PretS vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Boft bezogen vierteljährig I ff. 27 fr. Gitßmtr Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition : Canzleibera Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsßtatt für den Areis Kielen. Nr. 71. Freitag dcn 24. März " 1871" ftaMMBinrnrm—imb—■ n ■ 11 ii — »iwrhi.nm inwm nnmw i TTrMKTnMm—irmrn^^—■—Bii_mmu ____— - ^ücklich, baj • oder M 'U|W fo gut: ,ffa eigenen. lm Detail 5. Lang, rabell, Lalü Oelkuch i vorrälbig- lenfabnf.) das Brustbck n, ptm bitff fyfli mehr die @ui u6 iffiallatt. iDufadui US nen. i?atn$ । aller I ern etc- *&3$r Einladung 511111 Adunnement -test auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, und beträgt der Abonnementspreis in der Stadt Gießen vierteliäbrlick 1 fl- 12 fr. frei in s Haus geliefert. * v De» seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, bas Blatt auch im II. Quartal 1871 zusenden und den Abonnemenlsbetrag wie früher durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. 8ür aße außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 fr. incl. Postaufschlaas riffelten tonnen nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. Damit wir nun in den Stand gesetzt sind,'die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger noch abonniren wollen, dies sofort jetzt bei der ihnen Tlitfenf C9enCn ^0|lan,iaIt oi)er Ccn Lankpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare —------------ --Die Redactiou. Somit sind denn im Schwarzen Meere und in dcn Meerengen die natür- ^Verhältnisse wuderhergestillt worden. Rußland kann seine maritimen Kräfte ® Pontu« so weit entwickln, als seine Mittel ihm dies gestatten; es kann diese LWe <>uch zu einem Angriffe gegcn die Türkei verwenden. Um einem solchen '^ugcn zu können, hat nan aber die Bestimmung des 1856 erneuerten Vcr- lrfl0tö 1841, wonach die Meerengen im Frieden mare clausum sein sollen, ' m Der Sultan kann also schon im Frieden, angesichts einer von Ruß- aIiD Crü9fntcn Gefahr, die Kriegsschiffe befreundeter Nationen durch die Meer- »M m den Pontus einlaffen. Diese Garantie ist indessen ziemlich ivusorifch sie eine kriegslustige Stimmung ter Mistmächte zur Voraussetzung hat. Denn ist ar, daß, wenn Rußland mit großen Nüstungen im Schwarzen Meere be- wäre, das Erscheinen einer englischen oder französischen Flotte in diesem ttet cif politische Situation bedeutend verschlimmern und die friedliche Beilegung -S vielleicht noch heilbaren, erst im Entstehen begriffenen Zerwürfnisses erschweren, M. Den jüngsten Vorgängen in Paris gegenüber wird die deutsche Bundes- regierung eine lediglich abwartende Haltung einnehmen, da die Erfüllung der deutschen FriedsnSbedingungen in keiner Weise gefährdet erscheint. Dank der vorsorglichen Politik des Grasen Bismarck hat Deutschland zum Glück der Unterpfänder genug, um sich die pünktliche und gewissenhafte Ausführung der beim Friedensschlüsse von Frankreich übcrnommenen Verbindlichkeiten zu sichern' wir brauchen also in dieser Beziehung uns keinen Besorgnissen hinzugeben, vielmehr dürften die revolutionären Sccnen in Paris, so sehr dieselben auch vom humanen Standpunkte aus zu biklagen sind, der Entwickelung des Deutsch-» Reiches und der Festigung dessen Stellung in Europa eher förderlich als hinderlich sein Frankreich wird vollauf für die nächste Zukunft sich mit sich selbst zu beschäftigen haben es wird enorme Anstrengungen machen müssen, um seinem StaaiSwefen die Bedingungen ein s geregelten Fortschritts zurückzugeben, mit einem Worte: Frank- reich hat jetzt zu viel mit der Rettung feiner eign en Gesellschaft zu thun, als daß es heute schon an die Zuruckerwerbung seines früheren Einflusses in Europa ernstlich denken könnte. Es muß zunächst sich gegen die Gefahren des Socialis- vielleicht gar unmöglich machen würde. Auf das Erscheinen einer verbündeten Flotte in den Meerengen würde die Türkei also immer erst am Vorabende vor dem Ausbruche des Krieges rechnen können, so daß also die Sicherheit, welche dieselbe durch Aufhebung des Meerengenvertragcs gewonnen hat, nur eine scheinbare ist. ' Dor Ällem aber hat man wohl zu beachten, oaß die Westmächte Rußland die jetzt aufgehobenen Beschränkungen deshalb auferlegt haben, um nicht nöthig zu haben, ihre PatronatSpflichten mit bewaffneter Hand zur Ausübung zu bringen. Rußland sollte durch di- Neutralisirung des Schwarzen Meeres unfähig gemacht werden, mit der Türkei Krieg zu fuhren, da Frankreich und England nicht Lust hritte, eine neue Auflage des blutigen und kostspieligen Krimkriegcs zu veranstalten. Seit 1856 lüß sich das Schützeramt leicht und bequem verwalten; gegenwärtig droht es wieder schwierig und gefährlich zu werden; für England um so gefährlicher da es auf die Mitwirkung seines Bundesgenossen von Sebastopol wohl für längere Zeit nicht wird rechnen können^ Denn Frankreich hat zu viel mit der französischen Frage zu thun, um ohne sträflichen Leichtsinn sich um die orientalische Frage bekümmern zu können. Trotz des Fortbestehens des Pariser Vertrages stehen also Rußland und die Turke, sich gegenwärtig selbstständig als zwei gleich berechtigte Mächte gegenüber und die Sprache des größten Theils Der englischen Presse zeigt, daß mit dieser neu geschaffenen Situation das englische Publikum trotz der Verlegenheiten, die der Regierung daraus erwachsen können, im Grunde gar nicht so unzufrieden ifh Dü$ Interesse an der Integrität der Türkei hat eben abgenommen, und außerdem ist man irn Allgemeinen, und gewiß mit Recht, keineswegs geneigt, anzunehmen, daß Rußland sich in diesem Augenblick mit kriegerischen Entwürfen trage. Man furchtet gegenwärtig weit weniger, daß Rußland es auf einen Angriff gegen die Türkei abgesehen habe, als daß die Pforte aus Furcht vor einem Angriff, vielleicht auch aus einer, wie sie selbst glaubt, imponirenden Prahlerei ihre äußerst schwachen pccuniären Mittel in den kostspieligsten Rüstungen erschöpfen werden. Und hierin liegt denn auch in der Thal die größte Gefahr, von welcher die Türkei bedroht ist. Unseren Lesern ist die klägliche Finanzwirthschaft und Verwaltung der Türkei bekannt. Die Kräfte des Landes werden aufs Aeußerste in