d Gießemr Anzeiger. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nk. 299. Samstag dm 23. Dccembcr 1871. IJlilkLimRPMWMMl IIII IW IIII Brodpreife vom 23. bis 29. December 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 22 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 1 ’ fr. 4 Pfund Roggenbrod 19 fr. 2 Pfund Roggenbrov 9j/2 fr. Die Orleans vertreten in Frankreich ein dynastisches, ein politisches und ein gesellschaftliches Princip. Die Dynastie der Orleans war zwar nicht durch ein förmliches Plebiscit, aber doch nach einer stegreichen Revolution durch den Volkswillen auf den Thron berufen worden: aber diese Berufung war nicht erfolgt wegen der Verdienste Ludwig Philipps, sondern weil er, nachdem die ältere Linie der Bourbons sich unmöglich gemacht hatte, der Nächste am Thron war; er war also zur Hällte König von Gottes Gnaden, zur Hälfte König kraft feines Erbrechts, so daß in Folge dieser abschwächenden Vermischung zweier Principien das Königthum der Orleans im Gegensatz steht sowohl gegen den reinen Legitimismus der Bourbons älterer Linie, wie gegen das demokratische Kaiserthum, welches in der allgemeinen Volkswahl die einzige Quelle seines Rechts steht. Das politische Princip der Orleans'schen Monarchie ist der Constitutionsli.S- mus. Formell ist der Grundsatz des abstrakten französischen Parlamentarismus: „Der König herrscht, aber er regiert nicht" unter Ludwig Philipp stets zur Geltung gekommen, und daß Ludwig Philipp als ein kluger Mann cs verstand, trotz alles doctrinären Formalismus in wichtigen Dingen seinen Willen durchzufetzrn. Eines jeden Verstoßes gegen den konstitutionellen Katechismus enthielt er sich aber auf's sorgfältigste, was freilich die leichtsinnige dynastische Opposition nicht hindcne, sich von den Republikanern in'S Schlepptau nehmen zu lassen und ihnen Hanr» langerdienstc bei der Zertrümmerung des JulithroneS zu leisten. In socialer Beziehung vertritt der Organismus das Bürgerthum im schärfsten Gegensätze gegen das ehemalige Regime, wie gegen den vierten Stand. Das französische Bürgerrhum verhält sich entschieden feindlich gegen das aristokratische GcburtSprincip und exclusiv bis zur rücksichtslosesten und ^orniricstkn Undl^' s. - feit gegen das demokratische Element, was gerade deshalb in den vierziger Jahren um so aufregender und zugleich zersetzender wirkte, weil eine feste Grenzlinie zwischen den beiden auf Tod und Leben sich bekämpfenden Gesellschaftsklassen gar nicht bestand. Der Sieg der Demokratie im Jahre 1848 führte mit Raturnothwendigkeit zur kaiserlichen Diktatur. Denn ohne Diktator kann die französische Demokratie schlechterdings nicht existiren; die demokratische Republik ist in Frankreich ein wesenloses Phantom. Wohl mag, so lange ein Robespierre oder Gambetta eine revolutionäre Diktatur ausübt, der Name Republik sich erhalten. Eine feste Organisation wird die Demokratie immer erst in einer monarchischen Diktatur finden. Die gegenwärtige Nationalversammlung nun, wenn auch aus dem allge- meinen Wahlrecht hervorgegangen, ist in ihrer Mehrheit keineswegs demokratisch, und sie würde, wenn sie cs wagen könnte, eben dies allgemeine Wahlrecht, dem sie ihren Ursprung verdankt, ohne Weiteres beschränken, oder wie man es 1849 nannte, moralisinn. Sie hat ihre Kraftprobe in dem Kampfe gegen die äußere Demokratie abgelegt, und so wenig wie sie den Communistenaufstand vergessen kann, eben so wenig können die Ultrademokraten ihr die blutige Unterdrückung dieses Ausstandes vergessen. Durch die Bestrafung der Insurgenten, an der übrigens weniger die Strenge, als die Ungleichmäßigkeit, sowie die Langsamkeit des Verfahrens zu tadeln ist, sind überdies auch noch die gemäßigt demokratischen Elemente gereizt und mit Rachegedanken erfüllt worden. Die Versammlung ist also durch ihre Geschichte, durch ihre Kämpfe und Thaten zu der Vertreterin der höheren und gebildeten Klassen gestempelt worden, der Klassen, deren Inkarnation Herr Thiers ist, für deren politisches Symbol aber der Orleantsmus gilt. Freilich ist in der Versammlung auch das lcgittmistische Element stark vertreten. Indessen der Legitimismus ist von dem Gefühl seiner Schwäche so durchdrungen, daß, wenige starrsinnige Männer deS PrincipS auSge- nommen, die Legitimisten ihr Heil in der Verschmelzung der beiden Dynastien und in einer Ausgleichung der von denselben vertretenen Principien suchten. Diese Verschmelzungsversuche sind zunächst und wahrscheinlich für immer gescheitert. Damit sind denn, natürlich von Napoleon abgesehen, die Orleans als einzig ernstliche Throncandtdaten auf dem Platze zurückgeblieben. Die Majorität der Versammlung nun ist vielleicht nicht durchweg monarchisch, wohl aber, ausgenommen natürlich die nicht sehr zahlreichen Fanatiker des