oh 1 or e. ic? ~ slimen i>ate Lande, W, mb Glas, bleicht, Dbitn, iurf. ^te auswärtig |U Merlin 15 ^kNtralES W der Ume Infirt und cht en betrachtet^ rhier einzusehe. licc-Frauen- berner &m- Vtib'l'fyii iuia.“ rtt« 8 llhr- ger- lernet flnn in meinn chäitigung rr »wall. ^urterHol^. ]UVrM/ rod)» dek^' bi< 3ci(t * a statt, wozr 'S" * 'S v •uJoWt r, rceeei' Ta nffutt a> nitietn IßrdS vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. L Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzletberz Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Nr. l&o. Dienstag den 20. Juni 1871« ft....!JLLL,"gg™»« ■J"!.■'■"™... XUimmjrii mm— .i ■■»» Besteürrrrgerr auf den Gießener Anzeiger ^7L'P°ss°E°Zltt°n°nSLTÄLIn^g^^^mmen5 au* WBBH1MBMMBCMMBlBMMBMMKSggnMMMPOiggWaifiMMttWaBMfaOfllBllllim...................... .............. Amtlicher T h e i l. Nr. 22 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ansgegeben zu Berlin am 2. Juni 1871, enthält: (Nr. 642.) Gesetz, betreffend die Kriegsdenkmünze für die bewaffnete Macht des Reichs. Vom 24. Mai 1871. (Nr. 613.) Allerhöchster Erlast vom 1. April 1871, betreffend das Nangverhältnih der Posträthe und Ober Posträthe. (Nr. 644.) Vertrag zwischen Deutschland, Oesterreich, Frankreich, Groß-Britannien, Italien, Rußland und der Türkei. Vom 13. März 1871. Nr. 23 des Reichö-GesetzblatteS des Deutschen Reiches, ausgeqeben zu Berlin am 8. Juni 1871, enthält: (Nr. 645) Allerhöchster Erlaß vom 20. Mai 1871, betreffend die Stiftung einer Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870 und 1871. (Nr. 646) Allerhöchster Erlaß vom 22. Mai 1871, betreffend die Verleihung des Anspruchs auf die Kriegsdenkmünze tür Nichtcombattanten an die nach dem Statut nicht berechtigten Offiziere, Aerzte, Beamten und Mannschaften der deutschen Armeen und der Marine. (Nr. 647.) Allerhöchster Erlaß vom 22 Mai 1871, betreffend die Verleihung des Anspruchs auf die Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten an Hof- und Cioil- Staatsbeamte, an Angestellte der Privat-Elsenbahngesellfchaften, an die Johanniter- und Malthescr - Ritter rc. (Nr. 648.) Gesetz, betreffend die Feststellung des Haushalts-Etats des Deutschen Reichs für das Jahr 1871. Vom 31. Mai 1871. (Nr. 649 ) Bekanntmachung, betreffend allgemeine polizeiliche Bestimmungen über die Anlegung von Dampfkesseln. Vom 29. Mai 1871. (Wr. 650.) Bekanntmachung, betreffend die Reichs-Hauptkaffe. Vom 1. Juni 1871. Brsmidrre Beilage zu Nr. 23 enthält: Anweisung, die Medicinalgewichte betreffend. Vom 6. Mai 1871. Nachträge zur Eichordnung vom 16. Juli 1869 und zur Eichgebührentaxe vom 12. December 1869. Vom 6. Mai 1871. Gießen, den 15. Juni 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Starck. Gefundene Gegen st an de: Eine Ackerwaage (in der Wieseck gefunden), eine schwarze Brache ohne Nadel, ein leeres Portemonnaie, ein kleines Schlüsselchen, ein Ueberrourf zu einem Kleide (von silbergrauem Zeuge mit grünem Besatz), ein Portemonnaie mit 2 Kreuzer und 1 Heller und ein seidener Herrnschlupp. Die Eigenthumer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Zugelaufen: Ein Hühnerhund mit weiß und grauem Kopfe und zwei Flecken in der Seite. Gießen, den 19. Juni 1871. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Politisch Der Aufruf an die deutschen Katholiken, welcher, von Dollinger verfaßt, auf Beschluß einer vor Pfingsten in München zu- sawmkngetretcnln Versammlung veröffentlicht ist, widerlegt die in din bekannten bischöflichen Erlassen ausgesprochenen Ansichten und bestreikt die Berechtigung der Bischöfe zu den auf Grund dieser Ansichten über die Gegner der ConcilSbeschlüsse verhängten kirchlichen Eensuren und Strafen. Die Bischöfe hatten die unbedingt bindende Kraft der ConcilSbeschlüsse tehauptet, zugleich aber durch eine künstliche Interpretation dieselben als möglichst harmlos und ungefährlich darzustellcn sich bemüht. Sie bestreiten, daß das Unfehlbarkeitsdogma die Allgewalt und die per- sönliche Unfehlbarkeit des Papstes ausgesprochen habe. Die Gewalt de- Papstes sei schon durch die Lehre der Kirche beschränkt, daß neben der kirchlichen auch eine bürgerliche Ordnung, neben der geistlichen auch eine weltliche Ordnung bestände, die ihren Ursprung von Gott hat, da man in allen sittlich erlaubten Dingen dieser Ordnung auj's Gewissenhafteste gehorchen müsse, die jedoch nicht über