he Nige 6tbi^ diftcn W vlosionsgefahr .ß smann. Hoffmann. in Mainz. andluNji.Aheinr , Valpodensttatze chulho( 'LUS. ) m Stande, gefolgt (618) -w Hotel ic. 'ji/ior, pachten will, i besehen hat n sucht, (ine beliebige rangen einM ndtM n - Expedition isse, lieber Zeitun- ».II. nbtrq, Merlin, t.'Sftw» nü.einen Fall olgieich ernne- Qt Annoncen LdoBi ^en'ölliSM 'S L ,n den Akt- d° fünf olb fol>“ *Srt, He Preis Liectellährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießmer Anzeiger. Erscheint täglich, mit AuL» nähme Montags. Expedition : Lanz leib erg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 163. Dienstag den 18. Inti 1871« BefteLLrmgen auf den Gießener A m t S i ch e r T h e i l. Bekanntmachun q. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 20 der MilitLr-Ersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 (Regierungsblatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §S- 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz-Instruction bis zum JO. August dieses Jahres bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. I. stattfindenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der M eldung sind beizulegen: a) ein Geburtszeugniß (Taufschein), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes, c) ein Unbescholtenheitszcugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director, beziehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Diejenigen, welche auf die ergangene Meldung den Berechtigungsschein nicht zugeschickt erhalten, haben demnächst zur Prüfung zu erscheinen, da eine specielle Einladung hierzu nicht erfolgt. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen aufmerksam: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch die Resolution der Ersatzbehörden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loos- Nummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indcß nur dann eintreten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiedcrverlcihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis - Ersatz - Com- Mission zu richten. Darmstadt, den 5. Juli 1871. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige: Pabst. Strecker. Politischer Theil. forte zu dienen. Die Orleans, deren dreifarbiges Banner Karl X. nach England vertrieb, dürften unter diesem Wahrzeichen keine Heeresfolge leisten. Für Frankreich hat das Manifest des Grafen Ehambord einen unzweifelhaften Werth, den nämlich, daß es die Situationen klärt. Die legitimistische Partei ist in voller Auflösung begriffen, ein Theil derselben desavouirt den Herrn und Meister; die Fusion, welche bereits zu einem Phantom zusammengeschwunden, ist :n ein Nichts zerflossen, und die Republik, die der Graf von Ehambord mit bewundernöwerther Dreistigkeit durch Uiurpirung des Titels „König" Hinwegwischen wollte, diese Republik wiro der alleinige lachende Erbe sein, der auf die Ruhestätte des gottbegnadigten KönigthumS auf's Neue die Worte schreibt: „Nicht- gelernt uud nichts vergessen!" curiose „Mann und König" versucht es zur Abwechselung mal mit der weißen Fahne. Der Kreuzzug für Rom ist über Bord geworfen, aber was der KönigS- macher in confufer Weise von Elsaß und Lothringen, von Phantomen, Unduldsamkeit, feudalen Rechten, von den arbeitenden Klaffen und von der Bewegung des vorigen Jahrhunderts redet, klingt im Munde dieses Hasenherzens, das erst von Brügge aus, wo er seinen „Königssitz" aufgeschlagen bat, die stolzen Worte wagte: „Franzosen, ich bin in eurer Mitte!" unsterblich lächerlich. Die weiße Fahne, das Erbtheil Karl'S X., an welche sich eine ganze Geschichte jesuitischer Allmacht und despotischer Geistesknebelung knüpft, ist wahrlich nicht darnach angethan, für die monarchistische Campagne als begeisternde Stan- t Eine Verlängerung des Provisoriums in Bezug auf den Militäretat des deutschen Reiches ist zwar in RcichStagSkreisen in Aussicht genommen, weil man damit der Bundesregierung einen Dienst leisten zu können glaubt; indessen wird sich die letztere auf ein solches Provisorium schwerlich einlassm wollen, vielmehr aus der Lage der europäischen Verhältnisse den Anspruch herlciten, den jetzigen schen Versumpfung Frankreichs noch ein Fünkchen persönlicher Einsicht gerettet hat mußte damit das Schicksal dieses Thronspeculanten besiegelt sein. Graf Chambord war blind dagegen. Während die Wahlen vom 2. Juli Das mittelalterliche Manifest, welches s. Z. den Franzosen die Aussicht eröffnete, mit der Rehabilitirung des legitimen Herrscherhauses eine Eopie der heiligen Kreuzzüge nach Rom aufzuführen, konnte unmöglich nach dem Geschmacke der Franzosen sein. Ein Mann, Der nach den herben und schmerzlichen Lehren der letzten zwei Jahre es wagen kann, als vornehmsten Punkt sein/S Prätendenten. Programms den Kampf der Finsterniß gegen das Licht zu proclamiren, der in einem Zuge für den Gefangenen im Vatikan das verloren gegangene Prestige wieder erobern und Frankreich