Preis vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Ne. 1'11. Mittwoch den 21. Juni 1871. IIM ■IIWWHL! 1..WPWaTOrBBBBBmUWm■■— i IIM———| iöt Einladung Mm Abonnement auf den Gießener An zeige r. Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Montags, und beträgt der Abonnementspreis in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 fl. 12 fr. frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III. Quartal 1871 zusenden und den Abonnementsbctrag wie früher durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben ZN 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostbotcn abonniren. Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger noch abonniren wollen, dies sofort jetzt bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Die Rcdaction. 20. Juni. t „Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen". Diesen Ausspruch, vcn ter erste Napoleon von den Bourbonen that, gilt Leut zu Tage von der Versailler Nationalversammlung, die mit der Ruckde^ufung der bourboni- schen Prinzen den ersten Schritt zur Reaction gegen die Revolution vom 4. Lep. tember that. Die Nationalversammlung von 1848 war eß ja auch gewesen, th als Sicherheitsmaßregel der Ordnungsmänner gegen den Juniausstand das Ver- bannungSdicret gegen die Prinzen Napoleon aushob, den ibr unklar vorschwkben- den Retter gegen die sotialistischen Revolutionsumtriebe; schon am 10. Deccmber war es geschehen, daß aus der Urne des allgemeinen Stimmrechts der Prinz mit enormer Stimmenmehrheit als Präsident ter Republik hervorging und am 2. De ccmber 1851 war jener unselige Staatsstreich erfolgt, dem das Kaiftrthum aus den Fersen fo§. UebrigenS ist heute die Reaction nicht mehr so aufzufaff n, als ob sie eine Versöhnung der Freiheit mit der Monarchie bideute, wie die Revolution von 1830 und das Julikönigthum; nein, man verleugnet ja Louis Philipp und seinen Liberalismus, man will jenen alten Thron der Lilie wieder ausrichten, den Freund des Cleruß und des Absolutismus, den Erfinder der „Gloire" und des „Elans", den Feind aller Einheit und Volkssouvera'netät. Und abgesehen davon, wo fände man denn noch jenes Bürgerthum von 1830, das doch noch an ein eonstitutionelles Königthum glaubte und für dasselbe seine moralische Kraft einsetzte? Man wird es vergebens suchen. Frankreich bedarf heute mehr als je eine eiserne Hand. Aber wird der neue Monarch die Energie dazu mit sich bringen, diese eiserne Hand dem französischen Volke aufzuerlegen? Die sogenannte „Krönung des Gebäudes", wtlche Napoleon III. Frankreich in den letzten zehn Jahren seiner Herrschaft versprochen hat, aber schuldig geblieben ist, scheint dem Lande auch jetzt noch sehr schwer zu fallen. Es stehen so viele Männer da, die sich dem Geschäft der Krönung unterziehen wollen, daß die Freunde der Ordnung und Arbeit es am liebsten sähen, wenn jene Männer, von denen Jeder eine eigene Krone in B reitschaft hat, bei Seite blieben. Ein Noth. bau, ein Schuppen ist den Freunden der gediegenen Nationalarbeit lieber als die Erneuerung der eingeäscherten Paläste, in welche Könige und Kaiser zwar ein» gezogen sind, aus denen sie aber auch wieder eilig flohen und vor deren Ruinen die Kronprätendenten, wenn sie es mit ihrer Bewerbung ernst meinen, den Bürger- krieg von Neuem entzünden würden. Ein solcher Nothbau, wie er per Gedrücktheit und Stimmung des jetzigen Frankreichs entspricht, ist der eigentliche Inhalt des Antrages, welchen Herr Baze in der Sitzung vom 15. eingcbracht hat, wonach die Nationalversammlung aufgefordert wird, ihr Mandat auf zwei Jahre zu verlängern und die Vollmachten des Herrn Thiers auf die ganze Dauer der Legislaturperiode auszudehnen. Ein anderweitiger, zu gleicher Zeit eing brachter Antrag verlangt die Einsetzung einer Commission, welche einen Grs'tzentwurf über die Eonstituirung des Gouvernements ausarbeiten soll. Bis jetzt nämlich ist die Stellung des Herrn Thiers der Na- tionalversammlung gegenüber sehr prccär; die Würden eines Chefs der Executive und des Ministerpräsidenten gehen in ihm so ineinander, daß er als Haupt der Negierung wie ein Minister durch ein Votum der Versammlung gestürzt werden könne. Wahrscheinlich bezweckt jener zweite Antrag eine solidere Stellung des Haupts der Executive. In der Provinz Hannover sind augenblicklich verschiedene Broschüren für tle Wiederherst.llung des Königreichs Hannover erschienen, die an allen Orten colportirt werden, ohne daß die Behörden dagegen einschreiten. So unangenehm uns auch das Gefühl ist, daß die Consolidtrung der Provinz trotz der großen Ereignisse der letzten Jahre noch mit so erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, so freuen totr uns doch andererseits, daß die Regierung einer solchen Agitation ganz freien Lauf läßt, und dadurch den klaren Ausdrücken der hannover'schen Partikulansten über Preßoruck und Polizeiwirthschast die Spitze abbricht. Zar Verherrlichung des großen Tage«, wo die siegreich hetmkthrenden Truppen in die Haupt- und Restvenzstadt Berlin eingezogen, hat der Kaiser eine große Reihe von Gnadenbewetsen gegeben. Zunächst für die Truppen selbst: 1) den- jcnigcn Truppcntheilen, deren Fahnen resp. Standarten im Feuer gewesen und dos Eiserne Kreuz bereit- führen — Fahnenbänder in dkr Farbe des Bandes des Eisernen Kreuzes iv.il dem Kreuze darin; 2) denjenig n Truppentheilen, deren Fahnen resp. Standarten im Feuer gewesen sind und das Eiserne Kreuz noch nicht lübren, das Kr.uz in der Fahnen- resp. Standartenspitze; 3) diejenigen Truppenteile, weiche mit ihren Fahnen resp. Standarten, ohne daß diese im Feuer gewesen sind, vor dem 2. März d. I. die französtsche Grenze überschritten haben, das Band der neuen Denk ünze für Eombattanten. Wie der N. St. Z." aus Köslin geschrieben wird, haben sich nach dem Tode des vor einigen Tagen dort verstorbenen Directors der Pommerischen Hypothekenbank, Lieutenant n. D. Hentze, durch denselben verübte Betrügereien herauS- gestellt, deren Höhe auf die Summe" von 70,000 Thalern bezffirr wird. Hentze batte nämlich Quittungsbücher anfertigen lassen, in denen er die Bedingungen der Geldannahme (Spareinlage) den Statuten gemäß zum Abdruck brachte, jedoch unter Weglassung desjenigen Paragraphen, nach welchem über den Empfang der Gelder das Direktorium quittiren muß. Der Verstorbene hatte nun fortdauernd (Selber angenommen und einseitig über den Empfang quittirt, ohne die Beträge eintragen zu lassen. In dieser Weise verfuhr er mindestens vier Jahre lang, ohne daß der Betrug an-Licht kam. Der Verlust soll größtentheil- arme Leute treffen. Der berüchtigte „Zeuge Hentze" hat also einen seiner würdigen AuSgang g-habt, und die Belohnung, die ihm die Reaction zu Theil werden ließ, übel verdient. Die „N. St. Z." bemerkt dazu: Schon heute umsteht das Bankgcbäude weinend und fluchend ein Theil jener armen Leute, deren sauer ersparte Gelder dieser Elende frech sich aneignete und verpraßte. Und auf das Zeugniß einer solchen Creatur hin, welche schon damals Jedermann für einen feilen, meineidigen Schurken hielt, wurden im Jahre 1853 hochachtbare und charactervolle Männer zu den schimpflichsten Strafen verurteilt und büßten ihre politische Ucberzcuqung mit langwieriger Zuchthaushast, während ihre Familien daheim in Kummer und Elend vergingen. Daß ein solcher Mensch, dessen ehrlose und käufliche Gesinnung offenbar war, seitdem nicht bloS in ehrenhafter Gesellschaft verkehren durfte, sondern daß ihm von Parteigenossen sogar Vorschub geleistet und ihm eine behagliche Existenz bereitet wurde, wird ein beständige- Brandmal bleiben für die Partei, die solcher Werkzeuge zum Kampfe gegen politische Gegner bedurfte, denen sie aus ehrliche Weise nicht beizukommen vermochte. Von den auf du« Zeugn ß des Hentze Verurteilten sind mehrere im Zuchthause zu Grunde gegangen. Der „Evangelisch.lutherischen Kirchenz itung" meldet man, daß achtundzwanzig Pfarrer und Predigtamtsdiener der evanglisch-lutherischen Kirche in Elsaß-Lolhrin- gen eine Adresse an den Reichskanzler gesandt haben, worin sie bemjelben ihre Gedanken über Mittel und Wege zur gedeihlichen Ausgestaltung der kirchlichen Angelegcnhtiten darlegen. Im zweiten Paragraphen beißt cS: „Da die evangelisch, lutherische Kirche eine Bekenntnißkirche von allem Anfang gewesen, noch ist und immer sein wird, so folgt für sie, daß sie ihres Glaubens müsse leben können und ihrem Glauben gemäß, das ist nach Wort und Geist ihres Bekenntnisse«, regiert werden. Dieser Kirche die Lehr-, Abendmahls- und Regimentsgemeinschaft mit Andersgläubigen ausnöthigen, heißt sie in ihrem eigensten Liben schädigen, wo nicht tödten." Und weiter wird verlangt, daß das Regiment der lutherischen Kirche „dem Bekennlniß der Kirche unterstellt und an Wort und Geist desselben gebunden sei", und endlich, daß die Diener und Glieder der Kirche in dem Bekenntniß, als „dem objektiven Glauben der Kirche", „stehen und aus ihm leben und handeln." — Herr Schneegans, Vicepräsident des GirichteS erster Instanz von Straßburg, ist zum Rath am kaiserlichen Appellationshofe in Ranzig ernannt worden. Ein Berliner Correspondent des „Ungarischen Lloyd" theilt ein Gespräch des Fürsten Bismarck mit Klapka über die zukünftige Politik Oesterreich-UngarnS mit. lieber die Veranlassung zu