Br«ch 'lellschzft uni lien j ■ f*" $timi "brr 1870: 5,250,000. 2,309,"74. 3,563,791 HWL7 TjWsr* 1.330,153,104 * Gjtßmer Anzeiger. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hieben. Nr. 20. Donnerstag den 19. Oktober 1871. besteürrrrgert auf den Giestener Anzeiger bei allen" Poft-E^>editionen uni dm Land-^oftboten entgegm genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal 1871 zu 1 fl. Löffle tot Markt LW [mcrifa und Australia £l)tt'5, (a.40 IV.) ein $au6. Hotel x. er verkaufen, pachten üedlen will, uen ru besetzen hat i solchen sucht, m eine beliebige :n_ Leimgen einni- ibüchkigt, wende sich !nnoncen- (.Spedition 'retioH werden M -^ootsionsberess- ^oliclion< ipcrii*1- Messe. i'-amtlicher Zeitur- . blandes, 'urt ». II. il 4»;. • Hürnhfrq. jUtriii, Nintari, (Sund). ■ Jtbranann flati, ;l:'nxldit ßcimnßtn eben einzelnen Fall /.■: molgräch enviL- v clt Annonce: adgeiaht uni ' (wen auKenlälliger hergerichtet; :en die Zierate nut idbf, wie >n denM Igo ^rveditionen, H ,.5 Vnintui als ibStdlt .tiutngen besonden nldkn gemcht. A ;r::a bürgt für Wc 32 fr- 36 . 38, 40, 42 H 40 , 42 , ,d Sr * Neueste Enthüllungen. Fürst Bismarck gab einmal in ziemlich spöttischer Weise seine Meinung über den Werth der Sammlungen von diplomatischen Aktenstücken zu erkennen, welche den Parlamenten vorgelegt werden. Diese, nach der Farbe ihres Einbandes als Blau-, Roth-, Grünbücher u. s. w. bezeichneten Collectionen haben in der That selten dazu beigetragen, die öffentliche Meinung über die Politik der Negierungen aufzuklären; am wenigsten zu dem Zeitpunkte, in welchem eine solche Aufklärung am nöthigsten gewesen wäre; im Dienst einer retrospektiven Politik aber waren dieselben wegen ihrer tendenziösen Zusammenstellung eine sehr trübe Quelle. Gleichwohl ist es der Diplomatie nicht mehr gestattet, sich in die bergenden Falten des Geheimnisses zu begraben, welches allenfalls wohl der schleichenden Jntrigue noch zu Gute kommt. In Momenten großer Eotscheidungeü drängt das Bedürsnlß — die öffentliche Meinung für dieselbe zu gewinnen, zur Offenherzigkeit; denn große Entscheidungen lassen sich nur noch gewinnen, wenn man die Völker selbst dafür interesflrt. Namentlich seit Fürst Bismarck die Leitung der auswärtigen Politik Preußens resp. Deutschlands in die Hand genommen hat, kann die Welt sich nicht darüber beklagen, bet brennenden Fragen nicht au courant erhalten worden zu sein. Nur der deutsch-französische Krieg wurde zu einer Thatsache, ohne daß sie ihren diplomatischen Schatten vorausgeworfen hatte; aber man weiß ja, daß das erste und alleinige diplomatische Aktenstück, welches der deutschen Regierung zur Kenntniß kam — die französische Kriegserklärung war. Es lag im Interesse der damaligen französischen Politik, zu schweigen, um überraschen zu können; nachdem aber diese Politik ihre vernichtende Niederlage gesunden hat, versucht eS jeder ihrer Theilnehmer sich so viel wie möglich von der Mitschuld zu reinigen und die Enthüllungen, welche soeben Gras Benedetti der Welt unterbreitet, dieses Privatblaubuch, aus welchem wir soeben die ersten Mit- theilungm empfangen haben, ist eine Fundgrube geschichtlicher und politischer Bc- lehrung, wie sie selten eine officielle Collection zu bieten sich herbei läßt. Das persönliche Interesse des ehemaligen französischen Botschafters zu Berlin an diesen Enthüllungen ist klar: er wollte sich gegen den Vorwurf rechtfertigen, daß er durch Uebereifcr oder Ungeschicklichkeit die Katastrophe herbeigesührt habe. Von diesem Vorwurf wird ihn jetzt Jedermann sreisprechen, welcher die vorliegenden Depeschen des Herzogs von Gramont, die ihm Tag und Nacht keine Ruhe gönnten, die zu immer neuen und schärferen Insulten reizten, mit Aufmerk- samkcit liest; aber in eben dem Maße, in welchem Benedetti durch die Gramont'- schen Depeschen persönlich gerechtfertigt wird, in eben dem Maße wächst die Schuld der französischen Politik; denn diese Gramont'schen Depeschen setzen außer allen Zweifel, daß Frankreich den Krieg wollte und sich aus denselben vorbereitet hatte, als es einen Kriegsvorwand gesunden zu haben glaubte. Zwar hat kein unbefangener Beobachter der Zeitereignisse daran gezweifelt und die Art und Weise, in welcher die damalige spanische Throncandidakur im französischen Gesetzgebungskörper zur Sprache gebracht wurde, bewies, daß es um eine Verständigung in dieser Beziehung gar nicht, sondern lediglich um eine De- müthigung Preußens in der einen oder der anderen Art, um eine diplomatische oder militärische Niederlage Preußens zu thun war. Die Depeschen des Herzogs von Gramont aber bekunden actenmäßig, was man bisher nur aus den Thatsachen folgerte. Um dieses Urtheil zu begründen, braucht man nur die Depesche vom 7. Juli nachzulescn, wie Herr von Gramont es als die höchste Aufgabe Benedcttt's bezeichnet, den König von Preußen dazu zu bewegen, der Frage wegen der Candi- datur nicht länger „fern" zu bleiben und „wenn nicht durch feine Befehle, mindestens durch seine Rathschläge bei dem Prinzen Leopold zu interveniren" — aber auch schon in einer um Mitternacht nachgesandten Depesche erklärt: „Wir haben eS hier sehr eilig, weil wir im Fall einer ungenügenden Antwort, die Initiative ergreifen und von Sonnabend ab die Truppenbewegungen beginnen müssen, um binnen vierzehn Tagen ins Feld zu rücken." Und als die Verzichtleistung des Herzogs Leopold erfolgt, also die Thron- candidatur beseitigt ist, durch welche Frankreich angeblich so sehr allarmirt wurde — ja, dann