Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sieben Nr. 293 Dienstag den 19. December 1871 mit Einschluß Silbergroschen, zu Vs Silber» Gebietitheilen, Vrets dierteljährig 1 fl- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 6t. 3n den Farben stimmen die neuen Postwerthzeichen mit den bisherigen überein. und fünf Milliarden Kriegskosten zahlen müssen, außer den drei Milliarden, welche ihnen nach dem Eingeständniß der Thiers'schen Botschaft der Krieg selbst gekostet hat. Jetzt verfolgen sie die Chimäre einer sranzösisch-rusflschen Allianz und erregen dadurch das Mißtrauen Englands, das durch das Einlenken Frankreichs in die fchutzzöllnerische Politik ohnehin verstimmt ist. Die Folge wird also sein, daß Frankreich die russische Allianz nicht erlangen, aber seine guten Beziehungen zu England compromittiren wird. Es ist das Schicksal dieses Volkes, daß es die ntchen Güter, mit welchen es gesegnet ist, Preis gibt für Illusionen, welchen es vergebens nachjagt. Seit die absurden Gerüchte über eine sich anbahnende fron» zoßsch.russische Allianz durch den Trinkspruch des Kaisers Alexander vom 8. Dec. energisch dementirt sind, flüchten sich die Pariser Journalisten und sogenannten Politiker hinter den Gedanken eines Zukunftsbünbniffes, welches ihnen der russische Thronfolger vereinst entgegenbringen werde. Die guten Leute bedenken nicht, daß, wenn dieser Traum sich jemals verwirklichen könnte, eine europäische Coalition sich gegen die beiden Alliirten bilden würde. Statt mit solchen unnützen Projekten eine kostbare Zeit zu verschwenden, sollten die Herren bedacht sein, Frankreichs Wunden zu heilen und zu sehen, wie sie mit einem Deficit von 250 Mill. Francs, welches Herr Thiers eingesteht, fertig werden wollen. Was die Geschichte von russischen Mißverständnissen angeht, so hatten die ColporteurS von Neuigkeiten vor einiger Zeit auch wissen wollen, Herr v. Oubrtel habe eine heftige Unterredung xi dem Fürsten Bismarck gehabt, er werde deswegen Berlin verlassen u. s. w. Zetzt wird durch ein Petersburger Telegramm bestätigt, was in Berlin schon längst onstatilt war, daß es gerade Fürst Bismarck war, der die Erhöhung des Herrn dieses Jahres beginnen. Verwendbar werden die neuen Postwerthzeichen aber überall erst mit dem 1. Januar 1872. Die am 1. Januar 1872 in den Händen des Publikums verbleibenden Freimarken, Francocouverts und gestempelten Streifbänder der bisherigen Art können bis einschließlich 15. Februar 1872 bei den Postannahmestellen gegen neue Postwerthzeichen gleichen Werthes umgetauscht werden. Der Umtausch findet je nach der Münzwährung der zurückzuliefernden Postwerthzeichen nur bei den Post' anstalten desjenigen Münzgebietes statt, in welchem die Ausgabe der umzutauschen' den Postwerthzeichen erfolgt ist. Vom 16. Februar 1872 ab werden die bisherigen Postwerthzeichen zum Umtausche nicht mehr angenommen werden und verlieren ihren Werth. Es empfiehlt sich, schon jetzt beim Ankäufe von Marken rc. der bisherigen Art den Bedarf thunltchst nicht über den 31. December d. I. hinaus zu bemessen. Mit Bezug auf das Reichsgcfktz, betreffend die Penstonirung der Militärpersonen, hat das Kriegsministerium die Bundesregierungen dahin verständigt, daß den Anträgen auf Gewährung von Bewilligungen für Wittwen auch der Trauschein oder ein obrigkeitliches Attest über die Eheschließung nebst der Bescheinigung, daß die Ehe bis zum Tode des Ehegatten ungetrennt bestanden habe, beizuschließen ist. Ebenso sind die Bundesregierungen darauf aufmerksam gemacht worden, daß auch die Angehörigen solcher Militärpersonen, die in Folge der Anstrengungen de» Felddienstes im Laufe des Krieges erkrankt sind und bis zum 20. Mai 1872 ableben sollten, Anspruch auf die gesetzlichen Bewilligungen haben. DaS Gesetz über die Eichung von Maaßen, Gewichten und Gefässen hat bekanntlich in Bezug auf die Eichung von Trinkgefässen und Fässern ziemlich lücken- hafte Bestimmungen, welche sich mit dem Herannaheu der Zeit, in welcher die neue Maß» und Gewichtsordnung in Kraft tritt, immer fühlbarer machen. Hinsichtlich der Eichung von Schoppen sind nur Preußen und Mecklenburg noch im Rückstände. Die Eichung von Fässern ist im Gesetze nicht ausgesprochen, gleichwohl verlangt das Gesetz bei Vermeidung von Strafen, daß im öffentlichen Verkehr mit beglaubigtem Maaße zugemessen werde. Man ist lebhaft bemüht, den Unzuträglichkeiten zu begegnen. An einzelnen Orten, beispielsweise in Kiel, find die Gewerbtreiben- den (Brauer) zusammengetretcn, um durch freie Vereinbarung eine Art von Ab- kommen zu treffen, welches wenigstes für die Praxi- einen Anhalt bietet. Aus Rocrop wird gemeldet, daß in dem in einer rauhen Wildniß der Ardennen liegenden Städtchen Revin ein Artillerieunteroffizier mit zwei Pionieren, die dorthin gesandt worden waren, um für die Batterie Eisen einzukaufen, von der Fabrikbevölkerung auf- Gröblichste insultirt und mit