Anspruch genommen, und nichts, gar nichts geschieht, um durch einen rationellen Straßenbau, durch Hebung der Industrie und des Handels neue Kräfte zu schaffen oder flüssig zu machen. Der öffmtliche Credit ist fast erschöpft, und die seit einiger Zeit maßlos gesteigerten Rüstungen, die Verschwendung an der einen, die nothgcdrungene Sparsamkeit an der anderen Stelle werden nicht dazu beitragen, die Bcr itwilligkeit der Gläubiger zu neuen Vorschüssen zu erhöhen. . Die Türkei geht darauf aus, in Europa Eclct zu machen, damit erschöpft sie ihre Kräfte, und die Erschöpfung ihrer Kräfte, nicht der russische Ehrgeiz, wird die endliche Krisis der orientalischen Frage herbeiführen. Die Pontusconferenz hat geleistet, was man von ihr erwartet halte. Sie hat in Der Betheiligung Rußlands an ihren Berathungen eine ausreichende Gcnugthuung für das eigenmächtige Vorgehen dieses Staates in Der Pontusfrage erblickt; indem Rußland einwilligte, feine Ansprüche der Berathung und Prüfung durch die an dem Vertrage betheiligten Mächte zu unterbreiten, nahm es — von dieser Voraussetzung ging die Conferenz aus — die selbstständige Kündigung des VcrtrageS zwar nicht ausdrücklich und förmlich, aber doch stillschweigend zurück. Es konnte dies ohne alle Gefahr thun, da es über Den Ausgang Der Berathungen Don Anfang an nicht Den geringsten Zweifel hegte, vielmehr fest davon überzeugt war, Daß Die Conferenz im Wesentlichen seinen Forderungen ihre Zustimmung ttlheilen werde. Darauf konnte es mit um fo größer r Sicherheit rechnen, Da die Türkei sich das Ansehen gab, als ob ihr an Aufrechterhallung Der Neutralismen ces Schwarzen Meeres sehr wenig gelegen sei. Diese Haltung Der Türkei »leichterte Der Conferenz das Eingehen auf Die Forderungen Rußlands, sie trug lkin Bedinkcn, auf Die^ vollzogene Thatfache ihr Siegel zu Drücken. Die Claufeln bijüglich Der Neutralisation Des Schwarzen Meeres sinD abgejchafft, D. h. RußlanD kann im Pontus fo viele Marinestationen rrichten unD Kriegsschiffe halten, als «s will, Dafür sind dann aber auch die bisherigen Beschränkungen des Sultans telreffs der Schließung Der Meerengen dahin modisicirt worden, Daß Die Pforte tiifelben auch in Friebenszeittti den Kriegsschiffen dei befreundeten Mächte erschlie- tin twf* wenn sie Dies zur Durchführung Der Pariser Stipulationen (die natür- lilb, so weit sie nicht Durch Den eben geschlossenen Vertrag abgeändert worDen, ochhen bleiben) für nötbig erachten sollte. Daß Die englische Regierung nur ungern ihre Einwilligung zu Diesem Ab- kmmen gegeben hat, ist unzweifelhaft. Indessen England war durch Frankreichs Ü/isähigkeit, mit Nachdruck für Den Pontusvertrag cinzutrcten, isolirt. Die Niederlagen Frankreichs halten Rußland zu feinem bideutungsvollcn Vorgehen ermutigt bit Demüthigung Frankleichs nöthigte England gutzuheißen,, was es auf eigene fiunD und eigene Gefahr zu hindern nicht wagte und nicht wagen konnte. Rußland kann mit dem Ergebniß in hohem Grade zufrieden fein. Die Con- hat förmlich und feierlich einem Zustande ein Ende gemacht, Der feiner Ent- Dirfelung unerträgliche Schranken auferlegte und feine nationale Ehre empfindlich krankte. Die Neutralisation des Pontus war das Ergebniß des tiefsten Mißtrauens Der rufsifchen Politik. Durch Den Beitrag wurde Rußland als FrieDens- itvikr von Beruf gebrandmarkt, was für diesen Staat um so verletzender war, Da ifiankreich, welches am eifrigsten daraus bedacht gewesen war, Rußland zu Demütfoi- itt und auf Die Dauer feine Kraft zu fesseln, durch das beständige Aufwerfen 'rinnender Fragen Europa systematisch in Unruhe erhielt, ohne daß cs Jemandem "siel, Correctivmaßregeln gegen daffklbe in Vorschlag zu bringen. Uebcr Diesen 1 Diu cf, Diefe europäische Zwangscuratel empört zu fein, war Rußland vollkommen i seiechtigt. Und eben in Anerkennung dieser Berechiigung hat Die Conferenz Ruß- E für fein vertragswidriges Vorgehen Absolution ertheilt und Den Drückenden ^irug annullirt, Der seinem Wesen nach nur eine vcrübergehenDe, weil wiDer- Murliche Zwangemaßregel fein konnte. i n 8 )! :c ,o V n* he zu )en eist zu- am reu servil i» [bti 11 i ite- 'ha iDefj om ähle- nE ifuW ha' u I O DK ntik n 6r fow ieichl । Dich» en jil h tt kerusj iio$te I nah n als, zu huhen' m 3» auferlegt. Es wird Sache des jetzt zusammengetretenen Reichstages sein, zu verhüten, daß die neuerworbenen Provinzen durch Abtretung eines Theiles an Bayern zerstückelt werden. Neben dieser Krage wird sich aber der Reichstag mit der luxem- burger Angelegenheit beschäftigen. Emige norddeutsche Mitglieder des Reichstages beabsichtigten das Thema schon in der letzten Session zu berühren, Opportunität^ gründe und Mangel an Zeit veranlaßten damals aber von dieser Idee abzustehen. Nun fallen die Gründe hinweg, und das bereits von Manchem gesammelte Ma- terial dürfte nun bald zur Verwendung gelangen. Die Männer, welch die luxemburgische Frage vor das Forum des Reichstages zu ziehen gedenken, gehen dabei von der Ansicht aus: daß das anomale Verhältniß jenes Ländchens zum deutschen Reich definitiv geregelt werden müsse, soll dasselbe nicht wieder einmal den Kern ernsterer nationaler Verwickelungen bilden. Bekanntlich gehört Luxemburg zum Zollverein, es genießt die materiellen Vortheile dieser Verbindung, und erfreut sich für den Umstand, daß es eine selbstständige Vertretung weder tm Bundesrath noch im Reichstag besitzt, des Beneficiums, daß es weder von der Militärlast noch von sonstigen Verpflichtungen gegen den Zollbund bedrückt ist. Den Luxemburgern, echten Kleinstaatlern vom reinsten Wasser, gefällt natürlich dieses Verhältniß ausnehmend gut, ihre Presse schimpft wacker auf die Deutschen, aber ihre Staatskasse streicht alljährlich mit vielem Wohlbehagen den beträchtlichen Ueberschuß der Zolleinnahmen ein, und der geringe Ehrgeiz der Luxemburger findet in ihrer wirth- schaftlichen Sequestration nickt den geringsten Anstoß, wenn nur Geld baber heraussteht und das Ländchen, Dank seiner international garantirten Autonomie, sich mit dem geringen militärischen Aufwande von zwei Jägercompagnien begnügen kann. Was für ein seltsames Ding es aber mit den international garantirten Neutralitäten