Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition : C anz leib erg eit B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. LS Mittwoch Den 22. Februar 1871. werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Eanzleiberg B-1, als auck Bestellungen auf ven wienetier T hei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welcbe den Anzeiger bei der Expedition «bbolen lasten, erhalten denselben für die Monate Februar und März 1871 zu 40 fr. Amtlicher L h e i l. _ Bekanntma d) u ii g. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 15. Decembcr v. ). bringen wir hiermit weiter zur iicnntniß der Betheiligten, daß die nächste» Prüfungen in folgender Weise vorgcnommcn werden: 1 Montan den^LV. Marz d. I. für Liesemqm Angehörigen des Großhcrzoglhums, welche im Jahre I^H^geboren sind. Dienstag Marz d. I. für dieseniqen Angehörigen des Großbcrzogthums, welche ini Jahre L852 geboren lind. Donnerstag den 23. März d. für diejenigen Angehörigen des Grohherzogthums, welche in den Jahren 1853 und >854 geboren, sowie für die Angehörigen eines anderen Staates, welche nach §. 20. der Militär-Ersaß-Instruction im Großherzvgthum gestellungspflichtig sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens um 8 Uhr in dem „großen Saale dco Rachhauses" dahier. Darmstadt, den 7." Februar 1871. Großherzvglicke Prüfungs-Eommissio» für einjährig Freiwillige. Pabst. Strecke r. Gießen, den 19. Februar 1871. Betreffend: Sterblichkeitsstatistik. , _ , - Das Großhkrzostllchc Kreis-Medicinal-Amt Gtcßcii I. (Ui die Aerzle der Stadt Gießen. Mit Hinweisung auf die von Grvßhcrzoglichcr Ober-Medicinal-Direettv» in Darmstadt, Amtsblatt Jir. 17 d. d. 18. Tcbr. 1868, bezüglich der von den Acrzten bei Todesfällen anspchellenden Todcöselleine», erlassenen Bestimikln^g«,, machen wir Sie darauf aufmerksam, daß Sie dicse Lodcsscheiue genau »ach dem voracschriebcnen Formulare mit bestimmter Angabe der Todesursache und der Nummer des von dem internationalen Congreste für Statistik ui Wien im e>ct)r 1857 festacstellten Schema auszustellcn haben, indem nach einer uns vom evangelische» Pfarr-Amte Gießen d. d. 16. Fcbr. 1871 gemachten Mit- tbetiuna von nun an alle nicht in dieser Form von de» Acrzten ausgcfcrtigtcn Todesscheine diesen zur Rcctificatiou zurückgegebcn werden. ' ö D r. Stammler. P v 1 itis d» e r X h e i 1. Um wie viel wehr mußte das wußte als ein störender Ton unterdrückt werden. Die Engländer Haden es Fall zu vermeiden, ist, bei Zeiten daran zu denken. sonders der guten Pariser in dieser Hinsicht eher wieder in der zunehmenden Phase sich nun einmal in den Kops gesetzt, daß sie die Schiedsrichter der WUt sind. begriffen ist. Die Deutschen, welche sich im Vaterlande oder in Nordamerika eine 21. Februar. Don der Ansicht ausgehend, daß die großen politischen und nationalen Erfolge, welche in Consequenz des gegenwärtigm siegreichen Krieges gegen Frankreich und der Herstellung eines gemeinsamen deutschen Reiches sich nothmcndig heraus- stellen werden, in erster Reihe der deutschen Industrie und dem deutschen Handel zu Gute kommen, ist iS in Anregung gebracht, daß dem entsprechend denn auch der deutsche Handels- und Gewerbcstand in ganz besonderer Weise seinen Dank gegen Diejenigen bekunde, welche ihx Leben eingesetzt haben, um uns die reichen Güter, die der jetzt bevorstehende Frieden verspricht, zu gewinnen, mit einem Worte eine große gemeinsame Jnvalidenstiftung des deutschen Hanvelsstondes zu begründen, durch welche unabhängig von der zu gewährenden staatlichen Unterstützung überall da noch noch Maßgabe der indiv duell hervortretenden Bedürfnisse geholfen werden soll, wo nach den strengen Normen des Gesetzes den so viilfachen Anforderungen und der mannigfach wechselnden Roth des einzelnen Lebens nicht genügt wer- Heimstätte gründen können, werden wohl daran tbun, denn mit der Gemüthlich- keit zwischen Deutschen und Franzosen ist es auf Jahre, vielleicht auf Jahrzehnte aus. Es versteht sich übrigens von selbst, daß man in Versailles nicht den cm» gebildeten Werth des Verlustes oder die goldenen Hoffnungen, wilche vor dem Frieden die Fremde versprach, buchen, sondern nur das, was wirklich und nachweisbar zerstört oder verdorben wurde, wird in Rechnung gezogen werden können. Leider sind in diesem Eapitel die lächerlichsten Ansprüche auf Entschädigungen bereits da und dort laut geworden. (K. Z.) Die Times widmet Garibaldi bei seinem Abgang von frero KriegStheater eine Abschiedsrede: „Exil Garibaldi! Eine der Episoden des traurigen Drama'S des siebenmonatlichen Krieges ist ausgefpielt und auf keine Weise die lustigste Episode. Der Held von Eaprera kehrt zurück zu seiner Heimathsir.sel, kein schlechterer Mann als tr war, aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht weiser, wie zuvor. An Garibaldi's Kopf und Herzen ist weder etwas zu vererben noch zu bessern." An den trugi-komischen AuSgang ter aaribaldifcken Episode knüpft die Times folgende Betrachtung.