'mit Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. Dienstag den 24. Januar 8871. Nr. 20. h Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Erpedition : Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Preis vierteljährig 1 ff- fr- mi t Bringerlohn. Dnrck die Poft bezogen vierteljährig 1 ff. 27 fr. ; x ' f Üt Cilfri, »Ä »Äff >«’ - r? »»d lhlt(r luMme in ’ ■ ^obietiflangs , ,n V*- ^fördert «Nittqart. üHMt in MM ,or9'älti;tr ' Uhe 1 77«-^^'unfn gltlälc .,.4 - Amtlicher Theis. Bekanntmach u ii g. Betreffend: Uebereinkunft mit dein Königreich Italien wegen gegenseitigen Schuhes der Rechte an literarischen Erzeugnissen und Werken der Knust. Nach einer Mitthcilung der Königlich Italienischen Gesandtschaft am Großherzogtichen Hof sind bei den Einträgen und Veröffentlichungen der von deutschen Verlegern in Gcmaßieit des Art. 3 der Litcrarconvention vom 12. Mai 1869 (Regierungsblatt Nr. 25 von 1870, S. 363) zu Florenz auf dem Königlich Italienischen Ministerium des Ackerbaues, der Gewerbe und des Handels behufs Erlangung des Literaturschutzes in Italien angemeldctcn mnsikalifchen Werke mehrfach Mißverständwissr und Verwechslungen vorgckommen, zu deren künftiger Vermeidung die Königlich Italienische Regierung den bctheiligten Verlegern empfikblt, den betreffenden 2linneldnngcn dcutscber Werke auf einem besonderen Blatt eine Ucbersctznng der Titel derselben in Italienischer oder Französischer Sprache bcizusngcn. . Wir bringen dieses zur Kenntnißnahme der betreffenden Verleger unter dem Anfügen, daß es ini Jntcrcffe derselben liegen durfte, sich bei ihren Anmeldungen eines in unserem Bureau zur Einsicht offen liegenden Formulars zu bedienen. " Gießen, den 18. Januar 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekule, Kreisassessor. Politischer T h e i l. 23. Januar. Eine Dorfgeschichte der großen Nation. Nack vereinzelten scheußlichen Erscheinungln tarf man kein ganzes Land be- urthcilen. Es wäre ein hockst voreiliger Schluß, an dm Verbrechen eines Dr. Palmer, eines Timm Tbode oder eines Traupmann die moralischen Zustände der Völker erkennen zu wollen, denen diese Ruchlosen angehörten. Ein Anderes oder ist ek^qxcnn die empörendsten Gräuelthatrn nicht von einem vereinzelten Menschen, foni von säst einer ganzen Gemeinde ausgehen; da muß doch in rem Leben der Suiten ein sehr dunkler Punkt sein. Was uns zu dieser Bemerkung man- laßt, ist ein Prcceß, der im verflossenen Monat ir Pöriguevx vor dem Schwurgerichte der Dcrdogne verhandelt worden ist. Die Unthat, welche der Gegenstand der Untersuchung war, ereignete sich gerade während der blutigen Schlachten vor Metz und ist damals, in den ersten Wochen des Riesenkampses, wahrscheinlich wenig zur öffentlichen Kenntniß vorgedrungen. Wir erzählen sie nach dem Anklage- act, der sich durch die Aussagen der Zeugen und die schließliche Bestrafung der zwanzig Angeklagten (nur einer von 21 wurde freigesprochen) als eine richtige Darstellung der Thatsachen bewährt hat. Am 16. August, dem Tage des Jahrmarktes in Hautefaye, einem Orte des Departements der Dordogne, erschien gegen Mittag der Gutsbesitzer und beige- ordnete Bürgermeister von Beaussac, Herr Alain de Moneys, auf dem Markte und unterhielt sich mit einem Bekannten über Wahl-Angelegenheiten. In der Nähe erhob sich ein großer Tumult; man sagte, daß Herr de Maillard, ein Detter des Herrn de Moneys, auSgerusen habe: „Nieder mit Napoleon! Es lebe die Republik!" Mit einem gewissen Brvthenour näherte Moneys sich der aufge- regten Menge, und Br^thenoux rief derselben zu: „Diejenigen, welche gehört haben, daß Herr v. Maillard gerufen hat: „Es lebe die Republik! Nieder mit Napoleon!" werden gebeten, die Hand aufzuhcben!" Mehr als zwanzig Hände erhoben sich; aber zugleich stürzte die Menge sich auf Herrn v. Moneys (welcher als Orleanist Mannt gewesen und außerdem wegen seines ReichthumS viele Neider gehabt zu haben scheint) und schlug mit Stöcken auf ihn loS. Vergebens suchte der Angegriffene, schon blutend, seine Gegner durch den Ruf: „Es lebe Napoleon!" zu entwaffnen; aber wie ein Zeuge sich auSdrückt, einer Armee gleich stürzte das Gesindel von Neuem auf ihn los, mit dem Geschrei: „Schlagt ihr« todt!" Einige muthige Freunde drängten sich zu ihm durch, um ihn in die Wohnung des Bürgermeisters zu führen, welch letzterer, mit seiner Schärpe umgürtet, herausgetreten, jedoch zu bange war, sich einzumischen. Aber die Menge schleppte rhr Opfer an dem Hause vorbei zu einem Kirschbaume, an dem sic ea aufhängen wollte. Der Pfarrer, der, einen Revolver in der Hand, zum Schutze des Unglücklichen erschien, wurde mit Stockschlägen vertrieben. Dor einer dem Bürgermeister gehörigen Schmiede schlugen zwei Brüder Eampot und ein gewisser Leonard unter dem Geschrei: „Er hat gerufen: „Es lebe Preußen! Es lebe die Republik!" Schlagt den Hund todt!" den Armen mit eisenbefchlagenen