Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichere Mittüioch den 18. October Nr. 2£2 1871 i Bayern und die Gefandtschaftsfrage. 'nicht unwesentlich alterirt wird. Was die bisherigen Silbermünzen anbetrifft, ** / * * * ~w w ~ V ” f w " < y I * ** * • V »p * II V* II* »I Ml U U j l ll UUVVlil||l^ Das Borgeben Bayerns in der Gesandlschaf,«frage kann man mit oufrichti.!"''^ der Decimalelntbeilung vollständig widersprechen, so muß man gestehen, daß ° ' u .. __ — Pf* hiinf« >rf?t n» brr nrrlrhiononon (Wou.Aa. r J. (. .t i z._ rr. < ■ .< ise» Per? t 1M r L dis davon jetzt des bhaus. idi im gtaujf, mit Pen-o» a i ii- nia ■y.\ Preis vierleljährig 1 fl. 12 r. mit Dringerlohn. Durch die Post bezogen viertelZährtg t R. 27 fr. j- Dem Bundesrathe ist jetzt der Entwurf über die Ausprägung von Reichs- goltmünzen zugegangen, wovon nach §. 1 46^2 Stück auf 1 Pfund gehen; der dreißigste Theil heißt Mark und zerfallt in 10 Groschen, der Groschen in 10 Pfennige. Außerdem sollen noch §. 3 geprägt werden: Reichsgoldmünzen zu 15 Mark (93 = 1 Pfund), 20 Mark (693/4 — 1 Pfund fein Gold). Die aus» gemünzten Reichsgoldwünzen werden von der Reichskaffe und von den Staats-, Provinzial- und Communalkaffen in fämmtlichen Bundesstaaten zu festen Werthen in Zahlung genommen und zwar die 30-Markstücke zu 10 Thalee, die 20-Mark- stücke zu G Thaler 20 Silbergrofchen oder 11 Gulden 40 Kreuzer füdd. Währ., 15 Maik zu 5 Thlr. 8 Sgr. oder 8 fl. 45 fr. südv. Währ. Die GewichtSab- weichung darf nur 21/, Tausendstel, die Feingehaltabweichung 2 Tausenbtheile betragen. Die Bestimmungen über die Goldkrone sind aufgehoben. Außerdem bleiben die nach Maßgabe der Bestimmungen des Münzvertrages vom 24. Januar 1857 ausgeprägten groben Silbermünzen der Thalerwährung im gefammten Bun- desgebiete in Wirksamkeit. Der Motivenbericht bezeichnet die Vorlage als eine sehr dringende. — Wenn man nun auch anerkennen muß, daß die Reichsregicrung die vielen Schwierigkeiten, welche ihr die Eoncurrenz ter vier verschiedenen bisher in Deutschland bestehenden Münzsysteme bereitete, durch die Adoptirung der Mark als Einheitsmünze sehr glücklich überwunden hat, so ersieht man aus dem vor- liegenden Entwurf, oaß das böse Ende hinterher folgt und leider nur wieder Halbheiten geschaffen sind. Die Hauptaufgabe der Münzreform bestand doch Darin, durch die Etablirung der Decimalgoldwährung die Thaler-Rechnung ganz und gar zu verdrängen und in den Bereich der Scheidemünze zu verweisen. So sehr die Prägung von 10- und 20-Markstücken dieser Ausgabe entspricht, so sehr widerstrebt ihr die Einschaltung der 15- und 30-Markstücke; 15 Mark betragen genau 5 Thaler; 30 Mark 10 Thaler; und die Thalcrrechnung wird auf diese Weise immer im Flor bleiben, abgesehen davon, daß das Decimalsystem hierdurch ger Freude begrüßen, denn durch nichts kann die bayerische Regierung ihre volle Hingabe an den deutschen EinheitSgedanken mehr documentiren, als durch diesen hochherzigen Schritt. Geht Bayerns König auf dem eben betretenen Wege weiter, so verdient er aus's Neue den Dank des deutschen Volkes. Der freiwillige Verzicht auf die Ausübung des GesaNdtschaftsrechts läßt Jeden erkennen, daß auch der bloße Schein einer spezifisch bayerischen Politik dem AuSlande gegenüber vermieden werden soll. Dadurch wird man im Auslande sich nie mehr der trügerischen Hoffnung hingeben können, als werde die deutsche Einheit nicht von großer Dauer sein, und man wird es als ein eitles Beginnen erkennen, auf die deutsche Uneinigkeit zu fpeculiren. Selbstverständlich ist, daß die auswärtigen Regierungen, bei denen Bayern sich nicht mehr vertreten läßt, durch Gesandte, auch ihrerseits die diplomatische Vertretung in München aushören lasten, und wird dadurch nur ein den thatsächlichen politischen Verhältnissen entsprechender Zustand hergrstellt. Der bayerischen Regierung ist der Entschluß um so hoher anzurechnen, als ihren Gesandten rurch das Schlußprotokoll zum Vertrag von Versailles vom 23. November 1870 eine Bedeutung gegeben ist, die sie früher nie besaßen. Darnach ist den bayerischen Gesandten die Vertretung der Reichsgefandten in Verhinderungsfällen übertragen, ein Fall, welcher ja in Rom bei der