Steinwürfen verfolgt wurden, was zur Folge gehabt habe, daß andern Tages zwei Compagnien dorthin abgesandt, einige Verhaftungen vorgenommen, sechs Fabrikarbeiter al» Geiseln mitgenommen, aber wieder freigelaffen wurden, als die Namen von sechs Rädelsführern angegeben wurden, die freilich nicht auffindbar waren, da sie sich nach Angabe des Maire's davongemacht hatten. Die Truppen blieben indessen einstweilen als Strasbesatzung im Orte liegen. Die Franzosen haben voriges Jahr Krieg mit Deutschland angefangen, weil fit das linke Rheinufer und Mainz, weiterhin auch Luxemburg und Belgien haben wollten. Die Folge war, daß sie Elsaß und Lothringen mit Metz verloren haben 18. December. Das kaiserl. Generalpostamt erließ unterm 12. dS. Mts. folgende Bekannt, machung: ich.r Seite mit einer bedeutenden Gehaltserhöhung für Herrn v. Oubril ent- 'prochen wurde. Frankfurt a. M., 15. December. Von Seiten der Stadtkanzlei wird uns zur Publikation mitgetheilt, daß die Volkszählung für Frankfurt nach vorläufiger Zusammenstellung als ort-anwesende Bevölkerung, incl. Militär, 90,748 Personen ergab, als vorübergehend Abwesende 1690 Personen, d. i. gegen die Zählung vom 3. December 1867 eine Zunahme von 12,471 Köpfen. Jene anwesende Bevölkerung repräsentirt 15,789 Haushaltungen und Anstalten, welche sich auf 5486 Wohnhäuser (bebaute Grundstücke) und sonstige Aufenthaltsorte vertheilen. (In Bornheim soll die Zählung nach einer Notiz des „Fr. Anz." 6396 Bewohner ergeben haben, Zunahme über 1200; in Bockenheim 8500.) (Fr. I.) Chemnitz, 11. December. Das „Chemn. Tgbl." schreibt: „Ein Vorfall, der sich in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ereignet hat und den wir nachstehend mittheilen, gibt und Veranlassung, die Arbeiter darauf hinzuweisen, wie verkehrt es ist, wenn noch jetzt die frühem Delegirten des beendeten Strike- durch Beiträge der Arbeiter unterstützt werden, lediglich um das Nichtsthun derselben befördern zu helfen. In dem Saale der „Stadt Mannheim" erschien in später Nachtstunde der „Bürger" I. Most mit einer großem Anzahl seiner Parteigenossen, die sehr bald mit den noch anwesenden Gästen in heftigen Streit ge- riethen, so daß der Wirth, einen schlimmen Ausgang befürchtend, gegen 2i/2 Uhr auf die Polizeiwache sandte und polizeiliche Hülfe verlangte. Währenddem hatte aber auch der Bürger Most nach Unterstützung au-gesanvt, da die Möglichkeit vorhanden war, daß er mit seinem Anhänge an die Luft gesetzt werde. Diese Unterstützung war denn auch sehr bald bei der Hand. An der Spitze von zehn Mann erschien der Schlosser und Delegirte Linke, der, ein Doppelterzerol aus der Tasche ziehend, sich sofort in den Streit mischte und, die Waffe hoch in der Hand haltend, solche auf die Gegner richtete. Hierbei ward er aber von der inmittel» angelangten Polizeimannschaft abgefaßt und, nachdem die Ruhe hergestellt worden, auf die Wache geführt, woselbst man ihm die, wie es sich herausstellte, nicht geladene Waffe abnahm. Es ist, wie schon oben gesagt, ein eigenthümliches Gebaren dieser Delegirten, von den Unterstützungen der Arbeiter zu leben und dabei in den Wirth-Häusern in solchem Uebermuthe aufzutreten und zu renom- miren." Wien, 16. December. Der Kaiser empfing heute den General v. Schweinitz in besonderer Audienz und nahm dessen Beglaubigungsschreiben als Botschafter VeS Deutschen Reiches entgegen. Graz, 13. December. Bei dem Oberlandesgerichtspräsidium ist heute die Anzeige eingelaufen, daß der Bürgermeister von Stainz von einem jungen Bauern- burschen meuchlerisch erschossen wurde. Der Bauernbursche äußerte schon früher wiederholt, er müsse den Bürgermeister erschießen, denn dieser wolle dem Volke seinen Glauben nehmen. Der Thäter wird als geistesschwach bezeichnet und ist geständig; er wurde bereits verhaftet. Loudon, 15. Dec. Die Journale constatiren, daß eine günstige Wendung in der Krankheit de» Prinzen von Wales eingctreten sei und eine Besserung aller Symptome derselben stattgefunden habe. — Die Journale veröffentlichen die Corre- spondenz Lord Granville'- mit Wade, dem britischen Gesandten in China. Letz- terer theilt mit, die chinesische Regierung verlange die Unterwerfung der Missionäre unter die chinesischen Gesetze. Dieselben sollen verhindert werden, gesetzwidrige Handlungen durch eine ungesetzliche Autorität zu decken. Lord Granville erklärte, die Missionäre seien, wie andere englische Untertanen, der Gerichtsbarkeit des englischen Consuls unterstellt. London, 16. Dec., 8 Uhr Morgens. Der Prinz von Wales verbrachte die Einführung neuer Freimarken, Francocouverts und gestempelter Streifbänder. Mit Ende dieses Jahres werden die bisherigen norddeutschen Freimarken, Francocouverts und gestempelten Streifbänder außer Gebrauch gefetzt. An ihre Stelle treten neue Postwerthzeichen mit dem deutschen Reichsadler und der Bezeich- nung Deutsche Reichspost in folgenden Werthsorten: a) In den in der