Legitimismus, parlamentarisch gesinnt. Ein großer Theil der Mehrheit würde sich auch eine Republik, in der die gebildeten Klassen durch das Parlament die Herrschaft ausübten, gefallen lassen. Aber sie fürchtet, daß in der Republik die höheren Klassen ihr Uebergewicht gegen das Andrängen des Proletariats nicht würden behaupten können. Sie steht hinter der Republik des Herrn Thiers bereits die Republik des Herrn Gambetta sich organiflren; ste macht es Thiers zum Vorwurf, daß er durch seine Vermittlungspolitik dieser Organisation selbst Vorschub leiste. Sie steht sich nach einem kräftigen Vertreter um, und glaubt diesen unter den Prinzen des Hauses Orleans zu finden. Und es ist einleuchtend: glaubt die Majorität nicht an die Möglichkeit einer gemäßigten, parlamentarischen Republik, so liegt es in ihrem Interesse, eine Lage der Dinge zu schaffen, aus der sich die Orleans'sche Monarchie, als Hort der gebildeten Klaffen und des konstitutionellen PrincipS, nach ihrer Meinung gleichsam von selbst entwickeln würde. Die Frage ist nur, ob diese Entwicklung sich wirklich in so ruhiger Weise ohne Erschütterungen vollziehen würde, wie die Mehrheit es voraussrtzt. Und hier steht offenbar Thiers schärfer, wie die Mehrheit, indem er diese Frage verneint und sich daher vielleicht nicht immer mit der nöthigen Klugheit jedem Schritte widersetzt, der als Einleitung zu einer monarchischen Restauration betrachtet werden muß. Denn so willkommen die Prinzen der Versammlung sind, so unpopulär sind sie im Lande, nicht nur bei den Gegnern ihrer Principien, sondern auch bei dem Bürgerthum, als dessen Vertreter sie gelten. Denn das Bürgerthum, soweit es nicht von chauvinistischen Rachegedanken beherrscht wird, verlangt vor Allem Ruhe und verabscheut jede Maßregel, die möglicherweise einen neuen Bürgerkrieg zur Folge haben könnte. Wenn sich die Monarchie wirklich in friedlicher Weise, wie die Mitglieder der parlamentarischen Majorität es sich einbilden, Herstellen ließe, dann würden die soliden bürgerlichen Klassen sich dieselbe gern gefallen lassen. Aber an eine so friedliche Herstellung glauben sie eben so wenig, wie ThierS. Und deshalb sichen ste auf Seiten der Republik und sind erbittert gegen Jeden, der dieselbe in Frage stellt. Sie werden schwerlich für die Republik kämpfen, aber sie würden im Fall eines Kampfes mit ihren Sympathien auf Selten der Republikaner und nicht auf Seiten der Gegner der'Republik stehen. Denn in den letzteren würden ste die Friedensstörer sehen. Man darf eben nicht vergessen, daß warme Anhänglichkeit, sei es für die ältere, sei es für die jüngere Linie, in keiner Klaffe der Gesellschaft herrscht. Heinrich V. und die Orleans haben ihre persönlichen Anhänger, aber in der Seele, im Gemüthe des Volkcs selbst hat die Monarchie jeden Boden verloren. Ob Monarchie oder Republik, das ist eine Zweckmäßigkcitsfrage, über die man nach französtscher Art gelegentlich mit großer Leidenschast, aber nimmermehr mit be- geisterter Wärme streitet. Eine Monarchie, die nicht von der Anhänglichkeit an die Dynastie getragen wird, die man fich blos gefallen läßt, weil man nicht weiß, wie man mit der Republik auskommen wird, kann aber keine Wurzeln im Volke schlagen. Dazu kommt nun noch, daß die Orleans, durch ihr wenig würdiges Verhalten es darauf anzulegen scheinen, den Rest von Sympathien, den sie im Volke vielleicht noch haben, zu verscherzen. Für das äußere Auftreten hat der Franzose ein empfindliches Gefühl. Der schlecht verhüllte, und dabei doch aller Großartig, fett, jedes kräftigen und stolzen Selbstbewußtsein- entbehrende Ehrgeiz der Orleans berührt ihn unangenehm. Ihre Zurückforderung der confiscirten Güter gerade in diesem Augenblicke scheint ihm vollends einer Prätendentenfamtlie unwürdig; und durch ihr unbeholfenes Haschen nach Popularität machen sie sich lächerlich. Die Majorität der Nationalversammlung wird sich dadurch nicht abhalten lassen, sie nach Möglichkeit in den Vordergrund zu schieben, und die Candidatur Orleans wird in den parlamentarischen Clubs bald eine große Rolle spielen. Ob man es wagen wird sie offen aufzustellen, muß abgewartet werden. Daß viele Umstände zur Entscheidung drängen, läßt sich nicht läugnen. Es muß sich ja bald zeigen, ob Thiers, halb abgenutzt wie er ist, im Stande sein wird, den drohenden Zusammenstoß noch lange zu verzögern. t 3n keinem deutschen Staate hat die nationale Entwickelung während des zu Rüste gehenden Jahres so enorme Fortschritte gemacht, als in Bayern, das mit gerechtem und gerechtfertigtem Stolz auf seine jüngste Dergangenhert zurückbltcken Darf. Einen nicht unwesentlichen Antheil an diesen Fortschritten muß unzweifelhaft den Verhandlungeu der letzten Reichstagssession zugeschricben werden, zumal denjenigen über