sofort unter die Herrschaft des Elerus und der ultramontanen Eoterie zu bringen trachtete, der ferner in dem Bewußtsein des erlittenen FiaSco die verlorene Position durch kriechendes Schweifwedeln um den „kaiserlichen" Generolfisimus Mac Mahon reoccupiren zu können wähnte — ein solcher Mann konnte vielleicht von den Puppen der clerikalen Partei als „Retter der" Gesellschaft bejubelt werben; allein bei jedem Franzosen der aus Der morali- i Die Proklamation des Grafen Chambord, welche in Frankreich immer noch auf der Tagesordnung steht, klingt wie der Schwanensang des traurigen Prätendenten; sie läutet unter dem Gespött Der wiu| yyumcvrv war ouno oagegen. revayreno Die Lvayien vom z. ^juit lachenden Erben die Hoffnungen der legitimistischen Partei zur ewigen Ruhe ein. mit überzeugender Gewalt den Willen der Nqtion bekundeten, ohne Behelligung Frankreich fühlt mit richtigem Jnstinct, daß Spott unv Hohn die einzige Antwort von dynastischen Jntriguen den Wiederaufbau des Staates zu vollenden, erläßt auf die so unbewußt lächerliche Kundgebung des Bourbonensprößlings ist, der sich Henri V. mit unglaublicher Ungeschicklichkeit ein neues Manifest, das seine An- bereits in den Hermelin Heinrich'- IV. hineingewachfen wähnte uud die weiße Hänger in Verzweiflung, die übrige Welt in ungeteilte Heiterkeit versetzte. Der Fahne ohne weiteres auf ein neues Tuilcnenschloß pflanzen zu können meinte. - • f «*» «... - - - — Die legitimistischen Geier, welche sich auf den französischen Eadaver zu stürzen lauerten, schienen manche Zeit ihrer Beute nicht mehr ferne. DaS „Haus von Frankreich" schien bereits neu aufgerichtet, und wie einst Heinrich IV. im Büßer, gewande nach Canossa pilgerte, um Gregor VII. seine Unterwürfigkeit zu docu- mentircn, so sollte die jüngere Linie zum legitimen Prätendenten wallfahrten, um durch die Fusion den Act der Unterwürfigkeit und Anerkennung De# Chambordisti- schen Rechts zu besiegeln, die Trikolore der weißen Fahne zu subordiniren und das erlauchte Königthum von Gottes Gnaden mit dem ganzen Nimbus des monarchischen Rechts und Dem Kometenschweife politischer ReactionSgelüste, kirchlichen ZelotiSmuS und bourboniftischen Unduldsamkeit feierlichst einzusühren. Die naive Ungeschicklichkeit DcS Grasen Chambord hatte bereits seine Aktien aus ein Minimum niedergedrückt, Die Wahlen vom 2. Juli schlossen ihn aber von der Concurrcnz um die neu zu begründende Regierungsform in Frankreich vollends aus. ciale Ordnung gering achten. Friedensstand de« norddeutschen Heeres noch für die nächsten fünf Jahre, also bis Ende 1876, beizubehalten. Wie wir hören, wird sogar der Krieg-Minister im nächsten Reichstage eine Vorlage dahin erbringen, daß die Cavallerieregimenter anstatt der bisherigen fünf, künftig au- sechs Schwadronen bestehen sollen, was eine Vermehrung um 94 Schwadronen ausmacht, und leider sind die militärischen Anstrengungen Frankreichs und die Erklärungen, welche Graf Brust und der österreichische Kriegsminister in der Reichstagsdelegation abgegeben haben, durchaus nicht darnach angethan, die Gründe der deutschen Reichsregierung für Bribehal- tung bezw. Erhöhung de- Militäretat- abzuschwächen. UebrigenS haben die Aeuße- rungen der österreichischen Staatsmänner in unseren Regierungskreiseu ein außer- ordentliche- Erstaunen hervorgerufen, denn es liegt doch absolut kein Grund vor, derartig mit dem Säbel zu raffeln, wie man es in Wien für geboten hielt. Niemand in Europa denkt daran, Oesterreich zu einem Kriege zu zwingen; wozu also der ganze Lärm? Es liegt natürlich die Vermuthung nahe, daß die Politik des Grafen Hohenwart, welche gegenwärtig im Innern Oesterreichs zur Geltung gekommen ist, auch nach Außen hin in Scene zu setzen, sobald die Gelegenheit dazu sich günstig erweist. Es giebt noch heute eine Menge Leute, und zwar gerade in den einflußreichsten Kreisen Oesterreichs, die es als einen schweren Fehler der oster- reichischen Regierung bezeichnen, daß diese in dem Kriege 1870/71 sich neutral verhielt, und die nun alle Hebel in Bewegung setzen dafür, baß Oesterreich in dem zu erwartenden Rachekriege Frankreichs gegen Deutschland gemeinschaftliche Sache macht, bet der also auch Oesterreich seine Rachegelüste befriedigen möchte. Die Stärke der österreichischen Armee gab Graf Beust in der ReichSrathS- delegation auf 650,000 Mann an, in Wahrheit kann dieselbe aber noch nicht einmal 400,000 Mann ins Feld stellen. Für die Landwehr fehlt es bis jetzt noch durchgängig an Ausrüstungsmaterial, Waffen, Pferden u. s. w., es können überhaupt nur 10 «rmeecorps aufgestellt werden, jedes in der ungefähren Stärke von 36,000 Mann. Und dabei müßte man doch immer von der Voraussetzung ausgehen, daß im Innern die Ruhe vollständig aufrecht erhalten wird und die Magyaren ihr Geld und Blut für Zwecke opfern, welche ganz außerhalb ihrer Interessen liegen, — sofern es sich nämlich um einen Krieg gegen Deutschland handelt, den