- „Welchen neuin Impuls der öffentlichen Meinung auch die denkwürdige Krisis geben mag, welche das Land eben übersteht, so ist doch auginscheinlich, daß für den Augenblick |ür externe Parteigängern und unbedenkliche Gewalt kein Raum gelassen ist. Frankreich kommt wieder zu sich nach ...... Selbst der einheimische tu Schweiz hätten ein Richt, die Erstattung dieser Kostin zunächst von Deutschland zu fordern; Deutschland könne dieselben dann immerhin Frankreich in Rechnung stellen. Wie sehr oft in jüngster Zeit, nimmt die Times auch bei dieser Gelegenheit in ihren Schlußfolgerungen einen sehr hohen Ton gegen Dcutsckland an: „Als eine ter ersten unter den neutralen Mächten sind wir verpflichtit, dafür zu sorgen, daß die Freiheit und daö Recht der Neutralen nicht ungehöriger Weise verkürzt werden. . . . Wir hoffen, daß cü nicht dazu kommen wird, daß wir K- mal- förmlich angerufen werden, die Entschädigungsfvrderungen der Schweiz oder Belgiens in Erwägung zu nehmen, aber die beste Weise, einen solchen möglichen den kann. Der Ausschuß des deutschen Handelstages hot in seiner jüngsten Sitzung, in welcher die Herren Delbrück und Liebermann aus Berlin, Hertel aus Augsburg, MoSle aus Bremen, Stahlberg aus Stettin, Dr. Weigel aus Kassel, Dr. Meyer aus Breslau, Reinke aus Altona, Soetbeer aus Homburg, Wesenfild aus „ .. Elberfeld, ^uckschwerdt aus Magdeburg, Witte aus Rostock, Stephan aus Königs- einem Wuthonfalle, ter es vollkommen crschoplt Han . berg anwesend wann, |id> auch mit der Banksrogr beschäftigt. Der Ausschuß Fanatismus ist gegenwärtig ein storenkes Element. Auch Gau betta s liriegsruf bcsüiwoitet • 1) die Erhebung der preußischen Bank zur Eeniralbanl ces keuschen mußte als ein stvrenver Tcn unlcrkruclt werben. Um w e viel mehr mußte tat Ruchs unv di/ Erneuerung r.fp. Mvbificaiivn ehre« Privilegs, 2) die Anv.bnung Gefasel eines fremden Fanaüker« unerträgkech fein, der m>t Frankreich^ankte, weil der Errichtung von Emlösungsstcllen für di. Banknoten Seetcn« aller deutschen es anrcrS ist, al» das Frankreich feiner eigenen thorichten Einbildung. Au einer Reitflbönftn an einem Orte, an welchem sich eine Filiale oder Cvnimaudilr der anderen stelle stellt die Times Betrachtungen o>, über den Tdcil der von Frank- preußischen Bank kcfinbet, die jedoch in di.ftm Fall zur Annahme jener Privat- reich zu tragenden K.i.gSkvsten, welchen k.e Unterhaltung der intern,rten franzo- bankuo.en ve.pstich.et sein müsse, 3) wird empfohlen, daß künstig di. Errichtung,sischen Soldaten .n den zentralen Land^rn verursacht, ^ud ^haupttt, Lelgunund neuer Pl.vat-Zettelbankcn nur im Wege der RcichSgesetzgebung erfolgen duife. Das mossenbAt vorliegende Material über die Bankfrage soll gesichtet, den Handelskammern zur Kenntniß gebracht und donn die Frage über die Normativbistimmungen wegen der Privotnoten-Emisflon weiter erörtert werden. Die Interessen der aus Paris, Lille, Marseille K. rertriebenen Deutschen werden bei der großen Abrechnung der Kriegführenden zur Sprache kommen, daran dürfte kaum zu zweifeln sein. Die Presse ist bisher in diesem Punkte gewiß nur der schwache Ausdruck der öffentlichen Meinung in Deutschland gewesen. In- d.ß wird leider wohl noch lange nicht an die Rückkehr unserer Landsleute in ihre früheren Geschäftskreise zu denken sein, da die Erbitterung der Franzosen und b<- Kriegsnachrichten. •Iflfffl Umgebung ist, die Bayern« König und Volk dem Reiche entgegenbringen, desto Iroeniger werden beide au« den Augen verlieren, daß da« schone Land, dem sie zu- 20. i w «i. -iu" " (,it uot Su ’f"1'" toi«. 18. Z-d-> 18. W Lesonde öbetbt Personm-Verk 11871. Anzahl. ßrti Ävtiuar, Schlechtigkeiten und Frevel hergeben mochte. 22,593 10,17« ,ln Februar L^°naHf Werts V 354) ( nd Zuge unseren Herzen gesunden. Unter dem Getöse der Waffen zeitigte die Frucht der deutschen Einigung: das Deutsche Reich wurde neu ausgerichtet. Die -Kräfte der Nation sind zusammengesaßt, um dem deutschen Gebiete nach Außen wirksamen ZK ÄS nächst gehören, seine volle Pflicht als das Glied eines Ganzen nur dann wird erfüllen können, wenn es ein festes, durch inneren Frieden starkes Gemeinwesen bleibt; was dem Thcile Stärke verleiht, frommt auch dem Ganzen. Indem Wir die gegenwärtige Versammlung schließen, entbieten Wir unseren Lieben und Getreuen die Versicherung Unserer königlichen Huld und Gnade. Bordeaux, 17. Febr. Der in der heutigen Sitzung der Nationalversammlung von Keller eingebrachte und von dieser der für die Friedensverhandlungen einzusetzenden Commission überwiesene Protest gegen die Annexion von Elsaß und Lothringen lautet: Frankreich und Europa, welche das Schauspiel der preußischen Forderungen vor Augen haben, können nicht dulden, daß sich ein Act vollziehe, durch welchen Elsaß und Lothringen Frankreich entrissen würden. Wir sind und wir bleiben in guten wie in schlimmen Tagen Franzosen; wir haben mit unserem Blute den unlösbaren Pact besiegelt, der uns mit Frankreich vereint, indem wir die Treue an die gemeinsame Sache unerschütterlich in allen Prüfungen bewahrten. Frankreich wird Diejenigen nicht verlassen, welche sich nicht von ihm lostrennen wollen. Eine Versammlung, welche aus dem allgemeinen Stimmrechte hcrvorge- gangen ist, kann nicht selbst an elnem Werke Theil nehmen, durch welches dle Nationalität einer ganzen Völkerschaft zu Grunde gerichtet werden soll, und eben \ \ dem in Einigkeit verbundenen Gesammtvaterlande mit Aufrichtigkeit anhangen und an der Erfüllung seiner großen Aufgabe mitarbeiten. Je rückhaltsloser aber die Ein Friede, durch Gebietsabtretungen erkauft, würde kein dauerhafter Friede, er würde höchstens ein Waffenstillstand sein, der bald von einem Kriege gefolgt wäre. Wir, Bewohner von Elsaß und Lothringen, sind bereit, den Krieg aufs Neue zu beginnen und wir erklären von vornherein iür null und nichtig jedes Anerbieten, jeden Vertrag und jede Abstimmung, welche