. Bltts. (a. 40, IV.) ein Gut, ein Haus, Hotel rc. kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat oder einen solchen sucht, irgend etwas in eine beliebige Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende-sich 4029) Ein noch fast neues Scheuern- thor ist billig zu verkaufen bei H. Werner, Neustadt Nr. 197. empfehlende Erinnerung. Gießen. 4044) Die letzte Sitzung des hiesigen Gemeinderaths, welche in dem Gießener Anzeiger veröffentlicht war, ist vom 19. August datirt. Wirerlauben uns, an verehelichen Stadtvorstand die Frage zu richten: ob während dieser Zeit keine Sitzungen des Gemeinderaths stattgefunden haben, da die Veröffentlichung der Protokolle wieder auf sich warten öffnet an die betreffenden Refleetanten, ohne deren Namen vrei^zugeben, püiifr sen haben: werden alle Annoncen sorgfältig abgefafst und für einen augen'älligen Druck bergerichtet; kosten die Inserate nur dastelbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als vollste und Billigste aiisgefuhrt. Ai a 11) a r f n a Belz, wohnhaft bei Herrn Zimmermann Schmidt, vh-ii-vh dem ScKiitzcnhof und eignet sich zu allen Zwecken. Der Preis ist gegenwärtig frei Waggon von 200 Ctrn. oder 180 Bergscheffeln loco Cöln-Meßener Bahnhof hier, ercl. städtischen Octroi, 61 Rihlr. oder 106 fl. 45 fr. Die Kohle wird auch frei an's HanS geliefert, pr. Ctr. zu 38 fr.; (6 fönnen jedoch in diefein Falle nicht unter 25 Gtr. abgegeben werden. _ Bestellungen nimmt, außer dem Unterzeichneten, auch der Herr Clubdiener Krämer dahier entgegen. Gießen, 21. September 1871. Heinrich Werfigerber, Selteröberg C. 11. Der Unterzeichnete bezieht größere Quantitäten Stein, in weitesten Kreisen rühmlichst bekannten Zeche ,®lürf= bei Barop. Die Kohle dieser Zeche zeichnet sich durch -■ - ' " ■ *. Sie Mühlcnv erkauf. 4019) Unterzeichneter beabsichtigt feine Mühle, die sogenannte Weißmühle bei Lehrbach, an der Staatsstraße von Alsfeld nach Marburg gelegen, bestehend anö zwei Mahlgängen und einem Schlaggange nebst 27 bis 28 Morgen Acker und Wiesen, unter günstigen Zahlungsbedingungen, aus freier Hand zu verkaufen. Bemerkt wird noch, daß die Ge< fl bände fast alle neu sind und Alles 8 im beste» Zustande ist. Hieraus |s Dleflectirenbe wolle» sich an den un-l| s 3993) Flancllhcmdcn, Unterjacken, Unterhosen, Socken und Damenstrümpse in reichster Auswahl em- pfiehlt 4? a r l 38 e n j e l. /4032) Unterzeichneter empfiehlt sein Lager in Blechwaaren, Lampen, Milchschirmen, Cylindern rc. Revaraturen werden pünktlich und bestens bcjorgt. August Becker, Spengler, Asterweg. Frcmffnrter Pferde - Loose, Ziehung am 11. October, " bei T h. Noloff, am Wallthor. Samstag Abend im „Darmstädter H a u fc." Elnmachessige. 3293) I/cstragon, ä la ravigotte, feinste Weinessige empfehlen I. A. Bnfch Söhne. auf-Tiefbau" L. _ große Reinheit und höchsten Nutzeffert vor allen andern ans. verbrennt ohne Hinterlassung von irgend welchem festen Rückstände Bürger-Club. 4003) Die auf der Karte angegebene Tanzunterhaltung findet Sonntag den 24. September im „Gasthof zum Einhorn" statt. — Anfang halb 8 Uhr. Der Vorstand. Ccntral-Stcllc « aller existircnden Zeitungen besondere $ Vortheile von denselben geniesst. Dos 1 Nenommü der Firma bürgt für solide q Bedienung. 