man unzweifelhaft in Wien in Aussicht genommen hat und auf den man sich vorzu- bereiten sucht. Die viel beregten Aeußerungen des Grafen Beust und des öfter- reichischen Kriegsminister- sind übrigens seitens der deutschen Gesandtschaft in Wien zum Gegenstand einer Interpellation an den Reichskanzler gemacht worden. In KöoigShütte sind aus Anlaß der dort stattgehabten Unruhen bisher achtzig Personen verhaftet worden. Die Aufregung, die zu Anfang der Bewegung eine außerordentliche genannt werden mußte, hat sich jetzt bereits bedeutend gelegt, und es steht zu erwarten, daß mit Ablauf dieses Monats auch der Belagerungszustand wieder aufgehoben werden wird. Auf die Arbeiterbevölkerung der umliegenden Städte haben die Vorgänge in Königshütte gar keinen Einfluß ausgeübt. Nach einem Beschlüsse des holländischen Finanzministers vom 15. Juni v. I. sollen alle sogenannten Halb-Edclsteine, wenn sie in ihrem ursprünglichen Zustande oder einfach geschliffen in die Niederlande eingeführt werden, frei von Eingangs- zöllen zugelaffen werden, daraus verfertigte Gegenstände jedoch, wie Hemden- knöpfe, Ohrbommeln, Tuchnadeln und dergleichen, unter der Tarifklaffe „Kurz- waaren" begriffen und somit bei der Einfuhr mit 5 Procent vom Werthe verzollt werden. Die „Volkszeitung" erhält von einem Offizier folgenden Feldpostbrief: „Es ist gar nicht möglich, oft genug darauf aufmerksam zu machen, daß deutsche Ar» beiter nicht jetzt schon nach Frankreich zurückkehren sollen. Es mögen einzelne Fälle vorkommen, daß die Principale ihre deutschen Arbeiter zurückrusen, und in Comptoiren, wo nur wenige Leute arbeiteu, mag e« ja gehen, in den großen Werkstätten weigert sich aber der französische Arbeiter, mit dem deutschen zu arbeiten, und e- wird ihm unmöglich gemacht, Arbeit zu finden. Kleinen Hand- werkern, die ihre Läden wieder öffnen wollten, wurde ihr Handwerkszeug zerschlag gen und sie selbst gemißhandelt, und das geschieht in Orten, wo unser Militär liegt. Welchen Gefahren sind die Leute nicht erst ausgesetzt, sobald wir diese Plätze räumen? An den Bahnhöfen von Pantin und Noisy stehen jeden Tag viele Arbeiter, die aus Deutschland voreilig nach Paris gegangen sind, und bitten, ob es nicht möglich sei, sie nach Deutschland zurückzuschaffen, wa« wir dann leider nicht einmal können. Mir sagten heute vier Arbeiter, die vor wenigen Tagen angekommen waren: Wenn wir uns von hier bi- nach Deutschland da- Brod betteln müffeo, hier bleiben wir nicht, sie schlagen uns ja todt. Und nun standen die armen Leute rathlos da und wußten nicht, wie zurückkommen. Wenn man, wir wir, dieses Elend jeden Tag sieht, so kann man nicht genug zur allergrößten Vorsicht rathrn. Paderborn, 9. Juli. Gestern Nachmittag 5 Uhr erschlug auf dem in UN. mittelbarer Nähe der Stark liegenden Schützenhofe ein Soldat de- hier erst vor vier Wochen in Garnison geiegten 2. Bataillon« 6t« 5. westphälifchen Infanterie- Regiment- Nr. 53 eine adelige Dame au- Duisburg, welche nach dem- Bade auf Vem „Inselbade ^ ihren Weg über den Schützenplatz nach der Stadt zurücknahm, v.e Leiche sah schauderhaft zugerichtet aus und lagen große Blutlachen neben ihr: ?,bl* 11 resp. Stichwunden im Gesichte und am Kopfe, ein Backenknochen- plitter nebst Ohrring daneben rc. Was den erst Mittags von der Wache ae- kommenen Soldaten zu diesem scheußlichen Morde getrieben, ist unbekannt. Nur schwer gelang es, denselben zu arretiren. Aus der Pfalz, 10. Juli. Die Truppenzüge durch unsere Provinz sind nun zu Ende, und die Aufnahme, welche die dankbare Pfalz den heimkehrenden Tapferen zu Theil werden ließ, hat in hohem Grade die Anerkennung der letzteren gefunden. Der Commandant der 25. (hessischen) Division, Prinz Ludwig von Hessen, hat sich zum Organ derselben gemacht, indem er an die Krei-regicruna das nachstehende Schreiben richtete: " „Der königlich bayerischen Regierung der Pfalz fühle ich mich gedrungen, für die freundliche und zuvorkommende Aufnahme, welche den Truppen der aroß- herzoglichen Division bei dem Durchmärsche durch die Pfalz vom 11. bis 18. D. M. zu Theil wurde, meinen besten Dank auszusprechen. Ich habe mit großer Befriedigung allerseits das herzlichste Einvernehmen zwischen den Bewohnern der belegten Orte und den mir unterstellten Truppen wahrgenommen. Dudenhofen war der einzige Ort, in welchem nach einer hierher gelangten Meldung der 2. Escadron des 1. Reiterregiments die Aufnahme Seitens der Bürger bei der am 15. Juni daselbst stattfindenden Cantonnirung bedeutend gegen die in sämmtlichen übrigen Orten der Rheinpfalz beobachtete Haltung der Bevölkerung contrastirte. Daselbst erschien weder die Ortsbehörde zur Begrüßung der Truppen, noch war zum Empfang der Truppen eine Blume sichtbar, und fehlte der Fahnenschmuck an den meisten Häusern. Auf die Frage nach der Ursache dieser auffallenden Kälte wurde den Truppen die Antwort zu Theil: „Die Gemeinde habe schöne Fahnen' wenn die Soldaten sie