2^t« Sonntag den 22. Oktober 1871. BestMiu-gen auf »en Gietzeiier Ai„ei«er “* Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abbolen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal 1871 zu 1 fl. A i8i tTTd/T'r"""i' b"e i Gefundene Gegenstande: Ein kleines rothes Portemonnaie mit werthlosem Inhalt, ein kleines schwarzes Portemonnaie mit 13 Kreuiern ein g'tnrfpmnnnnio on , eine kleine schwarze Brieftasche mit Briesen an Musketier Conrad Ritz, eine kleine schwarze «röche, mehrerearoß/ünd'ein' Meiner V"? 2aUbJfetteP' buntes halbseidenes Halszuchelchen, ein Eßbesteck (enlhaltend Messer, Gabel, Löffel und Glas), ein schwarzer Glacehandschuh e"ntoftenfarrmeh Ä* bcuxt,d,er- M“- ,em U-berzug, ein weißes Tascheniuch m,t g-sticklcm Namen e. S. und ein Grobherzoglich Hessisches Militär - Verdienstkreuz, gestiftet den September 1870 we-llgen-urfelter später3B°<6en bei UnS 3U mC,bm' Wibri8enfaUä bic,c K-g-nstSnde auf Verlangen an die Finder zurüekgegeben oder Gießen, dm 21. October 1871. Grobherzogliche Polizei-Verwaltung der Prooinzialhauptstadt Gießen. _________ Nover. Politischer T h e i l. uverei^H T, "geladen. fX 30$an$. Preis Lierteljahrtg 1 fi. 12 fr. mit vrtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 27 fit. Gießener Anzeiger. vrfchemr täglich, mir Hu?« nähme Montags. Sxpedttivn: Eanzletberg Ltt. B. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. 9tbeinifcf>ett lar. ’nen sieben- n. wir dem Herrn * a. d. Lda. ;entuTfli in Eicha r PH. Zimmtfl \ ■■ Agentur. &* Zobn. ei«. zur Annahm zu jeder übr m, i. d. Lumda, :iw-Gesellschaft, u.'oerstlöerungs« Aesl- 'a*;L dl ceri mcf. Das neue deutsche Reich ein zuverlässiger Hort des Friedens. Die Thronrede, mit welcher der Kaiser den Reichstag eröffnet hat, begnügt sich nicht mit der allgemeinen Wendung, daß die Beziehungen Deutschlands zu allen auswärtigen Regierungen friedliche und von gegenseitigem Wohlwollen ge- nagene sind: sie geht vielmehr mit besonderer Befriedigung näher ein auf die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu den beiden östlichen großen Nachbarn des deutschen Reichs; sie erwartet von den wiederholten Begegnungen des Kaisers mit den Herrschern jener beiden Nachbarreiche eine Kräftigung des Vertrauens auf eine friedliche Zukunft Europas, und in der Kräftigung des Vertrauens sieht sie eine Bürgschaft für die Verwirklichung der auf Erhaltung des Weltfriedens gerichteten Wünsche und Hoffnungen. Mit besonders herzlichem Nachdruck betont die Thronrede die Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zwischen Deutschland und dem österreichisch-ungarischen Kaiserstaate, die durch ihre geographische Lage und ihre geschichtliche Entwicklung so zwingend und so mannichsach auf freundnachbarliche Beziehungen zu einander angewiesen seien, daß die Befreiung der letzteren von jeder Trübung durch die Erinnerung an Kämpfe, welche eine unerwünschte Erbschaft tausendjähriger 23er- gangenheit waren, dem ganzen deutschen Volke zur aufrichtigen Befriedigung gereichen werde. Gewiß, diese Befriedigung ist allgemein, nicht blos in Deutschland, sondern auch in Oesterreich, ja in allen Landern, deren Wünsche auf Erhaltung des Frie- bens gerichtet sind, und sie ist um so größer und starker, da sie nicht nur einem flüchtigen Gefühle, sondern der