Abreise des Grafen Arnim durch Uebernahme der diplomatischen Functionen für das Reich von Seiten des bayerischen Gesandten, Grafen Tauffkirchen, realisirt würben Bayern nimmt eine ehrenvolle und einflußreiche Stellung innerhalb deö deutschen Reiche- ein und kann des Prunkes der besonderen Vcrtrttung nach Außen hin wohl entbehren. Dem zweitgrößten deutschen Staate steht die Vertretung Der Präfidialmacht im Bundesrathe zu; ebenso führt Bayern in dem Ausschuß für Die auswärtigen Angelegenheiten, Der aus Den Bevollmächtigten der drei Königreiche Bayern, Sachsen unD Württemberg, unD zwei vom Bundesrathe alljährlich zu wählenden Vertretern anderer Bundesstaaten zusammengesetzt ist, den Vorsitz und hat dadurch reichlich Gelegenheit, seine Stimme in der Reichspolitik geltend zu machen. Dem Auslande gegenüber muß Deutschland so geschlossen wie möglich vor» gehen, auch der Schein muß unbedingt vermieden werden, daß ein Staat Sonderinteressen, die mit denen des Reichs nicht zusammenfallen, in der äußeren Politik verfolgen könne. Die einheitliche Vertretung aller deutschen Staaten ist zugleich eine größere Friedensbürgschaft und gibt der deutschen Politik größere Sicherheit und Freiheit Der Bewegung. Geht Bayern entschlossen zum Vortheil seiner selbst und des großen deutschen Vaterlandes auf dem betretenen Wege voran, so werden Die andern Mittelstaaten ihm balD folgen müssen; ist Der größte Staat nach Preußen iw Reiche zur Ein- sicht gekommen, Daß er Der besonderen Diplomatischen Vertretung entbehren kann, so tocrDen auch Die anDern Regierungen auf Diese Bahn gedrängt werden. Erscheint täglich, mit Äul. nähme Montags. Expedition : Tanzleiberg öit. B. Nr. 1 Die Sicherung einer Eisenbahn-Verbindung zwischen Deutschland unD Italien durch Die Schweiz, welche bereits im verflossenen Jahre von Dem norDDeutschen Reichstag beschlossen wurDe, wirD Gegenstand Ihrer Berathung werden. Die Re- Berlin, 16. Oct. Eröffnung des Reichstages. Die vom Kaiser gehaltene Thronrede lautet: Geehrte Herren! Als ich Sie im März dieses Jahres zum ersten Male begrüßte, hatten die Vorarbeiten für die regelmäßige Gesetzgebung durch Den Krieg Verzögerungen uno Unterbrechungen erlitten. Ihre Thätigkeit war vorzugsweise für Diejenigen Fragen in Anspruch zu nehmen, welche sich un- mittelbar aus Der neuen Gestaltung Deutschlands herleiten. Gegenwärtig wird die Ordnung des Reichshaushalts Ihre hauptsächliche Aufgabe sein. Es kommt darauf an, durch Verwendung eines Theilcs der Mittel, welche wir den Erfolgen des Krieges verdanken, die einzelnen Bundesstaaten von den Dorschüffen zu entlaßen, welche sie bisher für die Zwecke des Reiches zu leisten hatten und auf diesem Wege ein normales Verhältniß zwischen Dem Haushalt des Reiches und dem Haushalt seiner Glieder herzustellen. Es kommt darauf an, die für Deutsch- lanD erworbenen Gebiete mit denjenigen Einrichtungen in den Haushalt des Reiches einzufügen, welche ihnen mit dem Reiche gemeinsam sind, oder ihnen von letzterem gewährt werden. Es kommt Darauf an, dafür Sorge zu tragen, daß die äußere l!age Der Beamten des Reiches Den Anforderungen entspreche, welche im öffcnt- Uchen Interesse an sie gestellt werden müßen. Ich hatte gehofft, daß Ihnen auch ein Etat für Die Verwaltung Des Deutschen Heeres, wie er Den DaucrnDen Bedürf- nijfen desselben genügt, würde vcvgelegt werden können. Der Umfang, in welchem die Durch den Urieg veranlaßten Arbeiten alle Kräfte Der Verwaltung auch über Die Dauer Des Krieges hinaus in Anspruch genommen haben, unD Du Umgestal- Die bunte Reihe Der verschiedenen Gepräge sehr schlecht in Die erstrebte Einheitlichkeit De- Deutschen Münzsystems passen und ganz geeignet sind, eine gelinde Con- fusion anzurichten. Ueber Den großen Brand von Ehicago liegen jetzt ausführliche telegraphische Einzelheiten aus verschiedenen Quellen vor. Da dieselben in Den meisten Punkten übereinstimmen, geben wir folgende Zusammenstellung des vorliegenden Materials: Der Brand begann in einem Stalle am Sonntag den 8. d. M. Abends; ein Junge ging in den Stall, um eine Kuh zu melken, und nahm eine Petroleumlampe mit. Das Thier warf die Lampe um, die Flüssigkeit verbreitete sich über das Holzpflaster