sehen wollten, hätten sie einige Tage vorher am Frohn- leichnam-feste kommen sollen." (gez.) Ludwig, Prinz von Hessen, Generallieutenant und Commandeur der großherzoglichen 25. Division." In dem Circular, durch welche- die Kreisregierung dieses eigentümliche Dankschreiben den pfälzischen Gemeindevorständen mittheilt, ist bemerkt, „daß die Anerkennung de- patriotischen Sinnes, welche unsere deutschen Truppen der Pfalz bewahren werden, durch das erwähnte Verhalten einer einzigen Gemeinde nicht beeinflußt werden wird." (Pf. K.) w Karlsruhe, 13. Juli. Die Karlsruher Zeitung enthält eine kaiserliche Cabinets-Ordre, dattrt Ems, 10. Juli, durch welche das General-Commando de- 14. Armeecorps beauftragt wird, die in den Verband der preußischen Armee über- tretenden Generale, Offiziere, Beamten und Soldaten in des Kaisers Namen Herz- lich willkommen zu heißen. Bis zum Ergehen der speciellen Personalbestimmungen verbleibt Jeder an seiner bisherigen Stelle. Die Cabinets-Ordre schließt: „Es ist Mir eine besondere Freude, den badischen Truppen bei dieser Gelegenheit Meine volle Anerkennung für ihr ausgezeichnetes Verhalten im letzten Feldzuge und Meine Freude darüber auszusprechen, daß sich, Dank des großherzigen Entschlusses ihres Kriegsherrn, eine so vortreffliche Truppe mit der preußischen Armee vereinigt." München, 15. Juli. Der Kronprinz de« deutschen Reiches ist um 9 Uhr 10 Min., von Frankfurt kommend , hier eingetroffen und auf dem prächtig geschmückten Bahnhofe vom Könige, den Prinzen, der Generalität und den Stadt- verordneten empfangen worden. Auf der Fahrt zur Residenz wurde der Kronprinz und der König von der unabsehbaren Menge mit begeisterten Hoch« bearüßt Abends 11 Uhr findet Familientafel bei der Königin-Mutter statt. München, 15. Juli. Der König hat einen Armeebefehl erlassen, worin er sagt: er danke seinem treuen bayerischen Heere für dessen tapfere Thaten; er gedenke bewegten Herzens der Opfer des Kriegs. Auch unter den Segnungen de« Friedens möchten die Krieger die ächten Kriegertugenden pflegen, „daß diese __ schließt der Befehl — in lebendiger Kraft sich erhalten in meinem Volke und da« Vaterland in euren Söhnen dereinst den Heldenmuth der Väter wiederfinde." Versailles, 16. Juli. Trotz alle« osficiellen Abläugnen- scheint die Explosion von Vincennes da- Resultat eine- vorbedachten Verbrechen- zu sein.__Lord Granville wird nächste Woche hier erwartet. Berlin, 13. Juli. Von einem Manne, der früher kommunistischen Bestrebungen nicht fern gestanden hat, seitdem aber weit davon zurückgekommen ist, erhält die „D. Allg. Ztg." folgende Mittheilung: „Der Plan zur Bildung der Internationale dattrt nicht vorn Jahre 1862 und die Gründung nicht vom Jahre 1864; dieselbe besteht vielmehr schon seit über 20 Jahren. Gleich nach meiner Entlassung aus dem Central-Untersuchungsgefängniß in Augsburg (für die politischen Maigefangenen) im März 1850 erfuhr ich durch einen Emissär bas Bestehen der Verbindung in Form einer Conspiration unter Engels und Marx, und im folgenden Jahre besuchte mich ein Emissär (Weidemeyer, inzwischen gestorben) in H., wo ich unter Dorwiffen meiner politischen Gesinnungsgenossen da« Amt des Vorsitzenden der dortigen „Gemeinde" (jener Gesellschaft) annahm, al« welcher ich einem Congreß in Frankfurt a. M. beiwohnte, der von Mannheim, Mainz, Gießen, Frankfurt a.M. Hanau rc. beschickt war. Damals hieß die Partei die „communistische"; erst später nahm sie den Namen „socialdemokratische" Partei an. Aber schon unter dem Namen communistische Partei war sie eine internationale Verbindung und hatte an der Spitze ihre- Programm- die Mahnung: „Proletarier aller Länder, ver- einigt euch." Das „Manifest der communistischen Partei", das gedruckt seit 1851 m , c ist' enthält ganz genau das Programm und die Grundzüge der r! ! . „ A Internationale. Die Propaganda, erleichtert durch die großen ndustnellen Etablissements, die inzwischen entstandenen politischen Vereine, hat seit j er Zelt jet-enfaÖ« ihren Fortgang gehabt; die Organisation war bereits 1850 18 "Aschen höchstens den Umständen angemessen modificirt worden H h $ C "®^tralca(fa wurde bereit« damals durch Beiträge der einzelnen Mitglieder und „Gemeinden" gespeist. - - - - ■ — - - 4 !?.r!hL?" A®^b‘nt,Un8 "u.r “uf kur«e Z-it unterbrechen. Nur Thoren können Paris, 15. Juli. Dar „Journal vfficiell" theilt mit: Die Explosion in Bincennc« entstand in einem Artillerieschuppen, welcher zur Aufbewahrung von Patronen und Geschossen diente. Da die Schläge nacheinander in getrennte» Werksalen erfolgten, konnten die Arbeiter entfliehen. Nur ein Artillerist wurde getödtet, sechs erlitten Verwundungen. Da« Feuer entstand durch die Unachtsam- keit von Arbeitern, welche damit beschäftigt waren, Patronen zu entleeren. Riga, 14. Juli. Im Flußbett der Düna ist ein große« Feuer au«gebrochcn. Oberhalb der Kloßbrücke «crbrannten die amerikanische Bark Hiller« Bourges und Ver