dieser Unterredung de« Fürsten mit dem General Klapka theilt das genannte Blatt Folgende« mit: General Klapka hatte geschäftliche Beziehungen, die ihn nothigten, auf seiner Reise nach der Schweiz den Weg über Berlin zu nehmen. Durch einen Berliner Bekannten de« General« hatte Fürst Bismarck von dieser Absicht Kenntniß erhalten. Er ließ ihn wissen, daß c« ihm angenehm sein würde, ihn bei dieser Gelegenheit zu sehen. Am Mittwoch nach Pfingsten machte der General dem Fürsten seinen Besuch. Sie kamen sofort auf die Stellung Oesterreich-Ungarns im Allgemeinen und Ungarns im Besonderen zu der europälschen Politik, insbesondere zu Deutschland, zu sprechen. Der deutsche Reichskanzler soll auf das von Klapka entworfene Bild geant» wertet haben: „Dieses Programm ist ein ZukunftSprogramm, und die Ungarn haben schon in diesem Augenblick einen großen, belebenden Gedanken für ihr politisches Handeln. Sie müssen vor Allem danach trachten, die österreichisch- ungarische Monarchie und die eigene Stellung zu befestigen und sich zum Kern der Viessälligen Bestrebungen zu machen. Machen Sie dies zu ihrer besonderen Aufgabe, so werden Sie s hr bald und zwar im besten Sinne den Schwerpunkt der Monarchie nach Ofen verlegt haben. Man geht sehr fehl", äußerte sich der Reichskanzler im weiteren Verlaufe des Gesprächs, „wenn man uns gegenüber den deutschen P.ovinzen Oesterreichs Annexionsgelüste zafchrelbt. Wir streben nicht nach Erweiterung unserer äußeren Grenzen, und wir haben schon seit dem Jahre 1867 nicht danach gestrebt. Die Gewalt der Ereignisse, nicht unsere Absicht, hat uns mit den Süddeutschen zusammengebracht, uns Elsaß und Lothringen zugeführt. Bei den deutschen Provinzen Oesterreichs liegt die Sache noch ganz anders. Wir bedürfen eines starken, ungeteilten Oesterreichs, weil in thm eine der Bürgschaften des europäischen Friedens liegt. Mr wollen mit Oesterreich in Frieden und Freundschaft leben. Unsere historischen Erinnerungen weisen unö aus Oesterreich-Ungarn, als den natürlichsten Freund und Bundesgenossen des deutschen Reiches, hin; baß unsere Sprache in den Grenzen der Monarchie fast durchweg verstanden wird, baß wir so zu sagen die Cultur gemeinsam haben, ist ebenfalls ein mächtiges Bindemittel." Die Beziehungen des deutschen Reiches zu Rußland kamen in dieser Unterredung ebenfalls zur Sprache. „Kaiser Alexander", äußerte sich der Kanzler, „hat uns stets eine Loyalität bewiesen, Vie uns zu Dank verpflichtet; so lange er lebt, ist das gute Einvernehmen zwischen Rußland und dem deutschen Reiche und von Vieser Seite auch Der Friede nicht gefährdet. Was Oie Zukunft in ihrem Schooße birgt, läßt sich nicht im Voraus berechnen." Friedberg, 19. Juni. Die Ersatzcompagnie des 1. Jägerbataillons ist heute Morgens 4y2 Uhr unter Führung ihres CommandeurS, Hauptmann Euler, nach der Residenz Darmstadt abmarschirt. Die Stadt Friedberg hat somit faktisch ausgehört, unter die Garnisonsstädte des Großherzogthums zu zählen, nachdem dieselbe länger als 60 Jahre sich dieser Bevorzugung erfreuen konnte. Zu den Dienstleistungen während der Dauer der Anwesenheit S. K. H. des Großherzogs ist em Detachement des 2. Infanterie-Regiments commandirt und in einer Stärke von 65 Mann gestern Nachmittag schon von Gießen eingetroffen. (O. A.) Mainz , 17. Juni. Von hessischen Truppen sind bis jetzt hier eingetroffen die Ersatzcompagnie des 2. Jägerbataillons (seither in Offenbach) , das Ersatzbataillon ves 4. Infanterie-Regiments. Die Mannschaft des letzteren ist fett gestern zum gewöhnlichen Dienste in Bewachung rc. herangezogen worden. Das Regiment selbst hat in den mehr gegen Rhein und Main liegenden Gemeinden des Kreises Großgerau Cantonnements bezogen, da es vorerst faktisch unmöglich ist, die Mannschaften hier unterzubringen. Schon die oben bezeichneten liegen in Außenforts. Das 19. Regiment dürfte in acht Tagen abmarschiren und dann bas 4. Regiment einrücken. Während der Durchmarsch der 18. Division noch im Gange ist, sind auf den 20. b. bereits die Vortruppen des sächsischen Armeekorps im Kreise Bingen angemelvet. — Mit dem heute abgehenden Transporte wirb das hiesige Depot der französischen Kriegsgefangenen gänzlich geleert und bleiben nur noch etwas über hundert Kranke zurück.' (F. I.) Mainz, 18. Juni. Nachdem gestern am Tage die Leichtkranken adgegangen > waren, fuhr am Abend ein Zug mit noch gegen 400 Mann nach Luneville mit ^ben letzten Gefangenen des hiesigen Lagers ab, dessen größter Bestand 29,000 Mann war, welches aber während den IOV3 Monaten feiner Dauer wohl Vie doppelte Anzahl beherbergt hat. — Während morgen dec Rest ber 18. Division in cem 84. Regiment hier passtren wirb, sind gestern Abenb bereits Quartiermacher Der 21. Division (G.