handelt es sich nicht mehr darum, daß König Wilhelm mindestens durch seine Rathschlä'ge bei dem Prinzen Leopold interoenire — dann soll er Frank- reich gegenüber auch noch die Verantwortlichkeit für alle künftigen Entschließungen des Prinzen übernehmen; dann soll sich, um eS mit einem Worte auszudrücken, die Rücksicht des Königs auf die Beunruhigung Frankreichs in eine — Demüthi- gung verlaufen. Man hatte es sehr eilig in Paris! Um so glänzender tritt dieser gewissenlosen Hast die Gelassenheit König Wilhelms gegenüber, welcher nicht einen Augenblick über seine Stellung im Zwetfel ist, ober den Gegner über seine Entschlüsse im Zweifel läßt, falls man Ungebühr- liches foidern sollte — und es ist ein anderes großes Verdienst der Benevetti'schen Collection, daß, wie sie nach der einen Seite die Verlegenheit, Arglist und Thor- heit dcr französischen Diplomatie characterisirt, nach der anderen Seite dem Character- bilde des Königs Wilhelm ein so volles ünd strahlendes Licht zuwendet. In Betreff der jetzt beendigten Unterhandlungen mit dem französischen Minister Pouyer-Quertier wird der „Magdeb. Ztg." aus Berlin geschrieben, daß noch wichtiger, als die Verständigung über ein paar Streitfragen finanzieller und kommerzieller Natur, nach Angabe unterrichteter Personen die beiderseitig gewonnene Ueberzeugung sei, es werde sich das officielle Verhältniß zwischen Berlin und Paris je länger desto besser gestalten. Pouyer-Quertier soll geäußert haben, eS würde ein politischer Fehler sein, wenn nicht eine möglichst gute Beziehung zu Deutschland von Frankreich dauernd unterhalten würde. Den Verhandlungen kam zu statten, daß der Reichskanzler und Pouyer-Quertier genau bekannt von Versailles und Frankfurt her waren. Allem Anscheine nach besorgt man in unseren officiellen Kreisen viel weniger, wie in einigen publicistischen und in Finanzkreisen, baß des Herrn ThierS Gouvernement von nicht allzu langer Dauer sein werde, und es scheint, als haben die Verhandlungen mit Pouyer-Quertier dieser Ueberzeugung von Neuem Nahrung gegeben. Der französische Finanzminister sagte bei einem Diner am vergangenen Donnerstag, es befremdeten ihn die Besorgnisse, wtlche französische und auch deutsche Blätter betreffs der bonapartistischen Agitation hegten. Darüber herzlich zu lachen, hätten diejenigen allen Grund, die über die Stimmung in Frankreich mit Unbefangenheit sich informirt hätten. Wenn alles so wenig, wie die Anläufe des verlorensten Mannes, der Regierung des Präsidenten Thiers Kopfzerbrechen verursachte, so wäre das französische Gouvernement daS sorgloseste von der Welt. Pouyer-Quertier hat sich seinen Ruf, ein gewandter Vermittler und geschickter Finanzier zu sein, durch sein Auftreten in Berlin befestigt und erweitert. Der dem BundeSrathe vorgelegte Entwurf eines Gesetzes zur Ausprägung von Goldmünzen wird in der Presse als weit hinter den noch in den letzten Tagen gehegten Erwartungen zurückbleibend beurtheilt. Er bietet statt einer Münzreform nur die ersten einleitenden Schritte zu derselben und macht praktisch lediglich den schüchternen Versuch, Goldmünzen in Umlauf zu setzen und die Circulation des Silbers zu beschränken. Die Basis des neuen Münzsystems auf Grund der zehn- theil'.gen Mark wird, so lange das Thaler- und Guldensystem in voller Kraft bleibt, in der Praxis bedeutungslos seien. Die Motive machten daraus auch kein Hehl. Verändert ist vorläufig nur, daß statt der Kronen andere Goldmünze» geprägt wereen sollen, die zu dem Thalerfuße in einem einfacheren Verhältnisse stehen als jenes Stück. So wenig Thaler und Gulden, werden auch die in Bremen und Hamburg herrschenden Systeme beseitigt zu werden brauchen. Die beiden Männer, die man seit dem Februar dieses Jahres als Gegner bezeichnet, die nicht neben einander bestehen können, die Grafen Beust und Hohenwart, haben am 14. b. M. beim Kaiser von Oesterreich eine Audienz gehabt. Waren schon vorher die Gerüchte vom Rücktritt des Ersteren verstummt, so sind sie jetzt ganz beseitigt. Die Stellung des Grafen Beust gilt in Wien für befestigt. Am 14. d. wird von dort telegraphirt: Die Reichskanzlerfrage ist in ein neueS Stadium getreten; Graf Beust hat seine Demission nicht nachgesucht, und man vermuthet, daß es dem Einflüsse des hier anwesenden Kronprinzen von Sachsen gelungen, einen Ausgleich oder doch wenigstens einen Aufschub dcr Krisis herbei- Mi'lhren. Graf Beust dinirte heute bei Hofe. — Ferner am 15. d. wirb aus Wien telegraphirt: Wie heute gerüchtweise verlautet, werden Graf Beust und Hohenwart ihre Stellungen beibehalten, während die Minister Schäsfle, Jirecek und Habietinek ihre Posten aufgcben. Aus Pesth wird vom 13. b. M. berichtet: Der Putsch in der Militärgrenze ist als niedergeschlagen zu betrachten. Die Führer beabsichtigten in allen Regiments- cordons an einem Tage eine allgemeine Erhebung, welche aber durch den Uebereifer des oguliner Bezirks mißlang; doch der Funke glimmt fort. — Graf Andraffy leitete von feinem Tusculum TerebeS aus Vie Dispositionen. Die letzten Nachrichten aus Chicago melden, daß bis jetzt 240 Leichen Süden Trümmern hervorgezogen worden sind, und daß hiermit muthmaßlich die Zahl dcr Opfer noch lange nicht erschöpft ist. Die gezeichneten Unterstützungsgelter belaufen sich bisher auf 3 Millionen Dollars und man befürchtet, daß 70,000 Per- sonenZwährend des ganzen Winters unterhalten werden müssen. In London hat dcr unter dem Schutze des Lord Mayor gebildete Fond für Chicago an den beide» ersten Tagen