den Glauben ihrer Unterthanen zu entscheiden habe. Sie protestiren dagegen, die Entscheidungen des Concils als Attentat gegen die Verfassungen der deutschen Staaten darzu- flellen. Die Katholicität ihres Standpunktes wahren sie durch die nachdrückliche Erklärung, daß es nur eine katholische Kirche gebe, und daß, wo der Papst fei, auch die Kirche sei. ES ist einleuchtend, dcß alle Versuche der Bischöfe, die Bedeutung de« Un- sehlbarkeitsbeschlusscs abzufchwachen und dadurch ihre Anerkennung desselben zu beschönigen, den Widerspruch zu verdecken, in dem ihr gegenwärtige« Verfahren mit ihrer Haltung während des Concils steht, vergeblich sind. Wenn das Un- sehlbarkeitödogma wirklich so unverfänglich ist und nur eine längst anerkannte willkürliche Lehre ausspricht, warum haben sich denn die deutschen Bischöfe so lebhaft der Annahme desselben widersitzt und warum hat die das Concil beherrschende jesuitische Partei ein so großes Gewicht darauf gelegt, gegen den Widerspruch deS Episcopats fast aller großen Culturstaaten und gegen den aller hervorragenden Vertreter der katholischen Theologie die Lehre feierlich zum kirchlichen Dogma erheben zu lassen? Man weiß doch sonst in kirchlichen Kreisen sehr wohl das Wesent- liche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und liebt es durchaus nicht, um eines Nichts willen die öffentliche Meinung in Aufregung zu setzen, es fei denn, daß man sie von einem andern Punkte ablcnken will, was aber hier durchaus nicht der Fall war. Man wollte mit der Verkündigung des Unfehlbarkeitsdogmas etwa« Großes und Neues erreichen, und wenn es gelänge, au« dem Dogma die gewünschten practischen Consequenzen zu ziehen, so würde man es in der That erreicht haben. Wenn die Bischöfe in der gleichfalls geheiligten weltlichen Ordnung eine Schranke der Unfehlbarkeit zu sehen behaupten, so vergess, n sie ganz und gar, daß mit der Lehre von der Unfehlbarkeit zugleich der SyllabuS togma- tische Kraft erlangt hat, der ein eminent politisches Aktenstück ist, und recht eigentlich die Tendenz verfolgt, die Schranke zwischen der kirchlichen und weltlichen Macht zum Nachtheil der letzteren niederzuwersen und die Kirche, daß heißt also jetzt ausschließlich den Papst, zum höchsten und unfehlbaren Schiedsrichter auch in weltlichen Dingen, in den Angelegenheiten der Staaten zu machen. er T h e i l. Kurz, die Stellung de- Cpi-copats ist principiell durchaus unhaltbar; seine Lage ist höchst peinlich, und man möchte sie bedauernSwerth nennen, wenn er dieselbe nicht selbst verschuldet, wenn er nicht der Besorgniß vor einer Kirchenspaltung seine religiösen und kirchlichen Ucberzevgungen zum Opfer gebracht hätte. Die« Opfer ober durste er unter keinen Umständen bringen: das wahre Interesse ter Kirche selbst, deren Einheit er durch seine Fügsamkeit aufrecht erhalten will, verbot ihm dies Opfer. Der Augenblick war feierlich genug, um die Gewissen zu schärfen und sie zu zwingen, jede andere, auch die an sich berechtigste Rücksicht vor den Forderungen der Wahrheit zurücktreten zu lassen. Hier galt eS ein festes: „Ich kann nicht anders" auszusprechen; das haben die Bischöfe nicht gethan; sie haben es Döllinger und feinen Gesinnungsgenossen überlasten und befinden sich jetzt in der Lage, die Männer aus der Kirche auSschlußen zu müssen, die so sprechen, wie sie, die Bischöfe, selbst sprechen müßten, wenn sie ihren Ueberzeugungen treu geblieben wären. Den bischöflichen Erlassen gegenüber beharren denn auch Döllinger und seine Mitstreiter lediglich aus dem von Anfang an mit klarem Bewußtsein und flster Ueberzeugung eingenommenen Standpunkte. Sie verwerfen die vaticanischen Dogmen und sprechen ihre festbegründete Ueberzeugung aus, daß dieselben, trotz aller Ableugnung seitens der Bischöfe, dem Papste persönliche Unfehlbarkeit, absolute Gewalt in der Kirche cinräumen, und daß die vatikanischen Dekrete eine ernste Gefahr für den Staat und die Gesellschaft bilden und also mit den Gesetzen und Einrichtungen der gegenwärtigen Staaten unvereinbar sind. Sie weisen nach, daß die Bischöfe die Neuheit der Decrete sehr wohl kennen und sich derselben schämen; und sie beklagen, daß die Bischöfe den Schmerzensschrei ihrer Diöccsanen mit Schmähungen auf Vernunft uud Wissenschaft beantwortet haben. Die Maßregeln der Bischöfe werden als Gewaltmaßregeln bezeichnet, denen weder für die Priester