bezweckt, Elsaß und Lothringen von Frankreich zu trennen. Proclamiren wir unser Recht, mit Frankreich vereint zu bleiben, halten wir fest an unseren Verpflichtungen zur Vertheidigung unserec Ehre Bordeaux, 18. Febr. Favre traf gestern wieder mit den FriedenSbedingun- aen hier ein. Man glaubt allgemein, die Nationalversammlung werde bald nach Paris übersiedeln. Menotti Garibaldi ist provisorisch zum Commanvlrenven der Boaesenarmee ernannt. Menoiti und Ricciotti sind in ChalonS für Saone. Die Vogcsenarmee steht zwischen ChalonS, Macon und Bourg. Das Hauptquartier der ersten Brigade unter General Canzio ist in Bourg. Bordeaux, 18. Febr. Der Municipalrath beauftragte den Maire, dem Kammerpräsidenten Erstaunen und Bedauern über die militärischen Maßregeln zum Schutze der Versammlung auszudrücken, da auch die Bevölkerung dieselben als ein und unserer Würde. , , Bei der Debatte d.r Nationalversammlung über die geschäftliche Behandlung dieses Proteste« erklärt sich Th.er» für sofortige Verweisung an di- Bureaux zur Berichterstattung und motlvirt diesen Antrag in folgender Weise: Es handle sich darum, zu wissen, ob die Kammer den zur Unterhandlung Beauftragten ein imperatives Mandat geben, oder ob sie denselben die Freiheit zur Unterhandlung lassen wolle. Er für seine Person theile von Grund seines HcrzenS die Gefühle Keller's; es sei aber nöthig, daß die Kammer in einem so ernsten Augenblicke denjenigen Entschluß fasse, welcher allein ihrer Würde entspräche. Nach seiner Ansicht wäre jude Vertagung mehr als inoportun, sie wäre wahrhaft kindisch. Nicht morgen, sondern sofort müsse die Kaaimer berathen und beschließen; die Kammer darf sich nicht hinter jene Regierung verschanzen, welche sie einsetzen werde, sie müsse vielmehr selbst in voller Ausübung ihrer Rechte und ihrer Verantwortlichkeit sich entscheiden. Es sei nöthig, daß man wisse, was die Kammer wolle; was mich an- belangt, fügt ThierS hinzu, der ich mein ganzes Leben meinem Vaterlande geweiht habe, so bin ich bereit, auch setzt noch alle meine Kräfte, alle meine Ergebenheit demselben zu widmen; allein es ist nöthig, daß die Kammer die Frage erledige. Lassen wir sofort die Bureaux zusammentreten und ohne 24 Stunden zu warten sagen wir, was wir wollen! Die Kammer suspendirte hieraus ihre Sitzung für furze Zeit und faßte nach Wiederzusammentritt den bereits gemeldeten Beschluß bezüglich des von Keller eingebrachten Protestes. , Bordeaux, 18. Ftbr. Bei Der Abreise von Marseille hielt Ganbaldi eine Rede, worin er zum Vertrauen und zu verdoppelten Anstrengungen aufforderte. Wie groß auch gegenwärtig das Unglück Frankreichs sei, Frankreich werde bleiben ' und wieder zu neuer Größe aufleben. Die Republik allein sei möglich und allein 1 jm Stande, das Land moralisch und materiel wieder zu heben. Man müsse sich in jeder Weise vorbereiten und organisiren, um Rache zu nehmen. Bordeaux, 18. Fehr. Die Deputaten des Departements der Meurthe, welche gestern hier angekommen sind, haben sich der Keller'schen Erklärung ange- schlossen. Ein Deputirter meldet, daß alle Deputirten aus Elsaß und Lothringen sich gestern der Abstimmung über den Antrag Keller's enthalten haben. Der Präsident verlas ein Schreiben von Thiers, worin derselbe seiner Dankbarkeit für das Vertrauen der Versammlung und seinem Eifer für die Vollbringung seiner Aufgabe Ausdruck giebt. Er habe sich heute der Versammlung verstellen wollen, aber es sei unmöglich gewesen. Er werde morgen mit den Ministern kommen. Rochefort reclanurt gegen Die Aufstellung von Militärmacht in der Umgebung Der m atir UniDerTttatl# -Onn^ n MißtrauenSzcichcn betrachte. Bordeaux, 18. Febr. Unmittelbar nach dem Votum der Nationalversamm- lung besuchte auch Fürst Metternich Herrn ThierS und erklärte demselben, er sei Durch den Grasen Beust beauftragt, die sofortige Anerkennung der neuen Regierung durch Oesterreich kundzugeben. Brussel 18. Febr. Die Blattern und die schwarzen Pocken nehmen iM nördlichen Frankreich so üb-rhand, daß in Lille täglich an 50 Personen daran ^“^"‘VoilbOli 18. F-ör. Lord Lyon« meldet au« Bordeaux vom 17. Febr. die fast einstimmige Ernennung Thier«' zum Präsidenten der Exekutivgewalt, und daß er (Lyon«) mündlich Herrn Thier« die Anerkennung seiner Regierung durch Groh- britannien angezeigt habe. , Florenz, 17. Febr. Etienne Arago ist hier eingetroffen. — Wie dle Gaz. zeita U'ficiale mittheilt, ist das Befinden der Königin von Spanien in der Bcsse- rUnß Athen," 17. Febr. Der Appelhof hat gestern das Urtheil erster Instanz der Rede des Prinzen heißt ed: . - Seit der gegenwärtige Landtag sich um uns versammelt hat, haben sich große weltgeschichtliche Ereignisse zugetragen: ein Nachbarvolk, mit dem wir gern in Frieden gelebt hätten, hat Deutschland durch gänzlich ungerechtfertigten Angriff in einen blutigen Krieg verwickelt. Daß wir Den Kampf mit voller Jlraft oufau- nehmen im Stande waren, verdanken wir der opferwilligen Hingebung der Van eS- vertretung. Unter Gottes allmächtigem Beistände haben Die Deuifdjen ,ecre durch todesmuthigen Hcldensinn, durch eine Kriegstüchtigkcit ohne Beispiel und durch eine seltene Ausdauer die Leiden des Krieges von den deutschen Grenzen fern- gehalten. Sie sind von Sieg zu Sieg geeilt und werden bald, so hoffen wir, nach Abschluß eines ehrenvollen Friedens ruhmgekront in die Heimath zuruckkehren. Mit gerechtem Stolze blicken wir aus die bayerischen Armeen in diesem großen Kampfe. Kein deutscher Gau wird sich rühmen dürfen, daß seine Söhne mit größerer Ausdauer, mit größerer Treue unv Tüchtigkeit dem stegeSgewiffen Gegner die Stirn boten, daß seine Söhne unter einem schreckensvollen Walten der Kriegs- furien besser die Gesetze der Menschlichkeit bewahrten. Mit eben so großer Genug- thuung gedenken wir der werkthätigen Theilnahme, tvctd)c sich allenthalben für die tapferen Krieger und Angehörigen kundgegeben haben) Die Klage über Die geliebten Todten, Die auf Dem Felde geblieben sind, hat lebhaften Wiederhall m T-li . 