bereits die Summe von 17,000 Dollars ergeben. Darunter sind die Barings, Rothschilds, Morgans mit je 1000 Pfd. Sterl., Bischof-Herm und Goldschmidt mit 500 Pfo. Sterl. und Baron Reuther mit 50 Guineen; außerdem wird im Gemeinderath der City der Antrag gestellt werden, au- Der Gemeindekasse 1000 Guineen beizusteuern; aus der Versammlung, welche der amerikanische Gesandte cinberufen hatte, wurden beinahe 20,000 Dollar- gezeichnet, und in Birmingham haben die Sammlungen 1000 Pst. Sterl. erreicht. Eine ganz furchtbare Bestätigung der Schilderungen der Hunger-noth in Persien bringt der officielle Bericht des österreichischen Consuls in Teheran. Der- Marsaille, 16. Oct. Das Panzergeschwader ist in See gegangen. Wie der Rest sei von den das Land durchstreifenden Turkomanen und Afghanenhorden ergriffen und in die Sklaverei geführt worden. Weetasei. ^en, Q[§;tc5 Holj offe Oberhessen 78 Bayer. 5% 1001/8 TU, an hier. Wir müssen uns auch bald noihgcdrungen Ihrer Ansicht hinneigen Herrn Fr ^v.K^ä k. S. k. 8. k. 8. k. 8. m. 8. 118t/4 903/8 90% 98 7/a Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto - Rheii Berg «efond - Cöln- lind irrt 1. 8. - 4% k. 8. 98% k. 8. 99% k. 8. 105 k. 8. 96% k. 8. 92% k. 8. 87 k. 8. 105 4434) Bei dem 1 Dmge des Geschässs, M gleiche Zignatm aüa Aufmerksamst nid Diesem Uebelstand Vr alle zur Beförderun! illngsortc deutlich mit der Eiscnbahn-Lt. Me Einrichtung sich se N bedeutend eimdj -in bei unseren Güter Cassel, den 13. j Kömgli Bunde-rath vorgeschlagene Münzresorm und erklärte sich mit 23 gegen 10 Stimmen für das Frankensystcm. München, 15. Oktober. Ein heute von der Kanzel verlesener Hirtenbrief des Erzbischofs bezeichnet die Einräumung der Kirche am Gastetgberg von Seiten des Magistrats an die Altkatholiken als „Mißbrauch der bürgerlichen Gewalt" und als „schwere Rechtsverletzung an der katholischen Kirche", warnt die Gläubigen vor jeglicher Betheiligung an jenen Handlungen, die „Gottesdienst" heißen, in der That aber schwere Beleidigungen Gottes seien. Der Erzbischof werde nicht auf» röhrt hat. Wir empfehlen den ilber unsere Bahnen hina mungsorte deutlich i Mn und Elberfelt Ki T " Sto, Reis geradezu Verwahrung ein. Darmstadt. Den neuesten Mittheilungen der Centralstelle für die Landes- statistik entnehmen wir folgende Notizen: Im Jahre 1869 kamen im Großhcrzog- thum auf 1000 Einwohner 39,02 Geborene. Von den einzelnen Kreisen lieferten den größten Procentsatz: der Kreis Lindenfels mit 47,85, Heppenheim mit 47,19 und Mainz 45,86 Geborene auf je 1000 Einwohner, während der Kreis Friedberg nur 31,15, Vilbel 31,50 aufzuweisen. — Die Zahl der unehelichen Geburten betrug im Jahre 1869 10,42 pCt., im Jahre 1866 noch 17 pCt., welche Abnahme wohl der erleichterten Niederlassung und Verehelichung zuzuschreiben ist. Nach den Kreisen vertheilt, zeigt Mainz (mit der Entbindungsanstalt) den größten Procentsatz, nämlich 19,47 pCt. auf; ihm folgt Wimpfen mit 18,13, Lauterbach mit 16,86, Erbach mit 15,61, Lindenfels mit 14,66. Die wenigsten unehelichen Geburten haben aufzuweisen: Alzey mit 5,91, Oppenheim mit 5,40 und Bingen mit 2,41 pCt. In Darmstadt betrug der Procentsatz 11 pCt. Die Gesammt, zahl der Geburten betrug 32,116, barunter befanden sich 402 Zwillinge, 6 Drillinge und 1 VierlingS-Geburt (Kreis Grünberg). — Auf 1000 Einwohner kamen im Großherzogthum 28,17 Todesfälle. Die größte Sterblichkeit zeigt Heppenheim mit 35,79, Mainz mit 34,29, Lauterbach mit 30,58, Worms mit 30,42 und Darmstadt mit 30,16 auf. Das günstigste Verhältniß findet sich in Friedberg mit 23,52, Alzey mit 23,83 und Schotten mit 24,39. Im Großherzogthum kamen 10,52 Heirathen auf je 1000 Einwohner; hinsichtlich der Kreise stellt sich das Verhältniß: Mainz mit nur 7,48, Wimpfen 7,58, Oppenheim 7,81 und Darmstadt 11,29. Den höchsten Procentsatz haben aufzuweifen: Lindenfels mit 13,60 und Heppenheim mit 14,94. Berlin, 17. Oct. In der heutigen Sitzung dcö Reichstags ergibt sich be Namensaufruf die Anwesenheit von nur 175 Mitgliedern, mithin ist das Haus nicht beschlußfähig. Nächste Sitzung heute Abend 8 Uhr. Baden-Baden, 14. Oct. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin hat, in dankbarer Erinnerung an die von Amerika im letzten Kriege bewiesene Theilnahme, für die Abgebrannten von Chicago 1000 Thaler bewilligt und hiervon dem Berliner Comite telegraphische Mittheilung machen lassen. Stuttgart, 17. Oct. Die Versammlung württembergifcher Gewerbevereine zu Canstalt, bei der 33 Vereine vertreten waren, verwarf einstimmig die vom Aetleit. 5% östr. F.St. E. B. 382% Lombard. Bahn 1907z Ludwigsh. -Bexbach 1927b Maxbahn 138% Bayer. Ostbahn 141 Hess. Ludwigsb.-Act. 163% Rhein-Nahebahn-Act. 40 % Vermischtes. In Chicago betrug nach dem Jahres- und Handelsbericht für da« Jahr 1869 dcS Con» sulS des norddeutschen Bundes und des Großherzogthums Baden die Einwohnerzahl der Stadt damals ca. 300,000 , darunter 90—100,000 Deutsche. Im Jahre 1836 stand an der Stelle, wo später Chicago erbaut wurde, noch fein HauS. 1850 zählte die Stadt 28,000, 1853 schon 60,000, 1860 über 109,000, 1864 fast 170,000 Einwohner. Chicago ist die bedeutendste Stadt nicht nur des Staates Illinois, sondern dcS ganzen Nordwestens der Vereinigten Staaten. Di« Amerikaner nennen sie Garden City, die Gartenstadt, und wirklich schien sie, von einer Anhöh« überblickt, fast in einem Gehölz mitten in der Prairie zu liegen. Als bloße Handels- und Ge- schäftsstadt hatte Chicago viel mehr freundliche Elemente in sich als