den Strafartikel gegen die geistliche Agitation, die auf die Läuterung der öffentlichen Meinung in Bayern und auf die Stellung der bayerischen Regierung zum deutschen Reiche einen entscheidenden Einfluß übten, denn nach den Erklärungen des Ministers v. Lutz im Reichstage ist für die bayerische Politik jeder Rückweg in de s alte partikularistische und jesuitische Fahrwasser abgeschnitten. Der Bruch mit den Ultramontanen bat im Reichstage eine feierliche und definitive Bestätigung erfahren und wird in Zukunft zur Basis aller Verhandlungen des bayerischen Landtags gemacht werden müssen; außerdem haben aber die Diskussionen und Beschlüsse des Reichstages die Ueberzeugung erhöht, daß auch die innersten und eigensten Angelegenheiten Bayerns fürder nicht dem großen Ganzen gegen- über stehen, sondern ihre wahre und richtigste Lösung nur auf dem Boden des Reiches finden. Und auch nach anderen Richtungen hin hat Bayern der Sache des Reiches wesentliche Vortheile geleistet. Eine Reihe von Gesandtschaftsposten, auf welche Bayern noch bei den Versailler Verhandlungen großes Gewicht legte, wurde freiwillig aufgegeben, ohne daß von irgend einer Seite eine Pression obwaltete; die Uebertragung deutscher Gesetze in das bayerische Rechtölebcn wird mit Eifer betrieben, und bei der Feststellung waltet in erfreulicher Weise das Bestreben ob, die möglichste Ucbereinsttmmung mit den norddeutschen Principien zu erreichen. Auch daß Bayern das deutsche Wehrgesetz mit allen seinen Consequenzcn acceptirte, ist ebenfalls ein Zugeständniß, welches weit über das Maß der strengsten Derpflich- tung hinausgeht und um so höhere Anerkennung verdient, je mehr die bayerische VII. Dir Generalversammlung bewilligt kommen sind, nun mit einem der In Santa Rosa, wo das Volk durch mittelbare» Sonr Rühl am Na Am e Am z Christian In 28,425 Barbe Gießei o 8 huf- Anbahnung von weiteren Eisenbahnverbindungen mit den westfälischen Kohlen- und Industriebezirken zu erwerben und die Ausführung der erwähnten Objecte für Rechnung der Gesellschaft zu übernehmen. VI. Die Generalversamm- * .... nr» . if. VI - /Ä* .«..«AM «'m A'fiftet* hör 1t -I Berlin, 19. December. Wie uns mitgetheilt wird, hat die bayerische Reaieruna die Erklärung hierher gelangen lassen, daß sie durch die Abstimmung der bayerischen Kammern in keiner Weise in der Absicht sich beirren lassen werde, daü die Frage der Competenzerweiterung des Reichs lediglich Sache der Relchs- aewalt sei, und daß der Verzicht auf ein Reservatrecht des bayerischen Staats nur einzig und allein von der Krone abhänge. Da nun die Majorität des bayerischen Landtags entgegengesetzter Meinung ist, so wird die Auflösung desselben unvermeidlich sein und damit der bayerischen Regierung eine durchaus n'cht leichte Vel 5198) Künstj I sollen in der benannte Schränke werk, B Wägelche große Ol ner Heu, sonstige (J einer öffentli b°xeZahlw (urT'-8inb ^^bherzoglj Z dl Post- und Eismbähnwesen- .ragend, zeig?dienen- Briefmarke i» der Mitte ein weiß-- Medaillon von 13 Millimeter Durchmesser mit dem Reichsadler als Trock.n- llemvel. Der übrige Th-il der Mark-, von einem dicken glatten «strich umrahmt, ist in regelmässigen Distanzen mit stärkeren und schwächeren Schrasfirungen au«, gefüllt; über dem gleichfalls mit einem starken Strich eingefaßten Medaillon zieht sich im Halbkreis di- Inschrift „Deutsche Reichspost" in Nonpareille-Initialen hin, ’n den beiden unteren Ecken steht die drei Millimeter hohe W-rthbezeichnung und dazwischen wieder in Nonpareillc-Jnitialen wagrecht das Wort „Groschen . Die Ausstattung ist eine höchst elegante und ansprechende. Wie dar „W.im. Tagebl." erfährt, denkt man in Fulda noch tmm x an die Gründung einer katholischen Universität, wenn auch dre Gerber dazu nur drohend fein, wie überhaupt die Gefährlichkeit der Pulverfabriken meist überschätzt wird, da die daselbst aufbewahrten Puloervorrathe grundsätzlich möglichst klein und die Gebäude nur aus Fachwerk ausgeführt sind. Die Coblenzer Explosion erfolgte nicht in der Fabrik, sondern im Laboratorium. Das Project fei von der Aus- sührung noch weit entfernt und bedürfe erst der Zustimmung der Minister de« Hanbels und des Innern. Diese würden jedenfalls zuvor bei der Stabt Rückfrage Kalten deren Vertreter alsdann Gelegenheit haben würden, sich zu äußern. Der Ankauf de« betreffenden Terrains sei bisher nicht möglich gewesen und erscheine e« fraglich, ob die Expropriation in diesem Falle zulässig sei. Das Hau« tritt in die Debatte über die Interpellation ein. München, 21. Deeember. Abgeordnetenkammer. Referent Kurz l^eilt mit, t>fl6 sein Antrag, wonach die Uebertretungen de« Strasgesctzbuchartikel«, betreffend den Mißbrauch der Kanzel, den Schwurgerichten überwiesen werben sollen, m ccn betreffenden Ausschüssen