Stöcken zu Boden und schleppten ihn in einen Schasstall. „Er ist ein Preuße! Verbrennt den Kerl!" und „Warte, du hast in schönen gebahnten Zimmern gespeist, jetzt sollst du einmal hier den Stall kennen lernen!" riefen sie aus. Ein Theil der Meute zog von hier vor das Pfarrhaus, unter Todesdrohungen gegen den Geistlichen, der sie von der Gräuelthat hatte abhalten wollen. Der Pfarrer beschwichtigte die Kerle mit einem Faß Wein und trank mit ihnen auf das Wohl des Kaisers. Die Zurückgebliebenen stießen den halbtodten Moneys unter unablässigen Mißhandlungen aus dem Stalle in eine Scheune, wo sich die ganze Bande bald wieder zusammen fand. Die Wirthshäuser waren dicht voll Menschen. Einige Männer, entrüstet über die Schandthat, versuchten eine Schaar zur Befreiung des Armen zu sammeln; aber vergebens, Niemand folgte der Aufforderung. Unterdessen schlugen und stachen Eampot, Morguet, Feyton, Lochelle, Liquoine, Sarlat, Moziöre und wie die Ungeheuer alle Heeßen, auf Moneys los, schleppten ihn an den Beinen über einen steinigen Weg, so daß der Kopf, eine Blutmaffe, ortwährcnd ausprallte, bis an das Ufer eines ausgetrockneten Teiches und häuften dort Holz und Strob über ihm zusammen. Der Gemarterte lebte noch! Zu sprechen vermochte er nicht mehr, aber die Brust athmete noch schwer auf: „Er muß den Tod auf dem Scheiterhaufen wobl eine Viertelstunde vorher empfunden haben", sagte ein Zeuge aus. Chambort und Eampot sprangen auf den Holzstoß und „Es lebe der Kaiser! ' schreiend stießen sie ihr Opfer mit Füßen. Campoe g.ib einen Sou, damit man Zündhölzer kaufe; „Legt das Feuer an, meine Kinder!" rief er dm anwesenden Knaben zu, „tie Jüngsten müssen es fein, die ibn ver> brennen". Und so geschah es. Zwei Jungen von 12 bis 16 Jahren zündeten ten Scheiterhaufen -an; die Rauchwolke stieg hoch auf. Als die Flamme den Körper erfaßte, zuckte derselbe in der letzten Bewegung zusammen; das Opfer Otr teuflischsten Bosheit halte geendet. Um die Brandstätte gab sich eine wilde Freude kund; die Einen schürten das Feuer; Andere zündeten sich Eigaretten daran an. „Seht, wie schön das brät!" bemerkte Einer; ein Anderer bedauerte, daß all das schöne Fett verloren sei. Als die Flamme erlosch, räumten die Unmenschen die Asche fort und weideten sich an dem Anblicke des verkohlten Körpers. Dian fühlt sich versucht, zur Ehre der Menschheit den Aussagen selbst der Augenzeugen zu mißtrauen; aber der Befund des an Ort und Stelle gesandten GerichtSarzteö sagt mit schrecklicher Klarheit: „Der Leichnam lag fast ganz verkohlt auf dem Rücken; das Gesicht gen Himmel gewandt, die Züge in Schmerz verzerrt." Die Urheber der kannibalischen That gingen nach Hause zurück und rühmten sich laut des Anthcils, den sie daran genommen. „Wir haben in Hautefaye ein famoses Schwein gebraten", sagten Einige. Sarlat behauptete, daß sie Anspruch auf eine Belohnung von Seiten der Regicrung hätten. Ehambort erzählte, wie er dm Holzstoß errichtet habe und bedauerte nur, daß er einem Bauer für fort- geschlepptcc Stroh dreizehn SouS habe zahlen müssen; und das Schrecklichste, die Kinder stritten sich zornig darum, wer von ihnen die meiste Hülfe geleistet habe. „Es gicbt keine Gesetze mehr; jetzt kann man einen Adeligen tobten wie eine Fliege, oder wie man ein Huhn abschlachtet!" „Wir werden nock Viele um- bringen!" Das waren die Gesinnungen, welche man am Abend im Dorfe laut werden ließ. Der Gerichtshof hat vier der Angeklagten zum Tode, sechszcdn zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. Welche Probe der „noble et gönereuse nation“, der „nation la plus civilisde“, wo vor den Augen einer großen, zu außergewöhnlicher Festgelegenheit zusammengiströmteu Volksmenge und unter Betheiligung eines großen TheileS derselben ein Mensch zu Tode gemartert und verbrannt werden kann! DaS*Departe- ment der Dordogne, nicht allzu weit von dem jetzigen Sitze der Rtgiernng gelegen, gehört freilich zu den Landschaften Frankreichs, welche auf der bekannten, ric verhältnißmäßige Höhe der Schulbildung darstellenden Karte noch am dunkelsten schatt,rt sind; aber an gleich schwarzen Partieen ist im mittleren Frankreich über- Haupt kein Mangel. Daß mit der Bildung auch der moralische Gebalt, wenn nicht immer des Einzelnen, fo doch der Völker, ziemlich gleichen Schritt hält, ist eine kulturgeschichtliche Erfahrung, gegen die nur noch Wenige sich auflehnen werten und für die das V rbrechrn in der Dordogne als ein n uer Beleg gelten darf. Und ein Land, in welchem solche Zustände bestehen können, soll für die republikanische Staatssorm reif fein ? Wir zweifeln allerdings nickt, daß jene Menschen, die damals jeden Widersacher des Kaisers todtschlagen wollten, jetzt in ähnlicher Weise kurzen Prozeß machen würden mit denen, die nicht in den Ruf einstimmen: „Es lebe Gambettal", und wahrscheinlich dient mancher nicht über- führte