und das Feuer griff mit großer Schnelligkeit um sich. Die Leute wurden gerade verrückt vor Aufregung, viele wurden zu Tode getreten und andere kamen in den Flammen um. Im Ganzen glaubt man, daß 500 Personen ihr Leben einbüßten. Am Montag Abend glaubte man, daß die heftigen Regengüsse dem Feuer Einhalt thun würden, aber im nördlichen StaDttheile wüthete dasselbe unaufhörlich fort und erst am Dienstag, 10 Uhr Nachmittags, gelang es, des Elementes Herr zu werden, nachdem vorher Tausende von Gebäuden in die Luft gesprengt waren. Tausende von obdachlosen Familien haben sich in der Nähe der Stadt gelagert, unD Da sie Dem Hungerlode nahe ftnD, befürchtet man eine Ruhe- flbrung. Die Regierung hat 500 Mann Truppen an Ort und Stelle geschickt. Der angerichtete Schaden wird neuerDings auf 300 Millionen Dollars veran» schlagt. Während ein Telegramm der „Time-" meldet, daß mehrere Brandstifter abgefaßt und entweder erschossen oder gehängt worden seien, sagt eine anderweitige Depesche, acht Personen seien wegen Plünderung gehängt worden, welches letztere wahrscheinlicher ist. Aus allen Theilen der Vereinigten Staaten sind bereits zahlreiche Sendungen an Geld unD Lebensrnitteln nach Ehicago abgegangen und sämmt- liche Eisenbahnen transportiren dieselben kostenfrei. In Newyork herrschte am 9. in Folge Dieses Unglücks eine ungeheure Panik, zumal unter Den Aktionären Der Versicherungsgesellschaften. »eR.nenrog n.nia kommenDe Jahr ausgeDehnt werDe. Der Ihnen vorzulegende Etat verlangt Den Bundesstaaten keine höheren Beträge für die Zwecke des Reiches, als der geltende. Der Haushalt des Jahres 1870 hat, ungeachtet Der Wirkungen __ Krieges, einen Ucberfluß gelassen, wegen Dessen VerwenDung Ihnen eine Gesetzes- Vorlage zugeht. Die Ordnung Des Münzwesens, welche Die Verfassung dem Reiche überweist, Hai seit Jahren Die Sorge Der Regierungen in Anspruch genommen und das Interesse des Volkes beschäftigt. Ich habe Den Augenblick für gekommen gehalten, um Den Grund für diese Ordnung zu legen, nachdem eine ganz Deutschland umfassende Regelung des Münzwesens möglich geworden ist, und die wirth- schaftlichen Verhältnisse für dieselbe niemals günstiger waren, als jetzt. Der Bun- Desrath ist mit Der Berathung einer Gesetzesvorlage beschäftigt, welche zunächst eine umlaufsfähige Goldmünze schaffen unD Die Grundzüge eines gemeinsamen deutschen Münzwesens seststellen soll. tung, in welcher ein Theil des Heeres begriffen ist, haben leider Die rechtzeitige Aufstellung des Etats verhindert. Ich bin daher genöthigt, Ihre Zustimmung Dafür in Anspruch zu nehmen, daß Die UebergangSzeit, welche Die Reichsverfaffung zum Schluffe des laufenDen Jahres für Den Militäretat bestimmt, noch auf Beftettnngen auf den GieHener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen uni den Land-Poftboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abbolen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal 1871 zu 1 fl. n.-nng 'n Hl CL !U in Mnem PertWtM LILIIL^0, bitt um y. Mnqlwff. i3'- Kamrner- Fräulein ^°rina j°bel, die Hubert de ■fften Seif-ch M ich diese »fehlen. 8 Uhr. besorgt. (618) ilimbflitr und lamtlicheo , am Mark.. in meiner diese- Reich vertretenden Stellung in allen Gauen de- großen Vater-, lande- kürzlich zu Theil geworden ist und der mich mit freudiger Genugthuung,! vor Allem aber mit Dank gegen Gott für den Segen erfüllt hat, der unserem da- die Versammlung begeistert ein* Wechsel. k. 8. 105 78 Oberhessen Geldsorten. fl. kr. Spanier, neueat. 3% 327/s 13 Wz 1864r R. Mittel Mittel Mittel Mittel k. k. k. k. des Reichstages wurde um 2*/2 Ubv Simfon übernimmt den vorläufigen aus aus aus aus 8. 985/a 8. 993/4 8. 105 8. 96Vt 8. 9 2 Vs S. 871/a Braunschweiger 18s/8 Stadt Florenz 82 Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto ßdrgeüüachrichtea. 16. October 1871. 1. 8. 4% 8. 118V1 8. 90i/3 8. 99 t/t 8. 983/4 8. — der Kaiser darauf den Saal verließ, brachte ein dreimaliges Hoch auf denselben aus, in stimmte. Berlin, 16. Oct. Die erste Sitzung n . 5% M. Amerik. Bonds steuerf. — 1881r 99‘/2 1882r 951/2 1885r 96 1887r 96 Aeilest. Oest. Creditaot. 2821/4 50/g östr. F. St. E. B. 3791/2 Lombard. Bahn 1913/< Ludwigsh.