manche alte Handelsstadt in Europa. Der Erporthandel von Chicago besteht vorzugsweise in Landwirthschastsproducten, Getreide, Holz, Schlachtvieh, Schweinen ic. und wird an Werthbetrag den Jmporthandel übersteigen, der 1869 mit 415,662,000 Dollar gegen 397,552 Dollar deklarirt war. Durch Dampfschiss- linien aus den 5 großen Seen, Canälen und Eisenbahnen steht Chicago mit der ganzen Union i» Verbindung. Schon in den fünfziger Jahren betrug die Zahl der täglich ankommenden und abgehenden Gisenbahnzüge über hundert. gerüchtweise verlautet, sind in Corstca unbedeutende Unruhen zu befürchten. Vorsichtshalber ist ein Jägerbataillon nach Ajaccio ubgegavgen. London, 17. Oct. Die „Times" bespricht in ihrem heutigen Leitartikel die deutsche Thronrede in sehr anerkennender Weise und hält es für undenkbar, daß Deutschland unter Preußens Führung in innere Zwistigkeiten zurücksallen könne. Die „Times" stimmt zugleich der Münzreform und der vom Kaiser Frankreich gegenüber bekundeten hochherzigen Politik zu. Stockholm, 15. October. Der Minister des Auswärtigen, Graf Wachtmeister , wurde gestern Abend auf der Straße vom Schlage getroffen und blieb sofort tobt. Triest, 13. Oct. Hier wurden 18 Hausdurchsuchungen vom Landesgerichte, angeblich wegen Hochverraths-Jnzichten, angeordnet; auch in Istrien fanden Haus- durchsuchungen statt. Newyork, 11. October. (Per Kabel.) Den letzten Nachrichten aus Chi' cago zufolge wird die Zahl der bet dem Brande um's Leben gekommenen Personen auf 500 geschätzt. Im südlichen Theile der Stadt ist weder ein Geschäftshaus, noch eine Bank, eine Versicherungsgesellschaft, ein Expreß-Bureau, ein Hotel oder ein ZeitungsrcdactionSlocal stehen geblieben. Der ganze GeschäftStheil an der Nordseite, sowie ein Theil des westlichen Quartiers sind eingeäschert. Im Ganzen sind 12,000 Häuser, sowie die Gasanstalten und Wasserwerke zerstört. Die Einwohner sind wie Thiere zusammengepfercht, und viele sterben vor Kälte und Hunger. Der Bürgermeister Mason constatirt, daß 100,000 Personen obdachlos sind und Mangel an Allem leiden. Personen, die gestern reich waren, sind heute PauperS. Zelte und Lebensmittel werden ausgetheilt. Schleunige Hilfe thut Noth. Einer Depesche der „Times" aus Philadelphia zufolge bedeckt der abgebrannte Distrikt nahezu neun Quadratmerlen. Die Stadt befindet sich im Be- lagerungszustande; anfänglich wurden viele Diebe und Brandstifter arrctirt, aber jetzt waltet Ordnung vor. Mit den arretirten Personen wurde im Allgemeinen summarisch verfahren. Von allen Seiten strömt Hilfe herbei. Aus Philadelphia und Newyork sind Unterstützungszüge angekommen. Die amerikanischen Subskriptionen belaufen sich bis jetzt auf etwa 3 Millionen Dollars. Die Bevölkerung von Chicago zeigt eine beispielslose Energie. Die Zeitungen erscheinen wieder, die Geschäfte werden wieder ausgenommen, und die Läden öffnen sich. Der Wiederaufbau der Stadt hat begonnen. Newyork, 13. Oktober. Die Stadt Manistre in Michigan ist durch eine Feuersbrunst gänzlich zerstört worden. Zweihundert Häuser und sechs Mühlen brannten nieder, wodurch ein Schaden von 1,250,000 Dollars angerichtet wurde. In Wisconsin find am Ufer des Grünbuchtfluffes ebenfalls vier Dörfer niedergebrannt. Leider ist das Unglück mit erheblichem Lebensverluft verknüpft. Die Einwohner wurden von den Flammen umzingelt, in einer Scheune allein verbrannten 150 Flüchtige lebendig. Hunderte von Menschen wurden in den Fluß getrieben, und es heißt, daß im Ganzen 500 Menschen umgekommen sind. Newyork, 13. October. 240 Leichen wurden bereits in Chicago ausgefunden. Die Unterstützungs-Beiträge in der Union betragen schon drei Millionen Dollars. Darmstadt, 14. October. Die heute erschienene Nr. 33 des Großh. Hess. ; Regierungsblattes enthält: 1) Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, die Einführung von Postmandaten sowie die Besorgung von < Schreiben mit Behändigungsscheinen durch die Postanstalten betreffend. 2) Zusammenstellung der Ergebnisse der StaatsschuldentilgungSkasse-Rech- nung für 1868. Die Einnahme ist 5,383,514 fl. 303/4 fr., die Ausgabe be- । trägt 4,643,788 fl. 10y2 fr., cs ist Vorrath Ende 1868 739,726 fl. 20i/4 fr. Die definitiv überwiesene Staatsschuld zu Ende 1868 beträgt 15,797,637 fl. 36Vi fr. Die Vergleichung der Aktiven und Passiven der Großherzoglichen StaatS- schuldentilgungskasse zu Ende 1868 ergiebt einen Betrag der Aktiven von 14,681,466 fl. 19 fr., der Passiven von 15,947,258 fl. 15% fr. Verglichen ist Stand der Passiven oder eigentliche Staatsschuld zu Ende 1868 1,265,791 fl. 563/4 fr. 3) Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post - Angelegenheiten, das Personengeld auf dem Postcurse zwischen Friedberg und Lauterbach betreffend. 4) Bekanntmachung, den Holzpreistarlf pro 1872/74 in den Großherzog' lichen Domanialwaldungen betreffend. 5) Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage in der Gemeinde Staffel betreffend. 6) Erhebung in den Frriherrnstand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnätigst geruht: am 23. Juni den Friedrich von Breidenbach zu Stuttgart für sich und seine zukünftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Freiherrnstand des Großherzogthums zu erheben. 7) Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 8) NamenSveränderungcn. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnävigst geruht: am 11. September dem Johannes Paul Schneider aus Wöllstein zu gestatten, daß er in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Rühl, und am 29. September ter Franz Freundlieb Ehefrau, Minna, geb. Rasel zu Alsfeld zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Rasch führe. 