-L. v. Schachtmeyer, 41. und 42. Jnf.-Brigade ober Jnf.-Regimenter Nr. 34 und 80, 82 und 88) eingetroffen. Der Anmarsch der Vortruppen wird übermorgen erfolgen. Der Verband der Division wirb wohl hier gelöst werden, da eines der Regimenter zu unserer künftigen Friebensgarnison gehört. Einige Tage später wird das jetzt noch zur 22. Division zählende hessische Felvartillerie-^egimenr Nr. 11 zu erwarten sein. Dasselbe ist hierher, nach Frankfurt und Wiesbaden, für den 5ruDen dislocirt und wirb, wie die 21. Division, sehnlichst in diesen Städten erwartet. Auf ber Eisenbahn passirt seit einigen Sagen das 4. Armeccorps, seit gestern die 8. Division (Thüringen, Sachsen, Altmark und Holstein). Berlin, 17. Juni. Heute Nachmittag um 4 Uhr ist Galadiner von 630 Gedecken im Schlosse. Geladen sind alle Fürstlichkeiten mit ihrem Gefolge, D;e Ho.chargen, die aktiven Minister, alle bei den Friedenöverhandlungen tätigen Beamten, vie Generale sremdherrlichen Militärs, bas Neichstags-Pmsidium und die Senioren des Eisernen Kreuzes. Abends ist Festoorstellung tm Opernhause. Die Abreise der Kaiserin Augusta ist auf den 19. Juni Abends festgesetzt. Berlin, 17. Junj. Der „KarlSr. Ztg." wird osficiös geschrieben: Nachrichten aus Paris machen es wahrscheinlich, daß Mitschuldige der Pariser Com- mune auch auf preußisches Gebiet kommen. Besonders dürften sich solche Individuen nach der Provinz Posen wenden. Dem Vernehmen nach ist angeorvnet, daß gegen preußische Untertanen dieser Kategorien eine gerichtliche Verfolgung eintritt. Ausländer werden verhaftet, um sich ihrer Person zu versichern. Als- dann wird Deren Auslieferung an ihre zuständigen Behörden von Verhandlungkn mit Den betreffenden Cabinetten abhängig sein. -Berlin, 19. Juni. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Sachsen, Prinz Luitpold von Bayern und die weimarischen Herrschaften sind heute ab- gereist. Die Kaiserin Augusta reist heute Abend IO1/» Uhr nach Baden- Baden. Aus Thüringen, 16. Juni. Ueber die Rückkehr der 22. Division erhält die „Eisenacher Zeitung" folgende vom 13. Juni Datirte Nachricht aus Lagny: „Den vielfachen einander geradezu widersprechenden Gerüchten gegenüber, welche! über die Rückkehr der 22. Division in der letzten Zeit in deutschen Zeitungen zu finden waren, bin ich in Der freudigen Lage, Ihnen mittheilen zu können, daß wir gegenwärtig gegründete Aussicht haben, die Heimalh bald wieder zu sehen.! Wie ich aus guter Quelle höre, wird die Einschiffung der Division jedenfalls mit dem 26. d. beginnen, unD sveciell werden wir daher wahrscheinlich zu Ende dieses oder in den ersten Tagen des nächsten Monats daheim eintreffen. Wie groß unsere Freude und wie brennend unser Wunsch ist, daß dieselbe nicht auch diesmal wieder zu Wasser werden möge, können Sie sich denken. Uebrigens kann ich nicht umhin, zu bemerken, baß unser Aufenthalt hier in Lagny gegenwärtig ein sehr angenehmer ist. Die von ben mannichfaltigsten Reizen geschmückte Gegend, Die namentlich durch das herrliche grüne Wasser der hindurchziehenden Marne einen besonderen Zauber gewinnt, strahlt jetzt seit einigen Tagen im schönsten Sonnenscheine und erscheint und daher jetzt in ganz anderem Lichte, als an Den kalten regnerischen Tagen, welche uns die erste Zeit unseres Aufenthaltes hier ver- leibeten. Freilich, Die Berge Der Heimath kann uns auch Die schönste Gegend Frankreichs nicht ersetzen. Also auf baldiges Wiedersehen!" (F. I.) Troppau, 16. Juni. Der LandeSschulralth untersagte den Ober-Realschülern Die Unterschreibung der BcglückwünschungS-Abreffe an Den Papst, welche vom Religionsprosessor Eichler im Schullocale selbst aufgelegt würbe. (Pr.) Brussel, 17. Juni. Die „Jnbepenbance" meldet aus Paris von gestern: Die Wahlliste der „Internationale" enthält die Namen von Gambetta, Victor Hugo, Floquet, BeSlay und anderen mehr oder minder der Commune nahestehenden Männern. Ein Befehl aus Versailles verfügt, der Prinz Napoleon sei auf Grund verläumderischer Angriffe auf die Republik zu arretiren, sobald er nach Frankreich käme. Brüssel, 19. Juni. Der Etoile sagt, es seien gestern besondere Corps Der Bürgergarde genöthigt gewesen, zur Aufrechthaltung der Ordnung einzuschreiten, und hätten von ihren Bayonetten Gebrauch machen müssen, um sich Die Menge vom Leibe zu halten. Es scheint, daß Mitglieder Der Internationale sich unter bas Volk gemischt hatten. Mehrere Personen wurden verwunvet. Versailles, 14. Juni. Die Reserve-Armee ist aufgelöst. Genera! Vinoy, welcher sie commanbirte und welcher