-Bexbach 192 Maxbahn 138 Vr Bayer. Ostbahn 1403/< Hess. Ludwigsb.-Act. 1631/4 Rhein-Nahebahn-Act. 401/2 gterungen und die Volksvertretungen Italiens und der Schweiz haben die Ausführung, dieses großen Unternehmens bereitwillig unterstützt. Ich bin gewiß, daß die mit < demselben verbundenen wirtschaftlichen und politischen Interessen von den deutschen s Regierungen und dem deutschen Reichstage nicht geringer werden gewürdigt wer* ( den, als die- in den beiden anderen Ländern geschehen ist. Dis Gewährung einer . billigen Au-gleichung für die Beschränkungen, welche» die in den Bereich neuer oder erweiterter Festungsanlagen gezogenen Grundstücke unterworfen werden müssen, , ist von den verbündeten Regierungen von Neuem zum Gegenstände der Berathungen , gemacht worden. Al- Ergebniß derselben wird Ihnen eine Gesetzesvorlage zu- । gehen. Auch der Entwurf eine- Gesetzes über die Reichsbeamteu wird, wie ich hoffe, Ihnen vorgelegt werden können. Die von Frankreich bisher gezahlte und in den ersten Monaten des künftigen Jahres zu zahlende Kriegsentschädigung wird zu einem Theile zur Tilgung der Anleihen verwendet werden, welche der norddeutsche Bund für die Kriegsführung gemacht hatte. Für einen Theil dieser Anleihen ist die Tilgung bereits erfolgt oder durch Kündigung vorbereitet, für einen Theil bedarf sie Ihrer Zustimmung. Es wird Ihnen deshalb eine Vorlage zu- gehen. Im Vertrauen auf eine stetige Fortentwickelung der inneren Zustände Frankreichs im Sinne der Beruhigung und Befestigung habe ich es für thunlich gehalten, die Räumung der Departements, deren Besetzung nach den Friedensbedingungen bis zum Mai künftigen Jahres in Aussicht genommen war, schon jetzt eintreten zu lassen. Die Bürgschaften, welche an Stelle de- aufgegebenen Pfandes treten, werden Sie au- dem am 12. d. M. darüber geschlossenen Abkommen ersehen, und mit demselben wird Ihnen zu Ihrer Prüfung und verfassungsmäßigen Genehmigung eine Convention über die Zugeständnisse vorgelegt werden, welche von Deutschland für die der Industrie Elsaß-Lothringen- zu sichernden Erleichterungen zu machen sein werden. Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik hat meine Aufmerksamkeit der Ausbildung und Befestigung des mit Frankreich neu geschlossenen Friedens um so ungetheilter gewidmet fern können, als die Beziehungen Deutschlands zu allen auswärtigen Regierungen friedliche und von gegenseitigem Wohlwollen getragen sind. Meine Bemühungen bleiben dahin gerichtet, das bf- rechtigte Vertrauen zu stärken, daß das neue deutsche Reich ein zuverlä siger Hort des Friedens sein will. In dieser Richtung ist eS eine besonders wichtige, aber mir auch vesonderS willkommene Aufgabe, mit den nächsten Nachbaren Deutschlands, den Herrschern der mächtigen Reiche, welche dasselbe von der Ostsee bis zum Bodensee unmittelbar begrenzen, freundschaftliche Beziehungen von solcher Art zu pflegen, daß ihre Zuverlässigkeit auch in der öffentlichen Meinung aller Länder außer Zweifel stehe. Der Gedanke, daß die Begegnungen, welche ich in diesem Sommer mit den mir persönlich so nahe stehenden Monarchen dieser Nachdarreiche gehabt habe, durch Kräftigung de- allgemeinen Vertrauens auf eine friedliche Zu» kunft Europas, der Verwirklichung einer solchen förderlich fein werden, ist meinem Herzen besonders wohlthuend. Das deutsche Reich und der österreichisch-ungarische Kaiserstaat sind durch ihre geographische Lage unv ihre geschichtliche Entwickelung so dringend und so mannichfach auf freundnachbarliche Beziehungen angewiesen, daß die Befreiung der letzteren von jeder Trübung durch die Erinnerung an Kämpfe, welche eine unerwünschte Erbschaft tausendjähriger Vergangenheit waren, dem ganzen deutschen Volke zur aufrichtigen Befriedigung gereichen wird. Daß eine solche Befriedigung der Gesammtentwickelung des deutschen Reiches gegenüber von der großen Mehrheit der Nation empfunden wird, dafür bürgt mir der herzliche Empfang, der mir Gesetzentwurf, betreffend die Verwendung des Ueberschuffes. 2) Gesetzentwurf, betreffend die Bildung eines ReichökriegsschatzeS. 3) Gesetzentwurf, betreffend Rück- zahlung der auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 aufgenommenen Anleihe. 