4038) DaS feinen - und Ansstattnngs - Gesch ist von Albert Lüttringhans (Scltersweg) unterhält ein Lager durchaus foliber wollener und baumwollener Unterbekleidung für Herren und Damen. Meine Wäsche-Fabrikation jeder Art bringe ebenfalls in Mein Tuch und Vukskin Lager, fu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. 3386) Feuerfeste Geld-, Bücher- und Documenten-Schränkc, Feuer und Diebstahl glänzend bewährt, auf der Casseler Ausstellung n.it Auszeichnung bedacht, hält stets in asiort.rtem Lager aus der Aabrik von N u d o l p h Wolff m Lmig-Gons. ö Möbelhandlung Wilhelm Reiber — Gießen, am Scltersweg. Zeil 45. Strassburg, München, Nürnberg, pcrlm, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. wird Jedermann Nath ertheilt, welche Zeitunaen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwie- Vermischungen. 4025) Ein Familienlogis von 3 Zirn rnern, Küche und Zubehör ist zu vermie: thcn und sogleich beziehbar. Eck der Braugasse Lit. A. Nr. 191. Vermischte Anzeigen. 4035) Von heute an betreibe ich mein Geschäft wieder wie früher. Georg Kann, Maurer und Ofenvutzer. NB Bestellungen bitte ich bei Wittwe Loos, Hebamme, oder bei Herrn Führer in der Löwengasse, abzugeben. 4028) Unterzeichnete empfiehlt sich im Anöbefsern und Verändern von allen Arten Pclzwaarcn, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegen ständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf daS Geschmack 4011) Zwei neue eingerichtete Familienwohnungen sind billig zu vermiethcn und sogleich zu beziehen. Bei wem? jagt die Exped. d. Bltts.____________________________ 4043) Der mittlere Stock in meinem Hinterhause ist zu vermiethen und pr. 22. October d. I. beziehbar. Carl Sony. 3687) Ein Laden nebst Wohnung ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden in Lit. C. Nr. 184. 4041) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuen-Bauen Lit. B. Nr. 65 3 Treppen hoch. ______________________ 3994) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wallthor Lit. A. Nr. 152. 4017) In einem neuerbauten Hause auf dem Seltersberg sind zwei Logis (Par- teire 4 Zimmer mit allem Zubehör, zweiter Stock 7 Zimmer mit allem Zubehör) zu vermiethen. Näheres beider Exped. d. Bltts. 3396) Das von Herrn Stadtbaumeister Gros bewohnte Logis, bestehend aus 4 Zimmern nebst allem Zugehör, ist zu vermiethen und bis zum 1. October zu beziehen. A. K. Worms. 4040) Ein Frauenzimmer für häusliche Arbeiten auf eine halbe Stunde Morgens 8 Uhr gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.___________________________ „Lehrer gesucht." 4023) Für eine Prioatschule, in welcher Kinder bis zu 14 Jahren unterrichtet werden , wird in einem Landstädtchen, in der Nähe Gießens, eine in den Sprachen und Elementarfächern bewanderte Persönlichkeit zu engagiren gesucht. Bestandene Facultäts- prüfung würde genügen. Gebalt für's erste 700 st. pr. Jahr. Franco-Offerten besorgt die Exped. d. Bltts.___ 4042) Ein Mädchen vom Lande wird in Dienst gesucht. Kanzleiberg B- 67. 4039) Ein schwarz-seidener Sonnenschirm wurde in der Neuen Anlge verloren. Der redliche Finder wird ersucht, denselben bet Flick & Kröll abzugcben.______________ Flechtenkranke und Brustleidende heilt Ilr. Iochhcim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) 533) Ein neues Haus ist ganz oder auch getrennt sogleich zu ver> miethen bei Dr. Königer. 3933) In meinem neuerbauten Hause auf dem Kreuz ist noch ein Familienlogis, bestehend aus vier Zimmern, zwei Cabi- neten, Küche, Speisekammer, abgeschlossenen! Vorplatz u. s. w., pr. 1- October zu vermiethen.