Genosse der aus faiiatifirtem Imperialismus hervorgegangenen Unthat gegenwärtig unter den Fabnrn der Republik. Mau hat ost von dem großen Glück gesprochen, daß die afrikanischen Franzosen, die Turkos, nicht über unsere Gränzen gedrungen seien; sollen wir uns nicht eben so glücklich preisen, daß uns r Land vor den rohen Horden bewahrt ist, mit welchen bei anderem Kriegsgeschick die auf so tiefer Stufe stehenden Provinzen des europäischen Frankreichs uns überschwemmt hätten? (K. Z.) 4 Die amtliche „Karlsruher Zeitung" begrüßt die Proclamation des deutschen Kaiserreichs mit folgenden ebenso schon empfundenen wie wahren Worten: (Der 18. Januar 1871.) Heute, an dem Tage, an welchem vor 170 Jahren Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg das preußische Königthum geschaffen, hat König Wilhelm I. im großen Saale des Schlosses von Versailles feierlich die deutsche Kaiserwürde angenommen. Der königliche Adler, der aus der fernsten deutschen Ostmark, noch außerhalb des gesunkenen deutschen Reiches, seinen glorreichen Flug begonnen, bereitet jetzt seine mächtigen Schwingen über das ganze Deutschland aus. Er schmückt sich mit einem neuen Symbol, zum Zeichen, daß das große Werk einer Geschichte ohne Gleichen vollbracht ist, aber nicht zu übermüthiger Störung der Nachbarn. Denn für das deutsche Kaiserthum wird das Wort zur Wahrheit, das in Frankreich eine Lüge gewesen: Das Kaiser- tyum ist der Friede! Gott segne Wilhelm I., den deutschen Kaiser! DaS Kaiserthum ist der Friede! Damit steht nicht in Widerspruch, wenn die deutschen Staatsmänner im Hauptquartier jede Frievensvermittlung der Neu- traten perhorreScircn und nur direkte Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland zulasten wollen. In der That schiebt den verschiedentlich angekün- tilgten und wohl auch gehegten VermittlungSwünschcn der Neutralen die heute vom Grafen Bernstorff veröffentlichte Erklärung einen festen Riegel vor. Der Gesandte in London hat vom deutschen Bundeskanzler die Weisung erhalten, „die Londoner Conferenz sofort zu verlassen, wenn die deutsch-französische KriegSsrage überhaupt in die Verhandlung gezogen werden sollte, also ganz abgesehen davon, ob der Vertreter Frankreichs die Vollmacht zu Verhandlungen über eine Abtretung französischen Gebiets habe oder nicht. Friedensverhandlungen könnten nur zwischen den kriegführenden Theilen stattfinden; die Londoner Conferenz sei kein Forum." Nur auf diese Weise kann verhindert werden, daß die Diplomaten wieder verderben, was das deutsche Schwert so trefflich gut gemacht; nur au diese Weise wird zwischen Frankreich und Deutschland ein gerechter, dem Sieger wie dem Besiegten genugthuender Frieden geschlossen werden. Wenn daher Herr Jules Favre, der endlich einen Geleitschein erbeten hat, in London mit Friedensvorschlägen zu reuissiren denkt, so täuscht er sich ; er braucht die weite Reise nicht zu machen, in Versailles ist der Ort, wo allein über den Frieden entschieden wird. Kaum ist die Londoner Conferenz am 17. in ein zweifelhaftes Dasein eingetreten, als sie sofort wieder einschlummerte. Die Vertreter der Großmächte haben sich, nachdem sie sich in den Räumen des britischen auswärtigen Amtes zusammengkfunden und die einleitenden Formalitäten erledigt hatten, wieoer getrennt. Am 24. wollen sie wieder zusammenkommen und sehen, ob bis dahin ein Vertreter Frankreichs eingetroffen. Die Nachrichten über das erste Lebenszeichen der Conferenz sind noch sehr unbedeutend. Die Formalitäten, die man am 17. erledigte, beziehen sich nur auf die diplomatische Etikette; die Erklärung über die Rechtsverbindlichkeit der bestehenden Verträge, die tn der ersten Sitzung aufgestellt werden sollte und für die besonders Oesterreich als Ritter ausgetreten war, ist nicht zur Sprache gekommen. War sie doch schon vor der Eröffnung der Conferenz bei den verschiedenen Ca- bineten auf den lebhaftesten Widerspruch gestoßen. In Wien legt man, wie von dort gemeldet wird, großes Gewicht darauf, daß diese Erklärung, welche die Bedeutung eines europäischen Protestes gegen das einseitige Vorgehen Rußlands haben sollte, unter Mitwirkung des österreichischen CabinetS zu Stande kommen solle. Man war daher in Wien etwas überrascht, als daselbst eine formulirte Erklärung eintraf, die unter den Auspicien unter Antieren Englands, vom russischen Botschafter in London, Baron Brunnow, entworfen und in russischem Interesse gehalten war. Das österreichische Cabinet, welches tn der orientalischen Frage die Erneuerung der antirussischen Metternichs schen Politik sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, soll diesen Entwurf rundweg abgelehnt haben, worauf unter den Cabinetten wieder lebhafte Verhandlungen über eine neue Formulirung begonnen, deren Basis der österreichische Entwurf bildete und die schließlich von den Mächten angenommen wurde. Auch mit der