ä n 36 " 38 - 40 - 42 , 40 " 42 ^oiigon PerlaP* , 32 w<"A*ei- ',rf »<■«., Üfreil L^cteljährix 1 fl. 12 ft. mit Brwgerlohn. Durch die Post bezogen virrteljährig i fl. 27 k. Gießttttr Erscheint täglich, mit AuS nähme MontagS. Expedition: Lanzleiberg Sit B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Nr. 1O1. Samstag dm 19, 9lupft " " tg;, Beste-Hmgen auf »en Gießener A»jeiger e»»‘w™ I*. d-nf-Ibm für dl- M«m>- SlUBU(l mb S-vl-mb-, zu 40 fr. v 1 in Stettin. ?Sl®: s. List. *t ®«tinutSerfißl. Am 15. Februar hat sich diese Liga bereits in Paris constituirt, ihr Zweck ist, „an der Befreiung von Elsaß und Lothringen zu arbeiten mit allen Mitteln, die in ihrer Gewalt sind, indem sie durch ihre Propaganda das Andenken an Frankreich verewigt unter denen, die unter dem Joche der Eroberer geblieben sind, und indem sie durch die Bande der Brüderlichkeit und der Solidarität alle die vereinigt, welche, um diesem Joche zu entgehen, gcnöthigt sind, das Vaterland zu verlassen." Die Liga be- kennt sich zu folgenden Grundsätzen: 1) Regt geht über Gewalt. 2) Keine Macht kann über einen Theil der Menschheit verfügen ohne dessen Zustimmung. 3) Die durch die Eroberung unterjochten Bevölkerungen behalten das unbeschränkte und nie verfallende Recht der Wiedererlangung ihrer Nationalität. In den Statuten der Liga sind die Mittel, mit denen sie zu wirken beabsichtigt, auf'S ausführlichste angegeben, und sie sind scheinbar ziemlich harmlos, man will hauptsächlich durch Vereine und Verbindungen in den beiden Provinzen wirken und die französische Bildung dort fördern und erhalten, die französischen Schulen sollen unterstützt werden, dann sollen Schützenvereine, Turnvereine, Musikvereine, Kunstvereine u. s. w. gefordert werden, zugleich aber sollen die Compatrioten in Elsaß und Lothringen auf Vas energischste veranlaßt werden, nicht au-zuwandern, sondern auf bessere Zeiten zu warten, und die Auswandernden, ihr Eigenthum in den Provinzen zu behalten. An der Spitze der Verbindung wird ein Centralcomite von 64 Mitgliedern, aus Elsässern, Lothringern oder ihren Nachkommen gewählt, stehen und in Pans feinen Sitz haben. Als einer der eifrigsten Preußenfresser zeichnete sich der Maire von Havre am 6. August in einer Festrede aus, welche er bei der Vertheilung der Medaillen, die von einer Anzahl Pariser den freiwilligen Schweizern und Docksarbeitern, die während der Brände in Paris zum Löschen hingeeilt waren, hielt. Das .Journal du Havre" veröffentlichte diese Anrede, worin denn die Schweizer als die wahren Freunde Frankreichs den Deutschen gegenüberqestellr werden, um mit denselben für die Ligue antiprussienne Propaganda zu machen. Wie Männer, bei denen her Verstand schwächer als die Phantasie ist, sich gern in Bildern ergehen, so begann der Maire im Beisein des Präfecten seine Standrede wie folgt: Wenn mitten auf dem Felde den Wanderer eines jener gemeinen Kriechthiere beißt, deren Anblick so abstoßend und deren Biß tödlich ist, und wenn er ihm das Haupt nicht zertreten will mit seiner Fußsohle, so wendet er sich mit Ver- achtung ab. Machen wir es also mit den Preußen. Möge ein Gesundheitscordon fte streng fern von diesen Herdfeuern halten, wohin sie Trauer, Infamie und Tod gebracht haben. Friedberg, 15. August. Es wird den Landwirthen der Provinz und ins- sondere der Wetterau von hohem Interesse fein , zu vernehmen, daß der Aus- schuß des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen in feiner gestrigen Sitzung zu Gießen die Errichtung einer Ackerbauschule zu Friedberg beschlossen hat. Es ist unzwelselhaft, daß ein Bedürsniß hierzu in Oberhcff-n vorgelegen! $at und daß die zu Darmstadt, Michelstadt und Worms bestehenden Ackerbau-! schulen aus vielen Gründen nicht geeignet sind, demselben abzuhelfen. Die pro- jectirtc Schule wird, im Gegensatz zu der nur mit einer Unterstützung des Verein- früher dahier bestandenen Privatschule des Herrn Dr. Henkelmann, von dem Pro- vinzialvercin selbst auf seine Kosten errichtet und unterhalten werden. Zur Organisation und Leitung derselben wird von dem VereinSpräsibium eine Schulcom- Mission bezw. ein Curatorium ernannt werden, deren Thätigkeit es wohl gelingen wird, so rasch die nöthigen Lehrkräfte