festen Ueberzeugung von einer geschichtlichen Noth- Wendigkeit entspringt. Auch in früheren Jahren haben ja Preußen und Oesterreich wiederholt sich die Hände zum Bunde gereicht, und ihre Freundschaft konnte ja mehrere Jahrzehnte lang mit einem gewissen Recht für den Schlußstein des großen Allianzsystems gelten; aber es war die Freundschaft zweier mißtrauischen Nebenbuhler, die stets den Keim des Zerwürfnisses und der Verfeindung in sich trug. 8s war eine gemachte Freundschaft ohne Vertrauen. Denn in der deutschen Frage waren und blieben sie Gegner, mochte diese Gegnerschaft auch noch so künstlich durch eine verderbliche an dem Mark der beiden Staaten nagende Tentenzpolitik verdeckt werden. Das Gefühl blieb jeder Zeit auf beiden Seiten lebendig, daß die erste freie Regung Preußens sich gegen Oesterreich wenden und eine Auseinandersetzung üjter die deutsche Frage herbeizuführen suchen werde. Zugleich aber auch entwickelte sich in Deutschland immer kräftiger und bewußter die Uebcrzeu gung, baß nach dieser Auseinandersetzung beide Mächte von der Natur der Dinge selbst auf die Anbahnung freundschaftlicher und vertrauensvoller Beziehungen würde« hingewiesen werden. Und eine Freundschaft ohne Argwohn und Neid, das ist ja in der That bas segensreiche Ergebniß, welches aus dem grundlegenden, und — sprechen wir rs offen aus — völkerversöhnenden Kriege von 1866 hervorgegangen ist. Jetzt sehen wir in Deutschland und Oesterreich, wie nahe wir uns stehen, wie nach allen Dichtungen hm unsere Interessen gleichlausen, und Nichts hindert uns, Die Inter tffengemeinschaft zum Ausgangspunkt für eine ganz Europa umfassende Friedenö- bolitik zu machen. In dieser Beziehung ist es nun von besonderer Wichtigkeit, baß auch zwischen Deutschland und Rußland wohlwollende und fnevliche Beziehungen obwalten, bie zu sehr auf den belderseitigen Interessen beruhen, um leicht ourch die unsinni- 8en Phantastereien der mo-kowitischen Partei erschüttert zu werden. Die Freund- schäft zwischen Deutschland und Rußland wird aber dazu beitragen, auch bie Be- siehungen zwischen Oesterreich unb Rußland günstiger zu gestalten und dadurch ttne friedliche Entwicklung der orientalischen Frage vorzubereiten. Von einem Bündniß nach Dem Muster der heiligen Alliance kann natürlich »icht die Rebe sein. Für eine Tenbenzpolittk fehlt jede Voraussetzung uno bei «llcn Eabtnetten ohne Ausnahme auch durchaus die Neigung. Die Melternich'jche Tenbenzpolitik ist seit Gründung der großen Nationalstaaten Italien und Deutschland, seit ter Betheiligung der volksthümlichen Kräfte am Staatsleben im ganzen Curopfl ein für allemal überwundener Standpunkt; sie gehört zu den Tobten, die kaum noch als Gespenster wieberzukehren und die Lebenden zu erschrecken wagen. n /~nfLa^nn. Deutschland ist stark genug, um in jeder Verbindung seine volle Selbstständigkeit zu behaupten, um in keiner seine Interessen berührenden Angelegenheit die zweite Rolle zu spielen. ... Annäherung Deutschlands an Oesterreich in ganz Europa als ein kräftiges Friedenshand gilt, hat die Presse fast aller Länder mit besonderer Ge- nngthuung hervorgehobcn. Europa wird uns aber auch die Anerkennung nicht vertagen .onnen, baß wir im Bewußtsein unfmr Kraft aufrichtig bemüht sind, den Frieden mit Frankreich zu befestigen und