noch für die Gläubigen eine verbindliche Kraft beiwohnen. Schließlich sprechen sie die Hoffnung aus, daß aus diesen Wirren eine echt kirchliche Regeneration her- vorgehcn werde, wo jedes katholische Culturrolk entsprechend seiner eigenen Art ein freies Glied im Körper der allgemeinen Kirche bildet und CleruS und Laien einträchtig in der Gestaltung de« kirchlichen Lebens zusammenwirken. Aus dem Wege einer solchen Regeneration wurden wir uns auch dem höchsten Ziele ter christlichen Entwickelung, der Wiedervereinigung der christlichen Consessionen, an* nähern können. Lassen wir diesen Schlußwunsch, der in dem Aufruf selbst vorsichtig sormulirt ist, und die Wiedervereinigung der Cons.ssionen eben nur als ideales Ziel der kirchlichen Entwickelung hinstellt, unberückstchtigt und fassen nur das ins Auge, was als nächste Aufgabe der Altkatholiken angegrben wird, so ist es einleuchtend, daß die Derfaffer des Ausrufs vor Allem die Bildung von Nationalkirchen an» streben. Zwar verwerfen sie keineswegs den Primat, ober er gilt ihnen offenbar nur als ein die Einheit der Kirche repräsentirendeS, in seinen Befugnissen ober wesentlich durch den kirchlichen Organismus zu beschränkendes Institut. Die eigent- liche Leitung der Ktrchcn scheinen sie dagegen in die Landeskirchen verlegen zu aus angesehen, die absolute Berechtigung der „altkatholischen en miniature mit sich führte, die Eckart'schr Fabrik mit einem ganzen Arsenal von Pflügen, Sä-u. s. w. ihr Gewerk wenigstens unter einen Hüten gebracht Lorbeer- liebensbereiten. der Kirchen in den bereiten, und hierin lischen Standtpunkt Bewegung. landwirtbschaftlicher Maschinen Maschinen, die Hutmacher, die hatten u. A. So groß der Andrang Versammlung folgende Ansprache an Se. Majestät: Allerburchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser! Eure Kaiserliche Majestät bringen an der Spitze des siegreichen Heeres dem deutschen Vaterlande die Palme des Friedens entgegen. Wir preisen Gott den Herrn, der Eurer Kaiserlichen Majestät schwere W.ge behütete, und all' die Heidenhcrzcn, die aus ihn vertrauten im Kampf zur Abwehr wider seinen übermüthigen Feind, stärkte zum Siege. Die Fürsten und Völker Deutschlands haben Eurer Kaiserlichen Majestät den Tribut des Dankes im freien Entgegenkommen gezollt. Vorüber ist mit Eurer Majestät Kaiserthum die kaiserlose Zelt; das mawtige Fürstenhaus der Hobenzollcrn beginnt die neue Aera der deutschen Kaiser. Wir, die Bürgerschaft Eurer Kaiserlichen Majestät Haupt- und Residenzstadt, tragen die heilige Pflicht, in der Eintracht, Liebe und Hingebung Eurer Kaiserlichen Majestät und dero angestammten Thron dir Quelle vielhundertjähriger Wohlfahrt und großer Errungenschaften zu sehen. Den Fürsten Deutschlands und den übrigen großen Führern der Helden, unseren Brüdern im heiligen Kampfe für Deutschlands Ehre und Recht bringen wir im Fcstschmuck unserer Stadt Anerkennung, Ehre, Ruhm und Dankbarkeit entgegen. Den Mahnen der verstorbenen Helden bleibt in der Geschichte Deutschlands un- auslöschlicher Nachruhm gesichert. Die Thränen, welche die Opfer des KriegeS in vollen Strömen den Augen ihrer Angehörigen entpreffen, sie werden von Negern das Vaterlanvsgesühl befruchten, sie werden sich verwandeln in Thränen der Weh- muth und tröstlicher Teilnahme aller deutschen Herzen auf dem weiten Erden- runde, sich verwandeln, so hoffen wir, in Thränen der Freude über das für Deutschland errungene Glück, fortan unter den Segnungen des Friedens, der Wohlfahrt aller Menschen zu dienen, wachsame Hüter unserer von Gott geschaffenen, einem raubsüchtigen Feinde wieder abgewonnenen Grenzen, werden wir allen Nach- barvölkern gute Nachbarn sein und mit ihnen den der Menschheit würdigen Kampf kämpfen, nach Ebenbürtigkeit in Wissenschaft, Kunst und Industrie zur Wohlfahrt Aller. Das walte Gott. Gott segne Eure Majestät zum Wohle des Vaterlande- und zum Wohle aller Bürger desselben! Seine Majestät, sichtlich gerührt, erwiederte Folgendes: Ich spreche Ihnen zunächst meinen Dank aus für das, was Sie hier gesagt haben und speciell für mich und für die Armee. Wir haben so Großes erlebt, daß wir wissen, wem wir es zu verdanken haben. Aber daß der Himmel uns die Kraft und die Ausdauer gegeben, die Wohlthaten des nun folgenden Friedens als Ausbeute des Erlebten zu benutzen, dessen wollen wir stets eingedenk bleiben und Alles das, was