französische Schooner Desire. E« brennen noch etwa 15 mit Hanf, Hanssaat und Getreide beladene, so wie 12 unbelavcne Barken. Daß da« Feuer sich noch weiter verbreiten wird, ist unwahrscheinlich. Newstork, 13. Juli. In den letzten Tagen »ar e« schon »orherzusehen drß wir einen blutigen Straßenkampf erleben würden. Die Orangisten hatten beschlossen, den heutigen Tag durch einen großen Aufzug zur Erinnerung an die Niederwerfung de« katholisch-iakobitischen Aufstande« zu begehen. Die katholischen Irländer, au« denen bekanntlich die Hefe de« Newyorker Straßenpöbel« sich rc- crutirt, hatten jedoch eben so fest den Borsatz gefaßt, diesem Triumph über die Niederlage ihrer Bat» in den Weg zu treten. Rüstungen wurden von beiden Seiten betrieben. Am vorigen Sonntag ermahnte die katholische Geistlichkeit ihre Gemeinden von der Kanzel, sich aller Ruhestörungen zu enthalten: am Montag erließ die Polizei sogar ein verbot gegen die Prozesston. Letztere Maßregel aber eief große« Mißfallen im Publikum hervor, welche- darin einen unrechtmäßigen Eingriff in die Rechte de« Bürger« sah. Diese« Verbot wurde denn auch zurück- genommen und der Gouverneur Hoffmann veröffentlichte eine« Aufruf, worin er der Prozcsston den vollen Schutz der Sicherhei,«behörden zusagte, vor Fr!eden«bruch warnt- und alle guten Burger aufforderte, sich mit den Behörden zur Aufrecht- Haltung der Ruhe zu vereinigen. Gestern Nachmittag um 2 Uhr setzte sich der , ■ r .- Orangistcn-Aufzug in Bewegung, unter militärischer und polizeilicher Deckung. Di« ''^«Niunistenprozeß '»Köln hat die Fort- Katholiken hatten sich diesmal an den Rath ihrer Geistlichen nicht gekehrt, sondern diele leit 20 »nterbrochen. Nur Thoren können strömten Hinz« und griffen den Zug an. Die Soldaten gaben Feuer aeaen Vie eiäle "wachsen- Verschwörung gegen Vie so- Ruhestörer, unv e« entspann sich ein Kampf, v.m v!e,e Tobte und Berwünd^e - - - - • »um Opfer sielen und der sich bi« in die Dunkelheit hinein fortsetzte. Alle «er- in «"• « *be" 'hr: ®a*nMtn "laut. /w 1 fii) Vute'i »°° Xrtl,,t8l nt ttn Stadt« c ttt Ätomptini -och« drgröjl. lasen, worin er Daten; tr ge« Segnungen des ,N tfifi - ffl Jolle und r witberssntk." int die 6^0' (rin. - kttd ic Erylostvil in devahrungtcn m getrennten IrtiOeriß tie Unachtlam« ntleeren. T ausg^rochea. । Loorgts und t>a«f, M“' Je»« W ”c" torW#"' 'fl«*” i'ii'frft i'" ’ »w»la« . efiriltT T W' i ig\ der lf J Di< ;ä ||C ßge •*' stgbaren Regimenter wurden Aufgeboten, um dem Aufstande ein Ende zu machen, aber erst um Mitternacht war die Ruhe hergestellt. Die Zahl der Todten ist für einen solchen Stratzcnkampf sehr bedeutend; es fielen 60 Ruhestörer, 6 Polizisten und 10 Soldaten, während außerdem 150 Verwundete und eben so viele Gefangene gezählt werden. Börsennachrichten. 15. Juli 1871. Aetlen. Oest. Creditact. 271 Vs 50/g östr. F. St. E. B. 3893/g Lombard. Bahn 167 Ludwigsh.-Bexbach 183 Maxbahn 125y2 Bayer. Ostbahn 1293/a Hess. Ludwigsb.-Act. 1543 4 Rheiu-Nahebahn-Act. — Oberhessen „ 74’/« Wechsel. Amsterdam k. S. 99 f/4 Augsburg k. 8. 997/s Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 967/g . Brüssel k. 8. 93*/4 Hamburg k. 8. 87*/2 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 933/8 Wien k. 8. 953/0 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 31/2% G. Preuss. 4y2% Oblig. 9?3/4 Frankf. 3t/2*Vo Obi. 82'/i Nass. 41/2% Obi. 97 Kurhess. 4% „ 873/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. 102 , „ 40/0 „ 83 „ „ 3V3% „ - Bayer. 5°/0 n 100% „ 41/2 °/o 1jährige 983/4 „ 40/g 1jährige 92 Würtemb. 472% Obi. 97 V4 Baden 4*/2% Obi. c. E. L. 97 J/2 Oesterr. Silberrente 56 V2 „ Papierrente 48 „ 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 99 l/s _ w 1882r 967/8 w n 1885r 96 V2 „ „ 1887r 963/8 Spanier, neuest. 3% 3V/g Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 57. 1997 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Becker HL von Treis mittelst Ersitzung erworben und soll demselben zugeschrieben werden. 23) Philipp Krämer von Annerod XXVlI/14,30 Wiesecker und XLVIII/18 Gießener Gemarkung. 24) Marie Grau, Joh. T., von Treis a. b. Lda. B. 409 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat Katharine Amend bescheinigtermaßen mittelst Ersitzung erworben und soll derselben zugeschrieben werden. 25) Gerhard Mattern in Lollar XII/142 dasiger Gemarkung. 26) Georg Forbach jun. von Wismar VI/172, YII/86, 565a Lollarer Gemarkung. 27) Johannes Henkelmann von Staufenberg XIl/199 Lollarer Gemarkung. 28) Johannes Kloos von Oppenrod 1/475 dasiger Gemarkung. 29) Philipp Stumpf IV. von Reiskirchen XI/260 dasiger Gemarkung. 30) Ludwig Frank's Wittwe in Lollar 1/82 und 142 dasiger Gemarkung 31) Georg Wagner von Groß-Buseck 1/237, 449 dasiaer Gemarkung. 32) Konrad Schmidt von Allendorf a. d. Lda 111/31 dasiger Gemarkung 33) Wilhelm Hahn von Oppenrod 1/274, V/306 dasiger Gemarkung. 