ist, das hat sich gerade bei Luxemburg im letzten Kriege sattsam gc- 23erlitt, 20 März. Wie die „D. R. C." hört, wird am Sonntag, den 2. April, auf Befehl des Kaisers in dem gesammten Deutschland eine Gedacht- nißfeier für die gefallenen Helden des deutschen Heeres abgehalten werden Die Art und Weise dieser kirchlichen Feier wirb durch eine allgemeine Verfügung geregelt werben. Der berühmte Chemiker Dr. C. G. Mitscherlich ist am 19. Abends ge- storben. Berlin, 21. März. Bei dem gestrigen Empfange der städtischen Behörden erwiderte der Kaiser auf die Ansprache des Oberbürgermeisters Folgendes: „Sie können sich vorftellen, mit welchen Empfindungen Ich Ihnen heute gegenübrrstehe, besonders Ihnen, den Vertretern Meiner Haupt- und Residenzstadt, an derselben Stelle, wo Ich vor fast 8 Monaten von Ihnen tief bewegten Herzens Abschied nahm. Wer damals die Ereignisse, wie sie. nun emgetreten sind, hätte voraus- sagen wollen, wäre wohl der Vermessenheit gescholten worden. Es war der Wille rere Bataillone morgen in die Stadt einziehen. Diese Truppen werben zum größten Theil dort einquartiert, wo schwarze Fahnen heraushängen. Einquar- tierunnSbilletS sind also nicht nöthig. Rouen, den 10. März 1871. Für Den Commanbanten en chef: Der Oberstlieutenant und Chef des Geveral- ftabes gez. von der Burg. An die Mairie zur gefälligen Kenntnißnahme. gez. Junge, Oberst und Commandant." Paris, 17. März. Der neue Polizeiprxifect, General Valentin, hat dafür Sorge getragen, daß die zwei Preußen, welche in Paris von Nationalgardisten verhaftet und bei dem „Centralcomitä" eingelicsert worben waren, den Händen dieser willkürlichen Behörden entrissen und dem französischen Generalstabe zur Verfügung gestellt worden sind, der sie ohne Zweifel an die preußischen Militärbehörden birigirt hat. Es waren nicht, wie man behauptet hatte, Officiere, sondern Eisenbahnbeamte; sie heißen Wertz und Haußmann. Das „Ccntralcomitü" wollte sie bekanntlich gegen einen Nationalgardisten austauschen, den die Preußen kurz nach dem Waffenstillstände verhaftet hatten; der preußische Commandant aber hat erklärt, daß dieser Gardist, ein Officier vom 147. Bataillon, meuchlings auf einen Preußen geschoßen und denselben schwer verwundet hat und baß er daher nicht ausgeliefert, sondern vor ein Kriegsgericht gestellt werden wird. suchen, ehe eS in dem europäischen Concerte die Stellung wieder einnehmen kann, < die ihm gebührt. Daß diese Stellung durch den revolutionären Geist wieder- 1 erlangt werden könne, wie der Herzog von Aumale meint, scheint uns sehr zweifel- , haft zu sein. Jener revolutionäre Geist der Europa einst aus den Fugen ge- 1 rissen und Frankreich zu den Triumphen geführt hat, aur die es heute noch seine Ansprüche auf die europäische Suprematie stützt, ist längst aus Frankreich ge- schwunden; an seine Stelle sind gemeine Pöbelexceffe getreten, die den europäischen Nationen den Beweis liefern, daß die Pariser Gesellschaft entartet ist und daß die französische Hauptstadt nie wieder den Schwerpunkt der europäischen Politik bilden wird. — Frankreich bedarf heute mehr als je einer festen Hand, und die letzten Vorgänge in Paris werden sicher dazu beitragen, baß Die französische Na- tion in ihrer großen Mehrheit sich nach Demjenigen sehnt, welcher ihr diese Hand muS sicherzustellen, die Ausschreitungen des revolutionären Geistes zu verhindern! ungefähr 10,000 Mann darin untergebracht werden könnten. Um den Truppen suchen, ehe es in dem europäischen Concerte die Stellung wieder einnehmen kann, aus der Umgegend von Rouen Märsche zu ersparen, werdet voraussichtlich meh- zeigt, und je näher die Gefahr liegt, daß Luxemburg bei den ausgesprochenen Sympathien seiner Bevölkerung für Frankreich der ewige Herb französischer Wühlereien in den neuen deutschen Provinzen, namentlich in Metz werben dürfte, um so gebieterischer tritt die Nothwendigkeit auf, diesem Lande und seinen Beziehungen zu Deutschland eine fixe Form zu geben. Neben diesen Erwägungen kommen auch militärische Rücksichten um so mehr in Betracht, als Longwy nicht mit Deutschland verbunden worben ist. Longwy und Luxemburg beherrjchen, trotz Metz und Diebenhofen, das linke Moselufer; ja die feste Stellung von Metz wäre umgangen und beinahe werthlos, sollte Luxemburg dereinst :n französische Hände fallen. Wahrscheinlich wird man es der Reichsregierung überlassen, das Erforderliche zur Sicherstellung der deutschen Interessen jenseits ber Mosel einzuleiten. Der Regie- rung selbst aber wirb es ohne Zweifel willkommen sein, sich zur Regelung eines Verhältnisses veranlaßt zu sehen, bessen Unhaltbarkeit wiederholt bargelegt worden ist. Die gegen die Socialbemokraten Bebel, Liebknecht und Hepner cingeleitetc Criminal-Untersuchung ist nach einer Mittheilung der W. Z. aus Leipzig vor einigen Tagen geschloffen worden ; die auf Gründ berselven zu erhebende Anklage soll, wie man hort, dte Genannten der Vornahme vorbereitender Handlungen zum Landesverrath beschuldigen (nach Anderen zum Hochoerrath). Da Die Schwurgerichtssitzung bei Dem Leipziger Bezirksgericht in einigen Tagen wahrscheinlich beendet sein wirb, so wird Die obige Anklage erst später vor de Geschworenen ge- ber Vorsehung, daß diese großen Thaten durch uns sollten vollbracht werben. Wir waren nur Werkzeuge in des Allmächtigen Hand. Was die Armee ge- leistet hat, das steht so groß da, baß es eine Anerkennung mit Worten nicht bedarf , aber Ich fühle Mich gedrungen, hier Meine dankbare Anerkennung für Alles das auszusprechen, was das Volk daheim für das Heer gethan hat. Der Krieger fühlte sich gehoben, gestärkt, da er wußte, wie in der Heimath für dir Seinigen gesorgt sei, da er darauf vertrauen durfte, baß den zurückkehrenbell Kampfunfähigen die liebende Fürsorge nicht fehlen werde. Was die Gestaltung Deutschlands und Meine persönliche Stellung zu derselben betrifft, so habe ich für Mich Nichts gesucht, sondern kaum erwartet, daß wir gegenwärtig schon diesen Abschluß erreichen würden. In der kurzen Spanne Zeil, die mir noch gegeben ist, wird es mir nur vergönnt fein , dte Grundlagen zu legen , meine Nachfolger werden den jungen Baum weiter wachsen und grünen sehen. Lange lag dieser Ausgang tu den Herzen, jetzt ist er an das Licht gebracht, sorgen wir, baß es Tag bleibt." Berlin, 21. März. Gegen 2$/2 Uhr versammelten sich die Mitglieder Parlaments in dem Sitzungssaale des Abgeorbnekenhauses, über dessen Präsibeii- rensitz die von den Deutschen in New-Orleans im Jahre 1867 gestiftete schwarz- weiß-rothe Fahne schwebt; dieselbe, mit silbernen Franzen und Quasten verziert, trägt die Widmung: „Dem deutschen Parlament. Die Deutschen von New-Or« leüns. 