Donaufrage und deren Anregung auf der Conferenz ist das österreichische Cabinet fortwährend lebhaft beschäftigt. Am 16. fand in Pesth unter dem Vorsitz des Kaisers eine Ministerconferenz statt. Der „Pesther Lloyd" plai- dirt mit Entschiedenheit dafür, daß das Dvnauregulirungswerk, namentlich bei Orsova, der österreisch-ungartschen Monarchie mit Ausschluß der europäischen Mächte Vorbehalten werde, damit auch die Vortheile der Regulirung der Monarchie aus- schließlich zu Gute kommen. Es scheint, daß bei jener Ministerconferenz eine entgegengesetzte Ansicht vertreten wurde, dahin gehend, daß an den Bestimmungen des Pariser Vertrages, wenigstens so lange nicht von anderer Seite ein Antrag gestellt wird, festgehalten werde. Aus dem Rundschreiben Jules Favre's vom 12. geht so viel hervor, daß er die Conferenz durch fein bisheriges Ausbleiben und durch die Androhung der Fortsetzung desselben die Wichtigkeit und Nothwendigkeit Frankreichs fühlen lassen und eventuell zu einer Frievensvermittlung nöthigen will. Für jetzt hat sich die Conferenz aus dieser Colliston damit herausgeholfen, daß sie sich vertagt hat und es daraus ankommen lassen will, auch ohne den Vertreter Frankreichs zu berathen. Jener Nöthigung wird sie wahrscheinlich, gegenüber der noch roll ndcn Entscheidung durch die Waffen, nur das Gefühl ihrer Ohnmacht entgegensetzen können. Wik dem „Daily Telegraph" aus Florenz gemeldet wird, ist daselbst der amerikanische General Sheridan angekommen. In osficiellen Kreisen circulirt das Gerücht, der Zweck von General Sheridan's Besuch an den verschiedenen Höfen von Europa, einschließlich des von Florenz sei, den Weg für die Intervention der neutralin Mächte zu Gunsten des Friedens zwischen Frankreich und Deutschland zu bahnen. Der „K. Z." wird aus London vom 17. Januar geschrieben: Jules Favre scheint sich wie Gretchen bei der Botanik oder wie Gevatter Müller bet seinen Rcckknöpfen Raths erholt zu haben, ob er Paris verlassen soll oder nicht. Er liebt mich, liebt mich nicht, er kommt, kommt nicht, und am Ende erklärt er wahrhaftig, nicht kommen zu können, so lange Paris beschossen werde. WaS die Beschießung mit der Diplomatie zu thun habe, wie und was der Minister des Auswärtigen durch feine Gegenwart dagegen ausrichten könne, ist freilich schwer zu begreifen; ober das ist nun einmal der Grund, den er vorschiebt. Es ist der wahre nicht, das liegt auf der Hand. Favre wäre gekommen trotz des Bombardements, wenn ihm gestattet worden wäre, die Reise nach England in beliebigem Zickzack zu machen, Bordeaux und allenfalls auch Lyon, Havre und Cherbourg zu besuchen, oder noch lieber, wenn ihm ein freier Geleitschein ä volonte nicht vom deutschen Hauptquartiere, sondern von den neutralen Mächten ausgestellt worden wäre. Der auf Ansuchen Lord Granville's bewilligte BiSmarck'sche Paß dagegen erschien ihm dir Würde seiner Stellung nicht angemessen und, da er außerdem geringe Aussicht hatte, die Conferenz zu Abschweifungen von der russisch-türkischen Frage zu bewegen, blieb er lieber daheim. Zum wenigsten für den Moment, wie es in seinem Rundschreiben heißt, in dem er unter Anderem die bedeutungsvolle Erklärung abgibt, daß er seinen früheren Standpunkt unverrückt festhalte, d. h. weder einen Fuß breit französischen Bodens noch einen Stein einer französischen Festung abzutreten gewillt sei. Von allem, was seine Depesche enthält, ist dieser Passus unstreitig der bemerkenswertheste und wird hoffentlich von allen jenen gewürdigt werden, die da meinen, daß die neutralen Mächte bei einigem Muth und gutem Willen jetzt schon im Stande wären, einen für beide Theile annehmbaren Frieden zu Stande zu bringen. Solchen Ansichten tritt die Erklärung Favre's so schroff wie nur immer möglich entgegen, und daß er auch der Conferenz so viel als in seiner Macht Hindernisse bereiten wolle, ergibt sich aus dem Umstande, daß er keinen Bevollmächtigten herüber schickt, nachdem er selber zu kommen ab- lehnte. Wenn er für sich nöthig hält, in Paris zu bleiben, hätte die französische Regierung an seiner Stelle doch einen anderen finden können. Sie kann doch um tüchtige Diplomaten nicht verlegen sein, wie um befähigte Generale. Es fehlt omit offenbar am guten Willen, und läugnen läßt sich nicht, daß die Conferenz an Bedeutung einbüßen muß, so lange der französische Beirath fehlt. Aus diesem Grunde dürfte auch die einleitende erste Sitzung nicht über Förmlichkeiten hinaus- gegangen, soll die zweite auf einen späteren Termin angesagt worden fein, als unter anderen Verhältnissen der Fall gewesen wäre. Im Uebrigen sind, wie die „Times" versichert, die beteiligten Machte über die Hauptfragen unter sich einig und würden, wie die „Post" sagt und wie sich von selbst versteht, sämmtliche Con- ^renzprotokolle der französischen Regierung vorgelegt werden, wenn sie bis zum Schlüsse keinen Bevollmächtigten