beider Kammern mit Zustimmung der Regierung an- genommen sei. Morgen erfolgt der Plenarbeschluss beider Kammern über di- Ein- ührung de« deutschen Strafgesetzbuch-». ... SBiett 17. Deeember. Gestern hat, w>e ich e« angekundigt, die feierliche Adffahrt de- deutschen Botschafter« bei Hofe stattgefunben, über deren C-rimoniel ; heute die Blätter berichten. Es besteht hier der Brauch, daß bei solchen Ankiff-n . Minister be« Aeußern nickt intervenirt und daß die eigentliche Ueberreichung l der Creditioe nur unter vier Augen erfolgt, ohne dass irgend welche solenne An- - sprachen gewechselt würden. Gleichwohl dringen über di- Aufnahme, die Herrn $. Schweinitz von Seiten de« Kaiser«, bei dem der deutsche Diplomat bekanntlich sehr in Gnaden steht, wurde, Andeutungen in die Oeffentlichreit, welche ann-hm-n assen, daß dieselbe äußerst freundlich war, und soll insbesondere der Kaiser seiner hohen Befriedigung über diese Rangerhöhung der beiderseitigen Vertretungen Au-> CrUtt PgZz" 1& Deeember. Ein preußischer Offizier schickt der France eine Berichtigung ihrer „Enthüllungen" über den Gebrauch der Sprengkugeln in der preußischen Armee und macht darauf aufmerksam, daß der General v. Witzleben n der neuesten Auflage seines von der Franc- angesuhrten Werkes selbst bemerkt, die an den betreffenden Stellen seine« Buche- erwähnten Sprengkugel -Patronen eien feit 1868 nicht mehr im Gebrauche. Uebrigen« hatten, wie früher ange- beutet, die Sprengkugeln gar nicht die Bestimmung, welche die France ihnen Vrvoh""" S« Jjllli 0. J1 durch Jen 1 eine« W, Jesuiten M zchiedenheit fthlbarkelt^ iaiholisch^ ’ peinlich W sagt, 'n Ssi campo ei« 2 treten möge, Der I ihnen Kennt« cg übet den Ma« halt di welcher alsbi ' Covft' Jgnatie» eil danelle« den un.crscho^^ 2o. December. Thiers empfing am Montag daö protestantische Consistoriun/und sprach dabei seine höchste Achtung vor derGewissensfreiheit aus. Er erklärte, daß er sich bemühen werde, die Religionsfreiheit zu schützen und> for- verte die Anwesenden auf, alle religiösen Spaltungen zu vermeiden. Er schloß mit den Worten: Helfen Sie mir, und ich werde Ihnen helfen. London, 18. December. Die Exkaiserin Euzente ist von Cadiz abgemst und wird am Freitag in England zurückerwartet. Der Mayor von Southampton hat der hohen Dame für ihre Ankunft galanter Welse seinen Wagen zur Der- sügung gestellt. Graf Beust ist aus dem Hotel nach der osterreichtschen Botschaft in Belegrave Square übergesiedelt. Guatemala (Amerika) , 18. October. Gestern hat die hiesige Regierung den Erzbischof B-rnardo Pinol und den Bischof Ortiz de« Lande« verwiesen und ist der erstere bereit« heute früh nach dem Hasen abgegangen, um mit dem na«, en Dampfschiffe am 20. oder 21. den hiesigen Staat zu verlassen. Dem B sich tfl hat man noch den heutigen Tag wegen Unpäßlichkeit geflutet und * f morgen früh dem Erzbischöfe folgen. Ursache dieser Maßregel der Regierung ist weder Religion--, noch Kirch-nstr-it, sondern da« politische Gebühren dies-r Mit gli-der der hohen Geistlichkeit — natürlich unter religiösen Form-" - der gegen wärtigen liberalen Regierung gegenüber, welche- so wert ging, daß sie di- beiden Provinzen Santa Rosa und Chiquimula zum offenen Widerstande gegen die Re y 0 _ . r i r-L in mnnftcr Mil ^P-sth-r Llopd" bespricht di- günstige Entwickelung der Beziehungen O-st-rreich-Ungarn- zu Rußland und hebt h-rvor, Oesterreich werde ei keinem Schritte fehlen lassen, welcher Zeugniß geben konnte von seinem be"'twill gst n Entgegenkommen. Er bemerkt schließlich, dieser neue Abschnitt der bt,>Umatt(d)en Action werde zur Sicherung des Friedens und der Entwickelung Verfassungsmaß g Zust^nAus'San Francisco wird der „Newpork Tribüne" vom 4. Dec. t-legraphirt: Diejenigen Fidschi-Insulaner, welche die Souvcränetät de« Komg« Ebeuezer 1. nicht anerkennen, haben vor Kurzem einen Angriff auf die Pflanzungen gemacht und mehrere Arbeiter getödtet. Die Weißen von Leruka verbrannten in Folge dessen eine- der Dörfer der Eingeborenen und tödteten ihrer sünfzchn. 3 ** liaft“1*« «t Aufaabe gestellt werden. „ m Berlin 19. December. Bezüglich der Ausprägung der Reichsgoldmunzcn, deren Prägung bereits im Gange ist, hat man von der Heranziehung der Münzstätte zu Straßburg definitiv Abstand genommen. Es steht jetzt fest, daß^monat- lich 2,220,000 Stück Münzen geprägt werden können, davon tn Preußen 1,650,000 Stück Bayern 200,000 Stück, Sachsen 180,000 Stück, Württemberg 100,000 Stück, Baden 50,000 Stück, Hessen 40,000 Stück. Berlin 20. December. Abgeordnetenhaus. Interpellation der Abgeord. Boatberr und Kugler betreffs der Anlage einer Pulverfabrik in unmutelbarer Nähe Frankfurts. Der Kriegsminister erklärt: Die Absicht, eine Pulverfabrik - • - • Die Anlage entspricht einem nothwenvtgen Auswahl unter den geeigneten Plätzen war nicht Reaieruna bisher bestrebt war, in militärischen Dingen ihren eigenen Dispositionen I Z Man muß sich diese Fortschritte vergegenwärtigen, um d.e rn zung- st» Zeit laut gewordenen Klagen üb«r 0tü01i* üi^rifA?