vorher schon zum Großkanzler Der Ehren- ’.egion ernannt worden war, scheibet aus Dem aktiven Dienste aus. Versailles, 18. Juni. Das officielle Journal Meldet, daß Graf Bourgoing zum französischen Gesandten im Haag ernannt ist. In demselben osficiellen Journal wird ein Artikel veröffentlicht, welcher constatirt, daß (eit Beginn beS Krieges ein Tyeil der englischen Presse sich durch eine systematische Heftigkeit hervorthat. Es heißt in dem Artikel: „Injurien und Verleumdungen wurden so weit getrieben, daß es leicht war, die käufliche Quelle zu errathen, wo jene Blätter gegen Bezahlung ihre traurigen Inspirationen geschöpft haben. Nach der Unterzeichnung oes Friedens wendet ihre Wuth sich gegen Die Regierung von Versailles. Diese Journale haben Die Verbrechen Der Commune entschuldigt, sie verleumden unsere Soldaten und nehmen zum Losungswort die vorgeblichen summarischen Executionen, von denen sie behaupten, baß sie jetzt vollzogen würden. Sie haben den Muth, zu brücken, daß zur Stunde, wo wir schreiben, man Gefangene zu Versailles erschieße und Frauen auf dem Vendome-Platze ermorde, nachdem man sie entehrt." Das officielle Blatt sagt: „Wir ertheilen diesen erbärmlichen Verleumdungen Die Strafe, baß wir dieselben zur Kenntniß von ganz Europa bringen." Weiterhin brandmarkt das Journal die kalte unD feige Schlechtigkeit von Schriftstellern, Die schimfliche Löhnung gewinnen, indem sie infame Erfindungen gegen eine verbündete Regierung veröffentlichen. Das Journal citirt endlich einen in der Morning Post am 12. Juni publicirttn Brief unD bemerkt: „Es ist unbekannt, welche Per- sönlichkeiten Die Unterzeichner Der Artikel repräsentiren, welche einzig als Vorwand für die nieprigsten Handlungen dienen, welche begangen werden können. Die öffentliche Verachtung möge hier ihr Werk thun!" Loudon, 15. Juni. Napoleon hat sich von seinem jüngsten Gichtanfalle wieder so weit erholt, daß er in Der Nachbarschaft seiner bescheidenen Residenz in Chiselhurst häufig Spaziergänge unD Spazierfahrten macht. Rom, 16. Juni. General Beriole-Viale hat den^Cardinal Antonelli ersucht, dem Papste Die Glückwünsche Des Königs von Italien überbringen zu Dürfen. Antonellt empfing den General in zuvorkommenDster Weise und erwioerte, er würde dem Papste sein Ansuchen mittheilen. Heute fand Die feierliche Enthüllung Der Inschrift zur Erinnerung an Das Jubiläum Des Papstes statt. Die Stadt ist sehr ruhig. Florenz, 17. Juni. Der „Gazetta D'Jtalia" wird aus Rom geschrieben: Die Königin von England zeigte dem Papst in einer Depesche an, daß sie zu Ehren Sr. Heiligkeit ein Fest veranstaltet und angeordnet habe, dasselbe am 16. Juni im ganzen Königreiche zu feiern. (?!) Die Opinione sagt, baß gestern Abend ein Sekretär Antonelli's zu Bertole- Viale gekommen sei, um ihm Die Rührung, welche Se. Heiligkeit über die Aufmerksamkeit des Königs von Italien empfunden, auezudrücken und ihn gebeten habe, beim Könige Dolmetsch dieser Gefühle des Papstes zu fein. Se. Heiligkeit habe bereits alle ihm zu Gebote stehende Zeit für den Empfang von Deputationen vergeben und könne daher Bcrtole-Viale nicht empfangen. Er betrachte aber nichtsdestoweniger die Mission desselben als erfüllt. Bertvle-Viale ist heute früh nach Florenz zurückgekehrt. Telegraphische Depeschen. A Paris, 18. Juni. Herr Pouyer-Quertier ist seit einigen Tagen krank. In seiner Abwesenheit versteht der universelle Thier« interimistisch sein Amt und beschäftigt sich mit der finanziellen Frage, der wichtigsten des Augenblick«. Vor- gestern hatte Herr Thiers eine lange Conferenz mit dem Comite der franzöfischen Lank im Ministerium des Auswärtigen. Gestern sollte an demselben Ort eine neue Zusammenkunft stattfinden, va indeß Thiers in Versailles zurückhaltend war, so Haven sich die Mitglieder ces Comite's zu ihm begeben. Es scheint jetzt gewiß, daß Roulanv seinen Posten als Bankgouverneur behalten wird. A Paris, 18. Juni. Die Internationale hat sür Paris als Candidaten Malon, Tolain, Trivon, Rochat, Serraillier, Delerd und Silvent ausgestellt. In Marseille wurden auf ben Verdacht eines Complots, welche« Brandstrstungen ve- zweck.n sollte, Verhaftungen vorgenommen. Zwei ber gravirtesten Verhafteten sind Leiter der dortigen Section der Jnternationaic. A Paris, 18. Juni. Der Finanzminister hat der Kammer seinen neuen Bcsteuerungsplan und die summarische Aufstellung ber vorgeschlagenen Vermehrun- gen in ben verschiedenen Zweigen ber Einnahmen (wodurch dieselben aus 660 Millionen erhöht würden) vorgelegk. In dieser trockenen und endlosen Nomen- dafür gibt jede Ziffer zu denken. Wir können vorläufig über die ministeriellen Projekte nur mit Reserve urtheilcn. Pouyer-Quertier muß es selbst überlassen 74i/4 Oberhessen 165 Literarisches cm's deutsche Volk. 2629) Unter diesem Titel ist im Verlag des „Hessischen Wochenblattes" zu Ortenberg Ab. Hessen eine kleine Brochüre (’/j Bog. groß Oetao) erschtenen, auf d,e wn die .iustj im Großh. Hessen eine )ea rei* Bersteigerungen i u k I Dinvy, r Ehren. 