2O An«* M 6onf«en*' „ Ä den ](j ®,StlWi4u„“ar lft n,Öt ■—_Unio -mWtt München, 18. F-br. Der Landtag wurde heute Nachmittag 3 Uhr im Namen de« König« durch den Prinzen Aoalb-r, feierlich geschloffen. Am Schiuffe ji und a 167) '(Sii mieten 72) Ein oermieth» neidcr Mitt, *Cl 1I11H nMt Nt W Ifttn, nur “nt Ausnabllu (Prf$en ' iitcabtreiung aus. Du . i rjintn W* 8r,rüf ein AWlVSksstn | tnsirrn von DnsiillkS h ' aWWi i8. ! ^nS, Mtlinnich unv 9li( in SlaalSihtf beute Abei iS griebend kennen lt' f itnbkt. D;e öiNati' tUktiche AolkSlnenzr vtst giitclt", ij voll Vertrau liiren Reg'tkunz. A Bordeanx, w illüN, Oaj ttr Sitz Der I in:er mehe. - Der „M bimd zur ZchmenkM uiite Blatt publicirl Ott Itnttyl. Es fügt hinzu, + Sorteauf; 19. Phmkt durch dir traurig e >doch mit WaM i m io * te unz ^schichte. Al)n rr hüt »inmer rin Monument in 3ch habe die Min «"n lie genirjen, und < Thm kündigt an, vir D^neit Tl Ueber die Ursachen der Vernichtung der ^st-Arm« sind wir — ..... . allcrding« jetzt leidlich aufgeklärt, doch wird e« nicht djaten, die ^>ach ch >u gewähre« und um die gemeinsame Wohlfahrt zu fördern. Bayern wird einmal vom Standpunkte eines bciheiligten Franzosen beleuchtet zu sehen, dessen ...... - ? ---------------............" Zuschrift an e^nen Freund im Courri.r de Lyon veröffentlicht wurde. Der Arr ar «wähnt im Eingang- seine« Schreiben«, daß er seine Wahrnehmungen zu Papier bringe damit die v-putirten, die über Krieg und Frieden entscheiden sollten, doch wüßten, wohin „die Unfähigkeit unserer sogenannten republikanischen Dictatoren UN« gebracht hat." Zuerst beruft sich der Verfasser auf die schweizerischen Of- fiiier? Aerztc, Pfleger u. s. w. zum Beweise, «daß diese 100,000 Mann in vollständiger Auflösung, und keine 20,000 Solda.en noch in guter Ordnung mar- schirten, während die osficiellen Telegramme der sxanzosischen Regierung die Na- tion noch fortwährend durch die falschen Nachrichten über einen „gluitiichen Ruck- jug täuschten, um bi« zum letzien Augenblicke die Fehler de« „Organisator« der Siege", der niemals etwa« Anderes als Niederlagen zu organ'flr-n m , beschönigen." Die Metzelei von Höricourt wurde nach Aussagcn sranzosischer Aua nzcugen dadurch herbeigesührt, daß Cremer und Brcffollc«, welche dem Feindin die Flanken sallen oder ihn im Rücken angr-if-n sollten wegen der durch Hunger Kälte und Ermüdung erfolgten Langsamkeit ihrer Corp« nicht rechtzeitig eintreffr'n konnten, um den Fioniangriff Bourbak.'« zu unterstützen. W"der be- nutite diesen Umstand so trefflich, daß er gegen Bourbaki alle seine Streitkräfte concentrirte unD Diesen „wörtlich zermalmte unD förmlich Durch fein convergtrendeS F-U« Ä-ckt-». L Lzosen'wurden „schiech, gekleidet, ohne Schuhe ohne Nahrung als etwas Schiffszwieback, manche mit elenden alten Musketen bewaffnet, als schlecht orgamsirte Menschenherden, von denen manche nur Piken, toloat, yignDnai|iui t|lltl yUllj[ll ------- o...^... ........ - ----- Sensen u s. w. hatten, in diese« mörderische F-uer geführt. Da« war der i^egen al6 bie Nationalversammlung kann sich Europa an einem solchen Attentate der Gamb-tla'sch-n Massenaufgebote. Indeß Bourbak, wollte, nachdem er drei ^tat bdbeiligen e< fann nid,t vuiden, daß ein Volk wie eine Herde behandelt werde, »urückaeichlagen, den vierten Sturm, doch da riesen ihm die Mobilen zu. „.Neven r „ ......n-i,i,rhnfi,r Ke>ed° er S,e uns erst Brod, Schuhe und gute Waffen, wo nicht, so geh-n Sie zum , Sfufel’" Während aber Bourbaki diese Schlachterei betrieb, erhielt -r von ( Gambetta den Gnadenstoß, indem der Dicta.or ihn mit D°rwu'fen uderhausie ( bau er nicht schnell genug m,t diesen Preußen fertig werde. „Zugleich enuhr Bourbaki, daß Garibaldi, der für die Sicherheit der Operation«ba >« für die Lahnen von Belfort nach Lyon, in dummer Sorglosigkeit diese beiden | Communicationslinien durch da« Gros von Mant-ufffl'S Armee burchschneid.n ließ indem dieses ohne Schwertstreich am 21. Januar m £öle -inruckt-, wahrend SS Äen\en alten FreischärlerfÜhrer wie ein Känd durch Pulververknallen um Dijon amusirie. So begann der Rückzug von Höncourt; v.t Fra«, rosen waren zwischen zwei Feuern und der ganzen Commun>eation durch die Lmmheit de« Condottiere beraubt." Tül- war da- Centrum Oer um .ecen Preis zu behauptenden Eisenbahnen, wie das Hauptobject von Munteuffel s^^Marfche. „Aber am Tage vor dem Scheinangriffe aus Dijon war am U. Gray schon den Preußen besetzt und folglich Garibald.'