dadurch, so weit es in unserer Macht fleht, auch zu diesem Lande ein innerlich friedliches Verhältniß zu gewinnen. Mit vollem Recht hebt die Thronrede hervor, daß die Aufmerksamkeit Der Regierung Der Ausbildung und Befestigung des mit Frankreich neu geschloffenen Friedens gewidmet gewesen sei. Die Reichsregierung hat der französischen Regierung wiederholt Beweise wohlwollenden Entgegenkommens und Vertrauens gegeben; sie hat keinen Zweifel darüber bestehen lassen, baß ihr jede Speculation auf die innere Zerrissenheit Frankreichs fern liege, daß sie vielmehr die Kräftigung der gegen- irartigen Regierung, die Wiederherstellung geordneter und fester Zustände in Frankreich aufrichtig wünsche. Sie hat in allen späteren an den Friebensschluß sich ankuüpfenden Verhandlungen den Bedürsniffen Frankreichs und seiner Regierung in liberalster Weise Rechnung getragen und damit bewiesen, baß sie keinesweg- ge,onnen ist, unter Verfolgung ber altfranzösischen Maxime die eigene Stärke auf die Schwäche und Zersplitterung der Nachbaren zu begründen. Das deutsche Reich sucht die Bürgschaft für die Eonsolibirung des gejammten europäischen Systems ni$t in Der schwäche, sondern in der Kraft seiner Glieder. Damit weift es jede Eroberungspolitik von sich ab, damit macht es sich in Wahrheit zum Hort des ar?1*’ sollte die Hoffnung so ganz utopisch sein, daß einst auch unser westlicher Nachbar dies anerkennen werdet Darmstadt, 18. Oktober. Der Gemeinderath hat einen Antrag angenommen, ber bezweckt, bet Ver Regierung dahin zu wirken, daß die Gemeinden bei An- iteuung der Lehrer ein Präsentationsrecht erhalten, bei Aufstellung der Lections- plane zugezogeo werden und ber Ortsschulvorflanb von der Bürgerschaft gewählt und birect der Oberftuvienbirection untergeordnet werbe. Es hieße dies mehr ober weniger Euiancipation der Schule von der Kirche. Die Motion ist den Vorständen der größeren Städte des Großherzogthurns zu einem gleichen Vorgehen mitgetheilt worden. (F. I.) Mainz, 18. Oktober. Wahrend die Arbeiter dtr Ludwigsbahn-Werkstätten in Folge Bewilligung ber lOstündigen Arbeitszeit und 25 pEt. Lohnerhöhung in ver Maschinen'Werkstätte morgen allgemein wieder bie Arbeiten aufnehmen werden, da die anderen Stellen durch Zuzug übersetzt werben konnten, bauert ber Stnke ver Lederfabrikarbeiter bis jetzt ^Abends) fort. Polizeimannschaft unb Genbarmerie- Piquets unb -Ronben scheinen im „Heilig-Geist" unb einigen Wirthslocalen um Dtc Mayer-, Michel- unb Deninger'schen Fabriken sich aufhaltenden Arbeiter von neiteren tumultuarischen Schritten abgehalten zu haben. Die Inhaber Der Fabriken poben eine Lohnerhöhung von 10 pEt. bewilligt, übrigens erklärt, die Werkstätten für Jeden geschloffen zu halten, welcher ihre erweiterten Bedingungen nicht bis Ibeute Abend augenoinmen habe. Die Theilung der auf etwa 30,000 Gulden Kapital fundirteir Kranken- und Unterstützungskaffe bildete eine Der rundweg abgeschlagenen Forderungen ber Fei.rnben ^meistens unverheiratheten) Arb.iter. Viele verheirathete Arbeiter dieser Fabriken haben nur unfreiwillig an dem Stnke Thkil genommen. Die Schreiner- und Zimmergesellen haben ihre Agitation auf bas nächste Frühjahr verschoben. Als Euriosum sei noch erwähnt, baß in dieser Be- UsS--d°L schen Interpellation sehr heftige Debatten