9) Ertheilung eines Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnävigst geruht: am 5. September dem Schmiedmeister Johannes Bicking von Hangen-Weisheim, im.Kreise Worms, auf dessen Nachsuchen ein Elfindungspatent auf die durch Modell naher erläuterte Wende-Vor- richtung für Ruchadlo-Pflüge, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. 10) Militärdienstnachrichten. Darmstadt, 16. Oct. Die fünf Handelskammern des Großherzogthums Hessen haben sich in einer gemeinschaftlichen Eingabe an die Regierung für das Goldgulden-System ausgesprochen und befürworten entschieden die Ausprägung des Zehngulbenstücks in der genauen Größe des 25-FrancsstückeS, also nach dem Fuße von 1 Gold zu 15,Zi Silber, nicht 15,43. Gegen Thaler und Mark legen sie Geliteorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 52-54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens t. 9 18—19 Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 247-—257, Netti R^mvinter [w ‘Deren Beschaffenb \ ut« M den, ausqeschr Eisenbahn Gaffel, bei, 15. < ___ König! ^cheigex I ! m du Siaü d« Wr Hiaavkl- i ei* Wea M a mii ! Reichert ow jMr W 8a, .rlVUndtten un Die Wareich .ei Dige Stelle jt öefok $ Wir bitten Mle in Hroteftiren La mA 1 AVa «hinsichtlich der Veröffentlichung der Kirchenbuchsau^züge der kath. Gemeinde. Es scheint fast, alt L * 1 ‘.(r . ?r bisher vergeblich ®$Ufo an geeigneten eine solche nicht mehr in Gießen, da über dieselbe in einem halben Jahre keine Veröffent' Orten gegen die Eingriffe in die Rechte der Kirche nachdrücklich und wiederholt'lichungen erfolgt find. selbe meldet, daß in Mesched, der Hauptstadt der Provinz Choraffan, einer Stadt'- nachgesucht habe; nie könnten Laien oder weltliche Behörden Kirchenvorstände sein, von 120,000 Einwohnern, 80,000 (also zwei Drittel der Bevölkerung) durch! Der Hirtenbrief fordert zum Gebet für die censurirten, des Sakrilegs schuldigen Hunger und Krankheit umgekommen sind, 20,000 haben die Flucht ergriffen und Priester auf. Prloritüteu. 3% öster. Stsb.-Prior. 57% 3% öst. s. Lombard 7771 3% Livorneser 34% 5% Toscaner 54% 5% Elisabeth.-Prior. 80% do. II. Emisa. 807« Anlehendoose. Kurh. 40 Thlr. Loose 677r Nassau 25 fl. 40% 4% bayr. Präm.- Anl. 112 % Ansbaoher 7 fl. 12 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 68% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritatsloose 180 1860r Loose 83% 1864r „ 1347z Braunschweiger 18% Stadt Florenz 82 Briefkasten. Borsennachrichtea. 17. Octobcr 1871. Preuss. 4%% Oblig. 99% Frankf. 372% Obi. 83% Nass. 4%o/o Obi. 9778 Kurhess. 4% n 92 Gr. Hess. 5% Obi. 1037. » » 4% n 9678 » n 372% , 91% n 472 o/o 1jährige 1007g „ 4% 1jährige 95 Würtemb. 4%o/o Obi. 997g Baden 4%% Obi. o. E. L. 997s Oesterr. Silberrente 57 „ Papierrente 47% Amerik. Bonds 1881r 997z . „ 1882r 957g „ „ 1885r 96 „ „ 1887r 96 Spanier, neuest. 3% 33 Aetien. Frankf. Bank 133 Frankf. Vereins-Kasse 110 Darmst. Bankaot. 419 Wien Bankactien 755 Galizien 255 Oest. Creditact. 283% " S‘y< !ÄSsa.« 7°»d- s„, kfg*. £, "'N M-chi. "fes «nt> Hirt faMiwi 'Achten am 5^. 3ffommentn $(i. •r fin Tkschast-, ein Hotel HWfMhkil an lx*M 3m ■Iprireift znstöet. derben vor Aalte Personen vbtach. reit ttaitn, fino Echlcnche Hilft bttrckt der che, ntet fich im Bt« "er anetitt, ober te im Allgemeinen 8u« Philatelphft Küchen Sublleh Tie Le-öll/ktinz rr^eineo miftrr, ii. Der Witter» icn iß turj eine ent |fä)e Mützlei anzttichtrl wurde, in Döiftr nieder' il rerlnüpst. Die chenve allein w- iirteo io dkn Kch oflifx link'. a (tycagt nutze- 1,7 trti flillioniB )ev. 1869 ü . . ttl 6t8l>l ; jint in dkl Stille, :i 28.000,1853 schor detcnleutäkk^ ' E .1(1 ßtoslki je r?i (ii(f W* „j. Hiidett- uni K- *■» al» ^intiKÖ^t11 - •'•ff ?TCtBCt«O| .. rtjaxl idnötiM, 7"i«- DainpiW j * wu““;“ 1 1 L S. 99h t 8. 195 c8.96'. L 8. 92h fc8.87 t 8- 105 18. M L 8. 90h £8. 90 h t 8- 98h 1.8- - ^orleo- 81 n kr. tflSj »*■» Hülferuf für Chicago! Ein Theil der Stadt Chicago in Amerika i|l in den Tagen des 8. bis 10. d. M. ein Raub der Klammen geworben. lieber 100,000 Menschen, darunter . sehr viele Deutsche, haben Hab und Gut verloren und lagern obdachlos in Zelten unter freiem Himmel. Schon sind in anderen Städten des deutschen Reiches Comite's zusammen getreten, welche sich die Sammlung von Beiträgen zur Unterstützung der Unglücklichen zur Aufgabe gestellt haben. Reichen auch wir aus Hessen die lindernde Bruderhand über das Meer hinüber nach dem Lande, aus welchem im letzten Jahre so große Summen für unsere verwundeten und erkrankten Soldaten und für deren Familien geflossen sind. Die Unterzeichnete ist bereit, Gaden in Empfang zu nehmen und an die richtige Stelle zu befördern. Wir bitten zugleich die Presse des Landes um Verbreitung dieses Aufrufs. Die Expedition d.s Gießener Anzeigers. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Cenlml-Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtrect an die betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalprcifen der Zeitungs-Er- peditionen berechnet, Koftcnvoranschläge gratis und umgehend. r,. Dosiere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Veoingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Nech- _ Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Sandluna. Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. B Allgemeiner Anzeiger Wollene Hemden, ao a Stück 1 fl. 30 fr., bei Alexander Mayer 106 Wiese in den Weiden, empfiehlt Carl H o f s m a n n. x Stecken Wellen 1107 Gagen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. Marz 1872 gestattet. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien Gebäude-Verkauf auf den Stall, (4394) Conrad Gei öl er. 103 243 122 272 714 833 Wellen Stecken A. B. C. I). ll. Bau-, Werk- und Nutzholz: 30 Nadel-Stämme mit 404 Cubikfuß, Eichen-Prügelholz, „ Stockholz, „ Ncisholz, Nadel-Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, 51/» 1 34 601/q 16'/4 4413 16' 17' 17' Vy umliegenden Orte werden ersucht, dies in th"en Gemeinden bekannt machen zu lassen. Vermischungen. 4452) Eine freundliche Wohnung von drei Zimmern, Cabinet, Küche, großem Boden, Bleichplatz an eine stille Familie zu vermiethen. Marktstraße D. 217. 4357) Geruchlose Zimmer - Closetts empfiehlt I. G. D. Bapst. Die Zusammenkunft ist am Lumpenmanns- brunnen Ü35) Kommenden Freitag, den 20. l. Mts, Vormittags 9 Uhr, dird auf dem Nathhause die zur Erbauung kmes Durchlasses am unteren Erdkauterweg forderliche, zu 19 fl. 56Vr kr. veranschlagte Maurer arbeit versteigert werden. Hießen, den 17. October 1871. ^roßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Gießen, den 16. October 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. sämmtlich noch in gutem Eichenholz erhalten, sollen aus freier Hand verkauft werden. Wolfshausen, den 14. October 1871. Zeit zu verpachten. Lusttragende wollen sich mit mir darüber ins Benehmen setzen. lDKlftr. S Dr. Hildebrandts weißer Kräuter-Brust-Syrup wird allen an hartnäckigem Hüften, Heiserkeit und Kchlkopfreiz Leidenden wegen seiner vorzüglichen Wirkung auf's Wärmste empfohlen. — Nur ächt in Flacons -> 1 Nthlr., 15 Sgr. unb 7‘/2 Sgr. zu beziehen durch Carl F r e ch. Z Mein Tuch- und Bukskin-Lager für die Winter-Saison, bestens sortirt, bringe ich in empfehlende Erinnerung. Preise fest und billig. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-a-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pi stör. Abbruch. 43' lang, 17' tief und 16' hoch, Bersteigeermgen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 4419) Montag den 23. October 1871, von Vormittags 9 Uhr an, iall in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Bruch, Bruderwinter, Strangswiese, Lmeisenkopf, Bannwald und Unterwald, ilachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: Feilgebotenes. Patent - Kochherde, sowie alle Arten Herde, transportable rmd zum Aus- niauern, auch Porzellanherdc, Rcgultr-Füllöfen neuester Art, Wormser-, Säulen-, Hopewell-, Sanner-, Margarethen-, alle Arten Koch- und Porzellan -Oefen, Closetts zu Wasserspülung, AbtrtttS- rohre, Geländerftäbe für Treppen, Säulen, Träger, eiserne Tragbalken, gebrauchte Schienen und eiserne Bau- gegenstände aller Art (4358) empfiehlt I. G- D. Bapst. 4188) Dr. Gruitrr'ü Gehöröl. Zuverlässiges Hilfsmittel bei Schwerhörigkeit, Ohrensausen rc , ä Flacon 20 Sgr. Vorräthig bei Carl Frech. ti26) Vorzügliches Frankfurter Vier aus der Brauerei von Herrn A. Schneider in Frankfurt a. M. bei W. Hofmann, Seltersweg. Stangen „ 724 Acker an der Broßbrücke, „ auf dem Fluthgraben, auf dem Läufertsröder Weg, Wie>'e am Gießener Pfad, Acker über dem Rodt, „ über dem Schäferbrunnen. F. C. Loos, Lackirer. Besondere Bekanntmachungen. Cöln-Mindener Gifenbahn-Gesellschaft. Rheinische Cisenbahn-Gcsellschaft Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft. 4434) Bei dem stets zunehmenden Local- wie Verband-Güter-Verkehre sind im Drange des Geschäfts, und da die zur Beförderung aufgegebenen Gegenstände (Colli) häufig gleiche Signaturen tragen, Verwechselungen und irrthümliche Verladungen bei aller Aufmerksamkeit nicht zu vermeiden gewesen. Diesem Uebelstande kann wirksam nur dann begegnet werden, wenn die Versender alle zur Beförderung bestimmten Güter und Gegenstände mit dem Bestimmungsorte deutlich bezeichnen, bei Orten, die nicht an der Eisenbahn liegen, mit der Eisenbahn-Station, von wo ab die Weiterbeförderung erfolgen soll, welche Einrichtung sich seit langer Zeit bei der Packetbeförderung durch die Post bewährt hat. Wir empfehlen demnach den Versendern künftighin alle zur Beförderung auf und über unsere Bahnen hinaus bestimmten Güter und Gegenstände mit dem Bestimmungsorte deutlich und in geeigneter Weise bezeichnen zu wollen. Cöln und Elberfeld, den 18 October 1871. Königliche Direction der Bergisch-Märkischen Bahn. Direction der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft. Direction der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. Brillant-Lichter, ä 20 kr. pr. Paquet,! 4191) Nachstehend bezeichnete Grundstücke Stearin-Lichter, ä 20, 24 und 28 kr. beabsichtige ich unter sehr günstigen Bedin- pr. Paquet, (4330) gungen zu verkaufen oder auch auf längere empfiehlt Carl Hoffmann. Zeit zu verpachten. Lusttragende wollen 21' „ 13' 38' „ 19' 16' „ 19' CO V * * ) vorräthig in der herrschaftlichen Ziegelei zu Lich. Kreutzer, Rentmeister. 4451) Ein großer Haufen Mist ist zu verkaufen. Schloßgasse A. 254. 4439) Ein schönes, in bestem Zustande befindliches, auch noch gut gelegenes Wohnhaus mit Hofraum, zu jedem Geschäftsbetrieb geeignet, ist unter günstigen Bedingungen preiswürdig zu verkaufen und wer- , den ganz besonders israelitische und sonstige : Geschäftstreibende der Umgegend darauf । aufmerksam gemacht. Näheres bei Chr. Vix, am Neuenweger Thor. /dltcnbrekeln! Stollen, Windbeutel, täglich frisch, bei Fr. Zülch Wittwe. 