hierher entseudew sollte. In Abwesenheit eines olchen beschlossen unsere Arbeiter-Demokraten in einer gestern Abend abgehaltenen Sitzung, daß die Mühe, die sie sich für einen feierlichen Empfang Jules Favre's gegeben haben, nicht verloren fein dürfe, und daß statt dessen zu Anfang der kommenden Woche auf Trafalgar-Square um 3 Uhr Nachmittags eine große Kundgebung zu Gunsten der sranzösichen Republik stattfindcn solle. Für diese wollen te die bisher getroffenen Empfangsanstalten verwerthen, die Musikbanden, Fahnen und auch die „geschändete englische Flagge", trotzdem sie die angebliche Schändung längst durch beeidete Aussagen in Abrede gestellt wurde. Kriegsnachrichten. Berlin, 17. Jan. Dem Vernehmen nach ist in naher Zeit eine weitere Ausdehnung unseres artilleristischen Angriffs auf Paris zu erwarten. Es sollen dazu schon sehr umfassende Vorbereitungen im Gange sein. Dann dürste namentlich auch das rechte Seine-Ufer mehr in den Bereich des deutschen Feuers gezogen werden. Die Angaben englischer Blätter über die mehr hervortretenden Wirkungen des Bombardements auf die Bevölkerung der französischen Hauptstadt werden hier auf Grund anderseitiger Wahrnehmungen vollkommen bestätigt. Versailles, 17. Jan. (Telegr. der „Times".). Heute Morgen war Thauwetter. Die Forts und Batterien schweigen. Ein Parlamentär geht heute mit neuen Nachrichten und Briefen von Wichtigkeit nach Paris. Graf Bismarck ist viel besser, aber noch immer nicht ganz wohl. Nachschub von Kanonen und Munition kommt schleunigst. Am 15. sandte General Trochu einen Parlamentär mit einem Briefe an Graf Moltke, um gegen die Zerstörungen, die das Bom- bardement an Schulen und Hospitälern anrichtet, zu protestiren. Gras Moltke antwortete geltem, daß nur der Nebel und die große Entfernung schuld seien, wenn solche Gebäude getroffen würden; sobald die Batterien näher gerückt fejn würden,, könnten die Kanoniere ihr Ziel genau unterscheiden. Bern, 1-L Jan. Dem „Bund" wird aus Pruntrut vom 19. Jan. tele- graphirt: Gestern verjagten die Deutschen die Franzosen aus allen französischen Grenzortschasten. Die Bevölkerung fluchtet bei Damvant auf Schrveizerboden. Hamburg, 17. Jan. Die „Hamburger Nachrichten" melden aus Martinique, vaß das preußische Kanonenboot „Meteor" von dem französischen Kriegsdampfer „Talisman" am 24. December aufgebracht wurde. Offtcielle militärische Nachrichten. Versailles., 20. Januar. Graf d'Herifson wurde angeblich von General Trochu beauftragt, einen Waffenstillstand von 2 8 Stunden zum Begraben der Todten beim Kronprinzen zu beantragen. Er hat mündlich die Antwort erhalten, daß die Befehlshaber der Vorposten in gleicher Weise, wie bei jedem früheren Gefechte, auf dem Raume zwischen beiden Linien sich dahin zu verständigen -aben, vaß jeder Verwundete unter gegenseitigem Beistände in Sicher- leit gebracht werde; auf Waffenstillstandsanträge, die darüber hinausgingen, könne diesseits nur eingegangen werden, wenn sie schrift- ich vorliegen. Der Kaiserin und Königin in Berlin. Versailles^ 21. Jan. Der Feind hat sich gestern Vormittag ganz nach Paris zurückgezogen; vor St. Cloud wurden noch 15 Of- uiere und 250 Mann zu Gefangenen gemacht. Bei St. Quentin beläuft sich die Zahl auf 9000 unverwundete Gefangene, über 2000 Blessirte in der Stadt exel. der in der Umgegend befindlichen, und der Todten, so daß gewiß ein Verlust von 15,000 Mann anzunehmen ist. Der Feind ist bis Valcnciennes und Douai zurückgegangen und besetzte Cambrai wieder. Wilhelm. V ersailles, 21. Januar. Gegen Paris wurde die Beschießung in den letzten Tagen ununterbrochen fortgesetzt. Am 21. eröffnete die Belagerungsartillenie das Feuer gegen St. Denis. Ein Ueberfall, versucht von Langres aus gegen 2 in der Ge- von Cba« aeno vv n| Die W® j। B*’ ' 0c fi „ruc i Mr ntuc s; Versa'11‘ ci Deni’ S* w '7, D-bschlih ',»sp 4 BernMkelc. Bourogne. 2 grita gtzk" »» Mluß eröffne!. Privat Uünihen^ mentli^er Äffin Siiminkn angr Dresvei die aus Vei fizirunz der 9ni Mderung dieser schreiben des Sör sailies abgegange Lille. 21. herrlichen Nom, rüstung nach Car lich herrschte grc -sowie der Präs -Folge des Vers Bordeaux 'die „Gazette dn 'den Protest der 3 'das Bombaroemi spiel, das Gurop das Tchijsai de Dersteit NN 19? künftigen Donimikig de> jur n, Morgen- £ ff Anneroder Kln. Mchvnzrich' "Wfttijtf atrim, al. I MS: l Willen ’ 6 b's 23 M Sangt5 0 78 Stammt v RS * fl t! h HÄ Grbh bl »feS" «SÄ KW «- My rten ?;r^'Thotfc'n "k, 1(7 ba8'9tn ?^ns i,"*’M uob :*4ä* » io ... f®uWt, ■ k'r-to fr"“?.111 e„ i f,üWe i- ®6 l'Ht • äti< tiefem , dMM. ■ - ’«« fein, al4 ei« tit . . ' untfr ciniq '^mlicheLo». >, bis jum ;,e\i rt'(aW ein« .