96V2 9ßV4 äh!ev rmii? ufuif ODrgoi'ng Soirnal » Krieges crvorthat. jktritbea, 'gen Be. eichnung . Düse n unsere cutionen, n Muth, ailleS er- entehrt." lvvungei Weiter- tsteüero, int ver- tche Per- Üerwand n. Die Ataniaüi esiceaj in 1882r 1885r S- Katzenft ein Holzhandlung. gkßern: 1 Victor 'hkßehen. 1 sei auf er nach i ersucht, rurfffl. i »iirke [eng der Statt iß empfiehlt (1141) n 6 d ' ij rnlnßdsfc ----- d ii(j r- Börscnifachriichten. 19. Juni 1871. Actlen. Frankf. Bank 1391/2 Frankl. Vereins-Kasse 110 barmst. Bankaot. 359 Wien Bankactien 754 Galizien 238 int* zu 12 fl-, Weißbinderarbeit das-, veranschl. zu 11 fl-, Pflasterarbeit einer Gosse in der Obergasse, veranschlagt zu 30 fl-, die Anfuhr von ’2 Cubikklaiter Sterne, sowie das Aufsetzen, Zerschlagen und Eindecken derselben an den Wegen. Reiskirchen, am 16. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen- Jünger. 2582) Gemusterter Gummistoff zu Damen- und Kinderschürzen bei _ _ W MdUl in W / leist dich ,en f ch tt 1eru«f hldßa g »Ü in alp i« i‘ Duktil in Zu i it btft' 2643) Bon heute bis auf Weiteres kann der Weg an der Schoor vom Neuenweger- nach dem Sel- tersthor nicht befahren werden. Gießen, den 20. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bogt. 2646) Stearinkerzen, erste und zweite Sorte, 4r, 5r, 6r, 8r, 20r und 30r, empfiehlt v E m il Fischbach, Seltersweg. vrps der 'schrkitrn, e Menge 'ich unter Grasversteiqerunq. 2635) Montag den 26. Juni l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll das> Heugras von den Leihgestcrner Gemeindewiesen versteigert werden. Leihgestern, am 19. Juni 1871. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. He ß. Actlen. Oest. Creditact. 275Vs 50/g östr. F. 8t. E. B. 408ys\ Lombard. Bahn 1661/4 Ludwigsh.-Bexbach 174 Maxbahn 124 Bayer. Ostbahn 131 Hess. Ludwigsb.-Act. 154 Rhein-Nahebahn-Act. 35 Versteigerung von Gerberei- Gerathen. 2632) Mittwoch den 28. t>. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung der Wittwe des Nolhgerbers Jacob Münch am Baar- füßer Bach die von ihrem Manne hcrruh- renden, noch in sehr gutem Zustande befindlichen Gcrberei-Gcräthschaften, gegen gleich baare Bezahlung öffentlich versteigert werden. Wetzlar, den 19. Juni 1871. Wilhelm Brauneck, Commissionair. Bertolt' vie kub Q gebete« Heiligkeit utaiiontö n niörtS' bist merksamkcit aller Vaterlandsfrcunde hinlenken möchten. Es ist ein von frischem christlich-nationalem Geiste durchwehter acht deutscher Gruß, erfüllt von warmer Liebe zum deutschen Bolke und Vaterlande. Wir erlauben uns die Herrn Geistlichen und Lehrer, sowie mit zeitlichen Gütern ausgcstattete qutdcnkende Herren und Damen darauf aufmerksam zu machen, da es sich wcaen seiner Billigkeit sehr zum Verthcilen in größerer Menge eignet und em schönes Andenken an'die große Zeit sein könnte. Es kostet einzeln 4 Kr., in Parthien a 1000 Exemplaren 20 Guloen oder 12 prcuß. Tbaler. Der Reinertrag ist' für die Wilhclmsstiftung bestimmt. Probe-Exempla-«PelM gegen Einsendung 1 Freimarke gratis zu Dienste. Prioritäten* 3u/0 öster. Stsb.-Prior. 571/2 3°/q öst. s. Lombard 78 3% Livorneser 321/4 50/g Toscaner 52 50/g Elisabcth.-Prior. 77V2 do. II. Emiss. 77 __________ Änlehengloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 66% Nassau 25 fl. 39 40/g bayr. Präm.-Anl. 1083/; Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 1081/4 Badische fl. 35 Loose 64 Oestr. fl. 250 v. 1854 741, - v Zlluminations-Lämpchen für Crystallöl bei Wilhelm O r b i g. * 2605) »«• am uen («• DÜ Iber c ; 1 it « oh« adel, rom -st» V 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 81 Vs 1864r n 121 Braunschweiger 18 Stadt Florenz 831/2 chlilben: I ße iu , Q® 16. u ;o n* * ihe zu n „ 1887r 963/6 Spanier, neuest. 3% 317/s Heugras - Versteigerung. 2634) Freitag den 23. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, soll das Heugras von den hiesigen Gemeindemiesen, circa 111 Morgen haltend, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stund? bei der Fußmühle. Groß-Buseck, am 19. Juni 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. 