-Haup.quart,er bereu«von der C sen- bahn von Belfort abgeschnitten; am 20. erfolgte turauf ne ftmulirte Demonstra tion auf Dijon, der Ueberfall auf DÜle, wo 5000 Preußen bi- armen Teufel von Husaren, Mobilen, Zuaven und Rekruten, welche allein zur Bedeckung be« wichtigen Punkte« zurückg.lassen worden, beim Essen auseinander jagten J« V r folgenden Nacht wurde Moucharb nebst anderen Punkten der beidenBahn n d Feanche Comiö von preußischen Corp- besetzt, so daß bald 40 00» Monn inder Strecke Tüle, Gray und Saltn« concrnlrirt waren und nun unsere 120,000 arme So.ba.en der Ost-Arme- in den verschiedenen Thäl-rn de« Jura blähet wurden, wie Bazaine'S Truppen in Metz. Und wahrend diese Katastrophe 20 Wegestunden von Dijon rn Folge der Stumpfsinniakeit Garibaldi'« vor sich g,ng, fuhren die General-0"ber" Untversa 1 -R-pubUk am 20. und 21., am 22. und 23. fort, Stege -u feiern über die Scheingefechte, womit Manteuffel ihnen blauen Dunst o°r->uchu. Am 23. richtete der grandiose Garchaldi an feine Soldaten und an ftcfc fell>|t einen Tagesbefehl, worin e« heißt: „Nun gut, ihr habt die Fersen der schrech lieben Soldaten Wilhelm'« gesehen, ihr jungen Sohne dec Freiheit. ... J»r habt eine ruhmreiche Seite in den Jahrbüchern der Republik beschrieben. Ihr habt di- kriegerischsten Truppen der Welt besiegt!" Der Verfasser be« Briefe« fann keine Worte finden, um die Erbitterung und Verachtung Der Franzosen über ben alten ©implicilftmu« zu schildern. „Man soll nur so fortfahren", klagen die Augenzeugen jenes NiickzugeS, „Krieg zu fuhren unter Der Fürsorge Der republi- konischen L.eseranten, Die uns um Kleider, Schuhe und BrvD Pillen, mit einem italienischen Heros, der zur Vernichtung von Bourbaki's Armee so gemächlich mit- aewi'kt hat, und mit dem Carnot de Bazoche, Der es übernommen halte, unsere Niederlagen im Süden, Westen, Norden und rasten zu organisiren, und man Dars aewiß fein, daß der Krieg Frankreichs bis zur Erschöpfung, Den jene seltsamen Patrioten wollen, nicht lange auf sich warten lasien wird." So reden Franzosen, so Auaenzeugen über Die Kriegsührung Gambttta's unD seiner Getreuen, über Garibaldi und seinen Generalstab; unbegreiflich bleibt Dabei imm.r noch, wie ein General von Bourbaki's Ansehen sich zum Schildknappen solcher Erbärmlichkeiten, Telegraphische Depeschen 663/6 Oberhessen M. 5,J d 2 Der DerwaltungSrath. (568) st' Alsdann wird kommenden um 9 llbr 251 8 biS 267 s Vorbehältlich definitiver Feststellung. Tießen, im Februar 1871. 2725 398 371 Borsenuachrichteu. 20. Februar 1871. rt % f Stecken Bucken«, wichen- uno 'Tmu nen-Stockholz, 85 461 205 168 Act len. Frankf. Bank 13 l7/b Franks. Vereins-Kasse 104 Darmst. Bankact. 317 Wien Bankactien 693 Galizien 231 5B) Die rückständigen Pachtgelder und k-ytolzinsen für das Jahr 1870 können >i.- Ende dieses Monats noch ohne Kosten starke Eichenstangen „ Buchenstangen „ Tanncnstangen i'llniversitätSkassc bezahlt werden, ließen, den 16. Februar 1871. Vroßherzogliches Universitäts-Rentamt. Der bestellte Vicar: Schmitt, Univ. - Gerichts-Actuar- Besondere Bekanntmachungen. Frequenz und Einnahmk auf den Oberhessischen Eisenbahnen. Linie: Gießen • Gelnhausen. Theilstrecke: Gießen - Salzschlirf. Güter die Einziehung der verwirkten Lagergelder, Wagenstrafmiethen, doppelten Rollgelder rc. mit Strenge gehandhabt werden wird, wobei wir uns außerdem Vorbehalten, die unseren zustellenden Rollfuhren nicht abgenommenen Güter einem Spediteur auf Lager zu geben. Cöln, den 18. Februar 1871. Die Dircction. Hülzveisteiqening in der Fürstlichen Oberfmsterei Lick. rüche Srbaatlung h< ßiirtaur jcr fci bantlt sij ' riztkv ein iBpt» rcjiafinnj Uffcn r L-chttzlr Ätßei'l; ttfljfnigtn na« leii-l eört t Richt eerstn, iieati tan fit tc ßt eöft viel' rrräW ßch fD> <• tat auch a> tam.tiW gtirifrt WM iiybtubüt tu friy tfW oirttn a« 6i|ö| Kl Versteigerungen. 564) Freitag den 24 Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die den Erben des Friedrich Malkomesius gehörigen Güterstücke, wie solche im Anzeigeblatt vom 16. und 20. November 1870 näher beschrieben sind, nochmals meistbietend versteigert und bei annehmbarem Gebote der Zuschlag alsbald ertheilt werden. • Gießen, den 21. Februar 1871. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen Sem ml er, Ortsgcrichtsmann. Actien. Oest. Creditact. 241 V4 5% östr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 172 Ludwigsh.-Bexbach 164 Vs Maxbahn 109 Vs Bayer. Ostbahn 124Vs Hess. Ludwigsb.-Act. 136 Alsenzbahn-Actien 85*/4 71 Nadel-Stämme von 6 bis 12 Zoll Durchm- und 25 bis 75 Fuß Länge, 19 Birken - Stämme von 5 bis 8 Zoll Durckm- und 15 bis 35 Fuß Länge, 3 Aspen Stämme von 10 bis 11 Vr Zoll Durchm. und 22 bis 31 Fuß Länge, 1690 Fichten-Stangcn von IV» bis 5 Zoll Durchm. und 15 bis 60 Fuß Länge, 7 Eichen Stangen von 5 Zoll Durchm. und 15 Fuß Länge, 4 Birten-Stangen von 5 Zoll Durchm. und 20 bis 30 Fuß Länge, versteigert werden. _ „ Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr in der Lehmkaute auf dem Bicmal- weg nach Lich. Hattenrod, am 18. Februar 1871. Großherzoglichc Bürgermeisterei Hattenrod. Nt e n g e l. starke imb geringe Eichenstämme von 6941 Cubikfuß, Tannen Baustämme von 2262 Eubikf., , r:: ^iribalti ..yn ivffortnie. u 5 rntc bleib« ^jch ent flOtin . 5(41 BÜfl Pt Holzversteigerunq. 559) Nächstkünftigen Montag, als den 27. Februar, sollen in dem Hattenroder Ge- meindewaldc, in verschiedenen Diftricten, nachvcrzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: 61 Stecken Eichen- u. 9tadel-Prügelholz, 17 „ „ „ „ Stockhol» 16250 Wellen „ „ » Reisholz, meistens Durchforstungs-Wellen, erster Qualität, 3750 Wellen Weichholz, . 