stattgefunden haben. Es sollen Anträge London, 20. Oct. Die Königin wird ihren Aufenthalt in Balmoral aul lobt Biswarck's hochstaatsmännische Haltung gegenüber Frankreich. der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Am 22. October: bei 4483) Schönes kaufen bei Konri München, 16. October. Die klerikale „Donauzeitung" versichert, daß durch die Erklärung oeS Kultusministers der Bruch des Ministeriums mit der katholischen Kirche d-finitiv geworden sei. Im Club der patriotischen Fraktion im „Bamberger Hof" sollen gestern Abends, wie versichert wird, über die Beantwortung der Herz'« Versteigerungen. Verpachtung von Triebvierteln 4504) Den vc toritäleo als von für den medicinise nen Lofodin Leberthrftn in Cöln hält stets Haschen ä 10 Er Verkauf einer Farbenfabrik. 4339) Die Farbenfabrik von C. Simon & Eomp. in Hungen mit Dampfmaschine, allem Zugehör und Waarenvorräthen, — ganz nahe an der Oberhessischen Eisenbahn und in Verbindung mit einem Braunkoh- lenwerk, — setze ich im Auftrag der Inhaber einer Versteigerung aus. Termin hierzu wird auf Montag den 30. Oktober, Nachmittag- 2 Uhr, in Hungen auf dem Werk anbcraumt. Gottesdienst. f Morgens: Pfarrer Landmann, j Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Major v. Hollcben, v. Liebe, Dr. Kirchenpaur, v. Bülow, Stichling rc. Mehre Urlaubsgesuche werden bewilligt, die Gesuche der Abgg. Dr. Erhard und KrauStolo (Pfarrer), welche mit dringenden BerufSgeschästen begründet sind, zur Geltung zu bringen, als um der Sache willen. _ Sie es mir bei diesem meinem Bemühen an Ihrer Nachsicht und Ihrer Unter- Der Morgengottesdienst beginnt jetzt wieder um halb 10 Uhr. Sonntag den 29. October soll das heilige Abendmahl gefeiert werden. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 22. bis 28. October besorgt Pfarrer Landmann. Gießen, den 20. October 1871. Körner, Bezirksbauaufseher. Here Auskunft ertheile ich, sowie die Herren C. Simon, Louis Stahl in Hungen und Herr Hofger.-Advocat Eigenbrodt in Darmstadt auf ergehende Anfragen. wegung das vorsichtige Gewerbe der Glasergesellen achtstündige Arbeit zu fixiren beschloß, über den betreffenden Beschluß aber wie Glas in sich zerbrach. Die ziemlich umsichtig durch besondere Emissäre angefachte Bewegung ist als beendigt stand als eine innerhalb der Kirche schwebende Angelegenheit bezeichnet hat, welche sich nach der bestehenden Gesetzgebung der Jngerenz der Staatsverwaltung entziehe. Bukarest, 18. Oktober. Gestern Abend hat die rumänische Regierung factisch von den Stroueberg'schen Eisenbahnen Besitz genommen. Die Bureaux und Kaffen wurden durch den Staatsprocurator versiegelt. Heute werden die Siegel Wied« Bundes pro 1870 rc. und erste Berathung des Gesetz-Entwurfs, betr. die Coutrole des Reicbsbalts für 1871. 4498) Etwa 190 Stück Aepfel- und Bim ftämmchen von verschiedener Größe, wet« 196 Stimmzettel abgegeben, von denen 6 ungiltig sind. Stimmen erhalten: v. Weber (Württemberg) 165, v. Bennigsen 10, v. Blankenburg 4, Dr. Windthorst (Meppen) 3, Dr. Lowe 2, die übrigen zersplittern sich. — v. Wcber ist somit gewählt und nimmt die Wahl mit einigen Worten des Dankes und der Bitte um Nachsicht an. Das Skrutinium für die Wahl der Schriftführer erfolgt, das Resultat derselben wird in der nächsten Sitzung verkündet. Das Haus beschließt darauf eine Geschäftsordnung-- Commission aus 14, eine Petition- - Commission aus 28 und eine Budget - Commission aus 21 Mitgliedern — und zwar am Sonnabend — durch die Abheilungen wählen zu lassen, der Präsident bemerkt dazu, daß bereits eine Auzahl von Anfragen, die sich auf den Etat beziehen, eingegangen sei. Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sitzung morgen Mittag 12 Uhr. Tagesordnung; Erste Berathung cer Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des Norddeutschen Auszug aus de» Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 15- October. Kaspar Schomber, Bürger und Ziegler dahier, ein Wrttwer; und Anna Marie Noll, des Bürgers und Ackermanns, Johann Christoph Noll zu Allendorf an der Lumda, eheliche Tochter. Getaufte. _.,r Den 7. October. Dem Bürger zu Düsseldorf und Locomotivführer auf der Eoin-Gießener Bahn dahier, Joseph Haggenmüller, eine Tochter, Marie Karolini Wilhelintne Martha, geboren den 27. August. , Den 15. October. Dem Bürger zu Hausen und Kutscher dahier, Wilhelm Llch, ein Sohn, Heinrich Ludwig, geboren den 19. September. Beerdigte. 14. October. Ein todtgeborner Sohn des Bürgers zu Hersfeld uni Schuhmachers dahier, Georg Hermann Weidmann, geboren den 13. October. , , Den 17. October. Peter Joseph Christoph Franz, Bürger und Prioatschuü lehrer dahier, alt 75 I. 1 M. 17 T, gestorben den 15. October. jedoch abgelchnt. Der Präsident zeigt an, daß der Abg. Kaufmann Fischer (Kitzingev) Familienangelegenheiten halber sein Mandat niedergrlrgt habe. Bom Reichekauzleramt sind als neue Vorlagen eingegangen: Die Gesetz Entwürfe, 1) über das Postwesen und 2) über da- Posttaxwesen de- Deutschen abgenommen und die bisherige Eisenbahnverwaltung wird vorläufig die Geschästr Reiche-. unter Controle dr- Staates in bisheriger Weise fortsühren. Auf der Tagesordnung steht die Präsidentenwahl. Bei dem Skrutinium für Brüssel, 20. Oct. Pariser Briefe der „Jndependance belge" erwähnen ge. die Wahl des ersten Präsidenten werden 212 Stimmzettel abgegeben. Stimmen rüchtwetse eines Projectes, nach welchem eine Zusammenkunft zwischen Bismarck erhalten: Dr. Simson 205, v. Forkenbeck 2, Dr. Löwe und Dr. Gneist je ein?, und Thier- bevorstehen soll. — Casimir Perier erklärt, daß er vollständig mit Drei Z ttel waren unbeschrieben. — Dr. Stmson ist somit zum ersten Präsidenten den orleanistischen Ideen gebrochen habe. erwählt und nimmt die Wahl mit folgenden Worten an: „Meine Herren! Ich Versailles, 19. Oct. Die „Agence Havas" meldet: Kaiser Wilbelm hat nehme da- Amt, zu dem S:e mich von Neuem berufen, mit dem innigsten Dank die Convention rat ficirt. Graf v. Arnim wird heute Abend erwartet. Der Aus« für da» mir unvermindert erhaltene Vertrauen und in der Hoffnung an, dieses tausch der Ratificationen wird Samstag erfolgen. Vertrauen- auch diesmal nicht unwerth befunden zu werden. Mich beseelt, das Paris, 19. Oct. Die nunmehr in ihrem vollen Wortlaut bekannt gewor- kann ich aussprcchen, in der Handhabung meine- Amte-, der gute Wille, darin denen Conventionen machen ebenso wie die Thronrede des deutschen Kaiser- hin lediglich die Ordnung, die Sie sich selber gesetzt haben, ohne jede andere Rücksicht den besten Eindruck. Die Blätter, insbesondere der „Temps", heben hervor, daß zur Geltung zu bringen, als um der Sache willen. Ich darf gewiß sein, daß die Conventionen und die Thronrede die Stellung Thiers' befestigen würden. Sie es mir bei diesem meinrm Bemühen an Ihrer Nachsicht und Ihrer Unter- Paris, 20. Oct. Da- „Journal officiell" veröffentlicht die Ernennung Bulben R QPi *' wia <5; Die Gebäulichkeiten sind ganz neu. — Nä-'nachstehende Bauarbeitcn durch öffentlich cw.C1. . ■<_ . r e . ~. Versteigerung in Accord gegeben werden, als: der Stadt Gießen. 