4442) Ein Tafel-Clavler von Andr6, 8octavig, gut gehalten, steht zu verkaufen. Näheres bei Flick L Kröll. 4370) Vorzügliches neues Aepfclkraut, Feinstes Traubeu-Gelbe ß Zu Krautfasseru empfehle eine große Auswahl frisch ausgeleerter guter Weinfässer in allen Größen. H. Schmoll, Lindenplatz. 4389) Eine Parthie Rothwein-Fässer (Oxhoft) werden billig abgegeben von G ebr. (5bei. Feinste» Rah»,käse inStanniol empfehlen (4331) I. A. Busch Söhne. 4441) Einige Ctr. Grummet und ein Wagen Mist sofort zu verkaufen. Brand Lil. A. Nr. 208. | Flaschenbier: Frankfurter, o 8 kr., Gießener, ä 6 „ Licher, * 6 frei tn's Haus geliefert, von Georg Dörr, Kirchenplatz. 4453) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Familie sofort zu vermiethen. I. Retter, Seltersweg C. 168. 4449) In Lit. A. Nr. 131 auf dem Aster- weg ist eine Stube an eine stille Person zu vermiethen.___________________________ 4126) Das seither von mir in der Alicenstrafe bewohnte Logis ist zu vermiethen und sofort zu be- ziehen. W. Wenzel. 4388) Ein schön möblirtes Zimmer ist im Hause des Herrn Balth. Euler, im zweiten Stock, am Hamm, zu vermiethen. 4190) Zwei möblirte Zimmer und ein großer gewölbter Keller zu vermiethen. Eck der Marburger Straße.__ 4371) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 227. 4392) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Mäus- burg D. 14.____________________________ 3989) Seltersberg Lit. E. Nr. 3 ist der mittlere Stock zu vermiethen. 4313) Auf dem Seltersberge E- 34, bdeiage, ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.________ 4372) Eine Stube mit Küche ist zu vermiethen in Lit. A- Nr- 227. 4412) In einem neu erbauten Hause ist ein freundliches Zimmer, mit ober ohne Möbel, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________________ 3994) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wallthor Lit. A. 9tr. 152. 4359) Neue Anlage C. 30 der mittlere Stock vom 1. Januar an zu vermiethen. 3874) Ein großes und ein kleines Familienlogis, sowie ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, zu vermiethen bei Heinrich Sauer, ________________ Neuenweg Nr. 134. 4131) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Rudolph Wtttwe. B e k a » n t m a ch » n g. 4447) Vom 15. d. Mts. ab und zunächst auf die Dauer von zwei Monaten werden für Kartoffeltransporte in Wagenladungen von je 100 Centuern im Localverkehr der Main-Weser- Bahn bedetltend ermäßigte Frachtsätze zur Anwendung gebracht. Der Tarif kann bei unseren Güter-Erpeditionen eingesehen werden. Caffel, den 13. October 1871. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. B e k a n n t m a ch u n g. 4446) Zum Zwecke sicherer Vermeidung von Verwechselung und irrthumlicher Verladung der Einzelguter empfehlen wir den Versendern dringend, die von ihnen aufgelieferten Frachtstücke, so- - weit deren Beschaffenheit und Emballage es zuläßt, neben der üblichen Signatur, mit dem ausgeschriebenen Namen des Bestimmungsortes, oder, sofern dieser nicht an der Eisenbahn liegt, die Eisenbahn-Endstation deutlich zu bezeichnen. Cassel, den 15 October 1871. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Anzeigen ÄMkiilen, wdi v. Starck. Aug. Streng. Deka 11 n t hi a ch u n g. CM Versicherungssumme von Fes. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- . h- qnltmhiioi sammtzahl der Versicherungs - Verträge auf 23,945, für eine Total ° Derstche- fl UJ J*1* .„frJLa n jetifd zuftiekeustelle überwacht.' Wohnung ur.d Mi nehmen die Schüler in Privathäusern. Geeignete Wohnungen sind uns bereits in genügender Zahl angcmeldet und sind wir gerne ■ ZDUyilUl H r , L - .yvf. „ ____PTii ftirprfiptih P 9hicsfnnff 1U cr- ilB IIHIMHI IIIIWmI llllll f ■ A1MI BinMinriiiiiibiiiimiii iiiiimiiiim mim i ~. v --7 i Prämien-Anteilen der Stadt Venedig v. J. 1869. AfflSfi ö l?rPO Qü ! Ä Wf^e Obligations-Loose ä Frcs. 30. Kreisamte Oppenheim ist sofort zu besetzen.!nissen versehener junger Mann famt ii Mit derselben war seither ein fester Gehalt einem hiesigen Fabrikgeschäst als LehrW von kasserechners js M in . 1 wird ein der Exped. d. Bltts. zu erfahren. Redaelion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen. hrülkknten Bestimmo und andere beseitigen WubknS- und Gewi Zn der Sitzung 3959) In den am 31. Januar, November. rungs - Summe von Fes. 236,579,375 gestiegen. Prämieneinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinscrträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte Capitalien eine Gesammt- Brutto -Einnahme von Fcs. 10,459,425. 30,000, 25,000 etc. nächsten Jahren finden 5 Ziehungen Jährlich statt, 30. April, 30. Juni, 30. September und 30. ist bis zur planmässigen Rückzahlung mit wenigstens Frcs. 30 4444) Ein -----------v. und Kleidermachen versteht, wünscht iN einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Näheres bei der Exped. d. öl. Gierung gewillt fn, 1!I 6nsthlbackrit nichi ] J Mißbtauch gäßh. sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: S. Flörsheim. Mhkilungen mit 3> 3n Brantwortu besonders solche mit hochmanganhaltigem St in, werden zu kaufen gesucht. „Offerten mit genauer Angabe der Verhältnisse imh Preise sub E. F. an die Expedition !d. Bltts. (4429) The tiresham. Englische Lkbensverstcherungs - Gesellschaft in London. Hessischer Hof (Butzbach.) 4445) Sonnlag dm 22. d. Mts.: Ball in meinem Locale, wozu ich höflichst einlade. 