4) Gesetzentwurf, betreffend Controle des Reichshaushalts von 1871. Darauf folgte die Verloosung der einzelnen Abheilungen. Durch Namensaufruf ergibt sich die Anwesenheit von 153 Mitgliedern, mithin ist das Haus beschlußfähig. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. München, 14. Oktober. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer beantwortete der Cultus - Minister Lutz im Auftrage und Namens des Grsammt Staatsministeriums die Interpellation Herz in sehr ausführlicher und eingehender Rede. Er constatirte, daß eine nicht unwesentliche Uebereinst.aimung zwischen dem Standpunkte der Interpellation und demjenigen der Staatsregierung vorhanden sei, wahrt dem Staate das Recht, sein Staatskirchenrecht zu ändern, so bald die Kirche selbst die Grundlagen verrückt, auf welchen das bisherige Verhälln'ß zwischen Staat und Kirche beruhte. Er führte ferner aus, daß der Lehrbegriff der katho- lischen Kirche durch das Dogma geändert wird und die Concilsbeschlüsse staats- gefährlich sind. Der Minister führt eine Reihe ton Zeugnissen der Concilsoäter selber an, nach welchen die Katholiken bisher nicht an Cie Uniehlban'eit des Papstes geglaubt haben. Die Staatsgefährlichkeit betreffend, erinnert der Minister an das Schreiben des Erzbischofs von München, worin derselbe ganz offen sagt, cS sei dem Staate nur so lange zu gehorchen, als derselbe vom gö-tlichen Gesetze nicht abfällt, wobei selbstverständlich die Kirche sich vorbehalte, zu entscheiden, ob und wann der Staat von göttlichen Gesctz-n abgefallen. Der Minister legt ferner ausführlich dar, daß das Placet, über welches die Bischöfe sich hinwegietzten, in jeder Beziehung in Kraft und zu Recht besteht und bewies endlich durch vielfache Cttate, daß jedes Concordat nach dem Begriffe der Curie lediglich eine jeden Augenblick Widerrufbare Bewilligung Roms fei. Nach diesem Expo',6 von mehr als zweistündiger Dauer gelangte der Minister zur eigentlichen Beantwortung der Inter- pellatiousfragkn. Die Antwort lautet: nicht auszusetzen gebraucht. Tragikomisch in dieser Beziehung ist es jedoch jedenfalls, daß die Franzosen jetzt alle Deutsch lernen, aber keine deutsche Profesioren mehr haben wollen. Das „Ordre" bringt eine Reihe von Artikeln, welche nach dem Staatsstreiche in dem Journal des „DebatS" erschienen, und worin derselbe gebilligt wird. Für die „DebatS" ist dies jedenfalls unangenehm, da sie heute den Staatsstreich laut verdammen und dem Ex-Kaiser feinen Eidbruch vorwerfen. Paris, 14. October. Das „Journal osficiel" veröffentlicht das Resultat der Wahlen. Gewählt sind 94 Bonapartisten, 194 Legitimisten, 201 Radikale, 494 Republikaner, 867 Conservativ-Liberale, welche die Republik offen und ehrlich annrhmen. Für die Regierung sind im Ganzen 1361 und in dringenden Fälle» sogar 1605. Dasselbe Blatt wendet sich in scharfen Ausdrücken gegen eine gewisse rührig-. Partei und sagt: Frankreich wisse, wem es sein Unglück zu verdanken habe und wolle nicht durch dieselben Leute nochmals darein gestürzt werden. Ordnung zu finden, uno der Umstand, daß der Verhaftete ein Deutscher sei, ihm vollständig hinreichend, um ihm seine Papiere abzunehmen und sie einer genauen Durchsicht zu unterwerfen. Zuletzt mußte der Polizeicommiffar den Bayer — seine Verhaftung hatte jedoch ziemlich lange gedauert — über doch freigeben, uno dieser fuhr nun sofort nach Paris, um sich auf der bayerischen Gesandtschaft zu beklagen. Herr Rutharo, der als Geschäftsträger derselben vorsteht, fuhr heute morgen sofort zum Minister des Aeußern, dem Grafen Remusat, um Beschwerde zu führen. Graf Remusat empfing Herrn Ruthardt sehr zuvorkommend und berichtete über den Fall sofort an den Minister des Innern, der den Polizeioiener absetzen unv dem Polizei-Commissar einen scharfen Verweis ertheilen ließ. Zugleich bat Graf Remusat Herrn Ruthard, bei ähnlichen Vorkommnissen sich unverzüglich an ihn zu wenden, damit er einschrciten könne. Was die hiesige bayerische Gesandtschaft anbelangt, so zeichnet sich dieselbe vor der, welche vor dem Kriege hier war, vortheil- haft aus. Während e- damals äußerst schwierig war, zu einem der Secretäre, geschweige denn zum Gesandten zu gelangen, wird