______ Augnst Weidig. 3729) An eine stille Familie ist eine Wohnung zu vermiethen bet L. Baer, Wallthorstraße. ---- « fidiscrelion Lehrling gesucht wird auf das strengste beobachtet, die in ein Waarenacschüst einer Landstadt Ober- S einlaufenden Offertbriese werden uner- Ä. e« wirt bimfelben ßilnftifieScte^ ««••-* .............................. genheit geboten, sich vielseitig auSzubildcn. Günstige Zeugnisse verlangt. GeiäUige Offerten sub A. b. besorgt die Dr. Friedr. Lengil’s Birkcn-Balsam glättet die im Gesicht entstandenen Runzeln und Blatternarben, flieht ihm eine jugendliche Ge- fichtSfarbe, der Haut verleibt er Weifte, Zartheit und Frische, entfernt in kürzester Zeit Sommer- g sprossen, Leberflecken, Mutter- g male, Rasen othe, Mitesser und | alle anderen Unreinheiten der Haut, g Bestreicht man z. B. Abends 9 das Gesicht oder andere Haut- K stellen damit, so lösen sich schott j am folgenden Morgen fast un R merkliche Schuppen von der M Haut, die dadurch blendend^ weiß und zart wird. V- Priis eines Kruges, sammt Ge- ? brouchsanweisung, 1 Thlr. w Depüt in Gießen bei Ghr. Oppermann, [ (4021) Friseur. k 3874) Ein großes und ein kleines Fa- millenlogis, sowie ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, zu vermiethen bei Heinrich Sauer, Neuenweg Nr. 134. 3525) Zwei möblirte Zimmer für das nächste Semester zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. Mehrere Burger. G esucht wird ein braver Junge für meine Wirth- schaft. H- Schm all, „Frankfurter Hof." 4045) Ein williger Junge für Hausarbeit und Ausgänge gesucht von Ph. Uhl. an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, officiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankfurt a. M. 3094) In meinem Hause ist noch eine Etage mit 2 Mansarden - Stuben zu vermiethen und sofort zu beziehen. G abriel. 4004) Das von Herrn A- Weidig bewohnte Logis in unserem Hause in der Alicenstraße ist anderweit zu vermiethen und sogleich beziehbar; der 3. Stock beziehbar den 1. December. Deibel ist constatirt, daß am 27. August, des Morgens früh, zum ersten Zug nach Wetzlar zwei Männer Wolle in mehreren Säcken auf den Bahnhof brachten, daß dieselben auf dem Bahnhof das Abfahren des Zuges abwarten wollten, daß sic plötzlich weggegangen sind, ohne mitzufahrcn und daß ihnen von einem Bediensteten der Bahn nachgerufen wurde, als dieser ihr Fortgehen bemerkte, was denn mit der Wolle geschehen solle, die sic in den Wagen gelegt hätten. Trotz dieser Thatsachen konnte der oder die Diebe noch nicht ermittelt werden. Wer daher an jenem Sonntag Morgen den 27. August Männern begegnet ist, die Wolle in Säcken auf den Babnhof getragen haben und diese nennen, oder uns Näheres über die Personen sagen kann, die den Bahnhof plötzlich verließen, ohne dem Bahnbediensteten auf dessen Anrufen Gehör zu schenken, wer uns überhaupt solche Mittheilungen machen kann, die.zur Entdeckung der Schuldigen führen, erhält eine Belohnung von 30 fl. (9atHfd)C T8oücnspttNlerei. Prämieii-Aideheii der Stadt Venedig v. J. 1869. | Obligations-Loose ä Frcs. 30. Haupttreffer: E Lire 100,000, 80,000, 70,000, 60,000, 50,000, 40,000, ': 30,000, 25,000 etc. E 3959) In den nächsten Jahren finden 5 Ziehungen Jährlich statt, V am 31. Januar, 30. April, 3«3. Juni, 30. September und 30. | November. f