2t. Zoust. Haupttreffer: Lire 100,000, 80,000, 70,000, 60,000, 50,000, 40,000, Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen »nd vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten. S&L.;. Resultate des am 30. Juni 1870 abgelaufenenM 22ten Geschäftsjahres: MM. Gewinne sind in Venedig, Mailand, Frankfurt a. M., Berlin etc. ohne Jeden Abzug; zum Tageskurse zahlbar. Biese ObligatSons-luoose, mit deutschem Stempel versehen, sind a Thlr. G bei allen Bankiers und Geldwechslern zu beziehen. Nächste Ziehung am 30. November a. c., Haupttreffer: Frcs. 100,060. Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherung^' . . . summe von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiejen, dagegen 3552 für eine g|aintn Gäan (»4 r' । o r . .. Ch-» L 1 /HE am aam a ..vk av* Ck * nv K n t v 4T4- ktn bereit auf dtßsallsige persönlich vorgebrachte Wünsche entsprechende Auskunft zu cr- tfjeilen. Das Schulgeld beträgt für den ganzen Winterkursus 2c> Gulden und ist bei dem Eintritte in die Schule an unsre Casse zu entrichten. — Der Eintritt kann bis rum 31. d. Mts. erfolgen, doch bitten wir Ausnahmegesuche baldthunlichst an eines der unterzeichneten Mitglieder des Curatoriums gelangen zu lassen. Ausführliche, den detaillirten Lehrplan für den Winterkursus enthaltende Pro- svccte sind an die Herren Directoren der landw. Bezirksvereine, sowie an sammtliche Großherzogliche Bürgermeister der Provinz Obcrhessen versendet worden und können von da. sowie von uns direct bezogen werden. ... Schüler welche beabsichtigen, demnächst sich der Etniahngsreiwilligenprufung zu unterziehen, finden zu ihrer Vorbereitung in Privatstunden hier Gelegenheit und wollen ihre deßfallsige Absicht bei dem Antritt in die Schule zu unsrer Kenntniß bringen. Friedberg, den 10. October 1871. Das (Kuratorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhcssen. Trapp, Rcgiernngsratb. Lindeck, Rentamtmann. Haas, Kreisassessor. Jede Obligation oder Thlr. 8 an allen Gewinnziehungen bethelligt. Moguntia, Versicherungs - Gesellschaft in Mainz. 4193) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und (Sx= V1°^On^ur Aufnahm^Von V er sicher ungm empfiehlt sich bie Agentur zu Allendorf an der'Lumda ^arb, Agent der Moguntia. j hkgiüntet tt>ii I W Wlung iß | im h I , Riiißki i 1 ®WW toOlcrn» 1 Genf । ‘mrouHKn ttl] ; P «"Wh Wri-r »ÄS j Die a 3n btt Sitzunl w tü6 Wtium ■ jyoretn über die ' fötr ckzunehailn gti ■ StaatSregieeung übn E mivitklichtii, indtm s 1 ter unveraußerliehen • sicherten zur Vertheilung. Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen C. B e r n n in Darmstadt, Die Ackerbauschute des taudwirthschafttichen Vereins für Dberheffcu zu Friedberg betreffend. Nachdem nunmehr die Vorbereitungen zur Einrichtung der Ackerbauschule zu Friedberg beendigt sind, geben mir in Verfolg untrer Veröffentlichung vom 14. v. Mts. Leiter bekannt, daß der Unterricht am 1. November d. I. seinen Ansang nehmen und, mit einer li'tiigigcn Ferienzeit um Weihnachten, bis Ende Marz f. I. dauern wird. Terselbe wild von 8 Lehrern ertdeilt, umsaßt die Fortbildungssacher, die Naturwissen- ichasten und die Landwirthschaslslehrc. Die letztere haben ,n 4 Stunden wöchentlich der Wanderlehrer und Lehrer an der Ackerbauschule zu Darmstadt vr. Heinrich Vogel und rn 5 Stunden Herr Lehrer Rückert, dermalen zu Rodhenn, Kr-iS Vilbel, übernommen. Ercursiomn und Demonstrationen, sowie mehrere Sammlungen stehen dem Unterricht ergänzend zur Seite und ist die Schule mit Lehrmitteln überhaupt in ge= °^"^°A^nahmefähi'g"stnd jung- Leute, welch- das 14. Lebensjahr überschritten, die Volksschule absolvirt haben und in der Laudwirthschaft bereits thatig waren, die Schüler werden außer den eigentlichen Lehrstunden zu ihren Arbeiten und behuss Wiederholung des Gelernten in täglich zwei Arbeitsstunden Abends von 7 bis 9 Uhr versammelt und werden dieselben in ihrem Verhalten Mich außerhalb der Schule streng !.. v , n-,,. <______ ... vioT-.rnort Stp rhiitpr 171 9tr 1 nnfhnufern. Geeioncte i a6| in di hill t,” ’nit, Sl 19 S‘°a,«äna hi.*' Sä.? 6 kl 4431) Krautschneider Rüdiger, Tyrol (Sohn und Tochter) sind M angekommen und bitten Bestellungen Darmstädter Haus abzugeben. 4443) Ein oder zwei Gymnasiasten neu in einer anständigen Familie Kost Wohnung erhalten. Näheres bei der E d. Bltts. Ferd. Gail. Aug. Heß. l>r. Lübbert. Adolph Noll. Zum sofortigen CintriM junger Mann aus guter Faiv>^ bj gesucht, der sich dem KaufmannssM. widmen will, und mit den nothigenM- U, kenntnissen versehen ist. Von wem? ift H ttl Weiten L der Exped. d. Bltts. zu erfahren. (HlitzM, Ausruf nir Hülfeleistung. (Sine erschülternde Kunde durchlief vor wenigen Tagen die Zeitungen und meldete ein Unglück, dessen kaum noch dagewesene Große die neuesten Nachrichten in schrecklichem Umfang bestätigen. Die volkreiche ^Ltadt Chicago ist in einer zweitägigen, von einem Orkan aepestschten^FeuerMunst ^um großen Theil zerstört worden, über 12,000 Gebäude liegen m Asche 100,000 Menschen stnd ohne Obdach Solch namenlosem Elend gegenüber können die Mittel zur Linderung nicht reichlich genug von allen Selten herbeigeschaffc werden, und Deutschland würde in dieser Pflicherfüllung sicherlich vorangehen, auch wenn es der großen Opfer nicht zu gedenken halte, welche ersi. im letzten Kriege den Nothlkidenden grade ans Amerika gebracht worden sind. Chicago, dessen Einwohner zum großen ^heil Deutsche sind, hat folgend, auch an ihre Mitbürger mit der dringenden Bitte, durch @ t einzusainmeln, auch erklären sich die Unterzeichneten zur Empfang, nähme bereit. Gießen, den 17. October 1871. ~