Thalerwährung rechnenden Gebietstheilen, von Elsaß-Lothringen: Freimarken zu V», Vs- Vr- t 2 und 5 Francocouverts zu 1 Silbergroschen und gestempelte Streifbänder groschen. b) In den in der süddeutschen Guldenwährung rechnenden einschließlich des Großherzogthums Baden, dessen Postwesen vom 1. Januar k. I von der deutschen Reichspostoerwaltung mit übernommen wird: Freimarken zu 1, 2, 3, 7 und 18 Kreuzern, Francocouverts zu 3 Kreuzern und gestempelte Streifbänder zu 1 Kreuzer. Erscheint täglich, mir «uS» nähme Montags Expedition: Canzleiberg ßtt B. Nr. 1. Dienstsreimarken werden vom 1. Januar 1872 ab nicht mehr ausgegeben. Die neuen deutschen Freimarken werden von den Postanstalten zu dem Nenn- werthe de» Stempels an das Publikum abgelaffen. Für Francocouverts ist außer dem Nennwerthe des Stempels (1 Sgr. bezw. 3 Kr.) eine Herstellungsgebühr „ ...... ... ... ... und zwar bei den Couverts zu 1 Silbergroschen von 1 Pfennig pro Stück, bei Oubril zum Botschafter in Berlin^gewünscht hatte, welchem Wunsche von russt- den Couverts zu 3 Kreuzern von 1 Kreuzer für je 3 Stück zu entrichten. Ge- ' ‘ ...... ' u " stempelte Streifbänder kommen nur bei den größeren Postanstalten in Parthieen zu 100 Stück zum Verkaufe; 100 Streifbänder ä Vs Silbergroschen kosten 1 Thlr. 6 Sgr. 10 Pf., 100 Streifbänder ä 1 Kreuzer kosten 1 fl. 53 fr. Der Verkauf der neuen Postwerthzeichen wird bei den Postanstalten in Glsaß-i Lothringen und im Großherzogthum Baben in den letzen Tagen des Monats December b7I., bei allen übrigen deutschen Neichspostanstalter». schon Mitte letzte Nackt ruhig. Die Besserung der Krankheitserscheinungen dauert fort. Vor 5 Uhr AbeudS wird kein neues Bulletin ausgegeben. 7) Jedem der Feldschützcn wurde auf Nach uchen eine Zulage von 33 fl. bewilligt. 8) Die Anschaffung von 4 Subsellien für die städtischen Schulen für den Preis von 40 ff. wurde genehmigt. , , 9) Mit dem Vorschläge Großh. Oberförsterei Gießen, den Feldschütz Phiüpp Weller in Wieseck auch auf den Forstschutz verpflichten zu lassen, erklärt sich der Gemeinderath einver- Der deutsche Hilfsverein von Chicago. standen. II. Vom 7. December 1871. Bßrsennachrichten. 16 December 1871. 795/. Oberhessen Anlehensloo««. iKurh. 40 Thlr. Loose 68 V2 yOeat- Creditaot. 319^4 Der An- und Verkauf von Staatspapieren, Actien, Loosen, Prioritätsobligationen, Cou- 1882r 967/s 1885r 98% 1887r 993/8 t z e n. e Sitzungen: 1871. Prioritäten. 3°/q öster. Stsb.-Prior. 58Vs 3% öat. a. Lombard 79 3% Livorneser 37Vs 5% Toscaner 57 Vs 5% Elisabeth.-Prior. 81 % do. DL. Emiss. 79% Anwesend waren: Der Großh. Beigeordnete Felsing, die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Gail, Haustein, Korber, Löber, Nagel, Ricker, Rosenberg, Silbereisen, Wallenfels und Wenzel. 1) Der mit der Bergwerks-Gesellschaft „Eleonore" abgeschlossene Vertrag für Benutzung der städtischen Waage am Neuftädter Thor erhielt die Zustimmung des Gemetnderaths. 2) Zur Revision der VerficherungSkapitalien im Brandkataster von Gießen wurde eine Commission, bestehend aus dem Großh. Bürgermeister Vogt und den Großh. Beigeordneten Bücking und Felsing erwählt. , 3) Der Kaufvertrag mit Balthasar Weber über abgetretenes Gelände an der Gruuberger Straße als Bauplatz wurde unterschrieben. 4) Der Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der hiesigen Realschule für 1872 wurde zur Prüfung an den Finanzausschuß verwiesen. ■ 5) Dem Vorstande der Kleinkinderschule wurde gestattet, auch dieses Jahr den Turnsaal für die Ehristbescheerung zu benutzen. 6) Ein Gesuch der Balser-Stiftung, um die Erlaubniß zur Anlage einer Rohrenleltung nach der Wilhelms-Straße wurde dem Bauausschuß zur Aeußerung übergeben. 7) Auf Antrag des Gemeinderaths Hanstein wurde beschlossen, dahin Verwendung eintreten zu lassen, daß bei definitiver Besetzung der Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule der jetzige Vicar Herr Freiensehner bestätigt werden möge. 8) Die Vergütung des Kirchenhe.zers Philipp Laudon wurde für das Jahr 1872 auf 75 fl. erhöht. Actien. Frankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 121 Darmst. Bankaot. 455 Wien Bankaotien 805 Galizien 2553/d Actien. 5% östr. F. St. E. B. 391% Lombard. Bahn 200% Ludwigsh.-Bexbach 196% Maxbahn 143 Bayer. Ostbahn 1443/4 Rhein-Nahebahn-Act. 39 Vr Hess. Ludwigsb.-Act. 182 Loeirl-Not Beschluss des Gemeinderaths aus den Geldsorten. fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57i/2—58V® Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 17Vs—18 Vs Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24%—25 Va Frankfurt a. M., 16. December. Börsenbericht. Bei ziemlich trägem Geschäft waren die Course heute bei Beginn der Börse fest, ermatteten etwas, da von Wien wieder Morgeunotirungcn eintrafen, wobei daS in der letzten Zeit sich so oft wiederholende Wort „Geld, noth" gemeldet war. , ES machte einen eigenthümlichen Eindruck, daß die Nationalbank in Wien gestern rhren DiSconto herabsetzte und bereits heute schon wieder über Geldknappheit man von dorten klagt; eS scheint fast, als wenn diese so häufig wiederkehrende Geldknappheit am Wiener Markt ihren Ursprung größtentheils künstlichen Manipulationen zu verdanken habe. Gegen Schluß des Geschäfts hin wurden günstige Berliner Notirungen bekannt, worauf ziemliche Kauflust entstand und schließt das heutige Geschäft für Credit 319‘/2, Staatsbahn 392, Lombard 201 Ve- _______________________ Nassau 25 fl. 44 40/g bayr. Präm.