ü!Üg Vrma^tigt^n^VeVwaltun'gS^th, ° die Statuten in Gemäßheit der Beschlüsse betreffend di- Cvmpetenzerwetterung de« Reich- bezüglich de« bürg « (1)cn .9 y abzuändern, die Bedingungen der zu erwerbenden Concesflonen zu und der Gerichtsorganisation, nach ihrem vollen Werth- zu wurd g. 'N sowie ^die erforderlichen Geldmittel Behuf- Au«sührung der in V. näher nicht zu verlangen, daß die deutschen-Mitle flaulen, bie an ben JJ’W“ Objecte zu beschaffen, und Überläßt demselben die Feststellung der Mo- Kriege« einen nicht zu unterschätzenden Anthe.l mAnSpruch nehmen dunen n^ ve, wner ^sbringung dieser Mittel. VII. Die Generalversammlung bewilligt deren Regierungen ihren ««pUt«"«» ^kihre durck die Versailler Verttäge eine Subventionirung de« Gotthardtunternehmen- im Belaufe von einer Million LTÄle'tenm’kZ vSten^un^mit ^-Ben Legeln U Einheitsstaat- Franken, /ufl-uern sollen Es soll nicht g-läugn-t werden, daß ter leßtere für unsere + rtötionak und freiheitliche Entwickelung von großem Dortheil sein konnte; indessen fo wie die Ver ältnisse H-Utc liegen, bei dem in den Kreisen der Bundesregierung owohl wie des Reich-tagS herrschenden Militarismus und M^riali-mu-, werden wir -- verschmerzen können, wenn die Selbstständigkeit der Einzelstaaten im deut scheu Reiche nicht aller ihrer Grundlagen beraubt wird. Vom freiheitlichen Stand- punkt au« könnte die« sogar al« sehr gewinnbringend erachtet werden, wenn mir nämlich erwägen, daß jene Mittelstaaten gegen den ihre berechtigten Eigenthumlich- feiten bedrohenden Unitari-mu- gezwungen sind, ein Gegengewicht zu Forderung der freiheitlichen Entwickelung, und dass anders«:-, wenn die Bunde-- regierun/und der Reichstag eine weitere Beschränkung der S-lbststandigkett bcr Einzelstaaten al« durch daß Interesse der Nation geboten erachten, sie zu ber Ueber zeugung geführt werden, daß ein solche« Ziel nur erreicht werden kann, wenn n die^Reick-verfaffung Grundrechte ausgenommen werden, welche der Freiheit de« Einzelnen eine starke Gewähr geben und dadurch ba« Rechts- und Nationalbewusstsein gegen alle Anfechtungen de« Partikularismu« sicherstellen. Die mit dem 1. Januar kommenden Jahre« zur Verwendung gelangenden neuen Rnchspostbriefmarken haben genau dieselbe Größe und Gestalt wiedie ge- L Pers Anzahl. Darmstadt, 21. December. Der Abgeordnete Hallwachs hat in der zweiten Kammer der Stände den Antrag gestellt, an Großherzogliche Neuerung da« Er- suchen um eine alsbaldige Vorlage zu richten, durch welche die Gehalte der Beamten und Bediensteten der Main-Neckarbahn, soweit dieselben dem Großherzog- thum angehören, unter besonderer Berücksichtigung der außergewöhnlichen Austren- aungen ihres Dienste«, au« hessischen Staatsmitteln angemessen erhöht werden. Mainz, 18. December. Die in der heutigen Generalversammlung der Aktionäre der Hessischen LudwlgSbahn angenommenen Anträge de« Verwaltung«- rathes lauten: I Die Generalversammlung ertheilt dem vom Verwaltung-rathe mit dem VerwaltungSrathe der Taunus-Eisenbahn-Gesellschaft unterm 14. Nov. l. I- abgeschlossenen Vertrag über Vereinigung der letzterer Gesellschaft gehörigen Bahnlinien mit der Hessischen Ludwigsbahn die vorbehaltene Genehmlgung. 11. Die Generalversammlung ermächtigt den VerwaltungSrath Behufs Ausführung de.- Beschlusses I. daS Aktienkapital um Thaler 2,000,000 — fl- 3,500,000 zu er^ höhen. III. Die Generalversammlung beschließt, den §§• 12, 14 und 17 der Gescllschaftsstatuten folgende Fassung zu geben: „§. 12. .Der VerwaltungSrath besteht aus neun Mitgliedern, von welchen mindestens fünf ihren Wohnsitz tn Matnz und zwei ihren Wohnsitz in Frankfurt a. M. oder der Provinz Hessen - Nassau haben müssen. Er ist der Vorstand der Gesellschaft im Sinne des Gesetzes und führt dessen Firma. §. 14. Um die Mitglieder des Verwaltungsrathes in den 18 und 20 vorgesehenen Fällen zu ersetzen, werden neun Ersatzmänner gewählt, von welchen fünf in Mainz und zwei in Frankfurt oder der Provinz Hessen-Nassau ihren Wohnsitz haben müssm. §■ 17. Die Mitglieder des Verwaltungsrathes werden auf drei Jahre gewählt. Alljährlich treten drei Mttglteder der Anciennetät nach aus; bei gleicher Anciennetät entscheidet das Loos. Dre Ersatzmänner werden alle drei Jahre für eine dreijährige Periode neu gewählt. Die austretenden Mitglieder des Verwaltungsrathes wie die Ersatzmänner könne» wieder gewählt werden." IV. Wahl zweier neuer Mitglieder des Verwaltungs- ratheS und zweier Ersatzmänner. V. Die Generalversammlung ermächtigt den Ver- waltungsraih, die Concesflonen für den Bau und Betrieb a) einet Rheinbrücke Provinzen öanra mo.a u..o ‘ ■£""[„ jün“ßft„ otil mlf unterhalb Mainz zur Verbindung der Bahnlinien link« und recht« de« Rherne« grerung aufreizten und diese sicp genothigt sah , denselben n o im Rapon bet Festung, b) einer Bahn von Frankfurt a. M. in der Richtung Militärmacht zu u«*erttutf«. 