1867." Der Sitzungssaal hat nur wenige Veränderungen erfahren; bracht werden. Die „Wiener Abendpost" bringt folgenoe Mittheilung: „Wir sehen uns heute leider wieder veranlaßt, die öffentliche Meinung auf eine Reihe bedauerlicher Erscheinungen in der hiesigen Tagespresse aufmerksam zu machen. Es sind dies die seit einigen Tagen wieder mit besonderem Elfer in Umlauf gesetzten Sensa- tionSgerückte, welche, um Den gegenwärtig bereits auch der Ocffentlickkeit fühlbar geworbenen Mangel an Angriffsmomenten gegen die Regierung zu ersetzen, in die Form fingirter RegierungsavsichNn gegossen und als solche dann zu Objecten Der publicistischen DiScussion gemackl werben. So rotrD heule bas Publikum mit „Verhandlungen" der Regierung mit einem »in Wien tagenden Slaven-Congresse uno einer diesem „Slaven-Congresse" zugesagten Reichsraths - Auflösung theils zu amusiren, theils zu erschrecken gesucht. Wir würben es fast für überflüssig halten, diese Gerüchte als Erfindungen zu stigmatisiren, wenn es uns nicht darum zu thun wäre, dergleichen wieoerholte unlautere Manöver an den publicistischen Pranger zu stellen. Wir können Die Frivolität, mit Der auf solche Weise die höchsten politischen Interessen und Institutionen behandelt werben, nickt genug bedauern." Die Zeitungen von Mabrib vom 12. und 14. März sprechen von Unruhen, die in der Hauptstadt bet Gelegenheit der CorttSwahien ausgebrochen sind. Nach der Iberia feien diese Unruhen durch die Republikaner, welche wütheno sind, in den Sübvorstädten geschlagen zu sein, und sich zu Thätlichkeften gegen die Wahl- richter haben hinreißen lassen, veranlaßt worden. DaS Journal el Puenta be Alcolea bestätigt nur, daß im Getümmel vier Menschen verwundet wvrdcn wären. Der Jmparcial sagt: „Der Angriff geschah zuerst mit den natürlichen Waffen, Händen und Füßen, aber er nahm allmählich eine drohende Wendung an. Ein Schuß gab das Signal zu einer allgemeinen Schlacht, welche zur Schande und Unehre einer civilisirten Hauptstadt wie Madrid auf offener Straße gegeben wurde." Aus dem Felde. Das preußische Militärcommando in Nouen hat auf die Demonstrationen in der Stadt gelegentlich der Anwesenheit des Kronprinzen folgende Mittheilung veröffentlicht: „Der Commandant en chef bittet die königliche Commandantur Der Mairie mitzutheilen, Daß aus dem Aufziehen schwarzer Fahnen klar ersichtlich ist, wie viel Häuser in Rouen noch frei sind für militärische Einquartierung und daß auf Der westlichen Längsseite, gegenüber dem Präsidentenstuhle, haben die Plätze, welche beim Landtage Die Nationalliberalen und Freiconservativen inne hatte», Der Schranke für Den Bundcsrath weichen müssen, welche jetzt 48 Sitze zahlt. Der erste Abgeordnete, welcher in den Saal eintrat, war der Frhr. t>. Hagke, Der zweite Der sächsische Generalstaatsanwalt Schwarze; am Tische dis Bundtöraths nahm zuerst Präsident Delbrück Platz. Die Tribünen waren schon um 2 Udr überfüllt, die Diplomaten- und Hoflogc blieben leer. Um 31/4 Ubr verstummte die bis dahin sehr lebhafte Unterhaltung im Sitzungssaale und Abz. v. Frankenberg-LubwigSdorff nahm als Senior Der Versammlung auf dem Prä- sidenttnsitze Platz, in einer kurzen Ansprache auf die durch den verflossenen Kricz erzielten Resultate hinweisend und die süddeutschen Mitglieder begrüßend, woraus er die Sitzungen des ersten deutschen Reichstags für eröffnet erklärte. Nachdem die Abgeordneten v. Staufenberg, Eyfold, v. Unruhe Bomst unfr v. Schöning zu Schriftführern ernannt, folgt der Namensaufruf und Die Bei' loofung Der Mitglieder in die Abtheilungen. Es sind angcmelbet 220 Mitglievel, im Hause anwesend sind aber 275 Mitglieder, so baß Der Reichstag beschlich fähig ist. Damit ist Die heutige Sitzung beendet. Schluß 4^ Uhr; nächste Sitzurf Donnerstag 1 Uhr. Tagesordnung: Wahlprüfungen. Madrid, 19. März. Um 1 Uhr M-ttags sind der König und tue König" in die Stabt eingezogen, unv wurden dieselben vom Bolte und von der Armk! mit dem größten Enthusiasmus begrüßt. Von dem Bahnhofe aus begab sich M KönigSpaar nach Der Kirche von Atocha, wo ein feierliches Tedeum gesungei wurde; hierauf fuhr Der König und Die Königin in Den Palast, von wo auf sie Das Borbeiziehen der Truppen und Der NationalgarDe mit ansahen, welch sie mit Enthusiasmus begrüßten. Aus Dem Bahnhofe waren Die Mitglieder dt Regierung, das Diplomatische Corps und Deputationen aller hohen Staatskorpl zum Empfange anwesend. Eine ungeheure Volksmenge bewegte sich durch d Straße vom Bahnhofe bis zum königlichen Paläste. Das Wetter war prächti _ Telegraphische Depeschen. 4- Berlin, 22. März. Graf Bismarck ist vom Kaiser in den Fürst' stand erhoben worden; Moltke erhielt das Großkreuz des Eisernen Kreuzes. tidl-Gomite Dingungen । gmhli. 2 Men fori lviik aufgeb sorgen. 4) gckllchi. Eine begeben, 1 Pyal zu e A ® als verbrech voll scharen. vor, welche Picarv niw erllärle, ver Belage nistet des vollzogen, spiochen,' ttien tavel palai'S ker Wachen be Sicherheit zufalliinengl A L unv die 2l|| L!."r „nt i hindern Dte Bellmlü t biochrn. l Giinülher. 