8 Mein Tuch- und BukSkin Lager, ru billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Ptstor. Feilgebotenes. Mttstwcrlc imd Spieldosen von 2 bis 21 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnettm, 316) $ er Unt< \ eichnete beschlagene Flosthölzer in allen Dimeufiouen, sowie nud) .Loch kant, den Ellbilfilß f1 c 1 "ohu- hof hier zu 20 kr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fuß zu IVe kr. S. Katzen stein (Holzhandlung.) Preuss. 41/2 o/9 Oblig. 96 Frankf. S^o/o Obi. 813/4 Nass. 41/2% Obi. 95% Kurhess. 4% „ — Gr. Hess. 5% Obi. 102 n „ 40/g „ 92^/4 „ „ 31/2O/o „ - Bayer. 5% v> 1007/e „ 41/2% 1jährige 971/2 „ 40/g 1jährige 903 8 Wiirtemb. 41/2% Obi. 9672 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 95% Oesterr. Silberrente 56’/4 T Papierrente 481/2 „ 50/g M. steuerf. — Aroerik. Bonds 1881 r 99 mit *e dikst- ■Ie grob dir-, 'S kann Wrtig 3)/arnr tönihtt den fax ttt- Degrnd S.3.) 1 drlche Heugras-Versteigerungen der Fürst- lich Solmsischen Rentei Lich. Gemarkung Lich. 2514) Freitag den 23. Juni, • Vormittags pracis 8 Uhr, Wiesen, der Peinmühle gegenüber, den Wre- fengrund herab bis zum Bleichgarten am Dietert, zusammen 70 M^gen. Zusammenkunft an der Saubrucke, nächst der Peinmühle. „ Gemarkungen Mühlsachsen, Over- und Ntedcr-Bessingen. Mittwoch den 28. Ium, Vormittags präcis 8 Uhr, Hainwiefe, Krummwiese, Riedchen, Seewtese, Sautenkor, im Ganzen 136 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachfen. Gemarkung Burkhardsfelden. f Freitag den 30. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwiese, im Ganzen 67 Morgen. „ , , r Zusammenkunft in der Mönchwiese. Die Ausgebote geschehen in Abthellungen von ein bis zwei Morgen. , Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet. " Lich, den 13. Juni 1871. Fürstlich Solmsische Rentei Lich. Kreutzer. ür 3 Thlr. versende ich ein Mittel, den Trinkern das Trinken mit oder ohne Wissen zrl entwöhnen. ©• I. Grone in Ahaus, Westfalen. Bestellung nimmt die Expedition dieses Blattes entgegen. (2630) . tleib.n. die Gründe barzulegen, welche in seinen Augen d.e Grunde rechtferi.gen. ■ Äe Bebürfn sse, welche dem Minister gcgenüberstehen, sind keine gewöhnlichen. , Die Anleihe ist dringlich und man »erlangt seilen« der F.nanzwelt Gar-ntten. Vielleicht genügt e« dem Minister, zu zeigen, daß er nichts Anderes bieten konnte - 2 vielleicht gibt er den Beweis, daß es kein anderes Verfahren gibt, da« in; i.iripr Frist in Vollzug gesetzt werden könnte. A Versailles 18. Juni. Die Regierung beschäftigt sich gegenwärtig mit ,iner Untersuchung über die „Internationale". Die Vertreter im AuSlande sind "wiesen, sich in dieser Angelegenheit auf« Eingehendste zu mforw.een und haben auch bereit« sich über die Verzweigungen und Pläne dieser Gesellschast Kenninih »erschafft. Wie es heißt, wird der Assemblee, nach Beschaffung des nothigen Be- "eismaterials für die Gefährlichkeit dieser Verbindung, em besonderer Gefttzent- ivurf vorgelegt werden, in welchem gegen die Tyeilnehmerschast an dieser Gesell- Saft schwere Strafen in Aussicht gestellt sind. Da- bereu- entworfene Erposee, weiche« da- Gesetz motiviren soll, enthalt, wie uns mitgetgeilt wird, Thatsachen araoirendstcr Natur, die zum größten Thetle noch nicht bekannt sind. D,e M.t- aliederrahl der Internationale soll 3 Millionen überschreiten. /X Vcrsaillcs, 18. Juni. Die Subscriptton aus die neue französische An- leihe ärd nach ossieiellen Mittheilungen in der nächsten Woche -.öffnet. Der Cours ist 82'/, zu 5 Proc. Die Börse schloß mit einer Baisse. A London, 19- Juni. Aus Cork wird gemeldet, vatz Fenier in die Mallon- Casernm einzebrochen sind und 300 Flinten gestohlen haben. Es wurden fünf verdächtige Personen verhaftet. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oderhcsslsche Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. gen fr«1, gnil u«1 u. Drt ,ine leit ji(l 6(' ß-°' -sttltl^ nei Johannes Schmartbt IV. von Steinberg Ansprüche zu bilden haben, werden aufgefordert, solche bei unterzeichnetem Gerichte binnen 14 Tagen anzumelden, andernfalls sie bei gerichtlicher Ordnung des Nachlasses keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 11. Juni 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stammler, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Milchverkauf. 2220) In dem früher ................... Loos'fehen Hofcken, Louis S e'nner, Sattler. D. 9tr. 219, ist 2652) Bux zu Kränzen und Guirlanden, jeder Tn^e^jeit' ftitcflC g/Su Expek b?&Lu l)flbetU 1 wcni' Milch, Rabm und Dick- 2507} Alle Sorten Bauholz, sowie Milch --------------- Stücksteckeu, empfiehlt H. I. Kohler. Besondere Bekanntmachungen. \ ArbeitsVersteiMMIg. -1 Ochnttliche Auffmdnm«. -u 2513) Alle, welche an den Nachlaß des j sollen in hiesigem GemUndehause nach- - " v . ..vx IV stehende Arbeiten öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit im Schulhause, veranschl. Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söbne. (2371) 2838) Kopfsalat in gioßrr, sowie auch in kleinerer Parthie, bei Gärtner Schau m. eist v 2545) 3ui Illumination empfehlen Stearinkerzen von 20 tr pr. Pfund an I. A. Busch Söhne. 2654) Schöne Dickwurzcl- nnb Kohl- rabcn-Pflanzen sind zu haben bei Bäcker S t e i ii b e r g e r. 2648) Alle Arten Gemüse - Pflanzen, schön und stark gewachsen, werden zu ganz billigem Preis verkauft bet E. Pipp- Tuffsteine für ^-achwerk^ und Kamine 2506) Alle Sorten ^ichtcnstangcn, sowie Bobnenstangen, Gickcnpsostcn, das Stück von 10 kr. an, zu Garten- Spalieren sich eignend, empfichtt,,^^. . 2658) Gute Kartoffeln verkauft Bäcker Stciuberger. Wechsel. Amsterdam k. S. 99'./g Augsburg k. S. 997/s Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Brüssel k. S. 937/ö Hamburg k. 8. 873/4 Leipzig k. 8. 104'/2 London k. 8. 119i/4 Lyon Paris k. 8. — k. 8. 94 Wien k. 8. 95^8 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 31/2% O. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8-451/ß Sachs. , , — Div. Cassen-A. — Pr. Frredrdor 9 58—59 a Pistolen . . 9 43-45 „ doppelte 9 44—46 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . x 5 34—36 2 20 Frankenst. 9 24—25 Engi. Sover. 11 54—56 Russ- Imper. 9 45—47 Dollar in Gold 2 27 —28 I 2578) Eine freundliche Woh- Zahnschmerz Näheres bei der Erped. d. Bllts. vide! fit. W i August Schl-sfinger. fiCä§pär6aUfe be§ 6crrn Maurermeisk VernuLethungen Mu M?™ Ä' DOm»ofinhofe 2609) In meinem Hause sind 5 bis 8 2642) (Lin möblirtes Zimmer nebst Ca- <-». . <•" • ” >** vnumiyui. 6- Holberg, Kirchenplatz. > und Fruchtmärkten. Gerste. __Wicken. I Kartoffeln. |,£u| Auf. demIMit7- Auf dem Mit.- Fruchtmärkte. Auf dem lMir. Auf beni|:V?it.: Markt »preis Auf dem iMlt.- _S^örft_lprci§ !luf dem r Markt li Markt IpreiS Markt Ipreis st. fr st. fr. M. । M- M. J M- Gießen M. i M. M- Normalgewicht per Malter: 2ßai3, Mt^ preis ce Derb theilungm Vom Laubai Nedaetion, Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) In Gießen. fl. 12 fr Den ttn III. Out Dies Wr Diesclikn kö LlattkS leflti zunächst gelkg Gieße», 9. Juni isn. Diery, ______Hofger.-Advocat. „?9,0 Em braver Zapfj,i„ge wird gesucht zum Löwen eUUrCICn im »Gasthaus sucht einen in der Bnchfüh- rn»9 und int Ike^ißrutinr- wefen erfahrenen Büreau- gehnlfen. Norlh British and Mereantile Versicherungs-Gesell schäft in Edinburg u. London (gegründet 1809) mit Domicil Erbsen. |__Linsen 2647) Tafclmaiideln, Tafclrosinen, Ebarina - Pstaumcn und Brünellen empftehlt Emil Fischbach Seltersweg. ' , 2070) In günstiger Lage der Stadt ist 6a[bioftC»lmh't .®.af,inet J“ vermiethcn und Das Nähere bei der 2645) Der auf der Karte vorgesehene ^vau, nach Einzug unserer Truppen, wird Samstag den 1. Juli im Zinße r'- ichen Garten abgehalten. —__Der Vor stand. 2633) Eine Scnfmaschine, zum An- nJf ^pVh*1 @fnr' 3U Kaufen: auch werben 1 ncuc Maschinen anaefertiat Näheres bei der Exped. b 6 ' 0t‘ 2640) Unkraut aus fünf Morgen fiofcr Ocholt werden bei der Dampf-Knochen-Siederei von t Wx Tytil Qtnomn SimmunQtn tri ^870 und 18' Wommtn, ovk lugebracht diese Be Denjenigen, ttt Wammen zwei zugrbracht Anrechnung des 3* nicht an J™ iaOt Um “«mte am tiii t D« J “ luilnitnkg soll erß wer *»lungn «•Mal ltri0ll»itn Knt ^'"stchutdi, $ ‘«6 b®f§Jön!len ^glich 20 bis 30 Maas abgegeben werden, und fön- JXeK’affi.”eftIbe W in’5 H°us Seltersthor, Schoor rechts, E. 87. Lony's Sierfdkr. ’ Dienstag den 20. Zuni: Nheinischer Liedersanqer. 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In G i e Len bei (335) Earl Frech. 2639) Gut gebrannte Feldbrandback- steine können abgegeben werden. ________ ®’ Strauch. 2644) Ober ndörfer Dicktvurzpflanrcin sowie alle Arten Gcmüscvflanren vr loo Stück zu2u.3 fr., bei C P?e?sch H., ______Nahrungsberg/ ü fljfr- ^iir festlichen Dekoration der Stadt L** ül^^'b Bewohner erinnert, jetzt mit den Vorbereitnngen baJ'" s? Anfertigung neuer Fahnen ,c, zu^beainnÄ^'?^' Cui fidas 2637) Eine Part hie gerippte Schovven- glafer (geaicht) und eine ParthiePorzÄnn- »er^«benen ____________------ ........... 3“ erfro" Der rr»ter;ctch»ete l>r. Steffan sehe Augenheilanstalt in Frankfurt a Md m,pa (Krogerstraße 8 und Sachsonha'scn Dreikönlqsstraße) " aufä Bequemste emgenchtet, nimmt jeher Zeit Au gen kranke ans ’ rA zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich M "»bemittelte 2636) Zwei gute Arbeiter finden bei mtr dauernde Be-chäftigung. 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