mein theures Volk erlebt hat, die Schätze und Güter, die wir jetzt erst recht kennen lernen, die wir verdanken der Treue draußen und daheim, die wollen wir als lheures Gut für unser Zuluwt bewahren. Ich muß der Stabt Berlin schon jetzt meinen Dank für den unbegreiflich wunderschönen und unvergeßlich festlichen Empfang sagen, natürlich nicht für mich, sondern für mein Heer. Die erste Garde-Infanteriedivision stand im ersten Treffen dicht an die Chaussee herangezogen, die zweite Garde-Infanteriedivision im zweiten, die Garde- Eavalleriebivision und die Corpsartillerie im dritten Treffen. Die vierte Garde- Jnsanteriebrigade wurde flankirt von dem combinirten Bataillon der deutschen Armee und dem Bataillon der König-grenadiere Nr. 7. — Mit enthusiastischem Hurrahruf, der sich theils au- dem Publikum herübrrwälzte, zum Theil von den Truppen zurückgegeben wurde, ritt der Kaiser im Gefolge der Equipagen und der Suite die Aufstellung ab, während die erste Garde-Infanteriebrigadr zum Einzüge aufmarschirte. Um 12 Uhr fetzte sich der Siegerzug in Bewegung. Vorauf ritt der Polizeipräsident von Berlin mit einer Abthellung Schutzleute; ihnen folgte Feldmarschall Graf Wrangel mit dem österreichischen Feldmarschall-Lteutenant Gab- wollen, und innerhalb derselben verlangen sie die Mitwirkung der Laien bei derl Gestaltung des kirchlichen Lebens. Heil, Kaiser Wilhelm, dir i« Siegeskranze, Wie keiner noch geschmückt, ein Hcldenhaopt, Heim führst Du Deutschlands Heer, vom Waffentanze So glorreich, wie'- der Kühnste nicht geglaubt. Du bringst zurück in der Trophäen Glanze Die Lande, einst dem deutschen Reich geraubt. Durch dich geführt, errangen Deutschlands Söhne Germania uns in ihrer alten Schöne. Nun grüßt der Jubel dich von Millionen, Aus deutscher Brust, aus Ost, West, Süd und Nord Schlägl- deutsche Herz, doch unter allen Zonen Treu seine warmen HeimathSpulse fort. O, daß ihr Schatten Dich noch lange labe, Dein Samann-mühen reiche Ernte habe. Se. Majestät erwiederte huldvollst, nachdem er den darqereichten Berlin, 16. Juni. i Das Siegesfest in Berlin. kronz entgegengenommen und über den Degenknopf gehangen: „Es ist zu würdig von Ihnen, meine Damen, mir einen so schönen Empfang zu Doch es sind noch viele Andere, die diesen Dank so recht eigentlich verdienen. Im Namen derselben danke ich Ihnen aus'S herzlichste." Am andern Ende des Pariser Platzes unter einem prachtvollen Baldachin empfingen den Kaiser sämmtliche städtische Beamte. In Stellvertretung des noch immer leidenden Oberbürgermeisters Seydel richtete der Bürgermeister Heevemann von Berlin al- Sprecher einer Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten- Das sprüchw'örtliche Wetterglück der preußischen Könige bewährte sich auch heute bei dem ersten Siegeszuge des deutschen Kaisers. So trüb und grau der Himmel bisher behangen war, so freundlich und fast zu intensiv lächelte heute die Frühlingssonne auf die in Festesschmuck glänzende Kaiserstadt herunter. Schon gleich nach Tagesgrauen wurde es in allen StaNttheilen lebendig, schleunigst wurden die Fahnen und Wimpel aufgehißt, wo noch ein Hau- nicht den grünen Laubschmuck trug, der diesmal fast durchgängig das Festkleid abgab, regten sich fleißige Hände, um das Fehlende nachzuholen — eß blieb kein Haus zurück in dem Willkommen für die zu den Penaten zurückkehrenden Sieger. Um 6 Uhr Morgens füllte sich schon der Straßenzug, der zu der via triumphalis in gewaltiger Ausdehnung führte; um 7 Uhr fanden sich bereits die ersten Gäste auf den Tribünen ein, um 8 Uhr begann Der Aufzug der Gewerke, die in Der bereits mitgetheilten Reihenfolge ihre Plätze einnahmen. Besonderes Aufsehen erregte unter Dem Zuge die Fischerinnung, deren sämmtliche Mitglieder 'm Matrosenanzuge mit schwarz-weißen Schärpen und kunstvollen Emblemen ein* hermarschirten. Nicht minder auffällig waren die Maurer, sämmtlich in Schurzfellen, die Führer mit den traditionellen Bärenmützen; die Stcinsetzer mit ihren Nichtlatten tu den deutschen Farben, die Lehmann'sche Plüschfabnk, welche fast sämmtliche Werkzeugmaschinen ...... “ , .. _ auf der weiten Strecke auch war, trotz der massenhaften bis auf Den letzten Platz gefüllten Tribünen — die Ordnung blieb Überall gewahrt; auf den Straßenstrecken, wo die Gewerke nicht die Chaine hielten, waren Bürgerconstabler postirt, oben am Kreuzberge hatten Die Turner die