3n ™ ® Tarn e« $u narb Groß- oder Klein-Gerau und Wolsskehlen mit Einmündung rn die Riedbahn, Einfluß der beiden hohen Geistlichen mit guten: Waffen » s , B„wundete aus von Eisenbahnlinien von Frankfurt a. M. oder einem sonst geeigneten Punkte blutigen Kämp en, bie iw ®^^ »'^r al. 400 Tobte und V rwun et au, ver Taunusbahn und von Wie«baden, beziehungsweise Mainz, nach der Lahn Be->beid-n Setten ließen. Da« Volk von Santa Rosa wurde g-schtag n, aenwärtiaen: ein längliches Viereck von 23 Millimeter Höhe und 20 Millimeter anzulegen, lag und liegt noch vor. Breite; auch die Farbe der einzelnen ^^en ist dwselb- wie Bedürfnisse feindliches Berührung möglichst'geschützt, auf dem rechten aber kräftiger, feuriger gehalten, wodurch di- Marken em v el. fr unbltd eref «« einer Schiffsahrtslime in der Nähe einer großen Garnison gelegen sehen gewinnen. Die Au-fuhtung ist d°gegen eme durchau-^»krandert ' “** ® ^lle die e Erfordernisse treffen bei Frankfurt zusammen, weshalb das erwähnt- neue. Während bei den zetzt in Circukation befindlichen Marken da« LvertbzemM se.n. «U‘ aeje u 11 @6bäute ^ürde 4000 Schritte von das Mittelfeld bikdet, um weiche« sich ein Lorbeerkranz nnv °>s äußerste P-r.ph-ne Pr°l-et 'n Erwag^ « S geußen/ ftinc Nähe also nicht sonderlich gefahr- die Inschrift „Norddeutscher Postbejirk schlingt, in den Lcke ■ • ’ V ' , überhaupt die Gefährlichkeit der Puloersabriken meist überschätzt kannte seine Verführung durch jene Geistlichen und hat sich gleichzeitig mit den Bewohnern von Chiquimula der Regierung unterworfen, so daß gegenwärtig im ganzen Staate vollständiger Friede herrscht. Die Wühlerei M beiden hohen Geistlichen ist noch ein Nachlaß der kürzlich vertriebenen Jesuiten (83 an der Zahl aller Grade) , deren Stütze sie waren und auf diese Weise auch die frühere sogenannte konservative Regierung gänzlich beherrschten, bis diese endlich am 30. Juni d. I. nach vorangegangenen blutigen Kämpfen gewaltsam gestürzt wurde durch den gegenwärtigen provisorischen Präsidenten Miguel Garcia GranavoS, einen sehr beliebten und liberalen Mann. Das Volk hat die Vertreibung der Jesuiten ruhig ausgenommen, nur in den Köpfen der Frauen herrscht noch Unzufriedenheit darüber. Ebenso wird wahrscheinlich die Landesverweisung der beiden hohen Geistlichen gleichgültig hingenommen werden, da seit der Geburt des Un- fehlbarkeitS-DogmaS, bei welcher der Erzbischof Pinol in Rom Pathe war, Der Einfluß und das Ansehen der Geistlichen selbst bei den Indianern in diesem ganz katholischen Lande sehr gelitten hat. Wohin Die Jesuiten gegangen, wohin wahr- scheinlich Die beiden hohen Geistlichen folgen, weiß man noch nicht bestimmt; man sagt, in Salvador sei ihnen die Landung verweigert, Dagegen in Nicaragua ge- ^at*et 9^(11)111), 19. December. Der König hat an den Minister-Präsidenten Mal- campo ein Schreiben gerichtet, daß Das Ministerium von Neuem vor die Cortes treten möge, um eine Lösung der schwebenden finanziellen Fragen zu versuchen. Der König ließ darauf Serrano, Sagasta und Zorrilla zu sich kommen und gab ihnen Kcnntniß von dem gethanen Schritte. Das Ministerium reichte, nachdem cs über Den königlichen Brief zu Rathe gegangen, sein Entlaffungsgesuch ein. Man hält die Bildung eines neuen Cabinets durch Zorrilla für wahrscheinlich, welcher alsbald die Cortes wieder einberufen würde. Coustantinopel, 20. December. Einem verbreiteten Gerüchte zufolge hätte Jgnatiew einen Prälimtnarvertrag mit der Pforte vereinbart, wonach die Dardanellen den Schiffen aller Nationen eröffnet sein sollen. Frisch back er zu Gießen. Sonntag den 24. December. Carl Steinberger in der Löwengasse, Daniel Rühl am Nathhaus und Carl Löber am Lindenplatz. Am ersten Weihnachtsfeiertage. Ludwig Kammerer auf dem Seltersweg. Am zweiten Weihnachtsfeiertage. Jacob Nonstadt m der Neustadt und Christian Jughard in der Wallthorstraße. Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 4. AdventS-Sonntage, den 24. December: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. Am 1. Weihnachtsfeiertage, den 25. December: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: SchulinsMtor Vigelius. Am 2. Weihnachtsfeiertage, den 26. December: Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Mitprediger Drescher. (Collecte für die Stadtarmen.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 24. bis 30. December besorgt Pfarrer Dr. Seel. Oberhessen 793/8 96 Vg 4% 3WVo , 92 1003/8 Bayer. 