4473) Dienstag den 24. d. MtS., , w Nachmittags 2 Uhr, sollen 60 Trieboiertel und 1 Stück Grabland auf dem Hamm öffentlich verpachtet werden. Zusammenkunft am Nassauer Hof. Gießen, den 18. October 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Planirarbeit, veranschl. zu 187 fl. 2 fr. Maurerarbeit, „ „ 27 , 36 N Chaussirarbeit, „ „ 217 w 12 „ Steinbrechen, Fahren und Aufsetzen der Steine, veranschlagt zu..... 678 w 8 , jrteitwM Dienstag ™ Wchnn foUen auf iaMn>bk jOlourerortot PiW-r-r« Schreineraroeli, Wuhbinderarbei M'lasterarbelt, Sandfahren, Handarbeiten, . Sleinbrechen, i Aufsitzen der ( anschlagt zu Steinschlagen un Steine, vecant Gießen, den w Korn anzusehen. Kassel, 19. October. Zur Feier des gestrigen Geburtstages Seiner kaiserlichen und königlichen Hoheit des Kronprinzen des deutschen Reiches war von dem hiesigen Männergesangverein, der Turnerfeuerwehr, ter Handwerkercompagnie, der , , . . , . „ ... Feuerwehr der Herschel'schen Fabrik, sowie von den Primanern ter hiesigen höhe» auf ein Mißtrauensvotum gegen das Gesammtministerium, auf eine Adresse an ren Lehranstalten ein Fackelzug und Ständchen veranstaltet worden. Der Zag, den König und auf Ministeranklage gestellt worden sein, allein die Mitglieder der welchem sich eine zahllose Menschenmenge angeschlossen hatte, bewegte sich von der Centrumsfraction hätten sich geweigert, solchen Anträgen beizustimmen, so daß fein Domäne Wilhelm-Höhe nach dem Schlosse und nahm daselbst Aufstellung. Wäh- positiver Beschluß gefaßt werten könnte. — Unter Aufhebung des bisherigen Montur- rend der Darbringung diS Ständchens waren die Cascadea und das Octogon in systcmS in der bayerischen Armee werten die neuen prov. Vorschriften über die bengalischem Feuer erleuchtet. Der Kronprinz, welcher bei seinem Erscheinen mit Bekleidung und Ausrüstung der Truppen, vom ersten Unteroffizier abwärts im tausendstimmigem Hochrufen begrüßt wurde, ließ sich die Veranstalter der Feierlich- Frieden, in der heut erschienenen Nr. 52 des „Militär - Verordnungsblattes" pu- feit (m Schlosse verstellen und bat, jedem Einzelnen zu sagen, wie sehr erfreut blicirt, und wird hiermit das in der preußischen Armee in Kraft befindliche Montur- und dankbar er sei für die ihm bereitete schöne Ueberraschunz, sowie für die viel- system vollständig auch in der bayerischen Armee eingeführt. fachen Beweise der L.ebe, die er von Anfang an bei den Bewohnern Kassels ge- München, 20. Oct. Generaldirektor Hocheder soll Finanzminister und der funt)en. bisherige Fmanzminister v. Psrctschner an Stelle des Freiherrn v. Perglas, der Fulda 20. Oct. In dem Prozesse des CleruS gegen einen hiesigen Bürger in den Ruhestand tritt, Gesandter in Berlin werden. wegen Gotteslästerung hat das Kceisgericht heute ein freisprechendcS Urtheil Wien, 20. Oct. Die Blätter veröffentlichen zwei Schreiben des Cardinals gefaflt Rauscher an den CultuSminister. Im ersten verlangt der Cardinal, daß dem Miß- ch Berlin, 19. October. Deutscher Reichstag. 