3n' Lager dn schlügen, datmerieni $aj lassen übtr 3ö l von Nation aWtn K Das ergreif ausMlk ö druckt werbe Bezug Alises offici ■Wr Dran tttWt uno, *r»« un; !'fonite ei,, 8rau(n „( «fafre, ^tniartre q j“'K welck M #11ü,t Ml" Dis" 6 »irfe»-" Eine 16,6 e,N, 9m. »i,) ' L1.'"1 d,tz 6’" Hä«, ‘”'r.l8ab( Militär. ' Dffc, foi. 7'>'tnttQlcoyi|^ tn lit fc* mmant>ant abu auf c ta6 er bchr irt. n ^o°ntag. ht eine Ttvä^ ’n wtreen 1 Verfügung p 19. Lbevbr z,, -'-scheu iöedöilli iolgtükes: „6; e ge^nüdnjlks itt, an Mr|ilk perzenö Abs^ hatte m» kS war der N oUbracht wtik i! die -rmrr f Vor.'tn nch- Änerfennun:? rthan bat. '■ ^i.matb füt r jarWrmt • M< GeftaU»! t, so habe! tnwadig fßt i, vie mir w |i kfttn, mc tn sehen, bi: recht, sorgen r u Ni'tg!i/ter II • kessen Pläßte gtfiifttti söM Ckü^h verjie o von sVeD-5: langen trfabtf üben dir M wn uinc W rar ttr Mr.» . am »)'»''' «inci ®JItn * n. Um 3’/i J igiiaaU unr * ,u W»f sr kjrüjmti •I,‘ Härte. Unrub« ®c“\ frif °°r w ’ „ 220 W"9‘" JWW« b-B * Hüt dlt^ Jt#» £ «41 , jölabt”- k.e Wd , h(fl eua,,'T 5* tUt» S*n + Versailles, 20. Marz, Abe-ids. Der Minister ves Innern bu an die Die Verordnung über vie verpfändeten Gegenstände des Leihhauses ist ru- Präfecten gemeldet: „Die Lage von Paris hat sich nicht verschlimmert, der Auf- rückgenommen; der Verfall der kaufmännischen Effecten ist bis auf weitere Bestand wird einstimmig verurtheilt, da er sich durch verbrecherische Thaten entehrt stimmung auf einen Monat verlängert zu dem einzigen Zwecke, die Ruhe zu er- hat- Chanzy und andere Officiere linD gelangen. Die Maires protestiren und halten. D.e Eigenthümer und Hotelbesitzer dürfen ihre Miether nicht ausweisen weigern sich, neue Wahlen vornehmen zu lassen. Die National-Versammlung Das Comite der Nationalgarde hat sich dahin entschieden, die FriedenSbedingun- verdammt einmüthig die Unordnung und deren Urheber. Osficiere und Mann- gen zu achten, doch scheint es ihm durchaus gerecht, daß die Urheber des ver- schaften der Nationalgarde sind nach Versailles gekommen, um die Ernennung wünschten Krieges, durch welchen wir leiden, den größten Theil der von unseren des Admirals Saissct zu ihrem Oberbefehlshaber zu begehren und ihr dem- Siegern auferlegten Entschädigung tragen. na'chstiges Eintreten gegen den Aufstand zu versprechen, den alle Parteien ver- A Lille, 21. März. „Echo" sagt, die Preußen seien entschlossen, nicht tn werfen." Paris einzurück n. Eine Depesche von Thiers an die Präfecten besagt: „Die Regierung ist zu A Brussel, 21. März. Der „Etoile" meldet: Paris, 21 März. Der Versailles sicher beisammen. Die National-Versammlung hat bereits Sitzung ge- Augenblick ist nicht fern, wo das Comite der Jnsurrection das Stadthaus wieder halten. Die Armee hat sich vrllständig vor Versailles zufammengezogen. Zn verlassen wird. — Der „Soir" berichtet, daß eine empfindliche Theueruna der dem größten Theile des Landes herrscht Ruhe." Lebensmittel herrsche. A Versailles, 20. März. Assemblee. Grevy bezeichnet die Jnsurrection A Brussel, 21. März. Aus Paris eingetroffene Reisende versichern, daß als verbrecherisch. Frankreich möge sich um die von ,hm Gewählten vertrauens- sich aller besitzenden Claffen in Paris eine große Panik ergriffen hat. Aus ver- voll scharen. Lastiquc schlägt die Ernennung einer Commission von 15 Mitgliedern schiedenen Richtungen ziehen Volkshaufen nach Versailles. Brüssel ist neuerdings vor, welche der Regierung bei den erforderlichen Maßregeln als Stütze dienen soll, von Pariser Emigrantenfamilien überfluthet. Picard nimmt im Namen der Regierung, welche sich einstimmig für den Antrag A Brüssel, 22. März. Ein Rothschild'scher Courier, der soeben in Brüssel erklärte, denselben an und verlangt, daß in cem Departement Seine und O-se angekommen ist, meldet aus Paris, daß das Pariser Gouvernement energisch ver- der Belagerungszustand erklärt werde. Bei Schluß der Sitzung theilt der Mi. langte, daß die Bank von Frankreich und Gebr. Rothschild je 5 Millionen der mster des Innern mit, daß die Präfecten und Maires die Vornahme von Wahlen Regierung übergeben sollten. Man einigte sich schließlich dahin, daß die Bank vollzogen. Offiziere der Nationalgarve, welche nach Versailles kamen, haben ver- eine Million und Rothschild eine halbe Million erlegten. sprechen, ihre Intervention gegen die Insurgenten eintreten zu lassen. Alle Par- A Wien, 22. März. Die „Neue freie Presse" meldet aus Paris, daß in Wien tadeln die Jnsurrection. Das „Bien public" meldet: Vor dem Sitzungs- Folge der Unruhen in Paris die Anleihepläne ausgegeben sind. palais der Assemblee in Versailles sind 6 Batterien aufgestellt und das Thor mit Die Vertreter der Creditanstalt und der Wiener Rothschilds verließen Paris. Wachen besetzt. Thiers hat dem Präfecten mitgetheilt, daß die Regierung ihrer A London, 22. März. Die „Times" meldet aus Paris vom Heutigen, Sicherheit halber nach Versailles gegangen und die ganze Armee vor Versailles daß in der Massenstimmung eine Reaktion eingetreten sei. Die Patrouillen der zusammengezogen habe. Die Majorität des Landes wünsche die Ruhe. Nationalgarden wurden ausgepfiffen. Der Revolutionsaüsschuß nimmt in der A Versailles, 21. März. Die Regierung beschloß in Versailles zu bleiben Stadt Requisitionen vor, um damit die Nationalgarde zu bezahlen. und die Assemblee daselbst weiter tagen zu lassen. A Florenz, 21. März. Es circulirt wiederholt das Gerücht von der Ab- + Paris, 20. März. Die „Commune" glaubt zu wissen, daß das Cen- sicht des Königs, abzudanken. — Durch LaDineneinstürzen ist der ganze Verkehr tral-Comitö den Frieden mit der Regierung zu Versailles unter folgenden Be- auf der Montcenisbahn eingestellt. dingungen annehmen werde: 1) Der Gemeinderath von Paris wird vom Volke a Madrid, 20. März. Die spanische Regierung wies den Antrag von gewählt. 2) Die Nationalgarve wird ganz umgestaltet. Die Führer aller Grade Nordamerika zurück, betreffs Abkaufs von Cuba und Portorico. werden fortan von den MannfchaUen selbst gewählt. 3) Dir Polizei-Präfektur wird aufgehoben; deren Amtsg schäfte läßt die Gemeinde von Paris selber besorgen. 4) Paris hat künftig feine eigene Linien-Armee mehr. (E i n g c s a n d t ) Sämmtliche Baarbcstände der Bank von Frankreich sind nach Versailles gebracht. Eine Compagnie Nationalgarden hat sich nach der Druckerei Dubuisson begeben, um auf Befehl von Lullier den Druck des neuen Journals von Felix Pyat zu erzwingen. 