zu gewinnen und die sonstigen Vorbereitungen zu treffen, daß die Schule mit Beginn des nächsten Winters eröffnet werden kann. An den jungen Landwirthen wird cs alsdann fein, durch zahlreichen Eintritt in die Ackcrbauschule und durch Bethätigung von Eifer und Fleiß dem Provinzial- verein den Dank abzustatten , dessen er sich durch das ins Leben zu ru ende gc- meiwnützige Unternehmen verdient gemacht hat. (£). A.) V Mainz, 14. August. Eine ziemliche Sensation erregende Erscheinung bil- veten einige vorgestern hier durchgekommene ehemalige Kriegsgefangene, französische Liniensoldaten vom 56. Regiment, welche in der Schlacht bei Wörth gefangen wurden, also über ein Jahr in Deutschland bleiben mußten. Es waren Recon- valeScenten, kamen von Thorn, und äußerten sich auf die Frage nach der ihnen Mährend ihrer Gefangenschaft zu Theil gewordenen Behandlung höchst anerkennend. «Nous etions comme chez nous, comme en famille.“ Aufmerksam gemacht, was man in Frankreich über solche Dinge sagen höre, zogen sie die Achseln und meinten, sie würden die Wahrheit sagen, und fügten hinzu: nous sommes des Reformös. t Berlin, 16. August. Die Veranstaltung einer Enquete über die bei der Ordnung des Münzwesens in Betracht kommenden Verhältnisse war im vorigen Jahre seitens des Bundesraths beschlossen worden und sollten dabei geeignete, von den einzelnen BundeSregicrmigen zu bezeichnende Sachverständige vernommen werden; das Collegium der hiesigen Kaufmannschaft vom HandelSminister aufgefordert, hatte sowohl mit Rücksicht auf das internationale Geld- und Wechselgeschäft, als auch mit Rücksicht auf das innere ZoüvereinSgefchäft geeignete Personen in Vorschlag gebracht. Der Krieg brach kurz darauf aus, und die Enquete wurde bis auf geeignetere Zeit vertagt. Jetzt soll dem Vernehmen nach die Angelegenheit von Neuem in Gang gebracht werden. t Berlin, 16. August. Die Mitglieder des Vereins der deutschen Eisen- bahnverwaltungen haben ihre Berathungen beendigt. Daß durch daS negative Resultat dieser Versammlung irgendwie Jemand überrascht werden wird, steht wohl nicht anzunehmen, denn es wird Niemand erwartet haben, baß unsere Eisenbahn- gesellschaften, die ihre Aufgabe darin suchen, hohe Dividende zu erzielen, etwa darauf sinnen werden, daß das Publikum sicherer, rascher, bequemer und billiger fährt. Der bisherige Tarif ist denn auch beibehalten, „um ter freien Concurrenz keinen Eintrag zu thun". Der alte Schlendrian wird natürlich so lange fest erhalten werden, bis die Privat - Eifenbahnen sämmtlich in die Hände des Staats gebracht werden, und damit das Interesse der Allgemeinheit nicht das Privativtereffe einiger Unternehmer die Richtschnur für die Verwaltung der Eisenbahnen bilvet. Die „Prov.-Corr." bestätigt heute unsere frühere Meldung, daß von den Occupationstruppen zunächst die 2. Division (Danzig) und die 22. Division (Kassel), ferner die Festungs-Artillerie in die Heimath zurückkehren werden. Berlin, 16. August. Die „Provinzial - Correspondenz" bespricht in einem längeren Artikel die Zusammenkunft der beiden Kaiser. In der freudigen Theil- nähme der Bevölkerung offenbare sich das Bewußtsein, daß die Umarmung der beiden Herrscher nicht bloß den Ausdruck persönlicher Freundschaft enthalte, sondern auch als ein Unterpfand für die guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarreichcn zu gelten hat. Der Artikel erinnert daran, daß Oesterreich während des letzten Krieges aus den von der gesunden Einsicht vorgezeichneten Grenz- linien der ruhigen Neutralität nicht herausgetreten ist und wie die Herstellung des deutschen Reiches zum Austausch von Freundschaftsbeweisen mit Oesterreich geführt habe. Jene Kundgebungen erhalten jetzt die feierliche Bestätigung durch die Zusammenkunft der Monarchen. Das Wesen und die Bedeutung des neuen Verhältnisses zwischen den beiden Rüchen liege darin, daß es nicht durch die zwingende Nothwendigkeit der politischen Lage, sondern durch die Verwandtschaft der Gesinnungen und Bedürfnisse begründet sei. DaS Einverstänoniß zwischen Deutschland und Oesterreich, weit entfernt Gefahr oder Drohung für andere Mächte in sich zu schließen, entspreche dem beiderseitigen Verlangen nach einer dauernden Förderung der gemeinsamen Wohlfahrt. Die thatsächlichen Verhältnisse und der persönliche Charakter der Herrscher verbürgen, daß die Eintracht der beiden Re- gierungen zu der festen Stütze für den Frieden Europa'- werde. Die „Prov.