Wacht übernommen. Die Circulation blieb überall ungehindert, dank der räumlichen Aus- dehnung der Siegesstraße, die auch denen, welche Den im letzten Augenblick riefen? hoch geschraubten Anforderungen der Tribünenbauer nicht genügen konnten, überall den freien Blick auf den stolzen SiegeSzug gewährte. Mit der gewohnten Präcision, durch welche die preußischen Herrscher das fast vergessene Sprüchwort: „Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige", wahr machen, erschien Kaiser Wilhelm, avistrt von 5 sechsspännigen Equipagen, welche die Kaiserin, die Königin Wittwe, die Kronprinzessin, Die Prinzessin Karl, Friedlich Karl, Alexandrine von Mecklenburg und oie faiserlichen Gästinnen trugen, denen sich 4 vierspännige Equipagen anschlossen, gefolgt von einer glänzenden Suite, Punkt 11 Uhr auf Der Hohe de- Tempelhofer Feldes, wo die Truppen auf Der linken Seite Der Chaussee nach der vom General Moltke entworfenen Ordre De balaille Stellung genommen hatten. Das Ziel Der Bildung von Nationalkirchen ist erreichbar, wenn Der Aufruf den gewünschten Anklang und Wiederhall in der katholischen Bevölkerung findet; ob dies der Fall fein wirb, muß sich bald zeigen. Auch würde Die Entwickelung von Nationalkirchen an sich mit Der Aufrechterhaltung des römischen Primats nicht in unbedingtem Widerspruch stehen, aber in ihrem Verlauf, bei Der Schroffheit Der römischen Anschauungen doch möglicherweise zu einer völligen Lösung von Rom führen, zu der ja auch die Annexion Roms durch Italien mit unwiderstehlicher Gewalt hindrangt. Den Ereignissen in Italien gegenüber ist es doppelte Pflicht einzelnen Ländern, sich auf ein selbstständiges Dasein vorzu- liegt Die hohe Bedeutung und, auch vom strenggläubig katho- Das durch die Reden gewaltsam gestaute Hurrah Der versammelten Menge brach nun von Neuem durch und pflanzte sich fort bis zur Blücherstaiue, wo die Damen des kaiserlichen Hauses Halt gemacht hatten und wo Se. Majestät Der Kaiser mit Der Suite Ausstellung nahm, um Die Truppen defiliren zu lassen. Der Vorbeimarsch in Compagniefront und Escadronsfront nahm volle 3 Stunden in Anspruch; Den Anblick von Dem Platze Des Kaiser- wird keiner vergessen; die enthusiastischen Ausrufe des auf den Tribünen dicht placirten Publikums, die bunten Uniformen der als nächstes Aun'torium postirten Offiziere, den martialischen Aus- druck Der in streng felddienstmäßiger Ausrüstung und Doch mit strammster Haltung, als gelte nach langer FriedenSruhe eine FriedensparaDe daher marschirenden Truppen, zu photographiren, ist unsere Feder zu schwach; wir überlass n die- dem Historiker, Mit bcsonDerer Auszeichnung empfangen wurde da- combivirle Jnsanterirbataillon das Garde-Füsilierregiment, die Lieblinge der Berliner, die sogen. Maikäfer, welche neben mehreren wunderbar erhaltenen Marketenderinnen drei niedliche Regimentsjungen mit sich führten, die combinirte Schwadron und die von den Franzosen so sehr gefürchteten Ulan-. Se. Majestät ries mehrere Krieger, die sich besonders durch Ordensdecorationen auszeichneten, au- den Reihen zu sich heran und unterhielt sich kurze Zeit auf das leutseligste mit ihnen. Bald "ach Beendigung des Vorbeimarsch^- begann der Schlußaet Der heutigen Feier, die Enthüllung des Denkmals Sr. Majestät De- Königs Friedrich Wilhelm im Lustgarten. Die Feier hatte einen fast ausschließlich militärischen Charakter, nur das auf den Tribünen, vor und auf Dem Dom und vor dem Museum versammelte Publikum, sowie Die Deputationen der städtischen Behörden sprachen für die Anwesenheit Der Bürgerschaft, Denn Die sich herandrängende Volks- menge blieb Durch Dm Militair-Chaine im weiten Kreise abgcsperrt. Der stattliche, au- allen Theilen Der deutschen Armee zusammengesetzte Zug von Trägern eroberter französischer Adler und Fahnen, welcher vor dem Denkmal mit der Front ucn, sämmt- nach Der von dem königlichen Schlosse her ihren Segen spendenden Germania Ein feierlicher, ergreifender Moment folgte nun. Sämmtliche Tambour- und Hornisten der etngezogcnen Corps gaben da- Signal -um Gebet und nachdem blauem Besatz und blauem Kov EUl^er Lunika, Aufstellung genommen batte, legte nach dem Erscheinen De-Kaiser- auf Dem Platze x‘“ -t,n lenz und einem russischen General. Diese sowohl, wie die nachfolgende glänzende Suite, unter Der sich Die verdientesten Namen des letzten Feldzuges befanden, mit Kränzen und