4- Paris, 21. März. Mittags. Paris ist ruhig und die Läden sind weistentheils geöffnet. Die Omnibus circuliren und die Fiaker kommen wieder zum Vorschein. Die Posten der Nationalgarde an den Thoren der Stadt verhindern die Ausfuhr von Mundvorräthen, Waffen und Munition. Die Lage von Belleville und Montmartre ist unverändert. Aller Handel ist durchaus unterbrochen. Alle Arbeit hat aufgehört und es herrscht eine große Aufregung der Gemüther. In Versailles sind beinahe 60,000 Mann Truppen versammelt. Das 1090) Die Meininger Hypothekenbank wird in den nächsten Tagen eine hypothekarische Prämienanleihe emittiren, deren Ziehungsplan uns vorliegt und dem wir Folgendes entnehmen. Die Anleihe im Betrag von 10 Millionen Thaler ist in 4000 Serien, ä 25 Obligationen, jede zu 100 Thaler eingetheilt, sie wird mit 4% verzinst und mit Prämien innerhalb 56 Jahren getilgt. Die Serienziehungen finden alljährlich am 1. Deeember, die Gewinnziehungen am folgenden 2. Januar statt; die Haupttreffer belaufen sich auf 80,000 Thaler und in den beiden letzten Jahren sogar auf je 100,000 Thaler, während der geringste Treffer allmälig ans 105 Thaler steigt. — Da diese Anleihe statutenmäßig durch gute erste hypothekarische Ausstände, die von dem Staatscommissar controllirt werden, gesichert ist, da ferner ein erhebliches Actiencapital die Solvenz der emitlirenden Gesellschaft verbürgt, so erscheint dieselbe für die solide Capitalanlage um so geeigneter, als sie im Verhältniß zu den 4% bayerischen und badischen Prämien-Anleihen, sowohl durch den billigeren Cours, wie durch die relativ reichlichere Prämienausstattung entschiedene Vorzüge besitzt. Wir werden übrigens auf diese für den Grundbesitz wichtige Angelegenbeit noch eingehend zurückkommen. Lager derselben ist an der Eisenbahn, etwa eine Meile von Versailles aufge- schlagen. Die Eisenbahnstation von Versailles ist von einer beträchtlichen Gen- varmeriemacht besetzt. Maxi sagt, die National-Versammlung werde heute eine Proklamation er- lassen über vie gegenwärtigen Ereignisse. In verschiedenen Arrondissements hat sich gestern Abend eine große Anzahl von Nationalgarven versammelt und energische Maßregeln zum Schutze ihrer bezüglichen Bezirke beschlossen. Das Siecle glaubt, daß jedes Bataillon von feinem bezüglichen Bezirke B sitz ergreifen werde und hofft, daß wenn diese Bewegung im Zusammenhänge qi «geführt werde, die Erneute rasch und wahrscheinlich ohne Zusammenstoß unterdrückt werden würde. Bezüglich auf die Hinrichtung ver Generale Lecomte unv Thomas sagt dieses officielle Journal : Alle reaktionären Journale veröffentlichen mehr oder winDcr dramatische Berichte über das, was sie die Ermordung der Generale 8e-| comte uno Thomas nennen. Ohne Zweifel sind viefe Begebenheiten zu bedauern, flthr um unparteiisch zu fein, muß man zwei Thats^chen feststellen: erstens, daß L-comte vier Mal aus dem Patze Pigalle den Angriff auf die harmlose Menge von Frauen unv Kindern besohlen batte; zweitens, daß Thomas in dem Augen- büife verhaftet wurde, wo er in Civiltracht einen Plan der Barrikaden von Montmartre aufnahm. Diese beiden Menschen sind dem KnegSrechte zum Opfer gtsalleli, welches weder vie Ermordung von Weibern, noch das Spioniren zuläßt. -h Paris, 21. März. Mittags. Das officielle Journal ver republikanischen Föderation sagt, daß zahlreiche entlassene Sträflinge nach Paris zurückge- kehrt sind und ermahnt die Nattonalgarde zu Der größten Sorgfalt bei den Pa- BörseunachrichtcQ. 22. .März 1871. Preus#- 41 2 u Oblig. 943, 4 Fraukf. 3‘/2°/o Obi. 82 Nass. 41/2 o 0 Obi. 94 Kurhess. 4% „ 86 Gr. Hess 5% Obi. 1017/s „ „ 4% „ 93 n n 3l/2% " — Bayer. 5% „ — n 41/2% 1jährige 95 ’ b „ 40/0 1jährige 893/4 Würtemb. 4 V20 0 Obi. 93 Vz Baden 4l,2%Obl. 0. E. L. 94*/4 Oesterr. Silberrente 5 > V2 „ Papierrente 47*/2 „ 5u/o M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 100 „ „ 1882r 965 M „ , 1885r 98' R n. n lH87r 96% Spanier, ueuest. 3% 30*/4 Actlen. Frankf. Bank 133 */2 Frankf. Vereins-Kas^e 104l/a Darnujt. Bankaet. 327 l/, Wien Bankaktien 694 Galizien 242' 2 Actlen. Oest. Creditact. 2533,4 50/0 östr. F. St. E. B. 3821 4 Lombard. Bahn 1723/8 Ludwigsh.-Bexbach 1691/b Maxbahn 112'/4 Bayer. Ostbahn 127'/2 Hess. Ludwigab.-Act. 142 Alsenzbahn-Actien 85* 4 Oberhessen n. 693/s Prioritäten. 3% öster. Stab.-Prior. 555/8 3u/0 öst. s. Lombard 73* 2 3% Livorneser 32'/, 50,0 Toseaner 507 s 5u,(j Elisabeth.-Prior. 78 du. II. Emiss. 74'/z Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. L>>ose 64^ Nassau 25 fl. 37', 2 4°/j bayr. Präm.-Anl. 107 h Ansbacher 7 fl. 12'/ö 40/g badische Loose 1077/8 Badische fl. 35 Loose 60 Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritätsloose 157 1860r Loose 77'/2 1864r „ 118 Braunschweiger 16 Stadt Madrid 217/8 Weciieei. Amsterdam k. ti. 100 V8 Augsburg k. S. 997/g Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97 Cöln k S. 1047/ä Hamburg k. S. 88 V 8 Leipzig k. S. 105 London k. S. 1195/8 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94i,2 Wien k. S. 951/8 ditto tn. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 3Vi% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 Sächs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10SL 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 27—28 Engi. Sover. 11 54—58 Rass. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27 —28 trouilleu. Bon heute ab wird ver Solo der Nationalgarde wieder regelmäßig ausgezahlt und die Vertheilung von Unterstützung wird wieder beginnen. Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. 1072) Die laut unserer Bekanntmachung vom 18. Februar er. für die Sonn- und Festtage Zeitweise eingeführte Annahme, viw Zustellung von Frachtgut aller Art, tohlen, Kokes und sonstiger Produkte wird hiermit wieder aufgehoben. Cöln, den 21 März 1871. Die Direktion. Versteigerungen. Arbeitsverqebnnq. 1063) Samstag den 25. l. Mts, Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die zur Wiederherstellung des Wieseckstegs an der Stephansmark erforderliche Zimmer- und Schlosserarbeit, erstere zu 60 fl. 15’/4 fr-, letztere zu 6 fl. 50 fr. veranschlagt, versteigert werden. Gießen, den 21. März 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- 1853) Montag den 27. März d. I., Vormittags 11 Uhr, !findet die Vergebung des Jahibedarfs an Holz und Braunkohlen für das hiesige Pro- vinzial-Arresthans an den Wenitziinehmen- den statt und werden Steiglustige in das Vorhaus des Provinzial-Arresthauses hiermit eingeladen. Gießen, den 8. März 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Keilgebotencs. jtrtrhpH allen Sorten, trocken fo- VIH luofy[, als auch mittelst Dampfkraft auf'S Feinste in Oel abge- rieben; Broncen, Blattgold, Mascr- walzen und Oclfarbmnhlen empfiehlt Emil Fischbach, (10/9) Seltersweg. 