20 Febr. Während England« Vertreter überall erklärt hatten, r 2 Jn/hfcbe Regierung die Konferenz über die im Wesentlichen erledigte --«Hl >W*ire vor Eröffnung de« Parlament« abzuschli-ß-n wünsche, hat England 3nMBQlr ^mg« die Confercnz, angeblich wegen Frankreich« Abwesenheit, fortwährend " " ’ ~ . eritart, wahrscheinlich um neben der Conferenz, deren Programm andere An- - ’fJSen ausschließt, einen europäischen Kongreß über d,e Fr.eden«sr°ge vor- ' ' lvtkU i)it ;3i(B bteabrteii l^a iciinnnen bttvcrgk» Welcher tie 1 M, unr eben 'iches Attentate ttntt. b«fia grietc, n t|e znolzt wirt. :,5 «fl Ruit |u IntrbitUn, *'ibnngtn »oa rfrr.$ vereint p uz unitrtt Ehre Nassau 25 fl. — 4% bayr. Präm.-Anl. 10b1,; Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose lOS1^ Badische fl 35 Loose 60*/? Oestr. fl. 250 v. 1854 70 V 1858r Prioritätsloose 156 1860r Loose 773/1 1864r „ H7-Vr Braunschweiger 163/< Stadt Madrid 21"/8 Papierrente 4b1/! steuerf. — Prioritäten. 3°/0 öster. Stsb.-Prior. 553/i 3°/0 öst. s. Lombard 73 3% Livorneser 31 Vr 5% Toscaner 493/i 5% Elisabeth.-Prior. 77 Vr do. II. Emiss. 753/i_______ Anleltensioose. Kurh. 40 Thlr. Loose 643/i versteigert: , .. t , 51 Stecken Buchen u. Eichen-^ckeldholz, „ „ „ ,, Prügelholz, wobei 10 Fuß langes Eichen Prügel!)., Dienstag, den 28. d. Mts-, Hierselbst ansangend. folgendes Brennholz Coln -Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. J47) Um dem in Folge der Kriegsver Icltnuffe hervorgeruscnen Mangel an Gü- eVazen durch beschleunigte Eirculation xrd ben möglichst abzuhclfen, haben wir »it Genehmigung des Herrn Ministers für ßmö d, Gewerbe und öffentliche Arbeiten iaqfOirbnet, daß von jetzt ab für die Dauer gegenwärtigen außergewöhnlichen Ver- hili.insfe bis auf Weiteres auch an Sonn- 500 Bohnenstangen. Sodann sollen ebendaselbst Dienstag den 28. Februar: 6 Stämme Eichcu Bauholz von 17V, Zoll Durchmesser und 15 bis 44 Fuß Länge, 1 i *fel,i r«>" |it 7 , W •"-ar Amerik. Bonds 1881 r 997/s 1882r 953 un» h,«6'l4tn hat unt •>r1 “« ««[tun Picard für da« Innere, Simon für den Unterricht, Lambrecht für den Handel, Lcllo für ren Krieg, Pothuan für die Marine, de Lacy für die öffentlichen Arbeiten ernannt sind. Da der für die Finanzen in Aussicht genommene Minister noch nicht in Bordeaux angekommen ist, so kann Thiers seinen Namen noch nicht mittheilcn. ThierS selbst hat kein Ministerium angenommen. △ Bordeaux, 20. Febr. Die „Libertö" th-ilt mit, daß Etienne Arago mit einer Sendung an die italienische Regierung beauftragt sei, welche sich aus die Italiener, welche Frankreich gedient, auf die Nizza'sche Frage in Folge der dort stattgefundenen zahlreichen Demonstrationen bezieht. A Bordeaux, 20. Febr. Auf Andringen der Freunde der Orleans sind die Prinzen diese« Hauses wieder abgereist, ohne auf ihrem Kammereintritt zu bestehen. — Die in Paris sich befindenden Marinetruppen haben Marschbefehl nach ihren r-sp. Häfen erholten. + London 20. Febr. Au« dem „Moniteur de Versailles" wird hierher telegrapdirt: Die'Verlänzerung des Waffenstillstand-« würde die deutschen Jntereffen nur schädigen. Deutschland ist zur Fortsetzung des Kriege« entschlossen, wenn es nicht Entschädigung für die Vergangenheit und Garantien für die Zukunft erhalt. + London, 20. Febr. Die Vermählung der Prinzessin Louise ist definitiv auf ren 21. März angesetzt worden. Eine „Times".Depesche aus Berlin vom 18. Februar sagt: Die Conferenz- machte sind übereingekommen, das Schwarze Meer den ausländischen Mächten zu offnen und der Türkei zu gestatten, Kriegsschiffe aller Nationen mit Ausnahme »en Rußland und Rumänien in die Dardanellen einzulaffen. Rußland ist damit einverstanden, die Türkei jedoch zögert, diese Souveräne,ätSbeschrankung gut zu beißen. Die Pforte ist gegen die Ausdehnung der Autorität der europai chen Donaucon,Mission und gegen die Stationirung von mehr als zwei ausländischen Kriegsschiffen in der Donau. p" tt, ?/’"» eilt 4X*; *bni8fi, dess, ' t,e i« in, „V’t »lld X ^rinvkskn Geldaorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/g-451, Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 57 V2—58 Pistolen . . 9 45—47 „ doppelte 9 48—50 Holl, fl 10 St. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 27 V2—281/, Engi. Sover. 11 55—59 Kuss. Imper. 9 45—47 Dollar in Gold 2 27—28 Bordeaux, 19. Febr. Di- Zahl der Journal-, welch- da« Verlangen flt« Pa6 der Sitz der legislativen Macht außerhalb Paris bleibt, vermehrt sich -m mehr. - Der „Moniteur" bestätigt, daß Thiers und F-vre am Montag I mt zur Zusammenkunft mit dem Grafen Bismarck abretsen werden. Dar ge- rnle Blatt publicirt die Verlängerung de« Waffenstillstand-« bi« zum 24 Febr. iliajt. ES fügt hinzu, datz diese Verlängerung wieder erneuert werden> könne + Bordeaux, 19. gebt. In der Versammlung sagt Thier«: Obwohl chnkt durch die traurige Aufgabe, welch- da« Land mir auserlegt, nehme ich : mit Folgsamkeit und Ergebenheit an. Da« Vaterland bedarf der aebe i. s° »nchr, al« e« unglücklicher ist al« zu irgend einer anderen Epo-H- e-shchte. Aber e« bleibt immer groß, jung, reich an HiliSMitteln und e« w «r tobtretuna aus. Die „Liberte" sagt, wenn Preuß.n eine solche fordere, so s-> : tinei daue-nden Frieden nicht zu denken. Zeitungsnachrichten zufolge will ein AbschiedSeffen geben und sich dann nach Bordeaux verfugen. Favr «iiein von Versailles hier wieder eing-troffen. V Bordeaux, 18. Febr., 2 Uhr 40 Mm. Favre hat heute Vormittag .