Blumen fast überladen. Nach kurzem Abstand folgten sämmtlich zu Pferde die Generalgouverneure Feldmarfchall Herwarth v. Bittenfeld, General Vogel v. Falkenstein, General v. Bonin, Generallieutenant v. Rosenberg-GruSzcyn-ki und Der sächsische Generallieutenant v. Fabrice, Dann Der sächsische Kronprinz, Die commandirenden Generale der Armee, die Oberbefehlshaber der Armee und unmittel, var vor dem Kaiser Fürst BlSmarck, der Chef des Generalstabs Der Armee, Ge- neral v. Moltke zum ersten Mal mit Dem ihm heute verliehenen Marfchallstab, der K"fg-minifter v. Roon, seit heute zum Grafen ernannt. Wir fügen hier sofort t FrieDrich Karl zu Ehren dc- heutigen Tages zum Chef Des N en Oarde-DragonerregimentS und General v. Manteuffel zum Ritter vom hohen Orden zum Schwarzen Adler ernannt ist. mit dem der Kaiser auf dem Wege vom Tempelhofer Felde bis läfct ö »'M i . erfnnbtrf un» i»'“' t ttr tfU; grtitti» itlitniii^ , x,0 ffu* ®(l)Otrti Lee f* e, lt"< , ®tTtr*p s* ttr Dameuchor eine Hymne intonirt, hielt der Feldprobft der Armee, Thiele, ein ^bet, dessen Wortlaut leider dem Weiterstehenden entging. Einen Moment darauf fiel die neidische Hülle und die gloriose Reiterstatue deS Preußenkönig-, der vor mehr als einem halben Decenium den j'tzt abermals niedergeworfenen Erbfeind deutschen Nation bezwang, leuchtete weithin. Ein betäubendes Hurrah der Vtrfammelten Truppen, sowie des Publikums, vermischt mit dem Victoriadonner ter am jenseitigen Ufer der Spree ausgefahrenen Artillerie bezeichnete diesen feierlichen Augenblick. Zugleich stimmten die Musikchöre daS „Heil dir im Sieger- kränz" an und der vieltausendstimmig gesungene, von sämmtlichen Musik- und Trom- pcterchören begleitete Choral „Nun banket alle Gott" beendete die Feier. Darmstadt, 17. Juni. Zufolge des Abmarsches des 4. Infanterie-Regiments und des 2. Jäger-Bataillons nach Mainz sind die Dislocationcn der Großherzog- lichen Truppen abgeändert worden und jetzt, wie folgt, bestimmt: I. Dislocation für den 18. Juni 1871: Divisionsstab: Heppenheim. 2. Infanterie-Regiment Stab: Heppenheim. 1 Bataillon: Heppenheim, Laudenbach, Hemsbach, 1 Bataillon: Weinheim, Sulzbach. II. Dislocation für den 19. Juni 1871: Divisionsstab: Seeheim, Jugenheim. 2. Infanterie-Regiment Stab: Eberstadt. 1 Bataillon: Eberstadt, Malchen, Sceheim, Jugenheim. 1 Bataillon: Bickenbach, Alsbach, Hähnltin, Zwingenberg, Rodau, Langwaden. III. Dislocation für den 20. Juni 1871: Diviflonsstab: Seeheim, Jugenheim. 2. Infanterie Regiment Stab: Ober-Ramstadt. 1 Bataillon: Ober-Ramstadt. 1 Bataillon: Roßdorf. IV. Dislokation für den 21. Juni 1871: Berlin, 17. Juni. Bei dem heutigen Galadiner im königlichen Schlosse sprach der Kaiser folgende Worte: „Der Gedenk» und Ehrentag, welcher der Welt das Erzstandbild meines königlichen Vaters, der fein Volk und Heer zu unvergänglichem Ruhme führte, überliefern sollte, war bestimmt, im tiefsten Frieden begangen zu werben. Anders war aber von der Vorsehung beschlossen. Ein zweite- Mal wurde Preußen berufen, wie damals mit seinen Allitrten, so jetzt mit dem gesammten Deutschland verbunden, denselben Feind, der uns berauSgefordert, zu bezwingen, von Sieg zu Sieg, in unbekannter Größe und Ausdauer. In der Heimath haben alle Claffen in beiden Geschlechtern sich in Opsersreudigkeit und Nächstenliebe überboten. Volk und Heer stehen unübertroffen vor der Welt. Darum ergreife ich das GlaS gegen Volk und Heer." Der Kaiser nahm bald zum zweiten Male das Wort: „Ich weihe diefis Glas in Dankbarkeit dem Wohle des jetzt geeinten Deutschlands, sowie feiner Monarchen und Fürsten, der abwesenden wie anwesenden." PariS, 17. Juni. Die „Döritö" erklärt, die finanzielle Lage und der Credit Frankreichs sei in mehreren Punkten erschüttert; der lankwirthlchaftliche Credit habe furchtbar gelitten. Der Credit foncier werde 100 FrS. per Actie erheben müssen. Nur der industrielle Credit sei wenig verändert. Florenz, 14. Juni. Abends. Das Parlament hat mit großer Majorität heute die Regierungsvorlage in Betreff der Gotthardsbahn angenommen. Die Gefahr einer Ministerkrisis ist hierdurch gänzlich beseitigt. Tie Lebensversicherungs- und Ersparnißbank in Stuttgart hat wie bisher, so auch pro 1870 wiederum einen äußerst günstigen Rechnungs-Abschluß erzielt. — Deren Rechenschaftsbericht pro 1870 ift erschienen, und ist im Annoncenthetl em kurzer Auszug aus