1086) Vier gute Fenster sind zu verkaufen bei Schmied Unverzagt 629) Gin Haufen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Han 8. wir hiermit freundlichst einladen, finden in folgender Nachmittags: IV. Klasse (Felsing), Uhr (Schmidt), NI. die bei Wilh. Nagel. G L gez. Wilhelm. An fei von den 875) Die iJi t, Redaction, Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieren. gnädigst mitgltheilte huldreiche Handschreiben Seiner Majestät des deutschen Kaisers und Königs von Preußen vom 14. d Mts. eilen wir dankerfüllt zur Kenntniß pfiehlt (1078) Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, 3.8- welche der Leistungen dazu beige- Freudigkrü der Armee L.T KZ Der Mit •e- 973) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen Lindenplotz Lit- A. Nr- 244. Emil Fischbach, Seltersweg. i 1073) Man sucht eine, int Bügeln, der ! Wäsche und in der Küche erfahrene Haushälterin. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 919) In einer freundlichen Gartenwohnung ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet | Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, i E- Heinemann, I. Ricker. Die Prüfungen, zu denen Ordnung statt: 1077) Das Schuljahr der höheren Mädchenschule schließt von diesem Jahr air *" Die Schülerinnen, welche zu Pfingsten consirmirt werden, sind nicht ' r * i. Wollen sie aber unserer Pflicht in einem künftigen, will'S Gott fernen Kriege werden. Berlin, am 17. März 1871. Das Central-Comitö ter deutschen Vertine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger. R. von Sydow. Im Namen des evang. Schulvorstandes: V i g e l i u s. * Die gnädig anerkennenden Worte Seiner Majestät des Deutschen Kaiser- und Königs von Preußen beeilen wir uns, nebst dem Schreiben des Deutscher Central-Comit^'s, durch welches sie uns übermittelt worben sind, zur Kenntniß unserer Zweigvereine, sowie aller Derer zu bringen, welche uns in diesem Kriege in so reichem Maße ihr Vertrauen geschenkt und ihre Mitwirkung gewährt haben. Sie Alle dürfen therlnehmen an dem Kaiserlichen Dank und an dem freudiger Bewußtsein, ihre Schuldigkeit gegen das Vaterland erfüllt zu haben. Darmstadt, 19. März 1871. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogtbum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. A. Weber. 1.'April, Morgens um mittags um 2 Ein gr höl;nner Was Die tfig igjiiter zu (Sun Zugel Men. Der Dank des Kaisers an das Central-Comite der Deutschen Hülfsvereine. Schreiben Sr. Maj. des Kaisers und Königs an Ihre Maj. die Kaiserin und Königin Augusta. „Indem ich von Meinen tapferen und siegreichen Truppen, welche noch auf fremdem Boden zurückbleiben, Abschied nehme, drängt es Mich, Ew. Majestät auszusprcchen, wie tief und freudig Mein Herz die liebreiche Fürsorge und Unterstützung bewegt hat, welche der Armee unter dem Vorgänge und dem Schutze Eurer Majestät aus der Heimath, aus dem ganzen deutschen Vaterlande während des ganzen Feldzuges zu Theil geworden ist. Die deutsche Einheit war durch das Eentral-Eomrl6 der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger auf dem Gebiete der Humanität vollzogen, als die politische Einheit unseres Vaterlandes sich noch im Kreise der Wünsche bewegte. Dasselbe hat sich bei Beginn der Feindseligkeiten zu einem fest orgamsirten Körper gestaltet. in welchem die Landes-Vereine sämmtlicker deutschen Staaten vertreten sind, und dem selbst über d«n Ocean herüber die Hülfsvereine Amerikas die Hand gereicht haben. Mit Freuden habe (ch erkannt, wie gerade durch diese Zusam- menfassung aller deutschen Kräfte, getragen von der allgemeinen Opferwilligkeit und der Nation unauslöschlich forileben. Meinen Dank und Meine Anerkennung kann ich nicht besser bezeugen, als indem Ich Eure Majestät Selbst bitte, sie dem Central Comit6 der Vereine in Meinem Namen auszudrücken." Dampf-Färberei, Druckerei, Kunstwafcherei von I. C. Böhler in Frankfurt a. M. empfiehl! sich im Färben und Waschen der Herren- und Damen-Garderobe, sowie auch Teppiche, Plüsche, Sammet, Damast, Federn rc., welche Gegenstände in allen Farben 0".ds Bnllanteste gefärbt werden. Besonders mache auf meine chemische, nach Pariser Methode eingerichtete Kuustwaschcrci aufmerksam, wonach werthvolle Gegenstände, wie seidene und wollene Kleider, mit allen möglichen Verzierungen, unzertrennt gereinigt werden, ohne an Farbe und Fa^on etwas zu verlieren. der werden unzertrennt in allen Farben gefärbt unter Garantie ’n az - Anträge werden prompt besorgt durch Herrn Philipp Schlatter am Kreuz in t c d c n» und von der hingehenden und unermüdlichen Thätigkeit der Männer, schwierigen Leitung dieses Werkes ihre Kraft und Zeit widmeten, möglich geworden sind, die jede Erwartung überstiegen und wesentlich tragen haben, der Armee, unter den schweren Müdsalen des Krieges, und Kraft zu erhalten. Die dankbare Erinnerung daran wird in 28. 29. 30. 31. dem Porträt des Generals von Sperling. — Die letzten Falkcnburger. (Forts.) Erzählung von F. Bodcnstedt. — Deutschland als Sanct Michael, nach Prof. Gros- Uhr die übrigen Fächer in der I Klasse (Freiensehner.) Die Anmeldungen für das neue Schuljahr, insbesondere für die Aufnahme in Elementarklasse des Herrn Lehrer Felsing, finden Samstag den 15. April bei dem Unterzeichneten statt, wobei ausdrücklich bemerkt wird, daß fein Kind in eine Klasse ausgenommen wird, bevor dem Unterzeichneten die nothwendigen Notizen über Geburtstag, sowie der Impfschein mitgetheilt worden sind. Fubbaden-Anstrich. Fußbodcnlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Öelfarbcn, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, em- DU Beginn der Saison können Lehranstalten, Bade-Etablissements, Hotels, Handlungen aller Art rc. rc. die üblichen Halbjahrsonzeigen nicht wohl zweckmäßiger, billiger und mit weniger Mühe besorgen als durch die erprobte Vermittelung der Annonceu-Expeditiün von G. L. Darckc & Comp. in Frankfurt a. ÜI.. ÄI{hielten, ÄiirnhCrg, Augsburg^ Würzburg^ Stuttgart, liamkurg, Brüssel. Bern. Ausführliche Zcitungs-Verzeichntsie stehen graiis und franco zu Diensten• 5034) . Die Wr. Steffan Augen Heilanstalt in Frankfurt o* M c,_ (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraße), aufs Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. se's Carton in Holzschnitt ausgesührt; mit zwei Sonnetten von Karl Gerok. — Was steckt hinter dem Zaun? Zu dem Bilde von L- Passini: „Die kleine Neugierige". — Lazar^therinnerungen einer deutschen Frau. 11 Auch ein eisernes Kreuz. — ■ Kutsckke's Genesis u. Lebenslauf. — Sechs Monate in französischer Kriegsgefangenschaft auf Bitsch. 