34) Friedrich Döring I von Burkhardsfelden 1/515 (435), 427 (675), IV/408 (40), VIII/506 (230), IV/138 (356) dasiger Gemarkung. 35) Johannes Deubel von Trohe 1/72, 73, 131 dasiger Gemarkung. 36) Johannes Krämer III. zu Steinbach VII1/222, XVI/468 dasiger Gemarkung 37) Hans Heinrich Schneider von Steinbach XII/293, XIV/648, XVII 205 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcellen hat bescheinigtermaßen Johannes Krämer HL mittelst Ersitzung erworben und sollen demselben nunmehr zugeschriebcn werden. 38) Heinrich Bodenbender non Treis XXXI/468 Allendorfer Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Schuster von Treis mittelst Ersitzung erworben und soll solchem nunmehr zugeschrieben werden. 39) Johannes Becker I. Wittwe in Rödgen 11/104 dasiger Gemarkung. 40) Ludwig Schäfer I. Erben in Rödgen 1V/502, 1/246 dasiger Gemarkung. 41) Konrad Lucas II. von Albach I 29,5 dasiger Gemarkung. 42) Ludwig Becker von Ruttershausen 1/17, 29, 332, 11/353, IV/384 dasiger Gemarkung. 43) Otto Becker in Treis VHI/189 Mainzlarer Gemarkung. 44) Lorenz Stein von Beuern X/604 dasiger Gemarkung. 45) Johannes Stein II. von Beuern 1/14,5, X/603 dasiger Gemarkung. 46) Heinrich Harbach von Beuern X 632 dasiger Gemarkung. 47) Hirsch Löwenstein in Daubringen 11/291 dasiger Gemarkung. 48) Georg Weiß von Steinbach XV/382 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Krämer IV. von Steinbach mittelst Ersitzung erworben nnd soll demselben nunmehr zugeschrieben werden. 49) Ludwig Schadeck von Ruttershausen 1/360 und 427 dasiger Gemarkung. 50) Philipp Jünger II. von Reiskirchen 1/936 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Schön II. mittelst Ersitzung erworben und soll demselben nunmehr zugeschrieben werden. 51) Konrad Wagner's Wittwe von Trohe 1/107, 196 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcellen will Johannes Deubel von Trohe mittelst Ersitzung erworben haben und hat deren Ueberschreibung auf seinen Namen beantragt. 52) Peter Seip in Gießen 1/837, 11/411, V/376 Daubringer Gemarkung. NB. Diese Parcellen sollen von Peter Seip auf Ernst Daniel Haas und von diesem auf Ludwig Hofmann's Eheleute von der Holzmühle käuflich übergegangen, von Letzteren auch bereits ersessen worden sein und nunmehr den Letzteren mit dem Erwerbtitel Ersitzung im Mutationsverzeichnisse zugeschrieben werden. 53) Georg Christoph Kehr von Treis XXVl/92a Allendorfer Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat Philipp Amend H. von Treis bescheinigtermaßen über die Verjährungszeit im Besitz und soll demselben mit dem Erwerbtitel Ersitzung nunmehr zugeschrieben werden. 54) Johannes Strack und Frau geb. Stein in Reiskirchen 11/247 dasiger Gemarkung. Es werden darum alle, welche Ansprüche an solche zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte beziehungsweise bei dem Großherzoglichen Stadtgerichte Gießen und Landgerichte Grünberg anzumelden, als sonsten ohne Rücksicht auf solche die Kaufverträge gerichtlich bestätigt und die Löschung der vorliegenden Beschränkungen wie die Ueberschreibung auf die neuen Erwerber und resp. die Eigenthümer im Mutations-Verzeichniß verfügt werden wird. Gießen, den 13. Juli 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. Das Schuldenwesen des Konrad Wallbott II. von Steinberg. Oeffentliche Ladung. 2272) Gegen Konrad Wallbott II. von Steinberg ist der förmliche Concurs- Prozeß erkannt worden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termin Samstag den 22. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr, bei Meidnng des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse dahier anzumelden unb etwaige Vorzugsrechte bei Mei düng Verzichts auf dieselben zu begründen. Gleichzeitig soll in diesem Termine die Güte versucht und eventuell ein Massccurator und Gläubiger-Ausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse festgcstellt werden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden in diesen Punkten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen. Gießen, den 23. Mai 1871. Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen. Muhl, S t a m m l e r, Stadtrichtcr. Stadtger.-Assessor- Die Austheilnng der Zinsen des Hast'schen Vermächtnisses. 2982) Wer sich bei der, am 26. d. Mts. stattfindenden Austheilnng der Zinsen aus obengenanntem Vermächtnisse berücksichtigt zu sehen wünscht, wolle dieses vor dem 20- Juli d. I. hier anzeigen. Gießen, den 14. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt. ___________ An die Schuldner der Spar- und Leihkasse zu Gießen. 3004) Die im Monat April, Mai unb Juni 1871 fällig gewesenen Eapitaltheile unb Zinsen sind bei Meidung gerichtlicher Beitreibung binnen 10 Tagen an die obengenannte Kasse abzuführen. Gießen, den 15. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- Versteigerungen. Versteigerung von Bauarbetten, Maurerarbeit, veranschl. zu vergebe» Glaserarbeit, Weißbinderarbeit 44 fl. 29 „ 515 „ 635 „ 447 „ 717 „ Pflastererarbeit, „ „ 78 sollen auf dem Submissionswcgc 32 Fr. 48 „ 14 , 40 „ 5 , 39 „ 2996) Nachstehende, bei der Unterhaltung der fiskalischen Gebäude dahier vorkommende Arbeiten, bestehend in: Zimmerarbeit. Schreinerarbett, Schlosserarbeit, werden. 684) 1 empfiehlt Feilgebotenes MD •v vermiethen bei E. Pitthan 56 enthält: AN 681 entgegen- (2987) W • Rettung! Heilung! M 2855 13 CO 1O o o# 25 25 9 4 3V2 1'/2 9 Waizen, Korn, Hafer, Gerste, Erbsen, Kartoffeln. Gemüse, Klee Theodor Franck’sehe Artikeln, Galanterie- und Portefenille-Waaren einem geehrten Publikum bestens. und mit der Aufschrift: (Maurerarbeit rc.") ver- der Submissionen wird den 22. d. Mts., ger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. März 1872 gestattet. Annerod, am 17. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. zur Einsicht offen und können die Offerten bis zum 22. d. Mts-, Vormittags 10 Ubr, anderen Unreinheiten der Haut- Bestreicht man z. B- Abends das Gesicht ober, andere Hautstellen damit, so lösen sich schon nm folgenden Morgen fast mv „ „ Stockholz, Wellen „ Neisholz, Nadel-Stämme, 170 Eubikfuß enthaftend, 2886) Der Unterzeichnete empfiehlt sein stets vollständiges Lager in Drahtgcwcben, Drahtgeflechten, Fliegenschränken, sowie in allen Arten hölzerner Küchenge- räthe. M- Weißbäcker. „Submission auf sehen sein. Zur Eröffnung der Termin auf Samstag bestellt sind, unter sehr günstigen Bedingungen auf dem Hofe selbst im Ganzen, oder die diesjährige Erndte auf dem Stande, verkauft werden. Hch. Ur ff in Marburg. 2985) Zwei gute Arbeiter sucht Th- Schneider, Schuhmachermeister. Dr. Friedr. Lengils Birken-Balsam. Dieser Balsam glättet die im Gesichte entstandenen Nunzckn und Blatternarben, giebt ihm eine jugendliche Gesichtsfarbe, der Haut verleiht er Weiße, Zartheit und Frische, entfernt in kürzester Zeit Sommersprossen, Leberflecken, Muttermale, Nascnröthe, Mitesser und alle Georg Petri in Gießen (Neuenweg), ftin reichhaltiges Lager von Parfümerie- und Toilette- Vormittags 10 Uhr, in unserem Büreau anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Gießen, den 15. Juli 1871. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen Holzapfel. schlechtskrankheiten (namentlich an den Folgen der Selbstbefleckung) leiden, durch O. I. Grone in Ahaus, Westfalen. Die Expedition dieses Blattes ist erbötig, Bestellungen entgegen zu nehmen. (2577) pr. Topf 18 und 6 fr., bei Ernst Hermes. gesucht .von einem Herrn, der dasselbe jährlich nur |3 Monate benutzt. Schriftliche Mittheilun- >gen unter L. \V. nimmt die Exped. d. Bltts. Empfehlung. 2976) Einem verehrlichen Publi- kum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich von heute ab auch Frankfurter Bier m Zapf genommen habe, und bitte ich um geneigten Zuspruch. W. Hofmann, Seltersweg. Bücher-Versteigerung. 2983) Donnerstag den 20. und Freitag den 21. d. Mts., jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, i werden in der Restauration Bramm — Neustadt D. 97 — über 400 Bände juristischer' Werke der bedeutendsten älteren und neuerem Schriflsteller aus allen Tbeilen der Rechts- Holzversteigerunq. 3009) Künftigen Montag, den 24. Juli, von Morgens 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindcwalde, in den Distrietcn Köpfeln und Wolfskaut re., nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Vaihingen ci/E., ein noch nicht übertroffenes Mittel gegen Husten, Brustschmerzen, Heiserkeit, Halsbeschwerden rc., empfiehlt in Originalpacketen ä 14 und 7 fr. Carl Hoffmann. SSfllinoßtä, l_2997) Das von meinem verstorbenen <. Manne betriebene Buchbindergeschäft lasse 3011) Das seither von Herrn G g. P h. lch durch einen tüchtigen Gehülfen fortführen Fillmann als Glaserwerkstätte vermiethete ""d bitte ich, das seitherige Vertrauen mir Lokal ist anderweit zu vermiethen und so-^uch ferner bewahren zu wollen, gleich zu beziehen. Th. Geilfus. ' ..... r?Jr daselbst eingereicht werden. Dieselben müssen wohl verschlossen dig vorhandenen Öeconomie-Geräthschaften und der diesjährigen Erndte, worunter 9 Acker mit ' 783/4 Stecken Nadel-Prügelholz, 64-/2 ~ ' 3007) Am 24. Juli d. I., Vormittaas 11 Uhr, soll das ehemalige Grau'sche Gut zu Gissel- berg, bestehend aus 1023/4 Acker Land und Wiesen, bester Qualität, mit Gemeinde nutzen, und eine im besten Zustande befindliche Hofraitbe nebst Garten daran, an der Frankfurter Straße gelegen und 1 Stunde Kiefern- und Fichten-Stangen bis zu 55 Fuß Länge und 5 Zoll Durch- nnsstr, 2604 Eubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist an der Gründer- Wissenschaft, Seuffert's Archiv, Zeitschrift für Civilrecht und Prozeß, Archiv für die 7 civilistische Praxis n. s. w., außerdem am ,/ / Zweiten Tage über 100 Bände verschiedenen, sür Alle, welche an Inhalts, darunter Geschichtswerke, latei- 8aU,„.v_, r iebe, gri chrsche, fianzosrlche, rtalrenische, Taubheit, Flechten, Bettnässen und Ge- Grammatrken und Wörterbücher, mehrere ' Bande über Bienenzucht rc. öffentlich versteigert. Der Münzthurm. Ein vaterländischer Ro, man von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) — Der Halle'sche Studentenprofessor. Mit Dr. Tholuek's Portrait- — Ein Besuch in den südafrikanischen Diamantfelderu. Von Mii- ' sionar A- Merensky zu Botsabelo in dir | Transvaal-Republik. — Aus dem Einzuge der Truppen in Potsdam. Zwei ©eenen von unserm Spccialartisten H. Lüders. — An Familientische: Ein deutscher Riesenbaunr. Zu der Abbildung der großen Eiche bei Leizig von R. Püttner. — Das deutsche Theater in St. Denis. — Paul Konewkr, der Silhoucttenzeichner. Von L- Pietsch. — Zwei Opfer der Commune. Mit den Poi- traits des Erzbischofs Dar boy und des Abb- de Guerry.