-Anl. 112Vs Ansbacher 7 fl. 12Vs 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 69 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 365/8 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Trioritätsloose 190 1860r Loose 86Vr 1864r „ 139 Braunschweiger 19 Vs Stadt Florenz 82 Spanier, neuest. 3% 313/4 PreusB. 4Vr0/9 Oblig. 1003/4 Frankf. 3V2% Obi. 87% Nass. 41/3 o/o Obi. 99 Kurhess. 4Zett des grofsie» Wohlstandes d-r Stadt ausreichte, geht jetzt nicht me§r, und die Relief und Aw Society macht Uber beim besten Willen, sie zu vermeiden, doch Fehler, von deren Tragweite sie sich kaum eine Vorstellung machen kann. Während es daher durchaus nicht die Absicht sein kann, das Verdienst der Relief und A.d soctet- zu schmälern, muß aus der andern Seite die dringende Nothwendigkeit der deutschen Unterstützungsgesellschaft hervorgehoben werden. Die Deutschen im Lande, denen daran gelegen ist, daß die von ihnen gesammelten und noch zu sammelnden B l- träae schnell und wirklich helfen, werden daher gut thun, alle Liebesgaben an das deutsche Hilfscomite zu schicken, und sie können das mit dem Bewußtsein thun, dieselben guten Händen anoertraut zu haben. Und noch eins: Mögen sie beherzt" •» m .»I*.« •*. « - • --....... »*..... ....... „ wurde gut geheißen. .«umi~ I. Vom 30. November Anwesend wann. Der Genßh. Bürg.rmelst.r Vogt, di- G«m.ind--°thSmitgli-d-r Berg, SAnrFinfl folffna Gail Hanffein, Heß, Körber, Löber, Nagel, Silbereisen und Wenzel. ) DemStadtrentmeister Enders wurde für Verrechnung der Kriegskosten vom Jahr 1866 eine Ertravergütung von 200 ff. bewilligt. , , 2) Ein mit Ludwig Stohr abgeschlossener Vertrag über an denselben abgetretenen städtischen Grund und Boden neben seinem Hause erhielt die Zustimmung deS Gememderaths. 3) Die Eingabe des Dr. med. Bruel, die Mißstände des Canals vor seinem Hause in den Neuenbäuen belr., wurde an den Bauausschuß verwiesen. , 4) Auf Nachsuchen wurde mit Zustimmung deS Dirigenten des Schulvorstandes dem hiesigen Regiments Commando gestattet, zu dem theoretischen Unterricht für Unteroffiziere zwei Säle tm Schulhause in der Neustadt bis Neujahr zu benutzen, wenn die Kosten für Heizung, Beleuchtung und Reinigung vom Regiment übernommen werden. 5) Auf ein Gesuch des Ausschusses der Fortbildungsschule wurde beschlossen, die beiden Lehrsäle im Schulhause in der Schulstraße mit Gasbeleuchtung einrichten zu lassen. WecliMel. Amsterdam k. S. 98% Augsburg k. S. 99% Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 96 Brüssel k. 8. 92% Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. H7% Lyon k. 8. 91% Paris k. 8. 91% Wien k. 8. 99% ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 4% Besondere Bekanntmachungen. Bekanntm a ch u n g. 5426) Die in Friedenszeitcn vorkommende Einquartierung von Mannschaften der hiesigen Garnison haben schon mehrfach Anlaß zu Klagen gegeben, weil sic für die Einwohner durch das öftere Wiederholen sehr lästig erscheint. Um diese Belästigung für die Quartiergebcr vorerst zu beseitigen, hat der Gemeinderath beschlossen, zu versuchen, ob sich nicht wie früher Leute finden, welche die Einquartierung freiwillig gegen Vergütung aus der Stadtkasse aufnehmen wollen. Alle hiesigen Einwohner, welche unter diesen Verhältnissen Mannschaften aufnehmen können, wollen dies unter Angabe der Zahl und des Preises bei uns anmcldcn. Gießen, den 16. December 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.___________ werden und werden alle nicht erscheinenden Gläubiger, welche durch einen gehörig legi- Itimirten Bevollmächtigten nicht vertreten noffpnhtffco Miiffftrhpritrm Ianberaumt und alle Gläubiger der Konrad r^effenmcye ^Ufforoerung. Eheleute zu diesem Termine unter 5190) Nachdem Großherzogliches Hofge- dem Rechtsnachtheile des stillschweigend einricht der Provinz Oberhessen über das Ver-' tretenden Ausschlusses von der Masse gela- mögen der Konrad Zimmcr's Eheleute den. In diesem Termin soll über Liquidität von Lang-Göns den formellen Concurs und Priorität der Forderungen, Bestellung erkannt hat, wird Termin zur Anmeldung eines Gläubigerausschusses und Massecura- von Forderungen und Ansprüchen aller Art, tors, sowie Versilberung der Masse ver- sowte Geltendmachung und Begründung handelt, auch nochmals die Güte versucht von Vorzugsrechten auf —k """ Montag den 12. Februar 1872, Vormittags 9 Uhr, sind, den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger, auch bezüglich eines zu Stande kommenden Arrangements beitretend erachtet. Gießen, den 29. November 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba. Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 5049) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Dienstag den 19. December, 2) Mittwoch „ 20. „ 3) Donnerstag „ 21. „ 4) Samstag „ 23. „ 5) Mittwoch „ 27. „ 6) Donnerstag „ 28. „ 7) Samstag „ 30. „ Die Interessenten werden daher aufge fordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich legitimtren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die ans Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. November 1871. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. B erfkeigerrmgen. Bekanntmachung. Lieferungen in das Bezirksgefängniß dahier betr. 5435) Der auf Donnerstag den 21. December I. I. Vormittags 10 Uhr anberaumte Termin wird wegen eingetretener Verhinderung auf Nachmittags 3 Uhr verlegt. Gießen, den 18. December 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. Versteigerungen bei der Stadt Gießen. 5420) Die Versteigerung der nachstehenden Arbeiten und Lieferungen pro 1872 soll an nachstehenden Tagen in der angegebenen Reihenfolge auf dem Nathhaus abgehalten werden: Donnerstag den 21. December 1871, von Vormittags 9 Uhr an: der Taglohn, der Fuhrlohn, das Anfahren des Holzes, das Kleinmachen des Holzes, das Aufräumen des Stadtringgrabens, das Reinigen der Oefen in dem Rathbaus, auf dem Thurme und in den städtischen Schulen, das Auf- und Abschlagen des Geländers am Badeplatz in der Lahn, ' die Aufräumung der Fluthgräben, Wilhelm Orbig am Kreuz bei Für Weihnachten O. Hefter empfiehlt I. A. Busch Söhne. Der Hessische Hausfreund Jubiläumsausgabe 1872. 70 Seiten. Preis (50. Jahrgang) mit vielen prächtigen Bildern, nur 8 fr. 5176) Frische Citronen von 3—6 fr. empfehlen I. A. Busch Söhne. Mühl-Versteigerung. 5196) Die an der Lahn gelegene Badenburger Mühle mit bedeutender Wasserkraft, 3 Mahlgängen und 1 Schlaggang neuester Einrichtung. 1/< Stunde von der Main-Wescrbahn-Station Lollar und 3/4 Stunden von Gießen entfernt, soll, eingetretener Sterbfälle wegen, im Termin Samstag den 23. December 1871, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden und bei annehmbarem Gebote sofortiger Zuschlag erfolgen. Die sehr günstigen Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht, sie sind jedoch auch schon vorher bei dem geschäfts- führenden Vormund, Buchführer Karl Lang in Gießen, zu erfahren. Sämmtliche sehr geräumige Muhl-, Wohn- und Oeconomie-Gebäude sind neu erbaut. Die Mühle läßt bei ihrer großen Wasserkraft noch eine Vergrößerung zu , und es kann in den großen Räumen auch noch em Fabrikgeschaft mit dem besten Erfolge betrieben werden. Außerdem gehören zu der Mühle 25 Morgen Ackerland und Wiesen in guter Lage, welche, falls man darauf reflectiren sollte, ebenfalls verkauft werden können. 5431) Mittwoch den 20. December, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem früheren Pfandhauslocale dahier ein Sopha, Spiegel, Schwarzwäldcr Uhr, zwei Frauenröcke, ein Paar Hosen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. December 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. steine, das Fahren der Straßenunterhaltungssteine, die Anlieferung von Kies auf dieStraßen, die Reinigung der öffentlichen Plätze; Freitag den 22. December 1871, von Vormittags 9 Uhr an: das Zerschlagen der Straßenunterhaltungssteine, die Handarbeiten auf den Straßen (seither im Taglohn besorgt.) Gießen, den 16 December 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Es wird nur 3 Tage verkauft. Für Wiederverkäufer ertra großen Rabatt Erledigte Baumeisterstelle. 5402) Die im Monat März k I. bei der Stadt Gießen erledigt werdende Baumeisterstelle soll bei einem Gehalte bis zu 1200 st. besetzt werden Bewerber um dieselbe wollen ihre Anmeldungen mit Zeugnissen versehen bis zum 15. Januar 1872 bei uns abgeben. Gießen, den 15. December 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 5214) Feinstes Blüthen- und Waizenmehl in verschiedenen Sorten, aus der Kunstmühle der Herren Fr. Peppler & Comp., unverfälscht zu denselben Preisen Frische Hefe Carl Heil, Schloßgasse. cq Feilgedotenes. !Zu Fellgeschenken! £437) Schirme in allen Gattungen, Spazierstöcke in größter Auswahl. Die Preise sind fest, aber solid. Verkaufslocal: Lindenplatz, neben Herrn Kaufmann Hirsch.26. Frank. 5188) Gestoßener Zucker, Feinstes Blnthenmchl, । Carl Hoffmann. Mtisillvtrlc imb Spieldosen Mnn o b.« M Stück- fpMmb, mit und ohne Glocken und Trommel, Costagnetten Himmelsstimmen, Mandolinen zu Uhrenhandlung. (2587) Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindrner und Oberhesfische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. 