5% 140 1864r Braunschweiger 191/4 Stadt Florenz 83 Bßrsennachrichten. 21. December 1871. Aetlen. Frankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 121 Darmst. Bankaot. 460 Wien Bankactien 808 Galizien 255 V< Oest. Creditact. 325y4 Aetlen. 5% östr. F. St. E. B. 3921/g Lombard. Bahn 2031/2 Ludwigsh.-Bexbaoh 197 3/4 Maxbahn 142 Bayer. Ostbahn 144Vs Rhein-Nahebahn-Aot. 39 Va Hess. Ludwigsb.-Aot. 1861/4 „ 4i/2 o/o 1jährige 99Vs n 40/g 1jährige 943/4 Würtemb. 41/2% Obi. 993/8 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 993/g Oesterr. Silberrente 611/4 „ Papierrente 52 Amerik. Bonds 1881r 1013/4 ti n 1882r 965/8 n v 1885r 981/4 ti » 1887r 991/4 Spanier, neuest. 3% 31 Vs Preuss. 41/2 % Oblig. 101 Frankf. 31/2% Obi. 871/2 Nass. 41/2% Obi. 99 Kurhess. 4% „ 921/2 Gr. Hess. 50/0 Obi. IO31/4 Prioritäten. 3°/o öster. Stsb.-Prior. 58 3°/0 öst. s. Lombard 80 3O/o Livorneser 38 5% Toscaner 591/4 5% Elisabeth.-Prior. 81 do. II. Emiss. 791/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 68 Nassau 25 fl. 43Vg 4O/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 12i/g 40/g badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 681/4 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 361 Oestr. fl. 250 v. 1854 791 1858r Prioritätslooae 189 1860r Loose 881/4 WeehHei. Amsterdam k. S. 98'/g Augsburg k. 8. 993/4 Berlin k. 3. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. S. 92i/2 Hamburg k. S. 87 Leipzig k. 3. 1043/g London k. s. 1173/4 Lyon k. S. 915/8 Paris k. 8. 915/g j Wien k. S. 995/8 ditto m. S. — ditto 1. S. - Disconto 4% Gelds orten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 571/,—58*/2 Pistolen . . 9 40-42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Sover. 11 45—47 Buss. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24 V2—25 Va Frankfurt a. M., 21. December. Börsenberich t. Die Börse verkehrte in andauernd fester Stimmung und waren die Umsätze heute viel bedeutender, als an den vorhergegangenen 'Tagen. Die in der Vorwoche stattgefundenen massenhaften Realisationen tragen wesentlich dazu :bei, die Situation des Marktes zu befestigen, besonders da die Befürchtungen wegen eines knapperen ! Geldstandes sich bis dato nicht als stichhaltig erwiesen. Während für Speculationspapiere nur österreichische Creditactien eine wesentliche Besserung anfzuweisen hatten, waren eS von Anlage- papieren österreichische Stlberrente, Papierrente und 1860er Loose, denen sich daS Hauptinteresse zuwendete. Für ungarische und österreichische Eisenbahnprioritäten ist gleichfalls wieder regere Kauflust, da Wiener Berichten zufolge eine Besteuerung der ungarischen Eisenbahnwerthe nicht slattfinden soll. Die projectirte Einkommensteuer erstreckt sich nur für Zndustriepapiere. 5procentige Vorarlberger Prioritäten zu 85 gesucht Eine Abgabe aus erster Hand findet !schon seit zwei Tagen nicht mehr statt. Als preiswürdig empfehlen wir die 5procentigen Donaudampfschifffahrts-Prioritäten, deren jetziger CourS von 853/4, im Verhäliniß der guten Sicherheit, die sie gewähren,' wohl bald eine Aufbesserung erfahren wird. Das Actiencapital der genannten Gesellschaft beträgt circa 21 Mill, (die Actien stehen 20 Proc. Agio). Die Passiven der Gesellschaft bezissern sich im Ganzen inclus. der 3 Mill. 5procent. Prioritäten auf nur 11 Millionen. Gö lst dies ein so günstiges Verhältniß, jwie noch von wenig österreichischen Prioritätsobligationen zu melden ist. " Allgemeiner Ä «zeigen feinstes Schweineschmalz, pr. Pfund 28 fr., empfiehlt Emil Fischbach, (5464) Seltersweg. Besondere Bekanntmachungen. Frequenz und Einnahme auf den Oberhessischen Eisenbahnen. 5362) Als passende Weihnachtsgeschenke empfehle ächte Wiener Meerschaum-Cigarrenspitzen, Cigarren-Etuis und Portemonnaies in reicher Auswahl und zu billigen Preisen. Georg Dörr, Kirchenplatz. p s Personen-Verkehr. Güter-Verkehr, incl. Materialbeförderung. Neben- erträg- nisfe. Gesammt- Ertrag. Total vom 1. Januar bis 30. Nov. Anzahl. Dtvilais. ’2lbonne> mentS Ertrag. Ctr. Ertrag. Rov.l 28,425 Vorbeh Gießen 9 ältlich im D st- 13,869 )efinitiv ecember kr. 16 er { 18 218,392 Feststellung 71. fl. 14,661 T kr. 46 )er st- 500 Der kr. 22 wa ft- 29,031 ltungSt kr. 24 cath. fl. 1 kr- 304,656 02 (5500) Versteigerungen. 5498) Künftigen Donnerstag, den 28. Decbr., Morgens um 9 Uhr, sollen in der hiesigen Lehrerwohnung nachbenannte Gegenstände, als: Schränke, Tische, Stühle, Banke, Bett- rverk, Bilder, Glas, Porzellan, ein Wägelchen, ein Buchbinderwerkzeug, vier große Oleander, mehrere Cactus; ferner Heu, Stroh, Erdgewachse, sowie aw elcf* ‘•«•Sä- Großherzogliches Ortsgericht Klein.Linden. Weigel. Aechte Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik des Herrn Jacob Goeß in Nürnberg, zu Fabrikpreisen bei Gebr. Adami, (5463)___im Ritter. 