5. Sitzung. Präsident Dr. brauche der Salvatorcapelle, welcher durch Ueberlaffunz derselben an die Altkathv' Simson eröffnet die Sitzung um 1^ Uhr. Am Tische des Bundesraths: Delbrück, liken beabsichtigt sei, durch geeignete Verfügungen der Regierung zuvorgekommen Major v. Holleben, v. Liebe, Dr. Kirchenpaur, v. Bülow, Stichling rc. werde. Aus dem zweiten Schreiben erhellt, daß der CultuSminister den Gegen- , Salon-j teulichrn Kaisers \n l", bibtn hervor, tij beitiigea würben. Ulicht die Ernenmü- halt in Salworal * IcrFi'ng )M" schreill itigftit, i. — „Mp to“ strich. 1« u Güße«. ssnn. . 6etL >alb 10 Uhr. gntiert werden. 'clober besorgt iM Kirtzk». inh aitflltr dahier,, e sn«: MN"61r" srs<" M. >* ** u feoM* ■»S&* ■ 735»*' wti ,.,41 I* 'S _ 36. ' . L* ' 12. . '217, Maurerarbeit, veranschl. zu 36 ZZI r i Karl Fuhr, Kirchenplatz. (4287) (4410) empfiehlt Carl Hoffmann. Gute Rührer Fettkohlen 4509) 200 Stück veredelte schöne starke Obstbäumchen, als: Reineclauden-, Mira- Fabrik von 51 fr 30 15 30 CO ■-O Tj CO ZS Steinbrechen, Fahren Aufsetzen der Steine, anschlagt zu . . 4451) Ein großer Haufen Mist ist zu verkaufen. Schloßgasse A. 254. Schmiedeiserne Vorfenster u Thüren liefern zu den billigsten Preisen 4377) (Hegen den Brand des Waizen empfiehlt Prima-Kupfervitriol Ern st Hermes. Rudolph Wolff in Lang-Göns. 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M bisher 3 gilb, Wiitytn für lOO^i ' t-i Utii 'ch vtrvendet tdrrde mit dem ti ' 16 »5 iS. gebruo XI”*" M ! Ä7 I Mt in k y?' lvit ÄS'», ^$roh9 tlM i 'ii’Jj1' »1 t *in, ti, 1, tt(M 18 hn Hebung Ante Zrüfergcscllcn; auch kann ein braver Zunge in die Lehre treten bei nrnnrr Kiinnc H. Schmoll, Lmdenplatz. i IsTtli Uruvcr _______________________________ wird bei gutem Verdienst zunr Austragen 4513) Gestern Abend wurde auf bem D011 Backwaaren gesucht. Wege von den Neuen-Bäueu bis zur Hinter- ------ aaffe ein Notizbuch verloren. Der Finder, ---------- für welchen es werthlos ist, wird gebeten,' 4496) Gesucht wird em tüchtiger Schuh- bassclde gegen Belohnung an die Exped. d- wacher von P. Herbert. Bltts. abzugebcu. Bezahlte Brandschäden pro 1870 . . . . fi. Versicherungen am 31. December 1870 . . . „ Im October 1871. Die Agenturen: Wenzels Garten. (4492) Sonntag, 22. Oktober: Großes Loncert, ansaeführt von der ganzen Capelle des Rheinischen Jäger-Bataillons Rr. 8 zu Wetzlar. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Cntr^e 12 kr. Programm an der Kaffe. __________________ winm.niiKti^rnidjumi^^^ g0. Juni 1870 abgelaufenen 22tm Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine summe von Fcs- 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 355^ für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die sammtrahl der Dersichcrungs - Verträge auf 23,945, für eme Total - Verstche- rungs - Summe von Fcs- 236,579,o75 gestiegen- . nn c:\Y Prämieneinnahme r Fcs. 9,095,937, einschließlich ^s. ^,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem ZinSertragniß von Fcs. 45 (||- iür angelegte Capitalien eine Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459,425. ! Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) ^^0,084- 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten La- ! »italien uni Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt- „ o _a j Der Gesammt-Neservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 C^- , , Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die nut Gewinnantheil Verklickerten zur Vertheilung. , t ... i Prospecte und alle weiteren Ausschlüsse werden eitbeilt von e qk d r Filiale für Westdeutschland M. Fccht in Mannheun, Friedrichsstaße 36, Ober-Jnspeetvr N e i l für Hesteu iN Darmstadt,, sowie von dem Agenten der Gesellschaft ui Gießen. j S FlörSheim. 4131) Ein möblirtes Zimmer zu ver- : miethen bei H- Rudolph Wittwe. 533) Ein neues Haus ist ganz oder auch getrennt sogleich zu ver^ miethen bei Dr. Königer. 4495) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Schuhmacher Best, Löwengasse. 4371) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit- A- Nr- 227. . 4512) Ter zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und sogleick beziehbar bei Georg Herbert. 4480) Eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und sofort zu beziehen bei ___________B. Katzenstei n. 4424) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bet Chr. Reiber, am Kreuz- 4476) Ein braves Dienstmädchen, welches zu kochen versteht, kann am 1- November Stelle erhalten bei Franz Peppler, Neue Anlage- 4500) Handlanger finden Beschäftigung bei Julius Hoch. 4443) Ein oder zwei Gymnasiasten können in einer anständigen Familie Kost und Wohnung erhalten. Näheres bei der Exped- d- Bltts. 4506) In Lit. C- Nr. 92, Wolkengasse, ist für eine Person oder eine kleine Familie ein Logis zu vermiethen.______________ 3094) In meinem Hause ist noch eine Etage mit 2 Mansarden - Stuben zu vermiethen und sofort zu beziehen. , Gabriel- 4238) Zwei schöne unmöblirte Zimmer zu vermiethen- Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 4411) Damen- und Mädchen-Costiime jeder Art werden in eleganter Ausführung auf's Prompteste in und außer dem Hause effectuirt; ebenso empfiehlt man sich im Fertigen von Herren- und Frauenhemden, Feinnähereien, Feinstoppereicn und allen Arbeiten auf der Nähmaschine in und außer dem Hause. . Bestellungen werden angenommen im Hause des Herrn Balth. Euler, im zweiten Stock, am Hamm._________________ Lens scher Fetsenlrellcr. 4502) Sonntag den 22. October: Lonrrrt, ausgesührt von einem gut besetzten Streick)-Quintett. Anfang 4 Uhr. Hierzu labet höflichst ein: Weber. e Piimiieii-Aiilehen der Stadl Venedig v. J. 1869. Obligations-Loose a Eres. 30. Haupttroffor * Lire 100.000, 80,000, 70,000. 60,000, 50,000, 40,000, 30,000. 25,000 elf. 3959) In den nächsten Jahren finden L Ziehungen Jährlich statt, am 31. Januar, 30. April, 30. Juni, 30. September und 30. November. Jede Obligation ist bis zur planmässigen Rückzahlung mit wenigstens Frcs. 30 oder Thlr. 8 an allen Gewinnziehungen bet hei list. Gewinne sind in AeBieilitf» Ulftilaild, Frankfurt a. 1WT.? Berlin ei' ohne Jeden Abzug; zum Tageseourse zahlbar. liiese tthli^ationN-LooNe, mit deutschem Stempel versehen, tztiud a Thlr. tt bei allen Bankiers und C-leldweehslern zu beziehen. Nächste Ziehung am 30. Aovember a. c., Haupttreffer: Frcs. 100,000 ■bim hihi ai ■im । - r i.*KK*®8eB?33«TO>-Ye#yr^-.r^w^.-xiRvs''1