5393) Feinste Gothaer Ecrvclatwurst, Frische Citronen, „ Orangen emvfieblt Emil Fischbach, tmppe9U Seltersweg. Gustav-Adolfs-Kalcndcr. Herausgegeben von Pfarrer Ritter in Planig. 19. Jahrgang. 1872. Jllustrirt mit guten Bildern. Preis 8 fr. Zu haben bei allen Bnchhändlern nnd Buchbindern. (5314) die Materiallieferung für die Pflaster- 5365) Aechte eingemachte . Gurken empfiehlt ' Carl Lony. 'chwarzen Taffet, <*ros-faillC) wollene und halbwollene Kleiderstoffe, glatte und gestickte Weißwaaren, Bloufen, Aer- mel und fragen, Morgenhauben, gestickte und Spitzen- taschentncher, leinene und baumwollene Taschentücher, Gnipnre- und Tüll-Decken nnd »Schoner, graue leinene und rothe Tischdecken, Piquö- und PLgutchecken, baumwollene gestrickte Kinderjacken und Häubchen, Corsetten und Ikeisröcke; wollene Maaren, als: weiße, rothe und graue Flanelle, Unterjacken für Herren und Damen, Hemden, Cachenez lind Palatins, Shetlandsbawls, Ananas-Echarpös, Trieot- und Bukskin-Handschuhe; , a weiße und ächtfarbige seidene Tncher und Foulards; waschlederue und Glacehandschuhe. Zugleich bemerke ich, das; ich eine Partie weiße Maaren, Kleiderstoffe und rein wollene Longshawls im Preise zurückgesetzt habe, die sich für Weihuachtsgescheuke besonders eignen. Gasfabrik zu haben.__________________ 5413) Vorzüglich frische Milch ist stets zu haben auf dem Bureau der Vereiuigteu Dienstmäuuer (Löwcngasse) PH, Müller. 5003 ) Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade empfehlen I. A. Busch Söhne. 5380) Feinster grüner nnd schwarzer Thee, Ceylon-Zimmt, Chocolade, ächte Pnnsch- Gssenze aller Art, sowie Wachsund Stearin-Kerzen bei 5429) Regenschirme und englische Gummi chnhe billigst I. Köhler. 4937) Regenröcke, Moleskinröcke (letztere sehr 'tark und dick), sowie Gummifchnhe, empfiehlt Karl Wenzel. reparatur, der Taglohn bei der Pflasterreparatur; oou Nachmittags 2 Uhr an: __ das Brechen der Straßenuntcrhaltungs- für Zimmerheizung sind fortwährend in der empfiehlt zu bevorstchendeu Weihnachten sein Lager in lackirten Bleche und Metall-Waaren, als: Präsentirteller, Kaffeebretter, Zuckerdosen und -Streuer, Frühstückdosen, Obst-, Brod- und Strickkörbchen, Schlüsselschränkchen, Brief- und Toilettenkasteu, lackirte und messingene Ofenschaufelchen mit Besen, Gewürz-, Wachsstock- und Votauisirbüchsen, Wandwaschgcfäße, Leuchter in Messing und Brouce, Schreibzeuge, Taschen-, Tisch- und Wandfeuerzeuge, Köcher und Federkästchen, Sparbüchsen, Serviettenbänder, Besteckkörbe, Eß-, Thee- und Vorleglöffel tu Neusilber und Britannia - Metall, lackirte Waffer- Eimer und Kannen, Waschschüsseln, Spuckkasten, Briefdrücker, Uhrhalter, lackirte Blechbüchsen mit Schrift für Kaffee, Thee und Suppensachen, Straßenspiegel, Vogelkäfige u. s. w. a«"9lod) nicht sage wesen! Zinn Ersten Male in Kiesten. Großer Ausverkauf! 5433) Wegen Aufgabe eines Geschäftes in Frankfurt sollen nachstehende Waaren zu spottbilligen Preisen während drei Tagen, Montag, Dienstag und Mittwoch ausverkauft werden, als: Corsetten, grau und weiß von 42 kr. an, Seelenwärmer von 36 kr. an, Halstücher von 15 kr. an, Wollene Socken (gestrickt) von 18 kr. an, Wollene Hemden von 1 ft. 12 kr. an, Cachemir-Kaputzen von 48 kr. an, Kragen und Manchetten von 6 kr. an, Palatins (Wolle) von 9 kr. an, Knabenmützen und Hüte von 24 kr. an, Herrenhalsbinden von 9 kr. an, ferner: eine Parthie Weißwaaren, Tischdecken, Kommodedecken, Crino- lines, Handschuhe, Unterhosen, Unteriacfc-a, Blumen, Federn. Feste Preise. Man komme und überzeuge sich nur. Berkansvlokal Chines. Haarfiirbe-Tinrwr Hamiar^- “ÄX«?"'»“I,1,1 'J"1'11 wif in der Mühle, empfehlen MLN-.rK.rr-M' » ----rTTTT Mein Lager in allen Arten Petroleum-Lampen, für deren Güte ich garantice, sowie einzelne Lampentheile, als: «rentier Wiße Basen, Kugeln und Tulpen, Milchglas- und Papier- empfehle ich zu billigen Preisen. Wilh. Orbig, am Kreuz. 5122) Frische Lachs- Forellen zum Rohessen sind wieder eingetroffen. I. A. Busch Söhne. 5425) 8 bis 10 Malter Kartoffeln, sowie auch Stroh, verkauft Wittwe Pfaff, Kaplansgafle. 5087) Bückinge zum Backen empfehlen I. A. Busch Söhne. Italienische Haselnüsse sind angekommen bei , Emil Fischbach, (5392) _______________Seltersweg. Billige Flanellhemden (5399) bei Emil Orbig, Neueuweg. 5421) Lichthalter an Weihnachts-Bäumchen empfiehlt __________Wilh. Orbig, am Kreuz. 5410) Meine beliebten Honigkuchen in verschiedenen Sorten, 2tnis, Pfeffernüsse, und anderes Goiifcct bringe ich in empfehlende- Erinnerung. ______________Georg Busch, Kreuz. 5260) Wachsstöcke und Wachslichter in verschiedenen Größen, sowie Lichterhalter an Weihnachts-Bäumchen, empfehlen I. A. B u fch Söhne. 5427) Gold- und Silberschaum, Lichter an Christbäume empfiehlt H. Sonntag, Buchbinder, _________Kirckenplatz Nr. 24. 