5214) Feinstes Bliithen- und Waizenmehl in verschiedenen Sorten, aus der Kunstmiihle der Herren Fr. Peppler & C0mp., unverfälscht zu denselben Preisen wie in der Mühle, empfehlen Fetlgebotenes Seltersweg. (5465) i 5380) Feinster grüner und C. 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Elle von 14 fr. an, Handtüchergcbild. pr. Elle von 7 fr. an, Tischtüchcrgebild, pr. Elle von 32 fr. an, Poll de clievre, pr. Elle von 10 bis 14 fr., Schottische Kleiderstoffe, pr. Elle von 12 fr. an, Eommodedecken von 1 fl. an, Tischdecken von 2 fl. an, LamaS in 8/4, pr. Elle zu 48 fr., „ in s/4, pr. Elle zu 26 u. 28 fr., Morreen, pr- Elle von 24 fr. an, Shirting, pr. Elle von 8 fr. an, Lnstre, pr. Elle von 12 fr. an, Parthie Kleiderstoffe zurückgesetzt, pr. Elle von 10 fr. an, Parthie BukSkin zurückgesetzt, Schwarzes Tuch, pr. Elle von 1 fl. 18 fr. an. Aug. Montanns, Marktplatz B. 36. I Malzpräparatie von Georg Geiger in Stuttgart. I Malz-Extracl in bis jetzt unerreichter Reinheit, von vorzüglichem do. mit Eisen und Chinin für Blutarme. 1 KilldornilhrilllOfCIlliHneuer verbesserter Qualität, haupt- n IllilllLl 11(1151 sachlich wegen seines weniger intensiv süßlichen Geschmacks zu empfehlen. 1 Vorräthig in allen Apotheken. In Gießen bei C. 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(2478) 5269) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Leihbibliothek und Schreibmaterialien- hanvlung an Fran Postsecretär Hill käuflich abgetreten habe und wird dieselbe vom L Januar 1872 an das Geschäft auf ihre Rechnung und unter der seitherigen Firma betreiben. Indem ich für das mir seither geschenkte Vertrauen verbindlichst danke, bitte ich, dasselbe auf meine Nachfolgerin gütigst übertragen zu wollen. Meine Buchbinderei werde ich nach wie vor weiter betreiben. H. Hoffmann. SKC Ein Festgeschenk von dauerndem Werthc! "3KL 5490) Im Verlage von W. Kitzinacr in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen ; in Gießen durch die Fcrber'sche Universttats- Buchhandlung, sowie durch die übrigen Buchhandlungen: Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vterfacher Abwechslung, für die Fest- unb Feiertage, für Beichte und Communion, foroie für besondere Leiten und Lagen, von Luther, Muscuius, fiabmnann, Arnd, Scriver, Lasscnius, Apener, Neumann, Arnold, Franlrc, Schmoll;, Stark, Terstccgcn, Storr, Roos und vielen anderen Gottesmännern. DreiundflviMstgste verbesserte Auflage. 416 Seiten. Octav. Mit einem Stahlstiche Elea. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung, Preis: 1 st 24 fr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Bucheö vcrfiosien. 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Zugleich bemerke ich, das; es mein eifrigstes Bestreben sein wird, die Anstalt durch stete Anschaffung bemerkenswerther Novitäten auf dem Gebiete der schönen Literatur zu heben und auf einem Standpunkt zu erhalten, der es ermöglicht, allen Anforderungen gerecht werden zu können. Frau Hill. 5003) Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade empfehlen I. A. Busch Söhne. | Parfümerien aller Art, als: Odeurs, Haaröle, Pomade, Toiletteu-Scife, Fixateurs, un- § arische Bartwichse ic-, sowie ferner ^risirStaub- unb Tascheukämme, Haar-, Zadu- unb Nagelbürsten re., sind in großer Auswahl vorräthig unb billigst zu haben in bein Barbier- unb Haarschneibe-Cabinet von Ehr. Frech, Heilgebülfe. 5260) Wachöstöcke unb Wachslickter in verschiedenen Größen, sowie Lickterhalter an Weihnachts-Baumchen, empfehlen I. A. B n sch S ö h n e. Lony’s Bierkeller. Am 2. und 3. Feiertage (täglich): Zwei Lonccrte, 5063) Das allein ächte unb heilkräftige *u vermieiben. 5201) Ein Logis, bestehenb aus 8 Zim- H. 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Wetzlarer Jager; nm 3 Feiertage Mittwoch den 27. Deeember, ausgeführt von dem ganzen Musik-Corps des Rheiuischen Jäger- Bataittous Nr. 8 zu Wetzlar. Anfang am 2. Feiertage präcis 4y2 Uhr, II u 3. tr ,/ 5 /, Entree ä Person 12 kr. (5466) 5504) Im vorderen Locale des ($ a f 6 Leib heute Freitag den 22. Deeember: C s n c e r t der rühmlichst bekannten Troll'schen Capelle aus Prag. Anfang halb 8 Uhr Abends. Rtdaction, Druck unb Verlag der BrühUschen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. PrriS ritttel mit NMtrI Dost btz"S 1 fl. 12 i im 1.0 5 ? Dieselbe! Blattes gelegener 'Ä werden r gediegene merksam, ist und t mitzuthei Dem srßr i« Pe Georzetuij hatte, unb dem BanaiinS! blanke W und ßolz vorschreitc! deutschen Feldrnarft denken. Na, Jahre desrathe slanzcßsch Letpflicht, schen Reii Tii MWxi s ,/Eorufp. nacbträgii bci bei I Sronfrcitj Un „Evi, Ilhkn 3U! Men M olledensv üchtet oD ^kicher bi dtSthe.les ^Krgebei nfifeüen ( i Die • @lf„6 taten. Io ^Ö^eiien i