Jede Obligation ist bis zur planmässigen Rückzahlung mit wenigstens Frcs. 30 a oder Thlr. 8 an allen Gewinnziehunigen bethelllgt. Gewinne sind in Venedig, Mailand, Frankfurt a. M., Ber- fe g Hn etc. ohne Jeden Abzug zum Tagescourse zahlbar. Biese Obligations-l^ooMe, mit deutschem Stempel versehen, sind » S a Thlr. <; bei allen Bankiers und Geldwechslern zu be- £ | ziehen. § Nächste Ziehungen am 30. September a. c., Haupttreffer: Frcs. ß K 50,000, und am 30. November a. c., Haupttreffer: Frcs. 100,000. g Restauration „Zur tternaania.“ 4030) Sonntag den 24. September: Ti»n)NntkrI>Ältnng. tz I. Bloch'sche Hafschönfärberei in Darmstadt, Färberei — Druckerei — Wascherei. Specialität für getragene Seidenstoffe aller Art. Wollewaaren und Möbelstoffe. Moire antique 4? Moire irasa^aise. Specialität für Weiß. Die Firma leistet, wie allgemein bekannt, das Vorzüglichste in diesem Fache und werden alle Aufträge in kürzester Zeit effectuirt. Aufträge nimmt entgegen: I* Schlund, Schloßgasse. Wohmnigs - Vcrändmmg. 3943) Meinen geehrten Kunden die ergebene Nachricht, daß ich meine ieitheriae Wohnung verlassen habe und nun in dem Hause des Herrn Dre chs l er M öhl Marktstraße Lit. D. Nr. 220, wohne. — Auch bringe ich hiermit mein G.kchäst in empfehlende Erinnerung und bitte um geneigten Zuspruch. Heinrich Horttfcck, Schuhmacher, vormals H c i n r i ch,H a n i t s ch. « The tireshani. Englische Lkbensverstchcrungs - Gesellschaft in London. Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten. Resultate des am 30. Juni 1870 abgelaufenen 22tcn Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die _Gc- fammtzahl der Verfichcrungö - Verträge auf 23,915, für eine Total-Versiche- runaS - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. P, ämieneinnastme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem ZiuSerträgnlst von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte Capitalien eine Gesammt - Brutto-Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt. Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fcs. 3,470,084. 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Ca- pitalicn um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt- Der Gcsanrmt-Neservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs. Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Vertheilung. Prospecte und alle weiteren Ausschlüsse werden ertheilt von der General-Agentnr für das Großhcrzogthum Hessen: C. Bern n in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: ______________________S. Flörsde i m._____ Bntzbkchcr KilliMcihe. 3965) Sonntaq den 24. und Montag den 25. d. Mts., Abends: Ball im „Hessischen Hof", wozu höflichst einladet 2l. Joutz. Wohinmgs - Veränderung. 4033) Einem geehrten Publikum zeige ich hiermit ergcbcust an, daß ich meine seitherige Wohnung in den Nenenbäucn verlassen habe und nun in dem Markus Engel'schcnHause in derLöwengasse wohne. Indem ich das geehrte ^Publikum daher bitte, die werthen Ansträge auch hierher gelangen zu lassen, verspreche ich pünktlichste Besorgung derselben. PH. Müller, Vorsteher des vereinigten Dieustmänner-Instituts. @ a n; -11 n t c r r i dj t. 3982) Einem verehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich am 9. Octobcr d. I. im Saale des Gasthofs zum Eiuhorn einen Tanz-Cur- fuS eröffnen werde. Anmeldungen können schon jetzt in meiner Wohnung bei Herrn Georg Herbert vor dem Neustädter Thor gemacht werden. Freundlichst ladet ein Carl Pietsch I. Wohnungs - Vemlldmmg. 