* • • ? Jul« FZvrc'- :*:i i-d^nz ttTfom: °- )OO ö® Ifl ' t(t Um-' Zttiust rC" V*lencie®ne5 :♦ alVki» *• r- klt r* ™ » I . pefl»; k: * gend von Chaumont postirte Landwehr - Compagnien in der letzten Nacht zum 21. mißlang völlig. v. Podbielsky. Bourogne, 21. Jan. In der Nacht vom 20. zum 21. die vom Feinde stark besetzten und verschanzten Gehölze Taillis und Bailly, sowie Dorf Pörousse genommen, 5 Officiere, 80 Mann unverwundete Gefangene. Unser Verlust nicht ganz unbedeutend. Vier neue Batterien bei Danjoulin seit heute Morgen im Feuer, hauptsächlich gegen die Schloßfront. v. T r e s ck o w. Versailles^ 22. Jan. Vor Paris erzielte die Beschießung gegen St. Denis gute Resultate. Am 22. verstummte das feindliche Feuer fast ganz. In St. Denis, wie auch in Paris bemerkte man mehrere Feuersbrünste. Eine fliegende Colonne unter Oberstlieutenant Dobschütz zersprengte in der Gegend von Bourogno an der oberen Mars Mobilgarden, feindlicher Verlust über 180 Mann, diesseits 4 Verwundete. v. Podbielsky. Bourogne, 22. Jan. In der Nacht vom 21. zum 22. die Laufgräben gegen die Perches in der Linie Danjoulin bis Pörousse ohne Verlust eröffnet. v. Tresckow. Privatdepefcherr des Gießener Anzeigers. München, 21. Jan. Die Abgeordnetenkammer hat in namentlicher Abstimmung die Bundesverträge mit 102 gegen 48 Stimmen angenommen. Dresden, 21. Jan. Das „Dresdener Journal" meldet: Auf die aus Versailles durch den König von Preußen erfolgte Roti- fizirung der Annahme der deutschen Kaiserwürde ist heute in Erwiederung dieser Botschaft ein Danksagungs- und Glückwünschungs- schreiben des Königs von Sachsen an den deutschen Kaiser nach Versailles abgegangen. Lille, 21. Jan. Der „Progrös du Nord" sagt: „Von unserer herrlichen Nordarmee sind nichts als Trümmer in erbärmlicher Ausrüstung nach Cambray entkommen. Unter den Mobilgarden namentlich herrschte große Panik. — Der Regieruugscommissär Testelin, sowie der Präfect des Norddepartements haben, wahrscheinlich in Folge des Verlaufes der Schlacht, ihre Demission genommen. Bordeaux, 19. Jan. Die „Opinione", der „Diritto" und die „Gazette du Peuple" und andere Journale, bedauern, indem sie den Protest der Regierung der Nationalvertheidigung besprechen, bitter das Bombardement von Paris und nennen es ein trauriges Schauspiel, das Europa gegeben werde. Die „Opinione" sagt: „Wenn das Schicksal des Krieges ein anderes gewesen wäre, so hätte die Großmuth Frankreichs gewiß in den Städten, selbst in den befestigten die Monumente und die öffentlichen Gebäude geschont. △ Bordeaux, 19. Jan. Die Truppen Detrogat's im Lager von Larochelle haben Befehl zum Abmarsch nach Lapoivroniere erhalten. — Die Volksstimmung ist sehr ernst. — Rente stand am 16. ds. 49.50. △ Bordeaux, 20, Jan. Fourichon erwiderte einer von ihm empfangenen Deputation von Rhedern: „Berubigen sie sich, die Mündungen der Gironde, Seine und Loire sind von unserer Marine wohl bewacht." In Folge von Lon- ooner Telegrammen, in welchen den Rhedern über die Seethätigkeit der „Augusta" Mittheilung gemacht wird, circulirt eine Adresse an die Regierung, worin der Staat für die durch die feindlichen Schiffe verursachten Schäden verantwortlich gemacht wird. Local-Notizen. Theater. Die letzte Benefiz-Verstellung des Herrn A. de Nolte entsprach vollkommen den Erwartungen des Pnbllkums. Nur wäre zu wünschen gewesen, daß im Vorspiel der Souffleurkasten em wenig leiser arbeitete und der General Bentheim seine Nolle ein wenig besser durchqelesen hatte. Was das Spiel des Herrn A. de Nolte als alter Soldat anbetraf, so war dasselbe als sehr gelungen zu bezeichnen. Ebendasselbe gilt auch von der im „alten Soldat" durch ihre große Dummheit sich auszeichnenden Soubrette Frl. Siegner. Dieselbe kann wohl mit Recht durch ihr erheiterndes Spiel als der Liebling des Publikums gelten. Wie wir nun vernommen haben, so giebt Mittwoch Abend Frl. Siegner ihre Benefiz - Vorstellung: „Der Goldonkei" Wir glauben, unsere Leser auf diesen Kunstgenuß aufmerksam machen zu müssen und wollen im Interesse der Künstlerin nur wünschen, daß auch namentlich der zweite Platz besser vertreten sein dürfte. g Börsenuachricliten. 21. Januar 1871. Prouss. 41/2 o ü Oblig. 90f/2 Frankf. 31/2% Obi. 8O'/2 Nass. 41/2° 0 Obi. 90 V2 Kurhess. 4'J,0 „ 82*/2 Gr. Hess. 5% Obi. 100 „ „ Wo „ 938/4 n t, 3V2% n — Bayer. 5% , — „ 4 0/0 1jährige 91'/, „ 4°/0 1jährige 85 V, Wiirtemb. 4' Obi. 98V, Baden 4‘/2°, o Obi. c. E. L. 91 Oesterr. Silberrente 55' „ Papierrente 47 „ 5°/o M. steuert'. — Amerik. Bonds 1b81r 97'/, „ „ 1882r 953/8 w „ 1885r 943/4 B „ 1887r 943/4 Spanier, neuest. 3ö/q 303/16 Aclieii. Frankf. Bank 1295/8 Frankf. Vereins-Kasse 100'/, Daruist. Bankact. 317 Wien Bauha« tien 709 Galizien 330 , Arden. Oest. Creditact. 2383/4 5"/o östr. F. St. E. B. 3611/2 Lombard. Bahn 1753/t Ludwigsh.-Bexbach 159'/g Maxbahn 1083/ö Bayer. Ostbahn 124 Hess. Ludwigsb.-Act. 133 Alsenzbahn-Actien 85'/4 Oberhessen n 66*/4 Prioritäten. 3°/0 öster.Stsb.-Prior. 46V4 3°/q öst. s. Lombard 73'4 3% Livorneser 3t"/18 5°/q Toscaner 50'/g 5% Elisabeth.-Prior. 76'/,. do. II. Emiss. 