-«/ Metternich und Nigra Besuche abgestattet, welchen er erklärte daß, n mit » Siaatschef heute Abend nach Versailles reisen werde, um die Bedingungen 8 z,wdens kennen ju lernen. In diesem Augenblick beginnt die Sitzung de ftablee. Die diplomatische Loge ist besetzt. Die vor dem Thealcr versammelte tzh-iü- Volksmenge verhält sich ruhig. Die ganze Pe-ff-, mit Ausnahme des Stele", ist «oll Vertrauen zu der gewählten und durch ihre B-strebunzen gern. ter «««*’ „ irnima "r" 1"- ;V all UM "f" sTOItfA11ibiaen in der Mar-thonaffaii- bestätigt. In Folge diese« Be- A-S wkd dir wegen Theilnahme an derselben angeklagte Engländer Noel vor ? 1 Ljstsen krschienen. „ 1885r 95 Vs * „ 1887r 95 Spanier, neuest. 3°zo 30Vs 1% eclisf ?S. Amsterdam k. S. ioov Augsburg k. S. 99Vs Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047 Hamburg k. 8. 88 Vs Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 V Lyon Paris k. 8. k. 8. — — Wien k. 8. 957b ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 3Vr°/o G. 1871. Perfonen-Verkehr. Güter-Verkehr incl, Materlalbesöidirnn«. Neben- erträg- niffe. Gefammt- Ertrag. Total vom 1. bis 31. Januar. Anzahl. Ertrag. Ctr. Ertrag. >aiinr. 22,593 ft- । kr. 10,178115 । 156,299 ft- | kr- 9698 | 56 st. kr. 433 54 L i 1 fl- kr. 20,311 05 13450 Wellen Buchen-, Eichen- und Tan- nen-Reisholz. Lich, am 20. Februar 1871. Fürstliche Oberförfterei Lich. _______________Eigenbrodt-_______ Holzvcrsteiqerung. 565) Freitag den 24. Februar, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Mainzlarer Gemeindewalde, Di- stricten Schabenberg und Eichwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 26 Stecken Kiefern-Prügelholz, 12 „ „ Stockholz, 1975 Wellen „ Reisholz, 158 Kiefern-Bauholz-Stämme von 6 bis 13 Zoll Durchmesser und 20 bis 75 Fuß Länge, 2482 Cubikf. enthaltend, 293 Kiefern - Stangen mit 643 Cubikfuß, zu Dachsparren geeignet, 931 Fichten-Stangcn von IVr bis 5 Zoll Durchmesser, mit 643 Cubikfuß. Der Anfang ist am Wege nach Treis. Mainzlar, am 20. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Feilgebotenes. 566) In schöner bestkochender Waare empfehle: Erbsen (ganze u. gespaltene) . . . . pr. Pfd. 7 fr. „ gewöhnliche . . „ „ 4Vs „ Linsen......„ „ 6 „ Bohnen......„ „ 6 „ Bei Abnahme von größeren Posten billiger H. E. Jughardt, Marktplatz. 528) Feldpostbriefe, mit Cigarren und Tabak fertig verpackt, sind stets vor- räthig bei Georg Dorr, Cigarrenhandlung, ___________________Kirchenplatz.__ 561) Stearinlichter, 4r, 5r und 6r, zu 20 fr. das Pfund, sind wieder einqetroffen. ______I. A Busch Söhne. 564) Unterzeichneter empfiehlt seinen Vorrath in fertigen Grabsteinen, Denkmälern, Grabeinfassungen um einzelne Gräber und Familiengrüften in Marmor, Granit, Sandsteinen und allen sonstigen Steingattungen ; auch werden selbige nach Muster und Zeichnung schnell und pünktlich angefertigt. Adam Kalbfleisch, Steinmetz, ___________Neuenweger Thor B. 150. 316) Der Unterzeichnete offerirt beschlagene Flößhölzer in allen Dimensionen, sowie auch Hochkant, den Cubikfuß frei Bahnhof hier zu 20 fr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fuß zu l'/2 fr- ______S. Katzen st ein (Holzhandlung.) 553) Kinderwagen von den billigsten bis zu den feinsten Sorten empfiehlt ___________Louis Senner, Sattler. 567) Zwetschen und geschälte Aepfel- schnitzen billigst bei _________H. E. Jughardt, Marktptatz. 400) Sechs Rohrstühle und drei Paar Fensterläden sind in Lit. B. Nr. 116 zu verfaufen.___________________________________ 554) Palm Damen - K orbe in großer Auswahl bei Louis Senner, Seltersweg. 569) Zur Wahl in den deutschen Reichstag empfehh wie Arnold, Bürgermeister in Grünberg; Jean Puh Oeconom in Londorf; Georg Ebel, Gemeinde^ Arnold Müller, Fabrikant, Haustein, Gemeich N Jtr. W- iycfttW : Den, den seitherigen Freiherrn d r Abgeordneten des ersten Wahlbezirks, Adalbert von Rabenau zu Friedelhaufen. rath, L. Biicking, Gemeinder-ath, Bindewal! Hofgerichtsrath und Landtagsabgeordneter, Kemps Hofgerichtsrath und Laudtagsabgeordneter, W ol Advocat, Rosenberg I., Advocut, Batst, Adv cat 2c. ic. in Gießen Fastnachts Dienstag 575) Heute Nachmittag 3 Uhr: Gang in's Collcg. ftfif ri pdt H «fff fr. Großhkrzog Benefizantheil eine Aenderung eintreten zu lassen — beanspruche also seinen Tc . f nicht. — Bei meiner Rückkehr ist mir das Resultat der Einnahme mitgetheilt und \ WkiWlelYN 61 enppprpi WatPrinl. Kirschwasser und feinste' dpecerei-, Jiaiei lai- holländische Liqueure. und Farbwaaren - Handlung .< von X Emil Fischbach Blockchocolade in Würfelzucker fittttfnb: Reilt \ Reisstärke. Marie Henrich. rass 5 - 25% bei Annoncen eü Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CH. Pietsch) in Gießen. 341 12 Extrafein. Birnengelee. Italienische Maronen. i t i Brünetten, Tafel maudeln, Tafelrosinen. Giessen (Seltersweg) 570) Wird uns nicht noch einmal Gelegenheit geboten, das eminente Talent des Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 Place du Molard, 2. empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Julienne« (getrocknete Franzosensuppenkräuter). Hamburg. Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, ager m acht ttalientschen Teigwaaren, als: Maccaroni, Dermicellis und Suppenteige. Wir roeiltn eine IM-chns ’ haben wütbe. Bchliss Leib 2) für di 3) für di 4) für d Sann 5) für de 6) für di 7) für di b) für t 9) für d Pror Gießen, den I Vermischte Anzeigen. 563) Ein braver Zapfjunge, welcher sogleich eintreten kann, wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Freibillets für Bedienung der Mitglieder, Bretzelverkäufer, Dienstmann, Beleuchtungsgehülfe, Conlrolleur, HAASENSTE1N&V0GLI Zeitungs-Annoncen-Expeditioii in Frankfurt am Main, grosse tiallusstrassc 1, im 1. Stock. Vermietkungen. 560) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Karl Wirth, Flügelsgasse. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- brecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig bei Georg Ätenzel (Maschinenfabrik.) Eiergemüfe- und Eierfuppennudeln. Nofinen, (Korinthen, Mandeln, (Zitronen, Citronat, Orangeat, gestoßenen Zimmct und gestoßene Raffinade. Künstlers Klischnigg zu bewundern? Vielleicht liefert er mit seiner plastischen Annonce. 562) Ein junger Mann, welcher die Handlung zu erlernen wünscht und mit den hierzu nöthigen Vorkenntnissm versehen ist, kann unter günstigen Bedingungen bei mir alsbald in die Lehre treten. Allendorf a. d. Lda., den 20. Febr. 1871. H. W. Moll. 573) Unserem College» Melchior Schäfer (Mundschenk) die herzlichsten Glückwünsche und ein donnerndes Hoch zu seinem, heutigen 38. Geburtslage. Wieseck, den 21. Febr. 1871. < Witt und Balatsch. Herzlichen Dank. Bei unserem Krankentransporte von hier nach Muskau fühle ich mich gi drungen, nochmals öffentlich meinen herzinnigen Dank für mich und meine Leidens führten auszusprechen. Dank dem Herrn Baron v. Stein für seine während unseres Hierseins aufopfernd treu geleisteten Dienste. Genannter hoher Herr scheute, trotz feinem greis- Alter, nicht Frost, Sturm und Regen, um uns mit seinem väterlichen Rathe in M und That fortwährend beizustehen. Dank den Herren Professor Winther und ISs'. Müller für ihre aufopfernd; liebevollen ärztlichen Behandlungen, die an uns Allen so wohlthuend gewirkt haben. Dank auch den Herren Pfarrern, welche uns so oft mit ihren tröstenden Wort! der heiligen Schrift zur Seite standen und welches auch tiefen Eindruck in unserc- schwer betrübten Herzen gemacht hat. Dann noch Dank dem Fräulein Köhler, welches uns eine liebevolle Pfleget stets war. Da Niemand von uns im Stande ist, obengenannten hohen Herrschaften bi zu vergelten, so möge Gott der Herr sie Alle dafür reichlich lohnen. Versichern obt daß wir ihnen ein liebevolles Andenken Zeit unseres Lebens bewahren und würdig; wissen. Ich bitte die hohen Herrschaften noch, auch uns ein geneigtes Andenken zu l wahren. Gießen, den 19. Febr. 1871. Mit der größten Hochachtung Ein 67er Landwehrmann der Baracke Nr. 4. 502. Wer mir nun Mittbeilung macht, daß außer den hier durch meine oder meiner Bevollmächtigten Vermittelung Billets hält für jedes 10 fl. Belohnung. sich denn herausgestellt, daß 502 Personen im Theater als Zuschauer waren. 83 hatten Billets bei Herren Gebr. Wenzel gekauft, durch Vermittelung des Dietze, durch die Abendkasse, Bekanntmachungen aller Art □ befördert prompt in fämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter y und Fach-Zeitschriften mit 3—25% Koften-Ersparniß die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. 6197) Die Wir beauftn Kreter anzWchn, < Neu (vnzüch p08 k m Tikse Attnil Verkündig,^ t( , Ne«!) ma l Mts. aufi » ft*“*" 1), B-trchmd. A» die Gr» Na P ben Wahld, ’ bannt in v*,. 8et"er erfurf M lni9«i unb benfe . fgebtn. ■' 'N | «rtrag 574) Ich hatte mit derselben Umsicht vor meiner Abreise, die am 16. d. si erfolgte, für die Freitags-Vorstellung alles angeordnet, wie sonst bei anderen Benefiz- die Mitglieder contraetlich zu beanspruchen haben, die Arrangements von mir perji lich geleitet werden — und fühlte durchaus keinen Trieb bei dem, dem Dietze geschert angeführten Person- verkauft worden, t W. de Nolte, Director. Ad I. Niikntgktdiichk Kur her Trunksucht. 557) Ausgeführt nach rationeller Methode und eigener Erfindung älterer Aerzte, zum Wohle der Mitmenschen. Die Kur wird ohne Wissen des Kranken vollzogen Gefällige Anfragen beliebe man vertrauensvoll einzusenden unter der Adresse: W. Falken berg, Frankfurt a. d. O-, R'cht-Stp. Nr. 53. 503) Ein junges Mädchen sucht zu sofortigem Eintritt Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________ 556) Im unteren Riegelpfad wird ein Garten zu pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. (Champignons, Trüffeln, Sardine* a riiuile, Caviar, Mixed-Mickles. Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed, Milk-Comp. in Cham - (Schweiz). Bade-, Fenster- und < Pferdeschwämme 178) In einem neuerbauten Hause außer- Mimik die lebenden Bilder zu der bevor- halb Der Stadt ist der mittlere Stock und stehenden Vorlesung des Herrn Dietze. ein Mansarden - Logis zu vermiethen und Das wäre ein Kunstgenuß ohne Gleichen!! alsbald beziehbar. Näheres bei der Exped.--- d' %Itt3.__I 572) Einem verehrlichen Publikum die 571) In Lit. k. Nr. 86 vor dem Selters- ergebene Anzeige, daß ich mich als Wär- thor ist eine Familienwohnung von 5 bis terin hiermit bestens empfehle. Meine 7 Zimmern zu vermiethen. ! Wohnung befindet sich in dem Hanse des Herrn Adolf Vetzberg er in der Löwengasse Lit. C. Nr. 155. hee, anille, I Chocolade, Arrac, Rum, Cognac, Punschcffenze, Malaga, Madeira, Sherry, 188j Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net ist zu vermiethen bei Alexander Meyer. 541) Ein Logis von 3 Zimmern und sonstigem Zugehör ist zu vermiethen bei K. Gerlipp, Kirchenplatz. ,529) Em mö-blirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden oei____________Bäcker Kuhn, am Kreuz. $04) Ein kleines Familienlogis ist bis zum 1. April zu vermiethen. G- Richter, Wolkengasse. 539) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Aug. Noll, im Stern.