— Schlüters Gießhaus in Berlin- Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Unio.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. j Meine Wohnung befindet sich bei Herrn iSchuhmachermeister Junker, auf dem 2802) Eine freundliche Astcrweg._______Karl Orth Wittwe. Wohnung (auf Wunsch mit! 2788) Ein Mädchen, welches bürgerlich Stallung) ist anderweit zu Ä,8 s Kernerbsen, täglich frisch gebrochen, bei Th- Rautenstrauch, an der Schoor. Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am NathhauS. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagcscourse baldigst besorgt. (618) ÄT« ®. ®. Andrea- Englische nlnsirlc Thonröhrcn für Eisenbahn-Durchlässe, Canal- und Wasserleitungen stets einige Tausend Fuß 3" 4", 6", 9", 12", 15", 18", 24" englisch Durchmesser oorräthig, sowie Bogen-Verbindungs- und Syphonröhren. Eiserne Sinkkasten mit Wafferoerschluß für Straßen, Höfe, Küchen und Waschküchen. Dieselben verhindern das Verstopfen der Thonrohrleitung, indem sich der Schmutz in den Sinkkasten ablagert. Durch den Wasserverschluß kann kein Geruch aus der Leitung austreten. Leichte schottische Gußröhren für Regenrohre, Dampf- und Warm-Wasser-Heizungen bis 8" engl. Durchmesser. Englische scuerfeste Steine. cssi-. 3010) In Lit. E. 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Becker, Asterweg. 2937) Schilf-Heu zum Verpacken sucht Georg Schäfer, _______Uhrenhandll mg. ' '' " ' *’ **'*• y * y * H | »4 f * Illi- M, ' ZTmFÄ b7-"nd-ndt ®iM weblirtes zimmer weiß und zart wird. Preis eines Kruges, sammt Gebrauchsanweisung, 1 Thlr. Depot in Gießen bei 5-1 y e Die soeben erschienene Nr. 42 Rg 458) Dieser Zwieback, welcher die Muttermilch vollständig ersetzt, ist in stets frischer Waare oorräthig in Paqueten ä 10 fr. ober 3 Sgr. in Gießen bei Julius Wallach, am Markt. Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) 3005) Eine Köchin und ein Dienstmädchen nach Marburg gesucht. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 2998) Ein braver Junge wird in die Lehre gesucht von Möbelschreiner Schopbach. Flechtenkranke und Brustleidende heilt I>r. Iochhcim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) Heugras-Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei Sich. Gemarkung Lich. 3006) Donnerstag den 20. Juli, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiese, der Peinmühle gegenüber, 33 Morgen, Vogelsgesang, Großer Wörth, Steinwegswiese, Stockwiese, zusammen 82 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. Gemarkung Burkhardsfelden. Freiiag den 21. Juli, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwiese, im Ganzen 68 Morgen. .: Zusammenkunft in der Mönchwiese. Gemarkungen Mühlsachscn, Ober- und Nieder-Bessingen. Montag den 24. Juli, Vormittags präcis 8 Uhr, Krumenwiese, Riedchen, Seewiese, Kleines Sautenkor, im Ganzen 100 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachsen. Lich, den 15. Juli 1871. Fürstlich Solmsische Rentei Lich. Kreutzer. 3012) Künftigen Donnerstag, den 20. Juli, des Nachmittags um 2 Uhr, sollen durch den Neubau einer Lehrerwohnung und Abbruch der alten Lehrerwohnung die in der letzteren befindlichen Thüren mit Futter und Bekleidung, sowie sämmtliche Fußböden, wie auch 11 Stück Fenster, sämmtliche Gegenstände noch in sehr gutem Zustande, einer öffentlichen Versteigerung ausgesttzt werden. Zugleich soll an diesem Termin der Abbruch dieser Wohnung an den Wenigstnehmenden, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Accord gegeben werden. Klein-Lmden, den 17. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Linden. Weigel. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. mit N W 1 IL Utbtt foü »tiltTt nut ur ft ReichsWi rifltn Frag fannlh’4 1 valtnng ot nach VaS C einer Miss fich nun erf ThaltM ßch es nicht zwe baj nur die langen und dann eine E mählichen B stnden hätten selber nach i Missen ist, in Bürch i scheiden au« nißmch'g i schaftlichtr Weisung fim behörden. , ausgaben, fc eine bestimmt pilalien in ir. venvalte«, m pilalbestand solchen Weis, kaum ander- Don ynttia^ besagten 24 oder $on 6, Anlegung v will, so wu d" Znvaliv an Darlehns vom Gesetz t Fällen erhebe dagegen, eine papieren oder sammtllmstug Ichlänktn uns