3886) Unterzeichnete macht hiermit einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß sie ihre seitherige Wohnung in der Mühlgasse verlasse,^ und von heute an in dem neuerbauten Hause (im dritten Stock) deS Herrn Fabrikanten A. Weidig auf dem Kreuz wohnt. Gießen, den 15. September 1871. Wittwe Johan nette Bierau, Hebamme. 4036) Durch eine langwierige Krankheit bin ich leider genöthigt, den seither von mir betriebenen Steinkohlenhandel anfzugeben. Herrn Max Pilger dahier habe ich bevollmächtigt, meine Geschäftsausstande cinzucassiren, und werden meine Schuldner dringend ersucht, ihre Schuldbeträge dem genaunten Bevollmächtigten alsbald berichtigen zu wollen. Gießen, den 23. September 1871. Stephan Hillenbrand. L d n; rr n l r r r i ch t. 4034) Ich bringe hiermit zur Kenutniß eines geehrten Publikums, daß mein Tanztintcrricht Montag den 16. October wieder beginnt- Diejenigen, welche daran Theil nehmen wollen, werden gebeten, sich womöglich in Gesellschaften von 12 — 16 Personen zn vereinigen. Anmeldungen bitte ich bis dahin an mich gefälligst ergehen zu lassen. Nöse, U'.uv.-Fecht- und Tanzmeister. A Für Auswanderer. 593) Die Haupt-Agentur von C W. Dietz am Markt .iASSuin Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten Post-, Dampf- und Segel-Schissen nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Kirchweihfest zn Rieder-Bessingen. 4016) Sonntag den 24. nnd Montag den 25. September: Tanzmusik daselbst von einem Theil der Regiments-Musik des Großh. Hess, zweiten Znfanterie-Regiments. Für Küche und Keller ist bestens gesorgt. Hierzu ladet höflichst ein Karl Weller. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Acticn- Geselllchaft ju Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billige» und feste» Prämien. F- Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. 3996) Vor Beginn des 4. Quartals sehen wir uns veranlaßt, zum A b o u n e ent auf die M a i n - Z c i t n n ff die Bewohner Hessens ganz ergebenst einzuladcn. — Es dürfte keine Zeitung in allen Städten,und Ortschaften Hessens so stark vetbreitet und keine mit so reichlichen Nachrichten aus allen Lheilen unseres Laitdes vertreten sein, als die täglich erscheinende Main-Zeitung. Die Frische und Kraft der Leitartikel unseres Blattes ist bekannt, ebenso die acht deutsch nationale nnd fortschrittliche Gesinnung der Main-Zeitung. Für unsere sort!>auetnden Bemühungen durch Zuziehung neuer tüchtiger Kräfte und durch Anknüpfung neuer Verbinduitgcn den Inhalt drs Blattes nach allen Seiten hin reichhaltiger und gediegener zu tnachen, haben wir den Lohn unseres Strebens in einem auffallend starken Wachsthum unseres Blattes gefunden. Wir sind dadurch auch in die Lage versetzt gewesen, den Raum unseres Blattes durch häufige Beilagen zu vergrößern, ohne den Preis des Aborrnemcnts zu erhöben. Indem wir zum zahlreichen Abonnement auffordern, benrerken wir, daß jede Postanstalt ein solches gegen Erlegung von 1 fl. 42 fr. entgegennimmt. Daß Inserate in der Main-Zeitung eines ganz besonderen Erfolges versichert sind, braucht kaum hinzugefügt zu werden. Hochachtuirgsoollst Darmstadt, im Septtinber 1*71. Die Expedition der Main-Zeitung. Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr Pietsch) in Gießen