75*/4 Aitleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 643/g Nassau 25 fl. 40* s 4% bayr. Präm. -A.nl. 1067/e Ansbacher 7 fl. 12 4°/q badische Loose 106", b Badische fl. 35 Loose 60 Oestr. fl. 250 v. 1854 70'/, 1858r Prioritätsloose 153'/, 1860r Loose 77®/g 1864r n 114'4 Braunschweiger 16" Stadt Madrid 217/g WecliHel. Amsterdam k. S. 1003/g Augsburg k. S. 997'a Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 88'/8 Cöln k. S. 1047'8 Hamburg k. S. 88% Leipzig k. S. 1047 ä London k. S. 119 Lyon k. S. — Paris k. S. — Wien k. S. 95’/18 ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 3'/,% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/6-45', 0 Sachs. „ — Div. Gassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 46—48 n doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 31—32 Engi. Sover. 11 55—59 Kuss. Imper. 9 47—49 Dollar in Gold 2 27—28 Allgemeiner Anzeiger. Spieldosen-Verltwfung. Ziehung Anfangs April. 241) Das Loos zu 1 Thaler, 12 Loose 10 Thaler. Zu beziehen von I. H. Heller in Bern (Schweiz.) 61) Häckselmaschinen, Dickwurzninblen, velkuchen- brecker der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig bei Georg Aenzel (Maschinenfabrik.) Spccerei -, und Ftirbwaru cn - Handlung X von Emil Eisehhach Block ckoeolade in Würfelzu^er Reisstarkc Giessen (Selterswog) (getrocknete Franzosen suppenkläuter). Extrasein. Birnengelee Italienische Maronen. Eiergcmüse- und Etersuppennudcln. 0XXXXXXXXXXX^O<äX Xl'ogcr tu acht italienischen Thcc, Vanille, Noslnen, (5orlnthen, Mandeln, (^itroneii, (Zitronat, Orangeat, gestobenen Zinimet und gestobene Naffinadc. 5 (^ondenslrte Milch uonv der Anglo-Swiss CondensedX Milk - Comp. in Ham ö empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. GhampignonS, Trüffeln, SnrdliieN ö « i’iitiile, Kaviar, V Mixed Mickles. X bbocolade, Arrac, Rnm, (5ognac, Pnnscheffenze, Malaga, Madeir^a, Sherry, Kjrschwaffer und feinstes <1 ((. I I- holländische Liquenrc. x- (Schweiz). Bade-, Fenster- und V fe rdc schwä m m e. Teigwaaren, als: Maccaroni, VcrmicclliS (jj97^ Die und Suppenteige. Brnnellen, X Tafelmandeln, 0 tiXXXX>.XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX\XXX','IU’,',h‘n' O Versteigerungen. Holzversteigerung. 197) Künftigen Donnerstag den 26. Januar, Morgens 9 Uhr, soll im Anneröder Gemeindewalde, District Käpfeln, nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: , 31/» Stecken Buchcn-Prügelholz, l*/4 m „ -Stockholz, 3/< „ Eichen-Prügelholz, 150 Wellen Buchen- und Eichen-Reisholz, G',4 Stecken Nadel-Prügelholz, I 303/4 „ „ -Stockholz, 1150 Wellen „ -Neisholz, 209 Nadelstämme mit 7406 Eubikfuß, von 6 bis 23 Zoll Durchmesser und 80 Fuß Länge, 3 Eichenstämme mit 67 Eubikfuß, 78 Nadelstangen mit 743 Eubikfutz und 3 Eichenstangen mit 13 Eubikfuß- Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 1. Juli dieses Jahrs gestattet. Annerod, den 18. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Eng el Hardt, O Beigeordneter. Holzversteigerung. lo6) Mittwoch den 25. Januar L I., Morgens 10 Uhr anfangend, ioUen in dem Erdhäuser Gemeindewalde, Mnct Nothlaub: i79 Fichten-Baustämme, 4042 Eubikfuß qa waltend und bis zu 82 Fuß Länge, «0 Fichten Stangen, 686 Eubikfuß ent- .. ^ultend und bis zu 60 Fuß Länge, 11 ^ichen-Baustämme, 438 Eubikfuß ent- ./.^ Eud und bis zu 32 Fuß Länge, ossentllch meistbietend versteigert werden. 0 1 llegen Bürgschaft bis ^Vllchaelitag d. I. creditirt und liegt dasselbe 'g.uiz nahe an der Straße. Die Herren Bürgermeister iverden im Interesse ihrer Gemeinden ersucht, die vorstehende Holzversteigerung veröffentlichen zu lassen. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde im Holzschlag bei Nr. 1. Erdhausen, am 14. Januar 1871. Der Bürgermeister: Thomas. Feilgebotencs. 235) Süße Orangen (Messina-Frucht), Feinstes Tranbengelre, S t 0 l l w er ck'schc Brust Bonbonö. Block-(5hocolade mit Vanille, Liebig's Fleisch (Extrakt in frischen Sendungen empfingen I. A. Busch S ö h n e. Ruhrkohlen. 233) Ich habe gute Mischkohleu täglich in Wagenladungen ü 200 Etr. abgegeben Bestellungen erbitte ich an mich oder den Herrn (5. H. Textor, gr. Gallusgasse, zu richten. Frankfurt a. M. C. Wolfg. Textor, Wiesenhüttenplaß 66. Z Kreppet, täglich frisch, bei August Noll, im Stern. 232) Gefütterte Militär-Handschtihe empfiehlt Louis Senner, Sattler. 236) Prima Enimenthaler Schwcizer- käse, feinsten 9tahmkäsc mit und ohne StaniolPackung empfehlen S« A. Busch Söhne. 142) Täglich frische Kreppe In bei F. Appel Wittwe, Neustadt, am Oswald'schen Garten. ä Buchenholz, trockenes, kleingeurachtetz, verkauft H. Sch mall, Lindenplaß. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Miiidener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fa'mmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Marli. Personenzug I. II. III. CI. Vorm. 1131 Schnellzug I. II. III. CI. Abds. 739 Für die 325) z» billigen und festen Prämien Vermischungen Tn Staat tt In liessen ankommende und abgehende Eisenbahnzfage Nach Cassel abgehend : Nachm. Nach Frankfurt abgehend: Cl. Nach Deutz (Köln) abgehend : Von Deutz (Köln) ankommend : Köln - Giessener Eisenbahn Vorm. Von Gelnhausen ankommend : Oberliessisehe Eisenbahnen tat*’*"» tli> Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. iit Vorm. 10>7 Abds. 7'5 Gemischter Zug mit Pers.-Bef. Nachm. 138 Abds. 728 Nachm. 340 Abds. 720 Vorm. 710 Nachm. 24 Abds. 745 Vorm. 837 Vorm. H35 Güterzug mit Pers.-Bef. II. 111.-01. Nachm. 17 Vorm. 8 Personenzug LIL in. IV. CL Nachm. 350 Personenzug I. II. III. Cl. Nachm. 426 Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. Cl. Vorm. I. II. III. Vorm. 521 Personenzug LIL III. IV. Cl. Vorm. 615 Personenzug LIL III. IV. Cl. Mittags 12 Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. Cl. Vorm. 88 Personenzug I. II. III. IV. Cl. Abds. 1035 Personenzug I. II. III. Cl. Vorm. 932 Personenzug I. II. III. IV. CL Vorm. 1123 222) Ein junger Mann, welcher perfect englisch spricht, sucht Stelle in einer hiesigen Wirthschaft- Näheres bei Johann Wiesner in Oppenrod. Nach Gelnhausen abgehend : 4344) Unterzeichnete empfiehlt sich im AuSbeffcrn und Verändern von allen Arten Pelzwaarcn, sowie auch im Waschen von weißen Pclzgegen- ständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste auSgeführt. Katharina Belz, wohnhaft bet Herrn Zimmermann Schmidt, vis-a-vis dem Schützenhof Personenzug LU. III. IV. CL Nachm. 440 234) Frische Cabliauen und Schellfische bei JA. Busch Söhne. Nur von Nidda (Bad Salzhausen) kommend : Vorm. 6r-0 Ne Erneue . Iitj SoijnTUite von ifl nidjt lincS jem kbhchrBtrrrguiig 1 ■ nchgly Wuif ter ! «chfgle grzkbniß ei 1 liWjtllßkdlicb lonrq siltigt, ftierlicht 'Hb(d tem öfuifdjtn NaNvl . isilkNkikhtjcbkn Nülivi Der Gegenfig j Geschjchlk. ttS Hoffmann. Firma: Earl Hoffmann. Möbel, sind zu vermiethen. 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(203) SÖHtldttlttTi tu I Sltöpfung les tlu vlvttrne Äaslsittt । (Beraubten und nur 1 zur Lüfhgen, eben er/i r N« und Stid W tkn niächch f/ri vranärich fl|6 tm eidllt 7 6tMI hätte* Ä*;* Ikr LH Ä™ (in° 0,hrr(| Verkäufe und Verpachtungen von Gütern Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern ete., Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nachrichten, Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgcetgneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch Rudolf Müsse, Annoncen-Expedition, 45 Zeil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision bestehe ich als osficieüer Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Jnseraten-Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." Hofruithe-Verkauf. 239) Ein schönes Wohnhaus, Scheuer, Stallung und Hofraum, sowie ein kleineres Wohnhaus, Hofraum und Garten, soll im Ganzen oder auch getrennt, unter guten Zahlungsbedingungen abgegeben werden. Näheres durch Elias Meier. 237) Frisch gebrannten Kaffee in drei Sorten beständig vorrätbig bei I. A. Busch Söhne. 226) Ein Logis ist an eine stille Familie zu vermiethen bei H. Schmal l, Lindenplatz. 215) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen bei August Noll, im Stern. 195) Ein Logis von 2 Zimmern, Küche und Kammer ist an eine stille Familie zu vermiethen bei H. M. JugHardt. । 231) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Flügelsgasse Lit- A- Nr. 94. 22) Zwei freundliche ineinandergehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, in der Nähe der Eisenbahn, sind zu vermiethen. Näheres bei der Expedition. 178) In einem neuerbauten Hause außerhalb der Stadt ist der mittlere Stock und ein Mansarden-Logis zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bltts. । 170) Zwei möblirte Zimmer mit Cabi- neten sind zu vermiethen in Lit. C- Nr. 90, Wolkengasfe.______________________________ 228) In meinem in der Alicenstraße gelegenen neu er baut en Hause ist eine Wohnung von 4 Zimmern nebst Küche und Speisekammer zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Heinrich Möser II. 196) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei W- Rühl Erben, Seltersberg. 5010) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche und 2 Cabineten ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei C h r. Reiber, am Kreuz. 217) Einen Lehrling sucht C- Stohr, Schlosser. 200) Ein braves Mädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 4372) Ein Logis im Nebenhause von drei Zimmern rc. ist an eine stille Familie zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Flick \ rh it I i» r Von Cassel ankommend : Güterzug Schnellzug I. II. III. CL Abds. 731 Personenzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CL II. III. CL Vorm. Nachm. 1121 12'4 Personenzug I. II III. 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