solchem gegeben. a Diese Anstalt bewährt einen durchaus soliden Fortgang, was am deutlichsten daraus erhellt, daß dieselbe seit ihrem 16jährigen Bestehen ununterbrochen gute Resultate lieferte, und der Durchschnitt der Dividende von 16 Jahresabschlüssen 33 Procent der Prämie erreicht. Möge die Versichernng des Lebens zu immer größerer Ausdehnung gelangen, denn es ist dies der einzig richtige Weg der Familie eine Reserve zu schaffen, welche mit voller Zuverlässigkeit in dem Augenblick zu Hilfe kommt, wo die Erwerbsthätigkeit durch den Tod unterbrochen wird. Briefkasten. C. W. Sie werden uns nicht zumuthen, wegen einzelnen Personen den Raun, unsere- Blattes in so großem Maßftabe zu versperren. Gelegenheit ist Ihnen ja auf dem Bureau de- HulsSvercinS geboten. UebligenS sind wir nicht gewohnt, derartige Zusendungen unfrankirt zu erhallen. m v , ♦ n. DaS hieße die Kirche um'S Darf getragen. Wenden Sre sich doch direct an die rechte Schmiede. Diviflonsstab: Darmstadt. 2. Infanterie-Regiment Stab: Bessungen. 1 Bataillon: Bessungen. 1 Bataillon: Ardeilgen, Wixhausen. Berlin, 17. Juni. Die „Kreuzztg." vernimmt, daß Prinz Albrecht (Vater) gestern, fast am Schluffe der EinzuzSselerlichkeiten, von einem glücklicherweise nur leichten Schlaganfall betroffen worben ist. — Großfürst Alexis von Rußland ist zum Clref des 6. Husaren.Regiments ernannt Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. . Oberhesftsche jwJA Eisenbahn-Gesell- schäft. Bekanntmachung. 2610) Am Tage des Einzugs des aus dem Felde nach der hiesigen Garniso zurückkehrenden II. Infanterie-Regiments werden von allen diesseitigen Stationen Billete zu ermäßigten Fahrpreisen nach Gießen, welche gleichzeitig für die Rückfabrt am nächstfolgenden Tage noch gültig sind, ausgegeben. Das Nähere ist bei den Billet- Expeditionen zu erfahren. Gießen, im Juni 1871. Der VerwaltungSrath. Versteigerungen. 2617) Das diesjährige Heugras von den Wiesen der nachbenannten Besitzer: Frau Franz Block Wittwe dahier: CWftr. 2233 Wiese am Leihgesterner Weg, 1763 an der alten Lehmkaute, 797 „ an der Chaussee am Pfau, 275 „ in der Schwarzlach, 210 „ hinter dem Wallbrunnen, 323 „ an der Chaussee,Seltersberg; Herr Johann Heinrich Busch dahier: 379 Wiese auf der Stephansmark, 833 „ am Riegelpfad, links an der Bahn, 326 „ daselbst, rechts an der Bahn, 186 „ am langen Steeg, 900 „ am Heegstrauch, 920 „ daselbst, 928 , daselbst, 384 „ daselbst, stößt auf die Aecker, 417 „ das., bei der Schwalbach'- schen Wiese, 421 , daselbst, an der städtischen Wies e; Herr Christian Löber lll. : 531 Wese hinter der Burg, 295 „ am Gänsacker, 630 „ daselbst; Herr Georg Reiber: 394 Garten, jetzt Wiese, auf dem Gart- feld, 361 Wiese am Riegelpfad, 404 „ am Atzelbusch; Herr Criminalrichier Kungelhöffer: 1200 Wiese am Astrweg; dem Kaufunger Stiftsfonds: 1503 Wiese am Hamm, soll Freitag ocn 23 d. MtS-, Vormittags 9 Ubr, bei den Wiesen selbst meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ift am Russischen Hof, SelterSberg- NB. Sollte der Einzug des Regiments am Freitag stattfinden, so wird die Versteigerung am Samstag abgehalten. Gießen, den 19. Juni 1871. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. im Hegstrauch, daselbst, 71 3118 9 141 995 995 450 bei den in ff«, W fon dc- ,ustc,.cnd.diE- Ä’LÄeScrÄ den °l°d°nn bÄtÄ 1’benbm ^^enangcr siluchsall. m ) Bedingungen, auf dem Bureau des Unter- n,ciftbitltnb uerf,ei«erl 9lrbcit(v a r z.__________________ Cubikfuß. Alsdann wird Dienstag den 27. d. Mts. Hierselbst anfangend folgendes Brennholz Holz, Wellen Eichen - Reisholz, „ Tannen - Forstreiser, meistens zu Bohnenstangen tauglich, und Wellen Weichholz. Lich, am 20. Juni 1871. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigen brodt. Heugras-Versteigerung. 2535) Das diesjährige Heugras von den nachbenannten, dem Herrn Heinrich Becker gehörigen Wiesen: 578 313 1057 514 1367 1554 697 1445 256 „ am Sauergraben, „ daselbst, „ vor dem Stolzenmorgen, „ in der Schinderseck, „ daselbst, „ an den Herrnwiesen, „ die Krummenmorgcn, „ daselbst, , im Biegen, oberhalb dem S (Heidgraben, „ daselbst, Donnerstag den 22. d. Mts., Vormittags, 808 191 801 254 146 608 Heugraö - Versteigerung. 2492) Das diesjährige Heugras von nachbenannten Wiesen der Erben des Herrn Postmeister Kempff von Gießen: □fllftr. 