dort jetzt Jeder, ja, selbst der einfachste Arbeiter, von dem Geschäftsträger aufs Freundlichste empfangen und ihm mit Ruth und That an die Hand gegangen. Die deutsche Diplomatie scheint also endlich eingese-hen zu haben, daß man sie nicht zu ihrem Vergnügen unterhält, sondern damit sie die Interessen Deutschlands und die der Deutschen, die sich im Auslande befinden, auf das Eifrigste vertreten. Einem deutschen Professor, Namen- iFeld, der früher im College Stanislaus angestellt war, und vor einigen Tagen ! nach Paris zurückkam, um feine Stelle wieder einzunehmen, wurde von dem Director die Thür gewiesen. Er hätte die- jedenfalls voraus wissen können und sich dem Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sorer. 11 46—48 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 241/z—25^2 Actien. Frankf. Bank 133 Frankf. Vereins-Kasse 110 Darmst. Bankaot. 41 73/4 Wien Bankaktien 755 Galizien 253 >/4 k. k. k. k. k. ad 1. Die Staatsregierung ist gewillt, allen katholischen Staatsangehörigen, geistlichen und weltliche» Standes, welche die Lehre von der Unfehlbarkeit de- Papstes nicht anerkennen, den vollen, in den Gesetzen des Landes begründete« Schutz gegen den Mißbrauch geistlicher Gewalt zu gewähren und sie, soweit ihre Zuständigkeit reicht, in ihren wohlerworbenen Rechten und Stellungen zu schützen. ad 2. a) Sie ist entschlossen, da- religiöse Erziehung-recht oer Eltern gegenüber dem Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes anzuerkennen; b) wenn von den Anhängern der alten katholischen Lehre Gemeinden gebildet werden, so gedenkt die Staatsregierung, wie sie den Einzelnen fortwährend als Katholiken betrachten zu wollen erklärt hat, auch die Gemeinden als katholische anzuerkennen und folglich denselben, so wie ihren Geistlichen, alle jene Rechte einzuräumen, welche sie gehabt haben würden, wenn die Gemeindebilvung vor dem 18. Juli vor sich gegangen wäre. ad 3. Fest entschlossen, jeden Eingriff in die Rechte des Staate- mit den verfassungsmäßigen Mitteln abzuwehren, erklärt sie sich zugleich bereit, die Hand zu Gesetzen zu bieten, durch welche die volle Unabhängigkeit sowohl des Staates, als auch der Kirche begründet wird, da auch nach ihrer Ansicht allein auf diesem Wege die Herstellung des religiösen Friedens unv dessen Erhaltung für die Zukunft gesichert werden kann. Eine Discufsion hierüber fand nicht statt. Paris, 12. Oktober. Einem Bayer, der gestern Versailles besuchte, wäre es beinahe schlimm ergangen. Derselbe nahm nämlich, als er auf dem Bahnhofe anzekommen war, einen Wagen und bat den Kutscher, ihn nach dem Palais zu fahren, wo der Deutsche Kaiser während der Belagerung von Paris resivirt hatte. Dort angekommen, trat er in das Gebäude, um dasselbe zu besichtigen. Kaum hatte er dasselbe verlassen, als ihn ein Polizeidiener mit den Worten anfiel: „Sind Sie ein Deutscher?" Auf die bejahende Antwort erklärte er ihn für verhaftet und führte ihn unter dem Zusammenlauf einer großen Menschenmenge zum Polizei- Commissar. Dieser schien das Auftreten des Polizeidieners vollständig in der gemeinsamen redlichen Streben auch in Zukunft nicht fehlen wird. Berlin, 16. Oktober. Die feierliche Eröffnung des Reichstages fand um 1 Uhr (5 Min. statt. Der Kaiser war begleitet von dem Kronprinzen, den Prinzen Karl, Friedrich Karl und Adalbert unv wurde mit lebhaften Hochrufen, die der Präsident Simfon ausbrachte, begrüßt. Die Thronrede wurde bei dem Passus über die Aussöhnung mit Oesterreich durch großen Beifall unterbrochen. Nach Verlesung der Thronrede erklärte der Reichskanzler den Reichstag eröffnet. Als der bayerische Minister v. Psretzschner Sommertemperatur 1871 in Gießen. Juni, Juli, August 1871 . . . = 12,77° früheren Jahren.......= 13,75 Mai bis September 1871 • • • ■= 11,66 früheren Jahren.......= 12,47 in dem neuen ReichstagSgedäuve eröffnet. Vorsitz. Vier Regierungsvorlagen wurden eingebracht, nämlich: 1) Uedersicht der Einnahmen und Ausgaben des norddeutschen Bundes im Jahre 1870 mit einem Preuss. 41/2% Oblig. 993/8 Frankf. 31/2% Obi. 833/4 Nass. 41/z 00 Obi. 977/8 Kurhess. 