5318) Ztmmerclosctts mit selbstthäti- ger Desinfection, BelocipedeS, Regenschirm- und Feuergeräthständer, Feuc- rungsgcräthe aller Art, nicht rostende ttohlcnlöffel, Kohlenkaftcn mit und ohne Deckel, Kohleneimer, Kochgeschirre aller Art, Dampfkochtöpfe, Petroleum- Kochapparate , Bügelcifen, Schlittschuhe, neueste Arten zum Anschrauben und Anschnallen; Jagdgewehre, Revolver, Terzerole, Pulver, Schrot, Le- faucheux-Patronenhülsen in verschiedenen Nummern; neue Waagen, Gewichte, Maaßstäbe und Rollbandmaaße; Blumentische, Flaschenschränke empfiehlt I. G. D. Bapst. W e O) ». 2»1 in empfehlende Erinnerung zu bringen. The Gresham (5438) ! Aus T “'frpttljlg. Redaction, Druck und Verlag der- Brüh l'fchen Univ.- Druckerei.(Fr. Ch r. Pietsch) in Gießen 03 alle gen Photographie - Albums Schreib-Albums, Briefmappen, Kollegmappen, Portemonnaies, Cigarren-EtuiS, Feuerzeuge, Brieftaschen und Notizbücher, Bilderbücher, fltmalte u. uugemalte Bilderbogen, Münchener Bilderbogen, Modell-Cartons, Laubsäge-Muster, Ankleide-Puppen, Farbekaüeu, Reißzeuge, Schreib- und Zeichnenkästchen, Schulmappen, Zeichnen-Vorlagen, Etuis mit Faberstisten, Ctuis mit färb. Stiften, Lampenschirme, t Thici ij ♦ Der $n dm ßtn ui Majori M in Nr nil VsrmiethuKgen. 5428) Eine Stube und Kammer, Pferdestall und Lagerraum zu vermiethen. Ernst Pitthan. ; 5397) Ich suche für 1. April k. Js. eine Wohnung von 5 bis 6 Zimmern, Küche re. Dittmar, Hofger.- Advokat. Zum Schluß die Bemerkung, daß es traurig ist, ohne Grund einen ehren- werthen Stand zu verdächtigen, welcher nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht arbeiten muß, um Erwachsenen wie Kindern für die Nahrung' zu sorgen, welche von früh bis spät unentbehrlich ist. Gießen, im December 1871. Photographieen, Photographie Stahrnen in verschiedenen Sorten, Wandtafchen, Damen-Neceffaires, Papeterien, Schmuckkästchen, Gesangbücher, Ntr, Ich teifammlung, u gehalitm 6nh öttade in dikßi «f «’ne ihm g ingagittn u W& kaum c fernem Sturze ^"ivskNthums dokschlag uno Möglich, wa Dersel 1 fl. 12 fr., Den s tm 1. Quarta Siejei Wr a I Dieselben fön I Blattes testin | gelegenen Post Die s auf Gegenseitigkeit gegründet im Jahre 1835. (Kapitalvermögen über Neun Millionen Gulden. 5434) Die unter specieller Aussicht des Staats stehende Anstalt schließt Arten von Versorgungs-, Lebensversicherungs- und Renten-Verträ unter den billigsten und vortheilhaftesten Bedingungen ab. | werken wir c | gediegenen O j merksam, daß । iß und wir r mitzutheilen. Die Christbescheermig der Kleinkinderschule wird Mittwoch den 20 December, Nachmittags halb 5 Uhr, in der städtischen Turnhalle stattfinden. Wir laden zu derselben die Freunde der Schule hiermit herzlich ein und bemerken, daß an der Thüre, so wie früher, ein Eintrittsgeld von 6 fr. und 3 fr. zum Besten der Anstalt erhoben wird. Der Vorstand. Erwiderung auf die bescheidene Anfrage des mit 5 Kindern gesegneten Familienvaters. ' Das Pfund Roggenbrod kostet eben 4% Kreuzer, während solches demnächst bei vollständig gleicher Qualität (?) von Berlin für das hiesige Militär zu 3^3 geliefert werden soll. Das einfachste für den Herrn Familienvater ist, sein Brod bei der Gelegenheit mitzubeziehen oder auch nach Empfang von Seiten des Militärs an der Caserne zu kaufen, da notorisch von dem gelieferten Brode stets und zwar in der Regel noch unter dem Lieferungspreise käuflich zu haben ist. Gesundes, gutes Kornmehl 0 und 1 gemischt kostet 5i/4, das geringste gute Weizenmehl 5H/20 Kreuzer pr. Pfund ohne Octroi. Was Holz, Kohlen, Hausmiethe und Steuer hier kosten, wird dem Herrn Familienvater bekannt sein, und in welcher Weise heutzutage Gesellen und Arbeiter behandelt und bezahlt werden, kann er bei jedem Geschäftsmann in Erfahrung bringen. Der Bäcker verdient an der sogenannten weißen Waare, Brödchen rc. bei den jetzigen Mehlpreisen nichts, im Gegentheil, er muß bei manchen Artikeln eher ein kleines Opfer bringen, und daß er bei solchen Verhältnissen und den vielen Schattenseiten seines Berufes noch so billig liefert, muß jeden redlich denkenden Menschen befriedigen. Giebt es vielleicht bei den Bäckern keine Familienväter und haben diese nicht hin und wieder auch 5 Kinder? Der Schoppen Bier kostet 4 Kreuzer, 200 Pfund Kartoffeln 5 Gulden. Da dürfte wohl 1 Pfund gesundes Roggenbrod zu 43/4 Kreuzer das billigste sein. Es steht gesetzlich Jedem frei, Bäckereien zu errichten und an den glänzenden Verdiensten zu participiren, weßhalb der Herr Familienvater ganz allein, ohne Actien, ein derartiges Geschäft errichten sollte, weil er ja dann den Verdienst allein genießt. Der Bäckerstand ist hier nicht übersetzt, weßhalb derselbe tüchtig vorwärts kommen müßte, um so mehr, als er hier ein durchaus solider ist. Es ist wohl kein Bäckermeister zu nennen, der nicht tüchtig arbeitet, und der nicht auf der andern Seite einen soliden Haushalt führt. Man wird in Verlegenheit kommen, wenn man hier einen Bäcker nennen soll, der über seine Verhältnisse hinaus Luxus treibt. — Dem ohngeachtet sind seit 20 Jahren viele Bäcker ganz zurückgekommen, und die, welchen es gut geht, verdanken dies