- Correfp." schreibt ferner: Die Ausführung des Frankfurter Friedens nimmt nicht den schnellen regelrechten Fortgang, welcher umsomehr gehofft wurde, als Deutscherseits die Verpflichtungen des Frievensvertrages gewissenhaft beobachtet und den Wünschen der französischen Regierung möglichst entgegengekommen wurde. Die Letztere wünscht die beschleunigte Räumung durch Zahlungsanerbietungen, welche eine Verkürzung der vertragsmäßigen Frist in Aussicht nehmen. Es müsse jedoch daraus gehalten werden, daß die angebotenen Zahlungsmittel volle Zuversicht bieten; auch bestehe die Vollendung des FriebenSwerkeS nicht ausschließlich in der Zahlung der Kriegskosten und der Vermindcrung des OccupationSheeres, es sei dringend nothwendig, die Frankfurter Friedenguntertzandlungen baldigst einer befriedigenden Lösung cntgegenzusühren, und daß man in Frankreich die unablässigen Hetzereien zur Ruhe verweise, welche noch jüngst zu meuchelmörderischen Angriffen auf deutsche Truppen geführt und den bauernden Frieden gefährdet haben. Die Räumung des französischen Gebiets werde in dem Maße sortschreiten, als Frank- reich den Verpflichtungen des Frievensvertrages genüge. Da die französische Regierung sich erboten habe, schon in nächster Zeit Die dritte halbe Milliarde zu zahlen, so seien auf Befehl des Kaisers Vorkehrungen getroffen worven, eintretenden Falles mit der Räumung de- französischen Gebietc- vorzugehen, und würde zunächst die 2. und 22. Division zurückkehren. Auch die Räumung der noch besetzten Pariser Forts sei in Aussicht genommen, was die Räumung des noch daselbst befindlichen Kriegsmaterials zur Folge hätte. Selbstverständlich sollen alle diese Anordnungen erst zur Ausführung gelangcn, wenn die entsprechenden Verpflichtungen französtscherseits regelrecht erfüllt sind. — Der Präsident de< Reichs- kanzleramts, Staatsminister Delbrück, ist von einer Erholungsreise zurückgekehrt und hat seine Amtögeschäfte wieder übernommen. Berlin, 16. August. Graf Arnim hat sich gestern zu den Friedensverhandlungen nach Frankfurt zurückbegeben. Karlsruhe, 13. August. Nach dem Vorgang von Mannheim hat sich i« Radolfzell ein Verein „Nur Deutsch" mit der Aufgabe gebildet, in Gesellschaft Sil» «"'? Ml, j4 fjjM et« 7M toaim fll Sachr wtf Ztilung, cei LheilnWtt ubtr Nl un lijrtrn und Datltlt - m und fah bic nicht Rc Stratz Rrgierunzsp de- Pari- LintruTS > eine« M Derstlöc be dir Pam die Wem Dtr Jitta-li ZMug M Schtjahr ßch vo> ter Zteengang a Zatttchn te M £ ning ter (So1 Moi bii wdöem l Dublil tHWifch fri'wnp^ogei nicht. Mehr UN) StlanD! £ ‘ Frach Hotel ju 8, so gu Sriüantti WWW» 9 Vorbeh Gießen Brtr be>n aMdf(l|. ... ? 'M,7 7 ’C1U® eine $r' Mt « 8?D^UIr°mi >««> B« ÄÄ ‘“Sty* v =■•«*: ?X"a* ■A',ofc««w ,66rt,a” em* , fi[ til Mil« unt •■ “OOS sommes des «btr bü bti tR I i» vortgtn! ’ rab rUq cd nrarn 8«’ M tir» W E kn-^lschail kN W n i im4ci M* ;,w »"> ' die w* aW-rM‘” « »• * „.tt »J* : SrtiWH bi/g Gr. Hess. 5% Obi. 103 » n 4% n 953/4 » » 31/20/0 „ - Bayer. 5% „ 101 " "°m L O-t°ber! werd^O be^.ll»Nmt^Grkb!nver- D,eil.e.£!2---------------------------- waltung noch auf ihren Werken zu Ober- 3160) In unserem Nebenhaufe ist ein Roßbach bei Friedberg eingestellt bei Zu- Logis an eine stille Familie zu vermiethen!^'""'"" und Anfangs October zu beziehen. _____________________Flick & Kröll. 3437) Ein möblirtes Mansarden-Zimmer nebst Cabinet ist zu vermiethen bei ______________Louis Busch Wittwe. 3468) Die mittlere Wohnung meines Hauses ist pr. Anfang November zu ver- Vermiethungen. 3258) Ein Mansarden-Logis nebst Zubehör ist zu vermiethen bei Heinrich Adami, _________________________Alicenstraße 97. 3482) Bei Frau Dr. Hanstein, Weidgasse Lit. B. Nr. 98, ist ein möblirtes 3inu mer mit Cabinet zu vermiethen.______ 3438) Zwei Familienwohnungen sind zu vermiethen und sogleich beziehbar bei ________________Schmied Unverzagt. 3402) Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und den 1. November be- ziehbar. G. PH. Fillmann Wittwe.