4°/0 „ 92 Gr. Hess. 5i ttm TÄxtctot unt M U» (l ptotz Vtei* lltfchk Jroiejoren du, welche mit nt sonn ttrfelbt bs, ba fit heule iCercel DDrtnitD. (4t tae Rtsullil n 20t Male, f offen uifl» tringeitei^ flta> Preise sub E. E. an die Expedition d. Bltts. (4429) 4420) Allen Denjenigen, welche mir bei dem vom 13. auf den 14. d. Mts. ausge- brod enen Braudunglück so bülfreidic Hand geleistet haben, meinen herzlichsten Dank F. Stoos. 4065) Ein mit den nöthigen Vorkcnnt- nissen versehener junger Mann kann in einem biesi 'en Fabrikgeschäft als Lehrling eintreten. Selbstgeschriebene Offerten sind Ibei der Exped. d. Bltts. abzugeben. 4430) Eine Gesellschaft hiesiger Bürger hat geglaubt, den mehr als 100,000 Deutschen Chicagos Beisteuer wegen des großen Brandunglücks um so mehr schuldig zu sein, als diese während unseres Nalionalkrieges sich mit bedeutenden Geldopfern begeistert zum alten Vaterland bekannt haben. Man bittet demnach, die bevorstehende Sammlung freundlichst fördern zu wollen. Restauration Lahns tetn. Annonce. 4262) Aus Anlaß der neuerdings so vielfach vorgekommenen Brand- Unglücke bringen wir die durch uns vertretene Kölnische Feuerversicherungs- Gesellschaft COLONIA , fl. 2? kr- Ur. 2'tf. diese ge- B. Werminghoff. neigten Zuspruch. Anzahl von Zerrungen emzu- rücken beabsichtigt, wende sich a. M. Chr. Wallenfels jun (1091) Beginn des neuen Jahrganges! Kelle Zeit pim Abonnement Id pünktliche Bedienung bestens sorgen werde. ■e. NB. Das Geschäftslocal befindet sich auf dem Neuenweg. Die ersten Ulanen vor le Mans. Mit der zur gefälligen Benutzung. Die 3398) kr. Ceylon, ä der I. A. Busch Söhne empfiehlt bestens: Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Kammer- Fräulein goldener ä ä ä ä ä 5,250,000. 2,309,774. 3,563,791. statt, gegeben durch Herrn I. Bapk. Sauvlek, Kgl. musikus und Lehrer bei dem Conservatorium zu Stockholm, Anna de Blank, gekrönt mit dem ersten Preis und if M M n ft ff ff ff Medaille, vom Conservatorium zu Lüttich, Frau Catharina de Blank, Frau P. Sandlet, Fräulein Maria Schöbel, die Herren: Hub. Sandlet, W. de Blank und Hubert de Blank, welche sich augenblicklich in Frankfurt des größten Beifalls 2 Grundcapital.......... Prämien und Zinsen-Einnahme 1870 . . Gesammtreserven......... Pfund ff fr if f> if ff Feinste Sorten von Reis- und Weizen-Stärke. 4422) Verloren ein Taschentuch, gezeichnet L N. 24. Der Finder wird gebeten, dasselbe gegen 1 ft. Belohnung iin Gasthof zum Rappen abzugeben. officiellen Agenten sämmtlicher Zeitun Auslandes, an die Annoncen - Expedition von Rudolf Mosse, Die soeben erschienene Nr. 3 enthält: fl. If II in empfehlende Erinnerung, stets gerne bereit, die Aufnahme von Mobiliar- und Ernte-Versicherungs-Anträgen prontpt und zu den billigsten, festen Prämien zu besorgen (Stand der Gesellschaft am 31 December 1870: In demselben werden eben so schön und elegant alle Arten seidener, wollener und halbwollener Stoffe in den modernsten Farben aufgefärbt und wie neu appretirt, als auch mit brillanten Oel- oder waschächten Dampffarben bedruckt. Die Musterkarten liegen bei unserer Agentur: Geschwister Heer; in Gießen, Neuenweg Nr. 116, Die rühmlichst bekannten Rettig- und Malz-Bonbons in Schachteln und Paqueten, gegen Husten und Heiserkeit. , 8cN«”l Abonnenten, wt Wvimanl kn Wtiih M Sa- gßlttn dks Gchtimlli JallitzUi noch zu Bkdmsnch - die off denn große Entscheid! , selbst dafür inierefßrt Namentlich feit ßenS resp. Deutschlan I darüber beklagen, t zu fein. Nur der deutsc ihren diplomatischen eiste und alleinige d Kenntniß kam — di ES lag im 3t überraschen zu könnt j gesunden hak, versucht J Mitschuld zu reinigen i Welt unterbreitet, di, । iheilunM j WRi tvü su \t\\ i Das persönli! M diesen Enthüllun ^4 n durch Uebm Originalzeichnung von H. Lüders. — Im Hochland. Novelle von Hans Tharau. (Fortsetzung.) — Wie Dr. Luther dem deutschen Volke die Bibel verdollmetschet. Mit Illustration von Spangenberg. — Die letzten Tage des Reisegefährten Alexander von Humboldts. Von Dr. Robert Ave-Lallemant. — Der Sturz des Meisters- Vaterländischer Roman von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) — Vergessen! Rach dem Gemälde von C. Arnold. — Am Familientische: Kleine Zeitung der Liebhabereien und Kuriositäten. Zu Bestellungen empfehlen sich die F er herrsche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. 