theilweise ihrem Privatvermögen, theilweife strengem Fleiße und großer Sparsamkeit. Mein il* nachts-] in reichster Auswahl, enthaltend: Die Gartenlaube. Die Nr. 49 bringt folgende Beiträge: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt. (Fortsetzung.) — Tie Frauenbewegung in Deutschland. Von F. v. D. Mit den Portraits von Auguste Schmidt und Louise Otto-Peters, die beiden Vorsteherinnen des deutschen Frauenvereins. — Wanderungen durch Elsaß und Deutsch-Lothringen. Von Robert Aßmus. — 1. Die Burg der Riesen. Mit Abbildung: Burg Nied eck. Nach der Natur aufgenommen vom Verfasser. — Wie man in England ißt und trinkt. Von Coroin. Blätter und Blüthen: Sch lau in er auf glücklicher Fährte. Von Guido Hammer. Mit Abbildung, Originalze'.chnung vom Verfasser — Ein Märchenerzähler. — Australischer Schlangenhandel. — Zum Kartenspiele unserer Soldaten im Felde. — Kleiner Briefkasten. Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Groscherzog- tljuni Baden, Die Dividenden, die die Anstalt bei Lebensversicherungen gewährt, werden nach Verhältniß der Höhe der jeweiligen Dcckungskapitalien der Versicherten vertheilt. In Folge dieser Einrichtung werden bei demjenigen Versicherten, der ein hohes Alter erreicht und dessen Arbeitsunfähigkeit hierdurch abnimmt, die Prämien durch die Dividenden fast gedeckt, so daß also die Besorgniß, im Alter die Prämien nicht bezahlen zu können, wegfällt. Die noch unerhobenen „nach den Rechnungsergebnissen wachsenden Leibrenten" bitte baldigst bei mir in Empfang zu nehmen. Zur Vermittelung von Verträgen und Ertheilung von Auskunft bin ich gern bereit- Gießen den 16. November 1871. I. Böck, Agent, ^.Gartenstraße, im Hause des Herrn Hofg.-Adv. Engelbach II. sowie säimntliche Schul- und Büreau-Bedürsnisse, erlaube ich mir ., , Ferner empfehle noch eine Auswahl von geschnitzten Holzwaaren, als: Wandtafchen, Schreibzeuge, Uhrenhalter, Kleiderhalter, Feuerzeuge rc. rc., welche sämmtlich für Stickereien eingerlchtet find. Wilhelm Klee, neben dem Rathhaus. $ W o, ?«• 4 *« 4.,' a * D • "»ddkh. H tot«" ‘"‘»•flam, Englische Lelienslierstcherungs - Gesellschaft in London Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten. Resultate des am 30 Juni 1870 abgelaufenen 22ten Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- sammtzahl der Versicherungs-Verträge auf 23,945, für eine Total - Vcrsiche- ruugs - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. Prämieneinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinscrträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte (Kapitalien eine Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt. Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fcs. 3,470,084. 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Capitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt- Der Gesammt-Reservcfond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs. Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Vertheilung. Prospekte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der Filiale für Westdeutschland M. Fecht in Mannheim, Friedrichsstaße 36, Ober-Jnspector Äeil für Hessen in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: S. Flörsheim. 1 Obligationen ber Stadt Barletta. Garautirt durch die Gesammteinnahmen der Stadt, sowie durch ein Depositum von Frcs. 341,000 jährl. Renten, bestehend in Obligationen mehrerer italienischen Städte, wie Neapel, Florenz u. f. w. Prämien: Frcs. 2,000,000, 1,000,000, 500,000, 400,000, 300,000, 200,000, 150,000, 100,000 rc. Bis zum Jahre 1894 abwechselnd 4 und 5 Ziehungen jährlich. Nächste Ziehung am 2(6. December a. c. Die Rückzahlung einer jeden Obligation mit mindestens Frcs. 100, sowie die Zahlung der Prämien erfolgt ohne jeglichen Steuerabzug in effectivem Gold in Barletta, Paris, Florenz, Neapel, Berlin und Frankfurt a. M- Die schon gezogenen Obligationen behalten das Anrecht auf alle späteren zur Verloosung kommenden Prämien und kann demnach ein und dieselbe Obligation mehrere Male mit Prämien gezogen werden. Mit dem deutschen Stempel versehene Original-Obligationen von Frcs. 100 sind erhältlich zum Preise von: Fl. 23. 40 kr. = Thlr. 14. 20 Sgr. = Fl. 22. österr. W. Silber — Frcs. 55. bei allen Bank- und Wechselhäusern und namentlich in Frankfurt a. M. Vermischte Anzeige». । 5436) Ein mit guten Zeugnissen versehener junger Mann gesetzteren Alters wird als Stadtgerichts-Diener-Substitut gesucht. Näheres bei Schäfer, ___________________________Stadtg.-Diener.^ 5417) Ein Holzdreher zum so-! fertigen Eintritt gesucht Bei 2otUÜtV = SttCtvC Euler ckc Köhler. (5013) bet Wilhelm Balser. I fr» gaiti c I I fr« Um, I »üB' ir I I fr «««Ser) I ME bt|o II ™ «iflilltt 5 II*- W°h„ H "‘»«iittf, tt H «l( P1 ||u «Mn«« in stimmst, exislirende Zeitungen werden zu Original- Inserate Preisen prompt besorgt. Bei grösseren Aufträgen Rabatt. Annoncen - Bureau von (4956) Eugen Fort in Leipzig.