567 Wiese in den Simmetswiesen, 2612) Künftigen Montag den 26. d. Mts., Morgens 9 Uhr, ollen im District „Münchwald", auf dem Schlagweg am Weidenseeeck und Albacher anfangend, versteigert werden: Oftlftr. 1228 Wiese im Weiher, Nachmittags um 2 Uhr, beginnt die Dersteigerung des Heugrased von circa 6 Morgen Gräflichen Wiesen in der Gemarkung Trais-Münzenberg. Zusammenkunft an Ort und Stelle. ArnSburg, den 16. Juni 1871. (2614) Stumpf, Oberförster. 234 „ daselbst; von denjenigen des Herrn Gg- Chr. Spruck: 359 Wiese auf der Stephansmark, im Hegstrauch, versteigert: Stecken Buchen-Scheidholz, wobei Aspen - Prügelholz, 85Vz Stecken Eichen- und Tannen-Stock- daselbst, 1000 „ am Erdkauter Weg; von denjenigen des Herrn Karl Ebel: 500 Wiese im Weiher, 387 „ im Riegelpfad, 978 „ am Schiffenberger Weg; von denjenigen des Herrn Ph. Lampus: Wiese auf's Bruch, „ am untersten Niegelpfad, 2568) Montag ben 19. Juni d. I , Abends 8 Uhr, soll das Heugras von der, der Neustädter Schäferei - Gesellschaft gehörenden 1ütlQ Qjtlftr. haltenden Wiese, die kleine in dem Locale des Herrn Ludwig Herbert an den Meistbietenden versteigert wer- |ben. Konrad Simon. 2613) Donnerstag den 22. d. Mts., des Vormittags um 11 Uhr, ______ sollen tu hiesigem Gemeindehattse nach- mden, 1993 stehende Arbeiten öffentlich wenigstnehmend kleine Weide, in Accord gegeben werden, alS: - Maureraibeit im Schttlhause, veranschl. Feilgebotenes. 2608) Briyant, Kerzen, pr. Paquet 20 fr., empfiehlt C a r l Hosfma n n 2625) Schöne Sellert-4>ftanzen bei C. Rahn. Heugras-Versteigerung. 2611) Donnerstag den 22. d. MtS, von Morgens 9 Ubr an, den versteigert werden. 'soll das Heugras von den hiesigen Gemein- Die Zusammenkunft ist im Weiher bestimmt.! bewiesen an Ort und Stelle versteigert Die Wiesen in der Gemarkung Wieseck kommen Donnerstag den 22. Juni, Vormittags 11 Uhr, im Garten des Herrn U N 0 s Ml k id Für alle Schreibende in 2628) Ncingehaltene das Fabrikat incl. Vervackung nebst Gebrauchsanweisung ocnen ti n ff p i n i n h f > t h a . uuj i Frachtfuhrwese» 25^3) (Sm sreundliches ^aniUienloftiS, 2622) Ein Geselle und ein t-ebrltt^ „ »i i; '"!■ "?(ä Familienlogis, von - —AM-l' f«‘.;Ä'VÄÄ,lÄ‘SSV 'S. 9 ft1"' täglich Dictmilch, in der Milchnicderlo^ hnis^o ,,, uL^™‘nctJu, ^nnelhen und 9 fr-, e Das Nähere bei der Bedienung . d. Bltts. ^>36) .jii ine.nein Hause in der Löivcnaässe Nedacrion, Druck und Vertag der Brühl'schen Univ.-Druck. Dieselben Blattes fr zunächst j zu liefern 1 fl. 12 5 im III. i 5 rothe und blaue Carmin-Tinte, Znchnen auf Leinen rc. baldigst zu beziehen. Exped. d. Bltts. ideutsche landwirthschaft- Versscherungs - Gesellschaft für und Frostschaden sucht in allen Orten Hessens tbätige solide Aaen- teil unter nun ft in»« Markus Engel, am Kreuz. täglich Dickmilch, in der Milchnicderlagi vml I. Blitz, Neuenweg. tüt Post otzog Ist Flkäitcnkrmikc und Brustleidcnde • 2ochhcim in Darmstadt, Lud, ^^splatz.___________ (2478) »? hi* ’-S. *• bÄ®1 ” «en „Gemüthlichkeit." Mittwoch den 21. Juni: Außerordentliche General; Versammlung. __Der Borstand. 2618) Gefunden. Aus dem Selters'- wege ist ein Portemonnaie mit Geld gefunden N? 169 Ä^ei8m‘6toeri"^®1 ^Erkauf von circa 80 Maas tltagl'ck, nach Bedarf auch mehr oder weniger, wird eine Persönlichkeit gesucht, die die nothi^en Garantieen zu bieten ucr« mag. 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(618) t Umfptiid), von dkk L l*m Psinj tmbtr thük olr Eicheth bmu^Du d'N Ritter । irur ti gkslj iMimtt Sil tmbks 1851 Setfen vd fit tint Hon von V vnd jtintn Srrunl kes «Elan davon, »0 an fin tont tinftftt? s Hne tiftrnt bNn, dich Dir tz « ta l" 'P- f7s) (iiue freundliche Woy- .l-ch.ing (auf Wunsch mit Stallung), ist wird demnächst anderweit abgegeben. 2229) Unser GcMäft^XvFal befindet sich von heute an ui dein ehemaligen Postcaffier Hossmann - schen Hause auf dem Wall, Seltersweg Lit « ^'^0, dem Prinzen Carl gegenüber. 9 L‘ Gießen, den 26. Mai 1871. Gebr. Ebel (Weinhandluna.) a”®- Kinster^miebachmeht pi't6bnd)5abr'f ”On 301 Stuppcl in Al- bester Ersatz der M.itter- M.lch durch Aufkoche,i in Milch. C’iTTa C ^oferunaSmittel verbauten viele fftnber ißre ©efunbfteit unb Gedeihen, die Mutter ruhige Nächte. 6 3“ belieben in unb 1 Pfund-Büchsen i> 18 und 3b kr. durch (23i>8) Julius Wallach, in Eichen. 2626) Drell-RöcköU^ grünel ^lveke, letztere von 2 fl. an, empfiehlt - _________A u g. 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