4280) Die Thüringer Kunstfärberei von K. Mohr X- Hofmilnn in Königsee, erlaubt sich den geehrten Damen ihr Etablissement zur Wiederherstellung feineren Damen-Garderobe angelegentlichst zu empfehlen. Die feinsten Thce'g, wie 8®ecco mit Älüthen, Souclioiu Congou, Imperial. 32 36 38 40 42 40 42 Geschäfts - Eröffnung. 4319) Einem verehrten Publikum mache hiermit die ergebene Anzeige, daß 8 f üt'/efs uclier, Raffinade and Meli#* <1Jio<*otade in Vanille, Gebundheits- und Grwürs- Lhlicnlade aus der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner in Mainz und Franz Stollwerck & Söhne in Cöln. Blod-Ctzocoladc und Cacno. wohlschmeckenden Java, ä t-e 4409) Mittwoch den 18 October finden in meinem Locale zwei Künstler-Lmuerte di,sm B “W'n Itytfoin ginnten, tw > Mit li<9; »btt „ NNfötn Dtrfö « franjöpf^en j>( 3»«M, gra„|ri 11818 ««« flrirgie , k 8n>nt Hai hin , "b ?'• unt ®f seitens des kunstliebenden Publikums erfreuen und darf ich l Concerte einem geehrten hiesigen Publikum bestens empfehlen. Anfang des 1. Concerts ^6 Uhr. Ende gegen 8 Uhr. Entree 12 kr. Anfang des 2. Concerts von 8 Uhr ab. Zugleich empfehle ich sehr feines Bier und bitte um Für Auswanderer. 593) Die Haupt-Agentur von C- W. Dietz am Markt in Gießen exp^dirt wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten ' Post-, Dampf- und Segel-Sckiffen nach allen Häfen von —:e~ c , Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Billigste und reellste Beförderung der Ansmanderer nach New-Bork, Baltimore, New-Orleans Havannah, San Francisco, Brasilien, Australien, Westindien re. mit deu berühmten Dampfschiffen des Norddeutschen Lloyd über Bremen, der Hamburg- Amerikanischen Packet-Actien-Gesellschaft über Hamburg, sowie über die Häfen Antwerpen, Liverpool, Rotterdam, Grimsby ev. Havre. Wechsel zum Tagescourse, direct gezogen auf alle größeren Plätze Amerikas. — Commission, Spedition, Jncasso, Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten rc. besorgt prompt und billigst feinen gelben Kaffee, H ri ff (1366) (a. 40/1V.) Iller ein Gut, ein Haus, Hotel rc. XVtt kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, bm Mlaarnten vo _ Blau-, Seih ®'“' Krifa'unb2W^. f««'»^" aufzuklatttt; m w an nöthigsttn ßtwtfi dieselbra ivkgkti ihrer Wchrvohl ist ig lllpt* einen Posten zu besetzen hat ------------------------ iE 11’** oder einen solchen sucht, 4421) Ein tüchtiges Mädchen, welches^« 341 PT ^^end etwas in eine beliebige mit Küche und Hausarbeit gründlich ver- | Anzahl von Zeitungen einzutraut, sowie ein Kindermädchen, werden zu miethen gesucht in Lit. B. Nr. 114. ick das von meinem verstorbenen Schwager Wilhelm Stohr betriebene ££ Schloffereigeschäst mit dem Heutigen übernommen habe und für reelle und ym"«iiff(iAn 94e>btpmnin fipftpHä fnrnpn vnprhp. Jcau ^8cückmallll. 4423) Ein braves Mädchen, welches kochen und die Hausarbeit versehen kann, wird zum sofortigen Eintritt gegen guten Lohn gesucht bei Professor Buff. 4413) Zwei Gymnasiasten können in einer anständigen Familie Kost und Logis erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. „ Also Garantiefonds: fl. 11,123,565. - Bezahlte Brandschäden pro 1870 . . . ' fL 1,692,530.^ Versicherungen am 31. December 1870 . . . „ 1,330,153,104. Jni October 1871. D i e Agenturen: F. Barth in Gießen. C. Jockel jun. in Hungen. Carl Löffler in Gambach. * nnt rriV - h« tittch feine »" uaf*|t«nbi68e' - in “bl! ff» Oatte Stk” ’’ 9j»«it ■ »ii,. j ' H kk !gen des In- und Auslc. Frankfurt g Zeil 45. V Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. > wird Jedermann Rath $ Wfl ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: ti werden alle Annoncen $ sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; 8 TVa M ihSt kosten die Inserate nur I dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen, da dieses Institut als Central-Stelle R aller existirenden Zeitungen besondere A Vortheile von denselben genießt. Das I Renomms der Firma bürgt für solide Bedienung. JDiscretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, ohne deren Rainen preiszugeben, pünktlichst und ohne Prooisionsberechnunz übermittelt.