1. Von unserem Bericht- Fortbildungsklasse, II. Klasse (Cur schmann), „ provis. Zwischenklasse (Freienseh ner), 10 Uhr, die fremden Sprachen, Nach- Nancy, den 14. März 1871. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin. * * * M W* M stMk" 1 f- % ioen umciiiuii nvu- mnger gemeßen, ju jicyi vcm uuiumm nichts entgegen. Die Fort- childungsklasse fängt ebenfalls das neue Schuljahr nach Ostern ap, und wollen Aeltern solcher Kinder, die bei guten Vorkenntnissen diese Klasse mit Nutzen besuchen können, dieselben nach Ostern anmclden. Das vorstehende, durch Ihre Majestät die Kaiserin und Königin uns Aller- ’e®f $ bemii ........ ' - ’ “ Mn zu lasse Nichdem i.te liilhStageS erö Sl MhttM g! Ilingtn rc.; Vari Bei ter 9 Hallen £r. 8i tÄ 1,5 Zettel vilhlt unv erkläi uon Kran! DM, Henn ' heile viid mir U chsiages anz Präsident v'cher ich für Dank an Uüst, auch r bkitschen lul Verlangen । Hl’.t chu- ltzrv Wehen Mtn, um AuSirag z Wt, welcher 111 V V E II ■ " Ä 9 Die soeben erschienene Nr. 25 enthält: SH Generalstabschef der ersten Armee. Montag, den 27. März, 2 Dienstag, Wn, ol6 es PIV treue U IM« erstarke e. «ei ter Dc Ctinnnln 1 61) Häckfelmaschin-n, Di-kwurzmühl-n, Selkuchen- o’trnn, e(till(rinn£n, rocld)e Ju WnBften confimirt, vrecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorrathlg bei!verpflichtet, das neue Quartal nach Ostern die Schule zu besuchen. Geora Nenrel l Maschinenfabrik ) !den Unterricht noch länger genießen, so steht dem natürlich^nichts en o ® 1 ’ bildunasklosst» sännt phpnfnTlß hn^ neue Schulrabr nach Ostern an. i erstatter Max v. Schlägel- — Am Fami- - ■ . -- lientische: Erinnerungen aus der Belage- zu Dermiettjen und alsbald zu beziehen. Bcl!runq t>on Paris. I. Mir zwei Bildern von wem, sagt die Exped. d. Bltts._________ ;H. Lüders : Gefangene französische Geistliche 983) Ein arob-s und ein kleineres L°Ks °°r Paris und Begräbni!, auherbalb der Siodt zu vermiechen. Nähe-! )'anzo)uchen Marmesoldaten. — Zwei res bei Jacob Ronstadt jueue putsche Dramen. _ 1046) Eine Wiezze, ein kleines Bett, ein Korbwagen, ein Kinderstuhl, eine große Wafchvütte und eine eiferne Iauche- pumpe sind zu verkaufen bei Prof. Lange. 1080) Mein Lager in allen Sorten Pinseln für Maler, Lackirer und Anstreicher bringe in empfehlende Erinnerung Emil Fischbach, Seltersweg. 1076) Waldecker Saathafer, Erbsen und Wicken sind billigst zu haben bei M. Rosenthal, Neustadt. 914) Schwarzwurzel werden verkauft im Zinßer'schen Garten. 1087) Meinen Garten vor dem Wallthor, am Rodt gelegen, 144 Klafter haltend, in sehr gutem Zustande befindlich, bin ich Willens zu verkaufen. H. Reit I. 1068) Ein gut gedüngtes Triebviertel ist zu verleihen. Näheres in Lit. D. Nr. 201. 1088) Der Mansardenstock meines Hauses auf dem Seltersberge ist zu vermierhen und vom 1. Juli d. I. an zu beziehen. ___________________________L. Keßler. 1084) Ein großes' Local (Parterre) ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 45. 1074) Ein neues Haus, in der Nähe der Baracken, ist ganz oder getheilt zu ver- mielhen Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1010) In meinem Hause aus dem Seltersberg ist der dritte Stock zu vermiethen. ______________Balthasar Kan n. 1017) Im Cafo Kuhlmann sind möblirte Zimmer zu vermiethen. 1085) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Schmied Unverzagt. i Strohhüte zum Waschen und Fa^onniren werden angenommen und pünktlich besorgt bei A. Rothenberger, Lindenplatz. 1070) Ein auch zwei Schlossergescllen finden sogleich dauernde Beschäftigung bei Wilh. Nagel. 1075) Ein Kinderwägelchen, das noch in gutem Zustande ist, wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Erped. d. Bl. Ern Lehrling SiÄ fort eintreten. Gute Behandlung, vortheil- hafte Bedingungen. (1023) I. B. Schäfer, in Marburg. 1083) Zwei gute Gesellen können in Arbeit treten bei Th. Sch Neider, Schuhmacher. 1021) Mehrere Schneidergesellen finden dauernde Beschäftigung bei ' Ludwig Georg, Löwengasse. 1081) Gute Arbeiter werden gesucht. M- Nagel, Schuhmacher. Vermiethungen. 1089) In meinem vor dem Neuenweger Thore gelegenen durchaus neu hergerichteten Hanse sind zwei freundliche Wohnungen zu vermiethen, nämlich: 1) drei geräumige Zimmer, Küche und sonstiges Zubehör, 2) fünf Zimmer, Küche, Speisekammer rc. Dieselben können auch zu einem größeren Logis vereinigt werden. I. Barth, Hofgerichts-Adoocat. 1082) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei C. Rahn, 1071) Ein Laden mit Wohnung , gleicher Erde, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen ;YL "u* ihn i?“ 'M 4 t‘?lr e »ich7'? Ls» .k'Ä t Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und neu fa^onnirt bei Louis Schild, Hutmacher. 1035) Ein guter Arbeiter findet dauernde Beschäftigung bei Karl Gutbub, Schuhmachermeister. 1060) Ein schwarzes Pinscherhündchen ist mir auf der Straße von Grünberg nach Gießen zugelaufen. Dasselbe kann gegen Entrichtung der Jnseratgebühren bei mir in Empfang genommen werden. Pfeffer, auf der Anneröder Mühle. aller mit und verbundenen Vereine und ihrer Mitglieder, so wie aller Derer bringen, welche uns hülfreich ihre Hand geboten haben. Sie alle werden darin sicher 286 mit uns einen herzbewegenden Antri'b finden, nicht nur unermüdet fortzufahrenSchillings in der Lösung unserer jetzigen Aufgabe bis zu ihrem völligen Abschlüsse, sonderns W auch in treuer FriedenSarbeit mit erhöhter Anstrengung danach zu trachten, daß '^lt W^ wir eng mit einander verbunden immer geschickter und bereiter für die Erfüllung ^trn